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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was ist mit Deutschlands Lehrern los ?



X-Wing
11.01.2004, 16:53
Hallo ihr,

Bevor ihr das gaze liest: Ich bin auf einer Realschule, Klasse 9B, meine Klasse wird von vielen Lehrern gelobt, usw... Insgesamt eine sehr Kooperative Klasse.

Frage: Wann habt ihr das letzte mal ein Gedicht gelernt/ lernen müssen ? Wie lange war dieses ?

Ich meine, und das bestätigen mir auch viele versch. Leute (auch Lehrer), das eigentlich ab der 7. Klasse schluss mit solchen Sachen (Unfug ?) ist...

Aber nein... In der 7. Klasse bekommt meine Klasse und somit ich eine berüchtigte Lehrerin, ehemals aus Berlin (wohne bei Ravensburg, 30km nord-westlich vom Bodensee). Sehr nette Frau, etwas (argh) aufgetakelt, mind. 5cm Schminke auf der Backe und "richt" wie ein ganzes "Bordell"... Egal, hauptsache nett, dachte ich mir.

Aber:
Diese macht mit uns als allererstes die griechisch/ römischen Götter durch. 23 Stück mit je 3 "Lebensdaten". Ok... Aber das sollen wir ab morgen für unser ganzes Leben wissen ?! Naja, Stunde vorrüber, aber nein, wir haben diese Lehrerin ja gleich in Deutsch, Geschichte und in Gemeinschaftskunde... Und deswegen gleich nochmal eine Stunde (vorher Deutsch, jetzt Geschichte).

Grmpfl denkt sich manch einer. Wie sich später heraus stellt auch berechtigt, denn in der 2. Stunde erzählt sie uns wie die Kartoffel nach Deutschland kam.. Auch nicht schlecht, heute schon viel gelernt. Aber bis morgen sollen wir darüber ein 2 Seiten- Aufsatz schreiben. Am nächsten Tag schreit sie die hälfte der Klasse an, weil fast jeder sich auf die 23 Götter konzentriert hat, und deswegen den Aufsatz nicht gemacht hat. (zu wenig Zeit) Am selben Tag noch gibt sie uns die "Hausaufgabe" in die Stadt zu gehen, und Karteikarten zu kaufen... Hat ja jeder zeit an dem Tag, oder ? Die Schüler haben heutzutage ja nichts zu tun... Daraus sollen wir ein Leporello machen und folgende 10 Ereignisse reinschreiben...
Im laufe Des Schuljahres haben wir kein einziges mal das Deutsch-, Geschichts- und das Gemeinschaftskundebuch aufgemacht... Der Unterrichstinhalt bestand eigentlich zu 50% Allgeimeinwissen, 10% Latein, 20% Gemeinschaftskunde, 10% Geschichte und 10% "Lehre über das Leben" (du sollst nur Nachrichten schauen, Gedichte Lernen, Bücher lernen, PC ist nur für internet - Informationen da, usw..)

Aber trotzdem in jedem Fach 3 volle Hefte pro Jahr. Und zwischen vielen, vielen 2-6 Zeilern auch mal ein 30-60 Zeiliges Gedicht !

Naja, wie soll ich sagen... Nun bin ich in der 9. Klasse und das geht weiter so... Für dieses Wochenende ist von Anette von Droste- Hülshoff was dran ("Am Turm", wenn's jemand kennt).

Was auch interresant ist-> Nach den Weihnachtsferien:

Mittwoch: 1. Tag... Heute sollten wir das Gedicht vortragen. Auf Technik lernen.

Donnerstag: 9 Stunden Schule, Technikklassenarbeit, ich hab' da 4 Seiten (platzsparend) geschrieben... Gedicht lernen, Biologie lernen...

Freitag: Die Klasse wird wieder bis aufs übelste beschimpft (nichtstaugende XXX usw... u.a. auch etwas von zukünftigen Knastis und Arbeitslosen...) Weil der ein oder andere keine Zeit/ kein Bock auf Gedicht lernen hatte. Und zwischendrinn auch noch eine Boilogie- Arbeit. In der 2. Stunde bei der "lieblingslehrerin" mal kurz eine unangesagte KLASSENARBEIT in Geschichte !!! Keine Sau (sorry) hat auf Geschichte Gelernt, wieso auch? Bei der Lehrerin sollten wir eigentlich Gedicht aufsagen ?!

Wochenende: LERNEN LERNEN LERNEN, Gedicht, Erdkunde, Religion, Mathe, Englisch, eigentlich so jedes Fach, das wir haben (bis auf Chemie und Physik, die hatten wir schon vor den Weihnachtsferien). Für mich noch zusätzlich: Auf Theoretische Prüfung lernen... Mofa.

Montag: Meines Wissens keine Klassenarbeit, und wenn doch, dann halt in den sonstigen Fächern (davor) lernen was das Zeugs hällt. Und die restlichen Leute vom Gedicht...

Dienstag: für die Anderen: Keine Ahnung, kein Bock, interessiert mich nicht...
Für mich: Theoretische Prüfung um 11 uhr... Ich werde mir da den ganzen Tag "frei nehmen"... D.h. blau machen, denn mir ist für den einen Tag Die Prüfung wichtiger, als irgendwas noch in der Schule zu machen.

Mittwoch: Evtl. Religion, restlichen Leute vom Gedicht.

Donnerstag: K.A.

Freitag: Siehe Donnerstag... :rolleyes: :D

So sieht mein "Alltag" aus, und bei den "heißen Tagen", wo für die 10. Klasse Prüfungen sind, Wir unsere Praktikas haben, oder sonst etwas ist, haben wir recht oft an einem Tag nur 3-4 Stunden Schule und dann schauen wir in diesen meist Filme und die Lehrer gehen während den Filmen kurz ins Lehrerzimmer und trinken noch einen Kaffee/rauchen...

Jetzt die Frage an euch: Seit der 7. Klasse hatte ich nicht einmal einen richtigen Deutschunterricht, es wurden immer irgendwelche Diktate und Aufsätze geschrieben...

Ist das Schule, wie sie sein sollte ???

PS: Ich 'hau ab, muss Gedicht usw... Weiter lernen. ICH HAB KEINEN BOCK DAZU!!!

[ 11. Januar 2004, 16:54: Beitrag editiert von: X-Wing ]

Gerald Lehr
11.01.2004, 22:52
Honni soit qui mal y pense (Louis XIV)

(Ein Schelm wer arges dabei denkt).

Um mal ganz blöde zu kommen: du lernst nicht für Dich, sondern fürs Leben.

Was das allerdings mit Gedichten auswendig lernen zu tun hat ist mir bis heute im verborgenen geblieben, außer Du interessierst dich für sowas.
Da ich Dich kenne und somit weiß, daß Du mehr mit Technik am Hut hast kann ich Deinen Frust verstehen. Ich kenne noch Leute die heute Schillers Glocke aufsagen können und darauf stolz sind. Für mich sind das vergeudete Gehirnzellen.
Aber das ist meine Meinung.
Ingo, ich kann da nur sagen, mach es mit oder erkundige Dich ob das, was diese Lehrerin macht auch Lehrplankonform ist.

Unbenommen von Deinen Aversionen ist eine gute Allgemeinbildung sehr viel wert im späteren Berufsleben.

Ich hoffe Dir nun etwas geholfen zu haben :D

[ 11. Januar 2004, 22:52: Beitrag editiert von: glehr ]

Muellermann
11.01.2004, 23:53
..... und ???

ist doch ´ne nette Aufwärmübung für das Berufsleben :D

Ich weiss, dass ich den Spruch damals gehasst (und zwar abgrundtief gehasst) habe, aber in der Schule war vieles besser ! ;)

Nimm es leicht und spiel das Spielchen mit

Andreas

gorg
12.01.2004, 01:40
Hi

Jepp! - Muss ich auch sagen - die Schule das waren noch schöne Zeiten!!!
Hab einen 10 Jahre jüngeren Bruder wenn ich dem das als sag - glaubt er mir nicht und zeigt mir meist einen der mittleren Finger ;) ...... Aber wirst schon sehen wenn du am Ball bleiben willst im leben wird der Aufwand immer größer.....

Wünsch dir aber trotz alledem weniger von den Gedichten.... die hab ich auch gehasst.....

Grüße Georg

jwl
12.01.2004, 02:10
die gute ministerin die für die kartoffeln zuständig ist, meinte vor einigen monaten, dass man in der schule höchsten falls ein beamte werden kann. wenn man sich die tanten so ansieht die meine tochter untericht geben, denke ich, recht hat sie.

lieber x-wing leider musste da durch
ein ausbruch ist schwer möglich, dass mit den göttern bei den alten griechen das macht doch spass da war noch was los. das meiste was man lernt und was behalten wird passt auf einen diaA4 seite.

vielleicht haste ja glück und ein lehrer liegt dir am herzen und wirst sehen von dem lehrnst du am meisten. nicht unbedingt für die schule aber fürs leben.

ich gehe jetzt in den hades
gruss jwl

Hans Schelshorn
12.01.2004, 12:30
Oh Gott, hat der Junge Sorgen ...

Tja, Deine Probleme hätte ich gerne gehabt, Ingo.

Meine Schulzeit in den 60er/70er Jahren:
Mofa-Führerschein war nicht, kein Geld für die Maschine.
Computer gab's nicht, also auch kein Internet.
Modellfliegen gab's auch nicht, kein Geld.
Handy's gab's auch noch nicht.
Fehnseher hatten wir erst, als ich schon 15 Jahre alt war.

Aber Deutsch, das haben wir noch gelernt. Immer wenn ich dann Texte von Euch (bist nicht nur Du gemeint) jungen Hupfern lese und ungefähr die dreifache Zeit brauche, um zu verstehen, was Ihr überhaupt damit sagen wollt, dann beschleicht mich das Gefühl, daß Deutsch in den heutigen Stundenplänen noch stark unterrepräsentiert ist.
Aber nix für Ungut, so isses heute halt. Und ich muß mich schön langsam mit dem Gedanken anfreunden, daß ich zu einem lebenden Fossil werde, das nicht mehr so recht in die heutige Zeit passen will.

Aber vielleicht lag's ja auch daran, daß bei uns immer klar war, was wir lernen sollten und sich auch die Leherer an die Lehrpläne gehalten haben. Stunden sind fast keine ausgefallen.
Da soll's ja heute an den Schulen ganz anders aussehen. Ich bin fast vom Hocker gefallen, als mir mein Sohnemann in einer Konzertpause mal sagte, daß das jetzt ungefähr der Gräuschpegel sei, der in seinem Klassenzimmer während des Unterrichts herrschen würde. Und das war eben ein Pegel, der entsteht, wenn in einem gut besetzten Saal mehr oder weniger alle Leute irgendwelche Gespräche führen. Da kann von Unterricht nicht mehr viel die Rede sein!

Servus
Hans

FlugFisch
12.01.2004, 13:13
Hi...

Senfzugabe...
mein Mädel ist Pauker am Gymnasium. Wenn ich so ihre Geschichten höre, bin ich HEILFROH dass ich meinen Abschluss in der Tasche habe.
33 Schüler pro Klasse, das bedeutet 33 potentiell klingelnde Handys, wenigstens 30 Schüler die´s überhaupt nicht interessiert, 20 Schüler, die eindeutig auf dem Gymnasium nichts verloren haben, 1000000 Dinge, die just zu diesem zeitpunkt viel interessanter sind als Mathe...
Und kaum kommt mal sowas altmodisches wie Auswendiglernen eines Gedichtes zickt man rum. Ich wette, über 80% der Schüler können die letzten Coca-Cola- und McDonalds-Werbeslogans auswendig, wissen, welcher Handytarif grade der günstigste ist, welche Klamotten hip sind usw.
Ein WENIG Hirnkapazität für scheinbar sinnlose Dinge wie Gedichte abzuzwacken ist da natürlich sehr viel verlangt.
Kann mich da Hans nur voll anschließen, obwohl ich altersmässig noch nicht ganz so versteinert :D bin.
Zu meiner Zeit lernte man programmieren - Heute lernt man powerpoint. Wir lernten rechnen, heute lernt man immitieren.
Je teurer der Zwirn desto schlichter das Hirn.
So, sorry wenn das wieder ausgeartet ist, aber ich musste mir eben mal Luft machen.
Andi

jwl
12.01.2004, 13:22
>>>Modellfliegen gab's auch nicht, kein Geld.

ich habe mit 14 jahren meine ersten eigenbau gefolgen geld hat ich keins aber zeit ohne ende.
was an geld fehlt kann mit zeit verrechnet werden.
wenn man ohne geld diese dinger baut sich immer wieder was neues einfallen lässt was man aus der restekiste macht.

>>Handy's gab's auch noch nicht.

es gab ein "werkbuch für jungen" (war ein geschenk)
und ein dioden-empfänger wurde gebaut
die antenne war die erdung der steckdose und man hörte in die welt der langwelle.

>> Computer gab's nicht, also auch kein Internet.

es wurden lichtschranken alarmanlagen gebaut. das kinderzimmer wurde komplett verdrahtet der 4,5volt block war das höchste. schiffe mit antrieben mit einem kleinstmotor, der davor noch den dienst in spielzeug verrichtet hatte, wurde ein prob montiert. der stapellauf in der badewanne war die krönung. es wurden seilbahnen von fenster zu fenster montiert, es wurden durch dosen gesprochen.

>> Mofa-Führerschein war nicht, kein Geld für die Maschine.

es gab alte herrenfahrräder die neu übersetzt wurden um abends wegfahren zu können. geld hatte man nie aber zeit und ideen.

>>>Aber Deutsch, das haben wir noch gelernt.

um ein problem zu erkennen und diese auch zu formulieren hat weniger mit dem verständnis mit sprache zu tun sondern mit zuhören. ein problem wirklich zu zerlegen und erkennen um was es geht lernt man in der schule nicht. ein text zu besprechen der im endeffekt nur eine bertrachtung zulässt ist konditionierung. um die sprache/schrift einsetzen zu können braucht man witz und esprit. genau diese wird in der schule abtrainieren. was den menschen ausmacht, sich täglich neu zu erfinden ist der geist des neuen.

>> Fehnseher hatten wir erst, als ich schon 15 Jahre alt war.

mit dem ersten buntfernseher wurde die mondlandung betrachtet. jahre später wurden raketen aus papier gebaut die man durch pusten ins universum des wohnzimmers schoss.

allem im allem, hat es an nichts gefehlt.

neulich baute ich mit meiner tochter einen murmelbahn aus pappe und papier gesammtlänge 8meter grundfläche 1*1meter höhe 1,2meter.
kosten ca 4-5 euro das teuerst war die tube patex.
zeit ca 4stunden.

gruss jwl

"nur wer erwachsen wird und ein kind bleibt ist ein mensch." (erich kästner)

Ulrich H.
12.01.2004, 13:32
Tach auch,

@Hans:
Meine Schulzeit war in den 70/80ern, trotzdem muss ich Dich zu 100% unterstuetzen. Entweder ist es vielen Menschen heute einfach egal, was sie fuer eine Sprache benutzen oder die Qualitaet der Sprache geht wirklich enorm in die Knie.
Ich kann mir bei vielen Artikeln -auch im RCN- nicht vorstellen, dass jemand so viele Tippfehler macht (immerhin gibt es die 'Vorschau'-Taste mit der man sein Epos pruefen kann).
Ich bin weder uralt, noch konservativ, noch ein Sprachenfan (ich bin wegen Englisch und Franzoesisch in der 9. durchgerasselt). Trotzdem beklage ich unsere allgemeine 'Sprachunkultur'. Ich habe schon das Gefuehl, dass sie ein wenig ein Spiegel einer Gesellschaft ist. In unserem Fall ist das leider eine werdende 'Egal'-Gesellschaft. Das haengt auch mit der Tendenz zusammen keine echte Verantwortung mehr zu uebernehmen. Bestes Vorbild sind da die Politik und auch Amiland (Da kann sich einer eine Riesenpraemie und ein neues Wohnmobil erstreiten, weil er vom Steuer aufsteht, sich einen Kaffee machen will und sich dann wundert, dass das Wohnmobil nicht auf der Strasse bleibt. Das stand ja schliesslich nicht im Betriebsheft...).
Irgendwie werde ich das Gefuehl nicht los, dass die Sprache eines Menschen immer auch ein wenig ein Spiegel seines Denkens ist. Das habe ich zumindest des oefteren in Diskussionen festgestellt. Klare, gute Sprache war meist gleichbedeutend mit klaren Gedanken.

[ 12. Januar 2004, 13:52: Beitrag editiert von: waliser ]

Milan
12.01.2004, 13:42
Hey X - Wing,

auch wenn es gemein auf Dich wirkt - die Art wie Du deinen Kummer beschreibst, ist echt lustig.
Sei mir nicht böse - hebe diesen deinen Beitrag gut auf und lese ihn in etwa 20 Jahren noch einmal durch; dann mußt Du auch lachen.


Aber nein... In der 7. Klasse bekommt meine Klasse und somit ich eine berüchtigte Lehrerin, ehemals aus Berlin (wohne bei Ravensburg, 30km nord-westlich vom Bodensee). Sehr nette Frau, etwas (argh) aufgetakelt, mind. 5cm Schminke auf der Backe und "richt" wie ein ganzes "Bordell"... Egal, hauptsache nett, dachte ich mir.

Woher weist Du Lümmel überhaupt, wie es in einem Bordell riecht, hä ? :D
In den nächsten Jahren werden berüchtigte Frauen deine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen; da sind die Mädels nicht mehr nett sondern scharf. ;)
Und das Deine Lehrerin aus Berlin zu Dir an den Bodensee kommt - das muß wohl an der Globalisierung liegen.


(vorher Deutsch, jetzt Geschichte).

Grmpfl denkt sich manch einer. Wie sich später heraus stellt auch berechtigt, denn in der 2. Stunde erzählt sie uns wie die Kartoffel nach Deutschland kam.. Frag sie doch mal, ob die eingedeutschte Kartoffel mit einem der 23 Götter in Verbindung gebracht werden kann - und ob auch einer nen Döner dabei gehabt hat! :)


Daraus sollen wir ein Leporello machen und folgende 10 Ereignisse reinschreiben...
.... das ist doch so ein Skateboard mit Motor - oder irre ich mich da ?


Wochenende: LERNEN LERNEN LERNEN, Gedicht, Erdkunde, Religion, Mathe, Englisch, eigentlich so jedes Fach, das wir haben (bis auf Chemie und Physik, die hatten wir schon vor den Weihnachtsferien). Für mich noch zusätzlich: Auf Theoretische Prüfung lernen... Mofa.

.....Für mich: Theoretische Prüfung um 11 uhr... Ich werde mir da den ganzen Tag "frei nehmen"... D.h. blau machen, denn mir ist für den einen Tag Die Prüfung wichtiger, als irgendwas noch in der Schule zu machen. aaha, ertappt - Für die Mofa-Driver-License büffelt man gerne; aber ne Droste Hülshoff Story ist nicht der Bringer?

Ingo, da musst Du jetzt durch - wer sich in der Schule durchbeissen kann, kommt auch später im Beruf besser voran.
Zieh das Positive aus ätzenden Lehrern heraus - Du lernst schon jetzt, wie man mit späteren Stinkstiefeln im Berufsleben umgehen muß.
Wenn dich deine Lehrerin jedoch hoffnungslos anödet, versuch in die Parallelklasse hinein zu wechseln.
Gute und beste Noten öffnen Dir sofort die Türen, durch die Du hindurch willst !

Grüße

Harry

jwl
12.01.2004, 13:53
man sollte auf jeden fall unterscheiden zwischen sprache und schrift dieser hat so gut wie nichts miteinander zu tun. der einzige von dem ich es weiss der nicht unterschieden hatte war t.w. adorno, der könnte wie gedruckt reden.

die sprache kommt aus dem umfeld aus dem man kommst bzw lebt man auch mehrere sprachen haben: beruf/familie/heimat/freunde etc pp

die schrift, die deutsche zumindest hat ein gewisser martin luther erfunden. danach hat's der duden weitergepflegt. diese kann man wieder zerlegen in prosa oder lyrik. bei der lyrik spielt der duden keine rolle. bei der prosa gibts dann die verschiedenen auswüchse (breifwechsel: privat /geschäftlich (gibts sogar ne din); gesetzgebung; usw.)

übrigens Herrmann's Law (http://www.bruhaha.de/laws.html)

gruss jwl

Mooney
12.01.2004, 14:22
@JWL,
nicht zu vergessen:
die selbstgebaute Lichtorgel aus Neon Starter und farbigen Gluehlampen in Verbindung mit dem Mister Hit Plattenspieler :eek: und der aktuellen LP von K-TEL.
:eek:
Das war ja wohl der absolute Dosenoeffner.
:rolleyes:
(OK, ein bisschen Persico mit Rotwein war auch dabei)
Meinst Du, da haette einer ein von uns ein Gedicht gelernt oder sich Gedanken gemacht, was irgend ein verstorbener Schreiberling mit seinen Auswuechsen aussagen will.
Das haben wir morgens vor der Stunde in der entsprechenden Rezension nachgelesen und damit war das Thema erledigt. Dadurch konnte man sich wieder den wichtigen Themen zuwenden: Z.B. Wie kriege ich den Dellorto auf die Kreidler, so dass es der Dorfsheriff nicht merkt. :D oder so
.
Ich will damit sagen, schulisch sollte man rausziehen was geht, wo man gut ist versuchen richtig gut zu sein, wo nicht, da tut es auch ein einfaches bestanden. Durchkommen ist alles. Und vor allem Spass dabei haben :)
Meine kleine Meinung zum Thema.

Bis denne

Steffen
12.01.2004, 14:28
Herrmann's Law greift hier gar nicht, weil

1. niemand hier mit Rechtschreibfehleren gegen eine Aussage eines anderen Argumentiert hat

2. das Thema die Ausbildung (resp. Verhalten von Lehrern) ist und dabei die Form und Nutzung der rechten Schreibweise als Lernziel genannt wurde

3. eine mangelhafte Rechtschreibung eines ist, eine mangelhafte Formulierung etwas ganz anderes. Mangelhafte Formulierungen erkennt man, wenn man den Text selbst nocheinmal liest, Rechtschreibfehler nicht unbedingt

4. Wer eine Rechtschreibschwäche hat und gleich Hermann's law rausgreift nur weil jemand einen Satzbau nicht versteht, hat ebenfalls die Diskussion verloren. Damit bist Du nah an Perkowsky's law

Zum eigentlichen Thema:
Ich finde die Lerninhalte auf Basis der Auflistung noch ok. Wie sie vermittelt und aufbereitet werden ist ein anderes Thema.

Ciao, Steffen

jwl
12.01.2004, 14:40
Original erstellt von Mooney:
@JWL,
nicht zu vergessen:
die selbstgebaute Lichtorgel aus Neon Starter und farbigen Gluehlampen in Verbindung mit dem Mister Hit Plattenspieler :eek: und der aktuellen LP von K-TEL.
welch funkenfeuer die nachbarschaft wundert sich dann warum auf einmal DALI DALI in einer miserablen qualität gesendet worden ist und selbst warum beim zünden der bogenlampe immer die sicherung raus flog.
die idee einen e.heizkörper als vorwiderstand zu nehmen hatte ich leider erst später. vielleicht war es auch gut so, der augen zu liebe. dann gabe noch lustige dingen die man mit zucker machen konnte: meine güte. "ich liebe den duft von caramel am morgen."

gruss jwl

jwl
12.01.2004, 14:59
Original erstellt von Steffen:
Herrmann's Law greift hier gar nicht, weil
hatte keine law gemeldet sondern angemerkt.
gibt es einen law für einen angemerkten law?
vielleicht hätte ich es etwas anders bemerken sollen, entschuldigung.

gruss jwl

Hans Schelshorn
12.01.2004, 17:07
Hallo jwl,

toll, was Ihr alles gemacht habt. Auch wir waren nicht untätig in der Freizeit, aber es blieb genügend Zeit für die Schule. Und Du hast recht, die Dauer eines zweifelhaften Deutschunterrichtes hat nicht allzuviel Einfluß auf die Qualität der schriftlichen und mündlichen Ausdrucksweise. Aber ich darf mal zitieren:

man sollte auf jeden fall unterscheiden zwischen sprache und schrift dieser hat so gut wie nichts miteinander zu tun. der einzige von dem ich es weiss der nicht unterschieden hatte war t.w. adorno, der könnte wie gedruckt reden.

die sprache kommt aus dem umfeld aus dem man kommst bzw lebt man auch mehrere sprachen haben: beruf/familie/heimat/freunde etc pp
Lies mal ganz genau, was Du da geschrieben hast. Natürlich verstehe sogar ich, was Du gemeint hast. Aber alle drei Sätze muß ich mehr als einmal lesen, um sie zu kapieren.
Satz 1: Worauf bezieht sich "dieser"?
Satz 2: "könnte" oder konnte Adorno das?
Satz 3: "aus dem man kommst bzw lebt man auch mehrere sprachen haben": Das muß ich mindestens dreimal lesen, um's zu kapieren.

Auch der Rest dieser drei Sätze zeugt von nicht ganz klaren Gedanken.
Natürlich kannst Du so schreiben.
Aber ich mach' mal folgende Rechnung auf: Wenn 500 Leute diesen Text lesen, und alle brauchen statt 5 Sekunden 10 Sekunden, um den Sinn zu verstehen, dann ist das fast eine dreiviertel Stunde Zeitverschwendung. Wenn ich diesen Text sauber und verständlich verfassen soll, dann brauche ich weniger als 5 Minuten (ich bin mal vorsichtig, so schnell tippe ich nicht).
Und schon habe ich vielen Leuten etwas weniger Zeit gestohlen.

Und jetzt noch eine ganz banale Schlußfolgerung, die ich durchaus auch anwende: Wenn jemand so'n Kauderwelsch schreibt, dann höre ich ganz schnell auf, das zu lesen.
Merkst Du was? Du nimmst Dir durch Schlampigkeit alle Chancen, Deine Meinung anderen zu vermitteln. Damit schadest Du Dir selber, und keinem anderen.
Sprache ist ein Kommunikationsmittel, das Regeln genügen muß, die von allen Mitgliedern einer Sprachgemeinschaft akzeptiert und beherrscht werden.
Nur dann kann der Empfänger einer Nachricht auch das verstehen, was der Absender gemeint hat.

Servus
Hans

[ 12. Januar 2004, 17:08: Beitrag editiert von: HansSchelshorn ]

Holofernes
12.01.2004, 17:31
@ Hans

Hast völlig Recht, ist schon ein dickes Ding, was für eine schlampige Schreibe Legastheniker so an sich haben... :(

Was mich aber noch mehr interssiert, woher der Ingo das weiß?


...und "richt" wie ein ganzes "Bordell"...... Verkehren heutzutage dort schon 9-Klässler? Ist das legal? Oder völlig egal?
Wie sich die Zeiten ändern... :confused:

jwl
12.01.2004, 17:44
>>>Hast völlig Recht, ist schon ein dickes Ding, was für eine schlampige Schreibe Legastheniker so an sich haben...

finde ich auch, was die sich so rausnehmen und hier so alles schreiben :) tja vielleicht hat der jwl einfach zu wenig hausaufgaben gemacht :D wenn er sich wenigsten mal mit der GrOSS und kLEInschreibung anfreunden würde.

gruss jwl

Konrad Kunik
12.01.2004, 17:46
Moin zusammen,

ich frage einmal anders:
Was ist mit Deutschlands Schülern los?

Die Wissensgebiete und beruflichen Anforderungen werden immer größer, und dann kommt so eine lausige Lehrerin daher und versaut die ganze Freizeit...

Belgarath
12.01.2004, 18:51
So, jetzt melde ich mich auch noch zu Wort:

Was mir in der ganzen Diskussion bis jetzt abgeht, ist auch nur irgendeine Bemerkung zu folgender Aussage Ingos über das Verhalten dieser Lehrerin, die die Schüler bezeichnet wie folgt:



[...]nichtstaugende XXX usw... u.a. auch etwas von zukünftigen Knastis und Arbeitslosen..[...]
Bei allem Verständnis für unsere auf die Strebsamkeit ihrer (potentiellen) Kinder bedachten, hier schlaue Bemerkungen anbringenden ('für das Leben lernen') Herrschaften - dieses Verhalten ist indiskutabel und nicht tolerierbar. Niemand hat das Recht, Kinder (und solche sind sie, egal ob nun schon 'Teenager' oder nicht!) in dieser Art und Weise zu beschimpfen, schon gar nicht ein Lehrer. Ich habe selbst leider keine Kinder, aber eins weiß ich, würde mein (hypothetisches) Kind in der Schule von auch nur einem Lehrer auf diese Art und Weise behandelt, der hätte keine ruhige Minute mehr an dieser Schule, mein Wort darauf!

Und zu der Aussage, daß es heute schon so schwierig sei, zu unterrichten, und daß die Schüler so schlecht seien ... woran, bitte, liegt denn das? Ich erinnere mich zurück an meine Schulzeit - Klassengrößen bis zu 36 Schüler waren keine Ausnahme, eher die Regel (bis ich nach Melk gewechselt bin); das war sicher kein Zuckerschlecken für die Lehrer, aber da trennte sich die Spreu vom Weizen (bei den Lehrern). Kinder versuchen immer, wie weit sie gehen können, das liegt in ihrer Natur, und das ist auch gut so! Und wenn die Lehrer nicht in der Lage sind, klare Regeln auf zu stellen und für alle nachvollziehbar zu machen, ist das wohl kein Problem der Kinder, sondern eines der Lehrkräfte.

Ich erinnere mich noch lebhaft an meinen Klassenvorstand im Gymnasium, den hatten wir in Mathematik. Der kam in die Klasse, und es war still, er wurde NIEMALS laut, beschimpfte keinen einzigen, war fair, wie ich es selten bei einem Menschen erlebt habe (es gab keine einzige Beurteilung, die durch irgendwelche Vorlieben oder Abneigungen beeinflußt wurde, das mußten selbst die zugeben, die ihn nicht besonders mochten), und jeder hatte Respekt vor ihm. Warum? Weil er ein Lehrer mit Leib und Seele war und Inhalte vermitteln konnte. Zur Verdeutlichung: eines Montags, nachdem er übers Wochenende die Schularbeiten kontrolliert hatte, kam er in die Klasse, ließ die Schularbeitshefte schwer auf's Lehrerpult fallen, schaute in die Runde und meinte, er fragte sich schon das ganze Wochenende, was er (ER!!!!!) falsch gemacht hätte, weil so wenige Schüler den Stoff ausreichend beherrscht hätten!!!!!! Und dann rollte er die beiden fraglichen Themengebiete nochmals von einer anderen Warte auf, und erklärte nochmals, worum es ging. Und er konnte erklären und vermitteln!

Soviel zu dem Thema: die heutigen Lehrer/Schüler. Wer als Lehrer heutzutage mit den Schülern nicht zu Rande kommt, hat - man verzeihe mir meine direkte Aussage - den Beruf verfehlt. Denn dann ist es nur genau das für ihn: ein Beruf. Lehrer ist aber eine Berufung, und das macht den Unterschied aus!

lg,
Klaus

P.S.: Ingo, durch musst Du da, nützt ja nichts, und nimm's halt mit Humor. Die Arme ist halt mit Euch überfordert, vielleicht hapert's ja schon am Sprachverständnis (ist ja doch ein ganz schönes Stück von Berlin zum Bodensee).

P.P.S.: Die Wissensgebiete werden nicht größer, nur die Spezialisierung nimmt zu - und für diese mußt Du studieren bzw. Dich selbst immer weiter bilden ... wenn ich mir ansehe, was mein Vater in der Schule gelernt hat und was ich in meiner A(llgemein)H(öher)B(ildenden) Schule mitbekommen habe, die angeblich unter den besseren war, dann kann ich das mit Fug und Recht behaupten - und das Niveau sinkt immer weiter ... wie auch die oben erwähnten Umgangsformen von Lehrkraft in Richtung Schüler sehr deutlich macht

Ulrich H.
12.01.2004, 19:17
Tach nochmal,

@Belgarath
Du hast recht, fast.
Lehrer haben's inzwischen auch schwerer. Die Berufungen, wie Du sie schilderst sind und waren schon immer selten, ich hatte waehrend meiner Schulzeit vielleicht 2 davon. Das heisst, der Rest, der sicher oft auch einen guten Job machen will, muss mit einem gewissen Mindestinstrumentarium zur Disziplinierung arbeiten. Das heisst nicht, die Schueler zu beschimpfen. Aber wenn Eltern einfach nicht aufkreuzen, wenn sie zum Gespraech gebeten werden, wenn ihnen das voellig egal ist, was ihre Kinder tun und dann sofort die Lehrer an allem schuld sein sollen, dann geht mir das Verstaendnis dafuer ein wenig ab.
Ich habe das Glueck, eine Tochter zu haben. Sie ist zwar noch nicht ein Jahr, aber auch jetzt schon beansprucht sie eine Menge Zeit. Wir beruhigen sie nicht vor dem Fernseher. Wir fordern sie mit Spielen und Bewegung so, dass sie ihren Spass hat. Und ich habe den Eindruck, dass ich schon jetzt einen gewissen Unterschied zu vielen anderen Kindern ihres Alters sehen kann. Natuerlich ist man als Vater etwas verblendet. Aber wenn die meisten Alterskollegen von ihr mit weniger Selbstbewusstsein, Mut, Bewegunsfreude und dafuer mit mehr Koerpermasse ausgestattet sind, frage ich mich schon, woher das kommt.

@Holofernes:
Legasthenie und Tippfehler kann man recht leicht unterscheiden. Dies aber unterscheidet sich nochmals ganz fundamental vom Sprachaufbau in einer Diskussion oder im geschriebenen Wort.

Uebrigens bin ich kein Lehrer.

X-Wing
12.01.2004, 19:26
@Belgarath:

Also ich muss sagen, dass du dich irgendwie in meinen geschriebenen Text hinein versetzt hast... So habe ich das Gefühl, wenn ich "deine Zeilen lese."

Das mit den Beschimpfungen war ja nur ein "Auszug" von dem gesamten "Programm" dieser netten Berliner schnautze... :D :D (So wird sie von anderen Lehrern auch genannt !!! Vor allem die älteren, und sie soll da wieder hin, usw. :D )

Also man kann eigentlich schon sagen, dass es einen richtig Großen Anschiss pro Stunde gibt. In dieser Stunde macht sie dann aber auch denjenigen ziemlich fertig... Nimmt ihn 2-5 mal hinter einander dran, wenn er das geforderte (und oft nie gehört/gelernte) nicht kann, bzw. anders 'rum. Und dann kommt sie nochmal nach der Stunde und "scheisst" ihn vollens an.

Also das finde ich nicht sehr "nett"... Aber wenn derjenige dann zum Rektor geht, dann sagt dieser einfach: "Was soll ich jetzt machen? Ich kann es ihr nur sagen."
Toll... Dann weiß sie es, und der Schüler wird nochmal zur Sau gemacht, weil er wie ein kleines Kind (zur Mutter) zum Rektor rennt.
Nach so 10 "Versuchen" verschiedener Schüler haben es schließlich alle aufgegeben und lassen sich nun schikanieren. Und jeder hofft, dass sie morgen früh, vor der 1. Stunde bitteschön stoplert und die schönen, harten und gefliesten Treppen "runterkugelt", sodass sie sich hoffentlich irgenwas (wichtiges) gebrochen hat...

Ist das normal, das (mehrere, >5 ) Schüler so einen Hass gegen eine Lehrerin haben ?

Dix
12.01.2004, 20:35
Lieber Ingo,

mach den Zirkus einfach mit, aus folgenden Gründen:

- Es ist das typische Generationenproblem. Die Alten sagen Dir "mach dies, lerne das". Die Jungen (und Mädchen) schütteln den Kopf und handeln anders. (Du sicher auch).
Wenn Du selbst "alt" bist, wirst Du höchstwahrscheinlich erst kapieren, was sie gemeint haben und warum...
Ich selbst bin grad mal 26 und kann das voll bestätigen.

- Ich kann heute noch die Präpositionen des Ablativs aufsagen (Latein). Oder den Wilhelm Busch (Max und Moritz gar nicht träge Sägen heimlich mit der Säge...).
Es bringt effektiv nichts. Außer eine gewisse persönliche Befriedigung. Aber das kommt wahrscheinlicht erst viel später.
Dafür kannich meine Freundin damit beeindrucken. ;)

- ACHTUNG http://www.rc-network.de/cgi-bin/beitraege/icons/icon4.gif WICHTIG:
Das Auswendiglernen ist gut! Es trainiert die Inputfähigkeit Deiner Birne. Wenns ans Studium oder die Klausuren geht, wird Dir neues Auswendiglernen leichter fallen.

- Es gab mal so ne Zahl: Der Mensch nutzt nur 10 % seiner Hirnkapazität. Wenn das stimmt, dann gibt es praktisch keine erschöpfliche Zahl von grauen Zellen. Und wenns mal knapp wird, dann muß halt ausgelagert werden... :D
Also wäre das "stupide" Auswendiglernen lediglich Zeitverschwendung. Aber das ist auch, was man selbst draus macht.

- Schlußendlich war ich froh um die Lehrer des "alten Schlages". (Ich meine die, welche die Prüglestrafe noch (passiv) erleben durften, dann aber mit Liebe und Leidenschaft Lehrer wurden, um zu zeigen, daß es auch ohne geht! Aber auch streng waren.) Von denen bleibt immer noch das Meiste hängen.

PS: "Zum Rektor gehen" hilft nur bedingt. Eine Aussprache mit dem Vertrauenslehrer bzw einem Lehrer Eures Vertrauens kann aber was bewirken.

MTT
13.01.2004, 01:39
die schrift, die deutsche zumindest hat ein gewisser martin luther erfunden. danach hat's der duden weitergepflegt. diese kann man wieder zerlegen in prosa oder lyrik. bei der lyrik spielt der duden keine rolle. bei der prosa gibts dann die verschiedenen auswüchse (breifwechsel: privat /geschäftlich (gibts sogar ne din); gesetzgebung; usw.)
Aber selbst die Herren Luther und Duden hatten doch schon gross- und klein-Schreibung, oder nicht ?
:D :D :D

-duckundganzschnellwech--

tanni60
13.01.2004, 07:51
Guten Morgen lieber X-wing,

1. gibts da so was wie einen Lehrplan, an den sich die Pauker halten müssen.
Den machen die, die deine Eltern gewählt haben.

2. ich mußte auch durch diesen Mega Müll

3. ich war sogar so bekloppt Latein zu lernen , was man endlich verbieten müsste, oder gibt es Latein-Sprachige Elite Unis irgendwo ?

4. ich bin prompt beim ersten mal durch den Mofa FS gerasselt, sehr frustral

5. wir wußten in der 9. Klasse noch nicht, wie es im Puff riecht, RESPECT !

Aber allemal besser so als eine Oma im selbstgestrickten, wie man ja sie ja hin und wieder sehen muß ....

Haltet durch, es kommt schlimmer !

PS: was passiert eigentlich, wenn ich deiner Lehrerin neinen Hinweis auf diesen Thread schicke ? (Witz)

jwl
13.01.2004, 12:37
>> Legasthenie und Tippfehler kann man recht leicht unterscheiden.

die nicht betroffen sind schon.
bei der legasthenie sieht man sie einfach nicht.
ob man jetzt ein wort flasch geschrieben hat oder vertippt spielt keine rolle man sieht es einfach nicht. es hängt auch von der tagesform ab wieviel fehler sich einschleichen oder auch nicht. klar lese ich dich sachen durch bevor ich sie poste.
Legasthenie (http://www.legasthenie.net/start.php?zwei=true&index=./content/legasthenie/symptomatik.htm)
wenn man jetzt zur schule geht hat man es leichter weil es berrücksichtigt wird aber von 20 oder 30 jahren dachte man der ist halt bled. eine erklärung warum es die naturwissenschaftlichenfächer nicht betroffen waren und das mathe mit links ging wurde bei der betrachtung nicht einbezogen.

war mal auf einer lehrerfete das einziege thema war die verbeamtung. ich hatte den verdacht das sie eins wollen ihre verantwortung für ihr eigenes leben abgeben. wenn sie nicht einmal die verantwortung für sich selbst übernehmen wollen, wollen sie verantwortungsbewust unser kinder erziehen. irgendwo ist da der haken.

gruss jwl

Ulrich H.
13.01.2004, 13:02
Tach auch,

@jwl:
Ich weiss nicht, ob Du betroffen bist oder nicht, das ist mir auch egal. Ich war als Kind bei einer Legasthenie-Untersuchung dabei und hatte das Glueck, dass sich das Problem spaeter ziemlich gelegt hat. Ich muss Texte einfach langsam und gruendlich lesen, dann finde ich die Fehler inzwischen meist. Typische Tippfehler sind die, eine Taste neben der Gewuenschten zu erwischen, das sieht man recht schnell. Das alles aber betrifft meines Wissens Sprachqualitaet und Grammattik nicht.
Dein letzter Beitrag zum Beispiel ist meiner Meinung nach sprachlich voellig in Ordnung, im Gegensatz zu Deinem Beitrag vom 12. Januar 2004 13:53, da musste ich auch mehrmals lesen, nicht wegen der Schreibfehler, sondern wegen der Sprache. Solltest Du also Legastheniker sein, so hast Du trotzdem -wenn Du willst- Deinen Satzbau sehr wohl im Griff. Insofern lasse ich die 'Ausrede' der Legasthenie als Antwort auf meine Kritik an der allgemeinen 'Sprachlosigkeit' nicht gerne gelten.
Zu Deinem Beitrag vom 12. Januar 2004 13:22: 100%ACK, das Werkbuch hatte ich auch und eine Restekiste und den Loetkolben von Papi und kein Internet und keinen Computer, dafuer Saege, Holzreste und einen Haufen Phantasie.

@X-Wing:
Habt Ihr in der Klasse genug Zusammenhalt, um der Lehrerin einen gemeinsamen offenen Brief zu schreiben, in dem Ihr Eure Kritik an sie formuliert? Dann kann sie im Zweifel keine Einzelpersonen 'bestrafen'. Ausserdem kann dieser Brief -wenn noetig- auch an den Vertrauenslehrer gehen.
Ansonsten bist Du leider wohl einfach nicht in der Position, zu beurteilen, ob der Stoff, den Ihr macht, OK ist oder nicht. Ich uebrigens auch nicht. Aber ich habe weit spaeter festgestellt, dass so manches, was ich in der Schule verabscheut habe, gar nicht so nutzlos war. Solange sich die Berliner Schnautze an den Lehplan haelt, kann ihr keiner reinreiten. Wenn ihre Methodik und Paedagogik nicht stimmen, dann sehr wohl. Koennte es sein, dass bei Euch eben vorher eine Lehrkraft am Ruder war, die zu wenig Zug und einfach nicht die Faehigkeit hatte, Euch etwas beizubringen und jetzt stoehnt Ihr, weil Ihr ploetzlich richtig ran muesst?
So bloede sich das anhoert, aber die Haptaufgabe in Deinem Alter ist das Lernen, sowohl was Fakten angeht als auch was Deinen Charakter angeht. Ob Du Lust dazu hast oder nicht ist dabei voellig nebensaechlich. Wenn Du mal spaeter in einen Beruf einsteigen willst, dann hast Du nur das, was Du bist dahin hinter Dir hast, um es vorzuzeigen.
Das soll jetzt nicht heissen, dass das produktive Spielen unwichtig waere, das ist oft die beste und effektivste Art des Lernens, aber das trifft leider nicht auf jede Art des Spielens zu. Siehe dazu die Restekiste von jwl und mir. JWL wird mir sicher beipflichten, dass er da bei jeder Menge Spass jede Menge gelernt hat.
Es ist einfach so, dass das Lernen immer schwerer wird je aelter Du wirst, auch wenn Du dauernd gefordert wirst; Das Tempo nimmt einfach ab.

@Dix:
Generationenkonflikt: 100%ACK.

X-Wing
13.01.2004, 21:40
@Tanni:
Mach' ruhig... kein Problem... Die sagt das Computer dumme, unzugängliche Kisten sind, ihr sei das zu langweilig, vor so ein leblosen Ding rumzulesen... (Stur ? :D )


Koennte es sein, dass bei Euch eben vorher eine Lehrkraft am Ruder war, die zu wenig Zug und einfach nicht die Faehigkeit hatte, Euch etwas beizubringen und jetzt stoehnt Ihr, weil Ihr ploetzlich richtig ran muesst? Grmpf... Irgendwie stimmt das. Hmm, unsere Klassenlehrerin, die ab der zweiten Hälfte der 6. Klasse bis hin zur 9. uns unterrichtet hat (Mathe), war sehr überfordert. Wir haben sie am Schluss der 7. Klasse einmal dazu gebracht, dass sie plärrend aus dem Klassenzimmer gerannt ist... Und seit Anfang der 8. Klasse wurde sie im (Mathe-) Unterricht immer nervöser und am Ende der 8. Klasse war sie ständig heißer und sie hat jede 2. Aufgabe falsch gemacht. Das haben die (irgend wann mal) gemobbten natürlich ausgenützt und haben immer, wenn sie erklärt hat, reingeschrien: "FRAU BECK!!! DIE AUFGABE IST SCHON WIEDER FALSCH !!! 6*6 Gibt nicht 38 !!! DAS MACHT 36!!!"

Ich und die anderen haben dann nur geschmunzelt, und die arme Lehrerin wurde immer nervöser, hat den Zeitplan nicht in einer Stunde geschafft... :D
Am Ende des Jahres waren wir in Seite 70 von 150 oder so... :eek:

Und dazu noch: Diese Jahre waren sehr leicht (für mich)... Ich habe mich kontinuirlich verbessert, von 6. Klasse 3er auf 8. Klasse 2,24er Durchschnitt. Und der Klassendurchschnitt wurde immer schlechter. :D

Und nun ? Der Notendurchschnitt wird bei der 9- Klasse dann wohl wieder irgendwas um 2,5 - 3,0 sein. :(

Aber egal, der Klassendurchschnitt hat sich immer noch nicht gebessert, inzwischen in den Fächern Chemie, Physik, Mathe und Englisch immer um 3,6-4,5 ... :D
Das waren aber auch davor die schlechtesten Fächer der Klasse, jedoch (außer Mathe - 3) meine Besten... (Chemie, 8. Klasse - 1 ; Physik auch 8. Kl. - 1 ; Englisch 8. Klasse leider nur 1,7 also - 2 )

Wie dem auch sei... Ich verschlechtere mich leider in folgenden Fächern - Bio (Fr. Müller) ; Erdkunde (Fr. Müller) ; Deutsch (Fr. Freudig) ; Gemeinschaftskunde (Fr. Freudig) ; Geschichte (Fr. Freudig); Sport (Hr. Uhl)

Koooomisch... Also werde ich in 6 Fächern schlechter. Davon 3 Lehrer "beteiligt".
Sport lassen wir mal außer Acht, denn der jetztige Sportlehrer ist sehr auf Konditions und Hochleistungssport aus... Und da bin ich einfach Schlecht ! Sprinten(habe viel Kraft in den Beinen), Teamsport(bin ich auch nicht schlecht),usw... Macht der Lehrer nicht (gerne). Daher bin ich ziemlich "gearscht".

Sonst: Erdkunde und Biologie... Hmm, das sind reine Lernfächer, zumindest zum größten Teil. Ich muss zugeben, solche sachen lerne ich sehr ungerne.
Dazu kommt, dass diese Lehrerin meinen Vater kennt, der in dieser Schule nichts anständiges im Sinn hatte...

Und die Thematik mit der Lieben Berlinerin kennt ihr ja.
Übrigens: Jetzt ist sie mit dem Rektor verstritten, weil er sagt, dass sie nächstes Jahr in Pension (mit 65) kommt, sie sagt, dass sie nicht von dieser Schule geht... LOL :D Da sieht man wieder, dass die Frau Spass am Schikanieren kleiner, hilfloser Schüler hat . :rolleyes:

Und waliser:

Das mit dem Brief wird nix... Sie sucht sich dann irgendwer aus der Klasse raus, und behauptet, dass dieser bestimmt so ein aufständischer Nichtsnutz, usw. ist.

Aber wenn jeder von der Klasse mit einer Unterschrift sein Einverständniss "erteilt" ?!

Das wäre evtl. eine Lösung... Aber dann wird sie bestimmt sagen, dass irgendwer alle angestiftet hat. Hmm.

Und das mit dem Vertrauenslehrer, haben wir in der Schule überhaupt sowas ? Uns (mir) wurde das noch nie gesagt/erklärt.

[ 13. Januar 2004, 21:42: Beitrag editiert von: X-Wing ]

Gast_102
15.01.2004, 21:58
Hallo Ingo,

Beim Gedichtelernen lernst Du erst richtig lernen .. will heissen, das um das zu lernen die lernstrategie passen muss weil Du es sonst doch nicht lernst.
Lernen ist auch begreifen, und durch Gedichte lernen begreifst irgendwann welche Strategie die beste ist um so etwas zu lernen.
Aber schau net dumm aus der Wäsche wenn Du das Gedicht dann auswendig kannst, gezielt zitieren kanns aber wenn Du den inhalt des Gedichtes beschreiben sollst auf einmal auf dem Schlauch stehst und feststellen musst das Du es doch nicht begriffen hast :D :D :D

Ingo hau rein, Du bist doch net doof

Yves H.
17.01.2004, 12:04
Hallo Ingo,
Ich bin jetzt bald 17 und in einer Lehre als Maschinenmechaniker. Zur Lehre begleitend mache ich die Berufsmaturität. Ich sage dir es kommt schlimmer !!! Meine Lehrer haben nichts besseres zu tun als uns für blöd zu verkaufen und zu behaupten das wir sowieso nichts verstehen. Unser Matheschnitt liegt bei knapp einer Vier ( In der Schweiz ist 6 das beste)
Das schlimmste ist das wir nur 2 Noten pro Semester haben, versaust du eine bist du völlig am Ar...! Ich musste früher auch gedichte lernen! Es war der Horror! :mad: Ich habe mitgefühl und hoffe das deine Lehrerin jetzt bald pensioniert wird ( oder auf der Treppe ausrutscht) ! Wir Schüler müssen zusammenhalten!
Gruss Yves

PS:Zum Glück habe ich den Mofaführerschein schon !

Rotscher
17.01.2004, 12:44
Ist die Maschinenmechanikerlehre nicht in Polymechanikerlehre umgewandelt worden?

Gruss roger

Yves H.
17.01.2004, 20:14
Hallo Rotscher,
natürlich ist sie das aber wenn ich schreibe Polymechaniker dann fragt jeder was das ist.
Maschinenmechaniker kennen alle aber Polymech kennen nur die wenigsten. Gruss Yves