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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Motor mit mehr Spannung als angegeben betreiben ?



DirkZ
15.06.2010, 10:00
Hallo allerseits,


ich habe da noch einen Motor von Robbe 5055-08 rumliegen, welcher laut Typenschild bis 20 V betrieben werden kann.

Nun habe ich noch 6S Lipos.

Kann ich bei Wahl einer entsprechenden Latte den Motor ohne schlechtes Gewissen mit einer Lipo Zelle mehr betreiben, also statt 20 V (5S) mit 25V (6S)?

Seht Ihr da Probleme?

Laut Drive Calc würde der Motor, welcher bis 55 A vertragen kann, mit
einer 13*6,5 APC E ca 4000 g leisten und dies bei "nur" 48 A....

Würde die Kombination gern in einem F3A Trainer (Osmose) betreiben.

Passt das, oder würdet ihr mir davon abraten?


Viele Grüße aus Unna
Dirk

gast_15994
15.06.2010, 10:03
ja, kannst du.
solange auch der leistungsdurchsatz im rahmen der kennwerte bleibt und der steller mit der feldfrequenz klarkommt, ist dem motor die betriebsspannung ziemlich egal.

DirkZ
15.06.2010, 10:24
Danke für die schnelle Antwort ...

Viele Grüße
Dirk

pierre_mousel
15.06.2010, 13:42
leistungsdurchsatz im rahmen der kennwerte

@ Dirk
Nicht vergessen: Leistungsdurchsatz = Watt, also Ampere * Volt

55A an 5s entspricht 45A an 6s.. also sind 48 A leicht in der Überlast, aber der Motor gewinnt ja auch an Effektivität durch die höhere Spannung.

Gast_1681
15.06.2010, 14:50
Hi Pierre,

nun ist ja die Last- nicht die Leerlaufspannung. Bei 45-48A wird der passende Akku keine 25V mehr haben. Ebenso wie ein 5-Zeller nicht bei 20V liegt unter Last. Wenn wir von 18V für den 5S und etwa 22V für den 6S ausgehen, passt das schon.

Gruß,
Kuni

pierre_mousel
15.06.2010, 15:23
Hi Kuni,

Klar, Ich wollte nur darauf hinweisen dass die Angabe max. 55A zu differenzieren ist.

elektroniktommi
15.06.2010, 16:05
Der Strom ist das entscheidende Kriterium, er darf theoretisch auch bei 25V seine 55A haben ;)
Verluste in Widerständen werden nach Pv=I²*R berechnet.
Die durch die höhere Drehzahl hervorgerufenen Eisenverluste gehen allerdings auch in die Verlustleistung mit ein, in welchem Umfang die Auftreten, kann ich grad nicht sagen.
Wenn die Verluste linear mit der Drehzahl steigen (somit auch linear mit der Spannung), bekommst du daraus ca.25% mehr Eisenverluste, die allerdings einen Teil der gesammten Verluste ausmachen.
Betragen die Eisenverluste dann 10% mehr der Gesammtverluste, würde ich den Strom um 3% verringern, dann sollte es passen.

gast_15994
15.06.2010, 16:08
grau ist alle theorie.
ein loggerflug sagt mehr als 1000 zeilen diskussion.

3%- da sind die möglichen veränderungen via timing , luftdruck oder temperatur oder propellerstreuung um ein mehrfaches größer.

vg
ralph