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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sicherheit der Menschen soll an den Meistbietenden verramscht werden



Le concombre masqué
13.07.2010, 20:45
fassungslos (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,706264,00.html)

christof buss
13.07.2010, 20:57
Ich biete schonmal nen Euro.

Le concombre masqué
13.07.2010, 21:00
Ich biete schonmal nen Euro.

Das Thema ist viel zu ernst um damit zu spassen

jetzt ZDF gucken.
" Der grosse Bluff"

Thomas Ebert
13.07.2010, 21:20
Mal ohne Spaß:
Die Auktion wäre sehr viel ehrlicher, als das ganze bisherige Gehampel und Geschacher.

Es würde endlich offen zugegeben, dass es ausschließlich um Geld geht, und Sicherheit der Menschen, geschweige denn der Umwelt, einfach keine Rolle spielt.

So was nennt man glaube ich Offenbarungseid...

Gruß, Thomas

Le concombre masqué
13.07.2010, 21:33
Mal ohne Spaß:
Die Auktion wäre sehr viel ehrlicher, als das ganze bisherige Gehampel und Geschacher.

Es würde endlich offen zugegeben, dass es ausschließlich um Geld geht, und Sicherheit der Menschen, geschweige denn der Umwelt, einfach keine Rolle spielt.

So was nennt man glaube ich Offenbarungseid...

Gruß, Thomas

Ja.

"Nach mir die Sintflut"

milesd16
13.07.2010, 22:06
Diese Regierung hat inzwischen zugegeben, dass die Reduktion der Mehrwertsteuer für Hotel-Übernachtungen ein Fehler war (das alles geschah übrigens im Rahmen eines sogenannten "Wachstum-Beschleunigungs-Gesetzes" - welch ein Irrsinn!)

Vielleicht gestehen sie dann ja auch irgendwann ein, dass diese Versteigerung ein Fehler war ... aber dann ist es zu spät :mad::mad::mad:

tc-pitts
13.07.2010, 22:14
Statt immer nur zu jammern könnte man sich auch politisch engagieren...

http://www.mehr-demokratie.de/
http://www.omnibus.org/home.html
http://www.abgeordnetenwatch.de/

Agent Smith
13.07.2010, 22:20
Wenn die versteigerte Gesamtrestlaufzeit (deutlich) unter der technisch sinnvollen (Betriebserlaubnis nach Stand der Technik) Gesamtrestlaufzeit aller Kraftwerke liegt (>künstliche Verknappung) und sicher gestellt ist das kein einzelnes Kraftwerk über seine technisch sinnvolle Restlaufzeit hinaus betrieben wird, dann kann man das ganze ja noch als vertretbar bezeichnen wenn es darum geht das die Stromkunden die Ausgabe xy des Staates Deutschlands finanzieren sollen. Es stellt sich aber die Frage ob man akkzeptiert das ein einzelnes Kraftwerk evtl. noch deutlich länger weiterläuft als eigentlich vom Ausstieg bisher geplant und man im Endeffekt das ganze Thema 'Atomstrom' noch deutlich später in diesem Jahrhundert los wird. Insbesondere unter dem Aspekt das jedes Prozentpünktchen erneuerbare Energie dazu beiträgt das die Atomkraftwerke später abgebaut werden weil die Restlaufzeit auf Betriebstunden Volllast und nicht nur auf Zeit gerechnet wird. Wenn es nicht in Betrieb ist, oder nur mit Teillast wird auch die Restlaufzeit nicht weniger bzw. nur entsprechend des Anteils des Lastanteils. Der durch die Versteigerung steigende Strompreis würde als Nebeneffekt auch wieder die erneuerbaren Energien fördern.

Hans Schelshorn
13.07.2010, 22:36
Das Versteigerungsverfahren krankt an einem kleinen Konstruktionsfehler: Den besten Preis kann bieten, wer bei der Sicherheit am meisten spart. Auf guad boarisch: Dümmer geht's nimmer.

Servus
Hans

Le concombre masqué
13.07.2010, 22:41
Ertrag eines AKW/ tag = 1 million Euro

Anzahl der AKWS = 17

macht pro Jahr ? Na ?

christof buss
13.07.2010, 22:55
Das Thema ist viel zu ernst um damit zu spassen

Finde ich gar nicht.

Sushi
14.07.2010, 00:12
Die ganze verfrühte Debatte um die Abschaltung der AKWs hätte gar nicht stattfinden dürfen. Dann hätte man das Geld, das man jetzt sinnlos in neue Kohlekraftwerke(die eh von den Politikern wieder zunichte gemacht werden, siehe Datteln) steckt, in regenerative Energien investieren können. Nach und nach hätte man dann die AKWs nach ihrer regulären Laufzeit abgeschaltet und durch RE ersetzt. So haben wir keine Atomkraftwerke, keine Kohlekraftwerke(s.o.) und keine RE, und importieren den Strom aus Frankreich und Russland(<- wo die AKWs besonders sicher sind). Herzlichen Glückwunsch!

Ich bin sicher nicht dafür, den Atomstrom auszubauen. Niemand will so ein Ding im garten stehen haben. Aber die bestehenden deutschen AKWs sind mit dei sichersten und wenn man so ein Ding abschaltet, fehlt eben eine ganze Menge. Das muss irgendwodurch ausgeglichen werden, darüber wurde vorher nicht vernünftig nachgedacht. Die Dinger sollten so schnell wie möglich, und das ist für mich, wenn genug Energie durch RE gewonnen wird, abgeschaltet werden. Und da sind wir auf einem ziemlich guten Weg. Jetzt allerdings abschalten und durch Kohlekraftwerke ersetzen, halte ich für falsch. Ebenso aber auch die Versteigerung, das ist wohl der falsche Weg und zeigt für mich wieder einmal die Realitätsferne der Politiker.

LG, Björn

milesd16
14.07.2010, 07:05
Statt immer nur zu jammern könnte man sich auch politisch engagieren...

http://www.mehr-demokratie.de/
http://www.omnibus.org/home.html
http://www.abgeordnetenwatch.de/

Wer sagt Dir, dass ich das nicht tue und bloß jammere????

zettl57
14.07.2010, 08:50
Aber die bestehenden deutschen AKWs sind mit dei sichersten

Bist Du vom Fach, um das wirklich beurteilen zu können?


Finde ich gar nicht

Ich schon.

milesd16
14.07.2010, 08:59
Aber die bestehenden deutschen AKWs sind mit dei sichersten

Und bis vor einigen Wochen hätte uns BP auf Nachfrage sicherlich erläutert, dass die Absperrventile von Ölbohrplattformen außerordentlich sicher sind. Schließlich ist BP doch im Grunde ein europäisches Unternehmen, das enorm in die Sicherheitstechnik investiert.

Fällt was auf?

Und weil ich gerade dabei bin, hier noch ein Zitat aus dem TAGESSPIEGEL von heute (Hervorhebungen von mir):

"Nachdem ein Gericht in New Orleans das bisherige Verbot neuer Erkundungsbohrungen gekippt hat, erließ Innenminister Ken Salazar neue Ausführungsbestimmungen. Sie sind weniger streng und erlauben prinzipiell Erkundungsbohrungen, erlegen aber den Ölfirmen den Nachweis auf, wie sie bei einem ähnlichen Unglück eine Schädigung der Umwelt verhindern. Industrievertreter sagen, es sei kostspielig und zeitaufwändig, diese Sicherheitsvorkehrungen einzuführen."

Tja, in dem Fall könnte es doch tatsächlich sein, dass sich Bohrungen mit den bisherigen Sicherheitsstandards nicht mehr lohnen?!

Und was dies alles auf AKW übertragen bedeutet, kann sich jeder selbst ausmalen.

Bushpilot
14.07.2010, 09:02
Ja.

"Nach mir die Sintflut"

Bisschen alt... heutzutage sagt man: "Nach mir der Atomkrieg". :D

Was aber auch schon fast überholt ist... :confused:

Denn, der nächste große Krieg geht nur noch ums nackte überleben. Die Überbevölkerung der Erde macht alle Diskussionen um Atomstrom, Öl, usw. zum Hinterhaustreppenwitz: Kein sauberes Wasser, verschmutzte/verseuchte Nahrungsmittel, keine saubere Luft... Ausrottung aller höherentwickelten tierischen Lebensformen, der Pflanzenwelt... eine endlose Liste die die Menschheit täglich dadurch verlängert, weil sie sich ungehemmt vermehrt :mad:. Also, durch ihre bloße Existenz.
Die größte Plage dieser Welt: Der Mensch.

Nach mir die Apokalypse.

christof buss
14.07.2010, 09:56
Nach mir die Apokalypse.


Genau.
Zuvor aber bitte die Bundesregierung über den Ausgang dieser Diskusion informieren!

Bleiente
14.07.2010, 11:01
Hallo Christof,

also ich würde 2 € bieten.
Bin mir aber nicht ganz sicher ob ich nach der Restlaufzeit selber aufräumen darf oder ob ich die Ruine zurück geben muss.

Aus den Resten eines AKW's kann man sicher was lustiges basteln:

- Aus dem Sicherheitsbehälter kann man Jagdmesser machen die mindestens 300 Jahre leuchten.
So spart man sich nachts die Sucherei.

- Aus dem stärker verstraltem Beton kann man Terassenplatten und Küchenarbeitsplatten machen.
Kein Moos und Bakterien mehr! Nach 5 Jahren ist die Wirkung leider nur noch halb so gross.

- Den Rest kann man auf einen Haufen schütten und bei jeder Windrichtung insektenfrei Hangfliegen.

Hat jemand noch Ideen ?

Gruss Andi

elektroniktommi
14.07.2010, 11:19
Regt sich denn niemand hier über den Bild-Stil der Überschrift auf?

Matthias_E.
14.07.2010, 11:21
Ich weiß gar nicht was ihr habt...

Ich stehe ständig unter Strom
Und den brauch ich vom Atom
;)
Gruß
Hias

Myci
14.07.2010, 11:26
Hallo

Ich hab noch welches ^^

Aus der Stahlkuppel macht man Knüppel und Schalter - perfekt für Nachtflüge
Aus der Stahlkuppel macht man Landekufen für Nachtflug-Helis

Mit den alten Brennstäben kann man Insekten und Mücken fernhalten
Brennstäbe sind als Beleuchtung für die Landebahn super geeignet
Brennstäbe sind gut für Pfeilspitzen .. mit Leuchtpunkt zielen ^^


Ne jetzt mal im Ernst - da ist mal wieder eine der dümmsten Ideen seit langem ..
Die sollten mal lieber alternative Energieerzeugung fördern - die Zukunft liegt in Windparks und Photovoltaik Anlagen - gerade Verwaltungsgebäude sollten ihren Strom oder Wärmeenergie selbst erzeugen. Auch Erdwärme hat Zukunft ..
Aber es geht ja nur um Profit - wenn wir noch ein paar Maschinen und Fabriken und ein paar 100 Arbeiter die diese Bedienen und Waren verkaufen im Land hätten und die jährlich 200 Mrd einbringen würden dann wären unsere Politiker auch glücklich.



Weißt du wer die besten Märchenerzähler sind ? Nein. Politiker! Die machen den ganzen Tag nichts anderes.


Patrick

Matthias_E.
14.07.2010, 11:34
... - die Zukunft liegt in Windparks und Photovoltaik Anlagen -...
Eben nicht!
Diese Techniken sind deutlich zu uneffektiv.
Und vor allem stellen sie einen ganz erheblichen Eingriff in die Natur dar.
Die Gigantischen Flächen die man dafür veröden müsste würden eine Lebensmittelknappheit generieren, weil diese Flächen zwangsläufig als Landwirtschaftliche Nutzfläche fehlen.
Alternative Energien:
Ja gerne, her damit
Windkraft und PV:
Nein Danke!
Keine Zwangssubventionierten Technologein mit miserablem Wirkungsgrad.
Denn das können wir uns wirklich nicht leisten.
Wer denkt Windkraft und PV wäre Umweltfreundlich dersollte sich mal etwas intensiver mit dem Thema befassen.
Z.B. wieviele dieser hässlichen uneffektiven Windmühlen man bräuchte um auch nur ein AKW zu ersetzen.
Geschweige denn 17.
Gruß
Hias

Raphael
14.07.2010, 12:22
Deutlich zu uneffektiv, soso. In mitteleuropäischen Regionen hat Photovoltaik heutzutage nach ca. 3 Jahren ihre zur Herstellung und Entsorgung benötigte Energie wieder reingeholt, bei Windkraft weiss ich's leider nicht.
Zwangssubventioniert sind vor allem die AKWs, welche für den GAU eine Versicherung zwischen 0,5 und 1% der potentiell entstehenden Schäden abgeschlossen haben. Wäre wie wenn Du für Dein Auto Dich nur für 500€ müsstest haftpflichtversichern. Das ist quersubventioniert, denn wer bezahlt wenn der GAU eintritt??

Agent Smith
14.07.2010, 12:37
[...] Den besten Preis kann bieten, wer bei der Sicherheit am meisten spart. Auf guad boarisch: Dümmer geht's nimmer.


Ist das bisher anders ?


Eben nicht!
Diese Techniken sind deutlich zu uneffektiv.
Und vor allem stellen sie einen ganz erheblichen Eingriff in die Natur dar.
Die Gigantischen Flächen die man dafür veröden müsste würden eine Lebensmittelknappheit generieren, weil diese Flächen zwangsläufig als Landwirtschaftliche Nutzfläche fehlen.


Bei euch werden Kartoffeln auf Hausdächern angebaut ?

Bushpilot
14.07.2010, 12:42
Genau.
Zuvor aber bitte die Bundesregierung über den Ausgang dieser Diskusion informieren!

Ach was. Die wissen mehr als wir alle zusammen. Glaub mal nicht das die in der Regierung nicht selbst denken können. Die sind nur zu feige über Tatsachen zu reden... das würde Wählerstimmen kosten. Jedem ist eben sein Hemd am nächsten. Das ganze dümmliche Gerede: Wir müssen nachhaltige Energieversorgungen schaffen, umweltfreundlich, damit unsere Nachkommen nicht auf einem selbstleuchtenden Müllberg zur Welt kommen der mal Erde hieß, bla- bla- bla, geht mir ganz tierisch auf den Saxx. Damit wird der Bevölkerung nur suggeriert die Regierung (en) täte (en) was.
(BP-) Öl auf die Wogen kippen nennt man das wohl. Beschäftigungstherapie für die Gehirne der dumpfen Masse. Sieht man ja dieser Diskussion hier, Windkraft, Sonnenenergie... nix halbes und nix ganzes. Alles wird von den Regierungen nur halbherzig angegangen. Das kostet nur noch mehr kostbare Rohstoffe, und bringt nichts.

Übringens, für Handlungen um gegen die kommende Apokalypse anzugehen ist es eh zu spät.
Damit hätte vor 50 Jahren begonnen werden müssen.

christof buss
14.07.2010, 13:15
Glaub mal nicht das die in der Regierung nicht selbst denken können. Die sind nur zu feige über Tatsachen zu reden...


Ich denke Du wirst mit Deiner Aussage der Bedeutung der hier vorgetragenen Meinungen nicht gerecht. Dieses elitäre Gedankengut hier im Forum wird schon immer von der Regierung zwecks Entscheidungsfindung zu ebendieser herangezogen. Darum ist der Ernst und die Bedeutung gerade dann wenn es wie hier um Atomenergie Ja-Nein geht nicht hoch genug anzusiedeln.

Hans Schelshorn
14.07.2010, 14:30
Ist das bisher anders ?
...
Natürlich nicht.

Was ich anprangern wollte ist, daß tendenziell jene Kraftwerke bei der Versteigerung Vorteile haben könnten, bei denen an der Sicherheit gespart wird. Sinnvoller wäre es doch, wenn schon KKW länger laufen sollen, daß dann die mit der besten Sicherheitstechnik länger am Netz bleiben und nicht die unsicheren. Somit hat die Politik grandios versagt. Sie hat nicht nur unnötigerweise der Stromlobby nachgegeben, sondern auch noch das Risiko für die Bevölkerung und für die Umwelt deutlich erhöht.

Servus
Hans

Bushpilot
14.07.2010, 15:10
Ich denke Du wirst mit Deiner Aussage der Bedeutung der hier vorgetragenen Meinungen nicht gerecht. Dieses elitäre Gedankengut hier im Forum wird schon immer von der Regierung zwecks Entscheidungsfindung zu ebendieser herangezogen. Darum ist der Ernst und die Bedeutung gerade dann wenn es wie hier um Atomenergie Ja-Nein geht nicht hoch genug anzusiedeln.

ECHT?
Auch wenn das jetzt gewaltig OT geht:
Wenn man deine Antwort so liest, könnte man glatt annehmen du bist bei der Bundesregierung angestellt.
Sollte das nicht der Fall sein, Sorry. Wenn es der Fall ist, auch Sorry... (und Herzlichen Glückwunsch: Deine Rente ist dir sicher. Falls die Apokalypse nicht etwas zu früh einsetzt, ich weiß ja nicht was für ein Jahrgang du bist...) :D

Nein. Ich mache der derzeitigen (Deutschen)Regierung gar keinen Vorwurf mehr, sie machen nämlich genau dasselbe wie alle ihre Vorgänger auch: NICHTS! Seid bekannt werden der Problematik, haben alle verantwortlichen Regierungen (außer etwas die Chinesen) dieser Welt genau das selbe gemacht: Verdecken und vertuschen. Bloß nicht DARÜBER reden. Die Konsequenzen würden dass derzeitige Friede– Freude- Eierkuchen Weltbild von 99% aller Menschen total auf den Kopf stellen.
Da das aber nicht geht, man kann als Regierung nicht öffentlich bekannt geben das von den derzeit mehr als 10 Milliarden Menschen, mindestens vier bitte von der Bildfläche zu verschwinden haben, sonst verschwinden alle von der Bildfläche, schneller als es uns lieb sein könnte...

Außerdem: Es gibt Regierungen die noch Verantwortungsloser sind als die Deutsche, sie forcieren geradezu ihre Bevölkerung Nachkommen zu zeugen. Als ob die Welt das noch verkraften könnte.

Nein, unsere Politiker sind gefangen in der Wachstumsidee, im Zwang, allen müsse es besser gehen können (die Erwartungshaltung der Bevölkerung erfüllen). Doch jeder der länger als 25 Sekunden nachdenkt wird mit Erschrecken feststellen das da nichts mehr ist mit wachsen... denn die Erde wächst ja auch nicht. Es kommt der Tag da ist einfach kein Platz (physikalisch) mehr für menschliches Leben auf der Erde. Das sollte (!) jeder halbwegs verantwortliche Politiker kapiert haben... ändern kann er es allerdings auch nicht mehr.

Daher, über Atomkraftwerke (in Deutschland, Weltweit?), Ja oder Nein... darüber zu diskusstieren ist mehr als müßig, ein Zeitvertreib für gelangweilte Geister, wenn die Globale Existenz der Menschheit auf dem Spiel steht.

Atomkraft? Über Nebensächlichkeiten diskutiert man nicht, man handelt.

christof buss
14.07.2010, 15:49
Thomas, ich stimme Dir einfach mal vollumfänglich zu.

Julez
14.07.2010, 16:38
die Zukunft liegt in Windparks und Photovoltaik Anlagen

Dann erklär mal bitte, woher die elektrische Energie kommen soll, wenn an einem windstillen Wintermorgen in ganz Deutschland die Fabriken, Computer und Beleuchtungsanlagen hochgefahren werden.

limberu
14.07.2010, 17:19
Dann erklär mal bitte, woher die elektrische Energie kommen soll, wenn an einem windstillen Wintermorgen in ganz Deutschland die Fabriken, Computer und Beleuchtungsanlagen hochgefahren werden.
Aus den OffshoreWindanlagen vor der Küste und den PV-Anlagen aus der Sahara ;)
Alternativ noch aus Gezeitenkraftwerken, Erdwärme und Geothermieanlagen.

Denn genau so kann die Zukunft aussehen.
Ausserdem wird es in Zukunft sicherlich neue Methoden der Energiespeicherung geben. Ausserdem muss diese Last auch heute nicht aus AKW's kommen, denn diese kann man nicht mal eben in der Leistung hoch- und runterfahren nach belieben.

Bushpilot
14.07.2010, 17:21
Thomas, ich stimme Dir einfach mal vollumfänglich zu.

OK. Die übliche Prozedere also.

RetoF3X
14.07.2010, 18:07
Wenn wir uns alle etwas am Riemen reissen wuerden und den weltweiten Energieverbrauch halbieren wuerden, koennte man die AKWs und Kohlekraftwerke schon mal abschalten.

492996

Da es aber ein jeder als Grundrecht ansieht, Energie zu verplempern, wird es wohl so weitergehen bis das Uran, die Kohle und das Oel alle ist.

Dann koennen wir wieder Balsa Flieger bauen, weil Laminierharz ist dann viel zu teuer.

Reto

christof buss
14.07.2010, 18:24
OK. Die übliche Prozedere also.

Klar, Maßnahmen 14b bis g. Wie gehabt.

Myci
14.07.2010, 18:26
Eins hab ich natürlich noch vergessen , die Energieerzeugung durch fließendes Wasser. Denn das hört nie auf zu fließen. Die beste Konstruktion dafür wäre ein Boot (Wer jetzt denkt dass das nicht geht und sich fragt wie das aussehen soll - Es geht - im Modell hab ich sowas schon gebaut)

Ich rede ja auch nicht davon die ganze Welt nur mit alternativer Energie zu versorgen - dafür ist gar nicht genug Fläche da - Einige Kraftwerke müssen weiterhin bestehen bleiben (zumindest bis die Energieerzeugung durch Naturgewalten optimiert ist) - aber nicht alle..

Julez
14.07.2010, 19:08
Aus den OffshoreWindanlagen vor der Küste und den PV-Anlagen aus der Sahara ;)
Alternativ noch aus Gezeitenkraftwerken, Erdwärme und Geothermieanlagen.

Denn genau so kann die Zukunft aussehen.
Ausserdem wird es in Zukunft sicherlich neue Methoden der Energiespeicherung geben. Ausserdem muss diese Last auch heute nicht aus AKW's kommen, denn diese kann man nicht mal eben in der Leistung hoch- und runterfahren nach belieben.

Träum weiter. Auch in Küstengebieten ist mal Flaute, und wie leistungsfähig gesandstrahlte PV- Anlagen in der Sahara sind, würde ich auch mal gerne wissen. Und da ist auch mal Nacht. Ganz abgesehen davon, dass man sich damit die Energie aus einem politisch nicht so stabilen Bereich holt, und quer durch ebensoviele Länder leiten müsste. Und wenn dort mal wieder irgend ein Despot verrückt spielt und uns den Saft abdreht, muss die Bundeswehr hin, super Sache.
Die deutsche Küste ist für Gezeitenkraftwerke sowohl vom Tidenhub als auch von der Geologie ungeeignet.

Irgendwie wird hier immer maßlos rumgeträumt und massives Wunschdenken aufgefahren, wenns an alternative Energien geht.

christof buss
14.07.2010, 19:12
Die deutsche Küste ist für Gezeitenkraftwerke sowohl vom Tidenhub als auch von der ungeeignet.


Von der was denn nochmal genau bitte?

kurbel
14.07.2010, 19:15
M. W. gehört Windenergie zu den kostengünstigeren unter den erneuerbaren.

Und zwar auf die wirklichen Kosten gesehen, ohne Vergünstigungen oder Subventionen.
Die zugesicherten Abnahmepreise richten sich ja nach der Art der Erzeugung.
D. h. die Photovoltaik-kWh wird besser vergütet, als eine aus Windenergie.
Ich denke, Strom aus Sonnenlicht ist billiger via Solarthermie zu erreichen, als durch Photovoltaik.

Windenergie verringert die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen auch nicht besonders, und es liegen ohnehin schon Flächen brach.
In Offshoreparks können Fischbestände der Überfischung entkommen.

Hauptproblem bleibt die Energiespeicherung, um eine sichere Stromversorgung zu erreichen.
Wenn hier für Großmengen praktikable Lösungen mit einfacher Technik gefunden werden.
Dann sehe ich gute Chancen, von KKWen und fossilen Brennstoffen weitgehend runter zu kommen.

Natürlich muss ein Teil der Strategie sein, weniger Energie zu verbrauchen.
Aber auch da würde es mich wundern, wenn nicht noch einiges Potential drin liegt.

Man kann sicher auch noch einiges gewinnen, wenn man von zentralen Kraftwerken wegkommt.
Weniger Belastung fürs Netz, weniger Verluste durchs Netz und mehr politische und wirschaftliche Unabhängigkeit von den Betreibern.

Gerade um Politisch von anderen Ländern nicht abzuhängen und Energiesicherheit zu erreichen, sind dezentrale kleine Kraftwerke gut.
Besonders, wenn sie nicht oder kaum auf Rohstoffe angewiesen sind, die hier selten oder gar nicht vorkommen.

Kurbel

Le concombre masqué
14.07.2010, 21:29
Dann erklär mal bitte, woher die elektrische Energie kommen soll, wenn an einem windstillen Wintermorgen in ganz Deutschland die Fabriken, Computer und Beleuchtungsanlagen hochgefahren werden.


Beleuchtungsanlangen werden morgens eher heruntergefahren...

nur mal so zur Info

Le concombre masqué
14.07.2010, 21:30
Keine Zwangssubventionierten Technologein


Also auch keine AKws....

Jochen K.
14.07.2010, 22:29
So haben wir keine Atomkraftwerke, keine Kohlekraftwerke(s.o.) und keine RE, und importieren den Strom aus Frankreich und Russland(<- wo die AKWs besonders sicher sind). Herzlichen Glückwunsch!

Zumindest 2006 und 2007 hat Deutschland seine Nachbarn fleißig mit Ökostrom beglückt:
"Die Importe betrugen im ersten Halbjahr 2007 insgesamt 21,4 Milliarden Kilowattstunden (2006: 22,3 Mrd. kWh), die Exporte 32,3 Mrd. kWh (2006: 34,5)."
http://www.bdew.de/bdew.nsf/id/DE_20070730_PM_Halbjahresbilanz_2007_der_deutschen_Stromtransportnetze?open&Highlight=


Beleuchtungsanlangen werden morgens eher heruntergefahren...
Und Klimaanlagen benötigen zufällig genau dann besonders viel Energie, wenn Solarzellen welche liefern können.

RetoF3X
15.07.2010, 00:48
Irgendwie wird hier immer maßlos rumgeträumt und massives Wunschdenken aufgefahren, wenns an alternative Energien geht.

Wenn man Wasserkraft zu den Erneuerbaren Energien dazuzaehlt, sieht die Welt etwas anders aus:

weltweite Durchsnitts-Leistung 2006:
Nuclear power 0.929 TW
Hydroelectric 0.995 TW
Geothermal, wind,
solar energy, wood 0.158 TW

weltweite Energiekonversion (Erzeugung darf man ja nicht sagen) 2007:

nuclear: 2,567 TWh
erneuerbar: 3,472 TWh

Quellen: US Energy Information Admin., einfach mal in der Tabelle klicken (amerikanische billion ist 10^9 also Milliarde):

http://tonto.eia.doe.gov/cfapps/ipdbproject/iedindex3.cfm?tid=2&pid=29&aid=12&cid=&syid=2005&eyid=2009&unit=BKWH

Reto

Bushpilot
15.07.2010, 08:38
Klar, Maßnahmen 14b bis g. Wie gehabt.

Kannst du dir sparen, merkt sowieso keiner hier. Ist nicht mal eine Notiz wert.

Gast_15450
15.07.2010, 11:15
Guten Tag
Was hat die Gurke nur für einen Sturm im Wasserglas angerührt :cry:
Als Tritt ihn vor Jahren die Luftverschmutzungscertifikate eingeführt hat um
Co2 zu Geld zu machen hat sich kein Mensch darüber aufgeregt.
Obwohl es meiner Meinung nach eine gigantische Anmaßung diese Politikers war und ist ,irgend jemandem zu erlauben - gegen Geld - meine Atemluft zu verschmutzen.
Gruss Gunter
http://Fliegerforum.embeh.de

Agent Smith
15.07.2010, 11:26
Natürlich nicht.

Was ich anprangern wollte ist, daß tendenziell jene Kraftwerke bei der Versteigerung Vorteile haben könnten, bei denen an der Sicherheit gespart wird. Sinnvoller wäre es doch, wenn schon KKW länger laufen sollen, daß dann die mit der besten Sicherheitstechnik länger am Netz bleiben und nicht die unsicheren. Somit hat die Politik grandios versagt. Sie hat nicht nur unnötigerweise der Stromlobby nachgegeben, sondern auch noch das Risiko für die Bevölkerung und für die Umwelt deutlich erhöht.

Servus
Hans

Die Sache ist garnicht beschlossen. Es wird 'nur' laut darüber nachgedacht. ;)

"Natürlich nicht." Aha, wieso willst du dann eine mögliche Zustandänderung anprangern wenn sich der Zustand nicht ändert?

Hätte es einen Wettbewerb (*Gelächter* ;) ), würde sich der mit der dicksten Brieftasche durchsetzen und nicht der mit den prozentual höchsten Gewinnen.

Ich halte den Weg über festgeschriebene Restlaufzeit und wenn es es so sein soll die "Brennelementesteuer" auch für den sinnvolleren.


Dann erklär mal bitte, woher die elektrische Energie kommen soll, wenn an einem windstillen Wintermorgen in ganz Deutschland die Fabriken, Computer und Beleuchtungsanlagen hochgefahren werden.

Ganz einfach, über den von dir favorisierten intelligenten Stromzähler wird festgestellt: Aha, der Julian Holtz hat schon gestern warm geduscht, der bekommt erst wieder übermorgen warmes Wasser.

Gruß

MGS
15.07.2010, 13:22
Als Tritt ihn vor Jahren die Luftverschmutzungscertifikate eingeführt hat um
Co2 zu Geld zu machen hat sich kein Mensch darüber aufgeregt.
Wieso sollte man sich über sinnvolle Sachen aufregen?


Obwohl es meiner Meinung nach eine gigantische Anmaßung diese Politikers war und ist ,irgend jemandem zu erlauben - gegen Geld - meine Atemluft zu verschmutzen.
"Deine Atemluft" würde ohne den Emissionsrechtehandel (weitaus) stärker verschmutzt werden als ohne.

Könnte es sein, dass Du da einige Sachen falsch verstanden hast?

Emissionsrechtehandel (http://de.wikipedia.org/wiki/Emissionsrechtehandel).

MfG Martin

Matthias_E.
15.07.2010, 13:24
Wieso sollte man sich über sinnvolle Sachen aufregen?


"Deine Atemluft" würde ohne den Emissionsrechtehandel (weitaus) stärker verschmutzt werden als ohne.

Könnte es sein, dass Du da einige Sachen falsch verstanden hast?

Emissionsrechtehandel (http://de.wikipedia.org/wiki/Emissionsrechtehandel).

MfG Martin
Grüne Märchenstunde? :rolleyes:

MGS
15.07.2010, 14:02
Grüne Märchenstunde? :rolleyes:
Stimmt ganz genau!

Die ach so pösen, pösen Politiker haben das ja nur gemacht um dem guten alten Hias das Geld aus der Tasche zu ziehen ;)

MfG Martin

Julez
15.07.2010, 15:17
Dann erklär mal bitte, woher die elektrische Energie kommen soll, wenn an einem windstillen Wintermorgen in ganz Deutschland die Fabriken, Computer und Beleuchtungsanlagen hochgefahren werden.


[]
Ganz einfach, über den von dir favorisierten intelligenten Stromzähler wird festgestellt: Aha, der Julian Holtz hat schon gestern warm geduscht, der bekommt erst wieder übermorgen warmes Wasser.

Gruß
Wer bitte heizt sein Wasser mit Strom?

Aber dennoch, recht hast du: So ähnlich müsste man die Energie rationieren, wenn man sich auf alternative Energien verlässt. Stromversorgung auf Entwicklungslandniveau. Deswegen gibts wohl auch keine Antwort auf meine Frage.

limberu
15.07.2010, 15:44
Wer bitte heizt sein Wasser mit Strom?

Wie heizt du denn dein Wasser?
Erdgas --> fossile Brennstoffe --> Böse
Öl --> fossile Brennstoffe --> Böse
Kohle --> fossile Brennstoffe --> Böse

Matthias_E.
15.07.2010, 16:54
Stimmt ganz genau!

Die ach so pösen, pösen Politiker haben das ja nur gemacht um dem guten alten Hias das Geld aus der Tasche zu ziehen ;)

MfG Martin
Gut erkannt.
Die sind ja sooooo gemein!
;)



Wer bitte heizt sein Wasser mit Strom?

....
Der gute alte Hias zum Beispiel...
Und er ist damit kein Einzelfall.
In dörflichen Gegenden ist das ganz normal daß in Häusern mit Ofenheizung das Wasser mit nem Elektroboiler gemacht wird.
Gruß
Der gute alte Hias

MGS
15.07.2010, 17:06
Gut erkannt.
Ich wollte, ich könnte zu Dir das selbe sagen ;)

MfG Martin

Julez
15.07.2010, 17:23
Wie heizt du denn dein Wasser?
Erdgas --> fossile Brennstoffe --> Böse
Öl --> fossile Brennstoffe --> Böse
Kohle --> fossile Brennstoffe --> Böse

Wo habe ich das jemals gesagt? Wir heizen mit Gas. Es geht halt nicht anders. Für die Umwelt ist es sicher nicht das Beste, aber es ist realistisch, anders als manche Öko-Vorstellungen hier.


Der gute alte Hias zum Beispiel...
Und er ist damit kein Einzelfall.
In dörflichen Gegenden ist das ganz normal daß in Häusern mit Ofenheizung das Wasser mit nem Elektroboiler gemacht wird.


Da habe ich auch nix gegen. Soll jeder das so machen, wie er möchte.:)

Agent Smith
16.07.2010, 09:48
Wer bitte heizt sein Wasser mit Strom?


Wärmepumpen sollen gar nicht so schlecht sein. ;)

P.S. Auch eine Öl, Gas, Solar,.... läuft in den seltensten Fällen ohne Strom.

Gast_15450
16.07.2010, 09:51
Guten Morgen
Wärmepumpen sind sogar sehr gut.
Und wenn sie nachts mit preisgünstigem Atomstrom betrieben werden sind sie sogar noch beser. :) :)
Gruss Gunter
http://Fliegerforum.embeh.de

Julez
16.07.2010, 16:06
Ja, das sehe ich als gute Sache an, vor allem, weil es weniger Förderung vom Staat gibt. Anders als bei PV, kann man sich mit einer Wärmepunpe nicht auf Kosten des kleinen Mannes bereichern.

Raphael
16.07.2010, 16:15
Wie heizt du denn dein Wasser?
Erdgas --> fossile Brennstoffe --> Böse
Öl --> fossile Brennstoffe --> Böse
Kohle --> fossile Brennstoffe --> Böse


Unser Haus, diesen Frühling fertiggebaut:
http://passivhuus.wordpress.com

würden nur noch solche Häuser gebaut, es würde um ein vielfaches besser stehen um unseren Energieverbrauch. Aber das können wir uns ja nicht leisten, gelle ;)

MarkusN
16.07.2010, 16:24
Gerade Warmwasser kann man in unseren Breiten problemlos mit Solartechnik heizen. Ein Paar m3 Speicher, und es reicht auch über die meisten Dunkelperioden im Winter.

Raphael
16.07.2010, 16:29
man kann sogar so bauen, dass eine herkömmliche Heizung komplett überflüssig wird, siehe oben.
Wir brauchen Strom für:
-Licht (das meiste davon LED-Beleuchtung)
-Staubsauger
-Kochen
-Bastelraum :)
-Solarpumpe
-KWL
Ich kann euch nach einem Jahr mal ne Abrechnung angeben, aber viel wirds nicht sein.
Wenns nach mir ginge müsste jedes neue Haus so gebaut werden, schliesslich ist das Stand der Technik und absolut bezahlbar. Aber wie sieht die Realität aus? Wir sind SO-034-P, das heisst das 34. Passivhaus im Kanton Solothurn mit 255'000 Einwohnern.

RetoF3X
16.07.2010, 19:43
Hi Raphi

Ein schoenes Heim habt Ihr da gebaut, Glueckwunsch!

Wie schon erwaehnt, wuerden wir uns alle am Riemen reissen, koennten wir die AKWs und Kohlekraftwerke abschalten.
http://www.rc-network.de/forum/showpost.php?p=1915006&postcount=33
http://www.rc-network.de/forum/showpost.php?p=1915374&postcount=42

Leider sind die hier drueben im Amiland Lichtjahre von Minergie-Standards entfernt, andererseits, das Einspar-Potential waere gigantisch.

Reto

Agent Smith
17.07.2010, 19:41
Gerade Warmwasser kann man in unseren Breiten problemlos mit Solartechnik heizen. Ein Paar m3 Speicher, und es reicht auch über die meisten Dunkelperioden im Winter.

Wenn du in Ägypten wohnst mag das hinhauen. In unseren Breitengraden wird der Speicher und die Kollektroren schnell ziemlich groß und teuer damit das annähernd funktioniert. Dann lieber ein wenig mehr Öl/Gas verfeuert oder 2 Fichten mehr pro Jahr umgesägt als den solaren nonsens im unwirtschaftlichen Winter zu betreiben. Von Aktionen ala Saisonspeicher (für Heizung) mal ganz zu schweigen. :rolleyes:

Agent Smith
17.07.2010, 19:42
Unser Haus, diesen Frühling fertiggebaut:
http://passivhuus.wordpress.com

würden nur noch solche Häuser gebaut, es würde um ein vielfaches besser stehen um unseren Energieverbrauch. Aber das können wir uns ja nicht leisten, gelle ;)

Wieso habt ihr kein Mehrfamilienhaus gebaut sondern ein Energieschwein in Form eines freistehenden Einfamilienhauses ? ;)

Le concombre masqué
17.07.2010, 20:40
Wieso habt ihr kein Mehrfamilienhaus gebaut sondern ein Energieschwein in Form eines freistehenden Einfamilienhauses ? ;)

weil er keinen Bock auf dämliche Nachbarn hat ?

limberu
18.07.2010, 19:44
Unser Haus, diesen Frühling fertiggebaut:
http://passivhuus.wordpress.com

würden nur noch solche Häuser gebaut, es würde um ein vielfaches besser stehen um unseren Energieverbrauch. Aber das können wir uns ja nicht leisten, gelle ;)

Willst du jetzt jedes "ALTE" Haus abreißen?
Wir haben auch ein neues "altes" Haus... Ist 25 Jahre alt und kann sicherlich noch 50 Jahre stehen... Soll ich das jetzt abreißen und nach Stand der Technik neubauen?
Das wäre eine Energieverschwendung!

PS:
Alles, was ich neu mache, wir natürlich nach Stand der Technik neu gemacht, aber auch nur nach und nach!

kurbel
18.07.2010, 21:49
http://www.heise.de/tp/blogs/2/147989

Kurbel

Raphael
20.07.2010, 11:53
Wieso habt ihr kein Mehrfamilienhaus gebaut sondern ein Energieschwein in Form eines freistehenden Einfamilienhauses ? ;)

die maskierte Gurke hat das schon richtig erkannt, wobei ich mich jetzt enthalte, einige aus diesem Thread zu benennen, die ich NICHT als Nachbarn haben möchte. Aber euch gehen wohl die Argumente aus.
Übrigens hab ich nirgends geschrieben, alles bestehende soll abgerissen werden. Aber in der Schweiz ist garantiert nicht mal jedes 100. neu gebaute Haus ein Passivhaus, obwohl deren Wirtschaftlichkeit längst bewiesen ist, der grössere Komfort für den Bewohner von allen Besitzern attestiert wird, die Banken mitsubventionieren, der Staat etwas dran gibt - die Leute interessierts einfach nicht.

Also, wer hat hier in den letzten 10 Jahren ein Haus gebaut?
Ist es ein Passivhaus?
Wenn nein, warum nicht?

Ich könnte hier unsere Abrechnungen offen legen, will ich aber nicht. Nur soviel: Das bisschen was wir mehr an Hypo bezahlen ist ein Bruchteil davon, was die meisten von euch wohl jährlich an Eon, Russland, Afghanistan oder Lybien überweisen. Viel Spass noch! :)

Raphael
20.07.2010, 11:56
Willst du jetzt jedes "ALTE" Haus abreißen?
Wir haben auch ein neues "altes" Haus... Ist 25 Jahre alt und kann sicherlich noch 50 Jahre stehen... Soll ich das jetzt abreißen und nach Stand der Technik neubauen?
Das wäre eine Energieverschwendung!

hier meine Meinung dazu, letzte Seite schon gepostet:


Wenns nach mir ginge müsste jedes neue Haus so gebaut werden, schliesslich ist das Stand der Technik und absolut bezahlbar.

Raphael
20.07.2010, 11:57
Hi Raphi

Ein schoenes Heim habt Ihr da gebaut, Glueckwunsch!

Wie schon erwaehnt, wuerden wir uns alle am Riemen reissen, koennten wir die AKWs und Kohlekraftwerke abschalten.
http://www.rc-network.de/forum/showpost.php?p=1915006&postcount=33
http://www.rc-network.de/forum/showpost.php?p=1915374&postcount=42

Leider sind die hier drueben im Amiland Lichtjahre von Minergie-Standards entfernt, andererseits, das Einspar-Potential waere gigantisch.

Reto

Hoi Reto,

vielen Dank! Bist natürlich gerne eingeladen wenn Du wieder mal im Land bist!
Man hat sogar in Spanien Passivhäuser gebaut - keine Klimageräte mehr notwendig! Kühlung rein über die Zuluft, welche durchs Erdregister gekühlt wird. Energiebedarf ca. 80W für ein mittleres EFH. Also 1qm Solarzellen? ;)

Gruess
Raphael

MarkusN
20.07.2010, 12:26
Wenn du in Ägypten wohnst mag das hinhauen. In unseren Breitengraden wird der Speicher und die Kollektroren schnell ziemlich groß und teuer damit das annähernd funktioniert. Nö. Schwager/Schwägerin haben ein altes Mehrfamilienhaus umgebaut, heute drei Parteien. 8 m3 Speicher, wenn ich mich recht entsinne. Das entspricht einem Würfel mit 2 m Kantenlänge. Mancher Öltank eines entsprechenden Objekts ist grösser. Der Speicher erreicht im Winter, bei bedecktem Himmel, hinter dem die Sonne zu erahnen ist, eine Temperatur von 60°C.
Und während Raphael in einer sonnenverwöhnten Ecke der Schweiz haust, sind sie eher im "Regenwald" zuhause. Trotzdem ist das System sehr effizient.

limberu
20.07.2010, 13:06
Ich weiß gar nicht, was ihr euch so aufregt mit dem bauen nach Stand der Technik, ab 2019 dürfen nur noch Null-Energie-Häuser gebaut werden...
Ein Hoch auf die EU ;)

http://www.presseoase.de/index.php/2009/06/12/passivhaus-staatlich-verordnet-eu-parlament-beschliest-ab-2019-nur-noch-null-energie-hauser-eckart-rolf-hellmann-%E2%80%9Etechnisch-schon-seit-jahren-machbar%E2%80%9C/

Agent Smith
20.07.2010, 13:15
die maskierte Gurke hat das schon richtig erkannt, wobei ich mich jetzt enthalte, einige aus diesem Thread zu benennen, die ich NICHT als Nachbarn haben möchte. Aber euch gehen wohl die Argumente aus.
Übrigens hab ich nirgends geschrieben, alles bestehende soll abgerissen werden. Aber in der Schweiz ist garantiert nicht mal jedes 100. neu gebaute Haus ein Passivhaus, obwohl deren Wirtschaftlichkeit längst bewiesen ist, der grössere Komfort für den Bewohner von allen Besitzern attestiert wird, die Banken mitsubventionieren, der Staat etwas dran gibt - die Leute interessierts einfach nicht.

Also, wer hat hier in den letzten 10 Jahren ein Haus gebaut?
Ist es ein Passivhaus?
Wenn nein, warum nicht?


Ich habe sogar schon vor über 10 Jahren Pläne von Häusern erstellt (nicht als Ing.) die deinem Passivhaus sehr nahe kommen. Da bestand aber noch das Problem das man zum Teil Steine quer mauern oder Dämmung übereinander kleben musste um die entsprechenden U Werte zu erreichen weil so manches Material einfach nicht passend verfügbar war. Von den Fenstern mal ganz zu schweigen. ;) Raphael versteh mich nicht falsch, ich finde (manche) "Passivhäuser" gut (nebenbei bemerkt auch Elektrofahrzeuge), aber immer wenn jemand derart ideologisch, fast schon religiös rüberkommt und irgendwas über den Klee lobt und und alles andere als scheisse darstellt, diskutiere ich gerne mal von der anderen Seite aus um zu sehen woher der Wind weht.

Es gibt genug Leute die verdienen genug Geld. Und dieser Level liegt garnicht mal so hoch. Denen ist es schlicht piep egal was ihr Auto verbraucht oder ob ihr Haus 500 eur mehr Heizkosten im Jahr verursacht. Die wollen mit so einen Detailmist nicht belästigt werden. Da sind andere Sachen viel wichtiger als solche Nebensächlichkeiten. Nur wenn ein Passivhaus, die Solaranlage auf dem Dach etc. 'Hipp' ist dann bauen die entsprechendes.

Letzten Endes schließt du mit einem Passivhaus sowie der Wahl der Haustechnik eine Wette darauf ab wie sich in der Zukunft diverse Preise am Markt entwickeln. Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Betrachtung der Situation eben nur eine Momentaufnahme +Schätzung der Zukunft. Wobei Solar und gute Dämmung zumindest eine Konstante sind (bzw. in Teilen) im Gegensatz zu den Energiepreisen


Nö. Schwager/Schwägerin haben ein altes Mehrfamilienhaus umgebaut, heute drei Parteien. 8 m3 Speicher, wenn ich mich recht entsinne. Das entspricht einem Würfel mit 2 m Kantenlänge. Mancher Öltank eines entsprechenden Objekts ist grösser. Der Speicher erreicht im Winter, bei bedecktem Himmel, hinter dem die Sonne zu erahnen ist, eine Temperatur von 60°C.
Und während Raphael in einer sonnenverwöhnten Ecke der Schweiz haust, sind sie eher im "Regenwald" zuhause. Trotzdem ist das System sehr effizient.

Sag ich ja, 8000l sind eben was anderes als die sonst üblichen 200- "600l" ( je nach Hausgröße). Vermutlich nutzen sie dann aber auch eine oder mehrere Frischwasserstationen und nicht das Wasser im Speicher selbst. Ob irgendwas funktioniert ist auch nicht die Frage, sondern die Frage ist zu welchem Preis - es sei denn jemand will aus irgendwelcher Überzeugung/Meinung nicht irgendwas oder unbedingt irgendwas.

MarkusN
20.07.2010, 13:32
Sag ich ja, 8000l sind eben was anderes als die sonst üblichen 200- "600l" ( je nach Hausgröße).Im gleichen Raum wie ein Ölbrennergefeuerter Boiler ist es natürlich nicht zu haben. Dafür kann aber der Öltank deutlich kleiner ausfallen, da er nur die "Dunkel-dunkel-Phase" überbrücken muss.

Und sicher haben sie etwas investieren müssen. Auf Peak Oil zu "wetten" wie du das zu nennen beliebst, ist heute eine recht sichere Investition.

Im übrigen entscheiden Menschen nicht nur (ich behaupte sogar zum kleineren Teil) rational, wie sie ihr Geld ausgeben. Was man sich dabei auch einmal überlegen darf, ist, was man mit seiner Art, sein Geld auszugeben, in der Welt bewirkt.

Raphael
20.07.2010, 13:52
nene Mario,

religiös sollte das nicht rüberkommen, das liegt mir fern. Unklar ist mir aber, wieso sich heute jemand noch ein Haus baut, wo er sich die nächsten 40 Jahre von externen Lieferanten abhängig macht. Ich hab meine Rechnungen gerne bezahlt (gut, eine Hypothek haben auch wir), und ich bin gerne unabhängig. Soll der Markt doch machen was er will, uns kanns ziemlich egal sein. Wir brauchen enorm wenig Strom (weit weniger als ein Durchschnittshaushalt) und sonst gar nix, im Winter vielleicht mal 1 Ster Holz zur WW-Erzeugung.
Und Markus hat schon recht, völlig unreligiös betrachtet sollte man sich mal überlegen, wofür man sein Geld investiert resp. wofür die empfangenden Organisationen stehen.

Möchte ich von Erdöllieferanten abhängig sein? Möchte mein Land das? Möchte ich mich von irgendwelchen Spekulanten abhängig machen, welche weit über meinem Kopf über den Preis für mein warmes Wasser und Haus nächsten Winter entscheiden?

Und vor allem, wenn ich das alles im Moment kostenneutral haben kann bei einem Neubau, warum denn nicht? Wem gibst Du Dein Geld lieber, den Banken oder dem Erdöllaster? Jeder findet schlimm was BP in den USA grad so trieb/treibt - und wirft spätestens Ende September wieder die Ölheizung an. Auch in Häusern, die vor 2 Jahren gebaut wurden.
In der Schweiz wirbt sogar einer dieser Schleiereulen-Konzerne damit "Der Umwelt zuliebe".

Mit religiös hat das meiner Meinung nach gar nix zu tun, eher mit gezielten Überlegungen Ursache/Wirkung.

Bleiente
20.07.2010, 15:49
Hallo Raphael,

das Problem bei Passivhäusern ist halt meist die Lüftungsanlage die Dir 6 Monate sehr trockene und gefilterte Luft beschehrt und eine Wärmepumpe die 60° Warm-Wasser nicht effizient packt.
In der Praxis wird dann im besten Fall nachts ein WW-Kessel mit Atom-Strom hochgeheizt.
Pechvögel haben einen Durchlauferhitzer und zahlen doppelt oder duschen nur Nachts.

Zwei Nachbarn von mir haben höhere laufende Heizkosten als wir mit unserem uralt Haus mit Holzheizung und Solar für den Sommer.
Von der Investition mal ganz abgesehen.

Restlaufzeiten zu versteigern ist wirklich hirnrissig.
Hatte einen kleinen Einblick in die Praxis des Betriebs eines AKW's.
Mein Schwiegervater hat lang AKW-Revisionen durchgeführt.
Sicherheit wird da einfach weggespart.
Irgendwann Kracht es auch in Deutschland.
In Biblis war es ja fast schon mal so weit aus reiner Unlust auf eine Störfallmeldung.

Gruss Andi

Raphael
20.07.2010, 16:21
Hi Andi,

das mit der trockenen Luft stimmt, wenn man keine Feuchterückgewinnung hat, lässt sich aber eben lösen. Wieso einer in einem PH das Wasser über Strom beheizen soll leuchtet mir nicht ein und wäre bei uns in der Schweiz auch nicht erlaubt - in Deutschland m.M.n. eigentlich auch nicht.
Leider gibt es sehr oft "Passivhäuser" die eben keine sind, nicht überprüft und zertifiziert wurden, und am Schluss wundert man sich dass es nicht funktioniert. Die die ich kenne und zertifiziert sind funktionieren perfekt und halten die Vorgaben auch ein.

Wenn eure Nachbarn im PH höhere Heizkosten haben als ihr machen sie was falsch oder das Haus wurde nicht zertifiziert und ist ein einziger Pfusch. Schlicht und einfach. Oder aber Du rechnest mir jetzt mal vor wieso ein Haus wie Deines, welches mal geschätzt einen durchschnittlichen U-Wert von 0.5 hat weniger Heizenergie benötigen soll wie eins mit einem durchschnittlichen U-Wert von 0.1?

Ein Durchlauferhitzer im Passivhaus gehört wohl ins Reich der Märchen, oder wie gesagt nicht zertifiziert.

Gruss
Raphael

Bleiente
21.07.2010, 08:50
Hallo Raphael,

1. Nachbar, 4500 KW/h Strom a 14 ct = 630 €
2. Nachbar, 8500 KW/h Strom a 18 ct = 1530 €
Wir, 8 Festmeter Buche a 42 € = 336 €

Nachbar 1 hat mit 3000 kW/h gerechnet, aber die Wärmepumpe hat in den ersten Jahren nachgelassen und jetzt wird nachts ein bischen nachgeholfen. Prozess läuft.

Nachbar 2 hat dreht die Lüftung runter und hat dadurch eine geringe Heizleistung weil die Nachheizregister bei 50 Grad abschalten.
Warmwasser ist tatsächlich mit Durchlauferhitzer gelöst. Das ist nur auf dem Papier ein Passivhaus.
Dieses Jahr bauen wir einen Holzofen bei ihm ein weil es seine 3 Mädels warm wollen.

Unser Haus hat gute Fenster bekommen und ich habe den Dachboden gut isoliert.
Das hat den Verbrauch von ca. 3500 l Öl auf ca 2000 Öl gesenkt.
Die Solaranlage spart ca. 500l Öl und den Rest macht ein 15KW Holzherd mit Wassertaschen. Die Ölheizung bleibt aus. Atomstrom brauch ich nur für die Pumpen.

Gruss Andi

Raphael
21.07.2010, 08:58
Andy, sind das "Passivhäuser" oder zertifizierte Passivhäuser nach Dr. Wolfgang Feist, PH-Institut Darmstadt? Wenn 2., kennst Du die Registrierungsnummern? Ich kann fas nicht so recht glauben dass sowas als PH zertifiziert worden sein soll.

Raphael
21.07.2010, 09:03
Also gemäss http://www.passivhausprojekte.de/projekte.php gibts in "Oberbergen" genau 0 zertifizierte Passivhäuser. Wohl mal wieder Fälle von "jaja das ist ein Passivhaus, wir zertifizieren es bloss nicht!"

Agent Smith
21.07.2010, 10:11
Im gleichen Raum wie ein Ölbrennergefeuerter Boiler ist es natürlich nicht zu haben. Dafür kann aber der Öltank deutlich kleiner ausfallen, da er nur die "Dunkel-dunkel-Phase" überbrücken muss.

Aha, jetzt muss doch eine "Dunkel-dunkel-Phase" überbrückt werden. ;) Oder was meinst du damit ?



Und sicher haben sie etwas investieren müssen. Auf Peak Oil zu "wetten" wie du das zu nennen beliebst, ist heute eine recht sichere Investition.

Im übrigen entscheiden Menschen nicht nur (ich behaupte sogar zum kleineren Teil) rational, wie sie ihr Geld ausgeben. Was man sich dabei auch einmal überlegen darf, ist, was man mit seiner Art, sein Geld auszugeben, in der Welt bewirkt.

Mit "Peak oil" kann ich dir soweit zustimmen da er auf alles andere (Marktpreise Holz, Pellet, Strom, Gas,...) Einfluss hat. Gibt aber auch Entwicklungen unabhängig vom Ölpreis die die die anderen Bereiche beeinflussen - nicht nur die Energiepreise sondern auch die Baukosten selbst.

Aber keine Frage, das Geld ist ganz sicher besser hier bei einem Forstwirt, Bauer, Windanlagenbetreiber etc. aufgehoben als bei einem Ölscheich. Der Ölscheich holt sich sein Geld aber indirekt über andere Endprodukte als über Heizöl. So blauäugig kann man das nicht sehen.



Und vor allem, wenn ich das alles im Moment kostenneutral haben kann bei einem Neubau, warum denn nicht? Wem gibst Du Dein Geld lieber, den Banken oder dem Erdöllaster?

Klingt natürlich erstmal wie die Wahl zwischen Pest und Cholera. :D ;) Nur das bei der einen Wahl am Ende CO2 bei rauskommt und bei der anderen ein besseres Haus. Kostenneutral trifft imho nicht pauschal zu. Aber ich bin auch mal auf die nächste enev gespannt.


Hallo Raphael,
1. Nachbar, 4500 KW/h Strom a 14 ct = 630 €
2. Nachbar, 8500 KW/h Strom a 18 ct = 1530 €
Wir, 8 Festmeter Buche a 42 € = 336 €

Selbst wenn ich ein großes Haus unterstelle sind das vermutlich keine Passivhäuser. Wärmemengenzähler ?



Unser Haus hat gute Fenster bekommen und ich habe den Dachboden gut isoliert.


Insbesondere Fenster sind die teuerste Variante Energiekosten bei einer Sanierung zu sparen und haben mit die längste "Amortisationszeit". Es sei denn es hingen vorher Teppiche vor den Löchern.


Also gemäss http://www.passivhausprojekte.de/projekte.php gibts in "Oberbergen" genau 0 zertifizierte Passivhäuser. Wohl mal wieder Fälle von "jaja das ist ein Passivhaus, wir zertifizieren es bloss nicht!"

Das wird der klassische Fall von Primärenergiebedarf mit Heizenergiebedarf verwechselt in Kombination mit Primärenergiefaktor (Wärmepumpe, Lüftung) schöngerechnet sein. Wenn ich dann noch so mitbekomme was bei der Wärmepumpenauslegung alles schief geht... (und wenn es 25cm Verlegeabstand sind) Lüftung aber auch deshalb weil die meisten Leute weniger "Fensterlüften" als angenommen und mit der Lüftung dann trotz Wärmerückgewinnung die Verluste höher sind weil einfach 'mehr gelüftet' wird.

60°C Warmwasser/Brauchwasser fährt mit Wärmepumpe eigentlich keiner. Da braucht man sich dann nicht zu wundern.

MarkusN
21.07.2010, 10:17
Aha, jetzt muss doch eine "Dunkel-dunkel-Phase" überbrückt werden. ;) Oder was meinst du damit ?
Ich meine damit, dass das kein 100% Passivhauskonzept ist. Eher 80/20. Die 80% Warmwasser / Heizung, die man mit 20% Aufwand abdecken kann, werden genutzt. Für die übrigen 20% bleibt konventionelle Heiztechnik. Man kann z.B. im Winter zum Lüften auch mal ein Fenster aufmachen.