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manfred walter
02.09.2010, 00:53
Hallo.

Thilo Sarrazins Thesen:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,714082,00.html:
oder direkt hier unten nachzulesen:

Viele Grüsse,


Manfred

...


Was tun?

Thilo Sarrazin
Der SPD-Politiker Thilo Sarrazin über die Folgen einer missglückten Einwanderungspolitik - und seine radikalen Lösungsvorschläge

Es ist das Recht einer jeden Gesellschaft, selbst zu entscheiden, wen sie aufnehmen will, und jedes Land hat das Recht, dabei auf die Wahrung seiner Kultur und seiner Traditionen zu achten. Auch in Deutschland und Europa sind solche Überlegungen legitim, und sie werden ja auch zunehmend angestellt. Dabei kommt man um Urteile nicht herum, und es wäre auch ganz falsch, ihnen auszuweichen. Diese Urteile betreffen sowohl die Anforderungen, die wir an die Integrationsfähigkeit und Integrationsbereitschaft von Migranten stellen, als auch die Frage, wen wir überhaupt als Migranten akzeptieren wollen.


Für mich ist es wichtig, dass Europa seine kulturelle Identität als europäisches Abendland und Deutschland seine als Land mit deutscher Sprache wahrt, als Land in Europa, vereint mit den umgebenden Franzosen, Niederländern, Dänen, Polen und anderen, aber doch mit deutscher Tradition. Dieses Europa der Vaterländer ist säkular, demokratisch und achtet die Menschenrechte.

Soweit Immigration stattfindet, sollten die Migranten zu diesem Profil passen beziehungsweise sich im Zuge der Integration anpassen. Ich möchte, dass auch meine Urenkel in 100 Jahren noch in Deutschland leben können, wenn sie dies wollen. Ich möchte nicht, dass das Land meiner Enkel und Urenkel zu großen Teilen muslimisch ist, dass dort über weite Strecken Türkisch und Arabisch gesprochen wird, die Frauen ein Kopftuch tragen und der Tagesrhythmus vom Ruf der Muezzine bestimmt wird. Wenn ich das erleben will, kann ich eine Urlaubsreise ins Morgenland buchen.

Ich möchte nicht, dass wir zu Fremden im eigenen Land werden, auch regional nicht. Der gefürchtete Rechtsradikalismus wird nicht dadurch gefördert, dass wir unsere legitimen Präferenzen klar äußern und das politische Handeln nach ihnen ausrichten, sondern dadurch, dass wir die Dinge schleifen lassen. In kleineren Ländern wie Holland, Belgien und Dänemark ist das Gefühl der Bedrohung bereits stärker als in Deutschland, darum sind dort die Diskussionen schärfer, die Einwanderungsgesetze strenger, und rechtsnationale Strömungen haben stärker an Boden gewonnen.

Letztlich hat die Arbeitsmigration der sechziger Jahre eine neue europäische Völkerwanderung in Gang gesetzt, an deren Folgen wir laborieren. Heute wissen wir, dass Fabriken und Dienstleistungen wandern müssen, nicht die Menschen. Das abendländische Europa würde, alternd und schrumpfend, wie es ist, in seiner kulturellen Substanz auch gar nicht überleben. Die geografische und kulturelle Grenze Europas ist dabei ganz klar am Bosporus zu ziehen und nicht, wie in vielen Statistiken, an der türkischen Grenze zum Irak und zu Iran.

Heute leben rund drei Millionen Menschen türkischer Herkunft in Deutschland. Ihr Anteil an den Geburten ist doppelt so hoch wie der Bevölkerungsanteil und nimmt weiter zu. Aus heutiger Sicht war die Gastarbeitereinwanderung in den sechziger und siebziger Jahren ein gigantischer Irrtum: Großenteils wurden die Arbeiter eingesetzt in Industrien, die sterbende Industrien waren. Dies verlangsamte den unvermeidlichen Strukturwandel und verstellte den Blick auf das Beunruhigende des Geburtenrückgangs in Deutschland. Dessen Folgen werden durch den Zuzug von Migranten nur aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Gleicht sich nämlich die Geburtenrate der Migranten mit der Zeit der niedrigen deutschen Geburtenrate an, so ändert sich nichts an dem grundsätzlichen Problem, dass die Generation der Enkel immer nur halb so groß ist wie die Generation der Großeltern, denn das ist der Fall bei einer Fertilitätsrate von 1,4. Das bedeutet, dass die Bevölkerung in drei bis vier Generationen um drei Viertel schrumpft und stets die Hälfte der Einwohner älter ist als 50 Jahre. Das soziale und wirtschaftliche Leben muss unter solchen Bedingungen ganz anders organisiert werden. Bleibt die Geburtenrate der Migranten dagegen dauerhaft höher als die der autochthonen Bevölkerung, so werden Staat und Gesellschaft im Laufe weniger Generationen von den Migranten übernommen.

Im Mai 2004 war in der Zeitung "Hürriyet" zu lesen, dass der deutsch-türkische Unternehmer Vural Öger bei einem Essen mit türkischen Unternehmern geäußert habe: "Im Jahr 2100 wird es in Deutschland 35 Millionen Türken geben. Die Einwohnerzahl der Deutschen wird dann bei ungefähr 20 Millionen liegen." Laut "Hürriyet" fügte er hinzu: "Das, was Kanuni Sultan Süleyman 1529 mit der Belagerung Wiens begonnen hat, werden wir über die Einwohner, mit unseren kräftigen Männern und gesunden Frauen, verwirklichen." Später erklärte der Unternehmer, das sei ein Witz gewesen, er habe die deutschen Frauen nur dazu aufrufen wollen, mehr Kinder zu bekommen. Zudem habe er nicht von Türken, sondern von "Menschen ausländischer Herkunft" gesprochen.

Witz oder nicht: Bleibt die Fertilitätsrate der deutschen autochthonen Bevölkerung dort, wo sie seit 40 Jahren liegt, dann wird im Verlauf der nächsten drei bis vier Generationen die Zahl der Deutschen auf 20 Millionen sinken. Im Übrigen ist es absolut realistisch, dass die muslimische Bevölkerung durch eine Kombination von hoher Geburtenrate und fortgesetzter Einwanderung bis 2100 auf 35 Millionen wachsen kann.


Belastbare empirisch-statistische Analysen, ob die Gastarbeiter und deren Familien für Deutschland überhaupt einen Beitrag zum Wohlstand erbracht haben oder erbringen werden, gibt es nicht. Für Italiener, Spanier und Portugiesen wird man diese Frage wohl bejahen können, weil ihr Familiennachzug geringer war und die meisten wieder in ihr Heimatland zurückgekehrt sind. Für Türken und Marokkaner wird man sie sicher verneinen können. Zu groß ist das Missverhältnis zwischen der Zahl der ursprünglichen Gastarbeiter und dem dadurch ausgelösten Nachzug großer Familienverbände.

In jedem Land Europas kosten die muslimischen Migranten aufgrund ihrer niedrigen Erwerbsbeteiligung und hohen Inanspruchnahme von Sozialleistungen die Staatskasse mehr, als sie an wirtschaftlichem Mehrwert einbringen. Kulturell und zivilisatorisch bedeuten die Gesellschaftsbilder und Wertvorstellungen, die sie vertreten, einen Rückschritt. Demografisch stellt die enorme Fruchtbarkeit der muslimischen Migranten eine Bedrohung für das kulturelle und zivilisatorische Gleichgewicht im alternden Europa dar.

Für die muslimischen Migranten in Deutschland lässt sich eine unterdurchschnittliche Erwerbsbeteiligung feststellen. Nur 33,9 Prozent von ihnen beziehen ihren überwiegenden Lebensunterhalt aus Berufs- und Erwerbstätigkeit. Bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund sind es 43 Prozent. Der Unterschied wäre noch dramatischer, wenn die Daten erlauben würden, eine Altersbereinigung vorzunehmen; unter der deutschen Bevölkerung ist nämlich der Anteil der Menschen im Rentenalter viel höher.



2. Teil: Fabriken und Dienstleistungen müssen wachsen, nicht die Menschen


Relativ zur Erwerbsbevölkerung leben bei den muslimischen Migranten viermal so viel Menschen von Arbeitslosengeld und Hartz IV wie bei der deutschen Bevölkerung. Ganz anders stellt sich die Lage bei den Migranten aus den EU-Staaten dar. Deren Erwerbsquote ist mit 44,2 Prozent sogar noch etwas höher als die der einheimischen Deutschen. Es ist also nicht der Migrationsstatus als solcher, der die ökonomischen Integrationsprobleme verursacht.

Besorgniserregend ist, dass die Probleme der muslimischen Migranten auch bei der zweiten und dritten Generation auftreten, sich also quasi vererben, wie der Vergleich der Bildungsabschlüsse der 26- bis 35-Jährigen zeigt: In dieser Altersgruppe haben deutsche Spätaussiedler ein Qualifikationsprofil, das dem der Deutschen ohne Migrationshintergrund nahezu entspricht. 12 Prozent der Deutschen ohne Migrationshintergrund und 14 Prozent der Spätaussiedler haben keinen beruflichen Abschluss, 20 Prozent beziehungsweise 17 Prozent haben einen Hochschulabschluss. Dagegen haben türkische Staatsangehörige in dieser Altersgruppe zu 54 Prozent keinen Abschluss und nur 2 Prozent einen Hochschulabschluss. Auch bei den gleichaltrigen Deutschen türkischer Herkunft ist die Situation schlecht. 33 Prozent haben keinen Berufsabschluss und nur 10 Prozent einen Hochschulabschluss. Damit liegen sie noch hinter den sonstigen Ausländern.

Die mit einer niedrigen Qualifikation verbundenen niedrigen Chancen auf eine gutbezahlte Arbeit lösen einen Sekundäreffekt im Sozialsystem aus: Eine Karriere als Empfänger von Transferleistungen wird umso attraktiver, je geringer die Chancen am Arbeitsmarkt sind. Die bei den muslimischen Migranten vorherrschenden Großfamilien profitieren davon, dass der Umfang der Sozialleistungen - anders als das Arbeitsentgelt - mit der Kopfzahl der Haushaltsmitglieder steigt.

Diskriminierung scheidet als Grund für die mangelhaften Erfolge der muslimischen Migranten im Bildungs- und Beschäftigungssystem aus, denn andere Migrantengruppen, die - aus Fernost oder Indien kommend - eher noch fremdartiger aussehen als Türken und Araber, schneiden teilweise sogar besser ab als die Deutschen. Der relative Misserfolg kann wohl auch kaum auf angeborene Fähigkeiten und Begabungen zurückgeführt werden, denn er betrifft muslimische Migranten unterschiedlicher Herkunft gleichermaßen. Rätsel gibt auch auf, warum die Fortschritte in der zweiten und dritten Generation, soweit sie überhaupt auftreten, bei muslimischen Migranten deutlich geringer sind als bei anderen Gruppen mit Migrationshintergrund.

Der relative Misserfolg der ökonomischen und kulturellen Integration der muslimischen Migranten, der in ganz Europa zu beobachten ist, wird gern mit "Unterschichtung" erklärt, weil eben vorwiegend die rückständige Landbevölkerung emigriere, nicht die kultivierten Städter. Dagegen wird die Hypothese, die muslimische Kultur als solche könne die Integration behindern, von den Vertretern der Unterschichtungsthese als "kulturalistisch" abgetan. Es war aber zu allen Zeiten für gewöhnlich so, dass sich nicht die Gebildeten und Bessergestellten auf den Weg machten, sondern eher die unteren Schichten, zudem eher die Landbewohner als die Städter. Immer aber waren die, die emigrierten, eine Auslese von besonders Aktiven.

Die Probleme der muslimischen Integration auf den Kultur- unterschied zwischen Stadt und Land zurückzuführen ist eine Verharmlosungsstrategie. Es gibt hier auch keine unterschiedlichen Integrationsmuster, sondern einheitliche Muster der islamischen Immigration in ganz Europa.

Richtig ist jedenfalls, dass den muslimischen Einwanderern in Europa eine besondere Mischung aus islamischer Religiosität und traditionellen Lebensformen anhaftet. Diese Mischung erschwert die ökonomische und kulturelle Integration und sorgt über die damit verbundene mangelhafte Emanzipation der Frauen für den besonderen Kinderreichtum der muslimischen Migranten, der durch die Segnungen des Sozialstaats noch gefördert wird.

Eine Parallele zur deutschen Unterschicht ergibt sich nur in den Punkten mangelhafte Bildung und unzureichende Arbeitsmarktorientierung. Diese sind bei der deutschen Unterschicht aber das Ergebnis einer negativen Auslese. Niemand würde behaupten wollen, dass die muslimischen Migranten eine negative Auslese aus ihren Herkunftsländern darstellen, und darum können deren besondere Probleme auch nicht mit "Unterschichtung" erklärt werden.

Es reicht aus, dass Muslime unsere Gesetze beachten, ihre Frauen nicht unterdrücken, Zwangsheiraten abschaffen, ihre Jugendlichen an Gewalttätigkeiten hindern und für ihren Lebensunterhalt selbst aufkommen. Darum geht es. Wer diese Forderungen als Zwang zur Assimilation kritisiert, hat in der Tat ein Integrationsproblem.

Assimilation und Integration werden gern gegeneinander ausgespielt. Eigentlich ist es ein Scheingegensatz und ein Streit um Worte. Denn wer integriert ist, ist auch immer ein Stück weit assimiliert, und assimiliert kann man sowieso nicht sein, ohne integriert zu sein. Offenbar hat die Sache aber eine Bedeutung, und darum wollen wir uns ihr widmen.

Studieren wir also die Rede, die der türkische Ministerpräsident Erdogan am 10. Februar 2008 in Köln unter dem frenetischen Jubel von 20 000 Zuhörern mit türkischem Migrationshintergrund gehalten hat.

Erdogan beginnt: "Die türkische Gemeinschaft und der türkische Mensch, wohin sie auch immer gehen mögen, bringen nur Liebe, Freundschaft, Ruhe und Geborgenheit mit sich. Hass und Feindschaft können niemals unsere Sache sein." Das heißt im Umkehrschluss: Hass und Feindschaft sind immer nur die Sache der anderen. Könnte man sich vorstellen, dass ein westlicher Staatsmann Derartiges zu seinen Landsleuten im Ausland sagt? Nein, er würde fürchten, sich lächerlich zu machen, es würde ihm auch niemand glauben. Das ist, bestenfalls, eine Rhetorik, die noch dem Nationalismus des späten 19. Jahrhunderts verhaftet ist oder einer uns fremden Kultur entstammt. Eigentlich aber ist es die Sprache des Chauvinismus. Erdogan fährt fort: "Ich verstehe die Sensibilität, die Sie gegenüber Assimilation zeigen, sehr gut. Niemand kann von Ihnen erwarten, Assimilation zu tolerieren. Niemand kann von Ihnen erwarten, dass Sie sich einer Assimilation unterwerfen. Denn Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit."

Erdogan lobt die Türken in Deutschland dafür, dass sie Türken geblieben sind; er fordert sie auf, dies auch weiterhin zu bleiben und sich nicht an die Gastgesellschaft anzupassen. Darüber hinaus erhebt er klar erkennbar den Anspruch, als türkischer Staatsmann für alle türkischen Migranten in Deutschland zu sprechen. Erdogan strebt also die dauerhafte Konservierung einer türkischen Minderheit in Deutschland an, die sich primär am Herkunftsland ausrichten soll. Auch das ist chauvinistisch.

Wenn wir annehmen, und wir müssen dies wohl tun, dass Erdogans Rede ein Spiegel der türkischen Seele ist, dann dürfen wir uns über die mangelhaften Integrationserfolge der türkischen Migranten nicht wundern. Türken in Deutschland, die Erdogans Wunsch folgen, Türken zu bleiben, und sich noch dazu überdurchschnittlich vermehren, würden mit der Zeit die kulturelle Identität Deutschlands gefährden, weil sie die Gesetzmäßigkeit einer wirklichen Integration außer Kraft setzen: "Übersiedeln innerhalb Europas Personen einer bestimmten Volkszugehörigkeit in das Gebiet einer anderen, dann wechseln sie mit der Sprache allmählich auch ihre kulturelle Identität, und spätestens ihre Kinder werden zu voll integrierten Mitgliedern der Solidargemeinschaft des Landes ihrer Wahl. So wurden aus Franzosen, Italienern und Polen Deutsche und umgekehrt", stellt der österreichische Verhaltensforscher Irenäus Eibl-Eibesfeldt fest.

In der Türkei gibt es keine Grundsicherung oder Sozialhilfe wie in Deutschland, in anderen muslimischen Ländern auch nicht. Wer es irgendwie nach Deutschland oder in ein anderes westeuropäisches Land schafft und dort einen legalen Status erreicht, der sichert sich allein durch die Sozialtransfers ohne Arbeit ein Einkommen, das weit über dem liegt, was er im Herkunftsland mit Arbeit erwerben könnte. Das gilt noch mehr, wenn man Familie hat.


3. Teil: Der Weg in den deutschen Sozialstaat darf nicht ohne "Wegezoll" möglich sein


In den klassischen Einwanderungsländern USA, Kanada und Australien gibt es so etwas nicht. Erst nach mehreren Jahren Aufenthalt hat man in den USA Anspruch auf Sozialhilfe, die aber im Vergleich zur deutschen Grundsicherung äußerst dürftig ist und zudem auf fünf Jahre begrenzt. Wer in die USA einwandert, muss Zutrauen in die eigenen Kräfte haben. Wer in Deutschland einwandert, ist versorgt - unabhängig von der eigenen Kraft und Leistungsbereitschaft.

Man sollte annehmen, dass die Einwanderer in Deutschland zufrieden und jene in den USA unzufrieden sind, aber es ist genau umgekehrt: Einwanderer in den USA wurden gefragt, wie lange es gedauert habe, bis sie sich "komfortabel" und als "Teil der Gemeinschaft" gefühlt hätten. 77 Prozent meinten, es habe weniger als fünf Jahre gedauert. Nur 5 Prozent sagten, dass sie sich nie heimisch gefühlt hätten. Im Gegensatz dazu äußern 58 Prozent der Menschen türkischer Abstammung in Deutschland, dass sie sich nicht willkommen fühlen, und 78 Prozent sagen, sie hätten nicht das Gefühl, dass Angela Merkel ihre Kanzlerin sei.

Wenn man es aus eigener Kraft schafft, sich in die Gesellschaft zu integrieren - auf welchem Niveau auch immer -, dann empfindet man Stolz auf die eigene Leistung und Dankbarkeit gegenüber der Gesellschaft, die einem eine Chance gegeben hat. Wer dagegen etwas geschenkt bekommt, ist höchstens oberflächlich und zumeist gar nicht dankbar. Der Beschenkte fühlt sich nicht respektiert und nicht ausreichend ernst genommen. Um sein Ego zu stützen, entwickelt er eine Abneigung gegen den Wohltäter. Das sind elementare psychologische Mechanismen, denen man sich kaum entziehen kann.

Besonders eklatant wirken die Fehlanreize des deutschen Sozialstaats bei Familien mit Migrationshintergrund. Diese sind überdurchschnittlich unter den Empfängern von Grundsicherung vertreten. Während die Bedarfsgemeinschaft ohne Migrationshintergrund durchschnittlich 1,8 Personen umfasst, sind es bei den Haushalten mit Migrationshintergrund 2,8. Die migrantischen Haushalte, die Grundsicherung beziehen, sind mit ihrem Lebensstandard deutlich zufriedener als jene ohne Migrationshintergrund, und sie leisten sich auch mehr. Das ist verständlich: Durch die Größe der Familien kommen sie häufig auf Transferzahlungen von 3000 Euro und mehr im Monat, weit mehr als das, was man angesichts niedriger Bildung und mangelhafter Sprachkenntnisse am Arbeitsmarkt erzielen, und weitaus mehr, als man jemals im Herkunftsland verdienen könnte. Wenn dann noch etwas Schwarzarbeit dazukommt - umso besser.

In den USA bekämen diese Migranten keinen müden Cent. Deshalb sind sie auch nicht dort, sondern in Deutschland. Die indischen Informatiker gehen lieber in die USA. Aufgrund der üppigen Zahlungen des deutschen Sozialstaats ziehen wir eine negative Auslese von Zuwanderern an. Das Transfersystem setzt auf deren Fruchtbarkeit hohe Prämien aus und zieht so die migrantische Unterschicht von morgen heran. Die gute Versorgung bewirkt überdies, dass jeder Integrationsdruck fehlt.

Bei den vielen Antworten auf die Frage, wie man die Integration der muslimischen Migranten verbessern, ihre niedrige Erwerbsbeteiligung erhöhen und ihre Abhängigkeit von Sozialtransfers verringern kann, steht stets der Dreiklang Sprache, frühkindliche Erziehung und Bildung im Vordergrund. Das ist richtig und bleibt auch richtig. Offen bleibt aber, weshalb sich Migranten aus muslimischen Herkunftsländern bei der Integration so viel schwerer tun als andere Migrantengruppen. Was immer man dagegen unternimmt, Voraussetzung muss sein, dass das sozialpsychologische Klima der aufnehmenden Gesellschaft eine klare Erwartungshaltung vermittelt. Solch eine Erwartung ist gleichzeitig die beste "Willkommenskultur", um eine beliebte Forderung muslimischer Verbandsvertreter aufzugreifen. Daran hat es in den letzten Jahrzehnten gehapert. Der Tenor muss sein:

Wer da ist und einen legalen Aufenthaltsstatus hat, ist willkommen. Aber wir erwarten von euch, dass ihr die Sprache lernt, dass ihr euren Lebensunterhalt mit Arbeit verdient, dass ihr Bildungsehrgeiz für eure Kinder habt, dass ihr euch an die Sitten und Gebräuche Deutschlands anpasst und dass ihr mit der Zeit Deutsche werdet - wenn nicht ihr, dann spätestens eure Kinder. Wenn ihr muslimischen Glaubens seid, o. k. Damit habt ihr dieselben Rechte und Pflichten wie heidnische, evangelische oder katholische Deutsche. Aber wir wollen keine nationalen Minderheiten. Wer Türke oder Araber bleiben will und dies auch für seine Kinder möchte, der ist in seinem Herkunftsland besser aufgehoben. Und wer vor allem an den Segnungen des Sozialstaats interessiert ist, der ist bei uns schon gar nicht willkommen.

Die muslimischen Verbandsvertreter verstehen unter "Willkommenskultur" natürlich etwas anderes. Sie möchten, dass wir die muslimischen Migranten bedauern wegen der schweren Lasten, die das Leben in Deutschland mit sich bringt, und dass wir uns schuldig fühlen, weil es uns so viel besser geht. Wir möchten das nicht. Wir wünschen uns für Deutschland eine klare Erwartungskultur, in der Integration primär eine Bringschuld von Migranten ist. Die Vertreter der "Willkommenskultur" fassen Integration dagegen als Holschuld der aufnehmenden Gesellschaft auf: "Wir müssen sie dort abholen, wo sie stehen." Das ist Unsinn! Niemand hat die Deutschen, die Italiener, die Polen, die Juden, die in die USA einwanderten, irgendwo "abgeholt", höchstens die Verwandten am Kai in New York oder am Bahnhof in Chicago.

Bei uns muss sich niemand integrieren. Es reicht, wenn er jemanden findet, der ihm den Antrag auf Grundsicherung ausfüllt und bei der Wohnungssuche behilflich ist. Die Integration, die in klassischen Einwanderungsländern durch die Teilnahme am Arbeitsleben erzwungen wird, wird für muslimische Migranten in Deutschland zum Luxus, den man sich leisten kann, aber nicht leisten muss.

An diesem Punkt muss sich etwas ändern. Auch der Weg in den deutschen Sozialstaat darf nicht ohne "Wegezoll" möglich sein. Die klare Erwartung, dass die Migranten eine Integrationsleistung zu erbringen haben, muss die gesamte Gesellschaft durchdringen. Sie muss - freundlich, aber fest und absolut eindeutig - auf allen Ebenen der Gesellschaft dort zum Ausdruck kommen, wo Kontakt mit Migranten besteht. Diese Erwartungshaltung müssen der Sachbearbeiter im Sozialamt, die Erzieherin in der Kita und die Lehrkraft in der Schule gleichermaßen nicht nur verbal zum Ausdruck bringen, sondern täglich vorleben.

Hilfsangebote müssen sein. Aber sie müssen einen eindeutigen Aufforderungscharakter haben. Und dort, wo sie nicht angenommen werden, wo vielleicht sogar gesetzliche Pflichten verletzt werden, müssen die finanziellen Folgen schnell und eindeutig sein:


■Jeder Arbeitsfähige, der Unterstützung erhält, muss sich an gesetzlichen Arbeitstagen zur festgesetzten Uhrzeit dort einfinden, wo er eingeteilt ist. An die Stelle gemeinnütziger Arbeit treten bei jenen Migranten, die der deutschen Sprache nicht ausreichend mächtig sind, Sprachkurse. Unpünktlichkeit und Nichtteilnahme haben Abzüge beim Arbeitslosengeld II zur Folge, Krankmeldungen werden überprüft. Durch das System wird die Schwarzarbeit der Transferempfänger wirksam verhindert, der Anreiz, sich eine bezahlte Arbeit am regulären Arbeitsmarkt zu besorgen, wird erhöht.
■Für Kinder ab dem dritten Lebensjahr besteht Kindergartenpflicht. Der Ganztagskindergarten wird zur Regelleistung. Verkehrssprache im Kindergarten ist Deutsch. Bei unentschuldigtem Fehlen wird die Grundsicherung für das Kind auf den anteiligen Regelsatz für Lebensmittel abgesenkt, abzüglich des Gegenwerts der Mahlzeiten im Kindergarten. Diese Abzüge werden tagesscharf berechnet. Ebenso wird an den Schulen verfahren. Die Ganztagsschule wird zum Regelbetrieb. Die Teilnahme an ergänzender Hausaufgabenbetreuung ist für alle jene Schüler verbindlich, die die Leistungsstandards nicht in befriedigendem Umfang erfüllen. Es gibt keine Befreiung von bestimmten Unterrichtsstunden aus religiösen Gründen. Wie in Frankreich wird das Kopftuch an Schulen untersagt. Den Schulen steht es frei, Schuluniformen einzuführen.
■Die sprachlichen Voraussetzungen für den Erwerb der Staatsbürgerschaft werden verschärft, die Anforderungen des Sprachtests bei Ehegattenzuzug erhöht. Es wird auf die tatsächliche Verständigungsfähigkeit in Alltagssituationen abgestellt. Zuzug ist nur möglich, wenn der in Deutschland lebende Ehegatte in den vorangegangenen drei Jahren seinen Lebensunterhalt ohne Inanspruchnahme von Grundsicherung bestreiten konnte. Der zuziehende Ehegatte hat für zehn Jahre keinen Anspruch auf Grundsicherung.
■Für die weitere Zuwanderung gelten äußerst restriktive Bedingungen, die im Prinzip nur noch Spezialisten am obersten Ende der Qualifikationsskala erfüllen. Wer über die Qualifikationsvoraussetzungen verfügt, die in Deutschland unter dem Stichwort "Green Card" diskutiert werden, kann selbstverständlich auch aus einem muslimischen Land kommen. Für die Aufnahme und Beherbergung von Illegalen werden empfindliche einkommensabhängige Geldstrafen festgesetzt, die auch zu Abschlägen bei der Grundsicherung führen. Ein fälschungssicherer biometrischer Ausweis hält den Aufenthaltsstatus fest. Für alle, die nicht deutsche Staatsbürger sind, wird eine zentrale bundesweite Datenbank eingerichtet.

Alle diese Maßnahmen sind pragmatisch, maßvoll und vernünftig, aber gleichzeitig höchst umstritten. Das deutsche Sozial- und Aufenthaltsrecht muss entsprechend geändert werden. Dies geht aber nur, wenn politischer Konsens herrscht. In solch grundsätzlichen politischen Fragen ist nichts alberner als der Hinweis, dieses oder jenes sei rechtlich nicht möglich. Was vernünftig ist, ist stets auch möglich. Das Grundgesetz ist schon für weitaus unbedeutendere Fragen geändert worden.

Die letzten Jahrzehnte haben gezeigt, dass die finanziellen und sozialen Kosten der muslimischen Einwanderung weitaus höher waren als der daraus fließende wirtschaftliche Ertrag. Wenn wir den Zuzug nicht steuern, lassen wir letztlich eine Veränderung unser Kultur, unserer Zivilisation und unseres Volkscharakters in eine Richtung zu, die wir gar nicht wünschen. Es würde nur wenige Generationen dauern, bis wir zur Minderheit im eigenen Land geworden sind. Das ist nicht nur ein Problem Deutschlands, sondern aller Völker Europas.

© 2010 Deutsche Verlags-Anstalt, München

egge
02.09.2010, 09:27
Dieses Europa der Vaterländer ist säkular, demokratisch und achtet die Menschenrechte.


LOOOL !
Der Link ist vom Politbüro bereits zensiert worden:D "Error 404 document not found".





© 2010 Deutsche Verlags-Anstalt, München
[/quote]
Aha, müssen wohl ihren Starautor etwas pushen;)

hänschen
02.09.2010, 09:58
wo war Sarrazin die letzten 40 Jahre?
wer sind seine Vorfahren?
seit wann ist er Politiker, seit er ein Buch geschrieben hat?
weil er SPD Mitglied ist?

Fragen über Fragen...
Die Schuld schiebt er anderen zu...

WeMoTec
02.09.2010, 13:52
Diesen wundervollen Kommentar las ich gerade in der Bildzeitung:


In einer sache hat er Recht, mit der Integration, aber da kann man es nicht verallgemeinern und alle Muslime oder Migranten über einen Tisch ziehen.

:D

Oliver

Jürgen Heilig
02.09.2010, 14:03
Diesen wundervollen Kommentar las ich gerade in der Bildzeitung:
...
:D

Oliver

Yep, der war gut, aber genauso schwierig dürfte es sein, alle in einen Hut zu bringen. ;)

:) Jürgen

hänschen
02.09.2010, 14:21
an diesem Marketing kann man sich ein Beispiel nehmen: zum Ende des Sommerlochs, hervorragend plaziert.

udogigahertz
02.09.2010, 14:23
Dieser obige Auszug aus dem Buch von Sarrazin lässt für mich ganz klar eine bestimmte Zielrichtung erkennen: Furcht und Unfrieden stiften zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, die nun einmal hier leben und zwar bezüglich der Türken bzw. der Migranten aus der Türkei im Speziellen, wobei mir persönlich diese Bevölkerungsgruppe von allen anderen Migrantengruppen noch als die harmlosesten erscheinen, sieht man von einigen schlimmen Auswüchsen ab.

Auch vermischt Sarrazin andauernd ganz verschiedene Gruppen: So spricht er einmal von Migranten islamischen Glaubens, dann wiederum von Gastarbeitern und deren Nachkommen, ein anderes Mal bezieht er sich auf Türken ..... ja, was denn nun?

Im Übrigen finde ich es doch gar nicht so schlecht, dass wenigstens eine Bevölkerungsgruppe für Stabilität bei der Erhaltung der Bevölkerungszahlen sorgt, wenn es die Deutschen selber schon nicht schaffen. Bei einer Fertilitätsrate von 1,4 sterben wir Deutsche so oder so aus ...... da ist es doch immerhin ein Trost, dass unser Land auch nach unserem Exodus noch bevölkert wird ..... und wer weiß, vielleicht wird ja doch das eine oder andere deutsche Wort in die dann vorherrschende Umgangssprache mit übernommen?

Beinahe sind mir die Türken, türkischstämmigen, muslimischen, eingewanderten Menschen mit ihren Moscheen und Kopftüchern symphatischer als meine deutschen Nachbarn mit deutschem Namen aber russischem Migrationshintergrund, denn die passen sich so gar nicht an, sprechen den ganzen Tag Russisch, grenzen sich in allem von den "Urdeutschen" ab, heiraten nur untereinander, haben so gut wie keine Bildung und daher nur Hilfsarbeiterjobs ..... haben aber alle ihre Häuser, BMWs, Mercedesse, Zweitwagen usw. Da frage nicht nur ich mich: Woher haben die alle das Geld dafür?

Dabei gelten diese Russischstämmigen aber als Deutsche!

Grüße
Udo

turbohartl
02.09.2010, 14:27
Hallo,
@hänschen
dann wäre er seit 40 Jahren weder Vorstand noch Politiker.
(so wie er voraussichtlich in einigen Wochen kein Ämter mehr ausführen wird)
Nach eigener Aussage ist sein Buch erst jetzt möglich, da er finanziell unabhängig ist.

Ich bin kein Freund von Sarrazin, aber wo er Recht hat, hat er Recht.

hänschen
02.09.2010, 14:29
er rudert auch bereits zurück, und seine Tage bei der Bundesbank scheinen gezählt:
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1034546

er hat selbst hugenottische Vorfahren und labbert jetzt über ein deutsches Volk...
http://de.wikipedia.org/wiki/Thilo_Sarrazin

ein Fall für die Unterhaltung am Nachmittag.

Jürgen Heilig
02.09.2010, 14:39
... Mercedesse ...


Sicher? ;)

:) Jürgen

PW
02.09.2010, 15:14
Hallo,

irgendwie komisch.

Alle sagen, dass er vom Grundsatz recht hat mit seinen Aussagen; selbst gestern im Fernsehen gaben Politiker eine fehlerhafte Einwanderungspolitik zu.

Sicherlich kann man aber den Stil von Herrn Z. reden; aber wenn doch alle sagen (selbst die SPD Basis), dass er im Kern recht hat, dann sollte man nun nicht über den Stil reden, sondern die Sache endlich mal anpacken und sofort was ändern...; machen aber die Herren und Damen Politiker nicht..; ist doch viel einfacher nun auf den Herren Z. einzuhauen.

Dass er sicherlich vieles überspitzt, übertrieben etc. ausführt, versteht sich doch von alleine; sonst schaut ja niemand hin.

Und wer gestern abend in der ARD ca. 23.30 diesen schönen Doku-Film gesehen hat ....., na ja.... wo hat denn dann Herr Z. nicht recht ?

Klar gibt es auch tolle Beispiele von Integration; das ist keine Frage, aber mal ein kleines Beispiel aus dem Leben :

da müssen deutscher Kinder im deutschen Kindergarten türkische Wörter lernen....; kein Witz, ist eine Tatsache ! Ich frage mich, warum nicht die türkischen Kinder deutsch lernen ?
Das ist doch wohl eine verdrehte Welt, in der wir leben.

Grundvoraussetzung jeder Integration ist das Beherrschen der deutschen Sprache und die Anerkennung unserer Rechtsordnung (= Grundgesetz).

Nur wundert mich immer wieder, wieviele seit mehr als 20 Jahren leben in Deutschland immer noch keinen Ton Deutsch können; und Grundgesetz anerkennen ? Na ja.. es lebe der Koran.

Ich möchte betonen, dass ich rein gar nichts gegen ausländische Mitbürger habe, aber wenn ich in ein anderes Land gehe, dann muss ich deren Sprache und deren Gesetze anerkennen. Selbst heute noch werden Mädchen hier in Deutschland in jungen Jahren zwangsverheiratet; die Kinder dürfen keine deutschen Freunde haben; innerhalb der Familie wird kein Ton deutsch geredet usw. Dieses ist die Regel und nicht die Ausnahme. Nur laut sagen darf man dieses nicht, dann gilt man als ausländerfeindlich (was ich absolut nicht bin).

Aber auf jeden Fall schon mal schön, wenn unsere Politiker ihre seit mehr als 30 Jahren verfehlte Einwanderungspolitik einsehen, nur leider schlafen sie weiter.

Anstatt sich mit Herrn Z. auseinanderzusetzen, sollten sie lieber die Zeit investieren und die Fehler beseitigen usw. Macht aber keinen von denen; sie kümmern sich lieber um völlig belangloses Zeugs wie Parteiausschlussverfahren und fliegen in der Weltgeschichte umher.



Gruss

PW

turbohartl
02.09.2010, 15:48
Hallo,


er hat selbst hugenottische Vorfahren und labbert jetzt über ein deutsches Volk...


Bestes Beispiel für eine volle Integration in der zweiten Generation.

WeMoTec
02.09.2010, 15:54
Zweite Generation?
Du weißt scho nso ungefähr, wann die Hugenotten nach Deutschland gekommen sind? :D
Französische Revolution, Napoleon.... :D

Oliver

turbohartl
02.09.2010, 16:10
Hallo,


Thilo Sarrazin ist der Sohn eines Arztes, der aus einer hugenottischen Familie stammt, die aus Burgund über Genf nach Westfalen kam. Die Mutter kam aus einer Familie früherer westpreußischer Gutsbesitzer.

Dachte der Vater war Hugenotte :rolleyes:

hänschen
02.09.2010, 16:12
Sicherlich kann man aber den Stil von Herrn Z. reden;

PW

Wer bitte ist Herr Z. ?




Dachte der Vater war Hugenotte :rolleyes:

wer sagt das?

wieso Ihm das ganze wohl nicht in seiner aktiven Berliner Zeit eingefallen ist?
Für mich ist das wieder mal Beutelschneiderei auf Kosten anderer, sonst nichts. Hat sich erst eine satte Pension gesichert, jetzt noch ein Büchlein...

turbohartl
02.09.2010, 16:22
Hallo,


Zitat:
Zitat von turbohartl

Dachte der Vater war Hugenotte

wer sagt das?


Du !


er hat selbst hugenottische Vorfahren und labbert jetzt über ein deutsches Volk...
http://de.wikipedia.org/wiki/Thilo_Sarrazin

hänschen
02.09.2010, 16:30
Ich wusste nicht, dass "Vorfahren" nur der Vater ist...
Entschuldigung;)

MarkusN
02.09.2010, 16:52
Das Etikett "Hugenotte" klebt einem mit dem Namen "Sarrazin" (Franz. für Buchweizen) wohl noch in 300 Jahren an.

turbohartl
02.09.2010, 16:56
Hallo,


Anstatt sich mit Herrn Z. auseinanderzusetzen, sollten sie lieber die Zeit investieren und die Fehler beseitigen usw. Macht aber keinen von denen; sie kümmern sich lieber um völlig belangloses Zeugs wie Parteiausschlussverfahren und fliegen in der Weltgeschichte umher.


Der wäre eventuell dann der Nächste dem der Rücktritt nahe gelegt wird.
Was mir dabei auffällt, solche Rücktrittsforderungen kommen sehr oft von diversen Zentralräten.
Die nennen sich in der Regel „ Zentralrat der …. in Deutschland“ . Klingt immer sehr nach ausländischer Vertretung. (Müsste doch besser heißen „ Zentralrat der deutschen ….“ )

Düfte aber auch nicht einfach sein. Geld streichen ??? , zurück schicken ??? ( Erdogan will sie doch auch nicht mehr)., Vollintegration ???

hänschen
02.09.2010, 17:03
In einer Woche spricht da keiner mehr drüber, dann ist das Marketingkonzept aufgegangen.
Glaubt einer ernsthaft, dass Buch wurde geschrieben um D zu retten?

PW
02.09.2010, 17:12
Hallo Hänschen,

ups... Herr S. natürlich...

Alle sagen, dass er recht hat, nun wird er auch noch abgesetzt....; komisches Land, in dem wir leben. Die bestehenden Probleme werden seit mehr als 30 Jahren nicht gelöst....und dadurch, dass er nun abgesetzt wird, werden die Probleme auch nicht gelöst.

Ergo passiert wieder rein gar nichts !


Gruss

PW

Quest
02.09.2010, 17:32
haben aber alle ihre Häuser, BMWs, Mercedesse, Zweitwagen usw. Da frage nicht nur ich mich: Woher haben die alle das Geld dafür?


Hallo Udo, dann geh doch hin und frag doch die Russen welchen Bildungsstand die haben und woher sie dat Geld nehmen? ;)
Wozu denn rätseln? :D:D:D

zum Thema Heirat:
Du bist doch neidisch, dass Du keine schöne Russin heiraten darfs :D:D:D

hänschen
02.09.2010, 17:51
Die bestehenden Probleme werden seit mehr als 30 Jahren nicht gelöst....
PW

Gastarbeiter und Einwanderer gibts schon sehr viel länger, dies ist keine Erfindung der Zeit nach dem 2. Weltkrieg.

udogigahertz
02.09.2010, 18:51
Sicher? ;)

:) Jürgen

Nein, überhaupt nicht, Jürgen. Wie lautet denn der Plural von "Mercedes"? Klär mich doch bitte auf. ;)


Grüße
Udo

udogigahertz
02.09.2010, 18:56
Hallo Udo, dann geh doch hin und frag doch die Russen welchen Bildungsstand die haben und woher sie dat Geld nehmen? ;)
Nö, keine Lust auf Beulen am Körper ....... ;)

Du bist doch neidisch, dass Du keine schöne Russin heiraten darfs
Nun ja, ein bisschen was ist da schon dran, an dem, was du da sagst ....... aber andererseits kann man sich, so man es will, Russinen ausm Katalog aussuchen ..... hab aber schon ne Frau, ich glaub, die wäre darüber nicht sehr begeistert.

Grüße
Udo

YurY
02.09.2010, 19:30
Hi @ all

Zum Thema Thilo:
Jeder hat das Recht auf freie Meinungsäußerung, allerdings sollte man dabei sachlig korrekt bleiben und niemanden angreifen, bzw ihn in seiner Menschwürde verletzten!!! (Art. 1 GG)

Ich kenne reichlig Menschen mit türkischem Migrationshintergrund, welche es Geschaft haben mit mir zusammen die allgemeine Hochschulreife zu erwerben.
Andererseits sehe ich jeden Tag auf RTL, Pro7, etc, dass es ausreichend Deutsche gibt, welche jeden Satz mit "Ey" anfangen und mit "Alter!" beenden. Bildung auf höchstem Niveau und im Leben noch keinen Tag gearbeitet!! Irgentwie hat Kollege Thilo da wohl was ausgeblendet :mad:
Arbeitslosigkeit, schlechte Bildung oder unzureichende Interation sind in allen
Kulturen unserer Gesellschaft zu finden.


@ udogigahertz:
Wenn es so wäre, wie du schriebst, führe ich jeden Morgen mit einem Benz zur Uni. Ich Spreche 4 Sprachen fließend. Eine davon ist Russisch und ich könnte mitnichten behaubten es "die ganze Zeit" zu sprechen, auch wenn ich es gerne tue. Aber wenn ich mich in der Öffentlichkeit auf Englisch, Spanisch oder Latein (ja es ist möglich, wenn auch schwierig) unterhielte, störte es niemanden :mad::mad::mad: Das ich Russe bin glaubt mir im Übrigen auch kein A***! Spreche akzentfrei Deutsch und behaupte einfach mal, dass ich nicht ungebildet bin

Es spricht nichts gegen eine objektive und differenzierte Darstellung der Sachlage. Bei Rechtspopulismus platzt mir allerdings das Hemd!

Soviel von mir,

PEace

Peter Maissinger
02.09.2010, 19:39
Nein, überhaupt nicht, Jürgen. Wie lautet denn der Plural von "Mercedes"? Klär mich doch bitte auf. ;)


Grüße
Udo

Mehrere Mercedes:D:D:D

Matthias_E.
02.09.2010, 19:49
Wäre Sarrazin Kanzlerkandidat könnte ich mir vorstellen die SPD zu wählen.
Gruß
Hias

YurY
02.09.2010, 20:25
Wäre Sarrazin Kanzlerkandidat könnte ich mir vorstellen die SPD zu wählen.
Gruß
Hias

Würde mich schon interessieren, welche Veränderungen dann eintreten, aber mit wem regieren?:D

CDU --> Stillstandsregierung
FDP --> Seit dem Kabinett Schmidt undenkbar
Linke --> Sind dem Thilo glaub zu Links
B90/Grüne --> Cem Özdemir

Und 51% schafft die SPD glaub nit...

Matthias_E.
02.09.2010, 20:32
Würde mich schon interessieren, welche Veränderungen dann eintreten, aber mit wem regieren?:D

CDU --> Stillstandsregierung
FDP --> Seit dem Kabinett Schmidt undenkbar
Linke --> Sind dem Thilo glaub zu Links
B90/Grüne --> Cem Özdemir

Und 51% schafft die SPD glaub nit...
Mit dem richtigen und Glaubwürdigen Programm wäre das denkbar.
Gruß
Hias

Gast_20020
02.09.2010, 21:05
Mit dem richtigen und Glaubwürdigen Programm wäre das denkbar.
Gruß
Hias


Stimmt :D

limberu
02.09.2010, 21:29
Würde mich schon interessieren, welche Veränderungen dann eintreten, aber mit wem regieren?:D

CDU --> Stillstandsregierung
FDP --> Seit dem Kabinett Schmidt undenkbar
Linke --> Sind dem Thilo glaub zu Links
B90/Grüne --> Cem Özdemir

Und 51% schafft die SPD glaub nit...

Wieso 51%? Muss doch nur die absolute Mehrheit haben... Dazu reichen momentan auch schon mal 46% aus, je nach dem, wieviele Parteien mit ihren Prozenten die 5% nicht schaffen!

YurY
02.09.2010, 21:42
Wieso 51%? Muss doch nur die absolute Mehrheit haben... Dazu reichen momentan auch schon mal 46% aus, je nach dem, wieviele Parteien mit ihren Prozenten die 5% nicht schaffen!

Hmm, mal nachrechnen :rolleyes:

Wir haben 622 Abgeordnete im Bundestag
Für die Ablosute Mehrheit, werden min 312 (50,1%) Abgeordnete benötigt
Für eine Einfache Mehrheit, würden einfach nur mehr benötigt, als die anderen haben, unabhängig von Absoluten oder prozentualen angaben.

mifuchs1502
02.09.2010, 21:49
Hallo Hänschen,

ups... Herr S. natürlich...

Alle sagen, dass er recht hat, nun wird er auch noch abgesetzt....; komisches Land, in dem wir leben. Die bestehenden Probleme werden seit mehr als 30 Jahren nicht gelöst....und dadurch, dass er nun abgesetzt wird, werden die Probleme auch nicht gelöst.

Ergo passiert wieder rein gar nichts !


Gruss

PW

Habt ihr es noch nicht gemerkt? Willkommen in der DDR.
Wenn du in der DDR deine Meinung gesagt hast, dann musstest du zum Parteisekretär. Honeckers Garde saß in jeden Betrieb, Schule, Kindergarten, usw.
Je nachdem, wie Recht du hattest, waren die Repressalien. Entweder du hast eine schlechtere Arbeit bekommen, oder du musstest den Betrieb wechseln, oder du warst ganz weg vom Fenster.
Herzlich Willkommen, für die, die es noch nicht gemerkt haben.

Gruß
mifuchs1502

Adrenalin
02.09.2010, 22:00
Düfte aber auch nicht einfach sein. Geld streichen ??? , zurück schicken ??? ( Erdogan will sie doch auch nicht mehr)






Erdogan ist froh, dass er mindestens 2,5 Mio. Menschen, die in der Türkei Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger wären, an Deutschland abtreten konnte.

limberu
02.09.2010, 22:01
Hmm, mal nachrechnen :rolleyes:

Wir haben 622 Abgeordnete im Bundestag
Für die Ablosute Mehrheit, werden min 312 (50,1%) Abgeordnete benötigt
Für eine Einfache Mehrheit, würden einfach nur mehr benötigt, als die anderen haben, unabhängig von Absoluten oder prozentualen angaben.

Das bezieht sich nachher auf die Verteilung der Sitze... Bei dem Wahlergebnis (mal angenommen es haben 8% Parteien gewählt, die die 5%-Hürde nicht geschafft haben) brauchst du für die 50,1% der Sitze aber nur 46% der gültigen Stimmen auf dich zu vereinen. (weil (100%-8%)/2 = 46%)

YurY
02.09.2010, 22:39
Achso meinst du das :rolleyes:

Ich hab mit 51% eig die Sitze der Partei im Bundestag gemeint

Hans Schelshorn
02.09.2010, 23:52
Das mit der Wahl-Mathematik scheint doch nicht so einfach zu sein:
Eine Mehrheit im Parlament hat man mit 50% + 1 Abgeordneten, das müssen keine 51% und auch nicht 50,1% sein.

Die Wahl im Beispiel vom limberu hat man mit 46% nicht gewonnen, man braucht 46% + 1 Stimme. Und das auch nur theoretisch, denn in Wahrheit braucht man um soviel mehr Stimmen wie nötig sind, um ein zusätzliches Mandat zu bekommen. Das richtet sich nach der Anzahl der abgegebenen Stimmen und der Anzahl der zu vergebenden Mandate, zusätzlich noch beeinflusst durch das Sitzzuteilungsverfahren.

Im übrigen scheint der Herr Sarrazin ein sehr geschickter Buchverkäufer zu sein, dessen Logik ich leider nicht immer ganz zu folgen vermag. Ich wünsche ihm, daß er sehr bald sehr viel Zeit hat, sich dieser Tätigkeit ganz ausschließlich zu widmen.

Servus
Hans

Matthias_E.
02.09.2010, 23:58
...

Im übrigen scheint der Herr Sarrazin ein sehr geschickter Buchverkäufer zu sein, dessen Logik ich leider nicht immer ganz zu folgen vermag. Ich wünsche ihm, daß er sehr bald sehr viel Zeit hat, sich dieser Tätigkeit ganz ausschließlich zu widmen.

Servus
Hans
Ich wünsche ihn mir als Bundeskanzler.
Gruß
Hias

documa
03.09.2010, 00:49
Ja so ist das in Deutschland, wer unbequeme Wahrheiten sagt wird abgesägt.

Und natürlich begrüßt unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel diese Entscheidung.

Ich würde auch eine Entscheidung begrüßen, die Abwahl von Merkel und
den anderen "Mitläufern"

Wenn der Thilo eine Partei gründet - meine Stimme hat er!

Gruß documa

hänschen
03.09.2010, 08:43
Wieso erst jetzt solche unbequemen Wahrheiten - ob es wirklich Wahrheiten sind, lasse ich mal dahingestellt - wieso nicht, als man mit der SPD an der Macht war?

da wollte / durfte / sollte / er noch kein Buch schreiben...
Ich wundere mich wirklich, einige glauben, dass wäre alles auf seinem Mist gewachsen, es könnte genauso sein, dass sich einer einen dummen gesucht hat.
Irgendwer fühlt sich dann wie Gott, wenn er ein Buch "schreiben" darf.

Was ist an dem Typ dran, dass Ihr Ihn als Bundeskanzler wollt? Sein Marketing?
Ein deutsches Phänomen: wer laut genug schreit, ist der beste, mehr Qualifikation wird nicht erwartet.

PIK 20
03.09.2010, 09:08
Habt ihr es noch nicht gemerkt? Willkommen in der DDR.
Wenn du in der DDR deine Meinung gesagt hast, dann musstest du zum Parteisekretär. Honeckers Garde saß in jeden Betrieb, Schule, Kindergarten, usw.
Je nachdem, wie Recht du hattest, waren die Repressalien. Entweder du hast eine schlechtere Arbeit bekommen, oder du musstest den Betrieb wechseln, oder du warst ganz weg vom Fenster.
Herzlich Willkommen, für die, die es noch nicht gemerkt haben.

Gruß
mifuchs1502

Dieser Beitrag hat mir sehr zu denken gegeben.

Ist zwar ebenso übertrieben wie die Aussagen von Sarrazin, aber in jeder Übertreibung steckt ein gutes Stück 'Wahrheit.

Gruß Heinz

Marcus K.
03.09.2010, 09:23
Und zum Sarazusta:
Wieso erst jetzt solche unbequemen Wahrheiten - ob es wirklich Wahrheiten sind, lasse ich mal dahingestellt - wieso nicht, als man mit der SPD an der Macht war?

Zuerst kommt die Altersvorsorge ;)

Gast_1681
03.09.2010, 09:40
Habt ihr es noch nicht gemerkt? Willkommen in der DDR.
Wenn du in der DDR deine Meinung gesagt hast, dann musstest du zum Parteisekretär. Honeckers Garde saß in jeden Betrieb, Schule, Kindergarten, usw.
Je nachdem, wie Recht du hattest, waren die Repressalien. Entweder du hast eine schlechtere Arbeit bekommen, oder du musstest den Betrieb wechseln, oder du warst ganz weg vom Fenster.
Herzlich Willkommen, für die, die es noch nicht gemerkt haben.

Gruß
mifuchs1502

Meine Güte, wer hat Dir denn damals auf die Finger gehauen? Oder glaubst Du langsam diese Pseudo-Dokus vom bösen bösen Osten?
These: was ist denn heute anders? Mecker über Deinen Chef, und Du hast einen Termin in der Personalverwaltung. Vielleicht Deinen letzten...
Das, was heute ganz legal gespitzelt wird, da hat die Stasi doch nur von träumen können! Heute alles ganz einfach: Bundestrojaner, Google, Lidl, und wie sie alle noch heissen. Und mit den Daten wird dann fleissig gehandelt. Prost!

Kuni

limberu
03.09.2010, 10:16
Hier mal ein Zitat von Sarrazin:

„Jeder, der bei uns etwas kann und anstrebt, ist willkommen; der Rest sollte woanders hingehen.“
So ganz so verkehrt finde ich speziell das nicht. Deswegen Ihn zum Bundeskanzler zu machen, finde ich aber ein bisschen übertrieben.

limberu
03.09.2010, 10:18
Das, was heute ganz legal gespitzelt wird, da hat die Stasi doch nur von träumen können! Heute alles ganz einfach: Bundestrojaner, Google, Lidl, und wie sie alle noch heissen. Und mit den Daten wird dann fleissig gehandelt. Prost!


Zum einen hast du da ein paar ganz bekannte Säue auf dem Gebiet vergessen und zum anderen waren diese Spitzeleine (Google lasse ich jetzt mal aussen vor) nicht legal!
Lidl hat dafür einen drüber bekommen!

Gast_1681
03.09.2010, 10:37
Sind ja auch zu viele zum auf-einmal-aufzählen:cry:
Aber es macht Schule. Denk mal an die Ansätze, bei der Bewerbung eine Blutprobe abgeben zu müssen. Sicher ist es vorerst illegal. Aber steter Tropfen höhlt den Stein. Und die großen Firmen (auch der öffentliche Dienst) haben Dinger drauf dass einem Angst und Bange werden kann.

Gruß,
Kuni

PW
03.09.2010, 10:45
Hallo,

wir sehen doch aktuell, wie die Sache läuft:

- die SPD will ihn aus der Partei haben
- die Bundesbank will ihn auch abberufen


Darum kümmern sich unsere Politiker etc.; das bestehende und von jedem zugegebene Integrationsproblem wird aber von niemanden in Angriff genommen.

Darum kümmert sich absolut niemend....., da wird nur gross "gelabert" etc. Aber Ergebnisse, die die Integration verbessern = Fehlanzeige.

Hierum sollten sich die Politiker kümmern und nicht darum wie man Herrn S. absägt. Wenn Herr S. angesägt ist, ist das Kernproblem doch immer noch vorhanden.

Gruss

PW

Gast_7884
03.09.2010, 10:59
Man versucht eben wieder nach bewährter Gutmenschen-Methode Kritiker mundtot zu machen, indem man sie in die rechte Ecke schiebt, das betreffende Problem generell abstreitet, den Kritiker gesellschaftlich absägt, bei jeder Gelegenheit diffamiert und einige Wochen lang so tut als ob man das vom Kritiker in das öffentliche Bewusstsein geholte Problem schon lange gekannt hätte und schon immer etwas dagegen unternommen hätte.
Dann wartet man ab bis das Thema nach einiger Zeit von alleine wieder im Sande verläuft und kehrt zum Alltagsgeschäft zurück.

Frei nach dem Slogan, wir sind Deutschland...

Der größte und unverzeihliche Fehler den Sarrazin begangen hat war, bei diesem Thema auch das Wort "Jude" auszusprechen. Das war sein Todesurteil, denn der Zentralrat ist in Deutschland mächtiger als die Regierung und die einzige Instanz, die sogar problemlos einen in Ungnade gefallenen Regierung von heute auf morgen stürzen könnte.

Um aber keinen falschen Verdacht z.B. bei Hänschen aufkommen zu lassen, ich habe nichts gegen Juden, im Gegenteil, ich bewundere ihre technischen und wissenschaftlichen Leistungen und auch wie sie sich in einer feindlich gesinnten Umgebung um Israel herum trotzdem durchsetzen können. Das einzige was ich an ihnen nicht mag ist ihre Politik in Israel, das archaische Verhalten ihrer Orthodoxen, sowie die Anmaßung des Zentralrats, uns Deutsche permanent die begangenen "Erbsünden" unserer Vorfahren vorzuhalten um für sich daraus Profit zu schlagen.

Gruß Gerd

Action-Heinz
03.09.2010, 11:13
Leute, mit dem Buch könnt ihr Profit machen

http://cgi.ebay.de/Thilo-Sarrazin-Deutschland-schafft-ab-/260658822989?pt=Sach_Fachb%C3%BCcher&hash=item3cb079ff4d

Ist um 100 €uro rausgegangen.

hänschen
03.09.2010, 11:27
Um aber keinen falschen Verdacht aufkommen zu lassen...

Gruß Gerd

bei mir nicht, keine Sorge...
ich weiss, das es versch. Meinungen gibt.

Unter einem Kritiker verstehe ich jemand, der für eine Sache kämpft, dieser Herr jedoch knallt uns mit einem Riesen Medienwirbel ein Buch vor den Latz, und zockt ab, sonst nichts.
Würde er es ernst meinen, hätte er früher angefangen.
Könnte ich es mir aussuchen, wollte ich so einen weder in meiner Firma, noch in meiner Partei haben.

limberu
03.09.2010, 11:48
Sind ja auch zu viele zum auf-einmal-aufzählen:cry:
Aber es macht Schule. Denk mal an die Ansätze, bei der Bewerbung eine Blutprobe abgeben zu müssen. Sicher ist es vorerst illegal. Aber steter Tropfen höhlt den Stein. Und die großen Firmen (auch der öffentliche Dienst) haben Dinger drauf dass einem Angst und Bange werden kann.

Gruß,
Kuni

Von mir kriegen die großen Firmen sowas nicht. Deswegen arbeite ich auch immer gerne im Mittelstand, da kennt man seinen Chef und meistens auch umgekehrt. Und eine Blutprobe würde ich ums verrecken nicht abgeben, um einen Job zu kriegen. Da berufe ich mich gerne auf meine informationelle Selbstbestimmung. Eher würde ich einen guten Job ausschlagen, als so einen Scheiß mitzumachen!

Matthias_E.
03.09.2010, 12:27
Meine Güte, wer hat Dir denn damals auf die Finger gehauen? Oder glaubst Du langsam diese Pseudo-Dokus vom bösen bösen Osten?
These: was ist denn heute anders? Mecker über Deinen Chef, und Du hast einen Termin in der Personalverwaltung. Vielleicht Deinen letzten...
Das, was heute ganz legal gespitzelt wird, da hat die Stasi doch nur von träumen können! Heute alles ganz einfach: Bundestrojaner, Google, Lidl, und wie sie alle noch heissen. Und mit den Daten wird dann fleissig gehandelt. Prost!

Kuni
Hurra!
Da isser endlich, der erste in diesem Trööt der das DDR Unrechtssystem schönredet.
Jetzt fehlt nur noch einer der das 3. Reich ganz toll fand dann haben wir alles vertreten.:mad:

Mal ganz unter uns:
Ich finde jedem der die DDR gutfand sollte man sie wiedergeben.
Ein Stückchen könnte man bestimmt wieder einmauern....
Da können sie dann alle glücklich werden, aber ohne dem bösen Westgeld!
Gruß
Hias

udogigahertz
03.09.2010, 12:34
Meine Güte, wer hat Dir denn damals auf die Finger gehauen? Oder glaubst Du langsam diese Pseudo-Dokus vom bösen bösen Osten?
These: was ist denn heute anders? Mecker über Deinen Chef, und Du hast einen Termin in der Personalverwaltung. Vielleicht Deinen letzten...
Das, was heute ganz legal gespitzelt wird, da hat die Stasi doch nur von träumen können! Heute alles ganz einfach: Bundestrojaner, Google, Lidl, und wie sie alle noch heissen. Und mit den Daten wird dann fleissig gehandelt. Prost!

KuniJa so ist das wohl: In der DDR war alles besser. Da funktionierte das Bespitzeln noch richtig - was man heutzutage und hierzulande Bespitzeln nennt, das ist doch alles nur Stückwerk von amateurhaften Stümpern, das konnte man in der DDR alles besser. Komisch nur, dass es die DDR nicht mehr gibt? Woran lag das wohl?


Grüße
Udo

Gast_7884
03.09.2010, 12:54
Mal ganz unter uns:
Ich finde jedem der die DDR gutfand sollte man sie wiedergeben.
Ein Stückchen könnte man bestimmt wieder einmauern....
Da können sie dann alle glücklich werden, aber ohne dem bösen Westgeld!
Also ganz im Ernst, ich erinnere mich noch vage daran, dass nach der Wende irgendwo tatsächlich ein Ost-Dorf eingemauert wurde, so als Touristen-Attraktion, mit Stasi, VoPo und allem was dazu gehört.

Gibt's das eigentlich noch?

Gruß Gerd

Matthias_E.
03.09.2010, 13:09
Also ganz im Ernst, ich erinnere mich noch vage daran, dass nach der Wende irgendwo tatsächlich ein Ost-Dorf eingemauert wurde, so als Touristen-Attraktion, mit Stasi, VoPo und allem was dazu gehört.

Gibt's das eigentlich noch?

Gruß Gerd

Ist das groß genug für alle Ostalgiker?
mann, das wäre doch für alle Seiten ne super Lösung ;)
Ein paar Scheine Spielgeld mitgeben und ab dafür...
Und ab und zu werfen wir ein paar Bananen über die Mauer;):cool:
Gruß
Hias

Konrad Kunik
03.09.2010, 13:11
Wie war noch das Thema?

Schon langweilig geworden?

Auch gut... ;)