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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gnumpf - Welcher Prop, welcher Sprit?



Propelleur
15.09.2010, 06:40
Moinsen,

mir ist ein gebrauchter Gnumpf auf die Werkbank "gefallen"...

;);)

Motorisiert ist der im Moment mit einem OS Max .15 LA >>Klick<< (http://www.hobbydirekt.de/Verbrenner-Motoren/Graupner-OS/OS-MAX-15-LA-Graupner-1844::31356.html)
Das ist keine Höllenmaschine, soll aber für den Anfang mal reichen. Bei Bedarf wird dann eben eine Ausbaustufe gezündet... :D:D

Nun hab ich vor mehr als 30 Jahren meinen letzten Methanoler (Speed Cobra >>> schwärm...) gestartet daher meine Fragen zu Prop und Sprit:

Momentan ist da ein grauer 8x5 Graupner Nylon Prop verbaut. Soll ich den drauflassen oder doch lieber einen APC (Größe?) nehmen? Oder hat es noch einen anderen Tip?

Welchen Sprit würdet Ihr verwenden? Rizinus oder Aerosynth? 15% Öl und 5% Nitroanteil? Damals gab es als Ölanteil ja nur Rizinus, zumindest hatte ich damit keinerlei Korrosionsprobleme...

Wie immer mehr Fragen als Antworten...

Vielen Dank für Eure Mühe!


Gruß Frank

em.ka.
15.09.2010, 08:26
Hallo Frank,
Der .15 LA ist absolute Untergrenze, aber sicher fliegbar. Hängt auch vom Gewicht des Gnumpfs ab (ein leichter Gnumpf wiegt 1100-1150g, ein durchschnittlicher 1200-1300 g).
Als Sprit ist offiziell im Gnumpfcup ein Nitromethananteil von 10% erlaubt, was auch empfehlenswert ist. Dadurch ist die Einstellung der Düsennadel ob der verschiedenen Flugzustände (z.B. 180°-Wende) nicht gar so kritisch. Reiner Rhizinussprit saut arg, ein Anteil Rhizinusöl ist jedoch aufgrund der bereits angesprochenen Korrosions- und Notlaufeigenschaften durchaus empfehlenswert. Meine persönliche Mischung für die Sportgnumpf-Klasse: 10% Nitromehtan, 12% Molsyn 150K, 3% Rhizinus, Rest Methanol. Damit geht´s seit Jahren problemlos, ein Ausspülen mit z.B. WD40 nach JEDEM Flugtag ist allerdings bei 10% Nitromethan zwingend erforderlich, wenn Du keine rostigen Innereien haben willst.

Propeller:
Der 8x5 ist scharf genug, der oder ein 8x6 wird in der Regel auf einem Gnumpf mit .25er Motoren geflogen. Probiers einfach mal aus. Wenn er sehr zäh läuft, nimm 8x4.

Wäre schön, wenn eine Erfolgsmeldung käme.
Gruß
Martin

Bernd Langner
15.09.2010, 08:54
Hallo

Ich melde mich mal weil ich auch gerade einen Gnumpf baue und nicht noch einen Beitrag starten will.

Wo kommt beim Gnumpf eigentlich der Akku hin. Bestücke ich einen 100cc Tank paßt der nicht mehr in den Tankraum.
Mein Gnumpf bekommt einen 4,6cc MVVS Motor. Vermutlich wird dann der Akku hinter den ersten Spant kommen da der Motor doch recht schwer ist.

Gruß Bernd

AlexB
15.09.2010, 10:50
Hi,

häufig wird hinterm Flügel von oben in den Rumpf eine Wartungsklappe eingebaut. Ich platziere dort immer den Akku und das Höhenruderservo. Dann passt der Schwerpunkt meist ohne (viel) Blei.

Hier kann man das gut sehen:http://www.kaputnik66.de/html/lahr_sommer_09_17.html

(der Gnumpf hats bereits hinter sich)

Gruß

Alex

Propelleur
15.09.2010, 10:59
@Martin

Viele Dank für Deine Ausführungen!

Mit WD40 spülen? WD40 ist ja nun auch nicht grad als Langzeitkorrosionsschutz bekannt...
Oder gehts dabei nur um das Ausspülen der Nitroanteile?


@Bernd

Mein Exemplar hat einen 500mAh NiCd hinterm ersten Spant (Tank 100ml) liegen und der Schwerpunkt passt.
Allerdings mit dem leichten 2,5ccm OS...

Ich denke da wirst Du mit Deinem Motor noch Gewicht nach hinten schieben müssen. Ich meine einen Gnumpf gesehen zu haben der die Servos noch hinter der Tragfläche im Rumpf eingebaut hatte. Eben wegen dem großen MVVS.

Edith sagt >> Alex war schneller...


Gruß Frank

em.ka.
15.09.2010, 11:43
@Martin

Viele Dank für Deine Ausführungen!

Mit WD40 spülen? WD40 ist ja nun auch nicht grad als Langzeitkorrosionsschutz bekannt...
Oder gehts dabei nur um das Ausspülen der Nitroanteile?
Gruß Frank

Hallo Frank,
genau darum geht´s. Wenn im Sprit mehr als 2-3% Nitromethan sind, fangen Kurbelwelle und Kugellager je nach Luftfeuchtigkeit innerhalb von wenigen Stunden an zu rosten. Deswegen ist es ratsam, wirklich nach jedem Flugtag dafür zu sorgen, dass sich im Motorinneren ausschließlich Öl oder eben z.B. WD40 befindet. Dann den Propeller so hindrehen, dass das Kurbelwellenfenster geschlossen ist (oder noch besser: Stöpsel in den Vergaser) und somit keine Luft ins Kurbelgehäuse kommt. In diesem Zustand kann der Motor dann auch überwintern.

Spülmethoden gibt es mehrere, hier die von mir favorisierte und auch praktizierte:
1. Motor mit Vollgas laufen lassen
2. Spritzufuhr abklemmen
3. Gleichzeitig mit dem Spritabklemm-Vorgang solange WD 40 in den Vergaser Sprühen, bis der Motor steht.

So ist sichergestellt, dass sich im kompletten Motor keine Spritrückstände mehr befinden.

> Ein Paar Tropfen Öl in den Vergaser und ein paar mal von Hand durchdrehen, wie es oft propagiert wird, reicht bei weitem nicht aus !! <

Hier das Ergebnis einer schlechten Konservierung bei reinem Synthetik-Sprit:

524970




@Bernd

Mein Exemplar hat einen 500mAh NiCd hinterm ersten Spant (Tank 100ml) liegen und der Schwerpunkt passt.
Allerdings mit dem leichten 2,5ccm OS...

Ich denke da wirst Du mit Deinem Motor noch Gewicht nach hinten schieben müssen. Ich meine einen Gnumpf gesehen zu haben der die Servos noch hinter der Tragfläche im Rumpf eingebaut hatte. Eben wegen dem großen MVVS.

Edith sagt >> Alex war schneller...

Gruß Frank

Mit dem Akku wird der Gnumpf letztendlich austariert. Je nach Gewicht und Lage des Motors und auch des Höhenruderservos kann sich der Akku zwischen "unterm Tank" bis zu "direkt vor dem Höhenruder" befinden.

Gruß
Martin

Bernd Langner
15.09.2010, 15:44
Hallo

Danke für eure Antworten betreffend Akku und Tank.
Wie gesagt baue einen Gnumpf GTR von MDF

Gruß Bernd

em.ka.
15.09.2010, 15:51
Hallo Bernd, halle Frank,
wollt Ihr mal "mitgnumpfen" ?

In Villingen-Schwenningen (http://www.mfgvs.de/) ist am 16.10.
noch ein Rennen - das letzte in diesem Jahr. Steht zwar noch auf keiner Terminliste, ist aber amtlich.

Macht mächtig Spaß und ist total streßfrei.

Infos unter:

www.gnumpfcup.de (wird hoffentlich demnächst aktualisiert)

Wäre schön, Euch zu sehen

Gruß
Martin

Propelleur
15.09.2010, 20:53
...wollt Ihr mal "mitgnumpfen" ?
Na schauen wir mal...

Erstmal muß jetzt der untermotorisierte Anfängergnumpf in die Luft, dann muß ich schauen ob meine Reflexe noch ausreichen :rolleyes: und dann müssen ja auch noch ein bzw mehrere Einsatzgnümpfe her...:eek::eek:

Die Läufe zum Gnumpfcup sind für einen Hamburger entfernungsmäßig auch ganz schön weit weg.
Man soll aber ja nie nie sagen...:D:D


Gruß Frank

em.ka.
16.09.2010, 08:31
Die Erfahrung hat gezeigt, dass es sinvoll ist, die ersten Gnumpfversuche durchaus mit einem relativ langsamen Modell zu tätigen. Wenn man dann noch schön außen rum fliegt, bleibt der Flieger in der Regel auch ganz, so dass ein Ersatzgnumpf zwar sinnvoll aber nicht zwingend notwendig ist.
Was die Entfernung angeht, gebe ich Dir recht, man muss es halt als Kurzurlaub sehen. Ich fahre auch einmal im Jahr 750 km zum Rennboot fahren.

Vielleicht also bis demnächst
Martin