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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schusswaffen in Privatbesitz



Hans Schelshorn
22.09.2010, 14:03
Ein von den Vorfällen in Lörrach wirklich Betroffener eröffnet einen Thread, um seine Gefühle mitzuteilen, und eröffnet damit erneut ein Forum für eine Schusswaffendiskussion. Das war von ihm nicht so gewollt. Deshalb stelle ich mal hier meine Meinung zu diesem Thema rein.

Das Leidige am Thema Schusswaffen ist, daß es verständliche Argumente für und gegen Privatbesitz gibt. Und auch über die Strenge und Wirksamkeit der der diesbezüglichen Vorschriften und Regelungen läßt sich trefflich streiten.

Natürlich kann man Tötungsabsichten auch mit anderen Mitteln umsetzen und mit diesen viel Unfug stiften. Auch Messer, Autos, Modellflugzeuge usw. können tödlich wirken.
An einigen grundsätzlichen Qualitäten von Schusswaffen kommt man aber nicht vorbei: Sie sind klein, beweglich und sie sind Abstandswaffen. Sie können also leicht versteckt transportiert werden, sie können überallhin mitgenommen werden und sie ermöglichen das Töten auf gößere Entfernung. Mit dem Messer muß man auf Armreichweite heran, Pfeil und Bogen sind auffällig, Autos und Modellflugzeuge innerhalb von Gebäuden oder in bebautem Gelände nur bedingt für Tötungsabsichten zu gebrauchen, ein mehrfacher Einsatz derselben ist unwahrscheinlich.

Wegen dieser beonderen Eigenschaften müssen also für Schußwaffen strengere Regeln als heute gelten, die auch bedingungslos eingehalten werden müssen. Weil das nicht funktioniert, bin ich der Meinung, daß Schusswaffen in Privatbesitz nichts verloren haben. Wer Schießsport betreibt, kann das mit Luftdruckgeräten auch machen. Leider ist aber für die meisten Besitzer von Schußwaffen nicht das Treffen von Papierscheiben die Hauptmotivation, sondern der Besitz einer tödlichen Waffe, den sie sich nicht nehmen lassen wollen.

Die "Freie Fahrt für freie Bürger" gilt zwar in Deutschland noch für die Autobahnen, aber auf Landstraßen, in Ortschaften und vor Schulen gelten Beschränkungen dieser Freiheit bis herunter auf 30 Km/h. Keiner spricht von Gängelung, die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung erkennt diese Einschränkungen an (wenn sich auch nicht jeder immer daran hält). Warum akzeptiert man bei den eigentlich unnötigen Schusswaffen keine Einschränkungen und ruft nach Toleranz?

Servus
Hans

Thomas Ebert
22.09.2010, 14:46
Weil das nicht funktioniert, bin ich der Meinung, daß Schusswaffen in Privatbesitz nichts verloren haben.

Hallo Hans,
im Prinzip richtig. Ich habe keine, und brauche auch keine.

Nur wird es schwierig, den Begriff "Privat" in diesem Zusammenhang zu definieren.
- Staatsanwälte/Richter, die auf Grund der beruflichen Bedrohungslage eine Schusswaffe für den Selbstschutz zugestanden bekommen haben und diese logischerweise auch zu Hause brauchen, sogar berechtigt sind, sie zu tragen (selbst Jahre nach Ende der beruflichen Situation).
- Jäger? Wieviele Waffen sind im Besitz von Leuten, die zwar einen Jagdschein haben, aber nie jagen gehen? Wieviele richtige Jäger braucht unsere verkorkste Kulturlandschaft?
- Private Sicherheitsdienste? Das sind ja sogar noch dazu gewinnorientierte Unternehmen, das heisst sparsüchtig

Die Liste lässt sich denke ich beliebig fortsetzen.
Es gibt nicht nur schwarz und weiß, sondern auch alle Grautöne dazwischen. Bei aller Betroffenheit über die entsetzlichen Ereignisse, die einfache Gleichung "Private Waffen abschaffen und Ruhe ist" geht leider nicht auf.
Gruß, Thomas

Uli_ESA
22.09.2010, 15:32
Hallo,
das bestimmte Berufgruppen Schusswaffen benötigen ist ganz klar, enbenso die Jäger (wobei Jäger nicht gleich Jäger ist, ist gibt auch viele vernünftigedie sogar den Wolf akzeptieren und sagen alles was der reisst brauche ich nicht zu schiessen).
Letztendlich sind das größte Problem die Waffen der Sportschützen.
Ich vertrete auch die Meinung das das keine Kleinkaliber Waffen sein müssen, sondern hier wären Luftdruckwaffen vollkommen ausreichend.
Der Spruch Sportwaffen sollten keine Mordwaffen sein passt das schon.
Ich bin auch der Meinung das mann keine 45 Magnum oder zum Schiessen auf Zielscheiben benötigt ebensowenig wie Pistolen oder Gewehre mit 6mm.
Gruß
Uli

Gast_28503
22.09.2010, 17:22
Ein von den Vorfällen in Lörrach wirklich Betroffener eröffnet einen Thread, um seine Gefühle mitzuteilen, und eröffnet damit erneut ein Forum für eine Schusswaffendiskussion. Das war von ihm nicht so gewollt. Deshalb stelle ich mal hier meine Meinung zu diesem Thema rein.

Das Leidige am Thema Schusswaffen ist, daß es verständliche Argumente für und gegen Privatbesitz gibt. Und auch über die Strenge und Wirksamkeit der der diesbezüglichen Vorschriften und Regelungen läßt sich trefflich streiten.

Natürlich kann man Tötungsabsichten auch mit anderen Mitteln umsetzen und mit diesen viel Unfug stiften. Auch Messer, Autos, Modellflugzeuge usw. können tödlich wirken.
An einigen grundsätzlichen Qualitäten von Schusswaffen kommt man aber nicht vorbei: Sie sind klein, beweglich und sie sind Abstandswaffen. Sie können also leicht versteckt transportiert werden, sie können überallhin mitgenommen werden und sie ermöglichen das Töten auf gößere Entfernung. Mit dem Messer muß man auf Armreichweite heran, Pfeil und Bogen sind auffällig, Autos und Modellflugzeuge innerhalb von Gebäuden oder in bebautem Gelände nur bedingt für Tötungsabsichten zu gebrauchen, ein mehrfacher Einsatz derselben ist unwahrscheinlich.

Wegen dieser beonderen Eigenschaften müssen also für Schußwaffen strengere Regeln als heute gelten, die auch bedingungslos eingehalten werden müssen. Weil das nicht funktioniert, bin ich der Meinung, daß Schusswaffen in Privatbesitz nichts verloren haben. Wer Schießsport betreibt, kann das mit Luftdruckgeräten auch machen. Leider ist aber für die meisten Besitzer von Schußwaffen nicht das Treffen von Papierscheiben die Hauptmotivation, sondern der Besitz einer tödlichen Waffe, den sie sich nicht nehmen lassen wollen.

Die "Freie Fahrt für freie Bürger" gilt zwar in Deutschland noch für die Autobahnen, aber auf Landstraßen, in Ortschaften und vor Schulen gelten Beschränkungen dieser Freiheit bis herunter auf 30 Km/h. Keiner spricht von Gängelung, die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung erkennt diese Einschränkungen an (wenn sich auch nicht jeder immer daran hält). Warum akzeptiert man bei den eigentlich unnötigen Schusswaffen keine Einschränkungen und ruft nach Toleranz?

Servus
Hans

Hans schreibt das was ich schon lange denke und was gemacht werden soll.....nicht erst seit Lörrach.
Nach Winenden kam das Thema auf und wurde kurze Zeit später wieder vergessen und jetzt geht das Thema wieder los,aber für wie lange:confused:
Bis zum nächsten Amoklauf:eek:


Gruß Jürgen

PS Und Danke Hans das Du einen neuen Fred eröffnet hast....und Rücksicht genommen hast auf andere

Bushpilot
22.09.2010, 17:25
Klar ist, das Lieschen Müller, Hausfrau (alleinerziehend), 3 Kinder, Hund, Katze, Vogel... Goldfisch... keine Schusswaffe braucht. Normalerweise. Sie ist Sportschütze, falls sie Zeit dafür bekommt, tut sie das mit einer Luftbüchse. Auch jede 08/15 Rechtsanwältin braucht keine Zimmerflak. Normalerweise. Sicher, auch die Taxifahrein die Nachtschicht hat, braucht keine 45ziger Magnum. Normalerweise. Und Tante Wanda aus Uganda, (nein Zimbabwe... oder war es Namibia?), Farmerin? Nein, auch diese Frau braucht keinen Revolver am Gürtel tragen... normalerweise.

Alles richtig. In einer Heilen Welt.

Nur:
Lieschen Müller wohnt im nicht ganz Astreinen Viertel, dritter Hinterhof vierter Stock und ist schon fünfmal in ihrer Wohnung, auf dem Weg zum/vom Einkaufen... überfallen worden.
Sie ist Sportschütze und kann daher mit einer echten Waffe sosolala umgehen. Hat Antrag auf eine Scharfe Waffe gestellt, Abgelehnt. Ist beim letzten Überfall mit einem Messer erstochen worden.
Diese 08/15 Rechtsanwältin hat eine Klientin die einen Migrationhintergrund hat, sie ist von der gegnerischen Partei schon mehrfach Bedroht worden: Machst du weiter in dem Fall, bist du tot. Sie hatte weitergemacht...
Die Taxifahrein ist ausgeraubt, vergewaltigt und anschließend erwürgt worden.
Tja, und die Tante... ist auf dem Weg über den Farmhof von einem unzufriedenen Angestellten erschlagen worden.

Sorry Hans, so einfach ist das nicht: Alle Waffen gehören verboten.

(Jetzt nicht mit dem Argument kommen: Wer kann sagen ob ein Waffenbesitz der Damen diese Verbrechen verhindert hätten. Möglich... vielleicht...
So aber hatten sie von vornherein gar keine Chance gehabt sich zu wehren, weil sie keine Waffe hatten)

Ich habe einen 38ziger Spezial zuhause. Nun, ist halt Afrika hier. Meine Frau könnte jederzeit diese Waffe nehmen (liegt tagsüber im Safe und nachts auf meinen Nachtschrank) und mich über den Haufen ballern... Hm... dann habe ich Pech gehabt!

Thomas Ebert
22.09.2010, 17:26
Ich vertrete auch die Meinung das das keine Kleinkaliber Waffen sein müssen, sondern hier wären Luftdruckwaffen vollkommen ausreichend.


Sorry,
aber Biathlon mit Luftgewehr? Weder die Distanz noch die Art der Scheibe wären so möglich. Und bei den Winterolympiaden hat doch auch der eine oder andere da gerne zugeschaut, und sich über deutsche Medallien gefreut.

Jede Freiheit, die vielen gewährt wird, beinhaltet das Risiko des Missbrauchs durch Einzelne. Das ist ein grundlegendes Prinzip unserer Gesellschaftsordnung, das sich durch alle Lebensbereiche erstreckt. Allerdings gibt es in den letzten Jahren einen deutlichen Trend in unserer Gesellschaft, immer mehr Freiheiten/Rechte freiwillig oder auf Grund mehr oder weniger konkreter Bedrohungen aufzugeben. Insofern wäre ein Waffenverbot nur folgerichtig.

Mir fehlt allerdings angesichts der Vielzahl der auch dann noch im Umlauf befindlichen Waffen der Glaube, dass sich der gewünschte Effekt einstellen wird. Jeder Freak, der es darauf anlegt, so ein Ding zu haben, wird es auch weiterhin schaffen.

Gruß, Thomas

Matthias_E.
22.09.2010, 18:19
Ein Waffenverbot würde genau gar nichts ändern.
Wer eine will wird Mittel und Wege finden sich eine zu besorgen.
Legal oder illegal.
Oder halt auf was anderes ausweichen.

christof buss
22.09.2010, 19:07
Sorry,
aber Biathlon mit Luftgewehr?


Sorry, aber wer braucht Biathlon?



Oder halt auf was anderes ausweichen.

Zum Beispiel auf Autos :cool:

Matthias_E.
22.09.2010, 19:12
Sorry, aber wer braucht Biathlon?



Zum Beispiel auf Autos :cool:
Oder Messer, Brandsätze, Sprengstoff...
Es gibt sogar Menschen die töten mit blossen Händen.
Wenn man dagegen angehen will muss man versuchen zu verhindern daß es soweit kommt daß einer völlig austickt.
Nur das kann ein Lösungsansatz sein.

christof buss
22.09.2010, 19:36
Oder Messer, Brandsätze, Sprengstoff...
Es gibt sogar Menschen die töten mit blossen Händen.


Nochmal ganz langsam.
Mit Messern kann man auch noch Forellen filetieren, oder ein Brot streichen, versuch das mal mit einer Pistole.
Brandsätze bestehen zB aus Benzin, das benuzt man zB zum betreiben von Verbrennungsmotoren, versuch das mal mit einer Schusswaffe.
Sprengstoff leistet hervorragende Dienste zB im Bergbau, schau mal wie weit du dort mit einer Waffe kommst.
Sogar Autos haben ursprünglich einen Sinn der mit dem töten von Menschen garnichts gemein hat.
Und auch mit Modellen kann man ausser Menschen umbringen und Amok laufen noch etwas anderes machen, etwas gänzlich friedliches.
Was aber kann man mit einer Schusswaffe so alles machen?




Wenn man dagegen angehen will muss man versuchen zu verhindern daß es soweit kommt daß einer völlig austickt.
Nur das kann ein Lösungsansatz sein.

Da stimm ich dir weitestgehend zu.

zettl57
22.09.2010, 19:47
Eines fällt auf: Bei keinem Thema haben die Protagonisten schwächere
Argumente, als bei diesem.

egge
22.09.2010, 20:36
Okay hier ein tolles Argument: Waffen töten nicht, sondern die Besitzer.

Bsp. Kanada: Höhere Waffendichte als in USA aber wesentlich weniger Morde damit.

Anstatt jetzt auf Sportschützen einzudreschen, wäre es (auch von den Medien) wichtiger den Leuten einen verantwortungsvollen Umgang damit klarzumachen.
Da versagen die Medien komplett.
Ein Interview mit einem Schützenmeister aus dem Winnender Schützenverein, wurde durch die Medien so umgestrickt das der Typ in der Tagesschau als "Verrückter" rüberkam.
Leider konnte der Mann nur in der regionalen Zeitung eine Klarstellung loswerden. Die hat "die Reporter" vom Fernsehen nicht mehr interessiert.

Dank Medien denken nun Lieschen Müller & Co. : "Waffen, Schützenverein = Mörderschule".
Man bekommt es jeden Tag eingehämmert. Bis es der Nächste "ausprobiert".
Und dann ist wieder alles gaanz schlimm.

Evtl. machen die Kanadier da einfach bessere Aufklärung und Öffenlichkeitsarbeit.
Fragt mal einen Kanadier zu was er eine Waffe braucht.
Der denkt erstmal an Bären töten und Urlaub machen; als allerletztes denkt er an Menschen töten.
Aber in Kanada bleiben Haustüren auch offen, in USA wird jeder abgeknallt der nur aufs Grundstück will.
Igendwas machen die anders...

Gast_17687
22.09.2010, 21:15
Oder Messer, Brandsätze, Sprengstoff...
Es gibt sogar Menschen die töten mit blossen Händen.
Wenn man dagegen angehen will muss man versuchen zu verhindern daß es soweit kommt daß einer völlig austickt.
Nur das kann ein Lösungsansatz sein.

:eek::eek::eek:

Jochen K.
22.09.2010, 21:34
Ein Interview mit einem Schützenmeister aus dem Winnender Schützenverein, wurde durch die Medien so umgestrickt das der Typ in der Tagesschau als "Verrückter" rüberkam.
Das wundert mich jetzt, immerhin haben Leute mit realen Waffen eine Lobby und damit die Politiker auf ihrer Seite. Im Radio kam eine Weile nach Winnenden ein Gespräch mit einem (Innen?)Minister oder dergleichen.

Als es um Sportschützen, Jäger und strengere Gesetze ging, war er der Ansicht, da müsse man mit Fingerspitzengefühl vorgehen und dürfe es auf keinen Fall übertreiben.
Eine Minute davor, als es um ein Treffen von Computerspielern ging, war es ihm wichtig, derartige Veranstaltungen zu verhindern, um ein Zeichen zu setzen.

egge
22.09.2010, 22:05
als Konservativer muß er das ja sagen. Aus Prinzip Altes bewahen, neues verteufeln.

Wedoka
22.09.2010, 22:08
Hallo

Erinnern wir uns mal an den ersten Amoklauf, wo man bei dem Jungen das Computerspiel gefunden hat,und alle gingen gegen die Egoschooter los, und wollten alle verbieten.

Jetzt ein Sportschütze, und alles rennt jetzt gegen diese Gruppe an.

Wenn alle Sportschützen die Waffen nicht mit nach Hause nehmen dürfen, wo sollen die Waffen da hin?
Wer soll das bewachen? da kann man für gewisse Leute gleich mit ein Leuchtreklameschild darauf hinweisen wo diese liegen.

Was wenn mal ein Polizist oder einer von der Bundeswehr durch dreht, soll man da diese auch entwaffnen? In meinen Augen alles Schwachsinn.

Die Gesetze sind da was die Sicherheit betrifft, müssen eben nur umgesetzt werden.

Alles andere ist nicht machbar.

cord
22.09.2010, 22:28
Wer Schießsport betreibt, kann das mit Luftdruckgeräten auch machen.

Und wer Modellflug betreibt, kann das mit mit Shockflyern auch machen.

Gruß
Cord

Hans Schelshorn
22.09.2010, 22:29
...
PS Und Danke Hans das Du einen neuen Fred eröffnet hast....und Rücksicht genommen hast auf andere
Gerne, Jürgen!

Ich hätte erwartet, daß meine Begründung zerlegt wird. Leider kommt nichts besonders Handfestes.
Warum soll z.B. Biathlon nicht möglich sein? Da gibt's eine blinde Frau Bentele, die braucht gar keine Ballistik für Goldmedaillen. Und für ein Luftgewehr braucht man nur eine andere Mechanik bei den Zielscheiben und einen verringerten Abstand.

Natürlich braucht man zum Töten keine Schusswaffen. Aber ein Amoklauf mit bloßen Händen ist, hart gesagt, bei weitem nicht so erfolgreich. Der Attentäter von Winnenden konnte einen Autofahrer nur durch die Waffe zwingen, ihn zu fahren. Kein Messer, kein Pfeil und schon gar nicht die bloßen Hände hätten ihm das ermöglicht.

Servus
Hans

Chris.
22.09.2010, 22:37
Ich finde es gibt nur einen Mann der eine 44er Magnum tragen sollte :cool:


http://www.youtube.com/watch?v=FnMLGkj91Og

egge
22.09.2010, 22:38
Wenn es Leute schaffen mit einem Teppichmesser ein Flugzeug zu erobern, dann gilt dieses "nur wegen der Schußwaffe gabs Amoklauf" auch nicht mehr (so ganz).

Wedoka
22.09.2010, 22:53
Gerne, Jürgen!

Ich hätte erwartet, daß meine Begründung zerlegt wird. Leider kommt nichts besonders Handfestes.

Servus
Hans

Warum soll deine Meinung zerlegt werden??? Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit.
Auch wenn sich dadurch nichts ändern wird.

tanni60
23.09.2010, 09:07
traurig traurig,

diese Waffenmania mitten unter uns.

Kürzlich im Flugrevier:

2 Leute laufen mit Gewehren durch die Landschaft, keine Jäger !

In der heutigen "Die Zeit" schließt der Kommentar zu Lörrach:

"vermutlich wird sich auch diesmal nichts ändern, 4 Tote sind vermutlich zu wenig."


mal sehen, ich glaube auch , dass man erst erst an dem Tag, an dem wir ein Deutsches Littleton haben werden, sehen wird, wer hinter der Waffen - und Schützenverein Lobby steht.

Bernward
23.09.2010, 09:32
was soll ein Verbot bringen???
Laut einem Bericht im Radio gibt es in Deutschland ca. 10 Mio. legale Waffen,
ABER geschätzte 20 Mio. illegale.
Wer eine Waffe haben will, der hat auch eine, egal ob legal oder illegal.
Gruß
Bernward

Hans Schelshorn
23.09.2010, 09:33
Warum soll deine Meinung zerlegt werden???...
Na ja, ich habe erwartet, daß mal versucht wird, echte Argumente zu bringen.
Daß das Töten auch ohne Schusswaffen funktioniert, das wissen wir bereits seit Kain und Abel.

Richtig ist, daß das Austicken an sich ein Risiko ist. Bei allem Bemühen, das zu verhindern oder zumindest rechtzeitig zu erkennen, wird man dieses Fehlverhalten aber nie ganz ausschließen können. Dann wäre es hilfreich, wenn keine Knarre im Schrank liegt.

Servus
Hans

plastikmann
23.09.2010, 09:41
Wie engstirnig muss man sein um darüber zu diskutieren ob ein Verbot was bringt oder nicht, oder nur ein wenig oder was ?

Jede Waffe weniger draussen ist ein Zugewinn an Sicherheit Punkt aus, ist nunmal so.

Keine Waffe gehört in Privatbesitz, es gibt keinen Zweck den sie erfüllen könnte.

Sportwaffen bzw. Jagdwaffen ? Kein Problem. Kann jeder Zuhause haben, aber bitte den Verschluss nur im Wettkampf bzw. Jagd ausgeben. Genauso wie die Munition - wäre ein weiterer Zugewinn.

Ganz ehrlich, der Schiesssport macht langsam keinen Spass mehr, wenn ich an die ganzen Auflagen, Bestimmungen, Tresore und Trallala denke. Nee, da ist mir lieber ich hab einen nutzlosen Haufen Metall da rumliegen ohne Verschluss und Mu und bekomme beides dort und nur dort, wo ich antrete....
Zumal dort i.d.R.eine offizielle Aufsicht zugegen ist.

Wer dann immer noch eine Waffe mit sich führt ist wenigstens direkt als illegal Agierender zu erkennen, hat auch was.

Wedoka
23.09.2010, 09:55
Richtig ist, daß das Austicken an sich ein Risiko ist.

Servus
Hans

Moin

Das denke ich mal, ist der entscheidende Grund.Das Menschen an den Punkt gelangen, wo Sie sich und noch andere aus dem Leben reisen wollen, und keinen anderen Ausweg mehr sehen. Sei es als Rambo mit Waffen, oder Geisterfahrer auf der Autobahn.

Uli_ESA
23.09.2010, 11:25
ABER geschätzte 20 Mio. illegale.
Wer eine Waffe haben will, der hat auch eine, egal ob legal oder illegal.


Hallo,
aber ein großteil der illegalen Waffen waren vorher im legaen Besitz.
Die wurden gelkaut, oder was auch häufig ist, es sind Erbstücke und der derzeitige Besitzer haten keine Waffenbesitzrechtkarte oder Waffenschein.
Oder glaubst du das wenn ein Sportschütze oder Jäger verstirbt die waffen immer abgegeben werden??

plastikmann
23.09.2010, 12:08
Oder glaubst du das wenn ein Sportschütze oder Jäger verstirbt die waffen immer abgegeben werden??

Aus Erfahrung wünschen sich die Angehörigen meist einen Knopf dran, der das Ding dematerialisiert - die wenigsten wissen was sie tun müssen, sollen, order haben verständlicherweise gerade mal andere Sorgen.

plastikmann
23.09.2010, 12:13
Nur mal nebenbei



Die Gesetze sind da was die Sicherheit betrifft, müssen eben nur umgesetzt werden.


Nur insofern dass ich alles in einem reglementierten Schrank, ich nenne es nichtmal Tresor, unterbringen muss. Mehr nicht.

Ob ich das auch tue und den Schrank ordnungsgemäss verschliesse darf jemand erfragen, aber nicht kontrollieren, denn er darf nur mit meiner Einwilligung das Haus betreten.

Die Gesetze sind unsinnig so wie sie sind, oder sagen wir mal - nur die eine Hälfte oder noch besser, mehr eine Richtlinie, die niemand überprüfen darf.

Dieter, bist doch Experte darin bestimmt, oder ? Sach mal was..... ;)

thomasr
23.09.2010, 12:56
Es ist nicht zu spät!
Man kann etwas ändern.
Waffen haben einen Alltagspräsenz durch jegliche Form von Medien. Sportschützen, Polizisten, Jäger usw. tragen dazu nur gering bei. Waffen sind Machtwerkzeuge. Macht ist positiv besetzt, also: Waffen sind gut (RobbyTop, der Rächer der Witwen und Waisen). Wie erklärt es sich denn, dass Kleinstkinder mit geschulterten MG Spielzeugen an den Händen Ihrer Mütter durch die Einkaufsstraße laufen, an jeder Ecke das Ding von der Schulter reißen und mit kräftigem Rattattattataaa in die Menge zielen (Och isser nich süß)? So jetzt Film zurück: Waffen sind nicht gut!!! Waffen dienen ausschließlich bestimmten Personenkreisen zu exakt definierten Zwecken. Für den Rest der Welt: Waffen sind nicht gut und außerhalb der gestzlich geregelten Bedinugnen verboten!! Illegale Waffen sind gar nicht gut und man geht definitv in den Knast. Alle Spielzeuge, Spiele, Attrappen und sonstiges Schußwaffengedöne stützen das Grundsatzproblem und ihre Verbreitung gehört eingeschränkt. Das o.g. Beispiel mit dem Kleinkind und der MG treibt mir jedenfalss die Gänsehaut über den Rücken und ich denke: Wen wundert's wenn dann..... Man kann etwas ändern, aber nur wenn Gesamtgesellschaftlich endlich das Bewußtsein erzeugt wird: Schußwaffen sind nicht gut! Und: Das geht, wie man an den Bsp. Rauchen erkennt. Noch vor wenigen Jahren durchgängig und überall als kleines Laster akzeptiert, wird man heute von der breiten Masse nur ungläubig angestarrt und isoliert, wenn man sich z.B. in Gegenwart von Kindern eine Kippe ansteckt.
Gruß
Thomas

Wedoka
23.09.2010, 13:00
Nur mal nebenbei

Ob ich das auch tue und den Schrank ordnungsgemäss verschliesse darf jemand erfragen, aber nicht kontrollieren, denn er darf nur mit meiner Einwilligung das Haus betreten.



Aber selbst wenn das jemand überprüfen dürfte,wer soll das durchführen die Plizei,:confused:
Der Aufwand währe da so emens,wer soll das zahlen:confused:

udogigahertz
23.09.2010, 13:12
Wegen dieser beonderen Eigenschaften müssen also für Schußwaffen strengere Regeln als heute gelten, die auch bedingungslos eingehalten werden müssen. Weil das nicht funktioniert, bin ich der Meinung, daß Schusswaffen in Privatbesitz nichts verloren haben. Wer Schießsport betreibt, kann das mit Luftdruckgeräten auch machen.
Servus
Hans
1. Gelten für Schusswaffen in Privatbesitz in Deutschland bereits mit die strengsten Regeln der Welt, ich glaube, nur in Großbritannien gibt es strengere Regeln und Vorschriften und das bezieht sich nicht nur auf Schusswaffen, sondern sogar auch auf Küchenmesser ab einer bestimmten Klingenlänge, die darf man nicht griffbereit mit sich führen, sonst macht man sich auch heute schon strafbar! (die Amis lachen sich über unser strenges Waffenreglement kaputt, die verstehen das nicht und trotz zahlreicher Morde und Unfällen mit Schusswafen -jeder Haushalt hat dort mehrere gebrauchsfertige Schusswaffen rumliegen- denken die gar nicht daran, ihr von der Verfassung garantiertes Grundrecht auf Schusswaffenbesitz einschränken zu lassen! Die nehmen all die Toten geduldig hin, wie es scheint und argumentieren dann immer so, dass ja nicht die Waffe an sich tötet, sondern der Mensch, der sie abfeuert). Allerdings bin ich nicht der Meinung, dass wir amerikanische Verhältnisse haben sollten, auch ich fühle mich wohler, wenn ich weiß, dass in meinem Haushalt und in den umliegenden Haushalten keinerlei Schusswaffen vorhanden sind.

Was ich sagen will: Leider werden noch strengere Verbote nichts daran ändern, dass es immer wieder Tote durch Waffenbesitz in Privathand geben wird! Insofern ist deine Forderung nach Verboten Illusion und wird nicht ihren Zweck erfüllen, leider aber werden dadurch die Rechte bzw. die freie Entfaltung der Bürger wieder ein Stück mehr eingeschränkt werden, was mich zu Punkt 2 führt:

2. Wer bist du eigentlich, dass du dir erdreisten willst, in die Freiheiten und Rechte anderer einzugreifen? Übertragen auf andere potentielle Gefahrenquellen wie z. B. die superstarken Motorräder, die absolut unnötig sind, da niemand sowas braucht, die aber Tag für Tag sehr viel Leid unter einige der Fahrer bringen, weil sie mal wieder ihre Fähigkeiten überschätzt haben, könnte ich mit gleichem Recht das Verbot von starken Motorrädern in Privatbesitz fordern (nichtmal die Industrie wird da was gegen haben, denn die meisten schweren Maschinen kommen aus Fernost) und nur noch Motorräder mit einer maximalen Leistung von 10 Kw erlauben. Das reicht zum Fahren bis ca. 120 - 130 km/h völlig aus.
Ein solches Verbot von starken Motorrädern würde übrigens mehr Menschenleben retten, als dein Vorschlag, noch strengere Regelungen für Schusswaffen in Privatbesitz zu schaffen.
Jedoch werde ich mich hüten, ein solches Verbot zu fordern, denn ob jemand mit sowas fährt und ob jemand als Sozius mit hinaufsteigt, das müssen wir den Leuten selber überlassen, ein Verbot würde ein zu starkes Eingreifen in die Persönlichkeitsrechte anderer bedeuten.

3. Es ist auch komisch, dass solche Verbotsaufschreie immer nur dann kommen, wenn gerade was passiert ist, warum kommst du damit nicht früher? Bevor was passiert ist? Konntest du sowas nicht vorhersehen? Nun, ich schon. Streng nach Murphies Law wird alles passieren, was passieren kann, die Frage ist nur: Wann wird es passieren? Das sieht für mich nach billiger Sensationsheischerei aus.

4. Du vermischt hier Fakten mit Illusion, wenn du glaubst, die Welt würde sicherer, wenn man den Waffenbesitz in Privathand vollends verbieten würde, es würde auch danach noch genügend Opfer von Schussverletzungen geben und deine Forderung ist sowieso Quatsch, denn den zigtausenden von Jägern kann man den Waffenbesitz nicht verbieten, da diese ihre Waffen zum Jagen brauchen und das Bejagen von bestimmten Wildtieren ist bei uns Gesetz, und zwar ein sehr altes. Für den finalen Todesschuss aus nächser Nähe dürfen die Jäger sogar eine Faustfauerwaffe mit sich führen.
Du willst also mit deinem Verbot diese Jägerschaft ausklammern und nur alle übrigen treffen, die legal Schusswaffen besitzen? Die das Sammeln von funktionsfähigen alten Schusswaffen und das gelegentliche Schießen auf zugelassenen Schießständen betreiben?
Du willst allen Sportschützen das Schießen mit Feuerwaffen verbieten?
Klasse, da kann sich unser Land bei der Durchführung der nächsten Biathlonveranstaltung gleich mal abmelden und auch bei den olympischen Schiesswettbewerben, bei denen Deutschland immer für einige Medaillen gut war, dürfen wir uns unter dem Hohngelächter der Amerikaner verabschieden.

Hast wohl nicht richtig nachgedacht, als du deine Forderung aufgestellt hattest, was?

Für mich sind solche unsinnigen Schreie nach staatlicher Regelung nach einem solchen Vorfall als typisch Deutsch anzusehen: Da jammert man einerseits über die Regulierungswut des Staates, schreit andererseits nach immer neuen und unsinnigen Verboten! Ja, wie denn nun?


Grüße
Udo

Frühstart
23.09.2010, 14:51
Servus
kein Verbot der Welt und keine Exicutive der Welt werden verhindern können, dass Menschen Amok laufen. Wenn jemand derartig in Rage gerät, sich bis zum Amoklauf hinein steigert ist die Beschaffung von Waffen auch auf dem illegalen Weg kein Problem.

Was ist nicht alles verboten bei uns, dennoch gibt es alles was verboten ist. Manchmal wird das Intersesse sogar erst durch Verbote stätrker, der Mensch ist fehlerhaft und unergrüdlich.

Mit Verboten lässt sich so ein Amoklauf meiner Meinung nach sicher nicht verhindern. DA scheinen mir die Erziehung der Kinder nach menschlichen Werten, die Verstärkung von Werten wie Moral etc innerhalb der Gesellschaft schon geeigneter. Solange der, der die größere Spielzeugpistole , das größere Auto, den dickeren Geldbeutel und die "Ellenbogenmentalität" hat, innerhalb der Gesellschaft mehr Achtungserfolg erntet, als der , der anderen hilft, ehrlich, fleissig und tollerant ist, werden wir solche Ausraster vermehrt erleben.

nur mal so ein Gedanke von mir, mehr nicht
Gruß

Hans Schelshorn
23.09.2010, 22:27
Servus
kein Verbot der Welt und keine Exicutive der Welt werden verhindern können, dass Menschen Amok laufen. Wenn jemand derartig in Rage gerät, sich bis zum Amoklauf hinein steigert ist die Beschaffung von Waffen auch auf dem illegalen Weg kein Problem.
...
Es bestreitet wohl niemand, daß man sich auf illegalem Weg Waffen beschaffen kann. Allerdings dauert es, bis man sich Waffen beschafft hat, nachdem man in Rage geraten ist. Und die Hürde von der Theorie bis zum realen illegalen Besitz von Waffen ist schwerer zu nehmen als der einfache Griff in den Schrank. Das zu leugnen ist Augenwischerei.


...
DA scheinen mir die Erziehung der Kinder nach menschlichen Werten, die Verstärkung von Werten wie Moral etc innerhalb der Gesellschaft schon geeigneter. Solange der, der die größere Spielzeugpistole ...
Da habe ich schwere Bedenken, daß wir das noch hinkriegen. Und wenn ja, dann vielleicht in zig Jahren. Ein Gesetz wirkt schneller.

Was glaubst Du, wieviel Kopfschütteln ich geerntet und wieviel Ärger ich mir bei meinen Kindern eingehandelt habe? Es gab nämlich keine Plastikpistolen oder Gewehre. Und die Spielkameraden wussten, daß sie keine mitbringen durften. Wer macht das sonst noch?
Ein Holzschwert durften sie sich basteln, ja, das ist auch eine Waffe. Da merken sie aber schnell, daß das wehtut, wenn man das auf die Rübe kriegt. Diese Erfahrung der Wirkung fehlt bei Plastikpistolen völlig, wenn man nur paff, paff sagt.

Ideen kann man ja viele haben, aber die menschliche Natur ist zu fehlerhaft, das schreibst Du ja selber. Und auf die willst Du mit ein bisschen Erziehung vertrauen?

Servus
Hans

Matthias_E.
23.09.2010, 22:44
Hans:
Obwohl ich Deine Meinung nicht ganz teile finde ich Deine Einstellung gut und kann sie akzeptieren.
Gruß
Hias (der immernoch auf Deinen Besuch wartet ;))

Hans Schelshorn
23.09.2010, 23:08
Und nun zu Dir, lieber Udo.


1. ...
Die nehmen all die Toten geduldig hin, wie es scheint und argumentieren dann immer so, dass ja nicht die Waffe an sich tötet, sondern der Mensch, der sie abfeuert).
Du verallgemeinerst leider wieder einmal. Sollte Dir entgangen sein, daß es auch Amerikaner gibt, die strengere Waffengesetze wünschen?



2. Wer bist du eigentlich, dass du dir erdreisten willst, in die Freiheiten und Rechte anderer einzugreifen?
Wer bist Du eigentlich, daß Du Dir erdreisten willst, in mein Recht auf freie Meinungsäußerung einzugreifen? Hat Du Dich nicht durch ein Gelöbnis verpflichtet, für unsere freiheitlich demokratische Grundordnung einzustehen?


3. ...
Konntest du sowas nicht vorhersehen? Nun, ich schon. ...
Ich gratuliere Dir zu Deinem Weitblick, den Du mir absprichst.


4. ...
Du willst allen Sportschützen das Schießen mit Feuerwaffen verbieten?
Klasse, da kann sich unser Land bei der Durchführung der nächsten Biathlonveranstaltung gleich mal abmelden
...[/B]
Ja, das wäre mein Wunsch. Und zum Biathlon habe ich mich schon geäußert, bitte nachlesen, falls Du das noch nicht gemacht hast.


4. ...
Hast wohl nicht richtig nachgedacht, als du deine Forderung aufgestellt hattest, was?
...
Ich finde Deinen Beitrag, milde ausgedrückt, stellenweise etwas dreist, lieber Udo.
Ich wäre Dir für einen sachlicheren Diskussionsstil dankbar. Wir wollen doch, daß du nicht gleich wieder Urlaub bekommst.

Servus
Hans

Hans Schelshorn
23.09.2010, 23:12
Hans:
Obwohl ich Deine Meinung nicht ganz teile finde ich Deine Einstellung gut und kann sie akzeptieren.
Gruß
Hias (der immernoch auf Deinen Besuch wartet ;))
Danke für Deinen Beitrag, Hias. Deine Toleranz ehrt Dich.

Servus
Hans
(der schon wieder ein schlechtes Gewissen hat)

PeterD
23.09.2010, 23:53
Evtl. machen die Kanadier da einfach bessere Aufklärung und Öffenlichkeitsarbeit.
Fragt mal einen Kanadier zu was er eine Waffe braucht.
Der denkt erstmal an Bären töten und Urlaub machen; als allerletztes denkt er an Menschen töten.
Aber in Kanada bleiben Haustüren auch offen, in USA wird jeder abgeknallt der nur aufs Grundstück will.
Igendwas machen die anders...
Laut Michael Moore macht den kanadischen unterschied die medien aus.
In Kanada sind gewalttaten keine nachrichten. Das geht nämlich nur die beteiligten/betroffenen an. Das breittreten in den medien wie in den USA (und leider auch mittlerweise hier) bedient nur die sensationslust und bietet dem gewalttäter auch noch die wahrscheinlich gewünschte publicity.

Bei einem 'normalen' selbstmord geht diese pietät doch auch. Das geht es nur die betroffenen an. Als nebeneffekt liefert man nachahmern nicht noch die ideen frei haus.
Ein amoktäter ist doch geradezu auf aufmerksamkeit angewiesen. Wenn diese konsequent verweigert würde gäbe es schlagartig auch keine nachahmer mehr.
Nicht umsonst sind derartige gewaltorgien erst seit Columbine High so eskaliert. Haben die zwei spacken es doch in die weltweiten nachrichten geschaft. Kommt dann gleich der nächste: wenn ich abtrete will ich das auch so haben.
Die waffen sind dabei doch eher zweitrangig. Auch selbstgebaute molotovcocktails, morgensterne, pfeil und bogen und ähnliches reichen völlig aus. Man denke auch noch mal an den grössten amoklauf der jüngeren geschichte, der mit teppichmessern und grossen kerosinkanistern (auch als Boing 737 bekannt) ausgeführt wurde. Dem holländischen attentäter (==amokläufer) reichte auch ein auto zum angriff auf die königliche familie.

Also: waffendiskussion, ja, aber auf gleichem nenner und auch mal bei dingen die einen persönlich betreffen.
Henseleit: ich bin dagegen solche 'waffen' unregistriert in unkundige hände zu geben. Also demnächst gibst RIGID nur noch mit pilotenschein und polizeilichem führungszeugniss. :D
Jetcat: dito.
Auto: wird ab 150PS nur noch mit vorlage Gruppe A lizenz und dann auch noch nur noch ohne strassenzulassung ausgeliefert.

Wenn schon risikodiskussionen, dann schon auf dem selben level !
Es ist unter aller sau hobbies anderer leute als riskant und unnötig abzukanzeln und selbst solche zu betreiben. Auch unsere modelle erfüllen KEINEN zweck, sind also erst mal nutzlos und unnötig riskant (aus der sicht eines fremden).
In diesem sinne sind auch (sport/jagt)waffen zu sehen.

udogigahertz
23.09.2010, 23:58
Du verallgemeinerst leider wieder einmal. Sollte Dir entgangen sein, daß es auch Amerikaner gibt, die strengere Waffengesetze wünschen?
Servus
HansNein, das ist mir natürlich nicht entgangen, Hans, ich verfolge die entsprechenden Threads dort mit regem Interesse. Leider ist es dort jedoch so, dass die wenigen Amerikaner, die sich strengere Waffengesetze wünschen, fast regelmässig von einer erdrückenden Überzahl von Waffenbefürwortern regelrecht niedergebrüllt werden, die haben nicht den leisesten Hauch einer Chance, dort drüben Gehör zu finden, denn dort ist die Erlaubnis, privat Waffen zu tragen bzw. zu besitzen ein Grundrecht ihrer Verfassung.

Die Amerikaner sind (ganz im Gegensatz zu uns Deutschen) nicht obrigkeitshörig, die sind strikt gegen alle neuen Gesetze und Regularien, sieh auch den Aufschrei bei der Einführung einer rudimentären allgemeinen Krankenversicherung und da nun dieses Recht auf Waffenbesitz sogar in der Verfassung verankert ist, es andererseits aber immer wieder Bemühungen seitens des Staates gab (und gibt) dieses Recht einzuschränken, nicht zuletzt auch durch die diversen Massaker an Schulen oder Amokläufen irgendwo in den USA, lehnen die Amerikaner es strikt ab, sich ihrer verfassungsmässigen Rechte zu entledigen.
Die sehen das auch unter dem Gesichtspunkt, dass, fängt der Staat erstmal an, die Rechte der Bürger zu beschneiden, so könnte der in die Versuchung geraten, nirgendwo halt zu machen.

Wenn ich auch diese Waffenverrrücktheit der Amerikaner nicht teile, ja, das widert mich regelrecht an, wie die ihre Waffen teilweise verherrlichen, so muss ich doch den Amis gerade im letzten Punkt Recht geben: Fängt man erstmal an, bereitwilligst auf seine persönlichen Rechte zu verzichten, kann man nur schwer das Ende absehen.

Also erzähl mir bitte nichts über Amerika, die Amerikaner und deren Beklopptheit mit ihren privaten Waffen.


Wer bist Du eigentlich, daß Du Dir erdreisten willst, in mein Recht auf freie Meinungsäußerung einzugreifen? Hat Du Dich nicht durch ein Gelöbnis verpflichtet, für unsere freiheitlich demokratische Grundordnung einzustehen?
Erstens habe ich kein Gelöbnis abgelegt, sondern einen Eid geschworen und zweitens mache ich hier doch auch nur von meinem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch, dieses Recht, das du für dich in Anspruch nimmst, willst du anderen absprechen? Nach dem Motto: "Du kannst jede Meinung haben, wenn sie mit meiner Meinung übereinstimmt?"

Du scheinst ein sehr intoleranter Mensch zu sein, der abweichende Meinungen nicht akzeptieren kann.


Ich gratuliere Dir zu Deinem Weitblick, den Du mir absprichst.
Du hast den Sinn dieses Satzes nicht kapiert oder wolltest ihn nicht verstehen? Ich wollte damit lediglich darauf hinweisen, dass du anscheinend einer dieser Sensationsreiter bist, die immer nach so einer schrecklichen Tat ihre mahnende Stimme und den Zeigefinger erheben, aber niemals das tun, wenn gerade kein solches Ereignis durch die Nachrichten geisterte. Dann schweigt man schön stille, warum eigentlich?


a, das wäre mein Wunsch. Und zum Biathlon habe ich mich schon geäußert, bitte nachlesen, falls Du das noch nicht gemacht hast.
Aha, dann habe ich deine Intention doch richtig verstanden: Du willst also allen Ernstes hier bestimmte, auch olympische Sportarten verbieten? Sowas von Intoleranz und Verbohrtheit habe ich noch nicht erlebt! Ich bin regelrecht sprachlos!

Zur Erläuterung: Auch mir gefällt dieser komische Sport nicht, wo man das Skilanglaufen mit dem KK-Schießen kombiniert hat, das hat meiner Meinung nach rein militärische Wurzeln, das muss ich mal sagen, aber das gibt mir doch nicht das Recht, diesen Sport verbieten zu wollen! Ich sags nochmal: Du bist sehr intolerant, mein lieber Hans Schelshorn!

Von solchen Heilsverkündern, wie du einer zu sein scheinst, soll man weiten Abstand halten, denn die bringen nur Unglück, du meinst tatsächlich, durch staatliche Verbote könne man die Welt verbessern?

Kein Wunder, dass es mit Deutschland bergab geht, leider immer schneller und schneller ............


Ich finde Deinen Beitrag, milde ausgedrückt, stellenweise etwas dreist, lieber Udo.Das ist dein gutes Recht, das zu finden.

Weiterhin ist es dein gutes Recht, deine Meinung zu vertreten und ich würde mein Leben dafür einsetzen, das du das auch weiterhin darfst .......
allerdings solltest du den anderen, die deine Meinung nicht teilen, etwas mehr Toleranz und vor allem Diksussionsbereitschaft entgegenbringen, das vermisse ich an dir bis jetzt.

Mich erschüttert vor allen Dingen, das bis jetzt doch sehr sehr wenige Beiträge hier zu lesen waren, die -wie ich- gegen jede weitere Form von staatlicher Gängelung sind.

Aber andauernd jammern über Stuttgart 21, über die Boni der Real HypoEstate Manager usw. jedoch nichts dafür oder dagegen tun wollen.

Grüße
Udo

udogigahertz
24.09.2010, 00:04
Also: waffendiskussion, ja, aber auf gleichem nenner und auch mal bei dingen die einen persönlich betreffen.

Wenn schon risikodiskussionen, dann schon auf dem selben level !
Es ist unter aller sau hobbies anderer leute als riskant und unnötig abzukanzeln und selbst solche zu betreiben. Auch unsere modelle erfüllen KEINEN zweck, sind also erst mal nutzlos und unnötig riskant (aus der sicht eines fremden).
In diesem sinne sind auch (sport/jagt)waffen zu sehen.
Genau, volle Zustimmung (es gibt Hoffnung ;))


Grüße
Udo

PeterD
24.09.2010, 00:10
Von solchen Heilsverkündern, wie du einer zu sein scheinst, soll man weiten Abstand halten, denn die bringen nur Unglück, du meinst tatsächlich, durch staatliche Verbote könne man die Welt verbessern?

Hier das ganze unheil des Pazifismus-Extremus mal auf den punkt gebracht:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33346/1.html

Man könnte diesen erguss von Jeff McMahan ja noch wenigstens als ironische überspitzung auf die mittlerweise recht militant/religiösen vegetarier ansehen, der aufzeigt wohin die letztliche konsequenz ihrer ansichten führen würde.
Es geht zwar im artikel vordergründig um fleischliche ernährung, aber die gleichsetzung carnivore==mörder rückt das ganze in die geistige nähe zur diskussion waffenbesitzer==mörder.

udogigahertz
24.09.2010, 00:17
Man könnte diesen erguss von Jeff McMahan ja noch wenigstens als ironische überspitzung auf die mittlerweise recht militant/religiösen vegetarier ansehen, der aufzeigt wohin die letztliche konsequenz ihrer ansichten führen würde.
Es geht zwar im artikel vordergründig um fleischliche ernährung, aber die gleichsetzung carnivore==mörder rückt das ganze in die geistige nähe zur diskussion waffenbesitzer==mörder.
Ich kann jetzt nicht für Hans Schelshorn sprechen, aber ich glaube nicht, dass er so weit gehen würde, jeden Waffenbesitzer als Mörder zu sehen ..... obwohl, mich als Soldat darf man ja auch ungestraft "Mörder" nennen, obwohl ich mit meinem Leben dafür einstehen muss, dass man eben dieses über uns Soldaten ungestraft sagen können darf. Paradox. Ist aber in Ordnung, da wir in einer Demokratie leben, da muss man auch abweichende Meinungen zur Kenntnis nehmen und tolerieren .... man muss sich diese abweichenden Meinungen aber deshalb nicht zu eigen machen, darf durchaus auch dagegen sein, aber das können einige zur Intoleranz neigende Herrschaften partout nicht verstehen, leider.

Grüße
Udo

cyblord
24.09.2010, 00:38
obwohl, mich als Soldat darf man ja auch ungestraft "Mörder" nennen, obwohl ich mit meinem Leben dafür einstehen muss, dass man eben dieses über uns Soldaten ungestraft sagen können darf.

Mach dir nichts draus. Veganer nennen Nicht-Veganer auch Mörder. Dabei ist es doch ganz einfach, im BGB steht genau wann wer ein Mörder ist. Alles andere ist quatsch. Man kann Begriffe nicht einfach austauschen, wies einem gefällt.
Die Amis sind da übrigens ehrlich, im Totenschein nach einer Hinrichtung steht da: "homicide" (Ermordung, Mord, Totschlag, Tötung, Tötungsdelikt).

Frei nach Voltaire (der das wohl doch nie gesagt hat): "Ich hasse deine Meinung, aber ich würde dafür sterben dass du sie sagen darfst".
So muss man das wohl sehen.

gruß cyblord

Roter Baron II
24.09.2010, 10:28
Hallo,
nur eine kleine Anmerkung, Biathlon hat seine Wurzeln nicht im militärischen Bereich, sondern kommt aus den Nordischen Ländern, wie Schweden ,Finnland Norwegen, Rußland,und kommt von der Jagd.

Gruß Christian

Matthias_E.
24.09.2010, 12:24
Laut Michael Moore macht den kanadischen unterschied die medien aus.
In Kanada sind gewalttaten keine nachrichten. Das geht nämlich nur die beteiligten/betroffenen an. Das breittreten in den medien wie in den USA (und leider auch mittlerweise hier) bedient nur die sensationslust und bietet dem gewalttäter auch noch die wahrscheinlich gewünschte publicity.

Bei einem 'normalen' selbstmord geht diese pietät doch auch. Das geht es nur die betroffenen an. Als nebeneffekt liefert man nachahmern nicht noch die ideen frei haus.
Ein amoktäter ist doch geradezu auf aufmerksamkeit angewiesen. Wenn diese konsequent verweigert würde gäbe es schlagartig auch keine nachahmer mehr.
Nicht umsonst sind derartige gewaltorgien erst seit Columbine High so eskaliert. Haben die zwei spacken es doch in die weltweiten nachrichten geschaft. Kommt dann gleich der nächste: wenn ich abtrete will ich das auch so haben.
Die waffen sind dabei doch eher zweitrangig. Auch selbstgebaute molotovcocktails, morgensterne, pfeil und bogen und ähnliches reichen völlig aus. Man denke auch noch mal an den grössten amoklauf der jüngeren geschichte, der mit teppichmessern und grossen kerosinkanistern (auch als Boing 737 bekannt) ausgeführt wurde. Dem holländischen attentäter (==amokläufer) reichte auch ein auto zum angriff auf die königliche familie.

Also: waffendiskussion, ja, aber auf gleichem nenner und auch mal bei dingen die einen persönlich betreffen.
Henseleit: ich bin dagegen solche 'waffen' unregistriert in unkundige hände zu geben. Also demnächst gibst RIGID nur noch mit pilotenschein und polizeilichem führungszeugniss. :D
Jetcat: dito.
Auto: wird ab 150PS nur noch mit vorlage Gruppe A lizenz und dann auch noch nur noch ohne strassenzulassung ausgeliefert.

Wenn schon risikodiskussionen, dann schon auf dem selben level !
Es ist unter aller sau hobbies anderer leute als riskant und unnötig abzukanzeln und selbst solche zu betreiben. Auch unsere modelle erfüllen KEINEN zweck, sind also erst mal nutzlos und unnötig riskant (aus der sicht eines fremden).
In diesem sinne sind auch (sport/jagt)waffen zu sehen.

Dem stimme ich zu 100% zu.
Besser kann man das nicht zusammenfassen.
Gruß
Hias

Hans Schelshorn
24.09.2010, 12:36
Das Thema vom McMahan habe ich mal überflogen. Der Herr unterliegt einem ganz fundamentalem Irrtum. Wir sind als Homo Sapiens eine von Millionen Spezies auf diesem Planeten. Meine Meinung ist, daß sich keine einzelne Spezies, auch nicht der Mensch, anmaßen darf zu entscheiden, was Leid ist und was an Leid in der Welt zugelassen werden darf. Und dann einzelne oder ganze Gruppen von Tier- oder Pflanzenarten auszurotten.

Ich leide z.B. momentan auch sehr unter völlig haltlosen und unrichtigen Vorwürfen eines einzelnen Herrn hier, der mir ständig die Worte in der Tastatur umdreht. Ich würde aber nicht so weit gehen und dessen Ableben zu verlangen. Er soll bitte weiter erfolgreich für seine und meine Meinungsfreiheit kämpfen.

Im übrigen dürfte mittlerweile bekannt sein, daß ich Vegetarier bin. Meine Motivation ist nicht, die ganze Menscheit zu Vegetariern zu bekehren. Ich ernähre mich fleischlos, weil ich nicht schuld sein will am Leid der Tiere, das durch die rücksichtslose Ausbeutung unserer Mitgeschöpfe durch den Menschen geschieht. Ich akzeptiere aber, daß sich die überwiegende Mehrheit den Fleischgenuss nicht nehmen läßt.

Ich akzeptiere auch den Schießsport als Hobby. Das geht aber auch mit Luftdruck. Ich würde auch Sportschießen mit Feuerwaffen akzeptieren. Aber die Waffen haben bei den einzelnen Schützen zu Hause nichts verloren. Leider gibt's noch keine praktikable Umsetzung dieses Wunsches. Das könnten die Schützenvereine in eigenem Interesse mal angehen anstatt immer nur auf ihre Freiheitsrechte zu pochen und sich mit großem Aufschrei gegen Alles zu wehren.

Wo ist jetzt hier die Intoleranz?

Servus
Hans

udogigahertz
24.09.2010, 12:54
Wo ist jetzt hier die Intoleranz?
Servus
Hans
Die Intoleranz liegt ganz klar bei dir, Hans. Du willst anderen die Ausübung ihres Sportes, ihrer Freizeitbeschäftigung einschränken, verbieten, regulieren lassen, weil dir diese Freizeitbeschäftigungen nicht gefallen und du darin ein Übel dieser Welt siehst ........ auch ich bin kein Sportschütze (mir reichen die Schießübungen bei der Bundeswehr, insbesondere das Gefechtsschießen zur Vorbereitung meines Afghanistan-Einsatzes, mit Schussweste, Gefechtshelm, Gewehr und entsicherter Pistole am Halfter, mehr brauch ich nicht, schon gar nicht in meiner Freizeit), deshalb würde es mir doch im Traum nicht einfallen, anderen ihren Spass an ihrer Freizeitbeschäftigung zu verwehren, das gleiche gilt für alle anderen Sportarten, die "gesellschaftlich kostenträchtig" sind, wie z. B. das Fahren schneller Motorräder. Ist nicht mein Ding, aber ich würde niemals auf den Gedanken kommen, anderen dieses zu verbieten.

Toleranz ist, wenn man anderen ihren Willen lässt (sofern dadurch nicht eigene Rechte eingeschränkt werden).

Grüße
Udo

thomasr
24.09.2010, 14:06
Die Freiheit wird hier hoch aufgehangen, was ich gut finde.
Wenn ich das richtig sehe, hat aber keiner auch nur ein Wort zu den kleinen verloren, die mit Plastik MG durch die Einkaufsstraße ballern. Gelingt es gesellschaftlich die Blickrichtung zu ändern, sind Dinge möglich von denen heute niemand zu träumen wagt.
Hier geht es nicht um wer muss was wie regeln, sondern um was kann ich tun. Damit ist dann auch Ich Schützenbruder, Ich Jäger, Ich Sportschütze gemeint, aber auch ich als Vater, Mutter, oder Onkel. Ich sag's euch, Schusswaffen sind nicht gut! Wenn das allgemein durch ist, haben verantwortliche Sportschützen ganz schnell überhaupt kein Problem mehr damit Ihre Waffen und Munition zentral zu sichern. Frag jetzt blos keiner wie das denn wohl gehen soll. Wer 69 zum Mond geflogen ist, kann auch sowas regeln wenn er nur will. Das gilt für alles was damit zu tun hat.
Gruß
Thomas

Hans Schelshorn
24.09.2010, 14:12
...
Wenn ich das richtig sehe, hat aber keiner auch nur ein Wort zu den kleinen verloren, die mit Plastik MG durch die Einkaufsstraße ballern. ...
Dann solltest Du bitte nochmal bei Post 33 und 34 nachschauen ...
Gut, geht nicht um Einkaufsstraßen, ist aber sonst genau Dein Thema.
Ich frage mich langsam, warum hier nur gschrieben, aber nicht gelesen wird. Da wird das nix mit einer Diskussion.

Servus
Hans

Wilhermine
24.09.2010, 15:10
Moin,

kein plan ob das hier schon geschrieben wurde, aber mich kotzt diese sinnlose Waffengesetzscheiße sowas von an....

wer rumballern möchte...soll das doch machen, wer mit seiner "zimmerflak" auf Pappscheiben ballerm möchte...bitte...soll der doch!

ABER

warum müssen die ganzen freizeitrambos, mit ihren bleispritzen durch die gegend fahren?! warum kann man nicht einfach die waffen nach benutzung im schützenverein in den tresor legen (dieser ist natürlich ein hochsicherheitstresor, mit alarmanalge etc. kein plan, was heute alles so möglich ist!). am nächsten tag, kommt der waffenwart und gibt den besitzern wieder ihre knispen zum rumballern.
beim bund ist es doch genauso...ich komme nimmer auf den spruch, aber "3 schuß gezählt, 3schuß empfangen"blabla...

wenn jetzt ein waffenschein inhaber mit geladener waffe rumläuft ok...braucht er das vielleicht, aber ein waffenbesitzkarten inhaber, der hat doch keinen grund, das teil im nachtschrank zu haben.

sicher, der spaß wird teurer, sicherheitsdienst liefert neu gekaufte waffen direkt zum vereinstresor, ein sicherheitsdienst bringt die waffen vom verein zum turnier....aber immer noch billiger als hinterher die ganzen opfer entschädigen zu müssen.

es wäre doch sooo einfach!

Jo

P.S.: In Australien ist es eben so, keine Waffe außerhalb der Schützenkeller! Der letzte Amoklauf war soweit ich weiß 1996 oder 1998..danach wurde das waffengesetzt drastisch verändert....

MarkusN
24.09.2010, 15:28
Der letzte Amoklauf war soweit ich weiß 1996 oder 1998.
Dafür aber drive-by Shootings in neuralgischen Quartieren alle paar Wochen. Glaube nicht, dass sich Australien als Beispiel dafür eignet, wie gut Waffenkontrolle funktioniert.

Wenn Amok dort selten ist, dann hat das wohl eher mit dem ziemlich "laid-back" Style zu tun, mit dem Australier im allgemeinen das Leben angehen.

Das ist auch das Problem, das ich damit habe, wenn auf Amok und ähnliche Zwischenfälle mit Kontrolle reagiert wird.
Solche Vorfälle sind extreme Ausbrüche von Menschen, die keinen Ausweg mehr aus ihrer Situation sehen. Die sind eher Ausdruck von wildem um sich Beissen eines "Tiers", das man in die Ecke drängt. Ob man die Situation jetzt wirklich verbessert, wenn man noch ein paar Wände mehr baut, an denen sich das "Tier" in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt sieht?

Das Hauptproblem ist doch: Warum sieht ein Mensch plötzlich solches Verhalten als eine erfolgversprechende Strategie an? (Wie verquer auch immer "Erfolg" dann verstanden wird.) Die Mittelbeschaffung, diese Strategie dann umzusetzen, beeinflusst die Sache zwar auch, ist aber angesichts des Grundproblems eher nebensächlich.

udogigahertz
24.09.2010, 15:34
Das Hauptproblem ist doch: Warum sieht ein Mensch plötzlich solches Verhalten als eine Erfolgversprechende Strategie an? Weil er dadurch bzw. damit anderen Leuten seinen Willen aufzwingen kann, ein wohl eher psychisches Problem, sollte er (wer immer das ist) damit durchkommen dann kann er er sich befriedigt zurücklehnen und denken: "Na, denen hab ichs aber gezeigt, was?" Für einen winzigen Moment im Leben kann sich so ein Durchschnittsmensch mal "groß" fühlen.
Besser wird die Welt dadurch nicht, nur immer ärmer an Freiheit und reicher an Vorschriften.

Grüße
Udo

MarkusN
24.09.2010, 15:41
Weil er dadurch bzw. damit anderen Leuten seinen Willen aufzwingen kannDas allein ist es aber nicht. Es ist immer Todeswunsch dabei. Eigentlich ist Amok eine Form von erweitertem Suizid. Erweitert in diesem Fall aus Rachegelüsten. ("Ihr habt mir das Leben zur Hölle gemacht, mit meinem Abgang räche ich mich an euch!")
Und hier ist doch der Kern: Warum sieht der Mensch keine Perspektive mehr in seinem Leben, will gehen? (Wenn möglich "with a bang".)

Carlos1
24.09.2010, 15:45
Ich war in meiner Jugend "Waffennarr". Bin dann in einen Schießsportverein gegangen und dann so langsam vom Waffennarr zum Sportschützen geworden (Kurzwaffen). Schießsport ist ein ganz ruhiger Konzentrationssport, hat nichts mit Ballerei zu tun, ich glaube, die meisten Leute haben da ganz falsche Vorstellungen.
Ich habe mir z.B. Maßgriffschalen "geschnitzt" und Großkalibermunition selbst hergestellt (wiedergeladen), ähnlich getüftelt und gebastelt wie beim Modellbau. Wer vom Verein (Polizeisportverein) eine Befürwortung für eine Waffenerwerbserlaubnis haben wollte, musste schon eine längere Zeit aktiv dabei sein und gewisse Ringzahlen erreichen. Wer da hin kam und schon gleich am Anfang fragte, wann er eine eigene Waffe kriegen kann oder sonst unseriös wirkte, hatte keine Chance.
Irgendwann geht es nur noch um Ergebnisse (Ringzahlen) und Meisterschaften wie bei jedem anderen Sport. Es gibt viele verschiedene Disziplinen, die der Unkundige genauso wenig kennt wie die vielen Disziplinen beim Modellflug. Zu sagen, es reicht doch, mit Luftdruckwaffen zu schießen wäre so ähnlich wie zu sagen, es reicht doch, mit Seglern bis 1 kg zu fliegen, weil fliegen ist doch fliegen und die sind nicht so gefährlich wie große Modelle und Motormodelle.
Waffen und Munition nach jeden Schießen abgeben zu sollen, ist nicht praktikabel! Könntet ihr euch vorstellen, eure Modelle nach jedem Fliegen bei der Polizei abzugeben und beim nächsten Mal da wieder abzuholen?
Ich habe das Schießen vor 20 Jahren wegen Zeitmangel (Familiengründung) und Umzug aufgegeben, habe die Waffen aber noch. Die sind sicher untergebracht. Zum Teil sind es für mich Erinnerungsstücke, evtl. will ich aber den Schießsport auch mal wieder aufnehmen.
Ich wollte meinen Söhnen die Waffen mal zeigen, um den Reiz des Unerreichbaren zu nehmen. Das hat sie gar nicht interessiert. Um so besser! Dagegen wurde bei dem großen in der Schule mal ein Prospekt (!) von Soft-Air Waffen (?) gefunden. Darauf hin sollte ich gleich zum Direktor kommen, das ist doch lächerlich!
Wenn mal was passiert mit Waffen, geht die Diskussion immer wieder los. Aber man sollte das Problem im Vergleich mit anderen Gefahren sehen. Wieviel Menschen kommen eigentlich jährlich ums Leben, weil wir uns die Freiheit erhalten wollen, auf Autobahnen unbegrenzt schnell zu fahren?

MarkusN
24.09.2010, 15:54
Waffen und Munition nach jeden Schießen abgeben zu sollen, ist nicht praktikabel! Könntet ihr euch vorstellen, eure Modelle nach jedem Fliegen bei der Polizei abzugeben und beim nächsten Mal da wieder abzuholen? Komische Argumentation, ehrlich gesagt.

Mein bevorzugtes Sportgerät steht z.B. auf dem Segelflugplatz in einem Spindelberger Hänger und muss vor dem Gebrauch jeweils aufgerüstet werden. Praktischerweise steht es aber schon da, von wo ich starten werde.

Diese Situation ist durchaus vergleichbar mit der Sportwaffe im Schiessstand; bloss weil hier das "nach Hause Nehmen" nicht praktikabel wäre, fällt es niemandem auf.

Tobi_F3A
24.09.2010, 16:06
Die Lagerung am Schießstand ist nicht ohne.
Die Stände sind meist ausserhalb, zwangsläufig. Schlecht zu sichern, nur mit hohen Kosten, und wenn doch eingebrochen wird, gleich viele Waffen weg.

Ich bin selber WBK Waffensammler (Ordonnanzwaffen Dt.Reich) und einigermassen regelmäßig damit auf Wettbewerb. Der Umgang damit wurde mir während meiner Bw-Dienstzeit vermittelt, und alles ist vorschriftmäßig gelagert.

Wer lagert 200ltr. Faß Methanol für Modellmotor in Garage?

Legale, reg. Waffen sind kein Problem. Und wer illegal Waffe haben will, interessiert das ohnehin nicht.

MarkusN
24.09.2010, 16:10
Legale, reg. Waffen sind kein Problem. Und wer illegal Waffe haben will, interessiert das ohnehin nicht.
Jein. Gerade im Fall Amok liegt der Fall etwas anders. Die Täter sind normalerweise ins "System" integriert (auch wenn sie daran leiden), haben nicht typische kriminelle Energie. Da kann die einfache Zugänglichkeit des Mittels zumindest die Wahl der Methode schon beeinflussen.

Das mit dem abgelegenen, schwierig zu sichernden Schiesstand hat natürlich was.

Carlos1
24.09.2010, 16:39
Nee, lagern im Schießstand geht gar nicht. Die Hütten sind so schon beliebtes Ziel von Einbrechern.
Wer eine Waffe haben will, sollte schon auf stabilen Geisteszustand untersucht werden und die sichere Aufbewahrung sollte sichergestellt sein. Ich meine, mit dem "Restrisiko" muss die Allgemeinheit leben, genauso wie mit tausend anderen "Restrisiken".

zettl57
24.09.2010, 19:49
Lasst doch bitte mal diese schwachsinnigen Vergleiche mit Modellspielzeug
usw. weg.

Wäre es wirklich so schlimm, wenn wir in einer immer noch vergleichsweise
zivilisierten Gesellschaft auf solches Teufelszeug verzichten würden?

Dass der Mensch schiesst und nicht die Waffe, ist schon klar, aber hat sich
die Waffe selber gebaut?

Es ist deprimierend, dass man sowas überhaupt argumentieren muss.

Wedoka
24.09.2010, 21:36
[QUOTE=Wäre es wirklich so schlimm, wenn wir in einer immer noch vergleichsweise zivilisierten Gesellschaft auf solches Teufelszeug verzichten würden?
[/QUOTE]

Finde Dich damit ab,wir Menschen haben die Waffen erfunden, weiter entwickelt und werden diese noch weiter perfektionieren. Waffen wird es bis zum Ende der Menschheit geben.
Und kein Gesetz der Welt wird dies ändern.

Matthias_E.
25.09.2010, 04:04
Lasst doch bitte mal diese schwachsinnigen Vergleiche mit Modellspielzeug
usw. weg.
...
Diese Vergleiche sind nicht schwachsinnig sondern treffen es genau auf den Punkt.
Genau die die hier ein Waffenverbot fordern sind die die am lautesten schreien würden wenn man ihnen ihre Modelle wegnehmen würden.
Beides sind Hobbys, beides für aussenstehende sinnlos.
Gruß
Hias

MGS
25.09.2010, 09:26
Diese Vergleiche sind nicht schwachsinnig sondern treffen es genau auf den Punkt.
...
Beides sind Hobbys, beides für aussenstehende sinnlos.

Eben nicht. Es besteht ein deutlicher Unterschied im originären Verwendungszweck einer Waffe und eines Modellflugzeugs oder eines anderen Hobbygerätes. Diesen Sinn läßt Du völlig außerer Acht in dem Du nur den einen Aspekt "Hobby" betrachtest. Das ist so, als ob Du einen Autovergleich nur unter dem Aspekt Farbe durchführen würdest.
Vergleicht man hingegen die originären Verwendungszwecke einer Waffe und eines Modellflugzeuges, dann muss man nicht nur die Augen zudrücken um die Unterschiede der beiden nicht zu sehen...

MfG Martin

Wilhermine
25.09.2010, 12:38
Moin,

ich frage mich, warum ist es nicht praktikabel, Waffen nach Benutzung abzugeben und zentral zu lagern? Ist es nicht sowieso, dass man mit einer WBK die Waffe nur besitzen, aber nicht führen darf? "Richtige" Waffenscheine gibt es doch praktisch garnicht in Deutschland oder? Jäger, Polizisten etc. ausgenommen.

Abgelegene Schützenvereine, daran hab ich auch gedacht, aber ich denke hier nicht an einen 0/8/15 Gewehrschrank sondern eher an einen "Tresorraum". Natürlich mit Alarmanlage und direktem Link zur Staatsgewalt etc.!
Ich habe keine Ahnung von Sicherheitstechnik, aber sowas sollte doch problemlos zu machen sein.
Klar, billig ist das nicht...aber das muß es ja auch nicht sein, der Staat würde sicher was zuschießen, wenn man überlegt, die Kontrollen der Privathaushalte fällt weg und es müssen nur noch definierte Vereine angeschaut werden.

Es gibt keinen Grund, warum Privatmenschen ne Waffe im Nachtschrank haben müssen.

Wenn wir die letzten "großen" Amokläufe in Deutschland betrachten, Erfurt, Winnenden, Lörrach. Hier wurden ausschießlich "Sport"Waffen benutzt. Entweder auf dem Keller genommen, vom Vater aus der Schublade oder einfach selsbt ein SPortschütze. Wäre es so ausgeartet, hätten z.B. Herr Steinhäuser seine Waffe auf dem Schwarzmarkt hätte kaufen müssen, hätte er genug Geld gehabt sich Waffe UND !!!300!!! Schuß Munition zu kaufen? Selbst wenn, wäre es nicht ungleich schwerer gewesen?!? Gleiches mit Winnenden, vielleicht wären diese armen Seelen auf andere Waffen umgestiegen...Messer...ich bin mir sicher, die Zahl der Toten wäre deutlich geringer gewesen. Auch wären deutlich weniger Ordnungshüter beim Psychologen gelandet (kein normaler Mensch übersteht es, einen anderen mit 17Kugel zu durchlöchern), keine traumatisierten Eltern, keine Kinder mit PTBS etc.

Wie auch immer, ginge es nach mir, würden außer Sicherheitsdiensten, Polizisten und gefährdeten Personen kein Mensch eine legale Waffe auf der Strasse spazieren fahren.

Grüße

Jo

Gast_32089
25.09.2010, 16:12
"...Es gibt keinen Grund, warum Privatmenschen ne Waffe im Nachtschrank haben müssen..."

Doch, es gibt einen: A N G S T

plastikmann
25.09.2010, 16:46
Genau die die hier ein Waffenverbot fordern sind die die am lautesten ...

... Hobbys ... für aussenstehende sinnlos.


Wieviele sind denn grad mal hier auch Sportschützen, häh ?

Hier labern doch Leute mit die einfach mal nix damit zu tun haben... eigentlich.




"...Es gibt keinen Grund, warum Privatmenschen ne Waffe im Nachtschrank haben müssen..."

Doch, es gibt einen: A N G S T

Nonsens. Das meint man zwar, wenn man aber mal in sich geht, merkt man schnell, dass man eh nicht abzieht, wenns soweit ist.

Es gibt keinen Grund.

@Jo, brauchts noch nichtmal, wie schon beschrieben - ne Waffe kann jeder daheim hängen haben, den Verschluss darf er nur nicht besitzen. Im Übrigen mit der WBK... richtig.

Wedoka
25.09.2010, 17:07
Hier labern doch Leute mit die einfach mal nix damit zu tun haben... eigentlich.

Das nennt man das RECHT auf MEINUNGSFREIHEIT.

plastikmann
25.09.2010, 17:16
Ich nenne Stammtischgeplapper - ist ja auch meinungsfrei.

Ich sag euch, dass die wenigsten Sportschützen eine funktionstüchtige Waffe zuhause haben wollen. Und keiner wills hör´n ;)

Wer hat ne Waffe zuhause, wer hat denn überhaupt AHnung davon, was es bedeutet und welche Regularien zu erfüllen sind und vor allem, wie diese umgesetzt werden ?

So jetzt aber schnell mal göögeln damit man wieder was antworten kann :D

Gast_32089
25.09.2010, 18:01
"...Nonsens. Das meint man zwar, wenn man aber mal in sich geht, merkt man schnell, dass man eh nicht abzieht, wenns soweit ist..."

Wer ist denn man?
Nonsens? Das ist Deine Meinung.

"Wieviele sind denn grad mal hier auch Sportschützen, häh ? Hier labern doch Leute mit die einfach mal nix damit zu tun haben... eigentlich..."

Um meine Meinung zu äußern, brauch ich kein Sportschütze zu sein, da reicht mein Recht auf freie Meinungsäußerung.

plastikmann
25.09.2010, 18:16
Ja, dann macht euch eben die Säckel weiter voll, ganz meinungsfrei natürlich.

Mit man meine ich z.B. Dich. Ich gebe dir eine durchgeladene Waffe in die Hand, setze sie dir an mir sogar an und bitte durchzuziehen - du wirst es nicht machen, und die Sekunde, die zum Überlegen brauchst reicht dich wieder zu entwaffnen und unschädlich zu machen ;)

Mensch ich sag doch nur, dann eben mal deutlich, die Waffe auf dem Bettschränkchen ist Unsinn weil sie maximal das Gefühl gibt, mehr nicht - der böse schwarze Mann der nachts ins Schlafzimmer kommt ist vorbereitet auf das was kommt, der im Bett nicht - also kein Sinn und Zweck für eine Waffe, die man übrigens auch erstmal einsetzen können muss

Wedoka
25.09.2010, 18:19
Ich nenne Stammtischgeplapper - ist ja auch meinungsfrei.

Ja wenn ich in einen Forum einen Fred öffne, hoffe ich ,das Meinungen
dazu geschrieben werden.
Und das da die eine oder andere Meinung anders ausfällt als erwartet ist doch auch klar.:rolleyes:

Hans Schelshorn
25.09.2010, 18:41
...
Es gibt viele verschiedene Disziplinen, die der Unkundige genauso wenig kennt wie die vielen Disziplinen beim Modellflug. Zu sagen, es reicht doch, mit Luftdruckwaffen zu schießen wäre so ähnlich wie zu sagen, es reicht doch, mit Seglern bis 1 kg zu fliegen, weil fliegen ist doch fliegen und die sind nicht so gefährlich wie große Modelle und Motormodelle.
...
Das mit den verschiedenen Disziplinen ist ein Argument, das ich so noch nicht betrachtet habe. Man lernt eben täglich dazu. Hier ist auch der Vergleich mit dem Modellflug zulässig, weil er verdeutlicht, was gemeint ist. Danke für den Hinweis, Carlos1.

Allerdings gibt es bei beiden Sportarten Disziplinen, die verboten sind. Es dürfen keine automatischen Waffen im Sport verwendet werden, und bei den Modellfliegern sind es die Pulso-Antriebe, die dank ihrer Geräuschentwicklung in Deutschland legal nur mit Sondergenehmigung zu betreiben sind. Das gilt auch für Speedflug mit Modelljets, weil die zu schnell sind. Diese Einschränkungen sind allgemein akzeptiert.


...
Waffen und Munition nach jeden Schießen abgeben zu sollen, ist nicht praktikabel! Könntet ihr euch vorstellen, eure Modelle nach jedem Fliegen bei der Polizei abzugeben und beim nächsten Mal da wieder abzuholen?
...

...
Beides sind Hobbys, beides für aussenstehende sinnlos.
Gruß
Hias
Hier betrachte ich den Vergleich mit dem Modellflug als nicht korrekt. Es ist müßig, immer wieder das unterschiedliche Gefährdungspotential erläutern zu sollen. Wer mit Modellflug nichts zu tun haben und der Gefahr aus dem Weg gehen will, der geht einfach nicht hin. Haben Amok-Opfer diese Möglichkeit?


...
Wieviel Menschen kommen eigentlich jährlich ums Leben, weil wir uns die Freiheit erhalten wollen, auf Autobahnen unbegrenzt schnell zu fahren?
Erstaunlich wenig, wenn man die Anzahl der beteiligten Personen und der gefahrenen Kilometer berücksichtigt. Und daß Geschwindigkeit nicht alleine schuld ist, zeigt der Vergleich mit Landstraßen und Ortschaften. Dort sterben pro gefahrenem Kilometer mehr Verkehrsteilnehmer als auf der Autobahn. Der Vergleich mit Verkehrsmitteln hinkt auch. Auf Logistik und Mobilität ist unsere Wirtschaft angewiesen. Und einen tödlichen Schädelbruch kann man sich auch als Fußgänger holen.

Servus
Hans

Gast_25279
25.09.2010, 20:51
In einem Punkt hinkt der Vergleich mit Autos, Modellflugzeugen, Messern etc:

Schußwaffen sind dazu gebaut, Lebewesen zu verletzen oder zu töten. Es gibt keine andere Anwendung. Scheibenschießen ist vom Ursprung her nur eine Trainingsmethode. Ebenso hat Biathlon einen militärischen Ursprung, keinen kompetetiven. Und dann gibt es noch Leute, die zum Spaß bewaffnet durch den Wald ziehen um Gottes Schöpung umzunieten, man nennt sie auch Hobbyjäger. Das sollte echt verboten werden, dafür gibt es Förster, die das professionell und nicht zum Vergnügen machen.

Man könnte den Schießsport als zumindest unpädagogisch bezeichnen. Jedenfalls gibt es keine wirklich sinnvolle Anwendung von Schußwaffen für eine Privatperson.

Gesetzliche Verbote sind mit Vorsicht zu genießen. Wer will, wird sich immer irgendwo eine Waffe besorgen können. Aber man muß die Verfügbarkeit ja nicht mit Schützenvereinen fördern. Man kann ja auch Bowling oder Dart spielen. Will den Amokläufer sehen :D

grüße Alex

Wedoka
25.09.2010, 22:54
sind dazu gebaut[/U], Lebewesen zu verletzen oder zu töten.
grüße Alex

Da muß ich Dir Recht geben, nur war das vor, was weiß der Geier vor wieviel
Millionen von Jahren, und der Drang zu essen und zu überleben.

Daraus hat sich nun mal unter anderen der Schießsport entwickelt.
Jeder soll seine Freizeit gestalten wie Er mag.Und nicht alles verbieten wollen.
Gleiches Recht für alle.

BOcnc
26.09.2010, 08:07
"...Es gibt keinen Grund, warum Privatmenschen ne Waffe im Nachtschrank haben müssen..."

Doch, es gibt einen: A N G S T

Es gibt auch keinen Grund das einer ein Modellflugzeug braucht oder zum Spaß Motorad fährt. Auch hier passieren tötliche Unfälle.

Zur Erinnerung: Es gab diese Jahr mindestens einen toten Zuschauer beim Modellflug.

Es ist leider so das jeder nur sein Hobby gut findet und sich häufig über Hobbys von anderen aufregen weil sie daran kein Intresse haben.

Und es gibt auch genug Leute die gegen den Modellflug sind. Hätten die dann nicht das gleiche Recht zu fordern das es viel mehr Einschränkungen gibt oder verboten wird?

Genau so ist es das viele Panik bekommen wenn es mal wieder eine spezielle Grippewelle gibt. Das aber an der ganz normalen Gippe viel mehr Menschen sterben interessiert niemanden. Genauso ist es auch mit den Waffen.

Wer mitredet sollte sich zuerst mal das Waffengesetz ansehen.
Und es werden so weit ich weis weniger als 10% Straftaten mit registieren Waffen begangen.


Gruß
Werner

MarkusN
26.09.2010, 08:51
Du vermischst Selbstverteidigungswaffen und Sportwaffen. Ersteren Irrsinn halten in Europa die wenigsten für nötig; das ist amerikanische Paranoia. (Und wie die Statistik zeigt, eine sehr trügerische Sicherheit. Wer Schusswaffen zum Schutz im Haushalt hat, hat eine höhere Wahrscheinlichkeit durch Schusswaffen verletzt oder getötet zu werden als der, der auf diesen "Schutz" verzichtet.)

BOcnc
26.09.2010, 08:59
Wenn wir auf Modellflug verzichten haben wir auch weniger Tote und Verletzte.

Bei mir als Zuschauer ist auch schon mal eine 3m Maschine ca 1,5m vor mir eingeschlagen. Gerade noch mal Glück gehabt.

Ausserdem bekommt man keinen Waffenschein um sich im privaten Haushalt eine Waffe zu kaufen.

Ich denke das unsere Meinung zu Waffen wahrscheinlich damit zu tun hat das wir uns öfters Krimis anschauen. Was meinst Du was los wäre wenn wir einmal in der Woche im Bilderradio sehen das einer mit dem Modellflugzeug im Film zu schaden kommt.

Dieter Obert
26.09.2010, 09:35
Man könnte den Schießsport als zumindest unpädagogisch bezeichnen. Jedenfalls gibt es keine wirklich sinnvolle Anwendung von Schußwaffen für eine Privatperson.
grüße Alex

Hi,
wollte mich als Sportschütze aus dieser letztlich emotional verlaufenden Diskusion heraushalten aber gerade der Schießsport verlangt ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Konzentration, was von den Trainern vermittelt werden muß.
Für den Laien: Im Schießsport kann ein verpatzter Start im Wettkampf nicht wieder aufgeholt werden.
Genau dieses konzentrieren auf eine Sache von Anfang bis Ende an, halte ich gerade bei Jugendlichen für pädagogisch wertvoll.

Auch so Äußerungen wie: die wollen doch alle nur eine t.. Waffe im Hause haben, ist eine pauschale Verurteilung.

Eines muß ich allerdings zugeben, ein Sportschütze lernt treffen.

Gruß Dieter

Roter Baron II
26.09.2010, 11:50
Hallo,
bei allen Vorkommnissen im Zusammenhang mit Schusswaffen, darin eingerechnet sind auch Schreckschusswaffen, Anscheinswaffen und Wasserpistolen, entfallen

0,4% auf Sportwaffen
1,2% auf Jagdwaffen

der Rest betrifft die Polizei die Behörden die Bundeswehr

und illegale Waffen.

Und bevor ihr weiter Wirtshauspolitik betreibt, lest euch das deutsche Waffenrecht und seine Ausführungsverordnungen durch, das immer wieder für 1,6% legaler Waffenbesitzer verschärft werden muß!!
Es wäre interessant zu hören, was ein Modellfliger sagen würde, wenn das Ordnungsamt das Recht bekäme, zu jeder Tages und Nachtzeit, unangemeldet den ordnungsgemäßen Zustand seiner Modelle prüfen zu können.
Ich bin auch Sportschütze, und habe keine Waffe im Nachtschrank.
Sollte ich einmal nachts wach werden und der Einbrecher sitz auf meinem Balkongeländer, dann werfe ich Ihn mit blossen Händen hinunter.
Dafür gehe ich dann zwar auch wegen Körperverletzung in den Knast, aber ich muß mich dann von diversen Gutmenschen nicht als "Waffennarr" oder "Mörder" bezeichnen lassen.

Gruß Christian

Wilhermine
26.09.2010, 12:03
Warum immer der Vergleich mit einem Modell?
Wann war nochmal der letzte Amoklauf mit einem Modellflugzeug?
Wann mit der letzten Sportwaffe? Lörrach? Stimmt ja...
Das letzte Schoolshooting? Winnenden...Sportwaffe? Ich glaub schon!
Wenn es so gewünscht wird, dann eben auch mit Wirtshauspolemik.

Jo

Wedoka
26.09.2010, 12:14
Warum immer der Vergleich mit einem Modell?
Wann war nochmal der letzte Amoklauf mit einem Modellflugzeug?
Wann mit der letzten Sportwaffe? Lörrach? Stimmt ja...
Das letzte Schoolshooting? Winnenden...Sportwaffe? Ich glaub schon!
Wenn es so gewünscht wird, dann eben auch mit Wirtshauspolemik.

Jo

Es sind nun mal Waffem mit den man schnell und effektiv töten kann,und deshalb die Sportschützen momentan in der Kritik stehen.

Währen es Modellflugzeuge, währen wir in dieser Kritik.So einfach sind wir gestrickt.

Matthias_E.
26.09.2010, 12:26
Warum immer der Vergleich mit einem Modell?
Wann war nochmal der letzte Amoklauf mit einem Modellflugzeug?
Wann mit der letzten Sportwaffe? Lörrach? Stimmt ja...
Das letzte Schoolshooting? Winnenden...Sportwaffe? Ich glaub schon!
Wenn es so gewünscht wird, dann eben auch mit Wirtshauspolemik.

Jo
Weil beides ein Hobby ist daß jemandem wichtig ist und anderen unsinnig erscheint.
Wobei Jagdwaffen im Gegensatz zu Modellflugzeugen sogar einen praktischen Nutzen haben.
Du willst Dein Hobby daß niemanden Nutzt und nur zur Umweltverschmutzung beiträgt weiterbetreiben?
Dann gestehe das auch anderen zu!

Chris.
26.09.2010, 12:31
Das kommt dabei raus wenn man Kindern Waffen in die Hand gibt
http://www.youtube.com/watch?v=ePVAvMOQYbU&feature=related




G. Chris

BOcnc
26.09.2010, 12:33
Warum der vergleich mit Modelflugzeugen?

Weil es diesen Sommer einen Toten gab, weil sich in unseren Verein einer die Finger gekürz hat und im Nachbarverein auch. Wenn ich das jetzt hochrechne.

Es erinnert mich aber noch an zwei andere Vorkommnisse.

Bei uns auf dem Flugplatz hat sich einer über den in der nähe liegenden Schießplatz beschwert weil es Sonntagsmorgens immer so laut ist. Leider hatte er aber garnicht bemerkt das da schon 3 Jahre nicht mehr geschlossen würde.

Und zum Beispiel wird alles unternommen um einen Funkmast für Handy zu verhindern und laufen selber den ganzen Tag mit Handy am Ohr rum

Man sollte natürlich immer aufpassen was so passiert und wie man das verhindert kann. Aber dem anderen alles wegnehmen und schreien wenn man selber betroffen ist kann ich nich nachvollziehen.

Ich bin übrigengs kein Sportschütze und möchte auch nicht mit der Waffe bedroht werden. Hatte aber schon 6 schwere Autounfälle und dafür konnte ich auch nichts. Soll jetzt das Autofahren verboten werden?

Roter Baron II
26.09.2010, 12:33
Hallo,
ich habe keinen Vergleich zwischen Waffen und Modellflug angestellt. sondern ich wollte nur aufzeigen, welchen strengen Regeln und Gängelungen sich ein Sportschütze freiwillig unterwirft.
Hätten die Ordnungsämter ihren Job ordentlich gemacht, dann wären sicher zwei dieser Vorkommnisse verhindert worden. Wie viele in der Grauzone verschwinden kann man nicht sagen.

Gruß Christian

Wilhermine
26.09.2010, 12:42
Sind es wirklich die Sportschützen? Oder ist es der Umgang mit Schußwaffen in Deutschland?
Jeder soll doch seinem Hobby nachgehen können, aber eben in einem für die Allgemeinheit sicherem Rahmen. Auch wenn nur 1,9% auf Sportwaffen entfallen, sind das 1,9% zuviel, da doch eigenltich unnötig.
Leider unterscheidet das BKA in seiner Kriminalstatistik nicht zwischen legalen und illegalen Waffen.

Der Vergleich Waffe (hier muß man nichtmal nur auf Feuerwaffen beschränken, eine Steinschleuder ist im Grunde nichts anderes) Modell hinkt ziemlich....ein Modell hat/ hatte nie den Grundgedanken, Etwas oder Jemanden in seiner Bewegung einzuschränken, festzusetzen, oder zu töten. Eine Waffe wurde genau und ursprünglich nur für diesen Zweck entwickelt.

Einen pädagogischen Sinn sieht wohl leider nur der Sportschütze selbst in seinem Hobby. Als pädagogisch Wertvolle sollte man in o.g. Zusammenhang dann wohl eher die Modellbauerei betrachten, aber sicher nicht den Umgang mit Schußwaffen...Konzentrieren auf den Punkt, volle Kontrolle des Körpers etc. (was auch immer noch dazugehört), läßt sich wohl viele Sportarten übertragen....darüberhinaus....einen Lerneffekt nach dem Motto: Vergeige ich den ersten Schuß, kann ich das nicht mehr aufholen....für mich folgt daraus eindeutig Frustration und vielleicht sogar Wut.

Wie wäre es hier alternativ mit z.B. Segelfliegen....konzentration auf den Punkt beim Start....fühlen des FLugzeugs...Einkreisen in die Thermik....und im Abschluß die unbedingt notwendige Konzentration bei Landeeinteilung und Landung...ein unglaublicher Erfolg. Winzige Fehler können schlimme Folgen haben und trotzdem gibt es einen kleinen Toleranzbereich, der Ansporn und keine Frustration zur Folge hat.

:)

Grüße

jo

Wedoka
26.09.2010, 13:07
[QUOTE=Winzige Fehler können schlimme Folgen haben und trotzdem gibt es einen kleinen Toleranzbereich, der Ansporn und keine Frustration zur Folge hat.

:)

Grüße

jo[/QUOTE]

Wenn Du den Flieger versemmelst,und Schrott aufsammelst, willst Du mir jetzt nicht wirklich weiß machen wollen, das Du kein Frust hast???

Ich bin kein Gläubiger, aber das glaube ich Dir nicht.

Gast_32089
26.09.2010, 14:12
@BOcnc
Was hat Deine Antwort für einen Bezug zu dem was ich geschrieben habe? Mein Post sinngemäß: Das Motiv für eine Waffe auf dem Nachtschränkchen könnte Angst sein. Und da so oft über "mitreden können nur die welche..." geschrieben wird... hat bei Euch schon mal jemand eingebrochen, während Ihr im Zimmer nebenan gesessen habt?? Kommt natürlich darauf an wo "man" wohnt und wie groß der Hund ist sofern vorhanden. In dieser Diskussion ging es doch anfänglich um privaten Schußwaffenbesitz, oder? Ich denke, dass das Bedürfnis nach Sicherheit elementar und berechtigt ist.

BOcnc
26.09.2010, 14:23
Sorry, das mit der Angst hätte ich rauslöschen sollen.

Aber Du kannst ja mal versuchen eine Waffenbesitzkarte zu bekommen nur weil du Angst hast. Da mußt du schon bedarf nachweisen.

Und wenn man nur Waffen erbt oder sammelt müssen die ein Blockiersystem haben. Damit kann man also nicht schießen.

Wilhermine
26.09.2010, 16:27
Wenn Du den Flieger versemmelst,und Schrott aufsammelst, willst Du mir jetzt nicht wirklich weiß machen wollen, das Du kein Frust hast???

Ich bin kein Gläubiger, aber das glaube ich Dir nicht.

sorry, bissle unglücklich ausgedrückt, ich habe aufs manntragende fliegen angespielt.
aber auch sonst, ein kleiner verknüppler bedeutet nicht zwingend den verlust des modells...

MarkusN
26.09.2010, 16:34
Ich denke, dass das Bedürfnis nach Sicherheit elementar und berechtigt ist.Ja, aber eine Waffe ist darauf so etwa die falschestmögliche Antwort.

udogigahertz
26.09.2010, 22:21
Ja, aber eine Waffe ist darauf so etwa die falschestmögliche Antwort.
Eben, mir würde eine geladene Waffe im Nachtschränkchen Angst machen ...... und wenn ich dann daran denke, dass auch die Nachbarn alle eine Waffe im Nachtschränkchen hätten ....... noch mehr Angst.

Geladene Waffen gehören nicht in Privathaushalte! Punkt. Basta. Das ist überhaupt nicht zu diskutieren.

Denn genau das ist ja der Knackpunkt, der all die Massaker ermöglicht hat:

Da wurden schussbereite Waffen (wobei es jetzt mal egal sein soll, ob Jagd- oder Sportwaffen, der Getroffene ist in beiden Fällen der Leidtragende) mitsamt der Munition! im Hause gelagert - dazu noch anscheinend leicht zugänglich bzw. auf jeden fall völlig unzureichend gesichert und im Falle der Amokläuferin in Lörrach war die Dame ja wohl selbst eine Sportschützin, sie hatte also den leichtesten Zugang dazu.

Hier könnte der Gesetzgeber ansetzen, falls das noch nicht gesetzlich geregelt ist: Waffen für Sportschützen und Jäger mit Waffenbesitzkarte bzw. Jagdschein: Ja, aber unter Verschluss, wenn nicht in Gebrauch!

Munition dafür: Nein! Nicht im Haushalt, wo sich schon die Waffe befindet.

Wie man das regeln könnte, weiß ich nicht, bin mir aber sicher, dass man dafür praktikable Regelungen finden wird, natürlich im Einklang mit den jeweiligen Dachverbänden.

Bei der Bundeswehr wird aj auch immer Munition streng vom Schießgerät getrennt, und zwar durchgängig von der Lagerung bis zum Transport in Richtung Schießplatz (Munition und Waffen müssen zwingend in getrennten Fahrzeugen transportiert werden), erst dort, unmittelbar vor dem Schuss kommt beides zusammen und nach Beendigung des Schießens wird nochmal explizit gefragt, ob noch jemand Munition oder Munitionsteile "am Mann" hat. Verstößt jemand dagegen, bekommt er ernsthafteste Schwierigkeiten.
Selbstredend dass jeder Schuss nochmal getrennt nachgewiesen werden muss während des Schießens, normalerweise kann da nichts abhanden kommen.

Den Soldaten (im Kampfverbänden üblich) kann man ruhig ihre persönlcihe Waffe/Waffen zur langfristigen Benutzung aushändigen, ohne Munition sind die wertlos. Und Munition dafür kann man in Deutschland ohne die erforderlichen Scheine dafür nicht legal erwerben.

Aller übrige hier vorgeschlagene Aufwand, wie die Entnahme des Verschlusses, die zentrale Lagerung der Waffen (wo?, bzw. bei wem?) halte ich nicht für praktikabel.

Ebenso wenig halte ich von generellen Verboten der Ausübung von bestimmten Sportarten, bei uns ist schon viel zuviel verboten, wir wollen nicht wirklich noch mehr Verbote?

Grüße
Udo

Gast_32089
27.09.2010, 00:06
Vielleicht muß "man" (ich) einfach hinnehmen, dass es immer "Privilegierte" geben wird, die eine Waffe legal besitzen (von den bestimmt sehr zahlreichen illegalen Waffen ganz zu schweigen) und hoffen, dass diese oder ihre Angehörigen keinen schlechten Tag haben und sich damit austoben. It´s not a perfect world......- Michael

PeterD
27.09.2010, 00:13
Bei der Bundeswehr wird aj auch immer Munition streng vom Schießgerät getrennt, und zwar durchgängig von der Lagerung bis zum Transport in Richtung Schießplatz (Munition und Waffen müssen zwingend in getrennten Fahrzeugen transportiert werden), erst dort, unmittelbar vor dem Schuss kommt beides zusammen und nach Beendigung des Schießens wird nochmal explizit gefragt, ob noch jemand Munition oder Munitionsteile "am Mann" hat. Verstößt jemand dagegen, bekommt er ernsthafteste Schwierigkeiten.
Selbstredend dass jeder Schuss nochmal getrennt nachgewiesen werden muss während des Schießens, normalerweise kann da nichts abhanden kommen.

Ja, auf dem papier, und das ist ja bekanntlich geduldig.

Selbst zu DDR zeiten als die munition streng abgezählt war, war es eben drum für jeden unteroffizier wichtig noch ein paar "reservemumpeln" zu haben. Wenn nämlich patronen wirklich mal gefehlt haben konnte man so einigen "ärger" vermeiden. Die "reservemumpeln" stammtem meist aus zufällen, wenn mal versehentlich zuviel ausgegeben wurde.

Waffen und munition sind übrigens nach gesetz IMMER getrennt zu transportieren und zu lagern. Das heist die waffe und deren munition darf NUR auf dem schiessstand zusammengeführt werden. Bis dahin ist beides GETRENNT UND VERSCHLOSSEN zu transportieren.
Der schütze braucht also auch zu hause zwei tresore um beides wirksam zu trennen.
Auch der jäger darf seine waffe nur ENTLADEN transportieren.
Das problem ist hier regel und praxis.
Wer weiss wieviele sind nachlässig und ich denke es gibt viele alte schützenkameraden die ihr seit jahren unbenutzes schiesseisen irgendwo im kleiderschrank rumsteht bis das ordnungsamt mal auf die idee kommt, mal nachzufragen.

Eine schussbereite waffe zu tragen braucht immer eine sondergenehmigung.
Z.b als dienstwaffe bei polizei oder militär.

Übrigens warum wird hier nur von sport und jagdtwaffen geredet. Soweit ich mich erinnere sind auch schon amokläufe mit dienstwaffen vorgekommen. Und ja, da haben auch familienangehörige die dienstwaffe benutzt.

Der vergleich modell / waffe hinkt nicht, wie oft behauptet.
Als waffe gilt in deutschland mittlerweise schon vieles. Da fällt schon ein grössseres messer drunter. Lass euch mal mit einem messer im handschuhfach bei der verkehrskontrolle erwischen, da werdet ihr euer blaues wunder erleben (waffe dabei, und griffbereit mitgeführt !).
Und amokläufe sind schon mit so ziemlich jeder art von waffen durchgeführt wurden.
Diese besessenheit von schusswaffen bei waffengegnern ist für mich nich nachvollziehbar.
Hier wird nur publisitysüchtig der schwarze peter verteilt.

Es geht doch eher um eine angstdiskussion: ICH habe angst vor deinem hobby und deshalb will ich dich kontroliert sehen. Das sollte uns modellfliegern eine warnung sein !

Als kleine anekdote: in der DDR galten für tauchgeräte (anzüge, regler, flaschen) die selben sicherheitsstandarts bei der verwahrung wie für scharfe schusswaffen. Weil: Taucher == potentieller republikflüchtling.
Heute also dann die angstdiskussion: waffenbesitzer == potentieller mörder.

Vor 20..30 jahren hätte man Lörrach als familiendrama hächstens in den lokalnachrichten erwähnt. Da waren waffengesetze wesentlich wesentlich laxer, von der praktischen handhabung mal ganz zu schweigen. Trotzdem sind nicht mehr oder weniger opfer bei solchen dramen verletzt oder getötet worden.
Der einzige unterschied ist dass die medien heute in ihrer geilheit sowas wesentlich stärker breittreten. Das liefert aber dem nächsten verzweifelten schon mal die vorlage.

Ich bin eher für schärfere nachrichtengesetze ;)

P.S. Ich war auch schon als gast auf dem schiessstand.
Glaubt mir es ist ein unterschied mit cal 22 präzise zu schiessen oder mit 9mm.
Diese elende kleinkaliberdiskussion ist als genau das wonach sie aussieht, dämlich, weil eben nur begründet mit: ich mag dein hobby nicht, weil ist gefährlich, deshalb VERBIETEN.

Carlos1
27.09.2010, 11:10
ich mag dein hobby nicht, weil ist gefährlich, deshalb VERBIETEN.
Die letzten Beiträge sind sehr vernünftig!
Man muss die Dinge auch immer aus Sicht der Betroffenen sehen und die Interessen abwägen. Auch die Sportschützen haben ein Recht darauf, ihr Hobby bzw. ihren Sport ausüben zu können, unter praktikablen Bedingungen. Und so eine Gefahr für die Allgemeinheit, schon rein statistisch gesehen, dass das nicht möglich sein sollte, ist es nicht. Ich fühle mich jedenfalls nicht akut von Amokläufen bedroht.
Die oben zitierte Aussage auf den Modellflug angewendet könnte lauten: Modellflug hat doch nur Nachteile: Das Wild und die Vögel werden gestört, Spaziergänger gefährdet, Anwohner (akustisch) belästigt usw. Verbieten wir doch den Modellflug und wir sind die Probleme alle los!
Das wollen wir nicht und auch wenn wir eine kleine Minderheit sind, möchten wir auch unsere Interessen berücksichtigt sehen. Genau so ist es bei den Sportschützen. Das sind ganz "normale" Menschen wie wir auch und ein Sportschütze hat genau so wenig die Absicht, mit seinem Sportgerät jemanden zu schädigen wie wir mit unseren Modellflugzeugen.
Das Nachzählen der Munition kann nicht funktionieren. Ein aktiver Sportschütze verschießt jährlich tausende von Patronen. Wenn man beim Probeschießen nur 4 statt 5 Schuss macht, merkt das niemand und nach einiger Zeit hat man genug Mun, um damit Unfug anzustellen.

udogigahertz
27.09.2010, 11:35
Selbst zu DDR zeiten als die munition streng abgezählt war, war es eben drum für jeden unteroffizier wichtig noch ein paar "reservemumpeln" zu haben.
Ich weiß ja nicht, ob diese Schilderung der "Arbeitsweise" innerhalb der ehemaligen NVA repräsentativ ist, bei der Bundeswehr war und ist solch ein Vorgehen nahezu unmöglich, denn zuviele Menschen sind daran beteiligt, die alle mitspielen müssten (Der Munitionsausgeber, der neben ihm sitzende Schreiber, der die Anzahl der Schüsse und die Treffer aufschreibt, die Aufsicht beim Schützen, der natürlich auch die einzelnen Schüsse mitzählt und genau mitbekommt, wenn das Magazin der Waffe leergeschossen wurde, dann die Aufsicht über die jeweilige Schiessbahn und noch ein eventueller Gedamtleitender und antürlich nicht zuletzt der Schütze).
Da die Aufsicht beim Schützen in der Regel ein Unteroffizier ist, der Leitende entweder ein Feldwebeldienstgrad oder ein Offizier, Schreiber und Patronenausgeber jedoch Mannschaftsdienstgrade sind und wenn man weiterhin weiß, dass das Verhältnis zwischen diesen Dienstgradgruppen nicht immer das allerbeste ist, ist eine gemeinsame Manipulation aller daran Beteiligter so gut wie unmöglich, denn was könnte es für einen kleinen frustrierten Wehrpflichtigen, dem die Bundeswehr sowieso zum Halse raushängt und dem der gleiche Unteroffizier, der jetzt vielleicht eine Patrone erschleichen will, ihn ein paar Tage zuvor um seinen verdienten Wochenendurlaub gebracht hat, schöneres geben, als einen Anlass zu haben, den so ungeliebten Unteroffizier "ans Messer zu liefern", indem er diesen Versuch des Erschleichens von Patronen einem anderen Vorgesetzten meldet, der diesen Unteroffizier auch nicht mag.

Ne, ne, das ist nicht nur theoretisch, sondern auch in der Praxis nicht möglich, sich Munition von der Bundeswehr, nichtmal als Angehöriger, zu erschleichen.

Womöglich war das in der DDR-NVA anders?
Kann ich mir aber nicht so recht vorstellen.


Eine schussbereite waffe zu tragen braucht immer eine sondergenehmigung.
Z.b als dienstwaffe bei polizei oder militär.Nein, der Dienstausweis allein ist bereits die Legitimation, eine Waffe (oder mehrere) zu führen, zu tragen und zu benutzen. Wäre ja noch schöner, wenn wir jedesmal eine Sondergenehmigung bräuchten, wenn wir mit Waffen umgehen.


Grüße
Udo

Tobi_F3A
27.09.2010, 12:27
Ne, ne, das ist nicht nur theoretisch, sondern auch in der Praxis nicht möglich, sich Munition von der Bundeswehr, nichtmal als Angehöriger, zu erschleichen.

Stimmt nicht.
Während meiner DZ gab es ständig irgendwo "schwarzbestände". Aus den gleich Gründen wie bei "NVA" beschrieben.
Gelegenheiten zur Beschaffung gab es auch genug.
MG Schießen, "Störung!", durchgeladen, dann fällt die nicht abgefeuerte Patrone so unten raus.
Oder bei einer Gefechtsübung mit NATO Partnern, alles ballert da in der Gegend rum.
Das hat doch nie einer nachgezählt.

Wilhermine
27.09.2010, 13:07
Stimmt nicht.
Während meiner DZ gab es ständig irgendwo "schwarzbestände". Aus den gleich Gründen wie bei "NVA" beschrieben.
Gelegenheiten zur Beschaffung gab es auch genug.
MG Schießen, "Störung!", durchgeladen, dann fällt die nicht abgefeuerte Patrone so unten raus.
Oder bei einer Gefechtsübung mit NATO Partnern, alles ballert da in der Gegend rum.
Das hat doch nie einer nachgezählt.

Dem kann ich nur zustimmen. Ich kenne genug Leute, die mehr als nur eine Patrone haben mitgehen lassen. Und nicht nur Munition, Kistenweise Übrungsgranaten und auch ne Handvoll scharfer Handgranaten.
Es gibt immer und überall Möglichkeiten, was abzuzweigen.
UNd wenns nur bei den Amis aufm Platz war, wo "Aufmunitionieren" soviel bedeutete wie, Helm füllen und mitnehmen soviel man tragen konnte.

Und dabei war ich noch netmal nen Wehrdienstler....sondern nur ein Praktikant :)

egge
27.09.2010, 13:28
also der Verein gehört doch verboten:D

MarkusN
27.09.2010, 13:51
also der Verein gehört doch verboten:DBittesehr! (http://www.bundeswehrabschaffen.de/cms/index.htm)

Wedoka
27.09.2010, 14:57
Ich war auch bei der NVA, in der Grundausbildung war alles streng.
Aber danach wars wurscht. Wenn man auf Wache ist, hatte man Wachvorbereitung.Ich und meine kleine Kalaschni, und 4 Magazine voll aufgemumpelt.Bis Wachbeginn waren es dann immer noch 2h hin.Wenn da einer durchdrehen wollte wärs bitter.

Selbst beim Übungsschießen wurden immer die Waffen getauscht, damit der E nicht Waffe putzen muß.Und niemand hat es interesiert, wieviel Patronen wirklich durch den Lauf gingen.

Gast_32089
27.09.2010, 16:20
"...Ne, ne, das ist nicht nur theoretisch, sondern auch in der Praxis nicht möglich, sich Munition von der Bundeswehr, nichtmal als Angehöriger, zu erschleichen..."

möcht mal sehen, wer beim Feuerstoß noch richtig mitzählen kann...und erst beim Nachtschießen in der Gruppe...

udogigahertz
27.09.2010, 18:01
"...Ne, ne, das ist nicht nur theoretisch, sondern auch in der Praxis nicht möglich, sich Munition von der Bundeswehr, nichtmal als Angehöriger, zu erschleichen..."

möcht mal sehen, wer beim Feuerstoß noch richtig mitzählen kann...und erst beim Nachtschießen in der Gruppe...
Jau, wer natürlich unbedingt Munition mitgehen lassen will, der hat dazu natürlich reichlich Gelgenheit, trotz aller Massnahmen -- immerhin riskiert er aber damit ein Disziplinarverfahren, oder Schlimmeres.

Das sowas trotz aller Massnahmen möglich ist (und leider auch gemacht wird, wie ich hier zu meinem Entsetzen feststellen muss), ist das nur ein weiterer Beweis dafür, dass Verbote und Vorschriften nichts helfen: Wo ein Wille, da ein Weg!

Genau so sieht es doch aus im übrigen "zivilen" Bereich: Da kann man Verbote, Vorschriften, Regelungen einführen soviel man lustig ist, alle Waffen verbieten und einsammeln, keine Sportschützen mehr zulassen (übrigens können auch die als Ersatz für Explosivwaffen angeführten Luftdruckwaffen tödliche Verletzungen verursachen: Aus nächster Nähe ins Auge - das reicht!), gejagt wird nicht mehr (dann werden alsbald die Wildschweine, Rehe und Hirsche zur existentiellen Bedrohung der Landwirte - Ernteausfälle; auch den eigenen Vorgarten muss man dann nicht mehr so oft umgraben, das machen dann schon die Wildschweine, an Modellflug ist dann auch nicht mehr zu denken, es sei denn, der Platz wird vollständig eingezäunt) und dennoch wird es zahlreiche illegale Waffen mitsamt Munition zuhauf geben - da der durchschnittliche Amokläufer keineswegs spontan handelt, sondern meistens seine Tat lange vorher plant und vorbereitet, wird sich an den Toten kaum etwas ändern, sie sterben dann eben durch illegale Waffen oder durch andere Dinge, die als Waffe missbraucht werden.

Allerdings wäre die persönliche Freiheit des Einzelnen wieder mal ein Stück weit eingeschränkt worden ......

Klar, dem Hans Schelshorn und anderen intoleranten Menschen käme das sehr gelegen, die würden das begrüßen ..... aber nur solange, wie sie selbst nicht die Leidtragenden von anderen Verboten und Einschränkungen sind.

In dem Zusammenhang fällt mir ein Spruch des im KZ ermordeten Pfarrers Dietrich Bonheoffer ein: (sinngemäß zitiert)

Als sie die Kommunisten abholten, tat ich nichts, denn ich war ja kein Kommunist,
als sie die Juden abholten, tat ich nichts, denn ich war ja kein Jude,
als sie die Zigeuner abholten, tat ich nichts, denn ich war ja kein Zigeuner,
als sie die Landstreicher und Bettler abholten, tat ich nichts, denn ich war ja kein Landsteicher oder Bettler,
als sie die geistig Zurückgebliebenen abholten, tat ich nichts, denn ich war ja kein solcher,
als sie schließlich mich abholten, gab es keinen mehr, der etwas für mich tun konnte.

Grüße
Udo

Ost
27.09.2010, 18:39
Und beim nächsten Amoklauf haut einer mit ner Machete Leute tot.
Oder mit einem Schwert!
Dazu muß dieses nicht mal geschärft sein.
Wieviel Mittelalterspektakel gibt es,
in AA waren jetzt wieder Römertage!
Ganz schön spitz sind die Teile:cool:
Auch Autos können zur Waffe werden, man kann schön in ne Gruppe donnern....
was sollen also Verbote bewirken?

Oliver

zettl57
27.09.2010, 20:20
Der vergleich modell / waffe hinkt nicht,

Schwachsinn!


Man muss die Dinge auch immer aus Sicht der Betroffenen sehen
Das heisst Getroffenen und die sind tot.


Und beim nächsten Amoklauf haut einer mit ner Machete Leute tot.


Wenn einer mit ner Machete in eine Schule oder ein Krankenhaus geht, haue
ich ihm einen Stuhl über die Rübe und gut ist. Versuch das mal bei der
Schnellfeuerdistanzwaffe Du Tropf.

Ost
27.09.2010, 20:25
Wenn einer mit ner Machete in eine Schule oder ein Krankenhaus geht, haue
ich ihm einen Stuhl über die Rübe und gut ist. Versuch das mal bei der
Schnellfeuerdistanzwaffe Du Tropf.

Soso:D
Amokläufe mit einem Samurai Schwert gab es schon und dem hat keiner mitem Stuhl übern Kopf gehauen.
Nimm halt einen Bogen oder ne Armbrust,
das sind auch Distanzwaffen wenn auch keine Schnellfeuerwaffen.
Und Wurfmesser gibt es auch;)
Muß man alles verbieten!

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,265983,00.html
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,349489,00.html

Oliver

zettl57
27.09.2010, 20:55
Muss man Dir wirklich erklären, dass gerade die Mischung aus minimaler Größe
und maximaler Feuerkraft das Gefahrenpotential darstellt??

Nach Deiner Logik müsste man auch Maschinengewehre und Panzerfäuste
zur Ausübung "sportlicher" Wettkämpfe zulassen. :rolleyes:

MGS
27.09.2010, 21:00
Muß man alles verbieten!
Nö. Muss man nicht verbieten. Man sollte aber den Unterschied zwischen den von Dir genannten Gegenständen (Waffen!?) nicht aus den Augen verlieren wenn man darüber dikutiert.

MfG Martin

udogigahertz
27.09.2010, 21:01
Muss man Dir wirklich erklären, dass gerade die Mischung aus minimaler Größe
und maximaler Feuerkraft das Gefahrenpotential darstellt??
Das ist korrekt.


Nach Deiner Logik müsste man auch Maschinengewehre und Panzerfäuste
zur Ausübung "sportlicher" Wettkämpfe zulassen.Jetzt wirst du aber albern. Niemand hat sowas angeregt. Was soll das?

Grüße
Udo

DerMitDenZweiLinkenHänden
27.09.2010, 21:12
Geladene Waffen gehören nicht in Privathaushalte! Punkt. Basta. Das ist überhaupt nicht zu diskutieren.


Hmmm. Dann machen wir das Diskussionsforum doch einfach dicht.
Du hast ja schon alles dikatorisch bestimm... ääähhhh... fachlich fundiert dargelegt.

Kurt

Gast_32089
27.09.2010, 21:44
Zur Wahl der Waffen:
In Ansbach hat meines Wissens der Täter mit einer Axt auf eine Schülerin eingeschlagen (keiner der dem mit einem Stuhl gekommen ist). Und vielleicht können sich einige noch an den mit dem Flammenwerfer erinnern. Ich kann verstehen, wenn langsam sogar Schüler fordern sich selbst schützen zu können (mit geeigneter Ausrüstung versteht sich). Die mit geeigneter Ausrüstung kommen leider meistens zu spät.

Hans Schelshorn
27.09.2010, 21:51
...
Klar, dem Hans Schelshorn und anderen intoleranten Menschen ...
Der gute alte Udo, immer noch nichts kapiert und den Leuten die Worte in der Tastatur verdrehen ...

Wann lernst du, ohne Polemik zu diskutieren?

Servus
Hans

udogigahertz
27.09.2010, 22:35
Wann lernst du, ohne Polemik zu diskutieren?
Servus
HansSobald du bereit bist zu diskutieren anstatt gleich alles verbieten zu wollen.

Grüße
Udo

Ost
28.09.2010, 07:21
Nö. Muss man nicht verbieten. Man sollte aber den Unterschied zwischen den von Dir genannten Gegenständen (Waffen!?) nicht aus den Augen verlieren wenn man darüber dikutiert.

MfG Martin

Mein Post "...alles verbieten" war ironisch gemeint.
Crazygermanpilot hat die Axt und nen Flammenwerfer ins Spiel gebracht.
Es besteht sicherlich ein qualitativer Unterschied zwischen einer Schnellfeuerwaffe und nem Molotowcocktail.
Ich kenn niemand persönlich der eine Waffe Schußwaffe Zuhause hat,
aber ich kenn schon mal 2 die ne Armbrust und Langbogen haben.

Es git nun mal ne Menge Waffen auf dieser schlechten Welt,
aber einen derartigen Amoklauf kann man nicht verhindern in dem man in D. den Waffenbesitz verbietet;)

Ansonsten ist es für mich nicht nachvollziehbar wieso man "Schießsport" betreiben will (man geht ja heute auch nicht mehr zur Jagd um was zu Essen zu haben).
Ich teile die "Faszination Schußwaffe" in keinster Weise, egal welches Kaliber.
Ans Verbieten denk ich trotzdem nicht.

Oliver

MGS
28.09.2010, 12:02
Mein Post "...alles verbieten" war ironisch gemeint.
Hab' ich schon so interpretiert wie Du es gemeint hast...
Obwohl ich grundsätzlich Deine Meinung bzgl. der Verbote teile, könnte ich mir ein schärferes Waffengesetz durchaus vorstellen, oder zumindest eine bessere Durchsetzung des aktuellen Gesetzes, denn eine Waffe ist durchaus etwas anderes als ein Modellflugzeug, auch wenn es einige hier gibt, die das nicht so sehen.

MfG Martin

udogigahertz
28.09.2010, 13:25
............. könnte ich mir ein schärferes Waffengesetz durchaus vorstellen, oder zumindest eine bessere Durchsetzung des aktuellen Gesetzes, denn eine Waffe ist durchaus etwas anderes als ein Modellflugzeug, auch wenn es einige hier gibt, die das nicht so sehen.
MfG MartinNoch schärfer? :confused: Martin, wir haben schon eines der schärfsten Waffengesetze weltweit, da braucht es nicht noch weitere Einschränkungen.

In einem Punkt hast du aber recht: Die bereits existierenden Vorschriften sollten nicht nur, nein, sie müssen auch weit restriktiver kontrolliert werden, als das bisher der Fall ist. Auch sollte man die Strafen bei Nichtbeachtung endlich mal verschärft anwenden und z. B. bei Zuwiderhandlung dem Waffenbesitzer sofort und unwiderruflich sämtliche Waffen abnehmen. Allein dadurch könnte man den Gelegenheitsdiebstahl und damit die Verwendung zwecks Amoklauf drastisch herunterfahren.

Übrigens sieht hier niemand ein Modellflugzeug als Waffe an, das hast du gründlich missverstanden (oder du wolltest mal wieder etwas so verstehen, wie es dir in deinen Kram passt?), es wurde lediglich darauf hingewiesen, dass man auch mit einem Modellflugzeug viel Unsinn anstellen kann, bis hin zum Einsatz als Waffe (was aus einem Modellflugzeug natürlich noch lange keine Waffe macht, aber das hast du nicht verstanden.)

Grüße
Udo

Agent Smith
28.09.2010, 14:10
Wenn ich mir das so ansehe dann scheinen die Hobbies Modellflug und Schusswaffen gut zusammen zu passen...

http://www.youtube.com/watch?v=FVms5xxwpEE
http://www.youtube.com/watch?v=Z05UF_pTYAE

MarkusN
28.09.2010, 14:15
Und nachher beschweren sich die Leute über den Ausdruck "gun nut". *kopfschüttel*

Bushpilot
28.09.2010, 14:58
....eine geladene Waffe im Nachtschränkchen Angst machen ...... und wenn ich dann daran denke, dass auch die Nachbarn alle eine Waffe im Nachtschränkchen hätten ....... noch mehr Angst.
Geladene Waffen gehören nicht in Privathaushalte! Punkt. Basta. Das ist überhaupt nicht zu diskutieren.

Hm...

....
Ansonsten ist es für mich nicht nachvollziehbar wieso man "Schießsport" betreiben will (man geht ja heute auch nicht mehr zur Jagd um was zu Essen zu haben).
...
Hm...
In Deutschland vielleicht nicht so oft.
Andere Länder, andere Sitten... andere Frauen andere... Ti... Füße!:D

Tote durch andere Menschen (Schusswaffen, Hände oder [Irre!] Modellflugzeuge, Autos?) sind so unnötig wie Hämorriden. Aber wenn ich das hier teilweise so lese, die Berichte im Fernsehen verfolge, Sorry! Langsam werde ich das Gefühl nicht los, das sich Deutschland zu einer Friede- Freude- Eierkuchen- Warmduscher- Nation umwandelt. Dieses herumheulen ist ja schon fast lächerlich. Das richtige Leben ist nun mal Hart und herzlos und Tote durch Gewalt gehören seid Beginn der Menschheit dazu. Früher war’s ein Knüppel oder Faustkeil, dann Pfeil und Bogen, Schwert... heute Schusswaffen. Das ist nicht schön, Klar, aber auch nicht zu ändern. Bekloppte gab es sicher auch schon in Steinzeit und unschuldige Opfer auch.
Man kann nicht ALLES regulieren und verbieten. Und nicht alles und jeden in Watte packen und Versichern.
Wer absolut Sicher Leben will, muss als Einsiedler auf eine Einsame Insel ziehen. Allerdings, wenn er Pech hat, fällt ihm eine Kokosnuss auf dem Kopf und er ist auch tot. Was ist dass dann? Eine Art Restrisiko?
:rolleyes:Oder sollten Kokospalmen auch verboten, oder zumindest weiträumig eingezäunt werden?:rolleyes:

MarkusN
28.09.2010, 15:06
Ich geb Dir insoweit recht, dass ich es auch für unwahrscheinlich halte, dass eine restriktive Waffenpolitik das Problem löst.

Wo ich dir nicht Recht gebe ist der Fatalismus: "Das Leben ist hart und herzlos..." Die heutige Gesellschaft lässt mit dem Argument: "Wenn jeder für sich schaut ist für jeden geschaut!" den einzelnen allein. Mangels sozialer Kontrolle und sozialem getragen Sein geschehen dann solche Extremtaten.

Es ist eben gerade nicht Friede-Freude-Eierkuchen-Warmduscher, sondern soziale Eiszeit.

MGS
28.09.2010, 17:26
Übrigens sieht hier niemand ein Modellflugzeug als Waffe an, das hast du gründlich missverstanden (oder du wolltest mal wieder etwas so verstehen, wie es dir in deinen Kram passt?), es wurde lediglich darauf hingewiesen, dass man auch mit einem Modellflugzeug viel Unsinn anstellen kann, bis hin zum Einsatz als Waffe (was aus einem Modellflugzeug natürlich noch lange keine Waffe macht, aber das hast du nicht verstanden.)
Natürlich habe ich das nicht verstanden - aber Du hast es mir ja jetzt ausführlich erklärt :rolleyes: Hab' Dank dafür ;)

Ich sollte Dir vielleicht mal sagen wie es "in meinen Kram passt": Ich bin eigentlich gegen Verbote, gegen staatliche Gängelung. Demzufolge sollte ich auch gegen ein Waffenverbot sein. Ich bin aber auch dafür, dass der Staat seine Bürger schützen sollte. Und ich bin dafür, dass das Schutzbedürfnis und die Freiheit der Bürger, da wo sie sich in die Quere kommen gründlich gegeneinander aufgewogen werden sollten, wobei immer die Maxime "so viel Freiheit wie möglich und so viele Verbote wie nötig" beachtet werden sollte.

Wenn ich aber so etwas lese,


Also: waffendiskussion, ja, aber auf gleichem nenner und auch mal bei dingen die einen persönlich betreffen.

Wenn schon risikodiskussionen, dann schon auf dem selben level !
Es ist unter aller sau hobbies anderer leute als riskant und unnötig abzukanzeln und selbst solche zu betreiben. Auch unsere modelle erfüllen KEINEN zweck, sind also erst mal nutzlos und unnötig riskant (aus der sicht eines fremden).
In diesem sinne sind auch (sport/jagt)waffen zu sehen.

Genau, volle Zustimmung (es gibt Hoffnung ;))
dann frage ich mich ob das richtig ist.
Ein (generelles) Waffenverbot wird ja nicht deshalb gefordert weil der Schießsport ein "nutzloses und riskanntes" Hobby ist, sondern um uns alle vor Amokläufern und anderen Gewalttaten mit Waffen zu schützen. Ob ein Waffenverbot allerdings unsere Sicherheit erhöht wage ich aber stark anzuzweifeln...

MfG Martin

Bushpilot
28.09.2010, 17:27
....
Es ist eben gerade nicht Friede-Freude-Eierkuchen-Warmduscher, sondern soziale Eiszeit.

Genau das ist das Problem: Die Masse macht’s. Waren es früher wirklich nur eine Handvoll Extreme, sind es heute viel mehr die aus der Reihe Tanzen. Das fällt natürlich auf. (Medien bedingt noch mehr!) Wie viel Amokläufe gab es vor 50jahren und wie viel sind es in den letzten 5 Jahren gewesen? Der Soziale Druck tut sein übriges: Haste nix, biste nix.
Mit verschärften Waffengesetzen ist in einem unbalancierten Sozialem System aber eh nichts zu gewinnen.
Wobei, das letzte alle Sicherungen durchbrennen sicherlich nichts damit zu tun hatte. Das war wohl was persönliches.
Und für mich macht es keinen unterschied ob jemand, jemand anderes aus welchen gründen auch immer, umbringt mit einer Schusswaffe, Panzerfaust, bloßen Händen oder aus Rachsucht deren Hütte abfackelt... mit Stadtgas sprengt, derweil die Opfer noch da drin Schlafen.
Irre, bekloppte... durchgeknallte Menschen... wer will es wissen, gab es, gibt’s und wird’s immer wieder geben.
Übringens: Man könnte auch mit Watte töten: Ab 50kg Säcken wird selbst Watte zur Waffe.

Aber deswegen permanent nach nicht vorhandenen Auswegen suchen, mit Leidensmiene durchs Leben schlürfen... ständig betonen wie schlecht die Welt doch geworden ist... herrje... soll das dass Leben in Deutschland sein? Ich hoffe doch nicht.

Auch wenn es sich einige so sehnlichst Wünschen. Die Friede- Freude- Eierkuchen... Gesellschaft... gab es nie, gibt’s heute nicht und wird’s wohl auch nie geben. Dafür sorgen die Menschen schon.

zettl57
28.09.2010, 17:36
Thomas, Du lässt die Bevölkerungsdichte in Mitteleuropa völlig ausser Acht.
In Deinem Namibia läufts sicher anders.

Udo,


Jetzt wirst du aber albern. Niemand hat sowas angeregt. Was soll das?

Schau Dir mal Post 116 an.
Wenn bei uns irgendein Doofkopp auf sowas kommt und die Waffenmeute
hinterherrennt, ist das dann auch vorstellbar. Ist ja "Sport". ;)

Gast_32089
28.09.2010, 18:33
Ein generelles Verbot wird Problemen nie voll uns ganz gerecht. Der Besitz (usw.) von illegalen Drogen ist zwar verboten, (bitte jetzt keine Angaben zur geringfügigen Menge....) trotzdem wird gekifft was das Zeug hält.

Wilhermine
28.09.2010, 19:06
Ein generelles Verbot wird Problemen nie voll uns ganz gerecht. Der Besitz (usw.) von illegalen Drogen ist zwar verboten, (bitte jetzt keine Angaben zur geringfügigen Menge....) trotzdem wird gekifft was das Zeug hält.


vielelicht sollten wir alle bissle öfter einen durchziehen...vorallem die waffennarren...

http://www.youtube.com/watch?v=c4z6qAGxMZY

Grüße

jo

Gast_32089
28.09.2010, 19:15
Sorry für das Beispiel mit dem Kiffen. Hab beruflich mit Menschen zu tun die (u.a.) aufgrund ihres THC-Konsums nichts mehr auf die Reihe bekommen...der eine verträgts der andere halt net. Grüße, Michael

egge
28.09.2010, 20:11
Wie wärs mit angeln !?

Wilhermine
28.09.2010, 20:18
Sorry für das Beispiel mit dem Kiffen. Hab beruflich mit Menschen zu tun die (u.a.) aufgrund ihres THC-Konsums nichts mehr auf die Reihe bekommen...der eine verträgts der andere halt net. Grüße, Michael

Da is was dran, 60% meiner Klienten sind bei mir wegen drogeninduzierten Psychosen...trotzdem....

PeterD
28.09.2010, 21:26
Genau das ist das Problem: Die Masse macht’s. Waren es früher wirklich nur eine Handvoll Extreme, sind es heute viel mehr die aus der Reihe Tanzen. Das fällt natürlich auf. (Medien bedingt noch mehr!) Wie viel Amokläufe gab es vor 50jahren und wie viel sind es in den letzten 5 Jahren gewesen?
Also mein gefühl kann mich trügen. Ich gehe aber mal davon aus das sich die zahl der amokläufe nicht wesentlich verändert hat. Ich rechne hier mal alle dramen zusammen bei denen es nicht um bereicherung oder ähnliches ging, sondern die man als erweiterten selbstmord bezeichnen könnte (täter löscht verwandte oder kollegen/mitschüler/vorgesetzte aus und rechnet seinen tot billigend in kauf oder begeht anschliessend selbstmord). Die waffe kann man dabei auch vernachlässigen (selbst eine gassexplosion ist eine waffe im erweiterten sinne).
Was sich sicher verändert hat ist die medienreflektion und wahrscheinlich auch die intensität.
Früher waren es eher familiendramen oder gewaltake gegen direkt beteiligte. Die opferzahl hielt sich im rahmen. Lörrach fällt übrigens GENAU in dieses eher klassische muster und ist eigentlich kein 'amoklauf'.
Die exzessiven amokläufe (massenmord an unbeteiligten) sind meiner meinung nach medieninduziert. Für derartige gewalttäter ist die medienreaktion ein wichtiger faktor der unbedingt benötigt wird. Jeder vorherige akt in den medien liefert die messlatte des neuen täters und liefert ihm die berühmten 15min 'ruhm'.
Deshalb würde ich zwingend ein medienmoratorium fordern. Sowas darf einfach KEINE nachrichten darstellen. Leider in unserer heutigen mediengeilen welt ein unerfüllbarer traum.

Hans Schelshorn
28.09.2010, 21:45
...
anstatt gleich alles verbieten zu wollen.

Grüße
Udo
Wo hast du denn das gelesen?

Servus
Hans

egge
28.09.2010, 21:51
Medien: wohl wahr !
Seit Mediensensationswahn herrscht, gibts auch mehr Wirbelstürme und Unwetter, und im Sommer is immer sooo heiß.
Vor 30 Jahren waren 30° noch nicht so heiß.

udogigahertz
28.09.2010, 21:54
Ich bin eigentlich gegen Verbote, gegen staatliche Gängelung. Demzufolge sollte ich auch gegen ein Waffenverbot sein.
MfG Martin
Ähhh .... Martin: Realitiätscheck = Ein Waffenverbot gibt es doch bereits seit langem, niemand darf einfach so, ohne weiteres, sich Schusswaffen kaufen oder besitzen, das ist doch bereits alles reglementiert bis zum Geht-Nicht-Mehr.

Als Beweis für meine obige Behauptung gehe doch mal in ein Waffengeschäft und versuch mal, eine zu kaufen. :D

Oder werde Mitglied in einem Schießsportverein, bis du dann deine eigene Waffe kaufen darfst, wirst du einiges an Formularen ausfüllen müssen, Wartezeiten einhalten, Charakterprüfungen machen müssen usw. Sooo einfach ist es nicht, an Waffen heranzukommen, jedenfalls nicht legal. Und die illegale Schiene kannst du eh mit noch mehr Verboten nicht treffen, das ist ja schon jetzt illegal.

Grüße
Udo

P.S.: Imübrigen hasse ich solche heuchlerischen Sachen wie: "Ich bin ja eigentlich gegen jedwedes Verbot, aber .......... das und dies und jenes gehört dann doch verboten!"

Gast_8624
28.09.2010, 23:55
...
P.S.: Imübrigen hasse ich solche heuchlerischen Sachen wie: "Ich bin ja eigentlich gegen jedwedes Verbot, aber .......... das und dies und jenes gehört dann doch verboten!"...

Ähhh...Udo, hier das vollständige Zitat vom Martin(MGS).

Ich sollte Dir vielleicht mal sagen wie es "in meinen Kram passt": Ich bin eigentlich gegen Verbote, gegen staatliche Gängelung. Demzufolge sollte ich auch gegen ein Waffenverbot sein. Ich bin aber auch dafür, dass der Staat seine Bürger schützen sollte. Und ich bin dafür, dass das Schutzbedürfnis und die Freiheit der Bürger, da wo sie sich in die Quere kommen gründlich gegeneinander aufgewogen werden sollten, wobei immer die Maxime "so viel Freiheit wie möglich und so viele Verbote wie nötig" beachtet werden sollte.

Lies dir das nochmal durch und versuch es zu verstehen. Meinst Du das gelingt dir?
Dem Martin Heuchelei vorzuwerfen ist schon reichlich dreist.

Und wenn Du zitierst, dann solltest Du bei einem herausgenommenem Satz vorher ( ... ) und hinterher ( ... ) einfügen.

Aber vieleicht machst Du das ja auch extra, um mit solchen, aus dem Zusammenhang herausgenommenen Teilen deinen Oppositionstrieb befriedigen zu können ?
Das machst Du dauernd, um damit zu versuchen, Aussagen ins Gegenteil zu verwandeln.
Da wird dann mit viel Polemik der Andere kräftig " in den Senkel " gestellt.
Deine Diskussionskultur ist keine!

wakuman
29.09.2010, 02:42
@Udo
Aber vieleicht machst Du das ja auch extra, um mit solchen, aus dem Zusammenhang herausgenommenen Teilen deinen Oppositionstrieb befriedigen zu können ?
Das machst Du dauernd, um damit zu versuchen, Aussagen ins Gegenteil zu verwandeln.
Da wird dann mit viel Polemik der Andere kräftig " in den Senkel " gestellt.
Deine Diskussionskultur ist keine!


1A +; Haette es nicht besser formulieren koennen.

Cheers
Thomas

Steffen
29.09.2010, 05:19
Ä
Als Beweis für meine obige Behauptung gehe doch mal in ein Waffengeschäft und versuch mal, eine zu kaufen. :D


Kann ich gerne machen, aber was soll ich nachher mit der Knarre anfangen?

MGS
29.09.2010, 07:57
Kann ich gerne machen, aber was soll ich nachher mit der Knarre anfangen?
Aus dem Abzug könnte man vielleicht einen Hochstarthaken basteln, aus dem Lauf ein Steckungsrohr und die Munitionskammer gäbe bestimmt eine gute Ballastkammer ab - den passenden Ballast findet man in der Munitionskiste. Zur Kratervermeidung empfiehlt es sich dann allerdings auf Stecklandungen zu verzichten ;)

MfG Martin

MGS
29.09.2010, 08:14
Ähhh .... Martin: Realitiätscheck = Ein Waffenverbot gibt es doch bereits seit langem...
Wirklich :confused:

Jetzt bin ich aber echt total baff. Nochmal danke mein Lieber. Ohne Deine großzügige Hilfe würde ich wahrscheinlich immer noch jeden morgen stundenlang versuchen meine Slipper zu schnüren :o

Ach ja, noch etwas zu Deiner Aufklärung: setz doch bitte, das von mir sträflicherweise vergessene Wort verschärftes, an die entsprechende Stelle meines Textes ein und ließ ihn dann nochmal.


P.S.: Imübrigen hasse ich solche heuchlerischen Sachen wie: "Ich bin ja eigentlich gegen jedwedes Verbot, aber .......... das und dies und jenes gehört dann doch verboten!"
:rolleyes:

Hierzu möchte ich Dir nur Rolfs Beitrag, dem ich an dieser Stelle ausdrücklich Danke sage möchte, ans Herz legen.

MfG Martin

Raziel
29.09.2010, 08:34
Morgen

Ein Waffenverbot ist völlig sinnlos, wenn man eine Schußwaffe haben will wird man eine bekommen. Ach ja und wenn man töten will tötet man, dafür sind Schußwaffen nicht notwendig.

Menchen töten Menschen nicht Waffen töten Menschen.


Vor ein paar Jahren hat ihn Wien einer durchgedreht der hat seine Verwandten mit einer Axt gemetzelt ....verbieten wir jetzt Äxte damit es nie wieder passiert?

LG Martin

gexx
29.09.2010, 09:40
Die Schusswaffengegner werden darauf wie folgt argumentieren:

Eine Axt, ein Messer, ein Auto, Modellflugzeug usw... ist nicht primär für das Töten erschaffen worden...eine Schusswaffe schon.

Die primäre Verwendung von Schusswaffen ist das Töten, zu etwas anderem sind sie nicht verwendbar.


Irgendwie haben die Recht. Aber noch schärfere Waffengesetze wird das Problem nicht beseitigen.

Am besten wäre ein weltweites Waffenverbot und jeder würde sich daran halten.
Aber dann kommen die Aliens und wir können uns nicht verteidigen...bis die Menschheit merkt, dass ein spitzer Nagel in einem Holzbrett auf ganz gut geeignet ist...:D

Raziel
29.09.2010, 10:23
Die Schusswaffengegner werden darauf wie folgt argumentieren:

Eine Axt, ein Messer, ein Auto, Modellflugzeug usw... ist nicht primär für das Töten erschaffen worden...eine Schusswaffe schon.




Axt und Messer wurden sogar sicher primärdazu erschaffen um leichter töten zu können. Die gibts streng genommen seit der Steinzeit und dort sicherten sie daß Überleben weil man damit effektiver jagen und töten konnte und wenns nur der Nachbar war den man damit erlegt hat um sich an seinen Vorräten gütlich zu tun.

Aber nochmal um zu töten braucht man keine Schußwaffe und wenn man töten will ist es einem egal wozu was erschaffen wurde wenns damit leichter geht wird man es benutzen.

LG Martin

Hans Schelshorn
29.09.2010, 10:31
...
Menchen töten Menschen nicht Waffen töten Menschen.
...
Das bestreite ich auch nicht. Ebenso unbestreitbar ist: Je leichter es einem das verwendete Instrument macht, desto leichter und effektiver geht das Töten, umso niedriger wird die Schwelle, das zu tun.


...
Vor ein paar Jahren hat ihn Wien einer durchgedreht der hat seine Verwandten mit einer Axt gemetzelt ....verbieten wir jetzt Äxte damit es nie wieder passiert?

LG Martin
Einen ähnlichen Fall gab's vor vielen Jahren in unserem Ort. Da war allerdings das Kräfteverhältnis für die Opfer sehr ungünstig, vorsichtig ausgedrückt.
Wenn der Angreifer körperlich unterlegen ist, dann ist ein Angriff mit einer Axt nicht so leicht wie mit einer Schusswaffe.

Wenn wir offen diskutieren wollen, muss ich auch folgende Fragen stellen dürfen:
Martin, gegen wen möchtest Du Dich lieber verteidigen, Axt oder 9 Millimeter?
Bei welchen Angriff könntest Du leichter flüchten, um Dich dem Angriff zu entziehen?

Servus
Hans

Naitsabes
29.09.2010, 10:50
Im aktuellen Spiegel ist ein Bericht über den Amoklauf, speziell darüber dass die bereits bestehenden Waffengesetze mangels Personal der Behörden nicht eingehalten werden. Überprüfungen finden so gut wie nie statt, Schätzungen gehen von ~zig Waffen aus, die vom Behördendschungel "vergessen" worden sind.
Eine Verschärfung der Gesetze im aktuellen Behördenumfeld würde die Sicherheit demnach nicht erhöhen - sie würde nur die gesetzestreuen Bürger, die halt Schießen als Hobby haben, in ihrer Freiheit einschränken.


Grüße
Andi

Raziel
29.09.2010, 12:49
Wenn wir offen diskutieren wollen, muss ich auch folgende Fragen stellen dürfen:
Martin, gegen wen möchtest Du Dich lieber verteidigen, Axt oder 9 Millimeter?
Bei welchen Angriff könntest Du leichter flüchten, um Dich dem Angriff zu entziehen?

Servus
Hans

Darfst du !

Und ich sage dir es wird mir ziemlich egal sein denn mit leeren Händen habe ich weder gegen eine 9mm noch gegen eine geschwungene Axt eine Chance. Bleibt davonlaufen wenn genügend Platz da ist aber auch da ist die geworfene Axt schneller als ein Mensch laufen kann.

Man darf aber nicht vergessen daß bei solchen Mordsituationen von denen wir hier sprechen meist die Opfer die Täter kennen und nicht damit rechnen gefährdet zu sein, ihnen also unvorbereitet gegenüberstehen und daß reduziert die Wahrscheinlichkeit einen Angriff mit was auch immer unbeschadet zu überstehen gegen Null.

Jemand der töten will wedelt nicht mit der Waffe seiner Wahl er setzt sie ein. Sprich er zieht und schießt die Reaktionszieit für das Opfer ist verschwindent gering . Bei der Axt wird er bedacht sein so nahe an sein Opfer haranzukommen wie möglich ohne daß es jenes mitbekommt und auch dann ist es unerheblich wie stark er ist er hat einfach den Überaschungsmoment auf seiner Seite und wieder siehts düster aus es unbeschadet zu überstehen.


LG Martin

Wilhermine
29.09.2010, 13:17
Moin,

vielleicht könnte mir einr der Schützen trotzdem nochmals erklären, warum eine Zentrale Lagerung seines SPortgeräts unmöglich ist?
Meine ASK21 steht auch im Hangar 35km von meinem WOhnort und ich würde nicht auf die Idee kommen, jedesmal abzurüsten und ans Auto zu hängen. Ich kann eh nur an dieser einen Stelle fliegen. Wenn ich ihn Urlaub fahre wird das längerfristig geplant.
Wo ist jetzt der Unterschied zur Pistole oder Langwaffe?

Risiko Zentraler Lagerung...ok, Tresore, Alarmanlagen, Videoüberwachung sollte doch möglich sein, sowas sicher zu machen?!
Das Risiko, bei einem Erfolgreichen Einbruch gleich eine ganze Armee ausstatten zu können, sehe ich ein, allerdings bin ich davon überzeugt, das weder ein Erfurter, Winnender oder Lörracher Amokläufer das know-how gehbat hätte hier einzubrechen. Vielleicht hätte er wirklich die Axt genommen, dann würden aber nicht 20 Tote auf der Liste stehen, sondern vielleicht nur ?5?. Noch immer zuviel, aber 30 Eltern hätten noch Kinder, Kinder ihre Mutter/ Vater what ever.

Aber nochmals die Zentrale Frage, warum ist es nicht möglich, Waffen zentral zu lagern? (Eine sichere Lagerung wird gewährleistet!)

Grüße

Jo

MGS
29.09.2010, 13:46
Und ich sage dir....
OK ich hab's gelesen und es überzeugt mich keineswegs


Und ich sage dir es wird mir ziemlich egal sein denn mit leeren Händen habe ich weder gegen eine 9mm noch gegen eine geschwungene Axt eine Chance.
Da hab' ich erhebliche Zweifgel daran. Nimm mal z.B. einen Amoklauf an einer Schule. X Schüler mit Stühlen bewaffnet gegen einen mit einer Axt....


Bleibt davonlaufen wenn genügend Platz da ist aber auch da ist die geworfene Axt schneller als ein Mensch laufen kann.

Wieviele Äxte schleppt so ein Amokläufer normalerweise mit sich rum?


Man darf aber nicht vergessen daß bei solchen Mordsituationen von denen wir hier sprechen meist die Opfer die Täter kennen und nicht damit rechnen gefährdet zu sein, ihnen also unvorbereitet gegenüberstehen und daß reduziert die Wahrscheinlichkeit einen Angriff mit was auch immer unbeschadet zu überstehen gegen Null.
Auch dass gilt nur im Überraschungsmoment und der dürfte bei einem typischen Amoklauf ziemlich schnell vorbei sein.


Der Amoklauf von Erfurt ereignete sich am Vormittag des 26. April 2002 am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt. Dabei erschoss der 19-jährige Robert Steinhäuser zwölf Lehrer, eine Sekretärin, zwei Schüler und einen Polizisten. Anschließend tötete er sich selbst. Der Amoklauf mit 17 Todesopfern war der erste durch einen Schüler verübte Amoklauf an einer Schule in Deutschland.
Weiterlesen hier (http://de.wikipedia.org/wiki/Amoklauf_von_Erfurt) Zumindest der Polizist würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch leben wenn hier nur eine Axt im Spiel gewesen wäre...


Jemand der töten will wedelt nicht mit der Waffe seiner Wahl er setzt sie ein. Sprich er zieht und schießt die Reaktionszieit für das Opfer ist verschwindent gering .
Das gilt sicherlich für eine Schusswaffe. Bei einer Axt s.o.


Bei der Axt wird er bedacht sein so nahe an sein Opfer haranzukommen wie möglich ohne daß es jenes mitbekommt und auch dann ist es unerheblich wie stark er ist er hat einfach den Überaschungsmoment auf seiner Seite und wieder siehts düster aus es unbeschadet zu überstehen.
Das Argument "Überraschungsmoment" gilt höchstwahrscheinlich für das erste Opfer aber nicht mehr für die folgenden.


Was mich jetzt aber noch interessiert sind die Fragen:
Wieviele Opfer der Amoklauf z.B. von Winnenden oder der von Erfurt gefordert hätten wenn die Täter nur mit einer Axt bewaffnet gewesen wären?
Und wieso finden Amokläufe fasst immer mit Schusswaffen und nicht mit Äxten statt?

MfG Martin

PS: Mir geht es nicht um die Axt an sich. Ich hab' sie hier nur stellvertretend für eine Nahkampfwaffe verwendet, weil Du sie zuletzt in die Diskussion eingeführt hast.

Frühstart
29.09.2010, 14:38
Servus,

hab ja längere Zeit hier nicht gelesen. Ich muss aber, wie so oft in Foren, feststellen, dass sich die Argumente hier einfach nur wiederholen.

Letztendlich wäre es natürlich WUNDERbar, wenn es für niemanden eine Möglichkeit des Waffenbesitzes gäbe, ebenfalls wäre es WUNDERbar, wenn ein striktes Verbot umgesetzt und kontrollierbar wäre. Ich meine halt, wenn wir versuchen alles nicht Wünschenswerte mit Verboten in den Griff zu bekommen, dann werden wir es eben nicht in den Griff bekommen! Wir haben in Deutschland sowieso unendlich viele Gesetze und Verbote eine Überwachung der Einhaltung bringen wir immer seltener hin und die Durchsetzung von Gesetzen scheitert schon heute allein an Überlastung der Justiz.

Der Ruf nach einem Verbot ist zu einfach, jeder Einzelne muss zunehmend mehr Eigenverantwortung übernehmen, die Werte für ein friedliches Zusammenleben müssen überdacht und hoch gehalten werden und wir müssen akzeptieren, dass das ein langer Prozess ist.

Aber eines wird sich eben nicht ändern lassen, der menschliche Wahnsinn bei einzelnen, den gibt es weltweit und seit Menschengedenken. Da werden auch wir Deutschen mit unseren Verboten schlicht rein gar nichts ändern.
Gruß aus Bayern

Steffen
29.09.2010, 14:58
Aus dem Abzug könnte man vielleicht einen Hochstarthaken basteln, aus dem Lauf ein Steckungsrohr und die Munitionskammer gäbe bestimmt eine gute Ballastkammer ab - den passenden Ballast findet man in der Munitionskiste. Zur Kratervermeidung empfiehlt es sich dann allerdings auf Stecklandungen zu verzichten ;)
Cool, aber ich kaufe lieber einen Waffenkoffer, die gibt es hier in allen Grössen und sind super Modelltransportkisten ;)



Gruss, Steffen (Waffenfrei, obwohl ich die einfach gegen Vorlage des Führerscheines kaufen kann)

zettl57
29.09.2010, 15:13
Hallo Frühstart,


Aber eines wird sich eben nicht ändern lassen

Klar, wenn man so rangeht, ändert sich sicher nichts. ;)


der menschliche Wahnsinn bei einzelnen

Genau deshalb besteht ja Handlungsbedarf verstehsde!

Der Wahnsinn darf künftig nicht so folgenreich sein.
Die Dinger sind ausser zu "Sportzwecken" zu sonst rein gar nichts zu
gebrauchen. Insofern wird sie auch (fast) keiner vermissen.

Raziel
29.09.2010, 15:45
Hallo Namensvetter


Was du Anführst ist gut und schön nur hat es mit Waffengesetzen nichts zu tun. wenn jemand eine Waffe haben will wird er sie bekommen. Kein gesetz der welt kann jemanden aufhalten eine zu erwerben. Es muß ja nicht immer legal sein.

Zumal deine Ausführungen mit der an mich gestellten frage nichts zu tun haben.

LG Martin

MGS
29.09.2010, 15:59
Was du Anführst ist gut und schön nur hat es mit Waffengesetzen nichts zu tun.
Waffengesetze? Das war nur eine Erwiederung auf Deine Posting mit der Axtthematik.


wenn jemand eine Waffe haben will wird er sie bekommen. Kein gesetz der welt kann jemanden aufhalten eine zu erwerben. Es muß ja nicht immer legal sein.
Das ist zwar im Prinzip richtig aber die eigentliche Frage ist nicht ob jemand an eine Waffe rankommt sondern wie leicht jemand an eine Waffe und an Munition rankommt und wie gut er damit umgehen kann.

Zur Legalität schau mal hier (http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1870/umfrage/herkunft-der-waffe-bei-amoklaeufen/) oder auch hier (http://portal.gmx.net/de/themen/nachrichten/panorama/11207394-Amok-Waffen-oft-legal-erworben.html) rein. Ob die Daten 100%tig stimmen sei mal dahingestellt.


Zumal deine Ausführungen mit der an mich gestellten frage nichts zu tun haben.
Frage? :confused: Ja, richtig. Ich hab' Dir ja auch zwei Fragen gestellt...

MfG Martin

Raziel
29.09.2010, 21:10
Waffengesetze? Das war nur eine Erwiederung auf Deine Posting mit der Axtthematik.


Das ist zwar im Prinzip richtig aber die eigentliche Frage ist nicht ob jemand an eine Waffe rankommt sondern wie leicht jemand an eine Waffe und an Munition rankommt und wie gut er damit umgehen kann.

Zur Legalität schau mal hier (http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1870/umfrage/herkunft-der-waffe-bei-amoklaeufen/) oder auch hier (http://portal.gmx.net/de/themen/nachrichten/panorama/11207394-Amok-Waffen-oft-legal-erworben.html) rein. Ob die Daten 100%tig stimmen sei mal dahingestellt.


Frage? :confused: Ja, richtig. Ich hab' Dir ja auch zwei Fragen gestellt...

MfG Martin

Dann lies mein Post nochmal oder besser lies das von Hans in dem er mich was fragt und dann werte mein Post als Antwort darauf.

Wenn dann immer noch nicht klar ist warum deine Fragen und das was du an mich geschrieben hast keinen Sinn ergeben sehen wir weiter

LG Martin

Zodiac
29.09.2010, 21:44
Wisst ihr eigentlich, dass in der Schweiz alle Armeeangehörigen ihre
Dienstwaffe (Soldaten = Sturmgewehr 90, Offiziere = Sturmgewehr + Pistole). Zuhause lagern? Und auch bei uns gab praktisch keine Missbräuche.
Mich persönlich würde es stören mein Sturmgewehr jedes mal im Zeughaus
zu holen um dann das obligatorische Schiessen zu absolvieren.

Grüsse Yves

Zitat Wikipedia:

Schusswaffe [Bearbeiten]

Stgw 90
TaschenmunitionJeder Soldat ist mit dem Sturmgewehr 90 (SIG 550) als persönlicher Waffe ausgerüstet. Die Ausnahme bilden Spitalsoldaten und die Sekretärsoldaten der Führungsunterstützung, die eine Pistole 75 erhalten. Auch Offiziere und höhere Unteroffiziere sind mit der Pistole 75 (SIG SAUER P220) vom Kaliber 9 mm ausgerüstet.

Die Angehörigen der Armee nehmen ihre persönliche Waffe zwischen den Dienstleistungen mit nach Hause. Von 1952 an fasste jedermann ebenfalls die sogenannte Taschenmunition. Diese war dazu bestimmt, dem einzelnen Soldaten im Falle einer Kriegsmobilmachung zu ermöglichen, sich zu seinem Einrückungsort durchzukämpfen. 2007 wurde beschlossen, die Taschenmunition einzuziehen und sie nur den Alarmformationen (v. a. Militärische Sicherheit) zu belassen. Die Rückfassung soll bis Ende 2009 abgeschlossen sein. Die persönliche Waffe wird jedoch weiterhin nach Hause mitgenommen. Ausgemusterte Soldaten können ihre persönliche Waffe in ihr Eigentum übernehmen, was dazu führt, dass die Schweiz eine hohe Dichte an Feuerwaffen aufweist.

Ein Missbrauch dieser persönlichen Waffen kommt im Verhältnis zur grossen Anzahl verfügbarer Waffen sehr selten vor. Am häufigsten ist der missbräuchliche Einsatz noch bei Selbsttötungen. Für den Missbrauch in Gewaltverbrechen sind keine spezifischen Daten verfügbar. Es kann lediglich auf die im internationalen Vergleich sehr geringe Anzahl von 17 Verurteilungen wegen Mord und 61 wegen Totschlag für das Jahr 2005 verwiesen werden. Dies entspricht einer Rate von 0.23 resp. 0.82 auf 100'000 Einwohner. Zum Vergleich: erstere Zahl für Deutschland betrug 0.96 im Jahr 2004, und für die USA rund 6.0 im Jahr 2005.[9]

Nach offiziellen Angaben der Logistikbasis der Armee befinden sich per 31. Januar 2008 204'099 Armeewaffen zu Hause bei den Wehrmännern/Frauen.[10]

Gast_32089
29.09.2010, 21:46
Ich erinnere mich da einen, der sich mit so einem Sturmgewehr im Rathaus ausgetobt hat... - Michael

MGS
30.09.2010, 11:34
Dann lies mein Post nochmal oder besser lies das von Hans in dem er mich was fragt und dann werte mein Post als Antwort darauf.
Hab' ich und Deine Antwort darauf überzeugt mich immer noch nicht.


Wenn dann immer noch nicht klar ist warum deine Fragen und das was du an mich geschrieben hast keinen Sinn ergeben sehen wir weiter
Ich stimme mit Dir überein, dass ein Waffenverbot sinnlos ist, solange es nicht durchgesetzt werden kann. Einen der Gründe warum (Schwarzmarkt) hast du ja angeführt.
Deine Antwort auf die Frage von Hans, gegen wen Du Dich lieber verteidigen möchtest - gegen Axt oder Schusswaffe und die Frage nach den Fluchtmöglichkeiten, "... wird mir ziemlich egal sein denn mit leeren Händen habe ich weder gegen eine 9mm noch gegen eine geschwungene Axt eine Chance." ist mir zu undifferenziert. Warum hab' ich bereits dargelegt.
Mir wäre es nämlich keinesfalls egal gegen einen Amokläufer mit Schusswaffe oder einer Axt antreten zu müssen - insbesondere wenn man nicht alleine gegen den Amokläufer antreten müsste. Eine Axt ist wesentlich ineffizienter als eine Schusswaffe. Ein Amokläufer ohne Schusswaffe ist auch wesentlicher einfacher durch die Polizei zu stellen.

Du, und auch viele andere, argumentieren gegen ein Waffenverbot und begründen das damit, dass der Täter sich jederzeit die Waffen auf dem Schwarzmarkt beschaffen könnte. Das finde ich etwas wunderlich, denn die überwiegende Mehrheit aller Amokläufe finden mit legal beschafften Waffen statt - egal ob Schusswaffen oder vereinzelt auch andere Waffen.
Das sollte einem zu denken geben, ob die bestehenden Gesetze bzgl. dem Umgang mit Schusswaffen nicht rigider durchgesetzt werden sollten oder ob sogar eine Gesetzesänderung notwendig wäre.
Ich finde es durchaus berechtigt über die Frage nachzudenken, ob es
a. weniger Amokläufe geben würde wenn man nicht so einfach an eine Waffe kommen könnte, und
b. weniger Opfer geben würde wenn die Amokläufer keine so geübten Schützen gewesen wären.
Wie würden im Falle Winnenden die Antworten auf die obigen Fragen wohl ausfallen?
Selbstverständlich ist das "Waffengesetz" nur ein kleines Puzzleteilchen in der Amoklaufproblematik, es ist höchstwahrscheinlich noch nicht mal das wichtigste, aber es ist eines an man man ansetzen kann und evtl. auch sollte.


Nun, es bleibt Dir überlassen in meinen Kommentaren "keinen Sinn" zu sehen. Ich find's zwar schade, insbesondere weil Du mir die Antwort auf meine Frage "Wieviele Opfer der Amoklauf z.B. von Winnenden oder der von Erfurt gefordert hätten wenn die Täter nur mit einer Axt bewaffnet gewesen wären?" schuldig bleiben willst aber OK, ist Deine Entscheidung....

MfG Martin

PS: Damit hab' ich genug zu dem Thema gesagt.

Bushpilot
30.09.2010, 14:26
.........
Nach offiziellen Angaben der Logistikbasis der Armee befinden sich per 31. Januar 2008 204'099 Armeewaffen zu Hause bei den Wehrmännern/Frauen.

Hui... falscher Fehler... die Anti-Waffen Fraktion versteht dass nicht und nun bringt niemand, nie wieder, heimlich S-Geld zu euch. Aus Angst ein Schweizer könnte Amok laufen... wo nun jeder weiß das die Schweizer bis an die Zähne bewaffnet sind. Legal auch noch!
Wenn die Liechtensteiner auch so lasche Waffengesetze haben... das freut dann den Deutschen Fiskus.
:D

Mooney
30.09.2010, 14:31
Hui... falscher Fehler... die Anti-Waffen Fraktion versteht dass nicht und nun bringt niemand, nie wieder, heimlich S-Geld zu euch. Aus Angst ein Schweizer könnte Amok laufen... wo nun jeder weiß das die Schweizer bis an die Zähne bewaffnet sind. Legal auch noch!
Wenn die Liechtensteiner auch so lasche Waffengesetze haben... das freut dann den Deutschen Fiskus.
:D

Wobei die das mit den Waffen gar nicht noetig haben, es reicht das dort einer eine CD-ROM hoch haelt,......schon ist Ruhe im Karton.:rolleyes:

Zodiac
30.09.2010, 21:57
Wobei die das mit den Waffen gar nicht noetig haben, es reicht das dort einer eine CD-ROM hoch haelt,......schon ist Ruhe im Karton.:rolleyes:

:D:D:D

PeterD
01.10.2010, 21:20
Mir wäre es nämlich keinesfalls egal gegen einen Amokläufer mit Schusswaffe oder einer Axt antreten zu müssen - insbesondere wenn man nicht alleine gegen den Amokläufer antreten müsste. Eine Axt ist wesentlich ineffizienter als eine Schusswaffe. Ein Amokläufer ohne Schusswaffe ist auch wesentlicher einfacher durch die Polizei zu stellen.
Die aussagen sind leider so nicht richtig.
Eine axt ist eine sehr effektive nahkampfwaffe. Eine schusswaffe, insbesondere eine langwaffe nicht. In einem gebäude hat ein amokläufer mit einer axt für mich das höhere bedrohungspotential. Beim schützen versperr ich die tür oder nehm ihm anders das freie schussfeld. Das hat in Erfurt einige gerettet. Jeder soldat weiss 'häuserkampf' ist ein sehr gefährliches unterfangen.
Eine schusswaffe hat ein natürliches limit an schüssen, kaum ein amoktäter kann hunderte schuss mitführen, nachladen ist die chance ihn zu überwältigen. Eine axt hat dadagen nahezu unbegrenzte 'nachlademöglichkeit'. Der täter kann sie nahezu pausenlos einsetzen.
Die kinetische energie einer geschwungenen axt dürfte ein mehrfaches der üblichen mündungsenergie einer schusswaffe haben. Ein einzelner axthieb hat bereits ein unglaubliches verletzungspotential. Dagegen muss man mit einer schusswaffe schon präzise kritische treffer setzen. Jeder polizist weiss das ein angreifer durchaus auch nach mehreren treffern äusserst gefährlich sein kann. 'Normale' munition liefert häufig nur nicht lebensbedrohende durchschüsse.

Auch die letzte aussage kann bezweifelt werden. Grade in gebäuden hat die polizei auch kein freies schussfeld. Gegen eine axt helfen die üblichen panzerungen der polizei auch nicht wirklich. Die zugreifenden beamtem haben ein sehr hohes verletzungsrisiko.

zettl57
01.10.2010, 22:25
Peter,

soll man jetzt lachen oder weinen über Deine Ausführungen?

Also gut, Du hast recht. :rolleyes:

Hans Schelshorn
01.10.2010, 23:12
...
In einem gebäude hat ein amokläufer mit einer axt für mich das höhere bedrohungspotential.
...
Ich weiß nicht, welche Erfahrungen mit den beiden Arten von Waffen Du hast, Peter.
Meine Erfahrungen mit Schusswaffen liegen lange zurück. Aber mit einer Axt habe ich auch jetzt noch öfters zu tun. Meine Beurteilung der Axt als Waffe im "Häuserkampf": Ziemlich ungeeignet. Bei meiner Körpergröße brauche ich für einen effektiven Hieb mindestens 3,5m Raumhöhe. Der Hieb dauert vom Ausholen bis zum Einschlag mindestens eine Sekunde (wenn Wucht dahinter sein soll). Ein guter Sprinter ist dann schon fünf Meter weit weg. Wenn ich dann das Ding werfe, war das meine letzte Chance. So zu treffen, daß der Gegner kampfunfähig ist, das schafft wohl nur Winnetou in mehr als 50% der Würfe.

Ein kleines Beil halte ich für gefährlicher als eine Axt, aber davon war nicht die Rede ...

Servus
Hans

Gast_32089
01.10.2010, 23:33
...die gefährlichste aller Waffen scheint mir eher der menschliche Verstand zu sein...

PeterD
01.10.2010, 23:41
Ging mir auch eher drum den mythos von der effektivität der schusswaffen etwas zu relativieren.

Das merkwürdige ist ja das die waffengesetzgebung wieder mal nur nach oberflächlichkeiten geht. Wurfsterne und bestimmte messerarten sind verboten. Komischerweise kann man äxte, die ja wohl eindeutig ein grösseres kampfpotential haben, in jedem baumarkt ohne jede altersbeschränkung kaufen. Und kommt jetzt nicht mit dem totschlagargument das ne axt ja eher zum holzspalten dient ...
Mithin ist es eher so das scheinheilige symbolik die diskussion prägt.

EDIT
@crazygermanpilot
Klasse ;)
... erinnert an die Simpsons-folge mit Homer im kampfroboter:
die grösste kampfmaschine der welt ist: DER MENSCH

Gast_8624
01.10.2010, 23:51
... 'Normale' munition liefert häufig nur nicht lebensbedrohende durchschüsse....

...Du schreibst hier, also lebst Du, erzähl mal, wie das mit den Durchschüssen denn bei dir so war :D
..oder woher hast Du diese Weisheit?

PeterD
02.10.2010, 01:12
..oder woher hast Du diese Weisheit?
Du kennst schon den unterschied von normaler und mannstoppender munition ?
Letztere ist aber normalerweise verboten, was bei der polizei gelegentlich bedauert wird. Einige der munitionsarten bei der jagd fallen da aber wohl auch drunter. Die wären dann für 'zweibeiniges wild' illegal ;)

Und ein körper ist verdammt gross, aber die kritischen areale machen da aber nur einen kleinen teil aus, den muss er erst mal treffen. Ein amokläufer hat keine grosse zeit zum zielen und das opfer steht nicht wie ne zielscheibe festgetackert. Man hat also normalerweise eine recht gute chance mit dem leben davonzukommen, sonst hätten die amokläufe auch zu noch mehr toten geführt.

Dieter Wiegandt
02.10.2010, 22:28
Ziemlich hanebüchene Aussagen zum Schluss (und auch in der Sache falsch - weiß ich zufällig besser), Menschen selbst in Anführungszeichen als "zweibeiniges Wild" zu bezeichnen, gehört nicht zu unserer Wortwahl hier im Forum.
Reicht nun, in der Sache haben wir ausreichend Meinungen gehört.