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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Reglerschutzmaßnahmen



Rockys
23.09.2010, 09:50
Hallo

Ich habe mal ein paar allgemeine Fragen, mit welchen Maßnahme man einem Reglertod bestmöglich vorsorgen kann. Dass es keine Garantie gibt ist klar, aber man kann ja manche Vorsorgen treffen. Für ein massives Überdimensionieren oder teure Markenregler hat nicht jeder das Geld und auch die können abbrennen/zerstört werden.
Was mir so spontan einfällt sind folgende Punkte:

1) Kabel so kurz wie möglich (besonders zum Akku)

2) Kabel nicht zu dünn

3) Zusatzkondis wenn der Platz da ist

4) Gute Stecker (z.B Lehner 6mm bei über 100A)

5) Bei BEC Reglern BEC deaktivieren und mit Empfängerakku

6) Antiblitz oder Widerstand zum aufladen der Kondis nutzen (auf für eigenen Nerven :D). Spielt auch wieder in die Kontaktfrage rein durch verzunderungen, Punkt 4)

7) Regler und Motor miteinander verlöten (nicht immer parktisch)

8) Regler nicht bis zur Spannungsgrenze betreiben (ein 6S Regler sollte die Spannung von 6S aber eigentlich klaglos wegstecken können wenn man den Strom nicht voll ausreitzt)

9) Akkueinfluss? Wann wird ein Akku zur Reglergefahr?

Habe ich was vergessen und was sagen die Hochstromerfahrenen?

Mein Traum wäre eine robuster 6S 100A Regler mit großen Fets anstelle der SMD Massengräber zum akzeptablen Preis.
Ein Schulze 24.150, 32.115, Modellbauregler 26/150, YGE 155 Opto oder weitere kosten gleich min 280€.

Gruß Rocky

raeuberle
23.09.2010, 09:57
Hi, da habe ich doch gleich mal ne Frage..

1) Kabel so kurz wie möglich (besonders zum Akku)

=> Was wäre denn hier das Maximum ? Schätze mal es gehen bei mir max 40A durch, Kabel haben nur etwa 4mm Durchmesser
Gruss

Jürgen N.
23.09.2010, 09:57
...und ein

CC Phönix ICE Lite 100A Regler bis 6S-LiPos, 5A S-BEC
Die neueste Generation Phönix Regler mit Datenlogger und 5A S-BEC. Für Spannungen bis 6S LiPos.
mindestens 1/3 weniger. ;)
Schulze und Kontronik sollten dringend ihre Preise überdenken.
Gruss Jürgen

spacy
23.09.2010, 22:27
:eek:
Bin etwas erstaunt. Das wichtigste steht nämlich nicht dabei - Regler optimal kühlen, am besten im Fahrtwind/Propellerluftstrom und nicht irgendwo im Rumpf mit lächerlich kleinen Kühlluftöffnungen unterbringen. Unter Garantie ist dies der häufigste Grund für einen Stellertod.

guckux
24.09.2010, 05:34
Guckux Spacy


Rumpf mit lächerlich kleinen Kühlluftöffnungen unterbringen. Unter Garantie ist dies der häufigste Grund für einen Stellertod.

Mir passiert: Segler fertig gemacht, liegt auf dem Boden!, Reichweitentest, bei 15-20m Störungen, die Servos zucken und bis ich am Segler zurück war, kamen bereits Rauchwolen unter der Haube vor... :cry:

Gast_1681
24.09.2010, 05:42
Moin,

Feuchtigkeit/Nässe ist auch ein beliebtes Mittel, einen BL-Steller sicher in den Tod zu treiben.
Manche Wasserflieger sind da sehr beratungsresistent, und investieren lieber in mehrere neue Steller pro Jahr...

Gruß,
Kuni

Rockys
24.09.2010, 07:53
Bin etwas erstaunt. Das wichtigste steht nämlich nicht dabei - Regler optimal kühlen, am besten im Fahrtwind/Propellerluftstrom...

Regler passend auslegen soll da auch helfen. Aber prinzipiell stimmt das natürlich.
Ich komm aus dem Bootbereich. Und es gibt dort auch Regler die ohne WK auskommen auch wenn das die Ausnahme ist.
Dort sind die Regler mit großen Fets deshalb so beliebt, weil die Peaks deutlich besser wegstecken als die kleinen SO-8. Immerhin liegen die Peaks min. beim doppelten des Vollgasstroms und lassen sich nicht voher im Stand messen.

Dass ein überlastetes/defektes BEC den ganzen Regler tötet habe ich auch schon gehabt (auch im Stand beim einschalten ohne Last). Da hilft BEC deaktivieren und mit externem Versorgung arbeiten (siehe Punkt 5).

Bei Wassereinbruch ist der Anwender selber Schuld. Die Wasserphobie der Regler ist ja bekannt, für Vorsichtsmaßnahmen ist jeder selber verantwortlich. Dann vergieße ich den Regler haelt komplett. Wenn der einmal auch nur ein µ H²O abbekommen hat ist die Garantie sowieso weg, dann kann ich auch vorher vergießen. Außerdem hat man dann ein glatte Fläche und kann alle Fest gleichmäßig kühlen.

Gruß Rocky

shoggun
24.09.2010, 08:21
Mir passiert: Segler fertig gemacht, liegt auf dem Boden!, Reichweitentest, bei 15-20m Störungen, die Servos zucken und bis ich am Segler zurück war, kamen bereits Rauchwolen unter der Haube vor...

da hätte dir eine Kühlluftöffnung auch nichts gebracht - im stand fehlt der nötige Fahrtwind.
Meiner Meinung nach war das auch nicht der Grund für den Reglerbrand, ich würde eher sagen das BEC war unterdimensioniert.


damit ich auch was zum Thema gesagt habe:

bei Grenzwertigen Setups möglichst nicht mit Teillast fliegen! bei Teillast muss ein Steller sehr viel mehr arbeiten als bei Volllast, wodurch er sich viel stärker erwärmt und den frühzeitigen Hitzetod stirbt.

Gruss Mathias