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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Turnigy 35-48 800Kv neu wickeln



dochilli
30.09.2010, 15:33
Hallo!
Ich habe diesen Motor, der leider den Geist aufgegeben hat:
http://www.hobbyking.com/hobbyking/store/uh_viewitem.asp?idproduct=4909

Vermutlich ist die Wicklung verschmort. Nun möchte ich ihn neu wickeln (wird mein Erstversuch). Nachdem ich mich durch powercroco.de schon ein wenig durchgewühlt habe, bleiben aber noch ein paar Fragen.
Beim Entfernen der alten Wicklung ist es mir leider nicht gelungen, festzustellen, wieviel Wicklungen auf einem Zahn waren. Von Abwickeln konnte sowieso keine Rede sein, war eher ein Rausschneiden. Im Netz finde ich nur Angaben zum 900 KV.

Hier mal ein paar Daten, die ich zum 800er weiss:
Statorzähne 12; Pole: 14; Wickeldraht bestand aus 14 Adern 0,19mm Draht; das ergäbe dann wohl einen Querschnitt von 0,02835*14 = ca. 0,40mm²; ich vermute, dass es sich um eine Dreiecksschaltung handelte.

Der 900KV Motor hat die folgenden Daten:
Statorzähne 12; Pole: 14; Wickeldraht besteht aus 17 Adern 0,21mm Draht; Querschnitt: ca. 0,54mm²; Dreiecksschaltung; 5 Windungen

Wenn ich jetzt mal hochrechne, dann müßte doch ein 0,8mm Draht (0,50mm²) mit 5-6 Windungen etwa wieder zu einem vergleichbaren Ergebnis (800KV) führen. Falls ein dickerer Draht noch passen würde, käme ja noch mehr Strombelastbarkeit bei raus. Das würde ich dann ausprobieren.
Das Wickelschema soll dieses hier sein:
http://www.powercroco.de/schemamodus12Naussen.html
So, habe ich bis hier irgendeinen Denkfehler gemacht?

Wenn nein, wie lang sollte denn ein Wickeldraht (3 Stk.) etwa sein, damit er für 4 Zähne und 5-6 Windungen reicht. Gibt es da ein Berechnungstool?
Oder sollte man beim obigen Wicklungsschema doch mit 6 Drähten arbeiten und sie hinterher miteinander verlöten?

Viele Grüße
Martin

pierre_mousel
30.09.2010, 16:58
Bemüh doch mal die Suche, das gab es schon mal .

Wenn der 900 er 5 windungen hat dann brauchst du ca. 5.5 um auf 800 zu kommen ( 5+6 verteilt gewickelt ).

dochilli
30.09.2010, 17:27
Gesucht habe ich schon und ua. die hier gefunden:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?p=1901986
http://www.rcgroups.com/forums/showpost.php?p=15012475&postcount=1
Da kommen die obigen Angaben zum 900KV her. Aber für den 800er konnte ich keine Angaben finden. Ich bin mit meinen Überlegungen aber wohl nicht auf dem Holzweg. Ich werde dann mal 0,8 oder 0,9 mm versuchen. Wie lang muss der Draht dann etwa sein? Geht das mit 3 Drähten gleich vier Zähne zu wickeln oder hat die 6-Draht Variante mit anschließendem Verlöten Vorteile? Kriegt man als Wickelanfänger einen 0,9er Draht auf einen 28x26mm Stator?
Grüße
Martin

Nice
30.09.2010, 22:00
Hi
Drahtlänge:
Wenn ich es nicht weiß, vermesse ich den Stator.
Wenns Einlagig wird geht das sehr gut, wenns dann schon 3 Lagen und mehr sind, muß man etwas mehr rechnen.
Ich messe höhe des Stators+breite des Steges dann *2 und dann 2* die Drahtstärke, so habe ich dann eine Windung, dann * Windungen pro Phase + Sprung und + Anschlüsse.
Ging bei mir bis auf einmal immer gut, da hatte ich 10cm vergessen bei einer Phase:(
Das mit der 3 Draht Variante ist schon ok so, kommt dann immer drauf an was man hat und was haben will, aber fürn anfang so am leichtesten.
Was an Draht drauf geht, must du selber testen was du max. drauf bekommst.

ggf. kannst mit Klingeldraht oder Feuchtraumlitze üben;)

dochilli
06.10.2010, 17:04
Jetzt bin ich fertig geworden. Leider habe ich nur 4 Wicklungen je Zahn draufbekommen, dafür sehen die aber auch sauber aus. Der Motor sollte jetzt also etwas höher drehen. Er funktioniert auch, was ja für einen Erstversuch schon mal ok ist. Was mich allerdings stutzig macht, ist dass ich den Eindruck habe, dass der Motor jetzt ein viel stärkeres Rastmoment zeigt. Ich meine, dass das vorher deutlich geringer war. Woran kann das liegen?
Viele Grüße
Martin

Fräänk
23.10.2010, 13:08
Hallo zusammen,

ich habe den gleichen Motor.Geplant ist er als Antrieb einer Ialomita (ca.1,6kg) mit 5s und ca.60-70A.
Nach ersten kurzen Test´s mit 4s und einer 13x10 an einem 45mm Mittelteil wurde er
bei ca.38A und Einschaltzeiten von 10 Sek. schon ziemlich heiß (anfassen ging nicht).
Deshalb habe ich mich entschieden den Motor zu zerlegen und neu zu bewickeln.
Nach dem ich die komplette Pulverbeschichtung entfernt habe gingen maximal 4+3 Windungen auf einen Zahn.
Deshalb habe ich angefangen die einzelnen Slots mit einem Dremel etwas Tiefer auszuschliefen.
Jetzt ist der Slot ca.5mm Tief und der untere Rückschlußring mit 1,5mm genauso Stark wie der äußere Rückschlußring.

Hier mal ein Bild von der ersten Testwicklung mit 1,06mm Draht. Ich habe auf dem ersten Zahn 5 und dem zweiten 4 Wicklungen drauf bekommen.

545048

545049

Jetzt meine Frage an die Wickelprofis:
Geht das so mit den unterschiedlichen Wicklungszahlen?
Mit wieviel U/V kann ich rechnen?
Was für Prop´s empfehlt Ihr?

Achso der Staor hat einen Durchmesser von 28mm und ist 27mm Lang und es sind 14 Magnete in der Glocke.

Schon mal vielen Dank.

Gruß Frank

Nice
23.10.2010, 18:33
Hi,
erstmal müste man wissen was für ein Flieger das ist, konnte unter dem Namen nix finden.
Dann müsste man mal wissen, was so die anderen an LS auf den flieger haben bei wie viel S oder was die anderen so an U/V machen.
Wenn die alle nur mit 3S Fliegen und du nur 4S hast, kann man den Motor auch an die gleiche LS dann anpassen.
Da es sich um ein 12N14P handelt ist es egal, ob du die Wicklung 4+4 machst oder gleich 8 auf einen Zahn.
Aber verteilt geht ja ein dickerer Draht drauf;)

Wenn du weist was an Windungen drauf waren und du die U/V gemessen hast, kannst du damit rechnen was du an Windungen dann brauchst.

hast du sonst noch Daten vom Motor?
Isopapier nicht vergessen.

Fräänk
24.10.2010, 12:58
Hallo,

die Ialomita ist ein ehemaliges f5b Modell von M.Weberschock. Normal wurde sie mit 27zellen und 16 Zoll Luftschrauben geflogen.
Das ich solche LS mit dem Motor nicht bewältigt bekomme ist klar, aber wahrscheinlich auch nicht notwendig.
Ich möchte einfach einen preiswerten Antrieb haben mit dem ich den Flieger als Hotliner verwenden kann.
Die 5s Antriebsvariante ergibt sich aufgrund der Rumpfform, da hier ein 5s Pack saugend reinpasst ( im prinzip passen sogar 2 hintereinander rein).
Wieviel Amper wird der Motor am Ende ungefähr mit dem Draht und kurzen Einschaltintervallen von 10 Sek. aushalten?
Eingebaut ist er als Hinterspantmontage mit Turbospinner.
Gibt es ein Tool mit dem man in Abhängigkeit von den Statormaßen und der Magnetanzahl die benötigten Windungszahl für eine bestimmte LS bei einer bestimmten Leistung ermitteln kann?

Gruß Frank

Nice
24.10.2010, 19:52
Tool
weiß nicht, nie nach gesucht.
ich nehme entweder die Windungszahl die der Motor hatte oder mache eine Testwicklung und ermittel so die U/V bzw die Windungen die der dann für eine gewisse U/V brauch.
0,8er und bei guter Kühlung in D kannst du kurz mal 50Amper haben.
Auf ralph´s HP ist eine Tabelle (http://www.powercroco.de/draht_daten.html)
Die Werte sind auf der sicheren Seite für Dauerlast, so wie ich das bis dato ermitteln konnte, hängt aber auch vom Motor dann ab.

Befor wir hier noch großartig hin und her schreiben,
Du must erstmal wissen, was du für eine LS drauf haben willst, eine 16" kann der schon an 5S drehen, dabei brauchst aber warscheinlich so viel Windungen das der Draht so dünn ist, das der nur noch 15 Amper oder so ab kann.
Besser fürde es in diesen Fall mit Getriebe sein, so kann der Motor eine höhere U/V bekommen um die 16" zu drehen.

Ohne Daten zum Rechnen zu haben, ist jede Antwort schon fast immer die die in die Falsche Richtung geht.

Wichtig ist zB.
Spannweite
Gewicht des ganzen
Steigleistung oder welcher Speed soll erreicht werden
Wie viel S, denke mal die 5S, was können die ab?

Hast du den DC, dann schau mal da rein, such nen Motor in der Baugröße und 12N14P und spiel etwas mit dem DC rum.

Ohne genauen Einsatzzweck bringt alles andere Denken nix, habe hier ca 10 Motoren die auf nen Verwendungszweck und so auf eine Wicklung warten.

Fräänk
26.10.2010, 09:44
Hallo Dennis,

ich hab mal die einzelnen Parameter zusammengetragen.

Flieger: Ialomita von Weberschok.

546572

Spannweite.1,75m
Abfluggewicht ca.1,6kg mit 5s und dem Turnigy TR 35-48
Motor sollte einen maximalen Außendurchmesser von 35mm haben da sonst eine Hinterspandmontage nicht möglich ist.

Ziel: senkrechtes Steigen - möglichst beschleunigen (ca. 35m/s)

Antriebsdaten: 5s-2.800mAh 30C - 18V - Amax 60 bis 70A für ca. 10 bis 15 Sek.
KLS 12x8 /11x10 / 10x10 mit 10.500 bis 11.000 UPM daraus ergeben sich ca. 1000 bis 1250Watt.

Ich hoffe das wir damit etwas weiter kommen.

Schon mal vielen Dank - Gruß Frank

Nice
26.10.2010, 16:48
Hi
Würde sagen
11x10 ggf mit verschränkung ist das max für den 800ter Motor
Mein Tip
machs so wie die das bei den Speed Fliegern haben.
Motor umdrehen und vorne dran, so kannst du auch nen größeren Motor verwenden und so hast auch mehr Leistung über.
die 35m/s sind mit der 11x10 wohl grade so drin, würde ich meinen.

ingo_s
31.10.2010, 11:38
Hi,
ich habe hier einen TG SK35-36 mit Wicklungsschluss, die Wicklung habe ich schon runter. Hat man mit einfachen Mitteln die Möglichkeit den Stator zum neu Bewickeln abzubauen ohne ihn zu beschädigen? Ist der nur verklebt, oder/und gepresst? Wie geht man am besten vor?

Gruß Ingo

nexus665
31.10.2010, 13:37
Hi Ingo,

meine Turnigy Motoren sind alle verklebt, einige haben sogar ein Gewinde auf dem Träger!

Ohne kräftigst anzuheizen und dann entweder "abschrauben" mit einer Zange mit runden Backen und Leder dazwischen (vorsichtig, daß Du das Statorpaket nicht beschädigst!) oder mit einem Auspreßdorn (der in den Statorträger hineinragen muß, bzw. den Innendurchmesser des selbigen vollkommen ausfüllen und einen Absatz für den Außendurchmesser des Trägers haben) in der linken Hand mit Leder den Stator halten und mit der rechten ausschlagen.

Wenn Du einen Auspreßdorn verwendest der den Innendurchmesser nicht ausfüllt, schaffst Du es nur, den Träger für alle Ewigkeit im Stator zu verankern, da Du ihn dann komprimieren wirst. Warum ich das nur weiß ;)

Der Kleber, den Turnigy verwendet, scheint ein besonders hartnäckiger zu sein. Da mußte ich echt ewig heizen, bis sich der mal beeindruckt zeigte. Gestunken hat's auch ordentlich :D

lG,
Simon.

ingo_s
31.10.2010, 14:47
Hi Simon,

was heisst bei dir kräftig anheizen?
Nur von Außen den Stator mit Heissluft (oder sogar Flamme) aufheizen? Backofen ist wohl nicht so gut, wegen dem höherem Ausdehnungs-Koeffizienten des Alu-Trägers. Oder doch Backofen, weil wenigstens der Kleber sich löst?
--
Habe eben noch einen Thread gefunden, wo es mit Backofen nicht funktioniert, aber mit Heißluft oder Gasflamme. Werde das dann auch mal probieren.
--

Gruß Ingo

Nice
31.10.2010, 15:02
Hi
ich habe mir einige Heitzspiralen gebaut, die in den Statorträgfer kommen, also von innen nach außen aufheizen.
Zwei Schrauben vorn an den Träger, die im Schraubstoch spannen
wenns außen dann so heiß ist, das die Spucke schnell verdunstet, mit Zange und Schutz (Leder) veresuchen zu drehen, hin und her, nie nicht mit hoher gewalt.
Wenns nicht klappt, wieder heiß machen und ins 0° Wasserbad, Alu kühlt schneller als der Stator ab, dann wieder heiß machen und mit drehen versuchen.
Wenn das nicht geht, Stator zwischen Holzbacken in den großen Schraubstock und dann etwas mehr gewalt anwenden, weiches Holz ist vorteilhafter.
Das muste ich erst ein mal machen.

Am besten die wicklung ist dabei noch drauf, hält die Bleche etwas besser an seine stelle.

nexus665
31.10.2010, 15:13
Hi,

mit kräftig anheizen meine ich mehrere Minuten mit einer Heißluftpistole...450° bei mir.

Dennis hat das sehr schön beschrieben, auch ich finde, die Wicklung sollte dabei noch drauf sein - bzw. wenn Du sie schon runter hast bring' einfach eine neue auf, paar Windungen, möglichst straff.

Jegliche Gewalteinwirkung auf die Statorbleche direkt quittieren die mit grober Verformung - also mit Gefühl vorgehen, wie Dennis schrieb :)

lG,
Simon.

ingo_s
31.10.2010, 15:44
Hi,
danke für die Tipps :-)

Am besten werde ich wohl erst mal vorsichtshalber die Lager rausnehmen. die sind hoffentlich nur leicht eingepresst und lassen sich mit leichter Erwärmung (so 100 Grad im Backofen) gut entnehmen.
Eine Schutzwicklung werde ich dann auch noch drauf machen vor den ersten Versuchen.

Gruß Ingo

ingo_s
31.10.2010, 16:21
Hi,
nach 10min bei 120Grad ließen sich die Lager gut rausnehmen.
Also 1. Hürde schon mal geschafft :-)

Heute werde ich noch die Demontage-Wicklung anbringen und evtl. morgen an den Stator gehen.

Gruß Ingo

ingo_s
31.10.2010, 16:53
Hi,

jetzt wollte ich es doch noch heute wissen.
Mit 600Grad Fön so zwei bis drei Minuten rund um den Stator ließ der sich ganz leicht bewegen und mit hin und herdrehen abnehmen :-))
In den Alu-Träger hatte ich zwei Schrauben mit Hülsen eingeschraubt und das in den Schraubstock gespannt.

Wenn das immer so leicht geht, bekommt man ja Lust auch mal eine nicht defekte China-Klingel zu tunen.

Gruß Ingo

ingo_s
01.11.2010, 23:03
Hi,

ich habe es geschafft, den Motor mit 7 Windungen 0,75er Draht zu bewickeln. Die Litze, die vorher drauf war, war verklebt. Ist es ratsam, auch den 0,75er Draht etwas zu verkleben bzw. leicht mit Uhu Endfest zu tränken?
Die Wärme kann ja ohne Kleber sicher besser abgeführt werden.

Gruß Ingo