PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 03.10.2010 = 20 Jahre Deutsche Einheit - Fluch oder Segen?



udogigahertz
02.10.2010, 13:15
Am 03.10.2010 jährt sich nun schon zum 20. Male der Tag, an dem Deutschland wiedervereinigt wurde.

Jeder von uns, der die damaligen Ereignisse hautnah miterlebt hat, dürfte seine eigenen, ganz persönlichen Ansichten zu diesem Ereignis haben.

Was mich interessiert, sind eure Meinungen zu diesem Thema:

Wer meint, in der Wiedervereinigung, die von so vielen Bürgern auf beiden Seiten der damaligen Demarkationslinie sehnlichst herbeigewünscht wurde, einen Segen zu erkennen?

Oder hätte man das damals doch ganz anders, womöglich gar nicht, machen sollen?

Wäre sowas überhaupt möglich gewesen?

Grüße
Udo

evil dead
02.10.2010, 15:25
Bisher weiß ich nur dass das ganze Unmengen unseren Geldes verschlungen hat und das immer noch tut ( Soli )

Und bis auf die "Großstädte" wurde der Rest zur "3.Welt" - verlassen, ohne Wirtschaft, ohne Arbeitsplätze.....

Menschlich ist es sicher so wie es jetzt ist zum großen Teil besser, aber nicht für alle und nichtmal für die meisten....

Da hat es angefangen, dass man nicht nur einzelne Branchen sondern ein ganzes Land belügt und verscheissert....aus politischer Sicht gesehen....

Ich sehe das als Anfang vom Ende und soweit sind wir vom Ende nicht mehr weg....

Ansonsten warte ich noch auf ne Antwort von dir in dem Akkuweichen Thread :D

SirToby
02.10.2010, 15:40
Die Wiedervereinigung war aufgrund der Geschehnisse unumgänglich. Hätte man sie nicht vollzogen, so hätte das niemand verstanden. Ich kann mir keine andere Lösung vorstellen, als das, was geschehen ist. Ob sie SO, wie geschehen, sinnvoll gewesen ist, darüber kann man lange diskutieren. Fakt ist: Wir haben sie, die Wiedervereinigung, und müssen/dürfen damit leben. Punkt. Kulturell und geschichtlich eine Bereicherung, wirtschaftlich keine Glanzleistung...
Vieles ist in der Wiedervereinigungseuphorie seinerzeit nicht bedacht worden. Es passierte ja auch Knall auf Fall.

Zyniker behaupten, die Mauer wäre eine tragende Wand gewesen, die man besser nicht hätte einreißen sollen...

Aber es wird uns ja eh' alles ungefragt übergestülpt, genau, wie die Einführung des Euro...

Beste Grüße
Tobias

hänschen
02.10.2010, 15:40
Hi Udo,
hast du Langeweile?:rolleyes:
Dieses Thema haben wir vor nicht allzu langer Zeit unter deiner Mitwirkung rauf und runter diskutiert, seither ist die Welt noch nicht eingestürzt...

egge
02.10.2010, 19:43
Am 03.10.2010 jährt sich nun schon zum 20. Male der Tag, an dem Deutschland wiedervereinigt wurde.

Jeder von uns, der die damaligen Ereignisse hautnah miterlebt hat, dürfte seine eigenen, ganz persönlichen Ansichten zu diesem Ereignis haben.

Was mich interessiert, sind eure Meinungen zu diesem Thema:

Wer meint, in der Wiedervereinigung, die von so vielen Bürgern auf beiden Seiten der damaligen Demarkationslinie sehnlichst herbeigewünscht wurde, einen Segen zu erkennen?

Oder hätte man das damals doch ganz anders, womöglich gar nicht, machen sollen?

Wäre sowas überhaupt möglich gewesen?

Grüße
Udo

Ist doch Top gelaufen !
Was hätten sie denn tun sollen :confused:
Öl und Gas im Boden verstecken und dann die westlichen Werte im Harz verteidigen ?

Man muß es doch mal so sehen:
Das was es "uns" gekostet hat, das kann man heute dicke sparen.
Da gibts ganze Bauernhöfe mitten aufm Land mit erneuerten Fenstern und Heizung !
Wo bekommt man schon noch 400qm Wohnfläche verteilt auf 2 Gebäude für 70.000.- Euro ?
Drumherum noch zig Ha Wiesen und Felder, 5 Garagen und 2 Scheunen.
Und Strom !
Ideal für Modellflieger !

Hätte man das Land auf moderne Weise "befreit", müsste man sowas erstmal neubauen.
Von den Kosten die anfallen um den Boden abzutragen, weil urangehärtete Munition drinsteckt, ganz zu schweigen ;)

FrankR
03.10.2010, 00:31
03.10.2010 = 20 Jahre Deutsche Einheit - Fluch oder Segen?

Fluch

Agent Smith
03.10.2010, 08:48
03.10.2010 = 20 Jahre Deutsche Einheit - Fluch oder Segen?

Segen

christof buss
03.10.2010, 09:01
03.10.2010 = 20 Jahre Deutsche Einheit - Fluch oder Segen?

Oder.

mischel
03.10.2010, 09:39
Hi,

als "Wessi" bin ich der Meinung, daß es ein Segen ist. Es hätte, insbesondere für die "Ossis", ein noch viel größerer Segen sein können, wenn das Ganze mit sinnvollem Plan und Konzept und vor allen Dingen ohne das teilweise stattgefundene Platt- und Kaputtmachen stattgefunden hätte, das einzig und allein dem Taschenvollstopfen Weniger gedient hatte und von unserer Obrigkeit offenen Auges geduldet wurde.

Da wir alle nicht in einem isolierten Raum für uns allein leben, wir sind halt ohne Wenn und Aber eingebunden in unsere Umgebung sowohl im Osten wie auch im Westen, haben wir auch zwangsläufig teil an dem Geschehen um uns herum. In jeder Beziehung und mit allen Folgen. Die in diesem Zusammenhang oft genannten "zu hohen Kosten" sind m.E. plumpe Biertischparolen( , denen jeglicher Hintergrund fehlt) oder gründen auf Neid und ähnlich niedrigen Beweggründen.

Wer immer noch nicht begriffen hat, daß es nicht funktioniert, für sich nur die Rosinen aus dem Kuchen zu picken, wird auf Dauer vermutlich und hoffentlich zu den Verlierern zählen. Schade, daß es im Jahr 2010 nach Christi Geburt noch immer derartiges Gedankengut gibt.

meint
der Michael

Gast_17687
03.10.2010, 09:57
Hi,

als "Wessi" bin ich der Meinung, daß es ein Segen ist. Es hätte, insbesondere für die "Ossis", ein noch viel größerer Segen sein können, wenn das Ganze mit sinnvollem Plan und Konzept und vor allen Dingen ohne das teilweise stattgefundene Platt- und Kaputtmachen stattgefunden hätte, das einzig und allein dem Taschenvollstopfen Weniger gedient hatte und von unserer Obrigkeit offenen Auges geduldet wurde.

Da wir alle nicht in einem isolierten Raum für uns allein leben, wir sind halt ohne Wenn und Aber eingebunden in unsere Umgebung sowohl im Osten wie auch im Westen, haben wir auch zwangsläufig teil an dem Geschehen um uns herum. In jeder Beziehung und mit allen Folgen. Die in diesem Zusammenhang oft genannten "zu hohen Kosten" sind m.E. plumpe Biertischparolen( , denen jeglicher Hintergrund fehlt) oder gründen auf Neid und ähnlich niedrigen Beweggründen.

Wer immer noch nicht begriffen hat, daß es nicht funktioniert, für sich nur die Rosinen aus dem Kuchen zu picken, wird auf Dauer vermutlich und hoffentlich zu den Verlierern zählen. Schade, daß es im Jahr 2010 nach Christi Geburt noch immer derartiges Gedankengut gibt.

meint
der Michael

Sehr gut getroffen Michael, dem kann ich als "Ossi" nur zustimmen.
Soli hin oder her ich kann es nicht mehr hören. Hier haben sehr viele Leute unverschuldet einen viel höheren Preis bezahlt.
Oder kann mir mal jemand erklären warum ein "Ossi" 20 Jahre nach der WV immer noch 10-15 % weniger verdient. Wieso ein "Ossi" der sein leben lang gearbeitet hat nur 590€ Rente bekommt der "Wessi" im selben Job aber 1350€, die Kosten um "überleben" zu können sind aber schon Jahre in beiden Regionen gleich.:mad::cry:


Gruß Sven, der jetzt fliegen geht:)

SirToby
03.10.2010, 11:08
Sehr gut getroffen Michael, dem kann ich als "Ossi" nur zustimmen.
Soli hin oder her ich kann es nicht mehr hören. Hier haben sehr viele Leute unverschuldet einen viel höheren Preis bezahlt.
Oder kann mir mal jemand erklären warum ein "Ossi" 20 Jahre nach der WV immer noch 10-15 % weniger verdient. Wieso ein "Ossi" der sein leben lang gearbeitet hat nur 590€ Rente bekommt der "Wessi" im selben Job aber 1350€, die Kosten um "überleben" zu können sind aber schon Jahre in beiden Regionen gleich.:mad::cry:


Gruß Sven, der jetzt fliegen geht:)

Tja, Sven, daran waren wir "Wessis" aber auch nicht schuld! Aber wir nehmen uns alle der Herausforderung an, gemeinsam. Vielleicht bin ich in der Vaergangenheit mit den falschen "Ossis" zusammengetroffen, aber meine Erfahrung ist größtenteils gewesen: Auf einmal tritt eine gewisse Großkotzigkeit der neuen Bürger auf, mit der alles als Selbstverständlich hingenommen wird. Ich habe teilweise nur mit offenem Mund dagestanden und habe mir gedacht: Hallo? Ich finanziere diese ganz WV mit! Den quasi Wiederaufbau. Damit sage ich nicht, daß das Geld nur aus den alten Ländern kam/kommt! Aber wir haben alle zusammen ganz schön bluten müssen für diese WV - ungefragt. Damit erwarte ich keine Dankbarkeit - es ist einfach eine Aufgabe, die wir alle schultern müssen. Wenn mir aber jemand aus den neuen Bundesländern dann noch arrogant und herabblickend gegenübertritt, als wäre das alles eine Selbstverständlichkeit, dann bin ich sauer, aber richtig!

Mahlzeit
Tobias

udogigahertz
03.10.2010, 11:20
Oder kann mir mal jemand erklären warum ein "Ossi" 20 Jahre nach der WV immer noch 10-15 % weniger verdient. Wieso ein "Ossi" der sein leben lang gearbeitet hat nur 590€ Rente bekommt der "Wessi" im selben Job aber 1350€, ........
Um eine schlüssige Erklärung dafür zu bekommen, solltest du mal die verantwortlichen Politiker fragen; aber ich fürchte, außer Drumherumreden und seichtes Geschwafel wird da nicht viel kommen.

Andererseits könnte ja auch der "Wessi" mit Fug und Recht fragen, warum denn die ex-DDR-Leute überhaupt Geld aus unserer Rentenkasse bekommen, haben sie doch bis zur Wiedervereinigung keine müde Mark in diese Kasse eingezahlt, aber unmittelbar danach Rente kassiert, die natürlich komplett von Westdeutschen Beitragszahlern (oder dem Staat) gefüllt wurde.

Ich will damit jetzt nicht zum Ausdruck bringen, dass ich diese Regelung schlecht finde, denn: Wie hätte das denn sonst stattfinden sollen? Es war die einzig mögliche Lösung, alles andere hätte noch mehr Unrecht auf der einen wie auf der anderen Seite zur Folge gehabt.

Leider vergessen hier immer wieder gewisse Leute, vor allem die aus den "neuen Bundesländern" (ich mag diese komischen Bezeichnungen nicht, warum muss man da, 20 Jahre nach der Wiedervereinigung, immer noch diese Unterschiede machen?; so lange das geschieht, wird man leider eben diese Unterschiede machen müssen.) diese Fakten und fangen immer und immer wieder das Jammern an, darüber, dass sie ungerecht behandelt werden, dass sie viel zuwenig Geld für gleiche Arbeit bekommen usw.

Unterschwellig verursachen solche Jammereien uns Westdeutschen Bürgern Schuldgefühle gegenüber unseren "armen Brüdern und Schwestern im Osten", wobei wir ja nun wirklich dafür nichts können, verantwortlich sind unsere Politiker und vor allem die Umstände, die zur Teilung Deutschlands geführt haben. Die sind nämlich ursächlich dafür, dass praktisch die gesamte DDR-Wirtschaft (mit Ausnahmen) nicht konkurrenzfähig war und demzufolge plattgemacht wurde, was wiederum eine Massenarbeitslosigkeit im Osten zur Folge hatte.

Die geringere Bezahlung der Arbeitnehmer dort soll ja immerhin ein Anreiz sein, dort Arbeitsplätze neu zu schaffen ..... nur klappt das anscheinend nicht so recht.

Also bitte liebe Ostler: Nicht immer nur Jammern, macht was, schreibt eure Politiker an, sie mögen dafür sorgen, dass ihr gleichen Lohn bekommt, geht dafür auf die Strasse (habt ihr doch vor mehr als 20 Jahren auch gemacht; mit Erfolg), kümmert euch, meinen Segen dafür habt ihr, aber lasst dieses ewige Gejammere allenthalben, das geht einen auf den S****.

Grüße
Udo

gexx
03.10.2010, 11:26
Ein absolut sinnlose Diskussion!:D

- Die heutigen Probleme sind nicht zwangsläufig auf die Wiedervereinigung zurückzuführen
- schaut euch die Geschichte Deutschlands an, vor allem die Gründe der Trennung...die Wiedervereinigung war ein MUSS!
- Stichwort "Kalter Krieg" -- denkt mal darüber nach...noch nie in der Geschichte war Europa soweit von einem Krieg entfernt, wie jetzt...
- die Trennung Deutschlands war durch unser Volk verursacht
- den "Soli" müssen seit 20 Jahren alle zahlen, "Ossi" und "Wessi"

- Was ist ein Ossi und Wessi? Begriffe der ewig Gestrigen!

Grüße
Robert

Gast_15450
03.10.2010, 11:29
Guten Morgen
"Fluch oder Segen " Welch ein grandioser Quatsch !
Dir hätte ich eine intelligentere Überschrift zugetraut.
Gruss Gunter
http://Fliegerforum.embeh.de

Udo Fiebig
03.10.2010, 11:32
Am 03.10.2010 jährt sich nun schon zum 20. Male der Tag, an dem Deutschland wiedervereinigt wurde.
...
Oder hätte man das damals doch ganz anders, womöglich gar nicht, machen sollen?
Wäre sowas überhaupt möglich gewesen?
Oh du mein Namensvetter, ihm ist wirklich langweilig. :rolleyes:
.....
Oder ... ist es (nicht?) möglich, nach nun 20 Jahren das 'IST' als Realität zu akzeptieren und nicht über 'was wäre, wenn ...' zu diskutieren/lamentieren?

Aber vielleicht wäre auch dies hier ein 'Café Klatsch'-Thema:
"Was wäre gewesen, wenn die Zweite Wiener Türkenbelagerung durch Truppen des Osmanischen Reiches im Jahre 1683 erfolgreich verlaufen wäre.
Wie seht ihr das?" ;)

Jetzt aber schnell weg ......... :D

Gruß Udo

udogigahertz
03.10.2010, 11:34
Hallo? Ich finanziere diese ganz WV mit! Den quasi Wiederaufbau.
Mahlzeit
TobiasUnd solche Aussagen sind genau das, was uns immer wieder spalten wird ....... denk mal darüber nach, was dieser Satz bei den "Ossis" gefühlsmässig auslöst ..... und du regst dich über ein "großkotziges Benehmen" mancher ex-DDR-Leute auf? :confused:


Aber wir haben alle zusammen ganz schön bluten müssen für diese WV - ungefragt. Damit erwarte ich keine DankbarkeitAber genau diese "Dankbarkeitserwartung", die du angeblich nicht willst, hast du hiermit indirekt eingefordert, weil du daran erinnert hast.

Als ich forderte, dass die Ossis uns nicht immer daran erinnern sollten, dass sie die Leidtragenden der Wiedervereinigung sind (das sind sie nämlich nicht, allen Ossis geht es heutzutage wirtschaftlich und politisch sehr viel besser, als früher unter dem Unrechtsstaat, es sei denn, man war selber Teil des Unterdrückungsapparates), bedeutet das natürlich auch im Umkehrschluss, dass wir Westler davon absehen, "denen" immer wieder unter die Nase zu reiben woher denn ihr Geld kommt, das sie ausgeben, das bringt genauso wenig nichts.

Im Übrigen sind die "Ossis" uns überhaupt keinen Dank schuldig, wofür denn? Ihre Freiheit haben sie sich selbst erkämpft, auf friedliche Weise, meistens jedenfalls und mit der Ungewissheit lebend, ob das alles klappt oder ob man im anderen Fall dann für ungewisse Zeit hinter Gittern verschwindet.

Da wir nunmehr seit 20 Jahren ein Staat sind, haben alle Bürger dieses Staates normalerweise gleiche Rechte und Pflichten.

Grüße
Udo

Gast_15450
03.10.2010, 11:38
Guten Morgen
Mein einziger Trost ist der,das die hier zeternden,maulenden und quäkenden hoffentlich in der Minderheit sind.
Gruss Gunter
http://Fliegerforum.embeh.de

udogigahertz
03.10.2010, 11:39
Guten Morgen
Mein einziger Trost ist der,das die hier zeternden,maulenden und quäkenden hoffentlich in der Minderheit sind.
Gruss Gunter
http://Fliegerforum.embeh.de
Sehe ich auch so.

Grüße
Udo

SirToby
03.10.2010, 11:49
Und solche Aussagen sind genau das, was uns immer wieder spalten wird ....... denk mal darüber nach, was dieser Satz bei den "Ossis" gefühlsmässig auslöst ..... und du regst dich über ein "großkotziges Benehmen" mancher ex-DDR-Leute auf? :confused:

Aber genau diese "Dankbarkeitserwartung", die du angeblich nicht willst, hast du hiermit indirekt eingefordert, weil du daran erinnert hast.

Als ich forderte, dass die Ossis uns nicht immer daran erinnern sollten, dass sie die Leidtragenden der Wiedervereinigung sind (das sind sie nämlich nicht, allen Ossis geht es heutzutage wirtschaftlich und politisch sehr viel besser, als früher unter dem Unrechtsstaat, es sei denn, man war selber Teil des Unterdrückungsapparates), bedeutet das natürlich auch im Umkehrschluss, dass wir Westler davon absehen, "denen" immer wieder unter die Nase zu reiben woher denn ihr Geld kommt, das sie ausgeben, das bringt genauso wenig nichts.

Im Übrigen sind die "Ossis" uns überhaupt keinen Dank schuldig, wofür denn? Ihre Freiheit haben sie sich selbst erkämpft, auf friedliche Weise, meistens jedenfalls und mit der Ungewissheit lebend, ob das alles klappt oder ob man im anderen Fall dann für ungewisse Zeit hinter Gittern verschwindet.

Da wir nunmehr seit 20 Jahren ein Staat sind, haben alle Bürger dieses Staates normalerweise gleiche Rechte und Pflichten.

Grüße
Udo

Tja, Udo, da hast Du mich mal wieder falsch verstanden. Ich finanziere die WV mit - d. h., ebenso, wie die Ostdeutschen auch! Ich habe nicht gesagt, daß der Westen das alleine finanziert!

Und nein, ich erwarte KEINE Dankbarkeit, sondern daß wir alle die Nase "gleich hoch" tragen.

Dreh' mir bitte nicht immer alle Worte im Mund herum, ok?

Tobias

SirToby
03.10.2010, 11:53
A propos "Ossi"/"Wessi"... Gut, man kann auch Ostdeutsche/Westdeutsche schreiben, aber das paßt ja hier auch einigen nicht. Was soll man denn dann anstelle dessen schreiben? Na? Wenn ich über Nord- und Süddeutsche schreibe, regt sich ja auch niemand auf. Also bitte: Um über solch eine Thematik zu diskutieren, muß man sich eben auf geographische Gegebenheiten berufen, geht ja nicht anders.

Oder soll ich schreiben: Aus den gebrauchten bzw. ungebrauchten Bundesländern? ;)

Tobias

udogigahertz
03.10.2010, 12:21
Tja, Udo, da hast Du mich mal wieder falsch verstanden.
TobiasEntschuldigung ....... eventuell hättest du dich aber auch etwas unmissverständlicher ausdrücken können? Immerhin könnten andere das auch falsch verstehen, nicht nur ich.

Ich finanziere die WV mit - d. h., ebenso, wie die Ostdeutschen auch! Ich habe nicht gesagt, daß der Westen das alleine finanziert!Tja, und genau solche Aussagen sind ..... ja, was eigentlich? Du finanzierst die Ostdeutschen auch? Aha. Und die Ostdeutschen finanzieren die Einheit auch? So kommen wir nicht zusammen, fürchte ich, denn was finanzieren denn die Ostdeutschen? Und wovon sollten die was finanzieren?

Wenn du hier schon mit "wer finanziert wen" anfängst, dann solltest du auch bitte bei den Tatsachen bleiben: Die "neuen Bundesländer" können sich nicht selbst finanzieren! Von denen kommt ..... nix! Im Gegenteil benötigen die ungeheuer viel Geld, Transferleistungen aus dem Westen, um überhaupt ihre Haushalte auf die Reihe zu bekommen, stellte man diese Zahlungen ein, so wärs das dort mit dem gegenwärtigen "Luxus" auf Kosten anderer, dann gäbe es keine Hartz-IV-Zahlungen im Osten, die Staatsbediensteten dort würden dann nicht mal ihre 80% Westgehälter bekommen usw. usw.

Der gesamt Osten hängt vollständig am Tropf Westdeutschlands und an diversen EU-Töpfen. Das ist einfach eine Tatsache.

Es bringt aber auch nichts, diesen Umstand immer wieder extra zu erwähnen, es sei denn, jemand glaubt, er Osten könne sich zu irgendwelchen Teilen selber finanzieren, dann gehört das geradegerückt.

Grüße
Udo

SirToby
03.10.2010, 12:38
Udo: WAS willst Du in diesem Thread mit der ungeheuer philosophischen Frage in der Überschrift diskutiert wissen?

Irgendwie hast Du Dich auf mich eingeschossen, das habe ich schon einmal bemerkt. Ich kann mich nicht erinnern, Dir ins Bier gespuckt zu haben... :(

Tobias

P.S.: Ich kann mir nicht vorstellen, daß Du nicht geahnt hast, was Dich nach der Eröffnung dieses Threads erwartet...

gexx
04.10.2010, 09:29
Wenn du hier schon mit "wer finanziert wen" anfängst, dann solltest du auch bitte bei den Tatsachen bleiben: Die "neuen Bundesländer" können sich nicht selbst finanzieren! Von denen kommt ..... nix!

Also Udo, Toby meinte mit seiner Aussage sicherlich nicht die Bundesländer selber, sondern die Einzelperson!

Und da herrscht nunmal Gleichheit. Ost- und Westdeutsche zahlen beide den Soli!
Es gibt im Osten und Westen sehr strukturschwache Regionen. Deshalb sollte man bei Förderungen Gesamtdeutschland betrachten und diese Regionen unterstützen (egal ob Ost oder West)

Dieses ganze Gerede, was wäre wenn...und hätte man doch nicht...geht mir so auf den Keks!:mad:

Stellt euch vor, ihr bleibt in einem 20km Stau auf der Autobahn stecken. Das ist ärgerlich und ihr denkt euch: "Wäre ich doch bloß abgefahren!".
Tja, aber wer sagt, dass das Abfahren besser gewesen wäre? Ihr hättet vielleicht auf der Ausweichstrecke einen tödlichen Unfall gehabt...denkt mal darüber nach.

udogigahertz
04.10.2010, 12:33
Hi Udo,
hast du Langeweile?:rolleyes:

@Udo Fiebig:
Oh du mein Namensvetter, ihm ist wirklich langweilig.

Keineswegs.

Da haben wir unseren Nationalfeiertag, ich stelle dazu eine zugegeben etwas provokant gehaltene Frage und ...... als Antwort kommt: "Hast du Langeweile?"

Wie kann eine so wichtige Frage nach dem Sinn oder Unsinn unseres Nationalfeiertages denn "Langeweile" sein?

Sollte diese Frage uns nicht allesamt in der einen wie der anderen Richtung bewegen?

Nun ja, auch hier merkt man allenthalben, dass es sich um Deutsche handelt, nur die treten ihre eigenen nationalen Belange mit Füßen, Leute anderer Nationen garantiert nicht, die wären aber sowas von stolz angesichts der erbrachten Leistungen (friedliche Revolution, ein totalitäres Unrechtsregime wurde allein durch zivile Massenproteste hinweggefegt, es wurden 2 völlig unterschiedlich organisierte Länder zusammengefügt, O.K. es gab dabei ein "paar" Ungereimtheiten, Milliardensummen sind verschwunden, praktisch alle DDR-Betriebe wurden plattgemacht, auch die, die konkurrenzfähig gewesen wären usw.). Alles in allem passierte da vor 20 Jahren ein Ereignis ohne Beispiel in der gesamten Menschheitsgeschichte, sowas gab es nie zuvor und wird es auch nie wider geben, aber wir Deutsche ziehen daraus nur die Konsequenz: "Hast du Langeweile"?

Na ja, ein Gutes hat aber doch diese praktisch nicht vorhandene Reaktion auf meine provokant verfasste Thread-Überschrift gezeigt:

- Es ist auf beiden Seiten inzwischen wohl so etwas wie Normalität eingekehrt, man hat sich an den Zustand gewöhnt und sich damit hüben wie drüben abgefunden, niemanden regt das heute noch auf, das ist doch immerhin ein Fortschritt in die richtige Richtung, wir sind nun mal seit 20 Jahren ein Staat und sollten auch danach handeln.

Grüße
Udo

Gast_17687
04.10.2010, 13:06
- Es ist auf beiden Seiten inzwischen wohl so etwas wie Normalität eingekehrt, man hat sich an den Zustand gewöhnt und sich damit hüben wie drüben abgefunden, niemanden regt das heute noch auf, das ist doch immerhin ein Fortschritt in die richtige Richtung, wir sind nun mal seit 20 Jahren ein Staat und sollten auch danach handeln.

Grüße
Udo

Falsch Udo von Normalität kann da keine Rede sein, im Gegenteil es wurde nie in den vergangenen 20 Jahren so viel kritisiert wie Heute.

Gruß Sven

MGS
04.10.2010, 13:28
...von Normalität kann da keine Rede sein...
Das mag für diejenigen gelten, die noch beide Staaten erlebt bzw. erlitten haben. Für die Generationen nach uns, sagen wir mal die heute unter 30 Jährigen, für die ist die Einheit der Normalfall. Und wir älteren sollten es langsam aber sicher auch so sehen und aufhören in Schubladen zu denken.

MfG Martin

udogigahertz
04.10.2010, 14:10
Falsch Udo von Normalität kann da keine Rede sein, im Gegenteil es wurde nie in den vergangenen 20 Jahren so viel kritisiert wie Heute.

Gruß SvenWer kritisiert denn exakt was?

Man sollte die durchaus angebrachte Kritik an dem, was der Staat generell macht (oder eben nicht macht), nicht gleichsetzen mit der Kritik an der Wiedervereinigung an sich.

Gejammert und gemeckert wird doch überall, zum überwiegenden Teil ja auch zu Recht, man denke nur an S 21, zum Teil aber auch ungerechtfertigt.

Natürlich darf jemand, der keine Arbeit hat, darüber erzürnt, erbost oder sonstwie nicht gut zu sprechen sein auf unseren Staat, das gilt aber doch Landesweit.

Welche Kritik meinst du denn hier im besonderen?

Grüße
Udo

Holofernes
04.10.2010, 22:07
Hach, es ist zum kringelig Lachen. Typisch Café Klatsch.
Der Threadstarter weiß nach 24 Postings schon nicht mehr, was er eigentlich zur Diskussion gestellt hat.
Damit fing alles an:

Wer meint, in der Wiedervereinigung, die von so vielen Bürgern auf beiden Seiten der damaligen Demarkationslinie sehnlichst herbeigewünscht wurde, einen Segen zu erkennen?
...oder kurz: Ist die Wiedervereinigung ein Segen?

Nach 24 Postings meint er ernsthaft, das wäre seine Frage gewesen:

Wie kann eine so wichtige Frage nach dem Sinn oder Unsinn unseres Nationalfeiertages denn "Langeweile" sein?
...oder kurz: Ist unser „Nationalfeiertag“ sinnvoll oder nicht?

Da kann man nur noch staunen...oder ist das ein Symptom beginnender Demenz (was ich wahrhaft keinem wünsche!)?

Was bin ich heilfroh, dass es hier in unserem Ländle keine Volksentscheide gibt. Wenn das Volk am Ende einer Diskussion schon nicht mehr weiß über was eigentlich abgestimmt werden soll...Gott behüte uns für immer und ewig vor solchen Katastrophen!

udogigahertz
05.10.2010, 10:03
Hach, es ist zum kringelig Lachen. Typisch Café Klatsch.
Der Threadstarter weiß nach 24 Postings schon nicht mehr, was er eigentlich zur Diskussion gestellt hat.
Damit fing alles an:

...oder kurz: Ist die Wiedervereinigung ein Segen?

Nach 24 Postings meint er ernsthaft, das wäre seine Frage gewesen:

...oder kurz: Ist unser „Nationalfeiertag“ sinnvoll oder nicht?

Da kann man nur noch staunen...oder ist das ein Symptom beginnender Demenz (was ich wahrhaft keinem wünsche!)?


Was ist dein Problem? :confused:
Wie ich bereits schrieb, wollte ich einfach nur einen Diskussionsthread rund um die Wiedervereinigung anlässlich des 20. Jahrestages dieses Ereignisses in Gang setzen. Damit ich hier überhaupt Reaktionen dazu auslösen kann, dachte ich bei mir so, dass die Überschrift erstens

- in Frageform dazustehen hat
und zweitens
- dass diese Frage einen etwas provozierenden Text beinhalten sollte,

ansonsten hätte hierzu anscheinend überhaupt keine Diskussion stattgefunden, wie ich an euren Beiträgen leicht erkennen kann, die sich mit der Formulierung meiner Frage beschäftigen usw., aber nicht mit dem Gegenstand des Diskussionsthemas.

Wenn du also noch irgendwas zum Thema beitragen kannst, dann bitte.

@Hub(Sven)
Falsch Udo von Normalität kann da keine Rede sein, im Gegenteil es wurde nie in den vergangenen 20 Jahren so viel kritisiert wie Heute.
Sven, was meintest du mit dieser Kritik? Wer kritisiert hier was? Und warum? Nur raus damit, tu dir keinen Zwang an und äußere dich.

Grüße
Udo

Gast_15450
05.10.2010, 10:25
Guten Morgen
An unserem Nationalfeiertag habe ich nur über das Datum zu meckern.
Franzosen feiern am 14.Juli bei meist bestem Wetter.In England wurde sogar der Geburtstag der Queen auf besseres Wetter verlegt.
Und wir Deutschen suchen uns die beschi....ste Jahreszeit aus. :cry:
Vielleicht war es aber auch politische Absicht möglichst wenig Bürger zun Feiern zu animieren :confused:
Gruss Gunter
http://Fliegerforum.embeh.de

udogigahertz
05.10.2010, 10:46
Guten Morgen
An unserem Nationalfeiertag habe ich nur über das Datum zu meckern.
Franzosen feiern am 14.Juli bei meist bestem Wetter.In England wurde sogar der Geburtstag der Queen auf besseres Wetter verlegt.
Und wir Deutschen suchen uns die beschi....ste Jahreszeit aus. :cry:
Vielleicht war es aber auch politische Absicht möglichst wenig Bürger zun Feiern zu animieren :confused:
Gruss Gunter
Meinst du? Vielleicht hätte man den 17. Juni als Tag der deutschen Einheit beibehalten sollen?

Grüße
Udo

mischel
05.10.2010, 18:34
... Alles in allem passierte da vor 20 Jahren ein Ereignis ohne Beispiel in der gesamten Menschheitsgeschichte, sowas gab es nie zuvor und wird es auch nie wider geben, ...

Wahre Worte, die jeder unterstützen wird, der über das Bxxx-Zeitung-Lesen schon hinaus ist und auch in der Lage ist, ein wenig über den Tellerrand hinaus zu blicken.

Servus
der Michael

SirToby
05.10.2010, 18:57
Offensichtlich wird das hier zu einem Hampelpampel-Thread...

Man hätte wohl auch fragen können:

Geschnitten Brot - einfrierbar oder nicht?

Grüße
Tobias
(der der Meinung ist, daß die Fragestellung zwar provokant, aber auch wenig zielführend ist... Sie wirkt dem Versuch, eine Diskussion herbeizuführen offensichtlich entgegen)

Flieger Frank
07.10.2010, 11:54
Aber vielleicht wäre auch dies hier ein 'Café Klatsch'-Thema:
"Was wäre gewesen, wenn die Zweite Wiener Türkenbelagerung durch Truppen des Osmanischen Reiches im Jahre 1683 erfolgreich verlaufen wäre.
Wie seht ihr das?" ;)

Endlich mal ein intresantes Thema :)
Nee jetzt mal im ernst 20 Jahre rum und da redet immer noch einer von Ossi und Wessi. wie wärs den mal mit Nordi und Südi mal was neues und bei uns hir in Sachsen sammelt gerade ein Radiosender das Begrüßungsgeld wieder ein ums zurückzugeben.
Wir sollten fliegen gehen, dass macht mehr Spaß, da giebts keine Ossis, Wessis, Nordis od Südis da giebts nur Modellflieger die sich gegenseitig unterstützen (so sollte es zumindest sein) die Spaß am fliegen haben, fachsimpeln usw.
Gruß Frank

udogigahertz
07.10.2010, 12:01
Wir sollten fliegen gehen, dass macht mehr Spaß, .................
Gruß FrankSehe ich auch so ..... vor allem, wenn "wir Wessis" daran denken, dass "ihr Ossis" euer Hobby nur betreiben könnt, weil es diese andauernden Geldtransfers in den Osten gibt ......... (jetzt aber schnell wech ....)


Nix für ungut ;)

Grüße
Udo

MGS
07.10.2010, 12:03
Wir sollten fliegen gehen, dass macht mehr Spaß, da giebts keine Ossis, Wessis, Nordis od Südis da giebts nur Modellflieger...
und Böötlefahrer, Eisenbahner, Trucker, etc. über die man sich echauffieren kann ;)

MfG Martin

SirToby
07.10.2010, 21:05
Ich bin hier 'raus...

Dem Quatsch gebe ich mich nicht hin...

Tschö, Ossis:
Erfurt ist schön...
Tschö, Wessis:
das Ruhrgebiet ist besser, als sein Ruf...
Tschö, Nordis:
Hamburg ist eine Reise Wert...
Tschö, Südis:
Das Oktoberfest mußte bisher auf mich verzichten...

Grüße
Tobias