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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Aushärtung trotz zu wenig Härter?



zottel
10.03.2003, 17:19
hi,
hab dummerweise mit 24h Epoxy das falsche Mischungsverhältnis benutzt. Konkret zu wenig Härter! Was hat das für eine Auswirkung auf die Klebestelle und deren Belastbarkeit?
Kennt sich damit jemand aus bzw. hat selbst Erfahrung gesammelt?
MFG
Christian
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schiebe es mal zu den Werkstoffen
HWE

[ 10. März 2003, 18:14: Beitrag editiert von: Heinz-Werner Eickhoff ]

Dennis Schulte Renger
10.03.2003, 17:23
Moin!!

Ich kann dir da nun keine hochtechnische Erklärung oder so bieten, aber ich denke die Belastbarkeit wird schon abnehmen (kommt aber auch immer drauf an wieviel Härter du zu wenig genommen hast)

Weswegen ich aber eigentlich poste:

Soweit ich weiß kann man durch tempern (also erhitzen auf ca 60 Grad) ein wenig bei der Aushärtung nachhelfen. In gewissem Maße natürlich nur. Das Ganze wird durch die Hitze erst wieder weicher und danach härter als zuvor.

[ 10. März 2003, 17:26: Beitrag editiert von: Dennis Schulte Renger ]

zottel
10.03.2003, 17:49
hi,
konkret war das mischungsverhältnis 100:25 und es hätte aber 100:40 sein müssen...

hab zum härten das auf die heiung gelegt, das sind wohl eher keine 60 grad...

problem ist auch, das die stelle innen geklebt ist und da höhenleitwerk belastbar sein musz.
christian

Yeti
10.03.2003, 18:49
Hallo Zottel,

mein Tipp: Nimm das Leitwerk von der Heizung und versuche es auseinanderzuziehen, solange es noch geht. Kratze das Harz ab und verklebe es neu (mit dem richtigen Mischungsverhältnis).

Bei Epoxydharz reagiert das Harz mit dem Härter. Wenn von einer Komponente zu wenig da ist, findet die andere Komponente teilweise keinen Reaktionspartner. D.h., du hast, selbst, wenn sich das Harz irgendwann mal hart anfühlen sollte, innen unausgehärtetes Harz. Bei einer Leitwerksverklebung wäre mir das zu heikel.

Sorry!

Yeti

Thommy
10.03.2003, 19:50
Hallo ,
leider keine gute Nachricht, der Schneemensch hat es auf den Punkt gebracht.
Neumachen ist angesagt.
Gruß
Thommy

plinse
19.03.2003, 08:38
Moin Christian,

die Temperaturfestigkeiot hängt stark vom Harztyp und der Temperung ab. Je heißer das Harz getempert wurde, desto mehr Hitze kann es ab, natürlich in gewissen Grenzen.

Wenn du die Grenzen überschreitest, ist hinterher nix mehr mit wieder richtig hart werden.

Teils werden Temperaturfestigkeiten von max. 60°C bis 120°C angegeben für Harze, die beide male mit 80°C getempert wurden. Das erstere bei 10°C ausgehärtet kann nur 35-40°C ab.

Wie du siehst, hängt es also sowohl am Harz als auch an der Temperung. Einige Harze muß man tempern, andere nicht, einige spezielle kann man mit bis zu 250°C tempern, die meisten mit bis zu 80°C...

zottel
19.03.2003, 12:09
Danke an alle.

Hab das Teil in Bruchrichtung stark belastet.
Da rührte sich nix. Da ich das ganze hätte aufbrechen müssen und es offensichtlich gut hielt, hab ich das sein gelassen. Der Erstflug ist jetzt hinter mir, hat alles sehr gut gehalten. Leider scheint durch die Hitze(Heizung) etwas verzogen zu sein. Ab welchen Temperaturen muß man damit rechnen, das eigentlich ausgehärtetes GFK "weich" wird. Ist nach Abkühlung die Festigkeit wieder gleich hoch?
MFG
Christian