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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Flugzeugrumpf mit Kohlematte verstärken?



CrashChris
16.07.2003, 19:00
Wer kann mir einen Rat geben?

Trotz aller bisher gehörten negativen Aussagen über die Simprop-Rümpfe habe ich mir einen ExcelCompetition 2 bestellt.
Da ich den Flieger auch mal am Hang nutzen möchte, will ich von vornherein den Rumpf von innen mit einer Matte verstärken.
Was für ein Material (Kohle oder Kevlar oder Glas ) ist in welcher Dicke sinnvoll?
Evtl unter 45° einlegen?
Und wie weit (Richtung Heck) verstärken, denn zuviel kann zuviel sein, oder?

Claus Eckert
16.07.2003, 21:59
Hallo Chris,

ich kenne zwar den Rumpf nicht, grundsätzlich hätte ich ein paar Gedanken für das Problem.

Da es ja beim Landen nach einem ausgiebigem Hangflug manchmal etwas rauer zugeht, ist es eigentlich richtig Verstärkungen im Rumpf einzubringen. Die Materialien Kohle und Kevlar bergen aber ein paar Eigenheiten in sich. Abgesehen von der Längenausdehnungsproblematik eines Materialmixes mit dem Glasgewebe das nachträglich im Rumpf eingebracht wird, schirmt Kohle elektrisch ab und ist Kevlar schwierig zu verarbeiten (schneiden).
Da es bei der Landung um die richtige Krafteinleitung geht, würde es sich anbieten diese mit Glasgewebe belegten Sperrholzspanten zu machen. Kannst aus optischen Gründen auch Kohle nehmen. ;)
Rumpfkeule und der Rumpfübergang zum Seitenleitwerk sind m.W als kritischste Stellen zu betrachten.
Die Platzierung der Spanten ist je nach Rumpf verschieden. Grundsätzlich ist eine Krafteinleitung in Richtung Flächenaufnahme nie verkehrt. Im hinteren Übergang kann man die Röhre von innen verstärken. Dabei ist aber das Hauptproblem das Anrauen des bestehenden Gewebes. um eine kraftschlüssige Verbindung zu bekommen. Evtl. bietet auch hier ein Spant vom Rumpfboden in das SLW hinein eine Lösung.

Allerdings bei aller Verstärkung kann es dann sein, dass es an anderer Stelle knackst und die Mühe umsonst war. Hartgesottene machen nur die mindesten Verstärkungen und reparieren dann im Fall des Falles. :rolleyes:

Marco
17.07.2003, 07:07
Moin!

ichhab mein Diamond auch mit Kohle ausgelegt :) hab 160g Kohleband genommen, 5cm breit un vom Motorspannt bis hinter die flächenaufnahmelaminiert, hält einwandfrei, keine Probleme beim Heftigen Landungen, gibt keine risse oder ähnliches, ich glaub damit kann man jemand todschlagen. Würd ich übrigends beim Exel Competition auch machen, vor 2 wochen is bei uns einer aus ca 1m Runtergefallen, den Rumpf hats ziemlih im vorderen bereich ausnander gerissen, ich denk eine LAge Kohleband 160g reiht da dicke aus, un es wird keine probleme gebn, ich kann mal ein Bild von meinem Diamond machen, bzw dem Sunfly von simprop, da isses auch drinn, un der is grad auf die schnelle erreichbar.

Also was des aushält, wer den Diamond kennt wei smit welcher geschwindigkeit er zum Landen herreinkommt, also recht zügig, damit simmer an dem Feldweg, der am Oberen ende des Platzes liegt hängengebblieben, Akku hats in 10 Einzelzellen zerfetzt, Rumpf und alles blieb heile, nur ein Kratzer am Spinner. Achja, falls du den Exel schon hast, nicht vergessen den motor mit inem Keil unterlegen, sonst reist dir ganz schnell der Motorspannt aus :D

cya

hotwinglet
17.07.2003, 13:50
Modelle sind zum fliegen da und nicht um jeden crash auszuhalten. Oder verstehe ich da was falsch ?

plinse
17.07.2003, 21:01
Original erstellt von hotwinglet:
Modelle sind zum fliegen da und nicht um jeden crash auszuhalten. Oder verstehe ich da was falsch ?Moin,

die Frage ist aber auch, wie ein Hersteller einen Rumpf bauen sollte. Für einen leichten Thermikschleicher sicher anders als für einen Hotliner oder Starkwindsegler und bei Wettbewerbsmodellen spielen ohnehin ganz andere Gesichtspunkte eine Rolle. Außerdem werden die meisten Modelle für das fliegen in der Ebene auf einer Wiese dimensioniert - Hangmodelle bauen wir auch grundsätzlich robuster. Wenn man also ein Serienmodell am Hang fliegen will und davon ausgehen muß, daß es dafür nicht gemacht ist, kann verstärken schon sinnvoll sein.

Marco
18.07.2003, 17:40
Original erstellt von hotwinglet:
Modelle sind zum fliegen da und nicht um jeden crash auszuhalten. Oder verstehe ich da was falsch ?Hmmm, ich wei sja net wie du fliegst und was du fliegst, aber lieber ein stabileres Modell als beim Landen ein kaputtes.... und nein, ich kann landen, der setzt bei mir butterweich auf...un di epaar gramm schaden sowieso nicht beim Hotliner. Und zur iNfo, ichhab bis jetzt nur ein Modell gecrashed, un das in ca 20m Höhe ;) Also, mal langsam mit dem Vorlaut sein, kann auch schiefgehn, Klugscheißer :D

und wenn du den diamond kennen würdest, bzw allgfemein Simprop Modelle, wirst du wissen dass diese etwas unterdimensioniert laminiert sind.

cya

[ 18. Juli 2003, 17:41: Beitrag editiert von: Marco ]

Dr. Lagu
23.07.2003, 10:55
Servus Cris und Kollegen,

Ein Vereinskollege ist Modellbauschreiner-Meister. Dieser hat der Exel Competition wie folgt verstärkt:

Rowings im Bereich der Kabinenhaube, 80er Aramidgewebe von Spitze bis Endleiste.

Wichtig: Motorspannt unbedingt mit Kohlegewebe auslegen und die Kante mit Rowings verstärken, da viele EC Motorspannten nur mit Gelcode ohne Gewebe laminiert sind.

Das ist nämlich erst aufgefallen, als er bei unsanfter Landung am Hang, den Motor vor dem Modell liegend gefunden hat.

Die anderen Laminierarbeiten haben sich als stabil bewährt.

Beste Grüße
Jörg Peter