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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Aluteil selber giessen



grisu
20.05.2003, 17:47
hallo leute :D
möchte gerne in einer form einen aluteil selber gießen,
hat das schon wer mal probiert :confused: auf was muss man achten :confused:

danke für eure hilfe
;)
grisu :D
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das Du es in der richtigen Rubrik postest.
steht nun bei den Metallen.
HWE

[ 20. Mai 2003, 20:04: Beitrag editiert von: Heinz-Werner Eickhoff ]

Alwin
20.05.2003, 18:03
Moin Grisu,
habe selber noch nicht Alu gegossen.
Aber zieh dir mal den Link rein.
http://www.uni-paderborn.de/StaffWeb/jogger/astronomy/aluguss/index.html

Alwin

jwl
20.05.2003, 18:19
hei grisu

es kommt darauf an wie oft du giesen möchtest für den einmalgus gibt es ein blaues styropor diese wird in den sand gelegt und das alu schmilzt es aus. geht sehr schnell. wenn du mehrer machen möchtest machst du ein holzmodell die seiten müssen alle geschrägt sein, dass man das modell wieder aus dem formsand entfernen kann. wenn es zwei seiten gibt muss man in der mitte trennen, mit dübel. die formen müssen ca 2% grösser sein: schwund. der rest macht die gieserei kostet ca 10-20 euro das kilo. weiter infos in der freundliche alugieserei -- gelbeseiten.

gruss jwl

grisu
20.05.2003, 18:29
danke für die infos.
und wie fest wird der guß dann?
kann das auch spröde werden, oder so.
jwl: möchte gerne selber gießen, lötlampe, oder mit holzkohle oder so , nicht von einer firma;)
danke
grisu

Det
20.05.2003, 19:02
Hallo grisu,

Festigkeit und Härte sind abhängig vom Gießmaterial. Wie bei anderen Materialien gibts Alu in den verschiedensten Legierungen. Die Qualität des Gußstücks und speziell der Oberfläche ist abhängig vom Gießverfahren ( Sand o. Metallformguß). Die Herstellung einer Metallform ist äußerst aufwendig, für den Laien kaum realisierbar und nur für größere (Guß-)Stückzahlen sinnvoll. Sandformguß ist zumeist für größere Gußstücke geeignet und enthält in der Regel bedingt durch das Formmaterial Sand, Verunreinigungen. Realisierbar wäre das Ganze sicherlich über Feinguss. Dabei wird Modell und Gießsystem aus Wachs hergestellt und anschließend in flüssigen Formwerkstoff getaucht. Dies wird nach aushärten des Formwerkstoffes mehrmals wiederholt. Wenn die gewünschte Formdicke erreicht ist, wird das Wachsmodell ausgeschmolzen und es kann gegossen werden. Zur Modell- und Formherstellung sowie dem anschließenden Gießen gehört allerdings schon einiges an Fachwissen. Schließlich sind es mit Modell- und Formenbauer, Former und Gießer immerhin drei Handwerksberufe die auf viel Erfahrung basieren. Aber vielleicht kann Dir bei kleinen Teilen ein Zahnlabor bzw. bei etwas größeren Sachen evtl. ein Künstler ( Bildhauer) weiter helfen. In der Regel beschäftigen sich beide Berufsgruppen mit der Erstellung von Formen und Gießen.
Vorsicht mit heißem Gießmetall ist nicht zu spaßen. Alu ist kein Lötzinn!!

Det

Globe
20.05.2003, 20:29
Hi Ihr!

Hab mal versucht in einer HF-Gußschleuder Alu zu gießen was zu einer halben Explosion im Tiegel geführt hat...
So weit ich weiß muß man bei Alu sehr genau den Liquiduspunkt einhalten also nicht überhitztn... Und der ist abhängig von der Legierung..
Also ich denke mit nem Lötbrenner ober so klappt das net
Gruß Georg

jweber
21.05.2003, 09:40
Hi Grisu,
laß die Finger davon. Ich habe in meiner Diplomarbeit (ist allerdings schon ne Weile her) mit Gießformen hantiert und auch Alu gegossen. Das Hochschulinstitut hatte aber die entsprechenden Einrichtungen.

Ganz kurz ein paar Stichpunkte:
- Kleinere Mengen bekommt man mit BRenner oder Holzkohle flüssig. Das ist aber etwas mehr Aufwand als nur die Lötlampe kurz draufzuhalten
- Alu nimmt aus der Luftfeuchtigkeit Wasserstoff auf. Der bildet beim Abkühlen Blasen, da die Schmelze mehr Wasserstoff löst, als das erstarrende Alu. D.h. Festigkeit von den Bauteilen zu erwarten ist nicht bei Heimversuchen. Früher hat man in Gießereien mit einem Schwefelbeutel die Schmelze bepudert :( Das ist aber überhaupt nicht gesund und kann zu (Spät-) Folgen an Gesundheit und Gebäude führen. Man kann Glas oder bestimmte Salze zugeben, die dann auf der Schmelze schwimmen und Oxidation und Wasserstoffaufnahme verhindern. Aber auch da gilt: Erfahrung notwendig und bei Kleinmengen nur begrenzt wirksam. Ach ja, Holzkohle ist wegen geringerem Wassergehalt der Abgase besser geeignet.
- Überhitzung extrem negative Folgen haben :D --> nie mit Wasser löschen, Sand ist echt besser :D :D :D
- Formen (insbesondere aus Gips!) müssen gebrannt werden. Restwasser (auch Kristallwasser) oder Lufteinschlüsse können zur Explosion der Form führen. Und dann fliegt 800° heisses Metall durch die Gegend.

Also der Hinweis mit dem Gang zur Giesserei ist richtig und der bessere Weg.
Viele Grüße
Jörn

Paul Hopfgartner
09.08.2003, 10:34
Hallo,

hab mal vor ein paar Jahren damit herumexperimentiert, hatte einen Kohleofen mit Gebläse gebastelt. Abgesehen davon daß er wie die Hölle geraucht hat hat er einigermaßen funktioniert.

Den größten Fehler den ich gemacht habe waren Gipsformen, wusste nicht daß man die brennen muß. Beim Einfüllen des Alus ist der Gips dann gebrannt worden was scheinbar mit Gasbildung verbunden ist - das Alu ist einen halben Meter aus der Form gehüpft.