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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Baubericht: Cobra mit 5,70 m



goevier
02.12.2010, 09:48
Hallo RC-Network Gemeinde,
werde die Cobra von Karim, deren Teile ich vor 2 Jahren von ihm erworben habe, diese Wintersaison fertigstellen.
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=80439&highlight=modellbobby+cobra&page=3

Baubericht kommt hier mit vielen Bilder.
Versuchsträger war/ist ein dreimetriges Modell der Cobra mit 2,8kg und extrem leichten Höhenruder.
Fläche mit RG15 Profil; fliegt mit 2 Klappenausführung des Flügels und geht mit SR um die Ecke wie ein 6m Teil;)

Zur "Dicken"
Die Kerne sind geschnitten und erste Baustelle ist nun die Erstellung des HR.

Feedback erwünscht, aber bitte nur "on topic" zum Thema hangflugtauglicher Kunstflugsegler.

Eckdaten:
Spannweite : 5,7 m
RG15 12%, Dreiklappenflügel je Halbspannweite vollflä#chig mit 160g Kohle unterlegt.
Spannweite 1m HR HN 840S 10%,

Zielgewicht 15-17 kg.


Und los geht's...:D:D


Uwe

wadl
02.12.2010, 12:30
Servus Uwe,

super, dass du da weitermachst. Cobra ist einfach hammermäßig. Für mich einer der schönsten Segelflieger überhaupt.

Viel Spaß beim Bauen.

Gruss
Wadl

Segelflieger
02.12.2010, 14:47
@Uwe

Freut mich, daß Du meiner Anregung gefolgt bist, den Weiterbau hier zu dokumentieren. Ich werde den Thread aufmerksam verfolgen. Viel Spaß und Erfolg beim Bau.

Aus der Cobra-Familie - ich habe (bzw. hatte) sie von 2,2 - 5,6 Meter alle :rolleyes: - fliege ich aktuell nur noch die ganz große......und es ist jedesmal wieder ein Genuss....:)

Hansjörg Rothfuß
02.12.2010, 17:54
@ Rudi

das mit dem Genuss kann ich bestätigen
- schließlich fliege ich die Kiste
von 2,2 - 15 m Spannweite :D

Gruß Hansjörg

goevier
03.12.2010, 10:48
Und schon geht's los!

Die Höhenruder werden aus Strodur gefertigt, bekommen ein HN 840S Profil.

Ich möchte die Anlenkung in RDS ausführen und habe mir von Oberlandmodellbau die ersten Proben schicken lassen.
Erste Bilder jetzt, nachmittag wird dann geschnitten und geharzt.

Der Rumpf ist schon ein Karwenzmann im Vergleich zur 3m Ausführung.
:D:D
Im Hintergrund ein Rumpf einer ASH25 mit 6,25m (Nebenerwebs-HLG..)


Uwe

goevier
05.12.2010, 18:28
Ging etwas weiter am WE.

an der Farbe des Styrodurs könnt ihr erkennen, dass der erste Schnittversuch nicht von Erfolg gekrönt war.:confused:
Ich bin entschlossen, den Bereich ab der Nasenleiste ca. 4cm mit 100g Axial Kohleband zu bestücken und ab dort Kohlerovings in geodätischer Verlegung bis zur Endleiste aufbringen soll.

Leicht und fest soll das HLW sein und die Auflage am SR ist auch nur ca. 15cm².

Was meint ihr?

:(

Uwe

goevier
29.12.2010, 11:52
Spanten

Nach alter Methode wurden die Spantenaufrisse mit Nadeln aufs Holz übertragen und an der Bandsäge in Form gebracht.

Material 10mm Schichtsperrholz vom Baumarkt ihres Vertrauens.
Etwas schwerer als das Flugzeugsperrholz, aber beim Gewicht brauche ich vor dem Schwerpunkt nicht zu sparen.

Platte 140x 60 cm kostete nicht mal 9 Euro.


Kabinenhaubenrahmen:

Dann gings weiter mit dem Aufbau des Kabinenhaubenrahmens.

Ich hab meine Glasroving- und Gewebereste (diverse Qualitäten aus 90er und 160er Köpergewebefetzen) der Vormodelle gut verwenden können, die Struktur darzustellen.

Aus einem anderen Forumsbeitrag hatte ich die Technik mit dem Gewebeband/ Folienmaterial zur Herstellung der "Form" abgeschaut.

Als Füllmaterial habe ich 24 Stundenharz, Glaskugeln und reichlich Thixotropiermittel mit einem Schuß Grau gemischt.

Harz Gesamtmasse 125g.

Der spannendste Moment war dann für mich, ob der Rumpf sich wieder vom Rahmen trennen würde, oder wars umgekehrt??
(was der Harzgott verbindet, dass soll der Mensch nicht .....:eek:)

Hilfreich beim Abschälen der Rahmens 24 Stunden später war die Metallspachtel, mit der die Trennung problemlos und verlustfrei von statten ging.

Ergebnis:
Ein steifer Rahmen mit ca. 100g Masse und gleich in passender Farbe erstellt. Etwas Schleifarbeit ist noch angesagt, was sich durch die Verwendung der Glaskugelgemisches relativ leicht bewerkstelligen lassen sollte.


So macht das ganze Spass!:):)

Jetzt geht es an die HLW Erstellung!

Uwe

modellbobby
29.12.2010, 15:30
Hallo Uwe, danke für Deine PN

es freut mich total, dass es mit diesem tollen Segler weitergeht. Ich wünsche Dir gutes Gelingen.

peppino
29.12.2010, 20:51
Hallo Uwe,

sieht Klassse aus was du da fabrizierst!

Meine Hochachtung, weiter viel Spass und Erfolg beim Weiterbau.

Auf eine erfogreiche und mit mehr gemeinsamen Flugstunden 2011.

Grüße aus Ratisbona

Michael

goevier
30.12.2010, 10:04
Ausgangssituation:

Da wie weiter oben beschrieben, das SR eine nur sehr kleine Auflage für das HR aufweist, wird einiges Hirnschmalz benötigt, die Kräfte aus dem rund 100cm breiten HLW in die SR-Flosse einzuleiten.

Paradigmen:

Baue so leicht wie möglich( Ziel < 450g mit Servos)
Baue so steif wie nötig: Ziel beim eingesetzten HN840 S mit 9 % Biegsteifigkeit kleiner 10mm (Kragträger bei Halbspannweite mit einseitiger Einspannung)
Nutze die Fertigung der HLW Konstruktion zum Üben der Fertigung des Flügels
Teste den Verbau der RDS Anlenkung, um für die Verwendung dieser in der Flächenkonstruktion Erfahrungswerte zu bekommen.
Don't over engineer simple designs!

Soweit zur Theorie: Das HLW bekam an der Oberseite im Bereich der Anschraubung eine 2mm CFK Platte eingeharzt, die die Krafteinleitung aus der Verschraubung an da SR übernehmen und zweitens eine druckfeste Konstruktion der Verschraubung im HLW gewährleisten soll.

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Nachdem das Koaxialgewebe zugeschnitten war, wurde das Styrodur der Dämpfungsflosse um einen Zentiumeter gekürzt und der so enstandene Abschnitt nach bewährter Konstruktion mit einem Kohleschlauch überzogen.

584222 584223


Etwas frikelig war die Herstellung des "Luftspalts" zwischen Endleiste Flosse und Vorderkante Ruder, der durch Abtrennen vom 10mm Styrodur der Ruderseite erfolgte. Da das Ruder an der Aussenseite nur mehr wenige mm Dicke hatte, war das Einlegen in die Halbschale, wie sich später herausstellen sollte, eine Herausforderung.:mad:


Die ursprünglich angedachte geodätische Verlegung mit Kohlerovings zusätzlich zum Axialgewebe wurde, dem 4.Paradigma geschuldet, ersatzlos gestrichen ("Mann" steht sich halt selbst oft im Wege;))


Dank der freundlichen Spende meines Vogtländer Modellfliegerfreunds und der Ingenieurskunst der bulgarischen Medizintechniker, konnte ich auf eine gut dimensionierte Vakuumpumpe und robustes Absaugmaterial (Schlauch, Abdichtband etc.) zurückgreifen

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(Merci an dieser Stelle zu Reinhard im Vogtland)

Eine Harzmenge von rund 100g wurde auf die Dämpfungsfläche mit Gewebeschlauch, Abachioberseite mit Axialgewebe sowie der Flosse mit Roller aufgebracht und nacheinander in die Negativschalen eingelegt.

:rolleyes:Lessons learned: 40 Minuten Topfzeit sind gefühlte 10 Minuten.

Um ein Verrutschen der Einzelteile zu verhindern wurde die Gesamtkonstruktion über 3 Stecknadeln von oben nach unten gesichert, bevor ich sie in den Vakuumschlauch steckte.


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Nun läuft erstmal 24h die bulgarische Flüsterpumpe:)

Derweilen beschäftige ich mit dem Einbaumöglichkeiten der RDS Anlenkungen. Bezugsquelle: http://www.oberflugmodellbau.de

Berechnung notwendiges Haltemoment:
Es sollen zwei 3150er zur Verwendung kommen.

Rechnerisch für eine Ruderhälfte bei ca=0.9 und vmax = 60 m/s Klappenausschag 10°: 74 Ncm ausreichend mit Sicherheiten; für 6V Spannung

hangspeed
30.12.2010, 16:33
Hallo Uwe,

da ich meine 4,60er Cobra Anfang 2010 "gehimmelt" habe, verfolge ich deinen Baubericht mit wehmütigem Herzen.

Das Höhenruder baust du ja verdammt hart und steif, bitte spare dann aber beim Seitenruder Gewicht ein.
Ich hatte bei meiner 4,60er bestimmt 500gr. Blei in der Schnauze.
Sie kann zwar Gewicht vertragen, aber leichter startet es sich schließlich einfacher und besser.

Ich hatte damals keine Bremsklappen verbaut und meinte nur mit den Wölbklappen, senkrecht gestellt, landen zu können.
Würde ich nie mehr machen, die 10 Kilo meiner Cobra schoben einfach nur brachial nach vorne.
An Sinken bei gezogenem Butterfly fast kaum zu denken.

Dann wünsche ich dir mal noch viel Spaß beim Bauen und berichte bitte weiter.

Gruß
Uwe

dragonhart
30.12.2010, 18:40
Hallo,


Berechnung notwendiges Haltemoment:
Es sollen zwei 3150er zur Verwendung kommen.

....wo gibt es die schöne Rechentabelle:eek:
Die kann man(n) immer mal brauchen.


Gruß
Daniel

Griffon
30.12.2010, 21:39
Hallo Uwe

Da ich auch eine Cobra (4,6m) noch auf Vorrat habe, lese ich hier interessiert mit. Danke für deine offenlegung der Baugeheimnisse.

Eine Frage wegen den Servon im Hltw. Gemäss Servomances sind die zwar sehr genau aber doch etwas schwach auf der Brust. Wo hast du das
Haltemoment gefunden?

Schöne Grüsse

René

goevier
31.12.2010, 10:30
Guckst du hier:
Rudermomentberechnunungsprogramm...was ein Wort:-)

http://www.ahrens-sander.de/download/down.htm

Grüße und viel Erfolg bein Kalkulieren.

Servodaten hier im Wiki bei Servos

goevier
31.12.2010, 14:35
Zum Jahresabschluß:

Nur in ein paar Bilder, ohne viel Text.

Raus aus dem Sack... (leider verrutschte die Beplankung etwas:()

http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=584699&d=1293801632&thumb=1&stc=1


http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=584693&d=1293801622&thumb=1&stc=1
[SIZE="5"]


RDS aufgelegt


http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?

und in das HLW eingebaut.


http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=584696&d=1293801627&thumb=1&stc=1


Triggy war die Bohrung durch den Endleistenholm.



Um eine abolut spielfreie und leichtgängige Anlenkung zu erhalten wurde das Servos einfach "im Betrieb" verklebt.


http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=584719&d=1293802316&thumb=1&stc=1
HLW Oberseite repariert und

fertig zum Beplanken.

http://www.rc-network.de/forum/attachment.php?attachmentid=584698&d=1293801630&thumb=1&stc=1



[B]Einen guten Rutsch ins neue Jahr und
viele Flugstunden in der Saison 2011

wünscht

Uwe

goevier
10.01.2011, 00:08
So nun ist der Deckel auch drauf:

Ziel erreicht:):)


590009 590011

Zielgewicht angepeilt: 450g; erreicht 462g

590012 590010

Steifigkeit und Druckfestigkeit: Bretthart
Endleistenkante wird morgen abend ausgeschliffen und ist dann messerscharf...

590008


Jetzt geht es daran das Erlernte für den Flügel anzuwenden.

Sehr zufrieden:D

Uwe

peppino
11.01.2011, 09:47
Hey Uwe,

des sieht aber richtig guad aus!!!! WOW

Ez kann es mit den Flächen losgehen....

Grüsse

Michael

goevier
25.01.2011, 13:28
Beim Weiterbau am Ruder habe ich erkannt, dass ich nicht genau genug gearbeitet hatte.
Die Scharnierlinie an der oberen Seite des Höhenleitwerks ist doch etwas gekrümmt.

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Dies hat zur Folge, dass ich bei Ausschlägen ein erhöhtes Kraftmoment (Spannung) erzeuge.
Die Lösung für das Problem: ich teile die Ruder und die Servos können damit auch unabhängig die Ruderflächen verstellen.

Mit der Hinterseite des Cutters habe ich mit Stahllineal und viel Geduld die Abachi/ Kohlebeschichtung oben angeritzt

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und im Spalt auf der Unterseite das Styrodur herausgefräst. Das ging besser als erwartet.

Was auffällt ist:D, dass die vollflächige Kohlebeschichtung das Ruder gegenüber der Flosse auch im Aussenbereich (18mmm Tiefe) steif hält und so die Scharnierlinie ohne sich aufzubiegen geradlinig hält.

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Flächenaufbau:

Bei den Flächen ist das Abachi mit Clou Porenfüller vorbehandelt und die Beplankungen zum Beschnitt des 200er Gewebes als Schablone verwendet worden.

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Die Schnittausführung klappte am harten Steinboden mit dem Rollmesser perfekt.
Lediglich die Kevlarfäden, die zur Orientierung ins Gewebe eingebracht sind, mussten mit einer Schwere nachgeschnitten werden.

Folgend die Bilder, die die Ausrichtung des Gewebes unter 45 ° dokumentieren.

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DIe Positive wurden durch den Vorbesitzer (Danke Karim!) mit einer umlaufenden V Kerbe erstellt.

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Dies hat den Vorteil die Abachibeplankung über das Ende der Nasenleiste hinaus schön verpressen zu können. Später kann das überstehende und gut verklebte Abachi als Träger für die Rovings des Nasenleistenaufbaus genutzt werden.

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Ich habe mich entschieden, das Kohlegewebe gleich um die sauber geschnittenen Kerne zu ziehen und so eine perfekte Nasenkontur darzustellen.



Etwas Fummelei, aber mit einer 3. und 4. ten Hand ist dies ohne Eile zu bewerkstellen.

Die (vorher) errechnete, benötigte Harzmenge für das rund 0,75 m² große Flächenteil betrug 200g.
Mit exakt vorbereitetem Abachi und Kohlegewebe ist diese Menge ausreichend, um eine sicher Verklebung trotz Handlaminat zu gewährleisten. (rund 20g zusätzlich verblieb in den Werkzeugen, Roller, Behältnisse..etc.)

Das Ergebnis nach der 24 h Trocknungsphase ist wieder sehr zufriedenstellen, allerdings möchte ich die Hilfe meiner Frau nicht missen, die half die 270 langen Teilen mit in den Foliensack zu verbringen.;)

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Nun geht es zum Bau des Holmes, der aus Rohacell 71 über den ein Kohleschlauch gezogen wird und mit 84 Kevlarrovings je Seite "aufgepimpt" wird ;)

Uwe

StratosF3J
25.01.2011, 20:00
Hallo Uwe,

klasse Bilder und schöner Bericht. Du machst mir Mut, dass meine Flächen auch gut werden wie Deine :rolleyes:.

Was wiegt denn Dein HR?

Gruß
Thomas

Gast_16604
25.01.2011, 21:03
Hallo Uwe,

schöne Bilder!

Bekommt die Fläche auch "nur" Querruder wie beim Original? Oder werdens 4 oder gar 6 Klappen?
Störklappen?
Willst du in den Flächen auch RDS einbauen?

Schön was du da machst!

Andi

peppino
25.01.2011, 21:10
Hallo Uwe,

sehr schöne Dokumentation deiner äußerst professionellen Arbeit!

Meine Hochachtung, weiter so dann bekommst Du ein echtes Sahneteil.

Grüsse aus Ratisbona

Bis bald

goevier
27.01.2011, 12:44
Hallo Uwe,

schöne Bilder!

Bekommt die Fläche auch "nur" Querruder wie beim Original? Oder werdens 4 oder gar 6 Klappen?
Störklappen?
Willst du in den Flächen auch RDS einbauen?

Schön was du da machst!

Andi

@Andi

Die Flächen werden ohne Störklappen, aber in 6 Klappenausführung gefertigt.
WR außen 900 mm, Wö innen 860mm, QR 860 mm
Aufgrund des von mir gewünschten Einsatzzwecks der Cobra häufig am Hang zu fliegen (und da ist mit rauhen Bedingungen zu rechnen) habe ich mich gegen RDS in den Flächen entschieden.
Eine Reparatur eines gebrochenen Ruderarms/ Anlenkungsteils konvenmtioneller Bauart ist halt schneller getan als der Austausch einer RDS Anlenkung.

@ Thomas alias StratosF3J:
Das Höhenruder liegt nun im Zielgewicht bei 430g (inkl der Servos) nachdem ich die Spaltabdeckung aufgebracht habe.


endlesss lifts
Uwe

goevier
27.01.2011, 22:33
:cool:

Heute hab ich mich mal der Hilfswerkzeugerstellung Rovingtränke gewidmet.

Da aus Modellbauersicht die Losgröße der Modellfertigung ja eher bei "Eins" bleiben wird, ist der Aufwand für die Erstellung von Hilfswerkzeugen in Grenzen zuhalten.
Andererseits kommt der M o d e l l b a u e r nicht ohne diese praktischen Helferlein aus.
In so manchen Threads erscheint mir die Erstellung solcher Hilfmittel gleich ein eigenes Projekt zu werden, drum versuchte ich den Ball flach zu halten.
Ich recherchierte nach einer Rovingtränkmaschine im RC Network und fand das Grundprinzip.

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sowie in meiner Vorratskiste aus "...darf ich nicht wegschmeißen, brauch' ich vielleicht irgenwann nochmal"-Teilen folgende "Wertstoffe".

Ein Plexiglasrest aus einem Kabinenhaubenziehversuch, etliche Joghurtbecher, Schaumrolle, Kunststoffschraube ein defekter Bilderrahmen und etwas Papppelsperrholz kam zum Vorschein.

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Nun, die Kreativität hatte sich wohl auf einen Kaffee bei mir eingenistet und ich baute munter drauf los: :D
Auf den Grundträger aus Plexiglas wurden mit Heissklebepistole Becher aus diversen Tiramisu Sünden aufgeklebt. Sie haben den Vorteil eines relativ großen Aussenradius und eignen sind so ideal für die ausreichende Benetzung der Rovings.

Der Fuß eines "Wölkchen"-Bechers hatte just die richtige Höhe

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für die Führung des trockenen Rovings und ein Schaumroller befreit den dann nassen Roving wieder von zu viel aufgebrachtem Harz. Die Quetschung des Rovings läßt sich durch den abgschnittene Spritzenkörper mit

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applizierten Kraftstoffschlauch in Grenzen verstellen.(mittels der Klemmenkraft, die auf das Schläuchchen wirkt).

Ich hatte so viel Spaß mit der Konstruktion und dem Bau, dass innerhalb von 2 Stunden das Hilfswerkzeug komplett fertigen vor mir stand.

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Zur Nachahmung empfohlen und sicher unter 5 Euro anzufertigen.
Den mit Harzresten versehenen Schaumroller kann man einfach von der Kunststoffschraube abziehen und gegen einen neunen ersetzen.

Ich rechne damit, dass die Joghurtbecher das Harz durch Verformung auch wieder abschmeißen, diese also wiederverwertbar sind.
Ansonsten sehe ich mich gezwungen noch heute Abned ein weiteres Tirmaisu aufzureißen.:D

Holmbau

Bei dem Schreiner meines Vertrauens wurden nach der Tabelle von C.Baron die Holmkern aus Rohacell geschnitten.
Von der Kernhöhe der errechneten Werte zog ich je Seite 0,4 mm für den Kohleschlauch um den Kern ab, um auf die richtige Höhe h2 zu kommen.

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Am WE wird dann der Holm mit Schlauch gefertigt und die Rovings in die Flächen eingearbeitet.

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Keep you posted...


Uwe

Gast_16604
29.01.2011, 21:58
Eine Reparatur eines gebrochenen Ruderarms/ Anlenkungsteils konvenmtioneller Bauart ist halt schneller getan als der Austausch einer RDS Anlenkung.


Hallo Uwe,

schön wie du hier berichtest.
Auch das mit den 6 Klappen.. ist leistungsmäßig sicher up to date...

Allerdings wage ich es in punkto RDS zu widersprechen...
wenn du beim Landen wirklich mit dem nach unten ausgeschlagenen Ruder einen Stein am Hang treffen solltest, ist sicherlich vorher das Ruder kaputt, bevor das RDS kaputt geht. Durch die Kinematik des RDS steht die Anlenkung bei ausgeschlagenem Ruder ja annähernd linear in Flugrichtung. Somit hätte die evtl. anstehende Kraft auf der Klappe die Flächenkonstruktion zu tragen, und nicht das RDS oder Servo.
Anders gesagt, bevor du den Knick in dem 3 oder 4 mm(?) Anlenk-Draht wieder gerade biegst gibt irgendwas an deiner Fläche nach. Die Torsion der Anlenkung bei ausgelenktem Ruder ist ja nahezu null.

Also ist bei einer entsprechend massiv gebauten Fläche eine konventionelle Anlenkung die "Soll-Bruchstelle" im Falle eines Falles...

Berichte bitte schön weiter!
Ich habe auch vor, einen knapp 5 Meter Segler mit 6 Klappen auszurüsten...

Grüße

Andi

walhalla-harry
08.02.2011, 01:45
Hallo Uwe,

hast nun mächtig Vorsprung bei deinem Projekt, immer weiter so, hoffe in den nächsten Tagen wieder mehr Zeit zum bauen zu haben.

Viele Grüsse aus Regensburg, Harry

goevier
17.02.2011, 13:03
Vor dem Vergnügen (..stundenlanges Hangfräsen) hat der Herr (oder "gegendert" die Frau) die Arbeit (Schleifen Schneiden, Harz atmen) gesetzt

- dieser Spruch kam mir bei meiner zurückliegenden Pfriemel-Arbeit, das Flächenende und den Flapholm als tragende (Hilfs-)Holme zu verwenden.

Die Krux bei der Sache war, dass der Ersterbauer Karim die Oberseitenbeplankung des Flügels bereits aufgebracht hatte und ich wie sonst üblich, die einfache Methode Styroporstreifen des Flügels abzuschneiden und diese mit den Kohleschläuchen zu überziehen, nicht anwenden konnte.

Hier ein Weg, wie der Einbau von kohleverstärkten Endleisten- und Fläpholmen auch noch nachträglich zu bewerkstelligen ist.

Ich zeichnete mir die Scharnierlinie der Ruder(Flaps) auf dem Flügel auf und zog zwei Geraden dazu, je eine mit Abstand an der Wurzel von +8mm und -8mm, am Randbogen von jeweils + 5mm und -5 mm zur Scharnierlinie.
Dann wurden mit je 12 mm (Wurzel), und 6 mm (Randbogen) zu dieser Linie die Breiten der Holme festgelegt.

Dies war mein Maß für die gesamte Breite des auszusparenden Holmfeldes. Nach Austrennen des Styropors liegt quasi an der Wurzel eine 40mm breite Kammer vor.

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Die Holme und der Abschnitt, in dem später die Spaltabdeckung taucht, werden konventionell aus Styrodur mit den entsprechenden Dimensionen geschnitten

Die jeweils richtige Höhe des Holms in Halbspannweite ermittelt man, indem man ihn komplett in die mit 1 mm dicken Balsareststücken ausgelege Kammer platziert und entlang der Styroprfläche die Höhe mit scharfen Messer oder Säge schneidet.

Etwas frickelig, aber im Ergebnis brauchbar.


Aus dem so entstandenen Styrodurstück wird dann der Flächen- und Flapholm abgetrennt und diese mit Kohleschläuchen überzogen.

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Eine Einführhilfe ist da Gold wert.

Ausserdem hat es sich bewährt, die Styrox vorher mit Krepppapier zu bekleben. Benötigte ich für den ersten Holm 60 Minuten den Schlauch aufzubringen, gelang dies nach dem Tapen mit Malerkrepp in 10 Minuten.
Dann Harz mit Pinsel und Fön aufbringen und nicht vergessen:o;
Abreißgewebe für die Flächenscharniere einzubringen.

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In meinem Fall musste für QR und WK mitte, die oben angeschlagen werden die Platzierung unter dem Holm, für die WKL innen auf dem Holm platziert werden.

Trotz meiner Argumentation gegen ein RDS und für herkömmliche Anlenkungen habe ich mich nun nach Inputs von anderen Modellfliegern (thx @ Martin und @ Gammelfleischdealer) für das RDS entschieden.

Argument dafür war ein unkomplizierter Einbau und der Wunsch diese Technik einfach mal auf Alltagstauglichkeit zu testen.
Nach Anleitung von Ober-Modellbau oder auch sehr hilfreich, wwww.swissreds (http://www.rds-swiss.ch/images/Einbauvideo.wmv)mit Videoanleitung sehr schön beschrieben, werden nun die Anlenkungen in die Flächen geklebt.
Da ich im jetzigen Schalenstadium die Klappen nicht bewegen kann, werde ich die Taschen erst nach Fertigstellung des Flügels einbauen.
Durch die Schrägstellung der RDS Anlenkungen ergibt sich ein differenzierter Ausschlag der Klappen Diese Klappenstellungen möchte ich erreichen:
Ausschlag oben(+) unten (-)
WKl innen: +10° -80° (Bremse)
WKl mitte +20° -45° (Butterfly/ Bremse)
QR +25° -25°

Dazu ist nötig drei verschiedene Drahtwinkel der RDS Anlenkungen zu verwenden, die mit der Schrägstellung der RDS Anlenkung korrespondieren müssen.




(bezogen auf die Lotrechte zur Scharnierachse)
WK innen Drahtwinkel 60° Schrägstellung RDS Anl. -40°

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WK mitte Drahtwinkel 45° Schrägstellung RDS Anl.-20°

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QR Drahtwinkel 25° Schrägstellung RDS Anl.-20°

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Der nächste Schritt nach Einkleben der Servos und RDS Anlenkungen wird nun der Einbau der Steckungen und Hauptholme sein.

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peppino
17.02.2011, 21:50
sieht super profimäßig aus, meine Hochachtung.

mal sehen was an Vmax drinn ist ;-)))

Das Teil wird in der Luft unzerstörbar sein!

Top Flächenaufbau!

weiter so!

LG

jogi1
08.03.2011, 10:34
Hallo Uwe, ich hätte mal eine Frage zu der RDS-Anlenkung für WK-Mitte.
Da schreibst du "Drahtwinkel 45° und RDS-Anlenkungswinkel 20°.
Außer dem Drahtwinkel sehe ich nur rechte Winkel. Demnach müßte der RDS-Anlenkungswinkel auch 45° sein, oder täuscht das. Sonst müßte ja das Drahtende ca. 20° gegen die Lotrechte des Ruders gekippt sein.
Auf dem Bild sieht es aber senkrecht aus.

Ich frage jetzt nicht aus Pedanterie, sondern weil ich mir auch überlege, sowas zu machen.

goevier
10.03.2011, 22:01
Hallo Jürgen,
der Winkel ist am Bild etwas verzerrt.
Für die mittlere Wölbklappe ist der Winkel der Anlenkung bezogen auf die Lotrechte tatsächlich 20° der Drahtwinkel dann 45°.

Dies ergibt die Differenzierung beim Ausschlag nach unten.
Leider bin ich gerade beruflich "Land unter" und so steht das Thema Cobra:cry::cry:.
Im Hotel geht halt "gar nix", modellbautechnisch gesehen:(

Aber bald kommt das modifizierte Fahrwerk (@udo, du stehst mir im Wort), und dann geht es mit dem Rumpfausbau weiter.



Uwe

marcstraehl
14.03.2011, 00:04
Hallo Cobrafreunde,
schöner Bericht, denn auch mich hat der Virus von diesem ausssergewöhnlichen und speziellen Flieger gepackt, nach meiner kleinen 1:4er Cobra http://www.youtube.com/watch?v=5xiudOFDYWI baue ich nun fleissig an der 1:2,75. Den Rumpf habe ich mir wiederum bei Hartmut Haist geholt und er hat mir einen Kontakt zu seinem Vereinskollegen dem Herrn Haas aus Oberkirch organisiert, dieser hat die Flächen nach meinen Wünschen sehr sauber gebaut. Die Auslegung habe ich wie folgt gewählt: HQ2.5, 11% mit Wölbklappen, keine Störklappen.
Die Wölbklappen sind unten und die Querruder oben fertig angeschlagen (Elasticflaps). Die Flächen sind vollflächig mit Kohle unterlegt und der Holm ist mit einem Kohlschlauch verstärkt. Im äusseren Drittel sind Rippen eingelassen um die Torrsionssteiffigkeit der Flächen zu verbessern, die Ruder sind auch mit Kohle verstärkt und sind kaum verwindbar. Gebremst wird wie bei einem Zweckmodell mit Butterfly. 8x Servos (Typ noch nicht ausgewählt) habe ich für die Flächen geplant und 2x 3150 für das geteilte Höhenruder. Für das Einziehfahrwerk und die Eigenbau Schleppkupplung habe ich die neuen Hitec 7954SH eingebaut und das Seitenruder wird über Drahtseile mit einem Kugelgelagertem Eigenbau Umlenkhebel von einem Futaba BLS252 Servo angelenkt. Der Rumpf habe ich wie bei allen meinen Fliegern gut verstärkt, da beim Hangfliegen selten Golfrasenbedingung anzutreffen sind.

Was denkt ihr, reicht der Stab 30mm x 25mm in CFK/GFK aus? Ich kann mich (95kg) drauf setzten und er gibt nicht nach…

Weiterhin viel Spass beim Bauen!

Marc

PS1: Bildchen sind zum Teil ein bisschen verzerrt, da mit einem angebissenen Apfe(a)l(+l)telefon (Eierfon) geknipst.

PS2: Mein erster Beitrag im Forum, normalerweise Baue und Fliege ich lieber als viel rumzuvielosauffieren – aber bei dem Thema konnte ich es einfach nicht lassen http://img.rc-network.eu/images/rc_network/icons/icon7.gif

jogi1
14.03.2011, 20:17
Hallo Uwe, vielen Dank für deine Erklärung. Der Winkel geht also nach hinten. Mein räumliches Vorstellungsvermögen läßt manchmal zu wünschen übrig.

@ Marc: Was hast du denn für ein EZFW in der 3,75er?

marcstraehl
14.03.2011, 22:56
Ein altes Graupner mit FEMA Rad - funktioniert gut, benötigt aber viel Servopower... FEMA EZFW sind schon die bessere Wahl.
Gruss aus dem Keller
Marc

goevier
21.12.2011, 15:51
So nun schneit es draußen ;), und drinnen wird es wieder Zeit für "Kohle und Wärme".

Das Resultat der letzten Wochenenden ist nun vorzeigbar, und die beiden Fläche stehen zueinander korrekt im V-Winkel und ohne differenzielle Antellwinkel zueinander.

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Gewicht der Flächen (mit 4xServos HS 5645, 2x3150 fertig angelenkt mit RDS und 240er Kohle durchgehend beidseitig): 5,4 kg.
Die Durchbiegung einer Fläche bei 100kg Belastung bewegt sich bei 2 cm, in der Mitte gemessen.

747551

Nun geht es ans Ruderausschneiden, und den Rumpfausbau.
tbc...

Uwe

Hansjörg Rothfuß
22.12.2011, 14:07
Hallo Uwe,

lese interessiert mit - zum einen, weil ich auch ein großer Cobra-Fan bin
und weil ich auch ein Bauprojekt in ähnlicher Größe in Arbeit habe.
Komme dabei aber nicht so richtig voran - aus Zeitgründen und weil mir
die Erfahrung, insbesondere mit der Vakuumtechnik fehlt.
Ich überlege, ob ich auch einen Baubericht beginnen soll, aber das
benötigt eben zusätzlich Zeit.....

Der Aufbau meiner Flächen wird ganz ähnlich wie von deiner Cobra sein.
Außen allerdings Sperrholz mit CFK unterlegt. Ich weiß, dass das vielleicht nicht optimal ist, aber
mir erschien Sperrholz besser als (Abachi)-Furnier, eben weil das diagonale
Sperrholz auch Torsion aufnimmt.

Aber nun zu meiner Frage :
Wie hast du das mit dem CFK-Gewebe um die Flügelnase vom Ablauf her gemacht?
Ich möchte zuerst die Oberseite des Flügels (liegt also mit der Unterseite im Styro-Negativ)
beplanken, wie das die meisten machen. Beplankung im Vakuum aufpressen, ohne
die Negativ-Kerne der Oberseite. Nun überlege ich, ob es möglich wäre, das untere Negativ
von der Nase ca. 1 - 1,5 cm zu kürzen, d.h. die Flügelnase des Positivkerns steht nach vorne
heraus, so dass das Gewebe im Vakuum um die Flügelnase schön anpresst wird.
Hat das schon jemand von den Mitlesern gemacht oder besteht die Gefahr, dass
die Flügelnase verzogen wird?

Gruß Hansjörg

micha h.
22.12.2011, 15:34
mal böse gefragt...Würde es sich bei einem so aufwändigem Modell nicht lohnen, den Haubenausschnitt auch scale zu machen? Oder ist das eine ganz spezielle Cobra mit Klapp- statt Schiebehaube?

Gruß, Micha

PS: oh ich sehe gerade: HLW vollbeplankt, kein Pendel-HLW, 4-Klappen Flügel, die soll garnicht scale sein.

MarkusN
22.12.2011, 15:51
Nun überlege ich, ob es möglich wäre, das untere Negativ
von der Nase ca. 1 - 1,5 cm zu kürzen, d.h. die Flügelnase des Positivkerns steht nach vorne
heraus, so dass das Gewebe im Vakuum um die Flügelnase schön anpresst wird.
Das geht gut. Du musst einfach sicherstellen, dass an der Nase genug Folie vorhanden ist, dass die sich in die Aussparung unter der Nase legen kann, ohne zu spannen. Dann ergeben sich keine Kräfte, die die Nase herunterdrücken.

Schwob
22.12.2011, 16:10
Hallo zusammen,

ich finde das ist ein sehr geiler Baubericht !

Weiter so!:cool::cool::cool::cool::cool::cool::cool::cool::cool:

Schwob

goevier
23.12.2011, 14:20
Hallo Uwe,

lese interessiert mit - zum einen, weil ich auch ein großer Cobra-Fan bin
und weil ich auch ein Bauprojekt in ähnlicher Größe in Arbeit habe.
Komme dabei aber nicht so richtig voran - aus Zeitgründen und weil mir
die Erfahrung, insbesondere mit der Vakuumtechnik fehlt.
Ich überlege, ob ich auch einen Baubericht beginnen soll, aber das
benötigt eben zusätzlich Zeit.....

Der Aufbau meiner Flächen wird ganz ähnlich wie von deiner Cobra sein.
Außen allerdings Sperrholz mit CFK unterlegt. Ich weiß, dass das vielleicht nicht optimal ist, aber
mir erschien Sperrholz besser als (Abachi)-Furnier, eben weil das diagonale
Sperrholz auch Torsion aufnimmt.

Aber nun zu meiner Frage :
Wie hast du das mit dem CFK-Gewebe um die Flügelnase vom Ablauf her gemacht?
Ich möchte zuerst die Oberseite des Flügels (liegt also mit der Unterseite im Styro-Negativ)
beplanken, wie das die meisten machen. Beplankung im Vakuum aufpressen, ohne
die Negativ-Kerne der Oberseite. Nun überlege ich, ob es möglich wäre, das untere Negativ
von der Nase ca. 1 - 1,5 cm zu kürzen, d.h. die Flügelnase des Positivkerns steht nach vorne
heraus, so dass das Gewebe im Vakuum um die Flügelnase schön anpresst wird.
Hat das schon jemand von den Mitlesern gemacht oder besteht die Gefahr, dass
die Flügelnase verzogen wird?

Gruß Hansjörg

Hi Hansjörg,

das mit dem Negativkern kürzen habe ich nicht vermieden, da ich an der Nasenleiste immer gerne innige Verbindung von Beplankung und Kern haben möchte.

Das wiederum funktioniert aber nur - wie fast alles im richtigen Leben - mit ordentlichen Druck an diesen Stellen.
Guter Beitrag dazu auch von Daniel Lesky #39
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/80439-Baubericht-SZD-36-Cobra-5-70m/page3
Ich bin folgendermaßen vorgegangen:


Negativschale sauber mit Frischhaltefolie auslegen und diese an der Schale befestigen
Vorhangstoff aus Synthetik, (die gute alte Trevira-Qualität;)) vom Tuchhändler deines Vertrauens als Meterwarenrest für 10 € kaufen.
Von diesem Vorhangstoff in etwa die Breite der gewünschten Überlappungstiefe Kohle unten plus 3cm abtrennen. Damit hast du einen Halbspannweiten langen und ca. 10 cm breiten Nylonstoffstreifen. Diesen befestigst du in der Negativschale mit einem Tape so, dass der Nylonstoffstreifen mit der gewünschten Überlappungstiefe über die vordere Kante (Nasenleiste ders Negativkerns) hängt.
Belege das Furnier mit dem Armierungsgelege und platziere es in der Negativschale
Lege den Positivkern in die Unterschale richte ihn genau aus und fixiere den Positivkern mit Nadeln zur Negativschale hin gegen Verrutschen
Nimm die Vorderseite des überhängenden Nylonstoffes und ziehe mit diesem das überstehende Gelege über die Nasenleiste in Richtung Endleiste
Befestige nun das Nylon mit Tape am Positivkern (die Unterseite) des Flügels
Leg die andere Negativschale von vorne nach hinten auf das Positiv und sichere auch dieses gegen Verrutschen zum Flügel (lange Nadeln oder Zahnstocher durch beide Negativschalen und dem Kern.
Schieb nun das ganze in den Vakuumsack und warte die 24 Stunden ab-du wirst mit dieser Methode eine klasse Armierung der Nasenleiste bekommen, und das Armierungsgelege nimmt auch beim Laminieren der Unterseite noch HArz auf, da sich der Nylonstoff ganz ähnlich wie Abreißgewebe verhält.



Liest sich aufwändiger als es letztlich zu bewerkstelligen ist.
Mir ist das Abreißgewebe immer zu schade für so eine Prozedur, so dass ich auf Nylongewebe ausweiche.

Nach den Feiertagen gibt es Bilder vom Rumpfausbau.

Allen Mitschreibern danke ich fürs Feedback und
allen Mitlesern wünsche ich
ein besinnliches Weihnachtfest und viel Freude unterm Christbaum.

:)

Christian Baron
23.12.2011, 15:56
In diesem Beitrag ist die Nase mit überlappendem Gewebe gut beschrieben von Andre von Arb:

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/39877-Discus-2c-im-Ma%DFstab-1-3-(6m)/page3

Hansjörg Rothfuß
23.12.2011, 20:05
Hallo Uwe, hallo Christian,

jetzt hab ich es kapiert, wie ihr das macht.

Ich möchte den Beitrag von goevier zur Cobra
ja hier mit meinen Fragen nicht verhunzen, aber
da ich in den nächsten Tagen in dieser Richtung
bei meinem Projekt weiter machen möchte, bin ich
nun total verunsichert.

Ich hatte nämlich vor, die Sache anders anzugehen
und zwar wie folgt:

Styrokern liegt im Negativkern auf dem Baubrett.
Flügeloberseite nach oben. Darauf soll dann die
Beplankung mit untergelegtem Gewebe aufgelegt
und nur mit einem Vlies und dem Folienschlauch
(ohne obere Negativschale) abgesaugt werden.

Vielleicht kann mich ja jemand in meinem Ansatz
bestätigen oder aus triftigen Gründen davon abbringen.

Vielleicht sollte ich ja aber doch endlich auch einen
Baubericht starten...

Euch allen vorerst vielen Dank
- und ich verspreche, ich lasse nun den Cobrabericht
Cobrabericht sein!

Dazu ein Foto, das ich vor einiger Zeit von Hartmut
mit seiner 5,7m Cobra auf der Zuflucht gemacht habe.

748363

Gruß Hansjörg

goevier
24.12.2011, 12:14
Hi Hans-Jörg,

Fragen sind willkommen, und du weisst ja, a) es gibt keine dummen Fragen, und b) das Bessere ist des Guten Feind:p

Zu deinem Zitat:
"Styrokern liegt im Negativkern auf dem Baubrett.
Flügeloberseite nach oben. Darauf soll dann die
Beplankung mit untergelegtem Gewebe aufgelegt
und nur mit einem Vlies und dem Folienschlauch
(ohne obere Negativschale) abgesaugt werden."

Ich würde dir aus meiner Erfahrung abraten ohne Negativ zu pressen.
Die Kanten, insbesondere die Endleistenlkante wird nicht gerade und das ärgert einem dann nach der vielen Mühe.

Nun kannst du dich ja entscheiden.:p


Grüße

Uwe

goevier
10.01.2012, 22:08
Rumpfspanten sind aus 10mm mehrfach verleimtem Sperrholz geschnitten.
757891

Alle Rumpfspanten und das SR-Servo am hinteren Spant sitzen vor dem Schwerpunkt , also positive Gewichtsbilanz.

757892757893


Bevor ich die Spanten einharze, bekommt der Rumpfboden innen noch eine einlagige Kohleverstärkung aus Restmaterial der Flächen.
Ich erhoffe mir dadurch die Landestöße bei diesem schweren Brocken besser in die Rumpfschale einzuleiten.

757894

Nachdem ich die SR-Flosse bei meiner 3m Cobra schon sehr fest baute, und damit gute Erfahrungen machte, verstärkte ich das SR mit dünnem Rest-Rohacell.
:D So sollte auch im Schnellflug die Verwindung des SR durch die HR Maßen weitgehend vermieden werden können.

757895 757896

Bin etwas wortkarg heute , darum lieber mehr Bilder.

FX2000
10.01.2012, 22:47
Hi,

von wem ist das Fahrwerk und welche Größe hat es?

LG
Stephan

goevier
17.01.2012, 10:27
Hallo


das Fahrwerk habe ich, uund nicht das erste Mal, von Ultratec-CNC-GmbH.
Udo hat drei Größen an Fahrwerken und die kannst du mit oder ohne Dämfung, sowie m/o Bremse bestellen.
Udo's Adresse:

u.keim@ultratec-cnc.de

Der Rumpfausbau ging etwas weiter, der erste Spant ist sicher befestigt und hat die Rumpfkontur nochmals deutlich versteift.
Seitenruderflosse und Lagerung sind wie folgend gelöst:


761182 761183


In die Dämpfungsflosse eingebaut sieht das dann so aus.

761184 761185.


Das SR wird dann über eine Zwischenscheibe mit Drahtseilen angelenkt.



Grüße

Uwe

flo
17.01.2012, 18:07
Hi Uwe,
die Verstärkungen im SR haste ja saucool gelöst.
Glaube die Idee mit den geodätischen Rippen werd ich mir für unsere Hannibals klauen:D

LG

Flo

goevier
01.02.2012, 22:40
So, ein paar Schritte ging es nun am Abend weiter.

Die Anlenkung des SR wird über eine Zwischenscheibe mit umlaufenden Seil realisiert.

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Die Idee dabei ist, das SR für den Transport leicht abnehmen zu können und die Seilenden über die Gabeköpfe am SR Abschlussspant zu sichern.

Das soll verhindern, dass sich das Seil im Rumpf aufrollt und zu einer undefinierbaren Schlange aus Litze mit maximaler Anzahl an Knoten bei definierter Unerreichbarkeit im Rumpf mutiert.:cry: :confused:


Einen neuen Weg bin ich bei Anlenkung des SR gegangen.

Ich bohrte rechtwinklig zur Drehachse des SR mit 3,3 mm Bohrer vor, schnitt ein 4mm Gewinde in das GFK/Holzteil des SR und träufelte Sekundenkleber in das vorgeformte Gewinde.

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Die mit Silikon eingesprühte 4mm Schraube sicherte mir den Gewindegang für die später verwendeten Alu-Augenschrauben.

771237 771238

Bin zufrieden mit meinem Ergebnis und hoffe auf ein paar Stunden am WE.


Kleiner Fortschritt auch beim Rumpfaufbau und Fahrwerkseinbau:

771231 771230

Uwe

Sebastian St.
03.02.2012, 20:19
Hi Uwe ,

Hier (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/232205-Fliegt-jemand-die-Ka-6-CR-Ma%C3%9Fstab-1-2-3?p=2453628&viewfull=1#post2453628) habe ich meine schnell trennbare ( nurdie Schanierachse ziehen ) Seitenruderlagerung und -anlenkung gezeigt , bei der man die Anlenkung nicht trennen muß :cool:

goevier
02.01.2013, 11:56
Wenn nun alles planmäßig verläuft, soll die Cobra im Mai ihren Erstflug haben.
Zwischen den Feiertagen erstellte ich den Kabinenhaubenmechanismus.

Da ich ohnehin nicht scale dort unterwegs bin (die Original SZD hat ein Schiebecockpit nach vorne),
habe ich ich mich nach etlichen Gedankenspielen auf die Mechanik von Ernst Reiff festgelgt.

928402

Sie bietet neben zwei definierten Verriegelungspunkten, die Möglichkeit die Haube auch komplett am Flugfeld abzunehmen.
Obgleich nicht im unteren Preissegment zu finden, einen solide, durchdachte Konstruktion ohne Kompromisse und daher wieder jeden Euro "preis"-wert.

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Die Anlenkung verriegelt die Stellung über zwei sogenannte Kugeldruckschrauben, die sich in Bohrungen der Scheibe setzen.
Dazwischen ist der Mechanismus nach oben und unten frei drehbar.

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Da mir die Anschraubung der 5 mm Platte stumpf an der Rumpfinnenseite zu undefiniert erschien, habe ich kurzerhand die Schleifscheibe bemüht und eine formschlüßige Lagerung der Platte über einen Sperrholzspannt gefertigt.

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Ein bißchen dreidimensionales Denken wird bemüht, die Anschraubung der Reiff`schen Mechanik und damit die maximal möglichen Endpunkte des Kabinenhaubenrahmens in Abhängigkeit der Drehung am Rumpf festzulegen.

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Den Anschluß des Halterstifts am Kabinehaubenrahmen erfolgt über Kohelplattenabfälle, die später mit Rovings fest mit dem Rahmen verbunden werden.

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Nach Klebung mit Endfest 300 war das Ergebnis sehr zufriedenstellend.

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Klappenmechanismus arrtiert bei 45° und ca 85°

goevier
17.01.2013, 21:22
Nachdem ich die Schablonen für die Nasenleiste über die Software von Stefano Duranti http://www.profili.com ausgedruckt und auf Karton gelegt hatte ging es ans Schleifen.


Die Empfehlung von Kneubi beherzigend, kontrolliert man mit Hilfe einer Taschenlampe was man schön in 45° Winkel geschliffen hat - eine Schleiflatte größer 45cm ist dabei wirklich hilfreich.

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Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, wenn auch der Schleifstaub „knöcheltief“ auf allen Werkzeugen nebst Ladegeräten im Modellbaukeller und meinem fehlendem Haupthaar zu liegen kam:p

Auch die Idee, wie ich die Torsionsstift in die Fläche einbringe, ist eine Idee von Kneubi, die ich dankenswerterweise übernehmen konnte.
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Mit dem erreichten Baufortschritt war eine Zwischenwägung langsam sinnvoll, und trotz meines recht großzügigen Umgangs mit Kohle und stabilisierenden Verstärkungen kam ich auf eine recht ernüchternde Gewichtsbilanz:
Flächen 5400 g
Rumpf mit EZFW und Spanten 1650
HLW mit SR 650g
Akkus ~ 400g
Empfänger, Servos Schleppkupplung plus Elektronik 400g
Lackierung ca. 1300 g
Blei vermutlich 700g
Gesamtgewicht ohne Ballast: 10,5 kg
:confused::confused::confused:

Entspricht einer Flächenbelastung von 62 g/dm²:cry:

(gerechnet mit dem Programm von Rainer unter http://www.rainers-modellflugseite.de/

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Nachdem ich eine Flächenbelastung von wenigstens 80g/dm² erzielen wollte, hieß es nun im Internet nach Ballastierungseinbauten Ausschau zu halten.

Fündig geworden mit meinem Beuteschema das Gewicht flexibel in den Flächen unterzubringen bin ich auf der oben erwähnten Seite von Rainer unter Tipps Ballastkammer.

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Die zugehörige Bohrstange erstelle ich mir aus dem Restmaterial der Kabelkanals und einer kreativ erstellten Sägezahnteilung.

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Allerdings habe ich die Kabelrohre auf die Größe meines Fliegers angepasst und ein Rohr mit 24 mm außen und 22 mm Innendurchmesser verwendet.

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Manchmal liegen die guten Dinge wirklich nahe! Dank an Rainer und dem Baumarkt um die Ecke.
Mit Hilfe von 8 Rundstücken (22x100mm) aus Messing (MS58) kann ich nun ca. 2,6 kg aufballastieren.

:D

Nun brauche ich Eure Hilfe!

Nächste Bilder und Beschreibung werden etwas dauern, da ich am Sonntag beim Zusammenstecken der Flächen zum Rumpf Spiel zwischen Holmverbinder und Hülse in der Fläche festgestellt habe.

Wohl vom Flächenverbinder etwas zu viel abgeschliffen:cry::cry::cry:

(Nach oben +Z-Richtung und unten –Z sind es jeweils 7 Hundertstel Spiel, seitlich x-Richtung definitiv weniger)
Das heißt, entweder den Verbinder umseitig aufdicken oder den Hülsenquerschnitt verkleinern.
Ich habe für beide Problemstellungen habe ich keine gute Idee wie eine Lösungen anzufertigen ist.

Den Holm mehrfach mit Trennwachs zu behandeln und dann in die harzbehandelte Hülse der Fläche zu stecken traue ich mir ehrlich gesagt nicht.:rolleyes:
Ich befürchte, beim Einschieben des massiven Verbinders die Trennwachsschicht zu beschädigen und dann eine ewige Verbindung zwischen Hülse und Verbinder zu verursachen.:confused:

Für Vorschläge bin ich euch dankbar.

...langer thread heute Abend


Uwe

thermikgeil
18.01.2013, 21:32
Oh nein!! :cry:
Wie kann man bloß diese geile Schiebehaube nicht umsetzen? Und das bei dem Maßstab....

Oli

Hansjörg Rothfuß
19.01.2013, 11:31
...wahrscheinlich, weil es viel Arbeit macht!
Aber gut ausschauen tut es schon, wie ich finde.
Hier ein altes (eingescantes) Foto meiner guten alte Cobra.
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Gruß Hansjörg

goevier
29.01.2013, 12:13
@Oli(thermikgeil)
Ich will die Cobra im rauhen Hangeinsatz in den Bergen fliegen, da stört eine solche (zugegeben schöne) ziehbare Haubenlösung eher.;)

@ Hansjörg
Ich hätte ses nicht schöner sagen können.

Uwe

kneubi
29.01.2013, 13:35
Hallo Uwe

Ist mir auch schon passiert - halb so wild. Von der Festigkeit her wäre das ganze kein Problem. Doch wer will schon so ein Gelottere :D

Ist der Verbinder aus Rovingen? Dann hast du vermutlich auch in Faserrichtung feinste ich nenne es mal Microrillen. Das Ganze mit einem 400er Schleifpapier leicht in Faserrichtung anschleiffen. Dann mit einer feinen "Mayonnaise-festen" Mumpe mit einem weichen Spachtel mit leichtem Druck in Längsrichtung abspachteln, sodass ein feiner glänzender Film haften bleibt. Die Mumpe besteht aus Microballon und etwas Thixotropiermittel, damit das Ganze schön "seifig" und glatt wird. Allenfalls etwas nachschleifen(Kanten) und polieren (Flächen). Sollte reichen um das Spiel aufzuheben.
Übrigens dein Verbinder sieht danach edler aus als zuvor.

Sollte es nun immer noch lottern. Den gespachtelten Verbinder auf Hochglanz polieren. Mehrwals mit Trennwachs behandeln. Ganz, ganz wenig Mumpe auf einer Seite in die Hülse einführen und verteilen. Jedoch nicht ganz bis nach hinten. Dann vorsichtig Verbinder einführen bis ca. 1 cm vor dieser ansteht. Mind. 48std gut aushärten lassen. Dann mit einem beherzten Schlag mit dem Gummihammer den Verbinder reinschlagen, sodass er sich wieder löst. Dann sollte er sich auch wieder entfernen lassen. :D

Viel Glück
Sigi

goevier
01.02.2013, 18:01
@kneubi:

kneubi

Zu fette Hülse oder zu schlanker Verbinder?
Hallo Uwe

Ist mir auch schon passiert - halb so wild. Von der Festigkeit her wäre das ganze kein Problem. Doch wer will schon so ein Gelottere ....
Danke für den Tip, so in etwa habe ich das Problem auch gelöst.
Habe Flächenverbinder mit Tesastreifen zuerst dort aufgedickt, wo Spiel vorhanden war und so das notwendige (Über-)Maß gewonnen.
Dann mit einer Lage Rovings bzw. 100 Unidirektionalgewebe aufgefüttert, die ganze Steckung mit etwas mit 24h Harz seitlich eingepinselt, auf eine gewachste Granitplatte mit Granitsockelleiste auf der Oberseite gegengelagert eingespannt, und gut war‘s.

Nach einem Tag Trockenzeit wurde das erreichte (stellenweise) Übermaß dann fein mit Schleiflatte abgeschliffen bis die Steckung saugend passte. Funktionierte prima, hatte ich für aufwendiger erachtet, als es dann tatsächlich war, und die Granitsteinplatte ergab eine tolle Oberfläche am Verbinder.:D



Einmessen der EWD und Ausrichten der Flugzeuggeometrie

Draufsicht der Geometrie (XY Ebene):Die Flächen werden rechtwinklig zur Rumpfmitte angesteckt und das Maß zwischen identischen Punkt an der Flächenhinterkante zur Anschraubung HR Mitte vermessen.

943106 943117

Frontansicht (XZ Ebene): Mit Hilfe einer Wasserwaage am Rumpf (auf die Horizontale bezogen) und dem identischen auf beiden Seiten gemessenen Höhenmaß der Flächen zum Boden wird die exakte V-Form für jede Seite und so die Symmetrie des Fliegers zur Hochachse gewährleistet.

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EWD und die Torsionsstifte habe ich wie folgend gebaut (ist wohl besser anhand der Bilder zu sehen)


Torsionshülsen (ø innen6mm) überlang in den Flächen verklebt.

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Flächen sind rechtwinklig zur Anformung aus- und gewünschte EWD (ca. 0,5° bis 1°) eingerichtet und mit EWD Waage gegenkontrolliert. (exakt kann die EWD über die Anpassung HR Auflage eingestellt werden)

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Torsionshülsen vorne mit Nagellack der besten Ehefrau von allen eingepinselt und damit die Position am Rumpf markiert. (Nagellack klebt super gut an allem!)

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Flächen wieder abgebaut und Torsionsstifte mit ca.2 mm größeren Durchmesser am Rumpf gebohrt.

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Überlange Torsionshülsen werden bis auf etwa 2 mm Überstand zur Wurzelrippe abgeschnitten


Für die Fixierung der Stifte im Rumpf ergibt sich m.M.n. ein Paradox in den Anforderungen der Verklebung.
Einerseits soll sie hochfest sein, was den Einsatz von Uhu Endfest und 24h Harz (lange Binderzeit) empfiehlt, anderseits ist sicherzustellen, dass die Verklebung rasch aushärtet und so die eingemessene Position der Hülsen im Rumpf herstellt, ein Versetzen sicher unterbunden wird(kurze Binderzeit).

Ich helfe mir, indem Endfest 300 in ausreichender Menge angerührt, mit Heißluftpistole superflüssig gemacht wird, Thixotropiermittel und dann kurzgeschnittene Glasfasern zugegeben werden.
Dies ergibt bereits beim Anrühren eine etwas breiige Fasermasse, die ich im ersten Schritt auf die Messinghülsen gebe, welche später im Rumpf platziert werden.

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Danach führe ich die vorher abgelängten und mit Sprühsilikon benetzten Torsionsbolzen in diese ein.

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Von der Innenseite des Rumpfs kommend suche ich durch die Bohrungen die Torsionsstifte im Flügel und schiebe die Bolzen einschließlich der Hülsen
rumpfseitig auf.

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Erst jetzt, wo Lage und Position der (rumpfseitigen) Bolzen zum Flügel passen, wird die mit der Endfestpampe benetzte Hülse in Richtung Innenwand Rumpf geschoben.

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Dann mit einem Gummihandschuh bewehrten Finger das Glasfaser-Endfestgemenge wie eine Raupe um Torsionshülse und Rumpfinnenwand gedrückt- fertig.

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Ich beginne mit den hinteren Torsionsstiften und kann so bei einer Abweichung der EWD die Vorderen nochmals anpassen.

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Die Positionierung, das Ausrichten die Vorbereitung der Stifte und das Vermengen des Harz-Fasergemisches dauert so gut 30 bis 40 Minuten, so dass die ganze Pampe schon leicht breiig wird, was ein Verlaufen der Verklebung im Weiteren verhindert.

Nach Austrocknung wird dann mit reichlich 24h Harz die fixierten Hülsen und die MonoBlocs endgültig mit dem Rumpf verklebt.

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Wem das alles jetzt für sehr aufwendig erscheint, dem möchte ich zu bedenken geben den Aufwand einer irrtümlichen Verklebung Torsionsstift in Hülse zu schätzen.
Falls dies bei meinem Verfahren geschieht, erwärme ich den Stift einfach mit einem Lötkolben und kann diesen zerstörungsfrei wieder lösen, ohne die doch recht aufwendige Geometrievermessung und EWD-Anpassung des Fliegers zu wiederholen.

Die Wurzelrippe aus Sperrholz lässt den Übergang der Haist‘schen Rumpfanformung zum verwendeten Profil sichtbar werden. Da das elfprozentige RG15 recht gut im Nasen- und Endleistenbereich zur Flächenanformung des Rumpfs passt, wird später einfach auf den ersten 20 cm auf der Flächenoberseite der Übergang gespachtelt.

943116

Mein Messingstücke zur Aufbalastierung sind auch geliefert, das regnerische WE kann kommen....;);)

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Uwe

etech
02.02.2013, 13:26
Hallo Uwe,
ich lese schon eine ganze Weile mit, schön dein Bericht, aber die oben beschriebenen Messingstücke sehen mir mehr nach Alu aus, was willst du denn bei diesem Brummer mit Alu?

Gruß Günther

goevier
01.03.2013, 13:29
@etec: Die Farbe im Bild täuscht, es sind tatsäcklich 2,4 kg Voll-Messing Zylinder :p

Die Winglets von Hr. Haist mussten etwas an die schlankere Profilierung der Endrippe angepasst werden.
Ich möchte diese abnehmbar gestalten, da die Flächen in die Schutztaschen zu schieben bei der kleinen Cobra immer eine Frickelei war.

957434957433


Ich habe sehr gute Erfahrungen mit den Powermagneten zum Befestigen von Winglets gemacht (Durchmesser 10x3), und darum diese Lösung auch
bei meiner großen Cobra verwendet. Vor dem Verkleben der Magnete sollte allerdings nicht zu knapp mit Trennwachs gearbeitet werden, sonst entwicklen die Magnete schier unbändige Haltekräfte:D.

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Den Übergang Rumpfanformung an der Wurzel zu Fläche (Profildicke von 13% auf 11,5 % ) löste ich wie weiter oben beschrieben mit Harz, Baumwollflocken Dixo und Glaskugelgemisch.


Zwischenzeitlich sind die Flächen zum Lackierer meines Vertrauens ( hi Manfred:-) )gebracht worden, und ich widmete mich dem Haubenrahmen und dem Ausbau des Cockpits.
Hierbei kann man ja ungezählte Stunden vergeuden, habe ich mich mit Blick auf den geplanten Erstflug im Mai für eine Kombination von Eigenbau- und Kaufteilen entschieden. Rahmenfinish und Cockpitpilz baue ich mir selbst, Innenausbau (Sitzschale, Instrumente, Microfon und Knüppel) wurden bei gromotec für meine Größe in 1:2,75 bestellt.

Trotzdem habe ich den Aufwand für den Haubenrahmen dann dennoch total unterschätzt. War das Rohteil Rahmen mühelos schnell gefertigt (vgl. Anfangsthread#7) wurde das Finish jetzt doch aufwändig.
Mit Styrodur, das ich mit PU Kleber (was für ein geiles Zeug:D) auf den Rahmen, grob auf Maß geschnitten, klebte, war Futtermaterial für den Rahmens aufgebracht.

Mit einem kleinen Stryrosägenbügel schneide ich die Kontur des Rahmens, welches später mit 28g Gewebe verstärkt, die Kräfte bei Landung und Aufklappen aufnehmen soll.

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Beim Cockpitpilz nahm ich mir eine Vorlage aus dem www und zimmerte den Prototyp aus zwei Milimeter Sperrholz und Sekundenkleber.

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Da die Klebefugen zu schmal für Radiendarstellung und Kraftschluß waren, verstärkte ich diese mit Styrodur und dem vorher erwähnten PU-Kleber. Dieser schäumt nach dem Aufbringen noch etwas auf, hat eine Topfzeit von 30 Minuten und überbrückt Unebenheiten und handwerkliche Grobmotorik.
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Für die gebogenen Seitenwände verwendete ich vom Reklameschilderbauer ein ca. 2 mm PE Restmaterial und bog die gewünschte Form mit Hilfe des Pilzes, einer Dose und der Heißluftpistole.
Ein paar Testläufe für die Erwärmung des Materials hilft ein gutes Ergebnis beim Meisterstück zu sichern

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Auch wenn das Bild den gleichzeitigen Einsatz der Heißluftpistole zeigt, genügt ein Erwärmen des Materials bevor es auf die Seitenfläche des Pilzes gedrückt wird. Der Dosendurchmesser dient hierbei lediglich die Form bis zum Erkalten des Kunststoffes beizubehalten.


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Eigenlob st..t zwar, sieht aber doch ganz gut aus wie ich meine:)


Zum Schluß noch die Führung des Haubenrahmens am Rumpf. Nun soll mal das Harz am Rahmen durchtrocknen, dann geht es weiter...

TSchulz566
13.05.2013, 14:25
Gehts noch weiter ?

Gruß Torsten

goevier
14.05.2013, 08:28
Es geht weiter, aber beruflich bedingt kann ich nur sporadisch und dann nur Nachts weiterberichten.
Aber soviel vorweg, die Cobra hat eine schöne Haut bekommen und wird gerade mit der Innendeko ausgestattet.

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Der Erstflug verzögert sich allerdings auf August...
Bilder, Berichte weiteres....
...more to come
...wie der Oberbayer sagt:D


Uwe

goevier
14.05.2013, 23:35
Nachdem ich mir fest vorgenommen hatte, die Flächen diesesmal zu lackieren, wurde nach dem Spachteln der Oberflächen und der Herstellung des Übergangs Rumpf-Flächen beide Seiten mit 40g/m² Köperglas bezogen.

Bei der Auswahl des "Klebers" entschied ich mich für verdünntes Harz. Gegen die Alternativen Parkettlack oder auch Spannlack sprach dass ich eine absolut innige Verbindung zwischen Abachi und Glas auch an den Rundungen realisieren wollte, und dem Harz noch einen Schuß graues Gelcoat beigab,und Unebenheiten vor der Oberflächenaufbereitung besser zu sehen.

Ein paar Bilder zu Dokumkentation, das Harz war etwa zu 50 % mit Spiritus gestreckt.

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Erst am Pfingst-WE kann ich Bilder des Cockpitausbaus anfertigen. Der I-Pilz wurde ebenfalls beglast und wird in Antrazit mit der Dose lackiert.

Leider war mein Lackierer eher von der grobmotorischen Art, so dass die Oberflächen nicht zu meiner vollen Zufriedenheit lackiert wurden.
Es ist schon verdammt schwer einen guten Lackierer zu finden, der einerseits nicht das Flugzeug mit Lack zuschwemmt, andererseits aber die Besonderheiten eines Profilverlaufs unten oder eines Rumpf-Haubenübergangs spachteln kann.
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Meine Angebote für das Finish variierten von 550€ nur lackieren bis 1200 Euro für Beglasen, Fillern und Lackieren.
Für diese Summen (Abwehrangebote??)fehlt mir das Verständnis und obendrein auch noch das Geld.

Nächstesmal steh ich mit beim Lackieren dabei :pund mach das dann gleich alles selber.:mad:
Nachdem ich den Vogel abgeholt hatte, durfte ich mit Xerapol erstmal die Kabinenhaube in 3 Stunden Polierarbeit von Nitrofingerabdrücken und Fillermaterial befreien.

Da kam Freude auf bezahlte Minderleistung und dann noch selber nacharbeiten dürfen.:cry:

Aber zu guter Letzt sieht sie dann doch noch ganz ordentlich aus.
Oder was meint Ihr?

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Ja! ich will etwas Zuspruch!:(

Der Rest des Finishes wird nun mit Folien erstellt.

Keep you posted...

Uwe

TSchulz566
14.05.2013, 23:50
Sieht doch richtig geil aus, super Flächenenden.
Gruß Torsten

Walter L.
15.05.2013, 21:29
Glückwunsch!!!!

Da hast du ein tolles Modell fertig gestellt. Mit einer Menge technischer finessen gelöst. Super, dass du trotz wenig Freizeit durchgehalten hast!

Jetzt warten wir noch auch den Bericht des erfolgreichen Erstflugs, für den sicher nicht nur ich die Daumen drücke.

Viele Grüße

Walter

peppino
16.05.2013, 22:21
Hi Uwe,

wird doch noch ein super schöner Vogel.

spätestens beim Erstflug wirst Du alle Strapazen vergessen sein ;-)

Dann hast du ja auch ein wunderschönes UNIKAT!!!!

PS: eine rote Wilga würde gut zu deiner Schlange passen.

LG

Michael

goevier
18.11.2013, 09:55
Hallo RC-Networker,

habe nun zum Jahresabschluss die Zeit und den Elan meine Cobra weiter zu bauen und sie zu einem Erstflug und Finale zu bringen.

StratosF3J mit seiner DG1000 und kneubi haben ihre Erstflüge ja schon hinter sich, mit großem Erfolg und großer (wenn auch für kneubi kurzer) Zufriedenheit wie ich lese.
Der Absturz von Siggi hat mich nochmals rechnen und alle Klebungen überprüfen lassen, da lernt man schnell von Anderen.
Mein Dank an alle Mitbauer und Ratgeber für das Mitlesen und Posten hier im RCN an dieser Stelle!

RDS Anlenkung und Ruder

Es ging weiter mit den Ruderanlenkungen, die ich von Ober Flugmodellbau bezogen habe. Meine Idee, alle Servos mit den RDS Antrieeben fest in die Tragflächen zu verbauen und erst nach Fräsung der Klappen die Hülsen und Stifte einzubauen, hätte beinahe fatale Folgen nach sich gezogen.


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Plante ich, mit dieser Baureihenfolge die Position der Hülsen perfekt auf die Endleistenholme ausrichten und anpassen zu können, erwies sich dieser Teil der Theorie für richtig-die Endleistenholme der Flächen hatten sich tatsächlich durch den Druck beim Vakuumieren verschoben.
Allerdings hatte ich eine entscheidende Tatsache unberücksichtigt lassen.

Durch die Anbindung der Ruder an die Flächen durch Elastic Flaps konnte ich QR und Wölbklappen kaum mehr in eine >90° Stellung bringen, um die Hülsen in die Flaps und die RDS-Stahlstiften fluchtend in die Aluteile zu stecken:-:cry::eek:.
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Nach etlichen Gedanken vor dem abendlichen "Erschöpfungstod" und Lösungsversuchen am nächsten frühen Morgen, fand sich schlußendlich doch noch eine probate Lösung.
Nachdem mit viel Mühe Aussparungen für die RDS Taschen in die (über)-streckten Ruder gedremelt waren (eine Arbeit die ich meinem ärgsten Feind nicht wünschen möchte!), wurden Breite und Tiefe der Aussparungen in den Flaps derart vergrößert, dass sich Taschen sich darin locker verschieben liesen.
So konnte man den Stahlstift des RDS mit "leichter" Gewalt in die Aluhülsen des Servosantriebs und anschließend in die RDS Hüllsen stecken.



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Das so entstandene übergroße Sackloch je Ruder wurde anchließend in zwei Klebeschritten mit Endfest 300 wieder komplett geschlossen.
Aufwand für sechs Ruder: 2 h je Ruder am Abend mal 6 Abende sind 2 Wochen Baudauer.:mad:

:mad:Die Stifte und Taschen erst nachträglich in die Ruder zu kleben würde ich nie mehr wieder so realisieren.
Herr Ober hat den besten Weg, die RDS Anlenkungen einzubauen, in seiner Bauanleitung beschrieben, daran sollte man (und auch ich !) sich zukünftig halten.;)

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Das Ergebnis ist super. Geringstes Spiel an den Rudern, (in der Toleranz des Servogetriebespiels) und harte, direkte Anlenkungen mit Ausschlägen der inneren Wölbklappen bis 80°.

Als ob gerade der Teu... die Finger in Spiel gehabt hätte, verabschiedete sich beim Test der Verkabelung ganz langsam ein Servo der mittleren Wölbklappen.
Das hieß "minimal-invasiver Eingriff" in die fertig lackierte Fläche und Suche des fest (verdeckt) verbauten Servos.
Dabei half mir der Photobericht hier im RCN, da ich Bilder der Servos vor der Beplankung der Fläche erstellt hatte, die ich nun, mit Corel Draw vermaßt, einer genauen Zeichnung zuführen konnte.

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Et voilà, da war es wieder, das verlorengegangen Servo. Wie sich später herausstellte, war nicht das Servo defekt, sondern ein Kontakt des Steckers hatte sich seiner Pflicht entledigt:eek:

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Der Deckel, wird später mit einer Klebering aus Deckofolie wieder aufgebracht und das "Leck" damit unsichtbar verschlossen.


Elekrische Verbindungen:

Eine wirklich zuverlässige Variante, die Kabel der Fläche in den Rumpf zu übergeben, besteht in der Verwendung der hinlänglich bekannten grünen Multiplex Stecker. Ich verwendetet das erste Mal eine 8-polige Variante dieser Verbinder von www.kabelversand.de (www.modellbaukabelversand.de). Diese bieten buchsenseitig auch eine kleine Platinean , mit Hilfe der die doch arg empfindlichen Kabelchen sicher an der Buchse verlötet werden kann.
Das ganze erhält dann eine Isolierung mit Flüssigisolierung von Plastidip (http://www.plastidip-shop.de/index.php/produkte/fluessigisolation.html


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Zum Rumpfausbau:
Oft verkünstelt man sich (zumindestens ich;)) ja an aufwendigen Konstruktionen, die es in der Industrie schon erfunden gibt.
Dieses Mal habe ich eine Lösung aus dem Baumarkt gefunden, die ich für meine Halterung aller Einbauten im Rumpf verwende.
Eine Kunststoff L-Schiene, 40x20mmm, die abgelängt, zur Sicherung der Steckerverbindungen
oder als Halter für Sitzschalen, Ausbauten jeglicher Art einsetze.

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Eine hier im RCN bereits beschrieben Technik, Kabinenhauben mittels Magenten auf ihre Rahmen zu fixieren und zu kleben, habe ich adaptiert, meine Sitzschalenhalterungen an unzugänglichen Stellen im Rumpf zu positioneren und bis zum Aushärten zu fixieren.
Die Magnete sind derart stark, dass durch Bewegung dieser Magnet aussen am Rumpf die Halter innen relativ zum Rumpf bewegt werden können und somit die idelale Sitzschalenpostionierung erreicht werden kann.

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Auch die Distanzhalter für die Emcotec Weiche sind positioniert und die Antennensicheln von carbonfreak hier im RCN finden im Rumpf ausreichend Platz.

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Nächste Schritte werden die Lackierung des Rumpfbodens und der Ausbau des Cockpits sein.

Freu mich wieder hier zu berichten ...

Uwe

Carbonfreak123
18.11.2013, 10:04
Ciao Uwe

Habs schon entdeckt den kleinen Flügel :D
Weiterhin viel Erfolg beim Bauen

goevier
12.01.2014, 21:41
Über die Feiertage und dem Jahresanfang ging nun doch etwas vorwärts.

Die Flächen sind mit Monolocks am Rumpf gepasst, die Seitenruderanlenkung wurde nochmals überarbeitet und die Umlenkrolle durch eine Big 24 kg Servo ersetzt.

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Bei der Verriegelung des Cockpits bin ich lieber auf Nummer sicher gegangen, (nach den Erfahrungen von Kneubi) und habe "doppelt gemoppelt" den Verschluß realisiert.

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Und weil es wieder Spaß macht den Vogel in Richtung Erstflug zu befördern, wurde der Cockpitausbau auchgleich noch in Angriff genommen.

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Beim Panel halt mir ein Anbieter aus der Slowenien, der mir nach Foto und Skizze des Cockpitdoms dieses wirklich begeisternde Muster ablieferte.


:D die Armaturennadeln der Instrumente ind alte Uhrzeiger! :;)

Die Technik wurde upgedatet nachdem die alten Weiche nur 5V konstant an die Servos weitergeb konnte, besorte ich noach ein neueres Modell der EMcotec 2001, bei der nun die Servos mit 5,8V versorgt werden.

Cockpitausbauteile wurden gefillert und mit Dose lackiert, Wanne und Mikro kommen von Gromotec, Lausprecher und Trimmhebel wurden aus dem Vollen gedremmelt.
!Modelbau pur!

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Nachdem ich bei einem der vorherigen Threads noch Bange war, der Vogel wäre zu leicht geworden, habe ich nach dem Auswiegen nun exakt ein Abfliggewicht von 17050g.
Bei einem Schwerpunkt von 110mm ab Nasenleiste damit ein Stabimass von 12% (bei 1,5° EWD).

Die Werte sind alle noch im grünen Bereich, allerdings hätte ich mir wahscheinlich die 2,5kg zusätzliche Audbalalst sparen können.
Damit kann ichnun das Flächengewicht von 90 g/dm²auf 109 g/dm² variieren.


Nun geht es ans programmieren der roten Schlange...

Carbonfreak123
13.01.2014, 18:24
Somit fast bereit für par Hahnenmoospiqué:D

Hast du die Flügelchen bei dem Flieger eingebaut oder kommt in ein anderes Modell?

goevier
14.01.2014, 18:28
So nun habe ich alle Folien von Andy http://www.andys-folienwelt.de/index.html bekommen.


Das Finish soll in etwa so aussehen.


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Allerdings werde ich die Folien erst nach demErstflug aufbringen.
Meine Erfahrung ist, dass nach dem Erstflug es irgendwie immer etwas zum Ausbessern, Nachjustieren oder die Beseitigung der ersten Landemacke gibt.:confused:

Andy hat einen guten Job gemacht, was meint ihr?

Grüße

Hansjörg Rothfuß
14.01.2014, 22:17
scharf wie Paprika!

Kompliment, Uwe
Gruß Hansjörg

goevier
15.01.2014, 08:51
War wohl etwas müde gestern abend :o und habe ein Vorentwurf hier eingestellt.

Hier das finale Design nach Überarbeitung. Das Bild in Post 67war nur ein Zwischenschritt des Entwurfsprozess.

Letzlich hat mir die puristische Version dann am besten gefallen.
Die Wellen störten m.M.n die Formen des schon wohl geformte Flugzeugs mehr als das sie ihn aufwerteten.

Das Pictogram aus Fliegern im Seitenruder wird durch das Original "SZD Werke"-Logo ersetzt.


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Nun bin ich aber doch sehr angetan und werde noch im Januar das Schlangentier fertig stellen.

Hier noch ein paar Gewichte im Detail



HLW (inkl 2 Servos): 558g
Steckung (Vollkohle): 602g
Rumpf kpl (mit RC und Pilot): 6778g
Fläche li. (inkl 3 Servos): 3530g
Fläche re. (inkl 3 Servos): 3536g

Trimmblei: 2050g
----------------------
Gesamtgewicht: 17054g

Ballalstierung: 2500g on top

Puls und Adrenalin steigen nun indirekt proportional zu den verbleibenden Tagen bis Erstflug.:D

Uwe

goevier
22.05.2014, 22:53
Hallo RCN Fans,

nun hat die Cobra ihren Erstflug hinter sich.
Bilder und Video kommen erst am WE hier rein-



Der Erstflug war etwas kopflastig; nachdem ich meinen Piloten "Steve" aus dem Cockpit verbannt, hatte fiel der Abfangbogen schon zu meiner Zufriedenheit aus.

Die Cobra läuft wie "am Schnürchen" und läßt sich wunderbar zum Landen hereinzirkeln, Klappen gesetzt und sanft aufgesetzt.

Mehr dann am WE.

very happy Uwe

JonnyBK
23.05.2014, 22:05
Hallo Uwe,

ein wunderschönes und seltenes Modell! Ich gratuliere zum gelungenen Erstflug! Vielleicht kann ich deine Schönheit auch mal bewundern, nachdem du ganz in der Nähe fliegst.

Viele Grüße

Joachim

marcstraehl
25.05.2014, 09:36
Uwe gratuliere zum Erstflug!
Das Ding macht irre Spass, meine hat bereits den 4. Flug überlebt und die Leistung ist enorm! Ich fliege sie nur am Hang und sie wiegt 19.8kg :). Die im Rumpf angeformte EWD (ca. 2 Grad) ist für meinen Geschmack zu hoch, ich musste da deutlich unterlegen um an 0.8 hinzukommen. Den Schwerpunkt hatte ich auf 165mm eingestellt (11% Stab. mittels Winglängs berechnet), das hat sich nun als zu Schwanzlastig gezeigt, sodass ich auf tief trimmen musste und somit die EWD noch kleiner war, in der Thermik bei gesetzten Wölbklappen hatte sie dann die Tendenz zum unterschneiden... Jetzt werde ich es beim nächsten Flug mit 250g mehr in der Nase probieren, sodass ich wieder die HLW Trimmung auf neutral stellen kann (so hoffe ich).

Wo liegt bei Deiner der SP? Fliegst Du sie mit den 2 Grad?

Hier noch ein paar Bilder....

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LG
Marc

marcstraehl
25.05.2014, 22:32
Uups, ich hatte mich vertippt, ich lag mit ca. 175mm (nicht 165, da bin ich ungefähr jetzt)
LG
Marc
Hier noch ein Bildchen:
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jogi1
05.06.2014, 18:10
Hallo Uwe,

von mir auch noch herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Erstflug. Mögen noch viele weitere Flüge folgen.

goevier
14.02.2016, 10:33
So nun habe ich ein - mehr oder weniger - geglücktes Video des Erstflugs.

Für mich sind die Start und Landungen wichtiger im Video als die aussagelosen "Dahinflieg-" Sequenzen, darum beschränke ich mich auf diese.
Hoffe ihr teilt meine Begeisterung für den Flieger.


https://www.youtube.com/watch?v=aiERTlU_JNA&feature=youtu.be

Im Video hatte ich die SZD 59 mit der SZD 37 verwechselt.

Lässt sich handzahmn landen das 17kg Teil. :p

Seitdem fliegt sie viel zu selten, aber wenn, dann gewaltig!

Uwe