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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie mache ich daraus mittels CorelDraw eine Vektorgrafik



J.Grözinger
25.01.2005, 11:36
Hallo,

wie aus der Überschrift hervorgeht, bin ich auf der Suche nach einer Anleitung wie man eine Vorlage mittels CorelDraw digitalisiert.
Ich habe dies seither mit Turbocad gemacht aber diese Dateien kann ich nicht für das Magazin zur Verfügung stellen da hier cdr gefragt ist.
Bild als Beispiel:

http://www.rc-network.de/upload/1106649335.gif

Beste Grüße

Jürgen

antonov
25.01.2005, 11:56
Wenn du die Vorlage im Corel hast, gehst du folgendermaßen vor. Kopier die in die Zwischenablage oder speicher unter .cpt ab.
Diese Zwischenablage oder .cpt Datei importierst du in Corel TRACE. Mit der Vektorisierungsfunktion kannst du dann eine Vektorgraphik raus machen.Für das beste Ergebnis ist probieren angesagt.

Weg 2. Datei in Corel Draw nachzeichnen, und danach als DXF abspeichern.Splines benötigen dann eine Sonderbehandlung, da die nicht exportiert werden.Besser Bögen verwenden.

Eckart Müller
25.01.2005, 17:18
Von Corel TRACE würde ich abraten. Das Ergebnis ist auf den ersten Blick zwar überraschend, genau betrachtet aber unbrauchbar. Die erforderlichen Korrekturen machen mehr Arbeit als die manuelle Anfertigung einer Vektorzeichnung nach der Bitmap-Vorlage.

Beispiel: Die unbearbeitete Bitmap-Vorlage ergibt mittels Corel TRACE dieses Ergebnis:

http://www.rc-network.de/upload/1106658942.gifBild a

Das sieht schon von Weitem betrachtet nicht überzeugend aus. Wählt man bei Corel DRAW die Anzeigeart 'Umriss', wird die gesamte Unzulänglichkeit dieser automatischen Bearbeitung überdeutlich:

http://www.rc-network.de/upload/1106660572.gif Bild b

Vergeblich ist ebenfalls der Versuch, das Ergebnis durch Umwandlung der Vorlage in ein schwarz/weiß-Bild zu verbessern:

Vektorisierungsergebnis

http://www.rc-network.de/upload/1106661070.gif Bild c

Noch augenfälliger werden die Fehler in der 'Umriss'-Darstellung

http://www.rc-network.de/upload/1106661093.gif Bild d

Auf diese Art und Weise lassen sich also m. E. keine brauchbaren Zeichnungen erstellen. Will man eine wirklich einwandfreie Zeichnung z. B. als Basis für einen Schneidplotter, kommt man um eine manuell erstellte Zeichnung nicht herum. Es sei denn, man ist mit den oben gezeigten krummen Körperkanten zufrieden. Aber wer ist das schon...?

Vor dem Hintergrund der gerade gemachten Erfahrung greife ich lieber auf die althergebrachte Methode des Durchpausens zurück. Allerdings heute nicht mehr mit Transparentpapier und spitzem Bleistift sondern zeitgemäß mit einem geeigneten Zeichenprogramm. Da gibt es sicher einige, um nicht zu sagen viele, aber meine bescheidenen Erfahrungen beschränken sich in diesem Fall auf Corel Draw. Mit diesem Zeichenprogramm erreiche ich das, was ich mir vorstelle, schon recht gut.

Dass möchte ich für Interessierte am Beispiel des ASW-Schriftzuges zeigen. (Die folgende Beschreibung und die Bilder basieren auf Corel Draw 7. Bei anderen Versionen kann es Abweichungen geben!)

Klickt man mit der rechten Maustaste auf das Bild im Eingangsposting, öffnet sich dieses Menü:

Bild 1
http://www.rc-network.de/upload/1106820797.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106663937.jpg)

So speichert man die Bitmap als Vorlage für die Zeichnung, die man nun m. H. von Corel Draw (CD) anfertigen kann.
Das bedeutet, in CD wird eine „Grafik 1“ begonnen.

Bild 2
http://www.rc-network.de/upload/1106820824.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106664401.jpg)

Mit der Tastenkombination Strg+F3 öffnet man das Ebenen-Rollup. Klickt man hier oben rechts auf den Pfeil, öffnet sich ein Menü, in dem uns nur der Eintrag „Neu“ interessiert. Wird „Neu“ angeklickt, wird in die Liste eine weiter Ebene eingefügt. Es ist zweckmäßig, die Ebenen 1 und 2 umzutaufen, z. B. „Vorlage“ für die Bitmap und „Vektor“ für die zu erstellende Zeichnung.

http://www.rc-network.de/upload/1106665501.jpg Bild 3

[ 27. Januar 2005, 11:58: Beitrag editiert von: Eckart Müller ]

Eckart Müller
25.01.2005, 17:19
Auf diesem Ebenen-Rollup sind nun mehrere Symbole. AUGE, durch Anklicken dieses Symbols wird die Sichtbarkeit dieser Ebene ein- und ausgeschaltet. DRUCKER, damit wird die Druckbarkeit der Ebene ein- und ausgeschaltet. STIFT, damit wird diese Ebene für’s Zeichnen freigegeben oder gesperrt. Die folgende Spalte für die Mehrfachebene beachten wir jetzt nicht. Schließlich ist noch die Spalte mit dem Pfeil zu berücksichtigen. Stellen wir den Pfeil durch Anklicken immer vor die Ebene, die wir gerade bearbeiten wollen, wird es keine Probleme geben. Soll die Ebene umbenannt werden, gibt es mindestens zwei Wege. Entweder die vorhandene Bezeichnung zweimal mit links anklicken

http://www.rc-network.de/upload/1106666569.jpg Bild 4

oder im Menü, dass sich nach Klick auf den Pfeil rechts oben öffnet und mit dem wir vorhin die neue Ebenen erzeugt haben, den Eintrag „Umbenennen“ auswählen und den neuen Namen eintragen.

http://www.rc-network.de/upload/1106666638.jpg Bild 5

Um die Vorlage für den Schriftzug auf unsere Ebene „Vorlage“ zu bekommen, zunächst den Pfeil in der fünften Spalte vor die „Vorlage“-Ebene bringen. Dann oben links in der Menüleiste auf „Datei“ klicken und im sich öffnenden Menü „Importieren“ auswählen (Alternative: Strg+I). Jetzt die gewünschte Datei auswählen und durch Doppelklick importieren oder erst markieren und dann „Importieren“ wählen.

Bild 6
http://www.rc-network.de/upload/1106820856.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106667655.jpg)

Damit ist die Bild des Schriftzuges auf die Ebene „Vorlage“ importiert worden und erscheint auf dem „Blatt“.

Bild 7
http://www.rc-network.de/upload/1106820875.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106667950.jpg)

Ob das wirklich so wie erhofft geklappt hat, kann leicht festgestellt werden. In der Mitte am unteren Bildrand sollte jetzt das hier zu lesen sein:

http://www.rc-network.de/upload/1106668192.jpg Bild 8

Eine weiter Kontrollmöglichkeit bietet das Ebenen-Rollup. Wird hier das AUGE vor der Ebene „Vorlage“ durch Anklicken ausgeschaltet, muss der Schriftzug auf dem Blatt verschwinden. Soviel für heute. Für manchen wird das bis hierhin recht trivial und selbstverständlich gewesen sein. Aber diejenigen mögen Nachsicht haben mit denen, für die CD noch nicht so übersichtlich und selbstverständlich ist. Ab morgen wird dann gezeichnet... ;)

[ 27. Januar 2005, 11:44: Beitrag editiert von: Eckart Müller ]

Eckart Müller
26.01.2005, 13:59
Bevor wir weitermachen noch ein wichtiger Hinweis. Es kommt gelegentlich vor, dass sich CD spontan verabschiedet. Deshalb ist es empfehlenswert unter EXTRAS, Optionen, Registerblatt ‚Erweitert’ die automatische Sicherungskopie auf eine geeignete Zeitspanne einzustellen.
http://www.rc-network.de/upload/1106742079.jpgBild 09

Zum ersten Strich!

Ziel ist es zunächst, den leicht verzerrten „Halbmond“ mit möglichst wenig Aufwand zu erstellen. Dabei gibt es selbstverständlich mehrere Möglichkeiten. Ich will versuchen zumindest zwei davon zu beschreiben. Welche dann letztlich favorisiert wird, bleibt jedem selbst überlassen.

Vom Import der Vorlage sieht das Ebenen-Rollup noch so aus
http://www.rc-network.de/upload/1106742122.jpgBild 10

Damit wir nicht auf der „Vorlage“ zeichnen, sondern auf der Ebene „Zeichnung“ muss die Ebene „Zeichnung“ zur aktiven Ebene gemacht werden. Dazu wird lediglich der Pfeil durch einen Linksklick vor die Ebene „Zeichnung“ gesetzt.
http://www.rc-network.de/upload/1106742148.jpgBild 11

Weil die Vorlage noch etwas klein und verloren auf dem Blatt erscheint,
Bild 14
http://www.rc-network.de/upload/1106820905.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106743788.jpg)

werden wir den uns jetzt interessierenden Teil auf eine optimale Größe bringen. Aus der Werkzeug-Leiste wählen wir die Lupenfunktion,
http://www.rc-network.de/upload/1106743817.jpgBild 13

ziehen mit gedrückter linken Maustaste um den verzerrten Halbmond ein Rechteck auf,
http://www.rc-network.de/upload/1106742148.jpgBild 12

und vergrößern damit den eingerahmten Teil auf die Bildschirmgröße.
Bild 15
http://www.rc-network.de/upload/1106820927.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106743904.jpg)

Aus der linken Werkzeug-Leiste wählen wir die Funktion „Bezier“
http://www.rc-network.de/upload/1106743928.jpgBild 16
(schneller geht’s mit der Taste F5)

[ 27. Januar 2005, 11:45: Beitrag editiert von: Eckart Müller ]

Eckart Müller
26.01.2005, 15:17
...und erzeugen damit bei jedem Mausklick (links) einen „Knoten“. Für die grobe Form genügen dabei sechs Knoten (Eckpunkte).
Bild 17
http://www.rc-network.de/upload/1106820950.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106756020.jpg)

Nachdem der letzte (6.) Knoten positioniert ist, ergibt sich ja noch kein geschlossener Kurvenzug. Die geschlossene Kurve ist aber wichtig, da nur geschlossenen Kurven eine Füllung zugewiesen werden kann. Diese Aufgabe nimmt uns aber CD ab, mit dieser Funktion:
http://www.rc-network.de/upload/1106744008.jpgBild 18

Im Augenblick sind noch alle Strecken zwischen den Knoten gerade Linien. Wir brauchen aber schöne glatte Kurven. Deshalb wählen wir aus der Werkzeug-Leiste die Funktion „Form“ (oder mit F10).
http://www.rc-network.de/upload/1106744029.jpgBild 19

Mit dem neuen Pfeil klicken wir irgendwo auf den roten Umriss.
Bild 20-1
http://www.rc-network.de/upload/1106820971.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106744057.jpg)

Das macht die Knotenpunkte sichtbar.
http://www.rc-network.de/upload/1106744078.jpgBild 20-2

Anschließend wird um alle Knoten ein Rahmen aufgezogen. Damit werden alle Knoten ausgewählt.
Bild 21-1
http://www.rc-network.de/upload/1106820999.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106744103.jpg)

Das wird durch die Veränderung der Knotendarstellung sichtbar.
http://www.rc-network.de/upload/1106744129.jpgBild 21-2

Nun mit dem Cursor auf einen Knoten weisen und mit der rechten Maustaste klicken. Es öffnet sich dieses Menü:
http://www.rc-network.de/upload/1106744155.jpgBild 22

Hier „in Kurve“ auswählen. Damit sind alle Geraden in Kurven umgewandelt worden. Das ist zunächst nicht sichtbar.

[ 27. Januar 2005, 11:47: Beitrag editiert von: Eckart Müller ]

Gast_00010
26.01.2005, 15:25
Wenn du die Daten in Trubocad hast, könntest du sie doch sicher auch in einem verbreiteten CAD-Format wie .dxf abspeichern. Das kann man in Corel importieren. Und fertig :)

Eckart Müller
26.01.2005, 16:34
Doch dieser unbefriedigende Umstand wird sich gleich ändern. Dazu muss die Auswahl der Knotenpunkte zunächst aufgehoben werden. Dies ist am einfachsten mit der Taste ESC zu erledigen. Dann mit dem Cursor einen Knoten mit der linken Maustaste auswählen. Nun wird sichtbar, dass es sich um Kurven handelt. Erkennbar an den „Steuerelementen“, die von den Knoten ausgehen.
Bild 23
http://www.rc-network.de/upload/1106821018.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106748011.jpg)

Bringe ich den „Form“-Cursor an eine Linie, erscheint unten rechts eine Schlangenlinie. Das signalisiert, dass jetzt, nach Druck auf die linke Maustaste, die Linie gezogen werden kann. Damit kann recht zügig die Gerade in eine Kurve verändert werden, die der Vorlage entspricht.
Bild 24
http://www.rc-network.de/upload/1106821042.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106750817.jpg)

Solange die linke Maustaste gedrückt bleibt, wird die Ausgangskurve (Gerade) als auch das „Ziehergebnis“ (neue Kurve) angezeigt. Erst wenn die Taste losgelassen wird, verschwindet die Ausgangskurve (Gerade).
Bild 25
http://www.rc-network.de/upload/1106821061.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106754052.jpg)

Nach diesem Schema verfahren wir nun auch mit den restlichen drei geraden Kurven. Das Ergebnis sollte so etwa aussehen. Zur besseren Sichtbarkeit habe ich Kontur etwas dicker dargestellt.
Bild 26
http://www.rc-network.de/upload/1106821084.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106750897.jpg)

Es ist zwar nett, passt aber noch nicht so 100%ig. Jetzt ist etwas Detailarbeit erforderlich. Ein Klick auf den linken Knoten lässt die Steuerelemente erscheinen.
Bild 27-1
http://www.rc-network.de/upload/1106821103.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106753587.jpg)

Wie man an dem angeklickten Knoten erkennt, bilden die Steuerelemente keine gerade Linie. Deshalb weist die Kurve an dieser Stelle einen Knick auf. Das wird noch etwas deutlicher, wenn man die Sichtbarkeit der Vorlage ausschaltet, also im Ebenen-Rollup das AUGE anklickt.
Bild 27-2
http://www.rc-network.de/upload/1106821130.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106753617.jpg)

Dieser Knick ist einfach zu entfernen. Knoten markieren, wenn das nicht schon geschehen ist, und dann oben „Geglättet“ auswählen.
http://www.rc-network.de/upload/1106753637.jpgBild 27-3
Ergebnis:
27-4
http://www.rc-network.de/upload/1106821160.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106753663.jpg)

Bei dem Knoten rechts daneben gehen wir ebenso vor.

[ 27. Januar 2005, 11:49: Beitrag editiert von: Eckart Müller ]

Konrad Kunik
26.01.2005, 17:16
Original erstellt von Jürgen Schrader:
Wenn du die Daten in Trubocad hast, könntest du sie doch sicher auch in einem verbreiteten CAD-Format wie .dxf abspeichern. Das kann man in Corel importieren. Und fertig :) Wenn... :cool:

Die Eingangsfrage lautet aber: Wie mache ich daraus mittels CorelDraw eine Vektorgrafik - lassen wir Eckart mal mit seiner Version darauf antworten. ;)

Gast_00010
26.01.2005, 17:36
Ich habe dies seither mit Turbocad gemacht aber diese Dateien kann ich nicht für das Magazin zur Verfügung stellen Ich dachte es gäbe vielleicht auch einen Bestand zu konvertieren. Aber ihr habt ja Zeit :D

Eckart Müller
26.01.2005, 18:08
Da es nun an einigen Stellen überhaupt noch nicht passen will, fügt man einen zusätzlichen Knoten ein, indem man mit links an der kritischen Position auf die Kurve klickt,...

Bild 28-1
http://www.rc-network.de/upload/1106821182.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106758926.jpg)

...den Cursor nicht bewegt und so an identischer Stelle anschließend mit rechts klicken kann, um in dem sich öffnenden Menü den Eintrag "Hinzufügen" auszuwählen.

Bild 28-2
http://www.rc-network.de/upload/1106821202.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106758967.jpg)

Der Linksklick erzeugt einen weiteren Knoten, der mit dem Rechtsklick der Kurve hinzugefügt wird. Der Knoten führt dazu, dass sich die Kurve an dieser Stelle nicht mehr bewegt, sofern nicht der Knoten selbst verschoben wird.

Bild 28-3
http://www.rc-network.de/upload/1106821227.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106759003.jpg)

So kann die Kontur sehr genau an der Vorlage ausgerichtet werden. Obwohl es sehr verführerisch ist, die Kontur mit vielen Knoten zu „besetzen“, möchte ich doch davor warnen. Je mehr Knoten auf einem Umriss vorkommen, um so schwieriger wird es, mit wenig Aufwand einen glatten Kurvenverlauf zu erhalten. Mit nur einem zusätzlichen Knoten habe ich eine Form erzielt, die meinen Ansprüchen durchaus genügt.

Bild 29
http://www.rc-network.de/upload/1106821247.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106759038.jpg)

Inzwischen sind mir zwei Dinge aufgefallen, die ich noch erwähnen muss. Einerseits die Tatsache, dass die Kurve natürlich auch mittels der Steuerelemente der Knoten verändert werden kann. Also nicht nur durch direktes Ziehen an der Kurve selbst. Andererseits habe ich zu Beginn vergessen, die Vorlage horizontal auszurichten. Das ist aber nicht weiter tragisch, den Mangel beheben wir gleich. Dazu ziehen wir aus dem horizontalen Lineal eine Hilfslinie, um eine waagerechte Referenzlinie zu haben. Bitte beachten: AUGE und STIFT im Ebenen-Rollup vor der Ebene „Hilfslinien“ müssen sichtbar sein. Ist das nicht der Fall, kann zwar eine Hilfslinie aus dem Lineal gezogen werden. Jedoch wird sie bei inaktivem AUGE in dem Moment unsichtbar, wenn der linke Mausknopf losgelassen wird. Ist dagegen der STIFT nicht aktiv, kann zwar auch eine Hilfslinie aus dem Lineal gezogen werden. Es ist danach aber nicht möglich, sie zu verschieben. Da wir aber die Hilfslinie sowohl sehen als auch verschieben wollen, müssen die beiden oben erwähnten Symbole im Ebenen-Rollup aktiv sein!

Der Vergleich Hilfslinie – Vorlage zeigt die zu korrigierende Abweichung (die beiden kleinen grünen Pfeile beim „L“).

Um die Vorlage zu drehen, ist es erforderlich auf dem Ebenen-Rollup den STIFT vor der „Vorlage“ zu aktivieren, sonst kann an der Vorlage nichts verändert werden. Danach zweimal auf den Schriftzug klicken. Nach dem ersten Linksklick erscheinen 8 kleine schwarze Quadrate, an jeder Ecke eines und je eines in der Mitte der vier Seiten. Nach dem zweiten Linksklick gibt es an den Ecken die Symbole für die Rotation, in den Mitten der Seiten die Symbole für die Scherung der Darstellung und in der Mitte der Fläche wird der Rotationsmittelpunkt angezeigt.
Bild 30
http://www.rc-network.de/upload/1106836933.jpg

Es empfiehlt sich, den Rotationsmittelpunkt ganz nach links zu schieben.
Bild 32
http://www.rc-network.de/upload/1106836981.jpg

Würde der Mittelpunkt an der augenblicklichen Stelle bleiben, könnte nur schlecht beurteilt werden, wann die Drehung ausreicht. Deshalb den Cursor auf den Mittelpunkt setzen und ihn mit gedrückter linker Maustaste verschieben. Eine zusätzliche Hilfe ist dabei die „Fangfunktion“ der Hilfslinie. Aktiviert wird sie hier:
Bild 31
http://www.rc-network.de/upload/1106837012.jpg
Damit „klebt“ der Mittelpunkt quasi an der Hilfslinie und kann vorzugsweise nur horizontal verschoben werden. Kleine vertikale Abweichungen von der Hilfslinie sind nicht möglich, nur größere Abstände.

Nun wird ein weit außen liegender Rotationspfeil mit dem Cursor und gedrückter linker Maustaste „gepackt“ und die Vorlage soweit gedreht, bis sie parallel zur horizontalen Hilfslinie liegt. Vor solchen Aktionen zur Sicherheit den STIFT der Hilfslinie im Ebenen-Rollup deaktivieren, damit nicht versehentlich die Hilfslinie verschoben wird. So sollte das schließlich aussehen:
Bild 33
http://www.rc-network.de/upload/1106837049.jpg

Leider stimmt nun auch nicht mehr die Lage des oben gezeichneten Bogens (verzerrter Halbmond) mit der Vorlage überein. Er muss also ebenfalls gedreht werden. Wie das geht ist ja nun hinlänglich bekannt. Noch ein Tipp: Den Rotationsmittelpunkt des Bogens dabei an die gleiche Stelle legen wie bei der Vorlage! Und nicht vergessen, den STIFT vor der Vorlage im Ebenen-Rollup zu deaktivieren, damit nicht versehentlich statt des Bogens die Vorlage gedreht wird...

Es gibt noch weitere Möglichkeiten, um diese Drehung zu realisieren. Ich erwähne sie aber bewusst jetzt nicht. Einerseits will ich in überschaubarer Zeit zu einem Ende kommen und zum anderen ist es zunächst verwirrend, wenn mehrere Verfahren zur gleichen Problemstellung beschrieben werden, meine ich!?

Damit sind die Vorbereitungen für die Zeichnung der Schrift des Logos erledigt.

[ 06. März 2005, 16:56: Beitrag editiert von: Eckart Müller ]

J.Grözinger
27.01.2005, 19:21
Hallo Eckart,

vielen herzlichen Dank für deine Mühe dies hier so ausführlich zu Behandeln.
Mein großer Fehler war glaube ich immer, daß ich zu viele Knoten gesetzt habe und dann meine Probleme bekam.
Jetzt aber mit deiner Anleitung habe ich schon
einen tollen Erfolg verbuchen können bei der Sichel, ich bin schon gespannt wie du die Schrift machst.

@ Jürgen, das mit dem DXF aus Turbocad funkt nicht so richtig, ich bekomme hier sehr große Dateien die ich dann im CD nochmals hochzoomen muß vielleicht hast du mir hier einen Trick oder kannst mir sagen was ich falsch mache.

Liebe Grüße

Jürgen

Gast_00010
27.01.2005, 20:20
Da ich Turbocad nicht kenne kann ich zu den Exortfunktionen leider nichts sagen. Da dxf allerdings ein universelles und weit verbreitetes Austauschformat von CAD-Daten ist, kann ich mir kaum vorstellen, daß TC das nicht vernünftig unterstützt. Es sei denn es gibt was moderneres und besseres. Im Web gibt es ja ein großes Angebot zu TC, falls du mit RTFM nicht weiter kommst.

Es kann schon sein, daß die Daten nach dem Import skaliert werden müssen, was sich aber nicht auf die Qualität auswirkt, da es ja vektorisiererte Daten sind.

BTW: Wie groß ist denn "sehr groß"?

Dennis Schulte Renger
27.01.2005, 20:28
Hi Jürgen!!

Naja ich bin von DXF Dateien nicht so tierisch begeistert und versuche sie zu vermeiden wo es nur geht.
Zum einen hab ich immer wieder Probleme mit Splines, die nach dem Export falsch dargestellt werden und zum anderen habe ich immer wieder Probleme damit, dass Kurven nach dem Exportieren plötzlich nicht mehr geschlossen sind, obwohl sie vorher eindeutig geschlossen waren.

Deswegen versuche ich DXF immer zu vermeiden.

@EM:
Du bist klasse. Gucke mir da auch noch den ein oder anderen Tipp fürs Vektorisieren zum Fräsen ab.
Weiter so!!

Achja, und ein Magazinartikel ist ja jetzt wohl Pflicht *duck*

Chandrayaan
27.01.2005, 21:26
Hallo Eckart,
Super Arbeit!

Ich bin gerade dabei mich in TurboCad und in Corel Draw einzuarbeiten. TC klappt schon ganz gut. In Corel habe ich gerade, dank Deines Beitrages gerade die "ersten" Schritte gemacht.

=> Super!

Eigentlich wollte ich ja Corel Trace zum Vektorisieren benutzen. Ich habe die gleichen "bescheidenen" Ergebnisse bekommen wie Du.
Ich dachte schon da bin ich zu b... dafür...

Auch die Aussagen zu dxf treffen bei mir zu. Jedesmal wundere ich mich was da "rauskommt" wenn ich eine vermeintlich "saubere" dxf-Zeichnung in BOCNC einlese.
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß exportieren in "plt" die besseren Ergebnisse bringt.

Servus,
Martin
CAD-CNC-Rookie

Gast_00010
27.01.2005, 22:48
Welche anderen Formate kan man denn noch exportieren? Es kann ja wohl nicht angehen, daß ein CAD-Programm keinen brauchbaren Export hinkriegt und man hinterher alles nachzeichnen muß.

Bisher hatte ich nie Probleme mit dxf, was natürlich auch daran liegen kann, daß meine Ausgangsdaten meist aus Software vom seinerzeitigen "Erfinder" des dxf-Formates stammen :D

Am Importfilter in Corel liegts aber wohl nicht, wie ich gerade mit einer vorhandenen DXF probiert habe.

http://www.rc-network.de/upload/1106863662.gif

[ 27. Januar 2005, 23:08: Beitrag editiert von: Jürgen Schrader ]

Dennis Schulte Renger
27.01.2005, 23:21
Hi Jürgen!!

HAbe recht gute Erfahrungen mit *.plt dateien gemacht (die braucht die Fräse eh später)

Ansonsten als wirkliches Vektorformat funktioniert Adobe Illustrator auch ganz gut.

DXF hat meiner Meinung nach das Problem, dass es zu viele verschiedene Versionen gibt.
R12, R13, R14, LT, 2000 usw. usw.

Eckart Müller
28.01.2005, 13:37
Zwischenzeitlich habe ich die Ebene „Zeichnung“ umgetauft in „Bogen“ und eine weitere Ebene „AS“ hinzugefügt.
Bild 34
http://www.rc-network.de/upload/1106914873.jpg
Begründung: Gelegentlich ist es vorteilhaft, nicht benötigte Einzelheiten „verschwinden“ zu lassen, wenn es z.B. an der Übersichtlichkeit einer größeren Zeichnung mangelt. Bei diesem relativ einfachen Schriftzug ist es eigentlich nicht zu erwarten. Aber man weiß vorher nie zu 100%, wie sich ein Projekt entwickelt und es ist kein Fehler, grundsätzlich so zu verfahren. Viel schwieriger würde es, in einem fortgeschrittenen Stadium eine „Entflechtung“ zu bewerkstelligen, weil man vor lauter Linien den Durch- und Überblick verloren hat. Das soll kein Dogma sein, es ist nur meine Methode, die ich mir im Laufe der Zeit zu eigen gemacht habe.

Sieht das Ebenen-Rollup so aus, wie in Bild 34 dargestellt, sagt dies, die Vorlage ist sichtbar, nicht bearbeitbar; der Bogen ist nicht sichtbar, nicht bearbeitbar; AS ist sichtbar, bearbeitbar und die aktive Ebene (horizontaler Pfeil davor). Gedruckt werden könnte z.Z. nur die Ebene AS (Druckersymbol).

Wir ziehen mit der Vergrößerungsfunktion (Lupe) ein Rechteck um die beiden Buchstaben A und S, einschließlich des dicken horizontalen Strichs.
Damit ist der jetzt interessierende Teil des Logos auf Bildschirmgröße gebracht.
Bild 35
http://www.rc-network.de/upload/1106915023.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106914965.jpg)
Zur Übung und weil es der Klarheit dient, stellen wir die Anzeige mal auf „Umriss“

Bild 37
http://www.rc-network.de/upload/1106915063.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106915115.jpg)

Die Vorlage wird grau, die Linien, die wir nun zeichnen, werden nur noch ein Pixel breit, egal welche Liniendicke eingestellt ist und die Linienfarbe wird in der Umrissdarstellung von der Ebenenfarbe diktiert. Das ist im Normalfall das schwarze Rechteck ganz rechts im Ebenen-Rollup. Zur Demonstration und weil’s mir besser gefällt, stellen wir die Ebenenfarbe auf ROT.
Bild 36
http://www.rc-network.de/upload/1106914919.jpg

Eine weitere Eigenschaft des Ebenen-Rollups: Klickt man mit der linken Maustaste auf den Ebenennamen, hier also AS, wird der Name markiert (dunkelblau unterlegt). Nur der so ausgewählten Ebene kann eine andere Ebenenfarbe zugewiesen werden. Der Status der übrigen Symbole ist dabei ohne Bedeutung. Auch unsichtbaren und nicht bearbeitbaren Ebenen kann also eine andere Ebenenfarbe zugewiesen werden. Die Ebenenfarben im Umriss-Modus haben den Vorteil, dass man an Hand der Farben erkennt, welcher Ebene ein Zeichnungselement zugeordnet ist.

In der Umriss-Darstellung sieht unsere Vorlage also jetzt so aus (Bild 37), sollte sie zumindest, wenn bisher alles programmgemäß verlaufen ist.

Wir drücken die Taste F6, wählen damit das Rechteck-Werkzeug und ziehen um den dicken horizontalen Strich ein Rechteck auf. Ist die Fang-Funktion noch aktiviert, wird es uns nicht gelingen in der augenblicklichen Größe der Bildschirmdarstellung das Rechteck an die Abmessungen des Strichs in der Vorlage anzunähern. Bei dem Versuch klappt das Rechteck zu einem horizontalen Strich zusammen.

Abhilfe: Fang-Funktion abschalten (s. Bild 31) oder größere Darstellung (mittels Lupe) wählen.

Der Bereich der Fang-Funktion ist konstant, unabhängig von der gewählten Ausschnittvergrößerung bzw. Bidlschirmdarstellung. Ist der Fangbereich auf 5mm ober- und unterhalb der Hilfslinie festgelegt, kann z.B. in der 1:1-Darstellung kein Objekt schmaler als 5mm gemacht werden, ohne von der Fang-Funktion auf einen Strich reduziert zu werden (wie gerade in unserem Beispiel gesehen). Vergrößern wir hingegen das Bild soweit, dass meinetwegen die Höhe unseres Rechtecks in etwa der Bildschirmhöhe nahe kommt, lässt sich das Rechteck wiederum bis auf knapp 5mm schmal machen. Welcher Abmessung das im Maßstab 1:1 entspricht, kann hier abgelesen werden.

Bild 38
http://www.rc-network.de/upload/1106923228.jpg

Es sind ganze 0,034mm(!!). Das zweite „m“ ist auch da, wird aber im zu kleinen Fenster nicht angezeigt. Man kann die Anzeige aber verschieben, dann wird auch das zweite „m“ sichtbar.

Bei dieser Übung unbedingt beachten, dieses „Schloss“ zu öffnen. Sonst wird das Rechteck nämlich nicht nur in senkrechter Richtung flacher, sondern auch in seiner horizontalen Ausdehnung kleiner, was jedoch hier und jetzt unerwünscht ist.

Bild 39
http://www.rc-network.de/upload/1106923256.jpg

Wenn es schließlich so aussieht (Bild 40) ist es für den Augenblick in Ordnung:

Bild 40
http://www.rc-network.de/upload/1106924559.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106923280.jpg)

Hier wird deutlich, wie hilfreich es ist, die einzelnen Zeichnungen auf separaten Ebenen auszuführen. In der Umrissdarstellung sind nur fünf der acht kleinen Quadrate erkennbar, weil sie dort im Bereich der Vorlage im gleichen Grau wie die Vorlage selbst dargestellt werden und daher verschwinden. Schalte ich im Ebenen-Rollup die Anzeige der Vorlage probehalber aus, sind wieder alle 8 Quadrate zu erkennen.

Bild 41
http://www.rc-network.de/upload/1106924609.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106923352.jpg)

[ 29. Januar 2005, 17:30: Beitrag editiert von: Eckart Müller ]

Eckart Müller
28.01.2005, 15:57
In der „Normalansicht“ passiert das nicht, da hier die SW so angelegt ist, dass die Quadrate zum Hintergrund invers dargestellt werden.

Bild 42
http://www.rc-network.de/upload/1106925323.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106925365.jpg)

Also was machen wir jetzt? Hm, ja wir brauchen fünf Stücke unseres schmalen Rechtecks, das letztlich der horizontale Strich zum A und S werden soll. Fünf Stücke deshalb, weil sich ein Teil links vom Bogen befindet, ein Teil innerhalb des Bogens, ein weiteres Teilstück zwischen Bogen und A, das vierte Stück zwischen A und S und das fünft Stück am S rechts unten.
Wie man zu diesen fünf Stücken kommt, bleibt jedem selbst überlassen. Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Ich beschreibe hier nur eine Methode.

Ich schiebe z.B. das Rechteck auf die Länge des linken Teilstücks zusammen, indem ich das mittlere schwarze Quadrat auf der rechten Seite des Rechtecks mit links anklicke und mit festgehaltener Maustaste bis zur beabsichtigten Breite nach links schiebe.
Bild 43
http://www.rc-network.de/upload/1106993518.jpg

Ein weiteres, gleich hohes Rechteck wird benötigt. Das erledigen wir mit nur einem(!) Tastendruck. Voraussetzung: Die 8 schwarzen Markierungsquadrate zeigen an, dass das Rechteck noch ausgewählt ist. Dann genügt ein Druck auf die „+“-Taste des Nummernblocks und schon haben wir eine Kopie des Rechtecks erzeugt. Nichts zu sehen, außer einem kurzen Flackern? Klar, die Kopie liegt jetzt genau an der gleichen Stelle wie das Original. Aber wir werden gleich den Durchblick haben. Die Markierungsquadrate sind noch zu sehen. Gut, wenn nicht, dann die Kontur des Rechtecks mit Linksklick anklicken. Nun packen wir das linke mittlere Markierungsquadrat (hat sich der Pfeil-Cursor in ein Fadenkreuz verwandelt, ist diese Aktion möglich) und schieben mit gedrückter (in dem Augenblick verschwinden die Markierungsquadrate) linker Maustaste den Rand bis zum rechten Ende des weißen Rechtecks der Vorlage. Während dieser Manipulation mutiert das Fadenkreuz zu einem kleinen rechts-links-Pfeil und das Rechteck wird nur mit einer dünnen gestrichelten Linie dargestellt.
Bild 44
http://www.rc-network.de/upload/1106993573.jpg

Nochmal zur Erinnerung. So kann man vorgehen. Es gibt weitere Möglichkeiten, die manchem vielleicht naheligender erscheinen. Wenn das Ergebnis letztlich so aussieht, ist ein Ziel erreicht.
Bild 45
http://www.rc-network.de/upload/1106994400.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106993937.jpg)
Bild 46
http://www.rc-network.de/upload/1106994434.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106993982.jpg)

Etwas Feinarbeit wartet. Die linke Seite des zweiten Rechtecks soll dem Umriss des Bogens angepasst werden. Dazu den Bogen sichtbar machen (AUGE im Ebenen-Rollup), Vorlage unsichtbar machen, wenn sie stört. Bildschirmdarstellung in den Umriss-Modus schalten (Bild 35). Das sollte jetzt so aussehen:
Bild 47
http://www.rc-network.de/upload/1106994466.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106994038.jpg)

Wir vergrößern (mit der Lupe) den Bereich, mit dem wir uns jetzt befassen wollen...
Bild 48
http://www.rc-network.de/upload/1106994495.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106994083.jpg)

...und verschieben zunächst die rechte Seite des ersten Rechtecks soweit, dass sie außerhalb des Bogens liegt.
Bild 49
http://www.rc-network.de/upload/1106994526.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1106994119.jpg)

[ 29. Januar 2005, 11:36: Beitrag editiert von: Eckart Müller ]

Eckart Müller
29.01.2005, 13:26
Es gibt da eine etwas umständlichere Methode (Kontur per Hand anpassen) um ans Ziel zu gelangen und ein leicht automatisiertes Verfahren, dass sich der Möglichkeiten bedient, die Corel Draw für solche und ähnliche Aufgaben anbietet. Der zuletzt erwähnte Ablauf muss aber mit ein paar Worten mehr erläutert werden. Auf geht’s...

SCHNITTMENGE heißt die „Zauberfunktion“!

Dazu verlängern wir das innerhalb des Bogens liegende Rechteck soweit nach links und rechts, bis sich alle Eckpunkte außerhalb des Bogens befinden. Diesen Zustand erreichen wir mit einer einzigen Aktion, also nicht erst links und dann rechts ziehen, das wären zwei Aktionen.
Das Rechteck auswählen (Linksklick, 8 Markierungsquadrate sichtbar), mittleres Markierungsquadrat der rechten oder linken Seite erfassen (Cursor wird Fadenkreuz) und nun mit gedrückter linker Maustaste und gedrückter SHIFT-Taste ziehen. Wie schön, das Rechteck wächst gleichzeitig nach links und rechts. Liegen alle Ecken des Rechtecks außerhalb des Bogens, ist es gut. Ob sie dabei eines der außerhalb befindlichen Rechtecke berühren oder gar überlappen ist ohne Bedeutung. Sieht es jetzt so aus? Gut!
Bild 50
http://www.rc-network.de/upload/1107000851.jpg
Oben in der Menü-Leiste „Anordnen“ anklicken. Im sich öffnenden Menü „Schnittmenge...“ anklicken.
Bild 51
http://www.rc-network.de/upload/1107000889.jpg
Es erscheint dieses Popup-Fenster:
Bild 52
http://www.rc-network.de/upload/1107000916.jpg
Dort im Kästchen vor „Andere Objekte“ ein Häkchen eintragen (mit links anklicken). Dann den Bogen auswählen (8 Markierungsquadrate). Jetzt ist der vorher inaktive Schriftzug auf dem Button „Schnittmenge mit...“ deutlich sichtbar geworden.
Bild 53
http://www.rc-network.de/upload/1107000946.jpg
Nun klicken wir mit links auf den Button „Schnittmenge mit...“. Der Cursor wird zu einem dicken Pfeil.
Bild 54
http://www.rc-network.de/upload/1107000983.jpg
Mit der Spitze dieses dicken Cursorpfeils klicken wir nun irgendwo auf die Kontur des Rechtecks. Wenn nun alles mit rechten Dingen zugegangen ist, sollte zweierlei passiert sein: Dem Rechteck sind die Bereiche, die sich außerhalb des Bogens befanden, abgeschnitten worden.
Bild 55
http://www.rc-network.de/upload/1107001190.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1107001013.jpg)

Die Rechteckkontur hat die Farbe von rot nach schwarz gewechselt, weil sich das Rechteck nun auf der Ebene des Bogens befindet (Ebenenfarbe schwarz). Auslösendes Moment für diese Änderung ist die Tatsache, dass der Pfeil im Ebenen-Rollup die Ebene Bogen zur aktiven Ebene erklärt hat.

Da das weiße Rechteck (ist eigentlich jetzt kein Rechteck mehr) innerhalb des Bogens weder am rechten noch am linken Ende bis zur Kontur des Bogens reichen soll, müssen wir die Breite des Rechtecks, das keins mehr ist, etwas reduzieren. Dazu nehmen wir das Werkzeug oder Hilfsmittel FORM der Werkzeug- oder Hilfsmittelleiste oder drücken F10, was auch zum Ziel führt.
Bild 56
http://www.rc-network.de/upload/1107001080.jpg
Wir ziehen einen Rahmen um die beiden rechten Knoten des Rechtecks, damit sind sie ausgewählt (erkennbar an ihrer schwarzen Füllung).
Bild 57
http://www.rc-network.de/upload/1107001104.jpg
Wir vergewissern uns, dass die FANG-Funktion (Bild) noch aktiviert ist und schieben die beiden Knoten (Eckpunkte) um ein uns passend erscheinendes Stück nach links von der Kontur des Bogens weg. Die gleichen Aktionen führen wir an der linken Seite des Rechtecks aus, das danach etwa so aussehen sollte.

[ 29. Januar 2005, 17:43: Beitrag editiert von: Eckart Müller ]

Eckart Müller
29.01.2005, 16:07
Bild 58
http://www.rc-network.de/upload/1107010032.jpg

Halt! Bevor hier irgendein Protest losbricht. Sicherlich hätte das auch mit der „Ich-schiebe-beide-Enden-gleichzeitig“-Funktion erzielt werden können. Da gibt es nur einen kleinen, in bestimmten Fällen aber unangenehm lästigen Unterschied. Mit der gerade beschriebenen Funktion bleibt die seitliche Kontur des Rechtecks, das keins mehr ist, immer parallel zur Kontur des Bogens an dieser Stelle. Wird zu Testzwecken mal die „Ich-schiebe-beide-Enden-gleichzeitig“-Funktion ausprobiert, lässt sich deutlich erkennen, besonders dann, wenn das Rechteck, nein, ich wiederhole mich jetzt nicht ;) , fast bis zur Mitte zusammengeschoben wird, dass die schrägen Seiten nicht mehr parallel mit den entsprechenden Stellen der Bogenkontur verlaufen. Im vorliegenden Fall ist das belanglos, es wäre kein sichtbarer Unterschied festzustellen. Aber es gibt Situationen, da ist diese Eigenart extrem störend. Auf diese Weise habe ich nun beide Möglichkeiten „unter’s Volk“ gebracht.

So, nun kommt noch was Schönes (ja, ich weiß, dass es auch noch schönere Dinge im Leben gibt :D ): VERSCHMELZEN oder „aus viel mach’ weniger“ oder...

Rechts und links vom Bogen liegen zwei einsame Rechtecke. Wie die Vorlage zeigt, kann man diese durchaus als zum Bogen gehörend ansehen. Dann sollte das auch bei unserem Schriftzug oder Logo so sein. Insbesondere wenn man es als Vorlage für einen Schneidplotter verwenden will, sollte sich eine geschlossene Kontur ergeben, da andernfalls der Schneidplotter so seine Probleme bekommen könnte.
Dazu stellen wir die Länge des linken Rechtecks so ein, das es links außen mit der Vorlage übereinstimmt und geringfügig, aber mit beiden Ecken in die Fläche des Bogens hineinragt. Es darf nicht bis in die Fläche der vorhin erzeugten weißen Form reichen.

Bild 59 So bitte nicht!

http://www.rc-network.de/upload/1107010001.jpg
Wenn der Steg zu schmal ist, um beide Eckpunkte innerhalb zu platzieren, ohne die weiße Form zu tangieren, dann muss das Rechteck seiner Rechteckeigenschaft beraubt werden. Nur dann lassen sich die Eckpunkte unabhängig voneinander bewegen. Dazu das Rechteck auswählen und hier oben „in Kurven umwandeln“ anwenden.

Bild 60
http://www.rc-network.de/upload/1107009974.jpg

Danach kann mit dem FORM-Werkzeug ein einzelner Knoten des Rechtecks verschoben werden. Damit nun kein Missgeschick passiert, also z.B. der Knoten unbeabsichtigt in senkrechter Richtung verschoben wird, kann man entweder während des Verschiebens die Taste „Strg“ bzw „Ctrl“ drücken, dann ist die erste Knotenbewegung die Vorzugsrichtung oder man bewegt den Knoten mittels der Cursortasten. Dazu muss der Knoten natürlich auch vorher erst ausgewählt werden.

Einschub:
Bei Corel Draw ist fast alles einstellbar und den persönlichen Vorlieben und Gewohnheiten anpassbar. Die Schrittweite, um die sich ein Objekt mit Hilfe der Cursortasten verschieben lässt, kann z. B. hier eingestellt werden. Mit Strg+j öffnet man das OPTIONEN-Menü:
Bild 61
http://www.rc-network.de/upload/1107009947.jpg
Auf der Registerkarte „Allgemein“ lässt sich in dem markierten Bereich die Schrittweite für zwei Modi einstellen: Taste „Strg“ nicht gedrückt (rot) oder gedrückt (grün), wenn mit den Cursortasten die Knoten oder ganze Objekte bewegt bzw. verschoben werden sollen. Als günstige Kombination haben sich die Werte 0,01 und 100 erwiesen. Damit lassen sich aber nicht alle Situationen abdecken. Gelegentlich muss man daher auf Strg+j zurückgreifen, um passendere Schrittweiten einzustellen. Vielleicht auch gleich prüfen, ob „Millimeter“ eingestellt sind (blau).
Einschub Ende!

Es sollte nun kein Problem mehr sein, die Rechtecke so anzupassen. Wenn das rechte Rechteck innerhalb des Buchstabens „A“ endet, ist das ok. Andernfalls etwas nachhelfen...

Bild 62
http://www.rc-network.de/upload/1107009757.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1107009906.jpg)

In der Menü-Leiste „Anordnen“ -> VERSCHMELZEN auswählen. Im Popup-Menü braucht kein Häkchen gesetzt zu werden. Mit welchem Objekt man nun beginnt ist beliebig. Nehmen wir das linke Rechteck, das ja jetzt auch keins mehr ist, und wählen es aus. Gleichzeitig wird die Schrift „Verschmelzen mit...“ im Popup-Menü dunkel. Nun diesen Button anklicken, es erscheint der von der SCHNITTMENGE bekannte dicke Pfeil. Mit diesem dicken Pfeil nun den Bogen an seiner Kontur anklicken, den Bogen deshalb, weil er sich mit dem linken Rechteck überlappt. Nur was sich an mindestens einer Stelle überdeckt, kann verschmolzen werden. Nach dem Anklicken der Kontur des Bogens wird aus den beiden Objekten Rechteck und Bogen ein einziges Objekt mit einer durchgehenden Kontur. Genauso, wie beschrieben, gehen wir nun bei dem rechten Rechteck und dem neuen Objekt vor. Ein Objekt von beiden auswählen (möglicherweise ist das Objekt von der vorhergehenden Aktion noch ausgewählt, dann kann unmittelbar danach gleich „Verschmelzen mit...“ angeklickt werden und das zweite Objekt verschmolzen werden), „Verschmelzen mit...“ anklicken und dann das zweite Objekt anklicken und damit verschmelzen.

Bild 63
http://www.rc-network.de/upload/1107009808.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1107009856.jpg)

Geschafft, oder...?

[ 29. Januar 2005, 20:16: Beitrag editiert von: Eckart Müller ]

Eckart Müller
30.01.2005, 09:24
So weit, so gut. Ganz am Ziel dieses Abschnitts sind wir noch nicht.
Das „Warum?“ wird gleich demonstriert.
Dazu wechseln wir die Bildschirmdarstellung vom Umriss- in den Normalmodus. Wählen den Bogen aus (8 Markierungsquadrate), füllen den Bogen mit Schwarz (Linksklick in der Palette auf Schwarz) und entfernen noch die Umrisslinie (Rechtsklick auf das Kästchen mit dem Diagonalkreuz oberhalb der Palette).

Bild 64
http://www.rc-network.de/upload/1107072439.jpg

Wir stellen fest, der Strich innerhalb des Bogens ist nicht sichtbar. Der aufmerksame Zeichner wird nun einwenden, das dies ja nicht so sehr überraschend ist, da wir den Strich ja noch nicht mit einer Füllung versehen haben. Das ist vollkommen richtig. Wir könnten dem Strich die Füllung Weiß zuweisen und hätten damit scheinbar alles erledigt. Nicht ganz! Was passiert, wenn wir diesem Bogen samt Strich einen andersfarbigen Hintergrund hinterlegen? Der Strich bleibt weiß, statt die Hintergrundfarbe durchzulassen. Na ja, wir könnten jetzt dem Strich auch die Hintergrundfarbe zuweisen und gut wär’s. Aber ist das ein befriedigender Zustand, bei jedem Hintergrundwechsel auch noch beim Strich und womöglich noch bei weiteren, ähnlichen Zeichnungselementen immer wieder nachträglich die Füllung anpassen zu müssen? Klares Nein!
Besser ist es so: Wir wechseln der Einfachheit halber wieder in die Umriss-Anzeige. Den Strich auswählen (Linksklick), die Shift-Taste gedrückt halten und jetzt zusätzlich den Bogen auswählen (nach mal Linksklick). Damit sind beide Objekte ausgewählt (8 Markierungsquadrate). Nun die Tasten Strg+L drücken oder „Kombinieren“ anklicken (Linksklick).

Bild 65
http://www.rc-network.de/upload/1107072481.jpg

Ist eine Änderung zu erkennen? Nein! Dann wechseln wir mal vom Umriss in die Normalansicht. Und siehe da, jetzt ist der Strich im Bogen zu sehen. Toll! ;) Er verhält sich nun quasi wie eine Loch, eine Öffnung oder ein Durchbruch. Änderungen des Hintergrunds erscheinen ohne unser Zutun auch im Bereich des Strichs! Probeweise können wir dem Gebilde mal eine andersfarbige Kontur zuordnen, aber bitte nicht in Weiß. Es wird nicht nur Außen ein Umriss erscheinen sondern auch im Bereich des Strichs. Das war nur zur Demonstration gedacht, bitte Kontur wieder entfernen (Rechtsklick auf’s Diagonalkreuzkästchen, Bild 64).
So sollte jetzt unser Bogen einschließlich der Striche aussehen:

Bild 66
http://www.rc-network.de/upload/1107072752.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1107072539.jpg)

Einschub:
Falls die Einstellung nicht schon vorhanden ist, auf OPTIONEN -> Anzeige. Das Kästchen vor dem Eintrag „Erweiterte Anzeige“ mit einem Häkchen versehen. Danach verwendet Corel Draw das 2X-Oversampling zur Darstellung der bestmöglichen Ansichtqualität!

Bild 67
http://www.rc-network.de/upload/1107072630.jpg

Ab sofort gibt es in dem Pulldown-Menü einen weiteren Eintrag.

Bild 68
http://www.rc-network.de/upload/1107072675.jpg

Ach ja, und noch was. Wenn mal Unklarheit darüber besteht, ob einem Objekt eine Kontur in der Füllfarbe zugewiesen worden ist (erkennt man ja nicht, weil gleichfarbig) oder ob es keine Konturlinie hat, hilft unten rechts die Auskunft weiter (aber nur, wenn das fragliche Objekt ausgewählt ist (8 Markierungsquadrate)).

Bild 69
http://www.rc-network.de/upload/1107072712.jpg
Einschub Ende.

[ 30. Januar 2005, 10:42: Beitrag editiert von: Eckart Müller ]

Eckart Müller
30.01.2005, 12:47
Jetzt aber zu den beiden Buchstaben „A“ und „S“. Sonst werden wir ja hier nie fertig!
Dazu den Bogen samt seiner Striche ausschalten und die Vorlage einschalten, damit meine ich unsichtbar bzw. sichtbar machen (im Ebenen-Rollup), sowie den Umriss-Modus aktivieren.

Gedanklich zerlegen wir das „A“ in vier Teilflächen. Rechts und links zwei Parallelogramme sowie in der Mitte und oben je ein Rechteck.

Bevor wir diese Teilflächen einzeichnen, benötigen wir eine weitere Hilfslinie, die als obere Begrenzung der Lettern dient. Aus dem horizontalen Lineal ziehen wir eine Hilfslinie und positionieren sie so, dass sie die Oberkante der Buchstaben bildet. Falls die Hilfslinie zwar aus dem Lineal gezogen werden konnte, aber anschließend nicht mehr zu verschieben war oder gar gänzlich verschwunden ist, muss im Ebenen-Rollup die Einstellung vor dem Eintrag „Hilfslinie“ angepasst werden. Also AUGE (Sichtbarkeit) und STIFT (bearbeitbar) aktivieren oder, wie das so schön heißt, highlighten. :( Ist auch noch die FANG-Funktion aktiviert (Bild 31), können wir nun zunächst ein Rechteck aufziehen (F6 schaltet das Rechteck-Werkzeug ein), das so breit ist wie das linke oder rechte Parallelogramm des „A“ und das von der oberen bis zur unteren Hilfslinie reicht.

Bild 70
http://www.rc-network.de/upload/1107084329.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1107084738.jpg)

Nach dem Aufziehen des Rechtecks drücken wir die Leer-Taste, das Rechteck-Werkzeug verschwindet und die 8 Markierungsquadrate erscheinen. Nochmaliges drücken der Leer-Taste bringt wieder das Rechteck-Werkzeug auf den Bildschirm. So kann schnell zwischen dem aktuellen Werkzeug und dem Vorhergehenden umgeschaltet werden. Das Rechteck-Werkzeug brauchen wir aber im Augenblick nicht mehr. Es sollten die 8 Markierungsquadrate sichtbar sein. Klicken wir nun mit Rechtsklick auf die Kontur des Rechtecks, werden die Rotations- und Scherungsmarkierungen sichtbar. Wir „greifen“ oben den rechts-links Pfeil und schieben ihn so weit nach rechts, bis das Rechteck der Form der Vorlage entspricht.

Bild 71
http://www.rc-network.de/upload/1107084373.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1107084688.jpg)

Jetzt ist eine Entscheidung fällig: Soll das „A“ und die übrigen Lettern gerundete Ecken bekommen oder nicht? Ich habe mich aus Demonstrationsgründen für die Rundungen entschieden (runde Ecken, ist das nicht ein Widerspruch in sich?). Solange das Rechteck von CD als solches behandelt wird, kann oben mittels Slider der Grad der Abrundung gewählt werden.

Bild 72
http://www.rc-network.de/upload/1107085552.jpg

Alternativ kann der Rundungsradius im rechts daneben befindlichen Fenster numerisch eingegeben werden. Meist mache ich es so, dass ich erst per Slider eine mir genehme Größenordnung wähle und anschließend numerisch eine glatte Zahl eintippe, um gegebenenfalls später besser reproduzieren zu können.
Hier habe ich 25mm eingestellt.
Für den rechten Schenkel des „A“ brauchen wir ein identisches Rechteck. Dazu einfach die „+“-Taste des Nummernblocks drücken und schon haben wir eine Kopie der Rechtecks. Diese schieben wir bis zum rechten Schenkel das „A“.
Ein drittes Rechteck wird für den oberen horizontalen Strich des „A“ gebraucht. Da ist nun keine Scherung und keine Eckenrundung nötig.
Das vierte Rechteck bildet den Querstrich im „A“. So sollte schließlich unsere Rechteckanordnung in etwa aussehen.

Bild 73
http://www.rc-network.de/upload/1107084410.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1107084621.jpg)

Aus den vier Einzelteilen soll nun ein Stück werden. Also verschmelzen wir die vier Teile zu einem Teil (s. Bild 51 ff.). Zur Verdeutlichung habe ich vorübergehend die Vorlage wieder unsichtbar geschaltet.

Bild 74
http://www.rc-network.de/upload/1107084440.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1107084583.jpg)

Da der Horizontalstrich meiner Meinung nach auf gleicher Höhe liegt und ebenso breit ist wie der untere Zwischenraum beim „S“, habe ich zwei weitere Hilfslinien eingeführt, um es bei der Gestaltung des „S“ etwas einfacher zu haben. Das „A“ sieht doch schon ganz gut aus. Wenn da nur nicht diese Problemzone wäre.

Bild 75
http://www.rc-network.de/upload/1107084552.jpg

Gemäß Vorlage scheinen die oberen beiden Ecken ebenfalls abgerundet zu sein. Da es sich hier leider nicht um ein Rechteck im Sinne von CD handelt, kann die „Abrundungsautomatik“ nicht benutzt werden. Da ist wieder etwas Handarbeit nötig. Das behagt mir nicht. Deshalb werde ich beim „S“ besser planen und rationeller vorgehen. Jetzt ist die Lage nun mal so wie sie ist. Fummeln wir uns also zum Ergebnis.

Bild 76
http://www.rc-network.de/upload/1107084477.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1107084517.jpg)

Es will nicht gelingen, das Parallelogramm in der Mitte des „A“ alleine auszuwählen, um es zu bearbeiten. Jedesmal bei dem Versuch es anzuklicken, wird das gesamte „A“ ausgewählt. Das liegt daran, das es sich hier um eine Kombination handelt. Beweis: Wenn dem „A“ eine Füllfarbe zugewiesen wird, bleibt die „Öffnung“ frei, wie oben bei unserem Strich im Bogen. Ruhig mal testen...
Folglich müssen wir erst die Kombination aufheben, um das Parallelogramm bearbeiten zu können.

Eckart Müller
30.01.2005, 14:36
Dazu drücken wir bei ausgewähltem „A“ (8 Markierungsquadrate) die Tastenkombination Strg+k, womit wir die Kombination aufgehoben haben. Taste Esc drücken, um die Auswahl aufzuheben (8 Markierungsquadrate verschwinden). Nun kann das kleine innere Parallelogramm ausgewählt werden. Taste F10 wählt das FORM-Werkzeug, mit dem wir den scharfen Ecken zu Leibe rücken werden.
Wir erzeugen an den beiden oberen Ecken je zwei zusätzliche Knoten. Ein Rechtsklick fügt mit der Spitze des FORM-Werkzeugs an der Stelle auf der Kontur einen Knoten ein und öffnet gleichzeitig das Popup-Menü, in dem wir den Eintrag „hinzufügen“ mit Linksklick auswählen.

Bild 77 Bild 78
http://www.rc-network.de/upload/1107090296.jpg http://www.rc-network.de/upload/1107090332.jpg

Die Knoten in den Ecken werden nun entfernt (anklicken und „Entf“-Taste).

Bild 79
http://www.rc-network.de/upload/1107090375.jpg

Bei gedrückter „Shift“-Taste wählen wir diese beiden Knoten aus.

Bild 80
http://www.rc-network.de/upload/1107091918.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1107090433.jpg)

In der Menüleiste klicken wir auf den Eintrag „In Kurve“. Wir wollen nun nicht lange rumprobieren, bis wir eine schöne, glatte Kurve erzielt haben. Mit dem FORM-Werkzeug ziehen wir einen Rahmen um die oberen vier restlichen Knoten, damit wählen wir sie aus. Nach dem Linksklick auf den Button „Geglättet“ wird aus dem eckigen Verlauf eine geglättete Kontur.

Bild 81
http://www.rc-network.de/upload/1107091784.jpg

Nun wieder beide Elemente des „A“ kombinieren. Wenn wir schließlich den Zipfel, der sich oben rechts am „A“ befindet angeformt haben, sind wir mit dem Buchstaben fast fertig. Man kann nun darüber streiten, ob der Zipfel mehr eckig oder doch eher rund gestaltet ist. Das ist aus der Vorlage nicht eindeutig zu erkennen. Machen wir’s halt rund-eckig. Dazu fügen wir nach der oben beschriebenen Methode einen weiteren Knoten ein. Dann ziehen wir die beiden oben rechts liegenden Knoten bis zum Beginn des Zipfels und verringern den Krümmungsradius der Kurve an dieser Stelle noch etwas. Das Ergebnis könnte so aussehen.

Bild 82
http://www.rc-network.de/upload/1107091819.jpg

Wir füllen nun das „A“ mit Schwarz und entfernen einen eventuell vorhandenen Umriss. Blenden wir die Hilfslinien samt Vorlage aus und lassen den Bogen sichtbar werden, dann müsste unser „Kunstwerk“ mittlerweile so oder zumindest so ähnlich aussehen.

Bild 83
http://www.rc-network.de/upload/1107091854.jpg

Eckart Müller
31.01.2005, 15:13
Ähnlich wie wir das „A“ gezeichnet haben, könnte man auch beim „S“ vorgehen. Dann brauchte ich eigentlich kein Wort mehr darüber zu verlieren, weil ich der Überzeugung bin, beim „A“ fast alles mit hinreichender Ausführlichkeit beschrieben und erläutert zu haben.

Allerdings lasse ich mir dennoch nicht die Gelegenheit entgehen, am „S“ einige Alternativen zu demonstrieren.


Einschub:
Da habe ich nun schon wieder was unterschlagen, was die Arbeit durchaus erleichtern und beschleunigen kann. Es ist zweckmäßig, sich eine Hilfsmittel-Ebene anzulegen. Da können Grundelemente, „Kleinteile“ und anderer Einzelheiten der gerade bearbeiteten Zeichnung abgelegt und bei Bedarf auf die einzelnen Ebenen kopiert werden. Jetzt könnte ich z. B. das Parallelogramm gut gebrauchen, das Bestandteil des „A“ geworden ist. Daraus könnte mit minimalem Aufwand die Basisfläche für das „S“ erzeugt werden. So muss ich jetzt über Rechteck, Scherung und Ecken abrunden die Grundfigur neu zeichnen. :(
Einschub Ende


Zeichnen wir also zunächst die Grundfigur des „S“ auf die gleiche Art und Weise wie das beim „A“ bereits beschrieben worden ist. Außerdem führen wir für den oberen „Freiraum“ des „S“ zwei zusätzliche Hilfslinien ein.
Zwischen diesen Hilfslinien platzieren wir ein Rechteck, dessen Ecken so verrundet werden, das es dem „Freiraum“ des „S“ entspricht. Es soll deutlich länger als der eigentliche „Freiraum“ sein. Mittels Scherung wird die endgültige Form erreicht. Für mehr Klarheit habe ich im Bild 84 die Vorlage entfernt.

Bild 84
http://www.rc-network.de/upload/1107177472.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1107177995.jpg)

An der rot markierten Stelle scheint das „S“ ebenfalls eine abgerundete Ecke zu haben, jedenfalls interpretiere ich die Vorlage dahingehend. Um diese Rundung dort anzubringen, möchte ich exemplarisch eine Methode zeigen, die im vorliegenden Fall zwar etwas aufwändig erscheint (und das zweifellos auch ist), aber eine weiter Möglichkeit zeigt, die Fähigkeiten von Corel Draw zu nutzen.

Wir zeichnen ein Rechteck, dass die obere rechte Ecke des „S“ großräumig überdeckt.

Bild 85
http://www.rc-network.de/upload/1107178628.jpg

Unter ANORDNEN markieren wir „Zuschneiden“. Dann wählen wir die Grundform des „S“ aus (8 Markierungsquadrate), machen einen Linksklick auf „Zuschneiden“ im Popup-Menü und klicken mit dem dicken Pfeil auf die Kontur des gerade oben auf der Ecke des „S“ platzierten Rechtecks.
Mit dieser Aktion ist genau die Eckenkontur des „S“ aus dem Rechteck „ausgestanzt“ worden.

Bild 86
http://www.rc-network.de/upload/1107178744.jpg

Verschieben wir dieses formgebende Rechteck jetzt so, dass es genau auf die abzurundende Ecke des „S“ passt. Für die präzise Positionierung in den Umriss-Modus wechseln, eine hohe Vergrößerung einstellen und so eine exakte Überdeckung einstellen.

Bild 87
http://www.rc-network.de/upload/1107178784.jpg

Im Popup-Menü nun „Verschmelzen“ mit Linksklick auswählen. Das zugeschnittene Rechteck markieren (8 Markierungsquadrate), auf den Button „Verschmelzen“ klicken und mit dem dicken Pfeil das schmale Rechteck anklicken und mit dem Rechteck verschmelzen.

Bild 88
http://www.rc-network.de/upload/1107178827.jpg

Mit der so erzeugten neuen Form wird die Grundfigur des „S“ nun zugeschnitten. Im Popup-Menü wieder „Zuschneiden“ aktivieren (ist das Häkchen vor „Andere Objekte“ noch da?), die neu geschaffene Form anklicken (8 Markierungsquadrate), auf den Button „Zuschneiden“ klicken und mit dem dicken Pfeil auf die Kontur der Grundfigur des „S“ klicken. Damit ist die Aussparung aus dem „S“ geschnitten worden. Und weil das Häkchen vor „Andere Objekte“ aktiviert war, ist auch die Zuschneideform noch vorhanden (andernfalls wäre sie nämlich verschwunden).

Bild 89
http://www.rc-network.de/upload/1107178873.jpg

Hier oben geben wir den Wert 180 ein und drehen damit die Zuschneideform um 180°. Mit etwas Schieben legen wir sie so, dass wir aus dem „S“ die zweite Aussparung passgenau ausschneiden können.

Bild 90
http://www.rc-network.de/upload/1107178918.jpg

Eckart Müller
31.01.2005, 15:14
Die Zuschneideform können wir nun löschen, sie wird nicht mehr gebraucht. Übrig bleibt das fast fertige „S“.

Bild 91
http://www.rc-network.de/upload/1107177526.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1107179015.jpg)

Mit der schon bekannten SCHNITTMENGE „klauen“ wir uns vom „A“ den Zipfel oben rechts und „pappen“ ihn mittels VERSCHMELZEN an das „S“.

Bild 92
http://www.rc-network.de/upload/1107179057.jpg
Bild 93
http://www.rc-network.de/upload/1107177822.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1107179180.jpg)
Bild 94
http://www.rc-network.de/upload/1107177872.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1107179243.jpg)

Da wir gerade beim Verschmelzen sind, können wir damit gleich fortfahren. Nachdem wir das kleine, flache Rechteck unten rechts noch etwas verjüngt haben, verschmelzen wir es mit dem „S“. Das Rechteck zwischen „A“ und „S“ verschmelzen wir ebenfalls erst mit dem „S“ und das Ganze dann mit dem „A“. Die Füllfarbe ist Schwarz und der Umriss wird entfernt. Sollte dem „A“ die Mitte fehlen, muss sie noch mit der übrigen Kontur kombiniert werden (deshalb besser erst füllen und dann, wenn die Mitte sichtbar ist, die Kontur entfernen). Nun schalten wir den Bogen auf „sichtbar“ und verschmelzen ihn mit dem „AS“. Damit haben wir quasi eine Hälfte des Logos in vektorieller Form vorliegen.

Bild 95
http://www.rc-network.de/upload/1107177920.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1107179308.jpg)

Eckart Müller
01.02.2005, 16:20
Die letzte Runde wird eingeläutet.

Am Beispiel des „W“ werde ich ein weiteres Verfahren exemplarisch zeigen und den Rest jedem selbst überlassen, da es dann nicht mehr um andere Methoden der Gestaltung geht sondern lediglich um die Anwendung dessen, was ich bisher beschrieben habe.

Prinzipiell kann das „W“ ebenso wie z.B. das „A“ in Parallelogramme zerlegt werden. Gehen wir also so vor, wie beim „A“ bereits vorgeführt, erhalten wir nach den gleichen Operationen insgesamt vier Parallelogramme, von denen jeweils zwei kongruent sind. Die Buchstaben und Zahlen „W20L“ scheinen etwas kleiner als das „AS“ zu sein, deshalb habe ich eine weitere Hilfslinie eingeführt. Wen die zahlreichen Hilfslinien stören, kann getrost alle, bis auf die Basislinie, löschen.

Bild 96
http://www.rc-network.de/upload/1107270178.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1107269757.jpg)

Wobei das inzwischen geschulte Auge des Betrachters sofort erkennt, dass auf die beiden ersten (linken) Parallelogramme bereits die Funktion VERSCHEMLZEN angewandt worden ist. Der Rest wird ebenso „behandelt“. Damit erhalten wir die äußere Kontur des „W“. Nun könnten wir uns die Sache sehr einfach machen, indem wir dem Objekt die Umrisseigenschaft schwarz und 0,5mm zuweisen.

Bild 97
http://www.rc-network.de/upload/1107270142.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1107269794.jpg)

Das hätte aber einen schwerwiegenden Nachteil, wenn wir mal von den etwas stumpfen Spitzen (grün markiert) absehen. Sollte dieses „W“ von einem Schneidplotter ausgeschnitten werden, würden wir eine unschöne Überraschung erleben. Der Schneidplotter „sieht“ nämlich nur eine Umrisslinie als Schneidvorlage (schalten wir in den Umriss-Modus, sehen wir genau das, was dem Schneidplotter geboten wird). Wir dagegen möchten doch ein „W“, das von einer dicken Umrisslinie, also zwei Kanten umgeben ist. So einfach geht es also nicht, wenn wir eine universell verwendbare Vorlage erstellen wollen.

Aber keine Angst, nur ganz wenige Aktionen helfen uns aus dem Dilemma.

Löschen wir zuvor das „Muster ohne Wert“ und wenden uns wieder unserem ursprünglichen „W“ zu. Wir weisen ihm die Füllfarbe Schwarz zu und entfernen die Kontur.

Oben in der Menü-Leiste finden wir neben dem Eintrag „Anordnen“ den Menüpunkt „Effekte“. Den öffnen wir mit Linksklick und wählen nun „Kontur“. Ganz Eilige drücken Strg+F9 und haben sofort das Popup-Menü auf dem Bildschirm.

Bild 98
http://www.rc-network.de/upload/1107270101.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1107269831.jpg)

Darin wählen wir „Innen“, „Abstand“ = 0,5mm und „Schritte“ = 1. Wir klicken auf den Reiter mit dem Farbkreis und wählen hier irgendeine Füllung, nur nicht „weiß“.

Bild 99
http://www.rc-network.de/upload/1107269873.jpg

Ist die Schrift auf dem Button „Zuweisen“ gut lesbar, klicken wir darauf und haben damit dem „W“ eine 0,5mm breiten Umriss zugewiesen. Ist die Schrift auf dem Button jedoch blass, ist das Objekt „W“ nicht ausgewählt. Dann erst Linksklick darauf, es erscheinen die altbekannten 8 Markierungsquadrate. Jetzt „Zuweisen“!

Wir haben nun ein „W“ erzeugt, dass scheinbar aus einem 0,5mm breiten Umriss und einer einfarbigen Füllung besteht. Wir wollen aber doch nur die Kontur des „W“, oder?

Klicken wir, nur probehalber, auf die Farbfüllung und drücken anschließend die Taste „Entf“. Oh Schreck, das komplette „W“ ist weg. Strg+z mach dieses Missgeschick gleich wieder rückgängig. Offenbar hängen Füllung und Kontur irgendwie zusammen. Stimmt! Ist nämlich das „W“ ausgewählt und öffnen wir das „Anordnen“-Menü, finden wir dort den Menüpunkt „Trennen“. Bitte anklicken!

Bild 100
http://www.rc-network.de/upload/1107270061.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1107269913.jpg)

Bild 101
http://www.rc-network.de/upload/1107269946.jpg

Anschließend unbedingt noch „Gruppierung aufheben“ anklicken (oder den Befehl rechts daneben).

„Esc“-Taste drücken, um die Auswahl aufzuheben. Nun erneut die Farbfüllung auswählen und die„Entf“-Taste drücken. Zum Teufel, jetzt sehen wir schwarz. Die Farbfüllung ist zwar weg, aber damit auch unsere so mühsam erzeugte Kontur. Und nun? Kein Problem, es gibt doch die Funktion „Kombinieren“!

Also dazu die Füllung auswählen, „Shift“ gedrückt halten und die Kontur zusätzlich auswählen. Nun ist die Beschriftung des Buttons „Kombinieren“ schwarz und wir können die Kontur mit der Füllung kombinieren. Zwar wird danach die Kontur die Farbe der Füllung annehmen (deshalb habe ich oben empfohlen, keinesfalls die Farbe Weiß für die Füllung zu wählen, dann wäre jetzt nämlich nichts mehr zu sehen!), aber das ist bedeutungslos, da wir das mit einem schnellen Linksklick auf Schwarz in der Palette beheben können. Das wir nun wirklich endlich einzig und alleine eine breite Kontur haben und nichts, was nur danach aussieht, werden zwei Tests beweisen.

- Eine Farbfläche hinter dem „W“ wird nur von der Kontur bzw. dem Umriss verdeckt.
- Die Darstellung im Umriss-Modus zeigt ebenfalls die Konturen der dicken Umrisslinie (ein Schneidplotter würde das genauso interpretieren).

Bild 102
http://www.rc-network.de/upload/1107270394.jpg (http://www.rc-network.de/upload/1107270432.jpg)

Damit bin ich am Ende meiner Ausführungen. Das Logo ist zwar noch nicht vollständig, aber eine weitere Beschreibung erübrigt sich m. E., da sie sich nur in der Wiederholung von bereits Gesagtem erschöpfen würde. Die drei restlichen Zeichen werden genauso gezeichnet wie das am Beispiel des „W“ beschrieben worden ist.
Es sind hier nur Techniken zur Sprache gekommen, die sich m. E. für die Beantwortung der Frage „Wie mache ich daraus mittels CorelDraw eine Vektorgrafik?“ eignen. Corel Draw bietet darüber hinaus noch sehr, sehr viel mehr...

Ich habe mich bemüht, die einzelnen Aktionen so ausführlich wie möglich zu beschreiben, damit auch derjenige, der sich bisher mit CorelDraw nicht recht anfreunden konnte, zu einem Erfolgserlebnis kommen kann. Sollte mir trotz aller Sorgfalt dennoch irgendwo ein Fehler unterlaufen sein, so bitte ich um Nachsicht und um einen kurzen Hinweis. Sollte an irgendeiner Stelle etwas unklar oder nicht plausibel erscheinen, so bitte ich, hier entsprechende Fragen zu stellen, damit wir das gemeinsam klären können und somit alle davon profitieren. Ich danke allen, die bis hier hin ausgehalten haben!!

Eckart Müller
01.02.2005, 18:01
Mein Endergebnis möchte ich natürlich keinem vorenthalten...

http://www.rc-network.de/upload/1107276597.gif

Leider können wir immer noch nicht alle unsere Logos präsentieren und zum Download bereitstellen, weil die betreffenden Firmen einfach nicht zu einem Entgegenkommen bezüglich der dafür unabdingbar erforderlichen Genehmigung bereit sind. Entweder ist ihnen unser Ersuchen zu banal, zu exotisch oder einfach zu lästig um auf entsprechende Anfragen und Bitten zu antworten.

Wenn ihr wüsstet, was für Klimmzüge wir in dieser Angelegenheit in der Vergangenheit schon unternommen haben. Alles völlig ohne Erfolg. Sogar persönliche Kontakte wurden schon geknüpft. Auf das zugesagte Fax warten wir heute noch...

Nur ein einziges Unternehmen war kooperativ. Wer das war, kann jeder sehen, der sich im Downloadbereich unter "Flugzeuge" umsieht.

J.Grözinger
01.02.2005, 18:44
Hallo,

also Eckart ich danke dir Recht herzlich für deine Mühe diesen Beitrag so ausführlich zu dokumentieren, nun ist auch bei mir ein Licht aufgegangen wie man CD erfogreicher einsetzen und damit auch effektiver Arbeiten kann. Das mit den freigaben der Vorlagen seitens dieser Firmen finde ich schade.

Grüße

Jürgen

Fred
01.03.2005, 20:46
Hallo Eckart

Kannst du mir erklären wie mann die Sceenshots von CorelDraw macht.

Servus Fred

Eckart Müller
01.03.2005, 21:08
Hi Fred,

kein Problem. Diese Taste

http://www.rc-network.de/upload_02/forum_0002/1109707694.jpg

kopiert den Bildschirm in die Zwischenablage. Aus der Zwischenablage hole ich das Bild in ein Bildbearbeitungsprogramm z.B. Corel Photo Paint. Dann als Pixelgrafik speichern. Fertig!

Fred
01.03.2005, 21:46
Hallo Ekhart !

D a n k e .

Servus Fred

[ 01. März 2005, 21:47: Beitrag editiert von: Fred ]

SW
03.03.2005, 07:00
Hallo Fred

....und mit "ALT" + "DRUCK" wird nur das aktive Fenster gespeichert. Es gibt hier für kleine Tools wie Print Screen oder Simple Screenhot, da kann man dann sogar einzelne Tasten belegen und gleich die Ausgabe Datei festlegen, wie man es abspeichern möchte!(.gif .jpeg oder .bmp)

Fred
03.03.2005, 18:51
Hallo Sven !

Danke !

Servus Fred

harald huf
06.03.2005, 14:58
hallo Eckart,
super erklärt, vielen dank für deine infos.
ich werde mich nun auch mal daran versuchen...

gruß harald

Konrad Kunik
17.03.2005, 16:06
Moin zusammen,

diese Serie von Informationen ist nun auch als Artikel im Magazin zusammen gefasst worden - Von der Bitmap zum Vektor (http://www.rc-network.de/magazin/artikel_05/art_05-006/art_006-01.html)

skysurferfra
10.01.2010, 16:36
Hallo Eckart,
auch wenn der ursprüngliche Beitrag schon älter ist, auch meinen Dank für die tolle Arbeit die du geleistet hast!
Werde mich mit dem von dir zur Verfügung gestellten Wissen endlich mal an das Thema rantrauen- Schiebe dies seit langer Zeit vor mir her... ;).
Grüße

Tom



hallo Eckart,
super erklärt, vielen dank für deine infos.
ich werde mich nun auch mal daran versuchen...

gruß harald