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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welche Sata zum Lackieren von größeren Flächen?



Wulf Stehr
22.12.2002, 09:12
Hallo zusammen,

ich habe zur Zeit eine Lackierpistole K3 von Proxxon im Einsatz, welche sich für kleinere Lackierungen wie Fahrwerk, Motorhaube etc. auch gut eignet.

Jetzt plane ich aber ein neues größeres Projekt und müsste dann eine Tragfläche von ca. 2,4 m mit 2-K-Lack lackieren. Nun die Frage: Welche Pistole von Sata (sollen ja wohl supergut sein) eignet sich da am besten? Bei ebay werden diese Pistolen oft angeboten, und ich hab schon an die Minijet von Sata gedacht. Ist die in Ordnung, oder sind andere eher geeignet?

Ach ja: Der Nebel sollte natürlich möglichst in Grenzen gehalten werden, also wenig Druck, wenn's geht.

Danke schonmal für eure Antworten.

Gruß,
Wulf

AchimS
22.12.2002, 13:21
Da möchte ich mich gleich dranhängen :) :
Die Minijet ( ist jetzt wohl immer eine HVLP ) gibt es ja in versch. Baureihen. Aktuell ist wohl 3, es gibt aber wohl noch 2er im Handel. Wo ist der Unterschied? Für den Modellbauer interessant?
Welche Düsen Grösse ist denn für so nen Flieger die richtige?
Wie ist im Vergleich dazu die Dekor 2000 anzusiedeln?
Neu hab ich die Minijet für 169 € und die Dekor200 für 199 € gesehen. Gehen die bei ebay deutlich billiger weg?

Achim

Ralf Schneider
22.12.2002, 15:57
Hi,

empfehlen kann ich Euch die Sata Mini-Jet. Mit ner Düsengröße von 1,0 kann man damit auch großflächig lacken. Gut ist auch, das sie mit sehr wenig Druck auskommt. 1-2 bar reichen. Bei Punktstrahl und farbe stark rausdosiert, gehen damit sogar Tarnlackungten freihand. Bebelreduziert ist sie auch und somit ist die Bude nicht so blau. Ein Preis von ca. 150 Euro plus MwSt ist gut. Wenn günstiger, noch besser. Unterschiede zwischen Baureihe 2 und 3 kenne ich leider nicht.

Ich selber benutze eine Sata Jet RP, auch HVLP aber da bei den Nebelreduzierten Pistolazien die Zerstäubung bei 2,5 bar Eingangsdruck nicht so sehr fein ist, hat Sata die RP rausgebracht. Die zerstäubt auch noch bei sehr wenig druck sehr fein. Ist aber ne normale große Autolackerpistole mit Düse 1,3 für Decklacke. Damit mache ich aber so fast alles von groß bis klein.

Aber die kleine Sata wäre schon optimal zumal sie auch deutlich billiger ist, als die großen brüder.

AchimS
23.12.2002, 12:30
So, jetzt weiß ich den Unterschied zwischen Minijet 2 und 3: die 3er hat ein eingebautes Mikrometer. Braucht das der Hobbyist?

Nochmal: worin liegt denn in der Praxis der Unterschied zwischen Dekor2000 ( auch von Sata ) die bis 1,0 mm Düse hochgeht und der Minijet?

Wie ist das denn mit HVLP? Geht das mit den im Modellbau üblichen Lacken? Müssen die stärker verdünnt werden?

Bonusfrage: Eine Badger 175 mit großer Düse und großem Glas dürfte doch in einen ähnlichen Einsatzbereich kommen, oder? Ist halt billiger und zu kleineren Arbeiten eher einsatzbar. Oder??

Thx
Achim

[ 23. Dezember 2002, 02:19: Beitrag editiert von: AchimS ]

Ralf Schneider
23.12.2002, 14:11
Das Mikrometer braucht der Hoppyist. Es ist immer vorteilhaft den Luftdruck an der Pistole zu regeln. Manchmal braucht man mehr, dan an ecken und kanten weniger. Ein laufen zum druckanschluss um da zu regeln ist lästig.

Die Farben brauchen nicht doller verdünnt werden. Geht genauso. Die HVLP zerstäuben nur nicht so fein, das betrifft aber nur die größeren düsen, bei ner 0,8er z. B., merkt man das kaum. Es spart aber farbe, luft und neuen tapeten inner küche. :D

die Dekor2000 kann keinen breitstrahl produzieren. Nur rundstrahl, den zwar groß und klein, aber keinen breitgedrückten, wie bei der minijet. die minijet kann beides. für das lacken von flächen ist der breite aber besser.

bei der minijet, kannste den strahl von breit zu rund regeln, stufenlos, die zur luft beigemischte farbmenge von null bis volles rohr einstellen, und bei der 3 den luftdruck. so kannste z.B. bei mittlerem druck, farbregler fast auf null und rundstrahl wunderbar auspuffschmauchspuren erzeugen. siehe mein bericht über die spitfire tarnlackung hier.

und noch was, stellste den strahl von breit auf rund, muss der druck runter, das geht dann bei der 3 an der pistole. manchmal musste in vertiefungen mit nem punktstrahl rein, eh de da zum luftregulieren warst, ist der rest der farbe angezogen und das weiterlacken geht dann nur mit appelpelle oder gries uff dem lack.

kauf die die minijet 3 mit ner ne 0,8er düse. meine empfehlung

Dieter Wiegandt
05.01.2003, 18:44
Ich besitze auch eine Minijet mit 0,8 er Düse und kann das nur bestätigen, was Ralle schreibt.
Druck sollte an der Pistole regulierbar sein.

plinse
06.01.2003, 12:38
Moin Wulf,

da du ja nun die K3 schon hast, mach doch erst mal eine Probelackierung auf einem Karton etwas großflächiger.

Ich habe mit meiner K3 gerade den X-Flieger von einem Kumpel lackiert und habe dabei keine Funktionen vermißt. Sicher, wenn ich eine Sata hätte..., aber die kosten halt auch ihr Geld. Ich glaube Übung macht einen größeren Unterschied als K3 kontra Sata ;) .