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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bester Kompromiß für Oberfläche aus einer Form heraus



Hans Rupp
23.01.2003, 13:42
Hallo,

wie manch einer schon mitbekommen hat, bauen wir (eine Gruppe von 4 Leuten)gerade eine Voll-GFK-ASW17 mit 4,44m Spannweite. Zielsetzung ist ein Scalemodell mit einer F3B-Auslegung und Flugeigenschaften ähnlich eines F3B-Zweckmodells zu erstellen.

Entsprechend fiel die Profilierung aus. D.h. es wurde ein Profilstrak mit widerstandsarmen, dünnen Profilen verwendet. Dass dieses Konzept aufgeht heißt es Flächenbelastung moderat zu halten und trotzdem sehr biege- und torsionssteiff zu bauen. Also muss an allen nichttragenden Teilen Gewicht gespart werden.

Jetzt zu unserer Frage. Wer hat Erfahrung bzw. Tipps, wie man eine optisch zu einem Scalemodell passende Oberfläche (weiß trotz darunter verborgenem, schwarzem Modellbauergold = Kohlefasergewebe) mit geringem Gewicht realisiert.

Vorgelat wäre farblich und von der Oberfläche her gut, aber wird vermutlich zu schwer werden.

Unsere derzeitige Vorstellung geht für die Fläche in folgende Richtung :

2K-Autolack (deckt gut) dünn in Form lackiert oder welchen anderen Lack verwenden?
Evt. eine Schicht silber dazwischen (vgl. Aufbau Scaleweiß bei Oracover)
Leichtes, dünnes Papier (12gr Bespannpapier, Seidenpapier ...? Habe mal gelesen, das würde ein durchdrücken der Gewebestruktur verhindern und eher Gewicht sparen als erhöhen.
Dünnes, dichtes Glasgewebe (Tipp erbeten zu Gewebeart und Grammatur) mit weiß eingefärbtem EP-Harz
Kohlefasergewebe
Stützstoff ....

Der Rumpfaufbau wird ähnlich sein, nur wollen wir dort kein Kohlefasergewebe einsetzten.

Wer was besseres weiß, nur her damit.

Hans

[ 23. Januar 2003, 13:44: Beitrag editiert von: haru ]

plinse
23.01.2003, 16:50
Moin,

Autolack ist eine Methode. Funktioniert bedingt gut aber damit er wirklich deckt, muß auch er eine gewisse Dicke haben, da kann man auch Vorgelat verdünnen.

Bei Autolack hast du nämlich das Glücksspiel daß du einen erwischst, der auch hält und da haben wir die komischsten Erfahrungen. Die einen haben keine Probleme, andere sitzen dann beim Raustrennen der Klappen mit Sekundenkleber daneben um den Lack vom Abpellen zu hindern und das beim gleichen Lack - wir wissen nicht was anders gelaufen ist. Ich habe zum Glück noch etwas alten Glasuritlack, der ist unproblematisch, leider sind die neuen Chargen anders und trennen selbsttätig, Nachkauf ist also nicht. Bei meinem kann ich aushärten lassen, am nächsten Tag mit Atze drüberwischen (vorsicht wenn man was abgeklebt hatte) und dann bauen.

Man muß beim Autolack auch möglichst schnell hinterher bauen, wenn der chemisch zu durch ist, hat man mehr Probleme, dann hast du aber wieder das Problem den richtigen Punkt abzupassen, damit nichts durchprägt...kurzum bei uns steigen wieder einige auf Vorgelat um, da sie vom Autolack im wahrsten Sinne des Wortes die Schnautze voll haben. Es ist sehr markenspezifisch, teils macht sich auch unterschiedlicher Härter bemerkbar.

Der Vorteil am Vorgelat ist einfach daß man lackiert, es liegen lassen kann und dann baut und sich keine weiteren Gedanken machen muß. Schwerer ist es eigentlich nur, weil es dickflüssiger ist und man es nicht so dünn sprühen kann, wenn man es aber verdünnt hat sich das erledigt.