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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lack für Urmodell



Christian Dombrowski
25.03.2004, 16:00
Moin!

Ich habe hier ein Urmodell (Schaumkern mit Glasüberzug) welches zum Abformen noch eine 1A Oberfläche erhalten soll.

Könnt ihr mir eine Empfehlung für einen Lack (bzw. einen Füller) aus der Spraydose geben, welcher nicht vom Trennwachs (n-Hexan haltig) angelöst wird und so beim Entformen in der Form kleben bleiben könnte?

plinse
25.03.2004, 17:26
Moin,

wir haben schon verschiedenes an 1K versucht - man muss damit rechnen, dass gerade bei mehreren Schichten sich mal eine ablöst, natürlich wurde zwischendrin angeschliffen und aus der Form liessen sich die Lackreste auch problemlos entfernen.

Manchmal geht es auch gut, aber nicht immer, ist ziemlich markenunabhängig.

Nimm lieber 2K, die Chance hinterher nur wenig schleifen zu müssen, ist auch wesendlich besser als bei einer Dosenlackierung.
1A Oberfläche und Spraydose sind irgendwo ein Widerspruch in sich.

Ralf Schneider
25.03.2004, 20:50
nimm kein lack. spritz das urmodell mit einem polierfähigem 2K Füller (Lesonal 540). schleife dann die Entenpelle weg und das ganze mit korn 2000 nach, dann polieren. regibt eine glatte und ebene oberfläche. ist wie lack, ber hakt keine lackansammlungen an den kanten, sprungschanzen, pelligkeit, greisigkeit und rotznasen und was sonst noch so beim lacken passiert. wird ja alles geschliffen.

sprizt du die urform mit lack, blebt die orangenheaut und lackfehlstellen erhalten und du siehst sie auf jedem abgeformten teil.

Christian Dombrowski
26.03.2004, 09:37
Moin!

Danke erstmal für die Tipps. Ich werde den 2k-Füller verwenden, welchen es hoffentlich im normalen Lackhandel (kein Baumarkt!) zu kaufen gibt. Schleifpapier habe ich hier bis Korn 4000, damit sollte sich wohl schon eine gute Grundlage fürs polieren schaffen lassen. (Welche, möglichst handelsübliche Polierpaste ist empfehlenswert? Ich las irgendwo, dass ein paar davon Siliconöle o.ä. :-( enthalten.) Jetzt muss ich nur noch sehen, dass ich einem meiner Vereinskollegen den Airbrush nebst Kompressor für ein paar Tage entführen kann.

Mir ist nicht ganz klar, was mit "Entenpelle" gemeint ist, denke aber mal, dass ich das nach dem ersten Auftrag schon herausfinden werde.

Ralf Schneider
28.03.2004, 14:14
Entenpelle ist die typische Oberfläche einer mit Spritzpistole lackierten Oberfläche, man sagt auch: Orangenhaut. Irgendwann hört das flüssoge Medium Farbe auf zu verlaufen und bleibt "stehen". Je dicker die farbe, desto höher und kleiner sind die "Orangenhaut-höcker". je dünner die Farbe, desto flacher und größer. Man kann nun aber nicht die Farbe zu dünn machen, da sonst die schichtdicken nicht erreicht werden und die farben zu einer nicht mehr glänzenden farbschicht zusammentrocknen. also ist Entenpelle oder orangenhaut nicht zu vermeiden, nur durch schleifen. und deshalb ein urmodell niemals lackieren ohne es hinterher zu schleifen. sonst verfolgt euch die entenpelle bis zuer entformung des ersten teils und eure Arme sehen dann aus, wie das entformte teile. :D entenpellig eben.

Claus Eckert
28.03.2004, 17:13
Hallo Ralf,

pfui Entenpelle. So etwas kennen die (http://www.rolls-roycemotorcars.com) aber nicht ;) (Manufacturing)

Ralf Schneider
28.03.2004, 22:44
..die Ihre Lackerei möcht ich haben....