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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lackierpistole



Johannes Wiesner
10.07.2003, 23:09
Erstmal möchte ich hier im Forum hallo sagen,da ich hier noch neu bin.
Nun aber zu meiner Frage: Da ich das ewige ausleihen einer geeigneten Spritzpistole leid bin möchte ich mir selber eine anschaffen. Grösse solte so wie die Sata mini jet sein; Qualität: muss nicht das beste am Markt sein, nur für den "Hausgebrauch". Ich war heute in einem Airbrushladen und da wurde mir zu einer Walter Pilot (178 Euronen)geraten. Im Vergleich zur Sata ein durchaus interessantes Angebot, aber eigentlich müsste man doch für ca 130 Euro auch schon was brauchbares bekommen-oder?
Was meint ihr dazu?
Über eure Ratschläge würde ich mich sehr freuen.
Gruß, Hannes

AchimS
11.07.2003, 12:26
Ja, z.B. eine neue Sata minijet HVLP/3.

Achim

P.S.: ich hab meine bei ebay ersteigert, der Typ scheint die in größeren Mengen zu verdealen und verkauft wohl auch so.

Andi1
11.07.2003, 16:58
Hallo!

Zu diesem Thema hätte ich auch gleich eine Frage?
Möchte nach Fertigstellung der Beschichtung meine Seglerflächen lackieren. Kompressor, Luftschlauch etc.. alles vorhanden!

Welche Kriterien sollte eine Spritzpistole nun erfüllen um dem "3malimJahrLackierer" einigermaßen gute Ergebnise zu liefern!

Bin für alle Hinweise dankbar!

l.G

Andreas

AchimS
11.07.2003, 22:41
Drückst Du suchen, tippst Du Sata ein, liest Du Tipps von große Fachmann.

Achim

plinse
12.07.2003, 02:23
Moin,

nichts für ungut aber welche Kriterien sollte der "Dreimalimjahrlackierer" liefern ;) .

Ich finde es immer deprimierend, welche Ergebnisse ein Kumpel mit der Baumarkt-Jauch-Kanne erzielt und was andere mit einer Sata schaffen.

Schade, daß der Kumpel nicht das Geld für eine Sata hat - er könnte richtig gut lackieren, die anderen nie ;) . Da hilft auch eine Sata nichts.

Andererseits ich will meine Sata auch nicht missen, werden die in der Form lackierten Flügel deutlich leichter mit als bei der K3.

Hans Rupp
12.07.2003, 07:10
HAllo,

meine Erfahrung mit dem Lackieren:

- zuerst konnte ich es mit Baumarktjauchkannen nicht
- dann mußte ich feststellen, dass ich es mit einer (gottseidank geliehenen) Profipistole auch nicht kann.

Jetzt lackiere ich alles mit einer Airbrushpistole mit 0,6er Düse (Evolution II wohl aus einer noch guten Serie) und bin zufrieden. Bis auf große Flächen kriege ich damit alles hin, nicht wie ein Profi, aber mir gut genug.

Genauso wichtig bzw. noch wichtiger als die Pistole scheint mir auch die Qualität des verwendeten Lacks zu sein. Seit ich Lesonal und Mipa-Produkte verwende funzt es deutlich besser.

Unserem Modi Ralle hiermit nochmals vielen Dank, dass er mich auf den für mich richtigen Weg geführt hat.

Hans

Johannes Wiesner
13.07.2003, 20:37
Hallo
zunächst mal danke für die zahlreichen Antworten.
Das ist ja ein eindeutiges Ergebnis in Richtung Sata minijet, mich würde nun auch interessieren, ob es nicht doch was zwischen sata und Baumarktjauchekanne gibt. Ich hab auch schon beides ausprobiert, naja das Ergebnis war wie es zu erwarten war.
Ok,dann machts gut bis bald
Hannes

Ralf Schneider
13.07.2003, 22:52
Ich werde nach meiner Ehelichung am 18.7. mal den Preis für die Sata minijet 3 als Aktion erfragen. Vielleicht kann man sammeln. Ich denke, dann kriegen wir nen guten Preis hin. Was kosten die so in ebay??? Hat jemand nen Wert?

AchimS
13.07.2003, 23:03
Steht eigentlich oben: 130 €.

Achim

Andi1
15.07.2003, 08:40
Hallo!

Möchte mir eine Sata-Minijet 3 kaufen. Was ich von euch wissen möchte, welche Düse soll ich nehmen?

Zum lackieren von Tragflächen!

und welche Düse für kleinere Streifen bzw. kleinere Flächen oder Linien!

Danke schon mal im voraus!

Andreas

Ralf Schneider
15.07.2003, 12:30
Ich habe 1,0. Wenn kleiner wird es schwierig bei Decklacken und größeren Flächen.

Andi1
15.07.2003, 13:04
Danke!

Habe mir eine 0,8 genommen. Lackiere meistens nur kleinere Tragflächen (max. 18-20 cm breit) und für ganz feine Linien und Schriften hab ich mir eine 0,3 dazubestellt!

Gleich noch eine Frage an Ralf! Habe einen Artikel von dir hier im Forum über Decklacke gelesen. Was meinst du ist für mich als "Anfänger" im Lackierbereich sinvoller bez. des Endergebnises. 2k-Lackierung oder Decklack (2 Farben) mit Klarlack?

Möchte Farben der Fa. Standox verwenden (bei mir in greifbarer Nähe erhältlich)

Muss ich innerhalb eines Tages fertiglackieren oder kann ich den Decklack trocknen lassen bevor ich mit dem Klarlack drübergehe? Oder lieber beim Hersteller anrufen und fragen?

Wenn ich dich schon mit Fragen löchere, dann hätte ich noch eine.
Beschichte meine Fläche mit Gewebe 49g mit Epoxy L, dann anschleifen (320er), mit PE-Spachtel spachteln, schleifen mit 400er bis 600er, Aufbringen eines Füllers bzw. Grundierung, schleifen mit 600er bis 800er - dann lackieren!

Was sagt der Experte dazu?

l.G

Andreas

Jörg Schneider
15.07.2003, 17:35
Hallo Johannes,

:D könnte Dir die Sata MiniJet HVLP für Netto 138,-Euro zuzgl 16% verkaufen.
Selbstverständlich Neu und Originalverpackt.

Gruß Jörg

Andreas U.
16.07.2003, 13:46
Hallo zusammen,

ich hab die HVLP2 Minijet mit 0,8 er Düse und muß sagen das ich bisher nichts besseres kenne!

Lediglich der mitgelieferte Kunststoffbecher gehört in die Tonne. Da hole ich mir einen Blechbecher.

Hab die bei ebay für €90,-- ersteigert, gebraucht.

Andreas

Ralf Schneider
16.07.2003, 20:06
Hi Andy,

ja, was ist für nen Anfänger leichter. Schwer zu sagen, ich würde Dir aber die Basislack/Klarlackvariante empfehlen. Macht etwas mehr Arbeit, aber hat Vorteile.

1. Den Basislack, also die Farbe ansich kannst du trocken spritzen, das heißt dünne, viele farbschichten bis es gedeckt hat. So konzentrierst du dich beim spritzen hier nur auf das decken der farbe. wenn dieser basislack trocken ist, so ca. 15 min, dann kommt klarlack drauf, und davon zwei schichten mit zwischenablüftzeit von ca. 10 min. die erste schicht muss noch nicht hundertprozentig glatt verlaufen. die zweiter dann eger schon. nun brauchst du dich hier beim spritzen des klarlackes nur noch auf die glätte konzentzreieren, nicht mehr auf die deckkraft.

würdest du nen 2K unilack nehmen, musst du dich beim lacken GLEICHZEITIG auf den glanz und die deckkraft konzentrieren. zwei dinge zur gleiche zeit, das wird als ungeübter schwierig. bei der basislack/klarlack nethode ist das getrennt.

weiter kannst du den klarlack, wenn dann trocken gut mit 2000er papier schleifen und dann polieren, so sind die stellen, die etwas appelsinig sind, wegzuzaubern.

Basislack sollte nach ca. 10-20 min ablüftzeit mit klarlack überlackiert werden. aber fast alle hersteller geben eine karenzzeit von 24h. in dieser zeit verbindet sich der klarlack noch mit dem basislqack. danach kann zu haftungsproblemem kommen. ist aber für uns hier als modelllacker unrelevant, ich habe den klarlack schon mal nach einer woche aufgetragen. das geht, und wenn mal ein mehrfarbendesign macht oder verschmutzungten und decals anbringt, braucht man halt manchmal mehr als 24 h, also es geht.

Ralf Schneider
16.07.2003, 20:07
beschihtung so okay!!! haut hin

Andi1
16.07.2003, 22:31
Hallo Ralf!

Danke erstmal für deine sehr gut verständlichen Ausführungen und die damit verbundene Mühe (mit uns Anfängern :) )

Werde mal ein paar Probeflächen lackieren bis ich mich an die Fläche ranmache! Wir wohl noch ein wenig dauern!

Sobald ich aber damit fertig bin werde ich aber ein Bild des Endergebnises reinstellen!

Danke

Andreas

Johannes Wiesner
29.07.2003, 17:11
Hallo
@ all: danke für eure aufschlussreichen Antworten

AJ
15.08.2003, 23:07
Hi!

Das mit der 2-Phasen-Variante (Basislack/Klarlack) klingt eigentlich ganz gut.

Aber mal dumm gefragt : Wär das auch was für das Lackieren mit der Sprühdose ?
Ich meine, ich kann mich auf den Kopf stellen, der Lack kommt immer "apfelsinig" auf der Oberfläche. Wegschleifen macht keinen Spass :) und ausserdem hat man ruckzuck durchgeschliffen.

Und mit ner zusätzlichen Schicht Klarlack... ähm... !?

Wieviel Schichten sollte man eigentlich mitder Srühdose lackieren ? ("bis es deckt" wie gesagt, Apfelsine läßt grüsse!)

[ 15. August 2003, 23:09: Beitrag editiert von: AJ ]

Ralf Schneider
16.08.2003, 12:45
also, basislacke kann man trocken spritzen, das sie sehr glatt auftrocknen, denn sie bestehen "vorwiegend" aus Lösungsmitteln, diese verdunsten und zurück bleibt ein sehr dünner "Film", der nicht appelsienig werden kann.

2K Decklacke oder auch die Klarlacke hingegen haben weniger Lösungsmittel. Sie trocken nicht auf, dass heißt, so wie sie aufgetragen wurden, so bleiben sie "stehen". Da muss man schon sehr nass spritzen, damit sich ganzen "Tropfen" zu einer glatten Lackschicht legen können. Spritze ich zu trocken, bleibt dieser "Verlaufsprozess" in der "Mitte" stehen, und zurück bleiben Tropfen an Tropfen = Appelsinenpelle. Farbe dünner machen hilft auch, aber es sollte erstens eine bestimmte schichtdicke erreicht werden und zweitens sind dann Rotznasen vorprogrammiert. Wann genug Farbe drauf ist, ja, dass ist leider erfahrung und übung.

AJ
24.08.2003, 20:50
Hi,

okay, ich nerve dann mal weiter :)

Man sagt ja immer, 1k-Lacke wären leichter als 2k-Lacke.
Kann jemand Zahlen nennen ? Wenn ich z.B. 1m² mit 1k-Lack und 1m² mit 2k-Lack lackieren, um wieviel (Gramm, Prozent, Äpfel, Birnen :) ) würde dann der 2k-m² schwerer werden ?

Ralf Schneider
24.08.2003, 22:00
keine ahnung, ich schätze mal so das doppelte bestimmt. hängt auch vom farbton ab, denn einige farben decken schlecht (gelb), einige gut.

revel-farben z.B. decken sehr gut und trocknen mit sehr dünnen schichten auf, deshalb auch sehr leicht. KfZ-Decklacke müssen was aushalten bzw. abhalten, dickere lackschichten, deshalb schwerer. alles systembedingt und nicht über einen kamm zu scheren