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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die "richtige" Anlage.....



Kai Jansen
10.06.2003, 20:25
Hallo Kunstflugfreunde!

Da jeder Modellflieger so seine Vorliebe für eine bestimmte Anlage hat, würde mich mal interessieren, ob es tatsächlich was bringt, ein bestimmtes Fabrikat als Fernsteuersender einzusetzen, welches das eigene Können positiv beeinflusst?

Ist die Steuertechnik bestimmter Marken ausschlaggebend für guten Erfolg?

Ich selber schwöre seit vielen Jahren auf MPX, aber diese Anlagen werden eher seltener auf Kunstflugwettbewerben eingesetzt, als z.B. die der fernöstlichen Konkurrenz.

Wie sind Eure Erfahrungen diesbezüglich?

Ich für meinen Teil bin mit meiner MPX 3030 immer noch voll zufrieden.

Oder sind die in Mode gekommenen Handsender das Nonplusultra?

Wie sind Eure Meinungen dazu?

Grüße von Kai :)

Gast_2482
10.06.2003, 22:12
Hallo Kai,

meiner Meinung nach spielt es grundsätzlich keine Rolle, ob man Hand- oder Pultsender, Stickmode 1 oder 2 fliegt. Schlussendlich ist es eine Frage der Gewöhnung und der persönlichen Präferenz.

Ich persönliche fliege die Futaba PCM 1024 9ZA WCII als Handsender im Stickmode 2 und bin damit sehr zufrieden. Die Sticks sind bei mir relativ kurz, da ich mit den Daumen steure. Die Expoanteil habe ich beim F3A-Fliegen relativ hoch gewählt.

Gruss
Jean-Claude

PW
11.06.2003, 09:44
Hallo,

die beste Fernsteuerung ist die, die funktioniert !!!

MPX wird im Bereich Kunstflug sehr wenig geflogen, was aber zum Teil daran liegt, dass das PCM System absolut überaltert ist und noch mit 256 bzw. 512 Schritten arbeitet. Ferner ist die Software "antiquarisch" für Kunstflug.

Damit ist kein präzises Fliegen möglich. Diejenigen, die MPX im Kunstflug fliegen, verwenden nicht PCM, sondern FM. Damit kann man leben, aber der Einsatz von FM ist heute kaum noch angesagt.

Ansonsten sind Futaba und Graupner/JR absolut marktführend. Bei beiden Systemen wird mit 1024 Schritten gearbeitet und die Software wird ständig in Zusammenarbeitet mit Spitzenpiloten verbessert.

Im Rahmen von Treffen mit diesen Spitzenpiloten werden zukünftige Entwicklungen besprochen.

Pult oder Handsender sind für fliegerische Erfolge unerheblich.

Gruss

PW

Milan
11.06.2003, 09:59
Guten Morgen,

PW hat eine interessante Betrachtungsweise, die ich so noch gar nicht hatte.

Bisher dachte ich immer, es liegt am Sponsoring, welches Fernsteuerfabrikat verwendet wird.

Ich selbst komme nicht aus der Kunstflugecke, möglicherweise kommt man in anderen Sparten mit 512 Schritten weniger mindestens genau so gut aus......

mfG

Harry

Gerald Lehr
11.06.2003, 10:55
Kann mir jemand das mit den Schritten erklären bitte?
Ich stehe gerade auf dem Schlauch.

Gast_00010
11.06.2003, 10:56
Bisher dachte ich immer, es liegt am Sponsoring, welches Fernsteuerfabrikat verwendet wird Welcher Wettbewerbspilot kann es sich leisten mit einer Anlage zu fliegen die ihm nicht liegt, nur weil er sie "umsonst" kriegt?

Gast_2482
11.06.2003, 11:12
Hallo glehr,

unter den Schritten wird die Auflösung der Signalübertragung (oder so ähnlich; bin nur Jura-Student... :D ) verstanden. Umso mehr Schritte, umso höher die Auflösung und umso präsziser der übertragene Steuerbefehl.

@ PW: Wie ich gehört habe, soll in naher Zukunft von Futaba die 2024-Technologie erhältlich sein.

Gruss
Jean-Claude

PS: Noch zur 1024-Technlogie im F3A-Kunstflug: Diese bringt nichts, wenn man nicht hochwertige Servos einsetzt und die Anlenkung mechanisch so ausführt, dass kein Spiel, kein Klemmen, etc. auftritt. Dann ist auch noch wichtig, dass das Servo nicht permanent senderseitig auf 60% Ausschlag begrenzt wird, da dadurch Präzision im genutzten Bereich verlorengeht; d.h. möglichst 100% des Servoausschlages durch geeignetes Hebelverhältnis nutzen.

Reinhold Krischke
11.06.2003, 12:52
Hallo Glehr,

wenn Du unmittelbar hintereinander dasselbe Modell mit MPX-PCM und PPM fliegst wirst Du merken, daß sich mit MPX-PCM das Modell irgendwie "weicher" anfühlt, nicht so exakt.

Für die "normale" Fliegerei (ohne Kunstflug-Wettbewerbsambitionen) ist das kein Problem, man gewöhnt sich schnell an das Verhalten des Modells.

Mir ist das vor Jahren mal aufgefallen als ich bei meiner damaligen Ellipse 1 den Empfänger tauschen mußte.

Bei Futaba PCM oder Graupner SPCM wirst Du keinen Unterschied zu PPM merken.

Gruß
Reinhold

[ 11. Juni 2003, 12:57: Beitrag editiert von: Reinhold Krischke ]

Spunki
11.06.2003, 13:04
>>Bei Futaba PCM oder Graupner SPCM wirst Du keinen Unterschied zu PPM merken<<

Angeblich doch! ... ein Freund der seinen ersten futaba-PCM in einer Kunstflugmaschine testete sagte nach dem Erstflug "spritziger", "exakter", "anders eben" ... das kann [wird?] aber wohl nur ein rein subjektiver Eindruck gewesen sein ... und falls doch nicht kann ichs mir nur schwer erklären ...

Grüße Spunki

Dieter Arndt
11.06.2003, 15:01
Hi,

es ist immer wieder toll (auch für nicht Kunstflugpiloten) von dem Wissen der "alten Hasen" zu profiteren. Was hat es mich gefreut, dass meine kl. Computerfernsteuerung eine Servowegbegrenzung eingebaut hat! Ich hab mich bloß immer gewundert, warum nach der Minimierung des Servoweges das Servo in "Schritten" hüpft und nicht wie vorher gleichmäßig durchläuft. Manchmal ist man aber auch vernagelt.

DANKE FÜR DEN HINWEIS Jean-Claude!!!

PW
12.06.2003, 16:16
Hallo Leute,

finde immer das Argument toll:

Die Spitzenpiloten fliegen dass, wass sie umsonst bekommen !!

Hier wird folgendes übersehen:

1. Erstens erhält man nicht alles umsonst und erst recht nicht, wenn man anfängt Wettbewerbe zu fliegen. Die ersten Jahren muss selber gezahlt werden. Erst wenn die Erfolge kommen, besteht die Möglichkeit, unterstützt zu werden.

2. Es gibt auf der Welt vielleicht max. 10 F 3A Piloten (Somenzini, Matt, CLPR etc.), die voll gesponsort werden, also alles umsonst bekommen. Hier herrschen völlig falsche Vorstellungen beim "Normalpiloten" ! Modellflug ist nicht Formel 1.

Dass sogar WM Teilnehmer nicht alles umsonst bekommen, klingt nicht vorstellbar, ist aber zum Teil so.

Ich selber bin nun seit 30 Jahren (!!) bei Graupner; also dienstältester Pilot im Hause Graupner.

Dass hier eine besondere, sehr persönliche und menschliche Beziehung in dieser Zeit gewachsen ist, dürfte sich von alleine verstehen. Hierfür bin ich Herrn Graupner sehr dankbar. Ich hatte zu meiner Top-Zeit auch Angebote von anderen Firmen, bin aber immer Graupner und OS treu geblieben, da ich keine Probleme hatte. Klar ist auch bei mir mal eine Anlage ausgestiegen, aber das ist in 30 Jahren vielleicht 4 mal passiert. Diese Quote ist o.k. bei ca. 300 Flügen pro Jahr.

Aber die ersten Jahre (ich war 11 Jahre alt), hat mein Vater alles bezahlt. Da gab es nichts umsonst. Und ein heutiges F 3A Wochenende kostet mindestens 250 EURO an Reisekosten/Hotelkosten/Essen/Stratgeld. Zwei voll ausgerüstete F 3A Modelle kosten heute auch ca. Stück 2.500 EURO.

3. Die meisten Piloten erhalten die Sachen zu Teilpreisen und sind hierfür den Firmen sehr dankbar.

4. Selbst wenn man Sachen umsonst bekäme, würden diese nicht geflogen, wenn sie nichts taugen würden.

Auch ein CLPR oder Matt hat zu Beginn nicht alles umsonst bekommen; sondern erst nach Erbringung von Leistung.

Dass sie unterstützt werden ist völlig o.k.; so ist zBsp. W. Matt seit Jahren linientreu zu den Firmen 3W, Futaba, Yamada oder Pl Prod. Dieses finde ich einfach vorbildlich.

Es gibt aber auch Piloten, die von einem Pferd auf das nächste springen. Dadurch werden nur die Firmen vergreult. Welche Firma läßst sich schon "verar.....en".

Leitragende sind dann die nachfolgenden Piloten, denn die Firma ziehen aus negativen Sponsoringerfahrungen auch ihre Lehren.

Gruss

PW

Kai Jansen
12.06.2003, 17:50
Hallo Zusammen!

@Peter!
Danke für deine ehrlichen Worte.

@All!
Ich denke das Thema "Profi" wird oft falsch rübergebracht. Die ganze Arbeit, die in die Profi-Modellfliegerei eingebracht wird, ist nicht zu unterschätzen. Wer von uns macht schon 300 Flüge, um perfekten Kunstflug zu üben. Dabei steht wohl immer der Spaß an vorderster Stelle. Ohne die Kunstflug-Experten würde keiner von uns mit diesen fantatischen Fernsteuerungen fliegen können.

Ihr Profis, seit immer mit Herz und Seele dabei, um uns hier und auch auf dem Platz zu unterstützen. Peter Wessels ist dafür das beste Beispiel.

Man Anfang des Threads habe ich gefragt, ob eine bestimmte Anlage das eigene Können unterstützt. Von den Profis erhalte ich die richtige Antwort. Danke an Jean-Claude und PW und alle anderen, die versuchen etwas zu unserem Hobby beizutragen.

Ich hätte nicht gedacht, dass all die Erfahrung der Profis, so stark mit in die Konstruktion einer Fernsteuerung einfliesst. Wie gesagt, meine MPX 3030 ist schon gut, aber um präziser Fliegen zu können, werde ich eine Anlage, die mich bei meinem Vorhaben, präziser fliegen zu können auswählen.

Noch mal Danke für die Antworten auf meine gestellte Frage. Ich und Ihr habt wieder was dazugelernt.

In dem Sinne, viel Spaß hier in der Kunstflug-Rubrik wünscht,

Kai Jansen :)

Gernot Steenblock
12.06.2003, 17:58
Hi @ll,
nochmal zurück zum Thema.

Hat auch die neue MPX Evo noch die 512 Schritte?
Oder hat MPX bei den neueren Produkten nachgelegt?

Alex K.
12.06.2003, 18:06
Hi

Nochwas zu den MPX-Anlagen:

Was mir persönlich an denen auch nicht gefällt sind die Knüppelagregate. Hier habe ich irgendwie einfach die die Möglichkeit so prezise zu steuern wie mit Graupner oder Futaba. Das Gilt sowohl für die Pult- wie auch die Handsender.

Mag sein, dass das auch Gewöhnungs- bzw. Geschmacksache ist, aber in meinem Bekanntenkreis gibt es auch noch andere, denen das aufgefallen ist.

Achso: Ob Hand- oder Pultsender ist m.M. nach reine Gewöhnungssache. Einige sagen, mit Handsender steuert man schneller. Allerdings sage ich dann immer, dass es Toppiloten gibt, die Handsender fliegen und solche die Pultsender fliegen.
Also kann das keinen gravierenden Einfluss auf den fliegerischen Erfolg haben.

Soderle, hoffe geholfen zu haben,

Alex K.
12.06.2003, 18:08
Nachtrag, da der Fred noch nicht da war, als ich geschrieben habe:

@Gernot: Meines Wissens gibt es bei Multiplex keine PCM-Empfänger mehr. Dadurch würde es keinen Sinn machen die Senderseitigen PCM-Möglichkeiten zu verbessern. Ich gehe also davon aus, dass sich bei der Evo nichts verändert hat. Wissen tu ich es allerdings nicht. Weiß da jemand 100% bescheid ? Würde mich nämlich auch interessieren...

Kurt Wächter
12.06.2003, 18:21
Hallo Peter und alle
als nicht RCA-Crack, aber früher ebenfalls eifriger Teilnehmer an RCA Meisterschaften (regionale Meristerschaften in der Schweiz) hier meine Meinung:


Zitat 1 von PW: MPX wird im Bereich Kunstflug sehr wenig geflogen, was aber zum Teil daran liegt, dass das PCM System absolut überaltert ist und noch mit 256 bzw. 512 Schritten arbeitet. Hier kann und will ich Dir (als MPX-Pilot ) zu 100% zustimmen. Leider hat MPX die Weiterentwicklung von PCM fallen gelassen , was vermutlich ein kapitaler Fehler dieser Firma ist und war.

[/QUOTE] Zitat 2 von PW: Ferner ist die Software "antiquarisch" für Kunstflug.
Damit ist kein präzises Fliegen möglich. [/QUOTE]

Und hier muss ich Dir zu 150% widersprechen, denn vermutlich kannst Du mit keiner anderen Anlage so viele Servos so individuell und unabhängig voneinander Mischen und ansteuern, wie mit der MC4000, hier hast Du ganz klar eine erhebliche Bildungslücke.

[/QUOTE] Zitat 3 von PW: Diejenigen, die MPX im Kunstflug fliegen, verwenden nicht PCM, sondern FM. Damit kann man leben, aber der Einsatz von FM ist heute kaum noch angesagt.[/QUOTE]

So ist es, aber in Niefern werden oder wurden vermutlich andere Ziele und ein anderes Käuferpublikum als die Kunstflugpiloten focussiert, was meiner Meinung nach falsch ist, denn Vieles sowie das Renommee einer Steuerung läuft nun mal über die Kunstflugszene.

Gruss

Kurt

Arno Wetzel
12.06.2003, 22:12
Nachdem ich mich nun auch eine Zeitlang mit der MC-4000 auseinandergesetzt habe, kann ich dazu nur einen Kommentar abgeben:

In puncto Programmiermöglichkeiten schlägt diese Anlage jede, der zur Zeit auf dem Markt befindliche Anlagen, um längen!!!

Dies ist aber bitte nicht gleichzusetzen mit Bedien- oder Programmierfreundlichkeit. Hier sehe ich einiges im Argen.
Will heissen: Ein Pilot, der sich mit dieser Anlage nicht detailliert auseinandersetzt, wird die Möglichkeiten dieser Anlage nur zu einem Bruchteil ausnützen können. (trifft übrigens auch für die gleichrangigen Wettbewerbsprodukte zu, bei der 4000er ist das allerdings sehr prägnant)

Das fehlende PCM-System ist allerdings der Grund, warum diese Anlage in Bezug auf die Eigangsfrage dieses Threads mit Abstand den letzten Platz belegt, dass sehe ich genau so, wie anderen auch.

In diesem Zusammenhang mal eine direkte Frage an PW oder andere Wettbewerbspiloten:

Die MC-24 bietet u.a. fertige Akro-Programme an, d.h. auf Knopfdruck laufen etliche Servos in bestimmte Positionen. Ich persönlich halte das für absoluten Schnickschnack oder täusche ich mich da?
Werden solche elektronischen Hilfe in der Wettbewerbsszene verwendet?

Gast_2482
13.06.2003, 09:03
Hallo Kurt,

ich kenne die MC-4000 nicht. Was kann diese Steuerung, was die Futaba 9Z nicht kann? (ausser vielleicht dem Frequenzscanner...)

Gruss
Jean-Claude

PW
13.06.2003, 09:31
Hallo Arno,

bzgl. der sog. "Fertigprogramme":

Ich selber habe diese im Bereich meiner aktiven Tätigkeit nicht eingesetzt; ich habe alles "geknüppelt".

Im Bereich Motorkunstflug gibt es aber zig Piloten, die z.Bsp. die sog. Figurenautomatik verwenden:

Dieses insbesondere bei gerissenen Rollen, die dann über einen Taster laufen.

Es besteht hier die Möglichkeit, vier Arten zu programieren:

- gerissene Rolle rechts oder links
- gestossene Rolle rechts oder links

Je nachdem, welche Snapfigur gefordert ist und von wo der Wind kommt, werden die Schalter umgelegt.

Es besteht hier der Vorteil, dass ich dann völlig andere Ausschläge für gerissene Rollen einstellen kann als ich eigentlich beim normalen Fliegen habe.

Zur MPX 4000:

Sicherlich keine schlechte Anlage; aber bei mir wäre es schon so, dass mich die drei kleinen Schalter über den Knüppelagregaten stören. So wie ich meine Steuerknüppel anfassen, würde ich jedesmal bei Betätigung des Querruderknüppels mit diesen Schaltern in Kollison geraten.

Fakt ist, dass die PCM mit 512 Schritten Auflösung "hinterwäldlich" ist.

Ich weiss aber auch, dass z.Bsp. viele Grossseglerflieger MPX 4000 verwenden und hier wohl die Einstellarbeiten (gerade bei vielen Flächenklappen) recht gut sein soll.

Aber für F 3A geht das MPX PCM System nicht gescheit. B. Beschorner fliegt nun die EVO von MPX, allerdings FM, ist hat den ersten Wettbewerb im Kader gewonnen.

Daraus erkennt man, dass im Bereich Kunstflug immer noch die Finger entscheidend sind. Und das ist auch gut so.

Gruss

PW

Jan
13.06.2003, 23:39
@Peter (und alle, die es vielleicht auch wissen)
...was für einen Empfänger fliegt Herr Beschorner?

Kurt Wächter
14.06.2003, 03:02
Hallo Jean-Claude

Ich kann Deine Frage nicht hinreichend beantworten, dazu kenne ich die 9Z zu wenig gut. Bei unseren Servotests verwendeten wir eine 9Z für die Futaba Servos und ein bisschen konnte ich den Sender schon auch begutachten. Nach meinen Eindrücken ist die 9Z ein absoluter Topsender. Angefangen bei den sehr präzisen Knüppeln über die kompakte Bauweise mit den ergonomischen und spielfreien Schaltern und Schiebern; das alles gepaart mit dem überragenden Futaba 1024 PCM Übertragungssystem ist die 9Z ohne Zweifel ein absolutes Sahnestück für jeden Akropiloten. Also viele Wünsche bleiben da bestimmt nicht mehr offen.
Die 9Z kann eigentlich nur als Spezialsender gekauft werden. Das heisst, beim Kauf musst du bereits entscheiden, welche Knüppelanordnung du fliegst und ob der Sender für Heli oder Flächenflugzeuge verwendet wird. Der Sender hat viele Features ist aber nicht annähernd so flexibel programmierbar wie eine MC4000, soviel konnte ich bereits bei den besagten Tests feststellen. Kommt hinzu, dass nur 8 Proportionalkanäle vorhanden sind. Viel mehr weiss ich auch nicht über die 9Z, ich bin ja nicht Senderverkäufer sondern nur interessierter Laie.

Der Vergleich der beiden Sendern hinkt, insofern, als der 9Z ein spezialisierter Handsender und die MC4000 ein Generalist und dazu Pultsender ist.

Hier einige Kennwerte von MC4000, von der ich, als Anwender, mehr zu erzählen weiss als von der 9Z:
Die MC4000 hat im PPM Modus 12 Kanäle, die alle gleich schnell und mit gleicher Performance arbeiten.
Sie hat aber leider, wie schon anderweitig erwähnt, PCM-seitig das veraltete und langsame 10 Kanal PCM 8bit System.

Hinsichtlich Programmierfeatures ist mit der MC4000 eigentlich alles möglich. Du kannst eine völlig freie und vor allem beliebig mehrfache Gebersignalzuweisung an die Servoausgänge vornehmen. Dies geschieht über einen genialen Trick, den vermutlich viele MC4000 Besitzer nicht eigentlich wahrnehmen. Er besteht darin, dass im Gegensatz zu den Futaba- und JR-Sendern nicht der Geber, sondern fiktive Servos programmiert (gemischt) werden. Beim Programmieren musst du dir also immer vorstellen, dass du im Servo sitzt und selektiv nur die Sendersignale (Gebersignale) auswertest, die dich für dieses Ruder interessieren. Es sind maximal deren 8 pro Servoausgang, also stehen nach JR/Futaba-Terminologie 12 x 8 = 96 einfache Mischer zur Verfügung . Jedem Servo wird gesagt, auf welche Gebersignale es wie gut (in %) reagieren soll.
Ein Beispiel: Ich setze an einer Akromaschine 4 Höhenruderservos, je 2 pro Ruderblatt ein. Dafür opfere ich 4 frei wählbare Servoausgänge (z.B. 7-10). Nun kann ich bei dem dieser Servos das Horchmuster individuell so anpassen, dass es seinen Galeerenpartner nicht behindert, weil ich jedem dieser Servos den Geber HöHE zuweisen kann und dabei die Mitte, den Weg, die Laufrichtung die Geschwindigkeit etc.der Servostreuung anpassen kann. Nun kann ich jedem (oder einem oder zwei etc.) der vier Höhenruderservos neben dem Höhenrudersignal noch bis 7 weitere Geberinputs zuweisen und jedes dieser Signale kann wählbar 3, 5, 7,9 oder 13 Kurvenpunkte aufweisen un diese mit bis zu 25 Sekunden Zeitdehnung abfahren

In unserem Beispiel weisen wir folgende Gebernateile an das Servo 7 zu : 100% Höhenanteil, 10% Gasanteil, 5% Fahrwerk, -8% Schleppkupplung, -12% Landeklappen, 80% Quer z.B. wenn der Schalter S3 auf ON ist, 30% Radbremsen, -3% Seite etc..
Man erkennt die von Grpn/JR- und robbe/Futaba-Sendern abweichende Programmierphilosophie, bei welchem die Mischer Geber seitig nach dem Prinzip "Geber Quer nach Seite, Flap nach Höhe etc." programmiert werden.
Daneben stehen mir aber noch bis zu 12 mechanische und 22 Software-Schalter alle frei und beliebig mehrfach zuweisbar (3 Wechselschalter, 3 Tastschalter, 6 Geberschalter, 6 Analogschalter, 4 Logikschalter) sowie 5 Flugzustände zur Verfügung. Wie du siehst, ist die MC4000 sehr vielseitig, universell und beliebig beliebig programmierbar. Aber, wie Arno andeutet, die ganze Programmiererei braucht ein vertieftes Studium des Handbuches bzw. die Fähigkeit sich zu konzentrieren. Das Wichtigste aber ist, dass man die Philosophie der Programmstrukturen begriffen hat, was manchen Umsteigern von JR oder Futaba (gibt es überhaupt solche) anfänglich ziemlich Mühe beeiten dürfte. Umgekehrt geht es mir ja auch so.
Meine generelle Meinung zur Senderoberliga:
Futaba FC28 und 9Z hat die besten Knüppel und das beste PCM, MC24 ist übersichtlicher als Futaba und hat offensichtlich ein mittlerweile ausgereiftes PCM. Die MC4000 hat die meisten und raffiniertesten Programmierfeatures. Die MC4000 Knüppel wirken für mich etwas weniger präzise als bei 9Z, FC28 und MC24, was nach meinen Messungen aber nicht stimmt.
Die MC4000 ist von den Programmiermöglichkeiten her 100%ig Akrotauglich.
Die 9Z ist aber meines Erachtens gesamthaft betrachtet für einen eingefleischten Akropiloten die deutlich bessere Wahl. Es gibt keine Anhaltspunkte, die so etwas widerlegen könnten.

Ich z.B. hätte am liebsten einen Hybridsender aus MC24, FC28 und MC4000, ausgerüstet mit einem 1024 PCM HF-Modul von Futaba für 12 Servos. Aber, diese Bemerkung ist sehr müssig, und Buuh-Ruf verdächtig hier, und auch unnütz, ich weiss.

So, nun ist aber wirklich genug.

Gruss

Kurt

Kai Jansen
14.06.2003, 12:48
@Peter!

Also mich würde auch mal interessieren, welche Komponeten Bernd Beschormer in seinem Modell einsetzt.

Und wie fliegt er damit.
als Handsender oder Pultsender?
Weisst du mehr?

Ansonsten Frage ich mich, ist es überhaupt notwendig PCM-Empfänger einzusetzen? Was ich leider bei PCM-Empfänger vermisse ist das man nur Empfänger des gleichen Fabrikates bzw. Herstellers verwenden kann. Bei der heutigen IPD-Technik von MPX kann ich jeden Sender einsetzen.

Grüße von Kai :)

PW
14.06.2003, 17:53
Hallo,
Bernd fliegt den Sender im Pult.

Was im Innern des Fliegers ist (ich meine sogar ein Graupner Empfänger) kann ich nicht zu 100 % sagen.

Werde nächstes Wochenende (2. Wettbewerb) mal nachsehen.

Zumindest fliegt er zu 100% einen Multiplex Sender.

Den Rest kann ich Euch in ca. 10 Tagen sagen.

Kai: komm mal zum Platz, dann kannst Du die RAVEN von mir fliegen sehen.

Gruss

PW

speed
14.06.2003, 19:17
Hallo Leute,

die Diskussion um die Fernsteuermarke und ob Hand- oder Pultsender die bessere Lösung ist, ist so alt wie die Fernsteuertechnik. Ich kann da etwa 30 Jahre mitreden.

Ich habe mit Futaba (27 Mhz) angefangen, dann auf Multiplex und dann auf JR umgestiegen. Ich bin heute ein Fan von JR und PCM ich fliege aber auch (selten) MPX PPM.
Was Peter am Anfang gesagt hat ist wichtig:
Die Fernsteuerung, die funktioniert, ist am Besten.

Ich will aber noch eine Begebenheit loswerden, die mich in meiner Meinung gestärkt hat, dass die Qualitätssicherung bei JR und FUTABA wegen des höheren Ausstosses an Teilen besser ist, als bei einem Kleinserienhersteller wie MPX.

Ein Freund von mir hatte mit der MPX 4000 einen Senderausfall. Der Kommentar der Graupner Jungs auf dem Platz: Hammer drauf und dann in die Tonne. Der Pilot ist als Elektronik Entwickler in einer mittelständischen Firma tätig, in der ich auch arbeite.
Nach vielen Diskussionen wurde dann bei unserer Firma ein MC 24 Sender und der MPX Sender von der Qualtitätssicherung begutachtet.

Ergebnis: Der MC 24 Sender entspricht dem Stand der Technik.
Das Urteil über den MPX Sender war verherend! Auf einer mit SMD Bauteilen bestückten Platine waren von Hand SMD Widerstände angelötet und nicht exakt positioniert, so dass nach einiger Zeit der Sender verstimmt war.
Jedes Billig Board von Conrad (Computer PCI Karte oder so) ist besser hergestellt, als dieser Sender.
Ich bin mir sicher, dass sowas bei MPX auch eine Ausnahme ist.
Übrigens fliegt der Kollege immer noch MPX. Der neue Sender ist ok. und die QW hat das auch bescheinigt.
Auf unserem Platz ist das Verhältnis JR zu MPX etwa 50:50.
Kurzum: Meine persönliche Meinung. Und der Grund warum ich fast nur noch mit JR fliege.
Übrigens wäre in einem Schadensfall MPX nicht so leicht aus der Sache heraus gekommen.

Otto

[ 16. Juni 2003, 17:24: Beitrag editiert von: speed ]

speed
15.06.2003, 10:05
Michael,

ich bin mir schon über die Tragweite meiner Aussage bewusst. Nach mehr als 30 Jahren Modellflug ist mir natürlich auch klar, dass heute die wenigsten Abstürze auf Ausfall der Empfänger oder Sender zurückgehen. Der von mir geschilderte Fall ist aber beweisbar auf den Ausfall des Senders zurück zu führen.
Die Statistik in unserem Verein ist auch zu belegen, da wir Aussenlandungen und Abstürze im Flugbuch vermerken. Da jeder weiss, wer welches Produkt verwendet, ist der Zusammenhang leicht herzustellen.

Ich habe meine Meinung zu diesem Thema gebildet und wollte nur vermitteln warum das so ist. Ich will auf keinen Fall jemand dazu bewegen die Anlage x oder y zu kaufen. Das soll jeder für seinen Fall selbst entscheiden. Mir ist auch klar, dass Modellflieger in diesem Punkt sehr sensibel sind. Die Markentreue ist stark ausgebildet. Wer will denn nicht auf seinen "Mercedes" stolz sein.
Nimmt die Aussagen "nur" als Information. Ich habe ein Interesse daran, dass wir alle den Modellflug möglichst sicher betreiben. Leider ist die Diskussion etwas emotional, sorry.

Otto

Spunki
15.06.2003, 10:45
Guten Morgen Otto :)

>>Die Markentreue ist stark ausgebildet. Wer will denn nicht auf seinen "Mercedes" stolz sein.<<

Ich nicht! - wenn ich einen "VW-Polo" bekäme der zuverlässiger und leistungsstärker ist als die "Mercedes" dann würd ich diesen nehmen! ;) ...

Ich hatte (habe) Sender von allen drei großen Herstellern - momentan im Einsatz mc-24 ... tendiere aber mittlerweile immer stärker hin zur FC-28 ...

Grüße Spunki

Michael Baer
15.06.2003, 12:56
Hallo Leute,


Rein statistisch fallen aber etwa 10 mal mehr MPX Modelle runter als JR. und wenn das an der Technik liegt, dann ist die Erde eine Scheibe!

Wer eine vernünftige Absturzanalyse betreibt, wird feststellen, daß es wirklich noch andere Ursachen für Abstürze gibt, als eine Störung oder eine Fehlfunktion der Fernsteuerung.

Wer gibt schon gerne Fehler zu? Gerade wenn sie schon einschlägig diskutiert wurden.

"Das war 'ne Störung!" Das kann schon sein, aber nicht unbedingt immer in der Elektronik!! :D :D

Happy landings

Michael

Kurt Wächter
16.06.2003, 15:41
Rein statistisch fallen aber etwa 10 mal mehr MPX Modelle runter als JR. oh weiah, das ist hart für einen MPX-Anwender wie mich.
Aber mit dieser Statistik müssten noch mindestens 2-3 andere Statistiken verknüpft werden, um aussagekräftig zu sein.
So zum Beispiel braucht es auch eine Statistik über:
- den Charakter der MPX- und JR- Piloten hinsichtlich Zuverlässigkeit und Genauigkeitsansprüche bei den Einbauten im Modell
- Können und Erfahrung der Piloten
- Art und Komplexität der eingesetzten Modelle etc.

Gruss

Kurt

Armageddon
16.06.2003, 16:11
Hi,

ich bin überzeugt, daß man auch irgendwie die Geburtenrate mit dem Storchenaufkommen korrelieren kann. Oder anders: Glaube keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast :D

Ich kenne Eure MPX-Piloten nicht, aber ich erlaube mir mal die Frage, ob die mit aufgewickelter Antenne fliegen ;)

@PW: Mich würde mal interessieren, inwieweit bei den Wettbewerbspiloten die Failsafe-Programmierung ne Rolle spielt oder warum überhaupt fast ausschliesslich auf PCM gesetzt wird?

Gruß Kai

Holofernes
16.06.2003, 16:38
Ich weiß ja nicht wie es Anderen geht, aber ich fühle mich von Otto veräppelt. Und zwar genau mit dieser Aussage:


Rein statistisch fallen aber etwa 10 mal mehr MPX Modelle runter als JR.Entweder weiß er, dass die Aussage in der Form Unsinn ist, dann ist es vorsätzliche Veräppelung. Oder er weiß es nicht, dann ist es fahrlässige Veräppelung. Beides mag ich nicht!

Ein Gedankenexperiment:
5 Leute fliegen mit dem Fabrikat Y und 5 mit dem Fabrikat Z. Die fünf mit Y machen im Jahr insgesamt 100 Flüge, die fünf mit Z insgesamt 10 Flüge. In der Gruppe Z gab es im Jahr 2 anlagenbedingte Ausfälle, in der Gruppe Y 10 anlagenbedingte Ausfälle.
So, jetzt kann ich feststellen, ohne die Unwahrheit zu sagen, die mit dem Fabrikat Y fallen fünfmal häufiger vom Himmel als die mit dem Fabrikat Z.

Aber ebenso richtig wäre die Feststellung, mit dem Fabrikat Z gab es doppelt so viele Ausfälle wie mit dem Fabrikat Y.

Im ersten Fall wird die Aussage auf die stattgefundenen Flüge bezogen. Im zweiten Fall wird auf eine hochgerechnete, theoretische Anzahl Flüge Bezug genommen.

Solange nicht dargelegt wird, wie die Aussage zustande kommt, ist sie ohne Wert und sollte besser unterbleiben.

Uwe Jansen
16.06.2003, 17:09
geändert:
Danke Otto!

Hallo Otto!

Auch ich finde deine Aussage ziemlich daneben. Wenn du solch eine Aussage hier schreibst, dann bitte mit Fakten, sonst gehört das hier nicht hin. Du weißt, wie schnell solch ein Satz nach hinten losgehen kann. Wie kannst du das beweisen? Anhand eines Flugbuches? Na ja, ich denke, du weißt, wenn Probleme auftauchen, dann bist du für dein Geschreibsel voll verantwortlich. Das sollte dir bewußt sein. An deiner Stelle würde ich den Satz wieder löschen. Überdenke das bitte noch einmal.

Grüße von Uwe :)

[ 16. Juni 2003, 20:19: Beitrag editiert von: Uwe Jansen ]

speed
16.06.2003, 17:53
Mensch Leute,
ich habe das Zitat mit der Korelation Abstürze und Fernsteuermarke aus dem Threat genommen. Ich befürchtete zwar den Zorn der MPX Piloten auf mich zu ziehen aber die Reaktion ist doch etwas heftig, Sorry. Ich würde mir aber wünschen, dass man dieses Thema etwas emotionsloser behandeln könnte.
Das Forum wäre eine sehr gute Plattform für diese Diskussionen.
Ich wünsche mir auch, dass die Fernsteuerfirmen die Diskussion ernst nehmen und die Schwächen beheben.
Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass die Firmen auf Grund ihrer Daten feststellen könnten, welche Komponente sehr zuverlässig ist und welche weniger.
Aber wer würde das veröffentlichen.
Ich bezahle alle meine Fernsteuer-Komponenten selber und bin deshalb keiner Firma irgendwie verpflichtet. Ich bin auch kein Tester einer Fachzeitschrift. usw.

Ich will niemand veräppeln und das Zitat galt auch nur für den stark begrenzten Personenkreis unseres Vereins. Es wäre für mich aber eine Entscheidungshilfe.

Die statistische Auswertung ist gefährlich, das gebe ich zu, weil es Gottseidank nur wenige Versagen gab. Das hat Siegfried ja ausreichend begründet. Die statistischen Unsauberkeiten waren aber in dem zitierten Fall nicht gegeben.
Ich bin aber nicht in der Lage eine Liste der verwendeten Komponenten, die Wetterumstände usw. zu erstellen, da aus dem Flugbuch nur hervorgeht, ob es an diesem Tag einen Absturz gegeben hat und wer ihn verursacht hat.
Ich habe auch nicht das Flugbuch speziell nach diesem Punkt durchforstet. Es war viel mehr ein Abfallprodukt aus der Untersuchung an wievielen Stunden im Jahr der Platz benutzt wird. Auf Grund dieser Auswertung musste ich mir alle Blätter noch einmal anschauen. Da ich aber relativ oft auch auf dem Platz bin, war ich bei 75% der Vorfälle auch anwesend.

Schluss,

Otto

Holofernes
16.06.2003, 18:32
Schade Otto, dass Du die strittige Passage entfernt hast.

1. Schade, weil nun keiner mehr nachvollziehen kann, was er besser in einem Posting nicht macht.
2. Schade, weil nun diejenigen, die sich auf diese Aussage beziehen, ziemlich dumm dastehen.

Das ist doch nicht weiter schlimm, wenn mal was kontrovers diskutiert wird. Da braucht man doch nicht gleich in Deckung zu gehen...

speed
16.06.2003, 21:36
Siegfried,
Du hast recht. Mir gefällt das auch nicht. Ich hätte mir auch gewünscht, dass der eine oder andere eine Aussage über die Zuverlässigkeit der verschiedenen Fabrikate aus seiner Erfahrung macht. Ich musste leider in der Vergangenheit feststellen, dass Modellflieger teilweise vehement an ihrer Ausrüstung festgehalten haben, obwohl für alle ersichtlich war, dass die Anlage mit den Anforderungen nicht fertig wurde. Es ist auch klar, dass sich die Qualitätsmerkmale einer Fernsteuerung nur in extremeren Situationen( Empfänger nahe am Benzinmotor mit Zündung, Servos im Hubschrauber, ungünstige Anordnung von E-Motor und Empfänger z.B. Pusher und Akku vorne, Modelle mit Turbine, schnelle Modelle die weit weg fliegen, erhöhtes Vibrationen usw.)zeigen.

Es ist wohl unbestritten, dass man heute einen 40er Trainer relativ lange mit Standardservos und Standard PPM Empfängern und dem Sender der gleichen Firma betreiben kann. Ähnlich unkritisch halte ich auch Segelflugmodelle, obwohl man mit großen Modellen sehr weit weg fliegen kann. Bei diesen Modellen ist es auch nicht so entscheidend wie genau das Servosignal aufgelöst wird. In der Diskussion teilt der Teilnehmer mit seiner Anlage x oder y ja nicht mit, in welchen Modellen er seine hochgelobte Anlage einsetzt.

Interessant wird es, wenn die Anforderungen ansteigen.
Ich fliege z.B. keine Hubschrauber, habe aber immer mal wieder ein Auge darauf geworfen, was die Jungs für Servos einsetzen. Wenn man dann noch bedenkt, dass die Spitzenpiloten sehr viel trainieren ergibt sich doch ein Hinweis darauf was sich bewährt hat.

Na ja, ein Versuch war es wert. Ich sehe aber die Diskussion als gescheitert an.

Otto

Gast_00010
16.06.2003, 22:26
Jetzt habt euch mal nicht so.

Wenn ihr nach ein paar Jahren regelmäßiger Forenbesuche den xten Welchefernsteuerungbeitrag gelesen habt, wißt ihr auch, daß es irgendwann immer! zu einer albernen Markendiskussion kommt.

Das wird sich nicht ändern so lange es verschiedene Marken gibt und so lange es User gibt die mit missionarischem Eifer Ihre Kaufentscheidung als die einzig seelig machende penetrieren.

Leider kommen dabei solche Beiträge und Fragen zu kurz, die - sachlich diskutiert -einem "Suchenden" wirklich weiter helfen könnten wie zum Beispiel diese von Kai


Mich würde mal interessieren, inwieweit bei den Wettbewerbspiloten die Failsafe-Programmierung ne Rolle spielt oder warum überhaupt fast ausschliesslich auf PCM gesetzt wird?
Aus gegebenem Anlaß siehe z.B. auch hier (http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=6;t=000360).

PW
24.06.2003, 09:14
Hallo,

hatte ja gesagt, dass ich bei B. Beschorner erst später was zum Empfänger sagen kann.

Vorgestern war der 2. B-Kader; da habe ich mal reingeschaut in sein Modell. Also er fliegt einen MPX Empfänger.

Ergebnisse des Wettbewerbes zur Info:

1. Trumpp
2. Wissinger
3. Ulsamer
4. Beschorner
5. Lammel
6. Sommerlad

Die ersten 4 Piloten streiten sich um den Deutschen Meister 2003 und um die EM Quali für 2004. Entscheidend ist nun der 3. Wettbewerb.

Bei F 3A Wettbewerben wird "Hold Mode" programmiert; also das die Ruder stehen bleiben.

Die Fail Safe Funktion, dass z.Bsp. das Gas gedrosselt wird, können wir im Wettbewerbsprogramm nicht gebrauchen.

Im übrigen darf bei uns im Programm die Anlage nicht ansatzweise mal eine Sekunde ausfallen, dann ist die Figur und damit ein guter Platz weg, da alle Teilnehmer recht eng von der Leistung zusammenliegen.

Bzgl. der PCM Auflösung sind JR/Graupner und Futaba eindeutig besser als MPX im PCM System.

Da gibt es nicht zu deuteln.

Aber wie gesagt:

Die beste Anlage ist die, die nicht ausfällt.

Dass auch bei Spitzenpiloten mal die Anlage ausfällt ist klar, so letzte Woche bei R. Matt mit seiner 3 m VOTEC.

Aber in Relation zu den Flügen die gemacht werden (500-600 Starts garantiert), ist die Ausfallquote sehr gering. Und zu 90 % sind Abstürze nicht anlagenbedingt, sondern z.Bsp. druch einen defekten Akku verursacht.

Ich selber schmeisse alle 2 Jahre den Akkus raus, Quarze (gerde der Empfängerquarz wegen der ständigen Vinrationen) werden bei mit alle 2-3 Jahre ebenfalls gewechselt.

Empfänger werden ca. alle 4 Jahre zur Kontrolle geschickt gebauso wie das Sender HF Modul.

Gruss

PW

Raphael
24.06.2003, 09:58
Hi Otto,

sehr interessant, dass Segelflieger nicht so genaue Auflösung brauchen. Wir sind ja auch recht doof dass wir stundenlang, in aller Herrgottsfrühe, jede einzelne Flugphase trimmen, uns dabei um Prozente kümmern, wo andere Piloten sagen "das spürst Du doch im Flug gar nicht", superteure, hochauflösende Graupner-Digi-Servos einsetzen, nur noch das Futaba-PCM System benutzen, weil wir sonst mit Voll-Kohle-Modellen schnell an die Reichweitengrenze kommen...
Solche Segelflieger (F3B, F3J, F3F) hattest Du zwar nicht gemeint, fühlte mich aber trotzdem angesprochen.
Ich kenne bei uns im Verein niemanden (weder Heli, noch F3A noch sonstwas), der seine Modelle annähernd mit diesem Aufwand einstellt wie wir dies bei F3B tun.

Übrigens bin ich mit meiner FC28 sowie der FF9 und den Futaba-PCM-Empfängern hochzufrieden. Und es gibt Leute, die behaupten, ich würde ziemlich viel trainieren. ;)

Gruss
Raphael

Kai Jansen
24.06.2003, 15:54
Danke Peter,

für deine ausführliche Information. Jetzt bin ich mal gespannt wie weit der Bernd am Ende mit der EVO vorne steht. Ich drücke auf jedenfall allen F3A-Piloten die Daumen.

Ich bin mal auf die Zukunft gespannt, ob nicht der eine oder andere Profi auf einen Handsender, wie z.B. der MX 22, oder eben der EVO umschwenkt. Der Trend scheint ja da zu sein.

Grüße von Kai :)

Gast_2482
24.06.2003, 18:37
Hallo Kai


Jetzt bin ich mal gespannt wie weit der Bernd am Ende mit der EVO vorne steht. Egal welches Resultat Bernd schlussendlich erreichen wird; ich glaube nicht, dass sein Rang adäquat-kausal auf die gewählte Fernsteuerung zurückzuführen ist.
;)

Gruss
Jean-Claude

Roland Schmitt
24.06.2003, 22:42
Hier noch ein paar kleine Hinweise:

AM = Amplitudenmodulation, d.h. das Informationssignal wird in die "Spannungshöhe" gepackt (MW,LW,KW Radio)
FM = Frequenzmodulation, das Informationssignal wird in die Frequenz gepackt (UKW Radio)

ALLE Fernsteuerungen haben heute FM, ausgenommen solche für Spielzeuge.

PPM = Das Informationssignal ist analog
PCM = Das Informationssignal ist digital

Unterschied Schritte/Signalwiederholung:
Die Anzahl der Schritte sagt nichts über die Wiederholrate aus!
Ich versuche es mal zu erklären. Nehmen wir mal ein Servo: ganz links ist Schritt 1, Servo ganz rechts ist Schritt 512, 1024 oder 2048. Die (maximal möglichen) Servos bekommen nacheinander ihr Stellposition mitgeteilt, unabhängig davon wie diese ist. Dies wird dann permanent wiederholt. Diese Wiederholrate ist jedoch ebenfalls von Bedeutung, ob es eben zum Beispiel bei der Steuerung des Servos von links nach rechts Zeit-x oder Zeit-y dauert, bis diese neue Stellpostion mitgeteilt wird.
In einem der Beiträge wurde davon gesprochen das eine Modell mit PCM weicher fliege, folglich liegt das nicht an einer zu geringen Auflösung, sondern an einer geringeren Wiederholrate. Soweit ich mich entsinne ist das auch der Knackpunkt bei MPX-PCM, eine geringere Wiederholrate, aufgrund einer anderen Bitcodierung.
Ursache hierfür dürfte sein das bei MPX alle Kanäle gleich schnell (oder langsam) und gleich oft übertragen werden.
Die Auflösung, also Anzahl der Schritte ist meines Erachtens eher unbedeutend. Bei 90° sind es bei 512 Schritten immerhin 0,17° pro Schritt. (Vielleicht rechnet noch jemand den Winkelweg aus.)

Gruß
Roland

PW
25.06.2003, 10:25
Hallo Jean-Claude,

das hast Du mit Bernd recht.

Gottseidank kann man bei keiner Herstellerfirme die Hände von einem Herrn CLPR kaufen.

Denn letztendlich kommt es immer noch primär auf den Piloten und nicht die Fernsteuerung an; und das ist gut so.

Gruss

PW

Wigens
25.06.2003, 12:10
Hallo Freunde,

eigentlich habe ich mir vorgenommen, zu diesen "Glaubensdiskussionen" nicht mehr zu schreiben, jetzt juckts mich aber doch.

Den Aussagen von PW kann man nur zustimmen, das ist einfach so.

Zum Thema MPX habe ich folgende subjektive persönlche (und nur so soll das bitte interpretiert werden!) Erfahrung: Ich habe über ein Jahrzehnt MPX, zuletzt die 3030 geflogen. Den Bedienungskomfort dieser Anlage halte ich noch heute für absolut spitze, hier konnte JR erst mit der MC 24 einen Level erreichen, der damit einigermaßen mithalten kann. Im Laufe der Jahre hatte ich immer wieder meine "mysteriösen" Abstürze, von denen ich heute der Meinung bin, daß einige zu Lasten der Anlage gingen. Trotzdem bin ich bis zu einem katastrophalen Wochenende im Frühjahr 1995 MPX treu geblieben. Dabei habe ich eine Woche vor dem ersten Wettbewerb mein Nr. 1 Modell verloren nd die Nr. 2 schwer beschädigt. Beide Abstürze verursacht durch massivste Störungen. Ich habe die 3030 damals per Fußtritt entsorgt (Trockener Kommentar von Noldi Peyer dazu in herrlichem Schwizerdütsch:"Das hättest Du mal vorher tun sollen!!") und habe am Montag darauf eine MC 20 gekauft. Seit einigen Jahren fliege ich nun die MC 24. Seit dem habe ich nicht einen Absturz mehr durch Störung gehabt (Klopf auf Holz!!!). Das ist doch schon was, oder!!???

Noch eine Episode: Vor einigen Jahren haben wir einen Wettbewerb gehabt, wo alle MPX Piloten nach Hause gefahren sind, weil sie dermaßen Störungen hatten, daß sie nicht fliegen konnten. Futaba und JR gingen problemlos. Das sagt zumindest aus, daß die MPX auf einen offensichtlich vorhandenen Störpegel reagiert hat, wo die anderen noch keine Problem hatten.

Zum Thema Sponsoring: Wie Peter schon gesagt hat, ist es ein Irrglaube, daß es in der Kunstflugszene ein großes Sponsoring gibt, wenn man, so wie ich ein paar gute Ergebnisse vorweisen kann, darf man mal vorsichtig fragen was es denn so gibt. Einige Lieferanten gewähren dann Sonderkonditionen, geschenkt bekommt man lange noch nichts. Auch ich bezahle mein Equipment, und ich werde den Teufel tun, irgend etwas schön zu reden. Wenn ich heute Schwierigkkeiten habe mit meiner Ausrüstung, dann habe ich keine Probleme, daß öffentlich kund zu tun und ggf. auch zu wechseln.

In diesem Sinne

Grüße

christian

speed
25.06.2003, 22:51
Hallo Raphael,
ich glaube ich muss mich zu Deinem Kommentar nicht äussern. Du hast Recht und niemand hätte unter meiner Bezeichnung "Segelflieger" ein F3B Gerät identifiziert. Übrigens gilt dieser Kommentar auch für einen Trainer, wie z.B. dem Graupner Taxi usw.

Übrigens konnte am Sonntag wieder eine Seite unseres Flugbuchs zur statistischen Auswertung der Fernsteuerausfälle rerangezogen werden.
Elektromodell Hummel (400er mit Getriebe), ausgerüstet mit den deutschen Markenfabrikat..Fehler: Bei Seitenruder Vollausschlag im Gleitflug, läuft der Motor und das Höhenruder auf Vollausschlag. Das ist besser als eine völlig verblödete PCM Fail Save Speicherung. Schade nur, dass sich das Problem nicht durch Totalschaden gelöst hat. Die Anlage wird eingeschickt und taucht in wenigen Tagen wieder auf. Und die Statistik für dieses Produkt wird nicht besser!
Wigens: Dem ist Nichts hinzu zu fügen. Ich war mit Noldi 1989 in Cheasepeak auf der WM. Schlaues Kerlchen.
Otto

Andreas Scholl
26.06.2003, 15:26
Ich möchte jetzt auch mal meinen "Senf" dazu geben:

Wir sehen immer nur isoliert die Sender-Empfänger-Problematik. Was ist mit den anderen Komponenten? Servos verschiedener Hersteller in einem Modell, Turbinenelektronik, Ventilelektronik, Akkuweichen, Kreisel, Akkus, Kabellängen.......

Das Zusammenspiel muss funktionieren, und dann ist mir relativ wurscht, welcher Hersteller auf welchem Prodult steht.

Ich muss doch als Kunde in der Lage sein, alle Produkte in Kombination von verschiedenen Herstellern einzusetzen! Denn es ist kein Hersteller in der LAge, ALLE Produkte, die ich brauche, aufeinander abgestimmt, zu liefern.

Und so lange das nicht funktioniert, muss ich den harten steinigen Weg von "Versuch-und-Irrtum" gehen.

Beispiel: Am Anfang der Turbinenfliegerei flog ich eine F5 mit 2 Sophia-Turbinen und JetCat-Elektronik. Als Sender setzte ich den wunderbaren MPX 4000 mit dem Empfänger RxDS12 ein. Eine Superkombination, die alle meine Anforderungen erfüllte: Große Reichweite, 12 Kanäle, absolut betriebssicher. Als dann die JetCat P80 auf den Markt kam, funktionierte diese Kombination nicht mehr. Wem will ich jetzt die Schuld geben? MPX oder JetCat?

Das bedeutete für mich die Suche nach einer neuen funktionierenden Kombination, die ich dann auch mit der MC24 und den SPCM bzw. DS-SPCM-Empfängern gefunden habe.

Ich halte die MC4000 nach wie vor für eine Spitzenanlage, nur für den Zweck, den ich verfolgte konnte ich sie leider nicht verwenden.

So muss halt jeder selbst sehen, wie er glücklich wird, denn ich glaube nicht, daß es sich heutzutage Hersteller erlauben können, richtig SCHLECHTE Produkte auf den Markt zu geben.

Dafür ist der Verbraucher viel zu informiert - z.B. über solche Foren wie hier - oder?

Andreas

Kai Jansen
26.06.2003, 17:15
Hallo Zusammen!

@Andreas!
Tolle Worte.

Ich denke auch das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten spielt eine große Rolle. Ich benutze nun schon seit vielen Jahren MPX-Fernsteuerungen. Störungen sind mir fremd, und nicht einen Absturz durch Anlagenausfall. Ich verwende immer MPX Empfänger, aber Servos setze ich meist andere Marken ein.

Wenn ich mal so alles hier geschriebene durch meinen Kopf gehen lasse, ist der Satz von PW, mit der Funktionieren Anlage der Beste. Alle Fabrikate haben was für sich. Und wie man diese letztendlich einsetzt spielt auch einen kleine Rolle. Für die Segelflieger ist MPX der Hit, für die meisten Motorkunstflieger eher Futaba oder Graupner.

Wenn PW mal ein anderes Fabrikat eines Vereinskollegen in die Hand nimmt, z.B. meine, merke ich keinen Unterschied seiner Flugkünste. Der ist halt Profi.

Es ist doch auch eine Glaubensfrage mit der Anlage. Ich z.B. „hänge“ an MPX, warum auch immer, andere eben an Futaba oder Graupner.

Grüße von Kai :)

Kurt Wächter
26.06.2003, 19:25
hallo zusammen

ich finde das Thema sehr spannend und die Erfahrungsbeiträge höchst informativ . Meine Meinung dazu habe ich im sehr ähnlich gelagerten Thema "Störung durch Elektronik" geäussert.

Gruss

Kurt