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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Raven mit 5,2m Spannweite



SW
03.05.2004, 14:03
Hallo Großmodellflieger,

ich habe mal wieder bei Weidner Modellbau (http://www.weimo.net) reingeschaut und festgestellt, dass bei 3,75m Spannweite doch noch nicht Schluß ist. Weidner baut gerade an einem Raven mit den gigantischen Maßen von 5,2m Spannweite! Bin schon auf den Flugtag gespannt, wo der "Rabe" vorgeflogen wird. Hier (http://www.raven520.de) geht´s zum Raven!

Alex G
03.05.2004, 14:35
Hi
Man ist die Dick,Man :) :eek: :D
Spaß an:Muss aber leicht gebaut werden wenn der Motor schon 14,5 KG hat,bleiben noch 10,5 für den Rest,ich würde eine beplankung mit 05mm Sperrholz empfehlen :cool: Spaß aus

sunnywelt
03.05.2004, 16:59
Das ist ja schon fast abnormal!
Es ist schön anzuschauen und gut zu wissen, daß es die Technik und die Möglichkeiten gibt, aber ob das noch "Modellbau" ist?!?!
MFG
Sunny

Martin Seehafer
03.05.2004, 17:24
Genau.
Ist genau so wie bei Michels 747: Interessant, dass man sowas bauen kann, aber schon zu abgedreht, als dass ich davon träumen würde, auch sowas zu haben.

Philipp S.
03.05.2004, 18:09
Hi Leute,

die Michels Boeing geht ja noch! Aber so eine Raven ist schon echt abnormal. Sehe keinen Sinn in solchen Konstruktionen ausser Wettrüsten. Wer leistet sich sowas? Niemand ausser Millionäre!

Trotzdem Hut ab vor der konstruktiven Leistung und nehmt die Kritik net so übel!

Grüße
Philipp

cord
03.05.2004, 18:15
Hab mal in der Nähe von Orlando ein schönes Modell der Corsair gesehen. 82% Corsair (http://www.corsair82.com/)

IMHO macht das dann wieder Sinn.

Gruss
Cord

airtech-factory
04.05.2004, 07:24
Hallo,

stellt sich mir die Frage warum er das nicht gleich als UL Flugzeug baut und dann selbst damit fliegt.. :confused:

Aber trotzdem: http://www.mb-w126.de/smilies/i33.gif

Randolph
04.05.2004, 22:03
Hallo zusammen,

ich finde es Klasse, was Weidner hier macht!
Neuland zu betreten war schon immer innovativ und kreativ! Zeigt neue Grenzen auf und ist diskussionswürdig! Stellt das bereits vorhandene in Frage und öffnet neue, unbegrenzte Horizonte und Möglichkeiten!
Aus den Ergebnissen die daraus folgern, können wir und die Modellbauindustrie nur lernen.

Was wäre die Luft- und Raumfahrt ohne diese Pioniere? ........ NICHTS! :confused:

Grüße,
Randolph Brömer

f3d
06.05.2004, 11:07
Hallo meine lieben Kunstflugfreunde.

Ich habe den gleichen 4 Zylinder 3W Motor XXXXXXXXXX, wie er für die große Raven vorgesehen ist. ca. 600ccm und 60PS
Der Motor war in einem RC Modell Delta mit 2,5m Spannweite als Druckmotor montiert.
Damit ist das Modell gemessen 520 km/h schnell geflogen. XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

MFG Michael

-------------------
Verkaufsanzeigen gehören in die Börse.
Jean-Claude Spillmann, :rcn: - Moderator

[ 06. Mai 2004, 22:19: Beitrag editiert von: Spillmann Jean-Claude ]

plinse
06.05.2004, 13:44
Moin,

naja immerhin sind sie so realistisch dem Projekt nicht gleich eine Bestellnummer zu geben sondern es als Forschungsobjekt zu betrachten, siehe auch hier:

http://www.raven520.de/html/body_warum_baut_man_solch_ein_flugm.html

Aber Pioniere sind für mich etwas anderes. Es wurden auch schon Flugzeuge 1:1 ferngesteuert geflogen, um z. B. Selbstrettungssysteme zu testen, wo sich keiner reinsetzen wollte. Es wird halt alles nur halb so warm gegessen, wie es auch gekocht wird und:


...

Es gibt niemanden den man um Rat fragen kann bezüglich der technischen Anforderungen an ein solches Modell. Flugbelastungen lassen sich durch Ingenieurleistung berechnen, sie müssen aber danach in die Praxis umgesetzt werden. Diese Herausforderung obliegt uns.

...

ist doch etwas hoch gegriffen. Als ob die Ingenieure des Restes der Welt nur für den Rundordner unter dem Schreibtisch rechnen und Papier beschmutzen würden...
Es gibt da ganze Firmen, die den lieben langen Tag nichts anderes machen, nur später setzen sich meistens Menschen da rein und zugelassen müssen die Dimensionierungen dann auch werden - ok ein zulassungspflichtiges Modell wird das ja auch werden.

Dann müssen die sich nur mal an die "Profis" wenden, das Ding ist schliesslich auch "nur" irgendwo zwischen einem Original und einem normalen Modellflugzeug angesiedelt und selbst bei den Originalen sind die verschiedensten Bauweisen aufgeboten. Vom Faserverbundflügel bis zu Alu...

Für ein Modellflugzeug ist es aber zugegebenermassen ein ziemlicher Aufwand und so wie man im Modellbau oft mit Pi mal Daumen dimensioniert, kann man hier nicht mehr rangehen - sollte man zumindestens nicht.

Es ist somit aber lange noch kein Neuland sondern nur der Übergang vom amateurhaften Bau eines Modellflugzeuges zu hoffentlich zunehmend professionellem Vorgehen, was aus Modellbaueraugen ja durchaus Neuland sein kann, wenn man die Welt der Originale bisher erfolgreich verdrängt hat.

Sogesehen ist es interessant, wie sich das Projekt entwickeln wird. Ein besonderes Augenmerk sollte man aber später darauf richten, ob der Flieger öfterst geflogen wird und ob die Struktur sich verändert, denn erst nach einigen Flugstunden kann man die Leistung wirklich beurteilen. Habe nämlich letztens den vorderen Rumpfbereich bis Übergang in den Motordom eines grossen Kunstflugmodells betrachtet und die komischen, ungleichmässigen Wölbungen stammten bestimmt nicht aus der Form - komischerweise hing bereits ein Schild dran: "zu Verkaufen" . Und es war natürlich ein ganz tolles Modell.

Steffen
06.05.2004, 13:50
Als ob die Ingenieure des Restes der Welt nur für den Rundordner unter dem Schreibtisch rechnen und Papier beschmutzen würden... Tja, alles Theoretiker. Haben halt keine Ahnung davon, was wirklich richtig ist.

Nur der echte Modellbauer weiß, wie sowas geht.

Ciao, Steffen

Immerhin habe ich vor kurzem endlich mal ein Modell gesehen, wo wirklich alle Faseranbindungen korrekt und fasergerecht waren. Ach hoppla, das war ja ein Ingenieur...

Benjamin Bellmann
06.05.2004, 14:12
Bombastisches Modell,willst du dir das KAufen=?

Steffen
06.05.2004, 15:44
Original Bombastisches Modell,willst du dir das KAufen=?Nee, ist mir zu klein, ich will sowas in 1:1 haben...

Ciao, Steffen

Daniel Just
06.05.2004, 19:32
Also ganz unbebautes Neuland ist so ein Projekt nun wohl nicht, würde ich sagen:

http://www.gsal.org/projects/Robt_Sawyer/70Staud.htm
http://www.ukiahpropbusters.org/staudacher/

Aber keine Sorge, ich will das keineswegs kleinreden, bloss musste ich ob des von Eike zitierten Abschnitts von o.g. Webseite auch etwas hüsteln...

Grüße,

Daniel

Randolph
06.05.2004, 19:35
Hallo zusammen,

ich sag es ja immer wieder: Ein Klasse Forum!

Man trifft hier eben nicht nur den Otto-normal Modellbauer wie mich, sondern Experten wie Plinse und Steffen. Super gut, das Ihr Euch hier zu Wort gemeldet habt!
Lasst uns Großmodellliebhaber hier nicht hängen. Erklärt uns mal, wie ein Profi wie Ihr solch ein Projekt umsetzt.
Was gilt es besonders zu beachten? Wie können wir z.B. ein solches "Projekt" aus der grauen Theorie in die alles entscheidende Praxis übersetzen?
Schließlich soll das Projekt vom „Reißbrett“ heraus super toll fliegen, statisch einwandfrei aufgebaut und zudem noch super leicht sein. Es gibt so viele Dinge zu beachten, aber Ihr wisst das anscheinend. Ich glaube, nicht nur ich möchte gerne von Euch mehr zu diesem Thema sehen und lernen! Denkt bitte daran, das hier nicht alle Luft- und Raumfahrt studiert haben...!

Wäre einfach toll von Euch, wenn Ihr das tun würdet. Ich für meinen Teil, erachte solche Projekte/Entwicklungen als innovativ und zukunftsweisend. Wohlwissend, das hier ganz sicher ( O.K. für Euch Profis ja nicht ) Probleme auftreten werden, die im Vorfeld von uns Kretins :D keine Berücksichtigung fanden!
Also, berichtet mal von Euren Großmodellkonstruktionen. Bilder und Zeichnungen sagen mehr als tausend Worte .....! ;)

Viele Grüße,
Randolph Brömer

[ 06. Mai 2004, 21:55: Beitrag editiert von: Randolph ]

Sebastian Lorenz
06.05.2004, 22:19
Original erstellt von Daniel Just:
Also ganz unbebautes Neuland ist so ein Projekt nun wohl nicht, würde ich sagen:

http://www.gsal.org/projects/Robt_Sawyer/70Staud.htm
http://www.ukiahpropbusters.org/staudacher/

Aber keine Sorge, ich will das keineswegs kleinreden, bloss musste ich ob des von Eike zitierten Abschnitts von o.g. Webseite auch etwas hüsteln...

Grüße,

DanielDie Bob Sawyer Staudacher ist meines wissens aber immer noch nicht geflogen.

[ 06. Mai 2004, 22:20: Beitrag editiert von: BastiLor ]

Steffen
07.05.2004, 12:19
Stimmt, super Forum hier.

Vor allem die praktischen Modellbauer, die ja auch ohne Ingenieursknowhow so viele schöne Sachen machen.

Randolph, wo sind denn Deine eigenen Entwürfe? Müssen keine Großmodelle sein, die kleinen Dinger reichen.

Was Plinse und ich so schon gemacht haben, kannst Du binnen weniger Sekunden über Google rauskriegen, brauchen wir ja hier gar nicht zu bringen.

Ansonsten: faszinierend ist so ein Projekt schon, nur die Behauptung, dass das nur und ausschliesslich durch praktische Versuche in die Realität umgesetzt werden kann ist schon ziemlich dreist. Schade nur, dass viele Leute in der Szene vollständig Beratungsresistent sind, wenn man versucht ihnen zu erklären, mit welchen Kleinigkeiten man eine Struktur ohne Gewichtszuwachs noch besser machen kann.

Das ist kein Modell mehr, das ist ein Flugzeug und das muss man entsprechend auslegen.

Mal schauen ob der Flieger über 100 Betriebsstunden kommt...

Ciao, Steffen

Der größte Feind des Fortschrittes: "Das haben wir schon immer so gemacht."
Der zweitgrößte Feind: "Das haben wir noch nie so gemacht."

Dennis Schulte Renger
07.05.2004, 12:45
Hi Steffen!!

Die Lasten der Raven wurden von einem, in der Modellbauszene nicht unbekannten, Ingeneur berechnet und fasermäßig ausgelegt.

Steffen
07.05.2004, 13:02
Hi Dennis,

weiß ich, aber laut der Ravenseite doch nur die Grundauslegung. Ich frag ihn einfach mal selbst wie der Entwurf tatsächlich lief.

Ist aber interessant, dass einerseits Ingenieure als dummtrottelige realitätsfremde Theoretiker dargestellt werden, andererseits aber dringend darauf hingwiesen wird, dass ein Guru beteiligt ist (wobei Dietrich ja gar kein Guru ist, sondern ein guter Ingenieur).
Irgendwie zwiespältige Argumentation ;)

Ciao, Steffen

Dennis Schulte Renger
07.05.2004, 13:10
Hi Steffen!!

Ich habe bestimmt keine "Ingenieure als dummtrottelige realitätsfremde Theoretiker dargestellt"

Bin schließlich selber dabei einer zu werden *grins* Von daher würd ich mich ja selber in die Pfanne hauen :D

W. Schruefer
07.05.2004, 14:06
... und wahrscheinlich war der Erbauer der Webseite ob des Anblickes des hübschen Mädchens auf dem ersten Bild so durcheinander, dass er aus der Staudacher eine "70% Stadaucher" daraus gemacht hat :D :D :D ...



http://www.ukiahpropbusters.org/staudacher/

Yeti
07.05.2004, 14:36
Hi Dennis,

war sicherlich nicht an dich gerichtet ;) Es gibt hier manchmal eine latent aggressive Grundhaltung gegenüber Usern, die (auch) was von den theoretischen Hintergründen verstanden haben. Allgemein wird von den "Praktikern" wohl davon ausgegangen, dass sich die Kenntnis theoretischer Zusammenhänge und handwerkliches Geschick gegenseitig ausschließen :D

Dietrichs Fachgebiet ist übrigens die Flugmechanik und nicht die Strukturmechanik. Dass er trotzdem 'ne Menge Ahnung davon hat, passt vermutlich besser ins Bild des kongenialen Modellbauers, der es schon irgendwie im Gefühl hat, wie's richtig ist :D

Dabei zeichnet einen guten Ingenieur aus, dass er verstanden hat, dass man die Wirklichkeit nicht berechnen kann, sondern nur stark vereinfachte Modellvorstellungen und Idealisierungen der Wirklichkeit. Die Kunst besteht dann "nur noch" darin, eine Idealisierung zu wählen, die trotzdem alle wesentlichen Effekte berücksichtigt. Und dafür braucht man dann doch wieder Erfahrung (die Dietrich ohne Zweifel hat) ;)

Sobald man seinen Erfahrungshorizont erweitert, ist auf jeden Fall besondere Sorgfalt angebracht und gründlich darüber nachzudenken, ob denn alles das, was man so bisher gemacht hat ("was sich in der Praxis bewährt hat"), denn auch weiterhin funktionieren wird, oder ob da Effekte in den Vordergrund treten, die man bis dahin problemlos vernachlässígen konnte ("das haben wir schon immer so gemacht").

Da könnten sich ja eigentlich die "Praktiker" und "Theoretiker" prima ergänzen. Und es soll sogar ausgezeichnete Handwerker geben, die wirklich gut darin sind, physikalische Effekte zu erkennen und sofort eine passende Lösung parat zu haben, wenn irgendwo ein Problem auftaucht. Genauso wie wie es tatsächlich Leute gibt, die eine umfangreiche theoretische Ausbildung absolviert haben und trotzdem keine zwei linken Hände haben :eek:

Gruß Yeti

Dashpilot
15.06.2004, 20:26
Schon echt toll,

aber irgenwo haben die Jungs doch einen Knall - hat die Kohle für den Flugschein und ne Richtige nicht gereicht?
Mich nervt dieser gigantismus - jeder meint noch größer besser und toller sein zu müssen -

Warum baut ihr das Teil nicht mal 2:1 nach dann wär die Show echt auf eurer Seite und nebenbei könntet ihr dann noch Rundflüge für Elefanten anbieten.

Das schlimme daran ist doch das man dann den Leuten später vorgaukelt, das sich so was auch Ottonormalpilot leisten und bauen kann - und plötzlich wundert sich die ganze Welt das einem so ein Ding auf den Kopf fällt -

Wo liegen denn die Festigkeitkriterien? Bei wieviel G?

Bau mal einen G-Messer in eine X-Maschine ein und flieg mal ein 3D programm ihr werdet erstaunt sein, was da für eine Belastung draufkommt. Und genau hier liegt meines Erachtens das Problem - Wenn im Manntragenden einer Kunstflugmacht, ist im Normalfall der Pilot das schwächste Glied, wenn er es übertreibt, dann macht kriegt er nen Blackout und weis das war zu heftig - ein Modell hat diese Sicherheitvorkehrung jedoch nicht - oder werden etwa "Selbststabilisierungssysteme" eingebeut, die das Modell von Überbelastung abhalten? Neeee - also -
Was hindert dann den Modellpiloten über die berechneten Belastungen zu fliegen?

Jetzt seid ihr dran -

Ich kenne den Ing. der die Berechnungen gemacht hat auch und halte ihn absolut für kompetent dies Zutun, das hat er immer wieder bewiesen - nur meine Bedenken liegen darin, wie kann man sicherstellen das diese Berechnungen eingehalten werden und nicht überschritten werden?

Wenn ich mich nicht Irre hat eben dieser Ing. mal einen Versuch mit einem G.Messer in einem X-Flieger gemacht und beim normalen Programm sind da dann 26 g rausgekommen.

Sollte das Ding fliegen - seid V O R S I C H T I G !!!!

Frank

[ 15. Juni 2004, 20:33: Beitrag editiert von: Dashpilot ]

TST
15.06.2004, 21:49
Sollte das Ding fliegen - seid V O R S I C H T I G !!!!

Frank[/QB]Dieser Meinung bin ich auch. Stellt euch mal vor das Ding rauscht in eine Menschengruppe. Egal aus welchem Grund. Einige werden nicht mehr aufstehen. Und ich kann mir die Schlagzeile der Presse ziemlich genau vorstellen. Bei einen "Modellflugzeug" das beinahe so groß ist wie ein manntragendes. Nur eben ein "Spielzeug" mit Fernsteuerung. Wir alle werden das dann ausbaden müssen. Also, ich glaube es reicht mit dem noch größer und noch größer und noch ......
Wir sind eine Minderheit, politisch gesehen. Und wenn wir nicht achtgeben, dann riskieren wir womöglich bei unserem wunderschönen Hobby drastisch eingeschränkt zu werden.

W. Holzwarth
15.06.2004, 23:30
Bleibt nur anzumerken, daß auch ein nur halb so großer Flieger noch genügend kinetische Energie mitbringt. Kostenmäßig sähe es ja deutlich günstiger aus.

;) Aber wir hams ja. Auch wenn auf breiter Front die Arbeitsplätze hier hops gehen ..