PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Yak 54 Eigenbau



schnabelschnut
13.02.2011, 08:47
Moin Moin

Ich bin grade dabei eine Yak 54 selbst zu fräsen und zu bauen. Spannweite wird ca 1,80 m werden.
Gewicht rechne ich so zwischen 4-5 kg.
Fliegen würde ich sie gerne elektrisch, nun die frage an die Experten mit was für einer benötigten Leistung müsste ich rechnen.
Motor ? Zellenanzahl ?

Dks Gruß Dirk

von_richthofen
13.02.2011, 09:42
Moin moin,

willst du nicht erstmal deine Ultimate fertig machen, bevor du was neues anfängst? Da warte ich schon seit September auf einen Erstflugbericht :D Oder hast du sie in der Zwischenzeit heimlich fertig gebaut, ohne uns es wissen zu lassen?^^

Was die Yak angeht: Fliegst du lieber mit hohem Strom oder lieber mit hoher Spannung? Soll es noch für 3D reichen, oder genügt dynamischer Kunstflug?

mfg Der Baron

schnabelschnut
13.02.2011, 10:51
Erwischt........Zur Ulti die hat bis jetzt nur einen Motortest hinter sich, ich wollte im Winter ansich noch ein paar Sachen ändern...Betonung auf wollte. Problem Ulti ist auf dem Campingplatz und ich hier !!!!!
Asche über mein Haupt......

Zur Yak.....3 D wäre nett, aber der ganze Antriebsstrang sollte sich finanziel im Rahmen bewegen, also kein High End. Vernünftige Teile zu einen angemessenem Preis.
Zellenzahl hatte ich so an 6-8 s gedacht ( dA 3s und 4s vorhanden) oder ist das nicht möglich?

gruß ein sich schämender Dirk ;)

von_richthofen
13.02.2011, 11:27
Ja dann schere dich gefälligst auf den Campingplatz und mach hin, ich will ein Flugvideo sehen... :D

Möglich ist prinzipiell alles, die Frage ist nur, welche Rahmenbedingungen für dich akzeptabel sind. Für 3D solltest du min. 400 W/kg Abfluggewicht anpeilen. Bei 5 kg ergibt dass dann 2 kW Eingangsleistung und bei typischerweise 3,6 V/Zelle unter Last sind das bei 6S mal eben 92 A. Da läuft kein bezahlbarer Antrieb der Welt im Bereich des optimalen Wirkungsgrades, auch nicht bei Teillast. Bei acht Zellen geht der Strom auf 70 A runter, was schon deutlich angenehmer ist. Wenn es mein Modell wäre, würde ich mit 10 Zellen planen (55 A im Maximum). Wenn schon diverse verwendbare Vierzeller vorhanden sind, sollte es mit 8S aber auch gehen. Das Problem ist halt, dass die dafür notwendigen HV-Regler einiges kosten und wenn sie dann auch noch hohe Ströme vertragen müssen, wirds um so schlimmer. Momentan plane ich an einem ähnlichen Projekt herum. Wenn es finanziell drin ist, soll mein nächstes Modell eine Yak 54 von Staufenbiel mit 1,95 m Spannweite und etwa 5,2 kg Abfluggewicht werden. Die bekommt dann einen Dymond AL-6364 an 10 Zellen mit einer Metts E 18x10 verpasst. Das ergibt 2,3 kW Eingangsleistung bei max. 67 A. Eventuell tuts auch eine 18x8 (61 A), aber das muss dann natürlich erst die Flugerprobung zeigen. Wenn man im Durchmesser auf 21 Zoll hoch geht, erzeugt der Motor an acht Zellen eine ähnliche Leistung, allerdings steigt dann der Strom auch auf knapp 80 A. Da musst du dir jetzt selber die Gretchenfrage stellen, was dir lieber ist (Hochspannung oder Hochstrom). Wenn du das Gewicht bei 4 kg halten kannst (was ich bei deiner "robusten" Bauphylosophie aber ehrlich gesagt eher bezweifle :D), würde sich die ganze Sache natürlich sofort entschärfen. Dann wären 8S meiner Ansicht nach optimal.

mfg Der Baron

schnabelschnut
13.02.2011, 11:35
Ja dann schere dich gefälligst auf den Campingplatz und mach hin, ich will ein Flugvideo sehen... :D

Wenn du das Gewicht bei 4 kg halten kannst (was ich bei deiner "robusten" Bauphylosophie aber ehrlich gesagt eher bezweifle :D), würde sich die ganze Sache natürlich sofort entschärfen. Dann wären 8S meiner Ansicht nach optimal.

mfg Der Baron

Booooo "robuste Bauweise" bombensicher vermutlich noch............:cool::cry:
Da ich ja neuerdings fräse und nicht mehr "dekupiere" und auch ich noch lernfähigbin habe ich die hohe Kunst des Lochfräsens entdeckt.
Rumpf wird in 3mm Pappel mit viel Luft.......aber ich bin trotzdem mal auf das Rumpfgewicht gespannt.

Gruß Dirk

von_richthofen
13.02.2011, 11:46
Die robuste Bauweise war ja nicht böse gemeint :D Aber wenn ich mich so an deinen Baubericht der Ultimate und v.a. die verwendeten Materialstärken erinnere, dann drängt sich dieser Gedanke irgendwie auf^^ Naja, wenn du jetzt ne Fräse hast, kann man die Eigenbauten in Sachen Gewicht ja gleich auf ein ganz anderes Niveau heben. Irgendwann muss ich mir auch noch mal so ein Teil anschaffen. Ich würde vorschlagen, dass du dich am besten an der Bauweise käuflicher Konstruktionen orientierst, zumindest würde ich es so machen. Bei den Kisten von Sebart und Extremeflight (nur mal als Beispiele) bestehen die Rümpfe ja im wesentlichen aus wenigen Spanten und ein paar dünnen Leisten um sie zusammen zu halten. Ansonsten ist nur dort Material, wo der Akku, der Motor, das Fahrwerk und die Flächen gehalten werden müssen. Wenn du diese Bauweise kopierst, sollte das eigentlich was werden. Die Arbeit macht dann ja im Wesentlichen die Fräse. Ich bin auf alle Fälle schon auf den Baubericht gespannt (keine Diskussion, du machst einen !!! :D)

mfg Der Baron

schnabelschnut
13.02.2011, 12:17
Ach ja ?????????????

schnabelschnut
13.02.2011, 14:02
Okay da mein Holz leider aufgebraucht ist.....ein paar Bilder

Rumpfmittelteil 3mm Pappelsperrholz
Fahrwerksaufnahme 6mm Flugzeugsperrholz
Ich war etwas verschwenderisch mit dem Holz, gestern hatte ich noch 1 qm :rolleyes:

von_richthofen
13.02.2011, 21:26
Sieht jetzt schon geil aus. Und Nachschub an Holz kannst du dir ja morgen direkt besorgen^^

schnabelschnut
25.02.2011, 19:05
Moin Moin

Mal kurz ein Update ...zum Stand der Dinge

von_richthofen
25.02.2011, 19:10
Schönes Ding. Ging ja jetzt recht fix mit den profilierten Leitwerken und sie stehen dem Modell auf alle Fälle besser als eine ebene Platte.

schnabelschnut
26.02.2011, 18:12
Hilfeee ich bin zu blöd....

ich versuche schon den ganzen Tag zwischen 2 existierenden Spanten ein Zwischenspant zu zeichnen.
Leider besitze und kann auch nur 2D Cad (QCad) und damit schaffe ich es nicht.

Jemand ne Idee oder ein geniales Tool zur Hand ?

Gruß Dirk

von_richthofen
26.02.2011, 18:21
Moin,
beschreib das Problem mal etwas genauer. Soll der Spant linear interpoliert werden? Wenn ja könntest du einfach den Strahlensatz anwenden.

mfg Der Baron

schnabelschnut
26.02.2011, 19:45
2 bestehende Spanten von denen ich eine Cad zeichnung habe mit einem Abstand von 280 mm die durch grade verlaufende Stringer (Holme) verbunden sind.
Dazwischen hätte ich gerne noch einen zu zeichnenden Stützspant um den Rumpfrücken etwas zu stabilisieren.

Strahlensatz hab ich leider in der Baumschule nie gelernt ;)

Gruß Dirk

von_richthofen
26.02.2011, 20:09
Das ist jetzt zwar kein Strahlensatz, aber mehr als die Mathematik der 7. Klasse braucht es dafür auch nicht...

Oder wenn der Spant genau mittig zwischen den beiden anderen sitzen soll, gehts auch ganz leicht mit b_Stützspant = 0,5 x (b1 + b2)

schnabelschnut
26.02.2011, 20:46
Okay ..das heißt ich müsste um an die Umrisse des neuen Spantes zu kommen jeden markanten Punkt ( wo sich die Kontur ändert) in der Höhe einzeln ausrechnen.
Das wird natürlich in dem breich der oberen Rundung echt tricky.


Dirk

von_richthofen
26.02.2011, 21:05
Naja, wenn dieser Stützspant einfach nur zwischen die bolzengeraden Stringer kommen soll, skalieren alle Maße mit dem gleichen Faktor. Du brauchst den nur für ein Hauptmaß ausrechnen (z.B. die Breite oder Höhe), und dann alle restlichen Maße damit multiplizieren. Oder vergrößere/verkleinere gleich den kompletten Nachbarspant, wenn das mit QCad geht.

schnabelschnut
26.02.2011, 21:17
okay dks für die Tipps ich schlaf mal drüber.....;)

schnabelschnut
27.02.2011, 11:05
Moin Moin.....Also einfach mit nem Faktor( Breite gewünschter Spant/Basisbreite bestehender Spant) skalieren klappt nicht. Die breite des neuen Spantes stimmt zwar dann aber die Rundung ist nicht korrekt.

Gruß Dirk

Johannes G
10.04.2013, 15:16
:cool:

Johannes G
10.04.2013, 17:34
:cool:

Hello,

Ich bin gerade am konstruieren eines Kunstflugzeuges mit 1,2m , das in meinen Gedanken einer Yak-54 gleicht (sehr viel mehr als so was wie den kleinen Baron vom fmt-bauplan habe ich noch nicht gebaut, deshalb wird das eine richtige Herausforderung vür mich, semiscale fang ich noch nicht an...)
Ich stehe vor dem Problem, dass ich die Motorhaube aus Gfk rund gestalten werde - wie bei der Yak 54 auch. bei mir wird die 100mm im Querschnitt haben, die Spanten vorne also 9,8cm plus 1mm Beplankung.
Bis zu den Tragflächen hin muss ich allerdings gerade Seiten haben - ich weiß aber nicht, wie ich von einem Kreis zu einer elypsenform mit geraden Seiten komme - ich kann ja nicht einfach den Kreis aufteilen und dazwischen zwei Geraden ziehen - der Rumpf wird ja nach Hinten auch dünner und kriegt kleinere Radien auf dem Rumpfrücken.
Außerdem resultiert aus dem Problem oben, dass ich die Stellung der Auschnitte für die Rumpfgurte an den Rumpfspannten an die richtige Stelle setzen muss ,in meinem Fall 8x (5x5mm) Leisten. Übertrieben gesagt: Ich kann na nicht die Gurte an einem Kreis machen und bei dem nächsten Spant an ein Viereck.
Ich kann das Problem nicht so gut beschreiben und hoffe, dass mir trotzdem Jemand weiterhelfen kann - bei der großen Yak ist das ja schließlich genauso gelöst worden. (Klasse Projekt übrigens!!!)

Johannes
Ps: du sagtest ja, früher hättest du das mit einer Dekupiersäge gemacht hast und jetzt mit einer cnc-fräse.
a) Wie viel kostet so eine cnc-Fräse mit allen Zusätzen? (für mich als minderjähriger Schüler kommt so etwas ja sowieso nicht in Frage, aber man wird ja wohl träumen dürfen...)
b) bleibt sonst noch etwas anderes übrig, als die 3-6mm Rumpfspannten mit einer Dekupiersäge aus dem Holz zu schneiden? Mit einer Laubsäge wird das ja wohl nichts, da man ja in mehrere Dimensionen verrutschen kann...
c) was für eine Dekupiersäge - ich habe an die kleine von proxxon für ca. 100 Euro gedacht - ist die gut für so etwas?

Johannes G
10.04.2013, 17:52
Hier den Link zur Dekupiersäge, die ich ins Auge gefasst habe:

http://www.fluidonline.de/proxxonmicromot/tisch-geraete-passendes-zubehoer/proxxon-dekupiersaegen-ds460-dsh-ds230/proxxon-27088-dekupiersaege-ds-230-e-ds230-e/a-524/

Herzlichen Dank an alle, die mir weiterhelfen können,
Johannes G

von_richthofen
10.04.2013, 19:02
Moin,

klar geht sowas mit einer Laubsäge. Lies (oder scrolle) dich mal durch diesen Baubericht (http://www.rclineforum.de/forum/board19-fl-chenflugmodelle/modellflug-allgemein/329993-baubericht-dornier-do-23-2-2-m/?highlight=). Den Vogel habe ich praktisch NUR mit Laubsäge und Cuttermesser zurecht geschnitzt. Du brauchst halt runde Sägeblätter (die allseitig schneiden können) und ausreichend Geduld. Ich mache das immer so, dass ich beim Sägen etwa 0,5...1 mm Abstand zu den endgültigen Konturen des Bauteils lasse. Wenn man dann ein wenig unsauber arbeitet, ruiniert man nicht gleich das Teil. Der Rest wird dann mit der Dremel oder, wenn es richtig präzise werden muss, mit einem Schleifklotz von Hand gemacht. Präziser wird das mit einer Dekupiersäge auch nicht, bei der musst du das Werkstück ja auch von Hand führen, also kannst du dich genau so vertun.

Grüße, Hagen

Johannes G
10.04.2013, 19:25
Moin,

klar geht sowas mit einer Laubsäge. Lies (oder scrolle) dich mal durch diesen Baubericht (http://www.rclineforum.de/forum/board19-fl-chenflugmodelle/modellflug-allgemein/329993-baubericht-dornier-do-23-2-2-m/?highlight=). Den Vogel habe ich praktisch NUR mit Laubsäge und Cuttermesser zurecht geschnitzt. Du brauchst halt runde Sägeblätter (die allseitig schneiden können) und ausreichend Geduld. Ich mache das immer so, dass ich beim Sägen etwa 0,5...1 mm Abstand zu den endgültigen Konturen des Bauteils lasse. Wenn man dann ein wenig unsauber arbeitet, ruiniert man nicht gleich das Teil. Der Rest wird dann mit der Dremel oder, wenn es richtig präzise werden muss, mit einem Schleifklotz von Hand gemacht. Präziser wird das mit einer Dekupiersäge auch nicht, bei der musst du das Werkstück ja auch von Hand führen, also kannst du dich genau so vertun.

Grüße, Hagen

Hey,
Was heißt das, mit dem Dremel - ich habe einen von Dremel, benutze ich dann den Aufsatz zum Schleifen? die sind ja rund, und eine gerade Fläche wird damit nur ruiniert, da sich der Aufsatz so dreht, dass man auch nicht den schweren Dremel sauber führen kann - oder verstehe ich da etwas falsch?
Vielen Dank,
Johannes G

von_richthofen
10.04.2013, 19:58
Das war schon genau so gemeint, wie ich es geschrieben habe. Bauteil in die linke Hand, Dremel in die rechte, als Werkzeug den Schleifpapierdorn bei ca. 25.000 U/min und dann die Dremel unter LEICHTEM Druck gleichmäßig an der Kante entlang führen. Um die 0,5...1 mm abzutragen, muss man die Kante natürlich ein paar mal abfahren, mehr als 5...10/100 mm pro Scheifgang sind selten drin. Alles darüber erfordert zu viel Druck, das erzeugt zu viel Hitze und man ruiniert sich das Schleifpapier. Wenn man es richtig macht und keine zwei linken Hände hat, dann wird die Kante fast bolzengerade. Wie gesagt, wenn es GANZ exakt werden muss, nehme ich für den letzten 1/10 mm einen Schleifklotz mit 120er bis 320er Körnung. Ein wenig Fingerspitzengefühl braucht es dafür natürlich...

Johannes G
11.04.2013, 16:45
Vielleicht schaffe ich mir ja statt einer elektrischen Laubsäge ja einen proxxon Schleifteller an - denn mit dem Dremel kann ich wegen des geringen Radius nur Schlangenlinien schleifen.:o
Aber wie soll ich das jetzt mit der halb ovalen Rundung machen - bei der großen wurde das j auch gelöst.
Gruß, Johannes G