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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ultraschall Reinigung



Gerrit Voet
16.02.2011, 22:33
da ich nun wieder meine alten Venturischreihälse aktivieren will stehe ich vor dem Problem: wie krieg ich die verharzten Biester wieder frei und anschließend sauber. In der Verangenheit habe ich nie derart verharzte Motoren gereinigt, da hieß es einfach demontieren Reinigung mit Kaltreiniger, anschließend mit warmen Wasser abspülen, ölen und wieder montieren.
So würde ich das jetzt auch wieder machen, mit dem Unterschied, dass ich derart verharzte Motoren in Heißem Wasser wieder gängig machen würde um sie zu demontieren und nach der Kaltreinigerbehandlung möchte ich die äußeren Ablagerungen mit Hilfe eines Ultraschall Reinigungsbades entfernen möchte (soeben in ebay geschossen).
Spricht etwas gegen diese Vorgehensweise? Lieber gängig machen mit Heissluftgebläse? Wer hat Erfahrungen mit Ultraschallreinigung?
Gruss
Gerrit

Gerrit Voet
16.02.2011, 23:14
Der OS ist demontiert, das gängig machen funktioniert mit einem Heissluftföhn einwandfrei für den Propellermitnehmer muss ich mir morgen noch einen Abzieher schnorren.
Gruss
Gerrit

MarkusN
17.02.2011, 06:23
Meine Erfahrung mit Ultraschallreinigung ist sehr bescheiden. Habe allerdings nur ein ganz billiges Teil mit wenig Leistung (eBay geschossen tönt allerdings auch nicht viel besser...)

Was ich kürzlich auspropbiert habe und gut funktioniert: Ethylenglykol (Frostschutz, der gute Stoff, mit dem die Österreicher den Wein panschen.) eine Nacht lang bei ca. 80°C (Tip aus dem amerikanischen Forum.) Das weicht den Rizinus-Siff gut auf. Evtl. geht auch Synthetiköl, das ist ja etwas ähnliches (Polyglykole).

Bernd Langner
17.02.2011, 07:16
Hallo Gerrit

Ja mit dem Heissluftföhn bekommt man das wieder gängig. Ich habe wie Markus auch ein Ultraschallbad versucht leider auch mit mässigen Erfolg. Das Gerät war auch ein einfaches Modell von Lid.... Ob ein Industriegerät besser geht kann man ja probieren.

Das von Markus genannte Prozedere mit Glykol kannt ich noch nicht aber es gibt viele Tips in diese Richtung (Bremsflüssigkeit , ATFöl etc.). Auf keine Fälle Backofenreiniger funktioniert zwar mit einigen aber bei längerer Einwirkzeit läuft das Alu an.

Ich baue die Motoren immer auseinander und koche sie in Seifenwasser danach mit einer harten Bürste einfach abschrubben (im warmen Zustand).
Eventuell meldet sich ja Burki zu dem Thema der hat bestimmt auch einige Tricks oder auch Willi.
Warum Abzieher bei OS FP oder La sitzt der Mitnehmer locker auf der Welle achte bitte auch bei diesen Motoren auf die Anlaufscheibe hinter dem Mitnehmer,

Gruß Bernd

Willi_S.
17.02.2011, 09:56
Hallo.

Also zum Anlösen von 'Alt-Rizinus' sind die bekannten Verfahren ja schon erwähnt worden. Statt Seifenwasser, wie Bernd es nimmt, kann man auch eine Lauge aus einem 'guten' Waschpulver (Pers.. o.ä.) nehmen und die Motorteile darin 'garen'. Aber Vorsicht! Waschpulverlösung wirkt bei Wärme unter Umständen sehr aggressiv auf viele Arten von Alu-Teilen. Also nach der Reinugung mit der Bürste gut mit warmem Wasser abspülen und nach dem Trocknen einölen.

Der Mitnehmer beim OS Max H sitzt mit einem Spannkonus auf der Kurbelwelle, nicht mit einer Abflachung wie beim LA. Nach gutem Erwärmen hilft meist ein beherzter Schlag mit dem Gummihammer um die Kurbelwelle auszutreiben. Dabei steht das Gehäuse plan auf der Gehäuserückseite auf!
Statt Gummihammer kann man auch ein Stück Holz und einen normalen Hammer nehmen.
Der Mitnehmer ist mechanisch nicht so fest aufgespannt, das verharzte Öl hat sich mit der Kurbelwelle 'verbacken'. Aber bei ausreichender Erwärmung sollte der Mitnehmer sich mit leichtem Schlag bewegen lassen. Ist er einmal gelöst, geht er leicht herunter.

Gruß
Willi

Gerrit Voet
17.02.2011, 13:01
vielen Dank für eure Tips, jetzt weiss ich also, dass ich mir den ebaykauf des Ultaschallbades besser verkniffen hätte:rolleyes:
Damit sind wir wieder bei den herkömmlichen Methoden. Wie gesagt war die von mir favorisierte Methode einlegen in Kaltreiniger und anschliessend heiss abspülen unter Wasser. Die von Willi vorgeschlagene Seifenlauge ist ja offenbar nicht so harmlos, so, dass ich denke die Glykolgeschichte zu probieren. Irendwas in mir sträubt sich dagegen Glykol auf 80° zu erhitzen. Ich werde das im Herd machen Fostschutzmittel für die Scheibenwaschsnlage in Marmeladenglas mit Motorenteilen und über Nacht bei 80° garen lassen. Ich werde das Marmeladenglas verschliessen und ein Loch in den Deckel pieksen, und hoffe so keine Bombe gebaut zu haben. Vorher werde ich meine Feuerversicherung kontrollieren. Der Zylinderkopf sowie die Kolbenoberseite haben mächtig Ölkohle angesetzt ich frage mich ob das überhaupt gut ist, diese wieder zu entfernen.
Sollten die äußeren Verschmutzungen so nicht in den Griff zu bekommen sein hab ich noch eine Idee.
Strahlen mit Glasperlen oder Backpulver, kommt auf einen Versuch an, http://www.hobbyking.com/hobbyking/store/uh_viewItem.asp?idProduct=9797
Gruss
Gerrit

MarkusN
17.02.2011, 13:21
Irendwas in mir sträubt sich dagegen Glykol auf 80° zu erhitzen.Ist kein Problem, Siedepunkt ist bei fast 200°C. Glykol wird ja auch in Kühlkreisläufen eingesetzt deswegen.

Kontrolliere aber vorsichtshalber die Temperaturregelung Deines Backofens, die sind häufig nicht so genau. Die Amerikaner nehmen einen sogenanten "Crock Pot", das ist ein Gerät zum Langsamgaren. Die werden IDR mit zwei Stufen angeboten, die höhere geht bis gegen 100°C. Bei dieser Temperatur läuft Alu im Glykol offenbar an.

Bernd Langner
17.02.2011, 14:45
Hallo Gerrit


Ich werde das im Herd machen Fostschutzmittel für die Scheibenwaschsnlage in Marmeladenglas mit Motorenteilen und über Nacht bei 80° garen lassen
Bringt meine erachten nichts da Frostschutz für Scheibenwaschanlagen auf Alkoholbasis sind.
Zum Mitnehmer hat Willi alles gesagt ich dachte es wäre ein FP beim H sieht das anders aus.

Gruß Bernd

Gerrit Voet
17.02.2011, 14:54
das mit dem Siedepunkt hatte ich auch sofort ergoogled, nichtsdestoweniger handelt es sich bei dem Scheibenreinigerfrostschutz um brennbares Material, ich möchte nicht, das sich ein Gasgemisch in meinem Ofen bildet, das ich nicht abschätzen kann. wohmöglich werde ich von der nächstenPizza betrunken:D. Gut dass Du erwähnst, dass die 80° nicht überschritten werden sollen, ich werde, wie Du schreibst, den Ofen vorher kontrollieren.
Gruss
Gerrit

SHOESTRING
17.02.2011, 15:19
vielen Dank für eure Tips, jetzt weiss ich also, dass ich mir den ebaykauf des Ultaschallbades besser verkniffen hätte:rolleyes:
Damit sind wir wieder bei den herkömmlichen Methoden. Wie gesagt war die von mir favorisierte Methode einlegen in Kaltreiniger und anschliessend heiss abspülen unter Wasser. Die von Willi vorgeschlagene Seifenlauge ist ja offenbar nicht so harmlos, so, dass ich denke die Glykolgeschichte zu probieren. Irendwas in mir sträubt sich dagegen Glykol auf 80° zu erhitzen. Ich werde das im Herd machen Fostschutzmittel für die Scheibenwaschsnlage in Marmeladenglas mit Motorenteilen und über Nacht bei 80° garen lassen. Ich werde das Marmeladenglas verschliessen und ein Loch in den Deckel pieksen, und hoffe so keine Bombe gebaut zu haben. Vorher werde ich meine Feuerversicherung kontrollieren. Der Zylinderkopf sowie die Kolbenoberseite haben mächtig Ölkohle angesetzt ich frage mich ob das überhaupt gut ist, diese wieder zu entfernen.
Sollten die äußeren Verschmutzungen so nicht in den Griff zu bekommen sein hab ich noch eine Idee.
Strahlen mit Glasperlen oder Backpulver, kommt auf einen Versuch an, http://www.hobbyking.com/hobbyking/store/uh_viewItem.asp?idProduct=9797
Gruss
Gerrit
Hallo Gerrit
ich vermute ,
das U-Schall Gerät ist nur für Goldschmuck,Armbanduhr und Zahnersatz geeignet.
Def. zu schwach .
TIP , manche Motorradwerkstätten oder Vergaserrep. Dienste verfügen über eine
leistungsfähigere U-Schall Anlage zur Vergaserreinigung .
Jedoch ist die U-Schall Reinung für unsere Alu-Spritzgußteile (Motorgehäuse) eher bedenklich.
Die hier angewandte Frequenz kann feinste Haarrisse , (Legierung und Alter d. Gehäuses), produzieren.
Für deinen OS 40 H , "ALLERBESTE" Wahl für deinen Komet,
würde ich Waschbenzin,Zahnbürste und WD-40 benutzen ,sonst nichts.
MfG Peter

MarkusN
17.02.2011, 17:56
Bringt meine erachten nichts da Frostschutz für Scheibenwaschanlagen auf Alkoholbasis sind.
Basst scho, Ethylenglykol ist ein Alkohol, einfach ein höherer. Habs kürzlich ausprobiert (Mit Frostschutz für Scheinwaschflüssigkeit), ein gründlich eingeharztes Reso-Rohr sah nachher aus wie neu. Ich kam mit meinem Reiskocher allerdings nur auf etwa 60°C, damit haben die zäheren Verharzungen, da wo das Riszinus im Motorbetrieb etwas heisser wurde, doch noch ziemlich Widerstand geleistet.

AAAB507
17.02.2011, 21:09
Vor einiger Zeit hab' ich mir zum Airbrush & Co. saubermachen über Ebay einen etwas größeren Ultraschallreiniger (Emmi 20) zugelegt.
Das Ding hat ordentlich Leitstung und heizt auch bei Bedarf...

Grüßle, Alex

Rüdiger
18.02.2011, 12:24
Tach zusammen,

Vorsicht bei Waschmittellauge, das kann bei OS-Motoren zum Einschwärzen des Alus führen, sieht dann aus wie schlecht eloxiert.

hth,

Rüdiger

Gerrit Voet
19.02.2011, 00:51
so, der Motor ist in seine Einzelteile zerlegt, den Kolbenring hab ich noch nicht demontiert, da habe ich etwas Resprkt vor, da ich bei einem 10erWebra bei der Gelegenheit den Ring uerstört habe.
Wenn das bei diesem Motor passiert werde ich wohl keinen Ersatz mehr kriegen. Weiss jemand ein Geheimniss, wie ich den Ring verschonen kann?
Beim stöbern auf diversen Fesselflugseiten habe ich den Eindruck gewonnen, dass der Nobler ein super old time stunter ist. Ist der besser als der Aeronaut Komet nach Plan gebaut, ohne Betonbauteile? Ist der Komet vieleicht robuster? vor 30 Jahren habe ich mir den Kometplan zugelegt weil das mein nächstes Projelkt werde sollte, leider kam eine Fernsteuerung dazwischen, deshalb wollte ich da weitermachen, ich erwarte jedoch deutlich bessere Leistungen als mit Sherif, Matador Meteor und Konsorten, ausserdem stelle ich mir vor durch einen grösseren Flieger längere Leinen fliegen zu können und somit mehr Zeit für Figuren zu haben als bei 2,5ccm Fliegern. Angefangen zu bauen bin ich noch nicht, es kann aso problemlos ein Nobler werden ich bräuchte lediglich einen Plan. Vor 30 Jahren haben wir hier 1,5-3,5 ccm geflogen aber wir haben nur unser eigenes Süppchen gekocht, eine Veranstaltung haben wir nie besucht, das werde ich dieses Jahr nachholen.
Gruss
Gerrit

Bernd Langner
19.02.2011, 09:59
Hallo Gerrit

Also ein größeres Modell fliegt wirklich ruhiger und du hast auch längere Leinen.
Ich selber habe auch erst vor 3 oder 4 Jahren angefangen Fesselflugzeuge zu bauen und zu fliegen. Angefangen habe ich mit einem Koala von C.Maikis Motor 3,5cc Webra Glow.
Dann kam die Me 109 ebenfalls Brettrumpfmodell von C.Maikis. meiner Meinung das optimale Modell um einzusteigen. Das Modell fliege ich mit einem OS 46 LA an 16m Leine.

Der Nobler ist auch ein sehr schönes Modell und es gibt auch Pläne zum nachbauen.
Eventuell starte doch einen Neuen Beitrag zum Modellauswahl hier unter Ultraschallreinigung über Modelle zu diskutieren paßt nict so ganz.

Gruß Bernd

AdV
19.02.2011, 11:33
Moin,


Weiss jemand ein Geheimniss, wie ich den Ring verschonen kann?

in dem du den Ring auf den Kolben lässt. Vorausgesetzt, der Ring kann sich frei in der Nut bewegen.

Gruß Armin

Willi_S.
19.02.2011, 14:07
Hallo.

Also der Nobler ist sozusagen der Urvater aller modernen Kunstflugzeuge. Mit einem Nobler ist man sogar heute noch in F2B Fesselkunstflug konkurrenzfähig - natürlich nicht mit einem Fox 35 als Antrieb.

Der Aeronaut Komet ist eigentlich nur ein müder Abklatsch der Vorläufergeneration zum Nobler wie auch Graupners CUGAR (Modelle ohne 'große' Flaps). Aber in OldTimeStunt fliegen alle drei sehr gut.

Ein Plan zu einem Nobler-Äquivalent wäre z.B. der ROBBE Maximus oder eben das 'Original' dazu, der 'GRONDAL-NOBLER'. Den Maximus-Plan gibt es im Paul Hucke Archiv, den Plan für den Grondal-Nobler ist vergangenes Jahr erst neu in der amerikanischen Zeitschrift 'FLYING MODELS' erschienen. Ich bin aber sicher, daß Pläne für diese Modelle auch irgendwo im weltweiten Netz unterwegs und damit 'downloadbar' sind.

Wenn du gar nicht erst bauen willst, dann gibt es den NOBLER als Fertigmodell von TopFlite - sollte auch in Deutschland zu bekommen sein. Für alle diese Modelle ist dein OS Max 40 H sehr gut geeignet. Allererste Wahl wäre auch hier wieder OS LA 46, möglichst aber die blaue Ausführung. Denn mit der jetzt aktuellen uneloxierten Version scheint es hier und da Schwierigkeiten beim Laufverhalten zu geben.

Gruß
Willi

Bernd Langner
19.02.2011, 18:33
Hallo Willi


Denn mit der jetzt aktuellen uneloxierten Version scheint es hier und da Schwierigkeiten beim Laufverhalten zu geben.

Ansich haben die daran doch nichts geändert ausser die Blaue Farbe wegelassen (ist kein Eloxal).
Ich habe jedenfalls nur die blanken und habe bis jetzt keine Problme damit.
Einziges Mank teilweise die Dichtung des hinteren Deckels.

Gruß Bernd

Gerrit Voet
19.02.2011, 19:08
ich bin guter Dinge, was die Aubereitung des alten MAX angeht, im Falle eines Scheitern wird ein 45 LA fällig, dann aus den Staaten mit Venturi, ich hoffe, dass die neue naturbelassene Version ok ist, weil, blaue Motoren finde ich irgendwie albern.
Bernd, irgendwie hat dieser Threat ein Eigenleben entwickelt was am Thema vorbei geht, kannst Du da was machen? Nur mal aus Neugier, was würde passieren, wenn ich meinen Webra Speed 50 ABC da einbauen würde, das Übergewicht könnte ich durch Rückverlegung des Motors kompensieren.
Gruss
Gerrit

Willi_S.
20.02.2011, 13:41
Hallo Gerrit.

Ich möchte trotz des neuen threads noch auf die Frage nach dem Webra 50 antworten.

Natürlich könnte man den WEBRA SPEED 50 ABC in den Komet einbauen. Durch kürzen des Vorderrumpfes und einbringen diverser Verstärkungen könnte man ihm dann einen ordentlichen Arbeitsplatz verschaffen - aber ich glaube nicht, daß du damit glücklich wirst. Abgesehen von dem enormen Gewichtszuwachs (wesentliche Verschlechterung der Flugeigenschaften) ist auch das Laufverhalten ganz anders als die 'gebräuchlichen' Motoren. Der Motor wird in den Figuren enorm hochdrehen, da nützt dann auch geringste Steigung am Propeller nichts mehr und er wird dir 'den Arm ausreissen'. Vielleicht könnte man den WEBRA im Resorohrbetrieb ein wenig zähmen, aber dann mußt du das Rohr anschaffen und passende Propeller. Zu dem Preis kaufst du besser einen neuen Motor.
Verstärkungen im Flügel der Komet sind dann ein absolutes MUSS. Lass es lieber, du verdirbst dir die Freude am Fesselflug.

Es gibt allerdings einen WEBRA Motor, der sich eignen würde. Die Amerikaner verwenden sehr viel den WEBRA 32. Entweder im Rohrbetrieb oder mit leicht veränderten Steuerzeiten mit Schalldämpfer. Er ist leicht und stark und ersetzt also einen 40er oder 45er Motor. Ich habe selbst noch keinen ausprobiert, meine Information stammt aus amerikanischen Quellen. Ich glaube aber, Claus Maikis hat mal einen verwendet.

Gruß
Willi

SHOESTRING
20.02.2011, 14:56
Hallo.

Also der Nobler ist sozusagen der Urvater aller modernen Kunstflugzeuge. Mit einem Nobler ist man sogar heute noch in F2B Fesselkunstflug konkurrenzfähig - natürlich nicht mit einem Fox 35 als Antrieb.

Der Aeronaut Komet ist eigentlich nur ein müder Abklatsch der Vorläufergeneration zum Nobler wie auch Graupners CUGAR (Modelle ohne 'große' Flaps). Aber in OldTimeStunt fliegen alle drei sehr gut.

Ein Plan zu einem Nobler-Äquivalent wäre z.B. der ROBBE Maximus oder eben das 'Original' dazu, der 'GRONDAL-NOBLER'. Den Maximus-Plan gibt es im Paul Hucke Archiv, den Plan für den Grondal-Nobler ist vergangenes Jahr erst neu in der amerikanischen Zeitschrift 'FLYING MODELS' erschienen. Ich bin aber sicher, daß Pläne für diese Modelle auch irgendwo im weltweiten Netz unterwegs und damit 'downloadbar' sind.

Wenn du gar nicht erst bauen willst, dann gibt es den NOBLER als Fertigmodell von TopFlite - sollte auch in Deutschland zu bekommen sein. Für alle diese Modelle ist dein OS Max 40 H sehr gut geeignet. Allererste Wahl wäre auch hier wieder OS LA 46, möglichst aber die blaue Ausführung. Denn mit der jetzt aktuellen uneloxierten Version scheint es hier und da Schwierigkeiten beim Laufverhalten zu geben.

Gruß
Willi

Hallo Willi ,

ich muß Bernd zustimmen .


Meine beiden OS LA 46S Silver(USA) laufen SUUUPER 4-2-4 und springen von Hand und
Stoppuhr nach dem 2.-3. flick an.(Kerze ENYA No.3).

Die blaue Farbe gewährleistet keine optimale Kühlung bzw.
die erforderliche Ableitung der endstehenden Temperatur wird eher dadurch behindert.
Thermisch gesehen ein FLOP.
D.h. das Motorgehäuse speichert besser die Hitze,
der Motor bleibt länger heiß nachdem er abgestellt wurde.

Bei Vollverkleidung ,Synthetiköl und ausreichend Nitro hatte schon so manch unserer
Radio K.üppel Piloten seine Schwierigkeiten ,überhitzen,sauer-flame-out - "NOTLANDUNG".

Mein Sprit-Mix: 20%Rizinus+75%Methanol+5%Nitromethan
und der OS Traktor zieht die Kuh vom Acker ohne mullen und zu knullen.

MFG Peter

modelldidi
21.02.2011, 22:36
Meister Propper hilft innerhalb von 10 Minuten.
den in Propper eingeweichten Motor
mit einer harten Zahnbürste dann kräftig Schrubben.
Heißes Wasser aus dem Hahn drüber und auf die warme Heizung legen.
Innerhalb von 10 Minuten ist der Motor Neuwertig.
Die Lager gleich gegen neue austauschen. Sind eh standart Lagerware.
Mit HD Motoröl wieder zusammen Bauen.
Damit Rostet es nicht. Kein Syntetik, das hat keine Rosthemmende Eigenschaften.
Um die Nut des K-Ringes zu Reinigen mit Uhmacher Schraubendreher den Schmodder über den Spalt entfernen.
So habe ich schon etliche Motore Gereinigt.

Gruß klaus

Willi_S.
22.02.2011, 09:21
Hallo Bernd und Peter.

Es gibt 2 Fälle, wo der silberne LA 46 nicht so funktionierte wie die Vorgängermodelle. Freund und Vereinskollege Wolle K. hat einen originalen LA 46 CL aus den USA bestellt, eingebaut und es war kein konstanter und schöner Motorlauf zu erreichen! Wir haben mehrere Tage probiert, mit unterschiedlichen Propellern, unterschiedlichen Spritzusammensetzungen, aber es war kein konstanter Motorlauf erzielbar! Im Endeffekt hat er einen Super Tigre G 51 eingebaut, der läuft in dem Modell jetzt fantastisch.
Beim 2. Fall war ich auch dabei, mit ähnlichen Symptomen, da weiß ich im Moment nicht mehr so genau wer es war, aber das Ergebnis war unbefriedigend und ich meine da werkelt jetzt wieder die blaue Version im Modell.

Gruß
Willi

SHOESTRING
23.02.2011, 08:31
Hallo Bernd und Peter.

Es gibt 2 Fälle, wo der silberne LA 46 nicht so funktionierte wie die Vorgängermodelle. Freund und Vereinskollege Wolle K. hat einen originalen LA 46 CL aus den USA bestellt, eingebaut und es war kein konstanter und schöner Motorlauf zu erreichen! Wir haben mehrere Tage probiert, mit unterschiedlichen Propellern, unterschiedlichen Spritzusammensetzungen, aber es war kein konstanter Motorlauf erzielbar! Im Endeffekt hat er einen Super Tigre G 51 eingebaut, der läuft in dem Modell jetzt fantastisch.
Beim 2. Fall war ich auch dabei, mit ähnlichen Symptomen, da weiß ich im Moment nicht mehr so genau wer es war, aber das Ergebnis war unbefriedigend und ich meine da werkelt jetzt wieder die blaue Version im Modell.

Gruß
Willi

Hallo Willi ,

ich bin absolut kein Fan v. Ferndiagnosen , aber das Problem kommt mir bekannt vor.
Die schwarzen Kunststoff Gehäusedeckel neigen zu lecken(Gasleck).
Wenn der Gehäusedeckel nicht absolut dicht ist (lokalisieren mit Leckspray)
kann dies zu den beschrieben Problem, unregelmäßiger Motorlauf, führen.
Ein Austausch geg. Aludeckel+ neuer Dichtung sollte Abhilfe schaffen.
Unsere Kollegen aus Übersee (Stunt Hangar,Stuka-Stunt) hatten ebenso schon Ihre Problemchen damit.
Mein TIP: Austausch gegen Alu Deckel+ Dichtung und der Motor sollte zuverlässig brummen.
Falls nicht , Garantie Karte ausfüllen und den Montags-Sake-Motor zurück an OS .

MfG Peter

Gerrit Voet
23.02.2011, 14:47
Motor ist gereinigt, über Nacht in Glykol bei 80° aussen an richtig heiss eingebrannten Stellen ist ein bräunlicher Schimmer geblieben, na ja da werd ich wohl mit leben. Für die Energie die da bis jetzt rein geangen ist hätt ich auch einen neuen LA bekommen, aber das war ja nicht das Ziel. Probelauf steht noch aus aber da wirds keine Probleme geben. Bilder einstellen muss ich noch üben:D
Gruss
Gerrit

tc-115
23.02.2011, 16:17
Hallo Gerrit,

die Reinigung der Verharzung würde ich mit einer Trockeneisstrahlung beheben.

MfG
Henri

Burki
23.02.2011, 22:34
Moin moin,
ich restauriere Modellmotoren schon seit mehr als dreißig jahren und sage jetzt mal,
um Fette oder Öle zu lösen, bedient man sich bestens mittels Lösung in Wasser.
Dazu brauchts einen Emulgator. Der ist in Seife ausreichend enthalten. Am Besten ist Gallseife, es tut aber auch gewöhnliche feste Handseife.

Ultraschallreiniger sind durchaus nützlich. Man sollte aber bedenken, daß sie mittels Medium anhaftenden Schmutz, öle, Farben und Fette lösen. Mehr nicht, sie transportieren diese nicht fort.
Man muß also die gelösten Stoffe noch mechanisch entfernen.
In der Praxis bedeutet dies, man muß ein beschallte Wälzlager noch ausspülen, z.Bsp.

Ich habe Versuche mit sehr leistungsfähigen Laborgeräten gemacht.
Die besten Ergebnisse wurden mit erhitztem Methanol und anderen Alkoholen gemacht.
Aber Vorsicht, die Alkoholdämpfe eignen sich hervorragend zu einer Explosion bei Funkenbildung im Raum!!!
Es geht auch hervorragend mit Seifenwasser von Handseife.

OS LA.
Die Wärmeableitung über die äußere Oberfläche wird bei Methanolmotoren weit überschätzt. Etwa 70-80% der Kühlung wird durch die Verdampfungskühlung des Methanols erreicht.
Deshalb führe ich die hier angemerkten Probleme mit RC Motoren nicht auf die blaue Lackierung der Gehäuse zurück.

Die Plastikdeckel der LA haben einen großen Nachteil:
Werden diese mehr als handfest angezogen, so verziehen diese sich. Im Bereich der Schrauben liegt die Dichtfläche am Gehäuse an, der Rest wird durch Wölbung undicht.
Einen einmal derart verzogenen und heißgemachten Deckel kann man eigentlich in die Tonne kloppen.
Also bei neuen Motoren diese Deckel nur handfest anziehen. Lieber die Schrauben mit mittelfestem Schraubenfest sichern.

Und wie AdV schon anmerkte, muß man den Kolbenring zum Reinigen der Ringnut in den seltesten Fällen demontieren. Es reicht in den meisten Fällen, den Ring unter Reinigungsflüssigkeit etwas zu bewegen und anschließend gut zu spülen.

Grüße
Burki

Gerrit Voet
25.02.2011, 00:08
Hallo Burki,
das st ja super, Du bist Motorenrestaurator, dann bist Du mein Mann. Die Reinigungsmathode mit dem Seifenwasser hab ich auch schon probiert. Aber auch da hab ich nicht alles abbekommen. Im Auslassbereich blieben die Rückstände sehr hartnäckig. Bei der Glykolmethode ist das nicht viel anders, aber seis drum. Heute war mein alter Glo Star dran. Mit Föhn gängig gemacht, demontiert und dann kams, nachdem ich die Laufbuchse demontiert habe wäre der Kolbenbolzen dran gewesen. Der hat sich jedoch beharrlich geweigert rausgedrückt zu werden. Zugabe von Waschbenzin um auszuschliessen, dass es sich um hartnäckige Verharzung handelt brachte keine Besserung. Mit einem Buchendorn und sanfter Gewalt war auch nix zu machen. Ich hab kapituliert und den ganzen Batzen im Glykol versenkt. Kann es sein, dass der Kolbenbolzen verbogen ist und sich dadurch weigert rausgedrückt zu werden? Das scheint mir am wahrscheinlichsten. oder hast Du eine andere Idee? Ich hatte den Motor mal an einen Neuling verliehen und weiss nicht wie der bei dem behandelt wurde. Ja ja ich weiss, die eigene Frau und die Motoren verleiht mann nicht, aber meine Frau wollte der nicht.............
Gruss
Gerrit

Gerrit Voet
25.02.2011, 01:54
Jetzt kommts noch schlimmer, ausser dem vorgenannten Glo Star habe ich noch 2 andere, die ich damals als Jugentlicher je 3 Tankfüllungen fett durcklaufen lassen habe und dann wieder zurück in den Karton. Diese Motoren hab ich bis heute nicht mehr gebraucht, da damals danach durch eine Fernsteuerung nur noch RC geflogen bin. die beiden eigentlich neuwertigen Glo Stars lassen sich auch unter Zuhilfenahme des Heisluftföhns nicht bewegen. Von einem hab ich jetzt Rückdeckel und Venturi abgenommen und ein Glykolbad bei 80° verpasst. Nach ner halben Stunde bei ca 70° hab ich den aus dem Ofen genommen und nochmal probiert zu drehen, nix. Ich hoffe, dass sich das morgen früh anders darstellt, sonst sehe ich für die beiden Motoren schwarz.
Gruss
Gerrit

Bernd Langner
25.02.2011, 07:06
Hallo Gerrit

Ich würde die Motoren noch etwas wärmer machen 70 -80° reicht nicht.Meine Methode Handschuhe und ein Heissluftgebläse. Auch der Backofen geht Temperatur 100 - 150° dann sollten auch die hartnäckigen festsitzenden Motoren sich lösen lassen.

Vorher eventuelle Kunstoffteile oder Dichtungen demontieren.


Gruß Bernd

Burki
25.02.2011, 08:37
Gerrit,
versuche es mal mit fließend heißem Wasser und Seifenschaum.

Einfach den Motor mit aufgeschraubtem Propeller unter möglichst heißes fließendes Wasser halten. Die Hände kann man mit Gummihandschuhen vor der Hitze ganz leidlich schützen.

Nach einigen Minuten mit einer alten Zahnbürste Wasser aufnehmen und etwas Seife vom Stück abrubbeln. Damit den Motor schon mal von außen reinigen und dann möglichst viel Schaum durch Auspuff und Venturi in den Motor gelangen lassen.
Dabei immer heißes Wasser über das Gehäuse außen, um die Temperatur zu halten.
Nach weiteren Minuten den Propeller etwas nach links und rechts bewegen.
Nicht mit Gewalt!
Auch wenn die Kurbelwelle sich nicht bewegen will, nicht aufgeben.
Allein durch den wechselnden Druck auf die Passungen entstehen winzige Spalte, durch die nun durch die Kapillarwirkung Seifenschaum gelangt.

Meist dauert es nur drei-vier Minuten und man kann den Propeller schon leicht hin und her bewegen. Kurz darauf gehen die ersten Umdrehungen und dann ist plötzlich der Motor frei.

Bernds Methode ist im Ansatz schon richtig. Leider kann man bei diesen Temperaturen nicht ein Mittel einsetzen, welches den verharzten Schmier löst.
Alkohole und Seifenwasser verdampfen dann einfach und Öl hat zwar eine schmierende Eigenschaft, löst die Verharzungen aber kaum an.

Seifenschaum ist übrigens das Mittel der Wahl, zum restaurieren aller Aluminiumteile. Das wird auch in der industriellen Fertigung von Aluteilen benutzt.
Es greift die Oberfläche nicht an und holt auch Schmutz aus den winzigsten Poren.
Damit geschrubbte Gehäuse sehen danach meist wie nagelneu aus. ;)
Es gibt aber Ausnahmen: Glasartig verbrannte Rhizinusöle lassen sich auch nicht durch Seifenschaum oder Alkohole oder sonstige Reiniger lösen.
Ich mache das im Galvanobad, allerdings verändert sich hierbei die Oberfläche von Aluminium.
Oft kann man aber diese Verglasungen mit einem Stück Hartholz abschaben.

Grüße
Burki

Gerrit Voet
25.02.2011, 11:40
heut morgen den Motor aus der Röhre aus seinem Glykolbad geholt, Die Zylinder/Laufbuchse, beim Glo Star ein Teil, liess sich aus dem Gehäuse ziehen, danach der Kolben auch, die Kurbelwelle noch nicht, alle Sachen unter heissem Wasser gereinigt und eingeölt und das Gehäuse mit Kurbelwelle unter heissem Wasser abgespült und gängig gemacht (lief zuerst recht Zäh) und den ganzen MIst noch einmal ein Glykolbad verpasst. Allein die Temperatur hat es nicht gemacht, da ich gestern abend den Zylinder, obwohl er schon ein ca 1 Std bei 90° Bad hinter sich hatte, nicht bewegen konnte. Sollte der Motor danach noch verunreinigt sein, werde ich dem, wie Burki das schreibt, mit heissem Wasser und Gallseife zuleibe rücken. Alles in allem hat sich das Glykolbad bewährt, richtig fest eingebrannte Verunreinigungen bekommt man nicht restlos weg, alles andere lässt sich mühelos mit der Zahnbürste entfernen. Das heisse Glykol löst alle Verharzungen auf, innen besser als aussen, es braucht dafür aber eben eine gewisse Zeit. Wer also verharzte Motoren gängig machen will, dem kann ich diese Methode empfehlen, vorausgesetzt er kann einige Zeit auf Tiefkühlpizza verzichten:D.
Den OS habe ich nach der Reinigung (sieht schon recht gut aus ist aber noch nicht restlos von aussen sauber) zum Trockeneisstrahlen gegeben. Bin mal gespannt was das bringt, Vorteil: rückstandsloses Strahlen, man kann den kompletten Motor zum strahlen abgeben, das Verfahren ist offensichtlich bei Oldtimerfans sehr beliebt, geht natürlich nur für äusserliche Reinigung, wenn es z.B. darum geht, alte Fahrzeuge von Unterbodenschutz zu befreien, Der Werksleiter hat mir Bilder gezeigt, auf denen die Werbebeklebung eines LKW abgestrahlt wurde ohne dabei die darunter liegende Lackschicht zu beschädigen. Man sollte nur etwas Zeit mitbringen, da es sich ncht lohnt nur einen Modellmotor zu strahlen, sondern dieses nebenbei während anderer Strahlarbeiten stattfinden kann, ich bin gespannt. Burki und Bernd danke ich für Ihre Tips.
Gruss
Gerrit

Gerrit Voet
15.03.2011, 20:14
soeben ist das Mäxchen vom Trockeneisstrahlen wieder da, ich bin begeistert. Reinigungsstufenfotos von Anfang bis Ende Reihenfolge leider falsch, aber die kann sich jeder denken