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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ist die Cap 21 von Toni Clark heute noch konkurrenzfähig?



Jan
23.06.2004, 14:14
Hi,
mich interessiert Eure Meinung zur Cap21 von TC.

http://www.toni-clark.com/bilder/kits/cap21/cap_585.jpg

Quelle: web page (http://www.toni-clark.com/deutsch/frames/cap_frm.htm)

Meine Frage:
Ist eine Cap21 nach dem Originalbausatz gebaut, noch geeignet für einen einigermaßen geraden Kunstflug (insbesondere F3AX-B-Programm? Ich frage das als absoluter Nicht-Wettbewerbs-Flieger, der sich aber sehr für das Wettbewerbsgeschehen interessiert.

Motorisierung der Maschine: ZG62, HM, Expansionsdämpfer von TC

Frage: Braucht die Maschine mit ZG 62 und bei heutigen Programmen ein Reso-Rohr?

Servos: 4421 auf Quer und Höhe, 9303 auf Seite.
Prop: ?

Es schön, von Wettbewerbsfliegern etwas über die Maschine zu erfahren, also Piloten, die die Cap21 im Wettbewerb gesehen haben oder vielleicht sogar selbst geflogen sind.

Aber (kompetente) Anmerkungen von Nicht-Wettbewerbsfliegern hätte ich natürlich auch gerne. ;)

Welche Trimmungen bzw. Modifizierungen sollte man (abweichend vom Baukasten) vornehmen?

Wie geht die Maschine im Messer? Wie im Trudeln, wie bei gerissenen Rollen, wie in normalen Rollen? Bei welchen Einstellungen? Einstellwinkel, EWD, Schwerpunkt (wie bzw. wo gemessen), Motorsturz, Motorzug.

Wo lagert Ihr die Empfänger-Akkus? Mir geht es um die Höhe des Schwerpunkts im Rumpf...

Wahrscheinlich gibt es noch viele weitere Aspekte, auf die ich als Wettbewerbs-Nichtwisser nicht komme. :rolleyes: Aber darauf kommt Ihr sicher selbst. ;)

Achso:
Der Hinweis auf Gerhard Reinsch ist nett aber hilft erst mal nicht weiter. Ich suche Erfahrungen von Piloten, die auch heute noch Wettbewerbskunstflug machen, also die jetzigen Programme kennen und die heutige Technik beurteilen können. Meines Wissens nach hat Herr Reinsch seinen letzten Kunstflugwettbewerb vor ca. 20 Jahren bestritten, ohne dass ich ihm da zu nahe treten will.

Jan
23.06.2004, 14:20
Noch eines:
Pauschele Hinweise, die Cap21 sei "Mist", "nicht Stand der Technik", eine "Krücke" oder so, helfen nicht weiter. ;)

Und der Versuch, mir das Modell auszureden, wird wohl auch nicht gelingen. Dafür gefällt mir die Cap21 zu gut. ;)

Rainer L.
23.06.2004, 14:45
Hallo Jan ich bin der Meinung sie ist konkurenzfähig(im F3A-X B-Programm) hatte bis letzten Jahr(dann kam der Aufschlag) eine Delro Cap 231,2,3m Spannweite Gewicht 8,5Kg mit ZG62 und Topf und ne 23x12 2 Blatt und bin 2001 und 2003 im F3A-X mit geflogen sie hebt sich genauso wie z.b.eine SU31 aus den Extra und Wigens einheitbild ab es war jede Figur im B-Programm einwandfrei fliegbar bei der EWD hatte ich die Nasenleiste der Höhenleitwerk 2mm unterlegt und dem Motor ca.1Grad positiven Motrosturz gegeben es empfiehlt sich so war es bei meiner das gewicht alles mach vorne zu packen sonst gibt es Probleme mit dem Schwerpunkt zurzeit liegt meine Cap auf der Werkbank und wierd wieder neu aufgebaut den es ist ein Affengeiler Flieger.
MFG
znline

P.S.wer Rechtschreibfehler findet kann sie gerne behalten

Finnz
23.06.2004, 16:13
Hallo,
bin zwar kein Wettbewerbspilot, habe aber auch schon mit dem Gedanken gespielt, mit meiner Cap im Bereich F3A-X-B anzutreten.
Die Cap 231, meines Wissens auch das Model von Delro, hat eine deutlich andere Tragflächengeometrie als die Cap 21. Meine Cap (Lagemann) basiert auch auf der Cap 231 bzw. 232 ex. Diese hat im Original die Tragfläche einer Extra. Möglicherweise sind die "neueren" Caps schlecht mit der 21er zu vergleichen.
Was die Motorisierung angeht würde ich beim von T.C. angeboteten Edelstahldämpfer bleiben. Das Hydromount in Verbindung mit dem ZG 62 und dem Edelstahldämpfer ist äußerst leise und absolut zuverlässig und problemlos.
Was die Schwerpunktlage betrifft, hat meine Cap keine Tendenz zur Raus- oder Reindrehen aus dem Messerflug, d.h. die V-Form stimmt, und ich glaube nicht, dass ein 5cm weiter oben eingebaute Empfängerakku (600 mAh, 8Zellen) hieran etwas ändert.

Gruß

Klaus

Jan
23.06.2004, 16:46
Original erstellt von Finnz:

...Was die Motorisierung angeht würde ich beim von T.C. angeboteten Edelstahldämpfer bleiben. Das Hydromount in Verbindung mit dem ZG 62 und dem Edelstahldämpfer ist äußerst leise und absolut zuverlässig und problemlos.
Reicht die Leistung dieses Serienantriebes für die geforderten senkrechten Figuren? Immmerhin gab es mal Rollen aufwärts, nach meiner Erinnerung gerissene Rollen aufwärts und andere Kraftfiguren auch im B-Programm.
Bis zu welchem Abfluggewicht reicht der Schub ohne Reso?


Original erstellt von Finnz:

Was die Schwerpunktlage betrifft, hat meine Cap keine Tendenz zur Raus- oder Reindrehen aus dem Messerflug, d.h. die V-Form stimmt, und ich glaube nicht, dass ein 5cm weiter oben eingebaute Empfängerakku (600 mAh, 8Zellen) hieran etwas ändert.Genau darum ging es mir. ;)

Zu den Akkus:
Wirklich nur 600mAh mal zwei? Mit Schottky-Diode? endlich mal einer, der nur mit 4 Zellen fliegt... Tut das?

foka4
23.06.2004, 17:36
Aufwärts gibt es im B-Programm meist nur 1/2 Rollen, eine ganze könnte schon auch mal vorkommen. Aber Gerissene aufwärts wird es nicht geben. (gab es das mal ?)
In der B-Klasse wird bewusst auf kraftintensive Figuren verzichtet, um dem Neueinsteiger auch die Verwendung einer 9,9kg Maschine mit ZG62 (+ Reso) zu ermöglichen.

Finnz
24.06.2004, 10:31
Hallo Jan,
habe das dies- und letztjährige B-Programm mehrmals geflogen. Die Leistung reicht dafür. Meine Cap wiegt ca. 8 kg. Mit einer Mejzlik 23x10 (ca. 6200 U/min, Standschub ca. 11-12kg) oder 22x10 kann man auch torquen.
Ein Bekannter fliegt die Cap 21 von T.C. mit der gleichen Motorisierung, auch hier sind mehrere Rollen senkrecht aufwärts kein Problem.
Ich fliege 2x 4 Zellen (600AR ?) mit einer Microsens- Akkuweiche ( www.microsens.at (http://www.microsens.at) ). Diese hat einen sehr geringen Spannungabfall. Funktioniert sehr gut.

Gruß

Klaus

Jan
24.06.2004, 11:46
Hi Klaus,
vielen Dank! Du hast mir auf jeden Fall die Sorge genommen, dass ich viel zu wenig Power hätte.

Wie schwer ist die TC Cap von Deinem Kollegen?

Finnz
24.06.2004, 12:12
Hallo Jan,
ich weiß nicht was die angesprochene T.C.-Cap wiegt. Mein Kollege weiß es auch nicht mehr, das Modell ist bestimmt 10-15 Jahre alt (damals mit dem Webra-Bully) und vielleicht niemals gewogen worden.
Durch die einteilige Fläche und die Holzbauweise ist sie wohl relativ leicht.

Gruß

Klaus

Jan
24.06.2004, 12:26
Wenn ich auf ein Gewicht von ca. 8,5 kg. kommen sollte, wird wohl genug Power da sein.

Schade, dass mehr nicht über die Cap21 Deines Kollegen bekannt ist. Vielleicht hat er ja mal Lust, die Maschine irgendwann zu wiegen.

Friedrich M.
24.06.2004, 21:26
Hallo
Die T.C.Cap21 ist für herkömmlichen Kunstflug
jederzeit geeignet.Bau laut Bauplan,Prop 23/12 passt perfekt. Zg62 Edelstahldämpfer,Hydromount Gew. 8,7kg.
Meine leider beim Training des Messerflugloopings
geerdet,zu tief angesetzt (waren wundervolle Rollen ,seitlich am boden ha ha ).
happy landings
fritz ;) ;) ;)

Maxkoh
25.06.2004, 07:45
Eine TC Cap 21 liegt bei mir auch auf dem Bautisch.
Diese Maschine ist allerdingens von einem Modellbauaussteiger und bedarf nach meinem dafür halten noch einiger Änderungen. Bei der Übernahme war keinerlei Finish darauf. Also kann man da auch noch frei hantieren. Die Maschine ist seiner Zeit mit dem vorgeschlagenen Triebling geflogen worden. Jedoch werde ich einen 80ZDZ Boxer mit LS 26x12 einsetzen (weil vorhanden), eine Modifikation des Fahrwerks wird ebenfalls erfolgen. Den Rumpf habe ich auch schon etwas "aufgeräumt". Höhen- und Seitenleitwerk sind schon neu gebaut. Die "Alten" Leitwerke waren vom Gewicht her jenseits von Gut und Böse. Dabei habe ich auch die Ruderscharniere geändert. Somit können die Ruderklappen jederzeit demontiert werden und für den Fall des ausschlagens der Lageraugen könne diese gewechselt werden. Nur mit dem Faktor Zeit für's Bauen ist es nicht so toll bestellt, leider.
Wo kann ich mir eigentlich das oben erwähnte "B-Programm" saugen???

LG

Max

Hackl_Johann
25.06.2004, 07:56
Hier F3AX (http://www.f3a-x.de/)

Jan
25.06.2004, 08:03
Original erstellt von Friedrich M.:

...Meine leider beim Training des Messerflugloopings
geerdet,zu tief angesetzt (waren wundervolle Rollen ,seitlich am boden ha ha )...
Mein Beileid! ;)
Kompliment, dass Du das zugibst. :)
Bist da eine erfreuliche Ausnahme. Die meisten Abstürze sind doch sonst "Störungen", oder? (zwischen den Ohren halt!) ;)

Maxkoh
25.06.2004, 08:20
@ Hans:

Danke!

Jan
25.06.2004, 09:28
...hoffe, es ist nicht zu offtopic. Ich zitiere mal aus dem F3AX-B-Programm:


Programm B 2004:
Figur B1: Loop mit 2/4 Punkt-Rolle
Das Modell führt einen halben gezogenen Looping aus, am obersten Scheitelpunkt macht das Modell eine 2/4 Punkt Rolle und beendet anschließend den halben gedrückten Looping in Rückenlage im Horizontalflug.
Punktabzüge:
1. Looping nicht rund.
2. 2/4-Punkt Rolle nicht im Scheitelpunkt des Loopings.
3. 2/4 Punkt-Rollen nicht jeweils 90°.
4. Ein- und Ausflug nicht auf gleicher Höhe.
______________________________________________
Figur B2: Umgekehrte halbe Kubanacht mit 1 Rolle
Das Modell geht aus der Rückenlage in den 45° Steigflug, macht eine Rolle aufwärts und einen 5/8 gezogenen Looping in Normallage.
Punktabzüge:
1. Steigflug nicht 45°.
2. Rolle nicht in der Mitte des 45° Steigflugs.
3. 5/8 Looping nicht rund.
4. Ein- und Ausflug nicht auf gleicher Höhe.

______________________________________________

Figur B3: 3/2-Punkt Rolle in Rückenlage
Das Modell macht aus dem horizontalen Normalflug eine 3/2 Rollen in die Rückenfluglage.
Punktabzüge:
1. Rollen nicht 180°.
2. Rollgeschwindigkeit nicht gleich.
3. Modell verharrt zulange zwischen den Rollen.
4. Ein- und Ausflug nicht auf gleicher Höhe.

______________________________________________

Figur B4: gezogener Humpty, 1/2 Rolle auf 2/4 Punkt abwärts
Das Modell geht aus der horizontalen Rückenlage in senkrechten Steigflug, macht 1/2 halbe Rolle aufwärts, einen halben gezogenen Looping und 2/4 Punkt Rollen abwärts in die horizontale Normalfluglage.
Punktabzüge:
1. Steig und Sturzflug nicht senkrecht.
2. Rollen nicht in der Mitte der vertikalen Linien.
3. 1/2 Looping nicht rund
4. Rollen nicht 180°bzw.90°.
5. Ein- und Ausflug nicht auf gleicher Höhe.
6. Looping gedrückt = Wertung NULL

______________________________________________

Figur B5: Diamant
Das Modell fliegt einen auf der Spitze stehenden quadratischen Looping.
Punktabzüge:
1. Die 4 Linien des Quadrats sind nicht gleich lang.
2. Radien der viertel Looping nicht gleich.
3. Ein- und Ausflug nicht auf gleicher Höhe.

______________________________________________

Figur B6: Hut über Normallage, 1/4 Rolle aufwärts , 3/4 Rolle abwärts in Normallage
Das Modell geht in den senkrechten Steigflug, macht in der Mitte der senkrechten Linie eine 1/4 Punkt-Rolle links oder rechts aufwärts und eine 3/4¾ Rolle abwärts und geht in die Normallage.
Punktabzüge:
1. Steig- und Sturzflug nicht senkrecht.
2. 1/4 Rolle und 3/4 Rolle nicht auf gleicher Höhe.
3. Im oberen Normalflug keine gerade Strecke.
4. Ein- und Ausflug nicht auf gleicher Höhe.

______________________________________________

Figur B7: Langsame Rolle
Das Modell fliegt aus der Normallage eine langsame Rolle in Normallage.
Punktabzüge:
1. Rolle nicht 360°.
2. Rollgeschwindigkeit zu schnell und nicht gleichmäßig.
3. Änderung in Flughöhe oder Flugkurs.

______________________________________________

Figur B8: Immelmann
Das Modell fliegt aus der Normallage einen halben gezogenen Looping und unmittelbar danach eine halbe Rolle in Normallage.
Punktabzüge:
1. halber Looping nicht rund.
2. halbe Rolle nicht 180°
3. halbe Rolle nicht unmittelbar nach Teil-Looping.
4. Änderung in Flugkurs.

______________________________________________

Figur B9: 1 positiv Snap 45° abwärts
Das Modell geht aus der Normallage mit einem 1/8 Looping in einen 45° Bahnneigungsflug über und macht auf der Mitte der 45° Strecke eine positive Snap Rolle. Anschließend geht es mit einem 1/8 Looping in den Horizontalflug über.
Punktabzüge:
1. Bahnneigungsflug nicht 45°.
2. Snap Rolle nicht 360°.
3. Snap Rolle nicht auf der Mitte der 45° Strecke.
4. Snap nicht abgerissen = Wertung NULL
5. Snap negativ = Wertung NULL.

______________________________________________

Figur B10: Turn mit halber Rolle auf- und abwärts
Das Modell geht in einen senkrechten Steigflug, macht in der Mitte der senkrechten Linie eine ½ Rolle, einen 180 Grad Turn, in der Mitte des senkrechten Sturzflugs wieder eine halbe Rolle und dann in die Normallage.
Punktabzüge:
1. Rollen nicht in der Mitte der Linien
2. Turn dreht nicht 180° um die Hochachse
3. Rollen nicht jeweils 180 Grad
4. Ein- und Ausflug nicht auf gleicher Höhe.

______________________________________________

Figur B11: Kubanacht mit 2 ganzen Rollen
Das Modell macht einen 5/8 Looping, in der 45° Sturzflugphase eine ganze Rolle, anschließend einen 3/4 Looping, in der 45° Sturzflugphase wieder eine ganze Rolle und geht in den horizontalen Normalflug über.
Punktabzüge:
1. Loopings nicht gleich groß.
2. Sturzflugphase nicht 45°.
3. Rollen kreuzen sich nicht im Schnittpunkt.
4. Rollen jeweils nicht 360°.
5. Ein- und Ausflug nicht auf gleicher Höhe.

______________________________________________

Figur B12: halber Quadratloop, mit 4/8-Punkt Rolle aufwärts
Das Modell geht aus der Rückenlage in den senkrechten Steigflug, macht in der Mitte des Steigfluges eine 4/8-Punkt Rolle und geht in Normallage in den Horizontalflug über.
Punktabzüge:
1. Steigflug nicht senkrecht.
2. 4/8-Punkt Rolle nicht auf Mitte des Steigfluges.
3. Radien der 1/4 Loopings nicht gleich groß.
4. 4/8-Punkt Rollen nicht jeweils 90°.

______________________________________________

Figur B13: 3.5 Umdrehungen Trudeln
Das Modell wird aus der horizontalen Normallage so stark verlangsamt, ohne Flughöhe und Kurs zu ändern, bis die Strömung abreißt. Das Modell führt 3½ Trudelumdrehungen aus, verharrt im Sturzflug und geht in den horizontalen Normalflug über.
Punktabzüge:
1. Ein- und Ausflug nicht horizontal.
2. Gerissene Rolle beim Einflug ins Trudeln = Wertung NULL.
3. Das Modell macht ½ Umdrehung mehr oder weniger als 3 ½ Umdrehungen = NULL.
4. Mehr als ½ Umdrehung im Spiralsturz = Wertung NULL.

Jan
25.06.2004, 09:34
Die folgenden Figuren sind Kraftfiguren:

B4 Humpty
B6 Hut
B10 Turn
B12 halb. Quadrat-Loop.

Ich schätze mal, dass die Nagelprobe die Figur 12 ist:

Figur B12: halber Quadratloop, mit 4/8-Punkt Rolle aufwärts
Das Modell geht aus der Rückenlage in den senkrechten Steigflug, macht in der Mitte des Steigfluges eine 4/8-Punkt Rolle und geht in Normallage in den Horizontalflug über.

Wenn der Flieger genug Power hat, um mit gleichmäßiger Geschwindigkeit eine senkrechte 4/8 Punkt Rolle zu fliegen, dann ok. Sonst muss man sich doch Gedanken über ein Reso-Rohr machen, oder?

Hackl_Johann
25.06.2004, 10:58
Hallo
Vergesst nicht den Diamant.
2 Schenkel 45° Steigflug mit Wind.
Da beisst sich so mancher die Zähne aus.

Steffen
25.06.2004, 11:14
Ähm, vielleicht liege ich ja total falsch, aber irgendwie scheint mir das Programm kein Problem für die TC Cap 21 so wie ich sie vor vielen Jahren kennen gelernt habe.

Vielleicht ist man da stylisch nicht ganz oben dabei, aber nach den reinen Bewertungsrichtlinien und wenn die Schiedsrichter brav nach Regel punkten, kann es da doch eigentlich kein Problem geben, wenn ich mir die Programme so ansehe.

Oder vertue ich mich da so sehr?

Ciao, Steffen

Jan
25.06.2004, 11:16
Original erstellt von Hackl_Johann:
Hallo
Vergesst nicht den Diamant.
2 Schenkel 45° Steigflug mit Wind.
Da beisst sich so mancher die Zähne aus.Uhps, stimmt, Rückenwind, da braucht man Power. Das habe ich übersehen.

Jan
25.06.2004, 11:21
Original erstellt von Steffen:
Ähm, vielleicht liege ich ja total falsch, aber irgendwie scheint mir das Programm kein Problem für die TC Cap 21 so wie ich sie vor vielen Jahren kennen gelernt habe. ...
Klingt gut ;) Das hatte ich mir eigentlich erhofft. Das wesentliche Problem wird wohl der Pilot sein. :D Ist mein erster Kunstflieger dieser Größe. :rolleyes:

Steffen
25.06.2004, 11:42
Hi,

verlass Dich nicht auf mich, ich weiß zwar, wie man solche Programme fliegt, aber was die Schiedsrichter so sehen wollen und wie es im tatsächlichen Wettbewerb läuft ist mir nicht unbedingt bekannt.
Leistungsmäßig geht das B-Programm ja schon fast mit einem Segelflugzeug :)

Ich mag die TC 21 schon immer, seit ich sie vor 15 Jahren mal mit Reinsch gesehen habe.

Ciao, Steffen

Jan
26.06.2004, 21:15
Original erstellt von Steffen:

Ich mag die TC 21 schon immer, seit ich sie vor 15 Jahren mal mit Reinsch gesehen habe.
Damals noch mit Quadra und Reso, oder schon ZG38 oder gar ZG62?

Gast_102
26.06.2004, 22:09
Hallo,
Dann sollte ein F3A-X-Oldie Club eröffnet werden
Der Flieger ist dafür nicht geeignet und Punkt.

Jan
26.06.2004, 22:20
Ein paar Argumente würden hier vielleicht doch etwas weiterhelfen. Warum soll denn das so offensichtlich sein, dass es gar keiner Begründung bedarf? :confused:

Steffen
27.06.2004, 09:10
War mit ZG62


Dann sollte ein F3A-X-Oldie Club eröffnet werden
Der Flieger ist dafür nicht geeignet und Punkt. Ich liebe hochdogmatische und doch nicht ganz richtige Behauptungen.

Da müsste sich der Stil in F3A-X aber völlig geändert haben.

Hier geht es nicht um's TOC, Mr. Namenlos.

@Jan: Soll ich einfach mal ein paar Leute aus der Szene fragen, wenn ich sie sehe?

Ciao, Steffen

Jan
27.06.2004, 11:37
Ist "Nowbody" jetzt eine kreative Schöpfung oder - wie soll man sagen - eher unabsichtlich? :confused: :D

@Steffen
Unbedingt! Sehr nettes Angebot! :) Ich wüsste nämlich gerne noch mehr über die Einstellungen. Ausschläge, Schwerpunkt, Zug, Sturz jeweils mit Prop, Einstellwinkel (zu welcher Achse gemessen - eine "Rumpfmittelachse" oder wie auch immer gibt es ja schließlich nicht ohne weiteres ;) - und EWD. Jede Info hilft weiter.

Die Cap ist sowas wie ein Jugendtraum von mir. Mir war der Bausatz mit Motor (damals war der ZG38 "in") als Schüler aber leider Anfang der 80er zu teuer. Daher hänge ich aus Nostalgie an dem Flieger. Ich habe bisher lediglich eine Cap gesehen: In La Ferté Alais im Juli 2002. Dort wurde sie eher "RC-1-mäßig" von einem Franzosen vorgeflogen, also eine Art Düsenjägerstil. Sehr sehr schnell, gar kein 3D, sehr präzise und großräumig. Sehr ähnlicher Flutstil wie wenige Minuten später Gerhard Reinsch von Toni Clark mit der Gasturbinen-Foland Gnat. Hier ein Bildchen:

http://www.rc-network.de/upload/1088328986.JPG

Jan
27.06.2004, 11:41
Original erstellt von Steffen:
...War mit ZG62...
Solltest Du andeuten, dass Mr. Namenslos gelegentlich Probleme mit Motoren bzw. deren Herstellern natürlich ( :) ) haben könnte? :D :D

Rainer L.
27.06.2004, 13:22
Hallo die Kunst ist mit weniger Leistung das Programm zu fliegen!!!!!natürlich geht ne Cap mit nen ZG62 200m senkrecht aufwärts bevor sie langsamer wird und das Drehmoment sich bemerkbar macht in gegen Satz zu den 80-100cm³Mortoren da kann man bis zur Stratosfähre fliegen und der Flieger geht immer noch schnurgerade Senkrecht
Mit freundlichen Grüßen
Znline

P.S wer Rechtschreibfehler findet kann sie gerne behalten

Steffen
27.06.2004, 22:39
Ähm, nö, andeuten will ich nix.

Genaue Daten werde (kann) ich auch nicht holen, aber etwas qualifiziertere Aussagen, ob meine Einschätzung stimmt oder nicht.

Es gilt immer zunächst eines:
zum Gewinnen braucht man vielleicht eine extra oder wasweissdennichwasfürnquark. Zum mitfliegen und Spaß haben braucht man das aber eventuell nicht.
Auf meine Szene bezogen: man kann auch mit einem Salto Wettbewerbe fliegen, ein Swift oder eine SZD59 machen es einem halt deutlich leichter.

Wobei eine Cap21 sicher näher an der Spitze ist, als ein Salto :)

Eine andere Sache ist, was einem viel Spaß macht und wenn man eh noch nicht auf die Spitzenplätze zielt - so finde ich - ist der Spaß wichtig und da hilft das Flugzeug des eigenen Wunsches mehr als der letzte Schrei, den Ex-Kölner (und jetzt Namenlose) so gut finden.

ich empfehle grundsätzlich:
erstmal Spaß am Wettbewewrb finden, dann weiter schauen.

Ciao, Steffen

Jan
27.06.2004, 23:46
Original erstellt von Steffen:
...ich empfehle grundsätzlich:
erstmal Spaß am Wettbewewrb finden, dann weiter schauen. Das ist mir sympathisch. Wie ein glücklicher Bundestrainer mal sagte: Schaun mer mal...

[ 27. Juni 2004, 23:47: Beitrag editiert von: Jan ]

Gast_102
28.06.2004, 10:56
Hi Steffen,


Original erstellt von Steffen:
Eine andere Sache ist, was einem viel Spaß macht und wenn man eh noch nicht auf die Spitzenplätze zielt - so finde ich - ist der Spaß wichtig und da hilft das Flugzeug des eigenen Wunsches mehr als der letzte Schrei, den Ex-Kölner (und jetzt Namenlose) so gut finden.

Ciao, SteffenWas finde ich gut? ich kann Dir nicht folgen.

Steffen
28.06.2004, 11:15
Erzähl doch mal, was an der Cap nicht geeignet für F3A-X sein soll. Aber nicht wieder mit den dummen Sprüchen, die offensichtlich darauf hinausführen, dass es eben was anderes sein muss (was Dir offensichtlich besser gefällt)

Und nebenbei ist es kein feiner Stil, anonym zu sein, aber lassen wir das mal beiseite.

Lomkovak
29.06.2004, 21:57
Hallo Jan, Steffen, ...
die F3A-X-B-Programme werden sicherlich keine gerissenen/gestoßenen Rollen 45° oder 90° aufwärts oder ganze Rollen in Zeiten aufwärts enthalten. Wettbewerbs-Einsteiger-gerecht eben (die letzten beiden Programme sind von mir).
Als Tiefdecker mit hochliegendem HLW hat die CAP 21 zwar im Messerflug theoretisch etwas mehr Eigenleben, aber das kriegt man durchaus weggemischt.
Wie Johann Hackl schon schrieb, ist beim diesjährigen Proramm der Diamant in Bezug auf die Leistung die kritische Figur. Beim halben Quadratloop setzt zuviel Leistung sogar Drossln im Steigflug voraus, da sonst der Flieger nach den 4/8 Rollen viel zu hoch ist, also deutlich höher als bei den anderen Figuren in der oberen Ebene.
Ein andere Aspekt bei der Wahl Topf/Reso ist jedoch der Lärm.
Meiner Meinung nach kann man mit der Clark-Cap in F3A-X-B durchaus mitfliegen; mit Topfdämper konkurrrenzfähig, mit Reso noch leiser und kräftiger.

Gruß
Thomas

Jan
29.06.2004, 22:11
...da sieht man mal wie wenig Peilung ich habe :D Ich hatte den Diamant völlig unterschätzt. Ist auch kein Kunststück: Ich habe ihn noch nie geflogen.

Ist schön, von Aktiven zu hören, dass das mit der Cap 21 doch gehen könnte. Die Option mit dem Reso überlege ich mir. Ich freue mich aber über die Einschätzung, dass man im B-Programm auch ohne Reso klar kommen könnte. Ich habe nämlich bisher einfach keins. ;) Beim Flieger bräuchte man von der Power her zumindest für das A-Programm ein Reso. Ob man für das A-Programm ein Reso bräuchte, ist mir aber völlig egal. Ob es bei mir vom Talent, von den Trainingsmöglichkeiten und von der technischen Kompetenz her für das A-Programm jemals reicht, muss erst mal geduldig abgewartet und wird bis dahin von mir sehr bezweifel werden :D .

Ich hätte große Lust, 2005 mal bei Euch vorbei zu schauen. Voraussetzung wäre halt ein funktionsfähiger Flieger und ausreichend Trainingseinheiten. Und jetzt gehe ich mal basteln und bringe meiner Cap irgendwann im Spätsommer das Fliegen bei. :)

[ 30. Juni 2004, 11:13: Beitrag editiert von: Jan ]

Jan
30.06.2004, 10:20
Mal was zu den Daten, die ich bisher habe.

Schwerpunkt
Danach liegt der SP wohl bei 130 mm gemessen an Tragfläche am Rumpf von vorne

Motor
Seitenzug 2,5 Grad
Sturz 0,5 Grad nach oben (!!)

Einstellwinkel und EWD
bei Motorhaube Oberkante im Wasser (Bezugslinie)
Fläche weniger als 1 Grad Einstellung
HLW 2 Grad Plus
dadurch negative (!!!) EWD
von ca. minus 1 Grad

Eigenschaften
V-Form stimmt wohl
allerdings bei Messerflug wohl Rauswandern
bei Messerflug Kabine rechts wandert die Cap21 wohl nach links weg, sie geht also auf Tiefenruder weg

Was sind Eure Erfahrungen?

Jan
30.06.2004, 11:10
Mich interessiert insbesondere, ob es eine Möglichkeit gibt, ohne senderseitige Mischer, also nur durch Modell-Trimm, das Tiefgehen im Messer zu vermindern oder ganz weg zu bekommen.

Könnte man das erreichen, durch eine gleichmäßige Vergrößerung der Einstellwinkel von Fläche und Höhenleitwerk? Also ohne Veränderung der EWD? Oder durch Veränderungen des Schwerpunktes? Bzw. einer Änderung der EWD und einer Änderung des Motorsturzes?

Fragen an die Trimm-Experten.... :)

[ 30. Juni 2004, 11:16: Beitrag editiert von: Jan ]