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Tiga
08.12.2003, 11:07
Baubericht I

Planung

Hallo RC-Segelgemeinde,

tja, eigentlich bin ich ja Modellflieger und hatte mit Modellbooten bislang nichts am Hut. Bis ich dann eines Tages eher per Zufall auf den "Predator"-Baubericht von Sven gestossen bin. Als ich den tollen Balsaholzrumpf gesehen habe war mir sofort klar: so was muß ich auch haben!

Das war vor etwa 4 Wochen - danach habe ich mich erst mal so richtig mit der RC-Segelei beschäftigt und mich auf vielen, teils sehr interessanten Websites schlau gemacht. Da ich seit über 20 Jahren Surf- und Segelregatten bestreite war es für mich auch von vornherein klar, daß ich nicht nur "just for fun" auf dem See rumkreuzen wollte, sondern ich mit Sicherheit auch mal die eine oder andere RC-Regatta mitsegeln werde.Also überlegte ich mir, welche Klasse und welches Boot für mich wohl richtig sein könnten.

Die Klasse war schnell entschieden, nämlich IOM. Beim Boot war es etwas schwieriger, denn einerseits gefallen mir die modernen Skiff-Rümpfe sehr gut (ich bin selber schon viel 49er gesegelt), andererseits brauchen sie wohl doch etwas mehr Wind um ihre Vorzüge ausspielen zu können. Da ich aber am Bodensee lebe und der nicht gerade als Starkwindrevier bekannt ist habe ich mich nach etwas gemäßigterem umgesehen. Von Andreas Schiebel bekam ich dann den Tipp mit der "Arrow" und fand den Entwurf auch gleich sehr sympatisch, somit war die Entscheidung gefallen.

Auf der Website von Anders Wallin (http://www.helsinki.fi/~awallin/iom/) war zunächst eine einfache Entwurfszeichnung zu finden. Vor einigen Tagen hat er sich dann die Mühe gemacht und eine exakte CAD-Zeichung im Originalmaßstab erstellt. Außerdem findet man auf seiner Seite auch noch andere gute Tipps und Links.

Bezüglich der Bauweise habe ich mich nach Sven´s Vorbild für Balsabeplankung mit Epoxi-Laminat entschieden. Weiter habe ich folgendes geplant:
Rumpf innen mit 25mm Gewebestreifen verstärken Rigg komplett im Selbstbau Segelsätze von "Blackmagick Sails" keine Winch sondern ein Servo: HITEC HS-5735MG Kielfinne als CFK-Laminat im Selbstbau fertige Bleibombe
Aber das sind erst mal Vorüberlegungen, vielleicht ändert sich ja noch das eine oder andere...

Tiga
08.12.2003, 11:12
Baubericht II

Vorbereitung und Materialbeschaffung

Als Baubrett habe ich eine 13mm Tischlerplatte 125x25 cm gewählt. Der Mensch im Baumarkt war so nett und hat eine wirklich absolut ebene Platte ausgesucht. Damit das auch so bleibt habe ich an der Unterseite noch 2 Aluprofile 30x20 befestigt.

Als Unterlage für die Spanten habe ich noch extra einen Streifen 10er MDF (105x10) auf dem Baubrett befestigt. Das hat den Vorteil daß man den Spantensatz komplett vom Baubrett abnehmen kann.

Die Spanten werden aus 4mm Pappelsperrholz gesägt. Nur die im Boot verbleibenden Spanten 0 und 10 sind aus 3mm Birkensperrholz. Zur Beplankung verwende ich 3mm Balsaleisten. Meine Überlegung war es, möglichst weiches und somit leichtes Balsaholz zu verwenden. Zum einen spare ich somit Gewicht, zum andern läßt es sich am Ende besser schleifen.

Was mich schon etwas überrascht hat sind die Gewichtsunterschiede bei Balsaholz. Bei Heerdegen hatte ich handausgewogene, möglichst leichte 3mm-Brettchen bestellt. Kostet zwar fast doppelt so viel wie die normale Ware, aber bei der geringen Menge spielt das keine Rolle. Am vergangenen Samstag kam die Lieferung an und ich war sehr gespannt auf das Resultat. Der Griff zur Waage ergab dann folgendes:
die extraleichten Brettchen: ca. 29g
Brettchen "hart": 72g
Standardbrettchen aus dem Modellbauladen: 45-55g

Bei einem geschätzten Netto-Verbrauch von ca. 3 Brettchen sind das schnell mal ein Unterschied von 60-80 Gramm!

Als nächstes wollte ich den Plan im Originalmaßstab haben. Das ist zwar nicht unbedingt erforderlich, aber ich fand es einfach besser als die verkleinerte Version. Die Frage war nun: wie bekomme ich die PDF-Datei auf A0 ausgedruckt?

Der einfache Weg: man sucht sich einen guten Copyshop und läßt den Plan für ca. 10-20 EUR ausplotten.
Der komplizierte Weg: man wandelt zuerst das PDF-File in eine BMP-Datei um. Dazu gibt es diverse Free- und Sharewaretools. Anschließend kann man mit einem guten Poster-Druckprogramm die Einzelseiten auf A4 ausdrucken und anschließend zusammenkleben.
Ich habe mich nach einigen Versuchen für das Programm " Poster 7 (http://www.postersw.com) " entschieden. Es druckt die Einzelseiten mit einer definierbaren Überlappung für die Kleberänder und vor allem mit allen Schneide- und Klebemarkierungen. Damit sich die Seiten beim verkleben nicht verziehen habe ich beschichtetes 120g-Papier verwendet. So ist nach ca. 2 Std. mein A0-Plan entstanden, dank der Klebemarken gibt es selbst über die Gesamtlänge von 100 cm keine messbare Abweichung!

Gestern Abend habe ich die Spanten aufgezeichnet und werde sie morgen aussägen. Und dann natürlich auch über die weiteren Schritte berichten.

Tiga
08.12.2003, 12:26
Eine Frage zur Kielfinne:

Als Profil hatte ich mir ein NACA 00xx überlegt. Aber bei der Profildicke gibt es offensichtlich sehr unterschiedliche Meinungen. Zwischen "so dünn wie möglich" bis "13-15%" schwanken die Infos die man auf diversen IOM-Seiten findet.

Was meint ihr denn dazu? Und welche Profildicke haben denn die CFK-Fertigfinnen?

Grüße
Rainer

Yeti
08.12.2003, 12:50
Hi Rainer,

von Bantock gibt es -glaube ich- eine Flosse mit einem nur 6% dicken Profil. Welches Profil das genau ist, ist vermutlich ein Geheimnis (würde mich nicht wundern, wenn's trotzdem ein uraltes 0006 wäre :D ). Bei einer IOM-Yacht ist wohl die Festigkeit nicht ein allzu großen Problem.

Ich hatte die Frage nach geeigneten Profilen damals auch schon mal bei RC-Offline gestellt. Die Kielflossen unserer Modellboote arbeiten bei ähnlichen Re-Zahlen wie Leitwerke von Modellsegelflugzeugen. Von daher lohnt sich sicherlich der Blick über den Tellerrand. Ein Vorschlag war damals das HD801 (http://www.delago.de/ariane/images/HD801g.gif). Ich muss allerdings zu meiner Schande gestehen, dass ich bisher noch keinen Vergleich der Profile angestellt habe :rolleyes:

Eine große Profildatenbank findest du hier:

http://www.aae.uiuc.edu/m-selig/ads/coord_database.html

Gruß Yeti

EINMETER BROOT
08.12.2003, 15:33
[ 27. Oktober 2004, 21:46: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Tiga
08.12.2003, 15:45
Hi Lenz,

eine ähnliche Frage habe ich ja heute auch schon gestellt. Aber 18mm sind auf jeden Fall zu dick, das wären ja bei 10 cm Profiltiefe 18%!

Falls ich keine anderen Informationen mehr erhalte werde ich bei meiner Finne wohl auf ca. 10% gehen.

Grüße
Rainer

Yeti
08.12.2003, 15:55
Hi Lorenz,

18mm sind eine ganze Menge was den Profilwiderstand angeht. Poste mal die Profiltiefe am Rumpf und an der Bleibombe, dann lässt sich die relative Profildicke bestimmen.

In welcher Bauweise willst du die Flosse herstellen? Das Holz schleifen und nur lackieren oder hast du auch einen GfK-Überzug vorgesehen?

Wenn das Holz alleine trägt, kannst du natürlich die Dicke aus Festigkeitsgründen gebrauchen, aber auch da erscheinen mir 18mm recht "üppig".

Du solltest dir im klaren darüber sein, dass eine frei Hand geshapete Flosse irgendein Profil aufweisen wird, dass zwar auch irgendwie der Abdrift des Bootes entgegen wirkt aber das aller Wahrscheinlichkeit bei erhöhtem Widerstand. Wenn du das Boot also "nur zum Spaß" segelst, wird dir das vielleicht nicht auffallen, aber im Vergleich mit anderen Booten wird es auf Amwind-Kurs vermutlich spürbare Unterschiede geben. Bei dickeren Profilen besteht bei den an der Kielflosse herrschenden Strömungsbedingungen schneller die Gefahr von Strömungsablösungen, was sich vor allem beim Segeln hoch am Wind bemerkbar macht: Das Boot läuft schlichtweg weniger Höhe.

Also mein Fazit: Für's Segeln just for fun wird es funktionieren, aber wenn du Regattaambitionen hast, solltest du dir über den Bau oder den Kauf einer profilierten Kielflosse aus GfK oder CfK Gedanken machen, bei denen man auch eine dünnere Bauweise realisieren kann.

Gruß Yeti

Gast_633
08.12.2003, 16:29
hi, die kohlefinnen die man heute so kaufen kann haben ca 7 mm dicke am rumpfaustritt. ich hab mal eine flosse aus holtz gebaut die war 9mm dick. die war sehr stabil. wie schon mal beschrieben hat alexander einen flosse aus 2 duennen sperrholzplatten gemacht. innen ein alu oder ich denke besser messing rohr als abstandhalter (ca.1/3 profil) und die sperrholzbretter aussenrum geklebt. die klebe naehte mit kohlerovinger verstaerkt. ist zwar keinen definiertes profil, aber leicht herzustellen und zumindest auf jedenfall symetrisch.
das ganze noch mit glasfaservon aussen verstärken. in das alurohr hat alexander glaube ich noch ein kohlestab geklebt. man kann dies aber auch mit getraenkten rovingen machen.
gruss andreas

[ 08. Dezember 2003, 16:30: Beitrag editiert von: andreas s. ]

Tiga
08.12.2003, 16:40
@Christian:
du schreibst daß bei einem dickeren Profil eher die Gefahr eines Strömungsabrisses besteht. Auf einer Kiwi-Seite war aber zu lesen daß etwas dickere Profile eher gutmütiger wären.
Bin leider kein Strömungsfachmann - was ist jetzt richtig?

Grüße
Rainer

Yeti
08.12.2003, 17:11
Hi Rainer,

vielleicht liest ja der Siggi hier auch mit, der kann dir das sicherlich viel besser erklären.

Aber von mir ein kurzer, völlig verallgemeinerter Versuch:

Bei einem zu dicken Profil wird die Ablösung eher im Bereich der größten Profildicke auftreten. Und zwar bereits bei kleineren Anstellwinkeln als bei einem dünneren Profil. In gewissen Grenzen kann man das noch verhindern durch den Einsatz von Turbulatoren, die einen Umschlag von laminarer zu turbulenter Strömung erzwingen (laminare Strömung löst schneller ab als turbulente Strömung, verursacht aber weniger Reibungswiderstand).

Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Strömung laminar abreißt und sich turbulent wieder anlegt. In dem Fall spricht man von einer laminaren Ablöseblase. Sowas wird vermutlich an der Kielflosse nur bei höheren Geschwindigkeiten auftreten (wenn die Yacht ins Surfen kommt, ansonsten ist ja bei der Rumpfgeschwindigkeit Schluss).

Bei einem zu dünnen Profil oder einem Profil mit sehr kleinem Nasenradius (spitzer Vorderkante) wird stattdessen der Strömungsabriss ab einem bestimmten Anstellwinkel eher schlagartig an der Profilnase auftreten.

Man muss also ein Profil finden, dass in dem Anstellwinkelbereich, in dem es eingesetzt wird, ohne Ablösungen funktioniert. Und das sind bei den Kielflossen eher Profile mit einer relativen Dicke von 7...10% als Profile mit einer Dicke größer 12%.

Gruß Yeti

EINMETER BROOT
08.12.2003, 17:24
bitte erklärt mir nochmal das mit den prozenten ich weiß da nicht wovon ihr sprecht und wie man das in die tat umsetzt
wäre nett
danke

Yeti
08.12.2003, 17:28
Hi Lorenz!

Die Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis von Profildicke zu Profiltiefe. Also wäre bei einer Profiltiefe (Breite der Flosse) von 100mm ein 10% dickes Profil 10mm dick, ein 6% dickes Profil 6mm dick.

Gruß Yeti

EINMETER BROOT
09.12.2003, 14:55
[ 27. Oktober 2004, 21:46: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Tiga
09.12.2003, 17:03
Hi Lenz,

Hier (http://www.viren-jaeger.de/modellsportvereine/tools/tools.php?sparte=85) findest du das Programm "Mprofile 1.3", ein tolles Freeware-Tool mit dem du beliebige Profile ausdrucken kannst. Auf der gleichen Seite gibt es auch noch eine Sammlung vieler NACA-Profile.
Dann suche dir das Profil NACA 0009 oder NACA 0010 aus und du kannst es exakt in der gewünschen Profiltiefe ausdrucken. Wenn du daraus entsprechende Schablonen fertigst kannst du ziemlich genau schleifen.

Ich denke aber daß du aus einem harten 10mm-Sperrholz kein sehr genaues Profil herstellen kannst. Ich werde es bei meiner Kielfinne wohl so machen:
in der Mitte ein 0,8mm Birkensperrholz sowie ein 4mm und 6mm CFK-Rohr. Das ganze zwischen zwei 5mm-Balsabrettchen packen. Mit hilfe der zweier Profilschablonen, die oben und unten aufgeklebt werden kannst du dann sehr exakte Profile herausschleifen. Und am Ende noch 2 Lagen CFK-Gewebe drauf.
http://www.rc-network.de/upload/1070986916.gif

Gelb = Birkensperrholz
Schwarz = Balsabrettchen
Rot = CFG-Rohre
Weiß = Profilschablone

Schon das 6mm-Rohr alleine hat bereits eine sehr hohe Biegefestigkeit. Zusammen mit dem 4mm-Rohr und der CFK-Laminatschicht sollte die Kielfinne eigentlich "bocksteif" werden! Außerdem sind mit dieser Bauweise auch Zuspitzungen oder gestrakte Profile kein Problem.

Grüße
Rainer

[ 09. Dezember 2003, 17:33: Beitrag editiert von: Tiga ]

EINMETER BROOT
09.12.2003, 17:47
[ 27. Oktober 2004, 21:47: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Tiga
09.12.2003, 18:00
Hi Lenz,

die Frage ist eben wie gut bzw. genau dein Profil werden soll. Wenn du auf 10mm Sperrholz rumschleifst oder zwei dünne Sperrholzplatten um einen CFK-Stab rumbiegst wird es eben nie so genau wie ein sauber mit Schablonen geschliffenes Profil aus Balsa. Hängt somit nur davon ab was du für Ansprüche an das fertige Boot hast.

Was die Skizze anbetrifft hast du recht: es sind zwei Schlitze in das Sperrholz eingesägt bzw. gefräst in das die CFK-Stangen eingeklebt werden.

Grüße
Rainer

EINMETER BROOT
10.12.2003, 21:06
wieder ne frage
ich brauche irgendwas für die bugfeder
wer weiß hilfe

[ 10. Dezember 2003, 21:07: Beitrag editiert von: lenz ]

Yeti
10.12.2003, 21:28
Moosgummi? Oder Kork.

Oder du machst dir eine einfache Form, in die du Silikon reinspritzt. Lässt sich aber nicht gut ankleben.

Gruß Yeti

[ 10. Dezember 2003, 21:30: Beitrag editiert von: Christian Ückert ]

Friedmar Richter
11.12.2003, 09:58
Eine weitere Alternative für Fender ist das PVA von Isomatten. Allerdings lässt sich das nur mit einem sehr scharfen Messer (Skalpell aus der Apotheke) vernünftig bearbeiten. Ansonsten habe ich auch schon einen gesehen, der einen großen Radiergummi genommen hat. Der ist allerdings nicht ganz so leicht.
"Quick and Dirty" kann man sich eine Form für Silikon oder Acryl (billiger) auch aus Knetmasse bauen und gleich direkt an den Rumpf heften. Dann hat man keine Probleme mit nachträglicher Verklebung. Diese Methode ist mir spontan so eingefallen, ich habe das jedoch noch nicht selbst probiert.

Friedmar

Svenson
11.12.2003, 10:27
Hallo Yeti,

ich hab nochmal über Deine Idee mit den Stäben nachgedacht...

Wäre es nicht einfacher, man nähme (Konjunktiv!!) ein langes(ca42cm) und dickes (10mm) Vollholzbalsa Brett, schneide es in gleiche sektionen, macht die Markierungen für die Bohrungen der Stäbe exakt gleich und klebt dann die einzelnen Stücke zusammen, wenn die Stangen sauber durchpassen. So hätte man ein ganzes Durchgehendes Holz und nicht zwei Hälften, die zusammengeklebt werden müssen... Zusätzlich könnte man die Gewindestange mit einem Carbonrohr einkleben und später alles schön mit CFK Gewebe u Harz überziehen...
Wie man allerdings das gerade Stück für die Kielbox machen soll, ist mir ein Rätsel...

Gruß aus Hamburg,
Sven

http://www.rc-network.de/upload/1071324115.jpg

[ 13. Dezember 2003, 15:02: Beitrag editiert von: Svenson ]

Tiga
11.12.2003, 10:55
Hi Sven,

soviel ich weiß war die "CFK-Stangenidee" von mir.

Dein Vorschlag ist sicher auch ok, allerdings ist es ohne Ständerbohrmaschine kaum möglich die Längsbohrungen mit der erforderlichen Genauigkeit auszuführen. Und du hast ja höchstens 1mm Toleranz.

Ich habe mal zum Test ein Stück Schleifpapier um ein 5mm Alurohr geklebt, es ergab exakt 6mm Schleifdurchmesser. Danach an einem Lineal entlang über das Balsabrettchen gezogen ergibt die halbrunden Vertiefungen die ich für meine Methode benötige, und das mit sehr großer Genauigkeit.

Grüße
Rainer

Yeti
11.12.2003, 10:56
Moin Sven!

Die Idee mit den CfK-Stäben war von Rainer. Bei deiner Lösung sehe ich wieder das Problem, dass du am Ende doch wieder frei Hand das gewünschte Profil aus dem Voll-Balsa rausschleifen musst. Der Trick bei Rainers Vorschlag war ja gerade der, dass die Balsabrettchen sich von der Schablone gestützt gleich in der gewünschten Profilkontur an die CfK-Stäbe anlegen.

Gruß Yeti

P.S. zeitgleich mit Rainer gepostet :rolleyes:

[ 11. Dezember 2003, 10:57: Beitrag editiert von: Christian Ückert ]

Tiga
11.12.2003, 11:06
Hi Yeti,

stimmt nicht ganz, auch ich klebe Balsa-Vollholzbrettchen aufeinander, habe also somit erst mal einen Block. Dann oben und unten die Schablone aufgelegt und verschleifen.

Das hört sich nach viel Arbeit an, ist aber in max. 10 Minuten erledigt. Man muß nur darauf achten daß der Schleifklotz länger ist als der zu schleifende Block, dann kann man sich schnell und genau an die Schablonen heranarbeiten.

Dein Beitrag hat mich allerdings auf die Idee gebracht nur mit Profilrippen zu arbeiten, also wie ein Tragflächenbau. Allerdings dauert das sicher länger als das verschleifen des Balsablocks.

Grüße
Rainer

EINMETER BROOT
11.12.2003, 11:42
[ 27. Oktober 2004, 21:48: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Tiga
11.12.2003, 12:21
Hi Lorenz,

ich würde das Profil bis ans Ende durchführen, also auch in dem Bereich der im Schwertkasten steckt. Und nachher einfach den Schwertkasten-Teil mit Balsa auffüttern und versiegeln.

Wenn du die "Klotzmethode" verwendest ist es ja noch einfacher: den rechteckigen Querschnitt so lassen wie er ist.

Grüße
Rainer

[ 11. Dezember 2003, 12:33: Beitrag editiert von: Tiga ]

EINMETER BROOT
11.12.2003, 16:52
[ 25. Dezember 2004, 11:39: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

EINMETER BROOT
12.12.2003, 10:36
[ 27. Oktober 2004, 21:50: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Tiga
12.12.2003, 14:01
Hi Lorenz,

ob meine Methode tatsächlich so toll ist weiß ich erst wenn ich es selber mal versucht habe. Auf jeden Fall weiß ich aus Erfahrung daß man mit diesen befestigten Profilschablonen sehr schnell und genau aus einem Balsaklotz ein Profil herausschleifen kann.

Ich werde es so versuchen:
ein 0,8 mm Flugzeugsperrholz an der gewünschten Position mit zwei Schlitzen (6mm und 4mm breit) versehen, sollte mit einem scharfen Messer gehen. Das Sperrholz aber nicht komplett zerschneiden, sondern oben und unten noch ganz lassen. In die Schlitze dann die CFK-Rohre exakt mittig einkleben. Dann in zwei 5mm dicke Balsabretter halbrunde Vertiefungen einschleifen. Das möglichst genau damit die Rohre sauber passen. Die beiden Balsabretter mit dem Sperrholz verkleben, oben und unten die Profilschablone drauf und verschleifen.

Ob das von der Steifigkeit her reicht weiß ich nicht. Ich habe gerade mal ein 6mm - 4mm CFK-Rohr auf dem Tisch eingespannt, 35cm überstehen lassen und mit 2,5 kg belastet. Die Rohre biegen sich ca. 30 mm durch. Das Balsa wird da von der Festigkeit her nicht viel mehr bringen. Mal eine Frage an die IOM-Profis: wie stark biegen sich denn die CFK-Fertigfinnen?

Also ich werde auf jeden Fall noch außen eine CFG-Schicht auflaminieren.

Grüße
Rainer

Gast_633
12.12.2003, 17:14
hallo lorenz, hast meinen LION beitrag nicht richtig gelesen. seit dem sommer ahbe cihe inen korrektur angefuegt, die das rohr verdammt und den eckigen mastkoker bevorzugt. der mast soll naemlich nach link und rechts kein spiel ahben , sondern nur nahc vorne und hinten. die lion ist ja schon ein uralt werk von mir.
@sven, bitte mache dein bild kleiner. kann die seite kaum mehr lesen, da die grafik die darstellungsbreite macht. hab nur 15"monitor und wollte auch dabei bleiben ;)

IOM flossen sollten sich eigentlich nicht biegen. ich wuerde nicht mehr als 5mm tolerieren. bei M bootflossen ist es schon anderst. da ist die laenge fast doppelt so lang. da geht es einafch nicht so steif (da sind 1-2 cm)

gruss andreas

Gerhard
12.12.2003, 18:17
Nochmal zum Schwert.

ich mach es gerade so:

der Kern ist 4mm Balsaholz, in 2 Streifen geschnitten
1x Schwertlänge x 1,5 cm
1x Schwertläng x 6cm

Zwischen die beiden Holzteile kommt ein CFK-Rohr (Innen 4mm) dann kommt um das Ganze noch von beiden Seiten jeweils 1mm Sperrholz.

Das wird alles miteinander verklebt und dann in Form geschliffen. Zuletzt kommt noch Harz und ein dünne Matte außen rum. Der Teil welcher in der Mastbox steckt bleibt eckig.

Durch das CFK Rohr kommt am Ende eine 4mm Gewindestange.

Ob´s dann so hinhaut wird sich zeigen.

Gerhard

Tiga
12.12.2003, 18:28
So, nach zwei Tagen harter Arbeit wurde sobeben die letzte Planke geklebt und der Rumpfrohling ist fertig! :D :D :D

Wirklich ein tolle Gefühl!
Und das Gewicht: noch unverschliffen 134 Gramm.

Grüße
Rainer

EINMETER BROOT
12.12.2003, 18:54
[ 27. Oktober 2004, 21:50: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Tiga
12.12.2003, 19:00
Hi Lorenz,

ich habe gelogen!

...es sind soger nur 132 Gramm :D :D
http://www.rc-network.de/upload/1071251918.jpg

Ich denke es kommt vor allem durch das extra-leichte Balsaholz. Außerdem habe ich ausschließlich mit Sekundenkleber gearbeitet und davon nicht mal 15g verbraucht.

Gruß
Rainer

Tiga
12.12.2003, 19:10
Ich habe 3mm-Leisten verwendet. Was die Stabilität anbetrifft habe ich keinen Vergleich da es mein erstes Boot ist. Aber ich finde daß es bereits sehr steif ist.

Morgen geht es an´s schleifen - ich denke auch daß ich unter 100g komme. Außen kommen dann noch 2 Lagen dünnes Körpergewebe drauf - besser 2 dünne Lagen als eine dicke.

Ich bin gespannt wie das Gewicht dann am Ende sein wird.

EINMETER BROOT
12.12.2003, 19:18
[ 27. Oktober 2004, 21:51: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Kymsail
12.12.2003, 19:52
Hi,
freut mich das ihr so fleißig am Bauen seid, aber da ihr ja ein IOM Boot baut, muss das nachher soweiso min. 4 Kg wiegen :p

EINMETER BROOT
12.12.2003, 20:24
[ 27. Oktober 2004, 21:51: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Tiga
12.12.2003, 21:16
Hi Leute,

kennt jemand von euch Bezugsquellen für folgende Materialien:

- Alu-Recheckrohr, Querschnitt ca. 12x6 mm
- Glasfasergewebe, 40-80 g/qm mit Körperbindung

Grüße
Rainer

Ulrich Burbat
12.12.2003, 22:16
Hallo,
ich hatte auch mal nach leichtem Köper gefragt. Antwort "ab 163 g/qm". Ob´s stimmt??
Leichtbau macht villeicht spass. Steif wird der Rumpf sicherlich auch, aber bei Belastung der Schale von aussen !!!KOOOONTAAAAAKT!! dann fehlt innen die schicht, die die Kräfte aufnehmen kann. Die äußere ist eher für die Druckfestigkeit, die das Balsa vermutlich nicht hat.
Viel Glück
Ulli

EINMETER BROOT
12.12.2003, 22:39
[ 27. Oktober 2004, 21:51: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Tiga
13.12.2003, 07:33
Hi Lorenz,

mir geht es nicht darum hier irgendeinen Gewichtsrekord aufzustellen sondern ein vernünftiges Boot zu bauen, das am Ende genau in das 4-kg-Limit passt. Die Bemerkung "Kampf um´s Gewicht" stammt von dir, nicht von mit. Daher solltest du dir auch den Weg zur Postamts-Waage sparen, es geht hier echt nicht um 5g mehr oder weniger! :)

Einen stabilen Rumpf erreichst du nicht durch dicke oder harte Planken, sondern durch eine sinnvolle statische Innenkonstruktion. Du schreibst daß du deine Kielleiste aus Rotzeder gemacht hast - selbst wenn deine Kielleiste aus Edelstahl wäre könnte sie die Hebelkraft des Kiels nicht aufnehmen. Das erreichst du nur durch eine sinnvolle Innenkonstruktion welche die Hebelkräfte aufnehmen und weiterleiten kann.

Was die "Rammfestigkeit" angeht habe ich z.B. vor auf der Innenseite im Abstand von 10 cm einen Glasgewebestreifen zur Verstärkung aufzubringen. So kann eine punktförmige Belastung besser abgefangen werden. Nach den IOM-Regeln ist dies wohl erlaubt und fällt noch nicht unter das Sandwich-Verbot.
Und diese konstruktive Maßnahme bringt sicher mehr als dickere oder härtere Planken.

Wenn ich Rohform möglichst leicht mache dann habe ich einfach etwas mehr Reserve für solche gezielten Verstärkungen ohne daß ich am Ende gleich einen zu schweren Rumpf erhalte.

Grüße
Rainer

[ 13. Dezember 2003, 07:55: Beitrag editiert von: Tiga ]

Gast_633
13.12.2003, 08:33
reserve,

richtiger ansatz rainer, trotzdem soll keiner frustriert sein, wenn sein holzrumpf leer und blank (ohne harz und glas ) schon 200g wiegt.

solong andreas

ps: dein waage bild luegt, wenn du den heckspant absägst und die stecknadel entfernst wiegt das boot noch weniger. oder brauchst du die stecknadel, damit das leichte teil nicht wegfliegt?? ;)

Tiga
13.12.2003, 10:46
Hi Andreas,

naja, ich wollte Lorenz nicht zu sehr frustrieren, deshalb habe ich den Rumpf extra noch mit der Nadel beschwert! :D

Nachdem ich jetzt einige Überstände abgesägt habe bin ich bei 117 g - aber wenn ich das schon gestern geschrieben hätte dann hätte ich Lorenz ja ein schlaflose Nacht beschert. ;)

EINMETER BROOT
13.12.2003, 20:46
[ 25. Dezember 2004, 11:40: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Tiga
13.12.2003, 21:45
Nein, mußt du nicht.
Das Servo kann sitzen wo es will, hauptsache die Anlenkung des Ruders ist ok.

Grüße
Rainer

EINMETER BROOT
13.12.2003, 22:45
was haltet ihr von einer anlenkung mit seilen?in meiner basic hat das super hingehauen.
lorenz

Tiga
14.12.2003, 07:58
Hi Lorenz,

ich wüßte nichts was dagegen spricht. Du mußt nur darauf achten daß sich deine Leine bei Nässe nicht dehnt.

Aber warum so kompliziert? Setz doch einfach das Servo direkt vor das Ruder und mache eine kurze Anlenkung mit Stahldraht.

Ach ja: was für eine Decksform baust du denn?

Grüße
Rainer

Gerhard
14.12.2003, 11:25
Wichtig ist, dass du am Ende noch an das Servo rankommst, falls du es mal auswechseln mußt.
Das vergisst man beim Bauen gerne mal !

Kleiner Gedanke am Rande:

vielleicht sollte man die Stahldraht Anlenkung auch nicht zu kurz machen, weil eine längere Stange besser Stöße abfagen kann und so das Servogetriebe geschont wird.

Und wenn kurz, dann einen Knick in die Anlenkung machen !

Gerhard

[ 14. Dezember 2003, 11:29: Beitrag editiert von: Gerhard ]

EINMETER BROOT
14.12.2003, 12:47
[ 25. Dezember 2004, 11:41: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Tiga
14.12.2003, 12:53
Hi Lorenz,

ich bin noch am überlegen, aber vermutlich werde ich ein gewölbtes Vordeck bauen. Zum einen ist das Geschmacksache, zum anderen könnte ich mir vorstellen daß es minimale Vorteile bringt weil der Spalt zwischen Fock-Unterliek und Deck etwas kleiner ist. Letzteres ist aber Theorie - zumindest beim Surfen ist das so, da versucht man sogar das Unterliek bis direkt an das Deck zu bringen.

Grüße
Rainer

EINMETER BROOT
14.12.2003, 13:05
[ 25. Dezember 2004, 11:41: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Gast_633
14.12.2003, 16:10
hi, lorenz, schau dir doch mal die gedanken an die jens amendea auf seiner seite zu skiff heck und erhöhtes vordeck gemacht hat.
http://www.rc-jachtwerft.de/Gedankliches.htm

gruss andreas

PS: ihr (und das wetter) seid schuld mit eurem bauen. jetzt habe doch auch wieder angefangen, den schon seit 2 jahren rumstehenden aufgebauten spantenriss zu beplanken angefangen. eine Nimbus von bantok. extrem schmal (nur 19cm) baue ich aber auch mit flachen deck.

Ulrich Burbat
14.12.2003, 18:13
Hallo Rainer,

meine IOM läuft im Norden eher bei mehr Wind.
Bei der ersten hatte ich das Deck aus 1 mm Sph. und als vollständig ebene Platte. Der mast stand in einer Führung auf Deck. Sie hatte einige Rollen Vorwärts vollbracht. Vielleicht konnte u.a. das Wasser nicht schnell genug vom Deck ablaufen, aber auf jeden Fall war mein Segel zu hoch über Deck. Die zweite (Schale von Günter Haberecht, die auch Winfrid Weis sehr anspricht) erhält im Vorderen Bereich ein gewölbtes Deck. Die Skifform werde ich vermutlich durch eine ebene Platte aus Sph. ersetzen. Skiff ist moderner, erzeugt vermutlich mehr Gewicht (nehme ich an).

Was wo eingebaut wird sollte nach der Funktionalität, unter Beachtung der Schwerpunktverhältnisse und der Zugänglichkeit angeordnet werden.
Ich war auch fast so weit das Servo unmittelbar am Ruder anzubringen. Aber die angeprochene Shockfestigkeit hat die Entscheidung noch offen gelassen. Eventuell einen Servosafer aus dem Automodellsport verwenden?
Für die Anbringung am Ruder spricht eine unkomplizierte Anlenkung, wenn eine 1,5 mm Sph Platte am Spiegel befestigt wird (verstärkt diesen gleichzeitig), in der die Bohrung für den Ruderkoker ist (führt diesen und erfordert geringere Fesigkeit unten an der Schale) und das Servo gleich seinen Platz in dieser Platte hat (immer konstante Achsabstände).
Dagegen spricht eine vermutlich notwendige Verlängerung des Anschlusskabels, dann eine eventuell zusätzliche Entstörmaßnahme im Kabel und Verschlechterung des Massenträgheitsmomentes um die Hochachse bzw. Massenverteilung im Boot (eher theoretisch).
Mein Bestreben ist es eigentlich alles möglichst nahe dem Massenschwerpunkt zu positionieren, wird aber bei der 2. IOM schlechter ausfallen als bei der ersten, da ich den Mast tiefer setzen werde und deshalb eine Wanne im Bereich des Großbaumniederholers einbauen muß.

Festigkeit der Finnenbefestigung in der Schale:
Die Belastung von Schwerttasche und Rumpfschale (bei gleichem Schwert- und Bleigewicht)ist sehr stark davon abhängig, wie lang das Ende des Schwertes von Unterkante Schale bis oberem Befestigungspunkt ist (Länge des Schwertes in der Schwerttasche).
Beispiel, wenn das Boot 90° Krängung hat (nicht lachen, ansonsten müssen die Physiker wieder kritieren).

Schwerttaschenlänge Kraft auf Schale

4 cm ca. 21,6 kg
6 cm ca. 14,4 kg
10 cm ca. 8,6 kg

Dahinter verbigt sich u.a. die auch die angesprochen statisch sinnvolle Gestaltung der Befestigungen im Boot.

In Bereichen wo große Kräfte ins Boot einzuleiten sind würde ich kein Balsa verwenden, da es bei Zugbelastung quer zur Maserrichtung aufplatzen kann oder schlicht zusammengepresst wird.

MfG

Ulli

Gast_633
14.12.2003, 18:39
>Skiff ist moderner, erzeugt vermutlich mehr Gewicht

im gegenteil Uli, die glatte version braucht mindestens 2mm sperrholz, die skiff baue ich mit 0,8mm sperrholz. durch das befestigen unter spannung am heck (und natuerlich seitlich an/auf den decksauflageleisten) wird die schale versteift und die ruderanlenkung ist auch einfacher zu bauen.

ich habe meine ruder inzwischen alle mit duennen stahldraehten (anglerladen-"stahlvorfach") und verstellbaren servo befestigungen (siehe flugzeuge)befestigt. ist spielfrei und schnell gebaut auch ueber groessere entfernungen.

gruss andreas

EINMETER BROOT
14.12.2003, 19:48
[ 25. Dezember 2004, 11:42: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Tiga
14.12.2003, 20:24
Hi Leute,

wieder mal ´ne technische Frage: welche Stellkraft muß denn das Ruderservo haben? Reichen da Standardservos oder muß es etwas mehr Power haben?

Grüße
Rainer

EINMETER BROOT
14.12.2003, 21:37
[ 25. Dezember 2004, 11:43: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Gast_633
14.12.2003, 22:20
hi ich hab bei allen iom und m-booten einfache standardservos drin. reicht locker.
diese "freistehenden" ruder nennt man vorbalanciert, bei der naemliche die flaeche (ca. 1/5-1/3 )vor der achse von der fahrt durchs wasser angestroemt wird und den ruderausschlaeg mit unterstuetzt.

gruss andreas

Svenson
15.12.2003, 11:40
Hmm, also das mit der Kraftübertragung auf die Rumpfschale in Bezug auf die Größe/Länge des Schwertkastens, ist schon interessant...

Beachten sollte man nur folgendes:
Das Schwert darf mit Bombe 42cm nicht überschreiten, 6cm darf das Boot max tief im Wasser liegen (Rumpftiefgang).
Will man nun die 42 cm möglichst weit ausnutzen, sollte man den Schwertkasten so kurz wie möglich bauen, aber immer noch so lang, dass die Gewindestange als Bolzen höher als die RC-Einbauten liegen.
Baut man sein Deck bis an die Rumpfkante (plan aufliegen) so hat man automatisch einen längeren Schaft des Schwertes, das von Rumpfdurchlaß bis Decksunterkante reicht. Diese Strecke geht dann vom eigentlichen Schwert verloren...
Also hat man alleine durch eine Skiffform und durch die tieferliegende Cockpitwanne schon mal einen längeren Kiel von bis zu 5-6 cm!!

Da wäre es ja mal sinnvoll, einen richtig schönen, stabilen und kurzen Schwertkasten zu bauen - der trotzdem die Kräfte des Kieles sinnvoll auf den Rumpf überträgt.
Zählt der Bolzen des Kiels auch zu der Gesamtlänge dazu???
Ansonsten könnte man ja ein Schwert bauen, das nur einen kurzen Schaft - aber einen langen Bolzen hat...

Gruß Sven

Tiga
15.12.2003, 11:52
Hi Sven,

Ein höherer, stabiler Schwertkasten bringt immer was - wer sagt denn daß du die Kielfinne ganz reinschieben mußt?

Auch wenn sie nur halb im Schwertkasten sitzt wird die Kraft ja schon auf den ganzen Schwertkasten übertragen, der dann entsprechend gut abgestützt im Bootsrumpf sitzt.

Grüße
Rainer

Svenson
15.12.2003, 11:59
Ja und wie bekommste das Ding noch fest?
Die Gewindestange muß doch noch irgendwo rausgucken für die Mutter!??

Prinzip verstanden... War ja meine Frage, ob die Gewindestange zu der Gesamtlänge zählt??? Ansonsten geht das so ja nicht...
Oder man baut sich einen Kasten, wo das Schwert sehr tief drinsitzt mit einer eben so tiefen Durchlaßplatte mit Öffnung für die Gewindestange... Richtig?

Wenn ich das schwert einfach nicht ganz reinstecke, dann schaut unten ja auch etwas von dem rechteckigen Profil aus dem Rumpf.
Das soll ja nicht sein. Zudem wäre die Gewindestange zu kurz...

Gruß Sven

Tiga
15.12.2003, 12:19
Ich stelle mir das so vor:

http://www.rc-network.de/upload/1071487026.gif

Du mußt den Schwertkasten ja nicht oben zu machen, sondern kannst den obenen Abschluß ja auch tiefer setzen. In die Kielfinne würde ich eine Gewinde einsetzen und dann von oben mit einer Imbusschraube fixieren.

Natürlich mußt du vorher genau ausmessen wie tief die Finne in den Kasten rein muß und das Profil dann entsprechend ansetzen.

Grüße
Rainer

Svenson
15.12.2003, 12:46
Genau so!

Müßte eigtl funtzen...

Ist nur die Frage der Stabilität noch offen...
Man müßte ja auf jeden Fall, so wie Du schon angedeutet hast, Querstringer einziehen, damit sich die Schwertbox bei max Belastung nicht vom Rumpf löst...

EINMETER BROOT
15.12.2003, 14:09
tolle idee mit dem kielkasten.damit werden dann die kielkräften in einem längerem kasten aufgenommen

meine frage:würdet ihr diesen kielkasten oben duchs deck rauschauen lassen (durchs deck duchbrechen)?
lorenz

Tiga
15.12.2003, 14:28
Hi Lorenz,

naja, irgendwie mußt du ja an die Schraube ran kommen!
Ich habe folgendes geplant:
Kielkasten und Mastaufnahme aus einem Stück, anfertigen werde ich das ganze aus 2mm GFK-Platten. Da ich die Mastaufnahme ja sowieso oben bündig in das Deck einlassen muß mache ich es gleich mit dem ganzen Kasten. Und damit nachher kein Wasser in der Vertiefung steht wird das mit einem passenden Kunstoff- oder Gummistopfen abgedichtet.

Grüße
Rainer

Skyfreak66
15.12.2003, 14:29
Erst mal hallo an alle,

kaum ist mal eine Zeit lang nicht viel online laufen hier die tollsten Diskussionen!

Nachdem hier gerade über Flossenlänge etc. philosophiert wird habe ich mal nachgelesen. Ich konnte nichts finden wo etwas über die Flossenlänge steht. In meinen Unterlagen (Klassenbestimmungen 2002) steht:

C.4.1 Dimension
In Frischwasse schwimmend:
Tiefgang....................370 mm min. ....420 mm max.
Rumpf-Tiefgang................................60 mm max.
Rumpflänge......................................1000 mm max.

Und vielleicht noch ergänzend: Flosse + Kielgewicht ohne Rumpfbefestigungselemente darf 2200 bis 2500g wiegen.
Es steht aber nirgends was von Flossenlänge!
Bitte korigiert mich falls ich falsch liege.

Gruß
Markus

Weiter so!

Svenson
15.12.2003, 14:45
C.4.1 Dimension
In Frischwasse schwimmend:
Tiefgang....................370 mm min. ....420 mm max.
Rumpf-Tiefgang................................60 mm max.
Rumpflänge......................................1000 mm max.
[/QB]TIEFGANG: max 42mm!!!
In Frischwasser schwimmend - gemessen ab? Wasserlinie??!
(oder heißt Schwertoberkante bis Unterkante Bombe!!)

Bitte korrigiere mich Andreas, fals ich falsch liege!
Sven

Gast_633
15.12.2003, 14:55
hi,
also es ist der tiefgang bestimmt, nicht flossenlaenge. wenn das boot max 6cm tiefgang hat, dann schauen unten 36cm raus, wobei das kielblei auch darin ist. also der kielschwert-kopf oben im schwertkasten kann so lang sein wie will. nur ab den salingen stoert er etwas ;)

ne im ernst, macht den kielkasten bis zum deck, dann koennt ihr den kielkasten (mastaufnahme auch gleich) mit dem deck verkleben und habt die beste verstrebung. laminiert aber vorallem unten in den rumpf mit etwas matte den kielkasten sauber rein. ich habe da immer wieder lecks gehabt. nun aber ist es dicht.
wichtig ist vorallen der saubere senkrechte einbau. zeit nehmen!

gruss andreas

ps: habe ein paar bilder mit text von stefan (LION bauer) auf meiner seite gestellt, dort ist auch einen möglichkeit fuer ein schwert erklaert.

hier gehts direkt hin:
http://www.modellsegeln.net/lion/stefan/stefanlion.htm

[ 15. Dezember 2003, 14:58: Beitrag editiert von: andreas s. ]

Tiga
15.12.2003, 20:24
Baubericht III

Rohbau des Rumpfes

So, die Spanten sind sauber ausgesägt und auf dem Baubrett montiert. Auf dem Bild kann man die zusätzliche MDF-Leiste erkennen auf der ich die Spanten aufgeleimt habt. Diese ist lediglich mit 2 Schauben befestigt so daß man den kompletten Spantensatz einfach vom Baubrett abnehmen kann.

http://www.rc-network.de/upload/1071515002.jpg

Man darf natürlich nicht vergessen die Dicke der Balsaplanken vom Spantenriss abzuziehen.

Ein besonderes Erfolgserlebnis hatte ich dabei auch noch: in einem bei Ebay ersteigerten Zubehörpaket für meine HobbyLux-Dekupiersäge waren eine Schleifteller und Dutzende von Schleifscheiben dabei. Und so habe ich zum ersten Mal mit so einem Teil gearbeitet. Ich könnte mich echt in den Ar... beißen daß ich erst jetzt auf dieses tolle Gerät gekommen bin! Wenn ich überlege wie viele Stunden ich schon von Hand irgendwelche Tragflächen-Rippensätze verschliffen habe - mit dem Schleifteller geht das echt blitzschnell und sehr genau. Nur noch am Ende 2-3 Mal mit dem Schleifklotz drüber um die letzten, kleinen Unebenheiten zu entfernen. So waren alle 11 Spanten in nicht mal einer Stunde fertig. Zur Stabilisierung habe ich noch einen 4mm Buchenrundstab eingeleimt.

Dann ging es an das Aufbringen der Spanten. Ich hatte mir lange überlegt wie ich das Balsaholz verklebe. Irgendwo hatte ich mal gelesen daß es mit Sekundenkleber sehr gut geht, einfach auf die Stoßstelle zweier Planken geben, durch die Kapillarwirkung würde der Kleber sofort in die Fuge einziehen und die Planken bis innen perfekt verkleben. Erst war ich etwas skeptisch ob diese Technik funktioniert, aber nach einigen Test habe ich gemerkt daß es tatsächlich eine schnelle und bombenfeste Lösung ist.

Also wurden die Balsaplanken mit dem Conrad-Leistenschneider (auch ein geniales Teil!) in einer Breite von 5-8 mm zurechtgeschnitten und mit Sekundenkleber verklebt. Das geht wirklich blitzschnell und man kommt fast ohne Fixierungen aus. Für den gesamten Rumpf habe ich maximal 10 Nadeln benötigt. Die Leiste sauber auflegen, einen Tropfen Kleber auf die Stoßstelle, 10 sec. andrücken - fertig!

Die Gesamtzeit für das Aufbringen aller Planken betrug so ca. 6 Stunden.Und das Ergebnis ist wirklich klasse!

Noch ein kleiner Tipp: für das Zuschneiden der Balsaleisten habe ich mit ein spezielles Schneidebrett gegönnt.

http://www.rc-network.de/upload/1071515130.jpg

Einfach auf ein MDF-Brett (110 x 15 cm) eine Aluleiste (30 x 3mm) aufkleben. Das besondere daran ist meine "Anschräghilfe", dazu habe ich auf die 3mm dicke Aluleiste noch eine weitere, 2mm starke Aluleiste mit doppelseitigem Klebeband befestigt. So kann man in die entstandene Nut die 3mm Balsaleisten einschieben (passt saugend!) und hat somit eine perfekte Fixierung für ein sauberes anfasen der Leisten.

http://www.rc-network.de/upload/1071515104.jpg

Im Bugbereich sind nun auch schon die beiden Spanten aus 2mm Birkensperrholz drin die zur Stabilisierung des Rumpfes und des Decks dienen sollen. Wie man erkennen kann bekommt die ARROW ein erhöhtes, verrundetes Vordeck.

http://www.rc-network.de/upload/1071515169.jpg
http://www.rc-network.de/upload/1071515199.jpg
http://www.rc-network.de/upload/1071515241.jpg
http://www.rc-network.de/upload/1071515265.jpg

Meine Entscheidung für das extraleichte Balsaholz hat sich auch bewährt, bislang wiegt der Rumpf incl. der eingesetzten Spanten gerade mal 144 Gramm, und dabei ist er noch nicht mal verschliffen.

Es hat mich wirklich sehr überrascht wie schnell der Rohbau fertig war, ich hatte mich innerlich schon auf eine tage- oder wochenlanges Leistenkleben eingestellt. Bis jetzt habe ich gerade mal ein Drittel der Zeit benötigt wie ich ursprünglich geschätzt hatte. Bin ja gespannt ob es so flott weiter geht!

Damit es mir über die Weihnachtstage nicht langweilig wird baue ich nebenher noch ein Trainingsschiff - die Woodpecker :D

Grüße
Rainer

EINMETER BROOT
15.12.2003, 21:41
@ rainer
sieht echt toll aus.!!!!! :D
geht echt schnell bis man sone rumpfschale hat
wie wird denn den achterdeck gemacht?
ich werde es auch so mit nem hohen vordeck und machen da aber nur einen spant zusätzlich.
aus was machst du denn das deck?ich finde die preise für 1mm sperrholz echt heftig und hole mir deswegen vieleicht ein 1mm funier aus der werft (sieht warscheinlich auch netter aus).wie willst du denn das vordeck so rund machen?

ok lorenz

Gast_633
15.12.2003, 21:50
hi tiga, da stellt der ein paar fragen wie denn so ein boot gebaut wird und flux hat er den rohbau perfekt schon fertig. staun staun.
@ lenz, die 2 spanten reichen, wenn der rumpf noch mit epoxid verstaerkt wird. das funier wir wohl zu weich sein. 1mm sperrholz laesst sich sehr gut biegn und das vordeck ist leicht zu bauen.´(ein paar euro kostet es leider)

klasse bilder und erklaerungen, weiterso

andreas

Tiga
15.12.2003, 21:56
Hi Lorenz,

das Vordeck mache ich aus 0,8mm Birkensperrholz, kostet ca. 3 EUR. So teuer finde ich das wirklich nicht!

Wie ich das rund machen will? Deine Frage verstehe ich nicht ganz! Die Spanten haben doch schon die passende Rundung, also einfach das Sperrholz auflegen, gut beschweren und verleimen. Vorher die Form mit 1-2 mm Überstand markieren und ausschneiden.

Wie ich das Heck mache weiß ich noch nicht genau. Vermutlich werde ich ich im Mast- bzw. Kielbereicht mit einem ebenen Deck beginnen und es dann zum Heck hin in eine leicht negative Wölbung (ca. 15-20mm) auslaufen lassen.

Grüße
Rainer

Tiga
15.12.2003, 22:00
Hi Andreas,

naja, mit Balsa & Co. hantiere ich schon seit über 30 Jahren, nur eben noch nie in Form eines Bootsrumpfes. Und dank der vielen guten Bauberichte, speziell auch deinen, war es doch kein so großes Problem.

Grüße
Rainer

Tiga
16.12.2003, 08:57
Gestern hat mir Charles Detriche (der Konstrukteur der Arrow) einige Bilder geschickt, leider nicht besonders gute, aber das einzige was er hatte. Jetzt sehe ich wenigstens mal was ich da gerade baue! :D

So sieht sie aus:

http://www.rc-network.de/upload/1071561287.jpg
http://www.rc-network.de/upload/1071561306.jpg
http://www.rc-network.de/upload/1071561329.jpg
http://www.rc-network.de/upload/1071561384.jpg

Tiga
16.12.2003, 09:08
Was zum Thema Segel:

ich hatte in den letzten Tagen intensiven EMail-Kontakt zu einigen "Gurus" der IOM-Szene und sie mit Fragen zu diversen Bootskomponenten gelöchert. Immer wieder toll zu sehen wie hilfsbereit und auskunftsfreudig die Jungs sind!

Was die Segel anbetrifft bekam ich mehrfach den Tipp, mir mal die "Blackmagick-Sails" anzusehen. Es ist ein Segelmacher aus Neuseeland, dessen Segel derzeit wohl zu den absolut besten gehören, die Liste der Erfolge auf seiner Homepage (http://www.magicksails.com) spricht für sich.

Die Qualität dürfte also stimmen, und der Preis sicher auch: die ohnehin schon günstigen Segel liegen durch den aktuell guten Euro-Wechselkurs bei nur noch ca. 65/65/60 EUR für einen Satz A/B/C -Segel. Und wie ich soeben erfahren habe berechnet er für die Fracht nach Deutschland gerade mal 10 EUR pauschal, egal wie viele Segel man bestellt.

Daher habe ich soeben mein Weihnachtsgeschenk bestellt! :D

Grüße
Rainer

[ 16. Dezember 2003, 09:11: Beitrag editiert von: Tiga ]

Tiga
16.12.2003, 09:14
Eine Frage zum Mast:

ich wollte mir erst mal ein 12mm Alurohr aus dem Baumarkt holen. Gibt es da große Unterschiede zu den speziellen Mastrohren, die bei diversen Ausrüstern angeboten werden? Ich habe da was von "Hart-Alu" gelesen. Etwas leichter sind sie ja wohl, aber wie sieht es mit dem Biegeverhalten aus?

Grüße
Rainer

Yeti
16.12.2003, 09:56
Original erstellt von Tiga:
Eine Frage zum Mast:

ich wollte mir erst mal ein 12mm Alurohr aus dem Baumarkt holen. Gibt es da große Unterschiede zu den speziellen Mastrohren, die bei diversen Ausrüstern angeboten werden? Der größte Unterschied zu einem 12mm-Rohr aus dem Baumarkt dürfte wohl darin bestehen, dass die speziellen Mastrohre mit 10,9mm Durchmesser die
IOM Klassenvorschriften (http://www.radiosailing.org/pdf/One%20Metre%20CR%202002.pdf) erfüllen ;) Oder hat sich da schon wieder was geändert :confused:

Gruß Yeti

Tiga
16.12.2003, 10:13
Hi Yeti,

10,9mm ist der Mindestdurchmesser. Ein Maximum gibt es laut den Klassenregeln nicht.

Grüße
Rainer

Yeti
16.12.2003, 10:34
Moin Rainer!

Habe nochmal in der deutschen Übersetzung geschaut. Da steht in der Tat "Mindestdurchmesser" 10,9 mm. In der englischen Version steht "average diameter" 10,9 mm. Habe das "average" in Bezug auf die Rundheitstoleranz aufgefasst. Was ist denn jetzt richtig :confused:

Gruß Yeti

Tiga
16.12.2003, 10:39
Hi Yeti,

auch in der englischen Version stehen die 10,9mm in der Spalte "minimum".

Gerade habe ich mal in den Ergebnislisten der letzten WM nachgesehen - viele Teilnehmer benutzten 12,9mm-Masten. Also ist dies sicher erlaubt.

Grüße
Rainer

Yeti
16.12.2003, 10:52
Moin Rainer!

Jetzt habe selbst ich es geschnallt. Ich muss die eingerückten Zahlen irgendwie für einen Formatierungsfehler gehalten haben :D

Wieder was gelernt.

Gruß Yeti

Hans Rupp
16.12.2003, 11:03
Hallo,

die deutsche Fassung der Regeln weicht beim Mast doch deutlich vom englische Text ab. Da ein dickerer Mast imho nachteilig ist, habe ich Sympathien für die deutsche Auslegung, wobei die 10,6mm sich wie ein Druckfehler lesen und 10,9mm Mindestdurchmesser mit 0,3mm Toleranz näher an der englischen, letztlich maßgebenden Fassung wären.

1. Mast muss rund und darf nicht konisch sein (F.3.2.b), hier herrscht Einigkeit

2. Mastabmessungen zwischen den Messmarken im Mittel 10,9mm mit einer Toleranz von +/-0,3mm an einzelnen Stellen (englischer Text) bzw. mind. 10,6mm (Druckfehler? Deutscher Text)

3. Toleranz der Wandstärke bei Alumasten +/- 0,1mm

Hans

P.S. Ahh, jetzt habe ich es auch mit den Spalten geschnallt. Regelkonform müßte danach noch Mast mnit "konstantem" Durchmesser von mindestens 10,9mm sein , der "zufällig" unten 0,3mm Übermaß und oben 0,3mm Untermaß hat ;)

[ 16. Dezember 2003, 11:11: Beitrag editiert von: Hans Rupp ]

Gast_633
16.12.2003, 11:04
hi, also die 10,9 mm sind der mindest durchmesser. die rcausruester bieten 11,7 und 12,7 masten an. die haben nur eine wandstaerke von 1 mm und sind dadurch um ca 50g leichter (beim a-rigg). die duennwandigen rohre haben natuerlich den nachteil, das sie sich leichter durchbiegen, deswegen haben auch viele den groovymast (keepmast) in gebrauch und machen die segel aber normal mit baendern fest. ich hab auch schon einen duennwandigen zum abknicken gebracht, nachdem mir ein kollege eine want abgefahren hatte. (mit den dicken ist noch keiner geknick, trotz wantenriss)
also ich denke fuer alle die hier bauen, reichen die 12mm masten aus dem baumarkt aus.
achtet darauf das die teile einigermassen gerade sind. hab da schon heftige kurven gesehen.
ich finde die duennen einfach zu teuer, auch wenn ich gerdae selbst welche genommen habe. man hofft ja ob man nicht doch noch einen tick schneller wird, wenn das topgewicht abnimmt.
man darf ja noch träumen ;)

andreas

smunck
16.12.2003, 12:11
mensch, ihr achtet die ganze zeit so sehr aufs gewicht und jetzt wollt ihr gerade für den mast so was schweres verwenden? bau einen holzmast, da bist du deutlich leichter!

EINMETER BROOT
16.12.2003, 17:13
hallo
ich schau da mal ein paar stunden nicht rein und schon geht es hier um die tollsten themen.

@ rainer
wo bekommst du denn 0,8 mm sperrholz und welche kantenlänge hat denn ne 3 euro platte?
3 euro wären durchaus im rahmen.
du baust jetzt schon den mast?ich bastel erst mal dasschiffchen und dann kann man mal sehen.

@ smuck
mit dem holzmast ist richtig.schaut doch mal bei www.modellsegeln.net (http://www.modellsegeln.net) bei den bildern (ratzeburg). dort hat der deutsche meister auf seiner experimenta einen formverleimten holzmast und ist damit deutscher meister geworden!!!!!!!!!!
damit ist belegt das ein holzmast doch sehr gut sein muss.

ok ECHT TOLLE THEMEN HIER.WENNS SO WEITER GEHT WERDEN DAS JA SPITZENBOOTE.
DANKE FÜR DIE ARROW BILDER!!!!
lorenz

[ 16. Dezember 2003, 17:18: Beitrag editiert von: lenz ]

Tiga
16.12.2003, 17:18
Hi Lorenz,

schau einfach mal auf die Seite von Heerdegen (http://www.heerdegen-balsaholz.de/home_ger.htm) an, dort gibt es Modellbau-Holz in (fast) jeder Art und jeder Größe. Ich habe bisher mein ganzes Holz von dort bezogen.

Was deine Schlußfolgerung bezüglich des Holzmastes angeht: Die Platzierung beweist höchstens daß ein Holzmast nicht wesentlich schlechter sein kann als ein Alumast. Das ganze Boot ist ja eine sehr ausgefallene Konstruktion, auch das Segel hatte wohl einen ungewöhnlichen Schnitt. Also vielleicht lag es ja auch daran!

Nach meiner Erfahrung ist es selten nur ein Merkmal, das über eine Platzierung entscheidet, sondern meist eine Summe von Kleinigkeiten. Und natürlich ein hervorragender Skipper.

Grüße
Rainer

[ 16. Dezember 2003, 17:26: Beitrag editiert von: Tiga ]

smunck
16.12.2003, 19:49
@lenz
ja eben, das meine ich doch. ich hatte letztes jahr mal die gleegenheit das schiff in kiel beim segeln zu sehen, hier ist eine ganz rege scene, die regelmäßig segelt. insgesamt, so sagte mir michael (das ist der eigner der experimenta) daß das schiff ähnlich der ts2, nur mit trapezspant wäre.
in der regel sind holzmasten aus mehreren schichten verleimt um die festigkeit zu erhöhen. bei meinem jetzigen bau werde ich auf jeden fall auf ein holzmast zurückgreifen
sebastian

Tiga
16.12.2003, 20:10
Hi Sebastian,

"...so ähnlich wie die TS2, nur mit Knickspant"

Naja, das ist schon eine sehr gewagte Aussage! Die Ähnlichkeit mag sich auf die Leistung beziehen, keinesfalls auf die Form und die Segeleigenschaften. Wenn ich die Experimenta mit der TS2 vergleiche dann sind das zwei Welten - was natürlich keine Wertung darstellt. Ein Knickspanter hat nun mal ganz andere Eigenschaften wie ein Rundspanter, zumal wenn der "Knick" noch so extrem ausfällt wie bei der Experimenta. Diese erinnert mich mehr an ein Surf-Raceboard als an eine Segelyacht: bei einem Surfboard achtet man auch auf scharfe, fast senkrechte Kanten auf der ganzen Länge.

Dieser Extrem-Knickspanter hat seine Vorzüge vermutlich bei glatten Wasser, bei Kabbelwelle dürften sich die harten Formen eher nachteilig auswirken.

Grüße
Rainer

EINMETER BROOT
16.12.2003, 20:52
[ 25. Dezember 2004, 11:46: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Svenson
16.12.2003, 21:31
[ 16. Dezember 2003, 21:34: Beitrag editiert von: Svenson ]

Svenson
16.12.2003, 21:31
Sooo,

hab mal schnell ne Predator-Schale gezogen...
2x160g Glas, 1x 80er zum Schluß.
Resultat: 219g

Nu aba schnell zum Schleifen... Soll ja noch leichter werden!

:D :D :D
Gruß aus HH

http://www.rc-network.de/upload/1071606819.jpg

[ 16. Dezember 2003, 21:33: Beitrag editiert von: Svenson ]

Gast_633
16.12.2003, 21:35
hi sven , keinen panik, das ist doch ein super wert.
ich haette ja gern so einen schale ;)

gruss andreas

Svenson
16.12.2003, 22:18
Hey Andreas!

Bin am Fra und Sa in München,- (Weihnachtsfeier von der Firma)
allerdings habe ich wohl erst am Sa Mittag Zeit - den Kater ausschlafen ;)
wie siehts aus?

Soll ich Dir ne Schale mitbringen? Als Handgepäck im Flieger wird das nur schwer, denke ich!

Grins - nee, im Ernst, die erste Schale ist meine, aber ich kann ja mal gucken, ob ich nicht noch etwas Glas und Harz rumliegen habe !

Meld Dich mal!

;)
Gruß Sven

EINMETER BROOT
16.12.2003, 22:32
[ 25. Dezember 2004, 11:47: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

smunck
17.12.2003, 12:04
@lenz und tiga
ich gebe ja auch nur wieder was mit der eigner gesagt hat. die ts2 kenne ich nur von bildern, habe ich live noch nicht erlebt. ich habe auch gerade nochmal nachgedacht. ich meine nicht die schmale experimenta sondern seinen breiten vorgänger, wie hieß der noch?`revolution? war ja auch ein "geknickter" nur eben um 30 cm breit. und übrigens auch mit holzmast - das war es ja worum es ursprünglich ging

Tiga
17.12.2003, 12:47
Original erstellt von smunck:
mensch, ihr achtet die ganze zeit so sehr aufs gewicht und jetzt wollt ihr gerade für den mast so was schweres verwenden? bau einen holzmast, da bist du deutlich leichter!Hallo Sebastian,

dieser Beitrag lies mir keine Ruhe so daß ich heute morgen in den Baumarkt bin und mich mit Material eingedeckt habe. Und zum Vergleich habe ich 12mm Rundstäbe bzw. Rundrohr in Alu, Kiefer und Buche gekauft, um das Gewicht und das Biegeverhalten zu testen.

Das Ergebnis:

1m Alurohr 12mm: 88g
1m Kiefernstab 12mm: 65g
1m Buchenstab 12mm: 76g

Danach habe ich die Rohre auf zwei Stützen aufgelegt (5mm Auflagefläche jeweils am Rohrende) und in der Mitte mit 1,5kg belastet.

Die gemessene Durchbiegung:

Alurohr: 5mm
Buchenstab: 18mm
Kiefernstab: nicht gemessen, der hat sich so stark verbogen daß er von der Auflage gerutscht ist.

Fazit: Buchenholz ist ja bereits eine sehr harte und biegesteife Holzart, und dennoch gibt es erhebliche Unterschiede im Biegeverhalten. Ich weiß nicht welche Holzart du meinst wenn du "deutlich leichter" bleiben willst und das bei auch nur halbwegs vergleichbarer Festigkeit.

Möglicherweise erreichst du eine mit Alu vergleichbare Biegefestigkeit wenn du spezielle exotische Harthölzer (z.B. Bongossi oder Massaranduba) formverleimst, aber dann wird der Mast auch sehr schwer. Und selbst dann hast du mit ca. 190N/cm2 noch immer nicht die vergleichbare Biegefestigkeit, müßtest den Mast also dicker machen.

Grüße
Rainer

smunck
17.12.2003, 16:48
hallo rainer
nun, ich finde 12 g bei diesen gewichten schon eine ganze menge. und das biegeverhalten ist ja auch immer ein philosophie für sich. steife masten müssen nicht zwingend die schnelleren sein, das sieht man gerade im moment bei vielen jollenklassen, die von alu auf carbon umrüsten, wobei die carbonmasten bei verstagten riggs häufig im top biegsamer sind als die aluriggs. dies bringt den vorteil des aktiveren mitarbeitens des riggs. aber wenn du steif willst, so sollst du haben. ich hör mich mal um und komme auf das thema zurück
gruß

Tiga
17.12.2003, 21:25
Hallo Leute,

mal ´ne ganz einfache Frage zwischendurch:

ich bin gerade dabei die letzten "Innereien" wie z.B. den Schwertkasten einzubauen. Die Innenseite des Rumpfes wird mit Epoxydharz eingestrichen, punktuell wird mit Glasgewebeband verstärkt. Einige Stellen, u.a. besagten Schwertkasten oder die Innenseite der Mastaufnahme, möchte ich lediglich lackieren damit sie wasserfest werden.

Welchen Lack empfehlt ihr da? Muß es ein Boots- oder Parkettlack sein oder reicht auch einfacher Klarlack, evtl. sogar Dickschicht-Lasur? Man sieht die Teile ja nicht, der Lack soll nur gut einziehen und keine allzu dicke Schicht bilden.

Grüße
Rainer

EINMETER BROOT
17.12.2003, 21:46
[ 25. Dezember 2004, 11:49: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

EINMETER BROOT
18.12.2003, 22:02
[ 25. Dezember 2004, 11:49: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Tiga
18.12.2003, 23:08
Hi Lorenz,

zur ersten Frage: ich bin auch Drachenflieger und habe u.a. zwei Monsterdrachen von Elliot! Für den einen brauche ich eine 200kp-Schnur, die ist so stabil daß man sie sicher auch für die IOM verwenden kann. Einfach testen und berichten!
Allerdings kosten diese extrem starken Dyneema-Schnüre auch schon über 1 EUR pro Meter, da kannst du gleich eine Stahllitze nehmen. Erlaubt ist nach den Klassenregeln "Stahl und/oder Kunststoffe".

Bezüglich der Umlenkung habe ich einen Tipp gelesen daß man einfach mit einem Stück Bowdenzugrohr zwischen zwei Balsaholzteilen einen gut funktionierenden Block herstellen kann.

http://www.rc-network.de/upload/1071784704.gif

Nach diesem Prinzip lassen sich auch schöne Decksdurchführungen erstellen.

Dieser Tipp stammt aus dem "US One Meter Construktion Guide" (http://www.amya.org/us1mcons.html#PLANS%20for%20the%20Mistral). Darin findest du 65 Seiten Anleitungen zum Bau einer US-1m-Yacht. Ist zwar nicht IOM, aber vieles läßt sich auch für unsere Yachten verwenden.

Grüße
Rainer

EINMETER BROOT
18.12.2003, 23:41
danke übrigens für den tipp mit den umlenkrollen.verwendest du dann wirklich diese sündhaft teuren rollen von kdh?ist das mit den umlenkrollen mit röhrchen nicht zu schwergängig im gegenstz zu umlenkrollen? meint ihr das bei leichtem weind danoch was geht und das seil leicht da durch läuft? der sagt in dem text irgendwas von teflon aber was er damit macht konnte ich nicht herausfinden.

@ rainer was fliegst du sonst noch für drachen?
ich meine nur das man sich mitdynema eine ganzen haufen gewicht am rigg sparen kann und auserdem wirds billiger wenn man da einfach zwei klemmschieber verwendet.

gute nacht lorenz

[ 18. Dezember 2003, 23:44: Beitrag editiert von: lenz ]

Tiga
19.12.2003, 07:03
Hi Lorenz,

der Autor schreibt ja daß diese selbstgemachten Blöcke "mindestens genau so gut wenn nicht besser" laufen als ein kugelgelagerter Block.

Er verwendet ein teflonbeschichtetes Bowdenzugrohr - ich habe es gestern mal mit einem normalen Kunststoffrohr versucht und finde daß die Schnur sehr leicht darin läuft. Ich werde es auf jeden Fall mal so versuchen.

Bei den Wanten und Stagen aus Dyneema bin ich mir nicht ganz sicher ob das die ideale Lösung ist. Selbst wenn die Schnüre es von der Zug- und Dehnfestigkeit her locker aushalten so wirst du alleine mit einem Klemmschieber nicht genau genug arbeiten können. Vermutlich wirst du ohne richtigen Wantenspanner nicht auskommen. Aber du weißt ja: Versuch macht kluch! :D

Was die Drachen betrifft habe ich u.a. von Elliot den Infinity, den Aviv, den Outback und den Mystic.

Grüße
Rainer

Tiga
19.12.2003, 07:10
Ach ja, bei der Gelegenheit gleich die Frage: weiß jemand wo man teflonbeschichtete Bowdenzugrohre her bekommt?

Grüße
Rainer

[ 19. Dezember 2003, 07:12: Beitrag editiert von: Tiga ]

Gast_633
19.12.2003, 12:29
hi, ich verwende stahlvorfach aus dem anglerladen fuer die wanten. ist billiger als Drachenschnur.
als spannvorrichtung kannst du auch die billige loesung mit den servobefestigungen machen.
http://www.modellsegeln.net/rigg/wantenspannerdiverse.jpg
(die hinterste meine ich)
Klemm schiebr haben meiner meinung nach den nachteil, dass sie sich zu leicht wieder veraendert, wenn das rigg transportiert wird. Ein sauber riggtrimm sollte einmal fest eingestell sein (damit der mast gerade steht. das achterstag und auch das vorstag wird oft aus drachenschnur gemacht, da dort eher mal was veraendert wird.

gruss andreas

[ 19. Dezember 2003, 12:32: Beitrag editiert von: andreas s. ]

Tiga
19.12.2003, 13:06
Hi Andreas,

woher beziehst du die Kauschen?
Oder einfach ein Stück Messingrohr flach pressen?

Grüße
Rainer

smunck
19.12.2003, 13:16
@ rainer
hallo reiner. du schreibst, daß ohne richtige wantenspanner nicht auszukommen ist. das sehe ich nicht so, denn du kannst auch einfach den mast in der höhe verändern, das geht sehr genau und ist preislich deutlich günstiger als wantenspanner. ich habe dafür eine rendelmutter und eine normale schraube verwendet. die nicht drehbarkeit des Mastes kann man dabei dann z.b. mit einem etwas festeren mastkontroller erreichen. ich versuch mal eine zeichnung zu machen und poste die dann
gruß
sebastian

Tiga
19.12.2003, 13:25
Hi Sebastian,

super Idee!
Hat ja auch den Vorteil daß man nicht immer darauf achten muß die beiden Wantenspanner gleichmäßig zu verändern. Ein Dreh genügt und der Trimm ist verändert!

Grüße
Rainer

smunck
19.12.2003, 13:29
Mehr gibt mein paint leider nicht her ;o)

http://www.rc-network.de/upload/1071836870.JPG

EINMETER BROOT
19.12.2003, 18:02
hallo minander
ist es eigentlich schlimm wenn das schwert auf jeder seite im schwertkasten 1mm luft hat?mit lack werden es warscheinlich nur noch 0,8 sein

danke für antwort
lorenz

Tiga
19.12.2003, 18:15
"auf jeder Seite 1mm" - nach Adam Riese also insges. 2. Ich finde das schon etwas viel.

Klebe doch einfach auf jeder Seite 1mm Sperrholz auf, dann müßte es ja genau passen.

Wie hast du denn jetzt das Schwert gebaut?

Grüße
Rainer

EINMETER BROOT
19.12.2003, 18:32
ich hab doch noch ein günstiges cfk schwert bei ebay bekommen

Tiga
19.12.2003, 19:43
@Andreas:
das "Stahlvorfach" war ein toller Tipp!

Im Modellbaubedarf kostet Stahllitze mit ca. 28 kg Tragkraft ca. 9 EUR für 10m.

Jetzt habe ich Nylon-ummanteltes Stahlvorfach aus dem Anglershop mit 40 kg Tragkraft für gerade mal 3,25 EUR / 10m. Und zu dem Preis sind sogar schon die Klemmhülsen mit dabei!

Grüße
Rainer

EINMETER BROOT
19.12.2003, 20:43
[ 25. Dezember 2004, 11:50: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Gast_633
19.12.2003, 22:25
>woher beziehst du die Kauschen?

weiss nicht genau welche du meinst. die an den grossen an den segelecken gibt es im baumarkt. sind einfach lochnieten (glaueb so heissen die).
die kleinen die ich am segel habe habe ich mal geschenkt bekommen.leider aus. mach nun mit einem spitzen loetkolben die loecher in den verstaerkungsstreifen.

gruss andreas

Tiga
20.12.2003, 08:32
Hi Andreas,

sorry, war wohl der falsche Begriff! Ich meinte die Presshülsen um die Stahlseile zu fixieren.

Grüße
Rainer

Gast_633
20.12.2003, 09:37
abgesaegtes messing rohr. moeglichts knapp bemessen. 2mm mit 1,2mm innendurchmesse glaube ich, je nach drahtdicke. oder wie oben gesagt, bei den anglerdrahtvorlaeufern ist es machnmal mit dabei.
gruss andreas

Ulrich Burbat
20.12.2003, 12:30
Hallo,
das Schwert sollte in seiner Endstellung unmedingt unbeweglich fest sein.
Eine durch das Wasser gezogene Platte versucht zu schwingen. Meiner Meinung nach sollte das vermieden werden. Ein loses Schwert im Schwertkasten müßte meiner Meinung nach leichter zum Schwingen neigen. schwingende Schwerter, bis hin zu mitschwingenden Bleibomben haben vermutlich einen höheren Strömungswiderstand.
Meine Auffassung entnehme ich daraus, dass Schwerter nicht nur nach der Verbiegefestigkeit, sondern auch nach Verdrehfestigkeit, die ja der Schwingungsneigung entgegensteht, betrachtet werden.

MfG

Ulli

Ulrich Burbat
20.12.2003, 12:38
Hallo Reiner,
falls erlaubt, gib mal die Adresse von dem Laden an, ansonsten auf Uli.Burbat@freenet.de

Achtung die Ummantelung gut an Kanten schüzuen, sonst ist sie bald durchgescheuert.

MfG

Ulli

EINMETER BROOT
20.12.2003, 15:46
ich habe jetzt eine mastbox mit 3cm länge gebaut (vom im plan gegebenen punkt 1,5 cm nach vorn und hinten).
ist das denn ok?
auf den meisten bildern sieht die mastbox immer elend lang aus

lorenz

Tiga
20.12.2003, 16:57
@Ulli:
meinst du den Anglershop?
www.angelsport.de (http://www.angelsport.de)

@Lorenz:
mein Mastkasten hat unten eine Länge von 25mm, oben von 35mm so kann ich sowohl die Mastposition als auch die Neigung etwas variieren.

Grüße
Rainer

Gast_633
20.12.2003, 16:58
hi lorenz, 3 cm ist ok.

habe gerade mal nachgeschaut. mein anglerstahlvorfach hat nur 18kg fuer die wanten. reicht auch.

gruss andreas

Kymsail
20.12.2003, 18:45
Hi,
mal nebenbei: Kennt jemand von euch die IOM Stomp von Bantock?
Gruß Kym.

EINMETER BROOT
20.12.2003, 21:01
also ich richte gerade die finne aus.
geht echt gut weil der schwertkasten im rumpf von selbst hält und ich nicht von unten abstüzen muss.
sieht auch so schon echt toll aus.
es wird langsam was und langsam auch ein segelschiff!!!!

servus lorenz

Gerhard
20.12.2003, 21:36
Mine Woodpecker schaut auch schon so langsam wie ein Segelschiff aus !!!

hier:

http://mitglied.lycos.de/jogerhard/woodpecker/rumpf3loch.jpg

Gerhard

EINMETER BROOT
20.12.2003, 22:07
sieht nett aus gerhard.
bis zum frühjahr schaffen wir das noch leicht.
segelst u dann bei den münchnern regatta?

lorenz

Tiga
20.12.2003, 23:33
So, wieder mal ein kleiner Zwischenbericht!

die "Kiste" wurde soeben geöffnet und das Ergebnis ist einfach klasse. :D :D

http://www.rc-network.de/upload/1071958136.jpg

Besagte Kiste ist natürlich kein IOM-Sarg, sondern eine Temperbox, die ich mir heute gebaut habe. Die Heizung erfolgt über 3 Glühbirnen im Deckel, wobei sich die Temperatur entweder über einen Dimmer oder über die Wahl der Birnen einstellen läßt. Ich habe letztere Methode gewählt. Mit 3x 25W kommt man auf ca. 35-38 Grad, mit 3x 40W auf ca. 45-48 Grad, also ideale Bedingungen zum aushärten.

http://www.rc-network.de/upload/1071958513.jpg

Der Rumpf war 3 Std. in der Kiste und das Epoxi ist knochenhart und absolut klebefrei. Bei niederigen Temperaturen bleibt ja je nach Harz oft eine leicht schmierige Oberfläche übrig was ich durch das tempern unbedingt verhindern wollte.

http://www.rc-network.de/upload/1071958606.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1071958629.jpg

Der Innenausbau des Rumpes ist soweit fertig. Ich wollte mich erst an die Schleifarbeiten an der Außenseite ranmachen wenn die maximale Steifigkeit erreicht ist. So verformen sich die Balsaplanken beim schleifen nicht mehr. Alle Spanten und Verstärkungen sind drin und der Schwertkasten ist ebenfalls eingebaut. Ich habe ihn vielleicht etwas zu stabil gemacht, 2,5mm Buchensperrholz. Aber da wollte ich auf Nummer Sicher gehen. Die oberste Planke habe ich noch mit extra-hartem Balsaholz aufgedoppelt damit nacher mehr Klebefläche für das Deck vorhanden ist. Dazu noch ein Verstärkungsstreifen aus 1mm Sperrholz unter dem Schwertkasten und ein weiterer da wo die Ruderachse sitzt.

Die komplette Innenseite ist mit Epoxy versiegelt. Zusätzlich sind insgesamt 7 Gewebestreifen zur Verstärkung an der Position der Spanten eingebracht, dazu noch einen Streifen entlang der Mitte und noch weitere Verstärkungen um den Bereich des Schwertkastens.

Alles in allem ist der Rumpf jetzt schon extrem stabil. Und das Gewicht liegt derzeit bei 330g, dabei habe ich noch nichts verschliffen!

Also ich bin echt überrascht wie gut das bisher alles läuft, IOM-Bau kann süchtig machen! :D

Grüße
Rainer

Ulrich Burbat
21.12.2003, 01:40
Hallo Lorenz,
habe in einer 1 mm Platte Servo, Akkobox, Segelwinde und RX Fach i8ntegriert, alles am Schwertkasten und mit einem Halbspant 1 mm am Boden abgestützt (sehr fester Punkt im Boot).
Nicht übertreiben. ein Normalservo (? für Ruder?)hat solche Zugkräfte, die 1 mm Sph gut aufnehmen kann. Wie viel Platz braucht dein Ruderservo? meins hat einen Ruderhebel von 2 cm.
In meiner 1. IOM ist kein Spant (Glattdeck) die 2. wird max 2 Spanten im Bereich Schwert-/Masttasche haben, da ich den Mast in eine Mulde einbringe und in diesem Bereich die größten Kräfte vom Schwert erwarte.

Hallo Rainer,
meine 2. IOM wird ein gerundetes Vorschiff erhalten. Zur Aufnahme der Kräfte aus Fockhaltepunkte und Fockholepunkt baue ich auf Empfehlung eines alten Hasens eine 13x13 mm Hartholzleiste vom Hauptspant zum Bug ein Keine Zusatzverstärkungen zum Boden der Rumpfschale). Deine Leiste erscheint deutlich schwächer zu sein. Hier scheinen weitere Verstärkungen erforderlich.

MfG aus dem NO

Ulli

Tiga
21.12.2003, 09:11
@Lorenz:
das Ruderservo braucht sicher keine sehr stabile Befestigung, 1mm Sperrholz dürfte reichen. Anders sieht es mit dem Segelservo aus, das werde ich in einen 2mm Sperrholzrahmen setzen, der zum Boden, zur Seitenwand und zu beiden Spanten verankert wird, also wie eine Art Zwischendeck! Natürlich mit etlichen Öffnungen drin um Gewicht zu sparen.

Das Segelservo kommt bei mir unmittelbar vor den 2. Spant. Für den Arm mußt du einen Radius von 90mm ab Servoachse einkalkulieren.

Nach den Teflon-Bowdenzugröhrchen suche ich auch noch, falls du was erfährst wäre es nett wenn du mir eine Info zukommen läßt.

@Ulli:
danke für deinen Tipp!
Als Verstärkung ist eine Hartholzleiste 12x6 vorgesehen. Der Umlenkpunkt für die Fockschot sitzt genau auf dem 2. Spant, für den Fockdrehpunkt habe ich noch eine Krafteinleitung zum Boden vorgesehen. Ich denke das sollte reichen.

Grüße
Rainer

EINMETER BROOT
21.12.2003, 12:01
[ 25. Dezember 2004, 11:52: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Gerhard
21.12.2003, 12:23
@Lenz

sieht ja spitzenmässig aus was du da bisher gebaut hast. Dagegen schaut meine "Woody 1" aus wie eine krumme Zigarrenkiste.

Ich glaub ich nehm mein Foto wieder raus, gehe in den Bastelkeller und schäme mich (Scherz).

Zum Thema München:
ich komme aus Aichach, das liegt 40 Autominuten vom Feringasee entfernt. Werde da bestimmt mal aufkreuzen. Bin ich ja schon Andreas S. und Alexander H. schuldig.

Mein "Heimatverein" ist eigentlich der SMC Augsburg.

Darf ich als Nicht-DSV-Mitgleid überhaupt bei einer IOM Regatta mitsegeln ? Vermutlich nur bei einer Freundschaftsregatta.

Gerhard

EINMETER BROOT
21.12.2003, 13:21
[ 25. Dezember 2004, 11:53: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Tiga
21.12.2003, 13:31
Hi Lorenz,

deine Arrow ist vielleicht schöner, aber dafür hast du inzwischen vermutlich schon so viel Gewicht daß du sie nur noch als U-Boot verwenden kannst! :D :D :D

Was die Bleibombe angeht: ich wollte sie auch erst kaufen, kostet je nach Lieferant zwischen 30 und 36 EUR zzgl. Porto. Da ich aber gleich zwei brauche lohnt es sich wohl sie selber zu bauen. Ich mache mir erst mal einen genaue Vorlage aus Balsa und davon dann einen Gipsabdruck. Mit der Gipsform kann ich dann auch mehrere Bleibomben machen. Wenn du es nicht zu eilig damit hast kann ich dir ja eine mitgiessen. Aber es wird auf jeden Fall 1. Januarwoche.

Grüße
Rainer

EINMETER BROOT
21.12.2003, 16:51
@ rainer
ich nehme auf jeden fall ne bombe wenn es dir nichts ausmacht

tolle sche
lorenz

Gast_633
21.12.2003, 17:40
hi tiga, vergiss nicht blei aufzuheben. bei dem gewicht wie du im momnet baust und wohl weiterbauen wirst, musst du einiges an blei reinlegen, damit du deine 4 kg bekommst ;)

also deine arrow sieht echt klasse aus. dachte erst, soviel verstaerkungen braucht es nicht (alles nur gewicht) aber als ich dann dein gewicht gelesen habe, dachte ich, warum eigentlich nicht.
die idee mit den gluehbirnen in der temperbox genial. hab schon immer ueberlegt wie ich denn die heizen kann. habe deshalb noch keine gebaut. danke.

@ lenz gips gibs im baumark fuer sehr wenig geld, aber ich denke wenn einer rumsaut reicht es. nimm das angebot an.

zum thema regatten. in muenchen finden 2004 nur freundschaftregatten statt, also ohne messbiref und dsv zugeheorigkeit. trotzdem sollte das boot den kontrollblicken standhalten und den klassenregeln entsprechen. in der naehe von nördlingen gibt es auch fast jeden monat einen IOM regatta. alles bei mir unter termine. freue mich auf euch.

danke andreas

EINMETER BROOT
21.12.2003, 19:21
[ 25. Dezember 2004, 11:53: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Tiga
21.12.2003, 20:44
Hi Lorenz,

das Blei beziehe ich bei Ebay - 1,20 EUR pro Kilo. Klar, beim Reifenhändler bekomme ich es vielleicht umsonst, aber ob der gerade 10-15 kg davon rumstehen hat? Und 3 EUR Materialpreis pro Bleibombe ist ja auch im Rahmen des Erträglichen.

@Andreas:
es war ja von vornherein meine Idee, den Balsarumpf quasi nur als Form zu betrachten, daher auch das leichteste Balsa das ich auftreiben konnte. Und dann dafür geziehlt Verstärkungen einbauen da wo es nötig ist.
Meiner Waage nach scheint die Idee aufzugehen!

Grüße
Rainer

[ 21. Dezember 2003, 20:51: Beitrag editiert von: Tiga ]

Tiga
21.12.2003, 21:01
Sodele, das zweite Schiff ist fertig - die Woodpecker!

http://www.rc-network.de/upload/1072036692.jpg

Was ja echt eine superschnelle Aktion, um 11 habe ich zum ersten Mal den Bauplan näher in Augenschein genommen und jetzt ist die Rumpfschale bereits fertig. Ist ja fast schon ein Schnellbaukasten ;)

Grüße
Rainer

EINMETER BROOT
21.12.2003, 23:04
[ 27. Oktober 2004, 21:45: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Tiga
22.12.2003, 08:57
Hi Lorenz,

das Holz hatte ich ich noch vorrätig. Es war zunächst für das Deck meiner Arrow gedacht - jetzt muß ich erst mal los und Nachschub besorgen.

Was die Bleibombe anbetrifft hatte ich dir ja bereits geschrieben daß es 1. Januarwoche wird. Mit etwas Glück auch schon ein paar Tage früher, aber das will ich nicht versprechen.

Grüße
Rainer

EINMETER BROOT
22.12.2003, 12:40
[ 27. Oktober 2004, 21:45: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Tiga
22.12.2003, 15:01
Hi Lorenz,

die Bleibombe ist mit 2,4 kg geplant.
Ich hatte die Idee als Mittelachse ein Messingrohr mit 6mm Innendurchmesser mit einzugiessen, dort kann man bei Bedarf noch bis zu 120 g Blei einfüllen quasi als "Feintuning".

Grüße
Rainer

Gerhard
22.12.2003, 15:34
@Rainer

<<
um 11 habe ich zum ersten Mal den Bauplan näher in Augenschein genommen und jetzt ist die Rumpfschale bereits fertig
<<

mit was hast du denn die Rumpfteile verklebt ?
Sekundenkleber ?

Gerhard

Tiga
22.12.2003, 16:53
Hi Gerhard,

richtig, ich habe Sekundenkleber genommen!

Nach meinen positiven Erfahrungen beim Bau der Arrow habe ich die 5 Formteile zuerst mal mit Tesafilm provisorisch fixiert. Danach systematisch vom Heck zum Bug alle 1-2 cm einen Tropfen Sekundenkleber auf die Nahtstelle, durch den Kappilareffekt zieht der Kleber hervorragend in die Naht ein und verteilt sich. Vor allem kann man so ganz exakt arbeiten, wenn man mit Klebeband arbeitet kommt es doch immer wieder zu minimalen Ungenauigkeiten. Nur das Bug- und das Heckteil habe ich erst mal mit Tape fixiert und dann von innen mit Epoxy verklebt.

Natürlich kommt jetzt noch von innen das Glasfaserband drauf.

Grüße
Rainer

Gast_633
22.12.2003, 17:39
hi, zum bleigiesen. die meisten schwerter wiegen zwischen 110 und 150g. also das blei nicht schwerer als 2350g machen. das mit dem fein tuning ist ein witziger ansatz. aber ob es hilft dort dann 10-20g rein zu tun??. aber ein versuch ist es wert.
gruss andreas

Tiga
23.12.2003, 12:34
Bau des Ruders:

Für den Bau des Ruders gibt es sicher viele Varianten. Die einfachste dürfte wohl die sein daß man zwei Sperrholzbrettchen um die Ruderachse biegt und die Kanten zusammenleimt. Die komplizierteste besteht sicher darin, erst ein Musterruder zurechtzuschleifen, davon eine Negativform zu erstellen und dann ein CFK-Ruder zu laminieren.

Die erste Methode war mir etwas zu ungenau, ich habe das mal getestet und vor allem der Nasenbereich war für meinen Geschmack etwas zu spitz zulaufend. Die zweite Methode erschien mir zu kompliziert. Also habe ich überlegt wie ich mit relativ wenig Aufwand doch ein möglichst stabiles Ruder mit ordentlichem Profil hinbekomme.

Hier mein Weg:

http://www.rc-network.de/upload/1072177794.jpg

Die gewünschte Ruderform aus 0,8mm Sperrholz 2x ausschneiden.

http://www.rc-network.de/upload/1072177846.jpg

Für die Ruderachse habe ich mir folgendes überlegt: drei Löcher in die Achse bohren und dann 3 Stahlstifte durchstecken. Die Stahlstifte müssen natürlich exakt ausgerichtet sein (aus der Querachse betrachtet).

http://www.rc-network.de/upload/1072177979.jpg

Nun an der Vorderkante einen 4mm Sperrholzstreifen verleimen. Die Achse selbst mit Epoxy verkleben. Wie ihr sehen könnt ist alles vorbereitet um die 2. Sperrholzform auflegen zu können.

http://www.rc-network.de/upload/1072178150.jpg

Die meisten Gedanken habe ich mir gemacht wie ich die beiden Seitenteile des Ruders absolut passgenau, symmetrisch und ohne Verzug zusammenleimen kann. Dann hatte ich die zündende Idee: aus zwei Reststücken MDF-Platte habe ich eine Form gefertigt. Die Stelle an der die Hinterkante des Ruders zu liegen kommt habe ich mit 2mm Balsaresten versehen.

http://www.rc-network.de/upload/1072178324.jpg

In diese Form wird nun das Ruderblatt eingelegt und mit Schraubzwingen verpresst.

http://www.rc-network.de/upload/1072178416.jpg
http://www.rc-network.de/upload/1072178435.jpg

Nun noch fleißig schleifen und das Ruder ist fertig. Das Profil habe ich mit einer Schablone immer wieder überprüft und bin mit recht großer Genauigkeit bei NACA00 9% Profildicke gelandet. Teilweise liegt die Schablone so perfekt auf daß kein Lichtspalt mehr zu erkennen ist.

Man kann sich übrigens sehr viel Schleifarbeit sparen wenn man die grobe Form schon mal mit einem Balsahobel herausarbeitet.

http://www.rc-network.de/upload/1072179174.jpg

Zum Vergleich: oben das Ruder noch unverschliffen aus der Form, unten das fertige Ruder.

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Mag sein daß ein CFK-Ruder noch etwas genauer ist, aber mir reicht es so wie es ist.
Das Ruder ist supersteif, selbst wenn man es mit ziemlicher Kraft zu biegen versucht schafft man max. 2mm. Und das Gewicht liegt incl. Achse und G4-Lackierung bei 43 Gramm.

Ich habe keine Ahnung was so ein fertiges CFG-Ruder wiegt, aber ich denke sehr viel leichter kann das auch nicht sein.

Der Zeitaufwand: ca. 3,5 Std. für 2 Ruder.

Grüße
Rainer

[ 23. Dezember 2003, 12:36: Beitrag editiert von: Tiga ]

Hair Dryer
23.12.2003, 17:03
Hallo Rainer,

Danke für die perfekte Baubeschreibung Deines Ruders. Gefällt mir sehr gut. Habe bislang meine Ruder mehr oder weniger mühsam aus einem Balsabrett per Hand bzw. Heimwerkerbandschleifer zugeschliffen und dann beidseitig überlaminiert - und nochmal verschliffen etc. pp.. Deine Methode verspricht u.a. weniger Balsastaub in der Lunge.... :D Werde es beim nächsten Eigenbauruder mal so probieren.

Gruß
Thomas

Ulrich Burbat
24.12.2003, 08:24
Hallo Rainer,

zuerst möchte ich feststellen, dass Dein Ruder sehr gut aussieht.
Mein Ruder (nur eins, da ich mir noch eins aus 0,3 mm ALU Blech nach der gleichen Methode mit ca. 28 g gebaut habe)habe ich fast genauso gefertigt und bin gut zurecht gekommen. Die Neigung zum verdrehten beim Zusammenbau habe ich mitbekommen.

Meine Abweichungen, die ev. Geschmacksache sind:
1.
Als Achse 6 mm ALU Rund entsprechend der Rudervorderkante biegen und ab Rudereintritt etwas verjüngen (zwei seitliche Flächen bilden sich).
2.
Ohne die Stahlstifte, da ich davon ausgehe, dass die Verdrehfestigkeit des fertigen Kastens ausreichend groß ist und die seitlichen Flächen ausreichend Drehmoment übertragen können.
3.
Die Sperrholzplatten an der Innenseite im Nasenbereich und an der Hinterkante angephasen, bis eine scharfe Kante entsteht (an der Hinterkante deutlich flacheren Winkel). Im Zusammengeklebten Zustand soll innen eine kleine V-Naht entstehen und aussen die scharfen Kanten sauber zusammenpassen. Damit erhalte ich ausreichend breite Klebefläche und aussen ist kaum noch was zu schleifen. Die Holzmaserung bleibt bis auf den Nasenbereich fast ungestört.
4.
Im Nasenbereich eine 3x5 mm Kiefernleiste (analog zur Ruderachse verjüngen und der vorderen Ruderkante entsprechend krümmen) flach eingeklebt, die vorne etwa 2 mm vor steht (für den Nasenradius).

Sperrholzaussenseite im Bereich Vorder- und Hinterkante mit über der Tischkante gezogenen Klebestreifen (klebt dann nicht mehr so gut)die Kanten gegen Kleber schützen. Mit Doppelklebestreifen auf jede Aussenseite an den Klebekanten 5x5 Leisten (für bessere Lastverteilung der Klammern) kleben.
Die Verklebung dann mit Wäscheklammern zusammenhalten.
Es ist ein Profil entstanden, aber frage mich nicht welches.

Gutes Gelingen und Allen zusammen ein frohes Fest und einen guten Rutsch

MfG aus dem NO

Ulli

Tiga
24.12.2003, 08:38
Hi Ulli,

danke für deine Anregungen!

mit 6mm Innenrohr wird das Profil für meinen Geschmack etwas zu dick, damit würde ich bei meiner Ruderform bei einer Profildicke von stellenweise >15% liegen.

Was die Stahlstifte anbetrifft hast du recht, die sind sicherlich überflüssig. Ich hatte sie zuerst eingeplant um ein Verdrehen des Sperrholzes beim Zusammenleimen zu verhindern. Erst nachdem die Achsen fertig waren kam ich auf die Idee mit der Pressform, da kann sich nichts mehr verdrehen. Also beim nächsten Ruder würde ich auf die Stifte verzichten.

Das anfasen ist eine gute Idee, werde ich beim Schwert mal so machen.

Statt der Kiefernleiste im Nasenbereich würde ich immer bei einer Sperrholzleiste bleiben. Du hast so den Vorteil daß du dich beim schleifen an den sichtbar werdenden Linien des Sperrholzes gut orientieren kannst.

Viele Grüße
Rainer

Gerhard
24.12.2003, 13:13
Das mit den Streifen (Schichten) dess Sperrholz, ist wirklich eine tolle Sache. Da macht das Schleifen gleich mehr Spaß, wenn man die Höhenlinien herausarbeten kann.

Frohe Weihnachten !!!!

Gerhard

EINMETER BROOT
24.12.2003, 23:53
[ 25. Dezember 2004, 11:55: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Tiga
25.12.2003, 09:48
Kielfinne

Um die Wartezeit auf´s Christkind etwas zu verkürzen habe ich mich am Heiligabend noch an die Kielfinne und die Bleibombe gemacht. Nach meinen guten Erfahrungen mit dem Ruder entschloss ich mich entgegen meinen ursprünglichen Plänen, es doch auch mal mit der "Stabbiegemethode" zu versuchen. Allerdings sollte es schon ein sehr genaues Profil ergeben, meine Wahl ist ein NACA65xx mit 8% Profildicke oben gestakt auf 11% unten. Die Profiltiefe sollte von 100mm oben auf 70mm unten verlaufen.

Einfach das Sperrholz um ein CFG-Rohr zu biegen war mir viel zu ungenau. Deshalb habe ich mit drei CFG-Vollstäben (1x 6mm und 2x4mm) gearbeitet. Den 6mm Stab habe ich knapp vor die Profilmitte gesetzt, die beiden dünneren Stäbe davor und dahinter, alles erst mal mit Tesa fixiert. Ca. 30 Minuten lang wurden die Stäbe immer wieder minimal verschoben, dann wieder provisorisch in Form gepresst und das so entstandene Profil mit der Original-Profilschablone verglichen. Irgendwann war es dann soweit und die optimale Position war gefunden.

http://www.rc-network.de/upload/1072337985.jpg

Die schwarze Linie zeigt die ideale Profilkurve an - passt doch ganz gut! Selbst im Nasenbereich kaum Schleifarbeit.

http://www.rc-network.de/upload/1072338389.jpg

Hier seht ihr die vorbereiteten 1mm-Sperrholzbrettchen. Die Hinterkanten sind angefast (Tipp von Ulli) und mit einem breiten Klebestreifen verbunden. Man sieht die mit Sekundenkleber fixierten CFK-Stäbe und den Sperrholzstreifen für den Nasenbereich. Und als zusätzliche Versteifung werden noch 10 CFK-Rovingstreifen einlaminiert.

http://www.rc-network.de/upload/1072338775.jpg

Auf die Vorder- und Hinterkante habe ich mit doppelseitigem Klebeband 10mm Kiefernleisten aufgeklebt damit die Presskraft der Klammern gleichmäßig verteilt wird. (auch ein Tipp von Ulli) Hier besteht allerdings die Gefahr daß sich Vorder- und Hinterkante zueinander verdrehen und man das vorab kaum merkt. Also hier sehr genau messen oder peilen! Beim nächsten Mal würde ich wieder eine einfache Pressform machen, da kann sowas nicht passieren.

Nach einer letzten sorgfältigen Prüfung ob alles genau sitzt kommt das ganze Paket in die Temperbox und dann heißt es 4 Std. warten.

Der spannende Augenblick:

http://www.rc-network.de/upload/1072339924.jpg

Sieht auf den ersten Blick sehr gut aus. Und auch gleich noch einen Profilvergleich:

http://www.rc-network.de/upload/1072339974.jpg

Ich würde sagen: da kann man nicht meckern! :D
Besser und genauer wird man es mit der "Sperrholzbiegemethode" wohl kaum schaffen. Die Abweichungen von der Ideallinie sind durchweg deutlich unter 0,5 mm sofern man da überhaupt noch von Abweichung reden kann.

Dann noch als letzter Test der Biegeversuch: das Schwert horizontal mit einer Schraubzwinge eingespannt und das freie Ende mit 2,5 kg belastet.

http://www.rc-network.de/upload/1072341115.jpg

Die Durchbiegung beträgt 8mm - ich habe zwar keinen Vergleich, aber ich denke das ist ein sehr guter Wert! Das Gewicht: noch unverschliffen 136 Gramm - sicher auch OK.

Tiga
25.12.2003, 10:14
Nun noch das Problem mit der Bleibombe. Ich möchte sie ja selber mittels Gipsform giessen, aber da ich kein Original habe stellte sich die Frage woher ich die Vorlage für die Form bekomme.

Naheliegend wäre es, die Musterbombe aus Vollholz zu drechseln. Aber ohne Drechselmaschine ist das etwas schwierig. ;)

Daher kam ich auf die Idee: drechseln für Arme!

Mit dem Programm " Bulb Calculator (http://www.onemetre.net/Download/Bulbcalc/Bulbcalc.htm) " (Dank an Marko Majic!) habe ich mir erst mal die Originalschablone ausgedruckt. Es sollte ein NACA64xx mit 10,5% Profildicke werden. Hier folge ich der Empfehlung von Lester Gilbert.

Nun habe ich aus 2mm Sperrholz 4 Halbschablonen ausgesägt. Diese Halbschablonen werden an einen 4mm Buchenrundstab geleimt.

http://www.rc-network.de/upload/1072342272.jpg
http://www.rc-network.de/upload/1072341784.jpg

Anschließend werden die Zwischenräume mit 10mm-Balsateilen aufgefüllt so daß ein rechteckiger Block entsteht. Danach kommt das große hobeln, raspeln und schleifen um erst mal die grobe Form der Bombe zu bekommen. Hat man sich bis auf 2-3 mm an das entgültige Profil herangearbeitet dann nimmt man eine Bohrmaschine, befestigt sie auf dem Tisch und spannt den Buchenholzstab ein. Den Holzstab am anderen Ende der Bombe steckt man durch eine 4,5mm Bohrung, das ich zuvor in ein Stück Abfallholz gebohrt habe. Fertig ist eine simple "Drechselvorrichtung". Leider war ich da so im Bastelrausch daß ich vergessen habe ein Bild zu machen. Aber ich denke daß ihr genug Phantasie habt um es euch vorzustellen.

Aber aufpassen, der Buchenstab hält nicht sehr viel aus, mir ist er auch prompt abgebrochen. Zum Glück erst als ich sowieso fast fertig war. Den kompletten Drechselvorgang wird er sicher nicht überleben, daher soviel wie möglich vorarbeiten und nur noch die letzten Feinheiten mit dem Schleifpapier auf der "Drechselbank" durchführen. Und nur gaaaaaaanz leicht drücken.

So kann man sich hervorragend an das Profil heran arbeiten, das durch die Sperrholzschablonen vorgegeben ist.

http://www.rc-network.de/upload/1072342894.jpg
http://www.rc-network.de/upload/1072343568.jpg

So sieht das (fast) fertige Werk aus! Schon jetzt betägt die maximale Ungenauigkeit mit der Schieblehre gemessen ca. 0,5 mm. Noch etwas mit feinem Schleifpapier nacharbeiten und meine Musterbombe ist perfekt.

Ich bin ja gespannt ob das Abformen genau so gut klappt!

Grüße
Rainer

EINMETER BROOT
25.12.2003, 11:25
[ 25. Dezember 2004, 11:58: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Kymsail
25.12.2003, 11:32
Sieht echt toll aus ;) . Aber ich lass lieber bauen :p

Tiga
25.12.2003, 11:36
Hi Lorenz,

es würde mich schon interessieren wie steif ein echtes CFK-Schwert tatsächlich ist. Kannst du nicht mal den Einspanntest machen und genau messen? "Über´s Knie ca. 3mm" ist wohl doch etwas ungenau.

Grüße
Rainer

Kymsail
25.12.2003, 13:15
denk ich auch

Tiga
25.12.2003, 13:44
Hi Lorenz,

was den Arm deiner Winde angeht:
über die erforderliche Länge des Servoarmes gibt es unterschiedliche Infos:
Rey Newman schrieb mir mal daß sein Arm 9,5cm lang wäre, andere Angaben schwanken zwischen 8,5 und 9cm. Ich denke mit 9,5cm bist du auf der sicheren Seite, kürzen kannst du später immer noch.

Allerdings setzen diese Angaben voraus daß du mit 1:2-Übersetzung arbeitest.

Ich frage mich allerdings warum du erst zum Heck willst und dort umlenken? Diese Heckumlenkung ist doch wohl für die Endlosschot bei Winchen gedacht!? Ich hatte vor vom Servoarm aus direkt in Decksmitte nach oben, also auf kürzestem Weg zum Befestigungspunkt der Schot am Baum.

Grüße
Rainer

Kymsail
25.12.2003, 14:14
genau

Gast_633
25.12.2003, 14:25
hi, lorenz, kennst du die seite.
http://www.onemetre.net/Download/Armwinch/armwinch.htm

die schot wird vorne am hauptpant festgeknotet, dann durch den servoarm (kugelblock, :( )gefuehrt und dann nachhinten zu einem umlenkblock, der so aufgesetzt ist, das die schot saube und gerade ueberdeck laeuft, keine chance zum verahken, dort wird dann der gummi zum straffhalten angeknotet und die schoten, die zu ihren baeumen gehen.

leider kein bild, aber aussen auf dem deck sieht e snicht anderst aus als mit widne. also schau mal hier.
http://modellsegeln.net/lion/schotfuehrunghinten.jpg

gruss andreas

Tiga
25.12.2003, 14:38
Hi Andreas,

"...die Schoten die zu den Bäumen gehen" - verwechselst du da nicht die Anlenkung per Winch und Endlosschot mit der Anlenkung per Armwinch?

Da gehen doch Groß- und Vorschot direkt vom Servoarm zu den Bäumen, oder sollte ich mich da so täuschen?

Grüße
Rainer

Gast_633
25.12.2003, 15:36
hallo rainer. ich denke es gibt da 2 moeglichkeiten. habe vor ein paar tagen eine zeichnung im katalog 2003 von Ken binks gesehen, da sah es so aus wie beschrieben. leider hab ich diese zeichnung nicht und suche auch schon danach im netz. nur alexander hat die zuhause. denke aber man kann die schoten auch direkt daran knoten. ich kenne nur ein problem aus meiner MM. da hat sich die lose schot (bei flaute) gerne um den servo arm gewurschtelt und manchmal verhakt.
muss man ausprobieren.

bin absolut von deinem schwert begeistert. rainer es wird zeit deine gesammelten erfahrung zusammen zu stellen auf einer website. da steckt ja mehr drin als bei allem von mir. super

gruss andreas

EINMETER BROOT
25.12.2003, 20:17
[ 25. Dezember 2004, 11:59: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Tiga
25.12.2003, 20:53
Hi Lorenz,

nimm dir doch mal die Zeit und schaue dir in aller Ruhe die Seite von Lester Gilbert (http://www.onemetre.net) an. Zu sehr vielen deiner Fragen findest du dort erschöpfend Antwort, so auch zu dieser!

U.a. stammt diese Skizze von der Seite:

http://www.rc-network.de/upload/1072380991.gif

Ich denke sie verdeutlicht das Prinzip: in der Nähe des Servos ist die Schot festgemacht, führt dann zur Umlenkrolle auf dem Servoarm und von dort aus auf kürzestem Weg durch das Deck zum Großbaum. Eine zweite Schot führt auf ebensolchem Weg zum Fockbaum.

http://www.rc-network.de/upload/1072381668.jpg

Auf diesem Bild kannst du sehen wie eine der Schoten an einem Spant in der Nähe des Servos festgemacht ist, durch die Rolle geht und dann in Richtung Heck verschwindet.

Der Umlenkpunkt auf dem Servoarm muß dabei nicht für beide Schoten derselbe sein, man kann auch für jede Schot unterschiedliche Umlenkrollen befestigen um evtl. unterschiedliche Verstellwege zu bekommen.

Durch diese Art der Schotumlenkung bekommst du eine 1:2-Übersetzung, also 10cm Armweg = 20cm Schotzug.

Sicher gibt es auch noch diverse andere Varianten (hat Andreas schon erklärt). Auch die von dir beschriebene Variante wird sicher funktionieren.

Ich würde den kürzest möglichen Schotweg wählen, alles was du unnötig umlenkst erhöht die Gefahr daß sich was verheddert. Evtl. mit einem dünnen Gummizug dafür sorgen daß immer ein minimaler Zug auf die Schot kommt.

Grüße
Rainer

[ 25. Dezember 2003, 20:55: Beitrag editiert von: Tiga ]

EINMETER BROOT
25.12.2003, 22:18
[ 25. Dezember 2004, 11:59: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Tiga
25.12.2003, 22:22
Na klar, am anderen Ende des CFK-Servoarmes (den man auf dem Bild nicht mehr sieht) ist nach dem gleichen Prinzip die Fockschot angebracht!

http://www.rc-network.de/upload/1072388851.gif

Also etwa so.

Grüße
Rainer

[ 25. Dezember 2003, 22:47: Beitrag editiert von: Tiga ]

EINMETER BROOT
26.12.2003, 13:11
der servoarm ist also komplett (ganze länge) 9cm lang.ich wollte aber noch fragen ob man da wirklich so viel verstellweg hinbekommt?
ok jetzt hab ichs gecheckt.
super danke rainer

lorenz

Tiga
26.12.2003, 13:34
Hi Lorenz,

nein, der Servoarm ist 18cm lang!
Also 9cm von der Mitte (Befestigungsschraube) aus gemessen.

Damit erreichst du bei einem Servoweg von 90° einen Schotweg von 25cm, bei 120° sind es 30cm.

Das sollte reichen.

Grüße
Rainer

Ulrich Burbat
26.12.2003, 22:57
Verbiegung einer CFK Finne gemessen von opi_44 hier im Forum in Schwertentscheidung ist gefallen.
Mfg
Ulli

Tiga
27.12.2003, 08:17
Das Servo kommt bei mir zwischen Spant 2 und Spant 4, also ein klein wenig weiter vorne als auf der Skizze eingezeichnet. Es passt da genau rein, allerdings nur mit einem Halbarm und ca 1,5cm aus der Mitte versetzt.

Wenn du es direkt vor den Schwertkasten setzt (so wie in der Skizze) passt es es auch mit dem Doppelarm rein.

Ach ja: welches Servo hast du denn gekauft, das 805er oder das 815er?

Grüße
Rainer

[ 27. Dezember 2003, 08:36: Beitrag editiert von: Tiga ]

EINMETER BROOT
27.12.2003, 11:22
[ 25. Dezember 2004, 12:00: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Kymsail
27.12.2003, 11:34
Gibts auch Bilder?
Würd mich interessieren :)

EINMETER BROOT
27.12.2003, 12:56
hallo rainer
wo platzierst du denn sein servo?
lorenz

EINMETER BROOT
27.12.2003, 13:10
mal sehen vieleicht sogar mal bilder
evt.wenns lackiert ist

EINMETER BROOT
29.12.2003, 20:57
IST JA SEHR RUHIG HIER IM THEMA ARROW
DAS ÄNDERN WIR:

FRAGE
ich mache mein deck nun also aus 1mm holz und wollte nun fragen ob ich da noch einen unterbau machen soll.
ich habe wegen meinem gewicht ordentlich was rausgesägt ind dann habe ich von unten drei balsaleisten angeleimt.
das deck liegt am kielkasten auch noch auf.
ich weiß nun nicht ob das stabil genug ist.
muss den ein deck kräfte aufnehmen?

lorenz

Tiga
30.12.2003, 09:08
Hi Lorenz,

ich mache mein Deck aus 0,8er Sperrholz. Allerdings wird es bei mir durchgehend gewölbt, vom Bug bis zum Mast etwas stärker (max. 30 mm Wölbung), ab dem Mast zum Heck hin nur noch ganz leicht (ca. 5-6mm). Diese Wölbung bringt unheimlich viel Steifigkeit in das Deck.

Kräfte aufnehmen muß das Deck schon können, erst mal dort wo die Wanten und Stage befestigt sind, dann kommt ja durch den Zug auf die Wanten auch noch ein Kraftmoment hinzu das die Rumpfseiten nach Innen zieht. An diesen Stellen solltest du dir schon eine vernünftige Verstärkung bzw. Krafteinleitung einfallen lassen, allerdings eher durch den Unterbau als durch das Deck selbst. Ansonsten ist es Deck wohl keiner größeren Belastung mehr ausgesetzt.

Grüße
Rainer

Gast_633
30.12.2003, 11:35
denke bei einem gewölbtem deck kann das deck duenners ein. bei flachem deck wuerde ich ja eher 1,5mm (oder mehr) nehmen, um nicht soviel unterbau zu haben. die frage ist, wie dein schwertkasten oben abgestuetzt zu den seiten ist. da ist gerades 1mm sperrholz doch recht wenig. (kielseitenkraefte und obenerwaehnte wantenkraefte).einige kiefernleisten unten zu den seiten hilft schon mal. dann hinten auf haelber lenge (etwa travlerstab) und vorne wo die fockhaufhaengung hinkommt. das muesste reichen. bei 1mm deck braucht man auch nicht soviel aussaegen. ich nehme ja 2mm und mache meine aussaegung und diese 2mm wird nicht unterbaut. (siehe alexanders woodpecker oder ragtime).

gruss andreas

Gerhard
30.12.2003, 11:52
Hallo !

liest sich alles so extrem "filigran" bei euch.
Da hab ich bei meiner Woodpecker wohl etwas übertrieben mit dem Unterbau. Sieht eher aus wie ein Fachwerkbau bei mir.

Als Deck könnte ich wohl theoritsch auch Haushaltsfolie drüberspannen so wie ich abgestützt habe.

Die Kräfte werden duch Königsplanke, Mast- und Schwertbox + zusätzliche Abstürtzngen nach unten und zur Seite kpl aufgenommen.

http://mitglied.lycos.de/jogerhard/woodpecker/koeniksplanke1.jpg

Naja, ich steh halt auf Massivholzmöbel !!!

Gerhard

[ 30. Dezember 2003, 11:53: Beitrag editiert von: Gerhard ]

Gast_633
30.12.2003, 12:33
ja gerd jetzt noch etwas frischhaltefloie und dem spapellauf steht nix mehr im wech ;)

ne ehrlich, dies ist ein vernuenftiger unterbau. gerade der knickspanter braucht diesen hauptspant damit das ding uberhaubt stabil ist. was wiegt denn die kiste jetzt. ich wuerde hier wirklich nur noch 1 mm oder 1,2mm sperrholz mit aufschnitte drueberkleben (die haushaltsfolie will ja irgendwo dran kleben). als folie nehme ich ja acor (im baumarkt bei den plastiktischdecken ;) )andere decefix (wo es die gibt weiss ich nicht).

gruss andreas

Gerhard
30.12.2003, 15:31
Gewicht:
auf die Waage traue ich mich momentan nicht. Letztesmal wog sie 700gr mit Deck und Ruderblatt.

Zum Deck:
ich habe 1,5 - 1,8mm Sperrholz genommen. Lag beim OBI grad so rum. Allerdings scheint die Qualität nich besonders zu sein. Beim Sägen splittert es an der Unterseite gerne auf.

http://mitglied.lycos.de/jogerhard/woodpecker/vonhinten1.jpg

Zwischen die 3 Wartungsluken kommt noch die abgesägte Cappucino-Dose. Ging mit dem Dremel und so einer Trennscheibe übrigens ganz easy.

...und je nachdem für welche Art der Schotführung ich mich entscheide kommt dann im vorderen Bereich noch ein Auschnitt rein.

Gerhard

Ne´Frage am Rande: Kann Schleifstaub süchtig machen ? :)

EINMETER BROOT
30.12.2003, 17:58
schleifstaub macht süchtig!!!!
sieht sehr nett aus sone woody.
ich habe nochmal mit dem messchieber gemessen:
es ist 1,5er sperrholz!
ich habe 6 auschnitte drin!
ist sehr leicht wie ich finde.
ich muss dann auch mal wieder zur post und mein schiff wiegen lassen jetzt wofast alles innen ausgebaut ist und das deck drauf ist.
lorenz

Sören
30.12.2003, 18:29
Original erstellt von lenz:
ich muss dann auch mal wieder zur post und mein schiff wiegen lassen jetzt wofast alles innen ausgebaut ist und das deck drauf ist.
Machen die das da denn einfach so?
Könnte mir gut vorstellen das die dumm gucken würden :eek: :D

Tiga
30.12.2003, 21:00
So, meine Woodpecker macht auch so langsam Fortschritte! Der Innenausbau ist fast fertig und das Deck auch schon vorbereitet.

http://www.rc-network.de/upload/1072813981.jpg
http://www.rc-network.de/upload/1072814003.jpg

Da ich den Mast in einer Mastschiene auf Deck befestigen möchte habe ich den darunterliegenden Teil des Rumpfes entsprechend verstärkt.

http://www.rc-network.de/upload/1072814081.jpg

Der Bereich des Vordecks an dem der Fockdrehpunkt sitzt wurde mit 1mm Sperrholz "auf Zug" mit dem Rumpfboden verklebt.

http://www.rc-network.de/upload/1072814181.jpg
http://www.rc-network.de/upload/1072814206.jpg

Und so sieht das fertige Deck aus. Es fehlt nur noch der Rudereinbau. Ruder und Ruderachse mit eingerechnet liege ich im Moment bei ca. 650 Gramm.

Grüße
Rainer

Gerhard
30.12.2003, 22:34
@Lenz

<<
Original erstellt von lenz:
ich muss dann auch mal wieder zur post und mein schiff wiegen lassen
<<

was meinst du warum, ich meiner Frau neulich eine elektronische Küchenwaage geschenkt habe .... :)

Gerhard

Gast_633
31.12.2003, 09:41
soll lenz extra deswegen schon heiraten? ;)

super rainer, du bist handwerklich ja ein schneller und absolut sauberer arbeiter. bin neidisch

andreas

Tiga
31.12.2003, 09:49
Naja, das ist auch Kunst wenn man über 30 Jahre an Flugzeugen "übt". Meinen ersten "kleinen Uhu" habe ich so mit ca. 12 Jahren gebaut, inzwischen sind 34 Jahre vergangen.

Und im Vergleich mit so mancher filigranen HLG-Tragfläche ist so eine Woodpecker ja fast was für Grobmotoriker ;)

Grüße
Rainer

Gerhard
31.12.2003, 12:11
<<
...ist so eine Woodpecker ja fast was für Grobmotoriker ...
<<

genau darum hab ich mich drangewagt :)

Guten Rutsch und eine erfolgreiche Regattasaison 2004 wünscht Euch allen

Gerhard

Gast_633
31.12.2003, 15:59
ja, so gesehen bin ich es wohl auch, wenn ich sogenau hinschaue. aber wir sind auch lebewesen die ien recht zum atmen haben, oder ;)

guten rutsch und viel zeit fuers modellsegeln naechstes jahr. freu mich schon auf neue gesichter

gruss andreas

Tiga
01.01.2004, 10:02
Bau einer Bleibombe II

Nachdem gestern das bestellte Blei eingetroffen ist wird es mit der Bleibombe so langsam ernst.

Für die Gipsform braucht man erst mal zwei einfache Holzrahmen. Diese werden z.B. aus Dachlatten (20x45) gefertigt wobei die Innenabmessungen des Rahmens 2-2,5 cm größer sein sollten wie die spätere Bombe. Man muß hier nicht besonders genau arbeiten, nur die Seiten welche später aufeinanderliegen sollten ohne großen Spalt passen.

http://www.rc-network.de/upload/1072944638.jpg

Hier seht ihr den unteren Rahmen den ich zusätzlich auf einen Spanplattenrest verschraubt habe. Das muß aber nicht sein, es reicht völlig aus wenn man den Holzrahmen einfach auf ein Stück Karton legt.

Um später die Holzbombe sauber abformen zu können habe ich die Mittelachse mit zwei Stahlstiften verlängert. Diese liegen auf dem oberen Kastenrand auf.

http://www.rc-network.de/upload/1072944856.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1072944875.jpg

Nun geht es zum pantschen in Küche! Evtl. abwarten bis im TV die nächste Wiederholung von "Traumhochzeit" läuft damit ihr ungestört werkeln könnt. :D

Ich habe mir "Modellgips" aus dem Baumarkt besorgt, 5kg für 5,50 EUR. Vergesst die Verarbeitungshinweise auf der Packung, bei mir haben die absolut nicht gestimmt. Wichtig ist beim anrühren des Gipsbreis daß er sehr dünnflüssig wird, er sollte etwa die Konsistenz von Sahne haben. Wenn er nur zäh fließt ist er bereits zu dick. Bei mir war das ein Mischverhältnis von ca. 10 Teilen Gips mit 8 Teilen Wasser, aber das müßt ihr selber austesten. Daß die Gipsmasse auch absolut klumpfrei sein muß versteht sich von selbst. Am einfachsten erreicht ihr das indem ihr mit einem Schneebesen kräftig durchquirlt. Nach dem ersten anrühren ca. 1 Minute stehen lassen, danach bei Bedarf noch etwas Wasser zugeben, nochmals dürchrühren und wenn die Konsistenz des Gipsbreis stimmt dann kippt man das Ganze in die Form, wobei ich sie bis ca. 3-4 mm unter den Rand gefüllt habe.

Der folgende Schritt wohl für ein gutes Gelingen der Form der wichtigste : in den nächsten 3 Minuten muß man kräftig an der Form rütteln oder daran klopfen. Damit sorgt man dafür daß die im Gipsbrei vorhandenen Luftblasen nach oben steigen und entweichen. Wenn ihr das nicht gründlich genug macht habt ihr nachher lauter Lufteinschlüsse im Gips. Und dies gelingt auch nur dann zufriedenstellend wenn der Gipsbrei flüssig genug ist (siehe oben). Nun wird die Holzbombe aufgelegt und exakt bis zur Mitte in die Masse eingedrückt. Durch die Verdrängung der Bombe steht der Brei nun knapp 1 mm über der Oberkante der Form, so ist es ideal. Solltet ihr zu wenig Brei in der Form haben dann ist jetzt die Gelegenheit, noch etwas nachzufüllen.

http://www.rc-network.de/upload/1072946096.jpg

Nach 10-15 Minuten ist der Gips bereits so weit getrocknet daß ihr die Holzbombe entnehmen könnt. Der Gips muß nun erst mal richtig durchtrocknen, entweder mehrere Tag bei Raumtemperatur, einen Tag auf dem Heizkörper oder 4-5 Std. bei 100° im Backofen. Ich habe mich für letzteres entschieden.

Mit einem Schleifklotz wird die Oberseite der Gipsform plan geschliffen. Falls ihr bemerkt daß sich das Schleifpapier sofort zusetzt dann ist der Gips noch zu feucht. Es muß beim schleifen richtig schön stauben! :D

Danach kommt der nächste wichtige Schritt: die Holzbombe wird wieder in die Form eingelegt und sowohl die Bombe wie auch die Gipsform selbst werden mit farbloser Schuhcreme dünn eingerieben. Ideal ist es wenn der Gips warm ist, dann läßt sich die Creme gut verteilen. Achtet darauf daß ihr keine Stelle überseht, sonst bekommt ihr später die beiden Formhälften nicht mehr auseinander. Ich habe sicherheitshalber die Schuhcreme erst mal einziehen lassen und bin noch ein zweites Mal drüber.

Jetzt setzt ihr den zweiten Holzrahmen genau auf den ersten und gießt auch diesen mit Gipsbrei voll. Auch hier wieder kräftig rütteln! Nach 15 Minuten zeigt sich dann ob ihr gut gecremt habt - die Formen sollten sich ohne Mühe auseinandernehmen lassen.

http://www.rc-network.de/upload/1072947377.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1072947399.jpg

So sieht das fertige Ergebnis aus. Bei der unteren Formhälfte sind noch ein paar kleine Lufteinschlüsse drin, ich hatte da einfach nicht gut genug gerüttelt. Beim späteren Bleiguss äußert sich das in Form von kleinen "Pickeln" auf der Bleibombe. Dies dürfte aber nicht besonders Tragisch sein da ich die Bleibombe ohnehin noch verschleifen muß. Die obere Formhälfte ist perfekt geworden.

So, jetzt muß auch die obere Form noch richtig trocknen und dann kommt der große Augenblick! Ich werde euch berichten sobald Ergebnisse vorliegen.

Grüße
Rainer

[ 01. Januar 2004, 10:06: Beitrag editiert von: Tiga ]

Gast_633
01.01.2004, 16:40
wie giesst du denn dann. in 2 haelften, oder werden die wie im gfk formenbau zusammen gesetzt. wo kommt dann das blei rein?
habe bisher nur in 2 haelften gearbeitet. das problem ist, dass das heisse blei nicht so wie das fluessige gips einfach sich verteilt, sondern gerne zuschnell fest wird. habe dann mit loetlampe oefters die oberflaeche angeheizt um wenigstens einigermassen gerade oberkante zuhaben. dadurch kann das gewicht schnell variieren, denn mann bekommt die form fast nie gleichmaessig exakt voll. bin ja mal auf deine erfahrung gespannt.

gruss andreas

ps: bin schon wieder ueber deine baubeschreibung begeistert. musst du unbedingt bald mal alles raus kopieren aus deisem Fred und zusammenstellen.

Tiga
01.01.2004, 17:39
Hi Andreas,

gegossen wird in einer kompletten Negativform, also die beiden Hälften zusammensetzen, oben eine trichterförmige Öffnung rein und dann giessen.

Ich bin auch schon gespannt wie das mit dem Guss wird! Als Tipp habe ich gelesen daß man die Gipsform im Backofen auf 250 Grad erhitzen soll, dann das Blei zum schmelzen bringen, Form aus dem Ofen und dann schnell rein mit dem Blei. Die heiße Gipsform soll das Erkalten des Bleis ausreichend verzögern. Ob das stimmt kann ich dir morgen berichten.

Apropos Fred: ich habe heute die Domain "www.iom-sailing.de" reserviert. Darauf werde ich im Verlauf der nächsten zwei Wochen eine Website zum Thema veröffentlichen.

Grüße
Rainer

[ 01. Januar 2004, 17:41: Beitrag editiert von: Tiga ]

Ulrich Burbat
02.01.2004, 11:23
Hallo Rainer,
erst mal Glückwunsch zum bisherigen Erfolg und Anerkennung für die Berichterstattung.

Rütteln (Idee stammt nicht von mir, aber erfolreich angewendet):
Schloßschraube in eine Schlagbohrmaschine und bei Betrieb die Schraube an Rahmen pressen. Der Rahmen muß aber so stabil sein, dass er die Vibrationen aushält.

Zentrierung:
Deine Methode hatte ich auch angewendet. Dabei sind zum Gießen die Rahmen exakt zueinander auszurichten, was mir nicht ganz gelang, weil ich die Leisten für den Rahmen nicht gestrichen hatte und diese sehr stark durch die Feuchtigkeit verqollen.
Bei einem Bekannten gesehen: Der hatte in die 1 Halbform nach dem Aushärten mit einem 90° Senker 4 Bohrungen von ca. 20 mm Dmr. eingebracht (nur Kraterbohrungen, keine senkrechten Bohrungswände) und dann wie bei Deiner 2. Halbform gefüllt (Kraterbohrungen auch gut mit Trennmittel versehen). Es entstanden exakte Zentrierungen der beiden Halbformen.
Wer es besser macht, gießt metallene Zentrierungen ein.

MfG aus dem NO

Ulli

Tiga
02.01.2004, 12:04
UHU Endfest

zwischendurch mal was ganz anderes...

Beim Modellbau wird neben Holzleim und Sekundenkleber von mir auch häufig UHU 2-Komponenten Epoxykleber eingesetzt, und zwar je nach Zweck die Varianten "Sofortfest", "5-min" oder "Endfest". Bisher habe ich immer peinlich genau darauf geachtet, daß (wie angegeben) das Mischungsverhältnis exakt stimmt.

Nun bin ich heute per Zufall auf eine Info auf im UHU-Forum gestossen:



Bei UHU plus endfest 300 haben Sie den Vorteil durch Variationen im Mischungsverhältnis bestimmte Eigenschaften zu erhöhen:
a) Mischungsverhältnis 100 Gewichtsteile Binder + 50 Gewichtsteile Härter
ergibt ein härteres Endprodukt mit etwas erhöhter Wärme-, Wasser- und Chemikalienbeständigkeit.
b) Mischungsverhältnis 100 Gewichtsteile Binder + 80 Gewichtsteile Härter
(gleichlange Stränge aus den Tuben) ist das normale Mischungsverhältnis für universelle Anwendung.
c) Mischungsverhältnis 100 Gewichtsteile Binder + 120 Gewichtsteile Härter
ergibt ein Endprodukt mit guter Flexibilität und verbesserter Schälfestigkeit, jedoch mit verminderter
Wärme-, Wasser- und Chemikalienbeständigkeit.

Die Härtezeit ist temperaturabhängig, wobei die Endfestigkeit durch Erwärmen erhöht werden kann (nicht über 200°C).

Temperatur Aushärtung Festigkeit
20 °C 12 Std. 1200 N/cm²
40 °C 3 Std. 1800 N/cm²
70 °C 45 Min. 2000 N/cm²
100 °C 10 Min. 2500 N/cm²
180 °C 5 Min. 3000 N/cm²

Künftig werde ich also immer deutlich mehr Binder als Härter verwenden bzw. bei größeren Mengen mit der Feinwaage mischen.

Was auch verblüffend ist sind die Unterschiede in der Festigkeit abhängig von der Temperatur. Wenn es schnell gehen sollte habe ich bisher immer "UHU 5-min" verwendet. Künftig werde ich (wenn möglich) immer mit Endfest arbeiten. Der Vorteil: man kann sich mit der Verklebung bzw. Ausrichtung der Teile schön Zeit lassen, wenn man fertig ist dann für 5-10 Minuten ab in den Backofen.

Grüße
Rainer

[ 02. Januar 2004, 12:49: Beitrag editiert von: Tiga ]

Tiga
02.01.2004, 12:14
Hi Ulli,

erst mal danke für die Blumen! ;)

Was die exakte Ausrichtung der Rahmen anbetrifft muß ich dir widersprechen. So genau kommt es da nicht darauf an, mein oberer Rahmen ist sogar fast 1cm länger geworden wie der Untere, auch die Breite ist nicht identisch. Sie sollten nur halbwegs bündig aufeinanderliegen.

Es ist ja völlig unwichtig ob die Aussenkanten der Gipsform passen, entscheident ist ja nur der innere Teil.

Ich habe es so gemacht: als die Gipsformen hart waren habe ich die Holzrahmen entfernt. Die Aussenkanten waren dann erst mal völlig unterschiedlich. Danach habe ich nur eine Längsseite mit grobem Schleifpapier plan geschliffen und dort zwei Markierungen eingeritzt. Daran kann ich mich künftig orientieren wenn ich die Formen aufeinandersetze.

Die Profimethode ist natürlich daß man gleich wie von dir beschrieben Passungen mit eingiesst. Aber mit der planen Außenseite geht das genauso.

Ach ja: hast du einen speziellen Trick benutzt damit das Blei nicht zu schnell aushärtet?

Grüße
Rainer

[ 02. Januar 2004, 12:15: Beitrag editiert von: Tiga ]

Tiga
02.01.2004, 21:07
So, der erste Bleiguss ist erfolgt!
Das Ergebnis: zwiespältig.

Aber alles der Reihe nach:

Als erstes habe ich am Morgen die Gipsform in den Backofen gesteckt und bei 250 Grad gebrutzelt damit das Trennwachs weg geht - wundert euch nicht über den etwas "strengen" Geruch. :D Anschließend mußte die Form noch präpariert werden.

http://www.rc-network.de/upload/1073072162.jpg

Zunächst wurde in Verlängerung der Mittelachse eine Vertiefung für eine 4mm-Messingstange eingeschliffen. Oben kann man auch eine der insgesamt 8 Entlüftungsritzen erkennen.

http://www.rc-network.de/upload/1073072239.jpg

So sieht es dann aus wenn die Messingstange eingelegt ist. Gut zu erkennen ist auch die Trichteröffnung durch die später der Guss erfolgen soll.

Nun kommen die Gipsformen nochmal für 2 Std. bei maximaler Temperatur in den Backofen. Diese Maßnahme soll verhindern daß das flüssige Blei zu schnell abkühlt und sich so gut in der Form verteilen kann.

Auf einer alten Elektro-Kochplatte wird jetzt das Blei erhitzt, dann die Form schnell aus dem Backofen, mit zwei Schraubzwingen noch rasch zusammengepresst und mit leicht erhöhtem Adrenalinspiegel dann das flüssige Blei hinein.

Tja, und schon kommt das erste Erlebnis das wohl so nicht hätte passieren dürfen. Nachdem ich ca. die Hälfte des Bleis eingegossen hatte begann es furchtbar zu zischen und das Bleis spritzte in kleinen Fontänen aus der Gussöffnung nach oben. Vorsichtig habe ich dann den Rest nachgegossen bis es schließlich im Trichter stand. Aber es hat noch fast 2 Minuten lang immer noch kräftig geblubbert und gebrodelt und mir war schon fast klar daß es wohl ein Fehlguss werden würde.

Meine Diagnose: noch zu viel Wasser in den Gipsformen das durch das heiße Blei verdampft! Hat jemand von euch schon ähnliche Erfahrungen gemacht?

http://www.rc-network.de/upload/1073072769.jpg

So sah das fertige Werk dann nach 2 Std. Abkühlung aus. Und dann kam der Moment der Wahrheit, die Form wurde geöffnet.

http://www.rc-network.de/upload/1073072904.jpg

Erstes Fazit: die Form ist zerbrochen!
Zweites Fazit: die Bombe sieht doch ganz gut aus!

http://www.rc-network.de/upload/1073072992.jpg

Leider ist die Oberseite der Bombe nicht voll ausgegossen, da ja ständig die Luft durch das Gussloch entwichen ist konnte nicht schnell genug flüssiges Blei nachfliessen.

http://www.rc-network.de/upload/1073073101.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1073073122.jpg

Nachdem ich die Bombe aus der Form entnommen habe gleich der prüfende Griff zur Waage: 2550 Gramm. Das wäre ja gar nicht so schlecht - es fehlt ja noch der Schlitz für die Kielfinne und verschleifen muß man sie auch noch. Somit dürfte ich schon beim richtigen Gewicht landen.

Tja, 75% der Bombe sind sehr gut gelungen, nur das obere Viertel ist missraten. Da an dieser Stelle aber noch der Schlitz rein muss ist das zum Glück nicht ganz so schlimm. Ich denke ich kann daraus doch noch eine gute Bombe machen, für meine Woodpecker reicht es allemal.

Ich überlege mir gerade was ich mit der verbleibenden, unsauberen Fläche machen soll. Entweder mit einer Lötlampe heiß machen und die Oberfläche somit glätten oder Polyesterspachtel drauf und verschleifen. Könnt ihr mir sagen ob die Spachtelmasse auf Blei haftet?

Die Erkenntnis aus meinem ersten "Bleibombenversuch": der Weg ist auf jeden Fall richtig. Die nächste Form wird etwas dickere Wandungen bekommen und ich werde sie wesentlich besser trocknen lassen. Und dann kommt der zweite Versuch.

An diejenigen von euch die bei mir eine Bestellung laufen haben: ihr müßt entweder doch eine Bombe über die bekannten Quellen bestellen oder euch noch ca. 10 Tage gedulden.

Grüße
Rainer

hanoiman
02.01.2004, 22:54
hallo tiga,
erst Mal danke für Deine vielen Ideen und Anregungen.
Diese Beschleunigen den Bau meines Bootes doch erheblich.
Ich habe auch schon mehrfach mit Bleiguss in Holz gearbeitet und da auch immer das Problem mit der Feuchtigkeit gehabt.
Wie sieht es denn aus wenn Du díe Entlüftungslöcher wesentlich größer machst, das sollte meiner Meinung nach helfen. Sonst bleibt wohl nur eine länger Lagerung in einem Ofen ( Mist die nächsten Wochen keine Aufbackpizza etc. :D ) oder die wochenlange Stationierung bei einem Lackierer in der Einbrennkammer.

Gruß aus KIel
Holger

smunck
02.01.2004, 23:50
hi rainer. normaler 2k spachtel, wie es ihn im autozubehör gibt um zb beulen im auto zu spachteln hält wunderbar auch auf blei. evtl bietet sich aber an nach dem spachteln zu lackieren da der spachtel hygroskopisch ist.
gruß
sebastian.

p.s. habe die erste funierlage drauf und plan geschliffen. die zweite lage ist gerade in arbeit, bilder voraussichtlich ende januar

Ulrich Burbat
03.01.2004, 01:15
Hallo Rainer,

meine Gießversuche liefen bisher nur über drei Abgüsse in zweiteiliger Gipsform die im Holzrahmen blieb (Minderung der Formenbruchgefahr) und daher auch mein schon geschildertes Zentrierunmgsproblem.
Ich hatte ohne Steiger gearbeitet. Meine Form stand aufrecht. Im Nasenbereich hatte ich eine sehr große Einfüllöffnung, in der Blei und Luft aneinander vorbei kommen mußten.
Apfelsinenschalenoberfläche wäre gegen mein Produkt gut gewesen. Ein Ratgeber meinte mein Blei wäre eventuell zu kalt gewesen.
Nach Deiner Technologiebeschreibung hätte ich garantiert, dass die Form trocken ist.
Vielleicht liegt die Lösung im Gips oder besser nicht Gips. Ich glaube mal gehört zu haben, dass man mit H²O ausgehärteten Gips wieder mittels Wärme den Prozess umkehren kann (nie ausprobiert). Vielleicht ist das unser Problem und das physikalisch, oder nur schwach chemisch angelagerte Wasser kann/muss wieder die Bindung verlassen. Vielleicht ist der Wasserüberschuß nicht so leicht frei zu bekommen (Gips härtet bereits bei deutlich geringerem Wasseranteil gut aus). Entgegen diesen Überlegungen habe ich mal vor ca. 30 Jahren eine Dmr. 50 mm Schiffsschraube in einer zweiteiligen Gipsform erfolgreich aus ALU gegossen (Blattstärke ca. 1 mm).
Einige giessen Blei in Betonformen, die sicherlich längere Zeit brauchen um das Wasser freizugeben (Beton soll erst nach 28 Tagen ausgehärtet sein).
Ein anderes Problem ist die Schrumpfung des Bleis, die um so größer sein müßte, je höher die Temperatur der Schmelze ist.
Habe mal Bombenhälften für die Basic von Willi Hoppe gekauft, die sehr stark Schrumpfungserscheinungen an der Oberfläche aufwiesen.
Ich zaudere noch zu viel um den nächsten Guß zu wagen. Daher werde ich keine Fehler machen, aber auch keine Erfahrungen sammeln (Methode Versuch und Irrtum).
Ich wollte auch schon bei Dir bestellen, möchte Dich aber nicht unter Druck setzen.

MfG aus dem NO

Ulli

smunck
03.01.2004, 01:57
@ rainer
habe gerade mal viel nachgedacht. was würde denn passieren, wenn du das blei durch die nase eingießt? klar ist dann auch eine ungute stelle, aber die fällt ja weit aus kleiner aus und wäre recht zügig zu verschleiftn/spachteln. macht allerdings das einsetzen des messingstabes schwieriger...
nur so eine idee

Tiga
03.01.2004, 10:19
Ich hatte inzwischen Kontakt zu einem routinierten Zinnfigurengiesser. Er meinte daß es eindeutig an der noch zu feuchten Form gelegen hätte.

Beim vorheizen im Backofen darf die Gipsform nicht mehr dampfen - bei mir hat es das jedoch noch getan. Selbst die vergleichsweise kleinen Formen für die Zinnfiguren läßt er mindestens 1 Woche trocknen und dann noch 4-5 Std. in den Backofen bevor er loslegt.

Also werde ich heute eine neue Form herstellen und diesmal etwas mehr Geduld mitbringen! ;)

Grüße
Rainer

Gast_633
03.01.2004, 13:21
hallo rainer, nur mut, ich waere froh wenn mein erstversuch damals so aussah. habe 3 versuche gebraucht und danach noch viel geschliffen und gespachtelt. (poyesterspachtel, oder mit miroballon angedicktes harz).
hatte meinen form damal ohne ofen aber 2 wochen stehen lassen. (2 teile und zusammen geklebt das blei mit epoxid). hat dafuer keinen wasserproblme, dafuer war es schwer das gewicht zu treffen.
klasse wie du uns an allem teilhaben laesst. das wird ncoh eine ware iom bauorgie ausloesen.

;)

andreas

Tiga
03.01.2004, 17:45
Herstellung leichter Bäume

Heute habe ich mit der Herstellung der Bäume begonnen. Mein Ziel war es, mit möglichst wenig Aufwand einen sehr leichten Baum herzustellen. Ich habe mich auch schon im Vorfeld für ein rechteckiges Baumprofil entschieden. Die Argumente hierfür:
- einfache Herstellung
- optimale Ausnutzung der nicht vermessenen Segelfläche
- Bohrungen und Beschläge sind einfacher anzubringen.

Meine Lösung:

http://www.rc-network.de/upload/1073146432.jpg

Zur Konstruktion verwende ich ein Alu-Balsa Sandwich. Auf einen Alustreifen mit 0,3 mm Dicke kommt ein Streifen aus 5mm Hartbalsaholz. Zur Gewichtsreduzierung habe ich das Balsa in der Mitte noch ausgeschnitten.

http://www.rc-network.de/upload/1073146538.jpg

An den Stellen wo später Bohrungen rein kommen habe ich statt Balsa eine 5mm Kiefernleiste verwendet.
Die Holzteile werden mit Uhu Endfest auf den unteren Alustreifen aufgeklebt, danach wird das Ganze mit einem 2. Alustreifen abgedeckt.

http://www.rc-network.de/upload/1073146619.jpg

So sieht der fertige Fockbaum aus.

http://www.rc-network.de/upload/1073146695.jpg

Vorne habe ich noch ein Stück Bowdenzugröhre eingeklebt um später für das Ausgleichsgewicht ein 3mm-Gewinde einsetzen zu können.

http://www.rc-network.de/upload/1073146753.jpg

Tja, das Gewicht spricht glaube ich für sich! Dabei hat der Baum noch nicht mal die entgültige Länge, 2cm müssen noch weg.

Und der Hammer ist dabei die Stabilität.

http://www.rc-network.de/upload/1073147182.jpg

An den äußersten Punkten aufgelegt und mit einem 2kg-Fäustel belastet beträgt die Durchbiegung selbst auf der Schmalseite gerade man 4mm.

Hochkant belastet mit 5kg: < 1mm
Deutlich weniger als ein zum Vergleich gemessenes Stück 12mm Alurohr aus dem Baumarkt.

Zum Vergleich: ein einfacher Holzbaum aus z.B. aus einer 5mm Kiefernholzlieste wiegt ca. 23 Gramm und biegt sich bei obigem Belastungstest in Querrichtung 7mm durch.

Mal aus purem Interesse: was wiegt denn ein normaler Fockbaum bzw. dieser Leichtwind-Baum von SAILSetc. ?

Und die Materialkosten:
2,55 EUR für das Alublech 0,3x400x200 mm
1,90 EUR für das Balsabrettchen 5x100x1000mm
und noch anteilig 1 EUR für den Kleber.

Dieses Material reicht für 5 komplette Bäume, also ca. 1 EUR pro Baum.

Grüße
Rainer

[ 03. Januar 2004, 17:52: Beitrag editiert von: Tiga ]

EINMETER BROOT
03.01.2004, 18:23
[ 25. Dezember 2004, 12:02: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Tiga
03.01.2004, 18:29
Scherzkeks! :D

In Wirklichkeit ist es so daß ich etwa 12x so gut segle wie ich bastle ;)

Grüße
Rainer

Gast_633
03.01.2004, 20:18
ok ok ok wir lassen dich ja gewinnen, solange du uns weiter mit dieser bessenheit gute tipss und wissenschaftliche ausfuehrungen schenkst.

weiss zwar nicht on ich einen soleichten baum brauche, aber die idee ist genial.

andreas

Merlin
03.01.2004, 22:16
Hallo zusammen,

ich verfolge mit grossem Interesse den Bau dieses Segelbootes und hätte vielleicht einen Hinweis zum Gießen der Bleibombe.

Beim Gießen (egal ob Schmuck oder Motorblöcke) gibt es in jedem Fall neben dem Eingusstrichter auch Entlüftungskanäle. Dann gibt´s auch keine Probleme mit dem Entlüften durch den Eingusskanal. Bei eurer Bleibombe könnte man durch eine gewisse Schräglage an einem Ende das Blei einfüllen, am anderen Entlüften - die Form müsste dann aber ein wenig anders (höher) werden. Ich habe eben auf die Schnelle im Netz nix gefunden, aber vielleicht erinnert sich ja noch ein Maschinenbauer an sein Studium...

Gruss,
Bernd

Tiga
04.01.2004, 08:53
Hi Bernd,

danke für deinen Tipp!

Aber ich hatte ja 8 Entlüftungskanäle mit je 2mm Durchmesser in die Form eingearbeitet. Außerdem hatte mein Eingusstrichter ca. 12 mm Durchmesser, also Platz genug damit nicht nur Blei rein sondern auch Luft raus kann.

Es hatte also sicher nichts mit der normalen Entlüftung zu tun sondern mit dem Wasserdampf der durch das heiße Blei freigesetzt wurde. Es hatte ja auch schon heftigst gebrodelt als erst knapp die Hälfte des Bleis in der Form war.

Inzwischen habe ich von einem Zinngiesser folgende Anleitung erhalten:

7 Tage an der Luft trocknen, danach 12-15 Std. im Backofen bei 100 Grad, am Schluß noch mal 4-5 Std. bei maximaler Temperatur. Erst danach sei die Form so trocken daß der Guss perfekt verlaufen kann.

Bei den so entstandenen Energiekosten kann man sich aber vermutlich gleich eine fertige Bombe kaufen ;)

Grüße
Rainer

Gerhard
04.01.2004, 12:13
Sorry dass ich kurz unterbreche ..

kann mir jeman einen funktionieren Link zu dem Bulb-Calculator Download nennen ?

Alle die ich finde funktionieren irgendwie nicht.
Bin sonst eigentlich nicht zu blöd zum suchen.

Danke

Gerhard

Tiga
04.01.2004, 12:22
Hier findest du den Bulb Calculator (http://www.onemetre.net/Download/Bulbcalc/bulbcalc.zip)

Grüße
Rainer

Ulrich Burbat
04.01.2004, 12:55
Hallo Rainer,

auch von mir Anerkennung für Deine Berichterstattung hier im Forum.
Ich gehe davon aus, dass sie auch "nur Lesern" (auch ich hatte lange gebraucht, bevor ich mich im Forum meldete) bei Detaillösungen behilflich ist.
0,3 mm ALU habe ich mehrere Platten umsonst vom Druckhaus bekommen.

MfG

Ulli

EINMETER BROOT
04.01.2004, 15:58
[ 25. Dezember 2004, 12:04: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Tiga
04.01.2004, 16:55
Hi Lorenz,

welchen Servoweg hast du denn?
Und dann kommt es ja nicht auf die gesamte Armlänge an sondern auf den Abstand von der Drehachse zum Umlenkpunkt der Schot.

Bei 90° Servoweg und 18,5cm Armlänge kommst du auf einen Schotweg von ca. 24 cm, das dürfte etwas knapp werden. Ich denke 28-30 cm sollten es schon sein.

Wenn dir der Platz nicht reicht dann setze das Servo doch einfach etwas aus der Mitte, dann kannst du den Arm entsprechen länger machen. Und dann lenkst du beide Schoten an einer Servoarmseite um.

Wenn deine Dose aus einem Thermoplast wie PE oder PP ist (also wie diese Tupperdosen) dann sieht es schlecht aus. Darauf hält kein normaler Klebstoff.
Es soll zwar irgendwelche Spezialkleber geben die das können, aber eine Bezugsquelle dafür kann ich dir leider auch nicht nennen.

Grüße
Rainer

Gerhard
04.01.2004, 16:59
Evtl kannst du die Dose mit ACETON leicht einpinseln. Das löst (frist) den Kunststoff dann etwas an und danach könnte auch Kleber drauf halten.

probiers mal an einem Reststück der Dose aus.

Gerhard

EINMETER BROOT
04.01.2004, 17:57
ich mache es dann denke ich doch auf meine art mit der umlenkung weil man dabei keinerlei probleme mit dem platz hat.

trotzdem danke für eure hilfe
lorenz

Tiga
04.01.2004, 18:09
Hi Lorenz,

lass uns nicht dumm sterben - wie machst du es denn?

Grüße
Rainer

Tiga
04.01.2004, 19:02
Heute nachmittag kam ich auf die Idee daß ich den 2. Satz Bäume mal als reine Holzkonstruktion machen könnte.

Also statt der Aussenschicht aus 0,3mm Alu ein 1mm dickes Birkensperrholz. Innen auch wieder Hartbalsa und an den belasteten Stellen eine Kiefernholzeinlage.

http://www.rc-network.de/upload/1073239201.jpg

Kaum zu glauben, aber war: nochmals ca. 2 Gramm leichter und sogar noch einen Tick stabiler als mein Alubaum! Und 0,8er oder 1mm Sperrholz bleiben vom Decksbau sicher noch als Reste übrig.

Grüße
Rainer

Gerhard
04.01.2004, 20:37
Schaut euch mal meinen Luxus-Lümmelbeschlag an !! ( äh, ich meine den für meine Woodpecker ..)

http://mitglied.lycos.de/jogerhard/woodpecker/luemmel2.jpg

Unverkäufliches Einzelstück aus einem Stück gefrästes Messing. Hat mir ein Freund über die Feiertage gebastelt.

Gerhard

Gast_633
04.01.2004, 21:11
hi gerd, das sieht ja gut aus, wenn auch schwer. hast mal gewogen?.

so nun 2 bilder damit ihr nicht meint ich liege ihr auf der faulen haut.

http://www.modellsegeln.net/schnappschuss66.jpg

http://www.modellsegeln.net/schnappschuss67.jpg

das holzteil dem ich gerade den kielkasten verpasst habe ist eine Nimbus von bantok (1996)mit rotzedern leisten. (habe kurz vor weihnachten begonnen und das andere habe ich heute begonnen. einen ganz neuen entwurf in einer ganz neuen technik. spanten gebaut, dann roofmate und mit heissdraht geschnitten. leider hatte ich nicht genug material. ausserdem ist das mit dem heissdraht nicht ideal. der dehnt sich zusehr und man bekommt nicht die gewuenschte oberflaeche. aber man lernt ja gerne dazu. viel spachtel usw. Yeti kennt das, oder?

gruess euch andreas

[ 04. Januar 2004, 21:13: Beitrag editiert von: andreas s. ]

Tiga
04.01.2004, 23:11
Hi Andreas,

also wenn der Draht sich dehnt dann hast du den falschen Schneidebogen!
Ich mache das schon ein halbes Leben lang mit dem heißen Draht und schneide damit 1,5m Tragflächenkerne mit höchster Präzision. Da sollte ein Modellrumpf auch kein Thema sein. Ich verwende allerdings immer Styrodur.

Grüße
Rainer

smunck
05.01.2004, 01:03
@lenz
probiere mal G4 Haftgrund. das ist ein haftgrund der auf diversen kunststoffen, metallen, hölzern etc funktioniert. ist auf 1k basis und stellt eine sehr gute verbindung her, wird viel im bootsbau verwendet. hat bei mir noch alles gerettet.

@tiga
nimm lieber die aluleisten. klar ist es in holz leichter, aber die optik in alu stellt diese 2 gramm außer frage. du willst doch auch was fürs auge!! wie ich heute festgestellt habe kommt es nämlich nicht immer auf das gewicht an, sonder auch auf können (minicupper regatta in bremen und ich hatte immer 2kg blei im boot und war trotzdem schneller als viele ohne das gewicht im boot)

EINMETER BROOT
05.01.2004, 01:11
[ 25. Dezember 2004, 12:06: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Gast_633
05.01.2004, 08:09
hi lenz, das was du da im ´hintergrund mal gesehen hastist die theodor heuss auss den 60iger Jahren. hab ich von meinem daddy bekommen, mit der bitte es zu renovieren. hab aber nur kurz mal was daran gemacht und mich dann dem segelbooten hingegeben. (also nicht einsatzklar)

das mit der hoehe der baeume ist begrenzt (querschnitt), also icht uferlos ausnutzbar.

@rainer: ich habe einen widerstanddraht von conrad (wird als schneidedraht empfohlen). 2,5 Ohm (oder wars Kilo Ohm) auf ein meter steht da drauf. der bogen hat etwa 50cm. vielleicht war er auch nur zu klein um an die spanten sauben hin zu kommen. meinen versuche einen flaeche zu schneiden waren von besserm erfolg gekroehnt.

wie heiss darf den der draht sein-war vielleicht zu heiss. (ca 7 volt bei 4,5 A- Orbit lader in gluehkerzeneinstellung)

@ yeti: Schleiflatte ist schon lange da ;)

gruss andreas

Tiga
05.01.2004, 09:18
Hi Sebastian,

also mal was generelles vorab:

ich bin wirklich kein Gewichtsfetischist auch wenn sich das in meinen Bauberichten manchmal so liest. Mir geht es in erster Linie darum, mit "Hausmitteln" eine vernünftige und preisgünstige Lösung zu erzielen. Wenn ich dabei auch noch ein gutes Gewicht erreiche ist das ein schöner und sicher nicht nachteiliger Nebeneffekt.

Eigentlich wollte ich meine Bäume zuerst aus einer ganz normalen Kiefer- oder Nussbaumleiste machen. Aber da war mir die Gefahr des Verzugs zu groß. Mit einer Sandwichkonstruktion kann ich dies verhindern. Der nächste Gedanke war dann daß ja bei einem Sandwich die Innenlage aus leichterem Material, also Balsa, sein kann. Und somit ergab sich das gute Gewicht fast von alleine.

Das mit der Alu-Oberfläche ist sicher Geschmacksache, manche stehen sicher genauso auf Holz.

@Lorenz:
die Bäume gelten nicht als Segelfläche, das hast du falsch verstanden. Aber sie wirken wie eine solche. Allerdings darfst du sie nicht beliebig hoch machen, nach den Vorschriften max 20mm Durchmesser bei Rundmaterial bzw. 20mm max. Breite bei Flachmaterial. Ich habe meine Bäume exakt in dieses Maß eingeschliffen.

Grüße
Rainer

[ 05. Januar 2004, 09:22: Beitrag editiert von: Tiga ]

Tiga
05.01.2004, 10:22
@Andreas:

Die Styroschneidegeschichte ist ja (wie vieles) fast schon eine Glaubenssache und wird bei den Fliegern im Forum immer wieder heiß diskutiert. Meine Erfahrung dazu:
es geht so ziemlich jeder dünne Draht, ich habe am Anfang auch immer diesen Konstantandraht verwendet, aber der war mir zu empfindlich und ist zu oft gerissen. Ein ganz normaler Stahldraht tut es auch. Mein Lieblingsdraht ist eine Gitarrensaite.

Wichtig sind dabei nur zwei Dinge: der Draht darf nie durchhängen und der Strom muß über einen größeren Bereich regelbar sein.

Ersteres habe ich mit folgender simplen Konstruktion erreicht mit der ich schon vor rund 20 Jahren mein erstes Surfboard aus einem Styrodurblock geschnitten habe.

http://www.rc-network.de/upload/1073292394.gif

Einfach aus drei Hartholzlatten nach dem Prinzip dieser alten Holzbügelsägen zusammengeschraubt. Wichtig ist dabei nur eine starke Zugfeder einzubauen die den Schneidedraht immer auf voller Spannung hält. Wenn man selbst auf dem erhitzten Schneidedraht noch Gitarre spielen kann dann ist es perfekt! ;)

Wie stark man den Draht erhitzen muß bzw. wie viel Strom man durchschicken muß hängt von den Faktoren Drahtsorte, Drahtstärke, Drahtlänge und zu schneidendes Material ab. Ich habe mal folgende Tabelle entdeckt die einen ganz guten Anhaltswert liefert:

Styropor PS15: 4 Amps Strom, Spannung ca. 1-1.5V pro 10cm Bogenlänge, Schnitt 1 cm/s
Styropor PS20: 4.2 Amps Strom, Spannung ca. 1.2-1.8V pro 10cm Bogenlänge, Schnitt 1 cm/s
Styrodur (blau): 4.3 Amps Strom, Spannung ca. 1.3-2.0V pro 10cm Bogenlänge, Schnitt 0.6 cm/s Depron: 3.8 Amps strom, Spannung 1-1.3V pro 10 cm Bogenlänge, Schnitt 1.2 cm/s
Die Werte gelten für 0,5mm Stahldraht.
Aber hier muß man einfach an einem Reststück viele Tests machen bis man die optimale Einstellung gefunden hat. Ideal wäre natürlich ein regelbares Labornetzteil (0-30V), aber wer hat das schon. Ich habe zuletzt einen starken Halogentrafo verwendet der über einen Dimmer geregelt wurde. Damit ging das prima.

Was ich aber nicht ganz kapiert habe: wenn du den Schneidedraht entlang der Spanten führst dann bekommst du doch lauter gerade Teilsegmente!? Oder habe ich da was falsch verstanden?

Grüße
Rainer

Tiga
05.01.2004, 10:39
Um noch mal den Beitrag von Andreas zum Thema "Styrodur schneiden" aufzugreifen...

Ich hatte ja vor einiger Zeit schon mal die Frage aufgeworfen ob sich denn eine RC-Segelyacht nicht eher an einem Surfboard orientieren sollte.

Ich will das auf jeden Fall mal testen, aber gleichzeitig möchte ich nicht zu viel Zeit und Geld in diesen Versuch investieren der dann vielleicht doch total in die Hose geht. Daher hatte ich mir überlegt wie man "quick and dirty" einen Rumpfentwurf zu Wasser bringen kann. Am einfachsten und schnellsten geht das natürlich mit einem Styrodurkern, den man mit schneiden und schleifen in Form bringt, danach verspachtelt und versiegelt. Die ganze Aktion sollte in einem Tag zu schaffen sein. Es muß ja auch nur das Unterwasserschiff sauber gearbeitet sein, oben kann es ja zu Testzwecken aussehen wie Sau... ;)

Dabei kam mir folgender Gedanke:

http://www.rc-network.de/upload/1073295011.gif

Man konstruiert einen Holzkasten samt wasserdichtem Deckel der sämtliche Innereien aufnimmt. Daran werden 4 Ausleger montiert an denen die Stage und Wanten sowie das Ruder befestigt werden können. Mit dieser Konstruktion hat man quasi ein voll funktionsfähiges Boot nur eben ohne Bootskörper.

Wenn man nun den Rumpf aus Styrodur fertig hat setzt man nur noch diese Innenkonstruktion ein und schon kann man zum ersten Mal in See stechen.
Wenn es nichts war dann den Styrodur-Rumpf in die Tonne und auf zum nächsten Versuch.

Haltet ihr das für kompletten Schwachsinn oder könnte es funktionieren???

Grüße
Rainer

[ 05. Januar 2004, 10:41: Beitrag editiert von: Tiga ]

Hans Rupp
05.01.2004, 11:56
Hallo Rainer,

gite Idee, das funzt bestimmt. Aber mach doch einfach einen rautenförmigen Innenkasten. Damit steigt die Stabiliät ohne die Formenfreiheit aussen wesentlich einzuschränken. Ausserdem wiegt die Luft im innern des Kastens weniger als der Schaum ausserhalb.

Der Kasten kann aus 4 dreiecksförmigen Sperrholzplatten + Decksplanken/-platten zusammengeklebt werden (wie ein Knickspanter).

Yeti
05.01.2004, 12:07
Original erstellt von andreas s.:
viel spachtel usw. Yeti kennt das, oder?
Kenne ich :cool:
http://home.arcor.de/christian.ueckert/pics/AC/bild9.jpg

Bau dir unbedingt so eine elastische Schleiflatte, falls du noch keine hast. Ich habe einfach Kiefernleisten in verschiedenen Stärken genommen und jeweils zwei Holzklötze draufgeschraubt als Griffe.

Dann sieht deine Form irgendwann auch mal so aus:

http://home.arcor.de/christian.ueckert/pics/AC/bild41.jpg

Gruß Yeti

P.S. Rainer, toller Bericht bisher und weiterhin viel Erfolg und gute Fortschritte

Tiga
05.01.2004, 12:10
Hi Hans,

stimmt, deine Idee ist noch einfacher wie meine und spart sogar noch etwas Gewicht. Allerdings kann man ja auch so den Styrodurrumpf von oben her aushöhlen und die Hohlräume mit Folie zukleben.

Der Vorteil meiner Konstruktion könnte allerdings darin bestehen daß man durch unterschiedliche Längen der Bug- und Heckstrebe die Position des Kiels über einen weiten Bereich variieren kann. Bei deinem "langen Kasten" müßte man evtl. einen längeren Schwertkasten bauen damit man dadurch die Kielposition verändern kann.

Ach ja, und da kommt mir noch ein Gedanke:
diese Grundkonstruktion könnte man sicher auch mit wenig Aufwand zu einem einfachen Eissegler oder Strandsegler umbauen!

Grüße
Rainer

[ 05. Januar 2004, 12:13: Beitrag editiert von: Tiga ]

Gast_633
05.01.2004, 13:13
>Was ich aber nicht ganz kapiert habe: wenn du den Schneidedraht entlang der Spanten führst dann bekommst du doch lauter gerade Teilsegmente!? Oder habe ich da was falsch verstanden?

hallo rainer. verstehe deine frage nicht. habe den schneidedraht an den aussenkanten der spanetn entlanggefuehrt. sozusagen mit draht gestrakt.

das mit dem draht reißen nervt und passier oefters.der bogen sieht in etwa so aus, nur hab ich einen wantenspanner zum spannen und keine feder. werde es aber mal damit versuchen., werde mal eine gitarrenseite probieren (gut das man noch andere hobbies hat)

deine werte simmen in etwa (mein draht hat 0,5mm)

gruss andreas

Tiga
05.01.2004, 13:33
@Andreas:

wenn du den Draht an den Kanten der Spanten entlangziehst dann erhältst du doch lauter gerade Schnittlinien.

http://www.rc-network.de/upload/1073305881.gif

Der Draht biegt sich doch nicht wie eine Leiste die du an die Spanten anlegst. Falls er das bei dir macht dann mußt du mir mal deine Drahtsorte nennen! ;)

Grüße
Rainer

Gast_633
05.01.2004, 14:26
tja, ich glaube da hast du recht. da werde ich wohl einiges wieder aufspachtel muessen.
uebrigens mit der ausgleichsfeder im bogen viel besser. habe nirodraht genommen, den ich sonst schon auch mal fuers rigg genommen habe. 9v /3A. ging super. leider muss ich aber obigen fehler eingestehen.

danke fuer den hinweiss, man lern ja gottseidank nie aus.

andreas

Yeti
05.01.2004, 14:58
Hi Andreas,

wie auf meinem Bild zu erkennen ist, habe ich den Schaum nicht mit dem Draht geschnitten, sondern erst mit der Raspel, später mit grobem Schleifpapier auf Kontur gebracht. Als ersten Spachtelgang dann nicht Polyesterspachtel verwenden, sondern Harz, das mit Microballons angedickt ist ("trockene" Mischung). Der Microballon-Spachtel hat den Vorteil, dass er nicht so schnell härtet wie Polyesterspachtel und du in Ruhe die Spachtelmasse verteilen kannst und dass du eine ordentliche Schichtdicke hinbekommst. Der Nachteil ist nur, dass du eine Nacht warten musst, bevor du schleifen kannst (je nach verwendetem Harz).

Polyesterspachtel habe ich nur für die Kleinarbeit verwendet (und davon gibt's auch noch genug).

Gruß Yeti

EINMETER BROOT
05.01.2004, 14:58
[ 25. Dezember 2004, 12:07: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Hans Rupp
05.01.2004, 15:32
Hallo,

entweder zylindrische Scheiben schneiden (immer mit dem größeren Spant und lotrecht eingespanntem Draht) oder einen "Knickschneidebogen" nehmen:

http://www.rc-network.de/upload/1073313030.gif

Der Spanndraht ergibt natürlich eine Rille. Man muss eben genügen stehen lassen. Vermindert das wegschleifen hinterher.

Hans

Tiga
05.01.2004, 16:03
@Hans:
klasse Idee - da muß man auch erst mal drauf kommen!!

@Lorenz:
bevor ich lange beschreibe habe ich mal eben drei Bilder aufgenommen die zeigen wie ich das meine:

http://www.rc-network.de/upload/1073314253.jpg

Dabei bin ich sogar ein ganzes Stück weit vor dem Schwertkasten, nach Plan zwischen Spant 2 und Spant 4. Nach den Originalmassen des Servos habe ich das ganze mal aus gelber Pappe ausgeschnitten wobei mein Arm sogar 11cm lang ist, also länger als man ihn tatsächlich braucht. Und bei dieser Servoposition bekommst du sogar einen Servoweg von bis zu 160° hin, der Arm schwenkt dann teilweise in die Aussparung des Spants hinein.

Mein Arm wird ca. 10cm lang, an´s Ende kommt ein doppelscheibiger Block drauf.

http://www.rc-network.de/upload/1073314954.jpg

Du hast bei deiner Lösung einen Denkfehler drin: auch wenn du die Schot im Heck nochmal umlenkst bekommst du deshalb keine höhere Übersetzung, es bleibt 1:2.

Hans Rupp
05.01.2004, 17:17
Hallo Rainer,

ein Kumpel meint, ich wäre nur so kreativ weil ich so faul wäre :) In dem Fall wollte ich mir die Arbeit sparen extra Schneidspanten für einen Flugmodellrumpf zu machen.

Zu der Servoarmdiskussion:
ich glaube ihr versteht Euch nicht, weil einer (Rainer) einen einseitigen Arm nimmt und der andere einen doppelseitigen Arm nehmen und Fock und Hauptsegel an verschiedenen Seite anschlagen will, damit sich die Windkräfte von Fock und Hauptsegel gegenseitig vermindern statt sich zu addieren (finde ich ein wichtiger Aspekt).

Dann muss das Servo aber in der Mitte Sitzen und somit ist die mögliche Länge kleiner.

Hans

P.S. Ist es nicht am einfachsten die notwendige "Übersetzung"! durch verschieben des Anlenkpunktes an dem Baum zu realisieren? Jede Übersetzung über Rollen ist imho fehleranfällig. Ich habe einen bestimmten Drehwinkel am Servo um einen bestimmten Drehwinkel am Baum zu erreichen. Reibungen vernachlässigt ist es egal, wie ich das realsiere. Dann ist es aber egal ob ich einen 11cm oder 6cm Arm habe. Ich muss nur den Anlenkpunkt anders wählen. Aber vielleicht übersehe ich als Nur-Basicjollenfahrer eine Aspekt.

[ 05. Januar 2004, 17:41: Beitrag editiert von: Hans Rupp ]

EINMETER BROOT
05.01.2004, 17:57
[ 25. Dezember 2004, 12:08: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]

Tiga
05.01.2004, 18:27
Tja Lorenz, hättest du im Geo-Unterricht besser aufgepasst dann könntest du dir die Frage selber beantworten! :D :D

Also ein Tipp: nimm ein Blatt Papier und zeichne dir mal deinen Servoweg an. Du kannst sogar mit verschiedenen Winkeln und unterschiedlichen Armlängen experimentieren.

http://www.rc-network.de/upload/1073323211.jpg

Hier hast du als Beispiel 90°, 120° und 160° Servoweg. Und da kannst du nun für jede beliebige Armlänge den nutzbaren Schotweg abmessen. Da du eine 1:2-Übersetzung hast mußt du diesen Wert einfach verdoppeln.

Aber erst mußt du mal feststellen welchen Servoweg du eigentlich zur Verfügung hast. Falls du einen Computersender hast kannst du dort den Servoweg normalerweise noch verändern.

Du hättest bei deiner damaligen Bestellung noch 2 EUR draufgelegen und gleich das 815er-Servo bestellen können. Das ist nämlich modifiziert und hat schon in der Grundversion 140° Servoweg!

Grüße
Rainer

[ 05. Januar 2004, 18:47: Beitrag editiert von: Tiga ]

Ulrich Burbat
05.01.2004, 19:21
Hallo,

ich wollte auch mal was schreiben, aber in einem Tag ist sehr viel Bewegung.

Cremdosendeckel:
eigentlich lassen sich einige Plastwerkstoffe nicht mit üblichen Mitteln kleben. ich habe trotzdem einen Cremdosenschraubverschluß genommen und er hält.
Das Sperrholzdeck liegt zwischen Dosenrand und Deckel. Dazu habe ich die Deckelhöhe um die Deckstärke verringert. Das Gewinde preßt Deckel, Sperrholzdeck und Dosenrand zusammen. Mit einem 1 mm Bohrer einen 10 mm Schlitz in Höhe des Decks in den Dosenrand gefräst. Die Öffnung so in das Deck gearbeitet, dass eine Nase in den Kreisbogenausschnitt ragt der in den Schlitz vom Dosenrand passt. Den Dosenrand sehr stramm in die Öffnung passeen (etwas mit gewalt eingefügen). Dosenrand vorher mit Bezin gesäubert und dann mit Sekundenkleber eingeklebt.
Die Nase im Dosenrandschlitz verhindert, dass dieser sich in der Decksöffnung drehen kann. Durch die Anordnung des Decks zwischen Dosenrand und Deckel entstehen im geschlossenen Zustand nur Belastungen, die das Deck und nicht die Klebestelle aufzubehmen hat.

Schneidedraht:
Meine Beobachtung beim Bojenschneiden aus Styropor.
Die Längenänderung infolge Erwärmung muß ausgeglichen werden und zwar auch während des Betriebes. Eine umfunktionierte Tischlersäge ging nicht, da beim Schneiden die Temperatur des Drahtes infolge Isolation steigt.
Die Schnittgeschwindigkeit geht auch stark in das Schnittbild ein. Zu heißer Draht bei zu langsamer Geschwindigkeit kann einen Schneidspalt von ca. 4x Drahtstärke erzeugen. Ungleichmäßige Geschwindigkeit =Wellenbildung. Sehr strammer Draht von 0,5 mm mit so geringer Temperatur dass man fast in Nähe Schmelztemperatur ist brachte fast blanke Oberfläche, aber langsame Geschwindigkeit (nur mit Druck vorwärtsbewegen).
Schneidedraht nicht auf zwei Spanten gleichzeitig auflegen, da sonst dazwischen Material fehlt. Besser auf einem Spant so auflegen, dass zu den jeweils benachbarten Spanten der gleiche Abstand ist (Draht ist die Bogentangente und nicht Bogensehne). In dem Fall entstht zwischen den Spanten Materialüberschuss.

Holzbäume:
gefallen mir auch. Als größte Ausdehnung ist die Diagonale zu messen (größte Ausdehnung).
Massivbalsafüllung vermindert vermutlich die Druckfestigkeit der Sperrholzseitenwände. In die Festigkeit gehen stärker die Seitenwände (Flachverbiegung) und die Ober-/Untergurte (Hochkantverbiegung) ein.
Bei sehr schmalen und hohen Bäumen ist die Einleitung der Kräfte sorgfältig zu gestalten, um zu verhindern, daß geringste Seitenkräfte bereits zum Kippen der Bäume führen. Fockhaltepunkt etwas unterhalb und Vorstag sowie Dirkbefestigung oberhalb der Mittellinie anordnen.

MfG

Ulli

[ 05. Januar 2004, 19:28: Beitrag editiert von: opi 44 ]

Skyfreak66
05.01.2004, 20:49
Hi,

ich habe mir gerade mal die kleine Grafik von Rainer mit den Schotwegen in Abhängigkeit von den Winkeln angeschaut.
Hierbei ist sehr gut zu sehen, daß bei Einsatz eines Stellservos die Schotwege nicht proportional zur Knüppelstellung verlaufen(Sinuskurve).
Je größer die Winkeländerung (gegen 180°)des Stellservos ist, desto größer ist der Effekt (Sinuskurve). Der gleiche Effekt tritt auch bei der Zuführung zum Groß bzw. Fock auf, allerdings nicht so stark (kleinere Winkeländerung). Bei voll geöffneten Segeln addiert sich aber dies: Große Knüppelbewegungen und kaum Stellweg. Wenn dann die Schot unter Deck noch ungünstig befestigt ist (irgendwo seitlich und nicht parallel zu Längsachse des Bootes ergibt sich eine Überlagerung von 3 Sinuskurven.
Wer mal Zeit hat und rechnen will ...
Mit einer Winde sind zumindest 2 davon eliminiert.
Hoffe ich konnte noch zur Verwirrung beitragen :D :D

Gruß
Markus

Tiga
05.01.2004, 21:05
Damit es euch nicht langweilig wird gibt es jetzt einen Tipp für einen tollen

Schleifklotz

Da es bei meiner Arrow so langsam an die Aussenseite des Rumpfes und somit an die endlosen Schleifarbeiten geht habe ich mir überlegt wie das wohl am besten funktionieren könnte. Wie ich schon beschrieben hatte sind meine Planken aus extraleichtem Balsaholz, das natürlich auch sehr weich ist und sich besonders gut schleifen läßt. Allerdings birgt es auch die Gefahr daß man schnell mal eine platte Stelle oder gar eine Delle reinschleift.

Mit einem normalen Schleifklotz wollte ich nur ungern ran, er passt einfach von der Form her nicht gut. Nur von Hand ist mir zu ungenau. Nach langer Suche im Baumarkt habe ich die perfekte Lösung gefunden!

http://www.rc-network.de/upload/1073331764.jpg

Das Teil lag bei Obi für 1,50 EUR in der Autoabteilung und nennt sich "Kombischwamm" - ein Schwamm der auf der einen Seite ein Stück Kunstleder, auf der anderen Seite einen harten Flies zum Fliegen entfernen hat. Die Abmessungen sind 15 x 7,5cm, also sehr handlich. Es geht sicher auch mit einem ganz normalen Schwamm, er darf nur nicht zu weich sein.

Auf die Kunstlederseite habe ich quasi als Griffstück ein 4mm Pappelsperrholz aufgeklebt. Auf die Fliesseite ein 1mm Birkensperrholz. Darauf wird dann mit doppelseitigem Klebeband das Schleifpapier fixiert.

http://www.rc-network.de/upload/1073332008.jpg

Das Ergebnis kann man hier sehr schön erkennen:

http://www.rc-network.de/upload/1073332230.jpg

ein punktförmiger Druck wird flächig eingeleitet wobei sich die Schleiffläche optimal der gewölbten Form des Rumpfes anpasst.

http://www.rc-network.de/upload/1073332857.jpg

Nach den ersten 15 Schleifminuten steht fest: der ideale Schleifklotz um gewölbte Flächen gleichmäßig zu verschleifen!

Grüße
Rainer

Tiga
05.01.2004, 21:23
Hi Markus,

du hast völlig recht mit deiner Betrachtung - aber liegt nicht gerade darin sogar ein Vorteil?

Gerade beim dichtholen der Segel auf am-Wind-Kurs braucht man einerseits die meiste Kraft, andererseits kommt es hier auf sehr feine Dosierung an. Der Servohebel bringt genau dies sobald er sich seiner Endposition nähert: die Knüppelbewegung bringt nur noch wenig Schotwegverstellung, dafür aber ein hohes Kraftmoment. Bei voll gefiertem Segel hat man hingegen den Vorteil, daß es mit sehr großer Geschwindigkeit dicht holen kann und somit ein deutlicher Pumpeffekt entsteht, den du mit einer Winch nicht erreichen kannst.

Es versteht sich von selbst daß man sehr genau überlegen muß wo man die Schot befestigt.

Auf der Seite von Lester Gilbert (http://www.onemetre.net/Download/Armwinch/armwinch.htm) findest du eine ausführliche Abhandlung über dieses Thema. Er beschreibt darin wie man durch genaue Wahl der Schotbefestigungspunkte sogar mit einem Servoarm unterschiedliche Schotwege für Groß und Fock realisieren kann.

Grüße
Rainer

Skyfreak66
05.01.2004, 21:48
@Rainer: Stimmt schon - ist mir nicht entgangen.
Ich wollte auch nicht wieder die Diskussion hochholen welches Prinzip das "Bessere" ;) ist. Sinn war eigentlich nur darauf hinzuweisen was alles noch passiert und wie sich die Winkel/Wege alle überlagern. Je mehr passiert, desto weniger ist es vorauszuplanen bzw. umso sorgfältiger muß man planen.

Gruß
Markus

Tiga
05.01.2004, 21:53
noch ein Nachtrag zum letzten Beitrag...

ich habe das gerade mal durchgerechnet. Angenommene Situation: 120° Servoweg und 90mm effektive Armlänge, Servo ist am unteren Anschlag, Segel voll gefiert.

Wenn ich nun den Arm um 10° bewege habe ich einen Schotweg von ca. 33mm. Mit jedem weiteren 10°-Schritt nimmt der Schotweg langsam ab. Hat der Servoarm den halben Weg hinter sich gebracht dann werden noch 28mm Schot je 10° bewegt. Im letzen Viertel der Servobewegung reduziert sich der Schotweg auf 20mm / 14mm / 12mm bei 100° / 110° / 120° Servoweg. Die Kraft die der Servoarm leisten kann nimmt im umgekehrten Maße zu.

Also genau das was ich haben möchte: auf den letzten 30mm Schotweg kann ich mit meinem Knüppel sehr fein steuern und das mit großer Stellkraft. Also etwa wie die Expo-Funktion eines Computersenders.

Grüße
Rainer

Yeti
05.01.2004, 23:08
Jungs, das sind ja alles tolle Ideen hier aber allmählich verliere ich den Durchblick. IOM Arrow, Woodpecker, Schotwege bei Segelverstellung durch Servo, neues Rumpfkonzept, elastischer Schleifklotz :confused: :confused: :confused:

Es gibt ja unten nicht nur diesen Button http://www.rc-network.de/cgi-bin/beitraege/reply_ot.gif, sondern auch diesen hier: http://www.rc-network.de/cgi-bin/beitraege/topic_ot.gif.

Nur mal so 'ne Anregegung von User zu User ;)

Gruß Yeti

EINMETER BROOT
05.01.2004, 23:17
so noch ne frage:
ich mache es mit der schot also so wie rainer uns das erklärt hat.

ich wollte noch fragen obs für den anknotpunkt der schot eine fausregel gibt?

ich glaube ich schraub mein servo morgen mal auf ne platte und probier das alles aus!!!!
lorenz

Tiga
06.01.2004, 09:46
@Lorenz:

also irgendwas mußt du schon noch selber austüfteln!

Allerdings würde ich es zunächst mal mit einer 1:1-Skizze versuchen, da kannst du doch alles exakt einzeichnen, rumprobieren und vermessen. Das ist glaube ich einfacher und effektiver als auf einer Holzplatte rumzuwerkeln.

Grüße
Rainer

[ 06. Januar 2004, 09:52: Beitrag editiert von: Tiga ]

Gerhard
06.01.2004, 11:40
[ 06. Januar 2004, 11:42: Beitrag editiert von: Gerhard ]

Gast_633
06.01.2004, 20:09
hier noch einen zeichnung aus dem Ken binks katalog zur servowinchanordnung.

http://modellsegeln.net/servowinchanordnung.gif

gruss andreas

EINMETER BROOT
11.01.2004, 22:04
[ 25. Dezember 2004, 12:11: Beitrag editiert von: EINMETER BROOT ]