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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Motorauslegung für 6 Lipo an einer 17-18 Zoll Luftschraube



hangspeed
03.04.2011, 18:51
Hallo Männers,

jetzt sitze ich fast schon den halben Tag hier vorm ecalc und bin am rechnen wie ein Weltmeister.

"Ausgangssituation 6 S - 5000 mAh an einer 17 - 18 Zoll Luftschraube."

Bin für jeden Tip, was einen gescheiten Motor angeht, dankbar.

Es sollte über 1 KW Leistung herauskommen um einen 10Kg Segler hochzukriegen.

Gerechnet habe ich schon von Turnigy bis Kontronik.
Nur Erfahrungsberichte sind ja bekanntlich 1000 mal mehr wert, als jede Berechnung.

Lasst doch mal was lesen, wie ihr auslegen würdet oder ausgelegt habt.

Gruß
Uwe

flymaik
03.04.2011, 19:14
Warum legst du dich auf 17-18" fest? hat das Modell ein Klapptriebwerk? Oder kommt der Motor in die Rumpfspitze?
Bei letzterem würd ich eher über ne 20x13 oder 23x12 nachdenken.
17" passt gut zu 3m Modellen ;)

hangspeed
03.04.2011, 19:24
Hallo Maik,

richtig geraten mit dem Klapptriebwerk.
Vielleicht bekomme ich noch ne 18,5 Zoll drauf, aber dann ist definitiv Ende der Fahnenstange.

Gruß
Uwe

flymaik
03.04.2011, 20:01
Hm, dann wäre es gut zu wissen welches.
Denn nicht jede Bauart passt in jedes Triebwerk.
IL mit Getriebe sind vielleicht zu lang.
Max Durchmesser bei AL's ?

hangspeed
03.04.2011, 20:17
Es ist ein JK 15.
Vom Rumpfausschnitt bin ich noch flexibel, von daher kann schon ein TR C5065-320 KV rein.
Ganz ehrlich gesagt, habe ich auch keine Lust 250-300 € zu investieren um 5-8% mehr Leistung zu bekommen.
Ich kenne mich halt ein wenig mit Kontronik und Turnigy aus, aber was z. B. andere China-Motoren angeht, eben nicht.
Nur so langsam muss ich JK eben den Lochkreis für deren Fertigung angeben. :o

Gruß
Uwe

von_richthofen
03.04.2011, 21:57
Moin,
bekommt das KTW eine normale Luftschraube, oder eine einblättrige? Bei einer normalen Zweiblatt könnte vielleicht der Turnigy SK 5065 mit 380 U/(V*min) was für dich sein. Das ist der Standartantrieb der Extra 300 von Flitework (alte Version) mit einer 18x8 oder 18x10. Wenn ich mich jetzt richtig entsinne, wiegt das Modell ca. 3,7 kg und hat mit diesem Antrieb genug Dampf für 3D, also würde ich mal davon ausgehen, das mindestens irgendwas um 5 kg Standschub anstehen. Die Stromaufnahme liegt damit bei 70...80 A, also 1,5 kW aufwärts. Ich selbst habe weder den Motor noch das Modell, aber in dem ellenlangen Thread zur FW Extra hat sich eigentlich niemand über den Antrieb beschwert, außer der üblichen Krankheit der großen China-Motoren (gelöste Magnete bei hoher Leistungsforderung und/oder rabiatem Umgang). Ansonsten halte ich in dieser Größenklasse einiges vom Roxxy 5065/09 (330 U/(V*min)) von robbe. Den fliege ich in einer PT-17 mit 1,6m Spannweite und knapp 5 kg Abfluggewicht. Mit einer APC E 16x10 nimmt der knapp unter 50 A auf und liefert etwa 4 kg Standschub. Ob der Motor an sechs Zellen allerdings auch mit 17 oder 18 Zoll Durchmesser fertig wird, weiß ich nicht. Ich denke mal, dass er damit auf jeden Fall in die Region um 60...70 A kommen würde. Der Hersteller sagt max. 50 A für 10 s, also wäre es ein Experiment. Bei mir bleibt der Motor jedenfalls auch im Hochsommer bei 35° C im Schatten ziemlich kühl, obwohl ich wegen dem hohen Gewicht praktisch ständig über halbgas bleiben muss. Da müsstest du dann selber entscheiden, ob du dich auf das Experiment einlassen willst. Der Dymond AL-5065 könnte vielleicht auch was sein. Bei dem ist die spezifische Drehzahl noch einen Tick niedriger (320 U/(V*min)), wodurch er etwas weniger Strom aufnehmen dürfte und er ist auch nicht so teuer.

mfg Der Baron

hangspeed
05.04.2011, 00:39
Hallo Baron,

es ist schon eine 2-Blatt Luftschraube.
Ich werde aber wohl nur eine 17" montieren können.
Ansonsten ist eben Handarbeit gefragt, eine 18,5" x 12" auf 17" zu bringen.
Bei der 17" x 13" sagt mir der ecalc immer "Strömungsabriss am Prop"

Bei meiner ganzen Rechnerei komme ich immer wieder auf eine Drehzahl von 320 Kv für den Motor.
Die ganzen 380 Kv Motoren fressen zuviel Strom.
Mit einem Dymond AL 5055 habe ich auch schon gute Erfahrungen gemacht.
Aber der Roxy 5065 bringt lt. ecalc 1070 W bei 60 A
Schätzungsweise kommen die wohl eh alle aus "demselben Stall".
Bin nur mal gespannt ob mir JK auch den Luftschraubenmitnehmer auf die 8mm Welle eines Turnigys aufbohren kann.
Ansonsten werde ich wohl auf einen Dymond oder Roxxy ausweichen müssen.



@Dennis,

danke für deine Nachricht.
Du hast Post.


Gruß
Uwe

jo911
05.04.2011, 08:48
Hallo,

einen Wert aus der Praxis:
Hyperion Z4035 Motor mit angegebenen 405 U/min/V dreht eine 17x8 Fiala Elektro Holzprop mit 7400 U/min an 6s Zippy 5800 mAh 30c(ca.21,5V);-vollgeladener Akku und zieht dabei 64A im Stand. Edit: Natürlich steht der Flieger und nicht der Motor:-)

hangspeed
05.04.2011, 09:14
Hallo jo911,

danke für deine Info, aber ein Holzprop passt leider nicht in meinen Seglerrumpf rein. ;)
Bei 7400 U/min. wird es bei den Klapplatten schon ein wenig eng mit der Freigabe bezüglich Drehzahl.

Gruß
Uwe

Nice
05.04.2011, 10:10
Uwe
hast auch Post;)

Wo liegen den die Grenzen, also wie dick darf der Motor max sein?
Was darf max an Amper fließen?
Was darf es sein, schnell oder Kraftvoll steigen?
Gewicht und LS wissen wir nun ja schon.
Was muß min an Schub bei raus kommen....?

Fragen über fragen;)

Nice
05.04.2011, 13:07
Das sieht doch brauchbar aus

FamZim
05.04.2011, 13:59
Hallöchen

So ein "dummes " Wort !!
Genau das sind die Props die wir brauchen, und die die Modelle vorwärts bringen !
Leider werden viele aber abgeschreckt und nehmen Standschubprops ! so ein Irrsinn .
Bei dieser Messung ist ETA ja gleich NULLLLL, das steht da aber nicht !
Ein Modell, welches annähernt Fluggeschwindigkeit (6 bis 10 m/sek) erreicht hat, bringt den Prop erst in seine Arbeitsposition ! und dann geht die Post ab.
Wenn ich mal die Leistung oben betrachte mit ~ 98 kmh obt und den Standschub da zu nehme, bring die Kombi 1600 Watt ? watt ? geht ja gar nicht.
Also mal anders herum :
995 W an der Welle sind 99,5 mkg und das Modell fliegt mit 27 m/sek , da bleiben bei 100 % Prop Eta 3,68 kg an Schub.
Der Prop liegt geschätzt bei 70 % und der Schub leider nur noch bei ~ 2,6 kg.
Nicht mal die hälfte vom Standschub !

Der Flug von einem großen 10 kg Segler sieht aber mit Speed erst schön aus !
Und genau DA braucht er den Schub von einem Prop mit hoher Steigung, und Eta !
Sekrecht braucht kein Segler !

Gruß Aloys.

Rolf D.
05.04.2011, 14:17
Ich würde da eine Getriebelösung nehmen - nen Strecker oder Scorpion mit einem "anständigen guten Getriebe"

Gruss
Rolf

Nice
05.04.2011, 14:21
Aloys
ich kann deiner Rechnung zwar nicht ganz folgen, aber im Klartext heißt das, das es die 17x13" dann doch sein sollte?!

Zum "Strömungsabriss"
Hatte mal probehalber eine 16x10 statt der 15x8 auf meine Extra, fliegen ging zwar aber aus dem Hoovern senkrecht nach oben nicht, da hat die LS nicht mehr gegriffen, hat sich angehört wie ein MG:)
Das bestätigt ja auch das was du meintest, das die LS erst einen gewissen Arbeitspunkt erreichen muß.

von_richthofen
05.04.2011, 15:17
Moin,
mit der Luftschraubensteigung ist das so eine Sache. Bei den Manntragenden ist die nicht ohne Grund verstellbar. Bei fester Steigung kann man ein und die selbe Luftschraube nicht gleichzeitig auf einen hohen statischen und dynamischen Schub auslegen. Ich hab zu einem ähnlichen Problem hier schon mal einen Text geschrieben:


Der entscheidende Wert ist dabei der sogenannte Inzedenzwinkel, also die Fehlanströmung des Blattes. Optimal arbeitet ein Propeller nur dann, wenn die Überlagerung (vektorielle Addition) aus Anström(=Flug-)geschwindigkeit und Umfangsgeschwindigkeit (Produkt aus Radius und Drehzahl) genau tangential auf das Blatt trifft. Wird das Blatt jetzt teilweise von oben oder unten angeströmt, sinkt der Wirkungsgrad, weil es der Strömung erschwert wird, dem Blattprofil zu folgen. Wenn dieser Inzedenzwinkel zu groß wird, reißt die Strömung ab. Das passiert immer dann, wenn die Anströmgeschwindigkeit bei einer bestimmten Drehzahl zu niedrig oder zu hoch wird, also z.B. im Stand oder bei sehr geringer Fluggeschwindigkeit. Falls gewünscht, kann ich auch noch eine Skizze dazu nachliefern, um es sich besser vorstellen zu können.

Im Wesentlichen heißt das so viel, dass man entweder eine hohe Steigung wählt, die dann erst bei höherer Fluggeschwindigeit richtig Schub aufbaut oder man fliegt mit kleiner Steigung und hohem Standschub hat dann aber auch einen sehr starken Schubafball mit steigender Geschwindigkeit. Das Problem bei der hohen Steigung ist, dass die im Stand hauptsächlich Schaum schlägt, aber nur wenig Vortrieb entwickelt. Das könnte zum Problem werden, falls du nur eine relativ kurze und womöglich noch schlecht gemähte Piste zur Verfügung hast. Ich denke der Kompromiss mit der 17x9 ist schon nicht so schlecht. Die müsste auch im Stand noch mit halbwegs anliegender Strömung laufen und knapp 100 km/h Strahlgeschwindigeit würde ich rein gefühlsmäßig für so einen Segler auch abnicken. Du willst die Fuhre ja auf Höhe bringen und keine Geschwindigkeitsrekorde brechen. Der ausgewählte Motor wäre mir zwar persönlich viel zu teuer, aber das kann man ja auch anders sehen und zur Not lässt sich der gleiche Löffel ja auch noch von einem anderen Motor in Rotation versetzen.

mfg Der Baron

Nice
05.04.2011, 15:49
Hi Baron
mit dem Schaum liegst du gar nicht mal so weit weg.
In einem Bericht über U-Boote, ja ich weiß die fliegen echt beschießen:D, hatten die das so beschrieben, das hinter dem Blatt, also im Reh, ein Unterdruck entsteht, der so groß ist, das das Wasser da anfängt zu kochen, auch bei 0° schon, wer hoch in den Bergen wohnt weiß was ich meine.
Bei den Luftschrauben ist das dann in etwa genau so, nur wenn die richtige Geschwindigkeit erreicht ist für die hohe Steigung greift die LS erst richtig.
Ja der Motor kostet schon nen € mehr, aber der ist ja auch recht gut, ist halt nur ein Beispiel.
Ist das etwa nicht so, das ein Segler der schneller wird nicht auch mehr Auftrieb erzeugt?
Man will doch beim Start nicht schon schnell sein müssen, nur damit der Segler hoch geht.

Bevor wir weiter großartig hin und her reden und nur wissen das der Motor ca 400 Gramm, eine LS von max 17" und 6S verwendet werden soll, werden zich verschieden Antriebsvarianten bei raus kommen.
Man müsste dies noch weiter eingrenzen.

FamZim
05.04.2011, 16:37
Hi

Na da hab ich ja was angerichtet :D
Strömungsabriss heist für die Modellflieger im allgemeinen ja "keine Kontrolle mehr" und Absturz !!!!
So ist das beim Prop aber bei weitem nicht.
Der wird eben mit zu großem Anstellwinkel vom Motor weiter angetrieben und bleibt auf seiner Bahn.
Die Unterseite des Profils bleibt relatief unbeeindruckt während auf der Oberseite im hinteren Bereich die Strömung versagt und nur Widerstand erzeugt, der vordere aber auch noch Schub liefert.
Schub bleibt also noch reichlich erhalten.

Der vergleich mit einer Schiffschraube und kochendem Wasser ist etwas ganz anderes.
Kochen ist der übergang einer Flüssigkeit in den Gasförmigen durch Wärmezufur !!
Das passiet weder in einer " gasenden " Batterie noch "vor " einer Schiffsschraube.

Wer schon mal , nach viel Regenwetter, und somit weichem Wasser in der Leitung, mit einer Glaskanne das Wasser in die Kaffemaschine giest, kann sehen das dieses Milchig ist und "etwas" langsam nach oben steigt.
Das ist eingeschlossene Luft oder Sauerstoff die durch den Leitungsdruck im Wasser gehalten wird.
So ist auch gebundenes Gas im Wasser wo die Schiffe schwimmen.
Geht die Schraube nun in Betrieb endsteht Unterdruck (Druckverlust) vor dieser und das Gas gast aus, genauso kallt wie es grade ist.
Das hat wie gesagt nichts mit Kochen zu tun, da gibt es eben Sprudelwasser und die Schiffsschraube greift nicht, sie ist für nicht komprimierbares Wasser gebaut, da geht die Strömung auf der Unterseite auch baden !

So nun helft dem Uwe noch ein wenig !

Gruß Aloys.

von_richthofen
05.04.2011, 16:38
Hi Baron
mit dem Schaum liegst du gar nicht mal so weit weg.
In einem Bericht über U-Boote, ja ich weiß die fliegen echt beschießen:D, hatten die das so beschrieben, das hinter dem Blatt, also im Reh, ein Unterdruck entsteht, der so groß ist, das das Wasser da anfängt zu kochen, auch bei 0° schon, wer hoch in den Bergen wohnt weiß was ich meine.
Bei den Luftschrauben ist das dann in etwa genau so, nur wenn die richtige Geschwindigkeit erreicht ist für die hohe Steigung greift die LS erst richtig.

Moin,
das mit den Schiffsschrauben ist ein komplett anderer Effekt. Was du meinst nennt sich Kavitation und entsteht, wenn die Drehzahl einer Schiffschraube zu groß wird. Durch die Wölbung des Blattprofils wird die Strömung auf der Oberseite beschleunigt, wodurch der Druck sinkt. Wird die Strömung zu schnell, fällt der Druck so weit ab, dass er unter den Dampfdruck sinkt und es bilden sich Gasblasen. Wenn die dann mit der Strömung wieder in Zonen höheren Druckes transportiert werden, fallen sie unter extremen Druck- und Temperaturspitzen wieder in sich zusammen, was über kurz oder lang jede Schiffsschraube zerstört. Bei gasförmigen Fördermedien kann es prinzipiell nicht zu diesem Effekt kommen, weil ja schon alles Gasförmig ist. Bei unseren Luftschrauben hängt das alles komplett vom Blattanstellwinkel und den dazu passenden Geschwindigkeitsdreiecken ab.

mfg Der Baron

Reisenauer Antriebe
05.04.2011, 20:47
Es ist ein JK 15.
Vom Rumpfausschnitt bin ich noch flexibel, von daher kann schon ein TR C5065-320 KV rein.
Ganz ehrlich gesagt, habe ich auch keine Lust 250-300 € zu investieren um 5-8% mehr Leistung zu bekommen......
Gruß
Uwe


Hallo Uwe,

ein paar % mehr Leistung oder Eta?
Ich hatte wiederholt China Motoren auf dem Prüfstand,
die nach 30 -60 Sek. bei angegebenem Nennstrom
bereits weisse Rauchzeichen freisetzten.
Andere Exeplare machten auch mal mit Vibrationen und losen Magneten
nach wenigen Flügen auf sich aufmerksam.

100% gibts auch mit einem Edeltriebwerk nicht,
aber deutlich mehr Betriebssicherheit schon.

Einen 10kg Segler mit JK Klapptriebwerk mit China Billigmotor zu bestücken
kommt mir vor wie

runderneuerte Reifen für seinen Porsche kaufen :)

Im Schadensfall kannst dann vielleicht noch die Reifen reklamieren - den Porsche kaum:D
Ein defekter Motor kann nun mal locker den Regler killen
und sogar einen Lipobrand auslösen.
Will hier beileibe kein Unheil raufbeschwören,
sondern über Risikopotenzial aufklären.
Wenn Du jedoch zu denen gehörst,
die immer Glück haben,
dann wünsch ich Dir das auch dieses Mal:)

Gruß Andy Reisenauer

hangspeed
06.04.2011, 00:19
Danke!!!!!!

Ich finde es echt toll wieviele Meldungen zu dem Thema hier auftauchen.

Hallo Andy,

ich muss dir ja irgendwo schon Recht geben.
Das die Preisunterschiede sich natürlich nicht nur im Stundenlohn finden, sondern auch in der Qualität wiederspiegeln, dürfte auch jedem bewusst sein.
Zu meiner Schande muss ich aber auch eingestehen, dass der Turnigy eine 8er Welle hat und der Luftschraubenmitnehmer des Klapptriebwerks nicht auf 8mm aufgebohrt werden kann.
Also hat sich die Debatte um Turnigy eh erledigt.

Aloys:
Ich gebe deiner These mit der Fluggeschwindigkeit zur Strahlgeschwindigkeit ja Recht.
Aber selbst bei uns auf dem Platz hat es schon den Fal gegeben, dass eine Luftschraube einen Sharon einfach nicht richtig beschleunigte, da die erreichbare Fluggeschwindigkeit des Seglers (Profil) einfach nicht mehr hergab.
Das hörte sich einfach nur grauenvoll an, wie der Propeller versuchte die, sagen wir mal so, nicht vorhandene Luft nach hinten zu befördern.


Welche Vopt sollte ein 5m Segler mit 10KG denn haben?
Was sind da so eure Erfahrungswerte?
Senkrecht sollte ein Scalesegler ja eh nicht steigen. :p


Gruß
Uwe

Anderl
06.04.2011, 00:56
Einen 10kg Segler mit JK Klapptriebwerk mit China Billigmotor zu bestücken
kommt mir vor wie

runderneuerte Reifen für seinen Porsche kaufen


wiso runderneuern? Second Hand tuts doch auch, oder?
lachwech :)
ja,ja, Geiz is geil!

Als Alternative möchte ich hier den Namen Scorpion erwähnen. Die Dinger werden zwar irgendwo in HongKong zusammengenagelt, aber in der Wallachei (oder so) entwickelt und können gut was ab ;)

Ein S-4035 mit 380kv an einer 17x10 Zoll APC E Latte bringt bei 6S laut drive calc immerhin so 5,5kg Standschub (ich hasse das Wort), knapp 7000 U/min bei 66A und 81% Eta.

Und wenn es nicht so locker hängt kannst du den Scorpion eventuell auch noch selber wickeln, dann sind auch noch neue Alufelgen 2.Wahl drin :D für den Porsche natürlich.

Grüße

jo911
06.04.2011, 08:41
Hallo Uwe,

mein Beitrag beabsichtigte nicht, daß Du einen Holzprop verwenden sollst. Ich wollte nur aufzeigen, daß es mit 17Zoll LS locker geht. Ich schleppe mit meinem Hyperion einen Schleppzug von knapp 10kg, deshalb mein Beispiel.
Versteckt ist da auch der Hinweis, daß die Motoren in der Drehzahl verschieden stark einbrechen, darum die Werte aus der Praxis. Ob ein Turnigy da vergleichbar ist, -ich weiß es nicht. Es muß aber auch nicht ein Strecker oder teuerer Motor mit Getriebe sein, um Deine Vorgaben zu erreichen.

"Stromfest" sollte der Motor sein bei 6s (Schau Dir die Herstellerangaben dazu an). Viele Steigflüge wirst Du damit auch nicht schaffen, da die mitgeführte Energie einfach wenig ist. Rechne es Dir mal aus. Strom brauchst Du aber, um auf Leistung zu kommen. Da führt kein weg vorbei. Außer eben doch Motoren mit über 90% Wirkungsgrad mit den entsprechenden Kosten.
Oder mehr Spannung :-) (Porsche wird eh keiner draus oder willst Du so tief fliegen?)

Bei den Klapp-LS hat sich in letzter Zeit übrigens viel getan in Sachen Drehzahlfestigkeit...

Rolf D.
06.04.2011, 09:43
Hallo Uwe,
ich kann dir hier zwar keine direkte Motorempfehlung geben, jedoch ist es für mich nicht nachvollziehbar das man einen grossen Segler baut der wahrscheinlich eher nicht aus dem Geiz ist Geil Segment kommt und diesen mit einem JK Klapptriebwerk ausrüstet welches im oberen 3 - zu 4 stelligem Bereich in der Anschaffung kostet und beim mit wichtigsten nämlich dem Antrieb in die billig Abteilung springen will..
Ich denke jetzt einfach mal - dein Modell wird ein Qualitativ Hochwertigerer Segler sein, das Klapptriebwerk ist auch vom feinsten - da sollte das ganze auch Antriebsmässig meiner Meinung nach nach gleichem Qualitätsstandard ausgerüstet sein, so Handhabe ich das zumin. bei meinen Modellen, und bedingt dessen habe ich dann auch immer richtig Spass beim fliegen.
Meine Vereinskollegen oder dort wo ich schon mal als Gast hinkomme meinen zwar auch immer alle bevor ich mein Modell das erste Mal in der Luft hatte - booah Antrieb viel zu teuer, würde ich nie ausgeben, - wenn sie in das Modell dann das erste mal in der Luft gesehen haben ist es meist mehr als ruhig anschliessend weil Ihnen die Spucke wegbleibt. Oder es kommen plötzlich so Sprüche wie - Leistung und Qualität hat eben ihren Preis. Im Gegensatz zu denen habe ich vor selbst vor allem eines : SPASS beim Fliegen, denn die sind immer nur am rumbasteln, testen, probieren und meist nie zufrieden.
Daher ist es für mich auch nicht nachvollziehbar denn du willst doch Spass mit dem Edelteil, dann würde ich ihm auch einen passenden "edlen Antrieb" verpassen das richtig Spass aufkommt.
schönen Tag
Gruss
Rolf

flymaik
06.04.2011, 17:52
da du gewissen Zwängen unterliegst (bauartbedingt und teilweise selbst auferlegt;))
musst du schon gut überlegen ,wie du dein Ziel erreichen willst,
Da du nur 6s verwendest, mußt du die Leistung über den Strom holen. Die Einschaltzeiten werden länger sein,als bei üblichen Konfigs.
Bei hohen Strömen trennt sich beiden Motoren die Spreu vom Weizen. Deine 5-8% auf die du eventuell aus falscher Sparsamkeit verzichten willst, sind an der Welle rund 70 -100W die dir je nach Eingangsleistung fehlen. Dazu noch der nicht optimale LS Durchmesser, begrenzt duch das KTW. Das ist so ,als wenn du mit nem Baumarktrad die Tour de France gewinnen willst.
Nach meinen Erfahrungen lege ich Antriebe für Segler für 15-17m/s aus. Etwas Feinabstimmung brauchts manchmal schon noch.
Bei Motoren würd ich ohne Wertigkeit auch bei
Scorpion, Kontronik Kora, Hacker oder Strecker schauen.

Nice
06.04.2011, 19:14
da du gewissen Zwängen unterliegst (bauartbedingt und teilweise selbst auferlegt;))
musst du schon gut überlegen ,wie du dein Ziel erreichen willst,
Da du nur 6s verwendest, mußt du die Leistung über den Strom holen. Die Einschaltzeiten werden länger sein,als bei üblichen Konfigs.
Bei hohen Strömen trennt sich beiden Motoren die Spreu vom Weizen. Deine 5-8% auf die du eventuell aus falscher Sparsamkeit verzichten willst, sind an der Welle rund 70 -100W die dir je nach Eingangsleistung fehlen. Dazu noch der nicht optimale LS Durchmesser, begrenzt duch das KTW. Das ist so ,als wenn du mit nem Baumarktrad die Tour de France gewinnen willst.
Nach meinen Erfahrungen lege ich Antriebe für Segler für 15-17m/s aus. Etwas Feinabstimmung brauchts manchmal schon noch.
Bei Motoren würd ich ohne Wertigkeit auch bei
Scorpion, Kontronik Kora, Hacker oder Strecker schauen.

Hi
17m/s ist ja Schuboptimiert, ca 60km/h, oder?
Sind mit 17" (x9") und ca 5 Schub nicht zu erreichen, das werden dann ca 25m/s werden.
Gehen die 25m/s da noch oder schon zu viel?

FamZim
06.04.2011, 21:13
Hi

Es gibt ja viele Möglichkeiten (das ist ja das Interressante).

Kanst auch mit der Drehzahl runter gehen und einen 20 Zoll kürzen.
Das gibt dann breite Blätter (kein Platzproblem) und mehr Grip bei weniger Fahrt!
Ich mach das für dich wenn Du magst (Sonderangebot:D).

Gruß Aloys.

hangspeed
06.04.2011, 22:39
Tja, Aloys,

Angebot nehme ich bei Bedarf natürlich gerne an.
Wie immer wohl alles nur eine Getränkefrage :D


Ich finde es wirklich rührend wie sich manche hier um meine Intention, einen "billigen Motor" zu verbauen, kümmern.
Dank dieses Threads habe ich Kontakt zu einem netten User bekommen der mir wohl einen Motor selber erstellen wird.
Die versprochene Art der Leistung wird von keinem der Serienmotoren erreicht.
Mal schauen was herauskommt.

Nur zur Beruhigung einiger User, ich betreibe den Modellsport schon seid über 30 Jahren, weiß also genau über die Gefahren von billiger Ware Bescheid.

Da ich aber im Vertrieb arbeite, ich mir bestens bekannt wie mit Handelsspannen gerechnet wird ;)
Bin kein Geiz ist Geil Typ, weiß aber auch den Euro zu schätzen.
Mir würde z. B. nie in den Sinn kommen, auf das Höhenruder eines 5m Segler ein 2Kg Servo zu verbauen.

Aber lasst mir bitte die Wunsch, auch mit 5% weniger Leistung in die Luft zu kommen.
Die "EierlegendeWollmilchSau" werden wir hier zu dem Thema eh nie finden.
Dazu hat halt jeder eine andere Vorstellung und Meinung.

Aber meine Frage nach der optimalen Strahlgeschwindigkeit (Fluggeschwindigkeit) kann mir hier anscheinend auch keiner so richtig fachmännisch beantworten.

Gruß
Uwe

jo911
07.04.2011, 08:31
Hallo,
die optimale Fluggeschwindigkeit hängt halt von vielem ab. u.A. vom Profil und der Flächenbelastung.
Ich würde sie mindestens auf 20% über Stall-Geschwindigkeit legen.
Der Rest ist Geschmackssache.

Die Strahlgeschwindigkeit dann eben nochmal 20 - 100% darüber.

Aber bei Deiner Erfahrung weißt Du eh, nix geht über probieren.(Das ist jedenfalls meine)

FamZim
07.04.2011, 08:52
Hi

Ja obtimale Fluggeschwindigkeit ?
Da gibt es ja " bestes Gleiten " und " nidrigstes Sinken " DIE liegen schon recht dich zusammen!
Und bei unruhiger Luft ist nidrigstes Sinken schon riskant!
Das würde ich mal bei dem 10 kg Flieger auf 8 bis 10 m/sek ansiedeln, selbst mit Klappen.
Für störungsfreien Steigflug geht man besser auf das doppelte = 16 m mit 20 % Schlupf = knappe gerechnete 20 m, die die Strahlgeschwindigkeit haben sollte.
Da ist dann zügiges sicheres Steigen mit schönem Flugbild gepaart .

Gruß Aloys.

H.F
07.04.2011, 17:27
hi uwe

scorpion S 4035/380, (bis max 3.2kw belastbar, 430gr), Rfm 17 x 13, CC phönix ice (datenlogger integriert).
dabei kannst auch mittelteile von - 2.5 , 0 , + 2.5 testen, - denke aber das du mit der geraden 0 grad zufreiden sein wirst.
solltest du zu wenig startleistung verspüren kannst die - 2.5 grad ensetzten, der speed reicht aus meiner sicht auch so (bauchgefühl).

mfg

hugo

hangspeed
08.04.2011, 14:37
@ Aloys
@Hugo,

danke für Eure Tipps.
Dann werde ich mich mal an den Drivecal geben :-)

Gruß
Uwe

Nice
08.04.2011, 15:40
Uwe

ist die möglichkeit gegeben auch ein verschränktes Mittelstück zu bekommen?
dachte an 17x13" -3°

flymaik
08.04.2011, 15:41
lass uns wissen, wie's ausgeht ;)

H.F
09.04.2011, 11:17
hi nice

wie ich weiter oben schrieb, - - 2,5, 0 grad oder auch + 2.5, desweiteren gibt's auch - 5 grad und + 5 grad, das ganze in 42mm, 47mm und 52mm mittelteildurchmesser.
gesehen bei aeronaut und in meiner werkzeugkiste, bzw in meinem einsatz.

mfg

hugo

Nice
09.04.2011, 14:51
hi nice

wie ich weiter oben schrieb, - - 2,5, 0 grad oder auch + 2.5, desweiteren gibt's auch - 5 grad und + 5 grad, das ganze in 42mm, 47mm und 52mm mittelteildurchmesser.
gesehen bei aeronaut und in meiner werkzeugkiste, bzw in meinem einsatz.

mfg

hugo

Hi Hugo
das problem ist, das sein Mittelstück extra für das KTW gebaut wurde, obs dafür ein verschränktes gibt weiß ich halt nicht, da muß sich Uwe mal schlau machen

H.F
10.04.2011, 12:01
oh, dann hatte ich dich falsch verstanden.

wenn er wirklich mit der 17 x 13 zu wenig standschub hätte wäre natürlich auch noch die 17 x 10 erhältlich, - aber natürlich bei rfm auch immer eine nicht zu unterschätzende investion bedeutet.

ps: in diesem fall würde ich persöhnlich die 17 x 10 bevorzugen, - ich stehe mehr auf steigleistung als auf max speed.

mfg

hugo

hangspeed
14.04.2011, 22:14
Hallo zusammen,

also für das JK-Klapptriebwerk gibt es wohl kein anderes Mittelstück.

Ob 17x10 oder 17x13 werde ich dann Wohl oder Übel nur live testen können.
Optional könnte man auch eine 18,5x12 auf 17 Zoll kürzen.

Mal sehen was draus wird.
Es dauert ja leider noch etwas bis der Flieger fertig ist.

Gruß
Uwe