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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kleiner Micro-Magic Baubericht



Tiga
08.02.2004, 11:25
Hi Leute,

da ich mit dem Bau meiner beiden IOMs noch nicht ausgelastet war habe ich beschlossen, auch noch rasch eine MM auf Kiel zu legen ;)

Naja, ganz so ist es nicht, eigentlich wollte ich nur rasch ein Boot haben mit dem ich baldmöglichst auf´s Wasser kann, denn bis der Stapellauf der IOMs erfolgen kann werden wohl noch 3-4 Wochen in´s Land ziehen. Also habe ich ein Ebay-Schnäppchen gemacht (neu+OVP für 100 EUR) und am vergangenen Mittwoch ist das heiß ersehnte Paket dann auch eingetroffen.

Ach ja, wen es interessiert: das derzeit wohl günstigste Internet-Angebot beläuft sich auf 95,- EUR bei Ellen Schwab (http://www.schwab-modellbau.de/) . Aber leider kann derzeit kein Händler liefern und dieser Zustand wird wohl auch noch etwas anhalten.

Ich hatte mir auch gaaaaanz fest vorgenommen, die MM quasi "aus dem Kasten" zu bauen und mich mit Bauvarianten zurückzuhalten, aber ihr wisst ja: der Geist ist willig, aber... :D
Und so wurde auch aus dem geplanten Segelstart an diesem Wochenende nichts, aber bei Spitzenböen bis Windstärke 11 wäre das ohnehin eine recht unruhige Jungfernfahrt geworden.

Der Bau einer MM ist im Bauplan genau beschrieben und auf der Seite von Thomas (http://www.micromagic-rc-segeln.de/) gibt es ja noch viele Bauberichte und Tipps. Daher möchte ich mich auf die Modifikationen beschränken.

RC-Einbau

Mit dem vorgeschlagenen RC-Einbau konnte ich mich überhaupt nicht anfreunden, weder von den vorgeschlagenen Komponenten noch von deren Einbauposition. Mein Ziel war es, zwar möglichst leichte, aber dennoch kräftige und robuste Servos zu verwenden. Meine Wahl fiel daher auf ein Hitec HS 225-MG als Segelservo. Mit knapp 4 kg Zugkraft recht stark und trotzdem nur 31gr schwer. Dazu durch das Metallgetriebe sehr robust. Als Ruderservo verwende ich das bewährte Graupner C-261 mit 9 gr.

Beim Einbau wollte ich einerseits den Schwerpunkt möglichst weit nach unten bringen, andererseits die Servos so nah wie möglich an der Längsachse platzieren. So habe ich ein Servobrett gebaut das den Kielkasten umklammert und gegen das Heck verklebt wird. Somit wird ein bestmöglicher Sitz der Servos erreicht.

http://www.rc-network.de/upload/1076232445.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1076232466.jpg

http://www.rc-network.de/upload/1076232485.jpg

Die Ruderanlenkung erfolgt über einen 1mm CFK-Stab, den mittels eines 2mm Messingröhrchens durch die Plichtwandung durchgeführt wird.

http://www.rc-network.de/upload/1076232671.jpg

Kielbombe

die etwas plumpe Kielbombe war mir so ziemlich als erstes aufgefallen und mußte einer wesentlich schlankeren Form weichen. Die neue Bombe hat nun eine maximale Profildicke von 10% und einen ovalen Querschnitt, also nur 16mm hoch, aber 28mm breit. Ob es was bringt kann ich nicht sagen, aber es sieht zumindest mal eleganter aus :D

Das Bild zeigt noch die Holzform.

http://www.rc-network.de/upload/1076235640.jpg

Mast

Statt des mitgelieferten Alumasts verwende ich einen aus CFK. Von meinem Drachenlieferanten habe ich mir eine kleine Kollektion von 6mm-Masten verschiedener Hersteller bestellt um deren Gewicht und Biegeverhalten zu vergleichen. Ich habe mich für den "AVIA Sport .230 TW" entschieden, mit 17gr. der leichteste und dennoch extrem steif. Der Originalmast ist mit 21gr. etwas schwerer und sehr viel weicher.

Mein Biegetest, Mast waagerecht eingespannt, 60cm freier Überhang und am Ende mit 100gr. belastet:
- Originalmast: 46mm Durchbiegung
- CFK-Mast: 17mm Durchbiegung

Also da liegen Welten dazwischen!

Bäume

Als Bäume habe ich die im Forum bereits beschiebene Balsa-Sandwich Konstruktion verwendet. Für den Fockbaum ein 3mm Balsakern mit beidseitiger 0,8mm Birkensperrholzbeplankung. Beim Großbaum habe ich 4mm Balsa als Kern verwendet, zusätzlich noch kleine Verstärkungen aus Pappelsperrholz. Die Höhe der Bäume liegt bei 15mm.
Gewicht: Fockbaum 6,5gr. Großbaum 8gr

Gewichtsbilanz:

Derzeit liegt das Gesamtgewicht incl. aller Beschläge, 20gr Empfänger, 4,8V Empfängerakku (Sanyo Twicell Micro) und Original-Bleibombe bei 804 Gramm. Der Empfänger wird aber noch gegen ein leichteres Exemplar getauscht. Was noch fehlt ist das Finish, aber ich denke daß ich unterm Strich nicht wesentlich über 850 Gramm landen werde.

Durch das eingesparte Gewicht habe ich einen relativ großen Spielraum beim der Bleibombe, und ich werde mir da auch mindestens 3 verschiedene Bomben herstellen. Ich dachte dabei an eine Leichtwindversion mit ca. 330gr., die Normalversion mit 400gr. und eine Starkwindvariante mit etwa 480gr.
Selbst mit dieser schweren Bleibombe liege ich immer noch deutlich unter dem Standardgewicht der MM!

Ob das tatsächlich was bringt werden die nächsten Wochen zeigen.

Grüße
Rainer

EINMETER BROOT
08.02.2004, 12:14
einfach genial
besonders die bombe gefällt mir sau gut obwohl ich die orginalbombe ganz knufig nett fand.
das wird ne high tech MM
lorenz

[ 16. Februar 2004, 20:49: Beitrag editiert von: lenz ]

Tiga
08.02.2004, 12:22
Hi Lorenz,

naja, das Boot wird sicher nicht das schlechteste, aber das Handicap steht bekanntlich am Steuerknüppel! :D

Grüße
Rainer

Gerhard
08.02.2004, 16:10
Einen Nachteil hat deine Servoeinbauart natürlich schon:

Wenn´s mal einen Wassereinbruch gibt, kriegen die ganz schnell nasse Füsse.

Ich hätte die leiber etwas höher gesetzt.

Gerhard

Tiga
08.02.2004, 16:20
Hi Gerhard,

stimmt, aber man kann eben nicht alles haben!

Aber wie du gesehen hast liegt mein Ruderservo waagerecht, somit ohnehin etwas höher.
Mein Segelservo ist im unteren Bereich sorgfältig abgeklebt, somit ist also bis 3cm Wasserstand vorgesorgt.

Und wenn das Wasser noch höher steht ist es vermutlich sowieso egal...

Grüße
Rainer

Sören
08.02.2004, 19:47
Hallo Rainer,

auc keine schlechte Idee das mit den Servobefestigungen.
:eek: Wo ud wann gibts Bilder vom fertigen Boot?
Lorenz ich schließ mich dir mal an, die Original-Bleibombe sieht ja auch ganz schnuckelig aus, aber wie heißt es so schön, jedem das seine, mir das meiste! :D ;)

P.S Wi ist der Bericht auf der Seite vonThomas, ich finde den nicht
:(

Tiga
08.02.2004, 20:11
Hi Sören,

die Berichte findest du ganz einfach unter "Berichte -> Bauberichte", eigentlich nicht zu übersehen!

Grüße
Rainer

Sören
08.02.2004, 21:09
Hi Rainer,

hmm, ich glaube ich hatte da was falsch gelesen.
:(
Ich dachte du hättest auch einen Baubericht da stehen, kein Wunder das ich da keinen von dir finde :rolleyes: :D

Hmm, lalala
*duck und wech*

Le concombre masqué
08.02.2004, 22:52
mal ne frage

wo kommen die Akkus und der empfänger hin ?

Tiga
09.02.2004, 07:46
Moin Eric,

der entgültige Empfänger wird ein ACT Pico sein, für ihn habe ich unter meinem Ruderservo einen entsprechenden Platz vorgesehen. Damit ist dann auch die Gewichtsbalance hergestellt.

Die Akkus werde ich als Doppelreihe verlöten, dadurch wird der Akkupack nur ca. 11mm hoch. Sie kommen dann direkt unter das Servobrett, dort kann man sie zum Gewichtstrimm zwischen Schwertkasten und Heck beliebig verschieben.

Grüße
Rainer

Hair Dryer
09.02.2004, 11:51
Hallo Rainer,

interessant!

Empfänger unter Servo? Dann ist der im Falle eines Falles gleich im Wasser? Ausgerechnet der Empfänger als Wasserstandsmelder? :D

Wie läuft denn die Großschot vom Block hoch zur Plichtdurchführung?

Ruderstange sieht ja schon recht gebogen aus. Wie ist es da mit der Rückstellgenauigkeit ? Das 261 arbeitet ja eigentlich recht genau, aber etwas Spiel ist auch da vorhanden. Könnte mir vorstellen, das die gebogene Stange eine gewisse Reibung in der Durchführung aufweist.

Warum Deine Info übrigens (nur) hier und nicht (auch) im MM-Forum? ;)

Kannst Du auf Deiner Webseite ein Kapitel über Deine MM machen und dort Dein Boot dann mit den Bildern vorstellen? Dann kann ich bei uns unter Bauberichte einfach dahin linken. :rolleyes:

Gruß
Thomas

P.S.
Machst Du mir auch so einen schönen Torpedo mit so ca. 380g? Das ovale ist zwar eigentlich nicht mein Fall, aber die Seitenansicht sieht sehr nett aus und ist sicher einen Versuch wert.
Im übrigen kann man über die "Bombenform" "Glaubenskriege" führen. Die perfekte Bombe für alle Fälle gibt es wohl nicht, nehme ich an. Die geringste Reibung soll ein dicker Tropfen haben, den geringsten Stirnwiederstand dagegen ein langer dünner Torpedo. Torpedo ist bei seitlicher Anströmung eigentlich schlechter als dickere kurze Form, usw. usw. Wer blickt da noch durch? Derzeit sind halt mal wieder Torpedos "in". Wäre interessant, die diesbezüglichen Schlepptankergebnisse von Oracle BMW versus Team New Zealand mal zu sehen. Die Bombe der Oracle galt (oder gilt noch / wieder...?) lange Zeit als optimale Form, ganz im Gegensatz zum sehr langen Torpedo der TNZ, der wiederum bei M- bzw. IOM-Booten der aktuelle Stand ist....
Interessant mag vielleicht in diesem Zusammenhang sein, das ich bei einer meiner MMs eine Bombe aus Nirosta habe, die dadurch leider deutlich größer als in Blei ist - aber mit einer schönen Form. Ich habe keine Nachteile gegenüber der Originalbombe erkennen können. Aber auch keine merkbaren Vorteile. Ich nehme daher an, daß sich der "Formvorteil" durch das größere Volumen aufgehoben hat. Gäbe es keinen Formvorteil hätte das Boot ja langsamer werden müssen. Aber wer die MM kennt, weiß wie schwer solche Aussagen bei diesem Boot zu treffen sind....
Dennoch muß ich jetzt sehen, diese Form volumengünstiger in Blei zu bekommen.... :D

Gast_633
09.02.2004, 12:32
hi rainer
ich wuerde den empfaenger ganz hoch , am besten untersdeck geklebt einbauen. ich kenne kein schiff das nicht irgendwann mal wasser (und sei es auch nur wenig ím schiff hat. ich habe aufgrund von wassereinbruch und empfaengerausfall schone in schiff aus 38m wassertiefe abbergen lassen. ;)

ansonsten tolle ideen eingebaut. vergesse aber nicht die IOMs. gruss andreas

ps: @ lass die berichte doch auch hier veroeffentlichen, denn ich lese das gerne und schaue zu selten ins MM forum. vielleicht geht es anderen ja auch so (ist ja auch werbung fuer die MM hier)

Tiga
09.02.2004, 12:42
Hi Thomas,

glaubst du tatsächlich daß ich in die MM einen Empfänger rein setze ohne entsprechende "Hochwasserschutzvorkehrungen"? Ich habe für den ACT-Empfänger eine kleine Kunststoffröhre mit Korkverschluss. Die Kabeldurchführung wird noch zusätzlich mit Silikon abgedichtet. Das sollte auch bei massivstem Wassereinbruch helfen! Einen Zehnminutenwaschbeckentieftauchtest hat mein Korkverschluß schon trockenen Fußes absolviert :D

Das Bild zeigt den Servoarm in tiefster Position, in Neutralstellung ist kaum noch Biegung auf dem CFK-Rohr (max. 5mm) und somit auch kaum Reibung. Zudem verwende ich mein bewährtes Teflonspray, das macht ziemlich viel aus. Also das Ruder läuft echt wie Butter.

Die Schotführung kannst du auf dem Bild erkennen:

http://www.rc-network.de/upload/1076325755.jpg

Ich habe versucht, möglichst wenig unnötige Schotwege einzubauen. Daher sitzt der Doppelblock auch so daß ich einerseits ziemlich dicht an der Plichtdurchführung bin, aber andererseits auch keine zu spitzen Winkel mit der damit verbundenen hohen Kantenreibung entstehen.

Für die Fockschot habe ich noch ein Messingröhrchen als Führung eingeklebt, das in einem weichen Bogen direkt auf die Decksdurchführung zuleitet. Damit möchte ich auch verhindern, daß die Schot sich im darunterliegenden Servoarm verhängt.

http://www.rc-network.de/upload/1076326456.jpg

Sobald meine MM fertig ist (ich hoffe spätestens bis Ende dieser Woche) werde ich einen entsprechenden Menüpunkt auf meine Website setzen.

Was die Bleikielform angeht hast du völlig recht: die perfekte Form wird es wohl nie geben weil sich geringer Formwiderstand und geringste benetzte Fläche nun mal gegenseitig ausschließen. Ich habe mich bewußt für einen möglichst geringen Stirnwiderstand entschieden, ich verspreche mir davon vor allem eine geringere Abtauchtendenz auf Vorwindkurs. Außerdem habe ich durch die längere Form etwas mehr Spielraum zum verschieben und somit für Trimmversuche.

Grüße
Rainer

[ 09. Februar 2004, 12:47: Beitrag editiert von: Tiga ]

Yeti
09.02.2004, 13:02
Original erstellt von Murphy R.:
Die geringste Reibung soll ein dicker Tropfen haben, den geringsten Stirnwiederstand dagegen ein langer dünner Torpedo. Torpedo ist bei seitlicher Anströmung eigentlich schlechter als dickere kurze Form, usw. usw. Hi Thomas!

Bei den IACC-Yachten gibt es ja Wölbklappen an der Kielflosse, so dass die Flosse auch schon eine Seitenkraft erzeugt, ohne dass die Flosse, der Rumpf und auch die Bombe seitlich angeströmt wird.

Wäre es eigentlich klassenkonform, an der MM eine Kielflosse mit Wölbklappe vorzusehen, wenn die Verstellung der Wölbklappe automatisch (z.B. Krängungsabhängig) erfolgt? :D


Die Kielflosse mit Ballastgewicht darf eine Länge ab Unterwasserschiff von max. 135 mm nicht überschreiten. Sie darf abnehmbar und verschiebbar sein, nicht jedoch per RC verstellbar@Rainer: Den Empfänger ganz nach unten zu setzen halte ich auch für gefährlich. Ein Micro-Empfänger ist doch eigentlich so leicht, dass man ihn ohne nennenswerte Schwerpunktverschiebung auch etwas höher einbauen könnte. Ich würde das Risiko jedenfalls nicht eingehen.

Heute ist übrigens endlich der Schuhkarton vom Höllein angekommen mit einem Empfänger Schulze Alpha 440 (7 Gramm), einem C 261 für die Ruderverstellung und einem C 141 für eine Fockspalttrimmung, sowie einem 800 mAh NiMH-Akkupack. Als Segelverstellservo habe ich ein C 5077 genommen, das auch an 4 Zellen ausreichend Stellmoment haben sollte. Jetzt steht also auch dem Bau meiner MM nichts mehr im Weg.

Gruß Yeti

M.Neufeld
09.02.2004, 14:47
So'n Schiet, ich warte immer noch auf meinen MM-Baukasten, aber so kann ich toll von Euch lernen.

Wird ja mein erstes Schiff.

Gruß
Manfred

Yeti
09.02.2004, 16:46
Hi Manfred!

Gute Entscheidung ;) A propos "von anderen lernen": Du kennst hoffentlich schon www.micromagic-rc-segeln.de (http://www.micromagic-rc-segeln.de) ?

Auch und gerade für Einsteiger gibt es dort viele nützliche Tipps.

Gruß Yeti

EINMETER BROOT
09.02.2004, 16:47
auf der seit evon hernn dreyer gibt es je einen spantenriss der MM.
kann man den verwenden?
welchen abstand müssen denn dann die spanten haben?
ich hätte irgendwie mal lust so einfach mal den MM rumpf nebenher zu bauen und vieleicht evt. fahrfähig zu machen :D :D
ich habe irgenwie keine lust mir den sauteuren bausatz der MM zu kaufen auserdem finde ich ne rotzeder MM viel schöner.

danke lorenz

Tiga
09.02.2004, 17:13
Hi Lorenz,

die Spanten einfach in gleichmäßigen Abständen setzen, ich denke das ist so üblich. In den letzten Wochen habe ich mir ziemlich viele Spantenrisse angesehen, aber unregelmäßige Abstände gab es nirgens.

Grüße
Rainer

Niels
09.02.2004, 17:14
Hallo,
Rainers MM sieht ja wirklich superklasse aus. Großes Lob bezüglich Gewicht und niedriger Schwerpunktlage! Wenn da noch ein super Kiel dazukommt....

Schlepptankdaten von Orcale bzw. TNZ. Irgendwie habe ich das Gefühl, daß die nicht rausgerückt werden. Höchstwahrscheinlich ist das im Rechner optimiert worden, daß ist ja relativ simpel (d.h. ein Rechner braucht nur ne Woche)
Eventuell sind die Ergebnisse für Modellyachten nicht zu gebrauchen, weil andere Reynoldszahlen.

@Yeti
Laut der zitierten Stelle sind Trimmklappen durchaus erlaubt! Thomas hat ein .pdf mit Rumpfmodifikation für die Website erstellt, dort ist sogar diese Version ausdrücklich ausgeführt. Sehr spannend, wenn Du da was ausprobieren willst.

@lenz
Wenn man den Spantenriss mit dem Längsriss in Übereinstimmung bringt, kann man den Spantabstand ermitteln. Im schlimmsten Fall wird das Schiff ein wenig kürzer oder länger. (Wenn das nicht gelingt. kann ich gerne mal das Zeichenprogramm starten, dazu hätte ich sowieso mal wieder Lust...)

Echt supertoll, wie sich die MMs entwickelt haben. Keine Sorge, früher oder später segel ich auch noch ne IOM :)

Schöne Grüße,
Niels

Hair Dryer
09.02.2004, 21:11
Hi Rainer,

Danke für die weiteren Bilder/Infos! Finde ich prima, daß Du daraus einen
eigenen Bericht auf Deiner Webseite machst, denn man dann verlinken kann. :)

->Wassertest: Ne, nicht wirklich, sorry, habe mir schon gedacht, daß Du Dir da was
ausgedacht hast. Mußte trotzdem fragen. Und jetzt auch nochmal: Ist Deine
Hochwasserabdichtung für den Microempfänger nicht vielleicht etwas
schwer? :D (Ist nur ein Scherz, brauche jetzt dazu keine 0,1234 Gramm-Angabe.)

Hi Yeti,
den Kiel soll man nicht per RC trimmen/verstellen, soweit richtig. Aber: Du
kannst direkt hinter (oder von mir aus auch vor) der festen Kielflosse ein
"Ruderblatt" stellen... Ruderblätter kannst Du beliebig viele verwenden und
die Positionen sind ebenfalls frei wählbar. Es ist nicht mal "verboten",
ein Ruderblatt an die Kielflosse zu koppeln..... ;)

Was mit der Regel ausgeschlossen werden sollte, sind schwenkbare oder
verdrehbare Kiele. (Schade eigentlich....)

Wölbklappe hin oder her, versteh ich da bei Deiner Aussage was falsch, aber am Wind wird doch
ein Kiel bzw. die Bombe so oder so leicht schräg angeströmt, denn Abdrift
hat m.W. jede Yacht. Die Klappe kompensiert das an der Flosse (oder
versucht es zumindestens) aber die Bombe bleibt doch davon weitgehend unverändert.
Oder habe ich da einen Denkfehler? Ich habe übrigens beim Großsegeln mit
einem drehbaren Kiel an einer AKROS (9m Kielyacht, quasi eine größere
Trias) erstaunlich bzw. enttäuschend wenig Wirkung feststellen können. Dort konnte man die Kielflosse
komplett ein paar Grad anstellen. Wir, d.h. der Eigner des Bootes (und
wahrscheinlich auch der Entwickler) hatten uns von diesem Goodie deutlich
was versprochen - aber nach einigen enttäuschenden Versuchen wurde es nicht
mehr benutzt und man konzentrierte sich allein auf das normale Steuern und
den ganzen üblichen Riggtrimm - das war sehr viel wirksamer - und das Boot so auch
schlicht in Summe besser.

Hi Manfred:
Gibt ja nun hoffentlich bald wieder neue Bausätze....
Bei der Bastlerzentrale in Stuttgart steht schon seit Wochen ein Baukasten
im Regal herum. Die wollen aber glaube ich den Listenpreis dafür (oder 110
EUR wenn Du sagst, Du kommst von uns - war zumindestens mal ein Angebot vom
Inhaber Tannert). Deshalb habe ich mich auch nicht getraut, das als Tipp
hier bzw. bei uns im Forum zu bringen. Ist dann ja kein absolutes
Super-Mega-blödes-geizig-Geiles-"Schnäppchen", auf das anscheinend heute
soviele Zeitgenossen abfahren - was jetzt von mir allgemein gemeint ist und nicht auf Manfred bezogen!

Gruß
Thomas

Hair Dryer
09.02.2004, 21:22
Hallo Lorenz,

der Herr Dreyer kann Dir bestätigen, das der Spantenriss einigermaßen mit
der ABS-Version übereinstimmen sollte. Einigermaßen, weil ein ABS-Abzug von einem
Formkern eben etwas anders ausfällt und der Formkern ggfs. auch leichte
Korrekturen bekommen hat. Zudem ist so ein Formkern vermutlich wohl nicht in Leistenbauweise erstellt. Aber wie gesagt, so einigermaßen sollte es hinkommen. Die Spantenabstände bei dem dargestellten Riss
sind in der Tat gleichmäßig zu verteilen. Die Bugspitze fehlt, wie Du anhand der Wasserlinie sehen kannst, also hier muß die Schräge im Seitenriss hinzugefügt werden.

Eine Holz-MM wäre ja mal was schönes. Wenn Du dazu Lust hast, nur zu. :cool:

Allerdings steht der Bauaufwand evtl. in einem etwas ungünstigen Verhältnis zur
möglichen Version einer Eigenbau-MM nur mit den
Ersatzteil-ABS-Tiefziehteilen.
Aber das ist ja Deine Sache.
Ach ja, rein von unserer Klassenregel her wäre ein Holzrumpf zwar nicht erlaubt - wenn Du an zukünftigen Regatten Interesse haben solltest -
aber wer von uns wird das so eng sehen? (Wenn Du aber was in Kohlefaser machen
willst, wird die lockere Ansicht sicher schon anders ausfallen :D )

Gruß
Thomas (bzw. Herr Dreyer - wie Du willst... :D )

EINMETER BROOT
09.02.2004, 21:52
hallo mitnander

@ thomas ( :D )
ich finde es etwas sehr komisch das holzrümpfe verboten sind weil holz ja quasi der urstoff aller schiffe ist und holz eigenliich kein high tech produkt ist.
in eurer klassenvorschrift konnte ich so etwa entziffern das ein boot umbedingt das ABS deck braucht um regelgerecht zu sein ...........ist doch so oder?

ich fände daqs echt mal fetzig nämlich alles an der MM aus holz zu machen also angefangen bei ruder und kiel und aufgehört beim mast.
bei der MM könnte man ja dann quasi sperrholzreste der iom fürs deck verbasteln.
wenn ich mir so die maße der MM anschaue dann kann man damit echt lustige patch work arbeit machen :D :D .

ein segler bei uns am see hat ja noch die orginalpläne der MM.
soweit ich mal gelesen habe ist beim bausatz eine 1:1 zeichnung dabei von der ich dann die ganzen daten entnehmen könnte oder?

ok danke
lorenz

M.Neufeld
09.02.2004, 21:57
Hallo Thomas,
habe den Bausatz bei meinem örtlichen Händler bestellt, auf den absoluten Preis kommt's nun nicht anschließlich wollen lokale Händler mit Ladengeschäft ja auch leben und auf 'ne Woche früher oder später ist sicher nicht lebenswichtig. In der Zeit lese ich mal alles was ich so zur MM finde, es gibt da ja eine ganze Menge.
Gruß
Manfred

Yeti
09.02.2004, 22:11
Hallo Herr Thomas :D

Also eine Kielflosse mit symmetrischem Profil erzeugt ja keine Seitenkraft, wenn sie direkt von vorne angeströmt wird. Da das Unterwasserschiff beim Segeln immer eine genauso große Seitenkraft erzeugen muss wie die quer zur Fahrtrichtung wirkende Komponente der Segelkraft, stellt sich demnach automatisch eine Abdrift ein.

Ein gewölbtes Profil bzw. eine Flosse mit ausgeschlagener Klappe an der Hinterkante erzeugt aber bereits bei Anströmung direkt von vorne eine Seitenkraft, so dass die Abdrift damit (zumindest theoretisch) verringert werden kann. Weniger Abdrift bedeutet, dass das Schiff etwas mehr Höhe läuft und dass sich der Widerstand des Rumpfes und der Kielbombe ebenfalls verringert.

Ob ich durch diese technische "Finesse" allerdings seglerisches Unvermögen kompensieren könnte, wage ich jedoch insbesondere bei der kleinen MM zu bezweifeln :D Also müsst ihr erstmal keine Angst haben und vorsorglich die Regeln ändern ;) Außerdem muss ich ja erstmal zusehen, wie ich neben meiner anderen Baustelle die MM erstmal überhaupt fertig bekomme :rolleyes:

@Lorenz: So wie ich die Jungs bisher kennengelernt habe, glaube ich kaum, dass dir jemand die Teilnahme an einer Regatta verbieten würde, wenn du einen Holzrumpf baust. Im übrigen glaube ich auch, dass selbst ein CfK-Rumpf keine Garantie für serienweise Regattagewinne darstellt. Man vergisst oft, dass 100g CfK auch nicht leichter sind als 100g ABS :)

Gruß Yeti

EINMETER BROOT
09.02.2004, 22:13
na jetzt muss ich noch was schreiben
ich lese öfters das man die fenster nicht faltenfrei draufbekommt
der MM fahrer bei mir am see hat nicht eine falte in den fenster :D :D :D :D
genial was ;)
lorenz

Hair Dryer
09.02.2004, 23:15
Hallo Lorenz,

der Grund warum Holz für Rumpf (und Deck) bei der MM nicht erlaubt sind, liegt einfach in der Natur der Sache, daß die MM eine kommerzielle Bausatzyacht ist und für uns der Bausatz bzw. daraus eben einige Kernkomponenten als einheitliche Basis dienen.

Zudem ist es normalerweise nicht üblich, von einem Bausatz-Modell irgendwelche konstruktive Unterlagen für einen Eigen-Nachbau zu erhalten. Ohne diese ist aber ein „klassengerechter“ Nachbau kaum möglich. Dann hätten wir unsere MM-Klasse wohl eher als richtig offene Bootsklasse gestalten müssen, bei der der Rumpf nur über Abmessungen definiert wird (z.B. wie bei IOM...). Bei allem Bastelspaß – genau das wollten wir in diesem Fall nicht. Die Klasse soll eindeutig eine MM beinhalten – und die ist nunmal auf allen normalen Wegen nur in ABS erhältlich. Der dargestellte Spantenriß ist keine Aufforderung zur Raubkopie, sondern lediglich als Info über die Rumpfform im groben gedacht. Ich gehe einfach nicht davon aus, das sich in Anbetracht des verbreiteten Modells jemand die Mühe macht, hier tatsächlich auf diese Weise einen Nachbau zu starten. Aber wie gesagt, wer sich die Arbeit für sich machen will und seinen Spaß an sowas hat – warum nicht – und ich habe es ja schon gesagt, wie Christian es ja auch sieht – wo kein Kläger da kein Richter....

Allein die Benutzung eines Holzmastes ist übrigens laut Regeln durchaus ohne Knurren und Murren möglich.... :D

Hallo Manfred,
wie gesagt, habe Dich ja nicht direkt gemeint. Mir geht das ganze Geiz-ist-ja-so-geil Getue ziemlich auf den Wecker. Sorry, da laß ich mich auch mal zu polemischen Formulierungen hinreissen... Nichts gegen normale Schnäppchen, aber ich finde es auch gut, daß Du Deinem örtlichen Fachhändler die Treue hälst.

Hallo Christian,

nene, nichts mit Regeländerungen nur weil da mal einer eine Klappe angesprochen hat.... :D

Danke für die weitere Abdrifterklärung. Habe Deine erste Ausführung wohl schlicht falsch aufgefasst. Dennoch, Klappe hin oder her, und die ist ja bei IOM bzw. M auch nicht erlaubt, warum haben dann diese Boote fast alle derzeit solche Torpedos, die ja Am-Wind eigentlich schlechter sind. Und Am-Wind war bislang eigentlich immer noch die dominierende Strecke? Nur weil es die Topies fahren – die mit fast allem vorne fahren? Ich weiß noch, wie 1987 ein Amerikaner zur M-Europameisterschaft kam und damals schon einen solchen Tropedo drunter hatte. Was haben die anderen Experten z.T. darüber den Kopf geschüttelt.... Sein Boot war bei Leichtwind übrigens sauschnell... (aber sicher wegen diverser Sachen und ganz sicher nicht nur wegen der Bombe ;) Naja, ich halte es nach wie vor so, daß fast jede einigermaßen gefällige Form ihre Vorteile in bestimmten Bedingungen hat und man dafür auch mit Nachteilen leben muß. Von daher schaue ich mir das Thema durchaus mit Neugierde aber auch Abstand an.

Gruß
Thomas

(Herr Dreyer => Hair Dryer :D - was braucht man dazu? Einen Trockner! ;) Wer stellt sowas in UK hauptsächlich her? Eine Firma namens Murphy Richards.... :p => mein Spitzname aus UK :rolleyes: )

Yeti
09.02.2004, 23:48
...nene, nichts mit Regeländerungen nur weil da mal einer eine Klappe angesprochen hat.... :D Hi Thomas,

ich schwöre, dass ich deine Vorschläge zu den Regeländerungen - eigentlich sind es ja eher Konkretisierungen - erst gelesen hatte, nachdem ich das hier geschrieben hatte. Die Uhrzeit meines Postings hier und deines Postings im MM-Forum sind der Beweis. Ansonsten hätte ich die Klappe gehalten (bzw. für mich behalten :cool: )

Musste aber trotzdem schmunzeln, als ich das Thema entdeckt habe :D

Gruß Yeti

Tiga
10.02.2004, 11:12
Hi Thomas,

meine wasserdichte Verpackung ist ein dünnwandiges Tablettenröhrchen, das ich mit einem kleinen Korken versehen habe. Die 5 Gramm Mehrgewicht werden mir zwar vermutlich den Schlaf rauben, aber da muß man durch! :D :D :D

Ich könnte ja zur Gewichtsreduzierung einige Löcher reinbohren! :rolleyes:

Grüße
Rainer

Tiga
11.02.2004, 14:16
Durch einen Beitrag von Thomas im MM-Forum kam ich auf die Idee, mir mal ein paar Gedanken über eine alternative MM-Großbaumkonstrukion zu machen. Und das kam dabei raus:

http://www.rc-network.de/upload/1076504635.jpg

Der Baum besteht aus einem Kern aus 3mm extraleichtem Balsaholz mit einer Beplankung aus 0,8mm Birkensperrholz. An stark beanspruchten Stellen habe ich statt Balsa Kiefernholz verwendet.

http://www.rc-network.de/upload/1076504721.jpg

Besonderes Kopfzerbrechen hat mir der Mastbeschlag gemacht. Ich wollte ohne den klassischen Baumniederholer einen exakt einstellbaren Baum bekommen. Die Lösung für dieses Problem war eine Stellschraube, die spielfrei in den Baum eingelassen ist. Damit kann man den Anstellwinkel des gesamten Baums um ca. 4cm (im Achterliek) variieren.

Das wichtigste ist dabei, sämtliche Bohrungen und den Schlitz für die Stellschraube so spielfrei wie möglich zu machen. Wenn das gelingt dann kann man das Achterliek des Großsegels mit einer Genauigkeit von ca. 2-3mm trimmen.

http://www.rc-network.de/upload/1076504936.jpg

Für die Schothornbefestigung habe ich mit zwei Stellschrauben und einem Messingröhrchen eine exakte Trimmvorrichtung gebaut. Der 1mm Stahldraht wird natürlich noch zu einem Haken umgebogen.
Mit einer weiteren Stellschraube erfolgt der Feintrimm für die Großschot.

Das Gesamtgewicht dieser Konstruktion incl. der Mastschellen liegt bei 14 Gramm, also nur ca. 5 Gramm mehr als die einfache Alubaum-Konstruktion aus dem Baukasten.

[ 11. Februar 2004, 14:54: Beitrag editiert von: Tiga ]

M.Neufeld
16.02.2004, 18:14
Hi,

habe heute meinen Baukasten vom Händler bekommen, bin happy. Es liegt eine Beilage mit Hinweis auf die Internetseite der MM bei.

Gruß
Manfred