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Ulrich Burbat
25.05.2004, 19:56
Hallo an alle Segelbeginner (vielleicht nicht nur die?),

das Forum hat sicherlich nicht nur mir viele Anregungen, Tipps und Lösungen gegeben.
Meine vorherigen 4 Regatten mit meinem ersten Boot waren ein Kampf mit meinem Unwissen und der Defekthexe. Bei der Regatta an der D-E mit dem neuen Boot konnte ich segeln. Der 5. Platz von 11 Modellen war mein bisher bestes Ergebnis.
Jetzt habe ich ein gut laufendes Modell. Zumindest hatte ich den Eindruck, als einige Male Bord an Bord mit anderen Booten gesegelt wurde.
Jetzt kommen bei vielen sicherlich die Gedanken, was ist zu verbessern.
Diesbezüglich wurden schon sehr tiefgründig über Detaillösungen diskutiert, wie z.B.: welches Design ist das Optimum, welche Formen/Profile von Ruder, Finnen oder Bleibomben, welche Unterwasseroberfläche soll dass Boot haben usw.
Sonntag Abend durchdachte ich nochmals die Regatta und mir kam wieder ein Heft in den Sinn- „Wie verbessere ich meine Regattaergebnisse", das ich vor Jahren mal gelesen hatte, als Regatta noch kein Thema war. Als ich den Titel las dachte ich jetzt hast du ein Nachschlagewerk mit viele Tipps und Tricks, die keiner kennt.
Etwas enttäuscht war ich über den Inhalt. Es wurden Grundlegende Dinge, einfachste Probleme und Gedanken abgehandelt. Für mich war alles klar und logisch.
Aber wenn man sich kontrolliert, werden viele feststellen, dass die einfachen, logischen und selbstverständlichen Dinge oft nicht eingehalten werden.
Ich weis nicht mehr woher ich das Heft hatte, ich empfehle es jedem Neuling zu lesen und umzusetzen, bevor er über ein anderes Finnenprofil nachdenkt.
Ich will und kann den Inhalt aus dem Heft nicht aus dem Gedächtnis wiederholen.
Ich will aber mal meine Fehler auflisten, die ich unbedingt vermeiden will (Auflistung ist unvollständig und stellt keine Wertung dar):
1. Boot auf das Wasser geschickt
- RC Anlage nicht eingeschaltet
- Steckruder nicht eingebaut
- Saling Ausgleichsgewicht usw. vergessen
- Lukendeckel an Land behalten.
2. Technische Mängel durch Unkenntnis
- Dirk hinter der Saling verhakt
- Schoten hinter Ecken, Ösen usw. verhakt
- Es sollen sich auch schon Bleikiele verabschiedet haben (zum Glück noch nicht bei mir)
3. Mal abgelenkt worden und - ich „steuere“ ein Boot -, es macht genau das was ich vorhabe und bemerke später, „das ist doch nicht dein Modell“ (das kann doch nicht sein, der muss doch blind sein, es ist aber geschehen).

Dann kommen Situationen, für die ich alleine verantwortlich bin und eigentlich nicht passieren sollten:
1. Frühstart
2. In einem Lauf die Boje erst im 3. Anlauf richtig umrundet.
3. Wendemanöver mit zu wenig Fahrt eingeleitet und der Bug steht im Wind.

Dann erst kommt der Komplex wo mit Trimm und Regelwerk Platzierungen verbessert werden.
Wer die oberen Probleme beherrscht kann sich meiner Meinung nach Gedanken über poliertes oder geschliffenes Unterwasserschiff machen. In vielen Fällen läuft ein Modell mit einem neuen eigner ganz passabel.
Unter diesem Gesichtspunkt verstehe ich Andreas´ Aufforderung, wenn er sinngemäß meint: „was kümmert Euch Hitec, segelt !!!.
Ich will hier keine Weisheiten verkünden und schon keine neuen. Das angesprochene Heft oder falls es ähnliche Literatur gibt, sollte bekannt sein und beachtet werden.

Mast und Schotbruch

Wünscht aus dem NO

Ulli

Gast_633
25.05.2004, 22:34
hi ulli, es freut mich das dir dein neues schiff so freude macht.
dieser alte artikel könnte vielleicht bei Thomas D. Artikel Pate gestanden haben. Steht auf seiner MM -Seite, da ich den link nicht mehr genau habe, steht er mit nun erstmal bei mir auf dem rechner:
der direkte link: http://www.modellsegeln.net/regattataktik.pdf

ansonsten über die tippseite gehen.

gruss andreas

Tiga
26.05.2004, 07:53
Hi Ulli,

deinem Beitrag ist wenig hinzuzufügen und ich kann dir nur voll und ganz zustimmen! Was nützt es wenn man durch ein optimiertes Schwert- oder Bleibombenprofil einige Zentimeter Vorsprung herausholen kann, gleichzeitig aber den Start vergeigt oder die Tonne verpasst und nochmals runden muß. Und auch die besten Riggkomponenten nützen nichts wenn das Rigg schlecht getrimmt ist.

Dennoch finde ich die Diskussionen um Formen, Profile und Oberflächen wichtig und nützlich, denn die meisten von uns segeln die Boote ja nicht nur sondern bauen sie auch selbst. Und wenn ich mir schon die Arbeit mache die ganzen Teile zu bauen dann soll es ja auch so sein daß man am Ende ein möglichst optimales Boot hat.

Aber die Prioritäten müssen stimmen: erst sollte man in der Lage sein, einen halbwegs fehlerfreien Lauf hinzubekommen. Vorher braucht man sich um den Bootsspeed kaum Gedanken zu machen.

Viele Grüße
Rainer

Hair Dryer
26.05.2004, 10:06
Hallo,

Uli, genau so ist das! Deshalb habe ich in der MM-Seite ja auch fast als erstes einen Bericht zum Trimmen gemacht ;)Und deshalb fehlt bis heute auch ein Artikel über alternative Riggerstellung - weil mir die anderen Punkte wichtiger erscheinen.

Andreas: Deine pdf-Version ist nicht mehr aktuell!
Bitte löschen und gegen folgende austauschen:

Regattataktik (http://home.arcor.de/holger.harders/mm/berichte2/regattataktik2.pdf)

Steht in der MM-Seite (http://www.micromagic-rc-segeln.de) unter BERICHTE - div. Berichte.
Der von Uli angesprochene Artikel, bzw. auch ein Vorgänger davon standen in der Tat Pate. Steht ja auch im kleingedruckten Vorwort.

Ansonsten findet sich dort auch seit kurzem ein Versuch, die lieben notwendigen Segelregeln etwas zu erläutern. Diese Galerie dient dazu, evtl. dann einzelne Situationen/Bilder als Link herauszunehmen und leichter irgendwo besprechen zu können, wenn Fragen dazu sind. Eine komplette Zusammenfassung zum besseren Ausdrucken kommt noch - irgendwann... Es sind aber nicht die kompletten IWB, sondern die aus meiner Sicht wichtigsten Dinge. Speziell auch für Einsteiger - hoffe ich jedenfalls :rolleyes:
(Die Bilder sind ursprünglich als Powerpoint erstellt - also man kann es mal im Rahmen eines kleinen Regelworkshops als Präsentation verwenden, so mit Beamer und so :D ....)

Ein paar Segelregeln nach IWB (http://home.arcor.de/ger15/segelregeln-iwb/segelregeln-iwb-a.htm)

Ansonsten: Üben, üben und nochmals üben, denn alle Theorie ist und bleibt grau. Ein gutes Boot ist in so weit hilfreich, als das man damit zumindestens einen soliden Grundstock hat und nicht noch auf diesem Gebiet Zweifel haben muß - es ist dann in der Tat der Steuermann, an dem es liegt :D :D :D

Gruß
Thomas

[ 26. Mai 2004, 11:41: Beitrag editiert von: Murphy R. ]

Ulrich Burbat
26.05.2004, 11:31
Hallo,
habe den angesprochenen Beitrag gefunden.
War von Herrn Meysemeyer (GER 75). Könnte über den DSV vertrieben sein, da zumindest des Zeichen auf der Titelseite ist.
MfG
Ulli