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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Modellflieger braucht Hilfe von Rennseglern



nosch
15.09.2004, 22:04
Hallo werte Kollegen der Rennseglerzunft,

... ich gehöre zur Fraktion der Scale-Motorflieger
und hätte mal eine Frage zu den Segelwinden die in Euren Modellen so Verwendung finden ...

Hintergrund ist, ich möchte bei einem M 1:4 Doppeldecker (wie beim Original) die Dämpfungsfläche (vorderer Teil) des Höhenleitwerks, im Fluge um +/- 2,5 Grad Anstellwinkel verstellbar konzipieren. Die Lagerung ist bereits gelöst, aber nutze ich ein "normales" Servo, selbst mit direkter Anlenkung, so wirkt die Last der Dämpfungsfläche direkt auf das Servogetriebe (vorallem bei den unterschiedlichsten Fluglagen wirkt der Auf- bzw. Abtrieb der Fläche direkt auf das Servo). Um das zu vermeiden, habe ich an eine Ansteuerung über einen "Scheren-Hebel-Mechanismus" nachgedacht, der über ein Schneckengetriebe den Anstellwinkel verändert. Hier nun meine eigentliche Frage: Wieviel Umdrehungen (vom der Neutralstellung aus gesehen) macht denn so eine Segelwinde in jede Richtung (maximal)? Könnte eine Segelwinde ausreichen (um mit ihr ein Schneckengewinde so oft zu drehen, daß über den Hebelabtrieb +/- 6mm Weg gesteurt werden können (entspricht bei der gewählten Übersetzung ca. +/- 2,5 grad) ?

Vielen Dank im Voraus für die Hilfe

Norbert

Gast_633
15.09.2004, 22:12
hi, eine segelwinde schafft den verstellweg bestimmt, sie ist aber teuer und schwer. aber bei 1:4. ich denke aber man sollte unbedingt ein metallgetriebe nutzen. bei der graupnerwinde ist das antriebsritzel meines wissen nur auf kunstoff, der rest aus metall.(vielleicht hat sich das aber inzwischen geaendert.
die winde waere zu empfehlen, da sie selbstsperrend ist und somit nicht ewig viel strom auf last zieht.
gruss andreas

Hair Dryer
16.09.2004, 11:12
sorry, die beiden Graupner Regatta-Winden (Regatta und Regatta Eco) sind keinesfalls mit einem selbstsperrenden Getriebe versehen und ziehen daher bei Last entsprechend Strom. Das Getriebe der Regatta ist nach wie vor mit einem ersten Antriebsritzel aus Kunststoff zwecks elektrischer Entkoppelung vom Motor versehen. Alles andere sind Gerüchte (die vor etlichen Jahren (1995?) bei der Wolfgangseeregatta den guten Herrn F.K. Ries mal fast zum Schäumen gebracht haben, da er sie für bare Münze genommen hatte ... ;)

Außer der dicken alten Graupner SW3 Winde (mit dem grauen Gehäuse) ist m.W. keine aktuell am Markt befindliche Winde selbstsperrend. Bei den RMG-Getrieben weiß ich es jedoch nicht.

Ansonsten dürfte eine Winde in Verbindung mit sicherlich vorhandenem Computersender und eines selbsterstellten Schneckenantriebs für die Sache sicherlich geeignet gut sein und ausreichend Kraft aufbringen. Wenn die Verstellung aber dann nicht in null komma nix erfolgen muß.... Ich denke, es reicht dazu die stabile einfache kräftige aber auch langsame nicht an der Winde selbst per Poti einstellbare aber sehr preiswerte Hi Tech Winde.

Gruß
Thomas