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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verlegung Empfängerantenne in CFK-Rümpfen ?



Markus_Gloekler
08.03.2005, 23:47
Hallo Ihr Wettbewerbs-Spezies,
wie verlegt man am besten die Antenne innerhalb eines CFK-Rumpfs (F3B-Modell) und hat trotzdem noch super Empfang !?
Was funktioniert, was nicht ?
Welcher Empfänger, Antennenlänge,...?

Gruß Markus

FamZim
09.03.2005, 10:42
Hi

Eine, bitte nicht zu erst nehmende Idee wäre, eine Fläche als Antenne zu nehmen. Müsste natürlich auch aus CFK sein!!

Ist so etwas schon versucht worden, oder ist diese Idee zu abstrakt??

Gruß Aloys

Gehirnschmalz verwenden oder ist die Erde doch eine Scheibe??

dr.speed
09.03.2005, 19:33
Na ja, Fläche als Antenne.... :D

Üblicherweise führt man die Antenne direkt aus dem Rumpf heraus und klebt sie mit Tesa am Rumpf fest, bis ca. 10-15 cm hinter dem Rumpf. Ab da lässt man sie einfach frei herunterhängen.
Das funktioniert tadellos, und man erspart sich das Antennen-Verlängern mit 0,5 mm Stahldraht.

wulfgar
09.03.2005, 19:53
Hallo,

habe ne'Brisk III als E-Modell.
Da dieses Modell auch einen CFK-Rumpf hat, habe ich die Antenne mit einen 2mm Goldkontakstecker in die Fläche verlegt.
Funktioniert tadellos.

Gruß

Thomas

Oli K.
10.03.2005, 13:14
Hi,

Hier ein paar Vorschläge:

http://www.f3j.com/antenna.htm

Hier meine Lösung (Graphite, Rumpf Kohle/Kevlar):

http://www.rc-network.de/upload_02/forum_0002/1110456771.jpg

http://www.rc-network.de/upload_02/forum_0002/1110456799.jpg

Oli

Weyershausen
10.03.2005, 20:48
Hallo,

also ehrlich gesagt, etwas paradox finde ich es schon.

Einerseits werden Rümpfe aus teuren Kohlefasern gebaut, um auch das letzte Quäntchen an Leistung aus einer F3J-Konstruktion herauszuholen. Andererseits muss dann die Antenne als aerodramatische Bremse außerhalb des Rumpfes zu verlegt werden. Ich frage mich, ob das wirklich sinnvoll ist.

Die Idee von Thomas finde ich gut, aber das funktioniert natürlich nur, wenn die Tragflächen nicht auch komplett aus Kohle bestehen.

Gruß
Gerald

Oli K.
11.03.2005, 09:21
Hi,

ich behaupte, als Nicht-Wettbewerbspilot, den Unterschied zwischen der außen bzw. innen verlegten Antenne im Flug nicht feststellen zu können! Das durch die leichte und trotzdem feste Konstruktionsweise z.B. der Graphite erreichte niedrige Gewicht von 2.450 g inklusive Elektroantrieb mit 10 Zellen GP3300 allerdings schon! Hier verzichte ich, zu Gunsten guter Empfangseigenschaften, gerne auf das letzte Quentchen aerodynamischer Güte. Im professionellen Wettbewerbseinsatz mag das anders sein, die meisten heute verkauften F3B bzw. F3J-Modelle werden allerdings 'privat' geflogen und nehmen nie an Wettbewerben teil!

Oli

Arne
11.03.2005, 10:41
Moin!

Ich bin mal ehrlich: Die ganzen außen gelegten und gespannten Sachen sind doch Käse und haben an solchen Modellen nichts verloren! Das einzige, was noch geht, ist die außen am Rumpf langetapte Antenne. Die wird man auch im Flug nicht störend bemerken. Täuscht euch aber ja nicht, was dies abgespannten Sachen an Widerstand bringen. Auch baumelnde Schleppantennen langen da deutlich kräftiger rein, als gemeinhin angenommen.

Die wirklich gute, bewährte und bei fast allen Wettbewerbsfliegern mit entsprechenden Rümpfen eingesetzte Lösung ist:
Antenne normal im Rumpf verlegen und hinten evtl. bis in die Spitze einer Leitwerksflosse verlängern (wenn nicht gerade Kohleschale). Von da an noch mit einem 0.3 Stahldraht ca. 25-40 cm weiter verlängern. Das gibt mit guten Empfängern fast immer guten oder zumindest ausreichenden guten Empfang. Fast jeder Wettbewerbsflieger mit Voll-Kohle Rumpf macht das so.
Trotzdem ist jedes Modell anders, also auch ruhig testen und mit Reichweitentests prüfen. Die HF-technik läßt sich nie so ganz durchschauen.

Wer auf an aerodynamisch ausgefeiltem Modellen baumelnde Strippen steht, soll sich aber natürlich nicht abhalten lassen :D

Gruß Arne

Mr. Lightspeed :-)
11.03.2005, 11:39
Moin,
ich habe auch gute Erfahrungen mit verlängerten Antenne gemacht, ich habe mangels Material mit 0.8 Stahl verlängert...
Ist zwar etwas robuster, hat aber auch Vorteile :
Man kann mit dem Ende lästige Kollegen anpicken und bei gerechneter Länge (Rumpfende - Drahtende)
dem leistungsfressenden Pendeln bei V-Leitwerken entgegen wirken, der Draht schwinkt sich dann entgegen des Rumpfes auf und stabilisiert diesen.
Die Amplitude muss aber stimmen, sonst kommt es zur Resonanz-Katastrophe ...

Arne
11.03.2005, 12:11
:D :D
Merk ich mir als künftige Ausrede....Mist, Antennenlänge falsch abgestimmt :cool:

Oli K.
11.03.2005, 12:12
"Das einzige, was noch geht, ist die außen am Rumpf langetapte Antenne"

Da kannst Du sie gleich im Rumpf lassen! Wenn aussen, dann weg vom Rumpf spannen (nicht baumeln lassen).

Oli

Arne
11.03.2005, 13:03
Der Bezug mit der außen getapten Antenne war ein aerodynamischer!!
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil, ich habe oben gschrieben, wie man es wirklich vernünftig macht.

Arne

Markus_Gloekler
11.03.2005, 19:19
Hallo Leute,
also genau darum ging es mir, die Antenne im Rumpf verlegen, hinten raus verlängern und dann einen dünnen Stahldraht rausschauen lassen !?

Wer hat Erfahrungen mit MPX Empfängern in dieser Richtung !?

Naja, immer noch besser als die Stabantennen, die zwar auf einem Motorflugzeug noch gut aussehen, aber an einem Leistungssegler doch recht gewönungsbedürftig ausschauen.

Arne
11.03.2005, 20:08
Wer hat Erfahrungen mit MPX Empfängern in dieser Richtung !? ohoh...dann vielleicht doch lieber nen Glas-Rumpf...aber der hält dann ja wieder bei den störungsbedingten Einschlägen nicht ;)

Bewährt hat sich ganz hervorragend der Graupner SMC 19DS und auch die guten Futaba-Würfel.
Der Graupner nützt dir nix, wenn du kein SPCM hast, also Graupner MC/MX 22/24. MC 19, hat die SPCM?

Gruß Arne

Markus_Gloekler
12.03.2005, 08:38
Hallo Arne,
Graupner nützt mir nix, hatte da nur Probleme mit.
Jeder macht halt so seine Erfahrungen.....*grins

flight 86
12.03.2005, 12:04
Hi,

viele Kollegen beim F3F , auch mein Bruder sowie ich verwenen den Schulze 835. Antenne auch in den CFK Rümpfen einfach innen verlegt.
Beim Aris (Wabenrumpf) verlege ich sie außen und tape sie ca. 75% fix an, der Rest baumelt dann.
Im Sting CFK Version ist sie auch außen angetaped, da wie sie innen war ein schlechter Empfang war, und wir das nicht riskieren wollten...

hoffe geholfen zu haben!

lg
Philipp

Börny
16.03.2005, 07:47
Morgen Gemeinde,

auf dem Fluggelände sorgen auch Stabantennen immer wieder für nette Diskussionen ;)
Einfach auf dem Rumpf, vor, über oder hinter der Fläche montiert. Funktioniert einwandfrei. Wird übrigens auch von vielen Alpin-piloten an deren meist Scale-Modellen so gelöst.
Das aerodynamische Problem bei dieser Lösung ist, meiner Menung nach, zu vernachlässigen, da die meisten Modellpiloten wohl mit Steuerfehlern, ob bewußt oder unbewußt, mehr an Leistung kaputt machen als das die Stabantenne tut.

Holm & Rippenbruch,
Börny

...der mit der Stabantenne fliegt ;)

Arne
16.03.2005, 09:36
Moin Björn!

Sorry, aber Stabantenne auf solchen Seglern?? Ich lach mich weg. Du scheinst nicht wirklich zu wissen, in welchen Widerstandsbereichen sich so ein Prengel bewegt! So einen Schwachsinn mit anderen Faktoren zu rechtfertigen, die dann ja noch mehr Leistung kosten (wie z.B. der liebe Pilot), ist genau son Schwachsinn.
Sorry, aber das geht garnicht. Zumal auch völlig überflüssig, s.o..

Gruß Arne

Peer
16.03.2005, 10:22
Arne, nimm mal die Leute nicht so hart ran
hier.... !

Bei einem 6m Scale Flieger kannst Du auch 'ne
Stabantenne nehmen...findet man in allen guten
Puppenstuben... ;) (Zitat Wolli)

Bei F3X-Maschinen muss man ganz klar zu einer
hinten raus mit Stahldraht verlängerten raten.

Ich fliege sie im ERASER 2000 auch 15 cm
angetaped und dann baumelnd. Und deswegen sind
auch alle anderen schneller im Kreis. Aber Top-
Empfang auch in größeren (+600m) Entfernungen,
wenigstens bis jetzt (TocTocToc)!

Wer liefert denn jetzt mal eine nachvollziehbare
Widerstandsberechnung für die baumelnde Antenne -
so mit einer schicken Formel, die dann zu einer
eindeutigen Aussage, wie: Macht so viel wie ein
ganzes V-Leitwerk aus, oder: Sind so und soviel
Prozent...?

Und immer "gaans logger" bleiben !
Peer

Börny
16.03.2005, 11:29
@Arne,
diese theoretische Geschwafel um Widerstände, tztz ;)
Ich kann Dir jedenfalls sagen, daß es auf den 10, oder waren es auch 12 Wettbewerbe, letztes Jahr, egal, bei den einzelnen Platzierungen der Piloten nicht hauptsächlich an irgendwelchen aerodynamischen Nachteilen lag, sondern schlicht und ergreifend am Können des Piloten, dazu zählt auch, wie Modell und Pilot harmonieren (aber das ist 'ne andere Diskussion...), die äußeren Gegebenheiten beim einzelnen Start und nicht zu letzt ein quentchen Glück.

Z.B.in Talheim, F3B-E Pokalfliegen, flog ein Pilot mit Stabantenne (!!) 30 anderen Piloten auf Platz 6 davon.

Auf dem Teckpokal flog eine vorbildgetreue 3m-FOX dem halben starter Feld davon, also auch den ach so aerodynamischen perfekten voll CFK / GFK Boliden.

Also die Theorie in Ehren, aber eine Hummel kann theoretisch garnicht fliegen, sie weiß das aber nicht und fliegt einfach trotzdem :))

Jedenfalls funktioniert die Stabantenne sehr zuverlässig und störungsfrei. Klar, gefällt nicht jedem. Muß aber auch nicht.

Holm und Rippenbruch,
Börny

Arne
16.03.2005, 20:40
Sorry Björn, entweder du kannst es einfach nicht verstehen oder du willst es nicht. daher wird das hier auch mein letzter Beitrag, es macht einfach keinen Sinn.

Natürlich ist so eine Stabantenne ein Punkt an der Fliegeraerodynamik. Und Flugkönnen, Geschick, Taktik des Piloten sind viel entscheidender. Darüber sind wir uns alle einig.

Das ist aber doch gleichzeitig keine Rechtfertigung, die Aerodynamik des Modells bewußt und noch überflüssigerweise zu verschlechtern! Nach dem Motto, ich bin ja eh kein Spitzenpilot, dass kann ich solche Sachen ja auch verhunzen.
Sorry, die Argumentation ist absoluter Käse.

Ich klink mich hier aus, das ist mir eindeutig zu blöde.

@ Peer
Sorry, sonen Riesendünnschiß kann ich mir hier echt nicht angucken. Das hat mit hart nichts zu tun.
Stell dir mal vor, heute nachmittag ne Stabantenne am Focus...
Hat keinen Sinn (nich bei dir), ich bin hier raus.

Gruß Arne

Weyershausen
16.03.2005, 21:30
Hallo Börny,

schau bitte mal hier:

http://www.mh-aerotools.de/airfoils/linkage.htm

Es heißt dort, dass der Widerstand der vier Tragflächenruderanlenkungen eines F3B-Modells, wenn sie außerhalb des Profils verlegt werden, in der Größenordnung des durch das Höhenruder verursachten Luftwiderstands liegen.

Das ist nicht "theoretisches Geschwafel um Widerstände", sondern da wurde richtig gemessen. Ich halte es für plausibel, dass durch eine Schlepp- oder Stabantenne noch einmal ein vergleichbar hoher Luftwiderstand hinzukommt.

Ein bisschen Widerstand hier, ein bisschen Widerstand dort, und plötzlich fliegt ein Pike Superior in der gleichen Klasse wie ein Soarmaster.

Ich kann mir schon denken, welcher Einwand jetzt kommt: "Schließlich ist Philip Kolb 1999 mit dem Soarmaster F3J-Weltmeister geworden". Klar, wenn die Wetterbedingungen passen, kann man sicherlich auch heute noch mit einem Soarmaster Weltmeister werden. Trotzdem war dieses verhältnismäßig preiswerte Modell auf der letzten WM nicht sehr verbreitet.

Der hohe Preis der F3x-Segler resuliert zum großen Teil aus dem hohen Aufwand, der nötig ist, um eine nahezu perfekte Aerodynamik zu erreichen. Wenn mir das wichtig ist, bin ich bereit, das zu zahlen. Aber dann pappe ich auf keinen Fall eine Stabantenne an den Rumpf oder lasse die Antenne herunter baumeln.

Gruß
Gerald

Mr. Lightspeed :-)
16.03.2005, 22:35
@ Arne,
warum so gereizt :)
War doch heute alles ganz nett.
Oder hat Dir der Abschluss so zugesetzt ???
Eigentlich waren wir Mädchen, das Verhältnis war immerhin 3:1 !! Immer drauf.

Markus_Gloekler
16.03.2005, 23:09
Also Leute,
als "Anstifter" dieser Diskussion will ich mich hier an dieser Stelle auch nochmal melden.
Es ist okay, wenn jemand seine Antennen einfach durch ein Loch führt und dann am Rumpf entlangklebt, es ist auch okay, wenn jemand sich eine Stabantennen aufs Modell schraubt, gar kein Thema. Mir ging es um die verschiednene MÖglichkeiten und ja, wie machen es denn die vielen F3x- Modelle, tapen, hintenraus verlängern,....?
Ich lese viele Modellberichte, auch z.B. in der Aufwind kommen viele Berichte über dies und das und auch über Wettbewerbe. Aber die wirklich interessanten Detaillösungen (Antennenverlegung, Servoeinbau und Anlenkungen, Ballast,....) muß man sich vor Ort und durch Fragen in Erfahrung bringen. Über sowas schreiben nur wenige.
Deshalb meine Frage, wie machen es die F3x Piloten mit der Antenne ?

Börny
17.03.2005, 07:43
@Gerald,
natürlich ist der Widerstand einer Stabantenne oder einer außenliegenden Anlenkung oder eines Höhenleitwerkes oder oder messbar.
Aber die Frage war, wie machen es F3X Piloten ? So, und da muß sich jeder Fragen was er will. Ich selber fliege F3B-E und nutze mein Modelle, u.a. ein SKYMAX 03 in GFK/CFK-Aramid, eben auch alpin. Dort fliegt man auch schon mal weiter weg.
Und hier ist mir ein sicherer Empfang deutlich mehr wert, als das letzte aerodynamisch aus dem Modellzu holen. Also ist mir der messbare Widerstand einer Stabantenne völlig egal und auch, ob die Optik anderen Piloten gefällt.
Der Erfolg gibt mir recht.

Und um Erfolg zu haben, ist es nicht ausschließlich wichtig, daß das Modell in aller Perfektion erstellt ist, sondern eben auch, das der Pilot überhaupt damit umgehen kann.
Viel Training nützt eben mehr.

und@alle anderen: Ich fliege meine Stabantennen nur und ausschließlich, um auf dem Fluggelände solche polarisierenden Diskussionen auszulösen ;)

@markus,
bau doch einfach zwei Rümpfe zu Deinem Modell, einen mit Stabantenne und einen mit einer anderen, funktionierenden Lösung. Dann probiere, ob DU beim Fliegen einen Unterschied feststellen kannst.

Also ich kann noch nicht mal messbare Unterschiede beim Hochstart an der Winde feststellen ;)

Holm & Rippenbruch,
Börny

Karl Hinsch
17.03.2005, 08:20
Hallo,

öhm, also der Widerstand einer Stab- oder einer Schleppantenne (oder noch besser einer zum Leitwerk abgespannten Antenne) ist doch recht erheblich. Es gab zu diesem Thema Stömungsuntersuchungen im Windkanal (ich glaube bei der FH Regensburg), die einen Widerstand durch eine solche Antenne in der Größenordnung des gesamten Rumpfes ergaben, d.h. es kommt bei einer solchen Antennenanordnung ein Widerstandszuwachs in Höhe des Rumpfwiderstandes hinzu!
Ich würde hier also nicht von "Peanuts" reden.

Gruß, Karl Hinsch

michel21
17.03.2005, 11:10
Original erstellt von Weyershausen:
"Schließlich ist Philip Kolb 1999 mit dem Soarmaster F3J-Weltmeister gewordenUnd intergalaktischer Meister war er natürlich auch! Philip würde das sogar mit Stabantenne schaffen.
Im Ernst: es gab 1999 überhaupt keine F3J-WM. Und mit dem Soarmaster wurde auch noch keine WM gewonnen.
Und Stabantennen haben einen zu großen Widerstand um in Segelfliegern eingesetzt zu werden.
Und die brauchbarste Lösung ist das verlängern, hochlegen ins Leitwerk und dann noch einen Stahldraht raushängen lassen.

[ 17. März 2005, 11:11: Beitrag editiert von: michel21 ]

Karl Hinsch
17.03.2005, 12:04
Hallo Michael,

du hast natürlich Recht wegen Philip und WM 1999, aber ich denke Gerald meinte das ironisch.

Übrigens, Philip war bisher noch nie F3J-Einzelweltmeister (beste Platzierung für ihn war bisher ein 3. Platz in Kanada letztes Jahr) und die F3J-Weltmeisterschaften finden seit 1998 immer in geradzahligen Jahren statt. Ach ja, Soarmaster fliegt er auch schon seit über 2 Jahren nicht mehr.

Gruß, Karl Hinsch

Hans Rupp
17.03.2005, 14:04
Hüstel,

es geht nicht darum, ob man mit suboptimalem Gerät alpin Fliegen kann, Wettbewerbe gewinnen kann, Philipp Kolb Europameister war oder welches Modell er fliegt.

Markus hat gefragt:
wie verlegt man am besten die Antenne innerhalb eines CFK-Rumpfs (F3B-Modell) und hat trotzdem noch super Empfang !? Was funktioniert, was nicht ? Welcher Empfänger, Antennenlänge,...?
Was ich für mich herausgefunden habe:
- Antenne mit 0,3mm Stahldraht verlängern (am besten ins SLW hoch und heraushängen lassen
- Empfänger Graupner SMC19 DS, SMC 20 DS, Simprop Scan 7,
- Antennenlänge durch verlängern länger als original
funktionert bei vielen zufriedenstellend. Jeder muss ausprobieren was in seinem Modell tut und was nicht.

Wettbewerbsfliegen ist was ganz anderes als freies Fliegen. Beim freien Fliegen brauche ich eigentlich keinen CFK-Rumpf und habe die Sorgen dann nicht.

Hans

Daniel Gut
23.03.2005, 08:43
Meine erfahrungen: Zwei F3B Modellen, voll CFK Rümpfe, 1. Versuch: Antenne aussen unten am Rumpf entlang geklebt mit die letzte ca. 10 cm unverklebt. Beide Modelle hatten massive Störungen sobald das Heck auf den Sender gerichtet war. 2. Versuch: Erstes Modell mit V Leitwerk, ca 50 cm 0.8 Drad in einem V gebogen und unter die Dichtlippe im Leitwerk verklebt, Antenna verlängert und unten am V Drad gelöttet, seit dem kein störung mehr. Zweites Modell (Crossfire) Kreuzleitwerk, die gleiche Modification, Drad oben bei der Flosse nach hinten gebogen, ergebnis Störungsfrei. Es wiederspricht die Theorie aber scheint wirklich gut zu funktionieren. Empfänger MPX IPD 7

[ 23. März 2005, 08:46: Beitrag editiert von: Daniel Gut ]

speedy573
23.03.2005, 09:21
Hallo,

wenns schon um Antennen geht, ich hätte da auch mal eine Frage.
Mit der ganzen Kohle (die schwarze ;) die wir so verbauen gibte es, wenn ich das richtig verstanden habe, oft Polarisationseffekte. Will sagen dass bei einer bestimmten Konfiguration oder auch Ausrichtung von Sender- und Empfangsantenne Abschattungen durch die leitende Kohle im Flieger beobachtet wurden.
Wie ist das wenn man die Antenne als Dipol aufspaltet, also z.B. in den Flügel führen und dann eine T-Verbindung jewils in die linke und rechte Fläche (Ruderspalt)?
Funktioniert das im Hinblick auf die HF-Bedingungen.
Ziel soll ja nur sein falls die eine Seite abgeschattet ist sollte die ander doch noch eine verwertbare Signalgrösse haben.
Falscher Ansatz?

Stabantenne find ich übrigens klasse, geht supergut in meinem Schleppflieger....
Duck und wech...

Gruß
Mike

speedy573
24.03.2005, 22:23
Hmmm, keiner eine Idee?

Oder wollen die Experten unter sich bleiben?

Gruß
Mike

Robert G.
27.03.2005, 20:09
Hi,

habe seit kurzem den Storm, Kohle-Kevlar-Rumpf, ab beginn Seitenflosse Glas-Kevlar...

vorher (erste Tests): DS19 smc, Antenne schnellstens aus dem Rumpf raus und unten angeklebt, die letzten 20cm frei hängend, Reichweite mit eingeschobener Antenne 20-25m

jetzt:

Empfänger DS19 smc, Antenne im Rumpf verlängert, in der Dämpfungsflosse des Seitenruders hoch, kleines Loch in die Abschlussleiste gebohrt, seitlich neben der Abschlussleiste - gegenüber der Dichtlippe (alles innen) wieder runter, Antenne endet am Rumpfende

Reichweite am Boden um die 50m - Antenne eingeschoben und andere Sender in Betrieb

http://www.rc-network.de/upload_02/forum_0002/1111862768.JPG

Markus_Gloekler
23.04.2005, 08:48
Hallo Leute,
ich habe mittlerweile auch ein paar neue Erkenntnisse.
Bei meiner Espada habe ich das folgendermaßen gelöst:
Empfängerantenne nach ca. 7-8cm abgeschnitten, Antenne an den Stahldraht der Seitenruderanlenkung gelötet, hinten am Stahldraht wieder eine Litze angelötet, im Seitenruderspalt nach oben geführt und ca. 20-25cm lang hinten aus dem Rumpf herausschauen
lassen. Mit einem MPX RX 7 Synth IPD habe ich damit über 100m Bodenreichweite bei eingeschobener Antenne (MPX EVO12), was ausreichen sollte.

Hartmut Siegmann
24.04.2005, 10:34
Wenn es um Aerodynamik geht, wäre es vielleicht eine Option, den Rumpf selbst als Antenne zu verwenden. Diese Option habe ich bei der HS55V1 Chicane Mk.II (http://www.aerodesign.de/modelle/HS/hs55v1_01.jpg) an einem klarlackierten Voll-Kohlerumpf getestet. Die Antenne wurde dazu vorne direkt am Rumpf verschraubt. Der Rumpf besteht aus 2-5 Lagen Kohlegewebe 163er 2/2 Köper, 4x4, CF-200 (HT). Das war bei diesem Modell mit Abstand die beste Lösung was Reichweite und Störungen angeht, zu meiner eigenen Überraschung waren keine Einschränkungen feststellbar. Und zwar im Bodentest wie im Flugtest bis an Sichtgrenze. Da es 1999 noch nicht so viele Vollkohle Modelle und damit Erfahrungswerte gab, habe ich das sehr ausgiebig mit meiner mc-20 und den Empfängertypen DS20mc bzw. mc-12 getestet.

Übrigens war der Flügel-als-Antenne-Test bei diesem Modell nicht erfolgreich: Die Abschattung ist bei Nutzung eines Flügels so heftig, dass man unakzeptable Lücken im Empfang hat. Weit weg flach kreisen heißt mindestens 1/4 des Kreises Freiflug. Die Lösung als Dipol (beide Flügel) half auch nicht, wobei Uli die Gründe ja bereits genannt hat. Im Direktanflug auf den Piloten war der Empfang weg, alles andere war einigermaßen ok. Im direkten Abflug war der Empfang auch reichlich lückenhaft. ;)

Die einzige funktionierende Lösung war, den Rumpf selber als Antenne zu verwenden. Das ergab in allen Winkelbereichen einwandfreien Empfang - insbesondere auch beim zuvor unlösbaren Problem flacher Kreisflug nahe dem Horizont in einigen hundert Metern Entfernung und sogar im Direktanflug auf den Piloten zu. Warum das so gut geht, wage ich nichtmal zu vermuten. Es bleibt die unbefriedigende Antwort, dass es bei diesem Modell perfekt funktioniert und es zugleich die einzige Antennenlösung war, die in keiner Fluglage Abschattungen aufwies. :(

Das Modell ist Voll-Kohle, am Flügel und Leitwerk mit gelb lackierter Oberseite, Unterseite klar. Aus diesen Erfahrungen heraus wäre mein erster Test bei einem problematischen Modell mit den genannten Empfängertypen der "Rumpf-als-Antenne" Versuch, allerdings würde ich daraus keine allgemeine Empfehlung ableiten wollen. Für diesen einen Modelltyp in der genannten Bauweise habe ich das sehr gut absichern können, aber schon eine andere Lackierung, ein anderer Lagenaufbau kann ein deutlich anderes Ergebnis bringen.
Siggi

michel21
24.04.2005, 10:51
Vereinskollegen haben schon viele Voll-Kohle Rümpfe gebaut und dabei immer versucht, den Rumpf als Antenne zu verwenden. Es wurde eine kleine Schraube in die Kohlefasern gedreht und an diese dann die Antenne des Empfängers angelötet. Das Ergebnis war sehr uneinheitlich. Mal hats hervorragend geklappt, beim nächsten Rumpf war überhaupt keine Reichweite da. Ein ziemliches Glücksspiel. Die Rümpfe waren ab da wo angelötet wurde noch ca. einen Meter lang.

Ulrich Horn
24.04.2005, 12:10
Sorry, jetzt erst gesehen - ist nicht meine Leib- und Magenrubrik ;)

Die Antenne zum Dipol aufzuspalten ist nicht ganz ohne; der Empfänger hat einen asymmetrischen Antenneneingang. Da einen (symmetrischen) Dipol anzuschließen ist zumindest suboptimal.
Das Problem bei dem Kohlezeugs ist, dass es zwar nicht leitet wie Metall, aber eben doch leitet. Der Rumpf mit innenverlegter Antenne stellt eine Abschirmung dar wie bei einem Koax-Kabel, allerdings eine sehr schlechte.. im Ergebnis muß die Antenne zumindest verlängert werden.

Da eine Verlängerung auch sonst kein Problem darstellt, ist die Führung durchs Leitwerk sicher sinnvoll.

Wenn es um Aerodynamik geht, wäre es vielleicht eine Option, den Rumpf selbst als Antenne zu verwenden. Könnte man Metallfäden in die Fasern einarbeiten? Da die Dicke der Antenne unerheblich ist, könnte man sie auch in Form eines Aufklebers oder eine Lackierung um den Rumpf herum führen.

Grüße, Ulrich

speedy573
24.04.2005, 23:05
@Ulrich,
danke für die Erklärung; ist plausibel

@Siggi,
Hmmm, interessant. Die Frage ist tatsächlich ob deine an diesem speziellen Modell gemachten Erfahrungen als allgemeingültig betrachtet werden können.
Wie funktioniert die elektrische Verbindung einer Schraube zu den Kohlefasern? Immerhin ist da ein nicht unerheblicher Anteil an nichtleitendem EP-Harz dazwischen. Verlässt man sich einfach auf die kleinen Kontaktflächen der Schraube zu den Fasern?

Gruß
Mike

Hartmut Siegmann
25.04.2005, 01:03
@Mike
Die Antenne habe ich im Bereich der 5 Lagen mit 2 M2-Schrauben befestigt, die Wandstärke beträgt hier knapp 1mm. Die Schrauben schneiden sich ihr Gewinde in der 1,6mm Bohrung selbst und das sitzt nachher bombig. ;) Kontaktprobleme sind deswegen kein Thema.

Ansonsten: Siehe Michel. Würde das nicht verallgemeinern wollen, daher habe ich ja auch den Aufbau meines Rumpfes angegeben. Wenn die Lagenrichtungen komisch sind, Glas und Kevlar drinsitzen, kommt da unter Umständen sicherlich etwas ganz anderes heraus. Dieser Rumpf ist 100% CFK. Die 49er Glaslage innen hat keinen Einfluss, machte keinen Unterschied. Soll nur Kurzschlüsse beim Durchscheuern von Akkuschrumpfschläuchen etc. verhindern, also den Langzeitbetrieb sicherer machen. Hat sich natürlich nicht auf den Empfang ausgewirkt, aber mit dieser Lösung fühlte ich mich auf Dauer einfach besser. ;)
Siggi

speedy573
25.04.2005, 11:19
@Siggi

dankefür die Info, ist auf jeden Fall einen Versuch wert.

Gruß
Mike

Hano
25.04.2005, 17:29
Hallo, CFKler...

Wenn ich da so lese, dann sind für mich ARNE's Erkenntnisse und auch seine Lösungen die Besseren.
Meine Erfahrungen könnt Ihr auf meiner HP east-wing-base an meinem Super ARIS sehen. Sender MPX 3030 Prof, Empfänger MPX miniIPD und Webra SCAN DS8. Vorher einige Reichweitentest's, ab 35 cm Antennenlänge keine Probleme mehr.

Erzählt Euch Hano...

und hauts ma nix zsamm...

Chris
27.04.2005, 08:45
Hallo zusammen,

sind auch Crossfire-Piloten unter uns????
Es würde mich nämlich interessieren wie Ihr die Antenne da verlegt habt. Ist ein CFK/AFK Rumpf.

Hatte sie jetzt für die ersten Flüge draussen liegen.

Danke,

Daniel Gut
27.04.2005, 10:52
Hallo Chris


Meine erfahrungen: Zwei F3B Modellen, voll CFK Rümpfe, 1. Versuch: Antenne aussen unten am Rumpf entlang geklebt mit die letzte ca. 10 cm unverklebt. Beide Modelle hatten massive Störungen sobald das Heck auf den Sender gerichtet war. 2. Versuch: Erstes Modell mit V Leitwerk, ca 50 cm 0.8 Drad in einem V gebogen und unter die Dichtlippe im Leitwerk verklebt, Antenna verlängert und unten am V Drad gelöttet, kein störung mehr. Zweites Modell (Crossfire) Kreuzleitwerk, die gleiche Modification, Drad oben bei der Flosse nach hinten gebogen, ergebnis Störungsfrei. Es wiederspricht die Theorie aber scheint wirklich gut zu funktionieren. Empfänger MPX IPD 7
Meiner hat einen voll CFK Rumpf. Ich habe mal das Bild für einen anderen Mitglied gemacht.

http://www.rc-network.de/upload_02/forum_0002/1114612279.jpg
Grüsse

Daniel

[ 27. April 2005, 16:31: Beitrag editiert von: Daniel Gut ]

Chris
27.04.2005, 12:59
Ups,

hatte ich überlesen ...
Danke Daniel.
Werde mal nen Reichweitentest machen und wenns nciht klappt es entsprechend modifizieren.
Hab nen Schulze 8er drin.

Ercam
11.05.2005, 17:57
Hi
Hier gehts doch um F3B und Zweckkisten, da hat eine Stabantenne oder ein Kabelgebambel also wirklich nix zu suchen!
Ich hab im meinem Crossfire auch die oben dargestellte Version eingebaut. Mein Stahldraht hat nur 0,5 MM Durchmesser und der 2 MM Goldkontackt zum Empfängerwechsel ( MPX IPD 7 ) sitzt unterm Servobrett. Als Antenneverlängerung verwende ich bis in die Spitze des SR einen guten Kupferlackdraht.`Der Stahldraht hat eine Länge von 30 CM. Die Gesamtantennenlänge dürfte sich wohl verdoppelt haben. Diese Methode funktioniert ohne weiteres Abgleichen rein gefühlsmässig in allen Fluglagen sehr gut. Ich werde die genaue, Empfangsituation on Board demnächst mal mit einem Vario weiterverfolgen.
Bei meinem Kreuzleitwerk CFK Startos hatte ich aus zeitmangel die Aussen angetapte org. Antenne geflogen, was in bestimmten Lagen immmer wieder eine Fail Safe Funktion des dort verwendeten SMC 19 bewirkte.
Seit Umbau auf das oben beschriebene System funktioniert auch dieses Modell hervoragend. ( SMC 19 / X3810 Sender )

Cu Schteddef

Leelander
19.05.2005, 09:38
Ich habe auch Schwierigkeiten mit dem Spider-X gehabt. Ich habe die Antenne durch den Rumpf hinten herausgelassen mit 0,5er Draht, aber zu kurz. Danach habe ich probiert hoch ins Seitenleitwerk und oben raus a la Shark. Das war aber schlechter. Das Seitenleitwerk hat viel Kohle drin. Also wieder unten raus, diesmal mit einem 0,5er Draht mit 33cm Länge. Jetzt ist es recht gut. Empfänger Scan 7. Beim Spider XL habe ich es genau gleich gemacht, allerdings mit Problemen anfangs. Jetzt habe ich auf den Webra Scan DS8 gewechselt und Multiplexringkerntrafos eingelötet für die Flächenservos. Jetzt scheints ruhig zu sein.

palace
19.05.2005, 12:22
Hi!

Muß leider schreiben "hatte" einen SpiderX oder auch X-Race; jedenfalls das Teil mit 2,5m Spannweite.
Als Empfänger ein Schulze Alpha 8 PPM Modulation. Dieses Teil hat eine Led eingebaut, die die "Empfangsqualität" anzeigt oder besser die Aussetzer zählt. Antenne war in Originallänge hinter der Fläche aus dem Rumpf raus baumelnd verlegt. Dies führte bei einem etwa 15Min. dauernden Flug zu >=50 per Led angezeigten Aussetzern. Merkbar waren davon maximal einer. Der Schulze blendet so lange aus, bis er wieder ein verwertbares Signal empfängt. Und das fiel mir eben nur einmal auf - brauchte ne halbe Sekunde um auf Quer zu reagieren.
Also Antenne verlängert (etwa 60-70cm, müßte noch mal messen) durch den Rumpf ins SL hoch, wieder runter und am Rumpfende raus, ca 20cm baumelnd.
Weiträumiger Flug über 15 Min. brachte einmal keine und einmal 2 Störanzeigen per Led; selbst nichts bemerkt - ich dachte das is es!
Beim 3ten Flug anstechen aus gut 100m, waagrecht die Hangkante entlang, und das war dann auch der letzte Befehl an den Empfänger. Schulze Alpha 8 regelte ab und das Modell flog mit beachtlicher Geschwindigkeit, leicht sinkend Richtung Erde oder besser Golfplatz, auf welchem auch noch ein Tunier stattfand. Dauerte vielleicht 4-5 Sekunden, bis ich ihn garnicht mehr sah. Kann man sich vorstellen, wie alle, vorallem ich dumm geguckt haben?
Zum meinem Glück war ein großer Baum zw. dem Balkon des Golfclubhauses und des Modells gewesen. Nicht auszudenken, wenn der da voll balastiert reingezogen wäre. Linie hätte absolut gestimmt. Das meinten zumindest 3 Augenzeugen, die recht beeindruckt waren von der Akkustik des "Anfluges" und des Einschlages.
E-Akku usw. alles geprüft; funktioniert auch alles noch - keine Idee was da war.
Wirklich schade um das Modell. Hat mir so gut gefallen, dass ich überlege, ihn mir nochmal zu kaufen. Aber diesmal ohne Schulze - mit Standard Empfänger, der die Servos nur so zucken lässt. Ich denke, das mich das vielleicht gerettet oder garnicht so weit kommen lassen hätte.
Grüße
Richard

palace
19.05.2005, 14:24
Hi!


Original erstellt von Leelander:
Jetzt habe ich auf den Webra Scan DS8 gewechselt und Multiplexringkerntrafos eingelötet für die Flächenservos. Jetzt scheints ruhig zu sein.Multiplexringkerntrafos - geiles Wort. Was ist das genau? Kenne nur diese Ferritringe.

Chris
21.06.2005, 15:14
Hi,

nachdem ich im Crossfire verschiedene Antennenverlegungen probiert hab (im Rumpf, als Schleppantenne, aussen auf den Rumpf getaped) bin ich zu Lösung von Daniel übergegangen und die tut jetzt.

Empfänger SchulzeAlpha8, Antenne mit 0,6er Draht verlängert. Länge jetzt 2mal Original.

Keine Wackler mehr, auch mit mehreren Modellen in der Luft am Hang. Störungszähler sehe ich leider nicht weil der Empfänger ohne Gehäuse vorne in der Rumpfspitze steckt. Werde das aber bei den nächsten Flügen mal ankukn.
Achja, keinerlei Ferrite oder sonstiges drin.

cco01
22.06.2005, 10:39
Hallo Chris,
wir, das Team Crossfire verwenden auch ausnahmslos die Verlegung die hier von Daniel ja schon beschrieben wurde. Antenne verlängern, in die SR Flosse und mit 0,5mm Stahl ca. 20-25cm nach hinten weg. Die Antenne hat jetzt ca. doppelte Länge. Das funktioniert bisher tadellos. Wichtig ist nur das die Antenne in die Flosse hoch geht, die ja ab HR nur noch aus Glas ist. So ist vermieden das in irgendeiner Fluglage die Antenne durch ein Teil des Modells abgeschirmt wird.

Gruß Chris :D

Leelander
26.06.2005, 20:31
Ups, Multiplexringkerntrafos. Meinte natürlich die Ferritringe von Multiplex. :-)

roenz
29.09.2005, 19:31
...wir, das Team Crossfire verwenden auch ausnahmslos die Verlegung die hier von Daniel ja schon beschrieben wurde. Antenne verlängern, in die SR Flosse und mit 0,5mm Stahl ca. 20-25cm nach hinten weg. Die Antenne hat jetzt ca. doppelte Länge. Das funktioniert bisher tadellos. Wichtig ist nur das die Antenne in die Flosse hoch geht, die ja ab HR nur noch aus Glas ist. So ist vermieden das in irgendeiner Fluglage die Antenne durch ein Teil des Modells abgeschirmt wird.


Hallo zusammen

Hat jemand von Euch einen Tipp, wie man die von Daniel beschriebene Lösung bei einem V-Leitwerk realisieren könnte?

Könnte ev. dies, wie hier im nachfolgenden Link beschrieben ist eine Lösung sein (Solution 2):
http://www.f3j.com/antenna.htm
Allerdings gefällt mir die Y- resp X-Form der Antenne nicht so.

Gruss
Roenz

Jörn Meyer
30.09.2005, 07:56
Beim V-Leitwerk reicht es bei mir, daß die Antenne in EINEN Schenkel des Leitwerkes gelegt und am Flügelsteg, also nicht Kappensteg, festgeklebt wurde. Allerdings habe ich die Antenne hinter dem Flügel aus dem Rumpf geführt, um sie vor dem Leitwerk wieder in die Rumpfröhre abtauchen zu lassen. Danach geht's ins Leitwerk.

Jörn Meyer

Arne
30.09.2005, 09:14
Tja, sch...ß Kohleleitwerke sach ich da nur. Stahldrahtverlängerung hinten aus dem Rumpf raus in gerader Flucht funktioniert bei mir auch gut, wobei ein Winkel in der Antenenverlegung prinzipiell natürlich noch besser ist.

Gruß Arne

Etienne H.
22.02.2006, 09:54
Guten Tag. Ich möchte nun auch die Antenne verlängern. Kann ich dazu eine Servolitze nehmen? (z.B 0,15mm2 Querschnitt ) Danke

Andreas M.
22.02.2006, 11:49
Guten Tag. Ich möchte nun auch die Antenne verlängern. Kann ich dazu eine Servolitze nehmen? (z.B 0,15mm2 Querschnitt ) Danke

ja

roenz
05.03.2006, 00:23
Ich wollte eigentlich bei meinem Voll CFK Dragon die Antenne wie folgt verlegen (Solution 2):
http://www.f3j.com/antenna.htm
18124

Nachdem ich aber das V-Leitwerk meines Drogons etwas genauer "unter die Lupe" genommen habe, entdeckte ich zu meinem erstaunen einen CFK Holm sowie auch CFK Gewebe (trotz Hersteller Info dass auch bei der Voll CFK Variante kein CFK im V Leitwerk verbaut sei, sondern "nur" in der Tragfläche und im Rumpf):
18125

Wenn ich nun im Landeanflug direkt auf mich zufliege (Antenne gem. f3j.com "Solution 2" verlegt), so verdeckt doch eigentlich der CFK Holm im V-Leitwerk meine Antenne komplett?!

Aus diesem Grund habe ich mir überlegt, die Antenne auf der einen V-Lw Seite ganz vorne zu verlegen und auf der anderen Seite ganz hinten (gem. dem zweiten Bild).

Nun meine Frage an Euch:
Ist das überhaupt notwendig od. kann ich diese "Abschirmung" durch den CFK Holm vernachlässigen, od. handle ich mir hiermit (Verlegung vorne/hinten) ev. sogar Probleme ein...?

Mich würden vor allem auch Praxis Tipps interessieren, wo die Ausgangslage ähnlich war wie die oben geschilderte und die Antenne dennoch im V-Lw plaziert wurde.

Vielen Dank schon mal für Eure Feedbacks...

Es grüsst
René

Florian K.
05.03.2006, 08:46
hab die bilder zwar schon in nem anderem thread gepostet...

modell ist ein blade xl mit vollkohle rumpf. im vlw ist ebenfalls ein kohleschlauch als holm. funktioniert so einwandfrei. natürlich ist ein ausführlicher reichweitentest pflicht!!

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flo

Weyershausen
05.03.2006, 14:29
Hallo René


Wenn ich nun im Landeanflug direkt auf mich zufliege (Antenne gem. f3j.com "Solution 2" verlegt), so verdeckt doch eigentlich der CFK Holm im V-Leitwerk meine Antenne komplett?!

Du hast nicht ganz unrecht: nach den Gesetzen der Optik verdeckt der Holm möglicherweise die Antenne. Und im Prinzip kann man Licht auch als elektromagnetische Welle betrachten, ebenso wie die Funkwellen der Fernsteuerung.

Es gibt aber einen großen Unterschied: sichtbares Licht hat eine Wellenlänge von ca. 550nm, während die Wellen, die von unserer Sendeantenne ausgehen, eine Länge von ca. 8,5 m haben. Letztere sind also etwa 15 Millionen mal so lang wie Lichtwellen!

Und das hat Konsequenzen. Es gelten in der Elektrodynamik nicht mehr die vereinfachten Sätze der Strahlenoptik. Das heißt, du wirst mit deinem Kohlefaserholm die Wellen deines Senders nicht abschirmen, auch wenn Senderantenne, Kohleholm und Empfängerantenne in einer Flucht lägen. Die Wellen würden einfach um den Holm herum gebeugt werden. Von daher spricht nichts dagegen, die Empfängerantenne in die Ruderspalten zu legen.

Was die Empfängerantenne dagegen gar nicht mag, sind elektrische Leiter, die in geringem Abstand parallel zu ihr verlaufen. Salopp gesagt, schwächen sie die elektrische Feldstärke in der Umgebung der Antenne. Deshalb ist es eben auch nicht damit getan, die Empfängerantenne möglichst früh aus dem Rumpf zu führen und dann mit Tesa auf der Rumpfaußenseite anzukleben. Dann kann man sie lieber gleich innen verlegen. Das nützt wenigstens der Aerodynamik.

Wenn du Stahldrähte in Bowdenzügen zur Anlenkung der Ruderklappen verwendest, kannst du einen davon auch gleich als Antennenverlängerung missbrauchen. Das spart Gewicht und Montageaufwand. Also vom Empfänger würde es über einen Goldkontaktstecker auf den Bowdenzug-Stahldraht gehen. Dann über eine flexible Litzen-Verbindung zu dem Stahldraht in der Ruderkehle. Aber Vorsicht: Die Stahldrähte dürfen den Kohlerumpf an keiner Stelle berühren, sonst gibt es keinen guten Empfang. Überhaupt sollte die blanke Antenne nicht zufällig an Metallteilen (z. B. Ruderhörnern) lose anliegen, weil sonst Knackimpulse entstehen könnten.

Die Lösung von Florian würde ich vom Gefühl her der Y-Verlegung bevorzugen. Wahrscheinlich ist die Reichweite damit sogar höher als mit einer aerodramatischen Stabantenne auf dem Rumpfrücken.

Ansonsten kann ich mich Florian nur anschließen: Vor dem Erstflug Reichweitentest durchführen.

Gruß
Gerald

roenz
05.03.2006, 23:52
Hallo Flo
Hallo Gerald

Vielen Dank für Eure sehr hilfreichen sowie auch lehrreichen Tipps!

@Flo
Wenn ich das richtig sehe, hast Du dieselbe Methode bei Deinem V-Lw angewendet wie die meisten es bei Seglern mit S-Lw lösen.
Habe den erwähnten Thread gefunden:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?t=41897

@Gerald
Herzlichen Dank für Deine ausführlichen Infos und den kurzen lehrreichen "Abstecher" in die Elektrodynamik!

Werde natürlich in Vorfeld ausgiebige Reichweitentests durchführen.

Es grüsst
René

Tobias Reik
09.03.2006, 01:28
Nachdem ich heute Geschenke bekommen habe "Furio-sei-dank" stehe ich nun auch vor dem Problem eine Antenne verlegen zu müßen.
Der Thread beantwortet mir alle fragen über das Wo.

Aber WIE ?

Bis jetzt sieht mein plan so aus:
1. Antenne vom Empfänger mit einer Entlötsauglitze an den Seitenruderdraht verlöten.
2. Am Seitenruderdrahtende mit einer angelöteten Entlötsauglitze verbinden auf einen Kupferlackdraht und einmal durchs Seitenruder und raus...

Jetzt die Frage(n):
Wie befestige ich den Lackdraht im SLW ?
Sekundenkleber? Schlumpfschlauch? Tesa?
Schrumpfschlauch um die Entlötsauglitze ?

Herstellung einer kleinen "Kugel" am ende der Litze ?
Wie ?

Danke für eure unterstützung.
Tobi

Florian K.
09.03.2006, 12:37
Herstellung einer kleinen "Kugel" am ende der Litze ?
Wie ?


ich hab das so gemacht: mit ner zange das ende des drahtes abgebogen. (180°, also ein "U"). dann ein wenig 5-min epoxy angerührt, leicht eingedickt und aufs "U". dann wachsam sein die paar minuten, dass der kleber nicht wegrinnt, also zwischendurch mal den draht drehen, bis der kleber anzieht. bevor er ganz ausgehärtet ist lässt er sich noch prima mit 2 fingern zurechtformen falls nötig. (!! Handschuhe sollte man verwenden !!)

flo

Manfred S.
09.03.2006, 14:35
Hallo!

Ich möchte hier nicht noch mehr Informationen bzgl. Antennen Einbau lieferen, da es mehr als genügend gute u. auch funktionierende Varianten aufgezeigt wurden.
Die Variante mit dem Stahldraht oben an der Leitwerksflosse raus u. nach hinten dürfte auch wohl das LOGO Team verwenden.
Wer das neue Aufwind Magazin hat, sollte am Poster bei den ersten Seiten mal genau schauen den der Wobbegong von Stefan Knechtle hat ebenfalls die Variante!!
Na das sollte wohl keine schlechte sein!!;)

mfg

Weyershausen
09.03.2006, 21:21
Hallo Tobias,

wieso muss es ausgerechnet Entlötlitze und Kupferlackdraht sein? Ein ganz normales, flexibles Kabel tut es doch genauso. Da hast du auch keinen Stress mit der Isolierung. Bei meinem Pike sieht das so aus:

18598
Antenne angeschlossen

18599
Goldkontaktstecker getrennt

18600
Seitenruderanlenkung

18601
Führung im Ruderspalt mit Bowdenzugröhrchen

18602
Verbindung zum Stahldraht nach Außen

18603
0,5 mm Stahldraht, geführt durch ein Bowdenzuginnenrohr

18604
Freie Drahtlänge 42 cm

18605
Endfahne aus Klebeband (provisorisch)

Zum Schluss hätte ich gern noch erwähnt, dass sich das ganze seit Jahren störungsfrei bewährt habe. Dem ist aber nicht so, denn das Lötzinn ist gerade mal abgekühlt und der Kleber getrocknet. :)

Gruß
Gerald

Manfred S.
10.03.2006, 08:30
Hallo!

Würde mal sagen das ist wohl das non plus ultra Oder?
Ehrlich meiner Ansicht nach genial.
Du hast das hoffentlich nicht patentiert Oder?;)

Das regt nähmlich sehr zur Nachahmung an!!:p

mfg

Tobias Reik
10.03.2006, 10:35
Hallo Gerald,
Hallo Flo,

danke für die ausführungen.

Gerald, Deine Fotostorry ist wirklich erste Sahne.
Dank Dir für die gemachte Mühe http://www.vtr1000.de/forum/images/smilies/19.gif

Grüße Tobi

Anfänger
10.03.2006, 13:39
Hi,

herzlichen Dank für die super Info und guten Flug mit dem Pike perfect:).

Herwig

Weyershausen
11.03.2006, 18:25
Danke für die Blumen! :)

Es ist übrigens kein Pike Perfect auf den Fotos, sondern ein Pike Superior. Zufällig liegt nur gerade die Dreiseitenansicht des PP auf dem Baubrett.

Gruß
Gerald

Weyershausen
19.03.2006, 17:36
Hallo,

mit der oben dargestellten Anordnung habe ich heute einen Reichweitentest durchgeführt. Mit eingeschobener Senderantenne konnte ich eine Reichweite zwischen 80m und 120m messen, je nachdem, wie ich den Rumpf ausrichte. Wenn Sender und Empfängerantenne parallel liegen, ist die Reichweite am größten, wenn ich mit der Empfängerantenne auf den Sender ziele, ist die Reichweite am geringsten. Das hätte wohl niemand anders erwartet.

Aber in welcher Anordnung wird denn vereinbarungsgemäß gemessen? Wird so gemessen, dass man die maximale Reichweite erzielt, oder so, dass man die minimale erzielt. Oder irgendetwas dazwischen?

Gruß
Gerald

amorok
28.03.2006, 22:35
super idee den bowdenzug als leiter zu verwenden:D ...
aber: wie machst du das mit der länge der antenne? oder ist das wurscht?
soweit ich weiss sollte man doch die länge der empfängerantenne nicht verändern? oder hab ich da falsche infos?

eddy
28.03.2006, 23:26
Super Bilder Doku! Geht das auch mit Kohlschubstangen? Die leiten doch auch und warum nimmst du keinen dünneren Draht? Meine Antennen sind aus 0,3mm Stahl, wenn sie den Flieger verlassen.

Weyershausen
29.03.2006, 21:41
Hallo,

@ Eddy: 0,3mm Stahldraht fand ich etwas zu wabbelig, obwohl es auch gegangen wäre. Der Draht wäre dadurch 0,4g leichter. Zuzüglich der Gewichtseinsparung vor dem Schwerpunkt hätte ich dann insgesamt 2g bis 3g insgesamt weniger. Das hätte sich wohl kaum bemerkbar gemacht, denke ich.

Mit Kohlschubstangen :D würde es nicht funktionieren. Und bei Kohlenstoffstangen hätte ich Bedenken, weil die geringere Leitfähigkeit das Signal zu stark abschwächen könnte. Außerdem sehe ich Probleme mit der Kontaktierung, da man keine Lötverbindung herstellen kann. Aber: Der schlechteste Versuch ist der, den man nicht durchführt. Vielleicht sind meine Bedenken auch unbegründet.

@ amorok: In der Praxis hat sich gezeigt, dass eine Verlängerung der Empfängerantenne nicht nur nicht schadet, sondern in der Regel sogar die Reichweite vergrößert. Ein elektromagnetischer Schwingkreis, dessen Resonanzfrequenz nicht genau abgestimmt ist, kann trotzdem noch ein Signal aufnehmen. Und so, wie es aussieht, ist es für den Empfang günstiger, die Antennenlänge, auf der das Signal aufgefangen werden kann, zu vergrößern, als exakt die Länge λ/8 einzuhalten.

Die Empfängerhersteller gehen natürlich den Weg des geringsten Risikos. Sie empfehlen, die Antennenlänge nicht zu verändern und die Antenne möglichst weit weg von allem, was elektrisch leitet oder Strom führt, zu verlegen. Aber das ist leicht gesagt, wenn der ganze Rumpf aus CFK besteht und der Luftwiderstand nicht durch eine zum Seitenleitwerk abgespannte Antenne vergrößert werden soll.

Gruß
Gerald

Jörn Meyer
30.03.2006, 21:47
Die Verbindung zu einer Carbonstange kann mit Hilfe einer kleinen Blechschraube hergestellt werden.
Deutlich untermaßiges Loch vorbohren, Schraube hineindrehen, Kabel auf der Schraube festlöten. Wer jetzt auf die Idee kommt, das Ganze mit Harz zu vergießen, gefährdet sein Modell. ;)

Irgendwo im Internet hatte ich für den Formenbau/zum Tempern beheizbares Carbongewebe gesehen. Da waren Hülsen auf die austretenden Carbonfasern gequetscht, um dort Strom zum Erwärmen einzuleiten.

Vielleicht könnten die Hersteller von Carbonrümpfen diese Idee aufnehmen?

Jörn

Weyershausen
16.04.2006, 12:17
Hallo,

gestern habe ich den Pike mit der Antenne aus dem Seitenruder eingeflogen. Gleich der erste Flug ging in einer starken Thermik bis an die Sichtgrenze. Der Empfang war einwandfrei. Allerdings waren das nun nicht gerade Wettkampfbedingungen mit 11 weiteren Sendern in der Nähe. Es war lediglich ein anderer Vereinskollege dabei, der auch seinen Sender eingeschaltet hatte. Aber immerhin!

Gruß
Gerald

tanni60
26.05.2006, 08:16
Hallo,

ich hab mir gestern die Mühe gemacht, die Antenne zu 80% in die Fläche zu verlegen, die bei meiner T-Max nur vorne mit Kohle versort ist.

Antenne (Kupferlackdraht) läuft in der Ruderklappe und tritt beim QR Servo in der Abdeckungswirbelschleppe noch ca. 20 cm im 90 Grad Winkel ins Freie.

Dann hoffen wir mal das Beste für mich!

CHP
30.05.2006, 18:53
Dann hoffen wir mal das Beste für mich!

Lies nochmal Post #35 Abschnitt 2 dieses Threads.

tanni60
30.05.2006, 20:00
"Das Modell ist Voll-Kohle, am Flügel und Leitwerk"

das hat Hartmut geschrieben, war auch kein T-max.

Wäre der Flügel ganz mit Kohle belegt, hätte ich das natürlich nicht gewagt.

Dann hätte man gleich im Rumpf bleiben können.

Dass die D-Box abschirmt, konnte ich - wie erwähnt - selbst messen.

Günther Hager
20.03.2008, 09:15
Ich habe einmal den Thread durchgelesen, da ich mir leider auch ein Vollkohlemodell zu gelegt habe, wo leider auch die Leitwerke ebenfalls einbezogen sind.

Was mir aufgefallen ist, dass nicht ein Poster eine Vergleichsmessung gemacht hat, um eine etwas fundiertere Aussage zu machen.

Dass die Antenne ein komplexer Teil des Empfangssystems ist, weiß ich aus den Anfängen des RC-Fluges, wo die Anlagen noch z. T. Selbstbau waren und die Empfänger einen Bruchteil der heutigen Emfangsempfindlichkeiten hatten.

Eigentlich hatte ich erhofft, dass doch einige mit eingeschobener Senderantenne die Reichweite in Schritten oder Meter den Empfang bis z. B. des ersten Failsave-Einlaufens gemacht hätten und das unter verschiedenen Antennenverlegungen und Längen.

Dass man einen Vollkohlerumpf als das NON PLUS ULTRA deklariert ist alles ganz schön und gut. Dass es auch anders geht, zeigt und praktiziert Volker Klemm schon seit Jahrzehnten.
Wenn schon Kohle, dann mit einer Unterbrechung im Bereich des Hakens, um den hinteren Teil als Antenne mit zu verwenden und der vordere Teil ein sehr gutes elektrisches Kontergewicht ergibt, was zu einem erheblichen Anteil eines guten Empfangs beiträgt.

Leider ist es halt so, was mich zwar wundert, aber auch wieder nicht, dass man so wenig bei der Herstellung eines Hochwertigen Modells, so wenig auf die Empfangsmöglichkeiten achtet. Es würde allerdings einen etwas größeren Fertigungsaufwand erfordern.

Aber, dass dadurch die Lebenszeit des Modells eine weit aus größere sein kann, lässt man außer Betracht. Auch, dass eine optisches Plus besteht und vor allem, dass ein nicht unerheblicher Widerstand eine außen verlegte Antenne erbringt. Siehe Siegmars Beitrag und Hinweis auf die Messungen bei Außenantennen!

Mein kleiner bescheidener, später Beitrag zur Antennenverlegung:
http://www.modellflug-hager.de/Antenne-Rumpf1.gif = 60%
http://www.modellflug-hager.de/Antenne-Rumpf2.gif = 70%
http://www.modellflug-hager.de/Antenne-Rumpf3.gif = 100%

Die prozentualen Angaben entsprechen etwa in Meter, vom Sender MC 24 (auf Alukoffer und Erdboden) mit eingeschobener Antenne bis zum 1. Failsafeinlaufen des Modells.

Die genaue Antennenverlegung und Länge hier: http://www.aero-hg.de/shadow.html

Arne
20.03.2008, 10:05
Moin Günther,

schön, dass du das mal untersucht hast.

Trotzdem einige kurze Anmerkungen.

Kohlerümpfe werden vornehmlich eingesetzt bei Wettbewerbsmodellen, meist F3B oder F3F. Dort besonders entscheidend das bestmögliche Verhältnis aus Gewicht zu Steifigkeit und Festigkeit. Das lässt sich mit einem Kohlerumpf oft am besten erreichen, das zeigt die Erfahrung vieler, deshalb wird es gemacht.
Der Empfang ist mit der richtigen Antennenverlegung gut hinzubekommen und zwar ohne aerodynamische Krücken. Siehe dazu die Antennenverlängerung hinten aus dem Rumpf heraus in dünnem Stahldraht, wie sie auch hier im thread beschrieben und meist standard bei den Wettbewerbmodellen ist.
Auch wenn hier keiner Reichweitentest bis zum Failsafe vorgestellt hat kannst du glauben, dass sich im Wettbewerb auch in puncto Empfang ein Optimum herauskristalisiert hat. Das kann bei jedem Modell unterschiedlich sein, meist ist es die grad genannte Verlegung.


Dass es auch anders geht, zeigt und praktiziert Volker Klemm schon seit Jahrzehnten.
Volker baut sehr gute und sehr robuste Kevlarrümpfe, die aber für den Wettbewerb zu schwer sind. Was er weiß und wofür er auch nicht baut. Eine Sache der Prioritäten und die sind bei den Klemmfliegern ganz anders gelagert. Insofern also ein schlechtes Beispiel um zu zeigen, wie gut man ohne Kohlerumpf auskommt.


Wenn schon Kohle, dann mit einer Unterbrechung im Bereich des Hakens, um den hinteren Teil als Antenne mit zu verwende
Das ist statisch gesehen echter Quatsch, ich sage nur Unstetigkeiten, Kerbwirkungen und vieles mehr, was an der Stelle dann Mist ist.


Leider ist es halt so, was mich zwar sehr wundert, aber auch wieder nicht, da eine solche Herstellung des Rumpfes einen etwas größeren Aufwand erfordert.Dda das wie gesagt Quatsch ist, stellst sich die Fertigungsfrage gar nicht.


Dass dadurch die Lebenszeit des Modells eine weit aus größere sein kann, lässt man außer Betracht.
Lebenszeit ist bei einem Wettbewerbsmodell noch nie einer der ganz vorrangigen Punkte gewesen, das ist einfach so.
Außerdem ist der Empfang auch mit Kohlerumpf und ohne baumelnde oder abgespannte Antenne gut hinzubekommen, ich wiederhole mich. Und im Wettbewerb mit diversen Ssendern im Betrieb und weit weg und tief fliegen im z.B. Zeit- oder Steckenflug muss der Empfang gut sein, sonst funktioniert das nicht.

Fakt ist, ein Kohlerumpf ist empfangstechnisch problematischer als ein Glas- oder Kevlarrumpf. Es ist aber gut und absolut einwandfrei hinzubekommen. Wer das nicht möchte, kauft sich eben kein Modell mit Kohlerumpf, die Konsequenz ist ja auch einfach.

Gruß Arne

Günther Hager
20.03.2008, 11:13
Hallo Arne,

gerne möchte ich auf Deinen Post antworten.

Dass im Mittleren Bereich, etwa des Hakens, geringere Kräfte wirksam sind, wird für Dich schwer erkennbar sein, da Du sicher nicht erkennst, dass da der größere Umfang und die geringsten Krafteinwirkungen sich befinden.
Solltest mal etwas Statik machen, die bestimmt kein Quatsch ist.


Das ist statisch gesehen echter Quatsch, ich sage nur Unstetigkeiten, Kerbwirkungen und vieles mehr, was an der Stelle dann Mist ist. Es wird Dir schwer erklärbar sein, wie Kerbwirkungen umgangen werden, allerdings mit Mist geht das nicht! ;).


Dda das wie gesagt Quatsch ist, stellst sich die Fertigungsfrage gar nicht. Nehm ich mal als Quatsch hin ;).


Lebenszeit ist bei einem Wettbewerbsmodell noch nie einer der ganz vorrangigen Punkte gewesen, Das ist richtig, dass aber Kohle oder Hybridrümpfe, die nicht leichter oder fester als Kevlarrümpfe sind und von den Herstellern vertrieben werden, ist nun mal so, wenn mit Harz nicht gegeizt wird. Warum denn auch, wird ja gut bezahlt ;).



Fakt ist, ein Kohlerumpf ist empfangstechnisch problematischer als ein Glas- oder Kevlarrumpf. Es ist aber gut und absolut einwandfrei hinzubekommen. Richtig, bin Deiner Meinung mit der Einschränkung, wenn man die Antenne (im 35 MHz-Bereich) auf irgend eine Weise heraushängen lässt ;).

RetoF3X
20.03.2008, 11:18
Hallo Zusammen!

So nicht streiten:). Ich denke dieser Thread hat so oder so seine Relevanz, da sehr viele Kohlerümpfe im Umlauf sind. Ob man dass nun als erstrebenswert oder nicht ansieht sei jedem selbst überlassen, ist hier aber nicht das Thema.

Eine sehr umfassende und von der Theorie exaktere Abhandlung zum Thema Antennen und Kohlerümpfe findet Ihr hier: http://pierre.rondel.free.fr/images2/antenneFuso/antenne-fuse-carbone-v4x.pdf

Ist leider französisch, Gleichungen und Graphiken sollten aber trotzdem verständlich sein.

viele Grüsse:
Reto

Günther Hager
20.03.2008, 11:49
Danke Reto, für den Link.
Das Thema war auch auch der Grund, dass ich den Fred mir reingezogen habe und meinen Beitrag brachte.

Ist auch nicht unbedingt mein Ding mit Zitaten zu antworten. Hätte diesen Post von Arne auch einfach so hinnehmen können, wenn er etwas qualifizierter und nicht dermaßen negativ gewesen wäre.

Aber anscheinend bin ich einer der wenigen, die sich sträuben in der heutigen Zeit eine Antenne heraushängen zu lassen, was in den hohen Geschwindigkeitsbereichen einen beachtlichen Widerstand erbringt.
Und nicht nur das.
Zumal es nicht sein muss, da viele Argumente nicht haltbar sind und die positiven Merkmale die negativen, meiner Meinung, völlig aufwiegen oder gar überwiegen.

Arne
20.03.2008, 12:06
Hi,

streitet sich doch keiner, ist ne Diskussion.

Kurz zum am Haken gemischt aufgebauten Rumpf.
Geringe Belastung in dem Bereich bei Sturmstarts in F3B? Ich denke, da kommt so einiges an Last an. Dass der da größere Querschnitt hilft ist klar.

Kohle, Kevlar und Glas haben ihren eigenen, teils sehr abweichenden Materialeigenschaften, die beim Einsatz zwingend berücksichtigt werden müssen. Deshalb macht es keinen Sinn, in einem einzelnen Bereich des Rumpfes auf ein komplett anderes Material zu wechseln. Du bekommst an dieser Stelle große Unstetigkeiten in den Kraftflüssen (bzw. den Aufnahmen derselben) und Kerbwirkungen. Das ließe sich nur mit viel Aufwand eindämmen oder vielleicht(??) ganz vermeiden. Es müssten dann zwischen den Materialien sanfte Übergänge geschaffen werden, als gestufte, überlappende und spitz ausgeschnittene Gewebelagen (ähnlich einer Schäftung) z.B., die das ganze ein wenig entschärfen könnten. Das ist ein Riesenaufwand (Fertigung, wer will das bezahlen?), wer will sich das antun und warum? Die hinten raus verlängerte Antenne sorgt für einwandfreien Empfang und der von dir als Beweggrund für diesen Mix als Antenne benutze Rumpf nach hinten kann eine ziemlich heikle Kombination sein, die mal funktioniert und mal überhaupt nicht. Das hat sich so herausgestellt.

Sinnvoll kann eine Kombination sein, bei der der vordere Rumpfbereich aus Glas oder Kevlar aufgbaut wird und die Rumpfröhre hinten aus Kohle. Dann muss wie ooben gesagt aber der Übergangsbereich schön gestuft werden. Ein Freund baut in der Art sehr erfolgreich.

Ich habe übrigens inzwischen doch recht viele F3F- und F3B-Rümpfe gebaut, außer rein aus Glas in vielen Kombinationen so dass ich das sowohl aus Erfahrung wie technischem Hintergrund recht gut beurteilen kann.
Insofern sind Unterstellungen, ich könnte das ja eh nicht nachvollziehen ("wird für Dich schwer erkennbar sein, da Du sicher nicht erkennst, dass da der größere Umfang und die geringsten Krafteinwirkungen sich befinden.") fehl am Platz. Zu den Kerbwirkungen/Unstetigkeiten hab ich ja jetzt was erklärt.


Richtig, bin Deiner Meinung mit der Einschränkung, wenn man die Antenne (im 35 MHz-Bereich) auf irgend eine Weise heraushängen lässt .
Jedem seine Meinung, dass es auch ohne hängende Antenne geht ist hinlänglich belegt, daran gibt´s eben nicht viel zu deuteln.


Das ist richtig, dass aber Kohle oder Hybridrümpfe, die nicht leichter oder fester als Kevlarrümpfe sind und von den Herstellern vertrieben werden, ist nun mal so, wenn mit Harz nicht gegeizt wird. Warum denn auch, wird ja gut bezahl
Da schmeißt du jetzt einiges durcheinander denn leicht und fest sind mal zwei ganz unterschiedliche Dinge. Fakt ist doch, dass man bei allen Aufbauten eine große Spanne in der Qualität vorfinden kann. Insofern kann man einen Kohlerumpf genauso schlecht machen wie einen aus Glas oder Kevlar. Oder eben genauso gut. Beim kauf eines Modells sollte das eben jeder für sich berücksichtigen.
Nur das schon genannte Verhältnis aus Gewicht zu Steifigkeit- und Festigkeit ist mit Kohle eben wohl doch am besten hinzubekommen, wenn eingesaugt oder aufgeblasen wird. Dann lässt sich mit wenig Gewicht nämlich soviel Kohle in den engen Rümpfen verarbeiten, dass neben der Steifigkeit auch die Festigkeit hoch genug ist. Mal als Beispiel, ein fertig ausgerüsteter Highlanderrumpf (f3F-Modell mit 2,8m) incl. Leitwerk wiegt bei mir 560g. In die Richtung kommt man vielleicht noch mir einem sehr gut und sehr durchdacht gemachten Kevlarrumpf.
Bei einfacher gemachten Rümpfen (nass in nass i.d.R.) halte ich Kohle für meist nicht sinnig, da dann entweder zu schwer oder nicht fest genug.
Insofern ist ein Kohlerumpf bevorzugt sinnig bei sehr hochwertigen Wettbewerbsmodellen, bei denen durch die VK´s auch entsprechend Aufwand beim Bau möglich ist.

Gruß Arne

Günther Hager
22.03.2008, 17:21
Hallo Arne,

welches Verfahren verwendest Du eigentlich bei Deinen Berechnungen? Damit meine ich nicht die statistischen, sondern die statischen.
Verwendest Du das Rittersche Schnittverfahren oder machst Du alles graphisch mit dem Kremonaplan? Leider konnte ich in einer Zeit, als es noch wenig Flugmodellbauer gab, mir das Papageienverfahren nicht aneignen, sonst würde ich es auch verwenden. Dieses ist auf jeden Fall cooler, viel einfacher und kommt immer gut an.

Aber Spaß beiseite.


Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und es kommt immer auf den Versuch an. (leider nicht von Dir oder mir ;))

In der Hoffnung, dass Du mich nicht missverstehst und Dich einmal persönlich kennen zu lernen.

Weyershausen
22.03.2008, 19:21
Hi Günther,


Was mir aufgefallen ist, dass nicht ein Poster eine Vergleichsmessung gemacht hat, um eine etwas fundiertere Aussage zu machen.

Wie du hier (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?p=400361#post400361) nachlesen kannst, habe ich sehr wohl eine Messung durchgeführt.


Mit eingeschobener Senderantenne konnte ich eine Reichweite zwischen 80m und 120m messen, je nachdem, wie ich den Rumpf ausrichte.

Als Antenne habe ich einen der beiden Bowdenzugdrähte verwendet, diesen im Seitenruder nach oben verlägert und dann noch 43 cm nach hinten herausstehen lassen.

Des Weiteren (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?p=414408#post414408):


Gleich der erste Flug ging in einer starken Thermik bis an die Sichtgrenze.

Ehrlich gesagt, finde ich deine Methode der zum Seitenruder abgespannten Empfängerantenne für ein F3J-Modell obsolet, zumal sie auch nicht mehr Reichweite bzw. Sicherheit zu bringen scheint, als die übliche Variante. Eine ähnlich Anordnung wie deine war der Ausgangspunkt dieses Threads und wir waren uns eigentlich einig darüber, das so etwas aerodynamisch gar nicht geht.

Was versprichst du dir von deiner Variante, wenn sich die aerodynamisch vorteilhaftere Version empfangstechnisch doch seit Jahren bestens bewährt hat?

Gruß
Gerald

Günther Hager
22.03.2008, 23:31
Hallo Gerald,

als Vergleichsmessung meine ich, mit gleichen Kriterien. Wie Sender an einem bestimmten Punkt mit eingeschobener Antenne, gleicher Empfänger im Modell, gleiche Richtung (Bodenbeschaffenheit, einfallende Reflexwelle u. s. w.) und dann den unterschiedlichen Abstand der Reichweite. Das am besten in einem kurzen Zeitbereich, da auch das eine Rolle spielen kann (z. B. wenn an manchen Tagen Überreichweiten vorhanden sind und ein Müll vorhanden ist, der unter der Senderfrequenz liegt und diese Reichweitenmessung beeinflusst).
Dann mit den unterschiedlichsten Antennenverlegungen und Längen die Entfernungen in eine Relation bringen. Es ist meiner Ansicht nach bei dieser Komplexität der Reichweitenmessung erst dann von einer Vergleichsmessung zu sprechen.
Sollte ich dieses überlesen haben so macht es mir nichts aus, die Aussage : "Was mir aufgefallen ist, dass nicht ein Poster eine Vergleichsmessung gemacht hat, um eine etwas fundiertere Aussage zu machen." zurück zu nehmen.

Auf Deine Frage ein zu gehen, die Variante bringt mir nach meinen Vergleichsmessungen die größte Sicherheit auf der ich nun mal halt stehe. Leider habe ich die Dummhet begangen den Shadow in Vollkohle mir zuzulegen, obwohl er meinem Experience gegenüber um 100 g schwerer ist. Dort konnte ich die Antenne in die rechte Fläche dank der nur Kohle-D-Box legen. Aber das wird sich sowieso (Hoffentlich) demnächst mit den 2,4 GHz- Anlagen ändern

Die Zitate habe ich weg gelassen, da diese oft aus den Zusammenhang herausgerissen sind, den Zusammenhang verfälschen und nur (oft unbewusst) Missverständnisse bringen.

cobrareini
17.04.2008, 17:26
bei meinem Eagle ist die Antenne innen verlegt, mit einem 0,5 mm Stahldraht verlängert und etwa 15 - 20 cm vom Seitenleitwerk nach hinten geführt.

Funktioniert bestens, auch mit E-Antrieb.

Liebe Grüße

Reinhard

charly68
19.06.2008, 07:12
Fred wieder heraufgeholt.

Habe folgende Frage.

Ich bin dabei, für meinen F3F-Segler eine Antennenverlegung über die SLW-Flosse zu machen. Jetzt stehe ich aber an.

Ich will den 0,5 mm Stahldraht (ist glaube ich Federstahl) mit der Kupferlitze verbinden, was mir aber nicht so richtig gelingt.

Der Stahldraht lässt sich nicht löten.

Wie macht ihr dass ?

Danke für Eure Hilfe
Karl

Karl Hinsch
19.06.2008, 07:32
Hallo,

hä? wieso soll sich Stahldraht nicht löten lassen? Komisch, bei mir klappt das einwandfrei. Am besten einfach mal den Stahdraht vor dem Löten entfetten und etwas anschleifen. Dann die Isolierung der Kupferlitze so ca. 2 cm abziehen und die Kupferdrähte um den Stahldraht herumschlingen. Danach das Ganze ordentlich verlöten und am besten noch einen dünnen Schrumpfschlauch drüber (als Bruchsicherung). Klappt bei mir schon seit Jahren absolut einwandfrei und kontaktsicher.

Gruß, Karl Hinsch

Andi C.
19.06.2008, 10:18
Ich tauche den Stahldraht noch leicht in Lötfett und verzinne vor.

Gruß

Andi C.

charly68
19.06.2008, 10:54
Das mit dem Verzinnen habe ich versucht, da ist aber nichts draufgeblieben, obwohl ich den Draht vorher mit der Feile und Schleifpapier behandelt haben.

Werde ihn grüdlich entfetten (Aceton geht glaube ich - oder ?).

Arne
19.06.2008, 12:01
... indem du ein Feuerzeug ans Ende hältst und das ganze mal mindestens 5 Sekunden zum rot glühen bringst. Dann geht´s deutlich besser.

Gruß Arne

charly68
20.06.2008, 07:07
Danke an alle für die Infos !

Hab's so gemacht, wie's Namensvetter Karl geschrieben hat: Draht entfetten, verzeinnen, Antennenkabel 2 cm abisolieren - Draht damit umwickeln und drauflöten. Hält super ! Hab auch dann mit dem Ohm-Meter gleich gemessen !

Danke nochmals !

Karl

fabianschwarz.wf
03.01.2009, 20:00
Hallo an alle F3X Piloten, ich muss den Thread mal hoch holen.
Da ich massive Empfangsprobleme in meinem neuen F3F Modell habe.

Hier habe ich schon mal nachgefragt: http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?p=1200117#post1200117

Ich habe die Antenne F3X typisch bis nach hinten verlängert und mit einem 0.3er Stahldraht aus dem Rumpf geführt. Das ergebniss ist sehr bescheiden.
Bitte um eure Hilfe. Danke!

Gruß Fabian

Markus_Gloekler
04.01.2009, 11:59
Hallo Fabian,
grundsätzlich solltest Du alle möglichen Fehlerquellen in Betracht ziehen.
Ein HF-Modul, was vor 9 Monaten in Ordnung war, muß nicht zwingend heute noch einwandfrei funktionieren. Kannst Du den Test mit einem anderen Sender (z.B. von einem Freund) wiederholen ?
Auch nicht jeder Empfänger reagiert positiv auf eine Verlängerung der Antenne. Gute Erfahrungen habe ich z.B. mit der RX Synth-Serie von MPX gemacht. Ich fliege damit (Sender ebenfalls MPX) mehrere Modelle mit so verlängerten Antennen und das ohne Probleme. Vielleicht kannst Du auch das mal probeweise testen !?
Ich gehe mal davon aus, daß die Antenne und der Stahldraht keinerlei Berührungspunkte zu CFK-Teilen im Modell hat, oder ?

Leider gibt es kein Patentrezept, um die Ursache zu finden und gerade deswegen ist es wichtige, daß alle möglichen Ursachen in Betracht gezogen werden. Probier´ zum Beispiel trotzdem mal eine andere Stromversorgung aus oder falls möglich, verlege die Kabel etwas anders. Vielleicht spinnt auch ein Servo, wiederhole den Test und stecke jeweils ein Servo aus und wieder ein, dann das nächste,....

Ich weiß, das ist viel Arbeit, aber wenn Du hinterher beruhigt fliegen kannst, war es das wert.

Gruß Markus

axman
05.01.2009, 21:55
Hallo,
hier nochmal eine Anmerkung zum Link http://pierre.rondel.free.fr/images2/antenneFuso/antenne-fuse-carbone-v4x.pdf :

- Sehr schön, daß hier mal eine durchgängige Modellierung der elektrischen Gegebenheiten gezeigt wird. "Erfahrungswerte" ohne das Wirkungsmodell zu kennen führen zu blödsinnigen Diskussionen.

- Wenn ich mit meinen schwachen Französisch-Kenntnissen das Ganze interpretiere, dann unterteilt er den Weg aus dem "Äther" zum Empfänger in 4 Teile:
1. Extern liegender Antennenteil (z.B. Stahldraht am Seitenruder)
2. Kohlerumpf mit innenliegendem Antennendraht (Koaxleiter)
3. Empfängereingang
4. Eigenschaften des Empfänger-Massenetzes (Gegengewicht)

- Ergebnis zusammengefäßt : die Eigenschaften des Koaxleiters und des Empfängereingangs beeinflussen die Empfangseigenschaften mehr als die freiliegende Antennenlänge, daher auch die stark abweichenden Ergebnisse

Das sieht nach meiner bescheidenen nachrichtentechnischen Ausbildung plausibel aus. Allerdings habe ich vor einiger Zeit mal mit einem simplen Ohmmeter die Leitfähigkeit von Kohlerohren gemessen und dabei stark gestaunt : Je nach Hersteller konnte ich (nach Anschleifen der Querschnittsflächen) völlig unterschiedliche Widerstandswerte messen ! Die Spannweite reichte von einigen Ohm (hatte ich erwartet) bis zu mehreren 100kOhm. Nach einigem Knobeln war mein Eindruck, daß die Berührung der einzelnen Kohlefasern in dem Rohr offensichtlich völlig unterschiedlich ist. Gleiches ließ sich an Rümpfen aus Kohlefasern messen. Meiner These : Die Kohlefäden berühren sich unterschiedlich stark im Harz. Da spielt vermutlich die Harzmenge und der Druck bei der Herstellung eine Rolle. Die Leitfähigkeit des Rumpfrohrs ist aber entscheidend für eine Abschirmwirkung (Aufbau von kompensierenden Magnetfeldern durch induzierte Ströme in der Aussenhaut ). Auch wenn die HF-Leitfähigkeit nicht gleich der Gleichstrom-Leitfähigkeit ist: damit ist der Vergleich zu einem (Metall-) Koaxkabel je nach Materialeigenschaften passend oder unpassend. Das würde auch das vollkommen unterschiedliche Abschirmverhalten von verschiedenen Kohlerümpfen erklären.

In der Betrachtung von Pierre Rondell würden je nach den Eigenschaften des Kohlerumpfes die Eigenschaften des Rumpf-Koaxleiters wesentlich komplexer und damit die Ergebnisse von noch mehr Dingen abhängig.

Also leider kein "Patentrezept", es bleibt vermutlich beim Ausprobieren.

Beste Grüße

Axel

fabianschwarz.wf
06.01.2009, 20:21
Hi, ich habe jetzt zusätzlich noch je eine Antenne im V-Leitwerk untergebracht. Da dieses aus Glas besteht. Leider werde ich wohl erst am Wochenende dazu kommen einen neuen Reichweitentest zu machen. Da durch sollte sich auch die Richtwikung besser aufheben. Denn bei meinem ersten Test war dieser Effekt auch spürbar. Mal sehn...leider gibts ja kein Patentrezept:cry:

MfG Fabian

fabianschwarz.wf
11.01.2009, 13:04
Hab gestern einen Test gemacht. Mit eingezogener Senderantenne ca. 30m
Mit ausgezogener Antenne über eine entfernung von ca.500m...Nichts...
Jetzt werde ich wohl eine Aerodynamische Sünde (Schleppantenne) anbringen.:( :cry:

Gruß Fabian

CG-Willi
11.01.2009, 15:38
Hallo Fabian,

wie lange ist Deine Antenne im Leitwerk und der Stahldraht?

Gruß
Claus

fabianschwarz.wf
11.01.2009, 16:05
Hi, je V-Leitwerkshälfte ca. 35cm 0,14 Litze. Der 0,3er Stahldraht war anfangs 50cm Lang. Ich habe ihn gestern beim Testen Schrittweise gekürzt in der Hoffnung das dass etwas bringt....der dürfte jetzt auch ca. 35cm lang sein. Für genauere angaben muss ich mal Messen gehn.

Gruß Fabian

Jo_
11.01.2009, 16:37
Hallo Fabian,
Gute Erfahrungen habe ich z.B. mit der RX Synth-Serie von MPX gemacht. Ich fliege damit (Sender ebenfalls MPX) mehrere Modelle mit so verlängerten Antennen und das ohne Probleme.


@ Markus
Ich möchte auch die Antennen bei einem MPX RX Synth Empfänger verlängern.
Was für eine Litze hast du da verwendet (Querschnitt) und auf welche Gesamtlängen hast du verlängert?

CG-Willi
12.01.2009, 09:54
Hallo Fabian,

kannst Du mal eine Zeichnung machen wie Du die Antenne im Leitwerk verlegt hast?

@Jo
Du kannst ganz normale Litze verwenden, der Querschnitt spielt keine Rolle, ich verwende in der Regel 0.14 mm2.

Gruß
Claus

Günther Hager
12.01.2009, 14:42
Hallo Fabian,

das sagt auch die Theorie und Logik, dass eine Verlegung der Antenne in beide Leitwerkshälften mit einer Mittelanzapfung nichts bringen kann, da sich beide Empfangssignalwerte addieren und gegenseitige Polarität haben.


Hier ein Aufriss mit meiner kurzen Erklärung.http://www.modellflug-hager.de/antenneHLW.gif

fabianschwarz.wf
12.01.2009, 21:08
Hallo
Habe mal das Leitwerk Fotografiert, und so gut es geht mit Paint die Antennen in Rot dargestellt. Die 0,14er Litze ist so ungefähr in Wellenform im Leitwerk. Hinten der 0,3er Draht. Vorne 0,25er Litze zum Empfänger.

Die Gesamte Idee der Antenne habe ich von Sambas Homepage. Wie kann ich diese denn Verbessern???:confused:

Gruß Fabian

Tobias Reik
12.01.2009, 21:18
Hallo Fabian,

entferne mal den Draht in Längsrichtung zum Rumpf und den Draht in einem Schenkel des Leitwerkes, damit es nur noch eine Verlängerung in eine Leitwerkshälfte gibt - Sollte das noch nicht ausreichen kannst Du in dieser Flosse ggf. auch noch die Endleiste anbohren und die Antelle mit Kupferlackdraht 10cm in Längsrichtung zum Rumpf auslaufen lassen.

Viele Grüße
Tobi

fabianschwarz.wf
12.01.2009, 21:30
Damit ich das jetzt richtig verstehe...Du meinst den 0,3er Stahldraht der nach hinten raussteht und eine Seite im V-Leitwerk....Oder anders gesagt alles bis auf eine Seite im Leitwerk?!?

MfG Fabian

Tobias Reik
12.01.2009, 21:37
Damit ich das jetzt richtig verstehe...alles bis auf eine Seite im Leitwerk?!?

genau.

Wobei ich von Stahldraht eh nichts halte, da er nicht geschirmt ist und das doofe Knackimpulse geben kann - ich verwende Kupferlackdraht mit 0,4mm (Nimmt man zum Platinen verdrahten) - dieser ist aus meiner sicht der beste kompromiss aus Isoliert/(luft)wiederstandarm/Leicht/Stabil...

Grüße
Tobi

CG-Willi
12.01.2009, 22:13
Hallo Fabian,

bei mir sieht das so aus:

237500

Ist vielleicht etwas schwer zu erkennen, aber zur Erklärung, die Antenne läuft im Rumpf nach hinten und geht dann in das GFK V-Leitwerk links. In diesem läuft die Antenne nach oben und wird oben wieder herausgeführt. Im innern des Leitwerks ist ein 0.5er Stahldraht angelötet, der dann ca. 25 cm lang ist.
Der Stahldraht ist so zu verlegen das er mit keinen Metall und Kohleteilen in Berührung kommt. In meinem Hotliner habe ich den Stahldraht mit Schrumpfschlauch überzogen.

Gruß
Claus

fabianschwarz.wf
18.01.2009, 14:42
Hallo zusammen.
Waren gestern wieder Testen. Das ergebnis war etwas schlechter als zuvor. Natürlich nicht ausreichend. Dieses mal habe ich nur eine Antenne in einer V-Leitwerkshälfte angeschlossen. Zum vergleich haben wir noch eine MX22 benutzt. Mit dem selben ergebnis wie mit meiner MC16/20. Also kann man schon mal ausschließen das es an meiner alten Funke liegt. Nun muss noch ein wenig weiter geforscht werden. Auch mit der MX22 und einem SPCM empfänger.

Viele Grüße Fabian

Schevron
11.02.2009, 15:33
Für alle die nicht in alle Unterforen schauen, Spektrum hat einen neuen Empfänger. AR9300

Schlanke Bauform da die 9 Kanäle Doppelstöckig angeordnet sind, ein Satellit und lange Antennen!!!
Speziell entworfen für schlanke Vollkohlrümpfe.
Ich bin schon auf die ersten Tests von dem schönen Teil gespannt. Zur Zeit liegt der Preis wohl noch bei ca. 200€ :eek:
Aber ich denke das wird sich demnächst noch ändern. ist ja außer der Bauform und den Antennen kein Unterschied zum AR9000

Maße: Main: 20.8 x 40.82 x 19.25mm Remote: 20.25 x 30.05 x 7.45mm
Gewicht: 18.23 Gramm
Voltbereich: 3.5-9.6V
Antennenlänge: RX: 203.2mm (2) Remote: 20.32mm (1)
http://www.spektrumrc.com/ProdInfo/SPM/450/SPMAR9300-450.jpg


AR9300 DSM2 9-Channel Carbon Fuselage Rx
Overview

Spektrum's AR9300 DSM2 9-channel receiver is designed for carbon fiber fuselage installations. Carbon fiber can create an RF shielding effect that can significantly reduce radio range when using conventional receivers and antennas. The AR9300 features an antenna design that overcomes RF issues in these critical environment.


Weitere schöne Lösungen als Anregung:
http://www.spektrumrc.com/ProdInfo/Gallery/SPMAR9300-GAL4.jpg
http://www.spektrumrc.com/ProdInfo/Gallery/SPMAR9300-GAL5.jpg

fabianschwarz.wf
22.03.2009, 12:40
Es hat lange gedauert....aber jetzt bin ich mit dem Empfang voll zufrieden. Am Boden mit eingeschobenen Senderantenne 100m++, bis Fail Save kommt.
Ich habe alle Kabel im Rumpf mit Feritringen endstört. Und hinten die 0,3er Stahldraht-Antenne mit ca. 50cm länge beibehalten.
Allerdigs muss ich dazu sagen dieser empfang ist nur mit SPCM gewährleistet. Da wir alles ausprobiert haben kann ich sagen das es mit PPM fast genauso war wie vorher....unfliegbar.

Vielen Dank an meine Helfer, Marvin der immer mit mir rausgefahren ist und mit mir fleißig getestet hat und Benny für die Leihgabe seinen Empfängers.

Viele Grüße Fabian

maikrotex
27.04.2009, 21:39
hallo an alle....

wie verhält sich das denn wenn ich die antenne aus dem rumpf führe und es zum seitenleitwerk hoch spanne und man den flieger direkt von unten sieht?wäre dann nicht direkt die antennenlänge durch den kohlerumpf blockeirt vom empfang her?


grüße
maiky

Weyershausen
28.04.2009, 20:30
Hallo Maiky,

das ist von der Wellenlänge abhängig. Die Wellenlänge im 35-MHz-Band beträgt ca. 8,5 m. Das ist ziemlich lang, verglichen mit sichtbarem Licht, dessen Wellenlänge ungefähr 500 nm beträgt. Dazwischen liegt der Faktor 17.000.000.

Die Theorie besagt, dass Wellen umso besser um Ecken gebeugt werden, je länger die Wellenlänge ist. Du siehst also die Antenne nicht, weil sich der Rumpf gerade davor befindet, aber die 35-MHz-Funkwellen werden um den Rumpf herum gebeugt und erreichen so die Empfangsantenne.

Gruß
Gerald

maikrotex
04.05.2009, 07:16
danke für die hilfe....

wenn ich die antenne aus dem rumpf führe um sie am seitenleitwerk zu spannen stellt sich die frage:
wo gehe ich mit der antenne aus dem rumpf?

für den empfänger gibt es ja bei dem toplight ultra eine serviceklappe die ziemlich weit in mitte des rumpfes sitzt.sollte ich dann auch da aus dem rumpf raus oder ist es sinnvoller weiter an der flächen nähe wo mehr material ist und der rumpf weniger belastet wird zwecks der bohrung für das antennenloch?müßte dann halt ca 10-15 cm zurück und dann raus....

grüße
maiky

Linex
04.09.2009, 16:56
Hallo, kurze Frage.
Ich lese immer wieder, daß die meisten eine 0,3 - 0,8mm - Draht als Verlängerung
aus dem Rumpf herausführen (am Leitwerk).

Was spricht eigentlich gegen ein ganz normales Antennenkabel?

Ich hab das bei meinem Tool gemacht. Antenne verlängert, 20 cm am Rumpfende
herausgeführt. Fertig.

Oder was hat die Stahllitze für einen Vorteil?:confused:

Tobias Reik
04.09.2009, 18:44
Hallo Linex,

technisch gesehen geht das natürlich genau so gut.

Die Vorteile die ich im Kupferlackdraht sehe sind eigentlich nur das geringere Gewicht und, daß es nicht herunterhängt sondern eher "steht".

Viele Grüße
Tobias

Chrima
04.09.2009, 19:47
...daß es nicht herunterhängt sondern eher "steht".

weiss aber nicht was das für ein Draht war.
339250

Grüsse
Christian

Weyershausen
25.09.2009, 21:53
Was würdet ihr meinen, welche der Antennenkonfigurationen den größeren Luftwiderstand verursacht?

Diese?

347108
2,4 GHz (Quelle: http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?p=878248#post878248)


Oder diese?

347109
35 MHz

Gruß
Gerald

jochen_w.
26.09.2009, 12:27
Ich kann mir schon denken, was Du jetzt lesen willst...
Ich denke aber, die 35er Variante ist widerstandsärmer. Und zwar, weil die Antenne in Richtung der Strömung verläuft und somit nur parallel umströmt wird. Ich mutmaße, dass diese Art der Umströmung weniger Widerstand verursacht, als, wenn die Luft erst auf die Strinfläche der Antenne trifft und dann die Antenne an ihrem Umfang umströmen muss. Betrachten wir einmal die 2,4er Antennen als Profil: Durch ihre Neigung schräg nach hinten muss die Luft nicht einen Kreis, sondern eine Ellipse umströmen. Hierbei gibt es eine Profiltiefe, ab der die Strömung nicht mehr laminar anliegt, sondern turbulent wird, vielleicht sogar abreißt. Das ist natürlich abhängig von der Geschwindigkeit und der Oberfläche der Antennen. Aber ich glaube nicht, dasss die Strömung um diese Ellipse (die ja zum Ende der Antennen hin immer länger wird), nicht abreißt.
Bei der 35er Antenne hingegen muss man sich um das alles keine Gedanken machen, da sie der Strömung ja nicht ihre Stirnseite hinhält. Das einzige, was hier wirklich Widerstand verursacht, ist einfach nur die Reibung an den Luftmolekülen. Es gibt hierbei aber keine Stellen, wo Luft afgestaut wird, oder wo die Strömung abreißt.
Außerdem muss der von den 2,4er Antennen eventuell verwirbelte Luftstrom direkt danach die Tragfläche umströmen. Auch das gibt es bei der 35er Lösung nicht, weil dort, wo die Strömung die Antenne verlässt, nichts mehr dahinter kommt.

Das ist jetzt mal meine Einschätzung. Belegen (oder auch widerlegen) müsste man die durch Windkanalmessungen, logischerweise mit 2 sonst identischen Modellen. Das ist die einzige Möglichkeit, wirklich aussagekräftige Erkenntnisse zu erlangen, bei sowas.

mfg jochen

StratosF3J
01.07.2010, 08:22
Hallo zusammen,

ich stehe gerade vor dem Thema, wie verlege ich die Antenne in meinem Vollkohle Orca Rumpf.

Ursprünglich wollte ich es so machen, wie hier beschrieben.
http://www.rc-network.de/forum/showpost.php?p=395798&postcount=64

Nur, ich habe gestern festgestellt, dass auch die SR-Flosse komplett aus CfK ist. Somit habe ich ja nur den Stahldraht als "echte" Antenne. Des Weiteren stört mich der Stahldraht beim Transport und Handling. Ich tendiere daher die Antenne so zu verlegen http://www.rc-network.de/forum/showpost.php?p=899416&postcount=78.

Das einzige was mich daran zu denken gibt, das einige hier von einem nicht unerheblichen Luftwiderstand , bei dieser Variante, sprechen. Ich stelle mal die These auf, dass die zwei 2G4 Antennen am Rumpf den gleichen Luftwiderstand verursachen, wie die Abgespannte Antenne an die SR-Flosse. Die These wird dabei gestützt, dass die projezierte Line (in Flugrichtung) nahezu Gleichlang ist.

So jetzt kann die These zerupft oder bestätigt werden ;).

Gruß
Thomas

Scalepilot
11.03.2011, 21:19
Hallo,

ich habe eine Frage an die Experten unter euch.

Bei Graupner gibt es Ersatzantennen in verschiedenen Längen.

Ist es technisch möglich zwei Antennen mit unterschiedlichen Längen
in einem Empfänger zu kombinieren, oder hat es irgendwelche Nachteile?

Für meinen Scale-Heli wären nämlich zwei unterschiedlich lange Antennen
ideal.

Grüße

Eugenio

Weyershausen
12.03.2011, 08:55
Hallo Eugenio,

nach meinem Verständnis sollte das funktionieren. In dem Empfänger befinden sich zwei getrennte Empfangsteile, die sich nicht beeinflussen. Vorher würde ich einen Reichweitentest durchführen, und zwar in der Art:

1. Reichweite mit beiden Antennen offen.
2. Reichweite mit Antenne A abgedeckt (durch ein Metallröhrchen).
3. Reichweite mit Antenne B abgedeckt.

Wenn der Reichweitentest OK ist, dürftest du keine Überraschung erleben.

Gruß
Gerald

Scalepilot
12.03.2011, 12:19
Hallo Gerald,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Ich werde dann die Antennen bestellen und den Reichweitentest so durchführen wie du es vorgeschlagen hast.

Nochmals vielen Dank.

Gruß
Eugenio

Etienne H.
14.03.2011, 07:40
Meine Variante:
Beide Rümpfe sind aus Kohle, deshalb die outdoor Variante. Backfire F5F und Bigbird F3F
https://lh6.googleusercontent.com/_9QUeJ-AirMU/TX0ODbvPcsI/AAAAAAAAU8U/_kdrbjGvY-E/s600/110313%20163.jpg