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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Winde: Kernaufdickung bei wie wenig Wind?



principle
19.05.2004, 08:17
Hallo,

bei den Wettbewerbswinden werden Kernaufdickungen von 45mm auf 55 oder gar 65mm mitgeliefert. Wie oft braucht man das? Oder anders gefragt: Bei welchem Wind in m/s nimmt man welchen Durchmesser?

Uli

Reinhold Krischke
19.05.2004, 09:58
Hallo Uli,

die Frage welche Kernaufdickung wann zu verwenden ist hängt nicht nur von der Windstärke sondern auch vom verwendeten Modell und Seil ab.

Bei der Auswahl der Seile und Kernaufdickung wird viel mit Gefühl und Erfahrung gearbeitet, ich habe selten jemanden gesehen der die Windgeschwindigkeit gemessen hat sodaß ich Dir leider keine konkrete Antwort auf deine Frage geben kann.

Bei mir ist es so, daß ich sowohl im Training als auch im Wettbewerb nur noch selten ohne Aufdickung fliege.

Bei einer "normalen" F3B-Winde 8 Kerndurchmesser 40-45mm) mit Boschmotor GF12V1,1kW kannst Du ohne Aufdickung mit einem Seil von 1,3 bzw. 1,4mm Durchmesser fliegen.

Bei 1,2mm Seil würde ich nicht unter 55-60mm Trommeldurchmesser, bei einem 1,1mm Seil nicht unter 60-65mm Trommeldurchmesser arbeiten.

Im Training fliegen wir normalerweise Seile mit 1,3-1,4mm Durchmesser da diese für den Trainingsbetrieb robuster sind. Gestern abend war z.B. Windstärke 2-3 angesagt, der Wind kam anfangs zeimlich in Startrichtung, später 90° zur Startrichtung, da haben wir mit 1,3mm Seilen und 55-60mm Kernen gearbeitet.

Gruß
Reinhold

hbe
19.05.2004, 11:58
Hallo Uli,
aufgrund von Kraftmessungen an Winden, Seilen und übertragenen Zugkraftmessungen aus dem Seil auf die Winde habe ich einige einfache und damit übersichtliche Berechnungsverfahren anhand von Tabellenwerten auf meiner Homepage zusammengefasst.
Je nach individueller Startart, Modell und anderer Randbedingungen sind ca. 10% Toleranz zu berücksichtigen. Aber für den Einstieg in den F3B-Sport reicht es immer. Es gibt nicht wenige Piloten, die diese Tabellen im Windenzubehörkoffer stets dabei haben.
Vielleicht hilft es Dir auch. Du findest alles unter www.emc-vega.de (http://www.emc-vega.de) - Katalog - Hochstarttechnik.
Viel Spaß beim Studieren und ausprobieren.
Ciao HB

principle
19.05.2004, 15:26
Hallo,
ich dachte,es liegt primär an der Windgeschwindigkeit, also bei Flaute, Seiten- oder Rückenwind den größten Kern.

Man lernt nie aus.
Danke für die Tips.

Uli

f3tom
24.05.2004, 15:38
By the way:
Bei Null-Wind und 60ger Durchmesser kommt man wie hoch ? Also was ist i.O. und was ist gut ?

principle
25.05.2004, 17:49
Hallo,
nach Studium der EMC-Vega Unterlagen komme ich zu folgendem Ansatz:

- bei Null Wind oder Seitenwind oder Rückenwind: Eher größere Kerndurchmesser, Seil braucht nicht sehr dick zu sein.
- bei leichtem Gegenwindwind: kleiner bis mittlerer Durchmesser, mit dann etwas kräftigeren Seilen
- bei stärkerem Wind: mittlerer bis grosser Kerndurchmesser mit dickem Seil, um Seilrisse zu vermeiden.

Wenn ich zusätzlich BEdenken habe, dass das Modell hält, dann sollte eher der grössere Kerndurchmesser gewählt werden, um die Zugkraft zu begrenzen.

Richtig?

Uli

Reinhold Krischke
26.05.2004, 10:16
Hallo Uli,

wie schon oben gesagt nehme ich zum Training und immer Seile mit 1,3 bzw. 1,4mm.

Je stärker der Gegenwind je kleiner der Kerndurchmesser wobei man durch einen höheren Kerndurchmesser wie Du richtig bemerkt hast die Seilkraft reduzieren kann weil sich dann die Windetrommel langsamer dreht.

Gruß
Reinhold