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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mako Jet (EADS Prototyp)



jürgi
01.05.2011, 17:24
Ursprünglich hatte ich mit dem Gedanken gespielt meine Airpac F-16 mit Fahrwerk auszurüsten. Da gab es aber einige Gründe das nicht zu tun. Also begab ich mich auf die Suche. Der Jet sollte jede Menge Anforderungen erfüllen. GFK und Fahrwerk war klar. Ein 90er Impeller -möglichst mit 6 S sollte reichen. Kofferraumfreundlich sollte er auch sein und zwar so,daß man die Flügel nicht demontieren muß und möglichst sollte noch ein zweiter Flieger Platz haben. Die Aeronaut Panther hatte ich schon und von den üblichen Verdächtigen bis hin zur Het F-18 hat mich eine größere Investition nicht überzeugt. Es gibt viele gute GFK Jets. Die meisten findet man bei den Turbinenfliegern. Diese sind oft zu groß oder zu schwer für einen 90er EDF Antrieb. Dann jedoch wurde ich beim Mako Jet fündig. Dieser Jet wurde 1995 als Prototyp in Paris vorgestellt. Er ist als zweisitziger Trainer geplant und gleichzeitig als einsitziger Kampfjet.http://www.bredow-web.de/ILA_2002/Kampfflugzeuge/MAKO/mako.html .Nun gibt es ihn als GFK Modell. "Björn Schönfelder hat den Jet 1/10 herunter verkleinert und aus 3 D und weiteren Unterlagen einen beeindruckenden Jet geschaffen. Der fliegt bereits seit einiger Zeit. http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/41714-Zeigt-mal-eure-Impellermodelle?p=2333997&viewfull=1#post2333997. Jens aus Berlin fliegt ihn in 2 Versionen. Mit 44er Wren Turbine und 4,4 Kg Abfluggewicht und als EDF- Jet mit Jepe Impeller an 6 S und ca. 3,1 Kg Fluggewicht. Nach Rücksprache mit ihm war die Entscheidung leicht. "Björn Schönfelder angerufen -den Vorfertigungsgrad / Liefertermin abgesprochen und ca. 4 Wochen später war er da. Die Überraschung war nicht schlecht. Feinste Materialien mit reichlich CFK (geschäumte Kohlespanten,Roveringeinlagen etc.). Die Tailerons sind bretthart und doppelt kugelgelagert. Das CFK-Lagerrohr ist innen mit einem Hartholzstab ausgelegt und die Servoanlenkung aus Flugzeugalu ist CNC gefräst -perfekt gemacht. Eine sehr gute direkt servogesteuerte Hohlkehlen- Seitenruderanlenkung rundet das erstklassige Qualitätsbild ab. Die Länge beträgt 138 cm und die Breite ( mit Raketen) 88 cm. Der Jet ist ein Gewichtsträger -denn die Flügeltiefe beträgt satte 40 cm und der 30 cm breite Rumpf ist voll aerodynamisch ausgelegt. Das komplette Rohbaugewicht mit allen Einbauten (ohne Motor/Fahrwerk und Elektronik) liegt bei knapp 1500 g. Weniger Gewicht geht nicht- sonst würden die Spanten durchscheinen. Der Jet ist mit ca. 3 kg Abfluggewicht machbar, aber meiner wird mit dem geplanten Setup sicher mehr wiegen (macht nichts-er trägt es leicht). Nachfolgend mache ich einen kleinen Bau-Thread bis zum Einfliegen u.a auch mit einigen allgemein verwertbaren Tipps.
Gruß
Jürgen

jürgi
02.05.2011, 10:07
Diese Entscheidung war schnell gefallen. Nato grau ist nicht meine bevorzugte Jetlakierung. Es gibt reichlich Militärjets in attraktiver Farbgebung z.B Swiss Tigershark ect. Der Mako gehört eher in die Kategorie "schneller Streckenflieger und wird mit Sicherheit zu unseren EDF Platzhirschen gehören. Wenn Lackierung -dann habe ich 2/3 Tigermeet ins Auge gefasst. Aber ich möchte zunächst nicht lackieren sondern schnell in die Luft. Also Folie (die hat auf GFK so einige Eigenheiten). Im Autozubehör gibt es qualitativ recht gute Folie. Meist aber schwer und teuer. Orastik geht auch, wenn man einige Dinge beachtet. Zunächst ist entfetten wichtig .Hat man kein Spezialmittel nehme ich erst mal Reinigungsbenzin. Anschließend entspanntes Wasser. Dazu mische ich destiliertes Wasser vom Bügeleisen mit etwas Priel. Die Orafolie hält darauf im flächigen Bereich ganz gut. An exponierten Stellen entblättert sie sich aber mit der Zeit und verursacht unschöne Ablösungen. Deshalb empfiehlt es sich, die überlappenden Kanten z.B Nasenleisten mit dünnen, schmalen und tranparenten Tesa abzusichern. Bei spitz zulaufenden Streifen kommt man nicht umhin, diese mittels dünnflüssigen Sekundenkleber und einem spitzen Messer anzupunkten. Dann hat man Ruhe. In meinem Werkstattfundus befinden sich noch Reste in rot, schwarz/CFK-Struktur und silber/schwarz Schachbrett. Daraus lässt sich etwas Schönes machen. Die Fahrwerksausschnitte sind mittels Diamantdremel schnell gemacht. Danach kommt das Design drauf, weil der Rest nur noch Montagearbeiten betrifft.
Gruß
Jürgen

RZI
03.05.2011, 01:18
Jürgi ,

gratuliere zu diesem seltenen high-tech Teil !

Übrigens , verwende Plotterfolie und es sieht aus wie lackiert . Ultraleicht und Du kannst sogar über Kanten ziehen und es hält auch hervorragend .


Grüße

Rolf

jürgi
03.05.2011, 09:45
Danke Rolf,
ich konnte es nicht erwarten -aber die Folie ist seit gestern schon drauf. Der Tipp mit der Plotterfolie ist sehr gut, denn man muß nicht immer lackieren -manchmal ist weniger mehr.
Gruß
Jürgen

jürgi
03.05.2011, 21:02
Nach einer kräftigen Nachtschicht (TV ist derzeit out) bin ich wieder ein Stück weiter. Die Kabinenhaube habe ich mit Silikon verklebt und an wenigen Stellen mit einer Messerspitze Sek.Kleber fixert. Das ist auch wieder lösbar,wenn es sein muß. Für den Boden ist nur dünnes Balsa angepunktet. Auf aufwändige Doppelsitzer-Ausstattung habe ich erstmal verzichtet. Auch für den Piloten habe ich nur das genommen, was in der Werkstatt gerade vorhanden war. Am Tragflügel muß man nichts machen. Der ist mit einem CFK Holm ausgestattet und wird mit zwei Schauben fixiert. Verklebung ist nicht notwendig und "ohne ist sehr reparatur-freundlich. Die Raketenattappen sind mit zwei runden Zahnhölzern fixiert (Flügelseitig nur gesteckt). Auch diese Verklebung (ca.1 cm vorn u. hinten) ist mit Silikon gemacht. Damit hat man für den Fall der Fälle eine Sollbruchstelle und der Flügel reißt nicht auseinander. Anhand des sehr weit vorne liegenden Schwerpunkts (9 cm auf 40 cm) kann man erkennen wie stark der Rumpf trägt. Dieser Jet kann reichlich Gewicht mitschleppen. Die Alu-Taileronanlenkung kann man nicht kaufen -die hat der Hersteller spezial gefertigt. Für die Servos habe ich die bewährten digitalen Futaba S 3050 gewählt. Die machen je 6,5 kg -das sollte reichen. Die Taileronanlenkung läuft beidseitig über spielfreie Kugelköpfe. Der Anlenkungsstab (Selbstanfertigung) hat einen 3 mm Gewindestab. Ein passendes CKF Rohr habe ich geschlitzt und den Stab mit Endfest eingelegt. Zwei Klammern drauf und am nächsten Tag ist eine hochfeste Verbindung für Servo und Taileron gegeben.
Gruß
Jürgen
Ps.da warten ein paar Jungs auf mein Design. Morgen gibt es ein nur zusammengestecktes Vorabfoto.

jürgi
04.05.2011, 09:28
Heute Nacht bis um 1 Uhr gebaut und heute Morgen um 7 Uhr die ersten Fotos gemacht (noch nicht verschraubt). Auch die Transportanforderungen wurden gecheckt. Der Jet ist noch weitgehend ohne Innenleben -da sind noch ein paar Nachtschichten notwendig (besonders das Bugfahrwerk hat es in sich).
Gruß
Jürgen

Putzi
04.05.2011, 11:49
Sehr cooler Jet!

Hatte auch mal vor, mir nen Mako zu bauen, damals allerdings um einiges kleiner und auch einfacher aufgebaut.
Diese Version des Makos gefällt mir aber ausgesprochen gut, ist aber vergleichsweise teuer :(

Dein Pilot verliert sich ja quasi in dem Cockpit, ist ja krass wie riesig die Glasknazel daherkommt :)

Bitte auf jeden Fall weiterberichten

Gruß TIMO

jürgi
04.05.2011, 14:44
Timo,
Cockpitausbau ist derzeit nicht so wichtig. Der Pilot stammt von einer beglasten Jepe-Phantom und die war genauso groß. Du hast natürlich Recht -da muß was anders rein. Preise für 1/10 GFK Modelle ist sehr relativ und auch abhängig von den Materialien (CFK Anteil) und Vorfertigungsgrad http://www.grumania.com/xtcommerce/product_info.php?info=p114_F-100-D-Super-Sabre-Elektroimpeller-Modell.html&XTCsid=d8e9e60303914fbe08d7f06e4fefd12d z.Vergeich.
Gruß
Jürgen

jürgi
05.05.2011, 21:46
Wenn man über Motoren spricht, muß man gleichsam auch über die richtigen Steller und Accus sprechen. Die Motoren für 6 S im 90er Imp. kann man sehr gut eingrenzen. Der Mako Jet wird ja bereits mit dem Jepe Impeller geflogen (der hat übrigens einen Wemorotor). Alternativ in dieser Leistungsklasse ist der ARC 1850 KV im Midifan bei 80 A. In Kürze nimmt Oliver Wennmacher die Tenshock Motoren ins Programm. Da dürfte der 2000 KV Motor von besonderer Interesse sein. Bei über 90 A. wurden bislang gerne die Neu Motoren eingesetzt. Ich habe da keine guten Erfahrungen gemacht. Glatte 6 Monate hat ein Lagerschaden nach dem dritten Flug zur Regulierung gebraucht. Daniel Schübeler hat wegen dem Ärger mit diesen Motoren die Deutschland- Vertretung abgegeben. Aber es gibt da noch eine Reihe anderer Alternativen zwischen 85 und 100A. Grundsätzlich testen wir vor dem Einbau unsere Motoren auf dem Teststand. Schon allein wegen der Laufruhe. Aber der Teststand bringt nur die halbe Wahrheit. Sontags morgens ist bei uns immer gerne Prototypen einfliegen und Imp./ Motorentests. Da eignen sich sehr gut unsere Sabres F-100. Ein Impellerwechsel ist da in Minuten gemacht (in zweieinhalb Stunden gehen da 4 Imp.Studien).Sowohl einzeln,als auch im Verband zeigen sich da die Leistungsunterschiede sehr deutlich. Beim Accu nachladen wird es dann noch mal spannend. Das Antriebset für meinen Erstflug ist noch nicht entschieden. Es steht noch ein Motor aus,der nächste Woche in den Test geht.
Gruß
Jürgen
Ps.über eine neue interessante Accu-Generation berichte ich dann noch gesondert.

jürgi
06.05.2011, 11:28
In vielen Vereinen gibt es sogenannte Lipo-Experten (ich gehöre eher nicht dazu). Die meisten dieser Experten schwören letztendlich aber nur auf ein bestimmtes Verkaufs-Label. Unsere 3 D Hubipiloten wissen ziemlich genau was sich hinter den Labeln verbirgt -und die sind auch im Testen und quälen ganz gut. Die Lipoentwicklung hatte gerade in den letzten drei Jahren enorme Fortschritte zu verzeichnen (oft im Halbjahresrythmus). Getrieben wird das Ganze durch die Industrie -der Modellflug ist nur ein Nebengeschäft. Es gibt hauptsächlich nur drei große Hersteller, die den Modellbau beliefern. Zwei in China und einer in Korea. Letzterer ist die Fa. Enerland. Bekannt bei uns durch "Polyquest und deren Handelsmarken z.B Hyperion. Enerland war wohl der führende Hersteller. Diese Lipos waren "bislang immer "leichter (bei 6 S bis zu 100g) und leistungsfähiger. Die haben auch am wenigsten gelogen was die Belastungs C-Raten angeht .Ich erinnere mich noch vor ca. zwei Jahren an die sagenumwobenen" Lemons. Die lagen dann oft fett aufgebläht auf der Ladetheke und den Poyquest (bei höherer Belastung) war das Wort aufgebläht sehr fremd.
Im Bild ist ein Polyquest/Hyperion aus der letzten Saison zu sehen. Dieser sehr leichte 410 g Accu (25/45 C) fliegt jetzt mit über 100 Zyklen in der zweiten Saison mit minimalsten Leistungsabfall. Die Innenwiderstände sind immer noch sehr gut. Bis 5 mlO ist als sehr gut zu bezeichnen. 5 mO bis 8mO ist noch gut. Alles über 10 mO ist nicht mehr "state off the art (man kann aber heute noch Accus mit 13-18 mO kaufen). Die Preisunterschiede bei 6 S Accus lagen stets zwischen 60 Euro (z.B Zippis) und 160 Euro diverser Handelsmarken. Ein wesentlicher Faktor ist die Selektion. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Accus im Pack sollten nicht mehr als 2 mO betragen. Unselektierte (neue) Accupacks haben haben wir schon zwischen 5 und 12 mO gemessen. Aber die Zeitenändern sich. Die allerneueste Generation der Turnegy "Nanos weist erstmals sehr gute Innenwiderstände unter 5 mO auf (hier ein 5S).
Jetzt sind auch die Chinesen angekommen und preisgünstig dazu. Die Krönung gibt es erst seit wenigen Wochen. http://www.hobbyking.com/hobbyking/store/uh_viewItem.asp?idProduct=11941 Der ist mit 910 g auch sehr leicht. Ich habe noch rechtzeitig einen bestellt. Das Zeugs ist andauernd auf backorder! Mit diesen Accus haben wir bei EDF erstmals das erreicht was wir immer gesucht haben. Ein leichter aber leistungsfähiger Accu mit hoher Kapazität! Das erlaubt nun lange Flugzeiten mit reichlich Powereinlagen und mit einem starken 90 Amp.Antrieb. Ob diese Accus die notwendige Standfestigkeit jenseits der 100 Zyklen mitbringen -wird dann die Praxis zeigen.
Gruß
Jürgen

jürgi
06.05.2011, 12:07
Frage. Gibt es eigentlich -ausser den Platzhirschen, sowie diversen Herstellern und Vertreibern auch ein paar jüngere Modellflieger die hier lesen und auch etwas lernen können?
Sonst spare ich mir weitere Posts.
Jürgen

meteoman
06.05.2011, 12:09
Sag mal einer an Jürgi!! :) Diese Worte von Dir. Ich habe mir letzte Woche zwei NANO- Tec 5000 mAh 6 s bestellt da war der Bestellzähler auf 10 +. Am nächsten Tag war er auf - 2. Schwein gehappt. Übrigens, super Flieger Dein MAKO. Gefällt mir sehr gut. Die Folien benutze ich schon einige Zeit. Ich hole sie mir aus dem Werbestudio um die Ecke.
Gruß Micha

GerhardP
06.05.2011, 19:17
Lernen kann man immer etwas in so interessanten Threads, auch wenn man schon einige Erfahrung hat. Also bitte weiter machen.

jürgi
08.05.2011, 00:31
Das Hs 82 Seitenruderservo ist drinn. Auch die Accurutsche althergebracht aus Sperrholz.
Das Fahrwerk ist ein 120er Efligt -mit 400 g kein Leichtgewicht. Die Anlenkung erfolgt mittels klassischer Drahtseilmethode. Das Fahrwerk selbst ist in einem schrägen Winkel eingebaut und fährt damit in einem unorthodoxen Winkel ein. Dazu mußte der 4 mm Stahldraht im rechten Winkel für die Radachse gebogen werden. Zunächst mache ich nur eine Teilabdeckung. Servo gesteuerte Fahrwerksklappen sind etwas für eine Schlechtwetterperiode. Ein gefedertes Hauptfahrwerk liegt schon bei mir bereit (Teleskop/ einstellbar). Ich bin noch auf der Suche nach einem geschleppten Bugfahrwerk. Das sollte relativ hart und/oder einstellbar sein. Der Jet braucht 3 Grad Anstellung um der Tendenz zum Festsaugen entgegen zu wirken. Das würde ein weiches Bugfahrwerk noch negativ verstärken.
Gruß
Jürgen

Putzi
08.05.2011, 12:39
Hi Jürgi,

auf jeden Fall kann man als jüngerer Modellbauer durch deine Threads noch einiges lernen. Ich persönlich fliege zwar aktiv schon seit 2004, in der Impellerszene bin ich aber noch sehr neu, daher sauge ich alles Wissen, was ich so finde auf, kann aber meinerseits nicht sonderlich viel beisteuern und lese daher nur still mit.

Der Mako gefällt mir persönlich sehr gut, und eventuell wird er ja der Nachfolger meiner Mirage wenn diese, Gitt bewahre, nicht mehr will oder kann.

Also bitte auf jeden Fall weiterberichten.

Gruß TIMO

Denyo
08.05.2011, 12:48
Hallo Jürgen,
Für die Motivation: Ich bin 22 und habe vor 2 Jahren mit dem Modellflug angefangen. Lese hier fast jeden Tag in diversen Threads. Ich habe hier schon sehr viel gelernt und der input reißt einfach nicht ab, vielen Dank euch allen dafür!
Gegenfrage, gibt es bei Lipos auch noch andere Performanceparameter als den Innenwiderstand?

Grüße,

Deniz

Ost
08.05.2011, 17:39
Ich surf grad mit dem Smartphone aber diese Nanotech sind verglichen mit meinen 3200er SLS bleischwer?
Diese Akkus nutze ich als 4s in der kleinen und als 8s in der grossen Lubach.
Die Hyperion 4000 wären als 8s gerade noch in meinem Gewichtslimit
bei besserer Flugzeit.
I ch such auch nach neuen Akkus , die SLS haben ca. 120 Zyklen und sind immer noch Klasse.

Oliver

jürgi
08.05.2011, 18:55
Ich surf grad mit dem Smartphone aber diese Nanotech sind verglichen mit meinen 3200er SLS bleischwer?
Diese Akkus nutze ich als 4s in der kleinen und als 8s in der grossen Lubach.
Die Hyperion 4000 wären als 8s gerade noch in meinem Gewichtslimit
bei besserer Flugzeit.
I ch such auch nach neuen Akkus , die SLS haben ca. 120 Zyklen und sind immer noch Klasse.

Oliver

Oliver,
die SLS Ep 25/50 C wiegen als 6 S "5000 schon 840 g. Die neuen Nanos wiegen als "6000er aber nur 70 g mehr. Was ist da denn schwer? Ich will sie Dir ja auch nicht aufschwatzen -nur kennen wir bei uns in Niederbayern keine 6000er Alternative (schon gar nicht mit diesen erstklassigen Innenwiderständen).
Gruß
Jürgen

jürgi
08.05.2011, 19:09
Hallo Jürgen,
Für die Motivation: Ich bin 22 und habe vor 2 Jahren mit dem Modellflug angefangen. Lese hier fast jeden Tag in diversen Threads. Ich habe hier schon sehr viel gelernt und der input reißt einfach nicht ab, vielen Dank euch allen dafür!
Gegenfrage, gibt es bei Lipos auch noch andere Performanceparameter als den Innenwiderstand?

Grüße,

Deniz

Deniz,
Lipos ist ein umfassendes Thema und würde diesen Fred sprengen. Wenn Du mehr wissen möchtes, solltest Du dich mal im Elektronik Forum umtun. Fest steht jedenfalls -es gibt bleischwere Brocken die nix leisten und leichte die nicht umzubringen sind. Mitentscheidend ist vor allen Dingen die Zellen-Selektierung! Je näher die einzelnen Zellen beieinander sind umso besser ist es.
Gruß
Jürgen

Ost
08.05.2011, 20:04
Oliver,
die SLS Ep 25/50 C wiegen als 6 S "5000 schon 840 g. Die neuen Nanos wiegen als "6000er aber nur 70 g mehr. Was ist da denn schwer? Ich will sie Dir ja auch nicht aufschwatzen -nur kennen wir bei uns in Niederbayern keine 6000er Alternative (schon gar nicht mit diesen erstklassigen Innenwiderständen).
Gruß
Jürgen

Es trifft halt "nur" auf die 6000er Zellen zu,
die 300er Größe ist- so weit ich das am Phone sehen kann- schwerer oder sogar viel schwerer als SLS ZX.
Der 4000er 4s Pack wiegt 542gr bei den Turnigy´s und 412gr wiegen Deine 4000er 4s Hyperions.
Wieso sind die soviel schwerer oder anders gefragt-
wieso sind die 6000er so verhältnismäßig leicht?

Oliver

Ost
08.05.2011, 20:13
Ich bin inzwischen an einem PC,
die Gewichtsangabe des 6s Packs ist grottenfalsch, da kann man wohl davon ausgehen;)

So wiegt (rechnerisch) eine Turnigy nanotech laut den Angaben:
5000er Zelle 155gr
6000er Zelle 194gr
während man bei der falschen Gewichtsangabe auf ein rechnerisches Zellengewicht von 151gr +/- kommt.
Die 6000er Zelle leichter als die 5000er?
Wohl kaum!

Ein 3s 6000er Pack ist mit 582gr angegeben.
dann wird der 6s 6000er 1164gr wiegen, also über 250gr mehr als die gepostete Zelle:(

Klickt man aber bei der Übersicht die einzelnen Angebote an kommen wieder ganz andere Zahlen.
Dann wiegt der 6000er 3s Pack plötzlich nur noch 482gr.
Wie durch ein Wunder hat er also 100gr an Gewicht durch bloßes anklicken verloren?
Man darf daher gespannt sein was die Zellen wirklich wiegen

Oliver

jürgi
08.05.2011, 20:24
Oliver,
ob Dein IPhone wohl ein zu kleines Display hat? Der 6000er Nano hat 25/50 C und Du schaust vielleicht bei kleineren 45/90 C .Die sind gut für Industrieanwendungen aber für Modellflug unnötig -solche Motoren haben wir überhaupt nicht in der Anwendung um das zu nutzen.
Gruß
Jürgen
Ps. Das wahre Gewicht werden wir morgen wissen -dann hole ich den Burschen vom Zoll.(und verkneift Euch euer grinsen-kann jedem mal passieren)

Ost
08.05.2011, 20:47
Nein Jürgi,
ich hab bei den 25C Zellen (burst 50C) geschaut.
Gib oben 6s ein und such den 6s Pack.
Du findest ihn mit 1018gr? und wenn Du den dann anklickst verliert er 110gr Gewicht;)
Und der 3s Pack wiegt 582gr und verliert beim Anklicken auch 100gr.

Wenn der 6s Pack tatsächlich nur 908gr wiegt dann ist das DIE Zelle,
aber leider hab ich da so meine Zweifel im Vergleich zu anderen Zellen da von Nix auch Nix kommt.
Du wirst das sicher posten
und Du brauchst Dich auch nicht grähmen wenn auf einen Baubericht wenig Antworten kommen-
die warten doch alle nur auf neue Styrowaffeln:D

Oliver

P.S.
ich hab auch mal bei den 3000er Zellen 4s geschaut.
Gleiches Bild,
in der Übersicht wiegt der 4s Pack relativ schwere 380gr und wenn man ihn dann anklickt sensationelle 299gr!!!!!!
Einen 4s Lipo mit 3000mAh und 299gr wäre der absolute Hit........
leider glaub ich das ned:-(

shamu
08.05.2011, 21:12
Wenn der 6s Pack tatsächlich nur 908gr wiegt dann ist das DIE Zelle,


Das kann ich morgen abend dann mal zum besten geben, ich habe mitr 2 dieser Lipo´s bestellt und muss sie morgen noch vom Zoll abholen ....

jürgi
08.05.2011, 21:12
Oliver,
das (Click)Geheimnis ist keines. Die Gewichtsangabe auf der Übersichtsseite ist das" shipping weight". Das beträgt bei dem 6000er stolze 40 Dollar (EMS speed). Anscheinend lügen die Chinesen nicht mehr so stark wie früher. Mein 5 S Nano stimmte im Gewicht! Na ja,man soll es nicht verschreien.
Gruß
Jürgen

Ost
08.05.2011, 22:34
Ok,
wir werden sehen.
Wenn das stimmt dann solls mir recht sein;)
wie gesagt möchte ich ja auch noch Akkus kaufen.

Oliver

jürgi
09.05.2011, 16:35
Wenn das so weiter geht, dann werden die Leute von HK eines Tages neben Mutter Theresa hocken. Die übertreiben nicht mehr -sondern untertreiben! Angegeben ist der 6000er Nano mit 908 g-wiegen tut er aber nur 891 g. Die haben die Umverpackung (incl. case) mit gewogen.
Meine bisherigen 6 S 5000er Polyquest/Hyperion 25/45 C gehören mit zu den leichtesten (770 g) am Markt. Mit nur "890 g gibt es jetzt 6000er. Rechts oben auf dem Accu steht "matched" mit Ohm und Lupe. Aber das die gleich so gut selektieren hätte ich nicht gedacht. Ich habe auch schon Polyquest mit 0 Innenwiderstand gehabt. Nein,mein I charger ist nicht kaputt. Diese Accus haben praktisch kaum noch Innenwiderstand. Da muß man beim Fliegen sehr aufpassen. Die leisten bis zum Schluß und stürzen dann unvermittelt ohne Vorwarnung ab. Wenn man Glück hat,kann der Gashebel auf 0 zurück genommen werden und nach kurzer Zeitspanne ist noch mal ein Gasstoß möglich! Ich werde das bei meinem Telemetriesystem entsprechend in der Programmierung berücksichtigen.
Gruß
Jürgen

Ost
10.05.2011, 07:58
Ok, das ist nun mal ne Ansage:cool:
Nehm alles zurück:D
Oliver

jürgi
10.05.2011, 17:09
Das Bugfarwerk ist auch drin. Die Anlenkung in einem Fahrwerkskasten musste noch mit dünnen CFK Steifen teilw. abgesichert werden,da die Seile im eingefahrenen Zustand nicht ganz gestrafft wurden (durch die Kabelbinder Federung). Einfliegen wird nächste Woche stattfinden,da am Wochende noch ein weiterer Motor auf den Teststand und in den Flug- Vergleichstest geht. Ein netter Kollege aus der Turbinenfraktion hat mir einen alten fragmentierten Vietnam Veteranen vermacht. Den habe ich etwas aufgefrischt (Pupperl malen mache ich lieber als Strippen löten).Der Pilot ist mit 1/8 auch nicht ideal, aber besser als der kleine Fuzzi anfangs. Da hockt er nun (vorläufig) und wartet auf den Erstflug.
Gruß
Jürgen

Putzi
10.05.2011, 17:52
Hi Jürgen,

ein schöner Jet. Wird es ein Video vom Erstflug geben?

Gruß TIMO

jürgi
10.05.2011, 21:50
Hi Jürgen,

ein schöner Jet. Wird es ein Video vom Erstflug geben?

Gruß TIMO

Timo,
meine Frau hat gerade in der letzten Woche eine Panasonic HD gekauft. Sie übt derzeit noch mit der Betriebsanleitung und den Haustieren. Von Filmchen schneiden hat sie auch noch keinen Schimmer -ob das wohl was wird bis zum Erstflug? Ich schaue aber, daß wenigstens einer unserer Sportfotografen anwesend sein wird.
Gruß
Jürgen

shamu
12.05.2011, 07:50
Wenn das so weiter geht, dann werden die Leute von HK eines Tages neben Mutter Theresa hocken. Die übertreiben nicht mehr -sondern untertreiben! Angegeben ist der 6000er Nano mit 908 g-wiegen tut er aber nur 891 g. Die haben die Umverpackung (incl. case) mit gewogen.


Meine beiden hab ich endlich auch bekommen und die wiegen beide je 880g. :-)
Meine Zippy´s mit 5800mAh wiegen 845g.

jürgi
12.05.2011, 09:43
Stephan,
und wenn Du die Innenwiderstände der Zippys vermisst -dann fällst Du um. Das ist i. d. R aussortierte Ware (von anderen namhaften Labels).

jürgi
12.05.2011, 12:19
Eigentlich wollte ich einen 800er Eneloop einbauen. Eine Schwerpunktüberprüfung mit dem fetten Accu ergab,daß hinten Gewicht rein muß.Deshalb kommt ein 2000er mit 4 Zellen rein.
Bei BEC Betrieb darf man auf "keinen Fall einen 5 Zeller einbauen! (Viele Regler/Steller vertragen überhaupt keinen Stützaccu ohne weitere Maßnahmen). Der Eneloop wird eine Nacht formiert -dann hat man Ruhe, weil die keinen Memoryeffekt bekommen. Der 2000er Eneloop hat den Vorteil, daß er allein auch in der Lage ist das starke E-Fahrwerk sicher zu bedienen. Der Accu wird auf dem Schubrohr befestigt und geht dann bis hinten vor dem letzten Spannt.
Gruß
Jürgen

jürgi
13.05.2011, 16:20
Zum Einsatz kommt ein YGE 120 A. Bei Strömen über 80 A muß der Steller gut ausgelegt sein. Im Besonderen gilt das, wenn hochdrehende Aussenläufer eingesetzt werden. Um jegliches Risiko auszuschalten benutze ich, neben dem Stützaccu, noch zusätzlich Kühlrippen auf dem Steller. Auch ein YGE kann bei hochsommerlichen Temperaturen mal abschalten. Die Alukühlrippen werden passgenau zurecht geschnitten. Dann wird auf dem Blech vorsichtig der Schrumpfschlauch entfernt. Mittels Fön-Erwärmung kann dann das Etikett rückstandfrei entfernt werden. Der Kühlkörper wird mit einer hauchfeinen Siliconschicht auf das Blech geklebt. In den Kanaleinlauf habe ich ein passendes Loch geschnitten. Dort wird er Steller so plaziert, daß ein kleiner Teil der Rippen in den Kanal hinein ragt. Die Verwirbelungen an dieser Stelle sind unerheblich. Ein Teil der Luft wird auch über die Bugfahrwerköffnung und über die Kühlrippen angesaugt. Der Regler mit Kühlkörper wiegt 95 g und liegt 6 cm aus der Mitte raus. Das muß dann mit dem Flug- Akku entspechend ausbalanciert und fixiert werden. Der Steller wird mit zwei Steifen Silicon auf dem Kanal geklebt.
Gruß
Jürgen

A.C.K.
13.05.2011, 16:35
Hallo Jürgen,

ich würde lieber anstatt Silikon, Wärmeleitkleber verwenden z.B. http://www.conrad.de/ce/de/product/150367/WAeRMELEITKLEBER-ARCTIC-SILVER-2x35g/0205053&ref=list;jsessionid=D8A6A7A7A13E050C7E2459A912BA9901.ASTPCCP7. Am besten wäre es mit Wärmeleitpaste und den Kühlkörper irgendwie anders befestigen (z.B. Kabelbinder, Wärmeschrumpfschlauch).
Mit Silikon, auch ganz dünn aufgetragen, ist der Kühleffekt sehr gering. Nur mal so meine Meinung.

Gruß
Ulf

jürgi
13.05.2011, 16:54
Ulf,
da hast Du recht -Wärmeleitpaste von Conrad ist natürlich optimal. Mit hauchfein Silicon meine ich natürlich fast nicht vorhanden. Soll lt. Heino Jung auch ausreichen. Der Kühlkörper klemmt im Kanal ganz gut -da muß man nur an den Ecken punkten.
Gruß
Jürgen

Gast_32089
13.05.2011, 17:25
Hallo Jürgen! Wärmeleitpaste, direkt auf die Platte und mit Kabelbinder sichern. Säg die Rippen ein, dann reicht ein Kabelbinder in der Mitte. Stell Dir vor, das Silikon löst sich und der Fan saugt den Kühlkörper ein.... ansonsten ein wirklich schönes Modell. Gruß, Michael

meteoman
14.05.2011, 15:24
Ich habe Wärmeleitpaste aus dem Elektro Fachhandel benutzt und sichere meine Kühlkörper auch grundsätzlich durch einen Kabelbinder.
Gruß Micha

jürgi
14.05.2011, 18:29
Eigentlich ist der Mako fast flugfertig -wenn der Motor endlich da wäre (ist angeblich auf dem Postweg). Die meisten Vorflugkontrollen sind gemacht und die Fernsteuerung eingestellt. Was mir etwas Kopfzerbrechen bereitet, ist mein hagelneues HS 82 MG Heckservo. Das zickt etwa 4 Sek. beim Einschalten. Es läuft hin und her und ist weich. Dann endlich rastet es ein und funktioniert einwandfrei. Für die Bugfahrwerkanlenkung habe ich ein älteres HS 81 Mg eingebaut -das geht sofort einwandfrei. Nun heisst es ja,daß Futaba einige HS Servos nicht so gerne mag. Bislang hatte ich da noch nie Probleme (vielleicht weiß jemand mehr?. Den Eneloop musste ich umbauen um weiter nach hinten zu kommen. Nun liegt er passgenau in der Leitwerksanformung. Sämtliche Verbindungskabel sind mit Schrumpfschlauch gesichert und teilw. mit Panzerband gesichert. Da darf nichts rumflattern und im Fahrwerkschacht muß man besonders sorgsam sein. Zur Vorflugkontrolle gehört dann auch immer eine Nachflugkontrolle. Zeitweise ist dann auch eine genaue Inspektion nötig. Das sollte man nicht vernachlässigen. Kabel für die Bugradlenkung können durchscheuern oder die hochbelasteten Taileronanlenkungen können ausleiern und von der Kugel springen usw. Ja,selbst eine Schaumwaffel kann in Fetzen fliegen -wenn man nichts kontrolliert. Die weichen Reifen habe ich auf der (Innen) Felge mit Sek.Kleber gesichert. Das Bugrad ist mit 40 mm für Pistenstart O.K. Für Rasenstart sollte es besser 45/50 mm haben. Vorteil eines kleinen Bugrades ist, daß bei einer Rasenlandung der Ausrollweg kürzer ist. Im Cockpit ist auch alles aufgeräumt. Der Empfänger liegt auf dem Steller gegenüberliegenden Einlaufkanal und ist mit Klettband befestigt. Das Telemetrie-Sendemodul ist weiter vorne und die flexible Antenne ragt in die Bugspitze -da stört nichts.
Gruß
Jürgen
Ps.bei einigen lärmbeschränkten Plätzen wird sogar ein EDF- Jet als unangenehm empfunden.
Da gibt es einen ganz einfachen Trick. Neoprenschaumstoff (z.B Aquariumunterlage) oben und unten auf dem Impeller mit Panzerband verkleben. Möglichst auch noch ein Stück vom Kanal umwickeln und gut ist es.

jürgi
17.05.2011, 21:56
Wie verabredet kam heute der Motor. Es ist ein handmade Strecker Aussenläufer mit 1950 Kv. Die Entscheidung für diesen Motor war leicht. Nach meinen schlechten Service- Erfahrungen sollte es kein Neu Motor sein. Der 2000 KV Tenshock von Wemotec ist auch noch nicht greifbar. Bei Strecker ist man mit dem Service auf der guten Seite und man hat ein deutsches Qualitätsprodukt welches nicht teurer als ein Neu Motor ist. Strecker fertigt hauptsächlich Industriemotore und bei den KV Angaben wird nicht gelogen. Der Motor fängt mit vollen Accu bei 100 A. an und läuft dann mit 92 A. über die gesamte Distanz. Eingebaut ist er in einem alten DS 51. Da der Rotor schon mächtig lädiert war, habe ich ihn durch einen TF 2000 Rotor (90 Euro) ersetzt. Der Motor wiegt nur 183 g -das gesamte Antriebs-Set nur 267 g. Damit ist das 400g schwere E-Fahrwerk etwas kompensiert. Jetzt geht der Motor erstmal in meine Test Sabre 100 in die Flugerprobung!
Gruß
Jürgen

jürgi
18.05.2011, 17:13
Heute habe ich das Antriebs-Set 2 mal in der Sabre 100 getestet. Das kleine Motörchen schiebt die Sabre,daß es eine helle Freude ist. In den Kurven mußte ich aufpassen ,daß es die Schaumwaffel nicht zereisst. Die Sabre wiegt flugfertig mit 6 S 5000er etwa 3,1 Kg und geht praktisch senkrecht. Zuvor war ein 1900er Scorpion drin -der zieht 79 A -aber zu dem Strecker Motor liegt noch eine ganze Hausnummer dazwischen. Ich betone aber ausdrücklich,
daß ein kostengünstiger (ca.68 Euro) 1850/1900 KV Motor für den Mako Jet völlig ausreichend wäre. Der Erstflug steht nun unmittelbar bevor.
Gruß
Jürgen
Ps .In der Sabre ist ein 100er YGE Steller drinn-und der hat sich als völlig ausreichend erwiesen!

jürgi
19.05.2011, 12:05
Das Wetter passte und ich bin kurz entschlossen zum 7 km entfernten Platz gefahren. Erwartungsgemäss war nicht viel los, aber für den Erstflug gerade richtig. Einem anwesenden Kollegen habe ich meine Sony (ohne Sportauslöser) in die Hand gerückt und ihm etwas von Auslöseverzögerung erzählt. Aber er hat nur Himmel fotografiert -wenigstens hat er auf mein Signal die Landung erwischt. Nach den obligatorischen Rollübungen ging es zum Start. Zum Airborne brauchte er keine 30 m. Sofort auf Höhe wurde minimal ausgetrimmt und dann im Langsamflug die Abrissgrenze erkundet. Beim Erstflug sollte man auf keinen Fall einen kompletten Strömungsabriss provozieren. Danach erfolgten die Speedeinlagen. Der Jet baut eine enorme Geschwindigkeit auf. Das sollte man besser nicht unterschätzen -sonst ist er mal ganz schnell weg. Rechtzeitig in die Tasten greifen hält da den Adrenalinspiegel niedrig. Der Mako liegt wie ein Brett und geht wie auf Schienen. Die Langsamflugeigenschaften sind (bei 3370 g) äusserst angenehm. Die Landung selbst gelingt, mit entsprechender Anstellung, total easy. Auf der Graspiste neigt er auch nicht zum Springen. Sollte das dennoch (z.B auf einer Hartpiste) einmal passieren -dann hilft nur Tiefe drücken, den Jet gerade legen und ein neuer Anflug. Nach 4 Min. war der Erstflug vorbei und ich habe 3050 mA nachgeladen. Der Mako ist also (mit 6000er Lipo) gut für 7 Min. Flugzeit mit reichlich Powereinlagen.
Gruß
Jürgen

Putzi
19.05.2011, 12:21
Hi Jürgen,

herzlichen Glückwunsch zum Erstflug!
Ich muss sagen, mir gefällt der MAKO zunehmend immer besser, ich bin schon fast so weit mir den mal durchzurechnen :)

Für meine Mirage hab ich zwei 3S3000er zur Verfügung.
Ich denke ich hab zwei Möglichkeiten zur (bisher fiktiven) Motorisierung des MAKO:
Größere Akkus kaufen (vermutlich auch 6000er), oder vielleicht auf 9S (also 3*3S) gehen, dann mit kleineren Akkus, vll 3500ern oder 4000ern.
Was meinst du dazu?

Gruß TIMO

shamu
19.05.2011, 12:23
Herzlichen Glückwunsch auch von mir, sher schönes Modell, ich hoffe man sieht irgenwann einmal auch ein Video :-)

jürgi
19.05.2011, 13:30
Hi Jürgen,

herzlichen Glückwunsch zum Erstflug!
Ich muss sagen, mir gefällt der MAKO zunehmend immer besser, ich bin schon fast so weit mir den mal durchzurechnen :)

Für meine Mirage hab ich zwei 3S3000er zur Verfügung.
Ich denke ich hab zwei Möglichkeiten zur (bisher fiktiven) Motorisierung des MAKO:
Größere Akkus kaufen (vermutlich auch 6000er), oder vielleicht auf 9S (also 3*3S) gehen, dann mit kleineren Akkus, vll 3500ern oder 4000ern.
Was meinst du dazu?

Gruß TIMO

Timo,
Ich werde noch ein Fazit schreiben und nochmal auf Gewicht/Fahrwerk/Motor eingehen. Vergiss das mit 3x 3 S. Der Jet kann auch 8 S -aber auch das ist unnötig. 6 S und gut ist es mit einem preiswerten Set.
Gruß
Jürgen

fredi0_9
19.05.2011, 14:24
Hi Jürgen,

Schöner kompakter Jet!
Ich sehe du verwendest das Quantumteilchen für die Akku Kontrolle.
Ist es brauchbar?

Gruß

Manfred

jürgi
19.05.2011, 20:16
Hallo Manfred,
nachdem Futaba bislang immer noch keinen Rückkanal bieten konnte, habe ich mir dieses 50 Dollar Teil von HK gegönnt. Letztes Jahr bin einmal im endlosen Maisfeld runter gegangen. Zu oft mit zuviel Power unterwegs gewesen -da war schon vor dem Anlagenwarnton Schluß. Ja,der preisgünstige Quanum Rückkanal funktioniert. Aber mit Einschränkungen. Man muß bei einem kompletten Accuwechsel neu programmieren. Also 4 oder 6 S und die Kapazität. Es gibt zwei Vorwarnstufen zum Einstellen. Der TX misst ja unter Last. Diese Warnstufen muß man erst einmal erfliegen -dann ist es gut. Und es gibt eine mehr als schlechte Betriebsanleitung -besser gesagt fast gar keine. Wenn man 30 Min. übt hat man es erkundet -und nochmal 5 Min. um die Programmierung zu verankern. Das Display hat eine Balkenanzeige. Da schaut man eh nicht drauf und wenn die Balken -bei den heutigen Acculeistungen- herunter fahren ist es schon fast zu spät.
Gruß
Jürgen

jürgi
20.05.2011, 10:58
Der Mako Jet ist eine willkommene Bereicherung in der Gfk Arena. Er hat nicht nur ein aussergewöhnliches Design, sondern er hat auch erstklassige Flugeigenschaften. Jets mit Trapez/Deltaflügel sind i.d.R. Gewichtsträger und haben sehr gute Langsamflug/Landeeigenschaften. Das sollte jedoch nicht dazu führen, daß man mit den Gewichtsressourcen unvorsichtig umgeht. Jede 100 g Mehrgewicht müssen schließlich auch beschleunigt werden. Da kommt man gleich wieder in den berühmten Teufelskreis. Stärkerer Motor -stärkerer,schwererer Accu und man hat nichts gewonnen. Mein Mako wiegt knapp 3,4 Kg und ist dem dem starken Motor auch gut gerüstet. Aber es geht auch anders und viel preisgünstiger -nämlich mit 3 -3,1 kg Abfluggewicht. Man nehme eine starke Standartmotorisierung z.B Jepe Impeller. Alternativ Midifan mit 1850 KV ARC Motor oder Het 90/700er mit Scorpion 1900 KV Aussenläufer. Diese Motoren ziehen um die 78-82 Amp. und es reicht ein 4- 5000er 6 S Accu. Mein 120er Efligt Fahrwerk wiegt stolze 400 g. In meiner Jepe Phantom ( 3150 g) hatte ich letzte Saison ein DSR mit Aluausstattung. Das hat mir gute Dienste erwiesen -auch bei härteren Landungen. Ich weiß nicht wieviel Gewicht es wirklich tragen kann -aber für den Mako wäre es völlig ausreichend! Das DSR wiegt aber nur die Hälfte gegenüber dem großen Efligt (ca. 200g weniger). Der Kaufpreis des Mako ist im Hinblick auf Verarbeitung und der Materialwahl (reichlich CFK) als günstig einzustufen. Bemerkenswert ist auch, daß Flügel und Leitwerk nicht verklebt sind. Im Fall der Fälle ist das sehr reperaturfreundlich und als deutsches Produkt ist auch der Service gesichert. Der Maco Jet ist vielseitig. Er kann bis 4,5 Kg mit der Wren Turbine ausgerüstet werden -also auch ein Kofferraum freundlicher Umsteiger Jet. Man kann ihn mit Taileron oder mit Landeklappen/Querruder ausrüsten. Landeklappen sind im EDF Betrieb völlig unnötig. Man muß nicht unbedingt Erfahrungen mit einem GFK Jet gemacht haben. Wer eine "Fahrwerk-Schaumwaffel beherscht z.B Flyfly L-39 oder Mirage etc. kann auch auf den Mako direkt umsteigen. Der Jet ist nicht nur ein Hingucker -er macht auch süchtig.
Gruß
Jürgen

RZI
20.05.2011, 21:58
Hallo Jürgen ,

gratuliere zum Erst - und Mehrflug ;)

Der Materialmix der Mako ist schon klasse !

Also , Du baust jetzt den Stumax mit 8S ein und dann rührt sich was !

Grüße

Rolf

jürgi
20.05.2011, 22:29
Hallo Rolf,
wir haben den Stumax mit dem 1450 kV Motor in der Sabre getestet. Sowohl mit 5,6 und 8 S. Mit 5 S war die F-100 erwartungsgemäß ein leise rauschender Segelflieger. Mit 6 S bei 90 Amp. konnte man schon den richtigen Sound erahnen. Aber der Stumax ist eigentlich nicht der richtige Impeller für 6 S -da das Systemgewicht ja recht hoch ist. Der Stumax sollte über 6 S befeuert werden. Wir haben ihn auch mit 8 S (2x4000er) losgelassen. Ohje -da geht er brachial zur Sache und nimmt sich über 130 A. Der Sound ist der Hammer -da wurden sogar unsere Kerosinfreaks hellhörig. Die Amis schreiben etwas von 7 S (4 plus 3) -das ist dann ein guter Kompromiss bei etwas über 105 A. Ein Vereinskollege wird das in verschiedenen Jets ausprobieren. Die Sabre hatte einen zu großen Auslass, da muß noch mit der Einschnürung etwas experimentiert werden. Der Mako ist mit meinem derzeitigen Antrieb schon bestens befeuert -da kann man dann nur noch den Sound verbessern.
Gruß
Jürgen
Ps. Deine T-45 ist zu schön geworden -die gehört eigentlich in die Vitrine!

Jetrookie
21.05.2011, 00:28
Hallo Jürgen,

auch von mir Glückwunsch zum Maiden, lass ihn heile, damit wir mal gemeinsam fliegen können.
Ist zwar aufgrund der Größe als Formation nicht immer einfach, macht aber bestimmt viel Spass :-))

Also bis bald.

Viele Grüße

Jens