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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Turbolator am Ceres



murmas
03.05.2011, 14:55
Hallo zusammen,

am Wochenende konnte ich am Hang mit meinem Ceres ein unangenehmes Verhalten feststellen:

Bei einem Versuch, einen engen Looping bei nicht mehr ganz so schneller Geschwindigkeit zu fliegen, habe ich - wahrscheinlich am Höhenleitwerk - einen Abriss bekommen (ich hatte voll Höhe gezogen) und der Flieger ging ins Trudeln. Glücklicherweise hatte ich noch genügend Höhe um ihn wieder abzufangen.

Da ich am gleichen Tag auch die Europhia geflogen bin, kann ich sagen, dass es da bei gleicher Geschwindigkeit min. für zwei enge Loops reichte.

Könnte man den Ceres durch Turbulatoren - evtl. auch an den Leitwerken - etwas friedlicher bekommen, mehr in Richtung Europhia, da der Ceres doch deutlich mehr gesteuert werden will und eigendlich nicht ganz so angenehm fliegt.

VG
Andreas

Karl Hinsch
03.05.2011, 15:12
Hallo Andreas,

sicher kann man das Abreißverhalten mit Turbulatoren verbessern, aber man sollte hier schon genau wissen was man tut und wo genau man einen solchen Turbulator aufbringt.

Ansonsten helfen schon mal einfachere Mittel wie beispielsweise den Höhenruderausschlag etwas zurückzunehmen oder auch den Schwerpunkt etwas nach vorne zu bringen weiter.

Gruß, Karl Hinsch

CHP
03.05.2011, 19:01
Ansonsten helfen schon mal einfachere Mittel wie beispielsweise den Höhenruderausschlag etwas zurückzunehmen

Das war auch mein erster Gedanke.

murmas
03.05.2011, 20:46
Hallo zusammen,

danke erstmal für die Tips. Beim Schwerpunkt ist der Ceres ja "überempfindlich", von daher habe ich ihn super penibel ausgewogen und noch einen mm weiter nach vorn gesetzt, als es hier im Forum empfohlen wird. Jetzt ist er auf 105mm, als ich den Flieger bekommen habe, war er auf 110mm, da war er nur seehr schwer fliegbar...

Auch die Ausschläge habe ich eigendlich nach Vorgabe des Herstellers eingestellt.

Ich werde aber einfach mal probieren, was 5g Blei und etwas kleinere Ausschläge bewirken. Allerdings bin ich schon etwas enttäuscht, das der Ceres doch so eine "Diva" ist. Da bin ich wohl von der Europhia verwöhnt, wobei die allerdings schon deutlich langsamer ist.

VG
Andreas

obelix-xxl
03.05.2011, 20:54
@ murmas,

wie hast du denn das Höhenruder bei einem SP von 110 mm getrimmt gehabt?

obelix

gecko_749
03.05.2011, 22:07
Moin,

also meiner fliegt wie ein Amigo ...

Das die angegebenen Höhenruderausschläge für den Schnellflug zu groß sind kann aber auch daran liegen das man sie beim Landen mit Butterfly braucht.

Nichts desto weniger - wenn die Strömung am HL bei vollem Ausschlag abreißt ist der Ausschlag zu groß. Klar helfen Turbolatore dann - um den Preis das die Maximalgeschwindigkeit etwas geringer wird.

Ich würde erst mal mit Dual Rate versuchen den Maximalausschlag im Normalflug zu finden und mir dann überlegen ob der Looping klein genug ist. Wenn nicht - Turbolatore auf der Unterseite des Leitwerks vor die Klappe und weiter testen.

Gruß

gecko

Markus_Gloekler
03.05.2011, 22:24
Hallo Andreas,
ich würde mich weniger auf die Einstellwerte vom Hersteller und/oder hier im Forum versteifen, als vielmehr Deine eigene Einstellung für den Ceres erfliegen.
Sicherlich, als Anhaltswerte für die ersten Flüge sind solche Angaben immer sinnvoll. Aber manche Modellen brauchen einfach eine etwas längere "Eingewöhnungsphase" als andere.
Ich würde auch eher mit Dual-Rate und Expo versuchen das Verhalten in den Griff zu bekommen und erst wenn Du damit keinen Erfolg hast, an aerodynamische Hilfsmittel denken.

Gruß Markus

Chrima
04.05.2011, 08:20
...Turbolatore auf der Unterseite des Leitwerks vor die Klappe und weiter testen.


Morgen
Für mich ist das mit dem Abriss am HLW ja auch neu (siehe meine Viking-Video) und ich habs noch nicht ganz verstanden, aber ist der Strömungsabriss nicht auf der Oberseite des Höhenleitwerks ?

Turbulator unten vor der Klappe soll doch nur die Wirksamkeit des Höhenruders verbessern ? Was natürlich hilft den Ausschlag verkleinern zu können...

Oder anders rum ?

Gruss
Chrima

murmas
04.05.2011, 09:01
@ Obelix: Die genaue Trimmung weiss ich nicht mehr, ich hatte erst die Klappen neutral und hab dann ganz schnell ca 1mm auf Tiefe getrimmt, da mir der Flieger sonst zu langsam wurde

Leider gibt es gerade keinen passenden Wind zum experimentieren, ich werde Euch über meine Ergebnisse auf dem Laufenden halten!

Vielen Dank schon mal

Andreas

Tofo
04.05.2011, 10:18
Der ist Kopflastig!!

Ich glaube ich bin den Ceres damals mit 108 mm geflogen, wenn ichs noch richtig im Kopf habe. Klappen am Leitwerk waren neutral und er ist gut geflogen. Sicher nicht so angenehm wie ein F3J. Ein Ceres will einfach geflogen werden. Bei schwachen Bedingungen sieht er immer aus als sei er kurz vorm Abschmieren, aber fliegt dabei noch ziemlich gut!

Ich denke du brauchst nur mehr Flugstunden mit der Kiste, um dich dran zu gewöhnen.

Grüße,
Thorsten

obelix-xxl
04.05.2011, 12:26
@ all,

als vergleichbares Modell fliege ich den Dingo mit einem SP von 109 mm und etwas Tief getrimmt.
Da reisst garnichts ab. Lammfromm.
Thermisch kann ich den Dingo bis zu einem SP von 113 mm fliegen. Auch da reisst keine Strömung ab.
Also experimentiere mal und prüfe mal den Bereich von SP ganz vorne bis SP ganz hinten. Erst dann kannst du DEINE Einstellung, die auch deiner fliegerischen Erfahrung entspricht, zur Zufriedenheit nutzen.

obelix

Peer
05.05.2011, 11:26
Wahrscheinlich solltest Du deine Snap-Flap Einstellungen mal überprüfen !
Fehlendes oder zu geringes Snap-Flap ist oft die Ursache für diese Abrisse.

Einfache Testmethode sind Loopings, bei geöffnetem Snap-Flap Menü kann man
die Einstellungen im Flug anpassen, bis der Flieger bei "Voll Höhe" nicht mehr
abreisst.

Peer

omnet
05.05.2011, 17:18
Hallo Ceres Fans!

Ich habe meinen Ceres relativ neu und würde gerne Wissen was ihr so an Einstellungen am Ceres habt!?
Wichtig für mich wäre in erster Linie die Querruderdifferenzierung.

Ich habe im Erstflug gemerkt, das wenn ich mit QR einlenke, der Ceres ziemlich stark die Nase runter nimmt. Kann sein ich fliege (noch) zu langsam, kann aber auch sein dass die Querruderdifferenzierung nicht passt!?
SP hab ich auf 108mm eingestellt.
Abfangbogen muss ich erst noch machen! :-)

Das nächste wäre der Höhenruderauschlag. Wieviel mm habt ihr bei euch max. eingestellt?

Vielen Dank erstmal und viele Grüße
Oli

murmas
06.06.2011, 11:46
Hallo zusammen,

ich wollte Euch nochmal meine Erfahrungen posten, die ich nach den Modifikationen gemacht habe:

1. Snapflap hilft deutlich, damit muss das Höhenruder deutlich weniger ausschlagen
2. Ich habe den Schwerpunkt jetzt auf 108mm, damit macht er in der Thermikstellung einen ganz kleinen Abfangbogen, wenn alle Ruder im Strak sind, fängt er nicht mehr ab und will aktiv gesteuert werden.

Insgesamt gesehen ist es jetzt ein ganz anderer Flieger und fliegt wesentlich angenehmer, hat aber immer noch super Leistung am Hang!

Vielen Dank nochmals für die freundliche Hilfe, ein super Forum :-)))

Viele Grüße
Andreas