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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spacewalker von Kyosho



fliegerassel
22.05.2011, 21:42
Ich habe vor einigen Tagen einen guten alten Spacewalker von Kyosho erworben, welcher dem Geruch nach zu urteilen auf einem Dachboden wartete, endlich aus der Schachtel gelassen zu werden. Ich hatte in meiner Anfängerzeit schon einmal so ein Modell, damals noch mit Verbrenner, und war damit sehr zufrieden. Da auch die Qualität dieser Kyosho-Modelle in Ordnung war, stand recht schnell fest, die Kiste mit einem moderaten Elektroantrieb zu fliegen. Moderat heißt für mich in diesem Falle: preiswert, ausreichend Power, anständige Flugzeit.
Umgesetzt habe ich das mit einem Turnigy C50-45 890 KV, 3s 3600-er 30C Zellen, einem 60 A Regler mit BEC und einem 13x6 APC-E. Dazu kamen noch aus der Kramkiste je zwei HS-81MG auf QR und HS-85 auf Seite und Höhe.

Weil ich es nicht übertreiben wollte, habe ich den Akku einfach anstelle des Tanks eingebaut, er reicht bis fast unter den Motor. Damit passt der Schwerpunkt. Ich muss zum Akkuwechsel die Fläche abnehmen. Das dauert aber nur 30 Sekunden und erspart mir im Gegenzug den hier doch recht aufwändigen Bau eines Rumpfdeckels. In der Rumpfwand sitzt eine Steckbrücke zu Scharfstellen des Antriebes.

Ansonsten habe ich das Modell ganz normal zusammen gebaut, also Servos rein, Motor vor den Spant geschraubt, Regler hinten dran, Akkuschacht durch den Motorspant hindurch eingeklebt, ausgewogen, fertig.

Durch die kleineren Servos habe ich hier gut Gewicht gespart. Der Antrieb ersetzt in etwa das Gewicht eines 7,5-er Zweitakters, so dass die elektrische Variante nicht schwerer wird und schon gar kein Blei benötigt.

Der Erstflug war so irre unspektakulär, dass es gleich mit Entspannung losgehen konnte.Ich musste nichts trimmen, die Leistung reicht zum normalen Turnen und die Flugzeit liegt bei sicheren 10 Minuten plus Reserve. Ich schreib das so vage, weil ich mir bis jetzt jede Leistungsmessung geschenkt habe. Drivecalc sagt, dass alles im grünen Bereich liegt und die Komponenten sind nach dem Flug nur handwarm. Also hätte eine Messung nur akademischen Wert. Ich habe da lieber noch ein paar Akkus leer geflogen und viel Spaß mit dem Modell...

Warum den Quatsch hier schreibe?
Nun, ich denke, es schlummern noch viele solcher Schätze irgendwo in den Kellern oder auf den Dachböden. Das sind, wie hier beim Spacewalker, richtig tolle Modelle, die inzwischen mit kleinem Budget super ordentlich elektrisch geflogen werden können. Es lohnt sich also, die Augen nach solchen Modellen offen zu halten. Ich gebe meinen kleinen Spacewalker jedenfalls so schnell nicht wieder her.

Ach ja, mein großer Spacewalker nach Plan gebaut fliegt ebenfalls seit einigen Tagen. darüber gibts aber einen eigenen kleinen Bericht mit Bildern...

Gruß Mirko