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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Flugzeuge bestellen oder sich nur dafür interessieren macht keinen Spass mehr



silberkorn
15.06.2011, 16:10
Ich suche im Moment ein schneller 2m Schalentier für den Hang. Früher hat mir das mal Spass gemacht. Threads im Forum durchstöbern, Fragen stellen, Herstellerwebseiten abgrasen usw. usf.

Aber seit einer Weile macht das echt keinen Spass mehr. Die absolute Mehrzahl der Händler die Schalentiere verkaufen haben es noch nichtmal nötig auf eMails betreffend Lieferzeiten etc. auch nur zu antworten. Und wenn man mal ne Antwort bekommt dann nach einer Woche oder zehn Tagen.

Wie gesagt, das war kein Einzelfall, ich habe von einigen Händlern keine Antwort oder eine Antwort nach weit mehr als einer Woche erhalten. Einige wenige sind weder per Telefon noch per Mail zu erreichen.

Irgendwie hab ich Bauchweh ein hochwertiges 1000 Euro Modell bei einem Händler zu kaufen der er nichtmal fertigbringt eine kurze eMail Korrespondenz mit mir zu führen. Wenn man dann noch die Horrorgeschichten über Lieferzeiten hier liest vergeht es einem dann völlig.

Klar kann man mal nicht im Geschäft sein, vor allem wenn man alleine agiert. Aber dann kann man auf der Startseite seiner Webpräsenz und in einer Autoresponder-Mail eine Info platzieren daß man krank, im Urlaub, auf einer Messe oder sonstwas ist und daß keine Mails bearbeitet werden. Isses denn so schwer Hergott.

Das musste mal gesagt werden.

Scheint aber irgendwie Symptomatisch für die Modellbaubranche zu sein.
Ein weiteres Hobby von mir ist Grillen, da gibts auch genug Shops die aus ein oder zwei Leute bestehen und Ware aus Osteuropa verticken. Aber die antworten durchweg viel rascher auf mails............

Die Firmen Pollack und ED-Modellbau seien hier rühmlich erwähnt. Sie gehören zu den wenigen die schnell und kompetent geantwortet haben. Bei Pollack hab ich dann letztendlich meinen F3J Flieger bestellt............

Jetzt gehts mir bissi besser :-)

Stein Elektronik
15.06.2011, 16:43
I

Scheint aber irgendwie Symptomatisch für die Modellbaubranche zu sein.


Nee, eher nicht.

Tendenziell beantworte ich auch Emails während der Geschäftszeiten innerhalb einer Stunde oder schneller. Wenn ich aber schon im Email Header sehe, dass der Kunde eine Mailbombe losgelassen hat und die Anfrage an 20 oder 30 andere Händler schickt, dann bekommt das bei mir auch nicht eine hohe Priorität sondern wird dann bearbeitet, wenn ich Zeit habe.

Das Problem ist nämlich, dass die Händler mit solchen Anfragen per Email mittlerweile totgeballert werden.

Meine Preise stehen im Shop, trotzdem bekomme ich laufend Emails, ob es nicht noch billiger geht. Dann antworte ich meistens, dass ich meine Preise nicht per Glaskugel oder Würfel auskegele sondern dass diese kalkuliert sind und keine Mondpreise. Dann bitte ich gleichzeitig darum, von weiteren Anfagen dieser Art zukünftig abzusehen.

Ich kenne Händler, die diese ganze Sch.. über einen Mailfilter direkt raus kicken. Der Grund ist, dass sie sich dann lieber um akute Aufträge aus dem Webshop kümmern, denn die bringen auch Geld. Dass da schon mal ernstgemeinte Anfragen untergehen, ist denen auch klar, aber damit leben die halt.

Ist meiner Meinung nach auch nicht richtig, aber aufgrund der begrenzten Resourcen kümmern die sich lieber um das reale Tagesgeschäft.

Gruss
Hans-Willi

hänschen
15.06.2011, 16:59
- Ich suche im Moment ein schneller 2m Schalentier für den Hang.
- Bei Pollack hab ich dann letztendlich meinen F3J Flieger bestellt............


schneller2mSchalentierF3j::eek: = eierlegendeWolmilchsau ?:confused:;)




aber aufgrund der begrenzten Resourcen kümmern die sich lieber um das reale Tagesgeschäft.
Richtig!
alles andere kostet nur, bringt nix.

Wer ernsthaft interessiert ist, ruft an.

lass damit aber bloss die Energija´s in Frieden...;)

Gast_32089
15.06.2011, 17:37
"...Wer ernsthaft interessiert ist, ruft an..."
Das ist das Mittel meiner Wahl. Dabei hab ich aber auch schon schlechte Erfahrungen gemacht (zu den angegebenen Zeiten mehrere Tage überhaupt nicht erreichbar). Gekauft hab ich dann z.B. bei dem Händler welcher erreichbar war und sich die Mühe gemacht hat auch mal eben den Bausatz aus dem Lager zu holen um etwas nachzuschauen. Der Modellbauspaß fängt bei mir beim Kaufen an. Wenn dann noch Fachwissen rüberkommt gewinnt man einen Stammkunden.
Gruß, Michael

hänschen
15.06.2011, 18:39
my favorite Dealer is...natürlich Höllein.
Seit Jahrzehnten bewährt, kennt sich aus, Preis stimmt, liefert schnell.

Symmetry01
15.06.2011, 19:13
my favorite Dealer is...natürlich Höllein.
Seit Jahrzehnten bewährt, kennt sich aus, Preis stimmt, liefert schnell.

bekommst Du Prozente bei H:rolleyes::rolleyes::rolleyes:

Symmetry01
15.06.2011, 19:17
Nee, eher nicht.

Tendenziell beantworte ich auch Emails während der Geschäftszeiten innerhalb einer Stunde oder schneller. Wenn ich aber schon im Email Header sehe, dass der Kunde eine Mailbombe losgelassen hat und die Anfrage an 20 oder 30 andere Händler schickt, dann bekommt das bei mir auch nicht eine hohe Priorität sondern wird dann bearbeitet, wenn ich Zeit habe.

Das Problem ist nämlich, dass die Händler mit solchen Anfragen per Email mittlerweile totgeballert werden.

Meine Preise stehen im Shop, trotzdem bekomme ich laufend Emails, ob es nicht noch billiger geht. Dann antworte ich meistens, dass ich meine Preise nicht per Glaskugel oder Würfel auskegele sondern dass diese kalkuliert sind und keine Mondpreise. Dann bitte ich gleichzeitig darum, von weiteren Anfagen dieser Art zukünftig abzusehen.

Ich kenne Händler, die diese ganze Sch.. über einen Mailfilter direkt raus kicken. Der Grund ist, dass sie sich dann lieber um akute Aufträge aus dem Webshop kümmern, denn die bringen auch Geld. Dass da schon mal ernstgemeinte Anfragen untergehen, ist denen auch klar, aber damit leben die halt.

Ist meiner Meinung nach auch nicht richtig, aber aufgrund der begrenzten Resourcen kümmern die sich lieber um das reale Tagesgeschäft.

Gruss
Hans-Willi

Super Statement Hans Willi,
leider ist in der Modellbaubranche immer noch "Geiz ist Geil" und "Billig will Ich" verbreitet.

Darum sollte sich der Händler auch auf das Geld verdienen konzentrieren und nicht Märchenmail`s beantworten.
Wer klein hat soll auch klein fliegen:D:D:D

Wenn ich auf Flugtagen und Veranstaltungen immer wieder diese Sprüche höre
"so was kaufe ich mir auch"
dann bekommen die "Möchtegern-Käufer" einen Preis genannt und sind sichtbar geknickt.:D
Sparen nicht labern, sage ich nur.;)


Gruß Tom

MigMag
15.06.2011, 21:17
my favorite Dealer is...natürlich Höllein.
Seit Jahrzehnten bewährt, kennt sich aus, Preis stimmt, liefert schnell.

Dito ! meinen defekten Sender haben sie auf Kulanz umgetauscht .....Super
einen Fachhändler "fast" am Ort zu haben

hänschen
15.06.2011, 22:47
bekommst Du Prozente bei H
nööö, aber ich finde ihn gut: ich war vor Jahren schon in seinem Kellerladen (ich glaube sein Sohnemann war noch am werden?), dann im nächsten, schon recht grossen.
Er hatte nie ein Problem damit wenn ich ein / zwei Stunden da rumstand und guckte, fragte...
Ich hab jahrelang umsonst pünktlich den neuen Katalog bezogen, der war lange Zeit meine Bibel.
Einige Libellen hab ich gebaut, geschrottet, bekam Ersatzteile und auch zusätzliche Rippen für Experimente (kostenlos!!!).
Ich finde ihn einfach gut, in Dortmund haben wir vor Jahren mal fast eine Stunde über die Libelle diskutiert...
Er hat bei uns in D einiges bewegt, ein AD wäre ohne ihn heute vielleicht Schuhmacher, wer hätte ohne ihn bei uns einen HLG gesehen, gebaut, geflogen? CNC-Modelle aus Holz wären ohne ihn sicher nicht sooo schnell und weit verbreitet worden...
Für all das empfehle ich ihn gerne weiter.

COOLMOVE
16.06.2011, 07:14
Jep Höllein ist Top!
Kann man nur weiterempfehlen.

silberkorn
11.07.2011, 13:03
Das Problem ist nämlich, dass die Händler mit solchen Anfragen per Email mittlerweile totgeballert werden.
Ich kenne Händler, die diese ganze Sch.. über einen Mailfilter direkt raus kicken. Der Grund ist, dass sie sich dann lieber um akute Aufträge aus dem Webshop kümmern, denn die bringen auch Geld. Dass da schon mal ernstgemeinte Anfragen untergehen, ist denen auch klar, aber damit leben die halt.


Hmmm, Ich wäre ja schon froh wenn die betreffenden Händler die Preise und die Verfügbarkeit ihrer Flieger im Shop kenntlich machen würden. Aber wenn der Hersteller/Vertreiber eines Flugzeuges beides nicht auf seiner Seite angibt, bleibt mir nix anderes übrig als in einer eMail zu Fragen und wenn deren Beantwortung in 2 Zeilen dann 2 Wochen dauert hab ich da kein verständnis für.

silberkorn
11.07.2011, 13:05
schneller2mSchalentierF3j::eek: = eierlegendeWolmilchsau ?:confused:;)
[/SIZE]

Nee, die F3J Maschine hab ich fix bestellt und nun war ich auf der Suche nach einem 2 Meter Schalentier. Ist aber mittlerweile auch schon gefunden.

Gruß

Alex

silberkorn
11.07.2011, 13:07
Wer ernsthaft interessiert ist, ruft an.
[/SIZE]

Yep, dann ruf mal bei den entsprechenden Shops an.
Dann haste einen Hiwi am Telefon der Dich dann drei mal vertröstet weil der Chef immer grade in Osteueropa unterwegs ist und Modelle abholt, und er, die HiWi nix über Lieferzeiten sagen kann...........

silberkorn
11.07.2011, 13:08
my favorite Dealer is...natürlich Höllein.
Seit Jahrzehnten bewährt, kennt sich aus, Preis stimmt, liefert schnell.

Hollein ist bestimmt ein gute Shop. Nur leider bieten die Überhaupt keine F3x Schalentiere um die es mir geht.

SirToby
12.07.2011, 19:35
Auch, wenn Du mit Pollack gute Erfahrungen gemacht hast - ich weiß von zwei Kollegen anderes zu berichten. Unsagbare Wartezeit (wenn ich mich recht erinnere waren es zuletzt 18 Monate) immer wieder zugunsten von Wettbewerbspiloten verströstet... Und als mal ein Ersatzteil benötigt wurde (HLW), hat der Kollege irgendwann entnervt aufgegeben und ist mit dem reparierten HLW geflogen...
Irgendwie auch keine Art, mit Kunden umzugehen...

Beste Grüße
Tobias

P.S.: Die Qualität der Modelle ist allerdings über jeden Zweifel erhaben!

Frank R
12.07.2011, 23:41
Ich habe vor 8 Jahren einen auf E-Antrieb umgebauten Xantipa gebraucht gekauft und wollte das Modell mittels neuer Nase wieder als Segler umbauen. Pollak verlangte von mit im Telefonat einen Nachweis, dass ich das Modell bei Ihm gekauft habe - sonst gibt es keine Ersatzteile.

Hallo???

hänschen
13.07.2011, 10:17
Pollak verlangte von mit im Telefonat einen Nachweis, dass ich das Modell bei Ihm gekauft habe - sonst gibt es keine Ersatzteile.
Hallo???

Recht hat er: pflegt seine Kunden, warum sollte er seine sorgsam gehüteten Ersatzteile (die evtl. nur noch mit grossem Aufwand, oder nicht mehr zubeschaffen sind) anderen verkaufen?
Wir machen das ebenso, unsere treuen Kunden freuen sich, warum soll ich mir für andere Händler die Arbeit und Kosten machen? Das bezahlt dir keiner...

MarkusN
13.07.2011, 10:34
Wie das Beispiel des gebraucht gekauften Fliegers zeigt, kann solches Verhalten aber den Falschen treffen. Wenn so etwas ruchbar wird, hat es Auswirkung auf den Wiederverkaufswert und damit auf die Kaufentscheidung des Erstkunden.

In der Regel ist es als Händler nicht angesagt, auf dem hohen Ross zu sitzen. Erst recht nicht in einem Markt, wo X andere mit ähnlichen Leistungen um den Kunden buhlen. Man kann ja reelle Preise für die Ersatzteile verlangen, dann kann es einem egal sein, wo das Modell ursprünglich gekauft wurde.

Man kann sich mit socher Politik relativ rasch den ganzen Markt versauen. Frag mal den durchschnittliche Segelflugzeugkunden, was er vom Geschäftsgebaren von DG hält.

hänschen
13.07.2011, 10:45
hi Markus,
auf diese Antwort habe ichgewartet, ist eben immer Ansichtssache...;)
Was sage ich meinem treuen Kunden wenn er mitkriegt das Hinz und Kunz, die wo anders kauften, bei mir die seltenen Ersatzteile abgeriffen haben, und er leer ausgeht?

MarkusN
13.07.2011, 11:39
Ich sorge dafür, dass die Ersatzteile nicht rar sind, wenn es doch offensichtlich einen Markt dafür gibt?

hänschen
13.07.2011, 12:10
einen Markt: alle Paar Jahre mal eines...
Bei entsprechendem Bedarf ist das natürlich klar...

plot599
13.07.2011, 13:01
Sorry Jungs,
aber ich glaube, ihr müsst zwischen Hersteller und Vertreiber unterscheiden.

Als Hersteller bin ich (meiner bescheidenen Meinung nach) allen Kunden gegenüber verpflichtet.

Wenn ich aber zum Beispiel den Vertrieb für D übernommen habe, mit Lagerhaltung, Werbung, etc. dann freue ich mich natürlich über den Kunden, der im Urlaub in Tschechien seinen Flieger direkt beim Hersteller kauft und damit ein paar Euro spart und dann von mir erwartet, dass ich ihm den Kabinenhaubendeckel aus dem Regal nehme und verkaufe.

Wie würde denn dann der Kunde reagieren, der den Flieger beim Händler gekauft hat und dem zwei Tage später gesagt wird "Ohhhh, keins mehr da..."

hänschen
13.07.2011, 13:10
Sorry Jungs,
aber ich glaube, ihr müsst zwischen Hersteller und Vertreiber unterscheiden.


Richtig, so ist auch mein Beitrag oben zu sehen...
Pollack ist auch Händler ---> "Vertreiber"...

PW
13.07.2011, 14:00
Hallo,

ein ehemaliger Vereinskollege hatte Vorkasse leisten müssen bei Pollack und selbst nach 20 Monaten war das Teil immer noch nicht da ...; nur immer leer Versprechnung; Bennenung von etlichen Terminen, aber nicht ein Termin wurde eingehalten.

Gruss

PW

cyblord
13.07.2011, 17:55
Wenn ich aber zum Beispiel den Vertrieb für D übernommen habe, mit Lagerhaltung, Werbung, etc. dann freue ich mich natürlich über den Kunden, der im Urlaub in Tschechien seinen Flieger direkt beim Hersteller kauft und damit ein paar Euro spart und dann von mir erwartet, dass ich ihm den Kabinenhaubendeckel aus dem Regal nehme und verkaufe.

Und genau diese Einstellung treibt die armen Händler in den Ruin. Und weißt du was? Wenn ich sowas lese empfinde ich dabei nur noch Freude. Jeder der so denkt sollte untergehen mit Mann und Maus. Und das schöne daran: Genau das passiert auch.

Was hat es den Verkäufer zu interessieren was ich wann wo gekauft hab? Entweder er verkauft in seinem Laden Kabinenhauben oder nicht.

gruß cyblord

hänschen
13.07.2011, 18:17
ist doch ganz einfach: derartige Ersatzteile am Lager zu haben ist ein Service für die von Ihm verkauften Modelle. Bei 20-30 .-€ Verkaufswert alle Schaltjahr ist bestimmt leicht ein Vermögen zu machen...
Wer Modelle z.B. selbst importiert, kann dies mit den Ersatzteilen ja auch machen...oder selbst bauen...

SirToby
13.07.2011, 18:31
Ich habe vor 8 Jahren einen auf E-Antrieb umgebauten Xantipa gebraucht gekauft und wollte das Modell mittels neuer Nase wieder als Segler umbauen. Pollak verlangte von mit im Telefonat einen Nachweis, dass ich das Modell bei Ihm gekauft habe - sonst gibt es keine Ersatzteile.

Hallo???

Wie soll man denn bitte nachweisen, daß das Modell bei ihm gekauft wurde, wenn man es gebraucht erstanden hat? Kann ja beim Pollack gekauft worden sein, nur wird der Zweit- (Dritt-, Viert-, ...) Besitzer das in der Regel wohl kaum nachweisen können. Für mich kein rühmliches Verhalten. Aber vielleicht kann sích der Herr Pollack das erlauben, weil er sehr gut an der Wettbewerbsszene verdient? Mein Fazit: Aus der Erfahrung meiner Kollegen und dem hier geschriebenen werde ich auf diesen Vertreiber verzichten.

P.S.: Als einer meiner Kollegen nach laaaanger Wartezeit beim Pollack auf besagtes Ersatzteil sich dann entnervt mit dem Hersteller in Verbindung gesetzt hat, bekam er von Herrn Pollack einen recht unhöflichen Anruf, nach dem Motto: So geht's nun auch nicht schneller!

Ich kann da nur den Kopf schütteln.

Grüße
Tobias

silberkorn
13.07.2011, 18:40
Bin Gespannt.

Vorkasse hab ich keine geleistet. Pollack hat jetzt den Liefertermin schon einmal verschoben.
Wenn er ihn nochmal verschiebt storniere ich den Auftrag.

Auf Spielchen hab ich ja keine Lust.

cyblord
13.07.2011, 18:41
..
Wer Modelle z.B. selbst importiert, kann dies mit den Ersatzteilen ja auch machen...oder selbst bauen...

Naja das werden die abgewiesenen Kunden dann wohl auch so machen. Und wenn bei dem Händler das Licht ausgeht, dann wird auf den bösen Kunden geschimpft. :rolleyes:

Ein Händler darf grundsätzlich machen was er will, und verkaufen was und an wen er will, bloss bitte bitte dann nicht noch hinterher sich beschweren und meckern.

gruß cyblord

hänschen
13.07.2011, 18:53
Aber vielleicht kann sích der xxx das erlauben, weil er sehr gut an der Wettbewerbsszene verdient? Grüße Tobias

ob man da was verdienen kann?



Vorkasse hab ich keine geleistet. ...hat jetzt den Liefertermin schon einmal verschoben.
Wenn er ihn nochmal verschiebt storniere ich den Auftrag.
Richtig, wenn das Teil versandklar ist zahlen, noch besser: per Nachnahme, kostet ein klein bisschen, aber...

jochen_w.
13.07.2011, 19:51
Was hat es den Verkäufer zu interessieren was ich wann wo gekauft hab? Entweder er verkauft in seinem Laden Kabinenhauben oder nicht.

Genau so sieht's aus! Was hat es ihn zu interessieren?
Die Argumentation vonwegen "solche Teile auf Lager zu haben lohnt sich nicht" geht nicht auf, denn sie werden ja auch mal verkauft und dann wird damit auch Gewinn - wenn auch geringer - erzielt. Aber so ist das nun mal, in jedem Unternehmen gibt es die cash cows und die poor dogs.
Ich würde es so machen: Einmal einen Vorrat solcher kleiner Ersatzteile machen. Bei Teilen wie z.B. einer Seglernase für einen Rumpf oder Kabinenhauben o.Ä. hält sich der zeitliche und finanzielle Aufwand doch sehr in Grenzen verglichen mit etwa einer ganzen Tragfläche. Rechtzeitig, wenn man merkt dass der Vorrat zuneige geht, wieder anfangen Teile zu produzieren. Immer von der Menge her für ein Jahr im Voraus oder so.
Dann hat man eben einmal mehr Aufwand mit der Herstellung dieser Ersatzteile, aber dafür gewinnt man in anderer Hinsicht: Man signalisiert dem Kunden und potentiellen Kunden durch das Vorhandensein von Ersatzteilen in ausreichender Menge, dass er bei einem gut aufgehoben ist - besser als bei der Konkurenz, die z.B. eben jenen Service nicht bietet. Und das schätzt der Kunde und würdigt es auch durch seine Entscheidung wo er einkauft. Somit also längerfristig doch kein Minusgeschäft!

Gruß
Jochen

SirToby
13.07.2011, 20:07
Genau so sieht's aus! Was hat es ihn zu interessieren?
Die Argumentation vonwegen "solche Teile auf Lager zu haben lohnt sich nicht" geht nicht auf, denn sie werden ja auch mal verkauft und dann wird damit auch Gewinn - wenn auch geringer - erzielt. Aber so ist das nun mal, in jedem Unternehmen gibt es die cash cows und die poor dogs.
Ich würde es so machen: Einmal einen Vorrat solcher kleiner Ersatzteile machen. Bei Teilen wie z.B. einer Seglernase für einen Rumpf oder Kabinenhauben o.Ä. hält sich der zeitliche und finanzielle Aufwand in doch sehr in Grenzen verglichen mit etwa einer ganzen Tragfläche. Rechtzeitig, wenn man merkt dass der Vorrat zuneige geht, wieder anfangen Teile zu produzieren. Immer von der Menge her für ein Jahr im Voraus oder so.
Dann hat man eben einmal mehr Aufwand mit der Herstellung dieser Ersatzteile, aber dafür gewinnt man in anderer Hinsicht: Man signalisiert dem Kunden und potentiellen Kunden durch das Vorhandensein von Ersatzteilen in ausreichender Menge, dass er bei einem gut aufgehoben ist - besser als bei der Konkurenz, die z.B. eben jenen Service nicht bietet. Und das schätzt der Kunde und würdigt es auch durch seine Entscheidung wo er einkauft. Somit also längerfristig doch kein Minusgeschäft!

Gruß
Jochen

Ich habe mal vor einer Weile bei einem Hersteller im Sauerland gearbeitet. Und genau das, was Du da schreibst, habe versucht ihm klar zu machen. Ohne Erfolg. Lagerlogistik: Fehlanzeige. Die Kunden sind der Reihe nach verzweifelt. Hätte er sich der Empfehlung angenommen, hätte der Betrieb floriert. Soweit ich weiß "krautert" der Betrieb heute noch so 'rum... selbst Schuld.

Grüße
Tobias

hänschen
14.07.2011, 00:50
Und das schätzt der Kunde und würdigt es auch durch seine Entscheidung wo er einkauft. Somit also längerfristig doch kein Minusgeschäft! Gruß Jochen

ein frommer Wunsch, mehr nicht. Ich kenne manche Firma, die grössere Mengen Teile irgendwann mit blutendem Herzen entsorgte.
Im letzten Rest der Hinterlassenschaft eines grossen Händlers aus Stuttgart sind noch Mengen an E-teilen, die in 30 Jahren keiner wollte.
Alles totes Kapital...gerade Ersatzteile bringen nichts, kosten nur, ausser Verschleissteile, die ständig kaputtgehen.
Eine bekannte süddt. Firma fördert auch immer wieder erstaunliches zutage, es ist oft eine tolle Raritätenschau...

Stein Elektronik
14.07.2011, 09:11
Hi !

Das sehe ich auch so. In Zeiten schwindender Margen kann es sich kein Händler mehr leisten, totes Kapital am Lager zu haben.

Es kann auch keiner erwarten, dass sich die Händer der "Geiz ist geil community" anpassen und gleichzeitig Sachen auf Lager haben, die sich nicht innerhalb kurzer Zeit umschlagen.

Das ist BWL im ersten Semester.

Gruss
Hans-Willi

MarkusN
14.07.2011, 10:24
Alles richtig. Aber entweder die "bösen Fremdkunden" kaufen den eigenen die raren Ersatzteile weg, dann gibt es einen Markt. Oder es gibt eben nur tröpfchenweise Kunden (ist ja egal ob eigene oder fremde), und ich fertige (lasse fertigen) auf Auftrag, dann ist es lediglich eine Frage von seriöser Kalkulation (und Lieferfristen, aber wenn Qualität und Service stimmen, geht man das ein.) Dann habe ich immer noch die Freiheit, die eigenen Kunden mit besseren Konditionen zu binden.

Auf dem hohen Ross zu sitzen ist jedenfalls nicht angebracht, ausser man habe ein hieb- und stichfestes Alleinstellungsmerkmal.

Bushpilot
14.07.2011, 11:31
Ich wollte hier nichts schreiben... Sorry, aber nun muss es mal raus: Was ich hier so lese...
Es :mad: mich, das Leute die mit der Materie nix zu tun haben, schlaue Sprüche abgeben. Leute, glaubt doch einfach mal dem Einzelhändler. Der würde auch lieber ein sauberes Geschäft machen als sich ständig ans Bein pinkeln lassen zu müssen.
(Ja sicher, es gibt auch schwarze Schafe, aber die verhungern eh ganz schnell.)

Das mit dem Anhalten von Ersatzteilen ist ein verdammt schwieriges unterfangen. Ich spreche da aus eigener leidiger Erfahrung. Du hast chronisch das verkehrte auf Lager: Was gestern noch ein Renner war ist heute ein Ladenhüter.
Die Modelle (nein, ich bin nicht im Modellbauhandel) ändern sich schneller als manch Kunde seine Unterhosen wechselt, und daher sind viele Ersatzteile auf einmal völlig anders und werden nicht mehr gebraucht. Außerdem kommen jeden Tag neue Modelle dazu. Als Händler hast du die Teile aber beim Hersteller gekauft, zurückgeben geht nicht. Also neue bestellen.
Am Ende drückst du die Ladenhüter eines unschönen Tages in die Tonne. Eigentlich könnte man gleich Bares Geld wegschmeißen: Es nimmt nicht soviel Platz weg in der Mülltonne.
Und immer ist es das gleiche: Kaum hast du jede Menge Ersatzteile weggefeuert, kommt ein Kunde der Händeringend genau das sucht was du grade gestern entsorgt hast.:cry:

Lagerhaltung von Ersatzteilen gliedert sich immer so auf:
Der Kunde ist sauer auf dich, weil du das Teil nicht auf Lager hast und erst bestellen musst.
Der Kunde ist sauer auf dich, weil das Teil "viel zu teuer ist" ist.
Der Kunde ist sauer auf dich, weil du von dem Teil nicht genug auf Lager hast und erst nachbestellen musst.
Der Kunde ist sauer auf dich, weil du das Teil nicht mehr auf Lager hast und erst bestellen musst.
Der Kunde ist sauer auf dich, weil das bestellte Teil einfach nicht bei dir ankommt.
Der Kunde ist sauer auf dich, weil der Hersteller das Teil nicht mehr herstellt.

Wer was anderes behauptet ist entweder nicht mit der Ersatzteillagerhaltung beschäftigt, oder ist nur ein Angestellter der die Teile nicht aus seiner eigenen Tasche bezahlen muss, die nachher weggeschmissen werden müssen.
Wieso Teile wegschmeißen? Können doch liegen bleiben, bis mal einer kommt der das Teil braucht. Klar doch! Jeder Einzelhändler hat Lagermöglichkeiten ohne Ende. In 30 oder 50 Jahren als Einzelhändler sammelt sich schon was an. Kostet ja auch fast nichts.

Ich vertrete z.B. einen Hersteller der seine Ersatzteile Nummeriert: Von 010037 bis 999820. Nun darf sich jeder selbst ausrechnen wie viel Ersatzteile nur dieser eine Hersteller hat.

Wenn ich Hellsehen könnte...
...welche dieser unzähligen Teile ich, von – bis (zeitlich) und in der benötigten Anzahl, nötig hätte um immer den Happy Customer zu haben...
würde ich 2 oder 3 mal Lotto spielen und mich zur Ruhe setzen!

MarkusN
14.07.2011, 12:17
Ich verstehe Deine Frustration und kann sie nachvollziehen. Trotzdem ist es keine gute Geschäftspolitik zu argumentieren "Den $(#3!$$-Job mache ich nur für meine guten Kunden!"

Das man es grundsätzlich falsch gemacht hat, ist auch klar.

cyblord
14.07.2011, 13:12
Das Problem ist doch, in der heutigen Zeit kann sich ein kleiner Laden nur noch mit 3 Argumenten über Wasser halten: SERVICE, SERVICE, SERVICE. Nicht nur im Modellbaugeschäft. Aber was ich hier lese hört sich ganz und gar nicht danach an, als hätte man dies in der Branche verstanden.

gruß cyblord

hänschen
14.07.2011, 13:23
Das Problem ist doch, in der heutigen Zeit kann sich ein kleiner Laden nur noch mit 3 Argumenten über Wasser halten: SERVICE, SERVICE, SERVICE. gruß cyblord

das sagen immer die, die alles in China kaufen, weil es dort diesen Service gibt...:D

Wenn es bezahlt würde, wäre es kein Thema, wir sind aber leider nicht in der Computer oder sonstigen, hochbezahlten Branche, sonst hätten wir noch Modellbauläden an jeder Ecke...

jochen_w.
14.07.2011, 15:31
ein frommer Wunsch, mehr nicht. Ich kenne manche Firma, die grössere Mengen Teile irgendwann mit blutendem Herzen entsorgte.

Siehste, das ist ja gerade die Kunst daran: Man darf auch nicht zu viel von diesen Teilen im Voraus fertigen um sie dann auf Lager bereit zu haben. Die Menge muss eben für einen gewissen Zeitraum passen, darf aber auch nicht zu groß sein ("totes Kapital"). Hier spielt dann eben eien richtige Einschätzung des Marktes die wichtigste Rolle.
Deshalb sag ich ja, wenn's z.B. um Aufstecknasen oder ähnliche kleinere Teile geht: Einmal über einen Zeitraum von vielleicht ein, zwei Wochen jeden Tag so eine Seglerschnauze laminieren und am nächsten Tag gleich am Morgen als erstes entformen, Form reinigen, eintrennen und wieder gleich die nächste laminieren. Dann hat man man wieder den restlichen Tag "Ruhe" und kann sich der normalen Serienproduktion widmen. Dazu macht man sich dann natürlich vor Markteinführung des betreffenden Fliegers eine zweite Form der Abziehschnauze (nur um mal bei diesem Beispiel zu bleiben), ansonsten kann man ja nicht reibungslos nebenher produzieren!
Aber hat man dann mal in diesen zwei Wochen jeden Tag eien Schnauze laminiert/ bzw. am nächsten Tag entformt, so nehmen diese Kleinteile nicht mehr viel Platz weg und halten auch nicht mehr auf. Alle in eine Kiste rein und diese dann irgendwo ins Regal stellen, fertig. Wenn dann ein Kunde (egal woher er sein Modell gekaut hat!) kommt und so ein Teil will, dann muss es nur noch verschickt werden. Zeitnah und unkomliziert. das ist dann in der Tat ein Vorteil, sofern die Konkurenz dies nicht so schnell udn reibungslos bieten kann! Und dann eben wie gesagt rechtzeitig bevor der Vorrat aufgebraucht ist, wieder neue Teile für den Ersatzaufsteckschnauzenkarton machen.
Nochmal: Wichtig ist die Menge! Nicht zu viel und nicht zu wenig im Vorraus herstellen!
Ist ein Stück weit zwar vielleicht Gefühlssache, weil die Situation ja auch nicht immer gleich ist. Aber hat man einmal über einen zeitraum von einem Jahr Erfahrungswerte gesammelt, dann kann man die ab sofort als Basis nehmen und sagen "also gut, von dem und dem Teil brauch ich XYZ pro Jahr". darauf schlägt man dann evtl. noch einen Sicherheitsfaktor um Schwankungen ausgleichen zu können und die so kalkulierte Anzahl wird dann eben wie oben beschrieben im Voraus hergestellt. das Intervall kann man ja selbst festsetzen. Kleinere Intervalle = größere Streuung der Zeit, der für die Ersatzteilherstellung benötigt wird, dafür geringeres Risiko auf Teilen sitzen zu bleiben. Größere Intervalle = Einmalig größerer Zeitaufwand, dafür muss man bei Bedarf nur noch in den Karton greifen und versenden. Wartezeit für den Kunden liegt dann bei wenigen Tagen (-> Zufriedenheit, sowas verbreitet sich dann auch über Mund-zu-Mund-Propaganda und in Foren, vonwegen "...der XYZ hat bei mir immer superschnell geliefert!"). Die Kehrseite der größeren Intervalle liegt eben im größeren Risiko, dass man auf Teilen sitzen bleibt, falls man sich sehr verschätzt hat.
Ist halt alles ein gewisses Risiko, so ist das eben! Wer damit nicht klarkommt und sich lieber in ominösem Geschäftsgebären und mangelhafter Kommunikation übt, der ist m.E. einfach nicht der richtige Typ Mensch um Unternehmer zu werden!

Gruß
Jochen

hänschen
14.07.2011, 16:22
Man darf auch nicht zu viel von diesen Teilen im Voraus fertigen
hi Jochen, schön, dass du uns aufklärst, es gibt aber auch sowas wie Mindestmengen und sinnvolle Losgrössen...
Frag mal Fabricius, der kann das sicher gut erklären... ;)
Man kann auch in 2 Sätzen soviel sagen wie mit einer ganzen DIN A 4 Seite...aber das üben wir noch, gell?;) wobei, heute wird wohl auf nach Zeilen bezahlt...;)

MarkusN
14.07.2011, 16:46
hi Jochen, schön, dass du uns aufklärst, es gibt aber auch sowas wie Mindestmengen und sinnvolle Losgrössen...Bei handlaminierten Teilen? Sicher könnte man grössere Serien effizienter herstellen. Aber die Mehrfachform leistes sich wohl kaum einer.

Bushpilot
14.07.2011, 18:21
...Trotzdem ist es keine gute Geschäftspolitik zu argumentieren "Den $(#3!$$-Job mache ich nur für meine guten Kunden!"
Jeder Kunde ist von Haus aus erst mal ein guter Kunde.
Wer das nicht begriffen hat, der hat in einem kleinen Sales/Servicebetrieb nichts zu suchen. Grade die kleinen Einzelhändler und Servicebetriebe müssen sich immer mehr strecken um wenigsten mal am Kuchen schnuppern zu können, den die großen schon unter sich aufgeteilt haben.

Das man es grundsätzlich falsch gemacht hat, ist auch klar.
Mag sein, aber:
DER Kunde, der sonst im großen (Internet) Laden so Geil auf billig ist, das er gar nicht bemerkt hat das er dort nur noch `ne Simple Nummer ohne Namen ist, der schon von Anfang an so Geizig ist das er nicht mal mehr Guten Tag sagen kann, der sofort muffelig darauf pocht als erster und schnellstens, am billigsten SEIN Teil zu bekommen... nun, der kann nicht erwarten das ihm der Rote Teppich ausgerollt wird.

Ja, ja. Ist offiziell nicht richtig: Geld sinkt nicht, egal von wem.
Trotzdem: Etwas mehr Bitte und Danke und allen wäre geholfen.
Und zum Glück gibt es noch ein paar Kunden die noch etwas Verständnis aufbringen das du gar nicht jedes Teil am Lager halten kannst.


@Jochen: Von was redest du? Von der Hinterhof oder Kellerwerkstatt die ein einziges Modell als lustigen Zeitvertreib herstellt mag dass ja noch angehen, aber wehe du musst davon leben.

Stein Elektronik
14.07.2011, 18:43
Naja,

man muß auch sagen, dass das Internet alles komplett verzerrt hat.
Jeder Kunde erwartet, seine Bestellung am nächsten Tag im Briefkasten zu haben.

Ich habe in der Tat Kunden, die rufen am nächsten Nachmittag an und beschweren sich, warum ihr Zeugs noch nicht da ist. Meist stellt sich dann heraus, dass die Paketdienste anscheinend langsamer als ich arbeiten und dann kommen schon mal 2 Tage Laufzeit zusammen.


Der Markt ist, wie ich auch schon erfahren mußte sehr dynamisch und schnelllebig. Da kommt ein Produkt raus, in den Foren entsteht ein regelrechter Hype um das Produkt und plötzlich will jeder das Teil haben. Und wehe, das ist nicht sofort lieferbar, dann kommt wieder das Wehklagen und übliche Gelaber...deutsche Servicewüste usw.....

Dann legst Du Dir als Fachändler große Mengen davon auf Lager und schwupp, plötzlich ist das Ding wieder out und Du kannst schauen, wie Du die Dinger los bekommst und wenn ja, dann mit erheblichen Preisnachlässen.

Bei gesunden Margen in früheren Zeiten war das kein Problem, da konnte man solche Sachen weg stecken. Heute undenkbar, wer ein paar Mal mit Zitronen gehandelt hat, der ist weg vom Fenster.

Nicht umsonst bin ich aktiv in den Foren tätig, da ich dort sofort die Hypes und Strömungen und die Ins und Outs direkt erkennen kann.

DIe Verminderung der Lagerbestände ist einer der wenigen Möglichkeiten, Kosten einzusparen und auf die sinkenden Margen zu reagieren. Bei den einen Firmen ist es halt extrem, bei den anderen weniger.

Gruss
Hans-Willi

cyblord
14.07.2011, 20:49
das sagen immer die, die alles in China kaufen, weil es dort diesen Service gibt...:D

Wenn es bezahlt würde, wäre es kein Thema, wir sind aber leider nicht in der Computer oder sonstigen, hochbezahlten Branche, sonst hätten wir noch Modellbauläden an jeder Ecke...

Naja ein niedriger Preis ist ja auch ne Art von Service oder?:D

Aber ernsthaft, wenn niemand bereit ist, die höheren Ladenpreise für die Vorteile (Beratung, Sofort-Mitnahme) zu zahlen, dann ist dieser Markt eben tot.

Oder der Markt ist da, nur viele Läden haben die Vorteile gar nicht, wegen der oben beschriebenen Lagerproblematik und/oder unfreundlichen bzw. inkompetenten Verkäufern.

Es gibt nur diese beiden Möglichkeiten. Auf welche davon tippen denn die anwesenden Händler?


man muß auch sagen, dass das Internet alles komplett verzerrt hat.
Na klaro HWS, das Internet hat die Latte sehr hoch gelegt. Aber was ist dagegen zu sagen, soll man sich eher nach unten als nach oben orientieren? Gerade Läden wie Amazon haben gezeigt, was im Bezug auf Einfachheit (2x klicken schon bestellt, LS Zahlung), Geschwindigkeit und Service(Umtausch war nie ein Problem, man kann dirket eine Paketmarke ausdrucken) so alles möglich ist.

Klar schafft das Erwartungshaltungen. Die Frage ist dann halt nur, wer kann sie erfüllen und wer nicht.

gruß cyblord

Jochen K.
14.07.2011, 22:26
Dazu macht man sich dann natürlich vor Markteinführung des betreffenden Fliegers eine zweite Form der Abziehschnauze
...
Alle in eine Kiste rein und diese dann irgendwo ins Regal stellen, fertig.
Zum Glück kann man so eine zusätzliche Form ganz nebenbei mal eben hinfrickeln. Mit den nächsten Modellen, die er herausbringt, wird er es ebenso machen, denn die Formen nehmen im Regal kaum Platz weg.
Und wenn die Kiste voll ist, dann einfach eine zweite danebenstellen. Und wenn die auch nicht mehr reicht, dann eine dritte. Oh, da ist kein Platz mehr, weil da schon die Formen liegen? Tja, dumm gelaufen.

Wem wird hier eigentlich in erster Linie ein Vorwurf gemacht? Den Herstellern, weil sie im Zweifelsfall zu früh keine Ersatzteile mehr liefern oder den Händlern, die nicht jeden gewünschten Artikel aus dem Regal ziehen können?
Im ersten Fall kommt es darauf an, ob man das irgendwie selbst reparieren oder durch ein Teil eines anderen Modells ersetzen kann, im zweiten Fall habe ich kein Problem damit, zum Händler zu radeln, die Sachen zu bestellen und dann wieder hinzuradeln, um sie abzuholen. Ist mir ehrlich gesagt lieber, als bei Kleinkram für zehn Euro noch Versandkosten zu zahlen und dann hoffen zu müssen, daß der Paketdienst meinen Briefkasten findet.

hänschen
15.07.2011, 03:34
Ist mir ehrlich gesagt lieber, als bei Kleinkram für zehn Euro noch Versandkosten zu zahlen und dann hoffen zu müssen, daß der Paketdienst meinen Briefkasten findet.
hi Jochen, du bist aber furchtbar altmodisch: heut ist es doch hipp jedes Teil einzeln in HK zu bestellen und Versandkosten zu bezahlen, braucht man ein Teil gerade nicht, wird es sofort verscherbelt, weil man legt sich ja kein unnötiges Schräubchen ins Regal...;)

Bushpilot
15.07.2011, 10:11
Aber ernsthaft, wenn niemand bereit ist, die höheren Ladenpreise für die Vorteile (Beratung, Sofort-Mitnahme) zu zahlen, dann ist dieser Markt eben tot.

Oder der Markt ist da, nur viele Läden haben die Vorteile gar nicht, wegen der oben beschriebenen Lagerproblematik und/oder unfreundlichen bzw. inkompetenten Verkäufern.
Na gut, dann machen wir eben den Verkaufsladen zu, und machen’s nur noch übers Internet. Beratung findet nur noch per Mail und/oder Call Centre statt. Sehen und anfassen ist dann nicht mehr: Kaufen wie auf dem Bildchen gesehen und eventuell noch der unfreundliche bzw. inkompetente Sales man beschreiben kann. Dann liegt die Verantwortung nur beim Käufer. Er hat JA angeklickt.
Danach aber nicht meckern kommen die Farbe, Größe... usw..., oder so... stimmt nicht.

Es gibt nur diese beiden Möglichkeiten. Auf welche davon tippen denn die anwesenden Händler?
Auf diese? Das wird lustig!
Grade bei Ersatzteilen. Wenn’s doch nicht passt oder doch nicht ganz das richtige ist, der Bolzen sich weigert mit der billigen Baumarktwasserpumpenzange aus dem Flansch zu kommen... dann hat der Käufer eben Pech gehabt. Er will ja keinen Menschen der sich auskennt, Fachberatung klar, aber den Fachmenschen am Tresen/Werkstatt dafür bezahlen müssen, nein.

Da der Fachmann ja nur Fachmann geworden ist, durch ständiges dazulernen was/wie/wann und wo Kaputt gegangen ist, und durch langjährige Erfahrungen Fehler erkennen kann, dass sehr wichtige warum auch kennt und die notwendigen Werkzeuge und Teile besitzt und auch noch damit umgehen kann;
Ja, der ist zu teuer für den Kunden.
Die Werkstatt wird zu gemacht, wozu braucht man dass dann noch? Bastelt ja eh jeder nur noch mit Teilen herum die er so schön billig aus dem Netz bekommen hat.

Also Tschüss Fachmensch: Er wird verflüssigt, ist mehr als flüssig... also überflüssig. Dafür kommt ein Hilfsarbeiter ins Lager der grade noch so eine Nummer vom Buchstaben unterscheiden kann. Besser noch ein Roboter... der wird auch nicht Krank oder bekommt ein Kind.

Und wenn der Flieger... die Maschine Kaputtrepariert ist, wird eben was neues gekauft... Ein Plug and Play... schön billig aus Fernost. Nur ein Mausklick...

Viel Spaß!

hänschen
15.07.2011, 14:02
Und wenn der Flieger... die Maschine Kaputtrepariert ist, wird eben was neues gekauft... Ein Plug and Play... schön billig aus Fernost. Nur ein Mausklick...
Viel Spaß!

Das ist bei der Masse hier mittlerweile wohl einfach die Realität, schau dich doch um: Threads zu den aller einfachsten Grundkenntnissen (Servobrett wie, womit einkleben, aber grosse, teure Kisten kaufen).
Es wird noch nichtmal die Suche benutzt um etwas zu schmökern...
Service auch hier bei uns: man lässt sich bedienen von hinten bis vorne, im Forum kostet´s ja nix, die anderen haben nichts anderes zu tun...

cyblord
15.07.2011, 14:20
Na gut, dann machen wir eben den Verkaufsladen zu, und machen’s nur noch übers Internet.

Hallo Thomas,
Siehst du noch eine dritte Möglichkeit, weil du so zickig auf meine beiden reagierst. Dann raus damit.
Nicht nur lamentieren und irgendwelche Szenarien ausmalen.
Man muss sich numal am Kunden Orientieren. Auch wenn man selber andere Vorstellungen der Modellbaulandschaft hat. Aber ich höre hier überall das dies nicht mehr honoriert und bezahlt wird. Also will der Kunde etwas anderes. Er will Schaum, er will ARF und will es schnell, einfach und günstig übers Netz. Dort scheint grad der Rubel zu rollen. Alles andere sind Nischen. Genau dort ordne ich mich auch ein, ich will FLIEGEN und nicht 200 Stunden lang nach Plan und in Holz bauen. Kann ich gar nicht. So einfach ist das. Ist das nun verwerflich? Ich kaufe einiges im Modellbauladen und da früher schon viel Geld liegenlassen, aber ich kaufe dort nunmal kein Modell für welches ich nen fuffi mehr hinlege als im Netz. Kann ich mir nicht leisten. Was hab ich davon? Wenn der Laden zumacht, dann soll er zumachen. Wenn er offen hat, kauf ich dort auch einiges ein. Fragt mal die Reisebüros was die von Expedia und Co halten. Und wann ICH das letztes mal in einem Reisebüro? Jeden Urlaub den ich jemals selber gebucht hab, hab ich übers Netz gebucht. Erst über Pfingsten, Ferienwohnung in Kroatien, Freitag abend gebucht, Dienstag abend bezogen. Mach das mal im Reisebüro. Und ich kann nach Bewertungen auswählen. Welchen Vorteil hab ich also noch offline? Das ist nunmal die Realität. In allen Bereichen und nicht nur in der Modellbaubranche.

gruß cyblord

Stein Elektronik
15.07.2011, 14:43
Hi !

In der Tat muß ich Cyblord Recht geben. Der klassische Modellbaukunde ist mittlwerweile reiner Konsument. RTF und Plug and Play sind Tagesgeschäft.

Für normalen Modellbau hat niemand mehr Zeit und Lust. Ist halt so, darauf muß sich der Markt einstellen. Billig und am besten direkt aus der Kiste heraus flugbereit. Das sind die Anforderungen der zukünfigen Modellbaukunden.

Gruss
Hans-Willi

plot599
15.07.2011, 16:10
So sehe ich das auch, ist wohl ein Stück weit eine Generationenfrage: Da gibt es eben "die alte Garde", die noch mit dem Fahrrad zum Laden gefahren sind um Balsabrettchen für den FMT-Plan zu kaufen und damit ein anderes Verständnis haben als die "native digitals", die das Hobby erst zu ARF- und Internet-Zeiten begonnen haben und wie Du sagst reine Konsumenten sind.

Unserem schönen Hobby tut die zweite Gruppe aber gut, da in der Vergangenheit doch viele über den Frust am Bauen, Fliegen und Reparieren wieder abgesprungen sind.

Es passiert aber auch, dass aus einem Foamie-Piloten ein begeisterter "Holzwurm" wird oder nach dem Einstieg mit dem EG und HK-Komponenten ein paar Jahre später der 1:2,5 Segler aus der Edelschmiede geflogen wird und auf einmal Verständnis für Anzahlung und mehrere Wochen Lieferzeit da ist, "wird nach meinen Vorstellungen gebaut, reichlich Kohle extra in der Fläche...:D".

Beide Beispiele habe ich persönlich erlebt.

Also leben und leben lassen. Wenn ich nicht warten will oder kann, darf ich mir eben keine FS bestellen....;) Das ist dann auch freier Markt....:)

Bushpilot
15.07.2011, 16:45
... man lässt sich bedienen von hinten bis vorne, im Forum kostet´s ja nix, die anderen haben nichts anderes zu tun...
Stimmt. So was nennt man in Fachkreisen Braindrain. Inzwischen gebe ich nicht mehr alles Preis was ich so weis, sonder nur noch bestimmte Kollegen. Eine Hand wascht die andere. :D



Siehst du noch eine dritte Möglichkeit, weil du so zickig auf meine beiden reagierst. Dann raus damit.
Nicht nur lamentieren und irgendwelche Szenarien ausmalen.
@cyblord:
Haha, Zickig! Na hör mal, ich bin doch keine olle Filmdiva. ;):)

Nein, es gibt die die "gute alte Zeit“ wo der Kunde noch Schlablim-la-Bim in den Laden gekommen ist um eine Flasche Pommes zu kaufen nicht mehr.
Heute muss alles Ratz-Fatz gehen. Haste nix, biste nix. Schnell, schnell und billig. Als kleiner Fachbetrieb kannst du gar nicht gegen den Supermarkt bestehen, völlig egal was du versuchst. Du suchst dir Lücken und versuchst damit zu überleben. Selbst mit Service ohne Ende, du bist einfach zu teuer. Schau doch mal wo du noch einen Tante Emma Laden findest.
Und reparieren, so was ist im Zeitalter des Recycelns fast total out, wenn’s nicht grade umsonst ist.

Du darfst nicht vergessen:
Ich bin auch Kunde, der z.B. sein Auto in die Werkstatt bringen muss, aber 3 Wochen auf einen lumpigen Ölfilter warten darf. (Pech gehabt.)
Ich bin auch Kunde der beim Modellbauhändler seines Vertrauens was kaufen will, aber 2,3,6,8,12... Wochen warten muss...

Und ich mach kein Fass auf deswegen, wahrscheinlich weil ich beide Seiten kenne.

hänschen
15.07.2011, 16:50
Es passiert aber auch, dass aus einem Foamie-Piloten ein begeisterter "Holzwurm" wird oder nach dem Einstieg mit dem EG und HK-Komponenten ein paar Jahre später der 1:2,5 Segler aus der Edelschmiede geflogen wird und auf einmal Verständnis für Anzahlung und mehrere Wochen Lieferzeit da ist, "wird nach meinen Vorstellungen gebaut, reichlich Kohle extra in der Fläche...:D".

Beide Beispiele habe ich persönlich erlebt.

Also leben und leben lassen. Wenn ich nicht warten will oder kann, darf ich mir eben keine FS bestellen....;) Das ist dann auch freier Markt....:)

Vollkommen richtig!


Für normalen Modellbau hat niemand mehr Zeit und Lust.

Total daneben!;) wer sich hier etwas umschaut und über denTellerrand raussieht, weiss auch warum: Es werden (auch Dank der neuesten Technik wie CNC-Fräsen und Laser) Flieger gebaut wie nie zuvor. auch Voll-Gfk / Cfk, egal was, vom HLG ( heute F3K) bis zum Jet.
Es laufen hier in jeder Sparte einige Threads, amn muss sich nur umschauen.
Es gibt Firmen wie AFF, Höllein, Wemotec, Paritech, Beineke, die davon leben...
Daneben einige andere die meinen mit China und HK konkurrieren zu müssen...

UND: es gibt einige hier im Schüler und Studentenalter oderknapp darüber, die echt selbst was auf die Beine stellen (bauen): Hitec Segler bis 10 m Spw.!!!
Über das Thema Schaumwaffel / Chinageraffel lohnt sich nicht zu reden, das ist da, soll es auch bleiben, bewegt die Welt aber soviel wie ein leergegessener Joghurtbecher...

Bushpilot
15.07.2011, 17:14
....Edelschmiede ...Also leben und leben lassen. ...
Na, dann wolln’wa mal hoffen das am Ende noch eine "Edelschmiede“ existiert, die auf Wunsch baut oder repariert. Das Eis wird nämlich immer dünner (was nun garantiert nix mit der angeblichen Klimaerwärmung zu tun hat, im Gegenteil den bläst ganz schon kalter Wind ins Gesicht). Egal in welchen Geschäftsbereich.

Ich habe nichts gegen Leute die Plug&Play fliegen wollen, bitte, jedem Tierchen sein Pläsierchen. Ich fliege auch mit „versteiften“ Plastiktüten.;)
Nur, der Kunde der zum Fachmann, zur Edelschmiede geht, sollte doch bitte daran denken: Von nichts kommt nichts, Qualität kostet (auch Zeit), und Fachleute eben auch (so sie nicht aussterben). Eine Fachbetrieb ist kein Supermarkt. Das muss der Kunde Verstehen, aber viele nicht verstehen, bzw. verstehen wollen.

plot599
15.07.2011, 18:50
.... Edelschmiede ... und auf einmal Verständnis für Anzahlung und mehrere Wochen Lieferzeit ....Also leben und leben lassen. ....


....Na, dann wolln’wa mal hoffen das am Ende noch eine "Edelschmiede“ existiert...
Geanu den selben Wunsch hege ich auch, drum habe ich mein eigenes von Dir verwendetes Zitat noch um den "auf einmal Verständnis"-Anteil erweitert.

Wie gesagt, ich habe das schon erlebt, auch bei mir selber, high-end und Service gibt es eben nicht für lau.... und die echten Kenner verstehen und akzeptieren das auch.

Wenn ich mir dann den Erfolg von z.B. TUN oder Uli Hunschock anschaue, dann glaube ich daher schon, dass diese Betriebe überleben und ihre Klientel finden und halten.

Bushpilot
18.07.2011, 14:40
Tachauch.

Offensichtlich machen sich auch andere Gedanken um die Zukunft der Einzelhändler.
Dazu kann sich der geneigte Leser eventuell auch mal das Vorwort der Aktuellen Ausgabe (08/2011) der FMT durchlesen. Würde hierher passen.

Aber der Modi würde einen Tobsuchtsanfall bekommen. Daher lass ich dass mit der "Guttenbergischen Tastenkombination", in Rücksichtname auf die Gesundheit unseres geschätzten Moderatorenteams. :D

Stein Elektronik
18.07.2011, 15:30
Naja,

die lieben Printmedien....

Fakt ist, die Modellbaubranche erlebt den größten Umbruch seit 50 Jahren.

Wie ich schon in einem anderen Thread geschrieben habe, werden sich die Distributoren bald keine Fachhändler mehr leisten können und die Fachhändler werden wohl auch auf die Distis verzichten müssen, wenn Sie überleben wollen.

Kleinere clevere Händler werden sich zu inoffiziellen Einkaufsgemeinschaften zusammen tun, um gemeinsam zu importieren wegen der besseren Kostenumlage für den ganzen EG Quatsch. Der Disti wird dann außen vorbleiben.

Und die Distis werden direkt an die Endkunden verkaufen und nur ein ausgewähltes Sortiment über den Fachhandel.

Der kleine Händler an der Ecke wird ganz verschwinden. Der Internethandel mit Beratung und die Megastores werden überleben.

Macht die Sache aber auch nicht besser. Denn zukünftig wird man die Lagerkosten noch mehr im Blick haben müssen und bevorzugt die Sachen einkaufen, die gut laufen.

Dann wird man auch wieder erboste Threads in den Foren lesen können, warum dies oder das Teil nicht innerhalb von 24 Stunden da ist. Also business as usual...

Gruss
Hans-Willi

silberkorn
18.07.2011, 15:35
Der kleine Händler an der Ecke verschwindet aber zurecht. Zumindest die meisten.
Der kleine Einzeldealer der 6km bei mir ums Eck ist, wird auch sterben. Aber mit Ansage.

Der Händler arbeitet alleine in dem Laden, Traditionsunternehmen seit 30 Jahren oder so.
Der Typ ist völlig unkommunikativ, den muss man schon aktiv in ein Verkaufsgespräch verwickeln und er ist oft schlecht gelaunt. Verkauf über Internet verpennt er völlig.

Er hat früher überlebt weil es keine Alternative gab und er im Umkreis von 30km das einzige brauchbare Geschäft war. Aber ich gehe da nur noch rein wenn ich dringend kleinteile brauche und es sich nicht vermeiden lässt.

Schade eigentlich. Ich supporte an sich gerne meine "Local Dealers".

Stein Elektronik
18.07.2011, 15:42
Hi !

Ich gebe zu, dass der kleine Händler an der Ecke nicht immer mit BWL Kenntnissen und Verkaufspsychologie gesegnet ist.

Als ich angefangen habe mit Modellbau, hatte mein Händler einen kleinen Laden mit angeschlossener großer Werkstatt. Da bastelte er den ganzen Tag an seinen Fliegern rum und manchmal schien es mir, als ob der Laden incl. Kundschaft eher ein notwendiges Übel war. Da wurde man auch schon mal schräg angemacht, wenn man die Balsabretter mit mitgebrachter Waage nach Gewicht aussortiert hat.

Aber das Problem löst sich von selber, weder Balsabretter noch Fachhändler dieser Art werden zukünftig in den Läden anzutreffen sein ;)

Gruss
Hans-Willi

hänschen
18.07.2011, 17:34
ich kenne 2 Frisöre (200 km von einander entfernt..), die verkauften nebenbei Modellzeugs, vielleicht kommt das ja wieder...
bei uns im Ort gibts auch einen, der macht das nebenbei...
und in der Nähe bei uns haben vor 20-30 Jahren schon Modellbauläden auf und zugemacht...

@Alex: du fährst jedenTag bei einem relativ neuen Laden fast an der Türe vorbei: in Aspach... ;)

silberkorn
18.07.2011, 17:36
@Alex: du fährst jedenTag bei einem relativ neuen Laden fast an der Türe vorbei: in Aspach... ;)

Ich weiss, bei dem kauf ich ja einigermassen regelmässig Elektronik und Kleinteile.
An Modellen hat er ja hauptsächlich Schaumwaffeln. Und Schaumwaffeln interessieren mich nun gar nichtmehr :-)