PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Trimmprobleme bei altem, renovierten Hegi Bergfalken



Relaxr
03.07.2011, 21:02
Hallo -
vor einiger Zeit habe ich einen alten Bergfalken geerbt. Es ist wohl ein Nachbau nach Original Hegiplan. Allerdings wurde massiv verstärkt, der Rumpf, die Flächen sind deutlich weiter beplankt. Die Nase wurde irgendwie verlängert (vermutlich da so kurz, wg. hoher Bleizugabe), das Cockpit hatt auch nicht mehr gestimmt - aber dennoch sieht man noch den Bergfalken. Das HLW war gedämpft, nur mit einer schmalen HR-Klappe, durch einen alten Servo direkt im HR angetrieben, das Heck war furchtbar schwer, da auch in der Mitte fett beplankt, mit 1mm Sperrholz. Was ich weiss, ist dass er auch beim Erbauer "wohl nie so richtig" geflogen sei. Die Flächen sind ok, etwas Schränkung aussen, es ist ein MVA301 Profil (ein GOE irgendwas...) - alles war sauber auf ein Brett gespannt und unterlegt, keine Verzüge!

Im letzten, langen Winter habe ich dann alles weitgehend zurückgebaut, renoviert, die Nase, das HLW abgespeckt, alles abgezogen und mit Oratex antik bespannt, lackiert, nachgeleimt etc, Nase umgebaut. Da die EWD-Angabe von fast Null bis 5,5 reichten, die irgendwo im Netzt zu finden waren, habe ich schnell auf ein Pendel-HLW umgebaut, um hier im Flug trimmen zu können. Der Flieger hat zusätzliche QRs (Original Hegi war nur 2-Achser) und sogar einfache Störklappen.

Da ich keine Schleppmöglichkeit habe, und ich den Flieger "alleine und in Ruhe" einfliegen will, wurde als Ballast ein BL (500W) mit 13er Klappschraube eingebaut. Ich fliege hier vor-ort nur in der Ebene! Die Cockpithaube musste daher temporär einer "Cabriovariante" weichen (gibt es in Echt, "Cabrio-Bergfalke"), die ein solche Klapplatte erlaubt. Alle Servos mussten erneuert werden, sind jetzt 12 mm MG Servos (Hitec und Robbe) drin. Mit einer kleinen Stecknase kann nach Abnahme des Spinners die Original Segleroptik hergestellt werden.

Der Flieger wiegt mit Lipo nun ca. 2,5 kg - der Antrieb kompensiert ungefähr die 450 gr Blei, die reingemusst hätten. Der SP wurde durch + 100gr Blei bei ca. 75 mm gesetzt. Ein sehr sicherer Wert, der leicht kopflastig sein sollte....

Zum Flug: der BF zieht unter Motor ganz gut hoch (45°) - Motor aus: Flieger steigt sofort an, stellt die Nase auf und reisst sofort ab, wirft sich auf die Seite, Schlagartig! Nach dem Abfangen nimmt er Fahrt auf, sieht ganz gut aus, doch sobald er eine gewisse Fahrt aufnimmt steigt er wieder und reisst ab. Dabei habe ich die ganze Zeit Tiefe, Tiefe und Tiefe zugetrimmt. Ein kurzer Abfangbogen hat bereits im Fahrtaufnehmen wieder zu "Nase hoch" und Abriss geführt. Also extremst überstabil. Also Landung, hat zum Glück hingehauen, bin schön flott geblieben. Die Störklappen mit hochgestellten QR hat geholfen.

Also Blei raus vorne, SP nach hinten schieben. HR Servo umjustieren, um mehr Tiefe zu bekommen. Und dies einige Zyklen wiederholt....

Nun ist alles Blei raus, der SP liegt bei fast 95mm (deutlich hinter 1/3 Fläche, fast Mitte..Grübel) und er zeigt immer noch leicht dieses Verhalten, er nimmt Fahrt auf und steigt auf, man muss gleich gegendrücken. Und jetzt das seltsame: in einem sehr schmalen Geschwindigkeitsfenster fliegt der BF klasse, dann wird er rel. langsam (ca. 25-30kmh) und absolut thermikgierig, klappt aber nur bei wenig Wind, dann geht er traumhaft. Unerwartet leichtfüssig. Wird man aber langsamer, kommt relativ schnell der Abriss der Flächen, und wird man schneller (drückt an) fängt er sofort mit dem Steigen, Aushungern, Abkippen an.

Die EWD (Profilsehenen) ist mittlerweile bei fast Null, die Tragfläche hat einen deutlichen Anstellwinkel im Rumpf und die Nasenleiste des HLWs steht deutlich nach oben. Seltsam...Man kann den BF nun fliegen, aber irgendwas ist immer noch faul. Könnte es denn mein HLW sein, das den SP stark nach hinten schiebt. Ich habe es in Orignal Hegi- Brezel Optik nach hinten ca. 20% erweitert/verlängert.

Kann man hier noch trimmen oder steckt evtl. ein echter Baufehler drin? Ich sehe nichts auffälliges.....Im unteren Bild sieht man die aktuelle EWD, bei der er immerhin "fliegbar" ist. Dennoch hat man das Gefühl, der SP müsste noch weitere zurück - wie weit noch, bis zur Flächenmitte...:confused:

Ich brauche wirklich mal nen Tip......

Markus665502665503

hänschen
03.07.2011, 22:44
Hallo, täuscht es, oder sind bei deinem Bergfalke die Flügel nach hinten gepfeilt?
Vergleiche dazu hier:http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=170660429636&ssPageName=STRK:MEWAX:IT

Relaxr
04.07.2011, 07:08
Hallo Hans - ich kann noch ein Aufsichtsbild von meinem anhängen: die Flächen sind leicht(!) nach vorne gepfeilt. Der Original Hegi (Ebay) dürfte gleich sein, steht aber so am Schrank auf dem Bild, dass es nach mehr Pfeilung aussieht (Nase in Ecke, Heck vor Zimmerpflanze, das täuscht mit der starken V-Form besonders viel Pfeilung vor). Ich denke mein Vater (der Erbauer) hatte die Pfeilung schon original hegimässig übernommen. Was interessant ist, das HLW des ebay-BF ist ja fast noch grösser, als das von meinem Nachbau.

Woran liegt nur das "Gezicke" meines BF-Nachbau? Ich würde diese Schönheit gerne wieder richtig hinbekommen, das Flugbild ist einfach ungewöhnlich und schön! Irgendwas ist momentan jedoch (noch?) an der Aerodynamik faul.....

Vielleicht stelle ich noch ein paar Bilder ein, für den Gesamtüberblick. Die Hegi-BFs sind ja kaum noch bekannt...

Markus

Nuri-Klaus
04.07.2011, 07:59
............ Die Hegi-BFs sind ja kaum noch bekannt...

Markus

Bekannt sind sie schon noch, nur dieser (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/211418-Retro-2010-Treffen-für-Freunde-der-Carrera-und-ähnlichen-Youngtimer?p=1951261&viewfull=1#post1951261) macht keine solche Zicken...........

Hört sich irgendwie nach einem komplexen EWD/Schwerpunkt/Motorsturz-Problem an.
Hinzu kommt noch, dass die rauhe Textiloberfläche den alten rundnasigen Profilen nicht in allen Fällen gut tut.
Guck mal hier (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/249243-Hilfe-meine-Fauvel-fliegt-nicht.?highlight=Hilfe+Fauvel)zwische Beitrag 23 und 43.

hänschen
04.07.2011, 08:43
durch das Bild von Klaus haben wir jetzt einen schönen Vergleich, dieser ist im wesentlichen Original.
Hat das Pendelruder Spiel? Dieses Riesenteil ist eher kontraproduktiv...
Übrigens hab ich selbst auch noch die Reste meines Bergfalken rumliegen...

Relaxr
04.07.2011, 10:21
Hi Klaus - danke für deine Hinweise. Mein BF wiegt halt nicht die ca. 1,4 kg des Originals, sondern ein sattes Kilo mehr. Habe ne kpl. andere Schulter mit Senkrechtstahl und Rundstahl drinnne, nicht mehr die Sperrholzzungen. Da haben mich schon einige seltsam angeschaut, "Was ein Hegi BF, der nicht fliegen wil....die fliegen doch fast von selbst ". Wären evtl. Turbulatoren sinnvoll, fragt sich nur wohin.....
Ach ja- Klaus dein/euer Retro-BF ist mir wohlbekannt, er hat meine farbliche Gestaltung stark beeinflusst. Sehr schöner BF !

Hi Hans - das Pendelruder hat kaum noch Spiel, habe es unlängst spielfreier umgebaut. Unter Motor geht er übrigens astrein. Das Getanze geht erst beim Segeln los. Man kann ihn nicht beschleunigen, nicht mal kurz sndrücken, er geht dann sofort mit der nase hoch. Nochmals ganz kurz das Dilemma:

-> zu langsam : brachialer Abriss, er legt sich dabei quasi blitzartig auf den Rücken
->optimal: recht langsamer Flug bei ruhiger Thermik, dann steigt er wie ein F3J-ler; leider ist dieses Verhalten eher selten.
-> etwas zu schnell: fängt sofort an hochzugehen, bis zum Abriss, siehe "zu langsam". Zum Glück hole ich ihn da immer wieder recht schnell raus, da ich QR und SR zZ koppele.


Da wird man verrückt :cry:
Kann das sein, dass dieses Profil sich so verhält? Ist es die erhöhte Masse? Oder stimmt die Profiltreue nicht? Die Beplankung an der Nase wurde nochmals deutlich runtergeschliffen. Seltsam ist auch meine heftige SP-Rücklage (75->95mm, bei 24 cm Wurzeltiefe), aber nur damit fliegt er überhaupt steuerbar (wenn auch im Eiertanz..).

Wenn Detailbilder helfen würden, mache ich gerne.

Markus

Relaxr
04.07.2011, 10:58
Hi Klaus - ich nochmal: habe gerade die Rettung der "Backstein-Fauvel" gelesen. Das ist ja wirklich erstaunlich! Leider fehlen mir die theor. Kenntnisse, aber der Extrakt evtl. für mich und den BF wäre demnach :

-> evtl. Umbügeln der D-Box Zone mit glattem Oracover anstelle Oratex

-> Turbolatoren testen (wo würde man die Anbringen, Fläche, HLW.....wo ?)

Ich vermute "gefühlsmässig" was anderes, weiss nur nicht was (klar - den Satz hätte ich mir auch sparen können, ich lasse ihn mal hier stehen, um meiner Ratlosigkeit Ausdruck zu verleihen).

Markus - der mit dem bockigen BF :rolleyes:

MarkusN
04.07.2011, 12:21
...der SP liegt bei fast 95mm (deutlich hinter 1/3 Fläche, fast Mitte..Grübel) ...

...Könnte es denn mein HLW sein, das den SP stark nach hinten schiebt. Ich habe es in Orignal Hegi- Brezel Optik nach hinten ca. 20% erweitert/verlängert.Das kann schon passen. Der SP des Amigo 2 liegt z.B. bei 55%. Mit einem sehr grossen Leitwerk kann er schon da landen. Am besten mal mit einem der einschlägigen Schwerpunktprogramme durchrechnen, auf welches Stabilitätsmass Du kommst.

Relaxr
04.07.2011, 13:02
Ich habe das sogar schon mal gemacht, soweit ich mich erinnere kamen bei 92mm 16% Stabimass raus. Mit dem SP deutlich hinter 1/3 Flächentiefe zu gehen verträgt sich halt nicht mit meinem Weltbild (welches evtl. nicht richtig ist...zugegeben). Also ist das durchaus denkbar, dass man irgendwann gar mit dem SP bei der halben Flächentiefe landet - ja? Turbulatoren könnten vermutlich nicht soooo viel bewirken, denk ich mal. Die EWD (siehe drittes Bild oben) verwirrt mich auch ziemlich. Habe halt bei jedem Flug (immer mehr Gewicht vorne rausgenommen, nun schiebe ich schon den Lipo, da alles Zusatzblei raus ist) immer wieder Tiefe, Tiefe getrimmt, um diese Sch++++ "Aufsteigerei mit Abriss" loszuwerden. daher steht das HLW nun vorne so hoch.

Bei der Fauvel steht so was (wie ichs verstanden habe), dass man mit Turbos den SP "verschieben kann". Evtl. doch mal sowas testen.

Zum Glück trete ich demnächste nem Verein bei, da werd ich dann mal die Experten fragen. Vielleicht bekomm ich es auch hier per Ferndiagnose gelöst. In diesem Zudsammenhang nochmals ein dolles Danke an alle :)
Und wenn er dann mal fliegt, kommt der Antrieb raus und es geht an die Winde oder in den Schlepp - wenns nur soweit wäre ....
Markus

hänschen
04.07.2011, 13:21
Die Beplankung an der Nase wurde nochmals deutlich runtergeschliffen.
hast du dadurch eine zu spitze Nasenleiste erstellt?

Relaxr
04.07.2011, 13:37
Nein Hans - ich wars nicht! Ich war nur der, der beim Bespannen zweimal durchgebrochen ist, da tw. hauchdünn die Planken. Daher war ich recht motiviert, das stabile Oratex aufzuziehen. Hatte ich eh vor als stilgerechte Optik und als Ganzflächenturbulator (hat ja ne deutliche Textur). das es sich gut Bügeln lässt habe ich auch in Kauf genommen :D.

Ich stelle heute Abend mal ein paar Bilder vom Profil und den Flächen rein, vielleicht sieht man ja was "aus der Ferne". Falls spezielle Bilder für Euch sinnvoll wären, einfach hier "anfordern".

Bis dann
Markus

MarkusN
04.07.2011, 13:48
Bei der Fauvel steht so was (wie ichs verstanden habe), dass man mit Turbos den SP "verschieben kann". Evtl. doch mal sowas testen.Die Fauvel ist ein Brett, mit Flügel und Leitwerk in einer Fläche (S-Schlag) Da kann ein forciertes Umschlagen der Grenzschicht schon deutlichen Einfluss auf des Nickverhalten haben. Bei einem konventionellen Drachenlfugzeug ist das nicht dasselbe. Da kannst du mit einem Turbulator am Flügel die Abreisseigenschaften und die Gleitleistung beeinflussen, das Stabilitätsverhalten aber nur marginal.

Schränkung hast du einmal geprüft? Wenn der Flügel "verkehrt herum" geschränkt ist, kommt ein grösserer mittlerer Anstellwinkel heraus. Auch das giftige Abreissverhalten würde das erklären.

hänschen
04.07.2011, 13:52
Ich hätte auch Oratex drauf gemacht...:confused:obwohl, nun lass ich das wohl...
zeige uns mal Bilder von der Nasenpartie...

Relaxr
04.07.2011, 14:28
Ja Schränkung ist etwas drin, hebt sich hinten ca. 2 mm ab, die Flügelspitze. Hab mit gerade mal bei World-of-Krauss das MVA301 (GOE801) angeschaut. Sieht fast so aus, als sei die Nasenleiste nicht rund/elliptisch, sondern eher kantig (oder die Graphik ist zu grob). Meine ist auf jeden fall gerundet, nicht kantig.

http://www.worldofkrauss.com/foils/118

Heute Abend knipse ich mal Flächen, Nasenleiste und HLW und poste es. Bis denne . . .
Markus

Nuri-Klaus
04.07.2011, 16:17
.........Ich vermute "gefühlsmässig" was anderes, weiss nur nicht was (klar - den Satz hätte ich mir auch sparen können, ich lasse ihn mal hier stehen, um meiner Ratlosigkeit Ausdruck zu verleihen).

Markus - der mit dem bockigen BF :rolleyes:

Merkwürdiger Fall.

So versaubeutelt kann doch so ein altes Göttinger-Wurstprofil eigentlich gar nicht sein , dass es sich so hässlich benimmt.

http://www.niegratschka.de/Retro2011/images/MVA301.PNG

Die (theoretische Eppler-) Polare des Profils hab ich mir grad auch mal angeschaut, die geht sinnvoll von etwa Ca 0,6-0,7 bis weit über Ca1---also eigentlich jede Menge Reserven bis Ca-max.

Das bedeutet auch (im Zusammenhang mit dem oben abgebildeten Nullauftriebswinkel), das ein Anstellwinkel der Sehne von 0 bis 2° eigentlich OK sein sollte.

Und zumindest bei unserem BF is T/4 leicht vorwärtsgepfeilt, was bedeutet, dass der SP eigentlich weiter vorne sitzen sollte als bei ungepfeilten Fliegern üblich.



Für mich höhrt sich das alles irgendwie nach einem (mittragenden???) Höhenleitwerk an, das aber im Falle des Nachdrückens sofort bösartig abreisst.....:confused:möglicherweise auch ausgelöst durch die Nachlaufströmung des Flügels



PS.
Das Problem kommt mir bekannt vor, da unsere manntragende LS1c in bestimmten Situationen so ein ähnliches Verhalten aufweist, und da ist es mit Sicherheit das winzige Pendel-HR, das bei schnellen heftigen Ausschlägen abreisst.
Was dann folgt is ein halbe gerissene Rolle..........

hänschen
04.07.2011, 17:15
das HLW (ist stark profiliert = dick) hatte ich ja auch im Verdacht...flattern kann´s wohl nicht sein...:confused:
mit Motor wirds angeströmt, ohne nicht immer???
kann es sein, dass durch den Spalt zwischen HLW und Rumpf die Strömung negativ beeinflusst wird?
Das Pendelruder gefällt mir eh nicht...;)

Relaxr
04.07.2011, 17:22
Hallo, da lass ich mich nicht lumpen. War gleich nach der Arbeit im Keller und hab geknipst:

1: noch vor Umbau, Pfeilung zu sehen
2: eine Fläche
3.: Schränkung
4: Profil, mit Ausdruck des MVA301/GOE802
5: HR-Wippe (Provisorium, das nicht heftig belastet werden kann, nur zum EWD finden...)
6: HLW, hier wittere ich evtl. Ungemach: hinter dem letzten Holm waren vorher die Ruderklappen angeschlagen, es war ja ein gedämpftes HLW. Um etwas Optik reinzubringen habe ich die Hilfsrippchen angesetzt und die schrägen Endleisten eingepasst, so dass eine Trapezform entsteht. Die Profiltreue im Übergang alter Holm zur Verlängerung ist gering aber sichtbar. Aber das wird es doch kaum sein oder?

Gruss Markus

Relaxr
04.07.2011, 18:09
Hallo - da das HLW ja doch irgendwie Thema scheint, noch ein Bild dazu.
Gruss Markus665745

Jürgen N.
04.07.2011, 18:47
Hoi Markus,
"Schränkung" :confused:
auf dem Bild oben hat zumindest die untere Fläche ein falsche Schränkung!
So etwas ist natürlich total daneben. Besonders bei so alten Profilen mit so grossem cm0.
Die Endleiste muss sich nach aussen heben.
Zumindest darfst du nicht die Flächen so wie gezeigt zusammenspannen.
Gruss Jürgen

Relaxr
04.07.2011, 18:54
Hoi - auf den Bildern kommt es nicht raus, beide Flächenhinterspitzen heben sich schon deutlich ab, wenn man die Flächen auflegt. Ich prüfe auch nochmal und mache nochmals ein Bild.

Edit: ist schlecht zu Fotografieren, wegen der Tiefenschärfe. Auflegen kann man im Moment auch nicht,wegen den QR-Hörner. Da muss ich erst Schrauben.
Habe aber beide Flächen zumindest mit etwa 2cm Endleistenbreite mal kpl. plan aufgelegt, dann hebt sich die rechte Fl.Hinterleiste um ca. 5mm, die Linke um ca. 2mm vom Tisch ab. SW ist hier 2,3m. Es liegt aber wohl eine eher schwache Schränkung vor. Wenn der BF etwas Fahrt (besagte mittlere Geschwindigkeit) hat ist er stabil und schmiert nicht weg. Erst wenn er langsam wird. Bei den Landungen mit und ohne aufgestellte QR ist jetzt bezüglich Abkippen wenig Unterschied. Landen tut der BF sogar recht zahm. Was würde man hier so etwa an Schränkung erwarten. Da der Flieger einfach nur im Keller lag (viele Jahre) mag da was verloren gegangen sein......Das Hauptproblem ist, dass er wirklich bei nur geringer Fahrtzunahme sofort steil aufsteigt. Der Abfangbogen ist zB überhaupt nicht gescheit fliegbar, da er sofort(!) nach/bei dem Andrücken zum Neigungsbahnflug ansteigt und ohne sofortiges Gegendrücken abreisst.

Markus

hänschen
04.07.2011, 19:18
hat das Höhenleitwerk einen S-Schlag (oder mein Auge)?
und das Pendel sitzt wirklich gut und wackelt nix?
wie gross sind deine Höhenruderausschläge? Expo?
Flügelnase sieht gut aus.

Relaxr
04.07.2011, 19:50
Hallo Hans - wie beschrieben hat das HLW durch meine Verlängerung wie eine kleine Stufe hinten. Ja - eigentlich gibt es einen kleinen S-Schlag. Hinter dem letzten Querholm des HLW geht es eher planparallel als im Profilbogen weiter bis zur Endleistenkante. Auf dem Bild oben sieht man es gut. Das Pendel ist recht spielfrei mittlerweile. HR Auschläge habe ich ca. +/- 15mm mit +30% Expo. Ich brauche die hohen Wegreserven, um schnell abfangen zu können. Ich denke auch, daß das Profil passt. Du vermutest also HR-Abrisse? Evtl. Turbulatoren drauf? Was wohl stimmt, durch das Pendel sitzt das HLW ca. 10-12 mm höher auf einem "Podest" (die Wippe)....es tröstet mich immerhin, dass es keinen völlig offensichtlichen Fehler lt. Bildern gibt - aber was hilfts :rolleyes:. Man könnte die Schränkung der Flächenenden ja mal verstärken, durch unterlegen/aufspannen, nur wieviel/wo? Habe keinen Plan und keine entsprechenden Vorgaben. Wären 10mm ganz aussen/hinten ok?
Markus

hänschen
04.07.2011, 22:12
wo bleiben unsere Spezialisten?
ich denke die Höhenruderausschläge (die du aber derzeit brauchst) sind bei dem Riesenteil schon heftig. Lt. Plan wurd nur der hintere Zipfel gesteuert, Raffi und ich haben am Holm getrennt (unabhängig von einander).
Ursprünglich war das ein Freiflugmodell...

Relaxr
05.07.2011, 07:56
Moin - ja, ich werde vermutlich folgendes probieren:

-> Entfernen der HLW-Verlängerung, ich setze nur noch den Endleistenkeil an den hinteren Holm an. Das Original hat ja ein eher kleines HLW. Falls er zum einwandfreien Fliegen kommen sollte, werde ich wieder auf ein gedämpftes HLW zurückgehen und die Keilendleiste per Scharnier anlenken. Das HLW ist ca. 10-12mm dick, könnte das zu dick sein. Ich vermute, es ist ebenfalls nicht original. Das Profil des HLW ist symmetrisch.

-> Justage/Einbringen von mehr Schränkung an den Flächenenden. Habe bereits heute Nacht eingespannt und die Flügelspitzen mit nem feuchten Lappen umlegt. Werde mal so aussen/hinten vom inneren QR-Ende beginnend um ca. 5-8mm anheben. Wie macht man das eigentlich am besten, Anfeuchten? Trocken einspannen? Wie würde man die neue Ausrichtung fixieren - irgendein Lack drauf?

-> die Fläche lass ich ansonsten, wie sie ist.

-> HLW-Turbulatoren/Flächenturbulatoren: damit kenne ich mich nicht aus! Würde gerne testweise mal Tesakreppstreifen anbringen. Wo würde ich die am besten an Flächenspitzen und HLW anbringen?

-> Sollte ich den SP noch weiter nach hinten legen? (Aktuell 95mm, bei 240mm Wurzeltiefe), aktuell fängt er noch deutlich überstabil ab......

Sonst noch Tips, um den "sturen Opa" zu zähmen :p ? Ich freue mich über jede Hilfe von Aerodynamikern :)

Grüsse Markus

MarkusN
05.07.2011, 11:22
Ich würde mit dem SP noch weiter zurückgehen. Nach den Fotos zu urteilen, hat Dein HLW durch den Knick am hinteren Ende etwas negative Wölbung, das relativiert die Aussage: "HLW hat schon negativen Einstellwinkel!" Wesentlich ist ja der Nullauftriebswinkel.

Mit 10..12 % ist es auch sehr dick; ein Turbulator (Kreppband oder Zackenband bei ca. 10% Tiefe) wird da sicher nicht schaden.

Bei giftigem Abreissverhalten hilft auch Schränkung am Flügel (reinbügeln) oder ein Turbulator am Aussenflügel. Das MVA301 mit seiner hohen Wölbung ist, wenn es denn einmal abgerissen hat, sicher auch nicht eben gutmütig bis die Strömung wieder anliegt.

Für definitiv würde ich das HLW etwas dünner neu aufbauen. Mit der derzeit herauskommenden Schwerpunktlage dürfte es sogar schwach positiv gewölbt sein.

Relaxr
05.07.2011, 14:01
Hi Markus - ja ich wollte ehe mit dem SP noch zurückgehen. Die Schränkung wird auch erhöht. Und Turbolatoren werde ich ebenfalls testen, könntest du mir noch Empfehlungen ausprechen, wohin genau? Auf 10% Tiefe heisst ja wohl von der Nasenleiste 1/10 Strecke (HLW-Wurzel) nach hinten aufkleben. Ist das bei der Fläche (Aussen) auch bei 10% anzubringen, oder weiter hinten? Habe heute Morgen bei aerodesign dazu gelesen (aber nicht allzuviel verstanden).. Das HLW wollte ich wg. dem Aufwand doch erstmal so lassen. Was hälst du davon, wenn ich den angesetzten "S-Schlagteil" entferne, oder ist das nicht soooo wichtig? Hab schon öfters versucht in die Aerodynamik einzusteigen, ist aber ein hartes Brot - vielleicht wirds ja noch:)
Gruss+Dank
vom anderen Markus

MarkusN
05.07.2011, 14:22
Und Turbolatoren werde ich ebenfalls testen, könntest du mir noch Empfehlungen ausprechen, wohin genau? Auf 10% Tiefe heisst ja wohl von der Nasenleiste 1/10 Strecke (HLW-Wurzel) nach hinten aufkleben. Ist das bei der Fläche (Aussen) auch bei 10% anzubringen, oder weiter hinten? Habe heute Morgen bei aerodesign dazu gelesen (aber nicht allzuviel verstanden).. Es gibt verschieden Gründe, Turbulatoren (bitte mit U) anzubringen. Will man den Strömungsabriss hinauszögern (Bei unterkritisch arbeitenden Profilen, also niedrige Re-Zahl, d.h. langsam, geringe Tiefe, prozentual dick 1)), müssen sie relativ weit vorn auf die Saugseite (Symmetrisches Leitwerk demzufolge oben und unten). Bei der starken Wölbung und Wölbungsvorlage des MVA 301 darf der Turbulator noch weiter vor, auf etwa 5%. (Man muss verhindern, dass er hinter den Ablösepunkt zu liegen kommt; da ist er unwirksam.)


Das HLW wollte ich wg. dem Aufwand doch erstmal so lassen. Was hälst du davon, wenn ich den angesetzten "S-Schlagteil" entferne, oder ist das nicht soooo wichtig? Wenn die weitergehende Optimierung darauf hindeutet, dass ein Strömungsabriss am LW die Ursache ist, dann wirst Du in den sauren Apfel beissen müssen. Sonst kann man das lassen. Die "feste, ausgeschlagene Ruderklappe" kannst du unter den gleichen Kriterien lassen. Schliesslich fliegt ein getrimmtes, gedämpftes Ruder auch so.


1) die relative Dicke hat keinen direkten Einfluss auf die Re-Zahl, aber darauf, welche Re-Zahl kritisch ist.

Relaxr
05.07.2011, 14:42
Ja Danke dafür Markus - mal sehen, wie weit ich noch komme, da wir am 15. für zwei Wochen in Urlaub fahren. Kann mich daher dann auch erst Anfang August hier wieder melden. Nur das niemand glaubt, mir wäre der BF dann egal. Isser nicht, will ihn ja endlich in seiner Schönheit geniessen. Dann Berichte ich gerne, was etwas - und was genau - es gebracht hat. Dennoch bis zum 15. lese ich hier mit und berichte gar schon, mal sehen......Hoffentlich knallt er mir nicht hin, ist schon etwas spröde das Holz, habe aber auch die alten Klebungen der Flächen nach dem Abziehen mit wasserverdünntem Ponal nachgeklebt. Das brachte deutliche Torsionsfestigkeitsgewinne. Einmal ist er mir beim Landen gekippt und über die Flächen kurz gerollt - kein Schaden, es hat nur die Tesastreifen an den Flächenverbindungen aufgerissen.
Und den SR Servo hab ich mir einmal gekillt, da das SL beim Landen aufgesetzt ist, da habe ich nun nen Drahtsporn als Schutz drunterlaminiert.
Markus

hänschen
05.07.2011, 15:27
aber die Änderungen Stück für Stück, damit du eine Kontrolle hast.
- Schränkung reinbügeln
- beim nächsten Flug Turbulator dran
somit bist du nach 2 Flügen schon wieder weiter...

Relaxr
05.07.2011, 19:52
Guten Abend -
Ja auch das ist Wichtig, multifaktorielle Geschichten bleiben immer nebulös. Ohne Euch wäre ich sicher weiter am Stochern, doch nun wird Schritt für Schritt vorgegangen. Klasse!

Vorhin habe ich die Flächen aufgespannt und hebe nun die Endleisten vom QR-Bereich bis zum Randbogen um ca. 10mm, da sollten entspannt schon so 5mm hängenbleiben. Ich hab die Bereiche dort nur mal mit Wasser abgepinselt (feucht nicht nass) und dann mit Frischhaltefolie abgedeckt, so dass sich ne erhöhte Luftfeuchte dort bildet. Nach einigen Tagen wollte ich das dann noch von oben heiss anbügeln, so dass das Oratex die Verwindung weiter festhält/reinzieht. Könnte man das noch effektiver machen? Das Holz irgendwie kurz "verformbarer" machen, war da nicht was mit Salmiak (Ammoniak) Lösung? Egal - mit der neuen Verwindung geht er dann hoch....evtl. am WE :D

Das zugeschnittene Malerband nehme ich gleich mit zu den Testflügen, kommt evtl. danach dran. Nur zur Sicherheit: 10% Position Flächenturbulator, das ist doch gleich vorne nur einige cm von der Nasenleiste, etwa mittig auf dem "Wurstbuckel" des GOE (aufs Profil gesehen)?
Markus

MarkusN
05.07.2011, 22:35
Nur zur Sicherheit: 10% Position Flächenturbulator, das ist doch gleich vorne nur einige cm von der Nasenleiste, etwa mittig auf dem "Wurstbuckel" des GOE (aufs Profil gesehen)?Beim Aussenflügel würde ich ihn ca. 10 mm von der Vorderkante anbringen. Weiter hinten liegt er beim Strömungsabriss im Totwasser.

hänschen
06.07.2011, 01:04
Vorhin habe ich die Flächen aufgespannt und hebe nun die Endleisten vom QR-Bereich bis zum Randbogen um ca. 10mm, da sollten entspannt schon so 5mm hängenbleiben. Ich hab die Bereiche dort nur mal mit Wasser abgepinselt (feucht nicht nass) und dann mit Frischhaltefolie abgedeckt, so dass sich ne erhöhte Luftfeuchte dort bildet. Nach einigen Tagen wollte ich das dann noch von oben heiss anbügeln, so dass das Oratex die Verwindung weiter festhält/reinzieht.
eigentlich spannt man ein, und fönt / bügelt dann die dabei entstehenden Falten raus, die gewünschte Form sollte so erzielt werden, falls nicht, wiederholen.

Relaxr
06.07.2011, 07:15
Moin - da die Flächen doch bretthart und torsionsstabil sind, kann ich das nicht auf einen Schlag reinziehen. Aber heute abend (nach 24 h Feuchte) probiere ich es doch mal und hoffe mal dass Oratex die Kraft hat, das zu ziehen/zu halten. Danach wird es so weiter fixiert bis zum WE - und dann wird man sehen, ob . . . :cool:
Markus

janx-geist
07.07.2011, 16:59
Hallo Markus,

ich hab mich hier bisher zurückgehalten, da ich kein großer Aerodynamiker bin. Abseits der bereits vorgeschlagenen Korrekturen würde ich mir an Deiner Stelle mal Gedanken machen, ob ein 12g-Servo für einen 2,5 kg Segler ausreichend ist, oder ob vielleicht auch da der Wurm drinsteckt. Bei dem Modellgewicht und Größe würde ich eher zu Servos in Standardgröße greifen als zu Mikro-Komponenten - Metallgetriebe hin oder her. Das würde auch zu Deiner Schilderung passen, daß bei niedriger Geschwindigkeit alles in Ordnung ist und bei schnellerem Flug die Probleme anfangen.

Viele Grüße
Robert

Relaxr
08.07.2011, 08:05
Hallo Robert - das kann das Problem nicht sein, auf dem HR ist schon ein Futaba 6000 (das preiswerte Arbeitstier) ergänzt und es hat sich nichts geändert. Der BF wird ja auch gar nicht schnell, da er beim geringsten Drücken ja sofort abfängt und aufsteigt. das ist ja genau das Problem. Ich schätze, mehr als 40-50kmh schafft er kaum. Evtl. teste ich Morgen die "neue" Verwindung der Flächen.
Markus

Nuri-Klaus
08.07.2011, 09:18
Ich schätze, mehr als 40-50kmh schafft er kaum. Evtl. teste ich Morgen die "neue" Verwindung der Flächen.
Markus

Na mehr is bei dem Profil (mit seinen 6 komma irgendwas % Wölbung) aber auch nicht zu erwarten........

Gertax
08.07.2011, 10:20
Noch ein Tip zur Schränkungserhöhung:
Föhne die Flügelspitze,verdrehe sie mit Gefühl von Hand
und halte sie bis sie abgekühlt ist. Nach ein paar Stunden
herumliegen dreht sich die Fläche zwar wieder etwas zurück,
nach mehrmaligem wiederholen der Prozedur bleibt die
Schränkung dann aber dauerhaft im Flügel erhalten.

Wegen der Aufrichttendenz beim beschleunigen würde ich
vermuten daß ein tragendes Höhenleitwerk die Situation
verbessern würde, aus meiner Erfahrung harmonieren
die stark gewölbten Vogelflugprofile nicht mit symmetrischen
Leitwerken. Schwerpunkt darf dann auch gerne mal auf
2/3 Flächentiefe liegen.
Welches Höhenruderprofil hat der Bergfalke denn nach original
Hegi-Bauplan?

Gruß,
Arthur

Relaxr
08.07.2011, 13:51
Hi Arthur - das ist witzig, genau das, was du sagst, mach ich gerade. Ja, jeden Abend nach der Arbeit werfe ich das Folieneisen an und bügele nach und biege/verwinde, da es immer wieder etwas zurückgeht. An den Randbögen/hinten habe ich nucn ca. 5-7 mm Abstand, wenn der Rest (ab Innenseite QRs) aufliegt - dürfte das langen? Ich denk schon! Unten siehst du zumindest den Querschnitt des Originals (Profil ???). Ja ich bin bald bei der Hälfte der Tragfläche mit dem SP und es wird immer besser, je weiter ich zurückgehe. Zumindest noch....Mein HLW Profil ist dem auf dem Bild hier sehr vergleichbar.

668412

Gruss Markus

Edit: ich füge hier nochmals eine grobe, leicht überzeichnete Handskizze(!!!) meiner HLW Verlängerung im Profil an (würde ich heute auch nicht mehr machen). Die gepunktete Linie soll den Zustand vorher zeigen (das war damals die Ruderklappe des ged. HLWs). Zusammen mit dem letzten Photo von mir oben (#18) wird das wohl klarer. Wobei das wohl nicht das Verhalten auslösen kann/sollte......

kurbel
08.07.2011, 14:35
Noch zwei Dinge, die ich zumindest mal überprüfen würde:

- Wo in Flugrichtung liegt am Pendel-HLW die Drehachse?

- Haben die Flügel die Möglichkeit am Rumpf in Flugrichtung mehr oder weniger stark zu schwenken?

Kurbel

FamZim
08.07.2011, 18:18
Hi

Zum Turbulator mal meine Erfahrungen mit meinem Erstlingswerk !
Ein Segler mit 1,8 m und 800 g schwer .
Die Fläche mit starker Wölbung und :D sicherheitshalber noch 2 % dicker gerechnet .
Bischen V Form und ab an die Leine !
Geht wunderbahr grade hoch ohne zu Steuern.
Nach dem Ausklinken wieder wunderbahr grade runter , egal was ich steuerte (einwandfrei zu sehen !!!!
"Wir" haben dann auf kompletten Strömungsabriss getippt ! langsamer oder schneller ging ja nicht.
Als junger Bengel mußte ich mir alles " erlesen " und bin so bei Turbulatoren gelandet.
Einfachste und brutalste Sache war ein Balsastreifen von 1,5 mal 1,5 mm auf die ganze Flächenlänge, punktuell ankleben, ~ 5 mm hinter der Nasenspitze wo bei Dir der rote Streifen ist .
Und das Modell flog lammfrom wie die anderen grösseren auch ? !
Wie gesagt KEINE H Rudersteuerung, das machte das Modell alles selber, es waren nur viele Versuche mit SP und EWD zu machen.
Es flog an der Leine , am Hang, usw , runterholen mit Spiralsturz und fertig. (Viele Jahre ).

Eines hatte ich mit Schränkung ab 50 % der Fläche, ab da wurde sie auch erst schmaler.
Da waren die Unterseiten beide zum Transport mit Gummi zusammen, und aussen ein 15 mm Keil zwischen.
Die Flugleistung war nicht so berauschend.
Nach ein paar Std in der Sonne, ging die Schränkung auf die hälfte zurück, was ich erst beim Abtransport bemerkte, aber es flog von Flug zu Flug immer besser.
Ich habe dann den Transportkeil ganz weggelassen!!

Zum H Ruder mit tragendem Profil (grade Unterseite) hatte ich auch probleme mit einem Segler, der auch immer rauf wollte ohne steuern und auch runter ohne mein zutun ??
Da war die Fläche 10% dick und das H Ruder auch .
Da kam dann ein neues mit 8 % drauf und alles war paletti, ohne irgenwelche anderen Änderungen.
Das sind so MEINE Erfahrungen !

Gruß Aloys.

Relaxr
08.07.2011, 20:13
Hi -
Kurbel: die Drehachse HLW istzt etwa im vorderen Drittel des HLW - oben im Bild (#18) stehen da die Nylonschrauben raus. Sollte passen.
Die Flügel sitzen wirklich gut, ein vertikaler Steckstahl (10x1 oder so) bei 1/3 und ein Rundstahl hinten (6mm), zusätzlich verklebe ich mit Malerband oben/unten (Farbe passt, matt, rückstandsfrei lösbar, reisst schön auf bei Crashs-perfekt).

Aloys - Deinen Beitrag werde ich mir noch mehrmals durchlesen - du weisst, was ich da gerade fliege ;). Die Schränkung geht immer wieder raus, habe nur so 3mm reinbekommen. Aber mal ein dünneres HR zu testen, wäre auch ok. Wie würde man es "sicher" auslegen, bzgl. Grösse, Form und Profil?

Gruss
Markus

hänschen
08.07.2011, 20:39
hi Markus, du hast kein tragendes Hlw, also quasi Original...
schade, dass du eine andere Steckung hast, sonst hätte ich dir meine Flächen ausgeliehen...
nachdem ich heute meine Reste gesichtet habe, werde ich das Teil mal wieder flugklar machen...

FamZim
08.07.2011, 21:54
Hallo Markus

Die Schränkungvon 3 mm sind so knapp 1,3 ° wenn ich von der Draufsicht (oben) aus gehe !
Wichtig beide Seiten gleich !
Das H Ruder würde ich von der Draufsicht abnehmen und 8 % dicke bei 35 % tiefe und grader Unterseite.
Kannst auch das Flächenprofil nehmen, unten grade auflegen und die Oberseite auf 8 % runterrechnen, die Aerodynamik rechnet auch nicht nach , schon gar nicht drei Stellen hinter dem Komma :D .
Es kommt nur auf das mitteinander an, also vorne dicker als hinten !

Gruß Aloys.

Relaxr
09.07.2011, 07:16
Moin - könnte ich wohl das vorhandene HLW abziehen, und den Rohbau von unten gerade plan schleifen, wodurch auch die Dicke reduzierbar wäre. Dann neu bespannen und testen. Bin momentan sehr knapp an Zeit und das für nicht absehbare Zeit. Damit würd ich ihn (hoffentlich) fliegbar machen und könnte ihn gelegentlich mal fliegen + geniessen. Aufhübschen und Fertigmachen käme dann später....wenn ich mal wieder mehr Zeit hätte.

Gruss Markus

Relaxr
09.07.2011, 07:40
Nur zu meinem Verständnis: 8% Dicke bei 35% heisst:

-> bei 35% Strecke (von Nase) sollen 8% Dicke (bzgl. HLW-Tiefe sein, das wäre...

-> HLW-Tiefe 18cm x 8% = 1,44 cm (statt 2,1cm)

lapidar: Fläche plan runterschleifen, bis Dicke von 2,1 auf 1,44cm reduziert

Ich frage, da ich keinen Fehler machen will. Danke an Euch :)

Und klar, dann muss ich die unteren Holme neu einsetzen. Bin leider bzgl. Eigenkonstruktionen Rippe und deren aerodyn. Planung ein "greenhorn".

Gruss Markus

668670668668668669

FamZim
09.07.2011, 12:26
Moin

Ja unten abschleifen bis die Nasenleiste etwa aufliegt .
So waren meine Musterrippen : (Auf 1 mm Federstahl aufgefädelt).

668721

Etwas zierlich, und anfangs noch mit 5 mal 2 mm Kieferholm, später nur noch 3 mal 2 mm wie die eine Stelle, und mit Verkastung .
Beplankung war vorne 1 mm und hinten 1 mm Rippenaufleimer .
Endleiste nur die Beplankung, das ist bei deinem ja nicht. ( Unterseite 1 cm länger als die Rippen und bis 0 ausschleifen, Oberseite bis hinten drauf und runden) .
Der Aufbau geht aber sehr schnell da alles grade aufliegt.

Gruß Aloys.

Relaxr
23.05.2012, 14:22
Hallo - ich nochmal, nach fast 1 Jahr. Ein letzter Versuch mit dem alten "Schätzchen" : gestern Abend hab ich begonnen, den Rumpf und das HLW abzuspecken. Der Rumpf ist schon fast 300gr leichter, davon ca. 200gr hinten im Schwanzstiel. Das HLW ist nun ohne das letzte Segment, daraus wird nun wieder ein gedämpftes HLW, wie im Original. Mit konsquentem Leichtbau (Stabilität mE noch ok :) ) hoffe ich es nun zu packen und zwar als reinen Segler (F-Schlepp), kein Motor mehr. Ziel sind < 2 kg, müsste klappen. Die Flächen wiegen je 560gr, der Rumpf sollte mit 700gr hinkommen, das HLW mit etwa 60gr (vorher 105gr). Vorne bleibt der Rumpf etwas massiver, da muss eh Blei rein.

Mir geht wieder das HLW durch den Kopf: so lassen wie im Bild #38 hier, symmetrisch profiliert, muss ja eigentlich so geflogen sein. Wie gesagt meins ist ein Eigenbau vom Vorbesitzer.

Was sind den eigentlich die prinzipiellen, theoretischen Unterschiede bzgl. symmetrisch profliliert, halbsymmetrisch (ClarkY, NACA...) oder gar nur ein Brett? Und wie gross sollte es sein, meines kommt mir mit 62cm SW (Flügel SW 2,3m) recht breit vor. Könnte das Schaden?

Ich wollte die EWD zunächst mal auf 1,5-2° einstellen, das Profil kann eh nur langsam.

Würde gerne noch Tipps oä entgegennehmen, da mich der BF nicht loslässt und ich bei der vielen Arbeit zumindest mit nem chancenhaltigen Konzept starten wollte. Ich stelle gerne mal ein Bild vom abgezogenen HLW rein, zwecks Begutachtung......eigentlich wollte ich das HLW von unten etwas runterschleifen, um die Dicke zu reduzieren.....(???)

Gruss Markus

Relaxr
23.05.2012, 16:35
...Sorry - ich meinte #45 wegen dem HLW Bild - die Hitze macht einen Blind - Schwitz

MarkusN
23.05.2012, 16:56
Was sind den eigentlich die prinzipiellen, theoretischen Unterschiede bzgl. symmetrisch profliliert, halbsymmetrisch (ClarkY, NACA...) oder gar nur ein Brett? Kein grosser Unterschied. Die EWD wird etwas anders ausfallen, da ein profiliertes Leitwerk die nase etwas tiefer nehmen muss (so weit, dass beide Leitwerke bei der gleichen Anströmung Nullauftrieb erreichen). Der mögliche Trimmbereich verschiebt sich, da das gewölbt profilierte Leitwerk höheren positiven (IDR nicht gebraucht) aber weniger negativen (brauchts eher) Auftrieb erreicht. Ein Brett-Leitwerk ist ähnlich wie ein symmetrisches, hat aber weniger Trimmbereich, da das Brettprofil bei kleinerem Anstellwinkel abreisst als das profilierte.

Bei den meisten Auslegungen sollte ein gewölbtes Leitwerk eigentlich kopfüber eingebaut werden (Wölbung anch unten), da in den meisten Flugzuständen negativer Auftrieb anliegt.


Edit: hab nochmal die ganze Geschichte gelesen. Mit dem grossen HLW und dem weit hinten ligenden SP stimmt meine Aussage bzgl. umgedrehtem Leitwerk nicht. Solche Auslegungen haben im Langsamflug positiven Auftrieb am HLW.

Relaxr
24.05.2012, 07:31
Hallo Markus - leider verstehe ich nicht viel von den von Dir geschriebenen Dingen. Gestern habe ich im Verein einen "alten Hasen" zum Thema gefragt, er meinte ich solle ein etwas kleineres HLW (Balsabauweise) bauen etwa 8% dick mit einem Standard NACA Profil (welches?). Kleiner weil leichter, um eben weniger Blei vorne zu brauchen. Ich wollte bei den 2,3 m SW nun ein neues, gedämpftes HLW mit ca. 50cm SW bei ca. 15 cm Tiefe bauen. Mit einer 2-3 cm tiefen Ruderklappe. Das wäre auch eher Scale als das riesen Hegi "Brezel-HLW". Würdest du das Konzept halbwegs bestätigen? Wenn du einen Vorschlag oder eine Modifikation dazu hättest - es soll einfach ein möglichst simples, flugfähiges ("KISS") HLW-Setup werden - würde ich den gerne entgegennehmen.
Danke schonmal
Gruss Markus

MarkusN
24.05.2012, 08:23
Gestern habe ich im Verein einen "alten Hasen" zum Thema gefragt, er meinte ich solle ein etwas kleineres HLW (Balsabauweise) bauen etwa 8% dick mit einem Standard NACA Profil (welches?). Er meint ein NACA 0008. Das 0009 war lange Jahre DAS HLW-Profil. Würde ich allerdings heute nicht mehr nehmen, das HT14 (http://www.charlesriverrc.org/articles/drelaairfoils/markdrela_tailairfoils.htm) ist besser (führt besser, da kein Deadband).


Kleiner weil leichter, um eben weniger Blei vorne zu brauchen. Ich wollte bei den 2,3 m SW nun ein neues, gedämpftes HLW mit ca. 50cm SW bei ca. 15 cm Tiefe bauen. Mit einer 2-3 cm tiefen Ruderklappe. Das wäre auch eher Scale als das riesen Hegi "Brezel-HLW". Würdest du das Konzept halbwegs bestätigen? Soweit OK, aber die Ruderklappe würde ich, wie im Artikel zum HT14 empfohlen, deutlich tiefer machen (ist dann auch eher Scale).

Allzuklein solltest Du das HLW nicht machen. Das MVA 301 / Gö 801 hat ein gesundes Profilmoment, da sollte man etwas gegenhalten können. Mit einer in etwa Scale Grösse machst Du aber nichts falsch; einfach nicht so klein wie man bei aktuellen Auslegungen das HLW macht.

Relaxr
24.05.2012, 08:44
Danke Markus - Ok ich nehme dann ein HT14 - hab mal geschaut das sollten dann so ca. 6,5-7,5 % Dicke sein. Und ja ich werde ein scale nahes (etwas grösser) HLW bauen. Hab gesehen, das die Ruderklappen fast die hintere Hälfte ausmachen. Werde es wohl trennbar aufbauen und dann am Ende die Klappen aussägen. Mal sehen ob mein Händler mir dafür ne schöne Nasenleiste anbieten kann.

Zum Bau : Dh ich mache mir nun nen Schablone für Mittelrippe und Endrippen und die dazwischen erstelle ich mittels "Blockschleifbauweise"? Kann ich eine Musterrippe aus dem Netz einfach mittels Kopierer auf meine gewünschten Längen (Mittelrippe/Endrippen) skalieren?

Und nochmals besten Dank :)
Gruss Markus

MarkusN
24.05.2012, 08:49
Zum Bau : Dh ich mache mir nun nen Schablone für Mittelrippe und Endrippen und die dazwischen erstelle ich mittels "Blockschleifbauweise"? Kann ich eine Musterrippe aus dem Netz einfach mittels Kopierer auf meine gewünschten Längen (Mittelrippe/Endrippen) skalieren? Jep, genau so. Ob es im Block geht, musst Du schauen. Das Leitwerk ist doch recht stark zugespitzt, mit den wenigen Rippen bekommst Du einen sehr steilen Block. Evtl. ist es einfacher, die Rippen einzeln zu fertigen. Das HT14 ist 7.5% dick, das ist noch recht gut handwerklich zu machen.

Relaxr
24.05.2012, 08:58
Markus eine letzte Frage, bevor die Späne fliegen: wie präzise muss das HT 14 umgesetzt sein, die Nasenkontur? Streng oder eher tolerant im Bau?

Danke Markus

MarkusN
24.05.2012, 09:06
Jedes moderne Profil sollte so genau wie möglich umgesetzt werden. Die spezifischen Vorteile des HT14 kommen aber wohl vor allem von seiner grossen Dickenvorlage (dickste Stelle irgendwo bei 20% Tiefe). Solange Du das korrekt umsetzt, sollte es tun.

Relaxr
24.05.2012, 14:48
Hi Markus (oder auch andere..) - nun meinte ein Fliegerkollege, ich können doch auch mit einem einfachen "Brettleitwerk", ca 4-5mm dick und entsprechend zugeschliffen erstmal testen, ob der BF überhaupt fliegen will, bevor ich mir den Aufwand des Nachbaues des HLWs "antue". Daher nur kurz: wie würde sich das Flugverhalten mit Brett-HLW im Groben gegenüber dem 8%-HT14 HLW im BF verändern?

Gruss Markus

PS: der Kollege ist an sich auch nicht so der Spezialist (wie ich :rolleyes:), aber die Zeitersparnis wäre zunächst verlockend. . .

MarkusN
24.05.2012, 14:55
Geht grundsätzlich. Der Mehrwiderstand ist sicher zu verschmerzen. Da Du aber ursprünglich Probleme hattest, den Flieger überhaupt kontrolliert zu steuern, tut Dir evtl. der etwas kleinere zulässige Anstellwinkelbereich des unprofilierten Leitwerks weh.

Probieren. Schlechter als Du das vom ursprünglichen Zustand beschrieben hast, kann es nicht werden. Viele Segler fliegen mit Brettleitwerken.

Relaxr
24.05.2012, 15:03
....das Brett würde also bei steigendem Anstellwinkel einen schnelleren Abriss bedingen - ist das richtig? Du sprichst von geringen Unterschieden......vernachlässigbar oder eher signifikant?

Gruss Markus

hänschen
24.05.2012, 16:20
Ich hätte mir mal einen Bauplan des Hegi Bergfalken besorgt (Paul-Hucke Archiv), alles genau verglichen, vielleicht kommt man dem Problem so auf die Spur?
Das Original fliegt jedenfalls...
Das grosse HLW stammt eben aus der Zeit des Umbruchs vom Freiflug zum RC.

Relaxr
24.05.2012, 19:17
Ich habe eben ein HLW konstruiert, dessen Bau wird aber für mich nicht so einfach, da aufwändig. Bin ein nur wenig erfahrener Holzwurm. Ich werde daher das Brett mit gleichen Konturmassen als schnellen Test fertigen und testen. Erst muss der Rumpf jedoch wieder gefinished und bespannt werden. Anlageneinbau....etc....dauert noch.

Immerhin werde ich mit dem HLW-Brett das Gesamtgewicht auf ein Minimum bringen, vielleicht geht ja 1,8kg. Abwarten und Danke für alle Tips :)

Und MarkusN, wenn er fliegt, bekommt er ein HT14 HLW verpasst, dann mache ich das gerne als Krönung - versprochen !

Gruss
Markus

Relaxr
25.05.2012, 08:13
Guten Morgen - gestern abend habe ich mich nochmals mit HLWs beschäftigt, d.h. kräftig rumgegoogelt. Dabei fand ich eine Aussage, dass sich sowohl SP als auch EWD beim Umstieg von Profil-HLW auf Brett-HLW nicht unerheblich ändern. Leider keine Angabe in welche Richtung (?). Da der ganze BF mit seinem Alter schon recht morsch ist, habe ich natürlich grosses Interesse ihn nicht durch einen massiven SP/EWD Fehler in "Spreissel" zu zerlegen, zumahl ich ihn per Handwurf einfliegen muss, erst danach kommt er an den Schlepper. Ich wollte mit dem provisorischen Brett-HLW mal bei 2° EWD und SP bei ca. 30% starten. Der BF ist nicht stark nach vorne gepfeilt, die Flächennasenleisten liegen eher auf einer Linie oder sind höchstens minimal nach vorne gepfeilt. Könnte das für das Brett-HLW passen oder würde man einen/beide Parameter deshalb irgendwie verschieben?

Beim Original Hegi-BF sieht es auf den wenigen Bildern im Netz so aus, als läge das HLW auf einem Keil auf dem Rumpfende auf, so dass die HLW-Nase etwa 1 cm angehoben ist und das Hinterteil scheint auf der Rumpf/Schwanzoberseite aufzuliegen. Das HLW ist dort bzgl. Rumpfoberseite praktisch vorne leicht angehoben. Bei meinen ersten Versuchen (siehe Einstieg hier) mit dem "komischen, dicken" Profil-HLW musste ich sogar die Nasenleiste um 2,5cm anheben. Damit standen Tragfläche und HLW gleichsinnig nach vorne angehoben, was eine EWD um die 0° ergab. Leider flog er ja so nicht so toll und der SP war fast schon in der Flächenmitte.
Dieses "nachgebaute" HLW sieht schon seltsam aus, gegenüber dem von MarkusN vorgeschlagen HT14 mit Dickenvorlage hat dies eher eine Dickenrücklage, dh die höchste Dicke ist in der Mitte bei den Kiefergurten.........Durch die Gewichtsreduktion von 2,6 kg auf (hoffentlich) 1,8kg und das provisorische Brett-HLW hoffe ich, dass hier insgesamt wieder Normalität reinkommt. Danach kommt (wenns langsam klappt...) das HT14-HLW. Das Profil des Hauptflügels konnte wohl einfach nicht die der Flächenlast (2,6kg) entsprechende Geschwindigkeit erreichen und hat dadurch das Anfangs beschriebene Verhalten (zu langsam Abriss, zu schnell steiles Aufsteigen, dann ebenfalls Abriss, halt extrem "bockig") ausgelöst. Der Original BF lag ja eher bei 1,5-1,8 kg),

in meinem nächsten Leben werde ich Aerodynamiker - endlich mal Durchblicken .....:-)
Gruss Markus

MarkusN
25.05.2012, 08:19
Dabei fand ich eine Aussage, dass sich sowohl SP als auch EWD beim Umstieg von Profil-HLW auf Brett-HLW nicht unerheblich ändern.
Das ist, mit Verlaub, Mumpitz. Es sei denn, er habe von gewölbtem Leitwerk auf Brett-Leitwerk umgebaut, die nötige EWD-Korrektur nicht gemacht und die natürlich resultierende andere wirksame EWD mit dem SP korrigiert.

Für gleiche Längsstabilität liegt der SP beim Brett- wie beim profilierten Leitwerk bei gleichem Grundriss am gleichen Ort. Beim gewölbten HLW ist die EWD aber anders.

Relaxr
25.05.2012, 08:36
Für gleiche Längsstabilität liegt der SP beim Brett- wie beim profilierten Leitwerk bei gleichem Grundriss am gleichen Ort. Beim gewölbten HLW ist die EWD aber anders.

Moin Markus - das wollte ich am liebsten hören :)
Gruss markus

Relaxr
27.05.2012, 12:30
So - es geht doch voran: Heck ausgefräst, vorne das viele Holz rausgeholt, schwere Zwischenböden mit Einschlagmuttern entfernt und das Brett HLW als Leichtbau mit 45gr, aus 4mm Balsa erstellt. Glück gehabt, homogenes Brett erwischt - verzug sich null beim Kleben und Lackieren. Vorhin SP Check mal bei 80mm = 33% , werde aber mal eher zu 30% gehen, da er doch etwas positive Pfeilung hat! Vorher 2,8kg Fluggewicht nun werden es so 2,0 - 1,1kg, das Oratex muss ja auch noch hinten drüber, sind bestimmt auch wieder + 15 gr im Heck.

Hat wer einen guten Tip für eine F-Schleppkupplung, also für einen einfachen Mechanismus zum Selbstbau.

Tschau Markus

828061828062828063