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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Baubericht SPARROW MK1, nach VTH Bauplan, Holzbau/Styroflügel



blonthomas
09.07.2011, 22:11
Demnächst steht ein Badeurlaub an, den ich mir mit ein bischen Hangfliegen bei ordentlichen Winden ein wenig abwechslungsreicher gestalten wollte anstatt nur am Strand zu rösten. Und zuhause gäbe es da auch noch den einen oder anderen Hang, für den mir der richtige Flieger fehlt. Soll heißen, ein Segler der einfach zu bauen ist, genug Festigkeit für die zuweilen kreativen Hanglandungen (Alpen) und von der Baugröße her guten Transport, v.a. zu Fuß auf den Hang, ermöglicht. Meine Wahl viel auf den VTH-Bauplan des Sparrow MK1 (Marc Avondet, 1999), beplankter Styroflügel und Holzrumpf, vom Konstrukteur selbst als Hangsegler konzipiert.

Die Daten aus der Bauplanbeschreibung:
Hangsegler
Marc Avondet, Spannweite: 1400 mm, Länge: 830 mm, Gewicht: 820 g,
Flächeninhalt: 33,5 q/qdm, Profil: E205,
RC-Funktionen: Höhe, Quer, Rumpf: Holz, Tragfläche: Styropor, 1 Blatt,
Bemerkung: Wendiges Hangflugmodell für Fortgeschrittene

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Quelle: VTH-Verlag


Weil ich einerseits noch keinen Baubericht zu diesem Modell gefunden habe und andererseits ich so ein netter Mensch bin :-), dachte ich mir, es könnte später für andere interessant sein, zu sehen, was dieser Bauplan hergibt. Dann haben andere Spreislflieger gleich eine bessere Vorstellung davon, ob es sich lohnen könnte, den Bauplan zu besorgen oder auch nicht.

Es gibt im Nachbaruniversum immerhin eine Notiz von einem Nachbauer dieses Fliegers: http://www.rclineforum.de/forum/board19-flächenflugmodelle/segelflug/24440-sparrow-mk-i/. Dort wird der Rumpfaufbau als etwas übertrieben stabil und damit schwer angesehen. Dem muß ich nach Durchsicht des Plans zustimmen. Da wird es also hier und da Erleichterungen durch entsprechende Materialwahl geben.
Das Profil E205 wird dort und auch anderswo als tendenziell durchzugsschwach beschrieben. Sehr viel fundierter legt Hartmut Siegmann dar, daß im mittleren ca-Bereich der Widerstand höher ist als bei anderen, mittlerweile eingeführten, Profilen. Nachzulesen hier sein interessanter, ausführlicher und fundierter Vergleich von E205 und empfohlener Thermikflug-Alternative SD7037 (http://aerodesign.de/profile/e205_sd7037.htm). Da ich mich mit dem Sparrow aber voraussichtlich eher bei kräftigeren Verhältnissen am Hang tummeln will, greife ich auf das MH30 zurück, das ebenfalls von Siegmann besprochen und für diesen Einsatz in dieser Modellgröße empfohlen wird (http://www.aerodesign.de/profile/).
Die Überprüfung von Schwerpunkt und EWD mit FLZ-Vortex ergaben für die Änderung des Profils von E205 nach MH30 keine Hinweise auf die Notwendigkeit für gravierende Änderungen dieser Bauparameter.

Also dann mal los, meine Klemm L20 (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/244326-Baubericht-KLEMM-L20-1-7-nach-Bauplan-kompletter-Holzbau-E-Antrieb) muß dann erst mal warten...

Ich hoffe auf eure geschätzte kontruktive Mitleserschaft und freue mich auf eure Kommentare und Tips.

Thomas

blonthomas
09.07.2011, 22:18
Hier mal ein Blick auf den Plan:

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Das alte Profil ist schon mit dem neuen überklebt.


Der Grundriss aus FLZ:

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Wer damit spielen will bekommt die FLZ-Datei per Email.

blonthomas
09.07.2011, 22:25
Die Spantenumrisse mit Nitro von Kopien auf das Holz übertragen...

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...und ausgeschnitten.

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Der Autor schlägt für alle Spanten 3-lagiges 3mm Birkensperrholz, für den Hauptspant vor dem Flügel sogar 4mm vor. Das erschien mir zu schwer, außerdem hatte ich solches sowieso nicht in der Schublade (der Vogel entsteht weitgehend aus der Restekiste). Dafür 6-lagiges Birken- und leichtes Pappelsperrholz, beides 3mm stark. Obiges Bild zeigt, wohin ich Stabilität verteilt und wo mit Gewicht gegeizt habe.

Ein interessantes Detail sind die Verzapfungsfortsätze, die in entsprechenden Löchern in der Seitenteile landen. Diese sind aus 2mm Balsa und haben im vorderen Bereich innen Verstärkungen aus 1mm-Sperrholz.
Die Längsgurte sind aus hartem 4x4mm Balsa.

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Der Zusammenbau beginnt:

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Wenn man die Zapfen richtig abgefeilt hat, dann passt es saugend - auch ganz ohne CAD + Fräße :-)

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Achtung Nachbauer: die Oberkante der Servobrettauflage in Spant 8 ist 6mm zu tief. Ich musste, da zu spät bemerkt, nachträglich auffüttern. Der Rumpfboden sollte bis zur Flügelhinterkante in 3mm Sperrholz ausgeführt werden. Das ist mir eindeutig zu schwer. Ich nehme 2mm hartes Balsa und darauf dann noch 1mm Birkensperrholz. Hinten sollte mit 2,5mm Blasa fortgesetzt werden - da nehme ich auch nur 2mm.


Momentaner Zwischenstand:

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Der Deckel wird aufgeklebt, sobald die Bowdenzüge für die Leitwerke verlegt sind. was ich aber lieber erst mache, wenn diese vorhanden sind. Im Gegensatz zum Plan will ich auch das Seitenruder mit einer Ruderklappe ausstatten.

blonthomas
09.07.2011, 22:26
Ein Vorgriff auf die Tragflächen:

Demnächst wird es ans Schneiden der Tragflächenkerne gehen. Das MH30 ist schon arg dünn (ca. 8%). Daher eine Frage an die erfahrenen Styroflächenbauer: wird das ohne aufwendigen Einsatz von Einlagen aus Glasgewebe oder Rovings bei 140cm Spannweite genug torsions- und biegesteif? Für die Beplankung wollte ich einen übrigen Stapel aus 1,5mm mittelhartem Balsa aufarbeiten. Das ganze soll danach zum Oberflächenschutz mit Polyestergewebe bespannt und mit parkettlack versiegelt werden.

Wäre nett einen Tip zu bekommen.

Wattsi
10.07.2011, 07:58
Wenn Du statt der Folie Glas für die Beplankung verwendest, ist ausreichend Torsionsfestigkeit gegeben.
Glas = < 50g/m² mit Parkettlack + Talkum als Porenfüller, dann lackeiren
Wolfgang

Milan
10.07.2011, 09:02
Moin Blonthomas.

Meine Tipp:

Fläche einteilig bauen, d.h. keine Steckung und Wurzelrippen. Auf den Holm kannst du verzichten.
Vollflächig eine Lage 80g/m² Glas unterlegen, im Flächenmittelteil zusätzlich einen Gewebekeil einbringen - verleben mit Fermacell.
Die Oberfläche so behandeln wie du es angedacht hast! Gegebenenfalls den Parkettlack weiß einfärben, das spart etwas Decklack (Gewicht), sofern du überhaupt Farbe aufbringen willst.

LG

Harry

chris2f4u
10.07.2011, 17:42
Klasse, so hab ich angefangen mit Flugmodellbau. Schöne Erinnerungen kommen da hoch wenn ich zulese.

Beim Flügel glaube ich nicht dass Du große Probleme bekommst. Eine Orientierung wäre evtl. der Birdy DS.
1m Spannweite, Profil ca. 7,5-8%, 1mm Balsa-Vollbeplankung auf Rippen, Kieferholme. Gewicht ca. 300g.
Der hält wirklich ausreichend mit Reserve... egal ob Biege- oder Torsionsbelastung.

Ich würde also wenn überhaupt 1x 80g Gewebe diagonal unter die Beplankung packen.
Du mußt bei DEM Vogel nur sehr auf das Gewicht achten, da ist wirklich jede Menge unnötiges Material dran.
Der Climaxx hat 2mm Balsa Rumpf-Seitenteile mit 3mm Pappel bis kurz hinter die Endleiste...
Sieht gut aus mit 1mm Sph. als Rumpfverstärkung. Du hast ja immer die Möglichkeit zum Schluß mit Gewebe zu verstärken wenn der Rumpf zu labbrig wurde.

Bei der Modellgröße spielt das Gewicht wirklich ne große Rolle, ich würde erst mal leicht bauen und nachträglich die Schwachstellen mit Gewebe verstärken.

Gruß Chris

blonthomas
13.07.2011, 21:52
Schönen Dank für die Tipps zur Steifigkeit der Fläche! Wenn ich mir die Aktivität in dieser Rubrik Segelflug so ansehe, dann muß ich schon ziemlich froh sein, überhaupt Aufmerksamkeit und geduldige Antworten zu einem altmodischen Holzflieger erheischen zu können. Hier gibt es ja täglich 10 neue Berichte a la "ich reiß die Packung auf und steck' den neuen Flieger zusammen - fertig!". Umzug in die Rubrik Hangflug brächte da aber wohl auch keine Linderung - da geht es ja genauso zu!

Ich bin dem Tipp zum Birdy-DS gefolgt und habe gesehen, daß dort 1,0mm Balsavollbeplankung auf Rippe reicht um dieses 1m-Teil flietschenfest zu bekommen. Die Videos bestätigen das äußerst eindrücklich. Ich werde es mal darauf ankommen lassen und ohne weitere Glaseinlagen mit 1,5mm beplanken. Wenn die subjektive Beurteilung der ersten Fläche gut ausfällt mache ich die zweite genauso, sonst neu mit Glasmatte. Trotz Gewichtsmalus werde ich übrigens den Flügel teilbar gestalten, mit CFK-Stabsteckung. Die Transportumstände erfordern dies einfach. Wenigstens wird damit dann auch die Glaseinlage im Mittenknick überflüssig.

blonthomas
13.07.2011, 21:57
Die Leitwerksteile sind zwischenzeitlich fertig. Für das HLW fand 4mm Balsa mit einer Dichte von 0,10 Verwendung. Entgegen dem Plan habe ich keine Lochplatte aus dem Vollen gearbeitet sondern eine Stäbchenfläche gezimmert.

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Das SLW wurde entgegen dem Plan steuerbar gestaltet - man könnte ja mal in die Verlegenheit kommen Thermik auskreisen zu müssen! Die Rudertiefe ist ca. 25% der gesamten SLW-Tiefe (blauer Strich).

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Die SLW-Dämpfungsfläche wurde nicht wie im Plan vorgesehen (jaja, schon wieder...) aus 3mm Birkensperrholz mit 2x 1mm Balsabeplankung sondern aus einem 3mm Balsakern mit 2x 1mm Balsabeplankung hergestellt. Gesperrt verleimt - Balsasperrholz sozusagen. Auch hier die Dichte = 0,10. Das zugehörige Ruder ist aus hartem 5mm Balsa am Stück, also ausnahmsweise mal bleischwer, dafür wird's nicht gleich krumm.

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jochen_w.
13.07.2011, 22:05
Wenn ich mir die Aktivität in dieser Rubrik Segelflug so ansehe, dann muß ich schon ziemlich froh sein, überhaupt Aufmerksamkeit und geduldige Antworten zu einem altmodischen Holzflieger erheischen zu können.

Also ich hab gerade den Thread gesehen und mich wahnsinnig gefreut! Hab nämlich schon früher mit 14 Jahren oder so im VTH Bauplanheft immer rumgeblättert und mir dabei die ganzen schönen Flieger herbeigeträumt! Dabei ist mir der hier besonders aufgefallen und ich fand ihn sofort sehr schön! Durch Deinen Thread sieht man dann auch mal andere/ größere Bilder und diverse Konstruktionsdetails, was ja immer sehr interessant ist. Dadurch kommt bei mir das alte Habenwillgefühl wieder hoch, vielleicht wird es ja doch noch irgendwann was mit dem Sparrow...
Wünsch Dir jedenfalls viel Spaß beim Bau (endlich mal wieder einer der Teile normal auf's Holz überträgt und aussägt, anstatt für jeden kleinen Sch... die CNC anzuwefen) und happy landings!

Gruß
Jochen

Milan
14.07.2011, 10:47
Hallo blonthomas.

Womit verklebst Du die Beplankung? Mit Epoxy?

Falls ja: da du auf Glasgewebe verzichten willst und die stark saugende Holzoberflache nicht unnötig Harz verschlingen soll bietet es sich an, das Harz einzudicken ( Thixopulver oder Baumwollflocken) und mit einem Zahnspachtel A1 (googeln) aufzutragen. Das wird sehr leicht und verklebt absolut zuverlässig.

Oder alternativ mit Fermacell Estrichkleber - mit dem habe ich sehr gute Erfahrungen bei der Verarbeitung und den Klebeeigenschaften gemacht.

Die Nasenleiste würde ich aus einer Kiefernleiste (5mm) machen, das schadet bei einer Hanglandung in keinem Fall.

LG

Harry

chris2f4u
14.07.2011, 11:35
Schöööön, wie Du auf die Gewichte achtest.

Tu mal am Seitenruder oben und unten kürzen, simpel 2 Streifen Balsa 5x10mm 90° zum Ruder ankleben, dann kannst Du eigentlich auch leichteres Holz nehmen und es verzieht sich auch nicht.
Kommt auch am Ruderhorn besser ;)
Kuckst Du z.B. Birdy DS Rumpfplan

Unaufgeforderte Kleberempfehlung für die Beplankung: PU-Kleber
Schäumt leicht auf und krallt sich somit ins Styropor bzw. gleicht evtl. aus was nicht 100% aufliegt...
Kleines gelbes Gebinde von UHU im Baumarkt kaufen (6,-) hält nur ca. 1 Jahr
Gut pressen, bestäuben mit Wasser bewirkt mehr Aufschäumen.

Wie schwer wird das Ding eigentlich?

Gruß Chris

blonthomas
14.07.2011, 12:42
Geklebt wird mit dem von Chris erwähnten PU-Uhu. Der wartet schon seit 1/2 Jahr im Schrank. Testklebungen damit waren sehr vielversprechend. Seht ihr den eigentlich noch im Baumarkt? Die Tage konnte ich ihn im Uhu-Regal beim Orangen-O nicht mehr sehen.
Aber meine Flasche ist ja noch voll.

Das nächste SLW Ruder werde ich wie vorgeschlagen gesperrt bauen - danke. Jetzt ist das gute (und schon fertige) aber leider der Feind des besseren :-) Sollte ich Schwerpunktprobleme bekommen werde ich daran denken und nachträglich evtl. abspecken. Danke für den Tip mit der Kiefernase - das werde ich gerne so machen.

Der Autor hat 820g Abfluggewicht angegeben, aber in seiner Ausführung nicht wirklich auf Gewichtseinsparung geachtet. Er wollte wohl ultimative Stabilität, da er in den Schweizer Alpen wohnt und dort auch bevorzugt am Hang aktiv ist. Mein Einsatz wird auch eher Marke Hanghobel, aber nicht unbedingt für Starkwind gedacht. Mäßiger Wind mit Thermik durchsetzt ist das was ich auch zuhause am Hang erwarten kann. Braucht also nicht extrem leicht zu werden, aber eine Bleiente wäre wohl auch nicht zweckmäßig. Mein Ziel ist weniger als 820g. Aber wir werden sehen wie weit drunter ich komme.

Wie presst ihr eigentlich eure Styroblöcke? Ich wollte Aufwand in Form von Vakuumschlauch oder Spindelpresse (Bretter über/unter Styroblock, mit einer Reihe seitlich durchgeführten Gewindestangen, Pressung durch Anziehen von Muttern) vermeiden. Reicht für dieses Vorhaben simples Gewichte auflegen auf den Styrostapel?

chris2f4u
14.07.2011, 13:09
...na das Fluggewicht war damals evtl. mit schwereren RC-Komponenten gegeben.
Der Rumpf sieht entsprechend geräumig aus.

Ich glaub bei dem Flieger reichts aus mit Gewicht zu pressen. Und wenn's doch schief geht is ja nicht viel Material...

Milan
14.07.2011, 15:24
Reicht für dieses Vorhaben simples Gewichte auflegen auf den Styrostapel?

Ja, das reicht. ( für den Anfang einer Styroflächenselberbauerkarriere)

Ich habe im vergangenem Jahrhundert mit gefüllten Wassereimern den Pressdruck erzeug, war aber nie das gelbe vom Ei.

Noch`n Gruß

blonthomas
25.07.2011, 21:58
Die Tragflächen entstehen in Styrobauweise mit Balsabeplankung. An sich nichts aufsehenerregendes für den einschlägig erfahrenen Styroflügelbauer - zu denen ich noch nicht gehöre. Die grundsätzliche Vorgehensweise ist sattsam beschrieben, sowohl online, als auch z.B. in dem sehr lesenswerten Buch "Einfach Flügel bauen" von Robert Schweißgut. Was mir aber ein paar graue Haare wachsen lies ist die Frage, wie ich eine Steckungsaufnahme integriere, die genau gefluchtet (über beide Flügelhälften) und V-Form gebend passt und gleichzeitig in, wg. schnell abbindendem PU-Leim, mal eben 20 Minuten fix und fertig ausgerichtet, verutschgesichert mit dem ganzen Flügel im Pressblock verschwindet. Wenn das schief geht, im wahrsten Sinne des Wortes, dann könnte ich beide Tragflächenhälften entsorgen!
Letztendlich habe ich mich dafür entschieden, den Zeitdruck zu halbieren und, ähnlich dem Vorgehen bei Rippenflügeln, erst mal nur die Unterseite inkl. sauber positionierter Steckungsrippen, noch ohne verklebtes Steckungsrohr, und Kern zu pressen und dann erst die Fläche zu schließen. Voila, fangen wir an.


Das sind die Schneidrippen, einer Empfehlung auf extremflug.de folgend aus Sperrholz gesägt und mittels aufgeklebtem 0,4mm Cu-Draht die Oberkanten sehr gleitfähig gemacht.

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Hier der komplette Doppelstapel in der "Flächenpresse per povere". Die jeweils oberen Beplankungsbretter sind Zwecks besserer Pressung mit eingelegt aber nicht verklebt.

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Die Luft war übrigens die Tage recht feucht, da konnte man sich künstliche Feuchtezugabe zur Verstärkung des PU-Kleberaufquellung glatt sparen.

Hier nun das Zwischenergebnis: Kern mit unterer Beplankung. Die Steckungsrippen waren schon zum Pressen eingeklebt, die Ausnehmung (2) für das Steckungsrohr ebenfalls schon gemacht. Der Servoschacht war schon ausgeschnitten worden und der Styrowürfel mit Paketklebeband verkleidet vor dem Pressen wieder an seinen Platz gewandert (1).

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Jetzt geht es an das Einpassen und Einkleben der Steckungsaufnahme, einem 8,2mm (innen) Alurohr. Dazu werden die beiden Flügelhälften in ihren Unterschalen gefluchtet aneinander gerückt.

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Jetzt stimmen die Ausrichtung der beiden Flügelhälften zueinander und V-Winkel. Letzterer war schon so in den Styroblock geschnitten.

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Zum Schluß noch ein Kabelkanal eingebrannt und ein Trinkröhrchen (1) eingelegt. Der Kabelaustritt geht nach unten aus dem Flügel raus. Bei (2) sieht man, daß auf die Steckungsröhrchen noch ein Füllbrettchen für direkten Klebekontakt mit der oberen Beplankung aufgeklebt wurde. Dito ist vorher auch an der Unterseite passiert.

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Die Oberbeplankungen sind mittlerweile auch drauf und das Ergebnis für mich mehr als zufriedenstellen, zumal da es die ersten Styroflügel aus meiner Werkstatt sind! Die Verwindungssteifigkeit ist übrigens enorm, obwohl nur im Steckungsrippenbereich und im Bereich des Servoschachtes beidseitig 49g-Glasmatte eingelegt wurde.

Bis demnächst,
Thomas

blonthomas
25.07.2011, 22:10
Nachtrag:
In der Bauanleitung wird übrigens auch ohne ganzflächige Glasmatte gearbeitet. Nur der im Original steckungslose Flügelmittelteil, 10cm breit und die Endleisten, 25mm tief, werden mit 80g Matte bedacht. Allerdings verwendete der Autor 1mm Apachi als Beplankungsmaterial.

Das zulässige Lastvielfache mit der verwendeten 8mm-Kohlestabsteckung habe ich erst gerechnet als es schon fertig war. Wow, da knicken lange vorher die Flächen außerhalb der Steckung ab. Naja, der Stab und passendes Alurohr waren vom Parallelprojekt Klemm L20 schon in der Schublade. Haben wir halt 5 Gramm ggü. dem unbedingt notwendigen verschenkt, aber immerhin nicht hinter dem Schwerpunkt.

blonthomas
08.08.2011, 21:09
Hier die Flügel fertig beplankt, mit Kiefernnasenleiste ausgestattet, Ruder ausgeschnitten und mit 2mm Balsa verkastet und 2x gefüllert. An den Wurzelenden sind 1mm Sperrholzverstärkungen für die Schraubenaufnahme aufgeklebt. Den Randbogen habe ich ggü. dem Plan gerade gelassen und nicht zugespitzt abgeschnitten (siehe Planfoto auf Seite 1). Ich dachte mir, dass das mit Hinblick auf die Re-Zahl dort außen und Beibehaltung des Profils keinen Sinn machen würde. Viellciht hat hier jemand eine Meinung?

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Nach dem Bespannen mit 24g-Polyestervlies (bezogen von RC-Kuban, auch erhätlich bei Aeroplan, wenn man denn genug Zeit hat). Die Verklebung geschah einfach so:
Zugeschnittenes Teil für eine Flächenseite trocken auflegen und dann von einer Seite beginnend durch aufpinseln von Nitroverdünnung den Füller anlösen. In dieser nassen Phase, die nur ein paar Sekunden bis zum Verdampfen des Nitro dauert, das Vlies ein wenig andrücken/rubbeln und fertig. Das hält!
Kleine Falten kann man problemlos wegbügeln. Vorheriges rantasten an die max. Bügeltemperatur an einem Probestück ist aber dringendst anzuraten! Schrumpfen kann das Vlies 6mm auf 10cm und zwar überraschenderweise längs und quer zur Hauptfaserrichtung!
Versiegelt wurde die Bespannung danach mit zwei Anstrichen Parkettlack auf Wasserbasis. Mit den Leitwerken bin ich genauso verfahren. Der Rumpf wird ebenfalls so behandelt werden.

Nach dieser Behandlung sieht die Oberfläche sehr schön seidig matt wie auf dem Foto aus:

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blonthomas
08.08.2011, 21:11
Weil es für den Flieger eine Transportkiste geben wird, musste das HLW abnhembar gestaltet werden, was so im Plan nicht vorgesehen war. Meine Lösung:
Gewindeaufnahme in Form eines Sperrholzbrettchens im Rumpfende und außerdem ein spaltfrei in den Rumpfzwischenraum passendes Ausrichtungsbrettchen im HLW, damit selbiges nicht verdreht, da nur eine Schraube verwendet wird. Zwei Schrauben mit ein bischen Abstand zueinander sind nicht wirklich machbar. Das wird auf späteren Aufnahmen mit komplett montiertem Leitwerk sichtbar werden.

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Ich war mal neugierig wie es mittlweile ums Gesamtgewicht steht, nachdem die Flächen alle bis Parkettlack fertig sind. Der Tacho blieb bei 455g stehen und der momentane Schwerpunkt, mit noch unbeschliffenem Nasenklotz und gänzlich ohne RC-Einbauten liegt nur wenige Millimeter hinter dem vorgesehen Ort des Schwerpunkts. Ich werde also wohl kein Blei zupacken müssen - man denke nur an den 4xAAA Empfängerakku mit rund 55g!

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blonthomas
09.08.2011, 12:18
Die Rumpfnase, gefertigt aus 4 Lagen gewöhnlichem 12mm-Baumarktsperrholzrest, ist fertig verschliffen und zusammen mit dem restlichen Rumpf gefüllert.

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Danach, wie bei den Flügeln, Vliesbespannung und 2x Parkettlack als Fixierung drauf.

blonthomas
09.08.2011, 12:28
Während die Rumpflackierung durchhärtet baue ich eine Transportkiste. Normalerweise mache ich das erst, wenn ich weiß, daß der Flieger ordentlich fliegt und sich daher der Transport irgendwo hin auch lohnt, aber diesmal könnte der Transport vor dem Jungfernflug kommen. Abgeschaut habe ich mir die Bauweise hier: http://www.cb-roter-baron.de

Die großen Seitenflächen der Kiste werden aus 4mm Pappelsperrholz und die anderen 4 Seiten aus 10mm Pappelsperrholz im Baumarkt zugeschnitten. Danach ist der Rest in insgesamt 1h erledigt.

Kiste liegt auf einer Seitenfläche, auf der die 4 Wände stumpf mit Weißleim aufgeklebt werden:

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Danach die andere Seitenfläche drauf:

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Dann eine Runde mit der Kreissäge, Anschlag auf ca. 3,5cm und schon hat man den exakt passenden Deckel in der Hand:

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Jetzt noch Dichtlippen aus 25x5mm Kiefernleisten einkleben...

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...und fertig ist die Kiste!

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chris2f4u
09.08.2011, 19:40
...na sieht doch Spitze aus!
Für meinen Geschmack bisserl zu massiv (Kiefern Nasenleiste, 8mm Stahl, Finish) aber die Bauausführung machste echt Super!
Haste ein passendes Alu-Innenrohr für Deine Steckungsaufnahme?
Wenn Du ein 8x6mm Alurohr nimmst, und einen 6mm Kohlestab einharzt... haste bei 200mm Länge 57g gespart.
Vorausgesetzt ich sehe richtig und es ist keine V-Form im Stahlstab.
Dann kannste die schwere Steckung als Ballastierung nehmen.

Gruß Chris

blonthomas
10.08.2011, 12:12
Hallo Chris,
freut mich daß offensichtlich sogar noch jemand mitliest! Vermutlich lächeln 95% der Schalentier-Besitzer in dieser Rubrik milde über diesen verrückten altmodischen Spreislbauer :-)

Die Kiefernleiste als Nasenleiste habe ich dankbar als Vorschlag von einem Mitleser angenommen. Denn dort wo ich fliegen will (alpine Almwiesen und ähnliches) hat man die Wahl, im Falle des Falles bei der Landung wahlweise in einen der zahllosen Felsbrocken auf dem steil abfallenden Feld oder in die Pfosten von Weidezäunen zu donnern. Balsanasen haben sehr schnell zu viele Beulen. Die Rumpfnase hat Nehmerqualitäten die die Nasenleisten sogar übertreffen!

Stahlsteckung mache ich nicht (siehe Beitrag 17), sonder CFK in Alurohraufnahme. Da könnte ich, wenn ich den schwerer werden will, natürlich zum Aufballastieren problemlos einen 8er Stahl einschieben. Oder 6er in 8er Alu Hülse. Die Steckung ist übrigens nur 13cm lang.

Mich würde sehr interessieren, was dir hier beim Finish konkret zu massiv erscheint? Man lernt ja nie aus...


Thomas

chris2f4u
10.08.2011, 16:23
...hab ich überlesen, die Kohlesteckung. Klasse, dann haste schon an schwerer werden gedacht.
Finish:
Auch jetzt erst gelesen, dass der Flieger wohl so bleibt, keine Farbe?
Scheinbar weißt Du was Du tust, Schreinermeister hat es geschafft mit Seide+Spachtel+Farbe 500g Mehrgewicht beim Climaxx zu erreichen. Habe einen Climaxx für einen Freund gebaut, der hat normale 1,5kg, Schreinermeisters 2kg...

Die Steckung ist 13cm insgesamt? Oder pro Seite?
Wie schwer/leicht isser nu schon?

Gruß Chris

chris2f4u
10.08.2011, 16:55
aso, Randbögen würde ich schon ein paar Zentimeter ran machen, so verschenkst Du Spannweite/Auftrieb und evtl. Querruderwirkung.
So unfefähr (Form) ist kein Staatsakt (Funny Fast Birdy von AFF Decker).
http://www.wherzog.de/eflug/images/image024.jpg

Wenn Du den Randbogen in 3 Scheiben machst, isser unzerstörbar. Unten Balsa, Mitte Sperrholz (Profilsehne), Oben Balsa. Durch das Sph bricht das Balsa nicht mehr bei Radschlägen.

blonthomas
19.09.2011, 21:17
Ich habe lange nicht mehr von mir hören lassen und es gibt ein bischen was nachzuholen.

Ganze zwei Tage vor Abreise in den Urlaub, der Auslöser für diese Expressbauaktion war, konnte ich den Geier endlich Probewerfen und dann auch gleich für etwas mehr Abgleithöhe flietschen. Die Prozedur überstand der Vogel nahezu schadlos, nur das Seitenruder war abgebrochen und wurde, mit einer Kieferleite am Fuß verstärkt, wieder angeharzt.

So sieht der Segler im Moment aus. Ein paar Zierstreifen fehlen noch und die Kabinenhaube ist momentan noch ein mit Kreppband festgehaltener Styroschaum-Notbehelf.

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Wie fliegt er? Subjektiv wunderbar! Sehr wendig und das Gleiten ist ganz passabel. Aber seht selbst ein paar Flietschenstarts im Flachen, aufgenommen mit der Mützenkamera (Mann, kam ich mir bescheuert vor...).


http://www.rcmovie.de/video/6c882200496950260a6e

(kann sein, daß das Video vom Server noch nicht konvertiert ist - sozusagen frisch aus der Presse!)

blonthomas
20.09.2011, 09:22
Nochmal ein Versuch für's Video. Das erste hochgeladene hat der Server wohl verschluckt.

http://www.rcmovie.de/video/ae8307ff8b0860eb51c8/Sparrow-Mk1-Erstflug

blonthomas
26.09.2011, 18:12
Gibt es eigentlich einen Trick, Filme auf rcmovie.de hier so zu verlinken, daß eine Bildvorschau sichtbar ist, wie es hier z.B. für youtube-Filmchen möglich ist?


http://www.youtube.com/watch?v=oVO1p8um07U

Der Flietschengummi war in dem Fall übrigens ein Megarubber Ultralight von EMC-Vega. Der Ultralight ist für den Flieger fast schon zu schwach, aber ich hatte gerade nur den, da früher für was leichteres angeschafft. Am Hang wäre die nächste oder übernächste Gummigröße vermutlich zweckmäßiger, wenn man nach hinten ins Gelände nicht genug Platz zum Ausziehen hat. Ich habe den Gummi im Film 25 Schritte ausgezogen, später an einem Hang ebenso.

Ach ja, und der vielbesungene Urlaubseinsatz, der ja Auslöser für die Expressbauaktion war? Auf dieser Insel gibt es dort, wo man Aufwind an Hängen erwarten könnte nur kniehohe Distelfelder, oder alternativ scharfkantiges Geröll mit nur vereinzelt stehenden Disteln, die dann aber auch gerne über hüfthoch stehen. Wer hier sein Modell fliegt wird also nicht glücklich, es sei denn es ist aus EPP. Wenigstens waren die Strände ganz passabel - zum Baden. Und es gibt blaue getönte PET-Wasserflaschen. Dazu später mehr.

Zurück im Land der satten grünen Hangwiesen konnte ich ein paar Runden auf dem Auerberg (Raum Schongau) drehen. Dort war es mir auch prompt vergönnt thermisch ordentlich aufzusteigen. Bei auffrischendem Wind musste ich allerdings erkennen, daß die nur 662g Gesamtgewicht (27.0g/dm2) etwas an Zurchzug vermissen lassen. Dieses Leiden kann aber problemlos durch aufbleien kuriert werden. Die enorme Wendikeit empfand ich aber generell als sehr hilfreich und der Hangflugsituation angepasst.

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Alles natürlich kein Fake :-)

blonthomas
26.09.2011, 18:22
Platz hat der Rumpf kaum weniger als die Handtaschen meiner Frau. Der Einbau von Empfänger (im Schaumgummiblock) nebst 4S-AAA Akku und HR/QR-Servos ist also ohne jegliche Anstrengung zu bewältigen. Das Seitenruder war eigentlich im Plan nicht vorgesehen und ist wohl auch bei ausschließlichem Einsatz in dynamischem Hangaufwind überflüssig. Sollte man aber jemals bei schwächeren Bedingungen etwas lauere Aufwinde ausnutzen wollen, so sollten Nachbauer nicht auf das SR verzichten. Ich habe es selbst erprobt und bin mir sicher, daß ich manch schwächern Aufwind niemals in Steigen hätte umsetzen können, da nur mit QR-Einsatz die Kreise einfach zu steil geflogen werden müssen.
Als Servos kommen Hitec HS81 für HR und SR zum Einsatz, an den QR arbeiten Dymond D60 in den Flügeln.

Die Akkubretter haben bei mir immer immer eine Auflage aus Antirutschgitter wie es gerne unter Teppichen verlegt wird. Man beachte, daß der Akku hier kaum weiter zurück geschoben werden kann. Der Schwerpunkt passte so, ohne Bleizugaben in die Rumpfspitze, haargenau. Konsequenter Leichtbau im Heck sei dank!

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Der Akku kriegt das gleiche unten drauf.

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Die Ruderanlenkungen sind gewöhnliche Lowtech-Sägearbeiten aus 1,5mm Sperrholz.

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blonthomas
26.09.2011, 18:25
Der Flietschenhaken ist eine M6-Senkkopfschraube, innenseitig in einem Hartholzklötzchen mit Gewinde gelagert. Braucht man keine Flietschte...

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...so kann man den Haken reindrehen und ist strömungsgünstiger unterwegs. Wichtiger noch: so bleibt nicht bei jeder Landung der halbe Acker am Haken hängen.

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Auf den im Plan vorgesehenen Hochstarthaken verzichte ich erst mal, da ich als Wildflieger gar nicht weiß wo ich 100m Auszugstrecke auf einer abgemähten Wiese herkriegen soll. Der Segler ist recht stabil und verträgt schon einen ordentlichen Bumms beim Flietschenstart. Da kommt man also leicht mal 50m hoch, was für ein paar Suchkreise reicht.

blonthomas
27.09.2011, 18:47
Weiter oben wurde schon die blau getönte PET-Flasche erwähnt (Beschaffung bei Lidl in Griechenland). Die wird nun in eine schicke Haube in lässiger blauer Rauchglasoptik verwandelt. Das Schaumformteil, welches für die ersten Flüge als Haubenprovisorium diente, wird nun zum Formgeber für die Schrumpfkur der Flasche.

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Heißluftfön sei Dank passt es gleich wie angegossen. Hier sieht man schon die Markierungen für den Zuschnitt.

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Voila. Es ist kein Wunder an Formtreue, aber für einen Gebrauchssegler reicht diese Qualität allemal. Wer es schöner mag, kann trotzdem diese Methodik anwenden, sollte sich aber mehr Mühe mit dem Formteil geben und für die Form ein Material verwenden, welches nicht gleich dazu tendiert, bei Hitze mitzuschrumpfen. Im vorderen Bereich ist mir das Maleur passiert. Später werde ich noch einen Kabinhaubenrahmen nebst Verriegelung dazu bauen, damit die lästige Haubenankleberei mit Tesa ein Ende hat. Und falls ich es selbst nochmal schöner machen will, so wartet im Hintergrund schon die nächste Flasche auf Umformung.

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Hier noch eine Aufnahme mit Töchterchen, vor dem Erstflug mit kleiner Testpilotin. Das Püppchen musste aber gleich wieder raus, da der Flieger damit dann doch zu nasenlastig wurde.

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chris2f4u
28.09.2011, 12:56
...feine Sache das! Glückwunsch!
Freut mich, dass Dein Holz Projekt mit Erfolg zu Ende gebracht ist.

Wie macht sich denn der Holz Rumpf so im rauhen Hangeinsatz? Bei dem kleinen Gewicht und entsprechend kurzen Rutschstrecken vermutlich überhaupt keine Probleme, oder?

Gruß Chris

blonthomas
29.09.2011, 18:59
@Chris
Danke für die Glückwünsche. Der Rumpf hält das, was mit dem kleinen Gewicht an Landebelastungen auftritt, wirklich gut aus. Ich hatte schon härtere/schnelle Aufsetzer mit wieder abheben oder auch fast vertikales Radschlagen wg. eingefädelter Flügelspitze und das war alles kein Problem. Nur Stecklandungen gab es noch nicht - toi toi toi!

Klaus69
30.09.2011, 09:02
Herzlichen Glückwunsch zu Deinem schönen Modell.

Mit den Modifikationen ist das ja fast schon so was wie ne Eigenkonstruktion :-)

blonthomas
04.10.2011, 13:08
Schönen Dank für die Glückwünsche.

Das Wetter am WE entsprach zwar nicht unbedingt der Auslegung des Sparrow als Hangrocker, aber selbst die eher mittelprächtige Thermik am Auerberg Südhang hat er hervorragend mitgenommen! Im Grunde musste ich den Vogel aus dem Bart ziehen, sonst wäre das Bild von meinem Beitrag Nr. 28 doch Wahrheit geworden. Die Bilder hier habe ich freihändig geschossen, während das Querruder auf sich selbst aufpassen musste.

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Ein bischen tiefer konnte man den Sparrow schon wieder einigermaßen erkennen:

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Womit dann der Reichweitentest auch abgehakt werden kann :-)

blonthomas
06.10.2011, 18:37
Am Montag gab es bei leichter Westlage am späten Nachmittag an der Nordflanke der Trauchberge Hangflug vom allerfeinsten! Turbulenzfreie Altherrenthermik, zwar nicht stark, aber genug um ein halbes Stündchen oben zu bleiben und quasi unter Laborbedingungen etwas über Augenhöhe zu fliegen. Bei mir braucht es dringend noch Training zum Thema SR/QR Koordination beim flachen Kreisen, um nicht regelmäßig durch Überforderung zwischen den Ohren das SR genau falsch rum zu stellen...
So wunderbar das Gelände zum Hangfliegen ist, so mittelmäßig sind die Landemöglichkeiten. Aber die gute Nachricht ist, daß der Sparrow die Einschläge trotz meiner ggü. Planvorgabe arg leichten Bauweise, gut weggesteckt hat.

Da mir wieder kein Photograph zur Seite stand und diesmal keine Sekunde die Knüppel alleine gelassen werden konnten, gibt es nur Bilder nach der Landung.

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So, genug der Werbeaktion. Wer Interesse am Holzbau hat und den Sparrow immer noch nicht baut ist selber schuld! Ich würde mich freuen, wenn der eine oder andere Nachbauer - von zweien weiß ich schon - hier Bilder vom Baufortschritt oder wenigstens vom fertigen Segler einstellen würde. Von mir gibt es voraussichtlich gelegentlich noch ein paar Beiträge zu Detaillösungen, die ich noch verwirklichen will.

Einstweilen bis dann am Hang,
Thomas

blonthomas
21.11.2011, 22:27
Weil es auf Dauer nervt, ständig die übergestülpte Einfachstkabinenhaube mit Tesa anzupappen, habe ich noch einen Haubenrahmen nebst Verriegelung spendiert.
Der Rahmen besteht aus 3x5 Kieferleisten und 3mm Balsa.

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Das wird dann auch gar nicht viel schwerer, dort vorn.

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Haubengals mit Epoxi aufgeklebt und noch eine Verriegelung per povere (Drahtwinkel in Bowdenzugröhrchen) angeharzt.

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Der nicht sehr ansehnliche Klebebereich ist mir schwarzem Edding überlackiert.

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Fertig!

blonthomas
12.11.2012, 20:12
Wie das Leben so spielt: Marc Avondet, der durch die Konstruktion des Sparrow letztendlich, wenn auch mit viel Verzögerung seit erster Veröffentlichung, für das Entstehen dieses Bauberichts gesorgt hat ist nun über eben diesen gestolpert und hat mir freundlicherweise zwei Bilder aus der Entstehungszeit des Sparrow zur Veröffentlichung überlassen. Marc war längere Zeit nicht mehr im Modellfliegen aktiv, wurde aber durch den Besuch der Messe am Bodensee wieder vom Virus befallen. Willkommen zurück!


Bilder: Marc Avondet, Berner Oberland.

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So schließt sich der Kreis.

Ottis
31.12.2014, 15:16
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So, nach langen Werkeln hat nun heute Sparrow Nr. 1 Luft geschnuppert- einwandfrei.
Bin schon auf den ersten Flug am Hang gespannt, bis dahin ist Nr. 2 für meinen Fliegerkameraden Jürgen der die Flächen geschnitten hat, auch fertig.
Holm - und Rippenbruch und alles Gute im neuen Jahr
Otti

blonthomas
31.12.2014, 19:10
Otti, danke für deinen Beitrag mit Bild. Schön dass ich andere zum Nachbau animieren konnte und der Rest der RCN-Truppe daran teilhaben darf. Wenn ihr wüsstet, wie lange Otti an den letzten zwei Spanten geschnitzt hat...

Schöne Grüße aus dem gerade knietief eingschneiten Oberbayern,
Thomas

Ottis
01.01.2015, 11:57
... aber bitte doch, dachte nicht, dass wirklich schon wieder 4 Jahre rum sind;)
Aber es kamen halt ein Albatros, eine ASK 18 zum renovieren und 3 niedliche Zaunkönige dazwischen; mei und bis man die Spanten schnitzt, ich sag ´Euch; Kinder wie die Zeit vergeht!
Hoffe Nr. 2 bald fertig zu haben und ebenfalls dann mal Hangflugbilder (oder bau mer vielleicht doch noch ne Schleppkupplung ein???:D
nachliefern zu können;
Grüße und Danke!!! für die TIPS ´s in diesem Threat
Otti

Justdahias
01.01.2015, 21:24
Servus Otti,

wir wollten uns mal wegen der ASK 18 treffen, weißt noch...?

Ich will mir auch einen Sparrow bauen, wo hast die Flächekerne her?

Schönes Modell, dein Sparrow;-)



Grüße
Hias