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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Antriebsauslegung für Doppeldecker



Otti
01.12.2004, 04:07
Servus Leute,

hab' im Ebay einen "Legionair" erstanden:
http://www.flairproducts.co.uk/Aircraft/Scouts/Legionaire.htm
Das Modell ist eigentlich für Verbrenner gedacht, wurde aber vom Erbauer mit einem Hopf Viper 650, 3:1 Getriebe und 12x6 Holzpropeller ausgestattet. Auslegung für 12 Zellen. Das Modell ist noch ungeflogen. Mit dem Getriebemotor (340g) und Servos, ohne Akkus, wiegt die Kiste ca. 1900 g.
Zum Antrieb habe ich mir zwar schon ein paar Gedanken gemacht, aber mit Modellen in dieser Gewichtsklasse noch keine Erfahrung. Daher möchte ich meine Überlegungen hier mal darlegen und freue mich auf Eure Tipps/Vorschläge/Ideen...

Mit Akkus (12x GP3300 oder 16x GP2200)dürfte das Fluggewicht wohl bei 2,6 - 2,8 kg liegen. Wegen der aerodynamisch nicht wirklich optimalen Auslegung gehe ich mal davon aus, daß die Faustregel "mit 100W/kg fliegt's" hier nicht unbedingt passt und 400-500 Watt mindestens sein müssen. Ist der 650er Bürsti damit nicht ein wenig überfordert? Welche Flugleistungen wären wohl damit möglich? Macht dem Motor nix aus, daß das Getriebe seine vorderen Lüftungslöcher abdeckt? Zudem wären 12 Zellen ungünstig für mich, da ich dann in Akkus investieren müßte (habe mehrere 8-Zellen Packs, die ich, wenn's geht, verwenden würde, z.B. seriell als 16-Zeller).
Wahrscheinlich läuft es auf was bürstenloses 'raus. Natürlich möglichst ohne Getriebe, aber für Außenläufer müßte ich mir für die Motor-Halterung was einfallen lassen. Der Flyware MAX650-F7 ist vielleicht die Lösung. Der -F6 wäre von der Leistung zwar auch ok, geht aber, wenn ich es richtig sehe, nicht mit 16 Zellen an einer 12er-Latte.

Grüße,

Otti

Gerd Giese
01.12.2004, 06:39
Hallo Otti,
wie das passt: ;) http://www.elektromodellflug.de/graetlakes-n.htm
Ich fliege z.B.: mit 200W/kg im Doppeldecker mit Steigraten von über 10m/s - das ist schon alles andere als Scale!
Wer hat Dir diese zahlen (400W/kg) blos genannt?
Oder willst du 3D-Vollkunstflug damit üben?

Aus heutiger Sicht würde ich auf 4sXp-LiPos gehen und einen 350/20/15,5 (o.ä.) von Flyware einbauen und dadurch mal eben 800g einsparen! ;)
Als Lipo-Tipp entpuppen sich neuen Kokams 2000 oder Tanic2150/2450!
Siehe Diagramm:
http://www.elektromodellflug.de/akku-test/kokam-parade.htm
...
http://www.elektromodellflug.de/akku-test/tanic-parade.htm

[ 01. Dezember 2004, 06:49: Beitrag editiert von: gegie ]

Otti
01.12.2004, 15:03
Hallo Gerd,


Original erstellt von gegie:
Wer hat Dir diese zahlen (400W/kg) blos genannt?
Oder willst du 3D-Vollkunstflug damit üben?
sorry, war etwas mißverständlich formuliert! Die Angabe 400-500 Watt bezog sich nicht auf "pro kg", sondern auf den ganzen Flieger! Also dann so etwas über 150 Watt/kg.



Aus heutiger Sicht würde ich auf 4sXp-LiPos gehen
Naja, da schreckt mich die hohe Investition etwas ab. Ich sehe zwar schon, daß Leistung/Gewicht bei den Lipos viel besser ist und einen gewissen Mehrpreis rechtfertigt, aber zwei Sätze Akkus sollten es bei Ladezeiten von mehr als 1 Stunde schon sein, und da wird's halt richtig teuer.
Zudem heißt es doch, daß die Lipos nach 3 Jahren sowieso fertig sind, egal ob sie nur 20 oder 200 Zyklen auf dem Buckel haben. Oder war das nur ein Gerücht? Das dämpft auch nochmal die Bereitschaft, einen teuren Akku zu kaufen für ein Modell, das nicht unbedingt jedes Wochenende in die Luft geschickt wird.

Danke!

Otti

Liporacer
05.12.2004, 17:54
Hallo Oti,
Hab daheim eine Bristol Scout, die hatte erst einen 10er 4-Takt drin, nach einer Flugsaison hatte ich mir in den Kopf gesetzt, denn DD zu elektrifizieren. Die Ausrüstung:
Motor Actro 24/4,
Regler JAZZ 55-6-18 BEC (!!!)
Luftschraube 14"x6" APC
Akku 16x Nimh 3300
Stromaufnahme im Stand ca. 32 Ampere,das Modell wiegt 3200 Gramm, Flugzeit 9-11 min.
Der Steigwinkel ist mehr als ausreichend, zum Scale-Fliegen reicht locker Halbgas.
Pass mit den Lipos auf wegen deinem Schwerpunkt!
Ich wollte auch erst Lipos einbauen, da meine Bristol aber eine sehr kurze Schnauze hat war der Schwerpunkt nicht ohne weiteres zu erreichen, die Lipos hätten fast komplett unter die Motorhaube gemußt. Das war mir dann doch etwas zu heikel!
Der eingebaute NImh liegt jetzt in Form von 2x8 Zellen nebeneinander genau im Schwerpunkt.
Übrigens: Einen Empfängerakku hab ich mir gespart, das BEC vom JAZZ-Regler funktioniert einwandfrei!
Gruß, Klaus
http://www.rc-network.de/upload/1102265610.JPG

Otti
08.12.2004, 02:54
Ich denke, es wird wohl auf den MAX650-F7 hinauslaufen. Das ist zwar nicht der leichteste, aber er ist relativ preisgünstig und ich kann meine vorhandenen Akkus als 16-Zeller nutzen. Zudem wird kein größerer Umbau der Motoraufhängung nötig sein. Ich gehe mal davon aus, daß mit 16 Zellen und einem 12"-Propeller keine gravierende Fehlanpassung des Antriebs vorliegt. Einen Empfänger-Akku möchte ich auch nicht unbedingt einbauen. Evtl. dachte ich an einen einfachen Steller (z.B. Jeti Advance) in Verbindung mit einem selbstgestrickten BEC. Da meine Akkus getrennte 8-er Packs sind, die auch in anderen Modellen genutzt werden, können sie u.U. etwas unterschiedlich "fit" sein, so daß ich auch eine getrennte Spannungsüberwachung der beiden 8-Packs vorsehen würde.

Gruß,

Otti