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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Unterschiedliche Flächengewichte links/rechts



Harm
16.08.2011, 09:52
Ich bin bei der Fertigstellung eines Grossseglers und habe einen Gewichtsunterschied von mehrere hundert Gramm festgestelt zwischen die beide Flächen.

Macht es einen grossen Unterschied vom Überziehverhalten usw. wenn ich den Gewichtsunterschied versuche auszuschmerzen mit, sage mal bei 300 Gramm Gewichtsunterschied, 150 Gramm am Flächenende statt 300 Gramm halbwegs der leichtere Fläche?
Ich meine also den aufgebauten Segler um die Längsachse auswiegen mit so wenig wie möglich extra Gewicht.

Das Model geht allmählich richtung die 25 Kg Grenze, ich möchte daher so wenig wie möglich unnutzes Gewicht hinzufügen.

Udo Fiebig
16.08.2011, 10:08
Hallo Harm,
ich habe das in vielen Jahren Modellbau eigentlich immer so gemacht:

Erst einmal die schwerere Fläche so unterstützen, dass sie auspendelt (Schwerpunkt der Fläche)
Dann diesen Punkt auf die leichtere Fläche übertragen
Und dann diese Fläche am leichteren äußeren Ende mit Blei so auswiegen, dass sie auch auspendelt

Ich hoffe, dass ich mich halbwegs verständlich machen konnte. ;)
Aber bitte nicht den aufgebauten kompletten Segler auswiegen.

Gruß Udo

FamZim
16.08.2011, 10:13
Moin Harm

Nur um die Längsachse auswiegen mit Gewicht so weit es geht nach Aussen !
Die Einzelgewichte spielen nur bei Beschleunigungen eine Rolle, nicht bei gleichmäßigem Flug !

Gruß Aloys.

Harm
16.08.2011, 19:16
Also bis jetz zwei unterschiedliche Vorgehensweisen.

Udo: Worum nicht das ganse Modell auswiegen?

Ds einzigste was ich möchte ist das ich keine böse Überraschungen erlebe, das mir die Maschine früher als sonnst schlagartig über die schwerere Fläche abschmiert.

segelflieger-clemens
16.08.2011, 20:25
Hallo Harm,
richtig wäre es, den Flächenmittelpunkt zu suchen, also den Flügel auf ein Rundholz zu legen und so lange ausbalanzieren, bis der rechts und links die Waage hält. Den Mittelpunkt kennzeichnen, die Maschine zusammenstecken und auf die Kennzeichnung so lange Gewicht anhäufen, bis der Flieger sich gleichrichtet. Dan muß das Gewicht nur noch im Flügelmittelpunkt untergebracht werden. So hast Du das Modell dynamisch ausgewuchtet. Der Flieger fliegt dann wirklich neutral und ein Abschmieren ist unmöglich.
Gruß Clemens

Knut
16.08.2011, 20:38
Hallo Harm,

so wie es Udo und Clemens vorgeschlagen hat, ist sicher der beste Weg.
Ich könnte mir allerdings vorstellen, beim normalen Fliegen mit dem Flieger wirst Du den jetzigen Gewichtsunterschied wohl nicht merken. Beim Looping wird er Dir wohl raus drehen. Um das zu verhindern, würde es reichen wie Aloys es vorgeschlagen hat, das Gewicht außen anzubringen.
Allerdings glaube ich nicht, das 150 g mehr für das dynamischen Auswuchten, sich überhaupt bei den Flieger bemerkbar machen wird. Die Flächenbelastung wird kaum Nennenswert ansteigen.
Entscheidend ist, Du bleibst unter 25 Kg.
Von daher mein erster Satz.

Tschüß
Knut

Tschüß
Knut

Herbert1
16.08.2011, 22:39
Hi

So wie Clemens schreibt ist es richtig. Wird wenn Notwendig bei den Großen auch so gemacht.
Wenn du dynamisch auswiegst hast du das Gewicht nahe am Rumpf, in der Flächenspitze hast du das Gewicht an der verkehrten Stelle denn das mehr Gewicht hast du beim anderen Flügel ja auch nicht an der Flügelspitze, denn dann währe das Logisch. Das Gegengewicht an der Flügelspitze macht nur den Flügel schwerer ,aber an der verkehrten Stelle.

Gruß Herbert

FamZim
16.08.2011, 22:54
Hi

Ja was nicht alles so gemacht wird !
Das hat einfach nur was mit Hebelgesetzen zu tun.
Ein schwererer Flügel kann an dem leichteren mit kleinem Gewicht aussen sehr wohl ausgeglichen werden ohne das dieser auch so schwer werden muß .
Ein Einblattprop " als Extrembeispiel" hat auf der einen Seite, dicht an der Achse einen schweren Klotz, und an der andern ein leichtes Ruderblatt, wunderschön durch die Hebel im Einklang.
Genauso halten unterschiedlich schwere Flächen, mit dem "Flächenschwerpunkt" unterschiedlich weit vom Rumpf entfernt, das Flugzeug auf der Längsachse in Wage.
Das ist Logisch !

Gruß Aloys.

Außerdem 300 g an einer , sicher 10 kg schweren Fläche, die eventuel sowieso schon in Wage ist ??

segelflieger-clemens
17.08.2011, 09:21
Hallo Aloys,
ich gebe Dir grundsätzlich recht, da ja wahrscheinlich ein sehr großer Segler vorliegt. Da werden so ein paar 100 Gramm den Flieger nicht viel kratzen. Allerdings hinkt der Vergleich mit einem Einblattpropeller doch gewaltig. Hier dreht sich der Rotor um die eigene Achse und das macht nun mal der Flügel überhaupt nicht. Allerdings habe ich in praktischen Versuchen feststellen müssen, daß Gewichtsausgleich an Flächenenden bei kleineren Modellen von rund 4 Metern immer Schieben gezeigt hat und der Flieger immer über die ursprünglich schwerere Seite seine Schokokurve gemacht hat. Dies verschwand jedoch gänzlich, wenn der Gewichtsausgleich an der Flächenneutralstelle erfolgte. Soweit also meine Praxiserfahrung.
Gruß Clemens

Harm
17.08.2011, 09:58
Danke an Alle für die verschiedene Überlegungen.

Ich hatte, wie von Aloys schon beschrieben, eigentlich nur an das Hebelgesetz gedacht und gehofft das nur das über die Langsächse auswiegen ausreichend sein sollte.

Ich kann mich aber vorstellen das unterschiedliche Flächenbelastungen links/rechts auch Einflüsse haben könnten.

Ich werde zuerst mal noch nichts machen und sehen ob ich bei das flugfertige Modell noch genügend Luft habe Richtung die 25 Kg Grenze, kann dann noch wählen zwischen die leichtere oder schwerere Methode.

Es ist aber eine Mordsfläche, fast 7 Meter Spw. und Wurzelprofil fast 60 cm breit. Vieleicht bemerkt mann die Gewichtsunterschiede in der Praxis gar nicht.

documa
17.08.2011, 18:01
@Harm,

so nun gebe ich noch meinen „Senf“ dazu.

Das Problem mit den unterschiedlichen Flächengewichten führt zum Problem
der Massenträgheit.

Um mal ein Beispiel zu geben:

Eine Balkenwaage mit 1m Breite hat bei genau 50cm ihren Mittelpunkt.
Nun packe man genau je 100g Gewicht im Abstand von 25 cm links und rechts
vom Mittelpunkt auf die Waage und sie ist ausgeglichen.

Wenn man nun auf einer Seite der Waage statt 100g nur 50g Gewicht ganz außen
auflegt ist nach dem Hebelgesetz alles in Ordnung und die Waage ist ausgeglichen.

Aber: Das Gesetz der Massenträgheit besagt:

Trägheitsmoment = Masse * (Abstand zum Drehpunkt)² (J = m * r²)
Der Abstand zum Drehpunkt geht mit dem Quadrat in die Rechnung ein!

Die Rechnung liefert für

linke Seite: 100g * (25cm)² = 62500gcm²

rechte Seite 50g * (50cm)² = 125.000gcm²

Diese Trägheitsmomente stehen einer Beschleunigung direkt gegenüber.

Wenn du nun um Gewicht zu sparen 150g am Außenflügel positionierst handelst du dir unterschiedliche Massenträgheitsmomente ein.

Wenn du nun am Höhenleitwerk ziehst wird die eine Flächenhälfte eher hochgehen
als die andere, da sie in Folge der unterschiedlichen Massenverteilung auch unterschiedliche
Trägheitsmomente haben. Der Segler macht dann eine Kurve.

Beim Andrücken das gleiche, die Fläche mit weniger Trägheitsmoment wird eher abtauchen als die andere. Eine Kurve folgt. Beim Rollen folgt ein Schiebezustand.

Inwieweit sich 300g Massenunterschied bei einer 25kg Maschine auswirken entzieht sich
meiner Kenntnis. Aber soweit mal zur Theorie.

Ich fliege ein 3,40m Zweckmodell und da habe ich diese Trägheitsmomente infolge von
ca. 50g Gewichtsunterschied von linker und rechter Tragfläche und einem statischen Massenausgleich
deutlich beobachten können.
Nach dem dynamischen Massenausgleich war alles gut.


Gruß Utz

FamZim
17.08.2011, 22:31
Hi

@ Utz
Da bin ich aber , mal wieder, anderer Meinung , und das betrifft das Problem der Masseträgheit.
Die greift nur wenn das 50 g Gewicht auf die doppelte Geschwindigkeit beschleunigt würde ! wird es aber nicht.
Bei höhen oder tiefen Ruder ändern alle Flächenteile gleichmässig die Richtung und damit wirkt nur das Hebelgesetz, und das bleibt ausgeglichen.
Rollt das Modell allerdings, wird das aussenliegende 50 g Gewicht mehr Energie erfordern.
Beim rollen merkt man aber auch nichts, da sowiso eine Fläche rauf und die ander runter geht.
Soweit meine Überlegungen!

Gruß Aloys.

Herbert1
19.08.2011, 17:04
Hi Alois
Ich gebe dem Utz recht.
Bei uns im Verein arbeitet ein Kollege im Segelflugbau (Groß) der auch Propeller für Motormaschinen repariert Propeller für Rucksackmotore baut. Mit dem habe ich das Problem besprochen.
Er sagt immer Dynamisch auswiegen dann geht der Flieger in allen Lagen neutral.
Der Aufwand einfach in der Flügelspitze Blei unterzubringen ist natürlich einfacher.
Bin aber der Meinung wenn ich schon so ein Modell baue dann mache ich das richtig, denn so eine Maschine sollte doch richtig ohne irgendwelche Probleme fliegen. Man hat ja hier keinen 2m Segler.

Gruß Herbert

FamZim
20.08.2011, 10:26
Moin Zusammen

Ausgewuchtet oder austariert ist ja immer beser als nicht !
So bringen beide Methoden ein besseres Gleichgewicht.

Da ich auch selber Propeller mache, hab ich mal eine Frage an den Kolegen.
Wenn ich einen Prop auswuchte säge ich ihn, (ich jedenfals), nicht durch, um die Blätter einzeln zu wiegen und dann an zu passen.
Immer gemeinsam, erst mechanisch so genau wie möglich und dann auf die Achse bezogen.
Also geht zu mindestens am Propeller nur meine Methode wie ich das sehe.
Natürlich versuche ich bei Unwucht erst die doch noch schwerere Stelle zu finden, aber dann möglichst aussen.
Dann aber leichter machen !

Gruß Aloys.

Herbert1
21.08.2011, 22:03
^Hi Alois
Du kannst doch einen Modellpropeller nicht mit einem Flugmodell vergleichen.
Wenn der Kollege einen Großpropeller auswiegt schneidet er in auch nicht in der Mitte durch. ( andere Leute sind auch nicht dumm !!!! ) Aber er arbeitet mit 2 Waagen und Beziehungspunkten.War heute bei ihm, hat gerade einen Propeller für einen Großsegler in Arbeit. Haben in auf einer Achse in Rotation versetzt ist da stehen geblieben an der die Schwungkraft zu ende war.Also keine Propellerspitze nach unten oder in der Waagrechten.
Nochmal zum Flugmodell wenn ich mein Blei in der Flächenspitze unterbringe wir das Modell immer aus einem Looping raus drehen und die Fläche ist immer noch leichter wie die Andere.

So das war es .

Gruß, Herbert

rüdigerk
22.08.2011, 13:21
Hallo Harm,
richtig wäre es, den Flächenmittelpunkt zu suchen, also den Flügel auf ein Rundholz zu legen und so lange ausbalanzieren, bis der rechts und links die Waage hält. Den Mittelpunkt kennzeichnen, die Maschine zusammenstecken und auf die Kennzeichnung so lange Gewicht anhäufen, bis der Flieger sich gleichrichtet. Dan muß das Gewicht nur noch im Flügelmittelpunkt untergebracht werden. So hast Du das Modell dynamisch ausgewuchtet. Der Flieger fliegt dann wirklich neutral und ein Abschmieren ist unmöglich.
Gruß Clemens

Hallo Clemens,
genau so wie Du es beschrieben hast,wird es gemacht.
Gruß Rüdiger

rüdigerk
22.08.2011, 13:24
Hallo Harm,
mache es so,wie der Clemens es beschrieben hat.
Dann bist Du auf der richtigen Seite.
Gruß Rüdiger

JogDive
22.08.2011, 17:47
Hallo Harm,
ich habe das in vielen Jahren Modellbau eigentlich immer so gemacht:

Erst einmal die schwerere Fläche so unterstützen, dass sie auspendelt (Schwerpunkt der Fläche)
Dann diesen Punkt auf die leichtere Fläche übertragen
Und dann diese Fläche am leichteren äußeren Ende mit Blei so auswiegen, dass sie auch auspendelt

Ich hoffe, dass ich mich halbwegs verständlich machen konnte. ;)
Aber bitte nicht den aufgebauten kompletten Segler auswiegen.

Gruß Udo


Ich steh vor dem Problem , dass meine Alpina 4 Rasten Quer rechts getrimmt haben muss um geradeaus zu fliegen. Kann dies aufgrund ungleich schwerer Tragflächen stammen?

Mir kam spontan die Idee die Flächen so auzuwiegen wie Udo vorgeschlagen. Das Blei kann ich doch auch auf Höhe Querruderservokasten legen und dieses nach der Gewichtsbestimmung dort unterbringen, oder?

Clemens Idee macht mir Sorgen wegen dem Blei an der Schwerpunktmarkierung

FamZim
22.08.2011, 18:24
Hallo zusammen

Da ich mich immer frage : wieso weshalb und warum, läst mir die Sache natürlich keine Ruhe !
Dazu mal ein Beispiel:
Ich baue Rechteckflächen, und muß 2 Brettchen aneinander kleben, da eines zu kurz ist.
Normal das schwere Brettchen, weil es die höhere Festigkeit hat, innen zum Rumpf und das leichte Brettchen aussen.
Beim Beplanken wird leider nicht nachgewogen, und eine Fläche erwischt das schwere dann Aussen.
Die Flächen sind nun trotzdem gleich schwer !
Der Schwerpunkt der richtig beplankten liegt, auch wegen der Steckung, bei 40 % Spannweite, und bei der falsch beplankten liegt er nun bei 50 % der Tragflächenlänge.
Wiege ich nur nach, sind beide gleich schwer.
Baue ich das Modell zusammen klappt die falsch beplankte Fläche nach unten !
Und nun, was machen ?
Da gibt es auch eine Möglichkeit!
Die richtige wird aussen schwerer gemacht bis der Schwerpung bei 45 % liegt, und die falsche wird innen schwerer gemacht bis der Schwerpunkt auch bei 45 % liegt , das wäre duch in Eurem sinne oder.

Warum wiegen die Großen die Flächen einzeln aus frage ich mich dann noch ?
Ist es zu mühsam das ganze Flugzeug auf zu bauen dafür?
Kein Platz in einer Halle ?
Das sind auch mitbestimmende Faktoren bei allem was man tut !
Also warum ?

Gruß Aloys

Meine Props bleiben auch in jeder Stellung stehen wenn der Schwung raus ist.

Joachim Mink
23.08.2011, 23:46
Hallo allerseits,

wenn ich es ganz genau haben wollte, würde ich so vorgehen:

Den Schwerpunkt von der schwereren Fläche bestimmen, ihn auf die leichtere Fläche übertragen und nun diese zunächst auswiegen, d. h. am Ende oder an der Wurzel solange Gewicht zugeben, bis sie in der Waage ist. Erst jetzt im Schwerpunkt der leichteren Fläche soviel Gewicht hinzugeben, bis beide Flächen genau gleich schwer sind.

Gruß

Joachim

Relaxr
28.08.2012, 08:52
Hi - ein Jahr später.......ich habe zZ genau dieses Thema: habe einen dreiteiligen Flügel für einen verunglückten 3,4m (SW) GFK-Segler repariert:

-Mittelteil, geringer Massenzuwachs am linken Wurzelende, da dort Holmende gerichtet und verstärkt und wieder Schale verschlossen: + ca. 15gr
-rechtes Flächenohr, massiv repariert, etwa in der Mitte des Flächenohrs, holmnah (Schale oben/unten geöffnet, Holm repariert, wieder verschlossen: Gesamtgewicht 310gr (+55gr durch Reparatur)
-linkes Flächenohr blieb unversehrt, 255gr

Das Mittelstück wollte ich vernachlässigen. Nun habe ich vor, den ausbalancierten Schwerpunkt des reparierten Ohres zu ermitteln, also diesen Flügelteil zB auf ne schmale leiste zu legen, bis er ausbalanciert ist, "schwebt".

Diesen "Schwerpunkt" übertrage ich auf das gesunde Ohr und ergänze möglichst dort Gewicht, bis auch ca. 310gr habe. Ich glaube das könnte sogar im Bereich der Servokammer liegen - hoffentlich.....:rolleyes:

Ist das so korrekt, bin da noch etwas unsicher........hab ichs kapiert?

Danke im Voraus
Markus

Milan
28.08.2012, 10:52
Moin.

Noch ein Lösungsansatz:

Eine Fläche wiegt z.B. 44g mehr als die andere.

Die Tragflächen (wenn möglich ohne Rumpf dazwischen) zusammenstecken.
Auf die leichtere Fläche 44g Blei auflegen und dieses von der Wurzelrippe ausgehend so lange in Richtung Randbogen schieben bis sich ein Gleichgewicht einstellt, bzw. beide Flügel ausgependelt sind. Genau an diesem Punkt die 44g "einbauen".

Statik und Dynamik sind nun beide befriedigt und der Flügel hat ein Problem weniger.


LG

Harry

RWA
28.08.2012, 10:55
............Wenn du nun am Höhenleitwerk ziehst wird die eine Flächenhälfte eher hochgehen.........

Moin,
nicht die Flächen gehen nach oben beim Ziehen, sondern das Höhenleitwerk nach unten, infolgedessen durch den geänderten Anstellwinkel der Flügel, der ganze Flieger nach oben, nicken tut ein Flieger nicht um sein Höhenleitwerk sondern um seine Querachse, die liegt, oder sollte das zumindest, etwas hinter dem Schwerpunkt, liegen beide Flächenschwerpunkte exakt auf dieser Querachse, spielt es keine Rolle wo genau auf der Achse sie liegen.

Beim Rollen um die Längsachse sieht das natürlich ganz anders aus, da entsteht durch unterschiedliche Flächenschwerpunkte eine virtuelle Längsachse, die dann nicht in der Rumpflängsachse liegt, mit bereits beschriebenen Auswirkungen, vergleichbar mit unpassender Querruderdifferenzierung.

Da es sich während des Fliegens aber fast immer ergibt, das der Flieger beliebige Mischungen aus Nicken und Rollen vollführen muss, würde ich auch empfehlen, beide Flächenschwerpunkte gleich zu machen.

Roland

Relaxr
28.08.2012, 15:15
Danke sehr - hoffentlich brauchen nur wenige diese Tips ;)

Gruss Markus

Steffen
28.08.2012, 17:11
Hier kommen ja spannende Sachen zusammen :cool:

Relaxr
29.08.2012, 07:48
Hier kommen ja spannende Sachen zusammen :cool:

......und zum Abschluss offenbar auch "spammende"

Steffen
29.08.2012, 09:23
......und zum Abschluss offenbar auch "spammende"

ist aber wenigstens kein physikalischer Unsinn...

SPAM ist übrigens auch was anderes, aber sei's drum...

RWA
29.08.2012, 10:00
Moin Steffen,

naja abqualifizieren ist ja auch viel einfacher als fundiert erläutern, wenn du doch augenscheinlich Hüter der alleinseligmachenden Weisheit bist, die dich nicht nur in die, zugegeben beneidenswerte, Lage versetzt zweifelsfrei Sinn und Unsinn zu erkennen, sondern auch noch nötigt deine Erkenntnis zu kommunizieren dann lass doch mal alle teilhaben.


der Erleuchtung ungeduldig harrend

Roland

Sniping-Jack
29.08.2012, 10:08
Du hast da drei Kommata vergessen.... :D

FamZim
29.08.2012, 10:16
Hi

Mal was zum Rollverhalten mit ungleichmässig verteilten Gewichten.
Im Angebot der Einblattprop ;) .
Eine Seite ein leichtes langes Blatt, und die andere Seite ein 5 mal so großes Gewicht.
Ausgewogen um die Dreh- und Rollachse, alles kein Problem !

Gruß Aloys.

Relaxr
29.08.2012, 11:32
......hatten wir das nicht schon und haben uns drauf geinigt, dass sich Segler/Flieger wesentlich komplexer bewegen können als Luftschrauben. Und ja - Steffen, bleibt es bei der "Inhaltlosigkeit" oder kommt doch noch was zur Sache :confused:

RWA
29.08.2012, 12:03
Moin Aloys, ja den Einblattprop gabs schon 1975, das machte mich auch zweifeln, aber der ändert nur seine Drehzahl und nicht seinen Anstellwinkel.

Ich beobachtete aber an meinem 600er Heli bei zyklischen Steuereingaben eine Art Taumelbewegung um die Hochachse, die komplett verschwand, nachdem ich die Blattschwerpunkte angeglichen habe.
Statisch ausgewuchtet war das System vorher schon.
Deshalb mein Rückschluss.

Roland

Steffen
29.08.2012, 14:55
......hatten wir das nicht schon und haben uns drauf geinigt, dass sich Segler/Flieger wesentlich komplexer bewegen können als Luftschrauben.
Aber Flieger brauchen im Gegensatz zu Luftschrauben kein dynamisches auswuchten.


Und ja - Steffen, bleibt es bei der "Inhaltlosigkeit" oder kommt doch noch was zur Sache :confused:

ach weisst Du, das wurde schon so oft erklärt und so oft nicht geglaubt, dass kann man sich eigentlich sparen.

aber weil Du so unglaublich nett fragst (vermute ich mal) für Dich folgendes:

für ausgewogenheit gilt:

9,81*m_1*r_1 = 9,81*m_2*r_2

Für Lastvielfache geht dann die jeweilige Massenkraft mit dem Faktor der Last ein:

n*9,81*m_1*r_1 = n*9,81*m_2*r_2

Wie man sieht, ist es total egal, welche gs man fliegt, der Flieger dreht nicht aufgrund unterschiedlicher Schwerpunktlagen der Flügel raus.

Solange das nicht geglaubt wird, muss man den Rest gar nicht erst diskutieren.



Feiner Gruß,

Steffen

RWA
29.08.2012, 19:04
Ah! Halt Stop!

Zumindest da hätte ich schon gern unterschieden! Ich habe nichts von Rausdrehen aus dem Looping geschrieben, sondern das es beim Nicken, und nichts anderes wird beim Looping gemacht, keine Rolle spielt wo die Flächenschwerpunkte liegen !

Ich habe nur meine Beobachtung am Heli und den Rückschluss daraus geschildert.


Roland


Ich hätt hier noch n paar Reservesatzzeichen, zum selbst einfügen, falls ich wieder eins vergaß : ....,,,,,,,,?!

Steffen
30.08.2012, 00:11
Ist ja schön, aber für die Rolle gilt das gleiche...

m_1*r_1 = m_2*r_2

=> m_1*r_1*omega^2 = m_2*r_2*omega^2

und die Massenträgheitsmomente sind zwar ungleich, aber was stört das, wenn bei der Rollbeschleunigung unterschiedliche Momente aufgenommen werden?

Für die dynamische Unwucht - die als einziges überhaupt etwas bewirkt - sind die Drehzahlen einfach viel zu niedrig, um überhaupt irgendeine Relevanz zu erreichen. Ein Helirotor dreht einfach mal mit dem Faktor 1000 oder so.

Ergo: auswiegen reicht aus.

Steffen

Sniping-Jack
30.08.2012, 09:19
Nun muss ich auch mal was ablassen. Normalerweise, da gebe ich dir recht, reicht ausbalancieren. Mach ich auch nicht anders.
Wenn nun aber der Unterschied zwischen den Flächen meherere hundert Gramm beträgt, wie Eingangs geschildert, macht es
sehr wohl einen Unterschied. Einmal, falls man einen Motor haben sollte und dieser beschleunigt. Dann bemerkt man den Gewichts-
unterschied um so stärker, je weiter er vom SP entfernt ist.
Und wenn man nun in einen Loop geht, so entspricht dies ja auch einer Beschleunigung. Ergo wird die schwerere Fläche mehr Auftrieb
benötigen, den sie aber nicht bekommt. Folgedessen rollt der Flieger zur schwereren Fläche hin, bzw. man sagt dann halt, er dreht raus.
Man kann nun darüber streiten, ab welchem Gewichtsunterschied man davon etwas merkt, aber sicher ist: wenn der Unterschied groß
genug ist, WIRD man es irgendwann bemerken.

Kurzum: Wenn es nur ein paar gramm sind, muss man nicht in wissenschaftliche Abhandlungen verfallen, um den Segler perfekt auszuwiegen.
Doch je größer der Unterschied, desto eher wird man Unterschiede bemerken. Nicht beim normalen dahingleiten, aber bei Manövern
oder wenn der Motor einschaltet wohl zunehmend mehr. Will man das vermeiden, kommt man nicht umhin, den Flieger dynamisch - statt
nur statisch - zu wuchten. Wie's geht, wurde schon beschrieben, ich schreibs trotzdem nochmal in eigenen Worten:

- Beide Flächen wiegen
- Gewichtsdifferenz in Form eines einzubringenden Gegenstandes bereitstellen - das kann ein Bolzen sein, ein Bleistrang, was auch immer
- Schwerpunkt der schwereren Fläche ermitteln und auf leichtere Fläche übertragen
- "Gewichtsdifferenz-Gegenstand" so lange auf der leichteren Fläche verschieben, bis sie über dem übertragenen SP auspendelt
- Dies ist nun exakt die Stelle, wo das Gewicht eingebraucht werden muß.

Nun wird sich der Flieger stets absolut neutral verhalten, sofern kein Verzug vorliegt. Aber nochmal: wegen ein paar Gramm kann man sich den
Zirkus sparen. Doch je weiter vom SP entfernt und/oder je größer der Unterschied ist, desto eher kann man eventuell seltsam anmutendes
Verhalten auf genau diesen Umstand zurückführen. Pauschal zu sagen "ausbalancieren reicht", könnte unzureichend sein.

Just m2c....

FamZim
30.08.2012, 09:41
Moin

Ich denke Ihr macht Euch zu viele Sorgen wegen ein paar Gramm ;)
Ich habe mal meinen Segler (vor zich Jahren) mit einem Flächen-Motor ausgerüstet.
Dazu eine neue linke Fläche gebaut.
Schwerpunkt liegt dadurch neben dem Rumpf, richtung Motor, so sah sie aus:

869927

Damit der Schwerpunkt aber in der Mitte der Fläche liegt, wurde diese länger, und vorsichtshalber mit Querruder, angesteuert vom Seitenruderservo, versehen.
Der Längenvergleich:

869928

Also weder Differenzierung noch sonst etwas, das ging auch zufriedenstellend.
Problem war nur das der Motor mit Schalldämpfer nicht so wollte ;) .
Nachgewogen habe ich da garnichts, also was solls.

Wenn ich bei einer Flächenreparatur aussen noch Material draufpappe, würde ich mir mehr Sorgen um die Profiltreue machen, die eher zu Strömungsabrissen fürt als ein paar g mehr oder weniger!

Gruß Aloys.

Steffen
30.08.2012, 09:55
Ich sag's ja :rolleyes: