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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Holmbrücke statt klassischer Steckung bei Scale-Segler mit dünnem Profil?



CH_MEIER
16.08.2011, 16:56
Hallo Leute,

ich habe mit dem Profil HD45 bei meinem Cappucino sehr gute Erfahrung gemacht und überlege, jetzt einer ASW20 (Maßstab 1:4 / 3,75m Spannweite) einen HD45 Flügel in Styro-Abachi-Bauweise zu bauen.

Es stellen sich mir zwei Fragen:
1. Aerodynamik: macht das Profil auf einem Scale-Segler (Hangflug, teils Thermik) Sinn - der Flieger wird relativ leicht (Ziel: 3,5kg) - ich denke ja.
2. Statik: Wie werden bei so einem dünnen Profil (7,5%) die Flächen verbunden?

Mir geht es in diesem Thread um Punkt 2.

Bei einer Profiltiefe von 230mm ergibt sich eine Bauhöhe von 17,3mm an der Wurzel. Abzüglich einer 0,6...0,8mm Abachibeplankung bleibt für den Holm eine Bauhöhe um die 16mm. Um flott fliegen zu können (ca=1,0 bei 45m/s) sagt das Holmberechnungs-Excel-Sheet von Christian Baron, es müssten 25 Rovings NF24 eingebaut werden. Bei einer Holmbreite von 15mm ergibt das eine Holmkernhöhe von 11mm.

In einen Homkern von 11mm Höhe bekomme ich aber wohl kaum eine adäquate Steckung eingebaut, die Taschen eines Vierkantverbinders würden ja noch einmal 3mm verschlingen, bleibt eine Verbinderbauhöhe von 8mm - das geht also nicht.

Also kam mir die Idee einer Hombrücke wie bei manntragenden Seglern oder großen Scaleseglern. Die Variante von Christian Barons ASH25 mit einem gefrästen Buchenkern für die Holmbrücke würde ich gerne vereinfachen. In der Anlage ist eine Skizze über eine Holmbrücke mit einem Kern aus Pappelsperrholz und Epoxyplatine.

Meint Ihr, dass diese Variante halten wird? Wo seht Ihr Schwachstellen? Was sind Eure Erfahrungen mit Holmbrücken in vergleichbaren Anwendungsfällen?

Viele Grüße
Christoph

686921

Sebastian St.
16.08.2011, 19:22
Würde ohne Gabel arbeiten , den Holm rechts etwas nach vorn , den linken etwas nach hinten versetzen , so das sie im Rumpf hintereinander liegen und dann in das jeweilige Holmende einen Bolzen der in die gegenüberliegende Wurzelrippe greift . siehe auch z.B. hier : http://www.wildflug.com/equipment/equipment_wilderer_SCALE/tgl6000-3-fs/tgl6000-3-fs.html

segelflieger-clemens
16.08.2011, 20:12
Hallo Christian,
mache es doch so, wie es die bemannten Flieger oft haben. Dicke das Wurzelprofil auf 10 bis 11 % auf und gehe nach rund 25 cm auf rund 8,5% über, dann einen Schnitt bis zum Querruder auf das Originalprofil und bis zum Ende dabei bleiben. Schon ist das Bolzenproblem gelöst. Da kannst Du dann einen 16er Kohlebolzen verwenden und sogar die V-Form einbauen. Bei dieser geringen Spannweite reichen 10 bis 12 cm Steckungslänge, vorausgesetzt der Holm ist ordentlich mit der Steckung eingestrakt. Vorteil dabei ist ein durchgehend gerader Kohlebolzen, eine für alle Belastungen ausgelegte Flächenaufhängung und ein unkomplizierte Rumpf-Flächenverbindung. Zusätzlich sollte die Fläche durch zwei Torsionsbolzen stabilisiert werden. Die Wurzelaufdickung bringt übrigens keinerlei Geschwindigkeitsverlust, was durch viele Erfahrungswerte bestätigt wird. Wenn Dich dieser Vorschlag überzeugt, kann ich gerne mit einer Zeichnung helfen, die die Verbindung Bolzenhülse zum Hauptholm aufzeigt.
Gruß Clemens

Gast_8039
18.08.2011, 11:08
Hallo Christian!

Also kam mir die Idee einer Hombrücke wie bei manntragenden Seglern oder großen Scaleseglern.Warum nicht?
Einen dazu und zu Steffens Ansatz passenden Beitrag findest Du zum Beispiel hier: http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/96535-DG-600-von-Frasa
Aber darüber hinaus gibt es natürlich noch weitere Beiträge zum Thema!

Frank Thorn
19.08.2011, 12:04
Hallo,

Ich hätte Bedenken wegen so einem dünnen Flügel in der Bauweise. Wenn Du Scale baust, liegt die Profildicke außen bei unter 7 mm. Zudem ist der Scharierbereich für die Klappen viel zu dünn.

Bin gerade auch dabei mir eine ASW 20 1:4 zu bauen. Ich verwende den SA 7036 Strak und habe mir eine Rechtecksteckung mit V-Form gebaut.

Gruß
Frank