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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage zur Antriebsnachrüstung einer3,2m KA6e von Rödel



Christoph_S
21.08.2011, 07:47
Hallo und guten Morgen,

ich rüste meine inzwischen fast 30 Jahre alte Rödel KA6e nach nun fast fertiggestellter Restaurierung mit Elektroantrieb aus. Dazu werde ich folgende mir bei meinem Händler empfohlene Komponenten verwenden:
Motor DYMOND MASTER HQ-3651, Regler DYMOND EXPERT 60 S sowie einen 4000er 3S Lipo.

Muss ich bei dem Einbau des Motors auf einen bestimmten Sturz achten?- Oder reicht es, es exakt auf 0° zum Rumpf auszurichten?

Danke schon mal für Eure Antworten.

Grüße
Christoph

Oli_L
21.08.2011, 10:19
Hallo,

ich hoffe, du machst nur ne Stummelwelle in die runde Nase, bloss keinen Spinner! ;)
Die schöne Optik....

Nunja, zum Thema:
Wegen der Hochdecker-Konfiguration würde ich raten, einen deutlichen Sturz von ca. 5° einzuplanen, gemessen bzgl. der Tragflächenprofilsehne. Das ist dann zur Rumpflängsachse weniger, aber diese gedachte Linie ist ja nicht eindeutig definiert.

Der ausgesuchte Antrieb wird bei einem von mir geschätzten Fluggewicht von 3,2kg zum sicheren Steigen mit ca. 4-5m/s reichen. Ich denke ne Aeronaut 15x8 am 42mm Mittelstück müsste für den Motorstrom gerade noch verträglich sein.

Zeig mal Bilder von deiner Restauration / Elektro-Umbau. Meine K6e (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/119436-Restaurierungsfragen-R%C3%B6del-Ka6e-3-2m?p=1098682&viewfull=1#post1098682) ist eigentlich als reiner Segler (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/119436-Restaurierungsfragen-R%C3%B6del-Ka6e-3-2m?p=1919291&viewfull=1#post1919291) auch zu selten in der Luft....

Gruß und gutes Gelingen!
Oliver

Oli_L
21.08.2011, 10:53
Hi nochmal,

ich hab gerade mal aus einem meiner Fotos etwas herausgemessen:

688675

Also hat die Tragflächenwurzel gegenüber der Rumpflängsachse fast 6° Anstellwinkel, so dass ein schöner "gerader" Einbau des Motors parallel zur Rumpfachse wahrscheinlich schon ok ist.

Die Pendelhöhenruder-Anformung stimmt ja bekanntlich absolut nicht, ich fliege mit ca. 1,5° EWD, so das der Rumpf im Normalflug ja schon schön nach unten geneigt durch die Luft schippert. Wie im Original halt.

Letztlich kannst du bei zu geringem Motorsturz im Steigflug ja einen Tieferudertrimm hinzu programmieren, wenn sich die K6 im Motorbetrieb doch aufbäumen sollte.

Viele Grüße,
Oliver

Christoph_S
21.08.2011, 11:46
Hallo Oliver,

Super, das Bild mit den eingezeichneten Achsen,- und schon löst sich der Gedankenknoten,
wie ich den Motor einbaue, denn den Anstellwinkel der Tragflächen zum Rumpf hatte ich nicht berücksichtigt. Ich habe auch noch keine grossen Erfahrungen mit Elektroantrieben.

Danke Dir für diese schnelle Hilfe.

Nein, ich baue keinen Spinner ein, was ich normalerweise eleganter fände, aber die Nase ist nun mal oval.
Das hat aber leider den Nachteil, das ich mir nun eine Wellenverlängerung von einem Dreher drehen lassen muß (oder hast Du oder jemand anders eine andere Idee?), da sonst die Motorwelle nicht lang genug ist, um (mit Motoraufhängung) vorn aus der Nase rauszuschauen.

Fotos kann ich gerne machen, wenn ich die gedrehte Wellenverlängerung bekomme und schon eine Idee habe, wie ich die Elektronik vorne unterbringe. Das wird allerdings erst in ein paar Wochen erfolgen, da ich leider nicht soviel Zeit habe, weiter zumachen.

Bei der Restaurierung habe ich bisher die Tragflächen bearbeitet, die Beplankung z.T. erneuert, Servos in die Flächen eingebaut für QR und Störklappen und ganz wichtig,- den gebrochenen Hauptholm z.T. erneuert.
Die Anlenkungen im Rumpf für HR und SR werden jetzt durch eine Seilanlenkung angesteuert. Absolut spielfrei im Vergleich zu den früheren Schubstangen.

Ansonsten kommt nun bald die Bespannnung und die Lackierung des Rumpfes.

Ich freue mich schon sehr auf den Jungfernflug II nach fast 30 Jahren.

Bei Interesse mache ich, wie gesagt, gerne Fotos, auch vom gesamten Flieger.

lieben Gruß

Christoph

Knut
23.08.2011, 14:30
Hallo Christoph,

habe selber auch eine 3,20m Ka6E von Rödel elektrifiziert. Anfangs noch mit einem 1600 Ultra und 10 Zellen. Dann mit einem der ersten Bürstenlosen Außenläufern und wieder 10 Zellen. Mittlerweile noch mit dem selben Motor aber 3s 3000 Lipos. 4 S wären besser, aber da hätte ich dann noch eine Sorte mehr liegen.
Sturz würde ich, wie schon geschrieben, auch ca. 5 ° einbauen. Läßt sich eh nur schätzen.
Ich habe mir damals einen Spinner aus einem eigentlich fürs Motormodell gedachten Spinner gefertigt. Der Passt recht gut zur Rumpfkontur. Das der Rumpf oval ist ist kein Problem, nach Einbau des Motorspanntes dann nicht mehr. Fällt auch nicht wirklich auf.
Oder eben mit verlängerter Motorwelle und unten abgebildeten Mittelteil.
Waren die damaligen Ka6 wirklich so leicht? Meine wiegt knapp 4 Kg. Muss halt eine Menge Gewicht in die Nase.
Der Einsatz der Lipos hat sie nicht wirklich leichter gemacht. Macht aber überhaupt nichts, sie fliegt einfach.

Tschüß
Knut

Christoph_S
23.08.2011, 15:30
Hallo Knut,

danke für dieAntwort und die Bilder.
Sehr interessant, die Lösung mit Spinner, aber ich lasse die Planung jetzt mal bei einem aussenliegenden Mittelteil.
Ausserdem fand ich meine Rumpf etwas weich vorne und habe es noch innen mit GFK Matten verstärkt, sodass ich bestimmt kein Rund mehr hinkriege.Dieses Mittelteil auf Deinem Foto, ist der selbstgemacht? Zukaufen gibt es leider nur die geraden Mittelteile.

Die Sache mit dem Gewicht ist auch so eine:-) Auf dem Original-Bauplan ist das Gewicht des Modells inkl. RC-Einbau mit 1900 gr. angegeben.
Ziemlich utopisch. Meine hatte vor der Restaurierung ohne Empfgänger und ohne Akku 3200 gr.Gewicht, aber ich hatte im Schwerpunkt noch ca. 300 gr. Blei eingeschraubt.

Ich weiss aber nicht mehr, warum ich die Ka6E extra schwer gemacht habe, da ich (leider) immer nur im Flachland auf Thermikjagd war und jetzt wieder bin.

Ich werde es wohl, wenn sie wieder Luft unter den Flächen hat, merken, ob es nötig ist, sie aufzubleien.

viele Grüße aus Rixdorf

Christoph

Knut
23.08.2011, 16:31
Hallo Christoph,

ja, das Mittelteil ist selbstgemacht. Wäre eventuell noch eine Marktlücke. Ist für einen Dreher auch kein Problem. Praktisch Innen -und Außenkegeldrehen an einem Stück entsprechendem Flachmaterial. Und dann noch mal ein bisschen Fräsarbeit für die Luftschraubenaufnahme, geht aber auch ohne Fräse. Im übrigen lässt sich das gesamte Mittelstück mit Welle einfach abnehmen. Somit verwandelt er, bzw.sie sich wieder in einen reinen Segler.

Tschüß
Knut