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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : TFR8 bzw OrangeRX; Bindung verloren !!!



doelmert
31.08.2011, 14:24
Hallo Gemeinde
Ich schreib jetzt das erste mal in diesem Forum, deshalb nehmt ein bisschen Rücksicht.
Also mein Problem:
Gestern mit einem wieder aufgebautem Selection von Simprop, ausgerüstet mit mega Motor, 60A no Name Regler mit BEC, 3xHS81, OrangeRX und beim Erstflug einen 3s 3300mAh verbaut. 3 Steigflüge, schon ganz flott, alles ohne Probleme. Dann den 4s 4000mAh rein, es soll ja vorwärts gehen! und dann los!!!
Nach ca 5s auf so geschätzten 250m den Motor aus und............... nix geht mehr!
Modell schraubt sich senkrecht nach unten und verschwindet in der nahegelegenen Baumschule. Wir schauen uns alle entgeister an und machen uns auf die Suche.
Glück im Unglück, ein Busch hat den Erdboden geschützt und bis auf diverse Rumpfbrüche ist das Modell noch komplett. Schwein gehabt, meinten meine Kumpels.
Dann beim eisammeln der Teile fällt mir auf, das die rote LED im Empfänger blinkt obwohl ich mit dem Sender in der Hand daneben stehe. Sieht so aus, als hätte der Empfänger die Bindung zum Sender verloren!
Sender aus- und wieder eingeschaltet, noch das gleiche Bild. Flugakku abgezogen und wieder angesteckt, keine Änderung.
Also tatsächlich ist die Bindung wohl verloren gegangen, wie auch immer!!!!
Auf dem Flugplatz erneut mit dem Sender gebunden, alles wieder prima.
Was war das?
Hab heut Urlaub und wollte der Sache auf den Grund gehen, weil ich von den Empfängern mehrere verbaut habe, auch in teureren Modellen wie in einer Porter mit 2m und Hacker Komponenten an 8s. Noch keine Probleme damit gehabt.
Also erst mal gegoogelt, nichts gefunden, nur Lob und Gutes über die Empfänger.
Bin wohl der einzige, dem das bisher passiert ist.
Dann den Empfänger mit 3 Servos aufgebaut, den Regler und einen anderen 4s
(der Kollege von gestern hat ja nur den einen Flug machen können und wurde dann kurzgeschlossen. Hat echt 4 mal eine grosse Wolke Übelriechenden Qualm verursacht bevor er sich nicht mehr rührte)
angeschlossen und mit den Knüppeln gerührt. Siehe da, hin und wieder leuchtet die rote LED. Voltmeter an das BEC und alle 3 Servos in Bewegung gehalten.
Tatsächlich, die Spannung bricht zusammen auf unter 2Volt und die Servos bleiben stehen, die rote LED blinkt und nichts geht mehr. Wenn ich dann den Flugakku abziehe und wieder anstecke kommt der Empfänger mit grün wieder. Also weiter gerührt und jetzt ist es reproduzierbar, die rote LED fängt an und leuchtet sehr schwach während ich die Servos belaste. Dann geht sie in den blinkenden Modus über und hat keine Bindung mehr zum Sender. Ich muss wirklich erst neu binden.
Das bekomme ich jetzt mit dem OrangeRX und dem FRSKY jederzeit hin. Mit einem Futaba 617 wird die LED zwar auch rot, die Servos setzen aus aber die Bindung geht nicht verloren.
Hab dann das ganze an einem Netzteil probiert und die Spannung reduziert aber keinen Bindungsverlust mehr hinbekommen. Auch mit einem leeren 4Zeller mit 4,5Volt ist das nicht hinzubekommen. Ich weis jetzt, das es wohl an dem BEC im Regler liegen muss denn mit seperatem Empfängerakku flieg ich ja schon länger ohne Probleme.
Vielleicht kann mir jemand erklären was da wohl seitens des BEC passiert und wie auch immer die Bindung verloren gehen kann, was ja wohl auf gar keinen Fall und nie passieren darf. Übrigens war ich der einzige mit 2,4 gestern Abend.
Ich hab jetzt 10 Stück von den Empfänger und eine Flugbereite 2,3m Piper mit ZG20 hier stehen, die ich am Wochenende einfliegen will. Auch hier hab ich eine TFR8 drin und jetzt ein bisschen Bauchschmerzen.
Freu mich auf Eure Antworten und vielleicht gibt es jemanden, dem das auch schon passiert ist.
erich

AUFWIND-Redaktion
31.08.2011, 14:47
...

Also tatsächlich ist die Bindung wohl verloren gegangen, wie auch immer!!!!

...

Bin wohl der einzige, dem das bisher passiert ist.

...



Nein, ist mir auch passiert - exakt wie von Dir beschrieben, mit zwei Orange-Empfängern. Habe dann beide im Schraubstock vernichtet... :D :D


phg

Günther Hager
31.08.2011, 19:40
Hallo doelmert,

Die Überlastung der BEC kann bei einem Spannungseinbruch ein stärkeres Schwingverhalten erzeugen, was dann höchstwahrscheinlich die Bindung auflöst. Mit einem zusätzlichen Stützakku oder einer zusätzlichen Abblockung wird dieses meistens verhindert.

Was mich sehr interessieren würde. Hast Du einmal bei diesem Modell mit einen Futaba 617 ausgetauscht, um sicher zu wissen, dass er wie vermutet die Bindung beibehält?

Wenn nicht, könntest Du dieses einmal probieren? Wofür vermutlich nicht nur ich Dir sehr dankbar wäre.

doelmert
01.09.2011, 10:31
Hallo Günther
Mit einer "ordentlichen " Stromquelle funktionieren die Empfänger super. Jedoch werde ich ab jetzt immer einen extremtest der Servos ausführen und die rote LED genau beobachten. Wenn die nicht einmal aufleuchtet besteht wohl überhaupt kein Risiko, egal ob Akku oder BEC.
Ein zusätzlicher Stützakku ist natürlich eine alternative um sicher zu gehen. Meine Frage, muss ich den dann über eine Diode entkoppeln oder kann ich einfach parallel schalten? Bei einem Fehler im BEC würde dieses dann ja auch meine Akkuspannung in den Keller ziehen!
Habe jetzt noch einmal den R617FS angeschlossen und ein zusätzliches Servos installiert.
Jetzt ist das BEC auf jeden Fall überlastet und der Empfänger wechselt die Farben der LED von grün auf rot, wenn ich die Servos bewege.
Nach einiger Zeit geht die LED ganz aus, das BEC liefert unter Last nur noch 2Volt, die Servos knurren dann nur noch und das System steht. Kommt jetzt auch nicht wieder, da das BEC bei 2Volt bleibt. Nach trennen der Akkuspannung ist dann alles wieder normal, Bindung in Ordnung. Also hier wär ich zwar auch abgestürzt, aber hätt anschliessend keine Bedenken gehabt, den Empfänger wieder einzusetzen.
Mein Fazit:
Ich werde die Empfänger wieder einsetzen, jedoch einen ordentlichen Belastungstest machen. Bleibt die rote LED aus werd ich so weiterfliegen. Wenn sie im BEC Betrieb hin und wieder rot blinken sollte, werd ich das mit einem Zusatzakku oder einem seperatem Empfängerakku abstellen.
Ich weis, das in diesem Fall mein BEC im Regler wohl nichts taugt, denn 3xHS81 sollte so ein Ding ja können. Aber man sollte bedenken, das ja eine schlechte Steckverbindung, schwerlaufende oder anschlagende Servos auch die Spannung runterziehen kann und dann die Empfänger, Futaba eingeschlossen ihren Dienst quittieren!
Ja dann, weiterhin und wie in meinem Fall, Rumpf und Flächenbruch.
LG Erich

Günther Hager
02.09.2011, 09:02
Hallo Erich,

danke für Deine Antwort.

Worum es mir bei meiner Frage und Sache in meinem vorherigen Beitrag ging ist, ob diese Trennung der Bindung generell bei auch den originalen Robbe Empfänger aufgehoben wird, was aber vermutlich ebenso ist.

Ein Beweis wäre deshalb gegeben, wenn Du Vergleichsweise einen Test mit einem Robbeempfänger gemacht hättest. So wären auch Aussagen, dass dieses nur bei dem Orange-Empfänger möglich ist nicht richtig ist.

Meinen Erfahrungen nach (gesammelte und verarbeitete Dummheiten) wird durch ein undefiniertes Schwingen der Versorgungsspannung, vor allen in unteren Spannungsbereichen und Überlastungen jede Spannungsregelung einer BEC, mehr oder weniger in ein Schwingverhalten bringen. Dieses wird jedem wiederbeschreibbaren Speicher seine gespeicherte Informationen durcheinander bringen, was quasi wie in diesem Fall die Bindung aufhebt.

Es gibt allerdings auch hier die Ausnahme, wenn z. B. diese Speicher eine besondere Spannungspufferung haben.
Diese ist aber ebenso im Robbeempfänger nicht eingebaut ;).

Ron Dep
02.09.2011, 09:09
Dass billige Empfänger bei Unterspannung die Bindung verlieren, wundert mich technisch nicht. So einen Empfänger würde ich auch niemals ohne stabiler Spannung fliegen. Billig-BEC ist da wohl zu wenig.

Futaba-Empfänger kannst aber martern, wie du möchtest, die sollten nach meinen Tests die Bindung niemals verlieren. Gegenmeinungen erwünscht!

AUFWIND-Redaktion
02.09.2011, 09:11
...

Futaba-Empfänger kannst aber martern, wie du möchtest, die sollten nach meinen Tests die Bindung niemals verlieren. Gegenmeinungen erwünscht!

Gleiches gilt für meine original Spektrum-Empfänger. Ich habe die Orange-Empfänger einfach ersetzt, sonst nichts am Setup verändert - funktioniert alles problemlos!


phg

ingo_s
02.09.2011, 10:02
Hi,

wenn ein Empfänger durch Spannungseinbrüche seine Bindung verliert, dann hat dieser einen krassen Design Fehler! So ewas darf einfach nicht vorkommen.
Ich hatte auch schon mal einen Restart des Empfängers durch Spannungsenbruch in der Luft, was ich in den geloggten Daten des Fluges sehen konnte. Der MPX RX-7 war aber nach kurzer Zeit wieder online. Schuld war ein billig China SBEC auf dem 5A drauf stand aber nur für 3A Hardware drinn war. Die Chinesen sind halt groß im übertreiben :-(
Wenn man schon die Orange RX einsetzt, sollte man diese nur in kleinen Modellen einsetzen. Der Preisvorteil ist schon bei einem Absturz vorbei. Ausserdem muß man sich fragen ob der bewusste Einsatz bei großen Modellen nicht schon als fahrlässig anzusehen ist wenn dieses Verhalten des Empfängers dem Betreiber bekannt ist.

Allgemein glaube ich auch nicht, das ein durch reverse Ingineering entstandener RX bei einem so komplexem Hopping Verfahren alle Sonderfälle bei kurzen Empfangs Unterbrechungen so gut abdeckt wie das Original. Diese Fälle alle zu simulieren und diese ins Reingineering einfliessen zu lassen ist viel zu aufwendig.

Gruß Ingo

Günther Hager
02.09.2011, 12:33
@ AUFWIND-Redaktion,

ich kann mir nicht helfen. Irgendwie, irgendwas erinnert mich an die kampagnemäßige Meinung und Einstellung vor etwa 50 Jahren den Japanern gegenüber, als diese ihre Kopierfräsmaschinen (in dem Bereich war ich damals tätig) bei uns bezogen.
Es bestand eine gewisse Überheblichkeit bei uns und alles im und aus dem asiatischen Bereich hatte seinen negative Eigenschaften und unsere eigenen wurden unter dem Motto „Wir sein mir“ übersehen. Ich will dieses nicht weiter ausführen, was daraus geworden ist.

Etwas unklar ist mir aber in dem Zitat, dass man den ORANGE-Empfänger, von dem wir sprechen, auch im Spektrumsystem verwendbar ist.
Zitat:
Gleiches gilt für meine original Spektrum-Empfänger. Ich habe die Orange-Empfänger einfach ersetzt, sonst nichts am Setup verändert - funktioniert alles problemlos!
Sicher wird die Redaktion wissen was sie schreibt und ich mit meiner effektiven 7-jährigen Volksschulbildung kann dies nur nicht verstehen ;)



@ Ron Dep,

Dein Zitat:
Dass billige Empfänger bei Unterspannung die Bindung verlieren, wundert mich technisch nicht. So einen Empfänger würde ich auch niemals ohne stabiler Spannung fliegen. Billig-BEC ist da wohl zu wenig. Passt zu meiner Vermutung, dass die BEC bei einer Überlastung schwingt und dieses den Verlust der Bindung bewirkt.

Dein Zitat:
Futaba-Empfänger kannst aber martern, wie du möchtest, die sollten nach meinen Tests die Bindung niemals verlieren. Gegenmeinungen erwünscht!Dieses bezweifle ich, da wir und ich alle neu entwickelten elektronischen Schaltungen auf Störmöglichkeiten getestet haben und es immer gewisse Konstellationen von Störschwingungen nicht oder schwer bei zu kommen ist. Es zählt dann die Möglichkeit der Vermeidung oder ein Aufwand der sich rechtfertigt. Wozu es, wenn es sein muss, fast immer Möglichkeiten gibt, die auch wir im externen Bereich anwenden können. Verschiedene sind auch in diesem Thread schon vorgeschlagen worden.

Es wir immer verschiedene, wie auch aus welcher Richtung kommende, mehr oder weniger zutreffende Meinungen wie Wissen und unterschiedliche Gründe geben (Wobei ich mich nicht ausschließen möchte), die ich jedenfalls versucht habe, von mir aus, hier mit ein zu bringen.

Schade finde ich allerdings, dass mein vorgeschlagener und begründeter Austausch des Empfängers nicht statt gefunden hat, der einiges geklärt hätte.
So wird es weiterhin mehr oder weniger voreingenommene Meinungen auch in diesem Bereich es geben, anstatt etwas fachlich begründete Vergleichsbeweise.

Ron Dep
02.09.2011, 12:41
Schade finde ich, dass mein vorgeschlagener Austausch des Empfängers nicht statt gefunden hat, der einiges geklärt hätte.
Der Futaba-Empfänger braucht nur sehr wenig Spannung (wie ich probiert habe), der OrangeRX vermutlich viel mehr. Man kann also die Empfänger nicht direkt vergleichen, wenn das zu schwache BEC für den Futaba grad noch reicht, für den OrangeRX aber nicht mehr.

Aber nochmals, wer es schafft, bei Futaba das Binding zu verlieren, möge sich bitte melden, denn das stelle ich mir nach meinen Tests recht schwierig vor. Auch nahezu alle anderen Elektrogeräte im Alltag verlieren ihr Gedächtnis nicht, wenn die Batterien schwach werden.

doelmert
02.09.2011, 18:00
Hallo Günther
Ich habe, wie in meinem 2ten Beitrag geschrieben, die gleiche Übung auch mit einem original robbe Futaba R617FS gemacht!
schau mal nach, was ich da geschrieben habe!
Und nochmal vielen Dank für Eure Antworten.
LG erich

Günther Hager
03.09.2011, 08:41
sorry Doelmert, Danke für Deine Bemühungen, das habe ich überlesen.

Werde bei Gelegenheit in diesem Bereich bei Spannungsabsenkungen mit unterschiedlichen Belastungen von Servos machen und Ergebnisse hier einstellen.

K0811
03.09.2011, 08:57
Hallo Günther
Mit einer "ordentlichen " Stromquelle funktionieren die Empfänger super. Jedoch werde ich ab jetzt immer einen extremtest der Servos ausführen und die rote LED genau beobachten. Wenn die nicht einmal aufleuchtet besteht wohl überhaupt kein Risiko, egal ob Akku oder BEC

Äh sorry das geht mal gar nicht. Dir ist schon klar, dass die Servos in der Luft teilweise mehr ziehen können und dein Bodentest spätestens dadurch wertlos ist. Was ist zudem mit wechselnder Spannungslage des Akkus/BEC? Hast du da für alle Eventualitäten ausreichend Tests gemacht ?
Zudem ist dir nun der Fehler bekannt, wenn du weiter mit den Empfängern fliegst und dadurch jemand verletzt wird, ist das fahrlässig und vor Gericht gibts dann ggf. richtig ärger, bzw. wird deine Versicherung für keinen Schaden mehr aufkommen.

hoellchen
03.09.2011, 11:53
..
Zudem ist dir nun der Fehler bekannt, wenn du weiter mit den Empfängern fliegst und dadurch jemand verletzt wird, ist das fahrlässig und vor Gericht gibts dann ggf. richtig ärger, bzw. wird deine Versicherung für keinen Schaden mehr aufkommen.

:-)
Ich finde die Information über die Praxiserfahrung mit den Empfängern ja gut und wichtig und danke dafür, aber die Keule mit Gericht usw. ist etwas zuviel des guten. Da kommen wir dann gleich zur Diskussion ob es zulässig ist das jemand selber Lötarbeiten an seiner Stromversorgung oder sonstiger Verkabelung vornimmt ohne einer entsprechenden Zertifizierung oder Qualifikation.

Die Frage die sich mir vielmehr stellt ist ob nur selber importierte Empfänger betroffen sind oder auch die vom Europäischen Fachhandel mit Zulassung verkauften dieses Verhalten zeigen.


lg
Andreas

doelmert
05.09.2011, 11:16
Hallo Andreas
Das gleiche Verhalten zeigt auch der von mir bei einem deutschen Fachhändler (MH.....) gekaufte FrSKY TFR8 Empfänger. Diese sind baugleich mit dem OrangeRX wobei lediglich die Hülle anders ausfällt.
Übrigens hab ich meine Piper mit dem FRSKY am Freitag abend erfolgreich geflogen. Habe da einen 5Zeller mit 2400mAh NiCd drin und keine Bedenken gehabt, nachdem ich nicht einmal die rote LED am Empfänger habe aufleuchten sehen.:p
Ich möchte auch noch einmal darauf hinweisen, das mein BEC im ESC allein dafür verantwortlich ist, das die Spannungslage unter Last so schlecht ist, das die Empfänger ihren Dienst quittieren (auch der Futaba)! In diesem Fall bin ich gar nicht so unglücklich über den Bindungsverlust des Empfängers, so weis ich doch wenigstens, woran und warum
ich in den Dreck gefallen bin.
Eben an der schlechten Stromversorgung!!!!!
Ich werde bei Gelegenheit noch ein par andere ESC mit BEC/SBEC prüfen und die Ergebnisse dann hier einstellen.
LG
Erich

Günther Hager
05.09.2011, 12:14
Hallo Nummer K0811,


Äh sorry das geht mal gar nicht. Dir ist schon klar, dass die Servos in der Luft teilweise mehr ziehen können und dein Bodentest spätestens dadurch wertlos ist. Was ist zudem mit wechselnder Spannungslage des Akkus/BEC? Hast du da für alle Eventualitäten ausreichend Tests gemacht ?
Zudem ist dir nun der Fehler bekannt, wenn du weiter mit den Empfängern fliegst und dadurch jemand verletzt wird, ist das fahrlässig und vor Gericht gibts dann ggf. richtig ärger, bzw. wird deine Versicherung für keinen Schaden mehr aufkommen.
Wenn Du mich damit meinst, dann möchte ich mich vielmals bedanken, denn fast hätte ich vergessen wie die Belastungskräfte vor 30-50 Jahren sich auf die damals erhältlichen Servos auswirkten, die z. T. damals (auch von mir) noch im Selbstbau hergestellt wurden.

Wie bereits angekündigt, werde ich in für den Test freien Zeit, nach den abgebildeten Schaltungen durchführen. Dieses ist auch in meinem Interesse, da ich es auch heute noch gewohnt bin, mich nach Fakten zu orientieren und richten, um dann erst abzuwägen und entscheiden. Auch wenn ich bis auf sehr kleine Modelle mit 3 Servos, generell einen Pufferakku oder Eigenbau-BEC verwende ;).
Auch kann ein BEC mit Reihenregelung oder StepUpregelung durch eine längere Überlastung thermisch aussteigen.
D. h. die Spannung wird nach Null gehen um eine Zerstörung durch die Verlustleistun zu vermeiden.

Dann hilft auch nicht: Das machen ja alle oder der und der und ich habe es bisher auch immer so gemacht, denn es ist ein logischer Vorgang.

Übrigens war mir der Auslöser schon bekannt, denn meine Vermutungen haben sich ja bestätigt

http://www.modellflug-hager.de/2,4GHzEmpfaengertest.gif

Günther Hager
05.09.2011, 12:14
Hallo Nummer K0811,


Äh sorry das geht mal gar nicht. Dir ist schon klar, dass die Servos in der Luft teilweise mehr ziehen können und dein Bodentest spätestens dadurch wertlos ist. Was ist zudem mit wechselnder Spannungslage des Akkus/BEC? Hast du da für alle Eventualitäten ausreichend Tests gemacht ?
Zudem ist dir nun der Fehler bekannt, wenn du weiter mit den Empfängern fliegst und dadurch jemand verletzt wird, ist das fahrlässig und vor Gericht gibts dann ggf. richtig ärger, bzw. wird deine Versicherung für keinen Schaden mehr aufkommen.
Wenn Du mich damit meinst, dann möchte ich mich vielmals bedanken, denn fast hätte ich vergessen wie die Belastungskräfte vor 30-50 Jahren sich auf die damals erhältlichen Servos auswirkten, die z. T. damals (auch von mir) noch im Selbstbau hergestellt wurden.

Wie bereits angekündigt, werde ich in für den Test freien Zeit, nach den abgebildeten Schaltungen durchführen. Dieses ist auch in meinem Interesse, da ich es auch heute noch gewohnt bin, mich nach Fakten zu orientieren und richten, um dann erst abzuwägen und entscheiden. Auch wenn ich bis auf sehr kleine Modelle mit 3 Servos, generell einen Pufferakku oder Eigenbau-BEC verwende ;).
Auch kann ein BEC mit Reihenregelung oder StepUpregelung durch eine längere Überlastung thermisch aussteigen.
D. h. die Spannung wird nach Null gehen um eine Zerstörung durch die Verlustleistun zu vermeiden.

Dann hilft auch nicht: Das machen ja alle oder der und der und ich habe es bisher auch immer so gemacht, denn es ist ein logischer Vorgang.

Übrigens war mir der Auslöser schon bekannt, denn meine Vermutungen haben sich ja bestätigt

.................................................http://www.modellflug-hager.de/2,4GHzEmpfaengertest.gif

Ron Dep
05.09.2011, 12:22
Die Frage, die sich mir vielmehr stellt, ist, ob nur selber importierte Empfänger betroffen sind oder auch die vom Europäischen Fachhandel mit Zulassung verkauften dieses Verhalten zeigen.
Wieso, welcher Unterschied könnte/sollte denn da sein?

Gyro Gearloose
05.09.2011, 13:08
Das Problem mit der Unterbrechung des Bindings bei (auch kurzzeitig) niedrigen Spannungen bei bestimmten FASST-Empfängern kenne ich zu gut:

Habe selbst zwei Gigacan 7 von Simprop und zwei OrangeRX, jedoch keinen Original-Futaba.

Bei Test-Messungen hat sich gezeigt, dass beide Empfänger-Typen bei Spannungen <= 4,1 Volt aussteigen !
Der Futaba kann wohl bis 3,7 Volt.

Die Messungen wurden mit einfachen Messinstrumenten (Volt- und Amperemeter) gemacht, aber die Ergebnisse sind trotzdem eindeutig.

Interessant wären Messungen mit Oszilloskop, wenn kurzeitige Spannungsschwankungen sichtbar sind.

Ich verwende daher Regler-BEC mit 5 Volt nur noch bei Kleinmodellen.

Bei Modellen mit 4 oder mehr Servos nurnoch externe BEC mit 6 Volt Ausgangsspannung.

Konkret verwende ich das 8/15 A UBEC von Hobbyking, das ist preisgünstig und bis jetzt zuverlässig.

Ron Dep
05.09.2011, 13:36
Der Futaba kann wohl bis 3,7 Volt.
Futaba geht auch bei 3.3 Volt noch, und der Empfänger springt gleich ohne große Verzögerung wieder an, wenn die Spannung wieder da ist.

actron
06.09.2011, 09:55
Hallo,

ich habe auch einen TFR8 im Einsatz. Funktioniert ohne Probleme. Es muss halt die Spannung stabil sein.

Ich habe auch schon Tests mit Unterspannung gemacht:

1. Versuch:
Akku -> Kleines Längsregler BEC -> RX -> Servos
Servos belastet -> Spannung bricht ein -> RX resetet -> startet normal -> resetet usw.
Dabei hat er keine Bindung verloren

2. Versuch
Akku -> Schaltregler BEC 3A -> RX -> Servos
Servos belastet -> Spannung bricht ein -> RX resetet -> startet usw.
Dabei hat er sporadisch seine Bindung verloren

3. Versuch
Netzteil -> RX -> Servos wieder mit Last
Spannung heruntergedreht -> RX resetet -> startet usw.
Keine Bindung verloren

4. Versuch
wieder mit Netzteil
dabei am Netzteil das Pluskabel ganz schnell aus/eingesteckt um schnelle Unterbrechungen zu simulieren (z.B. An/aus beim BEC in Überlast)
-> sporadisch die Bindung verloren

5. Versuch
wieder mit Netzteil
dabei das Pulskabel aufgetrennt und eine Seite des Kabel an eine grobe Feile angebracht und mit dem anderen Kabel (verzinnte Ende, damit es hart ist) , welches zum RX geht
über die Feile mit relativ festen Druck gefahren.
Hierbei werden sehr schnelle Unterbrechungen/einbrüche simuliert. Der Draht hat bei der Feile dann mal Kontakt und wieder nicht.
-> RX verliert seine Bindung nur wenn die Einbrüche länger andauern

Fazit:
Irgendwie läuft der RX Controller nicht immer richtig los, bzw. verhaspelt sich und überschreibt wahrscheinlich seinen Speicher wenn die Spannung in einem bestimmten Zeitfenster
schwingt.
-> Designschwäche

Ist aber die Stromversorgung sicher gebaut, funktioniert der RX tadellos.


Gruß Mike

P.s.
Ich hoffe das der Test mit der Feile verstanden wurde :D

udogigahertz
07.09.2011, 12:57
Interessant wären Messungen mit Oszilloskop, wenn kurzeitige Spannungsschwankungen sichtbar sind.

Damit wirst Du kaum diese sehr kurzen, oft sich nur im Millisekundenbereich abspielenden Spannungseinbrüche feststellen können, auch ein Oszilloskop ist viel zu träge, um sowas zu detektieren.

Als Fazit halten wir also fest, dass die Nachbauempfänger eine höher liegende Mindestspannung haben, bevor sie aussteigen, als die Original-Futaba-Empfänger und selbst zwischen denen gibt es Unterschiede.

Unabhängig davon, dass man eigentlich immer eine ausreichende Stromversorgung anstreben sollte, gilt das ganz besonders für die 2,4 GHz-Empfänger, und hier wiederum gibt es eklatante Unterschiede zwischen den einzelnen Typen und Marken, also empfiehlt sich grundsätzlich, die Spannungsversorgung größer, robuster und ausfallsicherer zu machen, als das eigentlich gefordert ist, dann ist man auf der sicheren Seite. Zu empfehlen wäre eine Versorgung mittels 2 LiFePo4 Zellen, deren Strom man aber durch 2 Schottkydioden servoverträglich machen sollte, die sind robust, brechen kaum ein, auch nicht im Millisekundenbereich und man vermeidet unnötige, zusätzliche und damit ausfallgefährdete Technik.

Alternativ bieten sich die neuen und nun auch in klein und preiswert zu bekommenden "Hochvoltservos" an, dann könnte man einfach nur einen 2S-LiPo verwenden, ohne weitere Technik.


Grüße
Udo

Ron Dep
07.09.2011, 13:29
auch ein Oszilloskop ist viel zu träge, um sowas zu detektieren.
Das wäre mir neu. Ist das wirklich so? Ein Oszi ist doch urschnell!?


"Hochvoltservos" an, dann könnte man einfach nur einen 2S-LiPo verwenden, ohne weitere Technik.
Man kanns auch übertreiben.
Der gute alte Pufferelko um weniger als 1 Euro reicht auch, zumindest bei den mir bekannten Futaba-Anlagen.

actron
07.09.2011, 13:44
Damit wirst Du kaum diese sehr kurzen, oft sich nur im Millisekundenbereich abspielenden Spannungseinbrüche feststellen können, auch ein Oszilloskop ist viel zu träge, um sowas zu detektieren.


Na sicher kann dies mit einem Oszi gemessen / aufgezeichnet werden. :p


Der gute alte Pufferelko um weniger als 1 Euro reicht auch, zumindest bei den mir bekannten Futaba-Anlagen.

Klar, geht hier natürlich auch.

Zumindest der TFR8 von frsky den ich habe, hat auf jeden Fall eine Designschwäche, da er bei Störungen seiner Versorgungspannung seine Bindung verlieren kann.

Steht aber eine stabile Spannung an, so wie es sein soll, dann klappts auch einwandfrei.
Also immer auf eine gute Spannungsversorgung achten !!!

Gruß Mike

Günther Hager
08.09.2011, 17:29
Hier ein Auszug aus meiner HP des schon angekündigten Vergleichstest nach dem unten dargestelltem Schaltbild. Vollständiger Testbericht und ergänzende Hinweise und Berechnungen zur Sicherheit im Stromversorgungsbereich: http://www.aero-hg.de/Empfaengervergleichstest.html

...............................................http://www.modellflug-hager.de/2,4GHzEmpfaengertestU.gif

Beide Empfänger habe ich wie im Schaltbild parallel an einem geregelten Eigenbaugerät 2 x 0…36V, 5A Parallel und in Serie mit Digitalanzeige angeschlossen..
Spannungsauflösung: bis 10V = 0,1V, bis 24V = 0,2V, bis 36V = 0,4V Strombegrenzung 0…5A, Einstellung mit Kurzschließen grob und fein.

TEST 1. ohne belastende Servos.
Strombegrenzung 0,25A und von 6V > 0V bis 2,9V noch Empfangsbereit grüne LED´s geringe Leuchtkraft.
Bei 2,8V exakter Spannungsgleichheit, zeitgleicher Ausstieg beider Empfänger mit einem sehr kurzen Blinken der roten LED`s erfolgte das totales Erlöschten der LED`s.
[Das kurze aufblinken der roten LED`s, führe ich auf das Entladen eines Pufferkondensators zurück vor dem totalen Ausstieg der Empfänger.]
Bei einem Anheben der Spannung auf 3V haben beide Empfänger sofort wieder mit grün signalisiert, dass sie Empfangsbereit sind.
Dieses wurde 10 mal wiederholt und nach der 10 Wiederholung abgebrochen, da alle Aus- und Wiedereinstiegswerte der Empfänger gleich geblieben waren.

TEST 2. mit belastenden Servos.
Die weiteren Versuche mit je einem sehr kleinen Servo DYMOND D90, wurde bei 3,2V und einer Strombegrenzung von 0,35A ein Einbrechen der Spannung an den grünen LED`s zu erkennen (sehr schnelle Flackern). Die Belastung der angesteuerten Servos ließen bei den LED`s einen Spannungseinbruch erkennen und der Ausstieg beider Empfänger fand ebenfalls wie im Test 1 beschrieben bei 3,1... 3,0V statt.
Nach einem Erhöhen des Abschaltstromes auf 0,5A, war dieses frühe Flackern der LED`s nicht mehr erkennbar war und der Ausstieg ist wie im Test 1 beschrieben bei <2,9V.

Fazit:
Bei größeren Belastungen, vor allem mit Digitalservos, wird sich ergo die Ausstiegsgrenze nach oben verschieben und man wird aus Sicherheitsgründen wohl über 4V bleiben müssen, was eine solide Spannungsversorgung gewährleistet, wie schon mehrfach beschrieben.

Messungen mit meinem TEKTRONIX-OSSI waren die Spannungseinbrüche etwa 50mV, das wären dann 25mV/Servo D90, wobei allerdings die 2m (2 x1m) Leitungen zum Netzteil auch eine Rolle mitspielen, wie auch dessen Regelung, da ich nicht weiter Abgeblockt habe. Ein Akku wäre dafür besser gewesen, aber dafür nicht regelbar. Man kann die Spannungseinbrüche berechnen, wo ich ein Rechenbeispiel auf der oben erwähnten Seite auf meiner HP mit eingebracht habe.

Einen Unterschied im Bezug der Bindung konnte bei beiden Empfängern nicht festgestellt werden, da beide die Bindung behalten haben.

Meine überraschende Feststellung und daraus resultierende Meinung nach diesem Vergleichstest:
Vorteile des ORANGERX = (<1/2) Preiswerter, 1Kanal mehr, gute Anordnung der soliden Steckverbindungen. Vorteil des FUTABA R617 FS = etwas kompakter

Heinz Scharenberg
12.09.2011, 10:30
Hallo

habe irgendwo gelesen,daß die orange Farben Empfänger einen Leerlaufstrom von 100 mA ziehen sollen., kann dieser hohe Leerlaufstrom eine Mitschuld haben? Habe selbst fünf Stück in Betrieb und fliege mit Pufferakku ohne probleme.
Grüße Heinz

Ron Dep
12.09.2011, 10:59
kann dieser hohe Leerlaufstrom eine Mitschuld haben?
Nein. Was meinst du mit Leerlaufstrom? Ein Empfänger hat immer den gleichen Strombedarf!

Gerd Giese
12.09.2011, 13:27
Damit wirst Du kaum diese sehr kurzen, oft sich nur im Millisekundenbereich abspielenden Spannungseinbrüche feststellen können, auch ein Oszilloskop ist viel zu träge, um sowas zu detektieren.
Aua - hast dich wirklich schon mal mit einem Scope befasst ... und was die Timebase bedeutet bzw. was das "Triggern" auf sich hat ... :rolleyes: :D
... ich fürchte nicht bei dem Spruch ...:cry: => https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Oszilloskop

... zu:

Das wäre mir neu. Ist das wirklich so? Ein Oszi ist doch urschnell!?


Genau - das Messgerät ist sogar dafür geschaffen um zweitabhängig (X-Achse) aller kürzeste Spannungsverläufe (Y-Achse) darzustellen! ;)