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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der ultimative Thermikfahrstuhl



dolphin
03.09.2011, 01:10
Hallo,
nach vielen Jahren der Enthaltsamkeit, unter anderem in Sachen Fliegerei ;), habe ich mich nun entschieden einmal wieder anzufangen. Ich hatte Motor und Segelflug gleichermassen gemacht und nie eine Vorliebe für das eine oder andere entwickelt.

Nachdem ich mich ein wenig eingelesen habe um mal zu sehen was es heute so alles gibt, wurde ich allerdings ernüchtert. Nicht das dass Angebot schlecht wäre, aber es gibt offenbar nur noch Badeschwämme oder NASA-taugliche Kohlefaser-Rennmaschinen.
'Geld macht Höhe' oder 'macht nix - habe ja Sekundenkleber' sind offenbar die einzigen Aussagen, die noch witzig wirken sollen.

Ich habe für mich entschieden das ich dass nicht mit mache und würde sodann gerne Eure Expertise anzapfen.

Ich möchte Thermik fliegen - und nur das!
Für Loopings und Kanten fräsen habe ich eine B4 mit 5m, Big Excel und andere schöne Flieger aber dieses mal soll es ein reinrassiger Thermikfahrstuhl werden mit einer Flächenbelastung gaaaaanz knapp über 20g/qdm (Drunter wäre auch geil).

Wo bekommt man noch richtig gute Baupläne für Flugzeuge (das waren die Dinger ohne Styropor drin) aus Balsaholz und der guten alten Bautechnik.
Ich suche einen reinrassigen Thermiksegler ab 3m oder größer in völlig konventioneller Bauweise mit Platz für Vario und großem Empfängerakku der schon steigt, wenn sich die Farbe des Rasens ändert :D. Kein Scale.

Wer kennt sowas? Ich wäre für Hinweise und auch Kritiken dankbar.

Gruß Peter

MarkusN
03.09.2011, 06:53
Nicht gute alte Bautechnik, aber Scratchbau. Und definitiv der ultimative Thermikfahrstuhl:

Mark Drelas Bubble Dancer (http://www.rcgroups.com/forums/showthread.php?t=154586)

Wenn Dir die composite Anteile nicht schmecken, kannst Du ja allenfalls umkonstruieren. Wird aber auf jeden Fall Auswirkungen aufs Gewicht haben.

Supergrobi
03.09.2011, 07:35
Hi Peter,

Libelle A-380 vom himmlischen Höllein.Die ist zwar etwas kleiner als gewünscht,aber mit 17,5gr/dm² etwas das passen könnte.Die Bausätze werden sehr gelobt.

Gruß,Christian

habib
03.09.2011, 07:47
Hallo Peter,

Siehe Dir mal diese Links an.

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/225375-Baubericht-Just-Friendly-ein-3-03m-spannendes-Holzmodell

http://www.modellbauservice.com/?Neu_-_bereits_lieferbar_-_JustFriendly

Gruß Richard

Nuri-Klaus
03.09.2011, 08:31
Wir haben den guten alten Carrera-Primus (http://dl.dropbox.com/u/2049011/Primus/index.html)neu aufgelegt.... mit dem Ding hab ich glaube ich noch keinen Flug unter 1h gemacht.

hastf1b
03.09.2011, 09:59
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/230949-Miss-Bavaria-von-Dr.-Heinz-Eder-FMT-7-2010?

Gruß Heinz

Klaus Jakob
03.09.2011, 10:13
Hallo Peter,

hier
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/185081-F3J-in-Holz-Inspira/page15 ist in einer Gemeinschaftsarbeit ein moderner Holzflieger in verschiedenen Varianten entstanden. Vielleicht ist auch für Dich etwas dabei. Diese neu erstellte Inspira dürfte aerodynamisch besser sein als irgendein "Altentwurf".

Nebenbei: das "reinrassige" Thermikfliegen ist heute auf Grund der besseren Möglichkeiten (Material, Rechenverfahren, Erfahrung) etwas schneller geworden, die Thermikflieger gleiten viel besser als früher; man hat damit die Möglichkeit, auch entfernte Bärte zu finden; darum gibt es die langsamen Floater immer seltener. (Aber auch diese machen Spaß).

Klaus.

redieh
03.09.2011, 10:41
Libelle A380 war auch mein erster Gedanke, zwar etwas kleiner, aber Super in der Thermik.

dolphin
03.09.2011, 19:15
Nicht gute alte Bautechnik, aber Scratchbau. Und definitiv der ultimative Thermikfahrstuhl:

Mark Drelas Bubble Dancer (http://www.rcgroups.com/forums/showthread.php?t=154586)

Wenn Dir die composite Anteile nicht schmecken, kannst Du ja allenfalls umkonstruieren. Wird aber auf jeden Fall Auswirkungen aufs Gewicht haben.

Hi MarkusN,
Danke für den Zeiger. Ist aber leider schon viel zu exotisch und auch zu kompliziert zu bauen. Ich weiss, das Flächengewicht heute nicht mehr alles ist aber ich denke man ist mit $750 für einen solchen Segler nicht wirklich innovativ günstig. Die Richtung allerdings stimmt schon :)
Vielen Dank.
Peter

dolphin
03.09.2011, 19:31
Libelle A380 war auch mein erster Gedanke, zwar etwas kleiner, aber Super in der Thermik.

Hallo Maik :), hallo Christian,
Der A380, das isses! Bestellt!
Berichten muss ich wohl nicht, das Ding ist ja bekannt wie der bunte Hund (nur ich kannte ihn natürlich noch nicht):confused:. Ich denke das H/S völlig ausreichen und kein Q-Ruder nötig ist. Man(n) kann ja eine Ersatzfläche ordern / basteln und zwei Varianten machen.
Ohen Querruder ist das 'Stehenbleiben' meist schwer aber mit 17,5g Flächenbelastung dürfte man den auch mit 'Zurufen' zum stehen bringen :D

Das war wirklich ein guter Tipp Leute!!!!
Vielen lieben Dank.

Die Thermal Instrinkt hat mich auch angelacht aber sie ist zu teuer. Da stimmt das Verhältnis nicht mehr (meine pers. Meinung). Schon klar....China-Preis-Verwöhnt und so.... aber dann baue ich lieber komplett selbst. Rippen im Blocksatz schneiden ist nicht die Welt, haben wir vor 30 Jahren auch schon so gemacht und ein Kastenrumpf ist keine Reketenwissenschaft.
Schade, wäre er günstiger, hätte ich auch hier zugeschlagen.

Nochmals Dank an Euch!
Gruß aus der sonnigen Oberpfalz,
Peter

dolphin
03.09.2011, 19:56
Hallo Peter,

hier ist in einer Gemeinschaftsarbeit ein moderner Holzflieger in verschiedenen Varianten entstanden. Vielleicht ist auch für Dich etwas dabei. Diese neu erstellte Inspira dürfte aerodynamisch besser sein als irgendein "Altentwurf".

Nebenbei: das "reinrassige" Thermikfliegen ist heute auf Grund der besseren Möglichkeiten (Material, Rechenverfahren, Erfahrung) etwas schneller geworden, die Thermikflieger gleiten viel besser als früher; man hat damit die Möglichkeit, auch entfernte Bärte zu finden; darum gibt es die langsamen Floater immer seltener. (Aber auch diese machen Spaß).

Klaus.

Hallo lieber Klaus,
ja, die Inspira ist sicherlich eine gute Maschine.
Alle Deine Argument kann ich nachvollziehen.
Es ist nur eben so, das sich zwar viel getan hat und man heute wahrscheinlich auch anders fliegt als früher aber die Bärte sehen immernoch so aus wie früher ;)
Will sagen, man muss mit den schnelleren Maschinen (auch wenn man sie durch Verwölbung anpassen kann) die ganz kleinen Bärte stehen lassen und der Kurvenradius ist, so denke ich, der Schlüssel zum 'Hochkämpfen'. Einen kleinen Kurvenraduis kann man nur Ersetzen wenn man ihn noch kleiner macht:D.
Mit ein bisschen Rechnen landet man sofort beim wichtigsten Parameter, der Flächenbelastung. Dann kommt wohl sogleich die Spannweite und die Art der V-Form.
Schon klar, bevor ich jetzt irgend einen Aerodynamiker gegen den Strich bürste, es gibt da noch den Ca und Cw und die Polaren des Profils.....
Hat man die nötige Höhe, fliegt ja alles was eine geringere Dichte als ein Gullideckel hat, aber in 10m oder 20m über dem Kornfeld aus der Hand gestartet sieht das sofort anders aus.
Deshalb mal mein Wunsch was richtig sanftes zu bauen und zu fliegen:cool:
Ich werde die Inspira im Auge behalten weil ich glaube das sie sehr gut bei schwachem Wind am Hang fliegt und bestimmt ist sie auch sehr gut wenn man sie mit elektrischer Thermik ausstattet und mit etwas Anfagshöhe startet.

lieben Dank Klaus,
cheers,
Peter

Klaus Jakob
03.09.2011, 20:24
Hi Peter,

Du rennst bei mir offene Türen ein :-) Ich selber liebe diesen sanften Stil ebenfalls, habe deshalb das "Bunte Huhn" gebaut. Und aktuell fliege ich am liebsten am Feierabend einen Zweiachser mit Clark Y, und recht tiefen Flächen. Seitenruder und V-Form habe ich über mehrere Phasen optimiert, jetzt habe ich einen absolut gutmütigen, anspruchslosen und robusten Thermikflieger mit geringer Flächenbelastung.
Aber ab und zu reizt es mich schon, auch mal herumzualbern am Hang mit mehr Dampf.

Das mit dem flotteren Flug-Stil hatte ich nur erwähnt, damit Du auch diese Variante in Betracht ziehst, um nichts auszulassen.

Servus.
Klaus.

Beni-LA
03.09.2011, 20:27
mir fällt da noch was anderes ein, auch wens keine 3 meter hat und auch nicht wirklich was mit holz zu tun hat.
Aber beim Stichwort aus der hand in die Thermik fällt mir sofort der 2meter Dlg vom PCM ein der fireworXtend.

mfg Benjamin

Christian_S
03.09.2011, 21:29
aktuell fliege ich am liebsten am Feierabend einen Zweiachser mit Clark Y, und recht tiefen Flächen. Seitenruder und V-Form habe ich über mehrere Phasen optimiert, jetzt habe ich einen absolut gutmütigen, anspruchslosen und robusten Thermikflieger mit geringer Flächenbelastung.

Hi Klaus, das klingt interessant und deine Beschreibung erinnert mich an den HANZ vom Johannes Leinauer. Hast du mehr Details? Bauweise, Spannweite oder ein Bildchen? :) Es sind oftmals die einfachen Dinge die den meisten Spaß bringen...

Gruß Christian

dolphin
04.09.2011, 00:26
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/230949-Miss-Bavaria-von-Dr.-Heinz-Eder-FMT-7-2010?

Gruß Heinz

Lieber Heinz,
ich mache mich gerade über die Miss Bavaria her, also - den Artikel ;)
Die ist einfach wunderschön und sie gehört zu den Fliegern die man einmal bauen muss oder?
Der Dr. Eder hat da ein sehr schönes Fluggerät gebaut und ich versuche mal an einen Frästeilesatz zu kommen, oder wenigstens an den Plan - weil man fast alles im Block machen kann / könnte :D

Ich habe noch nicht gerechnet und geprüft, aber ich kann mir vorstellen diesen Flieger auch mit konischen Leimbinderholmen und guter Verkastung hinzubekommen.
Sie ist nicht nur Leistungsfähig sondern auch noch schön!
Damit wäre der Winter gerettet.

Vielen Dank Heinz für diesen tollen Hinweis!
cheers,
Peter

dolphin
04.09.2011, 00:36
mir fällt da noch was anderes ein, auch wens keine 3 meter hat und auch nicht wirklich was mit holz zu tun hat.
Aber beim Stichwort aus der hand in die Thermik fällt mir sofort der 2meter Dlg vom PCM ein der fireworXtend.

mfg Benjamin

Hallo Benny,
das sind beeindruckende Flugleistungen! Leider stimmt wieder das Material nicht ;)
Spass beiseite, Dlg ist ja nicht schlecht aber da muss man sich bewegen und wir wollen doch nicht den mühsam angegessenen CoG leicht oberhalb der Kniescheibe wieder abtrainieren!
Ich dachte da eher so an Liegestuhl letzte Raste am Rückenteil.....
cheers,
Peter

dolphin
04.09.2011, 01:14
Hallo Peter,

Siehe Dir mal diese Links an.

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/225375-Baubericht-Just-Friendly-ein-3-03m-spannendes-Holzmodell

http://www.modellbauservice.com/?Neu_-_bereits_lieferbar_-_JustFriendly

Gruß Richard

Hallo Richard,
Nun bin ich bei Deinem Vorschlag angelangt. Die Just Friendly ist ja echt freundlich. Bei 3m und fast 2kg aber eher nicht der Thermiker oder?
Gut ist aber zu wissen das der Mann auch eine flinke Fräse hat und nach DXF anfertigen kann - wenn man z.B Bodennebel mit starker Vereisung in der Werkstatt hat und dardurch die Laubsägeblätter unauffindbar sind:D:D:D
Mal im Ernst, ist ein schönes robustes Modell was auch mal was aushält......nnnja aber eben kein Schleicher:cool:
Danke Richard.
cheers,
Peter

dolphin
04.09.2011, 01:59
Hi Peter,

Du rennst bei mir offene Türen ein :-) Ich selber liebe diesen sanften Stil ebenfalls, habe deshalb das "Bunte Huhn" gebaut. Und aktuell fliege ich am liebsten am Feierabend einen Zweiachser mit Clark Y, und recht tiefen Flächen. Seitenruder und V-Form habe ich über mehrere Phasen optimiert, jetzt habe ich einen absolut gutmütigen, anspruchslosen und robusten Thermikflieger mit geringer Flächenbelastung.
Aber ab und zu reizt es mich schon, auch mal herumzualbern am Hang mit mehr Dampf.

Das mit dem flotteren Flug-Stil hatte ich nur erwähnt, damit Du auch diese Variante in Betracht ziehst, um nichts auszulassen.

Servus.
Klaus.

Also lieber Klaus,
dann lasse doch mal die Katze aus dem Sack. Von den Gebrüdern Wright kann der Flieger mit Clark Y nicht sein, die bauen keine Flugzeuge mehr :D
Hast Du Bildchen oder einen Namen?
Ist es womöglich die Jolly von Graupner?:D (Ich glabe die hatte Cark Y) oder gar Amigo? (Ohje bin ich schon so alt geworden...) LOL.
Also ich hätte ja nix gegen was laminares aber wenns gut fliegt, warum kein Cark Y.
cheers,
Peter

Airpainter98
04.09.2011, 08:42
eigentlich bleibt bei deinen vorgaben nur der bird of time!
den gibts als holzteile bitte neu machen-bausatz, oder sogar als fertig bespannt mit plastikrumpf (buuuhhh)...;)

bei dem flieger ist mit hängen und würgen das heck angelenkt worden, sonst wäre er als freiflieger durchgegangen.:D

Gusto
04.09.2011, 10:16
...Nun bin ich bei Deinem Vorschlag angelangt. Die Just Friendly ist ja echt freundlich. Bei 3m und fast 2kg aber eher nicht der Thermiker oder?
Doch, ist er. Schau dir mal diesen link an: http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/225375-Baubericht-Just-Friendly-ein-3-03m-spannendes-Holzmodell?highlight=just+friendly
Oder vielleicht willst Du mit einem der JustFriendly-Piloten Kontakt aufnehmen? Dann hast Du Informationen aus 1. Hand.

hastf1b
04.09.2011, 11:04
Ich habe noch nicht gerechnet und geprüft, aber ich kann mir vorstellen diesen Flieger auch mit konischen Leimbinderholmen und guter Verkastung hinzubekommen

Hallo Peter, habe erst jetzt deine Antwort entdeckt. Du brauchst überhaupt keinen "Bammel" vor dem Rohrholm zu haben. Die Festigkeit ist hervorragend und das bauen ist sehr einfach. Diese Rohrholme verwenden wir auch in einigen unserer Freiflugklassen dort treten auch teilweise hohe Kräfte auf die der Rohrholm problemlos verkraftet. Ein weiterer Vorteil ist das vergleichsweise geringe Gewicht bei gleicher Festigkeit zu einem "herkömmlichen" Holm.
Wenn du dich dazu durchringen kannst das Modell zu bauen wirst du eine Menge Spass haben.

Gruß Heinz

Klaus Jakob
04.09.2011, 15:53
Hallo Peter und Christian,

Baukästen kaufe ich mir sehr selten, ich mag Eigenbauten. Und ja, Christian, es hat etwas mit der Philosophie von Johannes zu tun, ich hatte Kontakt zu ihm bis zu seinem Ableben und habe auch seinen Nachlass mitnehmen dürfen. Darunter waren auch "Hanz"-Modelle, ich kannte "Hanz" auch schon vom gemeinsamen Fliegen mit Johannes.
Aber mein Zweiachser ist etwas älter, den hatte ich vor etwa 8 Jahren für meinen Neffen gebastelt, um ihn mit dem Modellflugvirus zu infizieren. Damals hatte ich ihm einen Speed 600 und 8 Zellen eingepflanzt. Mein Neffe hatte leider wenig Interesse am Modellflug, und vor einem Jahr habe ich mir den Flieger zurückgeholt, repariert und umgebaut. Der Rumpf ist aus Polyester und hat vor 20 Jahren 7 Mark in der Tschechoslovakei gekostet.
Ich gehe nun Bilder machen und berichte mal kurz über die wenigen, aber harmlosen technischen Details. ;)

Bis gleich
Klaus.

HaiFan
04.09.2011, 16:18
Hallo,

Eine andere Option wäre auch der Open Air aus einer Alten FMT ( ich find sie leider nicht mehr). der hatte auch eine wirklich sehr niedrige Flächenbelastung, war jedoch auch etwas kleiner als 3 Meter. Der Bauplan stammt von heinz Eder, die Spannweite beträgt 2,55 m.
Wiegt 620g. Das ist eigentlich ein zu groß geratener HLG: Flächenbelastung 15 g/dm2.
Der ist allerdings auch mit Kohleholm.

Gruß Timm

hastf1b
04.09.2011, 16:35
Hier der Link zum Open Air. http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/138111-Leichtwindsegler-quot-Open-Air-quot-mein-Bauprojekt

Gruß Heinz

Klaus Jakob
04.09.2011, 20:23
Hallo Peter und Christian,

also Bilder gibt es keine wie im Beitrag Nr. 22 versprochen, ich hatte das Bild schon auf 80 kB komprimiert, und es läßt sich immer noch nicht hochladen. Ärgerlich dieser Bereich des Forums und sehr umständlich.
Hier nun die Daten, und ein paar Tipps zur Bauweise:
-Spannweite 1800 mm, Clark Y
-1020 Gramm
-Rechtecktrapezflügel ohne Schränkung
-Tiefe Wurzel und Anfang Trapez: 210 mm, Randbogen 165 mm
- Holm oben 2x10 mm Kiefer, außen auf 1,5 mm ausgedünnt
-Holm unten: 1,5 mm Kiefer, außen auf 1 mm ausgedünnt
-die Holme wurden vorab mit der Beplankung verklebt, bevor diese auf die Rippen geklebt wurde, das wird genauer und erleichtert das Verarbeiten
-Holme senkrecht mit Balsa 2 mm verkastet
Die V-Form nach Bauchgefühl, habe sie nicht gemessen
Bespannung: Polyspan mit Spannlack aufgebracht, geschrumpft, und spannlackiert.
-Pendelhöhenruder: Profil etwa SD8020; die 2er Stahldrähte sitzen in kleinen Ringmagneten, die in die SR-Finne geklebt wurden; die HR-Hälften haben ebenfalls diese Magnete mit 2er Bohrung, somit schnappen die HR-Hälften nach dem Aufsetzen fest und das Seitenleitwerk leiert durch die Stahldrähte nicht aus.

Rückenflug leicht möglich. Steile, extrem enge Kurven mit fast durchgezogenem HR sind eine Schau! Mit einem 2600er 3s-Akku fliegt das Tierchen 90 Minuten.
Der Motor samt Regler: einer von Thomas Laqua hier aus dem Forum (China-Brushless); 4 mm-Welle, dadurch robust; preiswert
Prop: 10x6"
Der Flügel kann bei einer schiefen Landung wegdrehen, er wird vorne durch eine Nylonschraube M5 und hinten durch einen Gummiring, der um den Rumpf und eine Nase an der Endleiste geschlungen ist, gehalten.

Klaus.

Eckart Müller
05.09.2011, 09:14
...ich hatte das Bild schon auf 80 kB komprimiert, und es läßt sich immer noch nicht hochladen.
Daran kann es eigentlich nicht liegen, denn:
Die maximale Dateigröße für diesen Dateityp (jpg) beträgt 200,0 KB.
So lautet nämlich die Fehlermeldung bei zu großen Dateien.
Da bleibt eigentlich nur noch die Pixelanzahl übrig, maximal dürfen es 1024x1024 Pixel sein.

Wenn's gar nicht klappt, schick' das Bild mal an em@rc-network.de, dann schau' ich mal was Sache ist!...;)
Und so umständlich find' ich es nun nicht, denn mit nicht mehr als fünf Klicks ist mindestens schon ein Bild hochzuladen...:rolleyes:
Hier nochmal der Link zur Anleitung! (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/269317-Abbildung-ins-Posting-integrieren!)

Eckart

nohensi
05.09.2011, 10:34
Bei der INSPIRA tut sich was, es ist sogar eine Variante mit 6 Klappen und bis zu 5m geplant.
Anscheinend werden Betatester gesucht, um die Konstruktionsschwächen schnellstens auszuklammern.
post2484922 (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/185081-F3J-in-Holz-Inspira?p=2484922&viewfull=1#post2484922)

Christian_S
05.09.2011, 16:06
-Pendelhöhenruder: Profil etwa SD8020; die 2er Stahldrähte sitzen in kleinen Ringmagneten, die in die SR-Finne geklebt wurden; die HR-Hälften haben ebenfalls diese Magnete mit 2er Bohrung, somit schnappen die HR-Hälften nach dem Aufsetzen fest und das Seitenleitwerk leiert durch die Stahldrähte nicht aus.

Danke Klaus für die Beschreibung, ich wusste doch dass man noch gute Ideen abgucken kann. Die Idee mit den Ringmagneten ist ziemlich gut! Ich glaub über den WInter bau ich mir auch sowas wie den HANZ und da werde ich das dann auch so machen.



Bespannung: Polyspan mit Spannlack aufgebracht, geschrumpft, und spannlackiert.
Also ist die Fläche nicht komplett beplankt und hat offene Rippenfelder?

Gruß Christian

Klaus Jakob
05.09.2011, 17:00
Hallo Eckart,
danke für die Anleitung, wie Du schon sagtest, muss der Hund wohl woanders begraben sein, die Pixelzahl scheint zu hoch zu sein. Es ist ja auch nicht das erste Mal, dass ich Fotos von diesem Fotoapparat reinstelle. Ich werde bei Gelegenheit weiter tüfteln.

Hallo Christian,
ja, nur die D-Box ist beplankt. Die Rippen sind aus 1,5 mm Balsa, und haben keine Aufleimer. Die Bespannung verbindet sie recht gut, wegen dem Spannlack ergibt sich eine gute Verklebung, die die Rippen gegen "seitliche Bewegung" stützt..
Tipp: Du kannst kritische Bereiche mit UHU hart vor dem Bespannen einstreichen, oder UHU hart in den Spannlack geben.

Klaus.

dolphin
15.09.2011, 17:47
....snip...
- Holm oben 2x10 mm Kiefer, außen auf 1,5 mm ausgedünnt
-Holm unten: 1,5 mm Kiefer, außen auf 1 mm ausgedünnt
...snip...
Klaus.

Hallo Klaus,
ich habe jetzt endlich mal die Zeit gefunden und mit der Libelle A380 losgelegt.
Es ist allerdings enttäuschend zu sehen, wie heute Tragflächen gebaut werden. Der Rumpf ist ja noch OK, aber die CFK-Rundholm-Verschmier-Rippendrauf-Technik ist nicht dass was man als gut durchdachten Bausatz erwarten sollte. Die Holme sind viel zu schwer und zu dick. Sie werden in gleicher Stärke bis in die Aussenflügel verbaut. Die Holme allein sind so schwer wie der restliche ganze Flieger! Eine Beplankung mit 0,4mm Flugz.Sperrholz hätte das gleiche Gewicht erzeugt und wäre viel Alltagstauglicher gewesen. Zumindest für eine D-Box.....was soll's
OK, Erfahrung gemacht, abgehakt. (Habe ihn auch noch nicht geflogen)

Zurück zu Deinem Flieger mit den konischen Holmen.
Wie stellst Du diese her? Ich hatte früher Zugang zu einer guten Formatkreissäge mit fahrbarem Tisch...das ging so lala. Habe ich nun nicht mehr.
Heute würde ich die Holme zwischen zwei Brettern einklemmen und mit Anschlag und Oberfräse bearbeiten (beide gleichzeitig in einem Schuß).
Evtl. hast Du da noch eine viel bessere Idee.

Ich plane mir die Flächen später nocheinmal mit Holzholmen und Hilfsgurten zu bauen.

cheers,
Peter

Klaus Jakob
15.09.2011, 20:31
Hallo Peter,

ausdünnen ist überhaupt kein Problem. Ich kaufe gute Leisten mit dem notwendigen, dicksten Querschnitt und arbeite nach:
-die Kieferleiste auf den Tisch legen, das eine Ende mit den Fingern runterdrücken, mit der anderen Hand den Balsahobel mit neuer Klinge drüberziehen, messen, wiederholen bis die Dicke passt, kurz nachschleifen mit 180er Schleifpapier, fertig. Dauert pro Leiste 2-3 Minuten.

Tipp1:
-den Hobel schräg laufen lassen (die Schneide schiebt den Span zur Seite weg, wie ein Schneepflug den Schnee). So entsteht ein besseres Gefühl, der Span verbeisst sich nicht.

Tipp 2:
-das Gefühl, ob die gehobelte Fläche wirklich eben ist, kommt aus der Hand. Man fühle also mit, was da unten bei der Klinge passiert. So fühlt man auch, ob die jeweilige Stelle noch zu dick ist, oder ob es schon passt. Das Messen sollte möglichst nur noch bestätigen, was man vorher schon gefühlt hat.

Tipp 3:
-Holme beim Entwurf eines Flügels immer so weit nach außen setzen, wie möglich. Also in die Beplankung, nicht darunter. Das geht auch bei ausgedünnten Holmen, indem die Beplankung mit dem Holm zuerst verklebt wird, mit der Oberseite auf einer harten Spanplatte (Plastikfolie gegen Verkleben nicht vergessen). Dann ergibt sich ein schön bündiger Übergang zwischen der Außenseite der Beplankung und dem Holm. Dann erst die Beplankung samt Holm auf die Rippen kleben. Die Verkastung zwischen den Holmen sauber ausführen, nicht mit Kleber vollstopfen. Gilt übrigens allgemein.

Tipp 4:
-wenn Rippenaufleimer geplant sind, können diese auch schon vorbereitet und samt Holm und Endleiste auf der Spanplatte zu einem Rahmen verbaut werden. Solche Rahmen können als Ober- und Unterseite vorbereitet werden. Zum Zusammenbau des Flügels werden dann nur noch die Rippen auf den Unterrahmen geklebt (glatte Seite des Rahmens natürlich diesmal nach unten), und der obere Rahmen aufgesetzt.
Ich gebe aber zu, dass man hier sehr vorausschauend basteln muss, wegen dem "Tricksen" mit den kleinen Ungenauigkeiten.

Tipp 5:
-das fertige Gerippe mit feinem neuen Schleifpapier (auf einem harten Schleifklotz aufgeklebt) überschleifen. Nur wenig schleifen, die unterschiedlichen Materialien werden unterschiedlich stark abgetragen.

Tipp 6:
-mit Porenfüller streichen. Talkum beimischen, das füllert gut und ergibt eine samtweiche Oberfläche.

Ich bespanne am liebsten mit Polyestervlies, das passt zum vorbehandelten Untergrund, weil es nach dem Schrumpfen spannlackiert wird. Und es passt zu einem Holz-Rippenflügel.

Tipp 7:
-Kleben von Holz: mit Weissleim.
Eine dünne Raupe auf eine Seite auftragen, das Gegenstück draufdrücken und wieder abnehmen. Die verquetschte Leimspur mit dem Finger glätten, aber nicht in die Breite, sondern wieder in die alte Spur. In aller Ruhe die Teile wieder zusammenfügen. Ergebnis: mit wenig Kleber entsteht eine tiefe Holz / Leimverbindung, die schmal ist, weil der Kleber nicht zur Seite gequetscht wurde.

Ihr seht schon: Basteln ist Meditation und Genuß in einem. Wohl bekomm`s!

Viel Erfolg.
Klaus.

dolphin
17.09.2011, 15:23
Hallo Peter,

ausdünnen ist überhaupt kein Problem. Ich kaufe gute Leisten mit dem notwendigen, dicksten Querschnitt und arbeite nach:
-die Kieferleiste auf den Tisch legen, das eine Ende mit den Fingern runterdrücken, mit der anderen Hand den Balsahobel mit neuer Klinge drüberziehen, messen, wiederholen bis die Dicke passt, kurz nachschleifen mit 180er Schleifpapier, fertig. Dauert pro Leiste 2-3 Minuten.

Tipp1:
-den Hobel schräg laufen lassen (die Schneide schiebt den Span zur Seite weg, wie ein Schneepflug den Schnee). So entsteht ein besseres Gefühl, der Span verbeisst sich nicht.

Tipp 2:
-das Gefühl, ob die gehobelte Fläche wirklich eben ist, kommt aus der Hand. Man fühle also mit, was da unten bei der Klinge passiert. So fühlt man auch, ob die jeweilige Stelle noch zu dick ist, oder ob es schon passt. Das Messen sollte möglichst nur noch bestätigen, was man vorher schon gefühlt hat.

Tipp 3:
-Holme beim Entwurf eines Flügels immer so weit nach außen setzen, wie möglich. Also in die Beplankung, nicht darunter. Das geht auch bei ausgedünnten Holmen, indem die Beplankung mit dem Holm zuerst verklebt wird, mit der Oberseite auf einer harten Spanplatte (Plastikfolie gegen Verkleben nicht vergessen). Dann ergibt sich ein schön bündiger Übergang zwischen der Außenseite der Beplankung und dem Holm. Dann erst die Beplankung samt Holm auf die Rippen kleben. Die Verkastung zwischen den Holmen sauber ausführen, nicht mit Kleber vollstopfen. Gilt übrigens allgemein.

Tipp 4:
-wenn Rippenaufleimer geplant sind, können diese auch schon vorbereitet und samt Holm und Endleiste auf der Spanplatte zu einem Rahmen verbaut werden. Solche Rahmen können als Ober- und Unterseite vorbereitet werden. Zum Zusammenbau des Flügels werden dann nur noch die Rippen auf den Unterrahmen geklebt (glatte Seite des Rahmens natürlich diesmal nach unten), und der obere Rahmen aufgesetzt.
Ich gebe aber zu, dass man hier sehr vorausschauend basteln muss, wegen dem "Tricksen" mit den kleinen Ungenauigkeiten.

Tipp 5:
-das fertige Gerippe mit feinem neuen Schleifpapier (auf einem harten Schleifklotz aufgeklebt) überschleifen. Nur wenig schleifen, die unterschiedlichen Materialien werden unterschiedlich stark abgetragen.

Tipp 6:
-mit Porenfüller streichen. Talkum beimischen, das füllert gut und ergibt eine samtweiche Oberfläche.

Ich bespanne am liebsten mit Polyestervlies, das passt zum vorbehandelten Untergrund, weil es nach dem Schrumpfen spannlackiert wird. Und es passt zu einem Holz-Rippenflügel.

Tipp 7:
-Kleben von Holz: mit Weissleim.
Eine dünne Raupe auf eine Seite auftragen, das Gegenstück draufdrücken und wieder abnehmen. Die verquetschte Leimspur mit dem Finger glätten, aber nicht in die Breite, sondern wieder in die alte Spur. In aller Ruhe die Teile wieder zusammenfügen. Ergebnis: mit wenig Kleber entsteht eine tiefe Holz / Leimverbindung, die schmal ist, weil der Kleber nicht zur Seite gequetscht wurde.

Ihr seht schon: Basteln ist Meditation und Genuß in einem. Wohl bekomm`s!

Viel Erfolg.
Klaus.

Hallo Klaus,
hätte ich gewusst, dass Du gleich ein Handbuch für Schreinergesellen lieferst, hätte ich nach einer Saturn V Rakete gefragt :D

Lieben Dank für Deine ausführlichen und genauen Beschreibungen!
Die Sache mit dem Hobel ist mir natürlich nicht ganz fremd, nur habe ich da andere Erfahrungen gemacht, denn einen Holzleimbinder mit Epoxidharz drin ist nicht so leicht zu hobeln. Für Massivholz ist das natürlich gut, aber für Leimbinder nicht so :rolleyes:
Auch werden die Holme dann nicht ganz soooo gleich...naja vielleicht nicht ganz soooo wichtig.
Ich habe Zugriff auf ein einigermassen gut sortiertes Holz-Lager unseres Schreiners hier im Dorf und wenn ich komme um wieder was abzustauben, verdreht er immer die Augen. Aber nach ein paar Minuten sitzen wir immer zusammen, trinken ein Bierchen und quatschen über die Rafinessen des Holzbaus :p
Er sägt mir meistens auch immer was ich haben will, z.B. Kiefernleisten aus einem großen Holz (Kernholz versteht sich:D). Die kann ich dann ring-symmetrisch verleimen und die bleiben bis in die Steinzeit gerade. Meistens fünf Stück zu einem Binder.

Übrigens, wer sich für sehr gute Werkzeuge interessiert, ist hier gut aufgehoben.
http://www.veritastools.com/Products/Page.aspx?p=515
Da könnte ich einkaufen bis mir scwarz vor den Augen wird.

Zu Tipp 3:
Also da hätte ich mal die eine oder andere Frage:
Die Beplankung ist doch nahezu aus dem gleichen Material und ich möchte doch mit den Holmen die gesamte Höhe des Profils nutzen. Daher warscheinlich der Gedanke die Holme auf Stoß mit der Beplankung zu verleimen. Aber das ist eigentlich ein Wiederspruch und es macht die Sache auch nicht gerade einfacher. Ist die Beplankung nicht ebenso als Holm zu betrachten (nur an der Holmtiefe natürlich)? Das wurde auch schon hier im Forum bei der INSPIRA diskutiert - mit dem Ergebnis, das dem so sein könnte:D.

Zu Tipp4:
In Sachen Tricksen sollten wir hier vielleicht mal eine Trickkiste eröffnen. Eine Art gut sortierte Wissensdatenbank mit allem was das echte Modellbauerherz zu bieten hat. So wie Deine tolle Beschreibung zum Holmherstellen. Natürlich nuuuuur für Holzbearbeitung:D
z.B.

Tragflächenbau
Holz
Bespannt
Teilbeplankt
D-Box
Aussenliegender Holm
Verkastung
etc.

Innenliegernder Holm
etc.

Vollbeplankt
Massivholzbau
etc.

Komposite
GFK/CFK
etc.

Rumpfbau
Leitwerkbau
etc.



Zu Tipp 5:
würde sich bei 'Holm unter Beplankung' erübrigen und nur bei den Aufleimern Akkut sein.
Ich schleife meine Beplankung übrigens immer vorher und schütze die brisanten Stellen mit Tesa, damit ich mir die Oberfläche nicht versaue....ist mal schnell passiert das man Epoxy an den Fingern hat....

Zu Tipp 6:
Ich kannt bisher nur Bimmsmehl. Ich probiere das mal aus mit Talkum.....wo bekommt man sowas?
Hast Du einen Herstellernamen für das Polyestervlies?

Zu Tipp 7:
Kleiner Protest hier lieber Klaus;)
Ich benutze wann immer es geht Weissleim (wasserfest), aber ich erwarte, dass der Leim herausquillt! Tut er es nämlich nicht, hast Du garantiert hole Stellen. Deshalb immer die Oberfläche mit Paketband oder Tesa schützen.
Das kann man überigens auch schon vor dem Sägen oder Schneiden machen. So ist der Schutz exakt und muss nicht 'draufgefrimelt' werden.
'Fragst Du Meister der macht mit Holz - kriegst Du gleiche Antwort zu Kleben' :D


Zur Libelle A380:
Ich versuche mal an das Profil zu kommen, welches hier verbaut wurde damit ich die Flächen nachbauen kann.
Ich baue übrigens heute noch die RC Anlage ein und plane morgen den Maiden Flight...mal schauen. Ist das erste mal mit Vario und TEK für V-Leitwerk - hoffe es funktioniert.

cheers,
Peter

Gusto
18.09.2011, 10:13
Zur Libelle A380:
Ich versuche mal an das Profil zu kommen, welches hier verbaut wurde damit ich die Flächen nachbauen kann...

Hallo dolphin,
S4083 mod. (laut Angabe von Höllein).
Die Daten vom S4083: http://www.worldofkrauss.com/foils/619
Bei Aerodesign gibt es einen Kommentar zum Profil: http://www.aerodesign.de/profile/profile_n.htm#S4083

P.S.: Viel Erfolg beim Maiden Flight

dolphin
18.09.2011, 14:26
Hallo dolphin,
S4083 mod. (laut Angabe von Höllein).
Die Daten vom S4083: http://www.worldofkrauss.com/foils/619
Bei Aerodesign gibt es einen Kommentar zum Profil: http://www.aerodesign.de/profile/profile_n.htm#S4083

P.S.: Viel Erfolg beim Maiden Flight

Hallo Gusto,
Du bist mein Held! :cool:
Vielen Dank für die prompten Infos und die guten Wünsche.

Falls es jemanden interessiert:
Die Bauanleitung zur Libelle A380 besagt ein Gewicht ab 1100g und ein Flächeninhalt von 56,5dm^2. Das sind nach Adam Riese 19,5g/dm^2 Flächenbelastung und nicht wie bei Hoellein auf der Website angegeben 17g/dm^2. (Dort rechnet man mit 990g wärend im Bauplan ab 1100g steht). Mein Gesamtgewicht ist mit Vario und Sender und UBEC sodann 1298g was eine Flächenbelastung von 23g/dm^2 ausmacht. Das ist kein Weltuntergang aber es ist ärgerlich. Müsste ich nicht die 200g nachlegen, wäre ich unter 20g/dm^2 gekommen.

Wie das generell gehen soll ist mir schleierhaft. Mir fehlen jetzt in der Nase satte 200g, weil ich so blöd war den Rumpf zuerst zu bauen wie in der Anleitung beschrieben. Da steht nämlich, das man einen leichten Akku mit 100g verwenden kann und dann die Servos nicht wie im Plan eingezeichnet hinterm Schwerpunkt (etwa unter der Endleiste) sondern vor dem Schwerpunkt einbauen soll. Also habe ich einen Lipo mit 2000mAh und exakt 100g vorgesehen. Gesagt getan und auch gleich Kugelgelagerte Servos mit Metallgetriebe eingbaut. Wohlbemerkt: Alles in Richtung Nase vor den Schwerpunkt verlagert - mit dem Ergebnis, dass ich jetzt alles wieder aus dem Nasenteil des Rumpfes herausreissen kann weil ich statt einem 2000mAh Akku jetzt einen 5000mAh einbauen muss um auf die Balance zu kommen.

Es regnet Bindfäden und ich kann nicht fliegen gehen :cry:
Ich glaube an Gauss und die Statistik: Nach soviel Pech kann es jetzt nur noch besser werden!

Aloha,
Peter

Airpainter98
19.09.2011, 05:14
Talkum = Apotheke

nicht immer vorrätig, aber die bestellen es und meistens kann es am nächsten tag abgeholt werden.
benutze ich als füllstoff in epoxy und parkettlack um die oberfläche sehr günstig zu füllern.
egal ob holz, stoff oder matte.
wenn du parkettlack als bindemittel nutzt, kannst du die mischung ein paar tage ziehen lassen, dann wird es etwas homogener.

dolphin
19.09.2011, 05:22
Talkum = Apotheke

nicht immer vorrätig, aber die bestellen es und meistens kann es am nächsten tag abgeholt werden.
benutze ich als füllstoff in epoxy und parkettlack um die oberfläche sehr günstig zu füllern.
egal ob holz, stoff oder matte.
wenn du parkettlack als bindemittel nutzt, kannst du die mischung ein paar tage ziehen lassen, dann wird es etwas homogener.

Vielen Dank Torti.
Hoffentlich nicht auch Apothekenpreise :)
cheers, Peter

Klaus Jakob
24.09.2011, 11:14
Hi Peter,

ich war eine Woche lang weg und antworte darum etwas verspätet.
Zu Punkt 7 meinen wir das gleiche, erreichen es aber auf unterschiedlichen Wegen. Vielleicht hatte ich dies ungeschickt ausgedrückt.

Nun etwas ausführlicher, was ich meine:
-ich schmiere reichlich Weißleim auf eine Seite
-das Gegenstück wird angelegt, um einen Abdruck zu erhalten
-Hohlstellen werden so aufgefüllt
-der Kleber beginnt allmählich in beide Holzteile einzudringen
-überschüssiger Kleber quillt an den Seiten hervor
-die Teile werden getrennt
-der Kleber wird nur an den Stellen abgezogen, wo er nicht hingehört
-und wieder zurück auf die Kontaktstellen gedrückt
-Teile zusammenfügen und trocknen lassen

Fazit: ich will Kleber in der Fuge zwischen den Teilen haben, (nicht zu sparsam), aber nicht daneben.

Polyestervlies kann man hier kaufen:
http://www.aeroplan-modelle.de/aeroplanneu050.htm
Es ist hier im Forum schon oft besprochen worden:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/224075-Polyester-Vlies-gesucht
In Wien kann man es auch bestellen, bei Modellbau Kirchert (http://www.kirchert.com/modellbau/)
Auch Seide macht Spaß:
http://www.aero-hg.de/2besp.htm

Manche Freiflieger verwenden auch Drachengewebe, im Gleitschirmsport heißt es Rip-Stop-Gewebe, weil es durch regelmäßige, etwas dickere Kreuz- und Querfäden gegen EInreißen gesichert ist.
Ein Arbeitskollege hat es schon verwendet, ich selber noch nicht. Frag mal hier nach:
http://webshop.chill-out.org/index.html

Beste Grüße
Klaus.

dolphin
26.09.2011, 20:30
Hi Peter,

snip...
Fazit: ich will Kleber in der Fuge zwischen den Teilen haben, (nicht zu sparsam), aber nicht daneben.
...snip
Klaus.

Hallo lieber Klaus,
zu 7) war doch klar :) das Du als alter Hase weiss wie es geht. ;)

kurzer Raport bzgl. A380 um es abzuschliessen.

Rumpf und LW ist holz-natur belassen mit Mehrschichtlakierung. Flächen zweifarbig foliert.
Unser Platz ist genau 200m. Aus der Hand gestartet musste ich ihn runter drücken um nicht drüber hinaus zu schiessen und im Acker zu landen...kurz gesagt, dass Ding hat fast eine negative Gleitzahl ;)
Spass beiseite - Mit dem Gummi abgeschossen (30m Gummi + 50m Schnur) und ich kann selbst ohne Thermik Minutenlang oben bleiben.
Mit Vario kann man locker 'ne halbe Stunde schaffen (ist mir schon zweimal gelungen). :D
Das macht wirklich Freude und ist richtiges fliegen. Kaum auszudenken was mit wirklich guter Thermik passiert oder gar am Hang bei leichtem Wind.
Die tollen Flugleistungen der Libelle A380 entschädigen mich etwas für den nicht ganz alltagstauglichen Aufbau der Flächen.

Nochmals großen Dank an alle hier im Forum für die tolle Unterstützung und die guten Tips.
Besonders an Dich lieber Klaus!
Es hat mich wieder zurück ins Bastler-Rennen gebracht, wobei die Erkenntnis, dass es noch wirkliche Holzwürmer gibt, die dem Badeschwamm-Kommerz die kalte Schulter zeigen, die schönste Erfahrung war.

PS: Miss Bavaria Rippen-Frästeilesatz von Karl liegt vor mir und FMT 7/2010 habe ich auch ergattert.
Sie wird den A380 warscheinlich nochmals in Sachen Gleitzahl toppen denn mit gerade einmal 550g (ein gutes Drittel vom A380) und 20cm mehr Spannweite (2,7m) und größerer Streckung erwarte ich geradezu das Unmögliche :D:D:D Gibt ja schon eine Diskussion hier im Forum dazu.

PS2: Talkum gabs doch sage und schreibe bei OBI!!! Man sucht nach einem Furniermesser und findet Talkum. Das wäre der letzte Ort gewesen an dem ich das gesucht hätte.
Ein Furniermesser habe ich aber immer noch nicht :(

Das Leben ist eines der schönsten,
Aloha,
Peter