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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welche ist die sichere oder bessere Startart: Startwagen oder Gummi bei 5 MeterSegler



Bruchvogel
30.09.2011, 14:46
Hallo,
ich hab mir eine ASK 21 mit 4,75 m und 12 KG Abfluggewicht bestellt. Klapptriebwerk kommt des preises wegen nicht in Frage. Der Antrieb kommt in die Schnauze. Bestückt wird die ASK mit 12 S.
Ich fliege meistens auf der gemähten Wiese. Ein nicht öffentlicher Teerweg steht auch noch zur Verfügung (wenn der Wind passt.)

Rasen habe ich natürlich keinen. Ich fliege meistens wenn die Landwirte ein Feld abgemäht haben. Aufstiegserlaubnis habe ich:p

Was meint Ihr dazu? Meine tendenz geht zu dem Startwagen.

Liege ich da richtig? Oder soll ich einen Gummi nehmen.

Danke!
Grüße
Werner

Thermike
30.09.2011, 15:37
Hallo, mit 12 S zieht das Ding mächtig, du hast dann bestimmt Probleme, den Vogel festzuhalten. Wenn du einen kleinen Hügel/ Hang hast, geht auch der Handstart, so habe ich es mit meinem 5 m Duo gemacht. Motor ein, langsamer Hochlauf und weg damit. Wenn der Antrieb voll zieht, kommst du nicht mehr zum Ausschalten, mit einer Hand keine Chance (aus eigener Erfahrung). Die Gummimethode, geht alleine auch nicht richtig sicher, hatte ich auch getestet. Mit einer Hand nicht zu spannen bzw. halten, mit zwei Händen und dann loslassen, muss alles stimmen.

Also: Startwagen und große Räder

Grüße, Michl

P.S: der gerade die Duoflächen einsaugt

JogDive
30.09.2011, 16:43
Seit Startwagen ca 200 unfallfreie
Starts

DieterK.
30.09.2011, 19:48
Hi Werner!

Eindeutig Startwagen, seit rund 4 Monaten starte ich damit meinen Excel 4004 vollkommen problemlos, bisher ca. 30 mal.

Grüssle
Didi

Jürgen N.
30.09.2011, 20:09
Liege ich da richtig? Oder soll ich einen Gummi nehmen.
Gummi ist manchmal wirklich empfehlenswert... ;) zumindest (nachfolge)kostensparend...;)
Aber nicht um so einen "Bomber" zu starten.
Ohne Auslösevorrichtung brauchst du einen "Bullen" als Helfer. Und auch "mit" ist alles etwas umständlich.
Ein Startwagen ist simpel und sicher. Was willst du mehr?
Gruss Jürgen

Trümmerhaufen
30.09.2011, 22:12
Hallo Werner,

ich nutze den Startwagen von Hr. Teichner für eine Alpina 4,9Kg und einen Vortex 6,8 kg.
Einmal ist die Alpina w/ einer Unebenheit (unser Platz war 2 Jahre nicht gewalzt worden) vom Startwagen gefallen. Da ich den Motor nicht schnell genug abgeschaltet habe, war er hin. Du solltest darauf achten, dass der Untergrund möglichst eben ist.

Gruss

Stefan

DieterK.
30.09.2011, 22:42
Hallo Werner,

ich nutze den Startwagen von Hr. Teichner für eine Alpina 4,9Kg und einen Vortex 6,8 kg.
Einmal ist die Alpina w/ einer Unebenheit (unser Platz war 2 Jahre nicht gewalzt worden) vom Startwagen gefallen. Da ich den Motor nicht schnell genug abgeschaltet habe, war er hin. Du solltest darauf achten, dass der Untergrund möglichst eben ist.

Gruss

Stefan


Ich starte generell von unserer Piste aus. Bei unebenem Gelände empfiehlt Herr Teichner ja die großen Räder. Mir war es auf Gras auch immer zu wacklig, da unser Platz leider auch inzwischen recht uneben geworden ist und ich einmal einen rechtzeitigen Startabbruch hatte, bevor u.U. doch Schlimmeres passsiert wäre. Auf der Piste ist es aber echt easy.

stevie_xx
01.10.2011, 09:59
Einmal ist die Alpina w/ einer Unebenheit (unser Platz war 2 Jahre nicht gewalzt worden) vom Startwagen gefallen.

Hallo Werner,

genau darum würde ich bei so einem schweren Flieger und den von dir beschriebenen Platzverhältnissen keinen Startwagen verwenden.
Wenn da nur eine Kleinigkeit schief geht hast du schnell einen Totalschaden.

Gummistart geht auch bei großen/schweren Seglern problemlos.
Ein Freund von mir hat seinen NIMBUS mit 10kg immer selbst gestartet (7m Megarubber Scale), das ist nicht gerade komfortabel aber es geht. Ich würde auf jeden Fall eine Ausklinkvorrichtung verwenden, das ist einfacher.

Erste Wahl hierbei sind die Megarubber Scale von EMC-Vega, Zubehör dazu gibts ebenfalls von EMC und auch von Flühs-Winden.
Hier gibt's einen Bericht über solches Startequipment: http://modellflug-praxis.de/redaktion/hochstarteinrichtung/index.html

Da würde ich kombinieren: Gummi von EMC - Startseil; Starthilfe und Ausklinkvorrichtung von Flühs.
Die Kombi benutze ich selbst.

Bei der Katapultmethode bist du nach 2-3 Metern sicher vom Boden weg und damit unabhängig von einer Startpiste.
Auch kannst du deinen Segler mit dieser Ausrüstung beim Hangflug problemlos starten.

Infos über Katapultstarts von großen Scale-Modellen per Gummiflitsche gibt's hier im Forum reichlich - einfach mal suchen & einlesen.


Gruß, Stefan

PS: ASK 21 mit 4,75m und 12 kg - wo hast du die bestellt, bei einem Betonwerk? ;)

loscho
01.10.2011, 10:29
Unser Platz ist leider etwas ruppig und hängt auch noch. Die Erfahrungen mit einem Startwagen waren deshalb nicht gut. Der Wagen sprang, das Modell rutschte. In diesem Fall haben wir mit einer Flitsche weit bessere Erfahrungen gemacht. Natürlich mit Ausklinkvorrichtung. Da startest Du auch vom Boden weg. Das Gewicht des Modells ist kein Problem - Du brauchst ja nur eine geringe Höhe um dann den Motor einzuschalten.

Gruß
Lothar

max1
01.10.2011, 14:15
http://www.youtube.com/watch?v=HWJMvObYDLc&feature=channel_video_title

Es gibt nichts einfacheres als einen Startwagen,
Hier ein Beispiel in zeitlupe aufgenommen auf einer ganz normalen Bauernwiese
wo regelmäßig der Bauer mit dem Traktor drüber fährt

Bruchvogel
01.10.2011, 19:38
Hallo an allle die Ihre Erfahrung mit dem Startwagen hier gepostet haben - Vielen Dank nochmal!

Ich werd doch wahrscheinlich zum Gummi übergehen!

Grüße
Werner

Regloh
02.10.2011, 08:54
Hallo,
habe auch einige Zeit die Gummiversion probiert.
Bin aber dann auch wegen des einfachen handlings zum Startwagen gekommen.

Für die Flitsche ein Tipp.
Aus dem Pferdebedarf kannst du dir einen Panikhaken besorgen.
Diesen an deine Flitsche bauen.Dann eine große Schlaufe an den Panikhaken. Als Auslösung ein Seil an den Haken basteln. Dieser Haken öffnet auch bei enormen Zug nur wenn du am Seil ziehst.
Der Gummi ist beim einhängen des Modells gespannt. Modell kann ganz einfach an einem Kurzen Seil eingehängt werden, dass nicht unter Spannung steht.
Fuß rein und ein kleiner Ruck und ab gehts.
Klappt super. Allerdings , wenns beim Gummi mal einhakt gibts meist Schrott.

Den Startwagen kannst du mit Seitenruder locker steuern, brauchst du nicht aufbauen und kostet viel weniger als der Gummi. Selbstbau ist super günstig. Du brauchst nur etwas Sperrholz und ein altes BobbyCar, besser gesagt dessen Räder, die sind nämlich schön groß.
Der Startwagen kann ruhig massiv gebaut sein, dann überschlägt er sich nicht so leicht und fliegt dir nicht ins Leitwerk (Das ist übrigens die einzige Gefahr beim Startwagen und nur dann, wenn er zu leicht ist und die Räder zu klein)

Gruss Holger

Jürgen N.
02.10.2011, 10:01
Bin aber dann auch wegen des einfachen handlings zum Startwagen gekommen.
Auch ich habe diese Erfahrung gemacht.
Zur Zeit der grenzwertigen NiCads und Bürstenfeuermotore war der Gummi dem Startwagen eindeutig überlegen.
Das änderte sich schlagartig mit Lipo und Brushless.
Das Bild wurde 2003 aufgenommen, der Antrieb wog über 1kg!
Heute "schupfe" ich diese MPX LS3 (ja, sie lebt immer noch) mit einem müden Lächeln in die Luft.
Der grundlegende "Fehler" des Flitschen-Systems ist, dass die ganze Start-Energie vom Gummi erbracht werden muss.
Mir ist kein solches System bekannt, wo der Motor sicher zum Start eingeschaltet werden kann.
Gruss Jürgen

PIK 20
02.10.2011, 11:43
Ich kann den Ausführungen von Holger nur zustimmen.

Meine Elektrosegler über 5-6kg starte ich immer nur vom Startwagen aus.
Diesen habe ich mit 4 Kinderwagenrädern ausgestattet, die ich aus dem Sperrmüll "gerettet" habe.
Langer Radstand sorgt für Spurtreue, Tragfläche ohne Anstellung auflegen, Gas geben, nicht ziehen, erst nach ausreichender sicherer Geschwindigkeit einen "Lupfer" mit dem Höhenruder und weg ist er.
Auf keinem Fall zu früh Höhenruder geben. Wenn das Modell auf dem Wagen etwas unruhig aufliegt, dann eher mit etwas Tiefe auf dem Wagen "halten".

Anbei Bilder davon mit meiner Elektro-PIK20. Das "Abhebebild" stammt von meiner 4.40m Kestrel, die schon im Fliegenhimmel ist.

Gruß Heinz

Knut
02.10.2011, 20:08
Hallo Werner,

bezüglich des Startwagens kann ich den anderen nur zustimmen. Bei entsprechender Motorleistung, und die hast Du, ist das eine sichere Sache.
Auf Piste ist es natürlich ideal, aber wer hat die schon. Auf unebenen Geländen geht meine Version auch gut. Das springt kein Segler frühzeitig raus. beim Start drücke ich, bei erreichen der Geschwindigkeit wird mutig und zügig gezogen. Das ist wichtig, nicht zu zögerlich ziehen.

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/46701-Die-etwas-andere-Startmethode-der-Startwagen?p=2484813#post2484813

letzte Seite

Tschüß
Knut

segelflieger-clemens
02.10.2011, 20:24
Hallo Werner,
ich kenne beide Startmethoden, ob Flitsche oder Startwagen. Wenn es richtig gemacht wird, kann man beides empfehlen. Bei den Flitschen habe ich schon Fehlstarts erlebt, wenn der Gegenwind zu gering war, da die Beschleunigung nicht gerade atemberaubend ist. Bei den vierrädrigen Startwagen ist mir bei holprigem Gelände schon aufgefallen, daß das Modell hochgeprellt wird, die Geschwindigkeit noch zu gering und meistens ist Bodenberührung mit Verlust der Latten das Endergebnis. Außerdem ist mir aufgefallen, daß viele Startwagen dem Segler zu wenig Anstellwinkel bieten. Bei guter Motorisierung zieht aber der Segler relativ schnell ins Wegsteigen ohne Strömungsabriss.
Ich habe selbst etwas anders augetüftelt. Ich mache von der Rumpfunterseite im Bereich Kabinenhaube ein Abformung mittels drei Lagen Kohlegewebe 280 g, so daß eine Wanne entsteht. Im Rumpfboden sind jeweils am Ende der Wanne zwei Löcher gebohrt(5mm) Zwei Schrauben mit 4,5 mm werden durch die Wanne gesteckt und verharzt. Dies macht Sinn, damit der Rumpf und die Wanne eine Einheit bilden. Ein Hartholzstück wird aufgeleimt und mit einer Stahlachse verbunden. 12 er Räder werden angebracht, so daß ein Art Zweibeinfahrwerk entsteht. Der Abstand zum Boden sollte also so hoch sein, daß der Frontpropeller mit mindestens 4 cm sich drehen kann. Das Fahrwerk steht circa 20 cm vor der Nasenleiste des Flügels. Der Rumpf ist dabei stärker angestellt, aber nicht so stark wie bei manchen Motormodellen mit Zweibeinfahrwerk.Angenehmer Nebeneffekt ist, daß der Segler einfach nicht auf die Nase geht. Bisher gelangen alle Bodenstarts mit erstaunlicher Spurtreue. Hat der Segler genug Geschwindigkeit, steigt er sauber aus der Wanne. Wichtig ist noch, dieses Hilfsfahrwerk mittels Bleiplatten etwas gewichtiger zu machen, damit eine bessere Bodenhaftung sich einfindet. .

DieterK.
02.10.2011, 21:09
Hallo an allle die Ihre Erfahrung mit dem Startwagen hier gepostet haben - Vielen Dank nochmal!

Ich werd doch wahrscheinlich zum Gummi übergehen!

Grüße
Werner

Sodelle, wir haben es ja mit dem Startwagen gut gemeint, Werner hat sich aber für die andere Variante entschieden und da wünsche ich ihm viel Glück und Erfolg! Vielleicht berichtet er ja mal aus der Praxis, wie es ihm damit ergangen ist, wenn es soweit ist.

Grüssle
Didi

migru
03.10.2011, 08:34
Hallo Clemens,

zeig doch mal ein paar Bilder von deiner Wanne.

segelflieger-clemens
03.10.2011, 08:57
Mache ich gerne, muß aber erst ein paar Fotos schießen. Wird ein bisschen brauchen. Ich bitte um Geduld

stevie_xx
03.10.2011, 09:18
...Bei den Flitschen habe ich schon Fehlstarts erlebt, wenn der Gegenwind zu gering war, da die Beschleunigung nicht gerade atemberaubend ist...

wenn man den Gummi zu schwach dimensioniert, dann ja.
Wenn man was mit Schmackes verwendet dann heißt es nicht umsonst Katapultstart.;)


Zurück zum Startwagen, ist sicher eine elegante Option wenn Untergrund und Platz passen.
Aber hat hier jemand tatsächlich Erfahrungen mit Modellen der Gewichtsklasse über 10kg und entsprechendet Flächenbelastung?
Was ich hier bisher gelesen habe waren es "nur" 4m-Kisten mit 6-7 Kilo.
Das ist eine ganze Hausnummer kleiner und auch beim Flitschenstart kann man das nicht über einen Kamm scheren. 6-8kg kann man hierbei noch locker ohne Ausklinkvorrichtung starten.


Gruß, Stefan

Jürgen N.
03.10.2011, 09:38
Stefan,
ist doch alles nur eine Frage der Dimensionierung.
Ein Startwagen ist doch nur ein Ersatz für ein (Einzieh)Fahrwerk. Warum sollte da etwas anders sein?
Richtig dimensioniert, könnte auch ein "richtiger" Segler so starten.
Macht man aber nicht, schliesslich hat man dort ein EZF.
Selbst startende Segler sind ja wieder im Kommen.
"Ganz früher" hatten sie ja sogar "Abwerf-Fahrwerk".
Gruss Jürgen

stevie_xx
03.10.2011, 10:07
Hallo Jürgen,

ich frage ganz gezielt nach Erfahrungen mit Modellen dieser Größenordnung, weil ich sowas bisher schlichtweg noch nicht gesehen habe. Du auch nicht, richtig?

Einziehfahrwerk und Startwagen sind definitiv nicht das gleiche.
Das habe ich schon bei diversen missglückten F-Schlepp-Versuchen und Motorstartversuchen erlebt.
Bei kleinen Modellen kann ich mir vorstellen das ein Startwagen Vorteile hat wegen der Möglichkeit größere Räder zu verwenden, aber Kisten mit 5m und über 10kg? :confused:
Das ist ein ganz anders Kaliber und auf Grund der höheren Flächenbelastung ist auch die Abhebegeschwindigkeit deutlich höher.
Bisher hat hier keiner etwas Konkretes dazu geschrieben. Leider, denn mich würde sehr interessieren ob & wie das funktioniert.


Gruß, Stefan

Knut
03.10.2011, 10:55
Hallo Stefan,

hier z.B., erster Beitrag. Hier handelt es sich um eine 5m Lunak, mit locker über 10 Kg.
Ich kann Jürgen nur beipflichten. Egal wie groß und schwer der Segler ist, die Antriebsleistung muss passen. Und natürlich muss der Wagen dementsprechend ausgelegt sein.
Mit der 5m Lunak gehe ich auch noch schwanger und die wird dann auf jeden Fall wie meine Kleine ausgelegt und bekommt einen eigenen Startwagen.

http://www.rcgroups.com/forums/showthread.php?t=389822

Tschüß
Knut

Trümmerhaufen
03.10.2011, 11:55
Hallo Stefan,

ich besitze einen kleinen und einen grossen Startwagen von Hr. Teichner.

Vor dem Kauf des kleinen Startwagens hat Hr. Teichner mir ein Video zugesandt, das den Start eines 6m Seglers zeigte. Ging problemlos. Frag Teichner nach Referenzen.

Meine Erfahrungen sind:
- ebene Startpiste
- kräftiger Antrieb, besonders bei Windstille. Mein Vortex wiegt 6,8kg und der grosse Startwagen 5,2 kg, in Summe 12kg (die Räder wiegen 2,9kg und haben keine Kugellager, was bei sehr schweren Modellen ein Thema sein könnte). Mein Antrieb leistet ca 1.500 W mit 20x13. Ich werde evtl. auf eine 23x12 umsteigen, dann leistet der Antrieb ca 1700 W. was bei Winstille von Vorteil sein dürfte.
- Je schwerer das Modell ist, umso satter liegt die gesamte Fuhre.

Gruss

Stefan Zimmer

hugenotte
03.10.2011, 12:38
Hallo Leute,

Habe gestern mit viel Bammel, jedoch im nach hinein voellig unbegruendet meine ueber
10 kg schwere Yoshida extrem problemlos und sicher mittels Teichner Startwagen
Bei uns am Platz (rasenflaeche mit etlichen kleineren Bodenwellen) gestartet.

Der Segler ist mit einer Strecker Reisenauer Combi ausgestattet, Prop 23/12 und das
Ganze mit 10 S, 5000 er befeuert.

Kann diese Startmethode nur waermstens ans Herz legen.

Segler auflegen, ausrichten, langsam hochregeln und einmal kurz anlupfen, schon hebt
Er ab.
Das ganze waren vielleicht 10 - 13 Meter Rollstrecke.

Gruesse

Christian:)

Robinhood
03.10.2011, 17:43
Hi,
mit Interesse verfolge ich die Diskussion hier. Mein neuer Duo Discus mit 5,33m SPW wiegt mit Klapptriebwerk ca. 14,5 kg. Der Segler hat Einziehfahrwerk und von der Leistung her bodenstartfähig.

Auf der Klapptriebwerksmesse in Herrieden habe ich viele Bodenstarts gesehen, z.T. mit Seitenwind (auf meinem Platz eher die Regel als die Ausnahme). Da waren schon haarsträubende Stunts mit dabei. Wohlgemerkt, das waren alles sehr gute und Spitzenpiloten von Werksteams und die hatten dort eine Betopiste. Also kommt die Methode für mich nicht in Frage.

Grundsätzlich würde mich interessieren, wie die Sache aussieht, wenn ein Großsegler mit Klapptriebwerk von so einem Wagen startet. Das ausgefahrene KTW erzeugt ja theoretisch ein gewisses Drehmoment um die Querachse (Nicken nach vorne). Könnte der Flieger dadurch beim Startvorgang schon auf dem Wagen auf die Nase gehen? Das wäre nämlich unangenehm.

Oder: Könnte bei der Flitschenmethode denn der Motor schon laufen, weil die Luftschraube ja nicht in Bodennähe ist? Oder würde das evtl. ganz andere Effekte haben?

Hat jemand Erfahrung mit schweren Seglern und Klapptriebwerk mit einer oder beiden Startmethoden Bungee/Startwagen?

Gruß,
Robin

Knut
03.10.2011, 18:18
Hallo Robin,

Beim Teichnerwagen könnte Dir das schon passieren, dass Dir der Segler die Nase recht weit nach unten nimmt. Dafür ist er wohl nicht vorgesehen. Bei meiner Konstruktion wird Dir das definitiv nicht passieren.
Bei Querwind mit dem Wagen starten ist immer ein unsicheres Spiel, bei beiden Varianten.
Dadurch das mein Segler im Prinzip "fest" mit dem Wagen verbunden ist lässt er sich in gewissen Grenzen recht gut in der Spur halten.
In deinem Fall ist sicher ein Gummi + laufender Motor, bzw. einschalten nach dem Abheben eine Überlegung Wert. 14,5 Kg wollen aber weggeschnipst werden.
Im Prinzip könntest Du Dir einen Wagen ähnlich wie meinen bauen, der muss aber bei weitem nicht so hoch sein. Mit schön breiter Spur. Das sollte funktionieren.
Wobei, Klapptriebwerk und Bodenstart damit, gehört irgendwie zusammen.

Tschüß
Knut

stevie_xx
03.10.2011, 18:18
Hi,
Hat jemand Erfahrung mit schweren Seglern und Klapptriebwerk mit einer oder beiden Startmethoden Bungee/Startwagen?


Genau um solche Erfahrungsberichte geht es mir auch.

Nochmal: ich bezweifle nicht das es funktioniert, nur hätte ich gerne Informationen aus erster Hand.
Der Link mit dem LUNAK ist sehr interessant, aber leider hat wohl keiner von uns eine Aschenbahn als Startpiste zur Verfügung wie in den Videos.
Solange der Untergrund eben ist und man Platz hat ist der Startwagen sicherlich gut.

Aber im Zweifelsfall ist der Gummi dann(!) sicher die bessere Alternative - und im Gebirge fällt der Startwagen wohl komplett aus... :D
Link: http://www.youtube.com/watch?v=Dzrw7kXB0Vg
Ab 2:23 min wird's interessant.


Gruß, Stefan

Bruchvogel
03.10.2011, 21:11
Hallo,

das ganze ist doch schwieriger als ich dachte. Für den Gummi dachte ich an 2 Stränge von EMC Vega Bungeee für Großsegler mit Fußauslösung. Vor etwa 8 Jahren verwendete ich dieses System bei eine Alpina 4001 mit 4,40m und 6 KG und das ganze ging somit vom Boden in die Luft ohne Crash. Einen Startwagen hatte ich auch bei meiner Alpina 4000 zum Anschleppen mit der Elektromotormaschine. Dies ging dann von der Teerstraße weg - auch ohne Crahs.

Zur Zeit starte ich eine B4 mit 3,75 und 7 kg aus der Hand mit 1 Strang Gummi. Die Maschine sackt nach dem Loslassen ca. 50 cm durch und nimmt dann fahrt auf bis sich der Gummi löst.

Bei 11 KG und 4,75 aus der Hand wird dies wohl nicht mehr gehen:eek:

Wird es bei mir jetzt doch ein Startwagen- bin noch am überlegen. Ich frag mal Heinz Bert von EmC Vega was der dazu meint.

Als Antrieb nehme ich einen von Reisenauer mit Getriebe.
Was geht denn an Kapazität bei so einen Start verloren?

Sollte es doch ein Startwagen werden- wäre es super wenn mir jemand eine Schablone/Abessungen zur Verfügung stellt:)
Vielen Dank!
Ich werd auch weiterhin meine Erfahrung dazu posten.
Grüße
Werner

stevie_xx
03.10.2011, 21:46
Hi Werner,

lässt du die B4 einfach los oder wippst du das Gespann ein paar Mal nach oben und unten und lässt dann "oben" los?
Das funktioniert bei kleinen Modellen (bei mir momentan eine B4 mit 3,4kg) sehr gut, so haben die Flügel einen positiven Anstellwinkel und der Segler steigt sofort.

Meinen Salto mit 6,5kg habe ich einfach aufs Fahrwerk gestellt (positiver Anstellwinkel) und losgelassen.
Das war mit einem Strang Megarunner Scale(14mm) und Länge7m.
Zwei solcher Stränge V-förmig ausgelegt und gespannt sollten für deine ASK eigentlich reichen. Da würde ich mich von EMC beraten lassen.
Dazu Ausklinkvorrichtung, Starthilfe (Flächenhalter) und Startseile wie von Flühs. Benutze ich selber und funktioniert prima.

Noch ein Vorteil für die Flitsche, du musst in der Startphase nichts steuern Segler und Flitsche machen das von ganz alleine...:cool:


Gruß, Stefan

segelflieger-clemens
04.10.2011, 13:01
Bevor noch weitere Bedenken bezüglich der Größe und des Gewichts angemeldet werden. Also, ich habe nicht von 4 m mit Gewichten um 5 kg gesprochen. Ich statte z.b. eine ASW 15 mit 5,20 m und dem entsprechenden Gewicht mit der von mir besprochenen Bodenwanne und dem Zeibeinfahrwerk aus. Da ich ja versprochen habe, Fotos zu machen, werde ich auch dies baldigst hier einstellen. Lediglich 2 Starts von rund 80 mußten abgebrochen werden, da ich mit dem Seitenruder rumfuhrwerkte. Dies ist aber nicht notwendig, weil der Start immer sehr geradeaus geschieht. Mit 6 Zellen, einem Lehner mit Getriebe, hebt der Flieger nach rund 10 m von der holprigen Grasnarbe ab, bei Asphalt deutlich darunter. Um aber auch die Fraktion der 1:4 und 1:3,75 Modelle abzudecken. werde ich auch ein Foto meines Motorspatzen mit eben diesem Zusatzfahrwerk ablichten. bei dem dies ebenso problemlos verläuft. Aber egal, welche Methode man versucht, wichtig ist doch, daß der Vogel zum Fliegen kommt. Oder?

Bruchvogel
04.10.2011, 14:05
Hallo Stefan,

den Gummi spanne ich - eine Hand ist am Flügel und eine am Rumpf und dann lasse ich los ohne etwas zu tun. Der Segler sackt ein wenig (ca. halben Meter) durch bis er die fahrt aufgenommen hat . Das liegt wohl auch an der großen Flächentiefe (84 dm mit Leitwerk).

Grüße
Werner

Robinhood
04.10.2011, 16:23
Hallo Bruchvogel,

probier doch mal folgende Methode, da bekommst Du auch viel mehr Spannung auf den Gummi:

Den Flieger am Rumpf vor dem Seitenleitwerk umgreifen und ziiiiiiiiiiiiiiehen, durch Auf- und Abbewegung des Armes den Flieger in Schwingung versetzen und beim oberen Punkt loslassen. Wenn der Gummi genügend Zugkraft hat, geht der Flieger ab wie Schmitts Katze.

Auf die Fotos der Bodenwanne von Clemens bin ich sehr gespannt! Warum hast Du Kohlegewebe genommen? Würde Glasmatte nicht auch reichen?

Auf dem Fiss-Video wird ein Klapptriebwerkler per Flitsche und mit laufendem Motor gestartet, was problemlos aussieht. Ich denke, das hat meine Fragen schon beantwortet.

Gruß,
Robin

stevie_xx
04.10.2011, 19:30
Sag ich doch Auf- und Abwippen...;)

Hier ein paar Videos die ich gefunden habe auf denen man ganz gut sieht wie's gemeint ist:




http://www.youtube.com/watch?v=O58P_bh-b3Q

Anleitung zum Videoeinstellen! (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/242160-Video-wie-ein-Foto-ins-Posting-integrieren!)


Hier ab 6:18 min:
http://www.airmix.de/modellbau-223932-cirrus-auf-der-tannenalm.html

Die Wipperei "fühlt" sich beim ersten Mal zwar komisch an aber es funktioniert einwandfrei. Du solltest dabei eine Zugkraft am Gummi haben die in etwa dem dreifachen Modellgewicht entspricht.
Seil einhängen, Segler am Heck nehmen und so den Gummi spannen geht am einfachsten.

Gruß, Stefan

Robinhood
04.10.2011, 22:39
Sag ich doch Auf- und Abwippen...;)

Sorry, hatte Deinen früheren Beitrag irgendwie überlesen, wo Du die Methode bereits empfiehlst. ;)

stevie_xx
04.10.2011, 23:34
Hi Robin,

auf einer vernünftigen Piste und mit Gegenwind auf die Nase(wichtig!!) kriegst du den DOU auch so in die Luft.
By the way, ich glaube den kenn' ich... ;)

Einfacher und absolut sicher mit Flitsche - die muss nur ausreichend Dampf haben.
Such mal hier im Forum nach Postings der Users "HBE", er hat einiges über den Start von solchen Kisten geschrieben.
Das dürfte Heinz-Bernd Einck der Inhaber von EMC-Vega sein.


Gruß, Stefan

Ron Dep
05.10.2011, 06:57
http://www.youtube.com/watch?v=HWJMvObYDLc&feature=channel_video_title

Es gibt nichts einfacheres als einen Startwagen

Ist der Startwagen dann den ganzen Berg runtergerollt? :)

max1
05.10.2011, 08:22
Nein, das Ding ist ziemlich leicht, und bleibt ohne Schub bald mal stehen, speziell wo das Gras nicht so kurz ist wie am Platz.