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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Antikmodell "Strolch" nach Helmut Kirschke vergrößert Spw. 3,6m



Oliver.Prinz
25.10.2011, 17:26
Eigentlich bin ich im Internet über den Strolch von Helmut Kirschke gestolpert. Denn ich wollte schon lange einmal
den Antikmodellbau-Baustil erlernen und umsetzen. Der von Aeornaut angebotenen Baukasten war schnell gekauft.
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Mein lieber Freund Heinrich Düllberg hat mich aber letztendlich dann dazugebracht, diesen schönen Antiken doch
gleich etwas größer zu bauen. Und so landete der Bausatz im Schrank und dafür habe ich mich ans Zeichnen gemacht,
um den Plan zu verdoppeln. Erste Hochrechnung ergibt dann eine zu erwartende Spannweite um die 3,6m :rolleyes:

Viele Stunden sind mittlerweile mit Zeichnen vergangen. Denn es genügt nicht, nur das Ganze einfach hochzuvergrößern.
Schnell merkt man, dass sich in dem Originalplan kleine Zeichenungenauigkeiten eingeschlichen haben, die sich mit dem
Verdoppeln dann ebenfalls unschön vergrößern. Also habe ich viele Bauteile umgezeichnet, angepasst und es mussten
ja auch einige weitere Bauteile hinzugefügt werden, sonst wären z.B. die Rippenabstände viel zu groß.

Diese Mühe und diese dadurch geschaffene Präzision "schreit" ja förmlich danach ebenso präzise die Bauteile herzustellen.
Also ... es wird CNC-gefräst :D
An dieser Stelle möchte ich auf Ralph Spohrs http://spohrs.net aufmerksam machen. Ein prima Bursche, der schnell, gut
und auch noch bezahlbar solche Teile fräst.

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Eine knappe Woche später nach Versenden der Zeichen-/Fräsdaten kamen die 13 Speerholzplatten auch schon wieder
bei mir an. Welch Freude, wenn alles so schön zusammenpasst :cool:

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Tucanova
25.10.2011, 18:55
Hallo Oliver,
tolle Arbeit! Wenns dann an den Bau geht, lesen wir alle im Forum gerne die laufenden Berichte. :) Und wenn das Werk vollendet ist, sind wir (sag ich jetzt mal für alle ohne gefragt zu haben) am Erfahrungsbericht über den Erstflug (und weitere erfolgreiche Starts) immer stark interessiert.
Das wird ja ein riesen Teil mit 3,6 m - ein Thermikschleicher erster Güte! :D
Lass uns teilhaben an Deinem Projekt!
Karl-Heinz

guckux
26.10.2011, 00:01
Guckux Oliver

ich warte jetzt auch schon angespannt auf Deine nächsten postings.
und freue mich für Dich schon auf die Fertigstellung! ;)

Nuri-Klaus
26.10.2011, 14:57
Super idee

Nur wegen der Dimensionierung der Holmgurte hätte ich Sorgen, die erscheinen mir für einen 3,6m-Flieger etwas schwächlich.......

Oliver.Prinz
26.10.2011, 16:52
Hey, das freut mich sehr, wenn da doch so viele Mitleser sind. Das wird mich anspornen, weiter zu berichten :)

Noch eines vorab:
Mein lieber Baufreund Heinrich Düllberg hat schon etliche wunderschöne Antikflieger gebaut. Egal ob 1:1 oder 2:1.
Von ihm stammen fast alle vergrößerten Dimensionen. Denn er kann mit Erfahrung glänzen, die seinesgleichen sucht.
Lieber Heinrich, vielen lieben Dank für Deine unermüdliche und geduldige Unterstützung. Immer wieder schön, solch
einem Holzbaumeister zuzuhören.

Jetzt aber los...

Die Rumpfholme sind zwei 5x20 Kiefernleisten. Sie habe ich aus jeweils drei Meterlingen zusammengeschäftet. Denn der
Rumpf hat eine stattliche Länge von um die 2,25m (je nach dem, wie das Leitwerk dann später ausfällt).
Die Rippen werden kopfüber verklebt.

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In der Zeichnung lassen sich 5x20 Leisten wunderbar "verbiegen", auf dem Baubrett sieht das dann doch nochmal
anders aus. So muss ich leider 5 Spanten korrigieren, um eine schöne und nicht zu stark vorgespannte Biegung
zu erzeugen.

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Günti
26.10.2011, 17:47
Hallo Oliver,
das ist Balsam für meine Augen.
Gruß
Günti :)

Langenohl
26.10.2011, 20:35
Mein lieber Baufreund Heinrich Düllberg hat schon etliche wunderschöne Antikflieger gebaut. Egal ob 1:1 oder 2:1.
Von ihm stammen fast alle vergrößerten Dimensionen. Denn er kann mit Erfahrung glänzen, die seinesgleichen sucht.
Lieber Heinrich, vielen lieben Dank für Deine unermüdliche und geduldige Unterstützung. Immer wieder schön, solch
einem Holzbaumeister zuzuhören.


Ja, Hein ist der große Multiplikator des AMD. :)

Grüß Ihn bitte herzlich von mir, wenn Du ihn wieder triffst.

Oliver.Prinz
27.10.2011, 19:13
Zeichnerisch ließ sich natürlich auch ein schön geschwungender Landeholm erstellen.
Diesen habe ich aus drei 3mm-Pappelsperrholzstücken zusammen gesetzt, die aber
nochmals an verschiedenen Stellen geteilt sind. Ansonsten hätte es Teile über einen
Meter lang zu fräsen gegeben. Das ist unnötig.

Ich konnte es nicht lassen, den zusammenlaminierten Holm nicht schon einmal auf
die Spanten zu stecken. Passt :cool:

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Nuri-Klaus
28.10.2011, 08:31
Zeichnerisch ließ sich natürlich auch ein schön geschwungender Landeholm erstellen.
Diesen habe ich aus drei 3mm-Pappelsperrholzstücken zusammen gesetzt, die aber
nochmals an verschiedenen Stellen geteilt sind. Ansonsten hätte es Teile über einen
Meter lang zu fräsen gegeben. Das ist unnötig.

Ich konnte es nicht lassen, den zusammenlaminierten Holm nicht schon einmal auf
die Spanten zu stecken. Passt :cool:

719129 719128


Ganz schön viel umbaute Luft;) wenn mann den Messschieber daneben liegen sieht..............Wie schwer is den das ganze Holzzeug so etwa?

Oliver.Prinz
28.10.2011, 08:48
Hallo Klaus,

Noch muss der schon begonnene Rumpf auf dem Baubrett bleiben. Kann ihn also noch nicht wiegen.
Sobald er "eigenstabil" ist, mache ich mal eine erste Gewichtsmessung von ihm und dem Holz, das noch
so in etwa verbaut werden soll.

Bis bald,
Oliver.

Merlin 158
30.10.2011, 10:15
Servus Oliver,
schön wieder von Dir einen Baubericht lesen zu dürfen.
Hab bei deinem "Miss"-Baubericht viel gelernt, danke!

schöne Grüße vom Chiemsee
Alfred

Frankensteiner
30.10.2011, 13:46
Hallo Klaus,


Super idee

Nur wegen der Dimensionierung der Holmgurte hätte ich Sorgen, die erscheinen mir für einen 3,6m-Flieger etwas schwächlich.......


... ja, das war auch mein erster Gedanke, aber offenbar hat Oliver ja eine Zauberformel gefunden.

Ciao
Klaus

Oliver.Prinz
31.10.2011, 18:35
Nachdem ich gezwungenermaßen eine Weiter-Baupause hatte -musste ja noch 5 neue Spanten besorgen-
habe ich die Zeit genutzt und ein Ablage- oder auch Baugestell gebaut. Das wünschte ich mir schon bei
meinem letzten Bauprojekt, bei dem der Flieger immer in irgendwelchen "Hilfskonstruktionen" mehr schlecht
als recht zu fixieren war. Doch das sollte dieses Mal anders sein :D


Zuerst einmal ein paar Umrisse aus der Zeichnung auf's Papier und dann ins Holz gebracht.

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Dann ein erstes "Probeliegen"

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Die beiden Holzspanten habe ich im Grundbrett mit Buchendübel verstifet.
Meine liebe Frau war so fleisig und hat mittels Beize und Parkettversiegelung dem "Holz-Fuß" seine schöne
Erscheinung vermacht. Noch etwas weicher Filz und fertig :cool:

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Oliver.Prinz
31.10.2011, 18:41
Heute sind auch die fünf veränderten Spanten des Rumpfes bei mir schon angekommen.

Vielen lieben Dank an Ralph Spohrs, der sich gleich wieder ins Zeug gelegt hatte und
seine Fräse erneut auf Touren gebracht hat. So stelle ich mir eine Zusammenarbeit mit
einem "Fräs-Service" vor. Toll ! Weiter so !
Kann ihn nur weiterempfehlen (Link steht ja ganz oben).


Nun hat mich doch Klaus gefragt, welches Zielgewicht ich anstrebe. So habe ich auch noch meinen
Vereinkollegen Emil.Diez gefragt. Er meinte, ich solle so unter 2kg bleiben. Das will ich ja gerne versuchen :confused:
Der Rumpf jedenfalls wiegt bisher 620g.
Ist das gut? Da fehlt mir jegliche Erfahrung.

Nun denn. Weiter geht's ;)

guckux
31.10.2011, 20:44
Guckux Oliver


Der Rumpf jedenfalls wiegt bisher 620g.

Davon habe ich keinerlei Ahnung - da müssen die ollen äh, alten Holzwürmer sich dazu äußern.

Aber den Rumpfrohbau in dem schönen Ständer (Kompliment an die Frau, meine käme nie auf solche Ideen...) mannoman, das wird ja schon riesig - imposanter Eindruck!

Oliver.Prinz
01.11.2011, 20:53
Das schön geformte Seitenleitwerk bzw. das Ruder davon soll aus Kiefernholzleisten hergestellt werden.
Doch diese Leisten gilt es für's Biegen vorher einzuweichen.

Durch Zufall bin ich auf dem Speicher auf ein herumliegendes Kunststoffrohr gestoßen. Eines, was für's
Verlegen/Führen von Elektrokabeln üblicherweise hergenommen wird. Und das taugt ja hervorragend für
mein Vorhaben.
Also kurzerhand einen alten Korken zum Verschließen etwas angefeilt und auf's Rohr geschoben, Wasser
und Leisten rein und dann noch ein kleines Vierkantstück, damit die zu wässernden Leisten auch unter
Wasser bleiben. Funktioniert einwandfrei ;)

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Oliver.Prinz
01.11.2011, 21:13
Üblicherweise wurden ja solche Endleisten an Rudern gerne aus 3x7 Kiefernleisten gebogen,
die vorher entweder mit einem scharfen Messer längs mehrmals eingeschnitten oder mit der
Laubsäge eingesägt wurden. Sonst wäre eine solche Leiste kaum rund zu biegen gewesen.

Auch ich habe dies ausprobiert, doch mit mäßigem Erfolg. Das Messer will zu gerne den harten
Holzfasern folgen und dies führt zu ziemlich unsauberen Schnitten. Mit der Laufsäge ist's nicht
viel besser, zumindest bei mir.
Deswegen habe ich mich entschlossen die gebogene Endleiste aus mehreren 3x3 Kiefernleisten
zu formen. Dafür mussten diese aber für 2 Tage ins Wasser (s. oben).


Zu allererst habe ich ein "Nagelbrett aufgestellt". Dort, wo später die Leisten hingebogen werden,
ist noch übliche Frischhaltefolie ausgelegt. Dann wird der darunterliegende Plan nicht auch noch
unfreiwillig gewässert und auch ein späteres Verkleben findet zwischen den Leisten und nicht
zwischen Leisten und Papier statt.
Damit sich die nasse Leiste leichter um die Kurven legt, kann man diese schon einmal mit den
Fingern/Händen leicht vorbiegen, bevor sie auf's Nagelbrett gelegt wird. Man spürt sehr gut, wenn
man an die Biegegrenze stößt.

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Nach einigen Stunden des Trocknens kommt die zweite gewässerte 3x3 Kiefernleiste an die Reihe.
Sie wird einfach "hinter" die erste gelegt. Auch hier schon einmal im Vorfeld "freihändig" vorformen.
Jetzt noch gut durchtrocknen lassen (1 Tag).

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Oliver.Prinz
04.11.2011, 17:32
Für die Seitenleitwerksholme der Dämpfungsfläche habe ich zwei 5x5 Kiefernleisten genommen,
für die Nasenleiste eine 3x8 und der Holm des Ruders ist ebenfalls eine 5x5 Leite.

Jetzt werden die Rippen der Dämpfungsfläche sauber senkrecht eingeklebt. Die beiden Holme laufen
leicht schräg noch oben, was in den Rippen schon vorgesehen ist (Fräsnut).


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Danach wird die Nasenleiste eingekerbt und ebenfalls mit den Rippen verklebt.

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Das Ruder hat nur einen Holm, auf dem ebenfalls die Rippen senkrecht aufgeklebt werden.

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Ein erster Zusammenbau :)

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Oliver.Prinz
04.11.2011, 18:00
Die vorgefrästen Ruderrippen haben alle einen "fluchtenden Drehpunkt". Dieser liegt hinter dem
Ruderholm, was eine Unterbrechung dieses Holms notwendig macht. Die Unterbrechung muss
mit den Ruderscharnieren wieder aufgefangen werden.
Vielleicht eine nicht technisch schöne Konstruktion, dafür aber eine schöne, wie man später
bei der Vollendung sehen kann.
Nun ja :(

Das Scharnier besteht aus 1mm dicken GFK-Plättchen, insg. 3 Stück, die von einem "Sperrholz-
Käfig umrandet werden. Dieser "Käfig" wird direkt mit der Rippe verklebt.

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Rippe, GFK-Plättchen und Käfig werden noch mit Hilfe mehrerer Zahnstocher miteinander verstiftet.
Zuerst vorbohren, dann mit einer konischen Nadelfeile das Loch vergrößern (konisch) und letztlich
das ebenfalls konische Zahnstocherende mit allem verkleben.

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Noch etwas verschleifen.

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Beim Gegenstück wird's etwas aufwendiger. Auch hier wird ein kleiner Käfig auf die Rippe geklebt. Ein Zwischen-
stück Flugzeugsperrholz beschränkt den späteren Ruderweg/-ausschlag. Dieses Zwischenstück ist nur gering-
fügig dicker als GFK-Plättchen.

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Die Einzelteile miteinander verklebt und schon sind die Scharniere fertig.
Später wird ein 2mm Kunststoffstab die Drehpunktseele werden.

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Es bewegt sich :D

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Oliver.Prinz
04.11.2011, 18:18
Die beiden rundgebogenen 3x3 Kiefernleisten sind verklebt und miteinander deutlich formstabiler als einzeln.
Nun wird wieder "probegelegen" und die Endleiste in Position gelegt. Alles muss exakt ausgerichtet sind,
ansonsten schleicht sich ein Winkelfehler ein, der später das Ruder sich nicht mehr leicht bewegen lässt.

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Wie sich hier heraustellt, habe ich die Ruderrippen teilweise etwas zu kurzgemacht. So werde ich später
korrigieren müssen. Aber nur zusammenkleben kann ja jeder ... :D

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An den Holmenden und an einer Rippe wird zuerst einmal die Endleiste verklebt. Danach wird das Ruder hoch-
kantgestellt und die restlichen Rippen senkrecht verklebt. So erhält man ein "gerades Ruder".

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Und ??? :cool:

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Hans-Jürgen Fischer
04.11.2011, 18:23
tolles Projekt!

Gruß
Hans-Jürgen

Coole Sau
05.11.2011, 09:18
*sprachlos* :)

StephanB
05.11.2011, 10:18
723270 723271


Und ??? :cool:

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Fantastisch! :)
Stephan

Oliver.Prinz
09.11.2011, 21:28
Ein Teil des oberen Randbogens ist nicht sonderlich schön im Übergang zur geraden Nasenleiste.
Das muss korrigiert werden. Die Außenlinie lässt sich gut verfeilen, die Innenlinie aber nicht.
Hier ist ein Eck, das unschön aussieht.

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Am besten mittels eines Kurvenlineals die Rundung einzeichnen und ein passendes noch "eckiges"
Einsatzstück anfertigen und einkleben.

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Jetzt folgt feinfühliges Feilen/Schleifen, um einen wieder schönen Übergang zwischen Gerade
und Rundung zu schaffen.
Na? Das macht doch das Modellbauen aus :)

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Oliver.Prinz
09.11.2011, 21:49
Weiter geht's zum nächsten Leitwerk. Es spannt eine Meter :eek:
Nasen- und Endleiste sind 3x8, die Randbögen wie gehabt 2x gewässerte und verleimte 3x3 Kiefernleisten.
Zusätzlich laufen 2 3x5 hochkant Kiefernleisten als Holme, die später noch ausgefüllt und verkastet werden.

Doch zuerst einmal wieder Probeliegen und die Nasen-/Endleisten samt Randbögen anfertigen.

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Wenn man ein Lineal hat, das von der Mitte aus zu beiden Seiten nach außen "verläuft", dann ist dies eine wunder-
bare Hilfe, solch einen symmetrischen Flügel auch symmetrisch aufzubauen. Präzises Auflegen und Fixieren verhindert
ärgerliche Unstimmigkeiten am Ende, die nur mühsam korrigiert werden können.
Als Belohnung erhält man einen schönen Bogen (der allerdings auf dem Foto fürchterlich verzerrt aussieht, aber so
ist das nun 'mal mit der Perspektive, denn er ist wirklich symmetrisch).

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In meiner Zeichnung habe ich gleich Füßchen in die Rippen integriert. So stehen alle in der richtigen Höhe.
Die Nasenleiste wird etwas eingefeilt. Darin werden die Rippen eingesteckt und verklebt.

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Zum Abschluss noch ein Bildchen, wieder mit Perspektive :D

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Nun muss ich noch zwei Rippen händisch erstellen, denn an den Randbögen können gut noch links und
rechts welche hin, sonst ist der Abstand zwischen letzter bisheriger Rippe zum Bogen etwas zu groß.

guckux
09.11.2011, 22:29
Guckux Oliver


Hier ist ein Eck, das unschön aussieht.

Na? Das macht doch das Modellbauen aus :)

Seufz - mit ersterem wäre ich einfach zufrieden und glücklich - von dem 2teren - da muss ich noch viel träumen, falls ich jemals soweit gelange! ;)
Herzlichen Dank auch noch mit der "Wässerungstechnik". Auf solche Ideen käm ich gar nicht!

Oliver.Prinz
15.11.2011, 21:16
Wie schon erwähnt, ist der Abstand der bisher letzten Rippe zum Randbogen etwas zu weit.
Also muss hier noch eine neue, händisch herzustellende Rippe rein.

Genug Restholz vom Fräsen habe ich ja noch.
Also kurzerhand in der Zeichnung eine weitere Rippe dazu gezeichnet, ausgedruckt und dann
mit etwas Mühe samt Füßchen erschaffen.
Im Übrigen: Wenn man die Zeichnung mit einem doppelseitig leicht klebendem Klebestreifen
befestigt, kann man hinterher die Zeichnung wieder abziehen und hat eine schöne Rippe ohne
jegliche Papierreste.

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Jetzt kann wieder eingeklebt werden. Die Rippen sitzen somit da, wo sie hingehören.
Dank der Füße auch wunderbar exakt auf der richtigen Höhe.

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Der Doppelholm wird noch mit hartem, hochkantstehendem Balsa aufgefüllt. Eventuell verkaste
ich noch später. Muss ich noch sehen.

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Das soll vorerst einmal der Rohbau des Höhenleitwerks sein, aus dem später dann ein Pendelleitwerk wird.
Also ab in ein sicheres Eck.
Doch ich kann's nicht lassen: vorher noch ein kurzer Zusammenbau. Ist das nicht schön ;)

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Tack
17.11.2011, 21:17
Hey Oliver RESPEEEKT:D muss ich echt sagen, machst ne super Arbeit!
Gruß und weiter so
Ralph

fliegertom
18.11.2011, 18:54
Hej...Oliver....

Da freue ich mich ja schon richtig auf den Winter.....danke für den Baubericht! :)

Gruß

Tom

Oliver.Prinz
20.11.2011, 10:01
Nun geht's schon an die Flügel :)
Angedacht ist eine Doppelholm-Konstruktion.
Hauptholm: 2x 5x5 Kiefernleisten, mit Balsa ausgefüllt und verkastet
Hilfsholm: unten mit 3x5 (hochkant), oben 3x3, ebenfalls mit Balsa ausgefüllt und verkastet.
Leicht eingekerbte Nasenleiste 3x10, die mit Balsa (oder vielleicht Paulownia) oben+unten aufgedoppelt und verschliffen wird.
Endleiste von 2x8, ggf. ebenfalls aufgedoppelt.

Auf einem etwas dickeren und größeren Papierbogen (hier DIN-A0) habe ich fein säuberlich die Holme und Rippenposition aufgezeichnet.
Am besten ein 1m Stahllineal verwenden, das mit (wieder ablösbaren) Klebestreifen auf dem Papier am Wegrutschen gehindert wird
(ist echt eine Erleichterung, denn wie schnell verrutscht, gerade bei solchen langen Linien, ein Lineal!).

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Und dann geht's ans übliche Rippen einkleben.
Weil der Flügel gepfeilt verläuft, stehen die Rippen nicht im 90° Winkel zum Holm, sondern leicht "schräg". Das muss auch bei den
Holmaussparungen nachgefeilt werden.

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Die beiden letzten Rippen (in Richtung Rumpf) habe ich doppelt ausgeführt,
indem zwei gleiche Rippen miteinander verklebt wurden.

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Auffüllen der Rippenzwischenräume mit hartem, "stehendem" Balsa.
Verkasten kommt später.

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Die Kerben auf der Nasenleiste anzeichnen, einfeilen, komplett probe-stecken, ggf. korrigieren und letztendlich verkleben.
Tip: Lieber gleich einen Winkel nehmen. Denn "frei Schnauze" oder besser "frei Blick" wird's nichts Exaktes.

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passion
20.11.2011, 11:58
Hallo Servus Oliver

ein super Bericht den ich seit dem ersten Tag verfolge ->> klasse Arbeit !

was mich etwas wundert ist die Dimension vom Hauptholm - ist der nicht "etwas" schwach/klein ausgelegt ??

Gruß Olli

hastf1b
20.11.2011, 13:05
Hallo, auch mir scheint der Hauptholm etwas unterdimesioniert zu sein. Außerdem ist es bei einem Hauptholm immer besser einen rechteckigen Querschnitt zu wählen. Es soll ja möglichst ein "Kasten" entstehen deshalb würde ich 3x8 mm besser noch 3x10 mm vorschlagen erst dann kann man von einem Kasten sprechen der eine gewisse Torsionssteifigkeit bringt. Ich würde das noch einmal überdenken denn es wäre sehr schade um die viele Arbeit wenn es sich später herausstellt das der Holm zu schwach ausgelegt wurde. Es sei denn das noch eine Beplankung vorgesehen ist (0,4 mm Sperrholz, Balsa oder Karton) selbst dann wäre der Holm noch zu schwach. Bitte betrachte das nicht als Kritik sondern als gut gemeinten Rat.

Gruß Heinz

Oliver.Prinz
20.11.2011, 15:49
Hallo ihr alle,

Danke für die Mitteilung Eurer Bedenken.
Vielleicht habe ich mich aber auch nicht richtig mitgeteilt: Es sind zwei Holm-Konstruktionen. Der erste mit oben+unten 5x5 Kiefer auf ca. 1/3-Flächentiefe
und der zweite unten 3x5 + oben 3x3 auf 2/3 Flächentiefe. Beide mit Balsa ausgefüllt und verkastet.
Ich habe zusätzlich vor, die D-Box zuerst mit Papier und dann mit Vlies zu bespannen oder ev. mit 0,4er Sperrholz zu beplanken.
Meint ihr, es ist dennoch zu "schwach" :confused:

Ich werde mich nochmals intensiv mit meinem lieben Freund Heinrich darüber austauschen.

PS:
Bin immer dankbar, wenn mich jemand auf eine Bau-Sackgasse aufmerksam macht,
bevor's irgendwann im "Gebälk" kracht :eek:

hastf1b
20.11.2011, 16:22
Also irgendwie kann ich deinen Ausführungen nicht folgen. Wenn ich von unten stehendem Bild ausgehe ist nur ein Hauptholm (oben und unten 5x5 Kiefer) zu erkennen. Auf dem Bild des schon gebauten Mittelteilstücks in # 30 ist doch nur unten im hinteren Bereich des Profils eine Leiste zu sehen. Kommt da oben noch eine Leiste hin es sind ja keine Holmausschnitte zu sehen. Nur wenn zwei Leisten oben und unten vorhanden sind kann man verkasten. Bei der Gelegenheit noch in Tip die stärkere Leiste (die mit dem größeren Querschnitt) immer nach oben.
Selbst mit einer wie auch immer gearteten Beplankung wäre mir bei einer Spannweite von 3,60 m der Holm zu schwach.
Noch eine Frage wie ist denn die Befestigung der Tragfläche am Rumpf vorgesehen?

Gruß Heinz

Oliver.Prinz
20.11.2011, 16:44
Hallo Heinz,

Stimmt, in die "Roh-Rippen" ist noch kein oberer Hilfsholm einbaubar. Ich werde noch Löcher bohren, durch die dann der obere
Holm geschoben werden kann. Denn die Rippenoberseite ist ja schräg und würde auf einem senkrecht stehenden Holm eine Treppe
erzeugen, die später bei der Bespannung sichtbar würde.

Was für Holme würdest Du denn vorschlagen?

Bis bald,
Oliver.

hastf1b
20.11.2011, 17:10
Hallo Oliver, ich hatte doch in meinem Beitrag # 32 schon 3x8 mm - 3x10 mm Kiefer vorgeschlagen.
Wenn der obere Holm dem Profilverlauf angeglichen wird ist die "Schrägstellung" so minimal das der Leim das bei der Verkastung ausgleicht.

Heinz

(Wo bleiben die Spezialisten mit den Holmauslegungs Programmen?):)

Oliver.Prinz
20.11.2011, 18:46
Das Holm-Thema vertage ich erst einmal, denn ich möchte Euch in der Zwischenzeit von dem rechten "Ohr" berichten.

Auch hier geht's erst wieder ans Zeichnen. Dieses Mal aber mit Hilfe des PCs und einem Zeichenprogramm (mit dem ich
auch die Fräsdaten erzeugt habe).
Wieder gilt es die gerundete Endleiste erst einmal herzustellen. Diese ist bei mir aus 2x 3x3 Kiefernleisten. Auch wieder
2 Tage gewässert und einzeln "in Form gebracht".

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Anschließend werden Haupt- und Hilfsholme auf dem Papier festgesetzt, denn ich baue das Ohr eben auf. Die Nasenleiste
(eine 3x8 Kiefernleiste) muss genau auf der Höhe der Nasenleiste des Innenflügels verlaufen. Damit dies gewährleistet ist, habe
ich kleine Klötzchen untergelegt. Später wird man sehen, dass damit die Endleiste langsam vom Baubrettniveau auf das
Nasenleistenniveau hochläuft (vorgegeben durch die Rippenform).

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Wieder ist geduldiges Rippeneinkleben angesagt. Auch die Nasenleiste wird wieder eingekerbt und mit den Rippen verklebt.
Aber all das bringe ich jetzt nicht schon wieder. Das läuft "wie immer".
Viel interessanter ist das Einpassen der gerundeten Endleiste. Mit etwas Geduld fügt sie sich wunderbar an ihren Platz ein.
Und jetzt...aufgepasst: sie verläuft herrlich von unten bis hoch zur Nasenleiste.
Desweiteren habe ich auch wieder den Übergang von gerader Nasenleiste auf die gebogene Endleiste etwas abgemildert.

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Nun das verdiente (vorerst) Endergebnis :cool:

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Ortwin
20.11.2011, 19:09
Hallo Oliver, ich hatte doch in meinem Beitrag # 32 schon 3x8 mm - 3x10 mm Kiefer vorgeschlagen.
Wenn der obere Holm dem Profilverlauf angeglichen wird ist die "Schrägstellung" so minimal das der Leim das bei der Verkastung ausgleicht.

Heinz

(Wo bleiben die Spezialisten mit den Holmauslegungs Programmen?):)

Servus,

(meine Güte, schon wieder so ein exzellenter Baubericht) ;)

bin da kein Spezialist, aber "gefühlt" wären mir 3x10mm bei der Spannweite auch wesentlich lieber. Zum einen liegt dann mehr Kiefernholz an der Flächenaußenseite wo es hingehört, weiterhin wird es einfacher eine halbwegs harmonische Krafteinleitung zwischen Holm und Steckung zu realisieren.

Außerdem: Wie groß wäre das zu erwartende Mehrgewicht? Bei der Größe sicher nicht mal diskussionswürdig.

(Leider habe ich hier einen Kandidaten (Ur-Flamingo) liegen, bei dem ich zu sehr mit Material gegeizt habe. Die Quittung ist Flächenflattern, wenn es vom Speed her anfängt Spaß zu machen und was schlimmer ist, ein mulmiges Gefühl beim Ausstieg aus der Thermik. Dieser Flächensatz ist also quasi schon vor dem Bruch ein Fall für die Tonne.)

Gruß Ortwin, (der eigentlich eine Seidenbespannung erwartet hätte :D )

Oliver.Prinz
23.11.2011, 18:03
Möchte mich nur kurz zurückmelden. Auf meinem Baubrett geht's stetig weiter. Nämlich mit dem Aufbau der linken Flügelhälfte.
Da sich das Alles aber genau so abspielt wie der rechte Flügel, werde ich Euch alle damit nicht nochmals "versorgen" (langweilen).

Also bitte etwas Geduld, bis wirklich 'was Neues zu berichten ist :rolleyes:.

Bis demnächst,
Oliver.

Oliver.Prinz
29.11.2011, 20:04
Es hat etwas gedauert, aber vor Kurzem ist dann doch die Lieferung gekommen:
Die Rede ist von nicht all zu üblichem, leichtem Holz, dem Paulownia-Holz. Das Holz des Blauklockenbaums.
Dieses Holz besticht durch Leichtigkeit aber mit deutlich höherer Festigkeit gegenüber Balsa. Ein echter
Balsa-Ersatz (je nach Anwendungszweck).
Wer will, kann wunderbar hier (http://www.holzwurm-page.de/holzarten/vorwort.htm) stöbern und die verschiedenen Holzarten miteinander vergleichen.

Dieses Holz kommt gerade in die großen Baumärkte. Aber leider in nicht wirklich modellbau-typischen Abmessungen.
Meist als 18mm dicke Regalbretter.
Durch etwas Recherche konnte ich dennoch 8mm dicke Brettchen "in der Kampfsport-Ausrüstung" finden. Dort
werden Brettchen für's Zerkloppen verwendet. 10 Bretter ca. 200x320mm 8mm dick sind für plus/minus 12€ zu haben.
Na dann :D

Aber zurück.
Diese (Voll-)Holz habe ich für das "Aufdoppeln" der Endleisten vorgesehen. Und so konnte ich es nicht lassen,
einen ersten Versuch zu unternehmen. Also zuerst einmal eine Leiste zu-/abgeschnitten.

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Dann zwischen die Rippen einpassen und verkleben.

737871


Wie immer: Sauber ans Rippenprofil anpassen bzw verschleifen.

737872


Dieses Holz verarbeitet sich ähnlich wie sehr hartes Balsa. Es ist nur wenig fasrig und lässt sich
somit sehr gut mit einem Messer schneiden. Auch das Verschleifen mit verschiedenen Körnungen
fällt leicht. Obwohl ich noch nie mit einem Hobel gearbeitet habe (man staune :eek:) wird es
sicherlich gut damit zu bearbeiten sein, um schnell Teile abzutragen.
Tolle Sache. Daumen hoch.

Nebensache:
Wie komme ich auf " 's Paule-Holz " ??
Also ich ganz fasziniert meiner lieben Frau über den Flur zurief, das Paulownia-Holz sei gekommen,
hat sie nur "... 's Paule-Holz..." verstanden. Irgendwann später fragte sie dann, wie mir's mit der
Verarbeitung gegangen ist und verwendete diesen Begriff.
Seitdem heißt's bei uns: ... 's Paule-Holz :)

M.a.x.
29.11.2011, 20:36
Es hat etwas gedauert, aber vor Kurzem ist dann doch die Lieferung gekommen:
Die Rede ist von nicht all zu üblichem, leichtem Holz, dem Paulownia-Holz. Das Holz des Blauklockenbaums.
Dieses Holz besticht durch Leichtigkeit aber mit deutlich höherer Festigkeit gegenüber Balsa. Ein echter
Balsa-Ersatz (je nach Anwendungszweck).

Es hat noch eine weitere angenehme Eigenschaft.
Es neigt nicht zum Verzug. Die Bretter, die ich in den Händen hatte,
waren alle gerade. Schnell noch in der Werkstatt gewesen, 2x 20x120 cm
lehnt seit etwa 1 Jahr in der Ecke, immer noch gerade.

gruß Markus

pazzopilota
30.11.2011, 18:09
:rolleyes:
Das Holm-Thema vertage ich erst einmal, denn ich möchte Euch in der Zwischenzeit von dem rechten "Ohr" berichten.

Auch hier geht's erst wieder ans Zeichnen. Dieses Mal aber mit Hilfe des PCs und einem Zeichenprogramm (mit dem ich
auch die Fräsdaten erzeugt habe).
Wieder gilt es die gerundete Endleiste erst einmal herzustellen. Diese ist bei mir aus 2x 3x3 Kiefernleisten. Auch wieder
2 Tage gewässert und einzeln "in Form gebracht".

733214 733215 733216


Anschließend werden Haupt- und Hilfsholme auf dem Papier festgesetzt, denn ich baue das Ohr eben auf. Die Nasenleiste
(eine 3x8 Kiefernleiste) muss genau auf der Höhe der Nasenleiste des Innenflügels verlaufen. Damit dies gewährleistet ist, habe
ich kleine Klötzchen untergelegt. Später wird man sehen, dass damit die Endleiste langsam vom Baubrettniveau auf das
Nasenleistenniveau hochläuft (vorgegeben durch die Rippenform).

733222 733223


Wieder ist geduldiges Rippeneinkleben angesagt. Auch die Nasenleiste wird wieder eingekerbt und mit den Rippen verklebt.
Aber all das bringe ich jetzt nicht schon wieder. Das läuft "wie immer".
Viel interessanter ist das Einpassen der gerundeten Endleiste. Mit etwas Geduld fügt sie sich wunderbar an ihren Platz ein.
Und jetzt...aufgepasst: sie verläuft herrlich von unten bis hoch zur Nasenleiste.
Desweiteren habe ich auch wieder den Übergang von gerader Nasenleiste auf die gebogene Endleiste etwas abgemildert.

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Nun das verdiente (vorerst) Endergebnis :cool:

733245 733246


...SUPER!
Macht echt Spaß dein filigranes Werk im Entstehen zu beobachten - mach dir mal keine Sorgen der Festigkeit wegen - deine Verkastung reicht allemal, eine gute Bespannung erfüllt dann den "Rest" - bei der zu erwartenden geringen Flächenbelastung wird dein vergrößerter Oldie eh´ nur im "ambitionierten Schritttempo" vorwärts schleichen - hüte dich aber trotzdem vor Hängen mit "Hammerthermik" - wir hatten vor Jahrzehnten auch mal ein Großprojekt in Rippe (fast 6 m Spw.) - das Teil ließ sich ohne Bremse kaum noch landen, zudem hatten wir die Querruder wegen ihrer geringen Wirkung einfach "zugeklebt":D - bei auffrischendem Wind fingen die Flächen gleich einem Vogel an zu schwingen, machte trotzdem auch nur über Höhe/Seite steuern mächtig Spaß - kurz vorm Aufsetzen konnte man jedesmal wunderbar den "Bodeneffekt" beobachten, die V-Form vergrößerte sich beachtlich...
Andy ;)

hastf1b
30.11.2011, 19:32
Diese (Voll-)Holz habe ich für das "Aufdoppeln" der Endleisten vorgesehen. Und so konnte ich es nicht lassen,
einen ersten Versuch zu unternehmen. Also zuerst einmal eine Leiste zu-/abgeschnitten

Im Bild ist doch die Nasenleiste zu sehen oder sehe ich das falsch?

Gruß Heinz

Oliver.Prinz
01.12.2011, 06:44
Hallo Heinz,

Du hast natürlich völlig recht: zu sehen ist die Nasenleiste.
Vielleicht komme so wieder aus dieser "Nummer" 'raus, als dass die Nasenleiste ja auch ein Ende ist :D

Es werden also Nasen- und Endleisten mit dem Paulownia-Holz aufgedoppelt.

Hier noch ein weiteres Fortschrittsbild:

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Gast_46583
07.12.2011, 20:09
Großen Respekt Oliver !!
Tolle Arbeit + toller Bericht.

Mach weiter so ;-)

Tramp
21.12.2011, 23:37
Hallo Oliver,

Du arbeitest ja wirklich sauber!
Ein tolles Projekt.
Die Flügelholme sind etwas mager aber du baust ja sehr genau und wenn alles gut geleimt ist erwarte ich keine Probleme.
Natürlich ist dieser Strolch nicht für kunstflug ausgelegt.

Ich baue gerade einen HAST und mein Freund einen Original Strolch.
Der Baubericht ist Holländisch :D aber mit Bilder.

http://www.modelbouwforum.nl/forums/zweefvliegen/150583-zwei-antik-segler-13.html

Johannes

Oliver.Prinz
23.12.2011, 07:50
Nach doch so einigen Tagen/Wochen melde ich mich wieder zurück.
Ich war nicht untätig, sondern habe eine Bespanntechnik ausprobiert, die ich gerne bei diesem Giganten ausprobieren möchte.
Sicher ist: Es wird zuerst mit (Japan-)Papier und dann mit Organza-(Deko-)Stoff oder einer feinen Polyester-Gardine bespannt.
Das funktioniert im Versuch schon fantastisch. Nur ist mir die gesundheitliche Belastung mit Spannlack bei den zu erwartenden
großen Flächen viel zu groß. Hier muss ich mir noch 'was einfallen lassen, ob das nicht ganz ohne Spannlack geht oder zumindest
nur mit einem "schnellen" Anstrich.

Gestern habe ich dann doch wieder am Strolch weitergemacht:
Zuerst kamen die oberen Kiefernleisten (3x3) des Hilfsholms in die vier Flächenteile und anschließend wurde alles mit hartem
"stehendem" Balsa aufgefüllt. Faszinierend, wie ein solches Fachwerk mit richtig gesetztem Holz an erstaunlicher Steifigkeit
gewinnt :)

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Tramp
23.12.2011, 16:51
Hallo Oliver, ich habe noch einen vorschlag für die Flügelholm Verkastung.
Wichtig ist das der Flügel an der Wurzel steif ist und nach außen, richtung randbogen gleichmäßig weicher wird.
Das ist einfach zu machen durch die Verkastung nach außen hin dünner zu machen.
Ein Flügel der außen genauso stabil ist wie bei der Wurzel wird schneller zum flattern anfangen.

Johannes

Oliver.Prinz
12.01.2012, 18:25
Hätte nicht gedacht, dass mich diese vielen Verkastungen doch so ziemlich an die Grenze meines Baueifers
oder besser meines Durchhaltevermögens gebracht haben...
Doch nun ist's geschafft, alle notwendigen Verkastungen sind d'rin (bis auf die wenigen für die noch zu
bauenden Steckungen).

Möchte niemanden mit Verkastungen langweilen, aber dennoch ein paar Tips weitergeben.

Trotzdem ich versucht habe, sehr genau zu arbeiten, sind doch nicht alle Rippen exakt lotrecht und exakt
im genauen Abstand. Das macht es notwendig, die einzufügenden 0,6er Sperrholzstücke sehr genau anzu-
passen. Natürlich ist mir dabei immer mal wieder ein Stück aus der Hand gefallen und dann? Wo war jetzt
vorne und hinten, wo oben und unten?
Ein kleiner Punkt schafft Abhilfe. Ich habe ihn immer in Richtung Flügeloberseite und außen (logischerweise)
gesetzt. So wusste ich stets genau, wie 'rum das Stück zu halten bzw. einzupassen ist.

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Ebenso kann ich nur empfehlen die zu verklebende Sperrholzseite etwas aufzurauhen. So verklebt sie
deutlich besser, was der Steifigkeit nur guttut.

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Oliver.Prinz
12.01.2012, 18:48
Die gesamten Nasenleisten bzw. deren Kiefernleisten werden ja mit Paulownia-Holz oben
und unten aufgedoppelt (s.weiter oben). Das Gleiche braucht es natürlich auch auf den
schön geformten/gebogenen Randbögen der "Ohren".

Hier einmal ein paar Bilder, die für sich sprechen:

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Jetzt kommt die Feinarbeit mit dem Zuschleifen auf die Rundung der gebogenen Kiefernleiste:

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Danach wird die Rundung der Nasenleiste (entsprechend der Rippen) geschliffen:

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Die Aufdoppelung muss dann noch nach hinten abfallend verschliffen werden:

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Letztlich "alles Gerade noch verrunden"
(ich liebe diesen formgebenden Teil, ist's nicht schön :D)

758889

MichaelW
12.01.2012, 20:31
[QUOTE=Oliver.Prinz;2618197]Nur ist mir die gesundheitliche Belastung mit Spannlack bei den zu erwartenden
großen Flächen viel zu groß.

Atemschutz aus dem Baumarkt mit Gasfilter! Schade um den Gratis- Nitro- Rausch. Gruß M.758923

Oliver.Prinz
13.01.2012, 17:33
Eine Gasmaske ist sicherlich eine Möglichkeit, sich nicht ungeschützt den (Spannlack-)Lösemitteldämpfen
auszusetzen. Man muss aber bitte darauf achten, dass es nicht irgendein Filtersystem ist, sondern eines,
das für diese leicht flüchtigen Lösemittel geeignet ist.

Der im vorigen Bild zu sehende Filter A1 ist für Spannlackdämpfe NICHT AUSREICHEND.

Spannlack enthält leicht flüchtige Lösemittel mit einem Siedepunkt unterhalb 56°C.
Diese Dämpfe müssen mit einem AX-Filter ausgefiltert werden.

Viele verharmlosen die Wirkung dieser Dämpfe. Es geht hier nicht um einen "Rausch". Diese Lösemittel schädigen
leider viel schlimmer, weil sie sehr leicht durch die unsere Haut und auch durch das Einatmen in unseren Körper
eindringen können. Dort können sie unter Umständen dann Nerven angreifen und für ziemlich üble Schädigungen
sorgen. Manche reagieren darauf fast nicht, manche aber sehr sehr stark.

Also bitte lieber vorsorgen, als hinterher sich mit solchen gesundheitlichen Themen beschäftigen zu müssen.
Unser Hobby soll doch stets ein positives Bleiben.

In diesem Sinne :)

MichaelW
13.01.2012, 19:05
Vielen Dank für den Hinweis. So etwas weiß der Verkäufer im Baumarkt natürlich nicht. Früher ist man ja auch sorgloser mit dem Zeug umgegangen, ich seit mehr als 50 Jahren, allerdings natürlich nur als Hobby, und meine Leber und mein Gehirn (hoffentlich täusche ich mich da nicht) haben' zum Glück ausgehalten. Aber Du hast recht: die Leute reagieren sehr verschieden auf diese Gifte.

Typisch ist ja auch, daß man sich als Bastler gern die Hände mit Aceton oder Nitro säubert. Da kann man sich dieselben Probleme zuziehen. Aber was soll's: eine Kreissäge in der Hand eines Nicht-Fachmanns, der nicht schon als Lehrling entsprechend gedrillt wurde, ist auch gefährlich.

Gruß Michael

Oliver.Prinz
14.01.2012, 18:32
Zwar hat das heute den gesamten Tag gebraucht, doch ist diese gleich beschriebene Arbeit
eine vergleichsweise angenehm schnelle :)

Alle Endleisten (Mittelstück ü Ohren) wurden von mir mit 1,5mm hartem Balsa "oben" aufgedoppelt.

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Danach werden die überstehenden Balsastreifen mit der Kontur der Kiefern-Endleisten verschliffen.

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Und jetzt folgt feinfühliges Verschleifen. Zuerst etwas grober die Schräge (entlang der Rippen) anschleifen.
Dann -und jetzt muss man sehr langsam bzw. sorgfältig arbeiten- langsam und fein weiterschleifen,
bis man mit dem Schleifpapier die Rippen "berührt". Das gibt ein ganz eindeutiges Geräusch. Dann ist Schluss.
Schön, wenn dann die Rippen ganz sauber in die Aufdoppelung übergehen.
Geschafft !

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Tucanova
14.01.2012, 18:40
.... da bekommt das Wort filigran noch mal eine ganz neue Bedeutung! :) Respekt vor Deiner Ausdauer!
Karl-Heinz

Tramp
14.01.2012, 19:45
Oliver, das ist ja ein Augenschmaus!
Es freut mich wenn ich sehe das handwerkliches Geschick noch immer lebt.

Ich möchte gerne wissen warum du die Nasenleiste und Randbogen mit Paulownia-Holz hast aufgedoppelt und die Endleiste mit hartem Balsa.
Das interessiert mich!

Johannes

Oliver.Prinz
15.01.2012, 08:33
Hallo Johannes,

Am liebsten wäre ich dem "Paule-Holz" treu geblieben, auch für die Endleisten. Doch habe ich nur 8mm dickes und das war
mir viel zu aufwendig, um es auf 1,5mm zu trimmen. Deswegen hartes Balsa, das ich standardmäßig bei mir rumliegen habe.

Im Übrigen geht's rund um die Endleisten bald noch weiter. Das soll noch nicht alles gewesen sein.

Bis bald,
Oliver.

Oliver.Prinz
15.01.2012, 09:04
Sollte beim Landen einmal ein Flügelteil einen ungünstigen Schlag bekommen, weil er zum Beispiel "zu früh" den Boden berührt,
dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, die Rippenenden an den Endleisten werden zu stark beansprucht und brechen.
Hier ist die schwächste Stelle. Um dem entgegen zu wirken, müssen noch kleine Versteifungsdreiecke angebracht werden.
Doch die Rippen stehen ja nicht senkrecht zur Endleiste, was das Ganze scheinbar etwas schwieriger macht. Doch eben nur
scheinbar. Es lässt sich verblüffend einfach eine schöne Lösung finden.

Begonnen wird mit einer Leiste. In meinem Fall war diese 15mm breit:

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Nun die Schräge bzw. den Winkel auf einen Winkelmesser "übertragen". Diesen Winkel dann wiederum auf die Leiste übertragen:

759949 759950

759951 759952


Ich möchte ebenfalls 15mm lange Dreiecke bekommen. Also markieren und wieder den Winkel übertragen (etwas "Schneidzugabe"
mit berücksichtigen). So entstehen Parallelogramme (also keine Quadrate oder Rechtecke):

759953 759954 759955


Je nach dem, wie man jetzt diese Stücke diagonal durchtrennt (im Bild mit 1 und 2 markiert), bekommt man die passend winkligen Dreiecke
für die linke bzw. rechte Seite an der schrägen Rippe:

759956 759957


Man kann sich sogar entscheiden, den Faserverlauf entweder längs der Endleiste (rechts im Bild) oder längs der Rippe (links im Bild) verlaufen
zu lassen. Viele werden wohl entlang der Endleiste wählen.
Ich muss aber auch einmal ausprobieren, wieviel Aufwand es ist, wenn das Ganze um 45° gedreht wird. Das würde mir am besten gefallen.
Bin mir allerdings (noch) nicht sicher, ob das für die zu erwartenden Kräfte (z.B. schlechte Landung) gut/besser wäre.
Hat jemand da Erfahrung?


759958

Oliver.Prinz
15.01.2012, 12:14
So sieht das aus, wenn der Balsa-Faserverlauf um 45° "verdreht" ist.

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Ich vermute:
Teilstück.1 kann am besten auf Druck und Zug belastet werden, weil dort die Zug- und Druckkräfte
quasi stirnseitg auf die Fasern treffen.
Bei Teilstück.2 hingegen werden die Zugkräfte die Faser zu leicht aufspalten können, weil nur noch
die "Verbindungen" zwischen den Holzfasern Gegenkräfte aufbringen können. Bei Druckkräften erscheint
es mir unkritisch.

Werde mich sehr freuen, wenn ein "Faserverlauf-Experte" dazu bitte Stellung nimmt, welcher Faserverlauf
nun in diesem Anwendungsfall der beste ist.
Danke im Voraus :)

hastf1b
15.01.2012, 12:30
Hallo Oliver, so wie die Nr. 1 im letzten Bild ist es richtig.

Hatte die kleine Skizze schon vor deinem letzten Beitrag gemacht darum stelle ich sie auch ein obwohl eigentlich nicht mehr nötig.:)

Noch ein kleiner Tip, wenn du die untere Ecke wegnimmst erleichtert es das einkleben da sich meist eine kleine Leimmuffe in den Verbindungsecken befindet. Das tut der Stabilität keinen Abbruch im Gegenteil dann liegen die Ecken sauber an Rippe und Endleiste an.

Gruß Heinz

Oliver.Prinz
15.01.2012, 15:30
Hallo Heinz,

Danke für Deine schnelle Antwort.

Mir gefällt das, so wie Du es skizzierst hast, "belastungstechnisch" auch am besten.

Bei den weggenommenen Ecken kann ich Dir nur zustimmen.
Obwohl ich immer schon beim Verkleben aufpasse, keine ungewünschte "Leimspur" zu erhalten, gibt's immer
mal wieder ein wenig Leimrückstand, der spitzen Ecken im Weg ist und so ein sauberes Einkleben verhindert.
Deswegen fase ich solche Stellen/Ecken grundsätzlich an.

Oliver.

hastf1b
15.01.2012, 18:01
Noch ein kleiner Tip zum verkleben der Ecken, kann sein das du ihn kennst.
Ich nehme immer einen Plasticdeckel von einem Joghurt Becher und bedecke den mit einer "Lage" Weisleim 0,5 - 1,0 mm "dick".
Dann tauche ich die Ecken mit den beiden Seiten die Leim benötigen in den Weisleim. Der Vorteil ist das erstens der Leimauftrag gleichmäßig ist und zweitens wird kein Hölzchen oder Pinsel gebraucht. Man behält auch die Hände sauber da man die Ecken nach dem eintauchen direkt dort plazieren kann wo sie hingehören.

Gruß Heinz

Tramp
17.01.2012, 00:01
Oliver ich verstehe, du wolltest dem "Paule-Holz" treu bleiben aber praktisch gesehen hast du die richtige Entscheidung getroffen.

Als " (Holz)Faserverlauf-Experte" ;)kann ich sagen das Teilstück.1 die beste Entscheidung ist in diesem Anwendungsfall.

Es kann natürlich noch etwas besser weil das schwache Glied in der kette in diesem Anwendungsfall nicht das holz ist, aber die Hirnholz Leimflächen!
Also solche Verbindungskeile (Knotenverbindungen) machen wir aus (Balsa)Sperrholz.
Der Grund: Ganz gleich, wie der verlauf der äusseren Schicht ligt , ein Aufspalten ist weitgehend verhindert, da die Hälfte der Schichten in der andere Richtung liegt.

Johannes

Oliver.Prinz
04.02.2012, 17:57
Nun sind auch die vielen Eckchen d'rin.
Sowohl in den Innen- als auch Außenflächen und sogar im Seitenruder :)

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Oliver.Prinz
11.02.2012, 13:48
Nun kann es daran gehen, die Ohren im richtigen Winkel an die Mittelflächen anzupassen.
Mit etwas Sinus/Cosinus findet man auch die notwendigen Längen, wie zum Beispiel die
Höhe "an einer bestimmten Rippe".

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Damit ergibt sich auch die Schrägstellung der "letzten Ohrrippe", die ja noch nicht eingeklebt wurde.

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Damit diese Anschlussrippe auch wirklich exakt parallel zur Endrippe des Flächenmittelstücks sitzt
und man die überstehenden Holme nicht vorher kürzen muss, habe ich diese Ohrenrippe mit
gleichen Distanzstücken an der Mittelstückrippe ausgerichtet. Erst nach dem Abtrockenen werden
dann die überstehenden Holme (der Ohren) entfernt.

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Oliver.Prinz
11.02.2012, 14:12
Die Ohrenrippe sitzt, also kann's mit dem Flächenstahl weitergehen.
Es wird ein 1x10mm Stahl mit passender Messinghülse, als "Verlängerung" des Hauptholms.

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Nachdem die Position feststeht, wird zuerst die erste Beplankung der Verkastung eingeklebt.

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Alle notwendigen Füllstücke sind hergestellt.

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Bevor der Stahl nun eingeharzt wird, muss der Kasten auch dicht sein. Denn das dünnflüssige
Harz findet überall ein Loch. Deswegen habe ich die erste Beplankung mit Leim "abgedichtet".

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Dann alles für's Harzen vorbereiten.
Auch sich selbst: Handschuhe (!), griffbereite Küchenkreppstücke zum Entfernen von ungewollten Harzspuren.
Mir haben an dieser Stelle 2g Harz gereicht. Noch dazu 24h-Harz, weil ich lieber in Ruhe arbeite und auch noch
gerne ausreichend Zeit habe, um zu korrigieren oder Sonstiges.

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Abschließend die letzte Beplankung drauf und festpressen. Alle hervorquellende Harzspuren beseitigen und
dann das Ganze ab in die Ecke und in Ruhe aushärten lassen.

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Oliver.Prinz
13.02.2012, 18:32
Leider ist fast 1mm Spiel im "Marken-Flächenstahl" ! Man staune.
Das Ohr würde so nur noch auf- und ab-flattern. Das geht so nicht.
Also blieb mit nichts anderes übrig, dieses Spiel auszugleichen.

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Anfangs habe ich versucht, dünne Stecknadeln direkt in die Hülse einzulöten, weil ich dachte,
das Lot würde nur auf der Messinghülse Halt finden. Funktioniert zwar, ist aber viel zu aufwendig,
wenn man korrigieren muss. Also keine wirklich brauchbare Lösung!

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Ein Lötversuch auf dem Stahl selbst zeigte, es geht. Es geht sogar richtig gut.
Die Hülse diente als "Halterung" für die Nadeln, die in der "Rundung des Flächenstahl Platz finden
und so das Spiel "herausnehmen".

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Noch etwas Abfeilen und Abschleifen des überschüssigen Lots, Einpassen in die Führungshülse und
fertig ist ein spielfreier Flächenverbinder :)
Wichtig: Die Nadeln müssen an den beiden Enden und in der Mitte (dort wo die Trennstelle der
Flügelteile ist) auf den Stahl aufgelötet werden. Bei mir sind das 3x 4cm aufgelötete Nadeln.

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guckux
13.02.2012, 22:16
Guckux Oliver

Ist das Lot nicht zu weich für sowas? Wird das mit ein paar mal rein und raus nicht "abgeschliffen"?

Patrick Kuban
14.02.2012, 02:15
Hallo Stefan,

drum hat er ja die Nadeln aufgelötet. Die tragen.

servus,
Patrick, der den Flächenstahl breiter getrieben hätte, Orthopädiemechaniker halt ;-)

Oliver.Prinz
22.02.2012, 18:16
Vielleicht einer kleiner Tip für's Abdichten, wenn man eine Hülse eingießt:
Etwas Klebeband unter Zug an der Hülse ankleben, die sich überlappenden Klebestellen festdrücken,
dann die überstehenden "Seiten" einfach umklappen. Und so eingießen ;)

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Oliver.Prinz
22.02.2012, 18:38
Das erste Ohr bzw. den Flächenstahl dazu einzugießen, ist kein Kunststück. Das zweite aber exakt gleich hinzubekommen,
wird schon etwas schwerer. Denn sobald der Stahl die Last des Ohrs aufnimmt, wird die ganze "Konstruktion" etwas nachgeben.
Deswegen habe ich das erste Ohr bzw. des Winkel (Abstand vom Baubrett zu obersten Spitze) im selbsttragenden Zustand sehr
genau vermessen.

Jetzt wurde der Flächenstahl/Hülse für das zweite Ohr eingegossen. ABER: Das vorhergenommene Maß während des Aushärtens
ständig kontrolliert. Das heißt, man muss das Ohr sich kurz selbst tragen lassen und dabei das Maß vom ersten Ohr überprüfen und
ggf. leicht nach korrigieren, indem man die Stütze in der Höhe korrigiert.
Und weil das Ganze ja während des Aushärtens passiert, braucht's auch noch einen Unterbau :D

782126 782127


Und...
Ich konnte's nicht lassen, die zwei Flügelgerippe einmal "im Zusammenbau" Euch jetzt schon zu zeigen :)
Also zwei "Strolche" auf einmal :D

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Gast_19368
22.02.2012, 19:52
Moin Oliver,

das ist sehr beeindruckend.Die Bauausführung!!! die Fotos!!! und die Dimensionen!!!

Grüsse, Kai

http://www.vatertagsflieger.de/

normalfreak
23.02.2012, 00:48
Wahnsinn,von dem Strolch habe ich auch noch nen Plan und den würde ich auch mal gerne bauen.
Das Thema hier fand ich schon interessant als ichs gesehen habe,aber als ich dann von den 3,6m
gelesen habe...Wahnsinn! Kann man den Teilesatz irgendwo ordern? :D
Ein super tolles Projekt,ich schaue ab sofort öfters rein!

Gruß,Marcus

Oliver.Prinz
27.02.2012, 17:40
Wieder gibt's einen kleinen Fortschritt zu berichten:
Dieses Mal werden die Flächenmittelstücke um jeweils 1,75° angestellt, um dann die Abschlussrippe lotrecht einzukleben.
Als Hilfe habe ich mir auf ein großes Stück Karton die Rippenpositionen aufgemalt, um die Rückpfeilung und auch die Rippenabstände
sauber einzuhalten (und stets überprüfen zu können).

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Hier wird im "geeigneten Abstand" ein kleiner Unterbau nötig, dann die (aufgedoppelte) Endrippe sauber
senkrecht einkleben und letztendlich die überstehenden Holme planschleifen.

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Und so sieht wieder ein "kleiner Zusammenbau" aus (hier ohne die Ohren, die hätten nicht mehr auf's Bild gepasst :D).
Uhi ist das schön :cool:

784787 784788

Oliver.Prinz
01.03.2012, 19:52
Der Flächenstahl der Hauptholme der Ohren ist ja fertig, der für den Hilfsholm aber nicht.
Leider kenne ich keine Bezugsquelle, die kleine Flächenstähle so um die 5-6mm anbietet.
Deswegen habe ich meinen aus dem 14x1 hergestellt.
Ein befreundeter Frässervice (CFS-Schott http://www.cfs-cnc.de) hat mir dabei ganz unkomplziert geholfen.
Vielen Dank dafür.

Es wurde ein Stück 14x1 Stahl+Messinghülse eingespannt und auf 5mm abgefräst. Man
erhält damit einen 5mm Stahl und eine noch offene Messinghülse, die exakt über den
Stahl passt. Dann wurde ein weiteres Stück Messinghülse mittig durchgesägt.

786328


Das "offene 5mm U" habe ich dann mit der durchgesägten Messinghülse verlötet.

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Danach wurden alle überschüssigen Messingteile weggefeilt.
Man muss nur bei den Lötstellen aufpassen. Dort sollte noch etwas Messing überstehen,
sonst wird die Lötstelle zu dünn und platzt leicht wieder auf.
Den 5mm Flächenstahl musste ich letztlich auch noch kantenbrechen und mit etwas fein-
fühliger Schleiferei (feine Feile + 400er Schleifpapier) zum leichten Bewegen in der Löthülse
"überreden".

786331

Oliver.Prinz
30.04.2012, 18:00
Melde mich nach wochenlangem Stillschweigen wieder zurück.
Es ging aber weiter, obwohl mir die Hauptsteckung doch so ziemlich Kopfzerbrechen gemacht hat.
Denn die Rückpfeilung der Tragflächen mit einem geraden Flächenstahl zu kombinieren, ist nicht
so einfach (gewesen ;)). Aber mir standen viele liebe Modellbaufreunde mit etlichen konstrukiven
Gesprächen zur Seite und letzendlich hat sich daraus eine schöne Idee in die Realität umgesetzt.

Wichtig ist mir, die zu erwartenden Biegekräfte müssen so gut es geht "auf den Stahl treffen".
Deswegen habe ich die größtmöglich Überlappung von Stahl und Rückpfeilung gewählt.

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Noch nebenbei: Die Hauptsteckung des Hauptholms besteht aus 2 übereinandergelöteten 14x2 Flächenstählen
in ihren 15x3-Steckungsrohren.

815943


Und dann ging's ans Einpassen der Steckungshülsen, bei gleichzeitigem Anstellen der linken und rechten
Tragläche um 1° (also 2° zwischen links und rechts).

815944 815945


Wieder war feine Fleißarbeit angesagt: Es musste der Stahl seine "dichte Eingießwanne" bekommen. Was wiederum
nicht so leicht war, eben wegen der Rückpfeilung. Hier einige Einsichten noch vor dem Eingießen.

815947 815948 815949


Dann wurde zuerst "von oben" eingegossen, 24h gewartet und danach "von unten" eingegossen.
Kleiner Tip: Da die Steckungshülsen dort, wo sie aus der Endrippe herausschauen, nie wirklich dicht zu bekommen sind,
habe ich etwas Depron als Dichtmaterial verwendet (lässt sich gut zusammendrücken und entfaltet sich prima wieder).
Auch etwas Küchenkrepp kann in kleine Riefen eingepresst werden. Da geht auch kein dünnflüssiges Harz mehr durch.

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Oliver.Prinz
30.04.2012, 18:41
Mein lieber Baufreund Manfred hat mir die Idee in den Kopf gepflanzt, ein Mittelstück auf den Rumpf
zu bauen, der die Steckung der Flächen aufnimmt und für eine gute Verbindung zwischen Rumpf und
Flächen sorgt.

Also wurde zuerst einmal "etwas Stabilität" zwischen den Rippen geschaffen.
Wichtig: Wenn man solche Aussteifungen einklebt, muss unbedingt auf die exakte Ausrichtung geachtet
werden. Zu leicht baut man sich sonst "eine Kurve" in den Rumpf. Ich habe dafür Winkel genau ausgerichtet
und auf dem Baubrett mit Nadel am Verrutschen gehindert. Sofort nach jedem frischen Einkleben einer Aus-
steifung wurde der gesamte Rumpf dort für's Trocknen abgelegt.

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Im Original wurde die Fläche ja einfach mit Gummis befestigt. Das ist mir bei "meinen Dimensionen" aber zu wackelig.
Vermutlich würde ich bei dem Bau eines neuen 2:1-Strolchs, diesen Teil nun anders gestalten. Denn es fehlt eigentlich
eine saubere und gute Verbindung zwischen den schon vorhandenen Rippen und dem Mittelstück. Also muss ich jetzt
etwas "Herumbauen", um diese wichtigen und kräfteübertragenden Teile einzubringen.
So habe ich erst die Rippen nach oben verlängert.

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Später werden dann stabile Endrippen des Mittelstücks daran anschließen. Wie genau, steht noch aus.
Hier aber schon einmal ein Vorgeschmack.

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Oliver.Prinz
17.05.2012, 18:48
Lieben Dank an Rainer, der mich überzeugt hat, das lange Rumpfende mit Streben verdrehsteifer zu machen.
Auch habe ich mich dazu entschlossen, die Versteifungen zwischen den einzelnen Rumpfspanten bis ans
Rumpfende fortzuführen.

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Oliver.Prinz
18.05.2012, 18:50
Im Prinzip habe ich mir selbst "ein Ei gelegt". Denn ich habe für den Übergang von der Landekufe zu den
Rumpfspanten, der später zu bespannen ist, keine "Abstützung" für die Bespannung vorgesehen. Das
funktioniert so nicht.
Also blieb mir nichts anderes übrig, als eine kleine Fläche zu verbauen, auf der später die Bespannung
gut angesetzt werden kann. Was das Ganze aber schwierig macht, dieser Abschnitt ist gewölbt und das
anzusetzende Teil soll sauber an dieser Verwölbung anliegen.

So habe ich mich langsam mit einem dickeren Papier (Karton) an diese 3D-Fläche herangetastet, indem
ich anfangs ganz grob das Papier an den Rumpf, an die Rumpfspanten angepresst habe und mich dann
langsam immer mehr an die Form herannäherte. Das Papier wurde sogar mit einer groben Feile/Reibe
bearbeitet :eek:

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Diese Papier-Form anschließend auf's 0,6er Sperrholz übertragen, eine kleine Fase (zur Landekufe) anbringen
und dann aufkleben. Hier eine schöne Möglichkeit, dies mit der "Bügel-Methode" zu tun.

Zuerst werden die Klebestellen markiert (das macht es beim Aufbringen des Klebers leichter).

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Anschließend wird sowohl das Sperrholz als auch die Stellen des Rumpfs (Spanten) mit wasserfestem
Holzleim (nicht zu dünn) bestrichen. Und dann an der Luft getrocknet, bis der vorher weiße Leimfilm glasig aussieht.

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Sind die Leimstellen nicht mehr klebrig, werden die Teile zusammengefügt, kurz ausgerichtet und dann mit dem
heißen Bügeleisen "endgültig fixiert". Die Hitze schmilzt nämlich den trockenen Leim kurz auf und die beiden Leimschichten
verbinden sich.
Nicht zu früh mit dem Bügeleisen weggehen, es braucht etwas Zeit bis die Hitze durch's Holz dringt. Oftmals sieht
man dabei den Leim leicht aus Öffnung quillen, das ist dann genau richtig. Erst wenn er zu "plubbern" beginnt oder
sich gar braun verfärbt, war es etwas zu viel Hitze. Aber keine Sorge, das sieht/merkt man wirklich gut.
Am besten man arbeitet sich Rippe für Rippe nach vorn.

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Das Ganze auf beiden Seiten "durchgestanden" und dann wird's wieder schön anzusehen :D

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Oliver.Prinz
27.05.2012, 19:02
Die Landekufe besteht zwar aus 3-fach laminierten 3mm-Sperrholzstreifen. Doch wenn ich die Kufe von Hand
mit deutlichem Druck belaste, dann verschieben sich die Spanten im vorderen Rumpfbereich für meinen Geschmack
etwas zu stark. Deswegen habe ich mich entschlossen, diesem Bereich mehr Stabilität zu vermachen, indem ich
eine "Zwischenebene" eingezogen habe. Die ist eh sehr hilfreich, denn dort wird zukünftig die RC-Ausstattung ihren
Platz finden.

Diese Zwischenebene soll/muss ja gerade werden, was so im Nachhinein gar nicht so trivial ist. Denn die
Landekufe verläuft ja als (sehr schöne) Kurve.

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Als Hilfe habe ich mir die Kufe nochmals ausgedruckt. Nun musste aber noch die richtige Position gefunden werden:
die Zwischenebene soll parallel zu den Rumpfholmen verlaufen. Das Ganze dann auf ein weiteres Sperrholzbett übertragen
und anschließend die Spanteneinschnitte aussägen.

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Doch das Sperrholzbrett ist mir noch zu "füllig". Da geht noch etwas ;)

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Nun fehlt aber noch die Zwischenebene.
Obwohl ich mir immer sehr viel Mühe gebe, sehr exakt zu arbeiten ... man sollte nicht glauben, wie schnell sich doch irgend-
welche kleine Unexaktheiten einschleichen. Also konnte ich für die Ebene nicht meine "Fräsdaten" heranziehen und habe mir
eine "Schablone" erarbeitet und wieder auf ein weiteres Sperrholzbrett übertragen.

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Dann wieder "das zu Füllige raus" und ..... das Resultat genießen :D

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pazzopilota
28.05.2012, 08:12
...ich WILL einen Spanten/Rippen/Leistensatz....:rolleyes:


möglich?

mfg

Andy Aichner
Meran / Italy

Oliver.Prinz
30.05.2012, 20:47
Weiter geht's mit dem Zugang für alles "Fernsteuertechnische".
Dieser Zugang soll angenehm groß sein, um später an Alles gut heranzukommen. Es soll ein Bereich von
5 Spanten-(Feldern) dafür umgebaut werden. Als erstes stütze ich die Hauptholme mit etwas Abfallholz ab,
damit sie sich nicht beim Wegsägen der Spanten verziehen oder die Form verändert wird. Dieses Holz wird
mit einem kleinen Leimpunkt direkt an die Holme geklebt und lässt sich hinterher einfach wieder beseitigen.

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Danach wird mit einer sehr feinen Säge das Dach der 5 Felder weggesägt.
Auf dem Bild ist auch zu sehen, dass die abschließenden Dach-Spanten gedoppelt wurden. Sie sind ja
sozusagen die Seitenwände des späteren Dachs.

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Und nun wird ein Stützrahmen aus 5mm 7-fach Flugzeugsperrholz hergestellt.
Zuerst ein etwas zu breites Brett sauber zwischen die Rippen einpassen, die Außenkontur (Rumpfform)
spielt dafür noch keine Rolle.

830021


Auf dieses links und rechts überstehende Brett nun der Außenkontur des Rumpfs nachfahren.
Weil die Holme 5mm dick sind, einfach ein 5mm Hölzchen verwenden, um die gerade angezeichnete
Außenkontur zu "verkleinern". Das Hölzchen so alle 1-2cm an die Außenkontur anlegen und einen
zweiten Strich ziehen ... bis man eine "parallele Kontur" erhält.

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Es gilt die Laubsäge anzuwerfen und der "parallelen Kontur" mit etwas Übermaß aussägen. Noch ein
wenig Schleiferei und schon passt das Stück wunderbar in den Rumpf.

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Ein weiteres Mal, jetzt aber mit einem 10mm Hölzchen, wird eine weitere "parallele Kontur" erzeugt.
Das wird der Steg des Rahmens. Und ... wieder sägen, versäubern und schon ist der Rahmen fertig.

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Bleibt noch das Einkleben.
Nach ausreichend Trockenzeit werden die Holm-abstützenden "Streben" wieder entfernt.
Fertig :)

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Tucanova
31.05.2012, 11:22
eine einzigartige Arbeit! Jedes Einzelteil ausgetüftelt. Das wäre als Teilesatz ja unbezahlbar, bei dem Zeitaufwand.
Ganz tolles Projekt! Viel Spaß beim Weiterbauen, Fertigstellen und am Ende interessiert uns alle natürlich, wie der Flieger so fliegt...
Weiter so!
Karl-Heinz

Oliver.Prinz
06.06.2012, 18:50
Der Rumpf ist ja schon vorbereitet, fehlt also noch das "rumpfverschließende Dach".

Nachdem ich die Spanten ja abgesägt habe, müssen diese wieder etwas stabilisiert werden.
Hier kommt wieder "das Paule-Holz" zum Einsatz. Etwas Einpasserei und Feilerei und schon
sind die erforderlichen Stege fertig.

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Geklebt wird selbstverständlich im Rumpf, um die schöne Passform zu erhalten. Wieder gilt es,
die Klebestellen vorzubereiten, dass auch nur die Stellen verkleben, die vorgesehen ist. Ein
paar gezielt gesetzte Klebestreifen helfen.

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Ich musste aber feststellen, dass mir der Übergang zwischen Rumpf-/Dachgiebel und Spanten-
enden nicht gelungen ist. Es hat sich ein Absatz eingeschlichen. Hier musste nachgearbeitet werden,
indem alle Spanten mit hartem Balsa "erhöht" wurden.

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Diese Mühe hat sich aber gelohnt.
Das Dach ist d'rauf. Der Rohbaurumpf komplettiert sich.
Schönes Gefühl :)

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Oliver.Prinz
09.06.2012, 19:53
Möchte hier niemand langweilen...
Deswegen zeige ich jetzt nur ein paar Fotos verschiedener Bauabschnitte vom Komplettieren des
Rohbau-Seitenruders, des Rumpfendes und letztlich des "Einbaus" des Ruders in den Rumpf.
Bilder guggen ist ja auch schön :)

Der Holm, verschiedene Rundungen werden mit "Paule-Holz" und mit hartem Balsa aufgefüllt und
sauber verschliffen.

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Der Rumpf wird für die Dämpfungsfläche vorbereitet und auch auf seine endgültige Länge geschnitten.
Ein wichtiger Schritt ist die exakte Ausrichtung der Dämpfungsfläche zum Rumpf. Dafür habe ich eine
Schnur ganz vorne an der Rumpfnase eingehängt und spanne diese bis zum obersten Ende der Dämpfungs-
fläche. Einige mittige Punkte entlang des Rumpfs sind noch zusätzlich aufgemalt. Und dann wird (mit
nur einem Auge!) über die gespannte Schnur gepeilt. Man erkennt auf diese Weise sofort, ob ein Winkel-
fehler vorhanden ist und wie man korrigieren muss.

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Das Ruder hat so einen wunderbaren Schwung, den ich gerne erhalten möchte. Gleichzeitig braucht es
aber auch noch einen Schutz. Denn ohne würde der Flieger direkt auf dem Seitenruder landen.
Zuerst wurde wieder das vorgebogene Ruderstück mit Paulownia-Holz aufgedoppelt. Und ein Fuß von den
Rumpfholmen bis zur Kante angefertigt.

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Fehlt noch die eigentliche Landekufe.
Zu Beginn erst einmal eine Skizze. An den "Schwung" muss jetzt ein Stück angepasst werden. Also wird
"der Schwung" auf eine "Paule-Holz"-Platte übertragen, dann die Skizze im Gegenlicht sauber daran ange-
legt und befestigt, um letztendlich die Kufe mit Nadelstichen auf die Holzplatte zu übertragen. Noch sägen,
kleben und das rohe Teil ist fertig. Viel Spaß mit der folgenden Bilderserie :D

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Bevor nun wieder kräftig gestaubt werden kann, werden "der Schwung", die Kufe und der Fuß miteinander
verklebt. Zusätzlich gibt's noch eine kleine (nur vorrübergehende) Stütze für's anschließende Konturschleifen.
Und wieder ist ein schöner Schritt geschafft ;)

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andre67
31.07.2012, 10:30
Hallo,

reschpeggt und kompliment, hervorragender Modellbau in sauberster Ausführung;)

..weiter so..:rolleyes:

Gruss und frohes weiterwerkeln..
André

Lukaae
03.08.2012, 09:55
Dem kann ich mich nur anschließen. Du scheinst wirklich schon ein Haufen Arbeit in das Modell investiert zu haben, die sich aber auf jeden Fall auszuzahlen scheint. Bin schon ganz gespannt auf die Fotos, wenn der 'Storch' dann endlich fertig ist.

Oliver.Prinz
04.08.2012, 08:18
Hi zusammen,

Danke für für das Lob. Freut mich :)

Habe mich ja schon "ewig" nicht mehr gemeldet, weil es doch noch Weiteres neben dem Modellbau gibt.
Und das hatte gerade Vorrang.

Aber ich habe vor Kurzem zwei Fotos wiedergefunden, die meinen Strolch und ein Goldhuhn (4,2m) zeigen.
Auf einem Bild ist auch mein lieber Modellbau-Meister Heinrich Düllberg zu sehen. Der geistige Vater des
Giganten-Strolchs und seines Goldhuhns (seine Konstruktion, sein Bau).

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Oliver.Prinz
04.08.2012, 13:56
Für ein exakes Ansteuerung des Seitenruders habe ich mich entschieden, das Servo direkt in die
Dämpfungsfläche einzubauen. Meine Wahl fiel auf ein Graupner DES-587, 13x39,5mm bei 20g.

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Dazu braucht es (am besten) einen exakt gleichen Ruderhebel wie vom Servo selbst.
Der vorhandene Hebel wurde ausgemessen, in einem Grafikprogramm (z.B. CorelDraw) nachgezeichnet,
ausgedruckt und mittels doppelseitigem Klebeband auf ein Stück Leiterplattenmaterial übertragen.
Dann sägen, bohren, feilen und versäubern.

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Zur Abstützung habe ich noch etwas ("Paule-")Holz hinzugefügt.
Drehachse muss exakt durch die Hebelmitten laufen, sonst hakt's!
Nur nebenbei: In der FMT wird seit einigen Ausgaben ja die Thematik Anlenkungen sehr detailliert erklärt.
Lohnt sich, darin zu schmökern ;)

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Und so sieht das Endergebnis aus.

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Oliver.Prinz
10.09.2012, 17:34
Nur eine kleine Rückmeldung, weswegen es hier nicht weitergeht:

Derzeit darf/kann/muss ich ein Haus mithelfen zu renovieren und das nimmt fast meine komplette
Freizeit in Anspruch. So vermute ich, es wird erst im nächsten Jahr Neues zu berichten geben.

Bis dahin,
Oliver.

ratzfatz
12.09.2012, 12:55
Aber ich habe vor Kurzem zwei Fotos wiedergefunden, die meinen Strolch und ein Goldhuhn (4,2m) zeigen.
Auf einem Bild ist auch mein lieber Modellbau-Meister Heinrich Düllberg zu sehen. Der geistige Vater des
Giganten-Strolchs und seines Goldhuhns (seine Konstruktion, sein Bau).



Hallo Oliver,

gibt es von dem Goldhuhn einen Plan?

Nette Grüsse
Christoph

Oliver.Prinz
13.09.2012, 18:11
Hallo Christoph,

Heinrich hat mir erzählt, dass er während seines Baus auch einen (handgezeichneten !) Plan erstellt.
Ob er diesen frei zur Verfügung stellt, weiß ich nicht. Ich werde ihn aber beim nächsten Telefonat
danach fragen.

Im Übrigen kann man das Modell in einer deutlich fortgeschritteneren Version im Video sehen, samt
dem lieben Heinrich :) ab Filmposition 2:40 (Dank Johannes' Filmdokumentation).

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/348664-AMD-Jahrestreffen-2012-auf-der-Wasserkuppe-und-Bad-Neustadt

Oliver.

Volker Cseke
08.11.2012, 22:16
Hallo liebe User,

bei mir ist eine Nachricht eines älteren Modellbaujüngers eingetroffen mit der Bitte, ihn hier einzustellen. Ich möchte in diesem besonderen Fall mal dieser Bitte nachkommen.


lieber Volker Cseke,
da es mir nicht gelingt, meinen Beitrag einzustellen, bitte ich Dich, dies zu tun.Danke. HEJ.



Lieber Volker,
das ist die Seite, wo mein Beitrag hin soll.
Ich hänge meinen Beitrag als PDF an eine andere Mail an und Du bringst ihn bitte an der richtigen Stelle unter.
Danke
Hans-Egon




Da ist die PDF im Anhang. Ich hoffe, es klappt
danke HEJ


Lieber „Erbauer“ des Super-Strolch. 03.11.2012
Ich habe meine ersten Erfahrungen im Modellbau im Jahre 1936 mit dem „Kick in die Welt“ gemacht. Es folgten der „Kleine Winckler“ und das „Baby“ sowie der „Pirol“. Mit dem Strolch, den mir 1940 (im Alter von 14 Jahren) ein zum Wehrdienst eingezogener Nachbar flugfertig übereignete, habe ich viel schöne Flüge durchgeführt. Dabei fiel mir auf, das er sich schlecht aufrichtete, wenn eine Fläche ins „Hängen“ kam, d.h. er war nach meiner Meinung als Freiflugmodell nicht stabil genug um die Längsachse; die V-Form an den Außenflügeln war ja auch beim Vergleich z.B. mit dem „Baby“ zu gering. Ich habe deshalb die Außenflügel in der Hälfte zerschnitten und den erhaltenen Teil nochmals im gleichen Winkel wie nach dem 1. Knick erneut angebaut. Die Stabilität um die Längsachse hatte sich durch diese Bauänderung deutlich verbessert und der Strolch landete ganz selten noch mit der Flügelspitze.
In den 70er Jahren haben wir (mein Sohn und ich) dann in den Strolch eine Dipp-Anlage eingebaut. Damit absolvierten wir schöne Thermikflüge. Mt dem Freiflugmodell wäre so etwas ja mit Modellverlust einhergegangen. Ich habe aber 1940 auch mit dem Segelflug begonnen und betrieb das bis 1944 (Armee), dann von 1956 - 1978 (in der DDR). Es folgte dann eine Modellflugphase (F3B) bis 1989. Seit 1991 bin ich Fördermitglied in einem Segelflug-Club und erfülle mir im Doppelsitzer jährlich einige Thermikflüge, die mir auch heute mit knapp 87 noch viel Freude bereiten.
Ich würde mich sehr freuen, von Ihnen über Ihre Erfolge mit dem „Superstrolch“ zu hören.

Viele Grüße

Volker

spant
02.12.2012, 15:02
Hallo Oliver,

ich bewundere es, wenn man bei solch einem Projekt noch die Zeit und Muse findet andere Modellbauer mittels Baubericht daran teilhaben zu lassen.
Besten Dank dafür.

Ich bin erst vor 3 Jahren durch einen Kumpel zum Modellfliegen gekommen und mittlerweile durch den gleichen Kumpel auch vom Modellbauvirus infiziert.
Hab grad einen Strolch Baukasten angefangen und bin dabei die Rippen und Spanten auszutrennen.
Ich kann sicherlich beim "kleinen" Stroch den ein oder anderen Tipp von dir nutzen. Das Wässern und biegen der Leisten war schon mal sehr interessant für mich.

Eine Frage hab ich, hast du aus Originalitätsgründen Holzleim genommen oder ist es einfach nicht praktikabel (Menge, Verarbeitungszeit, ...) bei einem Modell in dieser Größe mit Seku zu arbeiten?

Grüße,
Frank

Oliver.Prinz
02.12.2012, 17:05
Hallo Frank,

Es gibt bei jedem Leim so "seine Anwendungsgebiete" und "seine Freunde".

Allerdings bin ich prinzipiell kein Freund des Sekundenklebers. Zum Einen geht mir manchmal das Abbinden zu schnell
(ganz besonders an den Fingern :rolleyes:), zum Anderen mag ich dessen gesundheitsbedenklichen Gase nicht und
dann ist dieser Kleber mir oft zu spröde, er härtet komplett hart aus.
Ich mag den Holzleim irgendwie lieber. Noch dazu verzeiht er eine Korrektur und auch das Pressen mittels Klammern
ergibt wunderbar verlässliche Klebestellen.

Und ganz abgesehen davon: Wir bauen doch einen Antikflieger... da wäre ja eigentlich sogar Knochenleim oder Pro-
pellerleim angesagt :)

Mich hat der Holzleim bei all meinen Bauprojekten immer sehr gut begleitet.
Wenn Du dann eventuell auch mal bei "der Miss Bavaria" vorbeischaust (ein anderer Baubericht von mir), dann kannst
Du noch über ein ganz anderes Anwendungsgebiet des Holzleims nachlesen: Das Bespannen mit wasserfestem Holzleim.
Das wäre auch 'was für Deinen Strolch :)

Wie auch immer... viel Erfolg mit Deinem Strolch & Gutes Gelingen
Oliver.

Oliver.Prinz
20.12.2012, 19:59
Nach einer notwendigen Pause und dem Bezug eines neuen Domizils
geht's nun auch wieder (im neuen Zimmer) weiter mit dem Strolch :)

Dankbarerweise konnte ich im Internet ein passendes Lindenholzbrett besorgen,
das die Grundlage für die schöne Nase des Strolchs werden sollte.
Das (Nasen-)Profil dafür hatte ich dafür schon beim Nachzeichnen und Fräsen berücksichtigt.
Und so konnte ich die Außenkontur auf das Brett übertragen.

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Man verzeihe mir gleich jetzt meinen diversen Lernerfahrungen, die ich beim Erstellen dieser
Nase gemacht habe. Die nächste wird mit Sicherheit besser und das gleich von Anfang an :(
Denn es braucht mehrere Schichten des Holzes, um die Form erstellen zu können. Nur ich
habe zum wenig "Fleisch" ausgesägt und musste mehrmals korrigieren, was das Endergebnis
leider ein wenig unschöner macht.

Nichtsdestotrotz.
Einige Schichten werden aufeinandergeleimt (Lieber "mehr" vorsehen. Denn weggesägt ist
leichter als hinzugefügt).

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Und dann gehts ans Formanpassen. Denn die Nase muss den Konturen des Rumpfes folgen
und auch das vorgesehene Profil wieder geben. Allein dafür habe ich 2 Tage aufgebracht :eek:

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Dann ein erstes Wiegen. Ein Schwergewicht ist entstanden.
Das erschien mir als zuviel (wenn auch schon sehr formschön :cool:). Es gilt auch hier: Gewicht
'rausnehmen ist im Vorfeld deutlich leichter als im fertigen Modell.

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Nicht erschrecken, jetzt geht's ziemlich derb zur Sache: 10er Bohrer zeigt seine Wirkung.
Hinterher noch (stundenlanges) Hand-Grobfräsen.
Lieben Dank an meine Frau, die diese Geräusche mit einem Lächeln ertragen hat.

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Für die Kontur habe ich einen recht groben Schleifklotz verwendet. Der hat teilweise ziemliche
Riefen hinterlassen. Die müssen wieder raus. Also wird wieder (stundenlang) geschliffen. Schritt
für Schritt immer in der Körnung feiner werdend (60 - 120 - 220 - 320 - 400). Jede Riefe muss 'raus!
Kleiner Tipp:
Wenn man auf der 400er Körnung angekommen ist, dann das Holz mit einem feuchten Lappen
abreiben und trocknen lassen. Dadurch stellen sich die feinen Holzfasern auf, die dann -wieder
mit 400er- nochmals überschliffen werden. Die Oberfläche wird so wunderschön glatt und man
erlebt keine böse Überraschung beim nachfolgenden Bestreichen mit Lack oder Versiegelung
(spätestens dann wären die Faser aufgestanden).
Ich habe mich wieder für die wasserbasierende Parketversiegelung entschieden. Ein schönes
Stück Fleißarbeit liegt da :D

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Die Nase wird nun am Rumpf mit Hilfe etlicher Abklebstreifen angeleimt. Die Streifen unter sehr
viel Zug an Rumpf und Nase ankleben. So entsteht genügend "Anpressdruck" für eine gute Verklebung.

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Nun hat der Strolch sein Gesicht ;)

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pazzopilota
21.12.2012, 16:03
...der HAMMER!
Ich denke mal, beim 1.Flug wirst du NICHT alleine sein....:D

und ich Esel hatte ein ORIGINAL anner Hand:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/289730-21.-Modellbau-B%C3%B6rse-Sinsheim-Neuer-Termin/page2

zum Glück gibt es bei AeroNaut noch Bausätze - für uns Normalos :rolleyes:

Andy ;)

Oliver.Prinz
29.12.2012, 09:10
Ursprünglich hatte ich vor, das HLW als ein Pendelleitwerk auszuführen. Alle notwendigen
Bohrungen sind dafür schon in den Rohteilen vorgesehen. Doch das Rumpfende ist so schmal,
dass es eigentlich nicht sinnvoll ist, dort ein Pendelleitwerk unterzubringen. Ein "nahes" und
kräftiges Servo ist nicht unterbringbar. Weder in der SLW-Finne noch im Rumpf selbst.

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Einige Diskussionen später stand dann der Entschluss fest: Es wird ein "normales gedämpftes
Leitwerk" (in meinem Fall eines mit V-Kehle), das leichter sein wird und auch deutlich einfacher
anzulenken ist. Bedeutet aber ebenfalls einiges an "Umbau".

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Also wurden einige Verstrebungen eingezogen, teilweise noch mit hartem Balsa aufgefüllt und
dann schließlich das Ruder von der Dämpfungsfläche abgetrennt.
Tip: Es gibt eine nur 0,2mm dicke Säge, die die Schiffsmodellbauer gerne verwenden. Die eignet
sich für solche Schnitte hervorragend.

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Als Ruderdrehachse habe ich jeweils 3 Scharniere gewählt. Diese müssen sehr genau sitzen und etwas
versenkt werden, damit das Ruder "richtig läuft".
An den Verschraubungsstellen habe ich wieder " 's Paule-Holz" verwendet. Ist ausreichend hart und doch leicht.

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Und so sieht ein erstes Resultat aus:

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Jede HLW-Hälfte bringt bisher je 78g auf die Waage. Schön :D
(es fehlt aber noch die Anlenkung -vermutlich zwei Servos direkt in die Dämpfungsflächen-
und auch die Steckung zum Abnehmen der beiden Hälften).

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Oliver.Prinz
13.01.2013, 08:57
Die übliche Methode, das Servo auf zwei Blöckchen zu setzen, mit dem es dann verschraubt wird,
scheitert bei dieser Einbauposition. Der Platz dafür ist zu eng: man kommt mit einem Schrauben-
zieher einfach nicht hin.

Also habe ich mich entschlossen, einen Servorahmen zu bauen.
Vorteil: Servo wird gut "geklemmt", ein späteres Austauschen, etc. ist leicht möglich.

Zur Vorbereitung habe ich mehrere Flugzeug-Sperrhölzer mit einander verklebt, um die richtige
Dicke zu erhalten. In diese Stücke werden später die Schrauben eingedreht und dann darf das
Holz nicht nachgeben oder gar brechen.

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Anschließend noch "etwas Kleinkram" (Schrauben und Deckel) und dann hat das Servo seinen neuen
Platz -vorerst im Rahmen- gefunden :)

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Oliver.Prinz
15.01.2013, 21:20
Beide Servorahmen sind nun in den jeweiligen HLW-Hälften platziert.
Fehlte noch die Anlenkung.

Dazu musste ich einen 1,5mm dicken Anlenkungsdraht "dazu überreden", doch nicht
ganz so hart zu sein. Er brach nämlich zuvor bei Biegungen größer 70°.
Danach noch einlöten und .... seht selbst :D

935729 935730

Oliver.Prinz
19.02.2013, 19:29
Damit später gut bespannt werden kann, braucht's Auflageflächen.

Nach etwas Probiererei am Rechner, folgt der erste "Prototyp"

952535 952536


... und dann "das Original" mit einigen Anpassungen ;)

952537952538

Oliver.Prinz
19.02.2013, 19:50
Mittlerweile habe ich auch schon die Steckung des abnehmbaren HLW fertiggemacht.
Möchte Euch aber mit zu vielen (ev. unnötigen) Worten nicht langweilen, deswegen
hier einige Bilder ...

Hauptsteckung,

952554 952555 952556


Nebensteckung,

952565 952567


... und das Endresultat

952566

Patrick Kuban
20.02.2013, 13:53
Hallo Oliver,


Damit später gut bespannt werden kann, braucht's Auflageflächen.

Du weißt, was 'ne RDS-Anlenkung ist? Und komm mir ned mit "modernes Gfrett" und "stillos": ich habe die mal in einem A2-Segler zu Zeiten Adolfs, des schnauzbärtigen, oder erst kurz danach gesehen, für die Kurvensteuerung nach Abfallen des Hochstartseils (nach Winkler ;-) Persönlich hatte ich das erste Mal etwas vergleichbares Mitte der Achtziger bei BlauClaus in der Kurfürstenstraße in Berlin-Schöneberg gesehen. Ein Ruderscharnier mit innenliegender Anlenkung, wie es das seit einiger Zeit bei Kavan auch wieder gibt.

servus,
Patrick

Oliver.Prinz
20.02.2013, 17:29
Hi Patrick,

Unter RDS versteht ich die heute meist bei Querrudern verwendete "Drehtechnik/Drehanlenkung",
die es erlaubt, die Anlenkung komplett innenliegen zu bauen.

Keine Sorge, ich sträube mich nicht gegen Modernes, wenngleich mir das Antike doch sehr viel
mehr liegt.

Verstehe leider Dein Post nicht wirklich, was Du mir damit sagen willst.
Meinst Du, ich solle dies beim HLW verwenden?
Hilf mir auf die Sprünge :confused:

Oliver.

Patrick Kuban
20.02.2013, 19:52
Hallo Oliver,


Unter RDS versteht ich die heute meist bei Querrudern verwendete "Drehtechnik/Drehanlenkung",
die es erlaubt, die Anlenkung komplett innenliegen zu bauen.

Keine Sorge, ich sträube mich nicht gegen Modernes, wenngleich mir das Antike doch sehr viel
mehr liegt.

Nu ja, "antik", "original" usw. wäre im Maßstab 1:1, mit Knochenleim, 40g-Papier und v.a. ohne Fernsteuerung. Knochenleim könnte ich Dir wahrscheinlich besorgen oder habe sogar noch welchen irnkwo vergraben. Den willst Du aber nicht, sogar wenn ich Dir den benötigten Zwirn dazu gäbe ;-) Auf die Steuerung willst Du auch nicht verzichten, weil Du heute nicht mehr so gelenkig und wieselflink bist, um dem über die Außenlandung erbosten Bauern mitsamt Modell davonzuspringen. Wenn's aber eine Möglichkeit gibt, die Steuerung möglichst unsichtbar bleiben zu lassen .. und die gab es schon vor Deiner und meiner Geburt ;-)


Meinst Du, ich solle dies beim HLW verwenden?

Da steh' ich e weng zwischen zwei Entscheidungen: ein Pendel-HLW bietet eine "freiflugnähere" Optik, ein Klappen-HLW ist mMn für solch ein Modell aerodynamisch geschickter (was aber nicht wirklich wichtig ist) und kellertür- und kofferraumklappenbeständiger. Du hattest Dich schon gegen das Pendel-HLW entschieden. Ich würde aus zwei Gründen jetzt nicht mehr auf einen Torsionsantrieb für die HR-Klappen umstellen: 1) erscheinen mir Deine Klappen recht klein -> Du wirst womöglich große Ausschläge brauchen. Das ist nachträglich aber nicht ganz so einfach zu bewerkstelligen, wie das Umhängen eines Gabelkopfs am Ruder- oder Servohorn. 2) Beim HR ist die normale Anlenkung auch "unsichtbar", wenn sie auf der Unterseite ist und das Modell am Boden liegt, wie auf den Bildern in Kottspiel (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/294004-Antikmodell-quot-Strolch-quot-nach-Helmut-Kirschke-vergr%C3%B6%C3%9Fert-Spw.-3-6m?p=2856237&viewfull=1#post2856237). Zumindest wenn die Koverall (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/120876-Erfahrung-mit-Sig-Koverall?highlight=koverall)bespannung drauf ist. Oder Seide, aber bittschee die mit gut 30g/qm. Das normale Polyestervlies ist für dieses Geflügelkaliber scho a weng zärtelnd ...

Nö, Du machst den jetzt nach Deinem Gusto weiter. Und kommst nächsten 1. Mai bei dem Auto im Hintergrund (= über dem Rücken von Heinrich Düllberg auf dem gerade erwähnten Bild) vorbei und guckst Dir meine Permagritten (http://www.permagrit.com/index.php?cPath=65) an. Das Getue an Deinem nächsten Rumpfkopf (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/294004-Antikmodell-quot-Strolch-quot-nach-Helmut-Kirschke-vergr%C3%B6%C3%9Fert-Spw.-3-6m?p=2982024&viewfull=1#post2982024) wird sich damit deutlich reduzieren ;-)

servus,
Patrick

Oliver.Prinz
26.02.2013, 18:45
Nachdem beide Flügelsteckung vergossen sind, gilt es, den Übergang des "kantigen Rumpfes"
zur "runden Flügelkante" zu gestalten.

Erst wieder einige simple Formbetrachtungen:

956209 956210


Dann "Auffüllen" mit Balsa:

956211


Verschleifen und zwei "Löcher" für's spätere Bespannen auffüllen:

956212


Und so sieht der Strolch nun nach diesem Bauabschnitt aus :)

956213 956214

Oliver.Prinz
05.03.2013, 18:38
Um die Innenflächen am Rumpf zu halten, habe ich mich für eine Verbindung ähnlich dem
MultiLock entschieden (Heinrich Düllberg hat mir einige Verbindungen vermacht, die vor
Jahren einmal einem Schreiner entsprungen sind ;)).

Genaus Anzeichnen und erstes Einpassen der Verbindungsstücke:

959801 959802


An den Wurzelrippen noch Auffüllen der "Leerflächen". Der Einfachheit halber habe ich
die vom Fräsen zurückgebliebenen Zwischenstücke wieder eingeharzt.

959807 959808


Noch etwas Feintuning und schon sind alle Verbindungstück d'rin.
Das Bild mit dem rücklinks liegenden Stroch wollte ich Euch nicht vorenthalten :D
Bin aber nicht anders an die Einharzstellen mehr hingekommen.

959813 959814


Auch wenn ich gleich einen Aufschrei provoziere....
Dem aufmerksamen Betrachter sind sicherlich die Stecker in den Wurzelrippen aufgefallen.
Die entstammen Störklappen. Diese habe ich nicht in alter Holzbaumanier selbst gebaut,
sondern einem bekannten Händler abgekauft. Denn diese sind schon so wunderbar vor-
konfektioniert und haben allen d'rin und d'ran, was man braucht. Die Mühe habe ich mir
erspart. Man möge es mir verzeihen.

Hierzu einige Bau-Bilder:

959818 959819
959817 959820

Oliver.Prinz
07.03.2013, 19:36
Das am Rumpf festgemachte Mittelstück ist ja mit seinem Übergang von Nase
zum Mittelstück schon zu. Fehlt also noch "der Rest".

Hier ein kleines Detailbild mit den Zuleitungen für die Störklappen.
Die Leitungen werden am "Durchfallen" gehindert und auch gleich etwas geführt:

960592


Die Zuleitungen müssen selbstverständlich zugänglich sein, sobald die Flügel ange-
steckt werden und die Störklappen ihren Anschluss an den Empfänger bekommen.
Also erst einmal einen (Paule-)Holzrahmen sehr exakt einpassen. Dann der Mittel-
stückkontur bzw. der Flügelkontur anpassen und ein ebenfalls sehr exakt eingepasst
dünnes Sperrholz als Oberteil herstellen und verkleben.

960593 960594


Dieser Zugang sitzt so schön, dass es keinerlei Arrettierung braucht.
Ist doch klasse :)

960595

Klaus Jakob
08.03.2013, 07:58
Hallo Oliver,

das sind doch die elektrischen Störklappen aus China, oder? Da gibt es hier im Forum recht negative Meinungen zu deren Zuverlässigkeit. Zuletzt hier besprochen, (es gibt aber noch weitere Berichte):

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/379813-Problem-mit-elektrischen-St%C3%B6rklappen-hat-hatte-das-schon-mal-jemand

Schöner Aufbau, ich lese begeistert mit.

Klaus.

Oliver.Prinz
09.03.2013, 07:35
Hallo Klaus,

Danke für den Hinweis mit den "störrischen Störklappen". Behalte diese im Auge und
teste sie, solange ich noch gut 'rankomme.

Freut mich auch, dass doch noch "jemand" mitliest.

Bis bald,
Oliver.

Klaus Jakob
09.03.2013, 09:42
Hallo Klaus,

Danke für den Hinweis mit den "störrischen Störklappen". Behalte diese im Auge und
teste sie, solange ich noch gut 'rankomme.

Freut mich auch, dass doch noch "jemand" mitliest.

Bis bald,
Oliver.

Hey Oliver, nicht so schüchtern :)
Dein Beitrag hat doch über 18000 hits! Klar wird da mitgelesen, erst recht, wenn Du so sauber baust!

Klaus.

Frankensteiner
09.03.2013, 12:10
Hallo,


Hey Oliver, nicht so schüchtern :)
Dein Beitrag hat doch über 18000 hits! Klar wird da mitgelesen, erst recht, wenn Du so sauber baust!



um es noch genauer zu sagen: Mit sehr großem Abstand der meistgelesene Beitrag in diesem Forum von Anfang an! Der dannach folgende Beitrag hat 8.500 Hits.

Oliver, ein Meisterstück! Da komm ich aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Ciao
Klaus

Oliver.Prinz
09.03.2013, 16:09
Hallo,

Kann mir bitte jemand weiterhelfen.

Ich möchte dieses Wochenende gerne noch das Höhenleitwerk (HLW) eingießen.
Doch kenne ich mich überhaupt nicht aus, ob 3° EWD für diesen großen Flieger in Ordnung sind
oder eher verändert werden müssen.

Wäre schön, wenn mich ein Kenner/Könner mir unterstützen kann.

Vielleicht noch einige Hinweise (wenn diese denn helfen):
Flügeltiefe 470, mittlere HLW-Tiefe 240
Die Flügel haben ggü. dem HLW eine leichte Anstellung noch oben, während das HLW quasi eben eingebaut wird.
Laut Plan sind ca. 2° gezeichnet (so gut es sich eben herausmessen ließ).

Herzlichen Dank im Voraus,
Oliver.

ratzfatz
09.03.2013, 21:56
Hallo,

wenn im Plan 2° EWD steht, würde ich das auch so einbauen, das klingt auch plausibel.
3° halte ich für zuviel.
Hast Du mal einen Scan vom Plan, dann könnte man besser diskutieren.

Bei Profilen mit gerader Unterseite wurde früher manchmal auch die EWD bezogen auf die Unterseite des Profils angegeben.
Üblich und richtig ist aber die Angabe der Winkel zur Profilmittellinie.

Mit den Tiefen der Flächen hat die EWD übrigens nichts zu tun.

Um Dein aktuelles Problem diskutieren zu können ist also ein Planscan oder ein Foto des Plans nötig.


Nette Grüsse
Christoph

Oliver.Prinz
10.03.2013, 09:06
Hallo Christoph,

Anbei eine Skizze direkt vom Plan abgenommen: 962426

Freut mich sehr, dass Du mir Deine Hilfe anbietest.
Danke, Danke !

Oliver.

ratzfatz
10.03.2013, 14:00
Aus deiner Skizze habe ich eine EWD von 2,74° herausgemessen.
Wenn man mal die Messungenauigkeit und den Planverzug einbezieht, ist eine EWD von 2,5° zu vermuten, die der Konstrukteur vorgesehen hatte.
Also nimm 2,5° das passt schon.

Persönlich finde ich das etwas viel, aber letzen Endes verstellst Du die EWD im Fluge dadurch, dass Du die Höhenruderklappe betätigst.
Wenn Du beim Einfliegen also merkst, dass Du immer auf Tiefe getrimmt hast , dann ist deine EWD zu gross. Du würdest also das HLW so einbauen, dass
das HLW hinten etwas tiefer steht. Das bedeutet in Bezug zur Tragfläche etwas weniger EWD.
Wen Du dann wieder startest benötigst Du dann weniger Tiefe.
Anders herum genauso.

Vorausgesetzt natürlich dass der Schwerpunkt richtig stimmt. Das findest Du über das Verfahren heraus , in dem Du dir den Abfangbogen ansiehst den das Modell fliegt.

Hättest Du ein Pendelleitwerk eingebaut könntest Du die EWD frei wählen.
Das ist der Charme eines Pendelleitwerkes.

Aber mach Dir keine zu grossen Gedanken. So wie das gezeichnet ist, wird es funktionieren.
Die wussten damals schon sehr genau, was sie taten.
Und die Zusammenhänge zwischen Momentenbeiwert, Schwerpunkt und EWD waren bestens bekannt.

Übrigens:
Mein L-Spatz 55 (4m) hat eine EWD von 2° und fliegt ausgezeichnet.
http://lamaflieger.jimdo.com/projekte/l-spatz-55-4m/

ng

Christoph

ratzfatz
10.03.2013, 14:18
Tip zum Auswiegen:

BeimAuswiegen des Modells solltest Du nicht, wie oft beschrieben gucken, dass der Rumpf leicht nach unten hängt.
Das kann je nach Rumpfform sehr täuschen.

Meine Vorgehensweise ist so:
Ich stütze das Modell im Schwerpunkt und sorge dann durch Bleizugabe dafür, dass die Nasenleiste und die Endleiste der Tragfläche über dem
ebene Bautisch den gleichen Abstand haben. Also so, dass die Profilmittellinie genau waagerecht ist.

Da Du 2,5° Anstellwinkel des Profils zum Rumpf hast , würde der Rumpf also vorne um 2,5° geneigt nach unten hängen.

ng
christoph

Oliver.Prinz
10.03.2013, 14:19
Hallo Christoph,

Wenn ich genau im Plan messe, kommen etwas mehr als 2° heraus. Aus meinem bisherigen Bau sind es 3°.
Also werde ich das HLW so verbauen, dass es um die 2° werden.

Und klar hast Du recht, ein Pendelleitwerk wäre auch meine Vorliebe gewesen. Wenn da dann nicht die
Anlenkung zu aufwendig und zu schwer geworden wäre. Ein Pendel hatte ich ja ursprünglich sogar vorge-
sehen und leider verwerfen müssen.

Stimmt. Es gibt "eine hängende Nase". Hab ich so noch gar nicht richtig "gesehen".

Dann stülpe ich mir nun die Handschuhe über und gieße die Halterung ein.

Nochmals, Herzlichen Dank & Bis auf Weiteres,
Oliver.

ratzfatz
10.03.2013, 23:17
2 Grad sind sicher eine gute Wahl!

ng
christoph

Oliver.Prinz
11.03.2013, 20:26
Nochmals Danke an alle, die mich "beim Finden der EWD" unterstützt haben.

Wie schon geschrieben, habe ich ja dann doch noch mit der Harzerei anfangen können.
Doch das ist sicherlich zu langweilig, um hiervon nochmals zu berichten. Deswegen möchte ich lieber
meine Art von Hilfsmittel vorstellen, die mir die notwendige Messhöhe gegeben haben, um alle Flügelnasen-
und -endleisten sauber vermessen zu können.

Es ist nämlich erstaunlich, welche Genauigkeit in solchen Dosen steckt. Die stimmen bis auf's Zentel ;)

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Oliver.Prinz
16.03.2013, 20:22
Das HLW ist nun ja festgelegt. Fehlt noch eine Arrettierung, die ähnlich der der Flügel geworden ist.

Ursprünglich hatte ich noch keine Versteifung an der Wurzelrippe. Doch das ging nicht ohne.
Denn ein Aufdrücken der HLW-Teilflächen hat nur die Wurzelrippe "verbogen", die Flächen-
befestigung schnappte nicht ein. Also -ähnlich einem T-Träger- ein Stück Sperrholz noch
eingeklebt. Und das hat die richtige Wirkung gezeigt. Das Flächenstück lässt sich nun gut
aufschieben und "schnappt willig ein".

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Danach hab' ich mich um die Elektrifizierung gekümmert. Die beiden HLW-Servos waren bis dato
noch nicht "nach vorne verdrahtet".
Um nicht 2x ein 3-adriges Kabel nach hinten ziehen zu müssen, habe ich nur 4 Litzen eingezogen:
2 für Plus und Minus und jeweils eines für die "Servo-Signale".
Zusätzlich habe ich das Servokabel in der Fläche am Stecker mit Heißleim ummantelt und einen
langen Schrumpfschlauch aufgezogen. Erhitzt man nun den Schrumpfschlauch, schmilzt auch der
Heißleim wieder und klebt sehr schon am Schrumpfschlauch UND am Stecker. So wird die Verbindung,
die jedes Mal beim An-/Abstecken bewegt wird, deutlich "widerstandsfähiger".

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Jetzt noch etwas aufgefüttert und die erste Beplankung aufgebracht.
Hier ein ganz wunderbarer Tip von meinem Modellbaufreund Manfred aus B.:
Verkleben mittels wässrigem Heisssiegelkleber (Graupner Ecofix). Dazu beide Teile (Beplankung und
Auflagestellen) mit einer dünnen Schicht Siegelkleber bestreichen und gut abtrocknen lassen. Dann das
Folien-Bügeleisen auf großer Hitze benutzen und die Beplankung langsam "aufbügeln". Funktioniert ganz
klasse. Deutlich besser als die Ponal-Methode (die ich schon früher einmal im Bericht beschrieben habe).

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Und zum Schluss (für heute) noch eine feine Kleinigkeit:

Wer schon einmal Parkett verlegt hat, kennt sicherlich diese praktischen kleinen Kunststoffkeile.
Die kamen mir doch gerade recht. Sie dienen mir dazu, die Flächen ganz leicht wieder aus der Klemmung
schnappen zu lassen :D

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Oliver.Prinz
18.03.2013, 17:55
Am HLW bzw. am "Boden des Seitenleitwerks" müssen noch Aufleimer für die spätere
Bespannung her. Diese Stelle ist wieder eine 3D-Geschichte: muss dem Höhen- und
dem Seitenleitwerk folgen.

Zuerst habe ich die Rippen des SLWs "weitergeführt" und am Boden Strich für Strich
eine "Endlinie" gezeichnet. Damit erhält man die fortgeführte Biegung des SLWs.

966753


Um auch noch der Rundung des HLWs zu folgen, habe ich aus weichem Balsa einige
2mm Leisten geschnitten und die entlang der gezeichneten Linie aufgeklebt/fixiert.
Das 2x wiederholen und schon hat man einen 3D-Aufleimer ;)

966754 966755

Oliver.Prinz
19.03.2013, 17:41
Der Rohbau ist fast abgeschlossen und ich habe einmal die Waage bemüht:

Rumpf 1.930g
HLW 236g
SLW-Ruder 68g
Flügel lks 898g
Flügel rts 914g (16g Unterschied?!)
Flächenstäbe 274g

bisheriges Rohbaugewicht 4.320g

Gut? :) Schlecht? :confused:

Wir werden sehen.
Oliver.

Oliver.Prinz
29.03.2013, 15:57
Ein wichtiger Tag ist heute: der Rohbau ist fertig.
Freue mich sehr :)

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971853

guckux
29.03.2013, 16:11
Guckux Oliver

GRINS - die ersten Bilder sehen ganz gut aus, da gelange ich zum letzten und mir blieb die Spucke weg, angesichts dieser damit präsentierten Größendimension! :cool: WoW!

Gast_46583
29.03.2013, 16:17
Famos ! Glückwunsch.

Spontan denk ich an Schiller:

"Rinnen muss der Schweiß.
Soll das Werk den Meister loben,
Doch der Segen kommt von oben."

Gusto
29.03.2013, 16:38
Das Richtfest heute ist geglückt
und Oliver ist sehr entzückt.

Der Rohbau wird mit Vlies bespannt
so wird der Flieger elegant.

Der Erstflug naht, ein letzter Check ...
der "Große Strolch" kreist an der Teck.

Viel Erfolg bei Erstflug!
Schöne Grüße, Gusto

Oliver.Prinz
30.03.2013, 07:04
Danke für Eure lieben Antworten.

Oliver.

Oliver.Prinz
30.03.2013, 07:46
Die arbeitsfreie Osterzeit nutze ich und probiere schon etliche Bespannmaterialien aus.
Dazu habe ich eine Flügelattrappe aus 5 "den falsch gezeichneten und gefrästen Rippen" gebaut.

972219


So kam Papier, Papier+Seide, Japan-Türpapier, Organza, Papier+Organza, Futterstoff, ... zum Einsatz.
Diese ganzen Versuchsstücke wurden dann noch wahlweise mit EzeDope (aus England), mit EcoFix (Graupner)
und natürlich mit Spannlack auch wieder in verschiedenen Kombinationen bestrichen. Sogar weiße Beize habe
ich noch kombiniert. Sieht toll aus, funktioniert leider aber nicht gut genug.

Bisher scheint reine Seide und Futterstoff das Rennen zu machen. Bin mir aber noch nicht sicher, ob die
D-Box nicht doch noch eine "Papier-Unterlage" braucht, die das Ganze deutlich verstärkt. Das muss ich noch
ausprobieren.

In den letzten Tagen wollte ich schon "größere Mengen" von Graupner's Ecofix einkaufen, doch die auf dem Markt
verbliebenen Bestände schrumpfen deutlich. Meine Recherche im Internet tat aber noch einen anderen Heiss-
siegelkleber auf: Beva-Gel (wässrige Dispersion aus Vinylacetat und Acrylharz). Funktionert auch sehr gut und
ist in ausreichende Menge einkaufbar.
Dieser Beva-Kleber ist ursprünglich sehr dick, wie sehr zäher Honig. Etwas mit Wasser verdünnt bekommt man dann
aber eine fast sahne-ähnliche Konsistenz, die sich ganz prima verarbeiten lässt.

Das Holz habe ich dazu mit dem wässrigem Heisssiegelkleber bestrichen und abtrocknen lassen. Es entsteht eine
ganz leicht haftende Oberfläche, auf der man gut das Bespannmaterial ausrichten und mit den Fingern andrücken
kann. Das Ganze ist jederzeit wieder repositionierbar.
Anschließend wird mittels kleinem Bügeleisen die Bespannung "richtig fixiert". Am besten geht das, wenn man ein
silikonisiertes Papier (z.B. Backpapier) dazwischenhält. Ohne diese Papier drückt der Siegelkleber gerne durch den
Stoff durch und verklebt das Bügeleisen. Gerade bei feiner dünner Seide.

972232 972233


Wie sich gestern noch zeigte, sollte man nach jedem Versiegeln (Aufbringen) der Bespannung gleich einen Spann-
lackanstrich anschließen lassen. Denn der Spannlack verklebt Stoff und Holz sehr gut und hindert auch das Stoff-
gewebe daran, beim Beschneiden auszufranzen. Beschneiden des Stoffgewebes ohne Spannlack ergibt oft unsaubere
Kanten.

Zum Schluss ein erstes Ergebnis, die auch meine Wahl der Farbgestaltung zeigt :cool:

972234

StephanB
30.03.2013, 09:07
Wunderschön!
Danke fürs Zeigen.
Stephan

routryder
30.03.2013, 09:10
Hallo Oliver
Danke für deinen wunderbaren Bericht.
Grüsse Michel

Patrick Kuban
30.03.2013, 15:53
Hallo Oliver,


So kam Papier, Papier+Seide, Japan-Türpapier, Organza, Papier+Organza, Futterstoff, ... zum Einsatz.

Organza ist recht locker gewoben, drum pappt der Heißsiegelkleber ja auch aufs Bügeleisen durch. Du willst bei dem Modellkaliber die Qualität Pongé 8 haben = gut 30g/qm.

[edit: ich rede von Seide aus Maulbeerspinnerkokons. Nicht von den ganzen Sachen, die den Begriff "Seide" im Wort führen, ohne welche zu sein.]


In den letzten Tagen wollte ich schon "größere Mengen" von Graupner's Ecofix einkaufen, doch die auf dem Markt
verbliebenen Bestände schrumpfen deutlich.

Lahfsc. Der Hersteller (http://solarfilm.co.uk/)stellt das Zeug seit rund 30 Jahren her, ich kenne das unter vier verschiedenen Namen im seit Beginn an gleichen Topf. Wer's noch alles umgepackt anbietet, weiß ich nicht. Ich weiß also nicht, was Herr Lanitz (http://www.oracover.de/index.php/katalog/showarticles/163300-1-orastick_haftklebstoff.html) da anbietet.


Meine Recherche im Internet tat aber noch einen anderen Heiss-
siegelkleber auf: Beva-Gel (wässrige Dispersion aus Vinylacetat und Acrylharz).

Da unterscheidet sich Balsaloc und Georg Kremers Produkt nicht wirklich. OK, Kremer liegt mir näher, ich dürfte bei ihm sicher eine vierstellige Summe (http://patrick.qban.de/Sonstiges/Haus/haus.html) gelassen haben, auch Acryldispersion für meine gewerbliche Arbeit ;-)


Wie sich gestern noch zeigte, sollte man nach jedem Versiegeln (Aufbringen) der Bespannung gleich einen Spann-
lackanstrich anschließen lassen. Denn der Spannlack verklebt Stoff und Holz sehr gut und hindert auch das Stoff-
gewebe daran, beim Beschneiden auszufranzen. Beschneiden des Stoffgewebes ohne Spannlack ergibt oft unsaubere
Kanten.

Das ist letztendlich egal, denn die "sauber beschnittene" Kante der Seide solltest Du genauso beischleifen wie die ausgefranste. Nach zwei, drei Durchgängen sind sie beide weg.

Ich verstehe aber nicht, warum Du die Seide/<anderesähnlichesMaterial> mit Heißsiegelkleber aufbringst, um sie danach eh zu spannlackieren?

servus,
Patrick

Oliver.Prinz
01.04.2013, 08:09
Dank der Feiertage ist das Leitwerk nun mit den Stoffen bezogen.
Sieht imposant aus.

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Frankensteiner
01.04.2013, 12:07
Hallo Patrick,


Balsaloc, Ecofix....

ist das eh nicht alles verdünnter Weissleim?


Ich verstehe aber nicht, warum Du die Seide/<anderesähnlichesMaterial> mit Heißsiegelkleber aufbringst, um sie danach eh zu spannlackieren?

Der Frage schliesse ich mich an. Welchen Vorteil hat das? Die Standardverklebung wird doch mir Spannlack durchgeführt.

Ciao
Klaus

doloebig
01.04.2013, 18:03
Der Frage schliesse ich mich an. Welchen Vorteil hat das? Die Standardverklebung wird doch mir Spannlack durchgeführt.


ich bin zwar nicht oliver antworte aber trotzdem als bekennender allesbügler.

Es geht einfach besser und schneller als das spannlackgepappe. es stinkt nicht und iss bei ersten mal fest.
4 gute gründe für bügeln.
Im unterschied zu Oliver benutze ich fast ausschliesslich Klebestifte als heissiegelkleber.
am besten hält hier UHU contact, es geht aber auch jeder andere.
Nach dem aufbringen mal mit den finger drüber fahren ob sich keine grösseren klumpen gelöst haben und dann ne std "trocknen" lassen.

Gruss
Achim

Oliver.Prinz
01.04.2013, 18:53
Hallo Achim,

Danke für Deine Antwort, der ich mich auch nur anschließen kann.

Es ist wirklich viel entspannter, Heisssiegelkleber oder einen Klebestift (toll, werde ich auch bald ausprobieren)
zu verwenden. Nicht zu vergessen: bei "meinem" Kleber kann ich sehr leicht repositionieren. Einfach wieder weg-
reißen (nicht all zu wörtlich nehmen) und erneut aufbügeln. Auch diese Weise bekommt man Dellen in den Griff.

Klar, hinterher braucht's dann doch -leider, leider- wieder den Lösemittel-Spannlack. Dafür habe ich noch keine
wirkliche Alternative gefunden (wenn da jemand eine gute Idee hat .... bitte mir unbedingt mitteilen!).
Doch zuvor wird alles mittels Klebemethode aufgebracht und erst dann "herumgestunken". Meine GAX-Maske
wartet schon...

Oliver.

Frankensteiner
01.04.2013, 23:15
Hallo Achim und Oliver,

danke, und schon wieder etwas Neues dazugelernt. Ich werde beide Methoden mal ausprobieren.

Ciao
Klaus

Patrick Kuban
02.04.2013, 10:30
Hallo,

Rundschlagantwort bzw. separierte Diskussion > hier < (http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/384901-Aufbringen-quot-altehrw%C3%BCrdiger-quot-Bespannungen?p=3082310&viewfull=1#post3082310) ('s interessiert ja vielleicht später noch jemanden)

servus,
Patrick

Oliver.Prinz
07.04.2013, 16:59
Dank der Heisssiegelei ist das Bespannen wirklich angenehm und geht leicht von der Hand.

977218

Madebo
09.04.2013, 16:07
Hallo, Oliver,
Meine erste Antwort im Forum zu Deinem "Riesenstrolch"!
Erfreulich, dass Dir das Bespannen mit Heißsiegelkleber gut von der Hand ging, scheinbar doch eine gute Lösung!
Welches Bespann-Material kam entgültig zum Einsatz? Alles macht einen Super-Eindruck, ich wiederhole hier nochmal
meinen ehrlichen Glückwunsch zu dieser hervorragenden Gesamt-Arbeit, alle Achtung dazu!! Wie verdrehsteif sind die
Flächen nach der entgültigen Spannlck-Spannung geworden?

Oliver.Prinz
09.04.2013, 17:24
Lieber Manfred,

Willkommen im Forum :)

Die Flächen sind noch nicht mit Spannlack behandelt. Ich bringe zuerst alle Stoffe auf den gesamten
Flieger auf, um dann erst "mit der Stinkerei" anzufangen.
Das passt ja zum derzeitigen kalten Wetter sehr gut. Denn an offenes/gekipptes Fenster ist ja immer
noch nicht zu denken.

Das Weiß ist ein dünner Kleider-Futterstoff aus Polyester (PE), der sich wunderbar aufbringen und mittels
Bügeleisen (oder Heißluft) spannen lässt. Das Rot ist sehr dünne aber dicht gewobene Seide. Bei ihr muss
man schon deutlich mehr auf eine Vorspannung aufpassen, denn sie spannt sich mit Hitze kaum/nicht.

"Mein lieber Meister" Heinrich Düllberg bespannt seine Flächen bzw. die D-Box sogar erst mit (Japan-)Papier,
um anschließend Stoff, Gardine oder Organza mit Spannlack aufzubringen. Das versteift die Fläche ungeheuer.
Und diese Kombi-Bespannung ist enorm widerstandsfähig.

Bald kommt nun auch der Rumpf mit der Bespannund d'ran und dann wird der Spannlack samt GAX-Maske
ausgepackt. Mein Ziel ist, in Kottspiel zum Saisonstart den Strolch fertig zu haben.

Oliver.

Patrick Kuban
09.04.2013, 20:02
Hallo,


Das Weiß ist ein dünner Kleider-Futterstoff aus Polyester (PE), der sich wunderbar aufbringen und mittels
Bügeleisen (oder Heißluft) spannen lässt. Das Rot ist sehr dünne aber dicht gewobene Seide. Bei ihr muss
man schon deutlich mehr auf eine Vorspannung aufpassen, denn sie spannt sich mit Hitze kaum/nicht.

Wirklich Seide? Die von Maulbeerspinnerraupen? Denn die macht mit Wärme erstmal überhaupt nix, dann brennt sie ab. Spannen tut sie zwischenzeitlich nicht, verfärben vorm Loch einbrennen nur wenig. Hingegen spannt sie mit Wasser metrisch zwar nicht soo viel, aber kräftebezogen durchaus. Diese Aussage ist an Folienbespanner gerichtet.

BTW: PE = Polyethylen, Polyester = PES

servus,
Patrick

Gusto
09.04.2013, 21:24
... Mein Ziel ist, in Kottspiel zum Saisonstart den Strolch fertig zu haben...
:eek:
Wow! Wird der Erstflug dann bei der Saisoneröffnung der Antikflieger in Kottspiel sein? Das wäre ja ein perfekt passendes Datum.
(Ob die Fahrradwinde es schaffen wird, den großen Strolch hochzuziehen? Hm, bin skeptisch)

Oliver.Prinz
11.04.2013, 18:10
Möchte keine all zu große Hoffung wecken: Ob wirklich schon in Kottspiel der Erstflug stattfindet?
Vermute eher nicht. Denn ich brauche dafür (m)eine notwendige Ruhe und keine Zuschauer.

Es wird aber ein anderer "sehr bekannter Modellbauer" seine "Großbaustelle" auch fertig haben
und bestimmt diesen in die Lüfte transportieren wollen.

Oliver.

rolfwolf
12.04.2013, 00:48
Ich habe Gestern ein Original Bauplan vom Strolch gekauft, in Deutschland. Jetzt muss Ich den Versand warten. Also bald wird ein Strolch in Argentinischer Himmel Fliegen. Aber als Freiflieger.

Oliver.Prinz
13.04.2013, 18:35
Hallo "rolfwolf",

Mach' doch nur ein Seitenruder mit in den Flieger. Das bisschen Mehrgewicht stört nicht wirklich.
Aber dann bleibt Dein sicherlich schöner Strolch "bei Dir" :)

Viel Erfolg beim Bau,
Oliver.

rolfwolf
13.04.2013, 22:19
Hallo "rolfwolf",

Mach' doch nur ein Seitenruder mit in den Flieger. Das bisschen Mehrgewicht stört nicht wirklich.
Aber dann bleibt Dein sicherlich schöner Strolch "bei Dir" :)

Viel Erfolg beim Bau,
Oliver.


Danke Oliver; aber leider kann man nichts ändern vom Original. Ich werde mit diesen „Strolch“ in argentinischer National Wettbewerb Fliegen, als Oldtimer Segler. Und Man kann nichts Ändern vom Original. Das Einziege was man kann benutzen ist ein „Timer“. Danach will Ich auch ein guten Deutschen Oldtimer Modell mit Gummibetrieb bauen. Irgend ein Modell zum Entfällen?

Frankensteiner
14.04.2013, 02:03
Hallo Rolf,


Danach will Ich auch ein guten Deutschen Oldtimer Modell mit Gummibetrieb bauen. Irgend ein Modell zum Entfällen?

Wie wärs mit dem "Pelikan" von Sperl, äh deutsch ist er nicht, aber immerhin kommt ber von ganz nah (Österreich).

980696

Ciao
Klaus

Oliver.Prinz
14.04.2013, 07:34
Wie wärs mit dem "Pelikan" von Sperl, äh deutsch ist er nicht, aber immerhin kommt ber von ganz nah (Österreich).


Hallo zusammen,

Bitte nicht ein neues Thema inmitten dieses Bauberichts starten.
Beginnt doch einfach ein neues.

Danke für's Beachten,
Oliver.

Eckart Müller
14.04.2013, 11:10
[...] Bitte nicht ein neues Thema inmitten dieses Bauberichts starten. Beginnt doch einfach ein neues. [...] Dem kann ich mich nur anschließen...;)

rolfwolf
16.04.2013, 21:38
Hallo Rolf,



Wie wärs mit dem "Pelikan" von Sperl, äh deutsch ist er nicht, aber immerhin kommt ber von ganz nah (Österreich).

980696

Ciao
Klaus


Danke sehr Für den Ratschlag! Gruß

Oliver.Prinz
31.08.2013, 19:25
Lange ist's her, dass ich mich hier gemeldet habe.
Mich hat 'mal wieder die Bau-Unlust erwischt. Irgendwie kam bei mir nicht die richtige Stimmung dafür auf.

Nichtsdestotrotz, etwas ging's dann doch weiter und die Bespannerei ist fertig ;)
Jetzt fehlt noch etwas "Feinschliff" und die RC-Anlage und dann ....
der Erstflug (nach 2 Jahren Bauzeit ... hab' jetzt schon die Hosen voll :()

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guckux
31.08.2013, 23:24
Guckux Oliver

Ich wünsch Dir nach dem tollen Baubericht das erhabene Gefühl, wenn er fliegt, steigt und in die Lüfte trägt! :cool:

doloebig
31.08.2013, 23:41
der Erstflug (nach 2 Jahren Bauzeit ... hab' jetzt schon die Hosen voll :()


die am dienstag beginnende rhönwoche des amd (http://antikmodellflugfreunde.de/index.php/home/termine/details/16-amd-jahrestreffen) wäre doch die perfekte gelegenheit.:D

gruss
joe

Tramp
01.09.2013, 20:24
Hallo Oliver,
Sieht ja gewaltig aus dieser Strolch!
Super baubericht, den ich gerne gelesen habe und die tollen foto's öfters angeschaut, danke dafür!

Viel Spaß beim ersten Flug mit dem Strolch.

Johannes

Madebo
07.09.2013, 11:43
Hallo, lieber Modellfreund Oliver,
wer sich mit einem so umfangreichen Baubericht derartig viel Mühe macht, hat ein "Riesenlob" verdient, also auch von mir einen "Big-Glückwunsch" zur Fertigstellung des "Big Strolch´s".

Du hast viel Holz und unzählige Stunden in das Projekt gesteckt, nun sollst Du auch die Früchte Deiner Arbeit ernten, wenn das Modell die Lüfte erobert. Die Bemerkung mit den "vollen Hosen" kann ich gut verstehen, Du bist da in guter Gesellschaft zu anderen Kollegen, die einen Erstflug vor sich haben, so auch ich selbst mit dem "Thermy". Ich kann Dir von Bochum aus leider nur moralische Unterstützung anbieten, vielleicht einen Weg, der Dir das "Hosenflattern" etwas mildert: Nicht zur Wiederholung empfehle ich einen Alleingang wie zum Beispiel mit der Miss Bavaria, sondern die Hilfe von einem, oder zwei Modellkollegen Deines Vertrauens, die den Erststart -Werfen und Steuern- zunächst in der Ebene für Dich ausführen, wenn Du Dir das (noch) nicht zumuten möchtest. Fliegt der Strolch aus dem Handstart ordentlich, solltest Du schnellstmöglich z.B. an den Hang umziehen, den wir zusammen beflogen haben, damit der Strolch "mehr Luft unter die Flügel" bekommt, dort kann man auch in "sicherer Höhe" Stück für Stück die Steuer-Reaktionen testen und wenn nötig am Boden nachstellen. Begehe bitte nicht den Fehler, den ich am Anfang meiner Modellfliegerei machte, weil ich "Höhen-Angst" hatte, das Modell wäre oben nicht mehr beherrschbar, genau das Gegenteil ist der Fall, wenn es richtig getrimmt und eingeflogen ist! Du kannst eine heftige Bewegung oder eine kritische Fluglage besser in sicherer Höhe abfangen, ohne zu schnell in Bodenberührung zu kommen.
- Eine Überwindung gehört natürlich dazu- ; ich könnte mir vorstellen, der Strolch wird nicht zu schnell sein, sodass Du den Sender vom Kollegen zum "Kennenlernen" des Modells in der Luft für einige Runden übernehmen kannst. Bist Du Dir zum Landen noch zu unsicher, sollte besser der Modell-Kollege Deines Vertrauens die Landung ausführen, vor allem dann, wenn das Modell am Hang gelandet werden soll, nicht (mehr) den ebenen Teil des Flugfeldes erreichen würde, oder soll! Ok, Theorie, wie es gehen soll, kann man leicht von sich geben, aber ich denke, man muss den Mut, das Modell "aus der Hand" zu lassen schon selbst aufbringen. - Das kann man ja mit kleineren Modellen wie dem Excel üben, das war doch die Strategie "unseres" Kennenlernens! Du wirst Dich sicher "Flug für Flug" mit dem Modell "anfreunden", das wünsche ich Dir!

Ich möchte Dir einen entspannten, unfallfreien Erstflug wünschen, Du sollst nach der langen Bauzeit die Freude des Fluges erleben und auch weiterhin viel Spaß am "Big Strolch" (wie ich ihn nenne) haben. Zum Schluss noch einen wohlgemeinten Spruch eines Kollegen, der anfangs witzig klingt, aber dennoch etwas Wahrheit beinhaltet: -Man muss sich vor dem Start des Modells von ihm verabschieden-! Meint: In diesem Moment soll man es innerlich loslassen, dann kann man es frei von inneren Zwängen fliegen!!

Schön, wenn Du vom Erstflug wieder berichtest, ich denke, das wäre ein guter Abschluss Deiner Arbeit!

Beste Wünsche und Grüße aus Bochum
Manfred D.

mannikiel
08.09.2013, 01:06
Da war doch neulich was...

http://www.ebay.de/itm/Strolch-x-2-Thermik-Segler-Spw-3-6-m-Lange-2-6m-einmaliger-Antiker-Flieger-/400560342948?pt=RC_Modellbau&hash=item5d4341c7a4

Meinen Respekt allen (beiden ?) Bastlern !!!

Oliver.Prinz
23.09.2013, 18:17
Nach 2 Jahren Bauzeit, 330 (veröffentliche) Bilder später ist es vollbracht.
(M)ein Baubericht findet sein erfolgreiches Ende:
Der große Strolch flog, ganz ohne Mucken, majestätisch, als gäbe es nichts anderes.

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Was für ein Tag !!!

oldtimersegler
23.09.2013, 19:21
Hallo Oliver,

herzlichen Glückwunsch zum gelungenen
Erstflug.
Und weiterhin schöne Flüge mit deinem schönen
Strolch!!
So einer könnt mich auch noch interessieren;);)

Gruß Olli

pazzopilota
23.09.2013, 21:32
...tolles Flugbild -- einfach nur erfrischend!!

:D

Holm & Rippe

Andy

Elfman
24.09.2013, 07:02
Absolut phantastisch :) Hut ab und Gratulation.

guckux
24.09.2013, 08:15
Guckux Oliver

auch von mir ein herzliches Dankeschön für Deinen Baubericht und Gratulation zum Jungfernflug!

Das beste Bild ist das letzte: ein strahlender kleiner Junge mit seinem "zu groß" geratenen Segler :-D

Kringelking
24.09.2013, 20:12
Hallo Oliver,

ein einmaliges Flugbild eines einzigartigen Modells!

Vielen herzlichen Dank für die Mühe, die du dir mit diesem Baubericht gegeben hast, damit wir beim Entstehen deines "Superstrolchs" dabei sein konnten.

Ich wünsche dir so viel Freude beim Fliegen, wie ich beim Lesen deines Berichts hatte...


Schöne Grüße ganz aus dem Süden
Rainer

Madebo
27.09.2013, 12:01
Hallo, Oliver,
ich füge mich gern in die Reihe der "Gratulanten" zum gelungenen Erstflug ein, auch von mir meine herzliche Gratulation zu diesem denkwürdigen Ereignis in Deinem "Modellbauer-Leben"!
Du kannst Dir vorstellen, wie ich mich für Dich freue, dass der Flug bei dem tollen Wetter so problemlos verlaufen ist, das muss ein Super-Gefühl gewesen sein, diesen großen Vogel
in Eurem weitläufigen Fluggelände gleiten zu sehen! Der große Strolch hat Dir und Deinem "Einflug-Team" einen wirklich erfreulichen Tag beschert, ich denke, auch Deinen Helfern gebührt
sicher ein besonderes Dankeschön, für die sehr gelungenen Fotos und die Unterstützung beim Fliegen! -Einfach "Klasse"- was Euch da gelungen ist. Dieser Tag soll Dich motivieren,
häufiger den Bauraum mit dem Flug-Gelände zu tauschen, um die Freude am Modellfliegen zu steigern! Weiter so, und auch von mir wieder herzlichen Dank für Deine ausführliche
Dokumentations-Arbeit in der Bau-Phase!
Beste Grüße aus "dem Ruhrpott"
Manfred D.

flugfranz
30.09.2013, 10:42
Lieber Oliver,von Manfred erfuhr ich vom Erstflug Deines "Strolch`s" undmöchte Dir für Deine Arbeitmeinen Respekt zollen. Ich bin z.Z. auf der Insel Cres in Kroatien.Wenn ich wieder daheim bin,meldeich mich wieder.

Viele Grüße Franz

Oliver.Prinz
01.10.2013, 20:03
Heute war ein guter Tag, um auch den Gummiseil-Start auszuprobieren.
Dafür habe ich heute morgen noch zwei Haken etwas vor dem Schwerpunkt,
direkt unterhalb der Flächen angebracht. Funktioniert(e) ganz prima:



http://youtu.be/WexBMaF7Fno

Am Nachmittag haben wir dann noch den Standort gewechselt und einen
wunderbaren (ersten) Thermikflug hinter uns gebracht. Schon jetzt "Entschuldigung"
für das Gewackel, aber Strolch-werfen, laufende Kamera greifen und teilweise
über-Kopf-filmen ist kaum wackelfrei zu erledigen :rolleyes:



http://youtu.be/iHALWE9bC5g

Viel Spaß beim "Guggen" ;)



PS an den Moderator:
Irgendwie "bin ich zu dumm???", das Video direkt ins Posting zu intergrieren.
Auch Wiki gibt hier nichts Passendes dazu her. Sorry für Deine Nacharbeit.
Dennoch Danke :D

Peter Dörscheln
02.10.2013, 13:23
Größer fliegt irgendwie besser, ist einfach so...

Glückwunsch zu deinem Experiment, dem Mut, es durchzuziehen - und nicht zuletzt zu dem tollen Modell !

Peter

Madebo
03.10.2013, 10:41
Hallo, Oliver,
mit den beiden Videos hast du noch "einen drauf gesetzt"! Die Erstflug-Fotos waren schon sehr beeindruckend, aber, wer dich kennt, der weiß, da kommt noch was!! Nach den tollen Fotos hätte ich gern das bewegte Flugbild gesehen, meinem (geheimen) Wunsch bist du unaufgefordert nachgekommen, danke, ich bin voll begeistert! Das majestätische Gleiten in der schönen Landschaft und der stetige Höhengewinn sind eine Augenweide, so muss es sein, -und das aus der Hand- ich kann dich nur zu deinem Modell beglückwünschen und hoffen, es bringt dir und deinen Modell-Freunden weiterhin viele schöne, lange (unfallfreie!) Flüge. Könnte ich Preise vergeben, wärst du an der oberen Spitze und auf dem 1. Treppchen, denn, wer sich so viel Mühe macht, (Holz-Arbeiten, Ausdauer, Bauberichte und was dazu gehört), der hat ein großes Lob verdient, ehrlich! Ich hoffte, wünschte, dein "großes Projekt" kommt zu einem gebührenden Ende, mein, und natürlich auch dein Wunsch haben sich nun erfüllt, nochmal: Gratulation, das war "SPITZE" !. Abschließend: Leute wie dich brauchen wir in unserem schönen Modell-Hobby!
Beste Grüße aus Bochum,
Manfred D.

Oliver.Prinz
10.12.2013, 19:27
So nun habe ich auch noch die verschiedenen Daten zu diesem Bauprojekt.

Massen:
- Rumpf inkl. SR+HR 1.944g
- Flügel inkl. Störklappen 2.314g
- RC 468g
=> Abfluggewicht 4.726g

Maße:
- Rumpflänge 2.530mm
- Spannweite 3.700mm

Oliver.Prinz
08.03.2014, 17:46
Vom 21. - 23. März findet in Sinsheim die Faszination Modelltech statt.
Der AMD (Stand.6240) wird in Halle.6 eine größere Aussstellungsfläche haben (Stand.6238),
auf der sicherlich ganz wunderbare Antikmodelle zu sehen sein werden.

Mein Strolch ist auch dort :)

Ggf. viel Spaß & vielleicht sehen wir uns ja (am Sonntag).

Oliver.