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Gummiadler
05.11.2013, 15:05
Hallo Frank,

wenn Du Dir ein RES Modell baust/zulegst, lohnt es sich auch das EMC RES Set zu kaufen. Ich hab auch erst wegen des Preises mit allem mögliche rumprobiert und letztendlich das Geld dann doch ausgegeben und mich am Ende geärgert, dass ich das nicht gleich gemacht habe (bzw. das adäquate Zeugs, denn das konfektionierte gibt es ja noch nicht so lange), es ist einfach das geeigneteste. Ich hab jahrelang mit so einem amerikanischen Schlauchgummi (rot) rumgemacht, ging auch, aber brachte halt nur 2/3 der Auskuppelhöhe. Und das ist hier im Flachland oft der Unterschied zwischen einem schönen Flug oder gleich wieder landen. Und in der privaten Nutzung nur für mich hält es bei halbwegs sinniger Nutzung und Lagerung Jahre, da relateviert sich der Preis.
Viel Spass und VG Torsten

Phoenix35
05.11.2013, 20:10
Danke Hans,

dann werde ich das leitwerk wahrscheinlich verwenden. Ich habe aber ein Pendelleitwerk bekommen und sehe, dass du ein gedämpftes hast. Muss ich mal Sisa fragen, ob das die gleiche Größe hat.

Bei meinem Eigenbaurumpf habe ich eine EWD von 1,4 Grad versucht einzubauen - ob es die letztlich auch geworden sind habe ich nie gemessen. Versuchsflüge mit verschiedenen zurückverlegten Schwerpunktlagen bis 70 mm (Höchstwert) und dazu erflogener passender EWD ergaben, dass bei 67-68 mm das Leistungsmaximum ist (was das geringste Sinken betraf). Die Laufleistung war bei 70 mm noch besser, das Modell neigte aber leicht zum Unterschneiden, dass Abfangen war nur extrem ruckartig möglich. Aber das hatte ich glaub ich auch schon mal geschrieben.

Viele Grüße

Uli

Hans Hoffmann
05.11.2013, 20:55
Hallo Uli,

falls Sisa momentan nicht mitliest, das Pendelhöhenleitwerk ist in den Abmessungen bis auf 5mm geringere Spannweite identisch.

Daß ich mit 70mm Schwerpunktlage glücklich bin, kann auch mit den anderen Randbögen zusammenhängen. Ich hatte bei meinen Versuchen mit
FLZ-Vortex festgestellt, daß nach Einzeichnen der Randbögen der errechnete Schwerpunkt auf 70mm zurückrutschte. Die ersten Berechnungen hatte
ich ohne Randbögen mit einfachen Trapez-Außenflügeln gemacht, da lag der errechnete Schwerpunkt weiter vorne.
Ich habe den Schwerpunkt erflogen. Das eingeklebte Trimmblei in mehreren Schritten mit dem Bohrer erleichtert.

Gruß Hans

Phoenix35
06.11.2013, 08:30
Hallo Hans,

das mag es erklären - ich hatte mich schon über die Unterschiedlichkeit gewundert, da wir das Modell ja scheinbar beide recht "gewissenhaft" eingestellt haben. Dann wünsche ich dir und mir noch viel Spaß mit dem Modell. Ich selbst bin sehr froh, dass ich nach etwa 35 Jahren Modellflug und vielen größeren und teureren Modellen immer wieder feststelle, dass die einfachen Segler und das Thermikfliegen aus der Hand oder einem günstigen Gummie mir immer noch die größte Freude bereitet - in meinem Verein fliegen immer mehr SEgler ab 6 Meter mit mülltonnendicken Rümpfen, geschleppt von Modellen mit "Motorradmotoren".

Viele Grüße

Uli

little_wing
06.11.2013, 09:25
...immer wieder feststelle, dass die einfachen Segler und das Thermikfliegen aus der Hand oder einem günstigen Gummie mir immer noch die größte Freude bereitet - in meinem Verein fliegen immer mehr SEgler ab 6 Meter mit mülltonnendicken Rümpfen, geschleppt von Modellen mit "Motorradmotoren".

Viele Grüße

Uli

...sehr treffend formuliert!
Aber mir sind die 6m Segler immer noch zu klein, bei dem Bauaufwand würde ich gleich in M 1:1 bauen, da kann man sich dann wenigstens reinsetzen :D:D

speedy573
07.11.2013, 23:21
Hallo Leute,

auf die Gefahr hin jetzt gesteinigt zu werden:
Wo kann man die aktuellen Bauregeln für RES nachlesen?

Finde RES hochinteressant, aber es kommt nur ein Selbstbau in Frage (kein Bausatz).

Betreffen die hier diskutierten Modelle eine ausschließlich deutsche Regel?

Und würde dieser Entwurf (bis auf das Faserverbund Rumpfvorderteil) in das Reglement passen?
http://www.charlesriverrc.org/articles/allegrolite2m/markdrela_allegrolite2m.htm

Vielleicht hat ja schon jemand den Flieger gebaut und RES-konform in D eingesetzt?

Sorry about that...newbee....
Danke im voraus

Gruß
Mike

Berti.H
08.11.2013, 06:02
also nochmal für den Mike:



eine kleine Übersicht an RES Modellen findest Du im RCN-Wiki: Kategorie:RES-Modelle (http://wiki.rc-network.de/index.php/Kategorie:RES-Modelle)
...
ansonsten findest Du alles wichtige zum Modell hier:

Rahmenausschreibung des LVB für die RES Klasse (http://www.lvbay.de/download_usr/F3B_RES_RAS_2013_Entwurf.pdf)

2. Modell:
2.1 Das Modell besteht aus Flügel, Rumpf und Leitwerk (soweit nicht Nurflügel). Modelle, die nicht über Rumpf und Höhen- oder Seitenleitwerk oder keines dieser Bauteile verfügen (= Nurflügel) sind ebenfalls zugelassen, wenn sie insgesamt nur über 2 Steuerklappen am ganzen Flugzeug verfügen. Jede dieser Steuerklappen darf nur von jeweils einem Servo angelenkt werden. Ansonsten gelten die Bauvorschriften für die Leitwerksmodelle sinngemäß.

Das Modell ist in „überwiegender“ Holzbauweise erstellt. Dies bedeutet:
a) Im Flügel dürfen lediglich für die Holme, Flügelverbinder und Nasenleisten GFK/CFK/Kevlar-Rohre oder GFK/CFK/Kevlar-Profile verwendet werden (ansonsten Holz).
b) Der Heckausleger für das Leitwerk darf aus einem GFK/CFK/Kevlar-Rohr oder –Profil bestehen. Das Rohr/Profil darf (von hinten gesehen) maximal bis zur halben Flächentiefe des Flügels reichen.
c) Der Holzrumpf darf zur Festigkeitserhöhung auf der Oberfläche mit GFK/CFK/Kevlar beschichtet sein.
d) Alle Ruderanlenkungsteile sind von der CFK/GFK-Einschränkung ausgenommen.

2.2 Nicht erlaubt ist der Einsatz
a) eines Voll-GFK/CFK/Kevlar- oder sonstigen Kunststoff-Rumpfes (z.B. Expert, EPP etc.),
b) eines in GFK/CFK/Kevlar Schalenbauweise erstellten Flügels oder Leitwerks, auch keine GFK/CFK/Kevlar-D-Box,
c) eines Leitwerks oder Flügels aus GFK/CFK/Kevlar-beplanktem Schaum- oder sonst. Kunststoff,
d) feststehender oder einziehbarer Vorrichtungen zum Abbremsen des Modells bei der Landung am Boden (z.B. Bolzen, sägezahnähnliche hervorstehende Vorrichtungen usw.). An der Unterseite des Modell darf nichts hervorstehen außer den bis zu zwei Hochstarthaken (Größe: je 5mm breit x 15 mm hoch, von vorne gesehen. Die Hochstarthaken können verstellbar sein, jedoch darf die Verstellung oder das Ausklinken nicht über die Fernsteuerung erfolgen.
e) Ballast, der sich nicht innen im Modell befindet und an der Zelle sicher befestigt ist.
f) Jede Informationsübertragung vom Flugmodell zum Wettbewerbsteilnehmer ist verboten, mit Ausnahme der Signalstärke und der Spannung der Empfängerbatterie (keine Variometer).

speedy573
08.11.2013, 07:09
Danke!

Gruß
Mike

HeinM
08.11.2013, 08:56
Hallo Leute,

auf die Gefahr hin jetzt gesteinigt zu werden:
Wo kann man die aktuellen Bauregeln für RES nachlesen?

Finde RES hochinteressant, aber es kommt nur ein Selbstbau in Frage (kein Bausatz).

Betreffen die hier diskutierten Modelle eine ausschließlich deutsche Regel?

Und würde dieser Entwurf (bis auf das Faserverbund Rumpfvorderteil) in das Reglement passen?
http://www.charlesriverrc.org/articles/allegrolite2m/markdrela_allegrolite2m.htm

Vielleicht hat ja schon jemand den Flieger gebaut und RES-konform in D eingesetzt?

Sorry about that...newbee....
Danke im voraus

Gruß
Mike

Hallo Mike
such mal nach BABAJager
oder guck da (2Seiten zurück)http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/296633-RES-Modelle?p=3241338&viewfull=1#post3241338
Gruß Hein

Rainer Keller
08.11.2013, 09:07
Der Allegro Lite ist sicher eine gute Ausgangslage für eine Eigenkonstruktion.
Die Auslegung diente mir beim PicaRES auch als grundlegende Inspiration ;)

little_wing
08.11.2013, 10:02
Hallo Mike,

eine regelkonforme Variante, die die Leistungsmerkmale des Allegro Lite recht gut umsetzt findest du hier:

http://www.uni-stuttgart.de/akamodell/projekte/?p=398

Die Baba-Jaga hat auf den diesjährigen Wettbewerben auch schon ihr Leistungsvermögen gezeigt.

Einen Bausatz wird es möglicherweise noch dieses Jahr hier geben (falls du schneller als mit dem Nachbau des Allegro Lite zu einem flugfähigen, erprobten Modell kommen willst):

www.modellbauservice.com

Einfach mal Kontakt aufnehmen.

speedy573
09.11.2013, 08:56
Danke für eure Infos zum Allegro.
Anscheinend habe sich einige mit Drelas Design Philosophie befasst.

Was mich wundert ist dass Holzrümpfe eingesetzt werden, wobei ein konischer Leitwerksträger aus Fasern laut Reglement zulässig ist.
Einen LW-Träger mit vernünftigem Gewicht und ausreichender Festigkeit selbst zu wickeln ist nicht allzu aufwändig.
Bei unserem Aegea Projekt haben wir die Rohre mit 19-20gr selbst gewickelt, die Länge ist ähnlich beim Allegro. Bis jetzt haben die Rohre bei den drei Fliegern gehalten.
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/372492-Baudoku-Aegea-II?highlight=Aegea

Und bei den Drela Holmen scheint noch einiges an Gewichtsreduktion machbar solage man den Flieger nur an das Standard Gummi hängt.

Gruß
Mike

Kayb
09.11.2013, 12:06
Es gibt derzeit 4 RES Entwicklungen, die sich an Drela's Allegro orientieren. Am nächsten dran ist, wie hier schon erwähnt, unsere BABA-JAGA. Auch PicaR.E.S und der FORESTER verwenden die AG3X Profile. Der PURES ist trotz offener Rippenbauweise nah am Allegro dran.

Vom Gewicht her solltest du tunlichst schaun das Gewicht vom Allegro zu halten. Wird der Flieger schwerer, hast du bei ruhigen Bedingungen echt schlechte Karten. Den Holm hast du ja schon als Potentielle Einspaarmöglichkeit entdeckt. Unsere leichtesten BABA's wiegen 450g mit Holzrumpf. Ein Rumpf mit CFK-Heckausleger ist in Planung, damit werden wir nochmals ne ganze Ecke leichter.
Wichtig ist beim Bau schön leichtes Holz zu verwenden und nicht unbedingt Tonnen an Klebstoff reinzubuttern.

gruß Ruben

Phoenix35
09.11.2013, 16:30
Hallo,

was ist denn für euch leichtes Holz? Unter 10 Gramm pro Millimeter Dicke (pro Brettchen) oder welchen Orientierungswert nehmt ihr da. So gehe ich auf jeden Fall bei den meisten Standardteilen vor.

Noch eine Frage zu den Anlenkungen. Ich nehme immer noch die Bowdenzuginnenröhrchen mit einem 0,8 Stahldraht. das ist im Vergleich zu einer fadenanlenkung wie beim SAL immer noch sehr schwer, vor allem da es ja vorne mal x wieder reingepackt werden muss. Was nehmt denn ihr.

Vielen Dank für die Antworten.

Viele Grüße aus Köln

Uli

little_wing
09.11.2013, 23:15
Hallo Uli,

das Holz mit der Waage, aber auch dem Auge und den Fingern aussuchen, die Maserung und die Homogenität des Brettes ist genauso wichtig wie das spez. Gewicht, aber das weißt du sicher.

Eine Fadenanlenkung bei RES habe ich noch nicht gesehen, ist aber ein interessanter Gedanke. Könnte auch bei den Kräften die an den RES modellen wirken, durchaus möglich sein wenn das Höhenruder auf Zug angelenkt wird. Bei einem V-Leitwerk einfacher realisierbar als bei Kreuzleitwerk, weil die Anlenkung oben im V erfolgen kann. Von der Gewichtsbilanz ist die Fadenanlenkung sicher ein Tick günstiger als ein Bowdenzug, gerade weil die Einsparung hinter dem Schwerpunkt wirkt.

Rainer

Phoenix35
10.11.2013, 07:48
Hallo Rainer,

danke für deine Antwort. Das stimmt, ich wusste bereits, dass es beim Selektieren noch weitere wichtige Kriterien gibt (neben dem Gewicht).

Fadenanlenkung probiere ich beim nächsten Modell aus, aber mit zwei 0,3er "Federn" (nicht nur eine wie beim SAL) - spart rund 7 Gramm hintern Schwerpunkt.

Viele Grüße

Uli

Hans Hoffmann
10.11.2013, 11:10
Hallo,

was mich an der Stahldrahtanlenkung stört ist lediglich, daß der Draht rostet! Hat da jemand eine Idee, ob es so einen Draht federhart in rostfrei gibt.
Das Trimmblei hab ich teilweise durch einen GfK-Überzug der Rumpfnase ersetzt, die ich vorher so schlank wie möglich um den 800er Eneloop verschliffen
habe. Dabei setzte mir auch der regelkonforme Nasenradius eine Grenze. Überlege noch, einen Flitschenhaken weit vorne einzubauen. Hat das Sinn bei einem
RES-Modell, oder zerlege ich dasselbe? Hab das vor Jahren mal bei einem Fashion von Simprop (HLG) gemacht. War immer sehr spektakulär, das Teil hatte
aber auch eine superfeste Styro-Abachi Fläche. Flitschen kenn ich auch von meinem Nuri XXs.
Zur Abwechslung mal wieder ein buntes Bild von meinem zum Papagei mutierten RESolution-Verschnitt.

Gruß Hans

Phoenix35
13.11.2013, 11:06
Hallo Hans,

seitdem ich meine Rümpfe in der Wohnung und nicht im (etwas feuchteren) Keller lagere, rosten die Drähte meines Erachtens nicht mehr. Scheinbar gibt es auch Drähte die rosten und solche die es nicht tun - optisch unterscheiden kann ich die aber nicht. Meine 20 Jahre alte Libelle lag schon Jahre im Keller und ist x mal bei Regen geflogen und null Rost. Mein Climaxx Compact hat nach 4 Jahren schon so rostige Drähte, dass ich sie bald austauschen werde.

Flitschen: Die Frage ob die Struktur das aushält ist sicherlich berechtigt - ich denke aber schon (Resolution ohne Oralight). Ich denke aber, dass der relativ hohe Profilwiderstand und die geringe Geschwindigkeit (Profil) des Modells zu einem recht extremen Ausbremsen nach dem Schuss führen werden und man keine berauschende Höhe erreicht (oder einen Looping fliegt :-) , wenn man im ersten Moment etwas zuviel zieht). Da würd ich lieber 7 Meter Gummie und etwa 30 Meter Seil nehmen und einen normalen Hochstart machen. Die Höhe reicht mit diesen Modellen ja oft, um mittels bodennaher Thermik davonzusteigen.

Viele Grüße

Uli

Tesche
14.11.2013, 06:43
Moin Hans ,
es gibt den Draht , den Du suchst. Ich nehme für die Anlenkungen immer Draht aus dem Dental Fachhandel, rostet garantiert nicht;).
Den gibt es auf jeden Fall bis runter auf 0,5mm.

Grüsse, Kai

http://www.vatertagsflieger.de/

Dominik Diefenbach
14.11.2013, 07:11
Mal eine unbedarfte Frage am Rande, warum lenkt ihr eigentlich nicht mit einer Torsionsfeder a la DLG und einem Faden an ?

Ich hatte an einem Thermikschleicher (Lotus) das Thema mit uralt Anlenkungen, das Modell hat schlichtweg Jahrzehnte gelegen und mit neuen Servos etc. pp. habe ich kurzerhand alles neu gemacht, bzw. neu machen müssen. Klar hatte ich Bedenken, was passiert denn beim Hochstart ?

Aber - nix, einfach nix, funktioniert astrein, an einem 14m HLG Gummi, das bis Maximum an einer 90m Schnur ausgezogen wird, kein Flattern, kein Haken, nix. Und dabei ist das HR auch noch auf Torsion und Tiefe auf Zug.

Ich frag halt nur mal, weil der Lotus ist an sich nicht so viel anders, 2m, Balsa Styro, GfK Rumpf und vermutlich in etwa das Gewicht das ihr wahrscheinlich am Ende gerne hättet. Torsionsfedern sind 0,5er Federstahl, Schenkel 50mm zwei Stück, Servos D47.

Dix
14.11.2013, 08:10
Ich habs einmal probiert beim DLG und habe die Finger wieder davon gelassen.
Die dauernde Federvorspannung haben meine Leitwerke verzogen.
Vielleicht waren sie einfach nur nicht steif genug.

Doch ist meiner Meinung nach ein 1-1,5mm Kohlestäbchen mindestens genausogut, kaum schwerer und die Leitwerke werden wirklich nur belastet mit Aerodymanischen und Bums- äh Lande-Trägheitslasten.
Wenn man die Bohrungen in Servo- und Ruderhorn untermaßig lässt und das Drähtchen zur Anlenkung vorsichtig da reinwürgt, dann bleibst die Geschichte auch so spielfrei, wie es das Servo selbst zulässt.

Und wenn man doch einen Stahldraht als Anlenkung nimmt, kann man den auch als Antenne für die olle 35MHz-Gurke nehmen...

little_wing
14.11.2013, 08:48
... weil der Lotus ist an sich nicht so viel anders....und vermutlich in etwa das Gewicht das ihr wahrscheinlich am Ende gerne hättet...

...was hat er denn, der Lotus (ich meine an Gewicht)?

Phoenix35
14.11.2013, 09:59
... und welcher Lotus ist das (welcher Hersteller - Arthobby?)?

Viele Grüße

Uli

Dominik Diefenbach
14.11.2013, 21:34
Ähm ja, Arthobby, ich hatte den damals noch von Simprop, kA muss ewig lange her sein.... hat jetzt haargenau 395gramm nach der Modernisierung.

Hm, mit den verzogenen Leitwerken kenne ich auch, allerdings hat das verlegen der Torsionsfedern an die richtige Stelle direkt Abhilfe gebracht.

Phoenix35
15.11.2013, 08:19
Poh, das ist echt leicht vor allem für einen "Vollmaterialflieger" (Styro mit Pappel beplankt) - bist du sicher, dass deine Waage nicht klemmt?

Viele Grüße

Uli

little_wing
15.11.2013, 10:04
Mal rein hypothetisch:
wenn der Lotus von Simprop dem von Arthobby entspräche, arthobby gibt ein Leergewicht von 382g an, siehe hier:

http://www.arthobby.com/index.php?page=item&category=29&sub_category=38&item=272

dann wäre das sensationell leicht - wenn ein Wiegefehler auszuschließen ist - und wir müßten uns mit unseren Holzfliegern mit Rippenflügel gehörig anstrengen um da hin zu kommen, oder die Rippenfelder mit Helium füllen....;)


P.S. Vielleicht schäumt arthobby ja sein Styopor mit Helium auf, dann ist es ja auch im Flügel gebunden...(ist en Scherz ;))

Phoenix35
15.11.2013, 10:12
..., ich hab mal gegoogelt: Die Jungs bei RC-groups haben das Teil mit unter 400 Gramm gewogen (Fluggewicht, wenn ich richtig gelesen und übersetzt habe).

Viele Grüße

Uli

Dominik Diefenbach
15.11.2013, 12:38
Naja, ich fragt ja nur wegen der Anlenkung, braucts jetzt einen Foto-Videobeweis mit Tageszeitung und Daumenabdruck ;) ?

Das Ding ist sehr leicht, Leitwerke 2mm Balsa (!), Rumpf hauchdünn und vorne sehr lang, ein 4Zellen 350er reicht mit 8gr. servos drin.

Phoenix35
15.11.2013, 16:35
nein Dominik, natürlich nicht - ich wollte deine Aussage nicht in Frage stellen. Ich fand das Gewicht für die Bauweise nur so heftig niedrig, dass ich wirklich dachte, deine Waage "tickt vielleicht nicht richtig".

Viele Grüße und nichts für ungut***

Uli

Dominik Diefenbach
15.11.2013, 17:22
Ischa kei Problem, habsch ja auch geschmeilt dabei ;)

Phoenix35
15.11.2013, 19:45
der LOtus hat nun mein Interesse geweckt. Wenn der sich wirklich so leicht bauen lässt, kaufich den.

Hab aber etwas weiter rumgegoogelt und auch einen alten Prospekt von Arthobby 2005 (Messe Dortmund) ausgegraben: Kit weight 382 Gramm - und das sit auch das Gewicht, dass der Kollege bei RC-groups bezüglich eines zu verkaufenden Lotus angibt. Dann zieh ich die Aussage, dass ich dort fertige Flieger mit dem Gewicht gefunden habe zurück.

Viele Grüße

Uli

little_wing
15.11.2013, 22:16
Ohne das Gewichtsthema von nicht RES-konformen Modellen hier zu überdehnen, trotzdem noch ein Hinweis zu der mittlerweile gängigen Praxis, das Gewicht anzugeben. Bei Herstellern wie arthobby, Reichard oder auch Küstenflieger, die alle etwa ähnliche Bausätze anbieten ist das m. W. immer das Leergewicht, mit dem Vorteil der besseren Vergleichbarkeit für den Kunden.
Für den fertigen Flieger sind dann noch das RC-Equipment und eine Oberflächenbehandlung wie Folie, Lack (außer bei Reichard) hinzuzurechnen, das RC-Equipment wird sich jeder selbst zusammenstellen, bei einem RES-Flieger mit min. 3 Servos sind das üblicherweise etwa 90 - 100g, Folie ca. 40 -50g.
Damit kann sich jeder selbst ausrechnen, was so ein arthobby-Flieger in der 2m-Klasse am Ende wiegt, der aber leider nicht dem RES-Reglement entspricht :(

Gruß
Rainer

Dominik Diefenbach
16.11.2013, 06:33
Jut, im Himmels willen das hatte ich damit auch nicht vor, aber ich kann den Kreis schliessen.

Eben weil ich mit dem ausreichend Spass habe möchte ich Res konformes Fluggerät aus dem Holzlager, das ich so habe bauen, und fragte micht eben warum die Art der Ankenkung eher ungebräuchlich bei euch ist, obwohl sie mit das leichteste, simpelste ist was man machen kann und scheinbar (da kam der Lotus ins Spiel) doch funktioniert.

Sicher, Äpfel mit Birnen einerseits, weil im Res eben Folie drauf muss, GfK Rumpf etc. andererseits reichen d47 auch aus, zumal die 2s Lipo können ohne irgendeinen Schnickschnack davor, und mit Federvorspannung auch gut klarkommen. Es ist mehr eine gedankliche Kombination der Vorteile, die ich da so vor Augen habe. Den Rohbau leicht halten sehe ich da eher mal unproblematisch, GfK gegen Holz, sollte man, sofern man schon mal Rohre selbst gemacht hat lockerst mit Holz unterbieten können.

Kayb
16.11.2013, 16:52
Schnuranlenkungen werden auch im RES kommen, keine Sorge. Es ist leichter und direkt. Temperatur und Feuchtigkeitsausdehnung ärgert natürlich. Auf dem Pendelhöhenruder der BABA fürchten wir uns noch etwas... im Vergleich zum SAL ist im Hochstart mehr Druck auf dem Ruder, da könnte so ne Feder schon nachgeben.
In der nächsten Session wird es sicher nochmal einen Sprung bei den Modellen geben. Ich bin recht sicher, dass dann auch mehr Schnürchenalenkungen da sein werden. Auch werden wohl die Gewichte der Wettbewerbsmodelle bei 400-500g einpendeln. Schwerere Modelle haben bei schwachen Bedingungen schlechtere Chancen, das hat sich deutlich diese Session gezeigt.

Gruß Ruben

PIK 20
17.11.2013, 07:58
Hier wird immer von Schnuranlenkung und Feder geschrieben. Habe hier noch nie ein Bild mit Erklärung gesehen.

Also bitte, dient der allgemeinen Information

Gruß Heinz

Franz Zier
17.11.2013, 10:49
Schnuranlenkung und Feder ist bei den HLGs gebräuchlich und bewährt. Dort findet man auch alle Erklärungen dazu.

Franz

PIK 20
17.11.2013, 12:23
Aha, in dieser Abteilung habe ich mich noch nicht getummelt. Im Wiki steht auch nichts. Also HLG, ich werde das nachholen.

Danke und Gruß Heinz

Mario12
17.11.2013, 12:35
Hallo Heinz.

eigentlich ist das schnell erzählt.
Man biegt einen Draht als 'U'. Dann wird der so in Ruder und Dämpfungsfläche eingebaut, dass er durch den Einbau in der Mitte eine 180° Verdrehung bekommt.
Der Draht drückt das Ruder also immer in eine Richtung und das Servo zieht zum Steuern per Seil in die andere Richtung.
Es hat sich bewährt, Höhe zu ziehen und Tiefe per Federkraft zu geben.
Ein Bild hab ich leider nicht dazu.


Grüße
Mario

little_wing
17.11.2013, 14:12
Kurz und knackig beschrieben!
Da kann sich der Heinz das stundenlange Nachlesen im HLG, SAL-Forum wirklich sparen.

Schönen Sonntag
Rainer

Hans Hoffmann
17.11.2013, 19:46
Hallo,

ich habe mir auf der Messe 8,5mm cfk-Rundstäbe gekauft. Gleiten gut in den üblichen Führungsrohren für den 0,8er Stahldraht, haben gefühlt gleiche
Steifheit wie der Draht. Wiegen fast nichts, ich mußte auf die Digitalwage erst mal zusätzlich was drauflegen, damit diese überhaupt was anzeigte, um die
1 Gramm pro 1m-Stab. Ich überleg noch die ideale Verbindung zu Servo und Ruder.

Gruß Hans

Hans Hoffmann
17.11.2013, 19:55
Uups, meinte natürlich 0,85mm cfk

Airpainter98
19.11.2013, 05:40
Moin Hans,
mit den CFK-Stäben ist das so eine Sache...
Da reicht ein ganz kleiner Schlag und sie knicken weg. Da reicht schon ein Dreher bei der Landung, oder kurz anecken beim verladen.
Ich würde die Anlenkung über Torsionsfeder und Seil bevorzugen. Schnell gemacht, spielfrei und sicher.
Und wenn solche Anlenkungen die extremen Beschleunigungen beim schleudern aushalten, sollte es für RES ganz sicher gehen.

Hans Hoffmann
19.11.2013, 09:55
Hab mal getestet: Draht und Carbonstab gleiche Länge, zusammen mit Zange gebogen. Carbonstab bricht in dem gleichen Moment, in dem der Stahl
dauerhaft verbiegt.

Gruß Hans

frankymaxde
22.11.2013, 14:44
Hallo , jetzt wo der Winter ansteht frage ich mal : gibts eigendlich Baupläne von RES Modellen ? Die angebotenen Frässätze sind ja alle Top , aber zu der Idee von einfachen Holz-zweiachs -Modellen würde auch gut das "selberschnitzen" passen . Gruss Frank

S-G
22.11.2013, 18:01
Guten Abend zusammen,
welche Frästeilesätze gibt es denn eigentlich? Und woher bekommt man sie?
MfG
Georg

UweH
22.11.2013, 19:24
welche Frästeilesätze gibt es denn eigentlich? Und woher bekommt man sie?


Hallo Georg,
der GezoRES ist auf meinem Mist gewachsen, hab damit trotz fliegerischen Patzern den 7. Platz in der RES Bavarian Open 2013 geschafft.
http://myhangar.de/modelle/gezores/

Preisanfrage und Bestellung per Email bei meinem Fräsmeister Thomas Schikora: ts ät myhangar.de

Etwas exotisch, aber nach Modifikationen für den Leichtbau im Wettbewerb ebenfalls zu gebrauchen wenn die Bedingungen einen guten Gleiter begünstigen: mein Nuri ARES. Allerdings sollte man das alltagsorientiert ausgesuchte Balsa komplett gegen gewichtsselektiertes austauschen, so dass man um oder unter 550 Gramm Fluggewicht erreicht, statt ab 700 Gramm der normalen Serie: http://www.laqua-modelltechnik.de/Ares.htm


Gruß,

Uwe.

Kayb
22.11.2013, 22:47
Ich hab mal eine vollständigere Liste als die von UWEH geschrieben. Alphabetisch sortiert.

Amigo gibts beim Graupner.
ARES siehe Uwe's Post.
Baba-Jaga gab ne Kleinserie von Jonas und mir. Wird es bald auf http://www.modellbauservice.com/ zu kaufen geben.
Blue Phönix gibts beim http://www.hoelleinshop.com/
Friendlito ist von http://www.modellbauservice.com/
GezoRES siehe Uwe's Post.
Libelle Competition eigentlich nen HLG. Hat keine Bremsklappe und weniger als 2m Spannweite, geht dennoch ganz gut. Ebenfalls http://www.hoelleinshop.com/
Miles ist meines Informationsstandes nach nicht mehr zu bekommen. http://www.weberschock-development.de/miles.html
PicaRES gibt es unter http://www.modellbauchaos.de/
PURES hat der Sepp einige verkauft.
RESolution gibt es beim http://www.hoelleinshop.com/

Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Berti.H
23.11.2013, 05:49
dann gibt es noch:

Spirit (ohne Spoiler) www.greatplanes.com (http://www.greatplanes.com/airplanes/gpma0530.html)
Callistic (ohne Spoiler) www.hoelleinshop.com (http://www.hoelleinshop.com/Flugmodelle-Helicopter/Flaechenmodelle/Segelflugmodelle/Hoellein/CALLISTIC-Seglerversion-CNC-Holzbausatz-Made-in-Germany-.htm?shop=hoellein&SessionId=&a=article&ProdNr=A1111&t=49301&c=12438&p=12438)
Miles gab es auch mal bei www.kennedycomposites.com (http://www.kennedycomposites.com/miles.htm)

und nicht vergessen die RES Kategorie im RCN-Wiki (http://wiki.rc-network.de/index.php/Kategorie:RES-Modelle)

Gusto
23.11.2013, 07:10
Die Liste geht weiter:
Star von Fa. Kit Modell, Türkei http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/306998-Baubericht-quot-STAR-quot-2m-Segler-mit-Seite-H%F6he-f%FCr-die-RES-Klasse-ganz-aus-Holz?p=2644969#post2644969
Forester Von dem Forester könnte vielleicht auch ein Frästeilsatz entstehen. http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/420737-FORESTER
Resopal Jens Niemeyer will einen Bausatz von dem RESopal herausbringen. http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/353754-RESopal-Baukästen-zu-verschenken?p=3248590&viewfull=1#post3248590 Ein Bild findet man in Betrag 23.

Außerdem findet man eine Auflistung in diesem thread Beitrag #51 - #53

Hans Hoffmann
23.11.2013, 10:15
Hallo , jetzt wo der Winter ansteht frage ich mal : gibts eigendlich Baupläne von RES Modellen ? Die angebotenen Frässätze sind ja alle Top , aber zu der Idee von einfachen Holz-zweiachs -Modellen würde auch gut das "selberschnitzen" passen . Gruss Frank

z.B. hier http://www.charlesriverrc.org/articles/allegrolite2m/markdrela_allegrolite2m.htm
ansonsten einen Flügelbausatz etwa vom Resolution nehmen und den Rest drumherum selbst entwerfen. So furchbar viel kann man da nicht verkehrt machen.
Das ist für mich das Beste an den Holzmodellen, dass man fast endlos viele Gestaltungsmöglichkeiten hat.

Gruß Hans

little_wing
23.11.2013, 14:31
Hallo , jetzt wo der Winter ansteht frage ich mal : gibts eigendlich Baupläne von RES Modellen ? Die angebotenen Frässätze sind ja alle Top , aber zu der Idee von einfachen Holz-zweiachs -Modellen würde auch gut das "selberschnitzen" passen . Gruss Frank

Hallo Frank,

wie du aus den vorangegangenen Post's sehen kannst, ist das Angebot an Bausätzen sehr viel größer als das an "echten" Bauplänen, da sieht es wirklich duster aus. Man kann vielleicht den einen oder anderen Oldie aus dem FMT-Bauplanservice oder anderswo heraussuchen, aber die halte ich nicht mehr für zeitgemäß für die RES-Klasse.
An tauglichen Bauplänen fallen mir momentan auch nur zwei Modelle ein, die ohne allzu grosse Änderungen für RES geeignet wären:

SimplyRES (wurde hier schon einiges dazu geschrieben)

ETA 400 (FMT-Bauplan, als E-Segler konzipiert, aber mit wenig Änderungen RES-tauglich zu machen, Rohbaugewicht ca. 300g!)

Eines der Bausatzmodelle nach Plan bauen zu wollen, ist oft nicht zielführend und auch nicht machbar, weil es
a) keinen vollständigen "Bauplan" mit allen Einzelteilen gibt (das Fräszeitalter macht es nicht mehr erforderlich) oder
b) die Konstruktion ist so komplex, dass sich die Herstellung der Teile für einen Modellbauer der alten Schule, der nur mit Laubsäge, Balsamesser und Schleifklotz bewaffnet ist, zu aufwändig wird,
leider ist das der Stand :(

Mit Holm- und Rippenbruch
Rainer

pierre_mousel
23.11.2013, 15:46
Allegro lite (Drela) mit "Wood Fuselage" müsste doch auch passen, aber ist schon von der Konstruktion etwas älter.

http://www.charlesriverrc.org/articles/allegrolite2m/markdrela_allegrolite2m.htm

Merlin
23.11.2013, 16:00
Allegro lite (Drela) ... ist schon von der Konstruktion etwas älter.

älter vielleicht, ab Mark Drela war der Zeit mit seinen Konstruktionen um viele, viele Jahre voraus.

Wenn ich sehe, wie auch bei neuesten Konstruktionen, die immerhin schon die Profile von Prof. Drela nutzen, konsequent auf eine Beplankung der Flügel verzichtet wird :cry:, dann wird es noch gaaanz lange dauern, bis sein Niveau auch nur annähernd erreicht wird.

Gruß,
Bernd

UweH
23.11.2013, 16:03
Wenn ich sehe, wie auch bei neuesten Konstruktionen, die immerhin schon die Profile von Prof. Drela nutzen, konsequent auf eine Beplankung der Flügel verzichtet wird :cry:, dann wird es noch gaaanz lange dauern, bis sein Niveau auch nur annähernd erreicht wird.

Komisch nur dass die Modelle mit Beplankung im Wettbewerb nicht erfolgreicher sind als die ohne :rolleyes:

Gruß,

Uwe.

wolfgang haecker
23.11.2013, 16:08
Ist es so einfach ???

little_wing
23.11.2013, 17:54
Es ist in der Tat nicht so einfach, weil bei den Wettbewerben der Pilot einen nicht minder großen Einfluss hat wie die Aerodynamik.
Von der Theorie hat Mark Drela die AG3X Profile mit einer Teilbeplankung auf Leistung optimiert, wobei die sehr weit über die max. Dicke reichende Oberseitenbeplankung eine wichtige Rolle spielt (siehe Allegro lite), die Fläche hinter der O.beplankung ist bewußt als bespanntes Segment mit Knick flach gehalten, der Hilfsholm spielt da eine wichtige Rolle.
Dieses Bauprinzip setzen Baba Jaga, Picares konsequent, der neue Forester teilweise um.
Die offenen Rippenflügel mit AG3X Profilen in Rohrholmbauweise, Halbrippen und den damit verbundenen Einfallstellen im vorderen Bereich nutzen die theoretischen Vorteile der Drela-Auslegung nicht so konsequent, scheinen aber dennoch leistungsfähig, wenn man z.B. die Wettbewerbsergebnisse der Bavarian open anschaut. Wie schon gesagt spielen da natürlich die Faktoren Pilot, Fortune und Wetter eine genauso gewichtige Rolle wie die aerodynamische Auslegung.
Das ist eigentlich auch gut so, weil es die Klasse interessant hält durch den Wettstreit der Auslegungsphilosophien...;)

Gruß
Rainer

UweH
23.11.2013, 19:27
Es ist in der Tat nicht so einfach, weil bei den Wettbewerben der Pilot einen nicht minder großen Einfluss hat wie die Aerodynamik.

Es ist in der Tat nicht so einfach, weil auch die offene Rippenbauweise ohne Beplankung eine spezielle Aerodynamik hat, die hohe Leistungen begünstigt wenn man in der Richtung optimiert. Z.B. werden die Profile zwischen den Rippen dünner und geringer gewölbt, das spart Stirnwiderstand ein. Der Nasenholm wirkt als Turbulator Ablöseblasen entgegen und sorgt für günstigen Maximalauftrieb.
Man sieht im Wettbewerbsvergleich dass beide Konzepte in RES konkurrenzfähig sind, auch ohne dass man die Verteilung der Philosophien auf den Siegerplätzen auf Unterschiede bei der Pilotenleistung schiebt.
Die Grenzen der offenen Bauweise liegen sicher in der Festigkeit und in der Schnellflugleistung, aber das spielt im aktuellen Reglement keine Rolle, denn es wird in Deutschland mit Wattebauschflitsche gestartet und es gibt keine Speedwertung :p:)

Gruß,

Uwe.

Kayb
23.11.2013, 20:25
In der Tat: es ist sehr schwierig zu simulieren was bei Bespannungseinfällen aerodynamisch passiert. Mit dem XFOIL kann man das nicht vollständig lösen, da es nur 2D Strömungen abbildet. Zwar kann man Zwischenprofile zwischen den Rippen annehmen und diese 2D berechnen. Jedoch treten hier sicher auch Strömungen in Spannweitenrichtung auf. Damit muss das Problem 3D betrachtet werden. Mir ist keine verfügbare Software bekannt, die das (mit einigermaßen anständiger Umschlagslage) berechnen kann.

Um diesem Dilema aus dem Weg zu gehen, ist Drela hier sehr konsequent den Weg "keine Beplankungseinfälle" gegangen. Klar, haben seine AG3X Profile mit Geradenstücken drin in der Rechung Nachteile gegenüber anderen vollverrundeten Profilen. Beispielsweise der AG16-18 Serie, die auf dem Allegro für Faserverbundbauweise drauf ist. Andererseits lässt es sich in teilbeplankter Bauweise eben genauso bauen wie berechnet.

Bei offenen Rippenflächen bildet sich ein relativ starker Bespannungseinfall nach der Nasenleiste auf der Oberseite. Dieser kostet Maximalauftrieb, was sich in der Hochstarthöhe wiederspiegelt, und er wird auch das geringste Sinken schlechter machen. Im Gleiten sind dagegen eher keine Nachteile, aber auch keine Vorteile, zu erwarten. Dieses Verhalten konnte ich bei den meisten so gebauten Fliegern auch feststellen. (Beim Zuschauen im Wettbewerb oder auch wenn ich mal einen am Knüppel hatte)

Einziger Vorteil einer offenen Rippenbauweise scheint mir, dass die man keine Nasenleiste schleifen muss und sich das Gewicht der Beplankung spart, dafür aber einen schwereren Rohrholm einbauen sollte, um wenigstens ein bisschen Torsionssteifigkeit zu kriegen.

Gruß Ruben

UweH
23.11.2013, 20:50
Bei offenen Rippenflächen bildet sich ein relativ starker Bespannungseinfall nach der Nasenleiste auf der Oberseite. Dieser kostet Maximalauftrieb, was sich in der Hochstarthöhe wiederspiegelt, und er wird auch das geringste Sinken schlechter machen.

Hallo Ruben,

also ich kann mich beim GezoRES mit offener Rippenbauweise für das Gewicht von 700 Gramm gegenüber den ~ 500 Gramm Baba Jaga nicht über mangelnde Hochstart- und Sinkleistung beschweren :p
Prinzipiell hast Du Recht, denn der Bespannungseinfall ist vor allem im Bereich hinter der Nasenleiste sehr stark, das schiebt die Lage des Dickenmaxmums deutlich nach hinten und auch die Verschiebung des Wölbungsmaximums macht eine zuverlässige Simulation der Eigenschaften des Gesamtflügels unmöglich, die 3D-Effekte der vielen kleinen Querströmungen in den Bergen und Tälern der Flügeloberfläche geben der Vorhersagbarkeit den Rest.
In der Aerodynamik kann man aber niemals alles zuverlässig simulieren, man ist dort wo die Rechenmöglichkeiten aufhören viel auf Vergleichszahlen, Erfahrung, Bauchgefühl, Interpolation, Inspiration und Empirik angewiesen.
In diesem Sinne habe ich auch die Profile des GezoRES auf die offene Rippenbauweise angepaßt und die geometrischen Veränderungen aus der Bauweise aus den Einzelrippen auf den Gesamtflügel gemittelt. Das Ergebnis fliegt doch ganz gut, oder? :rolleyes:

Gruß,

Uwe.

Kayb
24.11.2013, 20:12
Ich konnte den Gezores erst ein mal an einem Wettbewerb fliegen sehen. Das reicht für einige Eindrücke. Aber mehr wäre doch etwas vermessen zu behaupten. Auch hatte ich ihn noch nicht selbst am Knüppel. Bisher wäre mir nichts aufgefallen, was meine bisherigen Aussagen (die alle allgemein gehalten waren) wiederlegt hätte.

Wir wissen hingegen alle, dass es ein von dir ausgelegter Flieger ist und diese Ausnahmslos in allen Situationen aller beste Leistungen zeigen, auch außerhalb den Auslegungspunkten. Vermutlich wird Spencer Lisenby auch bald mit einem deiner RES Flieger den nächsten DS Weltrekord fliegen.

UweH
24.11.2013, 20:38
Prinzipiell hast Du Recht, denn der Bespannungseinfall ist vor allem im Bereich hinter der Nasenleiste sehr stark, das schiebt die Lage des Dickenmaxmums deutlich nach hinten und auch die Verschiebung des Wölbungsmaximums macht eine zuverlässige Simulation der Eigenschaften des Gesamtflügels unmöglich,

Hallo Ruben,

hast Du da was überlesen oder warum reagierst Du so sarkastisch und verlässt die sachliche Diskussion völlig?:rolleyes:
Die Hochstarthöhen der beiden GezoRES in Dachau waren definitiv höher als die der geringer gewölbten und schneller startenden Baba Jaga und z.B. auch Resolution, zumindest solange Gegenwind vorhanden war. Sehr hoch starten auch die PuRES, und die haben auch offene Rippenbauweise, Gert hat mit seinem PuRES auch die Bavarian Open Gesamtwertung gewonnen, was allerdings anders ausgehen hätte können wenn Marc mit seinem Baba Jaga in Coburg gestartet wäre.
Es hat schon seinen Grund warum ich gerne und oft Seilholer ganz vorne am Gummi mache, da hat man gute Sicht für Vergleiche.
...und mir ist es doch egal wer mit dem GezoRES den nächsten DS-Weltrekord fliegt :p:D

Gruß,

Uwe.

Hans Hoffmann
24.11.2013, 22:34
Hallo,

beplankt oder unbeplankt, der neue Religionskrieg. Beide Möglichkeiten können gute Leistungen bringen, mit denen ein guter Pilot einen Wettbewerb gewinnen kann, oder mit
denen man wettbewerbsfrei eine Menge Spaß haben kann!

Den größten Vorteil der Beplankung sehe ich in der Torsionsfestigkeit, wenn es denn eine D-Box ist. Und wenn unabhängig vom gewählten Profil die Beplankung nicht schon
beim Hauptholm endet, hat das ganz sicher einen guten Verlauf der Strömung zur Folge.

Wenn man sich z.B. den Pures anschaut, wird man auch die Leistungsfähigkeit der offenen Bauweise nicht bezweifeln. Und da haben wir den Vorteil der einfacheren Bauweise.Auch die Turbulatorwirkung der Nasenleiste bei hohen Anstellwinkeln ist nicht zu verachten.

Und jedes Modell läßt sich noch optimieren. Ich habe mich bislang konsequent erst einmal mit dem Resolution befasst, ein Baba-Jaga wartet noch auf seine Fertigstellung.
Das Modell ist inzwischen auch optisch kaum noch zu erkennen. Nach geändertem Randbogen und vorgesetztem Höhenleitwerk ist inzwischen noch ein Rumpf im DLG-Stil
dazugekommen. Und ich war verblüfft, welche Verbesserung der Rumpf brachte. Das Gewicht ist geringer und außerdem habe ich den Anstellwinkel so geändert, daß der Rumpf nicht mehr hecklastig durch die Gegend schiebt. Auch in den Kurven bremst der Rumpf nicht so stark, so dass das Werfen des Modells und das anschließende Fliegen um einen herum viel Spaß macht, das mit dem Fangen muß ich noch lernen!

Gruß Hans

Kayb
25.11.2013, 00:59
Bei viel Wind können Flieger mit viel Tiefe und CA_max durchaus viel Höhe kriegen, das ist mir bewusst.
Aber dass in Dachau so viel Wind war.... ich erinnere mich eher nicht an exorbitante Stathöhen des Gezores. Dass man als Seilrückholer von direkt unten den allerbesten Blick drauf hat sollte jedem klar sein. Oder hab ich hier schon wieder sarkastische Züge angenommen? Darf jeder für sich entscheiden.

Ums einigermaßen vergleichbar zu halten, stelle ich mal nen möglichst sachlichen Vergleich an.
Die 2 Flieger, welche sich, mal abgesehen von der Flächenbauweise, prinzipiell am ähnlichsten sind, sind der Pures und die Baba. Dass ich jetzt den Pures heranziehe möge der Sepp mir verzeihen.

Wo sind die anderen Unterschiede?

Pures hat ein V-Leitwerk. Die Baba ein Kreuz. Das lass ich hier in der Betrachtung außer acht, tut eher nix zur Sache.
Pures ist mit einem CFK-Heckausleger aufgebaut. Die Baba mit einem Holzrumpf. Der CFK-Heckausleger Rumpf vom Pures hat etwas weniger umspülte Oberfläche... damit etwas weniger Widerstand. Macht sich wenn, dann im Gleiten bemerkbar.
Die Streckung des Pures ist etwas höher als die der Baba.
Die Baba verwendet das etwas dickere und höher gewölbte Innenprofil AG34, Pures als Innenprofil AG35. Nach außen wird jeweils auf dünnere Profile aus der AG3X Serie gestrakt.

Die Unterschiede waren nie riesig, aber ich werde mal versuchen wie sich die beiden Flieger zu vergleichen.

Bisher hatte ich den Eindruck, dass der etwas Pures besser gleitet. Kann ich mir erklären durch: Das AG35 (dünner, weniger Wölbung) läuft etwas besser. Pures hat eine etwas höhere Streckung, damit bei gleichem Abfluggewicht etwas mehr Flächenlast. Das bisschen Widerstand vom Rumpf. Die Bespannungseinfälle spielen hier keine Rolle.
Im Hochstart sahs anders herum aus, ich hatte den Eindruck dass die Baba ein paar Meter höher aus dem Seil kam. Kann ich mir erklären durch: AG34 macht mehr CA_max, während die Bauweise das Pures hier eher Verluste bringt. Gleichzeitig ist bei der Baba, durch die geringere Streckung, auch etwas mehr Flügelfläche da, um mehr Druck im Start aufzubauen.
Im Sinken habe ich beide Flieger nicht nebeneinander Fliegen sehen. An und für sich müsste die Baba hier etwas besser gehen, weil hier das Profil besser arbeitet ohne Bespannungseinfälle.

Riesig sind die Unterschiede nicht. Ich denke auch, dass sie sich wieder aufwiegen.

Gruß Ruben

Feigao
25.11.2013, 08:45
Willkommen in Deutschland!!

Hallo alle miteinander. Was Ihr da macht ist typisch DEUTSCH! Da wird eine Klasse ins Leben gerufen, deren Sinn es sein soll mit einfachen Holzfliegern jedermann den Reiz von Wettbewerben schmackhaft zu machen. Und nun wird über Sachen diskutiert wovon die meisten von uns wenig oder keine Ahnung haben. Profilauslegung, Strömung, Einfall der Bespannung blah blah blah. Wenn das jemand liest wie ich, der davon keine Ahnung hat, der hat die Hosen voll bevor er das erste Mal am RES teilnimmt.

Ich hab dieses Jahr an einem RES-Wettbewerb teilgenommen, im Gegensatz zu manchen die hier mitdiskutieren.

Die Erfahrung die ich mit meinem Miles gemacht habe: Der Flieger kann noch so gut sein, wenn die Bedingungen nicht passen oder der Pilot nicht gut drauf ist oder oder oder, dann nützt der beste Flieger nichts. Beim Wettbewerb in Nürnberg haben Uralt-Libellen die Top Ultra High Tech RES Flieger so was von Nass gemacht. Die Libellen hatten bei den widrigen Bedingungen zum Teil doppelte Hochstarthöhe. Keine Verkastung einfachste Flächenbauweise Verwindungssteifheit geht gegen null...

Es ist doch einfach so, daß einmal zu langsam gekreist und einen Durchsacker verursacht vermutlich mehr an Höhenverlust ausmacht als eingefallenes Profil, Verkastung etc. Wenn ich mich recht erinnere, dann war eine der Winner-Libellen mit Papier bespannt und die Oberfläche sah eher nach Orangenhaut aus!

So das mußte sein.

Der Thread heißt doch RES-Modelle und darauf sollte man sich hier beschränken. Also Flieger auflisten, eventuell beschreiben und gut ist. Für Auslegungen für und wieder solltet Ihr einen RES-Technik-Thread aufmachen - meine Meinung.

Grüße Heinz

Phoenix35
25.11.2013, 10:24
Das kann man so sehen und auch komplett anders:

Die einen werden glücklich, weil sie mit Uraltlibellen (so eine habe ich auch noch, Baujahr 1993, erste Serie, 497 Gramm, 29,6 Flächeninhalt, fliegt super) mitfliegen können - und ich verstehe deine Kritik nicht - warum "du die Hosen voll hast" (aufgrund der Optimierungsdiskussionen) - du schreibst doch selbst, dass die Uraltlibellen es den Anderen gezeigt haben und dass es auch am Piloten liegt, wer gewinnt. Und mal ganz davon ab - ist es wohl für Jeden so wichtig zu gewinnen?

Die anderen haben Spaß daran, sich mit Technik, Aerodynamik, Bauweisen auseinanderzusetzen (ich auch, ich optimiere zunehmend eine Eigenkonstruktion). Hier kann fast jeder entwickeln oder modifizieren, weil die Bauweise so einfach ist (Jedermannbauweise), im Gegensatz zum z.B. Schalentierbau - daran trauen sich nur die wenigsten. Und für einen Tüftler macht es so viel Spaß, etwas Eigenes zu entwerfen, zu bauen, zu modifizieren, darüber zu diskutieren. Das fördert Kreativität und Spaß und letztlich auch das Gemeinschaftsgefühl (weil hier auch alle mit HIlfe des Forums gemeinsam entwickeln). Wenn du das ausklammerst, geht einem Großteil der Kollegen hier der Spaß an der Klasse teilweise oder ganz verloren. Dann schrumpelt die RES-Gemeinde, die sich ja gerade erst versucht zu entwickeln, wahrscheinlich so arg zusammen, dass es gar keinen Wettbewerb mehr gibt. In meiner Gegend gab es leider noch gar keinen - eher wohl nur unten in Bayern und Umgebung, was ich für mich sehr schade finde. Ich erlaube mir dennoch hier mitzudiskutieren (und finde deine Anmerkung diesbezüglich voll daneben), obwohl ich noch an keinem Wettbewerb teilgenommen habe - denn mich begeistern die Modelle trotzdem - seit 30 Jahren.

Und klar ist es typisch deutsch, zu optimieren und zu perfektionieren. Aber diese Eigenschaften machen auch Spaß und haben uns u.A. zu wirtschaftlichem Wohlstand gebracht. KLar, wir übertreiben es oft und dann bleibt Spaß und Genuß oft auf der Strecke. Aber ich genieße die Tüftelei an meinem "Glider" und erhole mich dabei von Arbeit und (manchmal) Kinderstress. Da sollte man individuell differenzieren.

Typisch deutsch ist m. E. auch, dass wir oft in Anspruch nehmen, dass unsere Meinung die richtige ist. Wir beanspruchen die Gültigkeit eines Standpunktes und klammern die Relevanz eines anderen Standpunktes aus. Je nach Situation und Fokus hat aber alles seine Berechtigung, was in einem Zusammenhang existiert.

Bevor ich jetzt zu philosophisch werde: Lass uns weiter hier alle Modelle und Modifikationen besprechen, solange es Interesse gibt und Spaß macht.

Viele Grüße und nix für ungut

Uli

Hans Hoffmann
25.11.2013, 10:47
Danke Uli,

kann jeden Satz von Dir unterstreichen.
Und auch ich fühlte mich von dem Spruch:" mitdiskutieren, aber an keinem Wettbewerb teilgenommen" unfair getroffen. Die RES-Gemeinde wächst nur langsam
und hier im Norden gibt es nur den Wettbewerb im Harz, der hoffentlich auch 2014 stattfindet. Der ist jedenfalls von mir eingeplant. Bis dahin bleibt uns nur das
Vergleichsfliegem mit dem einen oder anderen Kollegen, gell "Tesche". 7 Stunden Fahrt zu einem Wettbewerb im Süden sind ein wenig heftig.

Gruß Hans

Maus
25.11.2013, 14:10
Kann dem Uli auch nur zustimmen,

bin zur Zeit im Urlaub ,alles mit gelesen und mir natürlich auch Gedanken gemacht wie ( mein)
RES aussehen würde ? In einem Satz. Werde im Winter einen HLG in der vorgeschriebene Bauweise bauen :)
Mal sehen wie der ( geht ) Dann wohl wieder 400 km fahren müssen um an einem RES Wettbewerb
teilnehmen zu können.
Gr.
Hans-Peter

wolfgang haecker
25.11.2013, 14:35
Ich finde die Diskussion erquickend.
Und die ganze Entwicklung in der Klasse total aufregend.
Ich freue mich riesig auf das neue Jahr + werde mit oder ohne Flieger
zu einem der nächstliegenden Wettbewerbe fahren.

Eins verstehe ich allerdings nicht:
Ein Kohleausleger am Rumpf geht,
aber ein kompletter GFK-Body ist verboten ?
Gerade ein fertiger Rumpf würde das Leben + den RES leichter machen.
Und BastelArbeit bliebe genug.

Ich denke, HolzRumpf oder GFK-Rumpf,
keinen Zwitter.

Falls jemand Einfluss hat, dreht an dem Reglement !!
Es ist unausgewogen.

Ach ja und noch was:
Die Klasse sollte es auch elektrisch geben !
Aber mit GFK-Rumpf ;-)

Maus
25.11.2013, 15:41
Es geht auch ohne Cfk1083275

Phoenix35
25.11.2013, 15:47
Holzrumpf mit Kohlerohr ist
super für Eigenkonstruktionen - ein Excel-Rohr gibts für 8 Euro im Drachenladen,
einen GFK Rumpf können die meisten Normalbastler nicht selbst erstellen,
es gibt kaum Baukästen mit leichtem GFK-Rumpf und Rippenflächenbausatz,
es gibt tolle günstige, qualitativ hochwertige und gut fliegende Holzbausätze mit CFK-Rohr (siehe Höllein)

viele Grüße

Uli

Maus
25.11.2013, 15:48
Gehört eigentlich in die Rubrik Antik (1955) aber die hätte ich auch noch.
mit 1,5 Gr. Microservos direkt am Leitwerk , 0,14 mm Litze zum Empfänger und 1s 200 er Lipo wiegt sie 320 Gr.

Bei Windstille würde das gehen, ab 15 km/h steht die Spinne auf der Stelle.

Berti.H
25.11.2013, 16:12
Eins verstehe ich allerdings nicht:
Ein Kohleausleger am Rumpf geht,
aber ein kompletter GFK-Body ist verboten ?
Gerade ein fertiger Rumpf würde das Leben + den RES leichter machen.
Und BastelArbeit bliebe genug.
Grund dafür ist, dass für den Bau nur fertig hergestellte Kohlerohre Verwendung finden sollen. Diese sind für Holme und Rumpfausleger zugelassen. Die Herstellung eines GFK-Rumpfes würde der einfachen Bauweise der RES-Klasse widersprechen. Harzpanscherei und Formenbau würde schnell wieder zu einer Materialschlacht führen.

Erinnere dich nur mal wie einfach z.B. die HLG Szene begonnen hat und welche Preise heute für einen wettbewerbsfähigen Hightech Schleudersegler über den Ladentisch wandern.

wolfgang haecker
25.11.2013, 16:12
Schönes Beispiel, tolle Erinnerung ! thx
Werde mal den Plan wieder auspacken + nach Lindners Geheimnis suchen ;-)

Da gab´s auch noch den Skalla, famoses Teil.

wolfgang haecker
25.11.2013, 16:21
Die Herstellung eines GFK-Rumpfes würde der einfachen Bauweise der RES-Klasse widersprechen.


Die Botschaft hör ich wohl ...

Wenn ich so sehe, was für tolle Software für die Optimierung verwendet wird,
vor allem, dass es präzise Frästeile mit unschlagbarer Passgenauigkeit gibt,
dass ein 2-Meter-Modell hochstartfest unter 500 g auf die Waage bringt,
so ist das mit "einfach" auch nicht so weit her.

Und wie vorher geschrieben wurde, es ist erst der Anfang.
Aber eine tolle Entwicklung, es macht rundum Laune
und ich freue mich, dabei zu sein.

Hans Hoffmann
30.11.2013, 16:23
Hallo,

hab heute mal ausprobiert: 7,35m HLG-Schlauchgummi+10m Aramidseil 1,2mm (neongelb, das Suchen hat ein Ende, da draucht man keine Fahne)
Am normalen Hochstarthaken, hab den Himmlischen mal gefragt, macht er auch. 20 Schritt ausgezogen. Höhentrimm niedriger als im normalen Flug.
Den Schuß muß ich noch verbessern, 580g haben natürlich auch nicht viel Energie, aber bisschen ist noch drin.


Gruß Hans

Jaro 61
30.11.2013, 17:38
... sehr platzsparende Methode ;)
Und welcher Flieger ist da drangehangen ?

lG
jaro

Hans Hoffmann
30.11.2013, 18:24
... sehr platzsparende Methode ;)
Und welcher Flieger ist da drangehangen ?

lG
jaro

Mein RESolution-Verschnitt, Siehe Post 267

Gruß Hans

ixyltitz
02.12.2013, 23:45
Jetzt muss ich mich doch einmal zu meiner eigenen Konstruktion, dem simplyRES, äußern. Es freut mich, dass sie zumindest teilweise Zustimmung fand. Natürlich soll der eine oder andere, der auf dem Markt etwas besseres findet, da zugreifen. Mein Plan soll nur eine Anregung sein.
Der Artikel für die Fmt entstand vor über einem Jahr, zu einer Zeit, als die Entwicklung des RES-Umfeldes erst richtig begann.
Als zumindest früherer sporatischer Freiflug-Wettbewerbsflieger (Freiflugnurfügel F1h-N). war ich nach dem Tod dieser Klasse (es gibt wahrscheinlich zu wenige geistige Masochisten) auf der Suche einer Alternativen und kam auf RES.
Mein Beitrag bzw. die Kommentare der Kollegen könnten vielleicht zu einer Weiterentwicklung helfen.
So sehr ich den Freiflieger Mark Drela schätze (er war wirklich Freiflieger), glaube ich nicht, dass es nicht noch andere Lösungen gibt, als seine (nicht, dass sie schlecht wären). Ich mache es eben anders.

Nach aktueller Sicht ist folgendes an meinem neuesten Modell verbessert worden:
1) Mit Servos angetriebene Wölbklappen, die 40 Gramm leichter sind als die Staufenbiel-Störklappen und sogar leichter bündig eingebaut werden können.
2) Anstelle der Drachenrohre habe ich beim neuen Modell 9x8er Rohre der Bogenschützen verwendet, die eine diagonale Außenwicklung haben und 19 Gramm bei 820 mm Länge wiegen. Eine zusätzliche Gewichtsersparnis gibt es, wenn diese Rohre auch für den Leitwerksträger Verwendung finden - aufaddiert sind das fast 100 Gramm.
3) Die Rumpfseitenwände bestehen neuerdings aus 1,5 mm Sph.
4) Der neue Flügel hat eine längeres rechteckiges Innenteil mit etwas steileren kürzeren Ohren (besser für den Kreisflug, sh. Freiflugmodelle).
Die Ohren sind positiv gepfeilt (die t/4-Linie), denn eine positive Pfeilung induziert automatisch eine negative Schränkung.

Warum positiv gepfeilte Mehrfachtrapeze mit extrem niederer Außenflächentiefe verwendet werden, die zwar optisch besser aussehen als meine Flügel, konnte mir bislang keiner wirklich erklären. Mit einer elliptischen Auftriebsverteilung kann man nicht alles erklären, denn man muss den Strömungsabriss durch zu niedere Re-Zahl innen im engen, langsamen Kreisflug auch berücksichtigen. Vielleicht ist manchmal ein gesunder Menschenverstand besser als Vortex. Und was die Strömung an 4 Knicken besser macht als an meinen 2 Knicken weiß ich auch nicht.

Zur Leistung, in unserem Fall die Sinkgeschwindigkeit. F1A-Freiflugmodelle fliegen schon seit einem halben Jahrhundert maximal 180 Sekunden aus 50 Meter. Heute fliegen sie doppelt so lange, weil mit dem Schleuderstart (CfK sei Dank) fast 100 Meter erreicht werden. Die Sinkgeschwindigkeit ist somit: 0,28 m/sek.
RES-Modelle wurden schon mit 0,27 m/sek gerechnet...
Aus 50 Meter Höhe mit 14 Meter Gummi und 24 Meter Seil erreichte ich, ohne Schleudern, eine Höhe von 55 Meter.
Bei 10 Flügen am Morgen bei kalter Luft und kaltem Boden wurde ein Schnitt von 140 Sekunden gestoppt, das bedeutet ein Sinken von 0,39 m/sek, erreicht mit dem neuen RES-Modell mit einem Gewicht von 440 Gramm und einer Flächenbelastung bezogen auf die Gesamtfläche von14 g/dm².

Vorerst genug...

Viel Spass beim Lesen und gute Ideen
Hans

Phoenix35
03.12.2013, 06:58
Guten morgen Hans,

danke für deinen ausführlichen und interessanten Beitrag.

kannst du vielleicht eine Bezugsadresse für die "Bogenrohre" hier einstellen - und hast du gerade das Metergewicht der 10mm Excelrohre vorliegen.

Besten Dank und viele Grüße aus Köln

Uli

wolfgang haecker
03.12.2013, 09:16
Nach aktueller Sicht ist folgendes an meinem neuesten Modell verbessert worden:
1) Mit Servos angetriebene Wölbklappen, die 40 Gramm leichter sind als die Staufenbiel-Störklappen und sogar leichter bündig eingebaut werden können.
2) Anstelle der Drachenrohre habe ich beim neuen Modell 9x8er Rohre der Bogenschützen verwendet, die eine diagonale Außenwicklung haben und 19 Gramm bei 820 mm Länge wiegen. Eine zusätzliche Gewichtsersparnis gibt es, wenn diese Rohre auch für den Leitwerksträger Verwendung finden - aufaddiert sind das fast 100 Gramm.
3) Die Rumpfseitenwände bestehen neuerdings aus 1,5 mm Sph.
4) Der neue Flügel hat eine längeres rechteckiges Innenteil mit etwas steileren kürzeren Ohren (besser für den Kreisflug, sh. Freiflugmodelle).
Die Ohren sind positiv gepfeilt (die t/4-Linie), denn eine positive Pfeilung induziert automatisch eine negative Schränkung.
Hans

Hallo Hans,
hochinteressant !

Laß doch bitte was sehen, danke !

w

Dix
03.12.2013, 09:41
Warum positiv gepfeilte Mehrfachtrapeze mit extrem niederer Außenflächentiefe verwendet werden, die zwar optisch besser aussehen als meine Flügel, konnte mir bislang keiner wirklich erklären. Mit einer elliptischen Auftriebsverteilung kann man nicht alles erklären, denn man muss den Strömungsabriss durch zu niedere Re-Zahl innen im engen, langsamen Kreisflug auch berücksichtigen. Vielleicht ist manchmal ein gesunder Menschenverstand besser als Vortex. Und was die Strömung an 4 Knicken besser macht als an meinen 2 Knicken weiß ich auch nicht.

Die starke Pfeilung begünstigt einen frühzeitigen Umschlag der Grenzschicht nach turbulent. In Verbindung mit einem recht spitznasigen Profil könnte man damit die Re-Probleme vermindern (beseitigen?). Dann ist es wieder aufwändiger zu bauen, Profiltreue, Optik...

Es gibt kein besser oder schlechter. Die Frage muss doch einhergehen mit der Frage nach dem Optimierungsziel.

mh-32
03.12.2013, 13:09
Servus,

ich bin Bogenschütze und kaufe meine Pfeilschäfte u.a. da:
http://www.ribos.com/kid-62-Pfeile-Schaefte.html
Ihr könntet auch ein paar geschrottete Schäfte von mir haben, meist ist nur vorne die Spitze abgebrochen, mir sind sie dann aber zum schiessen zu kurz.

Gruß
Uwe

Hans Hoffmann
03.12.2013, 14:34
Hallo,

gerade gesehen: Bei Modellbau Thiele gibt es einen Bausatz für einen RES-Segler namens RESi.
Nein, ich bekomme für den Hinweis keine Prozente. Fand das nur bei der Internet-Suche nach konischen CFK-Rohren.

Gruß Hans

wolfgang haecker
03.12.2013, 14:47
thx !

Phoenix35
03.12.2013, 15:25
Hallo Uwe,

Hans schrieb von Pfeilen mit den Maßen 8 auf 9mm. Sind Pfeile vorne und hinten gleichdick und die Wanddicke, also auch der Innendurchmesser ändern sich - oder ist das Außenmaß vorne und hinten unterschiedlich. Im letzteren Fall müssten die Aussparungen in den Rippen (Holm) ja unterschiedlich groß sein und dann wäre mir der Bauaufwand zu groß.

Viele Grüße

Uli

Niels_Holgerson
04.12.2013, 09:52
Hallo,

nein die Carbon Pfeile, die ich kenne, sind immer gleich im Außendurchmesser.
Es gibt aber auch gebarrelte Pfeile, die sind dann unterschiedlich. Das habe ich aber bis jetzt nur bei Holzpfeilen gesehen.

Gruß Niels

PS: der Easton Fatboy wäre meine Empfehlung, der hat einen Durchmesser von 9 mm.

mh-32
04.12.2013, 11:53
Servus,

wie Nils schon schrieb, sind die Pfeile zylindrisch, mit Durchmessern von 8 oder 9mm, Wandstärken müsste ich nachmessen.

Gruß
Uwe

Phoenix35
04.12.2013, 12:42
besten Dank für die Auskünfte zu den Pfeilen.

Den Resi von Thiele Modellbau finde ich interessant. Die Form erinnert schon ziemlich an den Pures, finde ich. 120 Euro sind auch ein fairer Preis, vor allem, wenn Thiele seine gewickelten Rohre verwendet - was ich aber nicht weiß. Ein 41er Flächeninhalt und das angegebene Gewicht ergeben eine Flächenbelastung von 11,7 Gramm. Das ist heftig leicht und das Modell wahrscheinlich ein Obenbleiber, zumindest bei leichten Bedingungen. Bleibt abzuwarten, ob das Modell bei der relativ geringen Streckung noch einigermaßen läuft. Hat jemand Infos, welches Profil Verwendung findet? Auf der Seite gibt es wie bei (fast) allen Thiele Modellen keine Angaben dazu.

Viele Grüße

Uli

seppale
04.12.2013, 13:17
besten Dank für die Auskünfte zu den Pfeilen.

... Den Resi von Thiele Modellbau finde ich interessant. Die Form erinnert schon ziemlich an den Pures, finde ich. 120 Euro sind auch ein fairer Preis, vor allem, wenn Thiele seine gewickelten Rohre verwendet - was ich aber nicht weiß. ...
Viele Grüße

Uli

Hi Uli,
hatte gerade mit dem Johannes Email-Kontakt, der für seine Jugendgruppe/Verein schon so gut wie alle RES Flieger besorgt hat. Unter anderem auch "die ?" Resi.
Da sind gewickelte Rohre dabei. Super ! Die optische Ähnlichkeit zum PURES sind Johannes und mir auch gleich aufgefallen :D
Es kommt so, wie ichs schon vermutet hatte - die Auswahl an RES-Modellen wird stetig größer. Vielleicht gibts für die "Bau-Muffel" bald auch ARF Modelle :D:D ?

Gruß
Sepp

Phoenix35
04.12.2013, 13:38
Hi Sepp,

danke für die Info. Dann werde ich die Resi wohl irgendwann mal bauen. Aber wegen dem Nachwuchs (und da ich drei RES taugliche Modelle habe) bestimmt erst in einem Jahr oder so.

Viele Grüße aus Köln

Uli

wolfgang haecker
04.12.2013, 14:51
Der/die/das Resi hat offensichtlich als einer der wenigen ein RippenLeitwerk.

Stephan2
04.12.2013, 14:54
Es gibt aber auch gebarrelte Pfeile, die sind dann unterschiedlich. Das habe ich aber bis jetzt nur bei Holzpfeilen gesehen.


Easton ACE haben auch Fassform, keine reines Carbon sondern mit Alurohr innen drin.
Sind aber wohl zu dünn hier,
wohl auch zu teuer -> 25€ je Schaft. :cry:

Grüße
Stephan

wolfgang haecker
04.12.2013, 15:50
Zwei Fragen beschäftigen mich schon die ganze Zeit:

1. Was hat ein V-Leitwerk gegenüber dem Kreuz-Leitwerk für Vor-/Nachteile ?
2. Was hat die ebene Platte gegenüber dem profilierten Leitwerk für Vor-/Nachteile ?

Hat jemand eine qualifizierte Antwort parat ?

Kayb
04.12.2013, 17:52
V-Leitwerk Vorteile:

lässt sich etwas leichter bauen.
Einfachere Mechanik.
hat nur 2 Randwirbel --> weniger Widerstand. Ebenso ist das Leitwerk meist Tiefer--> größere RE --> weniger Widerstand.


K-Leitwerk Vorteile:

ist einfacher einzustellen, da Höhe und Seite entkoppelt.
EWD ist einfacher zu messen und einzustellen. (gibt auch die Möglichkeit eines Pendels)
Weniger Verluste bei Ruderausschlägen, da sich nicht bei Seitenruder die Höhenruderkomponenten raussubtrahieren. Somit Widerstand produzieren, aber nichts zur Steuerung Beitragen.
Besseres Handling im Hochstart. Im Start ist das das Leitwerk belastet. Da es beim K entkoppelt ist funktioniert das Seitenruder wie sonst auch.


Vom Handling her bin ich der Meinung , dass ein korrekt ausgelegtes V genauso funktioniert wie ein K auch.
Wenn Leitwerkshebelarm und größe passt. Hab bin ich mit beidem stets gut ausgekommen.

Profililierte Leitwerke machen weniger Wiederstand, wenn richtig profiliert, kann man auch verbocken.
Es ist mehr CA_Max da. Meist werden dadurch wenden enger.

Gruß Ruben

wolfgang haecker
04.12.2013, 17:58
Prima, Ruben,
vielen Dank !

kooboldt
04.12.2013, 19:06
hab grad mitn thiele telefoniert und haben etwas über ein anderes projekt getüftelt
zufällig sind wir auf den resi gekommen und er meinte des fliegt geniel
auf seinen videos war auch teilweise starker wind und da ich viel mit ihm tüftel und schon sehr viel modelle von ihm geflogen bin und besitze kann ich nur bestätigen das es stimmt was er sagt...weil iwie fliegen seine flieger alle verdammt gut

siehe falken oder phönix ... flieg die scho ewig und immer wieder gerne !

werd mir auch einen resi zulegen und wenns passt auch zu ein paar wettkämpfen kommen
freu mich scho voll aufs neue jahr :D :D :D :D

schön abend jungs

kooboldt
04.12.2013, 19:12
ahh ganz vergessen

des profil wird bei thiele nie verraten :p und das leitwerk ist ein pendel V leitwerk
mehr widerstand beim lenken hin oder her ! der bauaufwand ist wesentlich geringer und leichter
zum transport auch schnell abnehmbar ...was ich beim phönix immer sehr gut fand

beim phönix hat es sich ja auch bewehrt und die, die einen phönix geflogen sind ,sind eh voll begeister ;)

Fliegerstefan
04.12.2013, 19:25
wenn das V-Leitwerk tatsächlich so viel Vorteile bietet warum gibt es keine Manntragenden mit V-Leitwerk?
Zweifelsfrei gibt es mechanische Vorteile und auch der Abstand zum Boden ist bei der Landung Vorteilhaft.
Aber den aerodynamischen Vorteil...?

Gruß Stefan

kooboldt
04.12.2013, 19:43
keine würd ich nicht sagen...eher sehr wenige
auf anhieb fällt mir der salto ein

beim f3b/f3j kloppen sich ja auch alle drum was besser is....einmal gewinnt jemand mit v und mal einer mit k leitwerk
ich denke mal zwischen beiden merkt man keinen unterschied.... das alles nur ne glaubensfrage :confused:

aber der resi is ja ein bausatz....kann ja jeder selbst noch ein k leitwerk rankleben :p

Oskar Romeo
04.12.2013, 19:55
wenn das V-Leitwerk tatsächlich so viel Vorteile bietet warum gibt es keine Manntragenden mit V-Leitwerk?
Zweifelsfrei gibt es mechanische Vorteile und auch der Abstand zum Boden ist bei der Landung Vorteilhaft.
Aber den aerodynamischen Vorteil...?

Gruß Stefan

SHK, Salto, SB5; Beechcraft Bonanza :D

Gruß
Olaf

Kayb
04.12.2013, 20:12
beim manntagenden Flieger brauchst du für nen V nen ne ziemlich hässliche Mechanik.
Beim Modell kannst das einfach durch nen Mischer machen. Ohne Mischer wird das auch beim Modell hässlich. Geht aber.

ixyltitz
04.12.2013, 21:16
Servus zusammen,

ich habe nochmals nach den Pfeilschäften geschaut. Bei dem Händler, den Uwe angegeben hat, sollten die Schäfte, die ich verwende, auch erhältlich sein. Die genaue Bezeichnung der Pfeile lautet: EASTON, 340 fatBoy 8,3gpsi. 340 sagt etwas über die Härte aus und heißt Spinewert. 8,3gpsi heißt gramms per inches, das Längengewicht pro inch. Der Durchmesser der Rohre beträgt 9mmx8mm, die Länge 825mm bei einem Gewicht von 18,1g, wenn die Spitze abgenommen ist.
Der Durchmesser der Schäfte wird übrigens bei keinem Händler erwähnt. Nach meiner Kenntnis sind die fatBoy diejenigen mit dem größten Durchmesser. Es gibt sonst noch unzähliege dünnere, sogar härtere, aber wesentlich schwerere!
Bei den fatBoy muss man evtl. aufpassen, es soll verschiedene Härten (Splinwerte) geben (lt. Händler).
Sehr gut beraten hat mich der vermutlich größte Händler in München, www.tdh-bogensport.de.
Wegen ihres Innendurchmesser von 8,05mm passen sehr gut 8x6er Drachenrohre hinein. So kann man einfache Mittenverbinder herstellen. Bei mir sind diese ca. 250mm lang (wegen der besseren Krafteinleitung nicht zu kurz), bekommen noch einen Kern von 6x4, 150 mm lang, und innen ein Stahlstab, 60mm lang, mit 4mm Durchmesser. Diese Verbinder sind leicht und brechen garantiert nicht.
Rohrreste kann man übrigens auch mit 8x6 Cfk-Rohrstücke verbinden und für die Flügelohren verwenden.
Als Knickverbinder verwende ich jetzt viel leichtere, nämlich aus 2mm Alu ausgesägte 8mm breite Winkel, die seitlich mit Balsa aufgefüttert sind. Die halten garantiert.

Meinen Erfahrungen:
Der neue simplyRES MK2 hat bis jetzt über 60 Starts hinter sich, meist mit 14m Gummi und 24m Leine, oft bei stärkerem Wind mit über das übliche Maß ausgezogenem Gummi, und die Starts problemlos überlebt. Die Flügel biegen sich zwar mehr durch als die 10x8er Drachenrohre, aber ich habe noch nie eine Flattern des Flügels festgestellt. Da unterstützen die diagonalen Umfangswicklungen.

Am Wochenede werde ich eine Übersichtsskizze und ein Foto vom simplyRES MK2 einstellen.

Noch einen schönen Abend
Hans

Phoenix35
04.12.2013, 22:19
danke Hans - für die ausführlichen Erläuterungen, was die Pfeile angeht. Habe jetzt ein gutes Gefühl, solche Teile vielleicht auch mal einzubauen.

Finde ich toll, dass du eine Modellskizze einstellen wirst. Mir hat schon dein FMT-Plan gut gefallen: Modellbau in einer recht ursprünglichen Form und dennoch mit einfachen und pfiffigen Lösungen - schönes und gutes Modell.

Schade, dass von Thiele nicht zu erfahren ist, welches Profil das Modell Resi hat. Dann werde ich das Modell doch nicht kaufen / bauen. Ist eine wichtige Information für mich, weil ich dann schon wenigstens in etwa weiß, was ein Modell für Leistungseigenschaften hat. Ich frage mich auch was so eine Geheimniskrämerei soll, mich ärgert es, wenn mir jemand in einem wichtigen Punkt keine Auskunft darüber gibt, was ich bei ihm kaufen möchte - hat aber natürlich jeder das Recht dazu.

Viele Grüße

Uli

little_wing
04.12.2013, 22:31
Bei den Groß-Segelfliegern gibt es den Spruch: "Der Segelflieger scheut das V-Leitwerk wie der Teufel das Weihwasser..." , weil das V-Leitwerk (besonders das ungedämpfte Pendel- VLw) ein fieses Abreisverhalten bei Schiebeflug unter hohen Anstellwinkeln zeigt, das hat in den Anfängen der V-Euphorie zu einigen tödlichen Abstürzen geführt, bei denen die Ursache lange Zeit rätselhaft geblieben ist. Mir ist keine Neukonstruktion bei den Manntragenden bekannt, die heute noch ein V-Lw verwendet.
Die schnittige Beach Bonanza mit ihrem V-Leitwerk wurde ziemlich schnell nach ihrem Erscheinen mit einer aktiven Bugradsteuerung nachgebessert, weil das Flugzeug am Boden durch die geringe Seitenruderwirkung kaum zu steuern war. Am V-Leitwerk hielt man bei Beach trotz auch einiger Nachteile im Flughandling bis zum Serienauslauf eher aus marktpolitischen Gründen fest, weil man an einen sog. USP (unic selling point) gegenüber der Piper und Cessna-konkurrenz nicht aufgeben wollte...

All dies spielt natürlich beim Modellsegler keine so "lebenswichtige" Rolle wie bei den manntragenden, sodass jeder für seinen "Geschmack" und technisches "Gefühl" die für ihn richtige Lösung aus den bereits in den Beiträgen beschriebenen Vor-und Nachteilen wählen kann.
Eine ausführliche Abhandlung zu Vor- und Nachteilen des VLw im Modellsegelflug hat Dr. Heinz Eder vor längerer Zeit in der FMT veröffentlicht, leider weiss ich die Heftnummer nicht mehr, wenn ich wieder zu Hause bin, werd ich mal suchen...

Gruß
Rainer

wolfgang haecker
04.12.2013, 22:37
beim f3b/f3j kloppen sich ja auch alle drum was besser is....einmal gewinnt jemand mit v und mal einer mit k leitwerk
ich denke mal zwischen beiden merkt man keinen unterschied.... das alles nur ne glaubensfrage :confused:


Bei F3B scheint sich wieder das KreuzLeitwerk zu etablieren, warum auch immer.
Vor einigen Jahren hatte man den Eindruck es gibt nur noch den AmigoKnick und V-Leitwerk.
Der Knick ist allerdings geblieben.

little_wing
04.12.2013, 22:41
...Schade, dass von Thiele nicht zu erfahren ist, welches Profil das Modell Resi hat. Dann werde ich das Modell doch nicht kaufen / bauen. Ist eine wichtige Information für mich, weil ich dann schon wenigstens in etwa weiß, was ein Modell für Leistungseigenschaften hat. Ich frage mich auch was so eine Geheimniskrämerei soll...
Uli

Tja, diese Geheimniskrämerei um das Profil kann man wirklich nicht verstehen (ist es nur wichtig machen?). Wenn man schon nicht verraten will, welches Wunder-Profil da verwendet wird, sollte man wenigstens "Eigenentwicklung" hinschreiben und gut iss...

In diesem Sinne frohe Bastelstunden auch ohne Bausatz;)
Rainer

wolfgang haecker
04.12.2013, 22:50
Tja, diese Geheimniskrämerei um das Profil kann man wirklich nicht verstehen (ist es nur wichtig machen?).
Wenn man schon nicht verraten will, welches Wunder-Profil da verwendet wird, sollte man wenigstens "Eigenentwicklung" hinschreiben und gut iss...



Der oben zitierte Dr.Eder schreibt in seinem Buch RC-Leichtwindsegler:

"Die Profile der amerik. Modelle sind durchwegs vom Typ "Schuhsohle",
also unten flach mit mehr oder weniger hochgezogener Nase,
jedoch hocheffizient !
Jede Profildiskussion wird hierdurch ad adsurdum geführt !"

Dominik Diefenbach
04.12.2013, 23:06
Tja, diese Geheimniskrämerei um das Profil kann man wirklich nicht verstehen (ist es nur wichtig machen?)
Weils keine Rolle spielt, das Gesamtpaket ist sehr gut, und dessen Verständnis ist nunmal etwas weiter gefasst als einfach nur "das Wunderprofil" bei sich draufzuschnallen.

little_wing
04.12.2013, 23:24
Der oben zitierte Dr.Eder schreibt in seinem Buch RC-Leichtwindsegler:

"Die Profile der amerik. Modelle sind durchwegs vom Typ "Schuhsohle",
also unten flach mit mehr oder weniger hochgezogener Nase,
jedoch hocheffizient !
Jede Profildiskussion wird hierdurch ad adsurdum geführt !"

Diese Stelle in seinem Buch kenne ich auch und habe mich über die Bedeutung des letzten Satzes auch etwas gewundert, gerade weil Heinz Eder in seinem Buch wohlweislich sehr detailliert auf Profile und ihre Eigenschaften und Eignungen eingeht. Ich denke, dass er mit dieser Formulierung wohl eher auf eine gewisse "Effizienz" der Gesamtkonstruktion angespielt hat, die man den Ami-Fliegern zu einer Zeit nachsagte, als diese Klasse noch bei uns in den Kinderschuhen steckte.
Nun ist das Buch auch schon einige Jahre alt und einiges gilt vielleicht nicht mehr so ganz für die heutige "moderne" RES-Szene, insbesondere die dort aufgelisteten Leichtwindmodelle der amerikanischen Zunft sind wohl etwas aus der Zeit gefallen. Mark Drela hat m.W. erst später angefangen, sich intensiv um RES, Profile und ausgefeilte Bauweisen zu kümmern.
Dennoch sind viele der Grundlagen aus dem Buch auch heute noch absolut verwertbar und sollten herangezogen werden, wenn es um das Verständnis für Leichtwindsegler geht.

Den Artikel von Heinz Eder zu den V-Leitwerken werde ich auf jeden Fall noch suchen...

Gruß
Rainer

seppale
05.12.2013, 05:56
Bei F3B scheint sich wieder das KreuzLeitwerk zu etablieren, warum auch immer.
....
Ich hab beim MCM Oktoberfestpokal 2013 zugesehen, 89 Piloten sind in der Wertung, aber ich hab da kein einziges Kreuzleitwerk gesehen!

Konstruktiv ist halt ein (gedämpftes) V-Leitwerk einfacher und etwas leichter. Meine anfänglichen Bedenken bezgl. mangelnder Seitenruderwirksamkeit haben sich mittlerweile zerstreut. Ich hab einen relativ geringen Öffnungswinkel von 98° und etwas tiefere Ruder gewählt. In der Spurtreue und Wendigkeit hab ich bisher auch noch keine Nachteile bemerkt.
Wenn einem das V-Leitwerk auch noch optisch gefällt, spricht nix dagegen es auch zu fliegen :D
Gruß
Sepp

wolfgang haecker
05.12.2013, 07:04
Ich hab beim MCM Oktoberfestpokal 2013 zugesehen, 89 Piloten sind in der Wertung, aber ich hab da kein einziges Kreuzleitwerk gesehen!




Immer diese Bayern ;-)

Mooney
05.12.2013, 07:33
Ich hab beim MCM Oktoberfestpokal 2013 zugesehen, 89 Piloten sind in der Wertung, aber ich hab da kein einziges Kreuzleitwerk gesehen!

Konstruktiv ist halt ein (gedämpftes) V-Leitwerk einfacher und etwas leichter. Meine anfänglichen Bedenken bezgl. mangelnder Seitenruderwirksamkeit haben sich mittlerweile zerstreut. Ich hab einen relativ geringen Öffnungswinkel von 98° und etwas tiefere Ruder gewählt. In der Spurtreue und Wendigkeit hab ich bisher auch noch keine Nachteile bemerkt.
Wenn einem das V-Leitwerk auch noch optisch gefällt, spricht nix dagegen es auch zu fliegen :D
Gruß
Sepp

Hi Sepp,

baue gerade einen PURES von Dir (letzte Evolutionsstufe) und werde abweichend das Heck als Kreuzleitwerk bauen. Gewichtsmaessig kommt es aufs gleiche (knapp 50g) raus.
Gerade die nicht so ausgepraegte Wendigkeit meines vorherigen PURES mit V-Leitwerk hat mich zu dem Entschluss gefuehrt.
Ich werde drueber berichten..............

Bis denne

wolfgang haecker
05.12.2013, 07:47
Mangelnde Wendigkeit wundert mich eigentlich,
ich dachte immer das V wäre da im Vorteil.
Hast du mal ein Foto / Zeichnung vom Kreuz_LW ?
thx

Mooney
05.12.2013, 08:02
Mangelnde Wendigkeit wundert mich eigentlich,
ich dachte immer das V wäre da im Vorteil.
Hast du mal ein Foto / Zeichnung vom Kreuz_LW ?
thx

Kein Foto zur Hand. Hab gestern abend erst die Hoelzer gegeneinander gewogen. Sobald es fertig gebaut ist kann ich Bilder machen.
Zeichnung oder Skizze brauche ich nicht.
Von den Abmassen werde ich mich genau zwischen Amigo und Resolution bewegen.

wolfgang haecker
05.12.2013, 08:05
Man sagt, die Projektion des V-LW auf die Ebene wäre die richtige Größe fürs Kreuz-LW.
Amigo hat übrigens ein Clark-Y, tragend ;-)

Mooney
05.12.2013, 08:08
Man sagt, die Projektion des V-LW auf die Ebene wäre die richtige Größe fürs Kreuz-LW.
Amigo hat übrigens ein Clark-Y, tragend ;-)

Danke, ist nichts neues dabei, ich sprach von Abmassen und nicht Profil.;)

wolfgang haecker
05.12.2013, 08:09
Gerade kam mit der BriefTaube das Teil von EMC.
Mit Porto € 70,90.
Nichts montiert, nichts zum effektiv aufrollen :-(

seppale
05.12.2013, 09:29
Gerade die nicht so ausgepraegte Wendigkeit meines vorherigen PURES mit V-Leitwerk hat mich zu dem Entschluss gefuehrt.
Ich werde drueber berichten..............

Hi Thomas ich freue mich schon auf den Bericht, kann Dir allerdings sagen, dass der EVO sich da schon anders verhält als die 1. Version. Das Heck ist um einiges leichter, die Leitwerksgeometrie ist leicht verändert und der Flieger wurde dadurch spürbar agiler!
Wenn du deine KLW-Variante fertig hast, könnten wir beim nächsten Treffen ja mal zum Vergleich die Flieger tauschen (wenn Du dich traust :D). Würde gerne wissen wie sich das Teil dann so anfühlt ...
Viele Grüße und gutes Gelingen !
Sepp

Berti.H
05.12.2013, 09:32
Nichts montiert, nichts zum effektiv aufrollen :-(

Aufrollen geht in weniger als einer Minute so:

1086883

Gummi und Seil sind bei mir mittels kleinen Schlüsselringen verbunden
den Gummi leg ich dann lose in eine Box.

Mooney
05.12.2013, 09:38
Hi Sepp,

das koennen wir gerne machen, bin ja eh im Mai bei Euch.

Viel Spass

wolfgang haecker
05.12.2013, 10:17
Aufrollen geht in weniger als einer Minute so:

Gummi und Seil sind bei mir mittels kleinen Schlüsselringen verbunden
den Gummi leg ich dann lose in eine Box.

Danke !

Mooney
05.12.2013, 10:32
Wer keine Haspel oder sonst was zum Aufwickeln selber bauen will:

Der Elektriker in der Naehe hat oft leere Kabelspulen aller Groessen, die lassen sich gut umfuckeln. Die Seitenwaende sind aus Sperrholz, manchmal aus Pappe.

wolfgang haecker
05.12.2013, 10:36
Auch ne gute Idee ! thx
Wollte auch mal bei den FreiFliegern nachfragen,
da gab´s doch solche kleinen Handkurbeln.

Was benutzen die Insider denn ?????

seppale
05.12.2013, 12:57
Auch ne gute Idee !...
Was benutzen die Insider denn ?????

Den Akkuschrauber find ich genial - danke, jetzt kann ich mein ganzes Equipment neu überdenken!:rolleyes:
Ich verwende bisher diese Teile, in der Mitte noch ein langer Schraubendreher durchgesteckt und auf geht's. Das Aufkurbeln geht auch händisch ganz flott, weil der Durchmesser recht groß ist:
http://www.ebay.de/itm/Trommel-allein-f-Kunststoffhaspel-Weidezaun-Haspel-Ersatzhaspel-/300751110778?pt=Stall_Weidebedarf&hash=item460629c27a

Zwischen Gummi, Seil und Flieger hab ich auch noch 2 Wirbel aus dem Anglerbedarf (sind leicht und halten ca. 50 kg Zug aus), die verhindern Seilschlaufen ganz gut, und man kann das Seil vom Gummi ganz einfach zum Umrüsten trennen (für unterschiedliche Gummi / Seil Kombinationen).

wolfgang haecker
05.12.2013, 13:11
So eine HochstartKurbel mit großer Trommel fände ich gut,
da wird auch das Seil geführt.

Fred Over
05.12.2013, 21:09
Wer keine Haspel oder sonst was zum Aufwickeln selber bauen will:

Der Elektriker in der Naehe hat oft leere Kabelspulen aller Groessen, die lassen sich gut umfuckeln. Die Seitenwaende sind aus Sperrholz, manchmal aus Pappe.

Habe mir heute von meinem Schlosser zwei Drahttrommeln (vom Schutzgasschweissen) geholt. Die gehen prima (Stand heute) zum Aufwickeln meiner zwei emc-vega-Leinen mit Gummi.

little_wing
05.12.2013, 22:21
...wenn's noch interessiert:

in der FMT 3/1989(!), Seite 46 - 48 erschien der Aufsatz "N contra V" von Dr.Heinz Eder zur Problematik des V-Leitwerks.

Gruß
Rainer

Hanggott
05.12.2013, 23:20
[QUOTE=seppale;3285864]Hi Uli,
hatte gerade mit dem Johannes Email-Kontakt, der für seine Jugendgruppe/Verein schon so gut wie alle RES Flieger besorgt hat. Unter anderem auch "die ?" Resi.
Da sind gewickelte Rohre dabei. Super ! Die optische Ähnlichkeit zum PURES sind Johannes und mir auch gleich aufgefallen :D
Es kommt so, wie ichs schon vermutet hatte - die Auswahl an RES-Modellen wird stetig größer. Vielleicht gibts für die "Bau-Muffel" bald auch ARF Modelle :D:D ?

Jaja so is das. Ich fange Mitte nächster Woche an zu basteln, werde dann mal ein paar Fotos hochladen

UweH
06.12.2013, 00:58
Vom Handling her bin ich der Meinung , dass ein korrekt ausgelegtes V genauso funktioniert wie ein K auch.
Wenn Leitwerkshebelarm und größe passt.

Hallo Leute,

für den GezoRES bin ich auch gerade beim CAD für einen neuen, schlankeren Rumpf, und auf vielfachen Wunsch eines Einzelnen Tobi hat die neue GezoRES-Variante ein V-Leitwerk :rolleyes:
Ich hoffe mit meinen Überlegungen Rubens Aussage oben zu bestätigen ohne allzu viel wettbewerbsverfälschender Perfektion meiner Auslegungsgedanken hinein gelegt zu haben. Ich rate aufgrund voran stehender Kritik wegen der Optimierung von RES-Modellen außerhalb der Wettbewerbsaufgaben dazu, keinesfalls DS-Versuche mit dem GezoRES anzustellen.
Trotzdem wird das Leitwerk des V-GezoRES ein bisschen anders aussehen als bei anderen Konstruktionen gewohnt.
Toleranz ist eine feine Sache, vielleicht auch für Eigenwerbung, sei es die eigene oder die von Kollegen die das Gleiche tun, auch wenn es dann nicht das Selbe ist:rolleyes:....nur so ein Gedanke :(

Gruß,

Uwe.

ixyltitz
06.12.2013, 15:53
Hallo zusammen,

hiermit möchte ich auch noch etwas zu V-Leitwerken beisteuern, nachdem ich ein Fan derselben bin und fast alle meine Segler und E-Segler, damit ausgerüstet sind.

Erst einmal die Nachteile:
1) geringere Richtungsstabilität
2) Tiefenruderwirkung des kurveninneren Leitwerksteiles
3) muss etwas größer sein

Es gibt aber auch Vorteile:
1) geringere umspülte Oberfläche
2) durch die geringere Richtungsstabilität leichteres Einkreisen in die Thermik
3) wesentlich wendiger
4) bruchunempfindlicher

Zu den Nachteilen:
1) selbst mit V-Leitwerken mit einem Öffnungswinkel von 90° erreicht man nicht die Richtungsstabilität wie mit einem Kreuzleitwerk mit großem SLW, deshalb werden bei manntragenden Flugzeugen diese auch nicht verwendet.
2) beim Kurven ist der innere Leitwerksteil fast horizontal (je nach Winkel mehr oder weniger), mit geringerer SLW-Wirkung aber deutlicher TR-Wirkung, die mit Höheziehen kompensiert werden muss. D.h., man muss durch Höheziehen zusätzlich zum Circular Airflow, wie er auch beim Kreuzleitwerk auftritt, kompensieren. Es ist unbedingt eine Differenzierung notwendig, mit einem Verhältnis von außen zu innen wie von etwa +2 zu -1.
Der V-Winkel liegt zwischen 90° und 120°. Bei Segelflugzeugen mit ihren kleinen Leitwerken liegt er für eine gute Wirksamkeit des SLW meist in der Nähe von 90°. Beim Modell geht man in Richtung 120°. Ich habe mit 110° bis 116° gute Erfahrung gemacht.
3) ich rechne, wenn ich den Schwerpunkt mit win_laengs ermittle, immer mit einem 15% kleineren als tatsächlich projezierten Leitwerk. 10% bis 20% werden empfohlen.
Das Stabilitätsmaß setze ich dann mit 15% an.

Zu den Vorteilen:
1) das SLW entfällt und die umströmte V-Fläche ist nicht im gleichen Maß größer.
2) V-Leitwerksmodelle kreisen gerne von selbst in die Thermik ein, eigentlich ganz praktisch, wenn man keine Streckenflüge machen möchte. Der Nachteil daraus ist, man muss immer, wenn man geradeaus fliegen will, steuern und ausgleichen.
3) ein V-Leitwerk führt zu einer wesentlich! besseren Wendigkeit. Je kleiner das V und je geringer die Differenzierung, desto besser ist die Wendigkeit.
4) das Leitwerk ist weg vom Boden und meist auch stabiler befestigt.

Das war's erst'mal.
Gruß Hans

little_wing
06.12.2013, 17:23
Meine Lösung sieht so aus:

10873941087395

Der Materialbedarf ist überschaubar, die Kosten niedrig:

4mm Pappelsperrholz vom Baumarkt für die Scheiben
10er Buchendübel für die Stege
M5 Gewindestange
M5 Muttern und U-Scheiben
Reste von Besenstiel oder ähnl. für die Griffe
etwas Bootslack oder ähnl.

Vorteile sind das geringe Gewicht und der große Wickeldurchmesser, da muß man bei normaler Wickeldrehzahl der Trommel fast hinterher rennen:D

wolfgang haecker
06.12.2013, 17:38
Vielen Dank,
sehr freundlich !

Hans Hoffmann
10.12.2013, 11:29
Hallo,

am Wochenende habe ich meinen arthobby sky 1.7m fertiggestellt, der einen Haken für Flitschenstart hat. Einen solchen Haken hab ich dann nebenbei gleich
noch meinem Resolution-Verschnitt verpasst. Beim Sky liegt der Haken 5cm vor der Nasenleiste. Beim Resolution sind da die Servos untergebracht, so dass ich weiter
nach vorne damit musste.
Heute am trüben Tag an die Leine gehängt. 7,5m HLG-Schlauch und 10 m Leine. supergeile Starts, zuletzt 25 Schritt ausgezogen, ergab gelogte 30m Ausklinkhöhe.
Der Sky ist im Verhältnis schwerer (505g) und baut senkrecht die Geschwindigkeit nicht so schnell ab.
Mit der gleichen Leine hatte ich schon Starts am normalen Hochstarthaken versucht. Mit Flitschenhaken sind die Starts viel sauberer und einfacher auszusteuern,
was den oberen Scheitelpunkt zum Übergang in den Horizontalflug angeht.
Das Ganze dient dazu, mit einer möglichst kleinen Startfläche auszukommen. Wenn im Sommer ringsum Vieh grast, möchte ich immer noch vor der Haustür starten.
Hab die Versuche gefilmt, das werde ich aber bei besseren Lichtverhälnissen wiederholen und dann ins Netz stellen.

Gruß Hans

Hans Hoffmann
10.12.2013, 14:40
Hallo,

Ganz neu bei Höllein: die neueste Version der Libelle (Libelle Evo V2), ganz in Holz mit teilbeplanktem Flügel (D-Box?) und Spoiler. Zwar etwas kleiner, aber bestimmt
wettbewerbsgeeignet.

Gruß Hans

Dominik Diefenbach
10.12.2013, 15:37
Cool, is ja auch shcon ne ganze Weile her das letzte Update.....

die Resi gibts wohl auch neu vom Claus Thiele >Resi< (http://www.modellbau-thiele.de/index.htm?http://www.modellbau-thiele.de/k003u006s001.htm)

Ich glaub die bau ich irgendwann mal (beide am liebsten).

ixyltitz
11.12.2013, 22:44
Hallo zusammen,

im Folgenden wird über meine neueste simplyRES Version berichtet: der sR MK1.
Mit der geänderten Flügelgeometrie gegenüber dem Fmt-Plan und den Bogenschützen-Schäften komme ich jetzt auf ein Gewicht von 445g bei einer Gesamtfäche von 40,5 dm², d.h.: die Flächenbelastung beträgt 11 g/dm². Bei der Freiflugklasse F1A ist die Flächenbelastung 12 g/dm², ebenfalls bezogen auf die Gesamtfläche. Diese Modelle sind auf geringstes Sinken ausgelegt, mit stark gewölbten Hochleistungsprofilen, die die Modelle so langsam machen, dass sie bei RES nicht gegen Wind ankämen, und dort nicht einsetzbar wären. Ihr Sinken liegt bei 0,28m/sek (optimistisch), mein sR MK1 kommt gemessen knapp unter 0,4 m/sek.
Die Outline des Flügels ist konservativ geblieben und noch deutlicher auf geringe Sinkgeschwindigkeit optimiert worden.
Das rechteckige, 200 mm breite, Mittelstück mit seinen relativ steilen, nach vorne gepfeilten, trapezförmigen Ohren ist für flaches Kurven ausgelegt, und der Flügelabschluß ist für ausreichende Re-Zahl im Kurveninnern 150 mm tief.
Ein Modell mit noch größerer Flügeltiefe, der MK, entsteht in Kürze mit dann evtl. nur 10 g/dm² Flächenbelastung. Hiermit will ich an die Grenze der sinnvollen, maximalen Flügeltiefe und der minimalen Flächenbelastung gehen. Vielleicht wird das Modell noch um weitere 2 - 3 Zehntel Sinkgeschwindigkeit besser?
Übrigens: mit Vortex gerechnet hat der der MK1 ein eindeutig geringeres Sinken!

Das Foto zeigt den MK1.
In der Übersichtszeichnung ist der MK1 im Vergleich zum MK2 zu sehen.

WIESEL
12.12.2013, 14:22
Welches Profil hat dein RES Flieger?

Gruß Peter Gernert - Hammelburg

WIESEL
12.12.2013, 14:49
Habe es schon in einem anderen FORUM gefunden!

Gruß Peter Gernert - Hammelburg - Unterfranken

little_wing
12.12.2013, 18:57
Habe es schon in einem anderen FORUM gefunden!

Gruß Peter Gernert - Hammelburg - Unterfranken

In welchem anderen Forum hast du etwas gefunden? Würde mich auch interessieren, welches Profil verwendet wird und ob da noch mehr zum SimplyRES steht.

Gruß
Rainer

wolfgang haecker
12.12.2013, 19:10
Der Bauplan kam in einem der letzten FMT.

Kayb
12.12.2013, 20:25
http://http://shop.vth.de/simplyres.html

S3021

Gruß Ruben

little_wing
12.12.2013, 21:14
Ach so, ich dachte nur wenn Wiesel schreibt "in einem anderen FORUM", dann meint er das auch:rolleyes:
Die FMT und den Bauplan kenne ich natürlich...

WIESEL
13.12.2013, 11:23
Habe irgend etwas von Selig 3021 Profil gelesen!
Wo??????
Bin von der Einfachheit des Fliegers simplyRES MK 2 und bestimmt dessen Leistung
begeistert, werde sofort ein solches Teil bauen.

Peter Gernert - Hammelburg - Unterfranken

Chandrayaan
17.12.2013, 12:20
Hallo zusammen,
ich habe mir spontan einen RESi Bausatz von Modellbau Thiele bestellt.

Ursprünglich wollte ich nur ein paar Kohlrerohre dort bestellen. Die Verfügbarkeit des RESi Bausatzes hat mich aber spontan dazu bewogen die Kohlerohre gleich mit ein paar zusätzlichen "Holzspreisel" zu bestellen.

Der Flieger sieht einem Pures auf dem ersten Blick nicht unähnlich ... die Bauausführung kommt aber an die Perfektion von Sepp's Pures bei weitem nicht heran.

1092245

Auch einige konstruktive Dinge gefallen mir nicht. So sind zum Beispiel die Rumpfseitenwände aus (längsmassertem) Balsaholz mit Nuten für Sperrholzbrettchen für die Flächenbefestigung. Eine weitere Versteifung des Rumpfes habe ich nicht gesehen. D.h. die Krafteinleitung in den Rumpf ist nur über die Balsa-Seitenwände geplant.
=> Das gefällt mir so nicht!
Die Steckungstele aus CFK sind schön gemacht, aber im Vergleich zum Flächen-Rumpf-Übergang so massiv, dass man einen F3B Segler vermuten könnte ...

Alles in allem aber nichts dramatisches und es lässt sich sicher ein leichtes Modell daraus bauen!

Gruss
Martin

ixyltitz
17.12.2013, 16:11
Hallo zusammen,

Nachtrag zum Flügelprofil:
Ich habe mich bei den Flügeltiefen an die bekannte Regel gehalten: nicht unter 150 mm außen gehen, um bei einer Fluggeschwindigkeit von 20 km/h = 5,6 m/sek eine Re-Zahl von 100tsd zu erreichen, innen sind es 200. Dise Verhältnisse hat man beim MK1 im beim Thermikflug. Das Profil sollte natürlich bei mehr Wind, im Schnellflug, auch noch brauchbar sein. Deshalb habe ich mir die Polaren verschiedener Profile angeschaut, z.B. das AG 35 und AG 36, das S 3021, und das S 7012.
Das AG 36 habe ich vor der RES-Zeit in einem Antik-Hochleistungssegler verwandt, der ursprünglich mit einem Hochauftriebsprofil ausgestattet war, dem ferngesteuert etwas auf die Sprünge geholfen werden sollte. Erstaunt haben mich die Sinkleistungen. Am Hang konnte ich bei sehr leichtem Aufwind mit den F3J-Modellen mithalten, obwohl mein Modell mit wenig mehr als 2 Meter Spannweite deutlich kleiner war. Aber, beim langsamen Kurvenflug, kam es, wenn man nicht höllisch aufpasste, zu kapitalen Strömmungsabrissen. Ähnliches passierte mir auch bei einem mit dem AG 36 profilierten E-Segler. Die Flächentiefen waren: i=150, a=125, bzw. 165 und 135. Erst ein Turbulator am Außenflügel, trotz Vliesbespannung, hat das Problem entschärft, aber nicht behoben. So erschienen mir die AGs nicht empfehlenswert.
Das S 3021 wurde bei wölbklappenlosen F3J-Modellen der Frühzeit oft verwandt, was mir als Empfehlung erschien. Der obere Ca-Wert von 1,2 gegenüber etwa 1 bei den AGs bestätigen das Profil für den Thermikflug. Auch die Polare im unteren Bereich, bei etwa Ca=0,6, für höhere Geschwindigkeit, sieht vom Profilwiderstand nicht schlecht aus. So habe ich mich für das S 3021 entschieden.
Besondere Turbulenzgeber sind nicht notwendig, die Kante, die hinter dem 3er Kohlerohr am Naseneintritt entsteht, ist ein idealer Turbulator. In jedem Fall ist eine Vliesbespannung, der leicht rauen Oberfäche wegen, zu empfehlen. Strömungsabrisse im langsamen Kreisflug gab es noch nie.
Beim RESolution von Höllein wird das S 7012 eingesetzt, ein modern ausschauendes Profil mit ausgeprägtem, konvexen Flügeleinlauf auf der Nasenunterseite (Phlips Entry), der auf gute Schnellflugeigenschaften hinweist. Das bestätigt auch die Polare. Dafür ist das Ca max, trotz großer Wölbung in der hinteren Hälfte, mit ca. 0,9 geringer. Möglicherweise sind aber die Thermikeigenschaften etwas schlechter.
Im Vergleich zu den Flügeln der Allegro-Derivaten, die außen extrem schmal sind, ist der RESolution am Randbogen deutlich breiter, und nicht so leicht abrissgefährdet. Wenn die Türkensäbel am Randbogen nicht wären, und die Spannweite maximal ausgenutzt würde, in Verbindung mit leichten 9mm-Rohren, wäre der Flügel ein optimaler Allroundflügel.

Übrigens: Falls jemand am MK1-Flügel interessiert ist, kann ich gerne ein 1:1 PDF einstellen.

Kayb
18.12.2013, 12:24
Servus Hans, Servus Mitleser

Ich hab schon mehrere Flügel mit dem AG3x-Strak gebaut.

Eine mit 1,35m für einen Speerwurf HLG, 230g(ganzes Modell) , AG35, Innen ein Rechteck mit Innentiefe 170mm, danach V-Knick und Zuspitzung auf 105mm. Also mehr Zuspitzung, als dein MK1 aber prinzipiell ähnliche Geometrie.
Leistungsmäßig ging der schon echt gut. Im Sinken und im Bart sogut wie ein Salpeter. War mal mit nem sehr guten Salpeterpiloten auf ner Wiese. Klar an die Starthöhen ist mit nem Speerwurf nicht ranzukommen, aber sobald der SAL auf meine Wurfhöhe kam hab ich meinen Flieger dazugeworfen. Schön war, als beide Flieger auf identischer Höhe gleichzeitig im selben Bart, quasi im "Dogfight", kreisten. Man konnte sehr schön sehen, dass sie sich gleich gut, bei identischer Geschwindigkeit, hielten. Im Gleiten dagegen war dem Salpeter nicht beizukommen, wundert mich aber auch kaum.

Eine weitere HLG Fläche mit 1,6m, Doppel V-Form (innen und bei halber Spannweite einen Knick). 170mm Innentiefe ziemlich viel Zuspitzung schon auf den inneren Trapetzen. Die Fläche war eher ein Unfall... sollte eigentlich 1,3m kriegen... hatte mich da irgendwo verrechnet. Hatte eine ziemlich elliptische Geometrie.

Ich habe den Bubble Dancer (3m RES) nachgebaut. Genialer Flieger. 3m 900g abflugfertig. Ist möglich am Hang zu fliegen, wenn alle anderen Absaufen oder regelmäßig den Antrieb anwerfen. Gigantisch gutes geringstes Sinken, besser als aktuelle F3J-Flieger. Aber gleitet trotz geringer Flächenlast gut. Ich kann einen Nachbau nur entfehlen.

Daher lag es Nahe, auf einem RES Flieger den AG3X Strak zu verwenden. Haben wir bei der BABA auch gemacht. Hat übrigens 80mm am Randbogen von 210mm Innentiefe.

Bei keinem der Flieger habe ich je mit giftigen Abrissen, auch nicht beim Kreisen, Probleme gehabt. Gerade die Flieger mit Mehrfach-V-Form lassen sich zum Kreisen gefühlt fast auf den Außenflügel stellen.
Daher kann ich dein Problem hier nicht nachvollziehen. Ich hatte auch bisher nicht den Eindruck, dass die anderen RES-Flieger mit AG3X Profilen (Pures und Picares), die ich bisher gesehen hab, hier ein Problem hätten.

Ich will nicht sagen, dass die Drela-Profile der Weisheit letztes Schluss sind. Im SAL-Bereich (ag45) gelten sie zwar immernoch als Referenz, jedoch ist hier die Entwicklung weiter gegangen. Bisher gibt es im RES-Zirkus einige Profilneuentwicklungen, welche aber wohl eher nicht veröffentlicht werden. Schade. Letztlich haben die Leute, welche Profile veröffentlicht haben, dazu beigetragen leistungsfähige Flieger einer breiten Masse zugänglich zu machen. Ohne RG's, HQ's, MH's, Seligs und so weiter, würden wir vermutlich immernoch Clark-Y fliegen.

Gruß Ruben

SOULFLY08
18.12.2013, 13:38
Hey Ruben,

ich finde deinen Vorschlag Profile zugänglich zu machen super!


Letztlich haben die Leute, welche Profile veröffentlicht haben, dazu beigetragen leistungsfähige Flieger einer breiten Masse zugänglich zu machen. Ohne RG's, HQ's, MH's, Seligs und so weiter, würden wir vermutlich immernoch Clark-Y fliegen.


Sehe ich absolut genau so!

Frag doch mal bei deinem Kollegen Herrig von der AKAModell Stuttgart nach, ob sie nicht ein paar aktuelle Profile (F3j, F3b, F3k) der breiten Masse zugänglich machen wollen?

Viele Grüße
Claus ;)

Kayb
18.12.2013, 14:16
Hab schon fast erwartet, dass die Frage kommt. Fragen brauch ich nicht. Ich kenne die Antwort schon ;).

Allerdings ist Martin Hepperle Altmitglied aus unserer Werkstadt. Er hat ja einiges veröffentlicht. Es gibt auch noch andere öffentliche Profile, die von verschiedenen Altmitliedern stammen.
Wir denken darüber nach Profile zu veröffentlichen. Allerdings auf keinen Fall was unerprobtes. D.h. erst Flieger bauen, und dann veröffentlichen. Fräsprojekte brauchen nunmal Zeit.

Gruß Ruben

little_wing
27.12.2013, 16:52
Da hier schon einiges zum simplyRES geschrieben wurde, hier mein Beitrag in Form eines kleinen Bauberichtes. Der simplyRES schien mir als Bauprojekt „mal so zwischendurch“ ganz geeignet und daher habe ich jetzt mit dem Bau begonnen. Ich finde die Konstruktion von Hans Baier in ihrem Minimalismus und ihrer Einfachheit sehr interessant und sie lässt auch gerade dadurch Spielraum für eigene Experimente.

Gleich vorweg die Änderungen die ich umsetzen werde (so weit sie mir jetzt schon bekannt sind):
- Rumpfboot ca. 20mm länger, in der Kontur etwas nach unten verschoben, damit die Servohebel mit dem Rumpfrohr fluchten
- versucht wird eine Fadenanlenkung des V-Leitwerks durch das Rumpfrohr
- Tragflügel dreiteilig: Mittelteil mit 1000mm (genau 995mm), zentrale Spoilerklappe von 350x30mm, Ansteckohren mit je 500mm, V-Form 14°
- Neues Profil S4083 (8% Dicke mit 3,4% Wölbung)
- V-Leitwerk in Stegbauweise, wird ggf. auch ein Kreuzleitwerk mit Pendel-Höhenleitwerk, mal sehen
- Die pultruierten CfK-Rohre mit D10/8 und D8/6 stammen von CG-Tec aus dem fränkischen Spalt, sind zwar relativ schwer aber dafür biegesteif,
- der Heckausleger ist ein Pfeilschaftrohr mit 9/8mm Durchmesser

Das Rumpfboot war relativ schnell gebaut (bevor ich ans fotografieren dachte, war’s schon fertig):
Zwei Seitenwände aus 4mm Pappelsperrholz aussägen, genauso 3 Füllstücke aus 8mm Balsa die dazwischen geklebt werden, alle Teile mit Übermaß.
Die 5 Teile mit Preßdruck verkleben und dann an der Schleifscheibe auf die gewünschte Kontur schleifen, die Kanten abrunden, Haube ausschneiden, Fertig.
Leider ist dieses Rumpfboot mit 82g recht schwer, sodass ich den Seitenwänden nachträglich auf der Dekupiersäge noch etwa 14g abgerungen habe, daher das Fachwerk ;)

Zeitaufwändiger ist das herstellen der Rippen im Blockverfahren:
- 3 Musterrippen mit genauer Bohrung für die Rohrholme erstellen
- vor dem Zusammenspannen im Block in die Rippenzuschnitte (2mm Ba) mit einer Bohrschablone das Holmloch bohren
- ein angeschärftes Messingrohr liefert da sehr genaue und ausrißfreie Löcher, genauer geht’s mit der Fräse wahrscheinlich auch nicht ;)
- die beiden Mittelrippen aus 2mm Birkensperrholz anhand der Musterrippe aufreissen, die entsprechenden Ausschnitte für die Klappe und den
Klappenrahmen werden direkt aufs Holz „konstruiert“, dann beide gemeinsam ausgesägt und passend gefeilt/geschliffen (muss ich noch machen).
Die Sperrholzrippen dienen dann wiederum als Blockrippen für die Klappenausschnitte in den 8 Rippen, in denen die Klappe verbaut ist.

Der Aufbau der drei Flächenteile dürfte dann hoffentlich schneller gehen.
Vorab mal ein paar Fotos vom jetzigen Stand:

ixyltitz
27.12.2013, 22:43
Hallo little wing und die anderen Mitleser,

interessant ist deine Profilwahl: ein Satz des Profils S 4083 liegt in meiner Werkstatt. Ich habe dann aber lieber 2 Modelle mit demS 3021gebaut, das erschien mir allroundiger.
Das S 4083 wurde früher bei Hlgs verwendet, ebenso im Freiflug. Durch den flachen Einlauf auf der Unterseite und der relativ großen Wölbung in der 2ten Hälfte ist es eher für leichten Wind gedacht. Es hat mit einem Ca max von 1,3 gute Leichtwindeigenschaften und ist, wenn man die Polare anschaut, auch für kleine Re-Zahlen (ab 50tsd) geeignet, bzw. für kleinere Flügeltiefen. Dennoch habe ich mich für das allroundigere S 3021 entschieden, das man evtl. um 1% dünnen könnte.
Über die AG 35... werde ich mich in einem anderen Thread nochmal auslassen. Da gibt es noch einige Bemerkungen über unterschidlches Verhalten bei Folie und Vlies...
Für das S 4083 ist Vlies sicher die bessere Option.
Die V-Form des Flügels ist OK. Bei meinem SimplyRES ist das Mittelteil mit ca. 1100 etwas länger und die Ohren steiler = 13% wie bei dir.
Schade, dass du für den Flügel keine 9x8 Pfeilschäfte genommen hast. Das kostet dich 70g. Die größere Durchbiegung ist kein Problem. Flatteren werden sie sowieso nicht.
Im Rumpf braucht man bei 9x6er Rohren vorne 40g weniger Ballast. Das ist gut gewählt.
Übrigens habe ich den Rumpf ebenfalls verlängert - vorne und hinten jeweils 50 mm. Die hintere Länge kommt einem exakteren Hochstart zugute. Am liebsten würde ich den Rumpf hinten noch länger machen.
Die seitlich Beplankung des Rumpfbootes besteht nun aus 1,5mm Sph. Das ist festigkeitsmäßig vollkommen ausreichend.
Beim Leitwerk weiß ich, dass das V-Leitwerk für viele ein Albtraum ist. Die wenigsten wissen aber, dass man dieses differenziert ansteuern muss. Das Auschlagverhältnis beträgt von oben zu unten ca. 2:1. Sonst muss mit "Höhe ziehen" beim Kreisen zu viel händisch differenziert werden, um ein Abtauchen zu verhindern.
Die Hlw-Fläche sollte um 12% betragen - beim V-leitwerk bei 115° in der Projektion ist ein Größenzuschlag von 15% empfehlenswert!
Mit win_laengs gerechnet, sollte der Schwerpunkt mit einem Stabilitätsmaß von 15% gerechnet werden (den Größenzuschlag nicht mitrechnen).
Zum Leitwerk: Es ist ein Irrglaube, dass bei einem Modell dieser Größe Stegbauweise leichter ist. Das weiß ich aus eigener Erfahrung von einem Antikmodellen, bei dem ich nur um einen antiken Charakter zu erhalten, in Stäbchenbauweise gebaut habe. Das 3mm Brett für das Leitwerk sollte aber unter 30g wiegen, das 2mm Brett für die Ruder weniger als 20g. Eine Bespannung ist überflüssig. Das V-Leitwerk ist ohnehin stabil genug.
Ich stelle den neuen Flügel des Mk1 in Kürze 1:1 ins Netz.

Gruß Hans

kurbel
27.12.2013, 23:48
Andreas Deckers/Hölleins Callistic kommt auch mit S 4083. Bis auf den fehlenden Spoiler müsste das Ding auch einwandfrei in die RES-Klasse passen. Ich habe das Teil als leichten elektrischen Floater mit etwa 400 g geflogen. Die dadurch geringen Re-Zahlen hat es auch mit glatter Folie sehr gut vertragen. Natürlich ist das S 3021 einfacher zu bauen, aber mit einem gut gemachten Baukasten (ist der Callistic) ist auch das S 4083 nicht schwierig zu bauen.

Kurbel

WIESEL
28.12.2013, 09:16
Habe mir über die Feiertage mal alles aus der Zeit HLG CLASSIC heraus gesucht!

Da ich selber auf einigen Wettbewerben in dieser Zeit als Teilnehmer war, sollte man dort
weiter drauf aufbauen, speziell sind die HLG UNLIMETID für uns sehr richtungsweisend, ich denke
da an den Flieger von RALPH MITTELBACH, konnte leider noch keine Maße von dem Flieger auftreiben.
außer das ein S 7037verbaut war, Schalenbauweise Styro - Balsa kommt bei RES nicht in Frage.

Zu dem S 4083 ist zusagen das ein Wurfmäusle die 100 m mal in 10 Sekunden geflogen ist.

Gruß Peter Gernert - Hammelburg - Unterfranken

Hans Hoffmann
28.12.2013, 09:36
Hallo,

ich stell hier mal die Frage, ob eine rippengestützte Balsaschalenbauweise noch RES-regelkonform wäre.
Und wenn der Einwand kommt: dann sieht man nicht mehr, was darunter ist, wie wäre es mit D-Box und kompletter Oberseitenbeplankung.
Die bessere Profitreue müßte das Mehrgewicht mehr als wettmachen.

Gruß Hans

Berti.H
28.12.2013, 10:28
ich stell hier mal die Frage, ob eine rippengestützte Balsaschalenbauweise noch RES-regelkonform wäre.
Dagegen ist nichts einzuwenden, das wäre Regelkonform.

Kayb
28.12.2013, 10:48
Hallo Hans,

Was ist eine "rippengestützte Balsaschalenbauweise"?

Wenn du eine vollbeplankte Rippenfläche meinst, sehe ich da keinen Hinderungsgrund. Haben wir uns auch schon überlegt, als wir über einen Nachfolger für die Baba-Jaga nachgedacht haben. Vom Gewicht her bist du ca. 100g schwerer als in einer Offenen Rippenbauweise und ca 60g schwerer als mit einer D-Box. Insbesondere um bei Wind zu fliegen keine schlechte Idee.

Zum Argument. "Sieht man nicht rein" ... Dann dürfte man auch keine D-Box Flieger bauen.
Beim Bubble Dancer (3m RES) hab ich die D-Box mit Glas unterlegt. Gibt super steife Flächen.
Aufm RES-Wettbewerb wird sowas aber irgendwann auffallen. Spätestens wenns mal zu ner Mid-Air-Collsion kommt. Wenn dann aus deiner Fläche irgendwelche GFK/CFK Schnipfel rauskucken ... ich glaub, auf dem nächsten Wettbewerb brauchst du eher nicht mehr erscheinen ;)

Gruß Ruben

Phoenix35
30.12.2013, 23:44
... also ich komme bezüglich der Einsparmöglichkeit durch die beschriebenen Pfeilschäfte (825mm = 18,1 Gramm - entspricht einem Metergewicht von 21,94 Gramm - 2 Meter = 43,88 Gramm) gegenüber den 10 x 8 Exelrohren (Metergewicht 41,49 Gramm - 2 Meter knapp 83 Gramm) auf eine Einsparung von gut 39 Gramm (nur Flächenholme, ohne Leitwerksträger).
Habe ich mich da verrechnet? Ich lese hier nur höhrere Zahlen.

Viele Grüße

Uli

Dominik Diefenbach
31.12.2013, 00:17
Es geht auch noch besser.... Drachenflieger zeigens euch.

ixyltitz
31.12.2013, 10:12
Hallo Uli,

ich habe nochmals nachgewogen. Die Rohre, die ich im Ur-simplyRES verbaut habe, haben ein Metergewicht von 52g und sind laut Meinung des Verkäufers Exel-Rohre (die Aufschrift Exel fehlt übrigens!).
Entschuldige, dass ich in meinem Thread 70g Gewichtsvorteil anstatt 60g gerechnet hatte!
Aber warum soll man nicht fürs gleiche Geld, auch wenns mit deinen Rohren nur rund 40g sind, diese nicht einsparen wollen?
Ein Vorteil sehe ich noch in den Diagonalwicklungen und der dadurch guten Torsionsfestigkeit. Außerdem sind bei dünnen Profilen 1mm weniger im Durchmesser auch gut.

Gruß Hans

Phoenix35
31.12.2013, 10:41
Hallo Hans,

das sehe ich genau so - ich würde auch die Pfeilschäfte nehmen.

Viele Grüße

Uli

Hans Hoffmann
31.12.2013, 12:20
Hallo,

Gewicht sparen, bis der Flieger beim Hochstart platzt! Diagonaler Faserlauf heißt größere Torsionsfestigkeit auf Kosten der Biegefestigkeit.
Exel-Rohre, wie sie dem RESolution beiliegen, wiegen 39g/m und halten allen Belastungen stand. An der Stelle würde ich zu allerletzt sparen.

Gruß Hans

little_wing
31.12.2013, 13:08
Hallo Uli,

Ich habe die Rohre, die ich für den simplyRES verwende noch mal gewogen:

10x8x1000 = 43g (pultruiertes Rohr von CG-Tec)
8x6x1000 = 31g (s.o.)
9x8x830 =29g (namenlos) für den Leitwerksträger

Macht zusammen 103g, in den o.g. Längen werden sie auch verbaut. Ich rechne mit einem Fluggewicht von ca. 500g, da sind das anteilig gerade 20% , ich denke dass man damit zurecht kommt. Wenn man deutlich unter die 500g kommen will, sind natürlich die leichteren Rohre ein Muß und ich denke dass dies auch nicht zu Lasten der Hochstartfestigkeit geht. Der EMC-Gummi baut einen moderaten, aber dafür konstanten Zug auf, da dürfte bei anständiger Bauweise kein Flieger zerstört werden. Ich habe schon reichlich altersschwache Amigos am Seil gehabt, die machten zwar nach dem Loslassen die V-Form einer Brieftaube haben das aber auch überlebt :)

Der Mittelflügel meines sRES mit exakt 1m Spannweite ist mittlerweile bis auf feinverschleifen fertig und wiegt 89g, daran ist der Holm mit 43g beteiligt, der Rest ist Balsa und wenig Sperrholz. Werde noch einige Baustufenfotos einstellen.

Gruß und guten Rutsch
Rainer

Phoenix35
31.12.2013, 14:14
danke für eure Beiträge zu den Rohren.

Klar, mit den 10 x 8 ist man auf der sicheren Seite - aber beim Flügel rund 40 Gramm sparen ist auch nicht zu verachten - zumal die 9 x 8 Pfeile bei Hans ja den Belastungen bislang gut Stand gehalten haben. ich möchte mir ein ganz neues Modell konstruieren, mit zwei Flächen, einmal RES und einmal ohne Klappen mit weniger V-Form und Querrudern (finde ich auf Dauer und am Hang spannender). Mal schauen, welche Rohre ich dann letztendlich verwende.

Viele Grüße

Uli

ixyltitz
31.12.2013, 16:31
Hallo Mitleser,

ich sehe, es gibt Zweifel, ob die Pfeilschäfte festigkeitsmäßig halten. Selbst moderate E-Winden-Starts gelangen bei mir bislang problemlos. Der Flügel biegt sich natürlich deutlich! stärker durch, aber er flattert nicht. Flattern bremst, wie ich aus eigener Erfahrung an einem Antikmodell erfahren musste. Das wurde damals durch eine zweite Vliesbespannung im mittleren Flügelbereich behoben. Eine Doppelbespannung mit 90° versetzter Faserorientierung ist lackiert etwa so schwer wie Oracover, subjektiv gesehen aber weniger elastisch, und hat die Festigkeit von Folie - durchaus eine RES-Option.
Wer nun doch noch bedenken hat, dass die Festigkeit nicht ausreicht, kann über eine Länge von etwa ein Drittel der Halbspannweite ein 8x6er oder 8x7er Rohr zusätzlich einfügen!
Da kann direkt der Verbinder eingefügt werden, wenn der Flügel mit geradem Mittelteil mittig geteilt ist.

Einen Guten Rutsch wünscht
Hans

little_wing
01.01.2014, 16:51
Hallo liebe Mitleser,

die Mittelfläche meines simplyRES ist jetzt (fast) fertig, die nachfolgenden Fotos zeigen die wichtigsten Schritte.
Was noch fehlt, ist die Anlenkung der zentralen Bremsklappe. Ich werde sie wahrscheinlich aus dem Rumpf heraus anlenken, da das dünne Profil in der Höhe und in der Breite (durch den engen Rippenabstand) sehr wenig Platz für ein vernünftiges 6-9r Servo läßt (Microservo scheint mir etwas schwach). Eine Lösung ist schon angedacht, aber noch nicht spruchreif. Nebenbei hilft das dritte Servo vorne im Rumpf verbaut etwas beim Schwerpunkt ohne Blei ;)

Aber der Reihe nach:
Das Auffädeln der dünnen Rippen auf den 10er Holm ist schon eine filigrane Angelegenheit und man muss höllisch aufpassen, dass die Rippen an dem dünnen Steg nicht wegbrechen, nichts für Grobmotoriker...

Vorher wurden die 10 Mittelrippen anhand der Sperrholz mit dem Klappenausschnitt versehen.
1098340

Dann alles an der Aufrisszeichnung ausrichten, beschweren und mit dünnflüssigem Sekundo verkleben.
1098350

Dann möglichst schnell die Endleiste aus festem 2mm Balsa anbringen (eine käufliche Endleiste paßt bei dem S4083 nicht ohne aufwändige Schleiferei)
um damit das fischgrät ähnliche Gebilde erstmal zu stabilisieren.
1098355

Als nächster Schritt wird das Klappenbett aus Streifen von 1mm, 1,5mm und 2mm Balsa aufgebaut, die Klappe aus leichtem 4mm Balsa wird grob eingepaßt, ist auf den Bildern noch nicht eingeschliffen.
Zum Schluß die mittlere Beplankung aus festem 1mm Balsa oben und unten aufbringen und an den Anschlußrippen Diagonalstreben gegen Verzug durch die Bespannung einpassen.
Das angezeigte Gewicht zeigt den Stand noch ohne Mittenbeplankung (ca. 4g zusätzl.).

Noch ein paar Worte zur Profilwahl:
Nach der letzten Saison gewann ich den Eindruck (besonders aus dem verregneten Wettbewerb in Nürnberg), dass in erster Linie eine sehr gute Starthöhe für die Erfüllung der Flugaufgabe wichtig ist (hohes Ca), um so mehr, wenn Wind- und Thermikbedingungen eher mäßig sind und Abgleiten mit geringstem Sinken gefragt ist. Das haben die Libellen in Nürnberg gezeigt (übrigens auch mit S4083); auch wenn ein Vergleich etwas hinkt, weil die Libelle kleiner und leichter ist und die im Gummi gespeicherte Energie natürlich besser umsetzt.
Die Penetration gegen auffrischenden Wind mag mit dem S4083 etwas schlechter sein als bei geringer gewölbten Profilen, die dafür aber auch dicker sind.
in diesem Fall muss man ggf. die Flugtaktik ändern und nach dem Ausklinken gegen den Wind versuchen, möglichst geringes Sinken zu erreichen, erst recht, wenn dazu auch noch durch den auffrischenden Wind wenig Thermikeinfluß vorhanden sein sollte.
In dieser Situation mit großräumigen Abfliegen der Umgebung doch noch die kleinste Blase zu erwischen ist nicht so die Domäne der aktuellen RES-Modelle, egal welches Profil (oder Gewicht) sie haben. Das Risiko, dann doch nichts zu finden und auch noch im Rückraum abzusaufen ist somit relativ groß :mad:
Im übrigen liegen ja die HLG-Profile und auch die F1C-Profile in ihren Eigenschaften zum Erfüllen der Flugaufgabe (max. erreichbare Starthöhe, max. Flugzeit) gar nicht so weit weg von der RES-Flugaufgabe. Vielleicht hilft uns ja ein bißchen "Schielen" auf die "alten Klassen" und was es dort an Wissen gab oder gibt weiter um auch die RES-Flieger weiter zu entwickeln, aber das ist nur so meine Idee...

Eine guten Start in neue Jahr und immer genug Luft unterm Randbogen
Rainer

Uups, jetzt sind die Bilder doch in der falschen Reihenfolge, Entschuldigung

wolfgang haecker
01.01.2014, 18:02
Schöner Bericht, macht Spaß beim Ansehen thx.

Erstaunlich, die neuen Libellen haben ein AG35 und 1780 mm Spannweite.
Ganz im Trend der Zeit.

Phoenix35
01.01.2014, 19:22
Nur falls da was durcheinander gekommen ist:

Die kleinen Libellen (150cm = Libelle Competition) hat ein S 4083.

Die "großen" Libellen (177cm Spannweite = "Ur-Libelle" und Libelle Evo) hatten ein Profil mit gerader Unterseite - ich glaube Eigenentwicklung.

Die neue Libelle mit 177 cm hat das AG Profil.

Viele Grüße

Uli

wolfgang haecker
01.01.2014, 19:49
Hast du was anderes gelesen ?

Phoenix35
01.01.2014, 21:01
Weietr vorne tauchten auch schon mal Libellen auf - soweit ich mich erinnere haben wir da über die "großen" gesprochen. Wollte nur, dass keiner etwas falsch versteht.

Viele Grüße

Uli

wolfgang haecker
01.01.2014, 21:24
Schön, dass wir darüber gesprochen haben.

Gusto
02.01.2014, 11:26
...
Die "großen" Libellen (177cm Spannweite = "Ur-Libelle" und Libelle Evo) hatten ein Profil mit gerader Unterseite - ich glaube Eigenentwicklung...
Kleine Korrektur: Die Libelle Supreme mit 1,77 m Spannweite hat ein S4083 Profil (8%). Das Profil hat keine gerade Unterseite.
Habe ich eben im Bauplan nachgeschaut.

WIESEL
03.01.2014, 11:29
Habe die EASTON Rohre vorliegen, ein wenig schlapp sind die schon, würde
sie nur außen am Flügel einsetzen, in der Mitte ist wohl ein CARBONROHR vom
GRAHAM BANTOCK das beste, aber leider auch teuer!

Peter Gernert - Hammelburg - Unterfranken

ixyltitz
03.01.2014, 13:12
Hallo Peter,

Easton ist eine Marke. Ich nehme an, du meinst die 9x8er Rohre mit der Bezeichnung 340. Wenn sie dir im Innenbereich zu weich sind, brauchst du nur ein Drachenrohr 8x6 auf ca. 30 cm einstecken. Das könnte dann gleichzeitig deine Aufnahme für den Flügelverbinder sein.
Mit der E-Winde habe ich ohne diese Verstärkung zwar ein deutlich größeres Durchbiegen als mit den 10x8er Drachenrohren. Solange der Flügel nicht flattert sehe ich darin kein Problem.

Gruß Hans

WIESEL
03.01.2014, 13:20
Hans, so könnte man es auch machen!

Gruß Peter Gernert - Hammelburg - Unterfranken

HaraldG
04.01.2014, 10:37
Zur Beachtung: Die Zahl bei Pfeilschäften (der Fachmann spricht vom "Spine-Wert") gibt die Steifigkeit an. Vorsicht: Je niedriger der Wert desto steifer ist der Pfeil! Damit es nicht zu einfach ist, kocht jeder Hersteller bezüglich der Klassifizierung seiner Schäfte sein eigenes Süppchen. Eine Vergleichstabelle der drei wichtigsen Hersteller findet man hier: http://www.briansarchery.com/pages/archery-tips/arrow-issues.php

ixyltitz
04.01.2014, 11:08
Hallo Harald,

das ist gut zu wissen, was aus der Tabelle zu ersehen ist. Mir wurde gesagt, dass der 340er der Härteste sei. Mit den 300ern würde es dann noch härtere Schäfte bei Easton geben. Das wäre gut für RES. Da muss ich einmal nachfragen.

Gruß Hans

WIESEL
07.01.2014, 14:20
Frag mich, ich kenn mich gut beim BOGENSCHIESSENaus????

SPINE unter 340, da mußt du aber Geld hinlegen beim EASTON ACE Pfeil,
steifer ja aber auch schwerer.

Peter Gernert - Hammelburg - Unterfranken

HaraldG
07.01.2014, 19:07
Also erstens ist ein ACE kein reiner Carbonschaft sondern eine Alu/Carbonschaft und zweitens gibt es ihn mW nicht steifer als 370. Der ACC ist zwar steifer verfügbar aber gewichtsmäßig nicht im Vorteil gegenüber reinen Carbonschäften (und auch noch teurer).

Einer der günstigsten (und für das 3D-Bogenschießen auch brauchbaren) reinen Carbonpfeile ist der Easton Powerflight. Es gibt ihn sogar als 300er. Siehe hier: http://www.eastonarchery.com/arrows/carbon-powerflight/0/2

Zum Gewicht bei Pfeilschäften: Dieses wird traditionell in "grain per inch" (gpi) angegeben. Um auf das Schaftgewicht pro Meter zu kommen den gpi-Wert einfach mit 2,55113819 multiplizieren.

Beispiel 1: Der 300er Powerflight hat 9,5 gpi. Dh er wiegt 24,2 Gramm pro Meter.

Beispiel 2: Der 340er Fatboy (steifer gibt es ihn nicht) hat 8,3 gpi, was 21,2 Gramm pro Meter

lg

Harald
(der sich beim Bogenschießen auch ein bisserl auskennt)

Kayb
08.01.2014, 11:09
Mich hat gerade interessiert wie dieser Spline-Wert definiert ist:



Bei der Firma Easton wird zur Messung ein 29 inches langer Blankschaft auf einen 28 Zoll langen Zwischenraum aufgelegt. Dann wird ein Gewicht von 1,94 lbs auf den Schaft gelegt und die Durchbiegung des Pfeils gemessen. Dieser Wert ist der Spinewert des Pfeils.

28 Zoll entspricht 71,12cm
1,94 lbs sind 880g

Die Maßeinheit des Spline sind Tausendstel Zoll.
Ein 340er biegt 0,34 Zoll durch. Also 0,86cm
Ein 300er biegt 0,3 Zoll durch. Also 0,76cm

Ich habs gerade mal noch mit nem Holm aus Cfk Flachprofilen verglichen. Also obigen Testaufbau mit nem BABA-Innenteil nachgebaut. Biegt ca. 1mm durch Ist aber schwierig zu exakt zu messen. (Spline wäre 40)

Gruß Ruben

WIESEL
08.01.2014, 13:01
Harald, habe nachgeschaut, es ist richtig was du schreibst!

Peter Gernert - Hammelburg - Unterfranken

ixyltitz
08.01.2014, 18:08
Hallo,

ich habe einen 7,5x5 Schaft von EATON, ein ST Epic, mit 300 vorliegen. Der biegt unter Last sicher 15%weniger als der fatBoy und kostet
nur 5,..€.
Mit einem Metergewicht von 26,5 Gramm wäre der sicher auch brauchbar. Die Torsion fühlt sich auch nicht schlecht an. Das muss ich aber nachmessen. Um die Torsion in den Griff zu bekommen, könnte man im Bedarfsfall das machen, was ich schon einmal beschrieben habe.

Die Theorie ist gut, die Praxis ist aber genauso wichtig.
Ich war heute beim Fliegen und bin mit meiner üblichen Leine gestartet. Das sind 14,6 Meter Gummi und ca. 30 Meter Leine (relativ schwere Terylene). Schleudern vermeide ich, um annähernd gleiche Bedingungen zu erhalten. So komme ich, mit dem Logger gemessen auf ca. 55 Meter, und kann die Flugzeiten vergleichen.

Nun habe ich die Flügel beobachtet. Mit 35 Meter Auszug wie beim RES-Start biegt sich der Flügel bei Zweidrittel der Habspannweite ca. 25 mm nach oben, ziehe ich 50 Meter aus, sind es schätzungsweise 35 mm. Für mich ist das kein Problem, denn das Durchbiegen hat keinen Einfluss auf die Ausgangshöhe. Nur flattern darf der Flügel nicht.

Gruß Hans

little_wing
08.01.2014, 21:17
Also, mir hat das Thema mit der Biegesteifigkeit auch keine Ruhe gelassen und ich habe die pultruierten Rohre, die ich noch übrig habe, nach Ruben's Methode vermessen:
das 8/6er Rohr biegt sich 4,5-5mm, das 10/8er Rohr biegt sich ca. 2mm durch. Natürlich muß man dabei mit den einer improvisierten Meßmethode anhafteten Meßfehler umgehen, aber hier geht es ja um die Größenordnung im Vergleich mit den hier diskutierten Pfeilschäften. Die Entscheidung Biegesteifigkeit vs. Gewicht muss jeder selbst fällen.
Im übrigen kann ich aus den praktischen Erfahrungen mit der Baba Jaga bestätigen, dass mit der D-Boxbauweise und den CfK Holmen im Gummihochstart kaum Durchbiegung festzustellen ist. Auch am Hang mit dreiviertel Ballast (240g) und flotterer Gangart - so weit es das Profil zuläßt - zeigt der Flügel kaum Tendenz zum Durchbiegen und schon garnicht zum Flattern.

Gruß
Rainer

Kayb
09.01.2014, 14:05
Die BABA-JAGA wird es bald bei Modellbauservice J.Schuster (http://www.modellbauservice.com/) zu kaufen geben. Eigentlich war der Verkaufsstart noch für das alte Jahr vorgesehen. Aufgrund einer dringenden familiären Angelegenheit bei Jo Schuster hat sich die Fertigstellung der Bausätze nochmals etwas nach hinten Verschoben. Aber ich hab gestern mit dem Jo telephoniert und er meinte, dass er schon ganz viel Balsa zu Baba-Bauteilen "veredelt" hat. Also wird es nicht mehr lange dauern bis er die ersten Bausätze komplettiert hat.

Gruß Ruben

little_wing
13.01.2014, 14:30
So, mein simplyRES ist im Rohbau jetzt fertig.
Auch der RC-Einbau ist bis auf die Klappen- und Ruderanlenkungen abgeschlossen, verbaut habe ich einen 800er Eneloop (mit Schalter), drei preiswerte 9g Servos und ein HOTT GR12.
Die Anlenkung des V-Leitwerks will ich als Ein-Fadenanlenkung ausführen, da stehen aber noch ein paar Versuche zur Abstimmung der Torsionsfeder aus; ob das ewas wird weiß ich heute noch nicht.
Geändert gegenüber dem Plan habe ich die Steckung der Ohren: hier wird ein 6mm Alu-Rundstab mit V-Form verwende. Der wird im Ohr verklebt und in der Mittelfläche in einem eingeklebten 8/6er Cfk-Rohr steckbar ausgeführt. Paßt alles sehr spielfrei, weil der Stab im Führungsröhrchen eingeschliffen ist. Ich gehe davon aus, dass diese Steckung die im Hochstart auftretenden Biegemomente (Halbspannweite 50cm) durchaus verkraftet, einige in den aktuellen RES-Modellen vertretenen Ohr-Steckungen halte ich für etwas überdimensioniert.
Die Vorwärtspfeilung der Ohren (t/4-Linie) habe ich vom Mk 1/2 übernommen, die V-Form beträgt 13°, mit den schmalen Vollbalsa-Randbögen ergibt sich (nachgemessen!) eine Spannweite von exakt 1996mm :D
Wie auf den Bildern zu sehen ist, wiegt der Rohbau mit RC-Einbau ca. 400g (Leitwerksteile noch nicht verschliffen und verklebt, V-Ruderanlenkung fehlt).
Ich werde mit Oralight transparent bespannen, weil ich zur Zeit mit Spannlackgeruch im Haus einigen Ärger bekommen würde ;)
Damit kommen zum Rohbaugewicht noch etwa 45-50g Folie hinzu, macht dann ca. 450g (ohne Trimmblei).
In Anbetracht der relativ schweren Pultrusionsrohre die ich verwendet habe, halte ich das für einen durchaus passablen Wert.

Gruß
Rainer

seppale
13.01.2014, 15:10
So, mein simplyRES ist im Rohbau jetzt fertig...
... einige in den aktuellen RES-Modellen vertretenen Ohr-Steckungen halte ich für etwas überdimensioniert....


Servus Rainer !
... und wie auch schon Deine Baba hast Du auch den Simply extrem sauber gebaut !
Gewicht ist mit den fetten Rohren auch super.
Meinem Wettkampffllieger für 2014 werde ich eine einteilige Fläche verpassen. Die "Steckung" ist dann ja fix verbaut und wird in den Rohrholmen versteckt. Die "Anschlussrippen" können dann auch aus Balsa sein. Das Rohr muss dann halt noch gegen Aufplatzen resistent gemacht werden, denn meine Rohre haben ja nur 0,5 mm Wandstärke. Ich schätze das Ganze bringt 50 g Einsparung und einen für mich großen Mehrwert :D:D:D :
-> Ich brauch die Spalte nicht mehr abzukleben - das war etwas, mas mich faulen Kerl immer gestört hat.
Nachteile im Transport-Handling nehm ich da gerne in Kauf :D

2 Fragen hab ich noch:
Welches Material hat Du fürs V-LTW verwendet ?
Wie schwer ist Dein LTW Rohbau ?

Viele Grüße
Sepp

little_wing
13.01.2014, 16:06
Grüß dich Sepp,

vorerst danke für die Blumen, hoffentlich fliegts auch so gut, wie ich mir vorstelle:)

Das Leitwerk ist aus einem 3mm Brett mit 33g. Mit den Maßen, die Hans im Bauplan angibt, ist das ziemlich genau ein halbes Balsabrett, was die Waage gerade auch mit 17g bestätigt hat, alles noch unverschliffen.

Eine ungeteilte Fläche, Respekt!
Ich habs gern immer etwas transportfreundlich, weil bei mir erfahrungsgemäß die meisten Macken beim Transport aus dem Keller passieren, die ärgern mich dann mehr, als die vom Fliegen.
Gegen aufplatzen würde ich eine Kevlarwicklung um das Rohr legen, getränkt mit Sekunde, das hält todsicher.

Dann werden wir ja spätestens in Dachau deine neue Kampfmaschine sehen, ich freu mich schon auf die neue Saison:D

In diesem Sinne mit (Rohr)Holm- und Rippenbruch

Rainer

Kayb
13.01.2014, 17:42
Hey, Sieht gut!

Kevlarumwicklung hält da mit Sekundenbäpp sicher, da brauchst dir keine Sorgen machen.

Leitwerk würde ich in Stäbchenbauweise mit 3mm Holz machen. Da lässt sich 50% vom Balsagewicht sparen. 7g hinten wird sich beim Trimmblei sicher bemerkbar machen.

@ Sepp, machst wieder nen Pures V2 einteilig, oder gibts ne neue Konstruktion?

Gruß Ruben

seppale
13.01.2014, 18:49
@ Sepp, machst wieder nen Pures V2 einteilig, oder gibts ne neue Konstruktion?
Gruß Ruben

Griassdi Ruben,

ich werd nix Großartiges verändern. Mein jetziger V2 bleibt mein A-Modell und einen leichteren möcht ich halt noch für Schwachwetter machen. Da gehts aber mir hauptsächlich darum rauszufinden, was an Reduktion noch sinnvoll machbar ist.
Wenn ich wirklich die Zeit finde, würd ich auch noch gern die Flächengeometrie ganz wenig abändern - da gehts aber nur um optische Anreize.
Der Hans hat ja mal nach der Sinnhaftigkeit der geringen Profiltiefe an der Flächenspitze gefragt. -> Auch wenn jeder Orthopäde gegen High-Heels predigt, schön anzusehen ist's halt doch (sofern Frau damit (um)gehen kann ) :D
Ansonsten würd ich gern im Heck abspecken, um weiter Trimmgewicht zu reduzieren. Mein Ziel ist es, die Masse möglichst im SWP zu konzentrieren.
Verdeckte Anlenkungen wären noch ganz nett.
Jetzt ist sie lang geworden, die Liste. Ein V2 bleibts dennoch :)

Pfiati!
Sepp

Kayb
13.01.2014, 20:27
Bin gespannt.

Mir ist zu der Rohrholmthematik noch was eingefallen.

http://www.youtube.com/watch?v=UsXelTyDePA

War vor 2 Jahren in Stuttgart. Ich hab den damals als Offizieller abgenommen. Holme waren Angelruten. 4,2m Spannweite. Bei diesem Lasttest sind 12kg Stahl im Rumpf und bei 2/3 der Spannweite aufgebockt. Später ist der Flieger mit 11kg Zuladung geflogen. Bei 1,9kg Leergewicht (inklusive Komponenten, Motor und Akku) War imposant. Insbesondere die Zunahme der V-Form in den Kurven. Haben die Jungs aus Portugal echt gute Arbeit geleistet und auch verdient gewonnen.

Gruß Ruben

seppale
13.01.2014, 22:11
... Holme waren Angelruten....

Poaaa, das ist schon beeindruckend.
Wie sich das durchbiegt - da waren die Angelruten wohl aus Glas ?

Kayb
13.01.2014, 22:48
Weiß ich nicht. Sie waren schwarz. Aber ein sehr hoher Anteil diagonaler Faser. Solche Rohre verformen sich dann im Querschnitt und dadurch kommt die hohe Biegung.

UweH
24.01.2014, 16:28
V2

Hallo Leute,

ich hab bei meinem letztjährigen GezoRES eine kleine Veränderung vorgenommen und somit auch eine Art "persönliche V2" gebaut :rolleyes:
Die Bespannung des beplankungslosen Flügels in offener Rippenbauweise mit Poyestervlies hat sich im letzten Jahr nicht bewährt.
Ich hatte ständig Probleme mit großen Löchern in der Bespannung und bei allen drei geflogenen Wettbewerben musste ich mit großen Tesafilmreparaturen fliegen weil wieder mal ein spitzer Gegenstand wie der Senderhaltebügel oder der Rumpf meines B-Modells durch die wenig elastische Bespannung ging.
Für die Neubespannung hab ich mich für eine Kombination aus Oralight weiß transparent und farbiger Oracover entschieden.
Erstmal hab ich nur den Flügel bespannt und das Leitwerk in Vlies gelassen, beim zukünftigen neuen V-Leitwerksrumpf wird auch das mit Folie bespannt.
Hier die Gewichtsbilanz der Maßnahme:

Vor dem Bespannungswechsel: Flügel mit Vlies, Reparaturtesafilm und -UHU-Hart bespannt, incl Verbinder, Spoiler und Spoilerservo: 383 Gramm = 8,7 g/dm²
Flügel naggisch ohne Vlies, aber mit dem fürs Vlies notwendigen Porenfüller, Ausbauteile wie oben: 329 Gramm = 7,6 g/dm²
Flügel mit allem und Oralight / Oracover bespannt: 372 Gramm = 8,5 g dm²

Fluggewicht mit neuer Bespannung und 5 Gramm zusätzlichem Trimmblei die ich in der Nase noch gebraucht hab: 711 Gramm = 15,6 g/dm²

Ich hoffe der neue, schlankere und hinten kürzere V-Leitwerksrumpf spart 50-60 Gramm ein und das Fluggewicht geht damit unter 650 Gramm, das wären dann 14,3 g/dm² und damit ungefähr so viel wie ein 500 Gramm PuRES oder ein 550 Gramm RESolution.

Hier noch ein Video vom ersten Flugtag mit der neuen Bespannung drauf, es war kaum Wind und kaum nutzbare Thermik:

https://vimeo.com/84908832


https://vimeo.com/84908832

Gruß,

Uwe.

little_wing
27.01.2014, 17:41
Mein simplyRES ist nun fertig geworden. Hier einige Bilder, Fakten und Daten:

Zum Auswiegen waren noch 16g Blei in der Nase notwendig, das Fluggewicht beträgt damit jetzt 473g; ist doch etwas mehr geworden als ich anfangs gehofft hatte. Trotzdem liegt die Flächenbelastung aufgrund des relativ großen Flächeninhaltes von 37,5 dm2 nur bei 12,6g/dm2.
Den Schwerpunkt habe ich vorerst mal auf 70mm gelegt, ob das passt wird sich beim Einfliegen zeigen.

Das V-Leitwerk ist mit Anglerfaden (0,25mm) angelenkt, wobei Höhe auf Zug angelenkt ist. Der Faden ist an den Ruderhörnern des Leitwerks verknotet, wird in kurzen Bowdenzugröhrchen auf der Oberseite des Heckrohres entlang und im Rumpf ebenfalls in Röhrchen bis kurz vor die Servos geführt. In den Servohebeln sind kleine Messinghaken eingehängt, an denen der Faden dann ebenfalls verknotet wird. Das Ganze arbeitet absolut spielfrei und ist auch sehr rückstellgenau.
Die Rückstellkraft habe ich in Vorversuchen an einem „Muster“-Leitwerk ausprobiert, verschiedene Torsionsfedern gebogen und immer wieder die Rückstellkraft mit Gewichten gemessen. Letztendlich hat sich eine U-Feder aus 0,5mm Federdraht mit einer Schenkellänge von je 15mm und einer Basis von 80mm als brauchbar herausgestellt, die das Ruder mit ca. 150g an einem 15mm Hebelarm in die Neutrallage stellt. Das ist jetzt erst einmal eine Vorabeinstellung und muss sich beim Fliegen erst noch bestätigen (Hochstart, usw.).

Die zentrale Bremsklappe wird von einem Servo im Rumpf angesteuert: das Servo bewegt über ein kurzes Gestänge eine Kurvenscheibe, die bei Klappe „ausfahren“ aus dem Rumpf herausfährt und die Klappe in der Fläche über eine Parallelogramm-Mimik hochstellt (ist im Aufwand einfacher, als es sich anhört).
Beim Aufsetzen der Fläche koppelt diese Anlenkung „automatisch“ an. Vorteilhaft ist - zumindest für mich- dass das lästige Kabelgefummel mit Verstauen der Kabel im Rumpf, etc. entfällt.
Zwei weitere Vorteile sehe ich darin, dass
a) diese Anlenkung auch bei sehr dünnen Profilen (in diesem Fall das verwendete S4083 mit 8%) umsetzbar ist, bei denen die Dicke des Servos an die Grenze des Bauraums im Profilstrak stößt.
b) das vor dem Schwerpunkt sitzende Servo kann ruhig etwas größer sein und hilft dabei, totes Trimmblei zu reduzieren.

Gewichtsdarstellung, ganz klassisch in g und nicht in g/dm2 ;);)
Rumpf mit RC und Leitwerk: 258g
Zentralfäche 122g
li. Ohr mit Steckung 47g
re. Ohr mit Steckung 46g

Gesamtgewicht (mit 16g Trimmblei): 473g

(Gesamtgewicht beinhaltet ein Foliengewicht von 34g, Oralight transparent)

So, jetzt warte ich auf einigermaßen passables Wetter zum Einfliegen…

Gruß
Rainer

SirToby
27.01.2014, 18:57
Fotos von der Klappenmimik/-anlenkung würden mich sehr interessieren! :)

Grüße
Tobias

lkas2205
27.01.2014, 19:20
Hi Rainer,
cool ist dein SimplyRES geworden. Hat was von den Farben und auch vom sauberen bau.
Wird es ein Flugvideo von den ersten Flügen geben? Fänd ich gut da ich noch nicht genau weiß welches RES Modell ich bauen will.
Grüße und viel Erfolg für den Erstflug
Lukas

seppale
27.01.2014, 21:12
Servus Rainer,
super ist dein Simply geworden! Und auch noch in den Nationalfarben meiner Heimat ...
Kann man bei Dir Auftragsbebügeln lassen ?:D
Gruß
Sepp

little_wing
27.01.2014, 22:05
Hallo, ich will mal der Reihe nach antworten...

@Tobias,
Muss erst mal eine verständliche Skizze von der Kinematik machen, Baustufenfotos gibt es. Bin aber morgen nicht im Haus, dauert daher etwas:)

@Lukas
Ja mit dem Erstflug wird das wohl bei den Wetteraussichten noch etwas dauern...
Video ist so ne Sache, ich besitze keine echte Videocam, müßte meine Spiegelreflex zweckentfremden.
Aber einen ausführlichen Erstflugbericht werde ich versuchen.

@Sepp
Vielleicht wirst du deinen Pures Evo ja auch in den Landesfarben bebügeln, dann können wir ja in Dachau mal einen Synchronflug probieren:D:D
Auftragsbügeln? Hhmm. So wie ich deine Modelle in Erinnerung habe, sind meine Bügelkünste nicht besser...

Grüsse
Rainer

UweH
27.01.2014, 23:35
Hi Rainer,

sauber gebaut und interessante Details, danke fürs weiter geben der Infos und die schönen Baufotos!

Ich bin gespannt wie Deine Flugeindrücke bei dem leichten Flieger mit dem relativ hoch gewölbten S4083-Profil sind, echt spannend wie sich die Auslegungsdetails im Moment so entwickeln ;)

Viel Spaß beim Erstflug und viele Grüße,

Uwe.

little_wing
29.01.2014, 22:26
Hallo Tobias und Interessierte,

die folgenden Bilder und die schematische Skizze können hoffentlich verdeutlichen, wie das ganze funktioniert.

Meine Gründe die Klappenanlenkung so zu lösen waren folgende:
- das Profil meines simplyRES hat nur 8% Dicke, das entspricht bei 200mm Profiltiefe einer Bauhöhe von nur 16mm
- das im Fundus vorhandene 9g Servo hat 11mm Dicke (mit Microservos hab ich so meine Bedenken)
Unterm Strich bleibt da nicht viel Fleisch zum Einbau des Servos, es muss ja noch die Klappendicke und evtl. der Rahmen abgezogen werden.
Also habe ich mal überlegt, ob man das nicht auch anders lösen könnte und bin dann zu der „kabellosen Anlenkung“ gekommen.

Sollte sich jemand für diese Anlenkungsvariante erwärmen wollen, empfehle ich ihm, sich die Kinematik anhand seines modellspezifischen Einbaus vorab in aller Ruhe auf einem Stück Papier maßstabsgetreu aufzuzeichnen. Dies ist wichtig, um die Seitenlängen des „schiefen Parallelogramms“ auf den möglichen Servoweg sowie auf die Parameter Profildicke, Klappenposition, Einbaurahmen und Rumpf genau abzustimmen. Da muss man halt durch: entweder mit spitzem Bleistift, Zeichendreieck und Zirkel, oder wer die Möglichkeit hat, von mir aus auch mit Cad :)

Der Materialaufwand ist minimal, das findet sich in jeder Restekiste: etwas Sperrholz, ein Kavan-Scharnier, Stahl- oder Messingdrahtstücke, Reste von Bowdenzugröhrchen, eine alte Servoscheibe, ein Anlenkungsdraht mit Anschlüssen.

Bei richtiger Abstimmung der Drehpunkte und der Hebellängen ist problemlos ein Öffnungswinkel von > 90° möglich - aber wer braucht den schon?.
Ich will garnicht verheimlichen, dass die Abstimmung des kurzen Drahthebels zwischen Bremsklappe und unterem Hebel einiges an Genauigkeit und Sorgfalt verlangt und ein ziemlich nerviges Gefummel ist (aber das kennen wir ja als Modellbauer :D).
Damit die Mimik eine eindeutige Ruheposition hat (geschlossen), ist an dem Scharnier noch eine relativ schwache Schenkelfeder (stammt aus einem alten Kassettenrekorder) angebracht, man kann sie auf dem letzten Bild gerade noch so erahnen. Im Klappenkasten sind wieder die üblichen kleinen Magnete zur Zuhaltung eingebaut.

Die Vorteile habe ich schon im vorigen Bericht erwähnt, hier noch mal der Vollständigkeit halber:
- Wenn es einenTrend zu dünnen Profilen bei RES geben sollte, ist diese Anlenkung durchaus vorteilhaft, da kein Servo im Flügel verbaut werden muss
- kein Servo im Flügel -> einfache Montage des Modells auf dem Platz -> kein Kabelgefummel :p
- das Servo ist bei geschlossener Klappe vollständig entlastet -> kein Laststrom
- das Klappenservo kann vor dem Schwerpunkt eingebaut werden (vermeidet totes Trimmblei)

In diesem Sinne frohes Basteln
Rainer

gerhard9991
30.01.2014, 07:34
Hallo Rainer,

ich finde deine Klappenanlenkung wirklich genial.

Bei meinem nächsten RES Modell werde ich das sicher auch so einbauen.

Beste Grüse aus Tirol

Gerhard

lkas2205
30.01.2014, 13:15
Hi Rainer,
echt das hast dir aber enorm mühe gegeben. Bin aber total überzeug von der Klappenanlenkung kommt auch bei mir in den RES Flieger.
Nur welcher:rolleyes:
Grüße
Lukas

Aerofred
31.01.2014, 21:48
Hallo Rainer / littlewing,
tolle Klappenanlenkung. Aber wenn die Klappe mit Torsionsfeder (+ Luftdruck) geschlossen wird und von Magneten gehalten wird, ist die Verbindung B' - C' in der Skizze eigentlich überflüssig. Oder habe ich was übersehen?

VG
CHristoph

little_wing
01.02.2014, 09:22
Hallo Christoph,

die Strecke BC ist der Z-förmige Messingdraht (mittlerw. ein U-Draht) der das untere kavanscharnier mit der oberen Bremsklappe verbindet und diese aufstellt. Die Strecke B'C' ist genau dieser Hebel in Offenstellung (siehe letztes Foto). Die kleine Schenkelfeder am Kavanscharnier ist eigentlich nur der "Notnagel", der dafür sorgt, dass die Bremsklappe zuverlässig geschlossen wird. Die Magnete sind so eingestellt, dass sie ja erst auf einem kurzen Weg (2-3mm) vor dem Strak wirken, sonst würde die Klappe zu abrupt aufspringen.

Gruß
Rainer

SirToby
01.02.2014, 09:36
Eine sehr gute Idee, diese Klappenanlenkung! Allein die Tatsache, daß man lediglich die Tragfläche auf den Rumpf schraubt und alles ist betriebsbereit... Chapeau!
Klar, man kann auch eine sich automatisch verbindende, elektrische Lösung mit Servo in der Fläche schaffen, aber dem steht eben die geringe Bauhöhe der Flächen im Wege...

Grüße
Tobias

Aerofred
02.02.2014, 16:12
Hallo Dieter,

alles klar. Danke.

Christoph

Hans Hoffmann
11.02.2014, 10:32
Hallo,

hab dieses Video entdeckt
http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=QUrI7cbRIYI

Gruß Hans

voll gfk elle
11.02.2014, 18:25
Hier der Link zum Relax 2.0
http://www.tecshape.de/index.php/en/products-en/product/28-relaxx-2-0
Gruß Michael

Phoenix35
12.02.2014, 08:37
Für mich ein extrem attraktives Modell - könnte sein, dass ich eins ordern werde.

Schade, dass nichts zum Profil und zum Flächeninhalt auf der Seite steht - die Angabe möchte ich schon vorher haben.

Viele Grüße und danke für die Hinweise auf diesen schönen Flieger***

Uli

little_wing
12.02.2014, 11:02
...hat so ein bißchen was vom simplyRES, zumindest die VLw-Version, interessante Konstruktionsdetails!
Ein paar mehr Angaben zu Profil, Flächeninhalt, etc. wären nicht schlecht.

Rainer

UweH
12.02.2014, 12:18
nichts zum Profil

..bei dem Freundeskreis des Konstrukteurs könnte ich mir vorstellen dass da ein PW-Strak drauf ist, ist aber nur so ein Verdacht :rolleyes:

Gruß,

Uwe.

alpha-prot
13.02.2014, 20:26
Hallo zusammen,

nachdem hier einige Fragen auftauchen, kann ich gerne das Konzept und meine Gedanken zur Auslegung darstellen.

Was mir wichtig war:

1) Schnelle Bauweise! Ich persönlich mag es gerne Modelle zu bauen - aber alles im Rahmen. Ich war nie ein "Scale" Modellbauer und komme gerne schnell ans Ziel. Mit einer unkomplizierten Bauweise realisiere ich mein selbstgebautes Modell in einem überschaubaren Zeitrahmen.

Aus diesem Grund verwende ich CFK Halbzeuge (Rohre und Stangen) und keine D-Box in der Fläche des Relaxx. Bewusst verzichte ich auf eine optimierte Holmauslegung welche, bei höherer Stabilität, einige Gramm sparen könnte. Im Prinzip halte ich einen nicht optimierten Holm in dieser Modellklasse aber für nicht so kritisch und daher ist der Gedanke an die Produktions-Kosten bzw. Aufwand im Mittelpunkt. Bzgl. der Beplankung/D-Box: Es gibt zu dem Thema Rippenflügel bzw. Leistung von Flächen in Rippenbauweise eine interessante Betrachtung bzw. Einschätzung von Martin Hepperle.

http://www.mh-aerotools.de/airfoils/index.htm

Des Weiteren beurteile ich aufgrund des geringen Modellgewichtes und damit verbunden geringen Trägheitskräfte eine D-Box für nicht unbedingt notwendig. Daher habe ich die einfach weggelassen und erhöhe die Rippenanzahl im Nasenbereich um eine gute Profiltreue zu erhalten.

Zum Rumpfbau: Dieser ist eine Sandwich Konstruktion aus Sperrholz und Balsa. Wichtig war mit beim Rumpf das dieser klein und wirklich sehr stabil ist. Zudem soll er organisch modelliert/geschliffen werden können. Diese beiden Ansprüche werde durch Verwendung von Sperrholz und Balsaholz bei entsprechender Bauweise erfüllt. Der Rumpf ist im Prinzip in wenigen Minuten mit Sekundenkleber fertiggestellt. Dann beginnt natürlich die Schleifarbeit ;).

Es ist vielleicht wichtig zu erwähnen, dass nur kleine Servos (D47 Klasse) und Empfänger (12mm Höhe) vorgesehen sind. Natürlich kann der erfahrene Modellbauer hier modifizieren - ist ja alles Holz. Hält man sich aber an die Servogrösse, passen auch die Aussparungen und der Bau geht schnell von der Hand.

Sehr nützlich ist der verschiebbare Hochstarthacken. Diese Möglichkeit erlaubt es das Hochstartverhalten dem Wetter und den persönlichen Vorlieben schnell anzupassen.
Insgesamt sparen uns die Halbzeuge und der Verzicht auf eine D-Box bzw. die Sandwich Rumpfbauweise viel Bauzeit und Gewicht. Alle Teile, sowie Ruderhörner, Höhenleitwerksaufnahme/Pylon, Hochstarthacken sind CNC gefräst was wiederum Zeit spart.

2) Auslegung und Profile:
Also - und das ist jetzt meine persönliche Meinung - es ist nicht einfach Leistungsfähigere Profile als Mark Drela zu designen. Der Mensch hat ja nicht nur das X-Foil geschrieben (soweit ich weis) sondern er weis einfach sehr viel. Im Grunde genommen ist es doch sehr einfach ein Profil im x-Foil zu verbessern. Setzt doch mal einen Turbulartor bei 65% in die Berechnung der Polaren ein! Fertig! Alles gleichmal deutlich besser! Aber entspricht dies der Wirklichkeit? Also, um es kurz zu machen, Mark Drela kennt sich in meinen Augen sehr sehr gut aus. Warum also nicht auf bewährte Profile zurückgreifen. Der AG 36-37 Strak ist für unseren Zweck sehr gut geeignet. An diesen Profilen könnte man natürlich rumbasteln, aber ob das in der Realität auch wirklich besser ist? Wenn ein Rippenflügel gebaut und bespannt wird, macht es in meinen Augen Sinn die Realisierbarkeit im Auge zu behalten. Natürlich werden dünnere Profile noch bessere Leistungen erbringen können aber was geschieht mit der Stabilität? Wie einfach lässt sich die Fläche genau bauen und die Bespannung aufbringen? Was geschieht mit der Torsionsfestigkeit insbesondere, wenn ein D-Box nicht verwendet werden soll? Vielleicht werde ich nochmal "extremere" Profile testen, aber bislang bin ich mit den Flugleistungen sehr zufrieden.

Die Leitwerksgrössen sind ebenfalls nach Drela ausgelegt und dann an meinen Geschmack angepasst. Herausgekommen ist ein hoch gestrecktes Höhenleitwerk mit etwas kleineren Flächeninhalt. Greift aber für meine Begriffe sehr gut. Beim Seitenleitwerk mag ich persönlich ein etwas überdimensioniertes Leitwerk welches schnelle Richtungsänderungen und hohe laterale Stabilität gewährleistet. Zu den Leitwerken wird es CNC gefräste Schleifschablonen geben. Somit hat man beim zuschleifen einen guten Referenzwert, wie dick die die Leitwerke wirklich sein sollten.

Insgesamt ist das Modell schnell gebaut, relativ leicht (momentan Fluggewicht 480gr.) und sieht schön aus. Was mir eigentlich noch fehlt ist eine Ballastkammer. Diese wäre wichtig um die Penetration bei stärkerem Wind zu gewährleisten. Allerdings ist im Rumpf kein Platz mehr. Eine Möglichkeit wäre, eine Ballaststange in den Rohrholm zu legen. Muss ich aber noch testen.

VG aus Kopenhagen

Phoenix35
14.02.2014, 08:01
Guten morgen

und danke für die langen Beschreibungen / Anmerkungen zu diesem Modell.

Das AG 36 und AG 37 sind sehr gute Profile für diesen Einsatzzweck - das belegen einige Modelle, die mit diesen Profiltypen ausgestattet sind. Das Profil läuft gut / macht gut Strecke und ist für einen Thermiksegler noch auftriebsstark genug. Voraussetzung dafür ist ein geringes Modellgewicht. Wiegt der 2 Metersegler ab 700 Gramm oder mehr (was hier ja nicht der Fall ist), würde ich eher auf auftriebsstärkere Profile zurückgreifen. Die auftriebsstärkeren haben in der Regel aber eine schlechtere Laufleistung und Penetration gegen den Wind - was bei einem sehr leichten Modell dann zum großen Nachteil werden kann. Die Profilwahl ist immer ein Kompromiss aber ich denke diese Profilwahl ist bei dem Modell ein super Kompromiss - und ob das so einfach zu toppen ist, würde ich auch bezweifeln. Ich weiß noch, wie fummelig eine Eigenkonstruktion mit S 4083 (Unterseite hinten hohl) beim Bau und beim Bespannen war.

Ich habe noch eine Frage zum Aufbau: Ich überlege den Relaxx zu kaufen und mit Querrudern zu bauen. Dazu würde ich dem Mittelteil gerne etwas V-Form gönnen und die V-Form der Ohren zurücknehmen - ist dieser Umbau in Eigenregie unkompliziert durchführbar. Ich benötige keine Antwort, wie man so etwas generell machen kann. Das Mittelteil scheint hier aber ungewöhnlich konstruiert zu sein (Kohleteil mit rechteckigem Querschnitt)? WElche Ackus passen in den Rumpf?

Vielen Dank und viele Grüße

Uli

little_wing
14.02.2014, 16:22
... Ich weiß noch, wie fummelig eine Eigenkonstruktion mit S 4083 (Unterseite hinten hohl) beim Bau und beim Bespannen war....

...diese Erfahrungen kann ich so nicht bestätigen.
Natürlich läßt sich eine Fläche mit dem dünnen und auf der Unterseite konkav gewölbten S4083 nicht so schnell "zusammennageln" wie ein Profil mit glatter Unterseite.
Mit Rohrholm ist der Bau aber kein Problem. Wenn man dazu noch die Endleiste "unterseitig" anordnet und aus relativ festem Balsa (1,5 - 2mm) fertigt, wird die Endfahne recht stabil und läßt sich auch dünn ausschleifen.
Die Anordnung unten kommt der speziellen Endfahnenkontur des S4083 entgegen, da sie in den letzten 10 bis 15% der Tiefe etwas nach unten abknickt.
Zum Bespannen gehe ich so vor, dass ich die Folie erstmal an der Endleiste unten hefte, dann mit nicht all zu viel Spannung um die Nase ziehe (ohne sie an der Nase zu heften!) und an der Endleiste oben zuksesive so hefte, dass alle Quer- und Längsfalten unten und oben mäßig ausgespannt sind.
Erst dann wird die Unterseite an jeder Rippe im einzelnen festgebügelt und das Feld vorgestrafft. Danach die Oberseite vorstraffen und dann wechselweise oben und unten fertig bügeln und straffen.
Jetzt mag man einwenden, dass damit die Bespannung zwar glatt aber trotzdem auch labbert ist und nicht sehr torsionsfest. Nach meinen Erfahrungen kann ich dem entgegen halten, dass auch die gestraffte Folie immer noch im Gegensatz zu Papier oder dergl. sehr elastisch ist und bleibt, daran ändert auch sehr viel mehr Spannung beim Aufziehen nichts, im Gegenteil, man riskiert eher einen verzogenen Flügel.
Uups, jetzt ist es doch eine längere Abhandlung geworden als beabsichtigt, aber vielleicht ist es ja für den einen oder anderen der sich mit konkaven Profilen abgibt, etwas hilfreich.

Grüsse und immer ein wohltemperiertes Bügeleisen
Rainer

Phoenix35
14.02.2014, 19:28
... in gewisser Weise hast du meine Aussage, zumindest was das Bügeln anbelangt, mit deiner langen (danke) Abhandlung schon bestätigt - oder?

Viele Grüße

Uli

alpha-prot
14.02.2014, 20:20
@ Uli

Mittelteil mit V-Form: Wird eher schwierig, da ja auch die Bremsklappe über dem Rumpf liegt. Die kann man ja nicht so ohne weiteres mit V-Form ausstatten. Die Endleiste besteht aus 1mm Sperrholz. Das macht die schön robust und man kann noch etwas zuschleifen. Also im Prinzip würde ich bei Querruder Umbau, die V-Form so lassen - sprich gerades Mittelteil.

Der neueste Entwurf des Relaxx, der Ende nächster Woche fliegen sollte, hat eine doppelte V-Form im Aussenflügel. Das Video zeigt ja schon die gute Gleistleistung aber nicht das Kreisflugverhalten, was für uns Thermikflieger ja mindestens genauso wichtig ist. Das im Video gezeigte Modell hat relativ wenig V-Form. Diese ist beim jetzigen Modell erhöht und wird beim nächsten Entwurf durch eine doppelte V-form im Aussenflügel etwas anders aufgeteilt. Ich werde wieder Videos und Fotos machen.

Akkus: Ich verwende 4x 800mAh Eneloop AAA. Die passen gut in den Rumpf hinein. Die Gewichtsverteilung bzw. Rumpflänge ist so gewählt, dass bei 4 x AAA fast kein Blei benötigt wird.

Flächenholm: Ja, dass ist ein 10x10mm und 8x8mm Cfk Holm mit quadratischem Querschnitt. Dieser ist im Mittelteil (1m) ungekürzt und wird im Aussenteil (50cm) geteilt. Kann aber für einen Querruder Umbau auch am Stück gelassen werden. Das schöne daran ist, dass die V-form durch unterschiedliche Verbinder den persönlichen Vorlieben angepasst werden kann. Ich habe zur Zeit Verbinder mit 8,10,12,15 Grad V-form. Ist übrigens sehr interessant das gleiche Modell mit unterschiedlichen V-Formen zu fliegen.

Bzgl. S4083: Das ist so ein Kandidat, der sicher sehr gute Leistung bieten kann, aber auch sehr sehr filigran ist. Zudem die gewölbte Unterseite. Geht sicher alles, aber mir ist der Bauaufwand, das Risiko das die Fläche verzieht und die geringere Stabilität gegenüber einen AG 36/37 zu groß. Aber das ist ja auch immer Geschmacksache :)

VG
Rainer

Phoenix35
14.02.2014, 21:38
Vielen Dank für die ausführliche Antwort, Rainer.

Ich finde es auch gut, wenn das Modell die AG Profile behält. Ich glaube ein besseres ist nur schwer zu finden. Ich hatte übrigens zwei Modelle 150 cm und 200 cm mit dem S 4083. Das mir das Bauen und Bügeln nicht so nen Spaß gemacht hat habe ich ja schon geschrieben. Die Leistung war gut - aber ob die besser ist als die vom AG 36 - 37 !? - ist mir ehrlich gesagt egal, da dies kaum zu erörtern ist und von vielen weiteren Faktoren abhängig ist. Beide fliegen super - die AGs sind aufgrund der geraden Unterseite und der Dicke super zu bauen.

Viele Grüße

Uli

UweH
15.02.2014, 10:57
Hallo Leute,

Gestern hatte es am kleinen Südhang 4 Bft Wind, also was liegt da näher als den gegenüber der Kreuzleitwerksversion um ~ 100 Gramm erleichterten GezoRES- V einzufliegen? Na, zwei GezoRES- V gleichzeitig einzufliegen :p

Fluggewicht mit dem robusten Flügel aus Pappelsperrholzrippen und dem neuen V-Rumpf mit kleinerem Querschnitt jetzt etwa 630 Gramm, wegen dem großen Flächeninhalt ergibt das leichte 14,3 g/dm² Flächenbelastung.
Gleitleistung und Penetration haben trotz der Gewichtseinsparung nicht abgenommen, was an dem deutlich geringeren Rumpfquerschnitt und der verbesserten Rumpfaerodynamik gegenüber der K-Version liegen dürfte. Ich habe bereits beim Nurflügel ARES festgestellt, dass es ungünstiger ist einen großen Rumpf für eventuelle Ballastaufnahme zu bauen als einen minimierten Rumpf mit entsprechend weniger Stirnwiderstand, das bestätigt sich auch beim GezoRES wieder.
Unter der Fläche ist aber schon noch genug Platz für eine Ballastkammer, ich denke bis ~ 200 Gramm Messing ließen sich in Eigenregie bequem unterbringen.

Die Feineinstellungen und Thermikflugtests fehlen noch, aber ich rechne nicht damit dass sich die Flugeigenschaften bei ruhigem Wetter durch die Gewichts- und Widerstandsreduktion verschlechtert haben, zumal Gestern schon zu sehen war dass der minimale fliegbare Kreisdurchmesser spürbar abgenommen hat :cool:

Hier das Video von Gestern: https://vimeo.com/86748323


https://vimeo.com/86748323

Bilder vom Rumpfbau und vom Erstflugtag gibts im Nachbarforum: http://www.thermik-board.de/viewtopic.php?f=7&t=907&start=360

Gruß,

Uwe.

ixyltitz
15.02.2014, 11:41
Servus zusammen,

mittlerweile gibt es verschiedene Modifikationen des simplyRES. Das freut mich. Der Relaxx ist eine davon. Man sieht, der Allegro wird nicht überall als der Weisheit letzter Schluß angesehen, auch wenn ich Drela als ehemaligen Freiflieger sehr schätze.
Mit dem schönen Folienfinish fliegt der Relaxx - zumindest psychologisch - sicher besser als der Ur-simplyRES. Der Rumpf ist wirklich toll gestylt, das durchgehende Mittelteil mit der einteiligen Störklappe hat zugegebener Maßen seine Vorteile. Was mich davon abhält, ist die Schwierigkeit - bei jedem Zusammenbau - den gleichen Anschlußwinkel der Ohren zu erhalten. Ich glaube, viele merken das beim Fliegen gar nicht oder steuern das automatisch aus!
Erstaunt hat mich, dass Rainer die außengeführten Schubstangen übernommen hat. Das macht die Anlenkung sehr viel einfacher. (Mein Beruf hat mich halt verdorben, alles möglichst einfach zu gestalten.)
Zum besseren Kurven sollte die V-Form 13% der Halbspannweite betragen (Thies: Handbuch für den Modellflug). Ich habe beim Mk1 die Ohren gekürzt und steiler angesetzt. Das stützt besser ab. Wingletähnlich Ohren bringen - aus eigener Erfahrung - wenig. Zum flachen Kurven sind generell leichte Flügel wichtig.
Für die Kurvengängigkeit ist ein ausreichend großes V-Leitwerke notwendig, in der Projektion sollte es 20% größer sein als ein normales Leitwerk, das etwa 10% der Flügelfläche hat, bei einem Öffnungswinkel von 110°.
Die Profilierung hat ihre eigene Philosophie. Wenn ich jetzt mit einem 9%tigem Clark Y käme, würde die Gemeinde mich lynchen... Wie bekannt: Das oft verwendete Gö795 bei früheren RC-Hlgs und anderen kleineren Modellen entspricht dem 8%tiges Clark Y!
Aus dem Freiflug kommend, muss ich sagen, dass es dort fast so viele Profile gibt, wie erfolgreiche Modelle. Ich bleibe vorerst beim S 3021, das spießig mit Vlies bespannt wird.
Übrigens: Warum nicht bis zu 1,5 Bft ein hochgewölbtes tragendes Freiflugprofil verwenden, mit einem CA max von 2? Wenn wir ohnehin schon bei einer vergleichbaren Flächenbelastung sind?
Das Modell wäre bei Leichtestwind unschlagbar und zwei Modelle sind erlaubt!

Gruß Hans

Arno888
15.02.2014, 12:53
............ als ehemaligen Freiflieger .........

Gruß Hans

Als ehemaliger Freiflieger würde Ich mich Mal schlau machen über die relativ neue "LDA" profielen. (low drag airfoil)
F1A Modellen mit LDA profilen starten mittlerweile über 100 Meter hoch ;) und gleiten besser, als alles bisher !

ixyltitz
15.02.2014, 18:50
Servus Arno888,

du kannst mir gerne glauben, dass ich mich als immer noch mit dem Freiflug verbundener, hinreichend über LDA-Profile schlau gemacht habe. In der Thermiksense oder in der FFN steht genug darüber. Darüber hinaus entwickeln wir gerade in einem kleinen Team ein F1Q-Modell mit (evtl.) LDA-Profil.

Die erreichten Höhen der Spitzenflieger in F1A von über 100 Meter beim Schleuderstart stimmt. Es stimmt aber nicht, dass LDA-Profile ein besseres Gleiten - damit meinst du sicherlich die Sinkgeschwindigkeit - haben. Denn dann wäre die eine oder andere große Meisterschaft schon mit diesen Profilen gewonnen worden!
Die Spitzenleute fliegen immer noch Flapper, z.B. Findahl, Makarov, Stamov etc. Die besten Modelle beider Kategorien dürften gleichwertig sein. Flapper sind aber offensichtlich leichter zu fliegen. Im übrigen hört man aus deutscher Seite oft kritische Stimmen über die LDAs.

Ergo, die LDAs haben beim Schleudern weniger Widerstand und erreichen eine größere Höhe, haben aber danach ein schlechteres Sinken. Bei den Flapper ist bei geringerer Ausgangshöhe das Sinken besser.

Für RES spielt aber Schleudern in dem Maße wie bei F1A fast keine Rolle!

Außerdem LDA-Profile müssen sehr genau gebaut sein. Das ist nur erreichbar mit einer Faservebund-D-Box. Diese ist bekanntlich in RES verboten.

Für "Leichtestwindsegler" würde ich an klassische A2/F1A-Profile denken, wie das Benedek 6356 b.
Mit so einem Modell könnte man nahe an die für den Allegro mit Vortex berechnete Sinkgeschwindigkeit von 0,27 m/sek kommen - nämlich 0,3 bis 0,32 m/sek.

Ich persönlich finde RES gegenüber dem Freiflug, in dem 90% der Modelle für meistens über 1tsd € fertig gekauft werden, eine echte Alternative, wenn man mit einem vertretbarem Aufwand kreativ sein möchte - übrigens mit viel Spass. Zu diesen Rahmen würde auch ein einfacher "Leichtestwindsegler" gehören.

Gruß Hans

Phoenix35
15.02.2014, 19:22
Als ehemaliger Freiflieger würde Ich mich Mal schlau machen über die relativ neue "LDA" profielen. (low drag airfoil)
F1A Modellen mit LDA profilen starten mittlerweile über 100 Meter hoch ;) und gleiten besser, als alles bisher !

... bist du vom Fach oder Lehrer? Ganz im Ernst, solch belehrend klingende Ansprachen gehören hier nicht her - schon gar nicht in die Richtung von Kollegen, die so wertvolle und fachlich fundierte Beiträge liefern wie Hans.

Viele Grüße

Uli

Arno888
16.02.2014, 10:53
... bist du vom Fach oder Lehrer? Ganz im Ernst, solch belehrend klingende Ansprachen gehören hier nicht her - schon gar nicht in die Richtung von Kollegen, die so wertvolle und fachlich fundierte Beiträge liefern wie Hans.

Viele Grüße

Uli

Das war nur gemeint als Hinweis, weil sich nur wenige auskennen im Fachgebiet "Freiflug" .........
Den hinweis auf LDA habe Ich deshalb gemacht weil der geringe Widerstand dieser Profielen schon von Vorteil sein kann im "Durchzugsvermögen" .
Hoffe diese Bemerkungen sind nicht zu belehrend für dich, Uli ;)

Arno888
16.02.2014, 10:56
... bist du vom Fach oder Lehrer? Ganz im Ernst, solch belehrend klingende Ansprachen gehören hier nicht her - schon gar nicht in die Richtung von Kollegen, die so wertvolle und fachlich fundierte Beiträge liefern wie Hans.

Viele Grüße

Uli

Das war nur gemeint als Hinweis, weil sich nur wenige auskennen im Fachgebiet "Freiflug" .........
Den hinweis auf LDA habe Ich deshalb gemacht weil der geringe Widerstand dieser Profielen schon von Vorteil sein kann im "Durchzugsvermögen" .
Hoffe diese Bemerkungen sind nicht zu belehrend für dich, Uli ;)
(obwohl Ich eher deine Sätze als solche sehe!)

WeMoTec
16.02.2014, 11:17
... bist du vom Fach oder Lehrer?

Der Spruch ist gut, den muß ich mir merken. :D

Oliver, der gerade sehnsüchtig auf seinen Picares "evo" Rumpf wartet.

little_wing
16.02.2014, 11:35
Hallo RES-Gemeinde,

nachdem am späten Freitagnachmittag der lebhafte Südwest auf 1-2bft eingeschlafen war, bin ich nochmals an einen schwach geneigten Hang gefahren, um mit dem simplyRESmod die ersten Handstarts zu wagen.
Eigentlich flog er auf Anhieb so wie erwartet: schön langsam und geradeaus, leicht geneigte Flugbahn, ein paar Klicks Höhe waren erstmal notwendig.
Die gute Ansprache auf den leichten Hangwind erlaubte es ein paar Achten zu fliegen um sich an die Steuergewohnheiten heran zu tasten, nach dem ersten Eindruck kann der Schwerpunkt vorerst auf 70mm bleiben.

Das Flugbild ist ein Genuß, das Ding fliegt nicht, es schwebt! :D (kein Wunder bei der Flächenbelastung von 12,6 g/dm2)
Damit könnte es bei mir der RES-Zweitflieger für schwache Bedingungen werden, denn im Wettbewerb sind ja zwei Modelle erlaubt.
Als nächstes steht die Erprobung der Hochstarteigenschaften an, ich erhoffe mir von dem S4083 mindestens die erreichbaren Höhen der Baba Jaga, bei Schwachwind eher besser.

Ein Wermutstropfen bleibt zu berichten: obwohl ich den V-Winkel des Leitwerks schon um 10° kleiner gewählt habe als im Plan, ist die Wirkung des Seitenruders recht schwach, während das Höhenruder dagegen zu giftig ist, hier muss ich nochmals mit den Ruderwegeinstellungen, mit Expo etwas experimentieren.
Allerdings wage ich zu bezweifeln, ob damit die fantastische Seitenruderfolgsamkeit meiner Baba Jaga erreicht werden kann, aber da spielt vielleicht auch deren Mehrfach V-Form eine Rolle.
Die Wirkung der zentralen Störklappe werde ich erst testen, wenn der Flieger entweder am Gummiseil oder am Hang mehr Luft unter den Flügeln hat, prophylaktisch habe ich ca. 10% Höhe zugemischt. Weiter steht noch die Erprobung der Seilanlenkung des VLw auf dem Programm, vielleicht gibt es ja da unliebsame Effekte während des Hochstarts, wer weiß?

Ein mehrminütiges Video vom Erstflug kann ich leider nicht bieten, ein paar Serienbilder mit der Digicam sollen ja nur dokumentieren, dass das Ding endlich in der Luft war ;)

Viele Grüsse
Rainer

Phoenix35
16.02.2014, 15:12
@ Arno:

Ich sehe, du hast mich nicht verstanden - ist auch ok, lassen wir das eben - nix für ungut.

@ Rainer: Ein schöner und gelungener Flieger. Was wiegt er denn und wie hast du erleichtert?

Viele Grüße

Uli

little_wing
16.02.2014, 16:17
Hallo Uli,

mein sRESmod wiegt momentan 473g, dazu sollte erwähnt werden, dass ich die schweren Pultrusionsrohre (keine Pfeilschäfte) verbaut habe, weil ich zu dem Zeitpunkt kein anderes Material hatte, die schlagen schon mal mit rund 100g zu Buche.
Der Rest des Zellengewichtes ist der möglichst anwendungsgerechte Einsatz von Balsa- und Sperrholz, ein disziplinierter Umgang mit sog. "Verstärkungen" und die fast ausschließliche Verwendung von Seku.

Das alles ist ausführlicher in meinen Post's 399, 411, 433, 442 beschrieben, hier nochmal in Kürze die wesentlichen Punkte wo ich meine Gewicht gespart zu haben:

- einteilige Mittelfläche mit zentraler Störklappe -> spart die schwere Mittensteckung und 1Klappe und 1 Servo
- Ohrensteckung mit 6mm Alustab -> Gewichtseinsparung ggü. Stahl
- Rumpfkopf erleichtert -> leichtes 8mm Balsa und Fachwerk im Sperrholz
- Fadenanlenkung des VLw mit Anglerschnur und Torsionsfeder -> wiegt fast nichts
- Bespannung mit Oracover light -> Foliengewicht nur 35g auf dem ganzen Flieger (ich weiß, ist nicht so Stoppelacker-resistent wie angeblich Oracover "robust", aber wer landet schon ständig ausserhalb...?):D

Schönen Sonntag noch
Rainer

Dix
16.02.2014, 16:37
Aus meiner Zeit in der F3k-Speerwurf-2-achser-Ära kann ich berichten, dass bei hohem Auftriebsbeiwert die (Schiebe-) Rollwendigkeit massiv einbricht. Eine Grund dafür kann ich nicht nennen. Es ist nur eine Beobachtung. Fliegerisch lässt sich dieses Problem aber erstaunlich leicht beheben, indem der Steuerzustand "Knüppel in der Ecke" vermieden wird. Wenn es schnell rumgehen soll, dann ist es hilfreich, den Höhenruderausschlag deutlich zurück zu nehmen. Ordentlich in Seite reinlangen und sobald die Querlage stimmt, Höhe dazu und die Fahrt ganz rausziehen.

Dieses "Verfahren" kostet keine Extra-Höhe. Im Gegenteil. Wenns ums zentrieren geht, hilft das beim Nettosteigen. Dagegen sind langsame Hochaufriebskurven eine elende Rumhungerei.

Franz Zier
16.02.2014, 17:20
Ich glaube, dass die niedrige Fluggeschwindigkeit bei der kleinen Flächenbelastungen das Modell träger machen. Niedrigere Fluggeschwindikeit = niedrige Strömungsgeschwindigkeit = weniger Ruderwirkung. Aber wie Eingangs erwähnt glaube ich das nur und weiss es nicht.

Franz

ixyltitz
16.02.2014, 17:36
Hallo Rainer,

grundsätzlich unterstützt die hlg-ähnliche mehrfache V-Form des Flügels, wie bei den Allegro-Varianten zu sehen, das Kurven beträchtlich - weil der senkrechte, angeströmte Flügelanteil größer ist, und das Modell so besser um die Hochachse giert.
Bei großer V-Form habe ich aber immer wieder festgestellt, dass die Modelle um die Längsachse pendeln.
Deshalb habe ich bewußt die doppelte V-Form mit moderater V-Form gewählt.
Mein simplyRES pendelt nicht, und über mangelnde Kurvengängigkeit kann ich mich nicht beklagen.
Natürlich sind meine Nuris wendiger...
Nun zum V-Leitwerk: Ich hatte ursprünglich einen 10° kleineren Öffnungswinkel - wie ihn du hast - und habe ihn dann um 10° vergrößert. Einen sehr großen Unterschied konnte ich nicht feststellen.
Grundsätzlich überlagern sich beim V-Leitwerk zwei Funktionen.
Die Hlw-Funktion ist klar. Bei der Slw-Funktion schlagen beim Kurven beide Klappen nach innen (in die Kurve) aus. Das Modell beginnt zu rollen, und bei ausreichender Schräglage durch schräge Anströmung der Ohren zu gieren (steile, kurze Ohren sind besser als lange, flache). Bei größerer Schräglage liegt nun der innere Leitwerksteil fast horizontal, der äußere nahezu senkrecht. D.h. Der innere Leitwerksteil bewirkt Tiefenruder, der äußere Seitenruder.
Das Modell geht zwangsläufig auf die Nase.
Das irritiert die meisten.
Man kann natürlich durch Höhe ziehen kompensieren. Da das Ziehen deutlich stärker sein muss als beim Kreuzleitwerk, ist es lästig.
Dieses Problem lässt sich fast gänzlich durch differenzieren der Ruderklappen beheben.
Bei mir ist das Ausschlagsverhältnis von außen zu innen wie 2:1 = Seite : Tiefe.
Dass außerdem der Circular Airflow, den jeder kennt (beim Kurven muss Höhe gezogen werden) noch hinzukommt, ist klar.
So muss man nicht unbedingt mit Expo arbeiten.
Die Wendigkeit lässt zwar etwas nach, das kann man aber dadurch ausgleichen, indem man beim Einleiten der Kurve außen einen größeren Ausschlag hat.

Nun wünsche ich dir viel Spass mit deinem modifizierten simplyRES.

Gruß Hans

Phoenix35
16.02.2014, 18:53
Hallo Rainer,

danke für die Infos.

Bei der Fadenanlenkung (falls es jemad nachbaut) lohnt es sich, den Faden vorzudehnen - mal ein paar Minuten ein Gewicht von 1- 2 KG dranzuhängen. Dann erspart man sich die Nachjustiererei, die je nach Fadensorte immer wieder erforderlich ist, bis der Faden "ausgedehnt" ist. Zumindest habe ich das bei meinen SALs immer so gemacht. Ich weiß aber nicht wirklich, ob sich die meisten gängigen Typen wirklich nachlängen. Ich hatte mal nen Faden im SAL, den ich tatsächlich 2 Mal "kürzen" musste.

Viele Grüße

Uli

SirToby
16.02.2014, 19:16
Wie verhalten sich denn die Fäden (welcher Art?) der Anlenkung bei Tempraturschwankungen? Muß man da des Öfteren nachtrimmen? Oder sind die Temperaturstabil?

Grüße
Tobias

Phoenix35
16.02.2014, 20:13
... mit meinen SALs bin ich meistens nur bei Sonne und leichtem Wind draußen gewesen (gute bodennahe Thermik), wenns kühler oder windiger wurde eher mit E-Seglern. Somit kann ich nur über Schwankungen im Bereich 15 - 30 Grad (etwa) berichten. Da gabs mit den grünen (sind glaub ich Kevlar - von Kuban Modellbau) und den gelben (in den AFF-CNC SAL Kästen mit drin) keine Nachjustierungen - soweit ich mich erinnere.

Ich hatte immer eher die Sorge, dass so ein Faden irgendwo scheurt und dann reißt (und dann diese kleine "Drahtfeder", die das alles auf Spannung hält). Passiert ist mit den Anlenkungen in der Praxis bei mir aber nie was.

Wenn schon Seilanlenkung würde ich heute ganz dünnen Schmuckdraht nehmen und eine Pull-Pull-Anlenkung damit herstellen. Das scheurt bestimmt nicht durch, man spart sich die Feder (hat also auch in beiden Richtungen viel Druck - den des Servos und nicht zur einen Seite nur den der Feder - auf den Rudern) und es es so leicht, dass man es kaum wiegen kann.

Viele Grüße

Uli

jweber
16.02.2014, 20:16
Hallo Tobias,

ich werde bei meinem RES, der gerade am Entstehen ist, eine Fadenanlenkung aus sogenanntem Schmuckdraht machen.
Das ist eine hauchdünnene kunststoffummantelte Stahllitze. Die dehnt sich dann gar nicht mehr.

Für meine Schleudersegler habe ich Kevlarvorfach aus dem Angelbedarf verwendet, da hat das vordehnen nicht geschadet, aber auch nicht die ganze Längung weggenommen.

Jörn

Phoenix35
16.02.2014, 20:22
... was ich hier noch fragen wollte:

Gibts eigentlich mittlerweile Baukästen vom Baba Jaga zu kaufen?

Viele Grüße

Uli

SirToby
16.02.2014, 20:51
@ Jörn: Welchen Schmuckdraht verwendest Du? Welchen Durchmessers?

Grüße
Tobias

Phoenix35
16.02.2014, 21:10
Ich habe den Draht bislang nicht selbst verbaut. Er war in meinem letzten SAL (Pulsar), den ich von einem Vereinskollegen gekauft habe.

Ich frage ihn mal, wenn ich ihn sehe (oder du kontaktierst im Nachbaruniversum ZEWA - er ist Mod. der dortigen SAL-Fraktion).

Viele Grüße

Uli

SirToby
16.02.2014, 21:14
Könnte das solcher sein?: http://perlenparties.de/Zubehoer/Draht/Z-0038---Schmuckdraht--silberfarben.html?XTCsid=c7edb99eb1f143f5b60b4d20cba102dd

Grüße
Tobias

P. S.: Bin im "Nachbaruniversum" nicht mehr unterwegs...

jweber
16.02.2014, 21:24
Könnte das solcher sein?: http://perlenparties.de/Zubehoer/Draht/Z-0038---Schmuckdraht--silberfarben.html?XTCsid=c7edb99eb1f143f5b60b4d20cba102dd


Genau so eine Rolle vermisst meine Frau gerade......

Ich weiss auch nicht, wo die geblieben ist :-))
Die ist irgendwo unter die Räder gekommen.

Jörn

ixyltitz
16.02.2014, 21:37
Guten Abend,

bei meinen E-Seglern mit minimalisiertem Rumpf hat sich bei mir 0,2 mm dicker, am Kohlerohr außengeführter Saitendraht für Zupfinstrumente bestens bewährt.
Da gab es an heißen Tagen (30°+) gelegentlich ein (kleines) Problem. Bei einer Flugzeit von 45 bis 60 Minuten musste ich am Ende des Fluges nachtrimmen, da durch die Wämeeinwirkung der Draht sich längte und der Kohlestab sich verkürzte.

Übrigens: Was für Federn verwendet ihr?

Gruß Hans

little_wing
16.02.2014, 21:40
Hallo Uli,

Die Baba Jaga ("die alte Hexe" im slawischen Sprachraum) gibt es in Kürze bei http://www.modellbauservice.com/?Adresse zu kaufen. Ist auf der website von Jo Schuster aber noch nicht eingestellt, am besten den Jo mal anschreiben.

Thema Fadenanlenkung:
Da gibt es doch wohl einiges zu beachten, wie aus den Beiträgen zu entnehmen ist.
Ich habe den 0,25er grünen Faden verbaut, hat mir der Anglerladen geschenkt, der soll eine Reißfestigkeit von 25kg haben. Das Scheuerproblem kann bei mir nicht auftreten, da der Faden nicht über scharfe Kanten des Rumpfrohres geführt wird.
Temperatureinflüsse gibt es sicher aufgrund der unterschiedlichen Werkstoffe von Rumpf und Faden.
Bei einer Schubstangenanlenkung aus Stahldraht gilt das wohl aber genauso, außer die Schubstange ist wie das Heckrohr ebenfalls aus Cfk. Den Faden habe ich servoseitig in kleinen Messinghäkchen eingeknüpft, die kann man ggf. etwas nachbiegen, um langfristig eine Längung zu kompensieren.
Die Längung dürfte aber eher gering sein und liegt im Bereich der Feintrimmung, die man üblicherweise über einen Flugtag sowieso vornimmt.

Thema V-Leitwerk:
V-Leitwerke und ihre Steuergewohnheiten sind mir durchaus nicht fremd, nur so wie beim simplyRES als reinem Zweiachser hatte ich es noch nicht. Muss wohl verschiedenes an den Ausschlägen und der Steuergewohnheit noch probieren, dazu brauchts mehr Flüge und etwas Kennenlernen des Fliegers.
Wenn das nicht fruchtet, könnte ich mir als Abhilfe vorstellen, auf ein Kreuz-Leitwerk a la Baba Jaga/Allegro umzurüsten ;)

Gruß
Rainer

Phoenix35
17.02.2014, 08:38
@ Rainer: besten Dank für den Baba Jaga HInweis ***

Meine Rumpfeigenkonstruktion für den RESolution-Flügel und den Climaxx-Flügel (sind bis auf einige Details gleich / passen beide) habe ich mit Kreuzleitwerk ausgerüstet. Der Elektrorumpf hat V-Leitwerk. Ich habe beide Rümpfe mit beiden Flächen geflogen - und der Rumpf mit dem Kreuzleitwerk geht sowas von direkter, leichter und folgsamer um die Kurven als das V-Leitwerk ... . (Natürlich ist der E-Flieger schwerer; die Seitenflosse vom Kreuzleitwerk sitzt 5cm weiter hinten). Siehe unten...

@ Tobias:

0,35 könnte schon etwas dick sein. Ich kann leider auch nicht mehr messen, da ich den Pulsar vor 4 Wochen verkauft habe. Aber kontaktier doch mal den Andre (ZEWA) - ich sehe den sehr selten, da ich aufgrund von Family und Job kaum noch am Vereinsleben teilnehme.

Die Temperaturdehnung bei Schmuckdraht fällt nur bei der Federvariante ins Gewicht. Bei Pull-Pull-Anlenkung verändern sich ja beide Seiten gleichmäßig.

Federdicke und LÄnge (Schenkellänge) müsst ihr ausprobieren. Bei SALs habe ich 0,3er und 0,5er Federstahldraht verwendet. Die Schenklellänge entscheidet (zusätzlich zur Dicke der Feder) über den Ruderdruck. Bei RES-Rudern würde ich mit 0,5er Federstahl und vielleicht 20-25mm Schenkellänge anfangen zu experimentieren.

Anglerfaden und Co lassen sich, auch so gut in der Länge verändern (kürzen): Der Faden wird ohne Spannung eingebaut. Dadurch ist er etwas zu lang, aber nicht zu kurz (und das ist ja wichtig). Dann nimmt man einen Zahnstocher, wickelt den Faden um die Spitze bis der Faden stramm (und die Leitwerksflosse gerade) ist und dann nen Tropfen dünnen Seku drauf. Trocknen lassen, Zahnstocher abknipsen und fertig. Am besten macht man das hinter dem Servo (im Rumpf) und nicht am Heck des Modells (sieht eben unschön aus).

Viele Grüße

Uli

little_wing
17.02.2014, 10:07
Hallo Uli,

das Design des Kreuzleitwerks gefällt mir gut!

Noch eine Info an alle zu den Torsionsfedern:
Ich habe im Vorfeld etwas rumprobiert und bin zu folgenden Abmessungen gekommen: Stahldraht 0,5mm, Torsionslänge 80mm, die freien Schenkel sind nicht 180°, sondern nur 90° zueinander geschränkt. Diese Feder erzeugt eine Haltekraft am 15mm Ruderhorn von ca. 125g (Federwaage).
Die Kraft scheint mir im Moment ausreichend für Tiefenruder um die Rückstellmomente des Fliegers um die Querachse auszugleichen.
Nicht außer Acht lassen darf man, dass die vorgespannte Feder auch das Leitwerk tordiert, hier muss man einen vernünftigen Kompromiß suchen um nicht durch ein "stabileres" Leitwerk die ursprünglich beabsichtigte Gewichtseinsparung am Heck wieder zu nichte zu machen.
Vielleicht hat ja jemand ein einfaches, aber hinreichend genaues Verfahren um Ruderkräfte zu berechnen? Ich kann das momentan nur intuitiv abschätzen und im Flugbetrieb ausprobieren...

Grüsse
Rainer

Phoenix35
17.02.2014, 10:37
... dann lag ich mit der Schenkellänge von 25 mm wohl falsch. Ich meine diese Länge hätte ich bei SAL Modellen mit 0,3er Draht für stramme Ruder verwendet.

Viele Grüße

Uli

Phoenix35
19.02.2014, 08:27
Kurze Frage:

Ist es nach RES-Regeln legetim eine Rumpfkeule aus Balsa-Sperrholz mit Glasfaser- oder Kohlematte und Harz zu beschichten? Ich habe hier was gebaut, was mir etwas wabbelig erscheint.

Vielen Dank und viele Grüße

Uli

Mooney
19.02.2014, 08:59
Kurze Frage:

Ist es nach RES-Regeln legetim eine Rumpfkeule aus Balsa-Sperrholz mit Glasfaser- oder Kohlematte und Harz zu beschichten? Ich habe hier was gebaut, was mir etwas wabbelig erscheint.

Vielen Dank und viele Grüße

Uli

Ich hab die Regeln von 2013 hier vor mir liegen und da steht unter Punkt 2.1.c das man darf.


Bis denne

Berti.H
19.02.2014, 09:00
Ist es nach RES-Regeln legetim eine Rumpfkeule aus Balsa-Sperrholz mit Glasfaser- oder Kohlematte und Harz zu beschichten?
Hallo Uli,

das kannst Du ohne weiteres machen.

Das Reglement sagt dazu folgendes:

2. Modell:
2.1 [...]
Das Modell ist in „überwiegender“ Holzbauweise erstellt. Dies bedeutet:
a) Im Flügel dürfen lediglich für die Holme, Flügelverbinder und Nasenleisten GFK/CFK/Kevlar-Rohre oder GFK/CFK/Kevlar-Profile verwendet werden (ansonsten Holz).
b) Der Heckausleger für das Leitwerk darf aus einem GFK/CFK/Kevlar-Rohr oder –Profil bestehen. Das Rohr/Profil darf (von hinten gesehen) maximal bis zur halben Flächentiefe des Flügels reichen.
c) Der Holzrumpf darf zur Festigkeitserhöhung auf der Oberfläche mit GFK/CFK/Kevlar beschichtet sein.
d) Alle Ruderanlenkungsteile sind von der CFK/GFK-Einschränkung ausgenommen.

Quelle: LVB (http://www.lvbay.de/download_usr/F3B_RES_RAS_2013_Entwurf.pdf)


edit: uups Thomas war schneller

Hans Hoffmann
19.02.2014, 09:54
Hallo,

da es laut RES-Regeln legitim ist, beschichte ich die ersten 15cm der Rümpfe mit GFK. Ist zwar auch bei sorgfältiger Arbeit nach dem Aushärten eine böse Schleiforgie, die Nase ist dann aber schön strapazierfähig. Ich verwende 70g-Gewebe, die ersten 5cm 3-lagig, die zweiten 5cm 2-lagig. Durch eine 8mm-Bohrung auf der Oberseite der Spitze fräse ich dann eine Ballastkammer aus dem Balsa heraus. Als Trimmgewicht kommen dann Bleikugeln rein, die mit Epoxy vergossen werden. Hat man zuviel Gewicht eingefüllt, bohrt man einfach wieder etwas raus. Dabei immer an die Giftigkeit von Blei denken!

Gruß Hans

Phoenix35
19.02.2014, 09:56
ok, danke an euch beiden - doppelt gemoppelt hält besser - dann beschichte ich nun mal.

Viele Grüße

Uli

Franz Zier
19.02.2014, 09:58
Die Schleiforgie kann man etwas verringern, wenn man eine Folie (Früchstücksbeutel etc.) so glatt wie möglich über das Laminat legt. Die , falls vorhanden, bedruckte Seite aber nach aussen

Franz

Phoenix35
19.02.2014, 12:38
danke Franz, geht auch Frischhaltefolie oder ist die zum Abziehen zu dünn?