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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Klassischer Modellbau vom Aussterben bedroht?



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Jürgen Heilig
12.11.2011, 12:21
Heute flatterte mit der Werbung ein Vedes Katalog in den Briefkasten. Als Kind fand ich den damals immer ganz toll, weil man darin neben Experimentierkästen, Modelleisenbahn, Plastikmodellen etc. auch Funktionsmodellbau finden konnte.

Und heute? Experimentierkästen gibt es noch, aber in punkto Modelleisenbahn findet man nur noch ein billiges Einsteigerset von Märklin, Plastik- und Funktionsmodellbau Fehlanzeige.

Ich weiß, früher war alles besser. ;)

:) Jürgen

Martin Greiner
12.11.2011, 12:49
Hi!

Würde ich so nicht sehen. Sicherlich gibt es noch immer eine zu früher vergleichbare Zahl Modellbauer.
Nur sind das nicht mehr geworden sondern um eine gewaltige Anzahl "Modellbetreiber" erweitert worden, die sich "Modellbauer" nennen...;)

Jürgen Heilig
12.11.2011, 14:54
Hi!

Würde ich so nicht sehen. Sicherlich gibt es noch immer eine zu früher vergleichbare Zahl Modellbauer.
Nur sind das nicht mehr geworden sondern um eine gewaltige Anzahl "Modellbetreiber" erweitert worden, die sich "Modellbauer" nennen...;)

Es ging ja nicht um die Gesamtmenge, sondern um die klassischen Modellbauer. Wer soll deren Zahl aufrechterhalten, wenn nur noch "Modellbetreiber" nachkommen? ;)

:) Jürgen

BOcnc
12.11.2011, 15:26
Moin,

wenn ich so in meinen Verein schaue ist die Anzahl der Mitglieder ca so wie vor 30 jahren. Die meisten Modelle sind Fertigmodelle. Modellbauer?
Vor 30 Jahren hätte ich gerne Fertigmodelle gehabt. Wenn es denn welche gab waren sie nicht bezahlbar. Und heute baue ich lieber selber wo ich doch meistens billiger fertig kaufen könnte.
gruß
Werner

Wattsi
12.11.2011, 15:35
Wenn ich mir die Entwicklung in dieser Sparte ansehe, mit welchem Aufwand und in welcher Perfektion (Voll GFK,CFK) heute hergestellt werden, und wie Festigkeit und Profile berechnet werden, welche Erfahrung dahinter steht, da kann ein Hobbypilot bei vertretbaren Kosten und Zeitaufwand nicht mehr mithalten. Wenn dagegen ein Modell für einen speziellen persönlichen Einsatzbereich gebaut werden soll, zB. Skale, dann vielleicht, aber da gibt es ja schon wieder die Modelle in den Verschiedenen Klassen... F3J*** usw.
Gruß
Wolfgang

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Martin Stein
12.11.2011, 17:42
Ich stimme dem Thread-Eröffner zu. Was ich vor allem wahrzunehmen glaube, ist eine Verflachung des Sortiments. Wenn ich mal bei Toys„R“Us bin, finde ich zwar eine riesige Fläche, die aber in wenige Themen gegliedert ist. 12 laufende Meter Barbie, 12 laufende Meter irgendwelche Fantasy-Figuren usw.

Aber ich möchte spaßeshalber mal den Ketzer spielen:

– Unsere Spielwaren waren vergleichsweise teuer und schlecht. Ich erinnere mich beispielsweise an einen Schuco-Rettungswagen mit Kabelfernsteuerung, der damals sage und schreibe 55 Mark kostete. Der Spielwert war enttäuschend, ein Manövrieren kaum möglich.

– Modellbau: Mein erstes Modell war die kleine Jacht Graupner Carina für 25 Mark. Hinzu kamen ein Motor (5 Mark) und natürlich der Beschlagsatz, bestehend aus ein paar Pfennigteilen, die aber insgesamt 12 Mark kosteten. Im Rückblick eine Frechheit. Der Bausatz war ein Bündel Brettchen und Leisten, Vorfertigungsgrad nahe null. Die wenigen „gestanzten“ Holzteile hat mir mein Vater dankenswerterweise mit der Laubsäge ausgelöst. Das würde heute keiner mehr akzeptieren.

– Metallbaukasten: Jeder Junge hatte so einen. Das gehörte einfach dazu. Die Anwaltssöhne hatten einen größeren, ich hatte einen kleineren. Aber ehrlich gesagt: Geliebt habe ich ihn nie. Wer schraubt den ganzen Käse wieder auseinander?

– Fischertechnik: Habe ich geliebt! Ach, was waren das für wunderbare Stunden! Funktional und stabil wie ein Metallbaukasten, aber schneller und flexibler beim Konstruieren und Zerlegen. War allerdings damals schon frech teuer. Der kleine der beiden Motoren kostete im Jahr 1977 stolze 25 Mark! Fischertechnik hat heute noch jung Fans.

– Lego: Braucht man nicht drüber reden. Konzeptloses Rumrudern zwischen Weltraumkrieg und Fantasy-Schmarrn.

– Die Gute Wilesco-Dampfmaschine: Die hatte damals auch jeder Junge, ich habe meine heute noch. Aber mal ganz ehrlich: Wo war der Spielwert? Wenn ich sie heute für meinen Neffen anschmeiße, bin ich mehr fasziniert als er. Die kleinen Kolben, die Pfeife, das „schnuf-schnuff-schnuff … Aber dann? Gut, auf der Bügelsäge kann man Streichhölzer zerkleinern, auf der Säulenbohrmaschine Wellpappe bohren. Und am Schluss die Putzerei!

– Chemie-Experimentierkästen: Wurde gekauft, „damit der Bub was lernt“. Wenn der Bub aber die Experimente mit Knall-, Rauch und Leuchteffekten einmal durchhatte, also am zweiten Weihnachtsfeiertag, da waren die Reagenzien leer, und der Kasten landete auf dem Dachboden.

– Elektronik: Siehe oben. Ich selbst habe zwar die Elektronik als Beruf gewählt, aber aus den Kästen habe ich nichts gelernt. Die Kästen müssen den Spagat zwischen Spannung, Spiel und Wissensvermittlung schaffen. Das gelingt nicht.

– Plastikmodellbau: Ich habe 1:24-Automodelle von Revell gebaut, weil die fertigen Metallmodelle einfach zu teuer waren. Anders ausgedrückt: Ich wollte nicht basteln um des Bastelns willen, sondern ich wollte ein Auto. Und mal ehrlich: Wie viele von den Dingern wurden wirklich fertig?

– Wie oben schon gesagt: Zum Modellbau bzw. Basteln bin ich eher „aus der Not“ gekommen.

Dasselbe gilt übrigens für den Bereich der sogenannten Hobbyelektronik. Vor 25 Jahren waren viele technisch interessierte Jugendliche und Erwachsene in der Elektronik unterwegs. In größeren Kaufhäusern gab es ganze Regale mit Elektronikbausätzen (wie es sie heute nur noch bei Conrad und Co. gibt). Aber auch hier galt: Die Leute waren nicht an der eigentlichen Elektronik interessiert, sondern am Endprodukt. Das waren zum Beispiel:
Dimmer, Drehzahlregler für die Bohrmaschine, Dämmerungsschalter für das Außenlicht, Belichtungsmesser für das Fotolabor, kleine Mischpulte für die Tonfilmer, größere Mischpulte für die Hobbymusiker und natürlich Musikverstärker.

Will sagen: Jede Zeit hat ihre Spielwaren. Und das ist nicht von Grund auf schlecht.
Es galt und gilt wie beim Fernsehen: Die schlauen Kinder werden schlauer, die dummen Kinder werden dümmer.

Da darf man sich nicht mit Gewalt dagegenstemmen. Persönliches Negativbeispiel: Ich kaufe meiner Tochter einen wunderhübschen Kaufladen, mit rotweißer Markise, einer Balkenwaage, vielen kleinen Schubladen und einer Kasse, die an der Seite eine kleine Kurbel hat und beim Öffnen lustig klingelt. Natürlich alles politisch korrekt aus Holz.
Das arme Kind wusste natürlich nichts damit anzufangen. Einkaufen im Jahr 2011 geht halt anders. Mit Förderband und Scanner an der Kasse. Mit Einkaufswagen, Regalen und Kühltruhen.

Gast_8624
12.11.2011, 18:25
...Aber ich möchte spaßeshalber mal den Ketzer spielen...

Hallo Martin,

so ketzerisch finde ich deine Beispiele gar nicht.
Ich empfinde das genauso wenn ich mich zurück erinnere.

Der Weg zum Fliegen führte "damals" nur über das Bauen. Heute ist das nicht mehr nötig
Fertig, egal ob Schaum oder Holz, mittlerweile mit RC und Antrieb oder gar "Bind and fly"

Bauen, was ist das?

Am übelsten an der Sache ist der Verlust der Fähigkeiten, handwerklich praktisch, und das Wissen um Zusammenhänge (Material, Kleber, Aerodynamik, Elektronik, Oberflächenbehandlung (Bespannen, Lackieren), Faserverbundwerkstoffe und Vieles mehr, kann nicht mehr erworben werden.
Von selbst etwas konstruieren will ich gar nicht erst schreiben.

Es gibt sie noch die Modellbauer, aber die stehen auf der roten Liste der aussterbenden Arten.

Gruß Rolf

Martin Stein
12.11.2011, 19:32
Hallo Rolf,

ich möchte dein Posting nutzen, um mal ein Pro für die Jugendlichen von heute zu sprechen.
Natürlich lange auch ich mir ab und zu an den Kopf, wenn ich mitbekomme, dass zum Beispiel die Nachbarjungen kein Fahrrad mehr flicken können. Das wird von der Mama im Van zum Händler gefahren.

Für ein Schulfest habe ich mal mit Zehntklässlern eine modulare Podestbühne zusammengeschraubt. Keiner der Kerle wusste, in welche Richtung eine Schraube zugedreht wird.
Ich dann so: „Mein Gott! Das geht wie beim Wasserhahn. Rechtsrum zu, linksrum auf.“
Klares Eigentor! Welcher Wasserhahn wird heute noch gedreht? Und die Wasserhähne in der Schule, die gehen mit Infrarot.

Aber bleiben wir mal beim Thema Schule. Es ist keineswegs so, dass heutige Jugendliche nur noch konsumieren. Was da mit Eigeninitiative auf die Beine gestellt wird, verdient Hochachtung:

Die Schülerzeitung kann mit jedem modernen Stadtmagazin mithalten. Für „Jugend forscht“ gibt es oft ein eigenes Lehrerteam. Musikgruppen, Sport- und Tanzgruppen haben ein ganz anderes Niveau als zu „unserer“ Zeit.
Der Kunstunterricht in der Oberstufe hat heute universitären Anspruch.
Klar, es gehen bestimmte Fähigkeiten verloren, zum Beispiel in der Werkstoffkunde, wie du sagst. Andererseits kommen Fähigkeiten hinzu, die wir nicht hatten und die eben heute wichtig sind.

Weitere beruhigende Beispiele lassen sich zum Beispiel auf youtube finden. Wenn man da mal in die richtige Ecke gerät, dann findet man sie massenweise, die Youngsters, die Tesla-Spulen krachen lassen, verrückte Fahrzeuge bauen, Murmelmaschinen konstruieren oder Trickfilme drehen.

Milan
12.11.2011, 19:44
Hallo Wolfgang.


Wenn ich mir die Entwicklung in dieser Sparte ansehe, mit welchem Aufwand und in welcher Perfektion (Voll GFK,CFK) heute hergestellt werden, und wie Festigkeit und Profile berechnet werden, welche Erfahrung dahinter steht, da kann ein Hobbypilot bei vertretbaren Kosten und Zeitaufwand nicht mehr mithalten.

Diese Aussage ist der größte Schenkelklopfer für die "Flugmodelle"-Industrie.

Da anscheinend immer mehr so denken und sich dem Zwang im Kopf nicht mehr erwehren können, kauft man doch gleich ein Fertigmodell.

Selbst konstruieren? Selbst bauen? Zeit investieren? Alles Quatsch - da wird die Kohle; hoffentlich kein Kleinkredit; auf den Tresen geknallt und gekauft.

Und dann? Fliegt wirklich fantastisch und ist unkaputtbar in der Luft. Ist das Selbstwertgefühl mit so einer Prothese ein besseres als mit einem "gewöhnlichen" Flieger. Und wehe an so einem Ding geht was kaputt - hoffentlich hat der Hersteller auch noch Ersatzteile und hat nicht bereits wegen rückläufigen Absatzzahlen diesen Flieger aus dem Programm genommen.
Da bleibt nur noch wegschmeissen, reparieren oder bauen kann man ja schon lange nicht mehr.........

Ach ja - und die Erfahrung der Hersteller gehen auf das Konto der Kunden. Die nämlich bekommen neue Produkte in Bananenqualität, heißt, die reift beim Kunden.

So, habe fertig - war nicht persönlich gemeint - musste aber allgemein gesehen mal raus.

LG

Harry

Gast_8624
12.11.2011, 19:59
Hallo Martin,

...ja, Martin, auch diese Jugendlichen gibt es noch, aber nur, wenn vom Elternhaus diese Entwicklung unterstützt wird.
Das setzt voraus, das die Eltern den Wert solcher Aktivitäten zu schätzen wissen.

Vielfach werden diese Aktivitäten auch bewusst gegen den Zeitgeist des "nur" konsumieren eingesetzt, und zurecht.

Wenn ich mir die Werbung so anschaue, grauslig. Da wird versucht "uns" weiszumachen du bist nur glücklich wenn du konsumierst, und das ist auch noch wichtig für die Konjunktur! Ob du das Produkt wirklich brauchst? egal!
Und für was einen Schrott da geworben wird. Woher kommt der Begriff der "Konsumgesellschaft"?

Schaumzeugs kaufen und dann entsorgen entspricht dieser Mentalität (bind and fly) so ähnlich wie (ex und hopp) :D

Warum wohl gibt es keine Werbung für Grundnahrungsmittel?

Gruß Rolf

rubberduck
12.11.2011, 20:20
Ich stimme dem Thread-Eröffner zu.

Was ich vor allem wahrzunehmen glaube, ist eine Verflachung des Sortiments. Wenn ich mal bei Toys„R“Us bin, finde ich zwar eine riesige Fläche, die aber in wenige Themen gegliedert ist. 12 laufende Meter Barbie, 12 laufende Meter irgendwelche Fantasy-Figuren usw.



Wenn man sich mal umsieht in seiner Welt wird man feststellen, das das eigentlich überall so ist.

Früher hat man das Gemüse selber im Garten angebaut, geerntet, geputzt, in die Vorratsecke verfrachtet und bei Gelegenheit etwas schmackhaftes daraus gekocht.

und heute ? ..
.. geht man in den Supermarkt und steht vor einer riesige Fläche, die in wenige Themen gegliedert ist. 12 laufende Meter Maggi-Tüten, 12 laufende Meter Dosengemüse. 12 laufende Meter Fertiggerichte usw.
Für denjenigen der noch klassisch kocht, ist dieses Warenangebot genauso ünnütz wie für den o.a. beschriebenen Holzmodellbauer.

Es scheint allerdings viele Leute zu geben die Tütchenpulver und Dosenfutter mögen ...

jürgen

bahn 62
12.11.2011, 20:37
Hallo,
ja grundsätzlich stelle ich auch na. ca. 30 Jahren Modellbau fest: es werden weniger! Aber durch Piper-und Doppeldeckertreffen habe ich Kontakt zu Leuten bekommen, die vorher die ratzfatz Angebote benutzt haben und jetzt na. alter Väter Sitte in Holz bauen wollen. Und dann macht es auch Spaß die Erfahrungen weiter zu geben. Der Teilnehmerkreis ist gewachsen und das zählt!

BOcnc
12.11.2011, 21:03
Man muss aber sehen das die Fertigmodelle für viele der Einstieg in den Modellflug ist. Besonders die Schaummodelle. Hier in der Gegend gibt es lange nicht mehr so viel Jugendliche als früher. Würde es die Fertigmodelle nicht geben wahrscheinlich keine mehr. Viele fliegen auch lieber.

PW
12.11.2011, 21:24
Hallo Jürgen,

leider gibt es "zum Bauen" noch keine IPhone-App ......


Gruss

PW

thomasH
12.11.2011, 21:26
Hallo,




Bauen, was ist das?

Am übelsten an der Sache ist der Verlust der Fähigkeiten, handwerklich praktisch, und das Wissen um Zusammenhänge (Material, Kleber, Aerodynamik, Elektronik, Oberflächenbehandlung (Bespannen, Lackieren), Faserverbundwerkstoffe und Vieles mehr, kann nicht mehr erworben werden.
Von selbst etwas konstruieren will ich gar nicht erst schreiben.


spätestens wenn das erste mal bei der Landung das Fahrwerk rausgerissen ist, kommen einige von diesen Fähigkeiten auch beim ARF-Modellbauer wieder. Die meisten Modellflieger können es sich nämlich nicht leisten wegen so etwas mal eben ein eines Modell zu kaufen.

Das übrigens auch die Fertigstellung eines ARF Modells eine ganze Menge Erfahrung erfordert, erlebe ich immer wieder bei uns im Verein - man kann die Dinger schnell zu kaum zu rettenden "Sanierungsfällen" machen.
Zudem benötigt man heute vielleicht weniger tiefes Wissen - aber durch die größere Vielfalt im Modellbau/flug muss man eine wesentlich breitere Wissenbasis haben:
Zu meiner Jugendzeit gab es als Antrieb eigentlich nur Glühzündermotoren (außer bei Booten und Autos....) - heute gibt es noch Elektro, Benziner und - für Leute mit Geld - Turbinen.
Alle Antriebsarten erfordern ganz verschiedene Kentnisse zum erfolgreichen Betrieb. Vor 30 Jahren hat niemand einen Krümmer gelötet, Elektroantriebe berechnet, usw.
Diese Sachen sind nicht weniger anspruchssvoll als z.B. eine Rippenfläche aus einem "Graupner-Schnellbaukasten" aufzubauen.

Ich kenne auch manche "Holzwürmer" die bis heute ihren Sender nicht selber programmieren können :)



Hallo Rolf,

ich möchte dein Posting nutzen, um mal ein Pro für die Jugendlichen von heute zu sprechen.
Natürlich lange auch ich mir ab und zu an den Kopf, wenn ich mitbekomme, dass zum Beispiel die Nachbarjungen kein Fahrrad mehr flicken können. Das wird von der Mama im Van zum Händler gefahren.

Macht meine Frau auch immer so - und das ist auch gut so - denn ich habe Fahrrad flicken schon als Kind gehasst (und hatte auch kein "Händchen" dafür):D:D
Früher waren Fahradhändler auch eine Seltenheit - heute gibt es an jeder Ecke welche. Wie schon Andere hier geschrieben haben: Manches lernt man nur weil man keine andere Wahl hat - oder lernt es eben nicht, wenn man es umgehen kann.


Für ein Schulfest habe ich mal mit Zehntklässlern eine modulare Podestbühne zusammengeschraubt. Keiner der Kerle wusste, in welche Richtung eine Schraube zugedreht wird.
Das haben meine Schwiegereltern auch ihr ganzes Leben lang nicht gelernt - es gab schon früher Familien völlig "handwerksfern" waren.




Klar, es gehen bestimmte Fähigkeiten verloren, zum Beispiel in der Werkstoffkunde, wie du sagst. Andererseits kommen Fähigkeiten hinzu, die wir nicht hatten und die eben heute wichtig sind.
Genau. Ich habe früher Super 8 Filme gedreht, geschnitten und nachvertont. Meine Tochter macht heute fast das gleiche - nur eben Digital am PC. Und dadurch das man heute kein teures Filmmaterial mehr braucht, kann sie dabei sogar viel kreativer sein als ich.


Wenn man sich mal umsieht in seiner Welt wird man feststellen, das das eigentlich überall so ist.

Früher hat man das Gemüse selber im Garten angebaut, geerntet, geputzt, in die Vorratsecke verfrachtet und bei Gelegenheit etwas schmackhaftes daraus gekocht.

und heute ? ..
.. geht man in den Supermarkt und steht vor einer riesige Fläche, die in wenige Themen gegliedert ist. 12 laufende Meter Maggi-Tüten, 12 laufende Meter Dosengemüse. 12 laufende Meter Fertiggerichte usw.
Für denjenigen der noch klassisch kocht, ist dieses Warenangebot genauso ünnütz wie für den o.a. beschriebenen Holzmodellbauer.

Es scheint allerdings viele Leute zu geben die Tütchenpulver und Dosenfutter mögen ...


Das war vor 30 Jahren auch nicht viel anders: Meine Mutter kann bis heute sehr gut kochen - aber wenn man täglich drei Kinde füttern musste gab es schon damals Kraft Miraculi, Dosenravioli und Fischstäbchen. Zu der Zeit hat man solche Produkte übrigens als Fortschritt und Erleichterung gesehen - erst heute fängt man an darüber nachzudenken ob es der Weisheit letzter Schluss ist.

Und heute habe ich als Konsument die Wahlfreiheit ob ich beim Hofladen vom Bauern kaufe oder die Fertigpizza im Supermarkt. Und ich kenne viele Leute die sich sehr intelligent je nach Bedarf aus dieser Vielfalt bedienen.


Gruß
Thomas

Hangfritz
12.11.2011, 21:48
Da kann man "BOcnc" zustimmen: Billig-Schaumstoff-Flieger können ein Einstieg in unser Hobby sein . Aber auch für jene , die halt aus Langeweile schnell was Neues ausprobieren wollen und sich einen gewissen "KicK" erwarten. Sobald sich diese Erwartung nicht erfüllt , landed der ganze Krempel wieder in der Mülltonne.

Fritz

hänschen
12.11.2011, 22:10
Ich kaufe meiner Tochter einen wunderhübschen Kaufladen, mit rotweißer Markise, einer Balkenwaage, vielen kleinen Schubladen...

ein sehr gutes Beispiel: auch das ist ein "Modell", warum hast du es nicht selbst gebaut?

Das Thema wurde hier schon immer wieder bis zum umfallen diskutert, jeder versucht dann seinen Weg zu rechtfertigen...

Julez
12.11.2011, 22:13
Die Russen bauen auch noch:

http://englishrussia.com/2011/11/10/the-hobby-boys-almost-forgot/#more-75917

Gast_8624
12.11.2011, 22:14
...spätestens wenn das erste mal bei der Landung das Fahrwerk rausgerissen ist, kommen einige von diesen Fähigkeiten auch beim ARF-Modellbauer wieder.

Hallo Thomas,

...nein, diese Fähigkeiten kommen nicht wieder.... weil sie es nicht gab.
Wer nur ARF kennt hat dieses Wissen nicht.

Das merkt man auch hier in den Foren, da werden, über die letzten Jahren zunehmend Fragen gestellt, welche erkennen lassen, das jegliches Basiswissen fehlt.

Wenn sich dann hier über das Forum doch so Einiges an Wissen vermitteln lässt, dann ist das eine feine Sache (z.Bsp. über WIKI)

Wie "hoch" die Anforderungen an die Fertigstellung eines ARF-Modells sind zeigen ja auch die "Testberichte" in den "Fachzeitschriften":

...das Einschrauben der Servos in die fertigen Halterungen dauert wirklich nur ein paar Minuten...

Gruß Rolf

Gast_8624
12.11.2011, 23:08
...Das Thema wurde hier schon immer wieder bis zum umfallen diskutert, jeder versucht dann seinen Weg zu rechtfertigen...

Hallo Hans,

das Thema kann man immer wieder diskutieren. Dein Statement kommt so abwertend rüber, ich weis nicht ob Du es auch wirklich so meinst.

Über das für und wider, was auch einen gewissen Zeitgeist präsentiert, kann man sich doch miteinander austauschen ohne das dabei einer umfallen muss

Wer seinen eigenen Weg geht, der wird darlegen warum und wieso, er muss sich dafür aber nicht rechtfertigen.

Schreib doch mal was zum Thema :rolleyes: ,.... welcher Weg ist für dich der "richtige" ?

Gruß Rolf

rubberduck
13.11.2011, 09:13
hallo Namensvetter Jürgen,
naja .. ganz so dramatisch und "vom Austerben bedroht" ist die herkömmliche Holzbauweise noch nicht.

Gerade in Deinem Verein sieht man (insbesondere auf dem Flugtag) noch viele, ganz in Holzbauweise, gebaute Modelle.
Ab einer Grösse von 1,8 Meter ist es bei einem Motormodell vorbei mit ARF. Da ist dann wieder "manuelles Bauen" und etwas Können und Erfahrung gefordert.

So gesehen "passt's schon" .. kleine Modelle gibt es fertig und in zunehmender Grösse kommt dann wieder der Bausatz ins Spiel.

Ich suche schon längere Zeit nach einer Fokker DVII in einer Grösse von 1,8-2 Meter. Mit dem Flair-(sorry korrigiere ..) Hangar9-Baukasten in einer Spannweite von 1,65m endet auch hier das ARF-Angebot.

jürgen

hänschen
13.11.2011, 09:36
Schreib doch mal was zum Thema :rolleyes: ,.... welcher Weg ist für dich der "richtige" ?

Gruß Rolf

hi Rolf,
ich wehre mich etwas dagegen altes immer nochmals durchzukauen. Wer mich hier kennt, weiss auch wo ich stehe, wer nicht, kann das leicht nachlesen.
@rubberduck: was hat ein Flair Bausatz mit ARF zu tun?, und: nein, ARF gibts wirklich in jeder Grösse, bis 1:1...;).

Gast_8624
13.11.2011, 12:29
...ich wehre mich etwas dagegen altes immer nochmals durchzukauen...
OT-on
Hallo Hans,
...da Du zum Thema selbst nichts beizutragen hast, und das auch nicht willst, bist Du am "durchkauen" nicht beteiligt,
Was also sollen deine OT-Beiträge hier? Wenn man unfreundlich sein will, könnte man auch sagen Du müllst threads mit deinen OT-Beiträgen zu.
OT-off
Gruß Rolf

Segelguru
13.11.2011, 12:46
Also ich baue immer noch am liebsten Modelle aus Holz.Einfachdeshalb weil es sehr viel Spass macht.
wenn dann das selbst gebaute Modell auch noch gut fliegt ,das Gefühl ist doch einfach unbeschreiblich.
Aber Fertigmodell kaufen ,fliegen muss es ja sowiso,wo ist da der Reiz ?
Wenn ich keine Modell mehr aus Holz bauen dürfte würde ich wahrscheinlich auch nicht mehr fliegen.
Einfach meine Meinung.

Griffon
13.11.2011, 16:55
Hallo Zusammen
Ich baue Modelle (Segler / Motormodelle) seit über 50 Jahren. Gehöre also zu den alten Knackern. Jeder der hier geschriebenen Beiträge hat was für sich, aber auch ich sehe der heutigen Entwicklung mit Sorge zu. Nicht das nur die ARF Modelle mir nicht so passen, am schlimmsten finde ich den auch schon beschriebenen Verlust der verschiedenen Materialkenntnisse, die Kenntnis über Holz-und auch Kunststoffarten. Was mit was verbunden werden kann usw, usw.
In unserem Verein (ca 90 Mitglieder) sind nicht mehr wie etwa 10 die noch selber ein Modell von einem Plan oder nach eigener Zeichnung bauen. Ich selber Baue sehr gerne in Gfk oder Cfk, da diese Materialien auch seinen Reiz und haben. Damit kann ich auch den Skeptikern zeigen, dass Kunststoffmodelle auch in eigener Regie erstellt werden können. Halt mit etwas mehr Aufwand.
Aber ich bin auch der Meinung, dass nicht einfach alles unbedingt selbst hergestellt werden muss. Baukästen in Holz und gemischtbauweise gibt es immer noch. Leider nicht mehr beim Modellbaugeschäft, denn auch hier ist's "modern" geworden. Schöne Kieferholme und leichtes Balsaholz sind gegen Depron ersetzt. Dem trauere ich natürlich nach.
Der Lichtblick für mich war jedoch bei einem Treffen für Selbstbaumodelle (Eigenkonstruktionen und nach Plan gebaut). Da waren wesentlich mehr Teilnehmer als auf einem Akrotreffen. So ganz schwarz sieht's nicht aus, würde auf abgedunkeltes grau tippen.

Schöne Grüsse
René

skaut
13.11.2011, 17:07
Eisenbahn nur noch Plastkbausätzte.
Nicht bei mir. 1 mm Sperrholz im Maßstab 1:160

KD-Modelltechnik
14.11.2011, 08:34
Warum wohl gibt es keine Werbung für Grundnahrungsmittel?


Gibts doch
Mit Zucker lacht das Leben! :D

rkopka
14.11.2011, 11:29
– Modellbau: Mein erstes Modell war die kleine Jacht Graupner Carina für 25 Mark. Hinzu kamen ein Motor (5 Mark) und natürlich der Beschlagsatz, bestehend aus ein paar Pfennigteilen, die aber insgesamt 12 Mark kosteten. Im Rückblick eine Frechheit. Der Bausatz war ein Bündel Brettchen und Leisten, Vorfertigungsgrad nahe null. Die wenigen „gestanzten“ Holzteile hat mir mein Vater dankenswerterweise mit der Laubsäge ausgelöst. Das würde heute keiner mehr akzeptieren.
...
– Fischertechnik: Habe ich geliebt! Ach, was waren das für wunderbare Stunden! Funktional und stabil wie ein Metallbaukasten, aber schneller und flexibler beim Konstruieren und Zerlegen. War allerdings damals schon frech teuer. Der kleine der beiden Motoren kostete im Jahr 1977 stolze 25 Mark! Fischertechnik hat heute noch jung Fans.
...
– Chemie-Experimentierkästen: Wurde gekauft, „damit der Bub was lernt“. Wenn der Bub aber die Experimente mit Knall-, Rauch und Leuchteffekten einmal durchhatte, also am zweiten Weihnachtsfeiertag, da waren die Reagenzien leer, und der Kasten landete auf dem Dachboden.
...
– Elektronik: Siehe oben. Ich selbst habe zwar die Elektronik als Beruf gewählt, aber aus den Kästen habe ich nichts gelernt. Die Kästen müssen den Spagat zwischen Spannung, Spiel und Wissensvermittlung schaffen. Das gelingt nicht.
Carina war auch mein erstes Motor/ferngesteuertes Modell. Zu der Zeit war es aber recht üblich alles mögliche mit der Laubsäge auszusägen, das war weniger ein Problem, wenn auch nicht perfekt. Das mit dem Beschlagteilsatz stimmt, galt damals für fast alle Schiffsmodelle und ist wohl immer noch nicht besser.

Fischertechnik war auch mein Favorit, auch wenn ich eher durch ein Versehen dazukam. Ich hatte irgendwo (Schule, Kindergarten, Freunde?) ein ähnliches aber einfacheres System gesehen und wollte das haben. Meine Eltern haben sich dann zum Glück geirrt und Fischertechnik geschenkt.

Bei Chemie hatte ich Glück. Mein Vater hatte Ahnung (wenn auch nicht beruflich) und hat mir die einfachen (bis hin zu Säuren...) Experimente gezeigt. Außerdem hatte ich ein Buch geschenkt bekommen, das das beschrieben hat und nicht nur lehrreich sondern auch unterhaltsam war.

Elektronik: beim ersten Kasten habe ich einfach nur die Experimente aufgebaut ohne viel zu kapieren. Danach bin ich nochmal alle durchgegangen um sie wirklich zu verstehen. Hat wohl funktioniert, hab dann Elektrotechnik studiert :-)

Zum Teil liegt es einfach an den sich ändernden Verhältnissen. Es gibt heute viel mehr fertiges zu günstigem Geld. Bei der Elektronik waren manche Geräte früher entweder nicht verfügbar oder schweineteuer. Heute billig an jeder Ecke zu finden. Ebenso wie im Modellbau bleiben da nur die über, die wirklich gerne bauen. Finanziell lohnt sich nichts mehr. Ich hab auch mal eine Orgel/Synthesizer gebaut - natürlich recht einfach - aber allein die Tastatur hat schon einige hundert DM gekostet. Heute bekomme ich bei Hofer/Aldi ein Keyboard mit allen Schikanen (nicht perfekt, aber völlig ausreichend) um €90.

Eine PiperCub 1,8m z.B. bekommt man heute öfter schon um €80-100. Dafür bekomme ich kaum die Materialien ! Und immer weniger haben Platz und Möglichkeit zu bauen. Also so richtig mit Fläche auf Plan und alles lang liegen lassen, bis es getrocknet ist. Beim ARF nehme ich mir ein Teil, montiere etwas und lege es wieder weg.

RK

guckux
14.11.2011, 13:06
Guckux Martin

größtenteils stimme ich Deinen Ausführungen zu...


– Fischertechnik: Habe ich geliebt! Ach, was waren das für wunderbare Stunden! Funktional und stabil wie ein Metallbaukasten, aber schneller und flexibler beim Konstruieren und Zerlegen. War allerdings damals schon frech teuer. Der kleine der beiden Motoren kostete im Jahr 1977 stolze 25 Mark! Fischertechnik hat heute noch jung Fans.

Ich habe gute 10 Jahre damit gebaut und es wurde von meinen Eltern "ausgebaut". Dafür bin ich Ihnen heute noch dankbar. Und es ist jeden damilig ausgegebenen Pfennig wert! Mein Kleiner fängt jetzt an mit meinem Bespielten und es funktioniert, mit wenigen Ausnahmen (zB die klassische Antriebsfeder - ausgeleiert verzogen von mir damals) wie am ersten Tag!

Ansonsten fällt mir auf, daß es zB von Lego alle paar Wochen eine neue "kleine" Edition eines Themas gibt. "Früher" gab es sowas alle paar Monate - genauer: meist zu Weihnachten.

Die Gesellschaft und vor allem die Massenwirtschaft ist schnelllebiger geworden. Immer mehr anbieten, größere Vielfalt (Globalität) und mehr verkaufen.
Ich würde unterstellen, daß die Modellbauer anzahlmäßig stagnieren und die Konsumentenzahl gestiegen ist. Der Modellbau in meiner Jugen (70/80er) war für mich teuer - wenn ich heute das von damals machen möchte, ist es vergleichbar geblieben... (?)

Martin Stein
14.11.2011, 19:48
Was man vielleicht auch nicht vergessen darf, ist die Einordnung unseres Themas in das soziale und politische Umfeld.

Demografie:
Im Vergleich zum Jahr 2001 ist die Zahl der Schulanfänger 2011 in Deutschland um 9,5 Prozent zurückgegangen.
Seit der Wiedervereinigung hat die Gesamtzahl aller Schüler um 25 Prozent abgenommen.

Bildungswesen:
Kinder sind heute viel erwachsener als früher. In meiner Fibel für die erste Klasse ging es um Hans, Suse und Rolf den Hund, die irgendeinen kindlichen Ringelpietz veranstalteten.
Im ersten Lesebuch meiner Jüngsten ging es unter anderem um Welthunger und Mülltrennung.

Hier mal der Anfang eines Hefteintrags im Fach Heimat- und Sachkunde, 3. Klasse:
„Der Wellensittich ist ein Nomadenvogel.“

Alle Ehre! Natürlich wird auch aufgeschrieben, was ein Nomade ist:
„Nomaden leben ohne feste Siedlungsform.“


Selbst wenn heute in den beiden ersten Klassen keine expliziten Noten mehr gegeben werden (ist das in allen Bundesländern so?), ist der Leistungsdruck enorm gestiegen. Hier in Bayern spricht man vom sogenannten "bayerischen Grundschulabitur". Für den Übertritt ins Gymnasium wird bereits ab Mitte der 3. Klasse gekämpft. Zu einem Zeitpunkt also, zu dem die Kinder noch keine 30 Monate aus dem Kindergarten raus sind.
Begehrte Gymnasien haben Anmeldefristen von einem Jahr und verlangen Leistungsnachweise. Das heißt: Man muss mit dem Abschlusszeugnis der dritten Klasse (!) zum Herrn Gymnasialdirektor dackeln und möglichst auch noch gleich den gewünschten Ausbildungszweig nennen (sprachlich, mathematisch-naturwissenschaftlich …). Für ein Kind, das kulturell noch gar keine Orientierung gefunden haben kann.
Das steht mir persönlich im Sommer bevor.

Meine mittlere Tochter (G8) hat einen Schulalltag, der genauso aufwändig ist wie ein Beruf. Ich wundere mich nicht, dass sie eigentlich keine echten Hobbys hat.

In den kommenden Jahren wird es unabhängig von der Wirtschaftslage sehr schwer sein, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, weil der doppelte Abiturjahrgang und der Wegfall der Wehrpflicht noch einige Zeit seine Spuren hinterlassen wird. Wer hat da die Ruhe für Spielerisches?

Ich möchte heute kein Jugendlicher sein!

hänschen
14.11.2011, 21:36
Ich möchte heute kein Jugendlicher sein!

ich auch nicht, eher 15 Jahre älter...:rolleyes:

Ausbildungsplätze: gibts genug, seit Jahren wird nach Facharbeitern / Ingenieure geschrien, die Angebote müssen nur angenommen werden.
Ständig heisst es wir müssen Inder etc. importieren...? Vielleicht muss einfach mal wieder einer Maurer, Gipser oder Bäcker lernen, statt irgendwas brotloses zu studieren?
übrigens war mein Traumberuf etwas anderes als ich dann erlernen durfte ( bei dem ich aber dann dennoch 35 Jahre blieb;))

thomasH
14.11.2011, 21:36
Kinder sind heute viel erwachsener als früher. In meiner Fibel für die erste Klasse ging es um Hans, Suse und Rolf den Hund, die irgendeinen kindlichen Ringelpietz veranstalteten.

Hey, die Fiebel hatte ich auch:D:D - auch Einschulung um 1973 (+/-) und Opfer der "Ganzwortmethode"?



Begehrte Gymnasien haben Anmeldefristen von einem Jahr und verlangen Leistungsnachweise. Das heißt: Man muss mit dem Abschlusszeugnis der dritten Klasse (!) zum Herrn Gymnasialdirektor dackeln und möglichst auch noch gleich den gewünschten Ausbildungszweig nennen (sprachlich, mathematisch-naturwissenschaftlich …). Für ein Kind, das kulturell noch gar keine Orientierung gefunden haben kann.

Da haben wir es im Raum Heidelberg scheinbar doch noch besser. Wir haben unsere Tochter einfach im einzigen Gymanisium in unserer Kleinstadt (Wiesloch) angemeldet - das wars.
Wir haben uns aber auch nicht nach irgendwelchen "Super-Schulen" umgesehen - man muss nicht jeden Terror mitmachen.


Meine mittlere Tochter (G8) hat einen Schulalltag, der genauso aufwändig ist wie ein Beruf. Ich wundere mich nicht, dass sie eigentlich keine echten Hobbys hat.
Habe manchmal auch etwas Mitleid mit meiner - meine Schulzeit war noch etwas gemütlicher - andererseits bleibt ihr bisher (7. Klasse) noch genug Zeit für Hobbies und faulenzen.


Aber Du hast schon recht - das Zeitbudget für Hobbies bei Jugendlichen und Erwachsenen wird insgesamt kleiner. Vor 20 Jahren hatte unser Verein noch eine Bastelgruppe die in der Woche Flieger gebaut hat. Heute finden wir kein Erwachsenes Mitglied welches Zeit für sowas hätte - und auch bei den Kids wird es durch den Nachmittagsunterricht, Nachhilfe, usw. schwierig unter der Woche Termine zu finden.
Die Jugendarbeit beschränkt sich dadurch im wesentlichen auf ein paar Hiflestellungen und Tipps am Wochenende auf dem Platz. Es finden sich zwar auch immer Mitglieder die mal einen kaputten Flieger eines Jugendlichen mit nach Hause nehmen und reparieren - aber davon lernen die Kids auch nichts.


Logischerweise kann man den Modellfug nur noch per Schaumwaffel oder ARF Modell (z.B Calamato) betreiben. Und selbst das ist oft schon zu viel der Anstrengung....


Gruß
Thomas

hänschen
14.11.2011, 21:51
fällt mir gerade ein: bei uns an´s Grundstück grenzt ein Spielplatz, da sit jeden Nachmittag ab 14.00 bis in die Abendstunden reger Betrieb, trotz obligatorischer Ganztagsschule ab der 5. Klasse...:confused:

Engelbert Hanisch
15.11.2011, 00:49
Und dann fragt die beste aller Ehefrauen: "Musst du schon wieder in den Keller"?

greenmunster
15.11.2011, 10:47
ich denke so eng darf man das alles nicht sehen ...ich habe vor 3 Jahren mit dem Hobby angefangen..winter am FMS Simulator, RTF Cessna und keinen Bruch gemacht ...vor 30 Jahren habe ich das Hobby ignoriert weil ich bei meinem Kumpel gesehen habe wie schwierig das alles ist..Benzinmotor läuft nicht, Monatelang bauen...beim ersten mal gegenfliegen versteuert und alles im Eimer..
heute bin ich der einzige der fliegt..der andere hat damals aufgegeben..ich habe RTF angefangen und baue inzwischen selbst, semiscale mein ca. 15. Flugboot.wenn es RTF nicht gegeben hätte würde ich heute keine Aufwändigen Eigenbauten fliegen...auch da wird es jetzt wieder welche geben die die Nase rümpfen weil ich in Depron baue..aber da kann ich nur sagen: jeder soll machen wie er will..Hauptsache er hat Spass dabei! ..das ist das einzige worauf es bei einem Hobby ankommt..leben und leben lassen....und wenn der alte Dornier eine Allergie gegen neue Materialien gehabt hätte würden wir heute noch in bespannten Holzkisten statt im Airbus fliegen..aber es kommt halt auf persönliche Vorlieben zurück..ich kenne einen, der baut wunderschön in Holz ..fliegt aber nicht so gerne da nimmt er lieber eine Schaumwaffel, ich fliege sehr gerne, daher habe ich auch ein paar RTF, und ich baue sehr gerne daher habe ich sehr viele Eigenbauten..ich baue aber nicht gerne mit Atemschutz im Keller..daher nehme ich Depron. Daher das Thema ist so vielfältig wie die Persönlichkeiten..

hänschen
15.11.2011, 10:59
auch da wird es jetzt wieder welche geben die die Nase rümpfen weil ich in Depron baue

dafür gibt es gar keinen Grund: in Holz bauen finde ich nämlich einfacher: Depron muss gleich sauber passen, verschleifen und besch.... is nich...

guckux
15.11.2011, 11:30
Guckux Hänschen


Ausbildungsplätze: gibts genug, seit Jahren wird nach Facharbeitern / Ingenieure geschrien, die Angebote müssen nur angenommen werden.
Ständig heisst es wir müssen Inder etc. importieren...?

Von "Ausblidungsmeistern" weiß ich nur: will ich nicht mehr, zu unselbstständig, kann nicht mal rechnen und und und...
Dann kommt der Punkt: Den Inder kann man billiger haben...

Martin Stein
15.11.2011, 11:46
Da haben wir es im Raum Heidelberg scheinbar doch noch besser. Wir haben unsere Tochter einfach im einzigen Gymanisium in unserer Kleinstadt (Wiesloch) angemeldet - das wars.
Wir haben uns aber auch nicht nach irgendwelchen "Super-Schulen" umgesehen - man muss nicht jeden Terror mitmachen.


Wir suchen auch nicht nach einer „Super-Schule“, sondern nach einer Schule, einer ganz normalen Schule. Was wir einfach nicht wollen, ist eine Verwahranstalt für Verhaltensauffällige und Verweigerer, in der die engagierten Schüler den Lehrer ersetzen sollen (das nennt man dann „Integration“).

Wenn das nicht gelingt, DANN hast du Terror, und zwar neun Jahre lang! Ich weiß, wovon ich rede.

Jürgen Heilig
15.11.2011, 12:25
fällt mir gerade ein: bei uns an´s Grundstück grenzt ein Spielplatz, da sit jeden Nachmittag ab 14.00 bis in die Abendstunden reger Betrieb, trotz obligatorischer Ganztagsschule ab der 5. Klasse...:confused:

Meinst Du mit "reger Betrieb" spielende Kinder, oder Jugendliche die dort "herumhängen", Alkohol trinken oder gar mit Drogen dealen? ;)

:) Jürgen

hänschen
15.11.2011, 12:36
von allem ein bisschen, von dem einen mehr...;) ne, ganz normaler Spielplatz, nachts eben für die älteren...;)
der Dealer ist im Knast, ich hoffe, dass er keinen Ersatz hat.

guidos
15.11.2011, 14:51
moin,


Von "Ausblidungsmeistern" weiß ich nur: will ich nicht mehr, zu unselbstständig, kann nicht mal rechnen und und und...
Dann kommt der Punkt: Den Inder kann man billiger haben...


der punkt zieht bei der ausbildung nicht, das ist im ausbildungsrahmenvertrag festgelegt.

das andere stimmt, zumindest zu mehr als 90%

was von der schule kommt ist einfach zu doof.

ich finde weder azubis noch mechaniker.( bis auf diejenigen die ich schon nach langem suchen oder selbst ausbilden gefunden habe) und das bei 5 mio. arbeitslosen ? (ok, sind ja nur noch schöngerechnete 3 mios, die anderen flachzangen sind ja hartz 4 empfänger oder in sinnlosen abm´s integriert.....

wozu auch was lernen, die meisten bekommen doch zu hause vorgelebt wie es geht und die steigen dann ins elterliche hartz 4 geschäft ein.


guido

Bertram Radelow
15.11.2011, 15:37
Das letzte Mal, dass ich eigentlich gerne einem Jungen lieber ein wenig Modellbau beigebracht hätte, war in Friedrichshafen auf der Messe - und es hat mir irgendwie das Herz zugeschnürt: Auf dem Freigelände klapperte ein Mittvierziger die überall herumstehenden Mülltonnen ab, auf der Suche nach Pfandflaschen. Er hatte dazu einen unten gebogenen Stock, mit dem er sie bequem herausfischen konnte. Was mir aber nahe ging war, dass er dabei seinen ca. 10-jährigen Sohn anlernte...("siehst Du, so geht das"). Da habe ich das erste Mal wirklich gesehen, dass unsere Gesellschaft auseinanderfällt.

Mir fiel das gerade ein, als das Wort "Hartz4-Geschäft" kam.

Bertram

Mehrtürer
16.11.2011, 15:01
Also ich baue immer noch am liebsten Modelle aus Holz.Einfachdeshalb weil es sehr viel Spass macht.
wenn dann das selbst gebaute Modell auch noch gut fliegt ,das Gefühl ist doch einfach unbeschreiblich.
Aber Fertigmodell kaufen ,fliegen muss es ja sowiso,wo ist da der Reiz ?
Wenn ich keine Modell mehr aus Holz bauen dürfte würde ich wahrscheinlich auch nicht mehr fliegen.
Einfach meine Meinung.

Der Meinung schliesse ich mich an.
Es ist ja schon so, das "Holzbausätze, oder CNC geschnitten" ab 2m Spannweite es fast nicht mehr zu kaufen gibt (in Deutschland).

dieter_w
17.11.2011, 09:54
Um auf den Titel zurückzukommen: Was ist eigentlich "klassischer Modellbau"? Vor 70...80 Jahren gab´s ein paar Leisten und irgendwelche Bespannstoffe. Daraus hat man Gruppen, angeleitet von regimetreuen Lehrern, etwas mehr oder weniger Fliegbares gebaut. Nach dem Krieg gab´s schon Teilesätze, dann "Schnellbaukästen" (wo man aber immer noch ziemlich viel sägen und schleifen musste). Zu dieser Zeit haben vermutlich auch schon Einige gesagt, dass der "klassische Modellbau" stark zurückgeht... Wenn ich sehe, was heute aus Depron gezaubert wird, ist das wirklich handwerklich allererste Güte. Wartet mal ein paar Jährchen ab, wenn vielleicht 3D-Plotter automatisch Modelle erstellen, dann wird vielleicht die heutige Depronbauweise als "klassischer Modellbau" bezeichnet. "Klassisch" beschreibt etwas, was sich im Lauf der Zeit stark verändert... das ist ganz natürlich. Insofern stirbt etwas "klassisches" auch nicht aus, es verändert sich lediglich. Es wird also (hoffentlich) noch lange den "klassischen" Modellbau geben, auch wenn Folgegenerationen etwas ganz anderes darunter verstehen werden...
:) Dieter

Jürgen Heilig
17.11.2011, 10:29
...
Wenn ich sehe, was heute aus Depron gezaubert wird, ist das wirklich handwerklich allererste Güte. Wartet mal ein paar Jährchen ab, wenn vielleicht 3D-Plotter automatisch Modelle erstellen, dann wird vielleicht die heutige Depronbauweise als "klassischer Modellbau" bezeichnet. ...

Hallo Dieter,

die Zukunft ist schon da. Schau 'mal was Kimmo schon alles per 3D-Drucker erstellt:

http://www.facebook.com/profile.php?id=100000129099180&ref=ts#!/media/set/?set=a.321457811201853.95001.100000129099180&type=1

Unter "klassisch" meinte ich Modellbau, wo der Modellbauer noch selber Teile bearbeitet und zusammenbaut, also durchaus auch Plastik-, Depron- oder EPP-Modelle. Diese Art des Modellbau ist aber im genannten Vedes Katalog nicht mehr vorhanden.

Du bist in meinen Augen "Modellbauer". ;)

:) Jürgen

greenmunster
17.11.2011, 12:57
Unter "klassisch" meinte ich Modellbau, wo der Modellbauer noch selber Teile bearbeitet und zusammenbaut, also durchaus auch Plastik-, Depron- oder EPP-Modelle. :) Jürgen

genau... und ganz wichtig wo man selbst auf Probleme Lösungen finden muss ...gerade das schätze ich wenn Jugendliche Modelle bauen..ich habe einen Grossteil meiner beruflichen Ingenieurs Fähigkeiten der Tatsache zu verdanken das ich als jugendlicher gebastelt habe (vielleicht auch andersherum :-) und dabei kommt es ja nicht aufs Material an....

Aber es wird ja nicht jeder Techniker..es gibt auch Leute die motorische Fähigkeiten brauchen und für die kommt das RTF Zeugs richtig..ich finde heute gibt es für jeden was..auch die Fertigsachen sind einfach eine Bereicherung..letzendlich hätte ich vor 3 Jahren ohne RTF nicht mit fliegen angefangen und würde damit heute auch nix bauen..

Im Moment läuft eine Aktion von der Dornier Stiftung zusammen mit der Wissenswerkstatt zum 100 Jahre Wasserflug Jubiläum...Gruppen aus mehreren Schulen werden in einem Wettbewerb stehen bis nächtes Jahr einen Wasserflieger max 2x2m Groß zu bauen..und die Modellbauer die das ganze begleiten und sonst eigentlich grosse superscale Modelle aus GFK bauen befassen sich für das Projekt mit Depron..wegen der Machbarkeit und den für dieses Projekt geeigneten Eigenschaften. Das Projekt finde ich super..wenn jugendliche basteln dann ist das eben eine sinnvolle Freizeitgestaltung...wenn sie einfach ein RTF fliegen kann das auch sinnvoll sein..

Daher das schöne am bauen ist das man neues lernt und Lösungen für Probleme findet..das geht heute durchaus auch mit CAD Zeichnungen, CNC Fräsen (auch nicht so richtig "klassisch"..) und allen Materialien die die richtigen Eigenschaften haben...was immer das dann ist.. ein guter Konstrukteur legt sich nicht auf ein Material fest... wie Dieter schon schreibt..was ist klassisch??

rubberduck
17.11.2011, 15:14
Alles schön und gut ..soweit.

Habt ihr auch mal daran gedacht, wie die Vorraussetzungen sein müssen, um Modelle "in Holz" zu bauen?

Man benötigt zumindest einen Bastelraum. Gut beleuchtet und beheizt (gerade in der jetzigen Jahreszeit), desweiteren ausgestattet mit Arbeitstisch, Baubrett, elektrischen Anschlüssen, genügend Werkzeug, Kleber usw.
In diesem Bastelraum sollte man auch einmal etwas mehr lärmen, schleifen, stinken, kleben, lackieren und alles vollstauben können. Die Aufbewahrung und Verarbeitung von Lack, Verdünnung, Klebstoff, Epoxi etc. ist im Bastelraum natürlich auch erforderlich.

-----
Und ?? Wie ist die Realität ? (für Erwachsene und Jugendliche)
.. wer kann sich den Luxus eines solchen Bastelraumes leisten?
Wer hat genügend Platz und Möglichkeiten dafür?
In einem Mietkeller ist lärmen, stinken etc. kaum möglich.
In der Wohnung schon mal garnicht.

So eine Bastelmöglichkeit zu haben ist schon ein gutes Stück Luxus.
Den Easyglider aus Schaum kann man im Zimmer zusammenbauen ...

jürgen

Jürgen Heilig
17.11.2011, 16:16
Alles schön und gut ..soweit.

Habt ihr auch mal daran gedacht, wie die Vorraussetzungen sein müssen, um Modelle "in Holz" zu bauen?

Man benötigt zumindest einen Bastelraum. Gut beleuchtet und beheizt (gerade in der jetzigen Jahreszeit), desweiteren ausgestattet mit Arbeitstisch, Baubrett, elektrischen Anschlüssen, genügend Werkzeug, Kleber usw.
In diesem Bastelraum sollte man auch einmal etwas mehr lärmen, schleifen, stinken, kleben, lackieren und alles vollstauben können. Die Aufbewahrung und Verarbeitung von Lack, Verdünnung, Klebstoff, Epoxi etc. ist im Bastelraum natürlich auch erforderlich.
...

Wie bereits erwähnt, Modellbau muß nicht unbedingt Holzmodellbau sein. Davon abgesehen: Bei der heutigen CNC- oder Lasergeschnittenen-Bausätzen fallen wesentlich weniger Säge- und Schleifarbeiten an. Auch Bespannpapier und Spannlack sind meist moderneren Folien gewichen.

Hat die heutige Jugend wirklich weniger Bastelräume als früher?

:) Jürgen

guckux
17.11.2011, 16:44
Guckux Jürgen


Hat die heutige Jugend wirklich weniger Bastelräume als früher?

Mein Bastelraum vor 30 Jahren war mein Kinderzimmer mit etwa 14qm. Relativ groß im Vergleich zu den meisten meiner Freunde...
Mein 2tes Modell wurde dann bereits im Kinderzimmer meiner ausgezogenen Schwester (aus dem Haus ausgezogen ihr Spinner! :p ) zusammengebaut...

hänschen
17.11.2011, 16:59
es ist vielleicht schwer vorstellbar, aber es geht durchaus ohne Superluxuswerkstatt...
Wie guckux schon sagt, auch mein erster Flieger entstand im Kinderzimmer, auf dem Boden vor meinem Bett (auf 12 m² standen 3 Betten...), mein Vater baute abends auf dem Esstisch, ich habe auch schon manches kleinere Fliegerle auf dem Wohnzimmertisch gebaut, zum schleifen und stinken geht man in´s Freie.
Uwe Gewalt hat die ersten Cirrusrümpfe damals im Badezimmer gebaut: auf die Badewanne wurde ein Brett draufgelegt, zum Baden hochgeklappt.

Moderne, gefräste, oder gelaserte Bausätze benötigen weit weniger als man denkt, nur leider sind unsere Ansprüche oft schwer erfüllbar geworden.
Einfach nach der Decke strecken, dann geht´s scho...;)

rubberduck
17.11.2011, 17:31
es ist vielleicht schwer vorstellbar, aber es geht durchaus ohne Superluxuswerkstatt...
Wie guckux schon sagt, auch mein erster Flieger entstand im Kinderzimmer, auf dem Boden vor meinem Bett (auf 12 m² standen 3 Betten...), mein Vater baute abends auf dem Esstisch, ich habe auch schon manches kleinere Fliegerle auf dem Wohnzimmertisch gebaut, zum schleifen und stinken geht man in´s Freie.
Uwe Gewalt hat die ersten Cirrusrümpfe damals im Badezimmer gebaut: auf die Badewanne wurde ein Brett draufgelegt, zum Baden hochgeklappt.

Moderne, gefräste, oder gelaserte Bausätze benötigen weit weniger als man denkt, nur leider sind unsere Ansprüche oft schwer erfüllbar geworden.
Einfach nach der Decke strecken, dann geht´s scho...;)

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Genau das meinte ich ...
damals nahmen wir es nicht so genau .. auch in Sachen Gifte ..
mit Polyesterharz, Härter, Epoxi, Spannlack im Keller, teils sogar in der Wohnung.
Da hat es tagelang gestunken und auf den Regalen lag mm dick der Schleifstaub.
Alles zur Freude der Eltern, Ehefrau und Mitbewohner.

Heutzutage sind moderne Wohnungen funktionell und tip-top sauber. Bei den Wohnraumpreisen wird jede Ecke als Wohnraum oder Büro genutzt. Selbst die Garagen sehen eher aus wie Wohnraum. Alles mit Laminat ausgelegt, gefliest oder mit Teppichboden ausgelegt. O.K auf dem Bauernhof in der Eifel findet sich vielleicht noch ein Bastelschuppen.

jürgen

Aida_w
17.11.2011, 18:25
Interessanter Thread!
Ich denke, wir alten Knacker (ich bin 61) müssen uns damit abfinden, daß manches ausstirbt. Das war aber sicher schon zu allen Zeiten so. Also Kopf hoch!

Unabhängig vom Modellbau: wir haben damals an Mopeds und/oder Autos geschraubt. Die folgende Generation schraubte an Computern herum, die heutigen schrauben an ihrer Freundesliste in Facebook :-).
Wie öde ARF für mich im Grunde ist, habe ich festgestellt, nachdem ich einen Acromaster erst unbedingt haben wollte: es war Winter und saukalt, und damit konnte man nach einem Abend zusammenstecken und -kleben ruck zuck mal ne flotte Runde fliegen. Im Frühjahr langweilte mich noch ein weiterer Flug, dann war er auch schon verkauft.

Aber mir geht es vielleicht wie vielen anderen meiner Generation; wir waren von Anfang an völlig und total von der Idee fasziniert, etwas mit unseren Händen (und Hirnen) herzustellen, das dann am Ende funktionierte, wobei ein Flugzeug schon immer anspruchsvoller als ein Auto oder Boot oder gar die elektrische Eisenbahn war. Diese Faszination kann man wohl kaum mehr verlieren?
Als im Internat 1962 ein Mitschüler ein Fesselflugzeug mit Cox hatte - für mich EIN RICHTIGER MOTOR IM MINIFORMAT (!) - und ich dann für eine geglückte Lateinarbeit von meinem Vater ein halbes Jahr später den Ultra Stunter von Graupner bekam, war ich - wohl für den Rest meines Lebens - heute würde man sagen: angefixt.

Als ich die erste Fernsteuerung arbeiten sah (fantastisch: die Rudermaschinen folgen den angetippten Knüppeln!), konnte ich es kaum glauben, daß nicht wie beim Distler Porsche ein Kabel die "Fernsteuerung" besorgte, sondern daß das ganze per Funk funktionierte! Die später erscheinende Proportionalsteuerung hätte sowohl meinen Dandy als auch meine Tulura von Krick vor dem raschen Tod bewahren können, aber so waren es dann halt Graupners MAXI und später der legendäre Commander von Wilfried Klinger, mit denen ich ganz gut fliegen lernte.
Diese Modelle zu bauen war zwar hart für jemanden, der in früherer Kindheit Faller-Häuschen zusammengeklebt hatte, aber es war so unendlich faszinierend, das Teil entstehen zu sehen und dann irgendwann in die Luft zu bringen und auch wieder heil herunter! Die dabei aufzubringende Geduld war Teil der Faszination! Ohne Geduld gab's kein befriedigendes Ergebnis, was bei einem Flugzeug mit "fliegt nicht oder nur besch....." gleichzusetzen war. Das lernte man schlicht und brutal. Daß dieser Teil der Geschichte nicht mehr "in" ist, ist eigentlich das Einzige, was mich besorgt, denn das scheint ein wirklicher Verlust zu sein in heutiger Zeit.
Dann der erste große Glühzünder: 6,5er Webra. Wow! Diese Leistung - überwältigend! Später dann der Quadra, die - für damals - riesige TC Piper, die Sopwith Pup aus USA, angetrieben mit dem brandneuen TC Getriebe (sie lebt übrigens immer noch und feierte vor 2 Monaten ihren 29. Geburtstag mit gut anderthalb Stunden in klarer Herbstluft!) ; ein Highlight nach dem anderen. Kein Fertigmodell der Welt hätte diese Genüsse, diese Befriedigungen jemals herstellen können! Dann flog Dieter Schlüter auf der Spielwarenmesse in Nürnberg seine Bell Huey Cobra vor. Wieder Tränen der Begeisterung in den Augen, die allerdings leider vom kurz darauf zusammengesparten Schrott "Bell 47G" alsbald getrocknet wurden. Erst das Heli Baby mit Collective Pitch brachte die Begeisterung zurück, die sich dann aber doch langsam aber sicher auf Scalemodelle in 1:3 fokussierte. Und die gibt es - gottseidank - nicht als ARF zu kaufen.
Übrigens: eine Werkstatt war immer irgendwie drin, und sei es in Form eines Baubretts, das für die Trockenphasen unter das Bett geschoben wurde und so aus dem Weg war. Den Spannlackgestank ertrug die damalige Freundin tapfer, die MAXI wurde auf dem Küchentisch gebaut und lackiert....

Daß bei all den Entwicklungen Wissen verloren geht, steht außer Frage, auch wenn vielleicht neues, anderes Wissen dazu kommt. Dafür steht eine Begegnung in Old Warden, jenem unvergleichlichen Flugplatz der Shuttleworth Collection in England, wo "Big Steve" als einer der ganz wenigen noch lebenden absoluten Spezialisten für den Rolls Royce Merlin sein Wissen an freiwillige junge Mechaniker weitergibt.

Solange es Menschen gibt, die Wissen bewahren können und wollen, sind auch Renaissancen denkbar: im Bereich High End Musikwiedergabe wird mit Röhrenverstärkern heute mehr experimentiert, als mit computerlesbaren Musikformaten!

Ansonsten gilt wohl unverrückbar: die Zeiten ändern sich und wir uns in ihnen.

In diesem Sinne: der Bau der Ruderscharniere meiner 1:3 Fokker DVII steht an.
Ich verabschiede mich in die Werkstatt..... :-)

Tilmann

hänschen
17.11.2011, 18:47
Da hat es tagelang gestunken und auf den Regalen lag mm dick der Schleifstaub.

weder noch, wer lesen kann...

zum Bespannen Kleister, vorspannen mit Wasser, zum Kleben Weissleim.

heutzutage muss es weniger stinken denn je...

Jantar
17.11.2011, 19:47
Hallo,

Ich bin selbst ein Jugendlicher, und kann das Bild, welches hier von der Jugend gemacht wird, zum groessten Teil bestaetigen. Ich bin einer von den Selberbauern, und baue meine Modelle noch in der herkoemlichen Bauweise aus Balsa und GFK. Ich kann es aber sehr gut nachvollziehen, dass das nur wenigen anderen Gleichaltrigen moeglich ist. Beim Bauen entsteht sehr viel Dreck, und ich kann nur froh sein, dass meine Eltern in der Hinsicht sehr Tolerant sind. Klar, dass es hin und wieder Auseinandersetzungen gibt, aber eigentlich laesst man mich in Frieden arbeiten. Andere Eltern ermoeglichen dies ihren Kindern aber leider nicht, weshalb es eigentlich auch nicht verwunderlich ist, dass die Zahl der Modellbauer ruecklaeufig ist. Ich merke es immer wieder beim Hangfliegen, dort bin ich leider immer der einzige Jugendliche. Und wenn andere da sind, so haben sie meist auch nur ARF-Modelle dabei und haben meist wenig Ahnung vom Aufbau ihrer Modelle. Besonders hatte mich mal verwundert, wie jemand dachte, Voll-GFK-Modelle werden gegossen. Man muesste meinen, dass schon die rauhe Struktur des Gewebes stutzig machen muesste. Und warum sollte man den Nasenbereich Schwarz einfaerben?

Bei der Jugendfreizeit auf der Wasserkuppe habe ich ebenfalls nur Fertigflieger gesehen. Beim Bau des Wakupi Nurfluegels war ich dann schockiert, welchen "Un-idealismus" manche an den Tag gelegt haben. Es ist schade, wie gleichgueltig bezueglich der sauberen Bauausfuehrung ihrer Modelle und Schoenheit teilweise herrscht. Durch bauen wird der Sinn fuer Perfektion meiner Meinung nach gestaerkt, irgendwie gehoert ein Sinn fuer Aestetik mit zur Bildung/Erziehung.

Die Gruende fuer das mangelnde Interesse vieler Gleichaltriger sehe ich wie gesagt vor allem bei den Eltern. Sie sollten den Kindern ermoeglichen, ihr Hobby auszufuehren und sie motivieren, selbststaendig zu Arbeiten und nach kreativen Loesungen zu suchen. Spielsachen wie Lego unf das bereits in einem anderen Post genannte Fischertechnik foerdern, wie ich finde, massgeblich die Kreativitaet und das technische Verstaendnis. Es darf auf keinen Fall durch den Eltern- und aufraemfreundlichen Nintend-Schrott ersetzt werden!
Dass die finanzielle Seite ein grosses Hindernis fuer den Selbstbau bei Jugendlichen ist, wage ich zu bezweifeln. So gebe ich im Schnitt trotz teueren Materials doch weniger aus als Gleichaltrige. Waehrend die einen abends in Clubs gehen und sich teuere Getraenke reinkippen, kauf ich halt ab und an neues Material. Das ist sogar billiger. Wenn man bedenkt, dass es Leute gibt, die um die 40 Euro pro Woche in den Clubs verschwenden und was das im Jahr ausmacht, ist der Modellflug wahrlich guenstig. Letztendlich haben ja die meisten von uns in etwa das gleiche Budjet zur verfuegung, es kommst halt nur darauf an, wie es ausgegeben/investiert wird. Denn so sehe ich das Bauen von Modellflugzeugen: Als eine Investition in wichtiges Allgemeinwissen und in handwerkliche und technische Faehigkeiten, die man beim Facebook-Chatten wohl schwerrlich lernt.

Ob Jugendliche wirklich weniger Zeit fuer ihre Hobbys haben als frueher, kann ich nicht beurteilen. So heftig ist das Gymnasium in Bayern wirklich nicht. Bis auf dieses Schuljahr (Q12) hatte ich eigentlich immer sehr viel Zeit ausserhalb der Schule, warum soll das bei anderen anders sein? Immerhin konnte ich bis dieses letzte meiner 12 Schuljahre begonnen hat immer die kompleten Wochenenden nutzen zum Segel- oder Modellfliegen, und andere haben ja auch Hobbys und machen Sport.

Ich persoehnlich glaube, dass die Ganzen Fach- und Pseudo-Fachzeitschriften vom Niveau des "DMFV-Modellflieger" fuer den Verfall der 'Modellbau-Tugenden' verantwortlich sind. Es wird kaum Wissen vermittelt und motiviert zum Selber-Bauen. Das einzige, was man beim lesen dieser Klo-Lektuere erfaehrt, ist dass so ziehmlich das haesslichste Schaummodell super gefertigt ist, bildschoen ist und hervorragend fliegt. Na Bitte, als haetten wir das nicht schon ahnen koennen. Viel besser waere doch, wenn anstatt der ganzen Werbung fuer Ramsch-Modelle welche fuer Holz und andere Materialien gemacht werden wuerde, Sachen die zum Bauen regelrecht einladen. Die einzige Zeitschrift die dies noch schafft, ist mE. die "Aufwind", und so bin ich halt auf diese umgestiegen. Schade eigentlich, denn auch die frueheren Modell waren durchaus lesenswert, die Qualitaet ist aber wie ich finde verkommen.

Das wars meinerseits,
Daniel

(Sorry fuer die Schreibung ohne die deutschen Sonderzeichen, hat der Computer leider nicht.)

alfatreiber
17.11.2011, 20:38
Das ist mal die richtige Einstellung, BRAVO!

Robert

hänschen
18.11.2011, 00:12
hi Daniel, Danke für diesen guten Bericht vom wahren Leben.
Dreck? s.o.;)

Carlos1
18.11.2011, 09:00
Waehrend die einen abends in Clubs gehen und sich teuere Getraenke reinkippen, kauf ich halt ab und an neues Material. Das ist sogar billiger. Wenn man bedenkt, dass es Leute gibt, die um die 40 Euro pro Woche in den Clubs verschwenden und was das im Jahr ausmacht, ist der Modellflug wahrlich guenstig. Letztendlich haben ja die meisten von uns in etwa das gleiche Budjet zur verfuegung, es kommst halt nur darauf an, wie es ausgegeben/investiert wird. Denn so sehe ich das Bauen von Modellflugzeugen: Als eine Investition in wichtiges Allgemeinwissen und in handwerkliche und technische Faehigkeiten, die man beim Facebook-Chatten wohl schwerrlich lernt.



Da möchte ich aber mal die Grenze zur anderen Seite hin aufzeigen. Natürlich geht es nicht darum, in teuren Clubs das Geld auf den Kopf zu hauen, aber soziale Kontakte, den Umgang mit Gleichaltrigen, mit dem anderen Geschlecht muss man auch "üben" und ist jetzt aus meiner Sicht für das Leben viel wichtiger, als ich das früher gesehen habe. Also nicht nur immer im stillen Kämmerchen basteln, auch mal mit der Herde mitgehen.

greenmunster
18.11.2011, 11:36
noch was zum Bastelraum...ich baue viele meiner Flieger auf Dienstreisen im Hotel...weil es mich nach 20 Jahren Reisetätigkeit einfach anödet in der zigsten Stadt abends alleine sinnlos durch die Strassen zu laufen..alles was ich brauche passt in eine kleine Bastelbox, etwas grösser als DinA4 und so dick wie ein alter Laptop..und dann halt die Platten die ich in einem auf Samsonite Koffer Größe gefalteten Papkarton habe..Problem ist nur das lackieren..da habe ich im Hotel schon mal die Duschkabine als Lackierkabine missbraucht..der Luft Abzug ist im Klo meistens gut :-) Inzwischen benutze ich vor allem Oracover..daher Lackier Dreck fällt gänzlich weg...und auch deswegen baue ich in Depron..Holz und GFK könnte ich im Hotel vergessen...
Aber es geht eben immer wenn man kreativ sein will..
Aber wie gesagt auch RTF Flieger haben ihre Berechtigung..es kann nicht jeder Konstrukteur sein..es muss auch Piloten geben (wie im richtigen Leben :-) und das sind oft sehr unterschiedliche Typen...
Zu Tilmans kommentar: ganz so nostalgisch sehe ich es nicht..man neigt manchmal dazu im nachhinein Dinge nostalgisch zu verklären...mein Leben hat sich in vielen Dingen positiv durch die neuen Technologien verändert....und das macht halt auch vor Hobbys nicht halt..daher Renaissance ist nur was für den der es will..eher nicht die Regel..das einzige was ich sehe ist das Modellbau heute kein "exklusives2 hobby mehr ist..als ich Jung war da war es für mich schlichtweg nicht bezahlbar..heute kann es sich jeder leisten und es bilden sich in frühester Jugend Piloten raus vor denen man den Hut ziehen muss...auch wenn sie vielleicht nicht bauen können...Falls jemand von euch auf der Messe in Friedrichshafen den kleinen Jungen mit der 2.5m Christen Eagle in dem kleinen Netz in der Halle gesehen hat dann weiss er was ich meine..

KD-Modelltechnik
18.11.2011, 11:47
..Problem ist nur das lackieren..da habe ich im Hotel schon mal die Duschkabine als Lackierkabine missbraucht..der Luft Abzug ist im Klo meistens gut :-) Inzwischen benutze ich vor allem Oracover..daher Lackier Dreck fällt gänzlich weg...und auch deswegen baue ich in Depron..Holz und GFK könnte ich im Hotel vergessen...

:D

ich seh schon ...irgendwann wählt man nicht nur nach Nichtraucher- oder Raucherzimmer, sondern zusätzlich nach Modellbauer- und Nichtmodellbauerzimmer :D

...in der Minibar gibts dann statt Getränke Sekundenkleber, Harz und das kleine Revel-Farbdosensortiment ;o)))



Gruß Dieter

hänschen
18.11.2011, 18:38
auf Dienstreisen im Hotel
hab ich auch schon, auch aus Balsa, den Dreck habe ich dann zuhause gemacht, ausserdem jahrelang im Wohnmobil wochentags die Schäden vom Wochenende repariert, oder abends draussen gemütlich nass geschliffen.

Wattsi
18.11.2011, 20:42
Ich glaube , jedenfalls war es bei mir so, dass der Auslöser das Staunen über, oder das Begeistert sein von etwas, ein wesentlicher Faktor ist. Ich kann mich noch erinnern, wie meine Mutter auf dem Leiterwagen die Brettabschnitte geholt hat und ich das Sägewerk ansehen durfte.
Das Untergeschoss mit den Transmissionsrädern, Riemen, Wellen, das Geschoss darüber mit dem Sägegatter, in das wie von Geisterhand bewegt, der Baumstamm rückte. Die Rampe, über die die Stämme zum Gatter hoch gezogen wurden, den Anbau mit dem Wasserrad, das so laut rauschte, dass ich die Erklärung des Mühlenbesitzers kaum verstand. Die Wehre, die für gleichmässigen Wasserstand im Mühlbach sorgten, das alles war etwas besonderes, interessantes. Mein einige Jahre älterer Vetter hat mit seinem Vater auf der Spülkommode eine Segelflieger gebaut. Diese Spülkommode war an sich schon interessant, man konnte nämlich die "Schublade" drehen und so die Spülbecken zum Vorschein bringen. Jedenfalls war derFlieger irgendwann fertig, und dann ging es zum Jungfernflug. Der Onkel hat den Segler an der Hochstartleine geschleppt, wir anderen waren nur Zuschauer. Fernsteuerung? Nicht mal gewusst hatten wir dass es sowas gibt. Jedenfalls kam der segler nach mehr oder weniger langen Flügen wieder runter, oder landete im Wäldchen. Letztlich hat ihn die Thermik gefressen, Thermikbremse war nicht...
Manuelles Geschick gefördert durch Laubsägearbeiten und Märklinbaukasten, das Zerlegen von Radios, Transformatoren lässt nach deren Funktion fragen. Ein Trix Elektromotor betrieben vom Klingeltrafo mit nachgeschalteten Selengleichrichter war ebenso faszinierend. Mein Interesse galt und gilt der Technik, ohne Interesse hätte ich nicht gewusst welchen Beruf ich erlernen sollte. Interesse ist für den Erfolg Voraussetzung. Als mein Sohn alt genug war, habe ich mich wieder an das Bauen eines Fluzeugs gewagt, und bin diesem Hobby treu geblieben. Mein Sohn hat die manuelle "Begabung" geerbt, hat auch einen tech. Beruf erlernt.
Wolfgang

Aida_w
19.11.2011, 12:07
>>>>Ich glaube , jedenfalls war es bei mir so, dass der Auslöser das Staunen über, oder das Begeistert sein von etwas, ein wesentlicher Faktor ist.<<<<

Exakt das habe ich in meinem Beitrag gemeint (und halt etwas näher beschrieben)! Das hat nichts mit Nostalgie zu tun.
Gruß
Tilmann

dusk_till_dawn
18.12.2011, 11:49
Alles hat eben seine Zeit.

Ich habe auch noch mit den alten originalen Märklin Baukästen spielen dürfen und habe von meinem Großvater voller Stolz die alte Märklin dampf- und federgetriebene Eisenbahn geerbt.

Während wir in unserer Kindheit eben mit den Holzbaukästen aufgewachsen sind, wachsen die Kinder heute mit ARF und "all you can eat" auf :-)

So ist es. Ich halte nichts davon "krampfhaft" an alter "Tradition" fest zu halten. Der Wandel von Generation zu Generation ist völlig normal und richtig.
Man sollte nur jeder Generation den Platz lassen, sich so zu entwickeln wie sie es möchte.

guckux
18.12.2011, 16:58
Guckux Tarantino Fan


Der Wandel von Generation zu Generation ist völlig normal und richtig. Man sollte nur jeder Generation den Platz lassen, sich so zu entwickeln wie sie es möchte.

jein.
Wenn ich mich bei meinen Arbeitskollegen umhöre - so wissen diese schon nicht mehr einen Fahrradschlauch zu reparieren... Haben es nicht gezeigt bekommen... und so einiges mehr...
Ich sehe es als eine Pflicht und Verantwortung gegenüber "meinen" Kindern an, Ihnen zum einen die Möglichkeiten zu geben, zum weiteren sie auch anzuleiten, oder nur mich mit ihnen darüber auseinanderzusetzen (so man nicht fähig zu etwas ist).
Und bei "Anderen" wird dies so nicht wahr genommen - es wird "jeglicher" Wunsch erfüllt ohne die Bereitschaft sich mit einer Sinnhaftigkeit dessen auseinanderzusetzen. Implizierend ist dies zB eines der Probleme auf erzieherischer Seite, entsprechende "Anleitung und Führung" Kindern zu geben.

Ja, ein Gameboy mag heute für Kinder etwas "alltägliches" sein, bei meinem Kleinem zB stelle ich fest, daß es nichts alltägliches mehr für Kinder von Heute ist, mal auf einem Traktor, einem Mähdrescher mit zu fahren oder einfach nur mit ihm in den Keller zu gehen - Laubsägen!

Er wird seinen Weg gehen - ich (und Erziehende) können nur Möglichkeiten aufzeigen - je mehr, desto besser für die Kinder für ihre Entwicklungsmöglichkeiten. Wie der letzlich ausschaut und er in 5 Jahren mit nem iPod den Turbinenjet steuert - keine Ahnung :D

Griffon
18.12.2011, 17:46
Hallo zusammen

dusk_till_dawn:

Modelle bauen hat aus meiner Sicht nichts mit spielen zu tun. Spielen geht doch schon eher auf die Seite des Gebrauchs eines Fertigteils aus irgendeinem Schaumstoff. Modellbau ist auch nicht krampfhafte Tradition. Modellbau für Junge Leute heisst Förderung der handwerklichen Fähigkeiten. Solche sind unabdingbar für diejenigen dessen Arbeit sich nicht bloss auf einer Tastatur endet. Für die "Erwachsenen" oder älteren Leuts ein perfektes Training zur Aufrechterhaltung dieser. Zudem beginnt das Wissen wie etwas funktioniert, warum das Ding überhaupt fliegt oder eben nur schlecht fliegt beim konstruieren oder eben beim bauen.
Auch bei Jungen Leuten von Heute kann, wenn die Eltern helfen, eine Wertschätzung von selbst erschaffenen vermittelt werden. Dies bewirkt auch eine Nachhaltigkeit.

Ich will dir absolut nicht nahe treten, aber Gruss und Namen gehören doch dazu.

Schöne Grüsse
René

Gast_48380
18.12.2011, 17:55
Hallo,

ich kenne die "alte Zeit", da ich die Gründung eines Modellclubs bei meinem Vater in den 80igern miterlebt habe (Amigo, Taxi 1 usw) und ich kenne meine neue
ARF Zeit, da ich vor 1 Jahre damit anfing. Als Elektronikbastler kenne ich die zeit, wo ich aus einzelnen Baueilen komplexe Schaltungen baute, heute kaufe ich viel,
kombiniere es aber mit anderen Geräten. Mein Grossvater konnte auch noch Radios mit Röhren bauen. (kann ich aber auch noch :)

Damals gab es auch in den Clubs Fanaktiker, die nichts gelten liessen, was nicht selbstgebaut war, die gibt es heute auch noch. Ich kenne auch das Gesicht meiens
Vaters als er nach 4 Wochen Bauzeit mit vielen Balsabrettchen auf dem Baubrett den Taxi 1 beim Erstflug zurück in diesen Bausatz verwandelte, nur noch etwas kleiner.

Als ich meine Extra 300 in den Acker setzte war der Ärger gross, am nächsten Tag aber waren es "nur" noch die 200 Euro für den ARF Baukasten, den ich in 2 Tagen
elektrifizierte. Und ich war froh, dass es ARF gibt.

Jetzt, nach 1 Jahr habe ich mir meinen ersten Baukasten bestellt, einen Amigo 4 von Graupner. :) Könnte man fast Rückentwicklung nennen aber jetzt möchte ich auch mal
richtig spielen, von Anfang an.

Gruss,
Ralf

egge
18.12.2011, 20:21
Hallo,

...
Als ich meine Extra 300 in den Acker setzte war der Ärger gross, am nächsten Tag aber waren es "nur" noch die 200 Euro für den ARF Baukasten, den ich in 2 Tagen
elektrifizierte. Und ich war froh, dass es ARF gibt.

Jetzt, nach 1 Jahr habe ich mir meinen ersten Baukasten bestellt, einen Amigo 4 von Graupner. :) Könnte man fast Rückentwicklung nennen aber jetzt möchte ich auch mal
richtig spielen, von Anfang an.

Gruss,
Ralf

Zustimm ;) ! "richtig spielen"

Deshalb konsumiere ich zu einem ARF/RTF/BNF Modell meist noch einen Bausatz (wenn nicht noch einer aufm Schrank rumliegt). Oder auch andersrum.
Schön das ich nach 0-2 Tagen mit einem ARF/RTF/BNF fliegen kann.
Auch schön, das der Zeitaufwand für einen Neuaufbau nach einem Crash nicht ausartet. Sondern es eben "nur" Geld kostet.

Aber irgendwie fehlt dann "etwas".

Spätestens Abends oder wenn es regnet, oder wenns einfach in den Fingern juckt, dann baue ich an einem Bausatz weiter. Ich sehe bereits das bauen an sich, als "Hobby".

So wirds nie ganz langweilig und ich kann auch mal einen gewissen Eigenstolz erfahren, und mich selbst (und nicht nur den Chinamann) toll finden :D
Oder gar aus Fehlern oder Schlamperei beim "Handwerk" etwas lernen.


Aber wer BAUEN nicht "will", den "zwingt" auch kein Jugendleiter dazu. Man(n) will ES oder eben auch nicht. Oder wie bei mir: mal so, mal so.
Muß man ja nicht immer so verkrampft sehen.

So und nun gehts Nasenleiste schleifen....

Carlos1
19.12.2011, 13:09
Ich habe diesen Winter soviele Reparaturen, Umbauten, Motoreinbauten usw. vor, dass ich zu "klassischem Modellbau" gar nicht mehr komme.

Mehrtürer
19.12.2011, 15:36
Der Bericht von Jantar triffts eigentlich genau.

Zusätzlich hab ich auch im Verein die Erfahrung gemacht, dass das tatsächliche "Selberbauen" immer mehr in den Hintergrund gerät.
Auch die sogenannte "Jugendförderung" welche in Bezug auf "back to the roots" Flieger bauen aus Holz wird wenig angenommen. ARF sei dank wird alles wird immer schnelllebiger. Bei uns im Verein gibts nur noch wenige, die tatsächlich selber bauen.

Wer bitte schön würde denn 1-2 Jahre Bauzeit für ein Flugzeug investieren, von mir aus auch 1/2 Jahr?
Soll ich einem Jugendlichen sagen "Ja die Bauzeit nimmt Zeit in Anspruch und ob´s dann auch Fliegt - schaun wa mal".

Da ist es doch beim ARF-Modellbau viel einfacher. Auspacken, zusammenstecken, einschalten, fertig.
Somit gesehen ist der "Klassische Modellbau" nach alter Väter Sitte rückläufig. Dementsprechend gibt es immer weniger Händler welche CNC geschnittene schöne Modelle zu adäquaten Preisen anbieten. Bis ich mal ein Modell gefunden habe welches in "meine Kategorie" passt, vergeht schon mal ein halbes Jahr. Macht aber nichts, denn die Fertigung meiner Modelle (nach alter Väter Sitte) dauert ja auch seine Zeit.

Zwischendurch baue ich auch schon mal ein ARF Modell, aber gäbe es nur noch ARF Modelle, würde mein Modellbau-Hobby an dem Tag enden.

Carlos1
19.12.2011, 15:52
Es ist auch so manche potentielle Modellbauer/fliegerkarriere frühzeitig zu Ende gegangen, weil Leute sich zu ehrgeizige Bauprojekte vorgenommen haben, die dann nie fertig wurden oder doch fertig, aber beim Erstflug abgestürzt usw. Die Leute haben dann die Lust verloren und das Ganze aufgegeben. Da wäre es besser gewesen, wenn die erstmal mit ARF-Modellen in die Luft gekommen wären und so Erfolgserlebnisse erfahren hätten. Daraus könnte sich dann immer noch jemand zum "Hardcore-Modellbauer" weiter entwickeln.

Julez
19.12.2011, 17:18
Genau!

Meine Erfahrung als ehemaliger Jugendleiter meines Vereins sagt mir, dass wir durch Holzbaukästen mehr Modellflieger verloren als gewonnen haben. Die Leute heute wollen in erster Linie modellfliegen und nicht modellbauen. Modellbau ist als ein separates Hobby zu sehen. Manche mögen es, manche nicht. Und für die, die es nicht mochten, war es früher ein notwendiges Übel oder der Grund, mit dem Modellfliegen gar nicht erst anfangen zu können.
In unserem Bastelraum gab es zu Spitzenzeiten 5-6 verwaiste, halb angefangene Bausätze, deren Besitzer modellfliegen wollten, aber keinen Bock hatten, 1/2 Jahr mit Holzspreisseln rumzukleben.
Wir haben heutzutage so wenig Nachwuchs, da kann man es sich nicht erlauben, den paar interessierten Leuten noch Steine in Form von Holzbausätzen in den Weg zu legen.

egge
19.12.2011, 17:40
Also wegen mir überlebt er :D

Sonst muß ich das ganze Jahr an der (Weihnachts)Eisenbahn rumbasteln :eek:

ulfke
19.12.2011, 18:55
Also ich denke solange genug Leute dieselbe Einstellung haben wie der Vorposter, solange wird es den Modellbau auch noch geben. Auf der Anbieterseite könnte es dann aber natürlich ein sehr ungemütliches Zurechtschrumpfen geben. Wenig Nachfrage wird eben von wenig Anbietern bedient und wenn das zurückgeht beim Modellbau trifft es wohl oder übel einzelne Hersteller.

Eisvogel
19.12.2011, 20:19
Wer bitte schön würde denn 1-2 Jahre Bauzeit für ein Flugzeug investieren, von mir aus auch 1/2 Jahr?
Es gibt durchaus Pläne für Modelle die an einem Wochenende, bzw. in ein paar Tagen gebaut werden können.


Soll ich einem Jugendlichen sagen "Ja die Bauzeit nimmt Zeit in Anspruch und ob´s dann auch Fliegt - schaun wa mal".
Bei einem guten Lehrer gibts die Frage ob`s fliegt eigentlich nicht.


Dementsprechend gibt es immer weniger Händler welche CNC geschnittene schöne Modelle zu adäquaten Preisen anbieten. Bis ich mal ein Modell gefunden habe welches in "meine Kategorie" passt, vergeht schon mal ein halbes Jahr. Macht aber nichts, denn die Fertigung meiner Modelle (nach alter Väter Sitte) dauert ja auch seine Zeit.
Bauen nach Plan. Ist zwar mehr Handarbeit als das zusammenstecken vor vorgefrästen Teilen, gibt aber auch ein exclusiveres Ergebnis.

Mein Vorschlag um Jugendliche (die bereits fliegen) ans Bauen ranzuführen wär ein Modell nach Plan in der Größe für 300 bis 500W E-Antriebe, das an max. 3-4 Wochenenden gebaut ist.
Was agiles, evtl. bißchen schnelleres das auch beim fliegen den nötigen Spaß bringt. Solche Pläne gibts zur Genüge beim VTH. Viele für Verbrenner vorgesehene Flieger sind ruckzuck auf Elektro umgemodelt. Welcher Jugendliche würde nicht gern eine Vinetta, eine Feuerwanze oder einen Fuzzy fliegen.

egge
19.12.2011, 20:24
Solange die Hand am Arm ist...;)

Und dann noch mit Telemetrie "rumspielen"... baut man 2 verschiedene Flächen(paare) oder so... wär doch was für "die Jungs".
Alles eine Frage wie es rübergebracht wird.

Schrippe
19.12.2011, 20:35
Ist zwar nicht ganz "Modell"-Bau, aber auch Gebastel:
http://www.ikea-fans.de/

dusk_till_dawn
20.12.2011, 16:08
Hallo zusammen

dusk_till_dawn:

Modelle bauen hat aus meiner Sicht nichts mit spielen zu tun. Spielen geht doch schon eher auf die Seite des Gebrauchs eines Fertigteils aus irgendeinem Schaumstoff. Modellbau ist auch nicht krampfhafte Tradition. Modellbau für Junge Leute heisst Förderung der handwerklichen Fähigkeiten. Solche sind unabdingbar für diejenigen dessen Arbeit sich nicht bloss auf einer Tastatur endet. Für die "Erwachsenen" oder älteren Leuts ein perfektes Training zur Aufrechterhaltung dieser. Zudem beginnt das Wissen wie etwas funktioniert, warum das Ding überhaupt fliegt oder eben nur schlecht fliegt beim konstruieren oder eben beim bauen.
Auch bei Jungen Leuten von Heute kann, wenn die Eltern helfen, eine Wertschätzung von selbst erschaffenen vermittelt werden. Dies bewirkt auch eine Nachhaltigkeit.

Ich will dir absolut nicht nahe treten, aber Gruss und Namen gehören doch dazu.

Schöne Grüsse
René

Hallo Rene,
wenn ich dich als Kind kennengelernt hätte, wäre ich heute sicher auch ein ARF'ler :D

Viele Grüße

dusk_till_Dawn ;)

Naitsabes
20.12.2011, 19:27
Also, vom Aussterben bedroht glaub ich nicht. Klar, die Jugend stürzt sich heutzutage auf Unterhaltungselektronik, Handy, PC usw. - es wäre aber auch seltsam, wenn es anders wäre. Damit verbunden auch der Trend, sich beim ARF-Modellbau eben als "User" zu fühlen.
Aber dafür ist der Modellsport fast schon ein Breitensport geworden, wobei sicher auch genug Interessierte übrigbleiben, die sich fragen, ob man sowas nicht selbst bauen könnte.
Ausserdem gibts zu jedem Trend einen Gegentrend - irgendwann wird es wieder cool sein, die eigenen Finger nicht nur fürs Tippen auf der Tastatur, sondern zum Erstellen echter Objekte in der echten Welt zu verwenden ;)

Grüße
Andi

Raymund von den Benken
30.12.2011, 13:49
Wisst ihr was mir wirklich auf den Sack geht?
Da stehen die "Kollegen" herum und frozzeln über die Noch-Modellbauer,die ihre neueste Eigenkreation
zum Fliegen bringen."Wie kann man nur so lange im Keller ...... und wenn man nur baut kann man ja nicht gut fliegen..........."
Und nach dem nächsten Crash schleppen sie ihre Teile zu eben jenem zum Reparieren,weil sie es selbst nicht können,
ja nicht mal wollen!
Man muss ja heute nicht unbedingt alles bauen,aber zumindestens Reparaturen sollten doch drinsein.

Gutes,gesundes und bruchfreies Neues Jahr!
Raymund

hänschen
30.12.2011, 14:07
Hallo Raymund, lass Sie reden...;)

BZFrank
30.12.2011, 14:58
Noch viel besser... lass sie selbst ihren Schrott reparieren.

Inzwischen gibts doch für die Schaumis:

http://www.amazon.de/Bosch-0603264000-Hei%C3%9Fklebepistole-Lithium-Ionen/dp/B003YCOL6K

;)

oliver30
01.01.2012, 20:29
Hmm,

weiß nicht ob das hier reinpasst, aber:

Als relativer Neuling mit 2 Jahren FlugmodellKAUF und logischerweise ARF-Fliegerei verzweifle ich gerade am Einbau eines Impellers und Montage einer Tragfläche im korrekten Winkel zueinander. Kein Bauplan, weils kein allerweltsflieger ist und ich kaptuliere nun.

Irgendwie ist der Einstieg in den Modellbau mit fertigen (Schaum-) Modellen in den Flugmodellbau nicht das Beste. Zum fliegen lernen ja, aber wenns später mal ums vermessen der EWD und Bestimmung einer Schubachse sowie einer Fachgerechten und leichten Einbauweise eines Impellers geht, stehe ich nun auf dem Schlauch.

Mist.:cry:

Gruß Oliver

egge
02.01.2012, 10:40
Nach 25 Jahren ModellBau ermittle ich die korrekten Werte auch noch immer frei Schnauze (bzw. erfliegen) und stelle sie mit Hilfe einer EWD Einstellwaage ein.
Jetzt kommst Du endlich in den Genuß des "rumtüftelns", und wenns nicht gleich was wird darfst sogar nochmal weitertüfteln !

Stein Elektronik
02.01.2012, 11:18
Naja,

das muß man etwas differenziert betrachten.

Wir haben in unserem Verein einen Bastelkeller, in dem Neueinsteiger Modelle basteln können.
Die Kinder und Jugendlichen tun sich immer schwerer damit. Die sitzen da einmal in der Woche und bauen sich Fliegerchen in Rippenbauweise zusammen.

Das dauert stellenweise bis zu einem halben Jahr. Einige verlieren schon zwischendurch die Lust und kommen gar nicht mehr.

Ist das Modell dann fertig, geht es zum Flugplatz. Ein Patzer bei der Landung und schon sitzen die wieder 3-4 Sitzungen im Bastelkeller und reparieren.

So bekommt und hält man keinen Nachwuchs mehr ...wir müssen uns halt auch im Modellbau dem Zeitgeist anpassen.

Beispiel Nummer 2:

Neuanfänger holt sich bei mir einen Kyosho U CAN FLY - das Teil ist innerhalb von einer Bastelkellersitzung fertig. Anfangs Fliegen per Lehrer/Schüler und dann die ersten Alleinflüge. Verpatzte Landungen machen dem blöden Ding gar nichts, total verkorkste Landungen sind meist innerhalb von Minuten und mit Hilfe von Sekundenkleber erledigt. Mit einem Preis von ca. 140 EUR incl. Motor/Regler/Servos unschlagbar günstig. Ein vernünftiger Holzbaukasten mit allen Teilen wird deutlich teurer.

Fazit: Neueinsteiger hat sofort ein Erfolgserlebnis, bleibt dann dem Modellflug erhalten und kann sich dann später immer noch bei Langeweile einen Riesen Holbaukasten kaufen und monatelang die Teile zusammen puzzeln.

Gruss
Hans-Willi

Griffon
02.01.2012, 11:48
Hallo Hans Willi

Der Titel des Ur-Beitrages war ja Modellbau.......
Der Einstig in das Fliegen wird heut so oder so zu Haus am PC erfolgen. Versteh mich nicht falsch aber wenn ich Händler wäre würde ich auch schreiben wie du, aber eben es ging ums Bauen. Was wird denn an diesen Schaumwaffeln noch gebaut?
Der Erhaltungswert dieser Modelle sieht man auch bei uns am Platz. Bei der ersten oder zweiten Landung ist das Fahrwerk ausgerissen. Das klapperige Zeug lässt sich wie du geschrieben, hast mit Schnellkleber zusammenpappen. Deswegen hälts nur bis zum nächsten Mal landen. Da das ganze Ding eben "nur" 140 Euro kostet landet es im Müll uns das war’s dann....................

Jedoch gebe ich auch gerne zu, dass es bei den Schaumfliegern ein paar hartnäckige gibt, die nicht aufgeben und dann bei dem einen oder anderen Kollegen in der Werkstatt sich nach etwas Handfestern umsehen.

Wie hat doch der Autor im besten jemals erhältlichen Modellheft Scale immer geschrieben: Gebaut und nicht gekauft.


Schöne Grüsse
René

Stein Elektronik
02.01.2012, 12:10
Nee,

offen gesagt..wenn ich nen Baukasten verkaufe und das ganze Zubehör, dann verdiene ich mehr Geld.

Aber das war eher nicht aus Händlersicht geschrieben sondern eher als Betreuer unserer Jugendlichen.

Und bei den ARF Schaummodellen gibt es auch Riesenunterschiede, wie bei allen andern Produkten auch.
Fakt ist, die Dinger landen nicht bei der ersten verkorksten Landung im Müll sondern werden schnell und einfach repariert.

Wir haben bei uns im Verein viele MPX Schaumwaffeln, die sind zig mal geklebt, fliegen aber immer noch genial. Dass z.B. bei den MPX Fliegern die Fahrwerke nicht so berühmt sind, wissen wir alle, aber da ist selbst einem Anfänger zuzumuten, da mal einen Holzblock in den Flieger zu kleben und ein vernünftiges Fahrwerk dran zu machen.

Man kann es drehen wie man will, wenn wir weiterhin Nachwuchs haben wollen, dann müssen wir von einigen antiken Gedankengängen Abstand nehmen und uns dem Zeitgeist anpassen. Hut ab vor Leuten, die monatelang jeden Abend in der Werkstatt sitzen und Super Scale Modelle bauen, aber wenn wir nicht eine Altersstruktur wie ein Altenheim bekommen wollen, dann müssen wir uns auch bei der Jugendarbeit neuen Sachverhalten öffnen.

Gruss
hans-Willi

guckux
02.01.2012, 12:14
Guckux Hans-Willi


Die Kinder und Jugendlichen tun sich immer schwerer damit. Die sitzen da einmal in der Woche und bauen sich Fliegerchen in Rippenbauweise zusammen. Das dauert stellenweise bis zu einem halben Jahr.

kann sich dann später immer noch bei Langeweile einen Riesen Holbaukasten kaufen und monatelang die Teile zusammen puzzeln.

Wieso ist das so? Wieso tun die sich so schwer?
Meinen kleinen UHU hatte ich mit etwa 11Jahren, der war an nem Samstag fertig im Rohbau, fehlte nur noch die Papierbespannung, Spannlack und Farbe...
Meinen ersten RC-Holzflieger, der Q.B.1400 von Pilot (http://wiki.rc-network.de/index.php/Q.B.1400_von_Pilot), mit etwa 12Jahren, brauchte etwas länger, weil der Rumpf aus Holz zusammenzusetzen war, die Anleitung in japanisch/englisch gehalten ist - aber mehr als ne Woche hatte ich damals auch nicht für gebraucht.
Und ich halte mich nicht für einen Turbo oder sonstwas - vor allem wenn ich vergleiche mit anderen....

achja, alles ohne Hilfe - ganz alleine.

und man sollte klein anfangen, nicht gleich nen Riesen HOHLbaukasten!

egge
02.01.2012, 12:18
...
Fazit: Neueinsteiger hat sofort ein Erfolgserlebnis, bleibt dann dem Modellflug erhalten und kann sich dann später immer noch bei Langeweile einen Riesen Holbaukasten kaufen und monatelang die Teile zusammen puzzeln.

Gruss
Hans-Willi

Richtig für eine "Lange-Weile" wird ein Bausatz gekauft :D Wenn die Dinger schon nach 1 Woche fertig wären würd ich einen Holzbausatz wieder umtauschen :D

Gast_93
03.01.2012, 14:17
nicht nur jugendliche tun sich immer schwerer.
in der heutigen zeit hat kaum einer noch die zeit eine klassische Modellbaukarriere zu durchleben, ich habe noch mit meinem Vater nen boxfly zusammengebaut und bin dann geflogen...
Heutzutage wird halt ein fertigprodukt gekauft, basta..zeit gespart, vielleicht sogar noch ein wenig Geld. In der Lebensmittelsparte isses genauso, fertigpizzen verkaufen sich so gut, da keiner zeit hat und oder die fähigkeit ne pizza selbst zu backen.
Sowas nennt man Fortschritt, Modetrend oder sonst wie. Ich behaupte sogar, wenn man die Modellanzahl auf dem Platz sieht, IST der klassische Modellbau bereits ausgestorben...Nur Indoor, da wird eifrig selbst geschnitzt, aber eher, weils noch billiger ist als fertigkaufen..

hastf1b
03.01.2012, 14:18
Das waren noch Zeiten als in Jugendzeitschriften noch über Modellflug berichtet wurde.:)

Gruß Heinz

cyblord
03.01.2012, 14:37
Also für mich hört sich das so an als ob sich ein paar Kutscher und Hufschmiede über Autos echauffieren.... ;)

Wieso freut ihr euch nicht über die Möglichkeiten die man heute hat? Wieso muss da schon wieder gemeckert werden? Vorallem auf die Jugend? Die war natürlich früher auch immer besser, ich weiß. Sowas erzählen alle alten Knacker andauernd. Hört ihr euch manchmal selber reden?

Warum kann Modellflug nicht auch als reiner Modellflug betrieben werden? Wenn ihr gerne Mountainbike fahrt, müsst ihr euch dann den Rahmen selber schweißen um dieses Hobby auch ordentlich zu betreiben? Oder darf man sich vielleicht auch ein MTB fertig kaufen? Klar gibts Freaks welche sich selber nen Rahmen bauen, und JA früher, also die ersten Fahrräder waren alle selbst gebaut. Juchu. Damals war alles besser.
Und wenn ein Reifen platzt, klar können viele den flicken, anderen bringens zum Laden. WO IST DAS PROBLEM?

Wie könnt ihr euch überhaupt Modellbauer nennen wo ihr doch Sender und Empfänger, und Servos FERTIG kauft? Einige hier bauen sich einen Sender komplett selbst. Wieso ihr nicht frage ich mich? Wisst ihr überhaupt wie so ein Sender innen funktioniert? Kennt ihr euch mit dem Controller da drinn aus? Könnt ihr ihn selber programmieren? NEIN? Ja um Gottes Willen, ihr benutzt hier Sachen von denen ihr keine Ahnung habt? Also ein bisschen mit der Materie beschäftigen könnten ihr euch schon....
Ihr betreibt tausend Dinge genauso "lax" wie andere Modellflug. Ihr kauft euch Räder, Computer, Sender, Steuerungen und zig andere Dinge, welche andere Leute vielleicht selber bauen.Deshalb regt sich doch keiner auf, nur ihr müsst auf auf jeden schimpfen der nicht wie anno dunnelmal vor den Holzbaukasten hockt. Kommt mal klar!

Adrenalin
03.01.2012, 15:58
Überlegt doch auch mal bitte folgendes:

Warum gab´s denn früher den "klassischen Modellbau"?

Na? Richtig!!! Weil´s früher nix anderes gab, als sich seine Mühle in mühevoller Kleinarbeit (auch als Bausatz) selbst zusammenzubruzeln.

Früher wurden auch Häuser mit ein paar Balken, Lehmziegeln und Stroh gebaut, um anschliessend die Ritzen mit Kuhkacke zuzukleistern.

Sowas trauert man doch auch nicht hinterher.

Warum wird der klassische Modellbau dann so sehr von einigen verteidigt? Ich hab auch schon das grosse Krick Grunau Baby, eine Mick Reeves 1:4 Sopwith Camel (extrem sparatnischer Bausatz/Bauplan) und andere diverse Holzkisten gebaut.
Das war alles gut und schön, aber in Sachen Festigkeit und Präzision modernen GFK- bzw. CFK-, selbst manchem Schaumkisten echt unterlegen.

Warum soll man denn nicht nutzen, was der Markt anbietet? Ich bin mittlerweile so weit, dass ich lieber ein Schiffsmodell selbst bauen würde, als ein Flugmodell. Warum? Weil da nicht zig hunderte Arbeitsstunden und Herzblut vom Himmel fallen können. :D:D:D

BTW, weiss jemand, wo man einen Bauplan für ein einfaches Modellholzruderboot zum selberbauen herkriegt? Ich finde da leider gar nix im Net.

Gruss Adrenalin

Konrad Kunik
03.01.2012, 19:23
Überlegt doch auch mal bitte folgendes:

(...)

BTW, weiss jemand, wo man einen Bauplan für ein einfaches Modellholzruderboot zum selberbauen herkriegt? Ich finde da leider gar nix im Net.

Gruss Adrenalin
Moin Adrenalin,

mal hier anfragen, die freuen sich bestimmt - http://www.rc-network.de/forum/forumdisplay.php/36-Schiffsmodelle-allgemein

Adrenalin
04.01.2012, 01:17
Danke Konrad.

Gute Idee.

Gruss Adrenalin

Raymund von den Benken
04.01.2012, 12:09
Früher war das Bauen Voraussetzung zum Fliegen.
Heute nicht mehr.
Früher gab es Leute,die gerne gebaut haben und solche für die es eine lästige aber notwendige Aufgabe war.
Wer heute nur fliegen möchte kann das tun ohne zu bauen,das ist ok so.
Auch heute noch gibt es Leute die gerne bauen und das sind nicht weniger als die ,die schon immer gerne gebaut haben,
es fehlen einfach die,für die Bauen immer lästige Pflicht war.
Ich freue mich über jedes gut gebaute Modell und ich freue mich gute Piloten zu sehen und ich respektiere jeden in seiner
Art.
Was ich nicht ausstehen kann ist,wenn übereinander hergezogen wird!
Das schreibt ein Anonymus"cyblord" von "Kutscher,Hufschmiede,alte Knacker"
Diese Wortwahl ist nicht aktzeptabel und respektlos!

Raymund

Jürgen Heilig
04.01.2012, 12:15
...
Das schreibt ein Anonymus"cyblord" von "Kutscher,Hufschmiede,alte Knacker"
Diese Wortwahl ist nicht aktzeptabel und respektlos!

Raymund

+1

:) Jürgen

egge
04.01.2012, 12:32
Früher war das Bauen Voraussetzung zum Fliegen.
Heute nicht mehr.
Früher gab es Leute,die gerne gebaut haben und solche für die es eine lästige aber notwendige Aufgabe war.
Wer heute nur fliegen möchte kann das tun ohne zu bauen,das ist ok so.
Auch heute noch gibt es Leute die gerne bauen und das sind nicht weniger als die ,die schon immer gerne gebaut haben,
es fehlen einfach die,für die Bauen immer lästige Pflicht war.
Ich freue mich über jedes gut gebaute Modell und ich freue mich gute Piloten zu sehen und ich respektiere jeden in seiner
Art.
Was ich nicht ausstehen kann ist,wenn übereinander hergezogen wird!
Das schreibt ein Anonymus"cyblord" von "Kutscher,Hufschmiede,alte Knacker"
Diese Wortwahl ist nicht aktzeptabel und respektlos!

Raymund

+1

Btw. Meine selbstgemachten Pizzen finde ich im übrigen besser als die "modernen" gekauften :D Kartoffelsalat dto. ;)

Natürlich könnte ich eine TK Pizza kaufen. Aber warum ?
Wenn ich doch gerade Lust habe eine Pizza aus den Zutaten selbst zu "bauen", dann gehe ich natürlich auch davon aus das es länger dauert. Logisch, solls ja auch.
Teig anmachen, ziehen lassen, Soße würzen etc...
Die Zeit habe ich nicht, sondern nehme sie mir. Für mich persönlich ist es eher ein "Fortschritt" eine Pizza selbst machen zu können, dann wenn ich will.
Wenns schnell gehen MUSS, dann nehme ich gerne auch eine TK-Variante, freue mich aber nicht so drüber. Sie stillt eben "nur" den Hunger.

foobar
04.01.2012, 12:42
Hallo Raymund,



Das schreibt ein Anonymus"cyblord" von "Kutscher,Hufschmiede,alte Knacker"
Diese Wortwahl ist nicht aktzeptabel und respektlos!


nur der Vollstaendigkeit halber: Das Originalzitat wuerde lauten "Also für mich hört sich das so an als ob sich ein paar Kutscher und Hufschmiede über Autos echauffieren..."; mit dem Zusatz eines Smileys. Den alten Knacker dichtest du einfach dazu...

Einen Klick in die Signatur von Anonymus "cyblord" wuerde dir zusaetzlich verraten, dass er sogar mit Impressum (http://rcelec.cyblord.de/doku.php?id=impressum) im Netz unterwegs ist...

Zumindest ich weiss jetzt, was ich akzeptabel finde, und was respektlos! :D

Konrad Kunik
04.01.2012, 13:40
Danke Konrad.

Gute Idee.

Gruss Adrenalin
Eine Frage - eine Antwort = Problem umgehend gelöst. :cool:

Dafür steht :rcn: ;)

hänschen
04.01.2012, 15:51
Warum kann Modellflug nicht auch als reiner Modellflug betrieben werden?

das ist nicht das Thema, es geht rein um "Modellbau", dies ist ein weiter Begriff, von Legobaukasten bis zum Bau von Funktionsmodellen aller Art...

Jürgen Heilig
04.01.2012, 16:20
das ist nicht das Thema, es geht rein um "Modellbau", dies ist ein weiter Begriff, von Legobaukasten bis zum Bau von Funktionsmodellen aller Art...

Ich habe im Eröffnungspost schon weiter präzisiert, nämlich dass mir vor allem das Fehlen von Plastik- und Funktionsmodellbau
aufgefallen ist. Aber - richtig erkannt - es geht primär um den Modellbau, nicht um das Modellfliegen. ;)

:) Jürgen

egge
04.01.2012, 17:21
Darf man einen Chemiekasten heute überhaut noch ohne Führungszeugniss kaufen gehen :confused:
Darf das Kind damit überhaupt noch "spielen" ohne das Eltern und Kind einem Psychotest unterzogen werden müssen :confused:

rkopka
04.01.2012, 21:37
Darf man einen Chemiekasten heute überhaut noch ohne Führungszeugniss kaufen gehen :confused:
Darf das Kind damit überhaupt noch "spielen" ohne das Eltern und Kind einem Psychotest unterzogen werden müssen :confused:
Dafür enthalten sie immer weniger interessante Materialien. Vieles bekommt man ja selbst im Chemikalienhandel nicht mehr - zumindest als Normalsterblicher.

Zum eigentlichen Thema: ich bin in mehreren Vereinen und es ist allgemein so, daß das Interesse der Mitglieder für irgendwelche Aktionen und Veranstaltungen sinkt. Es gibt heute einfach viel mehr Alternativen. Früher hatte man ein Hobby, das hat die wenige Freizeit ausgefüllt. Daneben evt. noch Kino, 1-3 Fernsehsender am Abend. Heute mit zig Sendern, Internet, Funsportarten ohne Ende... ist kaum noch wer bereit, die ganze Zeit einer Aufgabe zu widmen.

Andererseits haben wir einige (nicht Rentner :-) im Club, die häufig Modelle aus Holz nach Plänen bauen. Neben ihren ARF Modellen (Holz und Schaum).

Allerdings muß man feststellen, daß die Selbstbau Modelle eher weniger fliegen. Teils, weil das Bauen interessanter war, als dann das Fliegen. Andere sind zu schade oder wertvoll. Andere wieder sind nach einem fehlerhaften Plan und fliegen nicht gescheit. Diese Unsicherheit ist auch nicht gerade förderlich. Bei einem Plan selbst eines großen Verlags findet man meist recht wenig Infos über mögliche Probleme, besonders bei älteren Plänen aus dem Vor-Internet-Zeitalter. Bei ARF/Schaummodellen findet man da mehr.

Wir hatten da 2 ca. 1,2m Kunstflugmaschinen, gut gebaut, genau nach einem gekauften Plan (soweit der die Infos hergab). Wegen möglicher Schwierigkeiten wurden die ersten Flüge von 2 erfahrenen Piloten (ich auch :-) im Verein durchgeführt. Beide Modelle kamen nicht über die ersten 1-2 Kurven vor dem Absturz. Das Maximum war ein etwas längerer Flug mit Vollgas, der bei Halbgas mit einem Strömungsabriß endete. Danach wurden die Modelle nicht mehr repariert. So was fördert nicht gerade die Baulust.

RK

Raymund von den Benken
05.01.2012, 09:12
Hallo Raymund,



nur der Vollstaendigkeit halber: Das Originalzitat wuerde lauten "Also für mich hört sich das so an als ob sich ein paar Kutscher und Hufschmiede über Autos echauffieren..."; mit dem Zusatz eines Smileys. Den alten Knacker dichtest du einfach dazu...

Einen Klick in die Signatur von Anonymus "cyblord" wuerde dir zusaetzlich verraten, dass er sogar mit Impressum (http://rcelec.cyblord.de/doku.php?id=impressum) im Netz unterwegs ist...

Zumindest ich weiss jetzt, was ich akzeptabel finde, und was respektlos! :D

"Sowas erzählen alle alten Knacker andauernd"
So steht es im Text von "Cyblord"!
Bitte genau lesen,ich habe nichts dazugedichtet,alle Ausdrücke sind gefallen!

Raymund

Yeti
05.01.2012, 09:52
"Sowas erzählen alle alten Knacker andauernd"
So steht es im Text von "Cyblord"!
Bitte genau lesen,ich habe nichts dazugedichtet,alle Ausdrücke sind gefallen!

Raymund
Nur mit der Ruhe, Raymund. Natürlich sind die Ausdrücke gefallen. Cyblord hat die Sache überspitzt, das nennt man "Stilmittel" und wenn man das als solches versteht, hat er die Sache meiner Meinung nach gut auf den Punkt gebracht: Früher war nicht alles besser, nur anders. Leben und leben lassen, oder man wird so wie die "alten Knacker", über die man sich früher selbst aufgeregt hat (falls nun wieder Smilies fehlen, bitte nachfragen).

Den Rest verkneife ich mir jetzt besser, sonst gibt's gleich wieder das nächste Missverständnis, denn auch

Dafür steht :rcn: ;)
(leider)

Raymund von den Benken
05.01.2012, 10:57
Lassen wir`s gut sein!
Raymund

kioto
06.01.2012, 21:58
....
Allerdings muß man feststellen, daß die Selbstbau Modelle eher weniger fliegen. Teils, weil das Bauen interessanter war, als dann das Fliegen. Andere sind zu schade oder wertvoll. Andere wieder sind nach einem fehlerhaften Plan und fliegen nicht gescheit. Diese Unsicherheit ist auch nicht gerade förderlich. Bei einem Plan selbst eines großen Verlags findet man meist recht wenig Infos über mögliche Probleme, besonders bei älteren Plänen aus dem Vor-Internet-Zeitalter. Bei ARF/Schaummodellen findet man da mehr.
....
RK

Hallo,
Gerade bei älteren Plänen wird viel Basis KnowHow vorrausgesetzt, das man früher als Jugendlicher bekam, wenn man irgendwelche Krucken zusammenleinte und nach vielen Mühen zum Fliegen brachte. Deshalb muss man die Pläne kritisch prüfen und ev. korrigieren, wenn die Parameter wie Gewicht, Motorleistung, Fluggeschwindigkeit etc. sich durch neue Technik ändern. Aber das ist doch gerade das interessante. Fertig gefräste Teile zusammenleimen kann halt jeder.

mfg Werner am NO-Kanal

hänschen
06.01.2012, 22:14
Wir hatten da 2 ca. 1,2m Kunstflugmaschinen, gut gebaut, genau nach einem gekauften Plan (soweit der die Infos hergab). Wegen möglicher Schwierigkeiten wurden die ersten Flüge von 2 erfahrenen Piloten (ich auch :-) im Verein durchgeführt. Beide Modelle kamen nicht über die ersten 1-2 Kurven vor dem Absturz. Das Maximum war ein etwas längerer Flug mit Vollgas, der bei Halbgas mit einem Strömungsabriß endete. Danach wurden die Modelle nicht mehr repariert. So was fördert nicht gerade die Baulust.

RK

sorry, aber dann waren die Piloten wohl doch nicht sooo erfahren: ein Modell überprüft man vorher, ist alles gerade, EWD, Schwerpunkt, Ruderausschläge, Leistung, dann kann das nur noch fliegen, ausser es ist irgend ein Exot (Ente-Doppeldecker mit Winglets;))...

schiebt man nur das Gas rein...

so wie oben geschildert war das früher üblich...;)

jochen_w.
06.01.2012, 23:20
Also für mich hört sich das so an als ob sich ein paar Kutscher und Hufschmiede über Autos echauffieren.... ;)

Wieso freut ihr euch nicht über die Möglichkeiten die man heute hat? Wieso muss da schon wieder gemeckert werden? Vorallem auf die Jugend? Die war natürlich früher auch immer besser, ich weiß. Sowas erzählen alle alten Knacker andauernd. Hört ihr euch manchmal selber reden?

Warum kann Modellflug nicht auch als reiner Modellflug betrieben werden? Wenn ihr gerne Mountainbike fahrt, müsst ihr euch dann den Rahmen selber schweißen um dieses Hobby auch ordentlich zu betreiben? Oder darf man sich vielleicht auch ein MTB fertig kaufen? Klar gibts Freaks welche sich selber nen Rahmen bauen, und JA früher, also die ersten Fahrräder waren alle selbst gebaut. Juchu. Damals war alles besser.
Und wenn ein Reifen platzt, klar können viele den flicken, anderen bringens zum Laden. WO IST DAS PROBLEM?

Wie könnt ihr euch überhaupt Modellbauer nennen wo ihr doch Sender und Empfänger, und Servos FERTIG kauft? Einige hier bauen sich einen Sender komplett selbst. Wieso ihr nicht frage ich mich? Wisst ihr überhaupt wie so ein Sender innen funktioniert? Kennt ihr euch mit dem Controller da drinn aus? Könnt ihr ihn selber programmieren? NEIN? Ja um Gottes Willen, ihr benutzt hier Sachen von denen ihr keine Ahnung habt? Also ein bisschen mit der Materie beschäftigen könnten ihr euch schon....
Ihr betreibt tausend Dinge genauso "lax" wie andere Modellflug. Ihr kauft euch Räder, Computer, Sender, Steuerungen und zig andere Dinge, welche andere Leute vielleicht selber bauen.Deshalb regt sich doch keiner auf, nur ihr müsst auf auf jeden schimpfen der nicht wie anno dunnelmal vor den Holzbaukasten hockt. Kommt mal klar!


Wow. Ein Hoch auf Polemik und Übertreibung.
Natürlich darf jeder auch Modellflug alleine betreiben! Aber man sollte halt schon gewisse Dinge selbst reparieren können. Findest Du das schon zu viel verlangt? Wenn ja, mit welcher Begründung?

Gruß
Jochen

cyblord
06.01.2012, 23:25
Wow. Ein Hoch auf Polemik und Übertreibung.
Natürlich darf jeder auch Modellflug alleine betreiben! Aber man sollte halt schon gewisse Dinge selbst reparieren können. Findest Du das schon zu viel verlangt? Wenn ja, mit welcher Begründung?

Gruß
Jochen

Wenn du meinen Post aufmerksam liest, findest du die Antwort darin bereits.
Nochmal: Ich weiß nicht welche Fähigkeiten du hast, aber du benutzt in deiner Freizeit bestimmt auch Dinge welche du nicht selber reparieren kannst oder gar selbst gebaut hast. Findest du das in Ordnung und wenn ja, mit welcher Begründung?

Was meinst du mit "gewisse Dinge"? Welche Dinge sollte man denn reparieren können? Und warum genau diese und andere nicht?

gruß cyblord

Griffon
07.01.2012, 00:07
Hallo cyblord
Wenn du schon über die Modellbauer herziehst, warum baust du den Elektronikzeugs zusammen? Die Schaltungen kann man ja auch kaufen.

Schöne Grüsse
René

Herbert1
07.01.2012, 00:25
Hi
Reparaturen sind natürlich auch eine Frage des Geldes.
Wenn ich ein Hobby betreibe versuche ich Schäden die reparabel sind erstmal selbst zu Reparieren das kann auch Spaß machen und meine Fähigkeiten und mein Wissen erweitern.
Alles kann man natürlich nicht selbst reparieren( Maschinen, spezial Wissen )
Ich denke hier im Thread ist gemeint wenn man sein Modell selbst aufbaut lernt man viel über alle möglichen Materalien und man muss auch etwas Gehirnschmalz
investieren was einem in anderen Situationen mal helfen kann.
Ich baue alle meine Modelle auch nicht mehr selbst, kaufe mir auch was Fertiges da es meistens billiger ist wie selbst bauen.
Aber wenn mir ein Modell gefällt von dem es keinen Baukasten oder kein ARF gibt, muss ich halt darauf verzichten oder selbst nach Plan bauen.
Wenn ich das aber nie gelernt habe muss ich verzichten .
Klar wenn ich in einen Laden gehe und mir ein ARF Modell kaufe kann ich mit wenig Wissen und verhältnismäßig kurzer Bauzeit schnell Fliegen.
Aber das kann auch Langweilig werden. Die Spannung vor dem Erstflug eines von Grund auf gebauten Modells ist Adrenalin pur.
Wenn man am Platz steht mit wackeligen Beinen und noch mal alles in Gedanken durch geht, habe ich alles richtig gemacht und dann der große Moment wenn das Modell fliegt
so wie man es sich Vorgestellt hat ist schon Geil, das Entschädigt für die vielen Stunden die man in der Werkstatt verbracht hat.


Gruß,Herbert:D:D:D

cyblord
07.01.2012, 00:39
Hallo cyblord
Wenn du schon über die Modellbauer herziehst, warum baust du den Elektronikzeugs zusammen? Die Schaltungen kann man ja auch kaufen.

Schöne Grüsse
René

Erstmal ziehe ich überhaupt nicht über Modellbauer her. Falls meine Postings derart interpretiert werden können tut es mir leid. (ich sehe mich übrigens auch ein Stück weit selber als Modellbauer). Ich bin nur gegen die hier geäusserten Ansichten dass jeder ein Holzwurm sein muss um echten Modellbau zu betreiben. Und du triffst genau den Punkt den ich meine: Wieso wiegt jetzt die Fähigkeit, eine Balsafläche zu reparieren (kann ich nicht, ich kann kein Brett gerade sägen) schwerer als die Fähigkeit andere Bestandteile eines Modells wie z.B. die Elektronik herzustellen bzw. zu reparieren?
Allerdings bin ich auch der Ansicht dass man eben auch ein Hobby ausüben kann (ich zähle mich da übrigens nicht dazu) wenn man von der dort verwendeten Technik keine Ahnung hat, ohne gleich angefeindet zu werden. Darum auch mein Mountainbike-Vergleich. Es ist doch schön wenn es Leute gibt, die gut mit Holz und Leim arbeiten können und dies exzessiv tun. Aber ich bin gegen eine Abwertung von Leuten die ihre Energie in andere Teilbereiche stecken oder sogar reine "Benutzer" sind und sein wollen. Wie gesagt, jeder ist von irgendwelchen Dingen nur reiner "Benutzer".

gruß cyblord

jochen_w.
07.01.2012, 00:44
Ich meine sowas wie abgeknickte Leitwerke, Ausgerissene Scharniere, mal einen Fahrwerksbügel wieder festzukleben etc.
Warum genau diese Dinge? Weil das relativ oft vorkommt und man eben nicht immer darauf bauen kann, dass einem die Kollegen alles wieder richten. Für Leute, die nicht im Verein sind und "wild" fliegen, ist das dann noch wichtiger, sie sind ja in dem Sinne sozusagen auf sich selbst angewiesen (gut, in Foren steht auch viel, aber nicht immer sofort alles). Ich meine einfach diese Dinge, die am häufigsten passieren im normalen Betrieb eines Modells. Das sollte man wieder richten können. Und das dazu nötige Wissen muss eben einfach vermittelt werden - ein Mindestmaß wohlgemerkt, keiner soll dazu gezwungen werden ein Holzwurm zu werden (wieder eine deiner Übertreibungen - warum machst Du das? Wo hat das jemand gesagt?) In der Fahrschule lernt man ja auch wie das Auto funktioniert und nicht nur wie man es fährt.

Und ja, natürlich nutze ich wie alle anderen auch Dinge, die ich 1. nicht gebaut habe und 2. auch nicht reparieren könnte. Ein Beispiel ist mein iPod oder der Laptop, an dem ich gerade diese Zeilen tippe. Oder Schuhe z.B. auch. Diese Sachen sind aber Gebrauchsgegenstände und nicht mein Hobby. Insofern hinkt der Vergleich m.M.n. etwas. Gebrauchsgegenstände sind Konsumgüter. Wer mit dem Modellfliegen (oder jedem anderen Hobby) anfängt, bekundet damit implizit, sich mit der damit verbundenen Thematik eingehender zu befassen.

Gruß
Jochen

Gast_8624
07.01.2012, 00:46
Hallo cyblord (ein Name wäre mir lieber),

du willst über etwas diskutieren was gar nicht zur Debatte steht...(die Benutzung von Komponenten die nicht selbst erstellt sind)

Klassischer Modellbau:

Handwerkliche Fähigkeiten (know how in/für):

- Sägen, Bohren, Reiben, Löten (hart und weich), Feilen, Gewindeschneiden, Schleifen...usw.
- Lackieren einschließlich aller vorherigen Oberflächenbehandlungen
- Material (Holz, Kunststoff, Metall)
- Klebstoff ( alle Sorten)
- Faserverbundwerkstoffe ("damals" noch nicht, aber heute)

Theoretisches know how:

-Physikalische Grundlagen (was man heute als MINT bezeichnet)
-Aerodynamik (Auftrieb, Neutralpunkt, EWD, Polare, Grenzschicht usw.)
-Technische Mechanik
-Elektrotechnik
-Elektronik

...es gibt noch viel mehr, wobei nicht jeder Modellbauer alles braucht.

Wenn dann noch gar auf Basis solcher Kenntnisse und Fähigkeiten ein eigener Entwurf realisiert wird, dann ist das eine sehr große Befriedigung.

Das es dies heute gerade bei Jugendlichen so nicht mehr gibt ist recht vielschichtig.
Allein die "Bildschirmzeit" liegt bei etwa 3-4 Stunden/Tag (Fernsehen, Handy, Computer)...da ist keine "Frei"zeit mehr neben Schule und allem anderen.

Wenn dann trotzdem jemand durch ARF zum Fliegen kommt ist das schön.

Das oben genannte know how wird aber fehlen, und das ist schade, weil das alles auch eine gewisse Horizonterweiterung für die Persönlichkeit darstellt.

Die vielen Tricks und Kniffe die hier in allen Foren vermittelt werden kommen gewiss nicht von den ARF- oder gar von den bind and fly- Leuten sondern im Wesentlichen von den Modellbauern.

Gruß Rolf

cyblord
07.01.2012, 00:56
Ich weiß natürlich was du meinst, Jochen. Du hast ja auch großteils recht.


Wer mit dem Modellfliegen (oder jedem anderen Hobby) anfängt, bekundet damit implizit, sich mit der damit verbundenen Thematik eingehender zu befassen.


Aber eventuell ist diese Ansicht auch nicht mehr ganz zeitgemäß. Bei jeder Technologie (wenn man Modellflug als solche Bezeichnen kann) kommt irgendwann der Punkt an dem das ganze derart ausgereift ist, dass es nicht mehr nur von Freaks sondern zusehends auch von "jedermann" benutzt wird. Und jedermann hat oft keine Lust sich mit den Details noch zu beschäftigen, sonder fliegt Schaumwaffeln und repariert in 5 min. mit CA aufm Feld. Aber es funktioniert und die Frage ist, ob man dem mit Arroganz begegnen sollte.

@Rolf: Ich glaube du hast recht ;-) Eventuell bin ich auch auf dem falschen Dampfer.

gruß cyblord

egge
07.01.2012, 02:05
Es geht beim Modelle-bauen um feeling, individualität, selbstverwirklichung, know-how, spaß.... primär um die nichtmateriellen Sachen eben.

Wie in der Plastikgeld Werbung: Es gibt Dinge die kann man einfach nicht kaufen - für alles Andere gibt es *Plastikgeld*

Herbert1
07.01.2012, 02:10
[QUOTE=cyblord;2642175]

Und jedermann hat oft keine Lust sich mit den Details noch zu beschäftigen,

Hi
Das sehe ich als ein sehr großes Problem, !!!! keine Lust, null Bock !!!!!!
ich habe in anderen Bereichen mit Jugendlichen oder schon Erwachsenen zu tun, es ist halt Auffallend das bei vielen nur der Fun im Vordergrund steht und nicht die Ernsthaftigkeit.
Es ist für uns alten Säcke halt schwer zu Begreifen obwohl wir als ehemalige Erzieher mit schuldig an dieser Situation sind, das die Jugend sich mehr mit Computer
Handys beschäftigt. Unsere Kinder werden doch so erzogen Mutter Vater richten es schon.Mutter weckt ,legt die Sachen zum Anziehen bereit macht das Frühstück
das Pausenbrot wenn überhaupt, wird halt Geld gegeben. Mit dem Kind oder Jugendlichen mal etwas zu bauen oder zu Reparieren dafür hat man keine Zeit. Dem Kind oder Jugendlichen mal zu sagen mach mal selbst wird doch Heute wenig angewendet.
Ich habe jetzt erst wieder eine Sache erlebt hat zwar mit Modellbau nichts zu tun aber zeigt ein bisschen die Einstellung vieler Jugendlicher.
Er wollte Skifahren lernen ist ja so einfach, nach 2 Tagen hat er das Handtuch geschmissen war zu schwer aber nächstes Jahr lernt er Snowboard .
Wenn es schwer wird und man sich anstrengen muss ist der Spaß vorbei. Muss alles schnell gehen ,man hat keine Ausdauer und Geduld mehr.
Aber da mit werden wir leben müssen.
Aber die Hoffnung stirbt zu letzt , vielleicht ändert sich das mal wieder.

in guter Hoffnung Herbert;););););););)

wakuman
07.01.2012, 02:20
Bekundent damit ...., das ich nicht lache.

Wer sich fuer das'Modellfliegen' interesiert muss sich noch lange nicht mit dem Bauen beschaeftigen.
Es kommt auch hauefig vor , das das bauen keine Spass macht, zuviel zeit in anspruch nimmt, man perfektes will und andere eh besser bauen, man allergisch gegen baustaub oder Epoxy ist usw
muss man dadurch auf das Modellfligen verzichten , wohl kaum .

Versteh die ganze Polemik hier nicht.

Ich kann zwar bauen, aber Spass macht mir das aus verschieden og Gruenden schon lange nicht mehr, von daher bin ich froh das es RTF gibt:)
Gruss
Thomas

egge
07.01.2012, 02:23
Viel Spaß mit dem Sprößling beim Snowboard lernen :D
Man sollte ihm gleich vorweg sagen das er ein, zwei Tage aufm Hosenboden rumrutschen wird, und er noch keine coolen Moves machen wird, ohne sich ein Bein zu brechen.
Und die Waden werden ihm 3 Tage lang weh tun !

@wakuman:
Die Einstellung hatte ich auch eine Zeit lang. Irgendwann kam "der Virus" aber wieder zurück. Ist wie Herpes.
Kommt in Schüben, kann sich aber auch mal Jahrelang zurückhalten.

cyblord
07.01.2012, 03:23
[QUOTE=cyblord;2642175]

Und jedermann hat oft keine Lust sich mit den Details noch zu beschäftigen,

Hi
Das sehe ich als ein sehr großes Problem, !!!! keine Lust, null Bock !!!!!!
...

Ich denke das sind die klassischen Vorurteile welche jede Generation über die Nächste hat.
Verallgemeinertes lamentieren über unfähige und faule Jugendliche ist ja nun nichts neues. Das gibts seit tausenden von Jahren. Kommst du dir da nicht selber komisch vor, genau auch wieder in dasselbe ausgeleierte Horn zu stoßen?

Man muss auch aufpassen das man nicht alles an den eigenen Interessen misst. Ich kann nicht sehen wo Modellbau gegenüber IT sticht (weil du erwähntest dass jugendliche nur noch vor Handy und PC sitzen).

gruß cyblord

BOcnc
07.01.2012, 07:26
Ich als Autofahrer habe mein Auto nicht selber gebaut. Und wenn es nicht mehr geht bringe ich das in die Werkstatt.
Warum geht das als Modellflieger mit einem Modellflugzeug nicht?

Jürgen Heilig
07.01.2012, 08:19
Ich als Autofahrer habe mein Auto nicht selber gebaut. Und wenn es nicht mehr geht bringe ich das in die Werkstatt.
Warum geht das als Modellflieger mit einem Modellflugzeug nicht?

Ganz einfach: Angebot und Nachfrage.

In Deutschland gibt es ca. 100.000 Modellflieger, aber etwa 40.000.000 Autofahrer. Für eine Werkstattstunde zahlt man ca. €50 - 60.-

Für diesen Betrag würde man als Modellflieger sicher auch Modellbauer finden, welche Reparaturen durchführen. ;)

Da die Mehrzahl der Modellflieger Reparaturen selbst durchführt, ist der Markt für professionelle Modellflugzeug-Reparaturwerkstätten einfach zu klein.

:) Jürgen

BOcnc
07.01.2012, 08:40
Hallo Jürgen,

ich glaube du hast es jetzt falsch verstanden.

Einige sind ja hier der Meinung man müsste seine Flugzeuge selber bauen. Warum nur beim Modellfliegen und nicht in anderen Bereichen?
Ich finde übrigends es wird noch sehr viel gebaut. Allerdings nicht mehr mit Holz sondern mehr mit DEPRON.

Übrigends das Angebot an Modellflugzeugen ist doch da.

gruß
Werner

Wings Unlimited
07.01.2012, 09:34
Wie immer in Deutschland wird über jeden Missstand fleißig diskutiert...erzählt doch lieber mal was ihr tut um dem entgegenzuwirken? Versucht doch mal das negative wegzublenden, nehmt euch nicht so fürchterlich ernst und freut euch an eurem Hobby wie ihr es betreibt. Zeigt anderen die positiven Seiten und habt gemeinsam Spaß...ist das denn so schwer?

egge
07.01.2012, 11:51
Also wenn ich ein Modell baue dann MUSS ich das nicht aus Mangel an einer Fertig-Variante tun.
Auch nicht weil mir evtl. jemand eingetrichtert hat, das MUSS man(n) selber machen.

Ich mach das nur zum SPASS !

Ein Marathonläufer läuft auch nicht, nur weil kein Bus fährt oder er kein Auto hat ! Der will rennen und schwitzen.

guidos
07.01.2012, 12:12
moin,



In Deutschland gibt es ca. 100.000 Modellflieger, aber etwa 40.000.000 Autofahrer. Für eine Werkstattstunde zahlt man ca. €50 - 60.-


a ) was fährst du für ein auto ?
b ) wann warst du das letzte mal in der werkstatt ?


werstattstunden kosten (regional LEICHT unterschiedlich):

vw bis passat : 98 euro
vw touareg und fötong : 112 euro
audi bis a6 : 102 euro
ab a6 : 128 euro

mercedes : 119 euro
bmw : 118 euro

opel : 76 euro (naja..)

fiat : 78 euro

atu : 75 euro

freie werkstätten :

55-90 euro


wenn man jetztmal zum günstigsten satz eine reparatur an einem mittelprächtigen schaden eines spielzeugflugzeugs rechnet ist man schnell bei 500-2000 euro (je nach umfang der fraktur )

das wär ungefähr so als würde man einen alten fiat uno im wert von 500 euro nochmal für den tüv für 2500 euro reparieren lassen.... :D



Wie immer in Deutschland wird über jeden Missstand fleißig diskutiert...


so isses, das ist typisch deutsch. dummerweise neigt man aber immer dazu das negative anzuprangern weil man eigentlich das positive als normal empfindet.



erzählt doch lieber mal was ihr tut um dem entgegenzuwirken? Versucht doch mal das negative wegzublenden, nehmt euch nicht so fürchterlich ernst und freut euch an eurem Hobby wie ihr es betreibt. Zeigt anderen die positiven Seiten und habt gemeinsam Spaß...ist das denn so schwer?


was soll man da entgegenwirken ? die schtüroporflieger haben spaß und die balsaspreißelbastler haben auch spaß. wie du schon sagst : jedem das seine. ich muß mich neuerdings mit meiner ehemals hightech mc 24 auf modellflugplätzen so fragen stellen wie : hat die schon h-kennzeichen ? wieso fragst du nach einer frequenztafel ? usw....

das positive : bei einem selbstgebauten modell hat man manchmal mehr spaß als an einem chinaflieger. das sehen dann auch schon mal "die anderen"


guido

guidos
07.01.2012, 12:18
moin,

mist, sch. parkinson....

war dobbelt

guido

guckux
07.01.2012, 12:55
Guckux Christian


erzählt doch lieber mal was ihr tut um dem entgegenzuwirken?

Als mein Kleiner noch keine 4 war, habe ich angefangen mit ihm Papiermodellbau zu machen, vorher schon Lego Duplo, mittlerweile Lego, mein Fisher-Technik interessiert ihn nicht ganz so.
Aktuell ist Laubsägen dran - dann wird verleimt, und verschliffen (einen kleinen Holzschläger will er, für Gummiband und Ball dran...)
Und momentan will er davon nix wissen - Gameboy :cry:

zu zwingen ist aber der falsche Weg - dafür weiß ich, daß er in der nächsten halen Stunde mein :rcn: lesen unterbrechen wird :eek: um mit mir was zu machen :D - Laubsägen - naja, er sägt und ich kann Wäsche nebenher waschen.... :D

rkopka
07.01.2012, 15:43
sorry, aber dann waren die Piloten wohl doch nicht sooo erfahren: ein Modell überprüft man vorher, ist alles gerade, EWD, Schwerpunkt, Ruderausschläge, Leistung, dann kann das nur noch fliegen, ausser es ist irgend ein Exot (Ente-Doppeldecker mit Winglets;))...
Das haben nicht nur die Erbauer, die Piloten und eine Reihe von Zaungästen sowohl beim ersten als auch beim zweiten Versuch. Trotzdem sind die Teile nicht geflogen. Vielleicht war auch das Profil kritisch. Aber das kann der Hobbybastler nur schwer beurteilen und muß sich da auf den Plan verlassen.
Gerade Schwerpunkte sind oft ziemlich daneben bei Plänen. Bei anderen Modellen wiederum stimmt der Schwerpunkt, liegt aber so komisch, daß man vor der Entscheidung steht: die komische Vorgabe übernehmen oder nach Gefühl und Erfahrung. Bei einem Pylonmodell z.B. lag der Schwerpunkt extrem weit vorne, stimmte aber.

RK

hänschen
07.01.2012, 15:55
dafür gibts schon ewig Literatur, und heutzutage ein Forum...
das liest sich eher, als ob da keiner Ahnung hatte...:confused:
so kann man modellbau auch töten...:rolleyes:

Herbert1
07.01.2012, 17:21
Hi
Es geht doch hier um Modellbau und nicht um Modellmontage.
Da gibt es doch einen schönen Spruch
;););););););)Was Hänschen nicht lernt , lernt Hans nimmer mehr.:p:p:p:p:p:p:p

Gruß,Herbert

Herbert1
07.01.2012, 17:26
[QUOTE=egge;2642190]Viel Spaß mit dem Sprößling beim Snowboard lernen :D
Man sollte ihm gleich vorweg sagen das er ein, zwei Tage aufm Hosenboden rumrutschen wird, und er noch keine coolen Moves machen wird, ohne sich ein Bein zu brechen.
Und die Waden werden ihm 3 Tage lang weh tun !

Hi egge
er glaubt das ja nicht
Ich wollte damit nur Aufzeichnen wie sehr viele Jugendliche Heute ticken.
Der Junge ist bald 18 Jahre. Ist nicht meiner der
kann Beides

Gruß,Herbert

hänschen
07.01.2012, 18:22
Hi
Es geht doch hier um Modellbau und nicht um Modellmontage.
Gruß,Herbert

erst lesen, dann tippen...;)

Herbert1
07.01.2012, 23:34
erst lesen, dann tippen...;)

hallo mein Freund Hänschen !

Wo habe ich mich verlesen ?
Ich denke es geht um Modellbau ? oder doch nicht bin ich im verkehrten Thread ?

Herbert:confused::confused::confused:

Walter Born
08.01.2012, 11:09
Als ich anfing mit dem Modellbau 1971 hatte ich abrupt die Modelleisenbahnphase beendet und mir für den Erlös Komponenten der gelben Graupner Varioprop gegönnt.

Ich habe dann etwa 10 Jahre lang mein Zimmer und später die eigene Wohnung unter Staub gesetzt und sehr viele Modelle gebaut, teilweise mehrere pro Woche. Meine Schulzeugnisse waren entsprechend ;)

Das hat auch viel Geld gekostet und ich hatte im Austausch eine sehr schöne Zeit zusammen mit Freunden, in der wir viel gelernt haben.
Wahrscheinlich ging es in der Zeit vielen so wie uns.

Wir haben mehr gebaut als das wir geflogen wären und die Modelle waren teilweise sehr schnell wieder am Boden.
Wenn ich nur daran denke, das wir RC1 "Raketen" hatten, die wir mit einem 500mAh Akku den ganzen Sonntag fliegen wollten...
Ich behaupte das mindestens 50% der Ausrufe "Störung" auf zusammenbrechende Akkus zurückzuführen waren.

Unschwer zu erahnen das wir JAHRE brauchten um unsere Modelle einigermaßen sicher zu beherrschen und erst nach mehr als 10 Jahren konnte ich behaupten, das ich Modelle hatte die länger als ein paar Wochen hielten.

Erst mit einem Wechsel der Fernsteurung auf eine weniger empfindliche als die Varioprop, habe ich angefangen sicher zu fliegen. Und praktisch erst weitere 20 Jahre später konnte ich von mir behaupten, Modelle wirklich sicher zu beherrschen. Im Gegensatz dazu konnte ich, meiner Meinung nach immer gut und schnell bauen.

In den Siebzigern war ich genau das was man "diese Jugend von Heute" bezeichnet, wenn man darüber lästert das diese keine Durchhaltevermögen hätte. Damals galten noch Maßstäbe die ich damals nicht nachvollziehen konnte und heute wieder Andere.

Das wichtigste, damals wie heute, und deshalb hier mein erster Post im Forum, war der Gedankenaustausch auf dem Flugplatz und auch das gelegentliche Lästern über die "alten Säcke" auf der Parkbank, die alles besser wußten und deren Rolle manche aus meiner Generation übernommen haben.

Heute behaupte ich, das es früher genauso war wie heute, das nun ich manchmal auch gerne nur zuschaue und meinen Senf dazugebe. Manches Wort was ich damals meinen älteren Vereinkameraden entgegengeschleudert habe, tut mir heute sehr leid, denn ich kann genau nachempfinden, warum die Älteren damals so oder so reagiert haben oder eben Vorlieben für bestimmte Modelle hatten. Deswegen nehme ich es heute auch niemandem aus der jungen Generation übel, wenn er etwas harsch wird.

Jetzt gehöre ich selber zu den "alten Säcken", behaupte aber das wir zwar früher mehr Zeit hatten und viel mehr gemeinsam erlebt haben aber das ich lieber fliege als baue. Meine letzten beiden Bauprojekte sind eingeschlafen oder wurden durch ein Feuer zerstört. Ich wäge einfach anders ab, was ich mit meiner Zeit anfange. Wie osllte ich bei Nordwest bauen wenn ich gleihczeitig im Hangwid stehen könnte?

Viel der Zeit geht auch mit dem Lesen von Internetforen drauf und Mailverkehr, dazu dann diverse süchtig machende Apps auf dem Iphone oder Ipad und es bleibt einfach keine Zeit mehr sich einem Haufen Baumaterialien zu widmen. Ich empfinde die technischen Möglichkeiten die uns immer wieder auffordern etwas dazu zu lernen als Bereicherung.

Vor allem die Einführung der realistischen Flugsimulatoren und der endlich wirklich stabilen Elapormodelle hat vor allem die Pilotenflugkünste um ganze Klassen nach oben gebracht, wo wir in den Siebzigern zu 70% der Piloten doch eher damit beschäftigt waren die Modelle wieder heil an den Boden zu bringen oder teils Jahre brauchten um fligene zu können. Heute gibt es ganze Scharen von Piloten die noch nie einen Crash hatten oder die mit dem Erstflug nachd em Simulator sicher ihr Modell beherrschen. Wenn wir das damals schon gehabt hätten, könnte ich vielleicht auch ein sauberes F3A Programm fliegen...

Was ich vor allem vermisse sind diese "alten Säcke" von damals die nicht mehr leben, die uns aber damals viel mit auf den Weg gegeben haben ohne das wir das bemerkt hätten und die wir nur belächelt haben. Und das kommt eben nicht zurück so wie jeder Lebensabschnitt und jede neue Erfahrung im Modellbau einmalig bleibt.

Herbert1
08.01.2012, 13:38
Hallo Walter
erstmal willkommen im Forum .
Ich bin was deinen Beitrag betrifft auf deiner Seite.
Das war Früher schon, wieder das blöde Wort aber es geht nicht ohne schon so und wird sich sich auch in der Zukunft nicht ändern.
Als Anfänger mussten wir damit Leben ,wenn die Alten kamen und uns belehrten was ja nicht böse gemeint war nur als Jugendlicher kommt einem
das so vor hat aber meistens geholfen.
Jetzt sind wir in diesem Alter mit dem gleichen Privileg, ab auf die Bank und meckern.
Ich bin in einem glücklichen Verein auf dem Lande unsere Jugendlichen sind noch etwas anders gestrickt wie die aus der Stadt.
Unsere Jugendlichen ,klar man muss schon etwas umdenken sind leicht zu haben.Sie nehmen die Vorschläge ( Hilfe ) gut an.
Ich denke mal wenn man den Kindern und Jugendlichen die Gründe warum und wieso , gut und auch mit etwas Geduld erklärt
das es dann auch Funktioniert.
Sicher die Zeiten ändern sich, man möchte Heute ein schnelles Erfolgserlebnis und das geht halt nur mit ARF oder Schaumwaffeln.
Ich glaube auch das der klassische Modellbau auch in der Zukunft nicht verschwindet.
In der Jugend wird natürlich der klassische Modellbau natürlich nicht im Focus stehen.
Aber wenn man länger im Geschäft ist wird das ARF oder Schaumwaffel langweilig und man überlegt sich das es auch noch eine andere Sparte gibt.
Wir haben den Beweis bei uns im Verein.
2 Brüder ! Anfang Vater hat gebaut und bezahlt, Brüder haben verschrottet.
Heute baue( Alter 26 u.27 Jahre ) beide die größte Maschinen ( Motor bis 3,60 m ) nach Plan. Ich kann nur sagen Hut ab.

Ich sehe in der Sache klassischer Modellbau nicht so schwarz, wird natürlich nicht mehr an erster Stelle stehen , warum auch.
Ist doch ein Hobby. Man sieht das doch in der Auto und Motorrad Geschichte Oldtimer werden geliebt gibt es nicht von der Stange zu kaufen
also muss man selbst anpacken.
In der Geschichte wiederholen sich viele Sachen, warum auch nicht der klassische Modellbau.

Gruß,Herbert;););););););)

egge
08.01.2012, 13:52
Habe ein Sonntags-Problem :(
Dieses würde ich jetzt gerne "Zeitgemäß" und vorallem Zeitnah lösen. Da ich mit dem "nur User" sein noch nicht so viel Erfahrung habe bitte ich um Tips.

Zu Weihnachten habe ich mir so einen Mini-3D-Heli geschenkt. RTF natürlich, da ich ihn ja nur "benutzen" will.
Nach einigen Flügen hat er nun "Zündaussetzer". D.h. unter Last schaltet der Motor immerwieder ganz kurz aus und wieder an.
So kann ich ihn jetzt aber nicht mehr benutzen.

Eine Fehlersuche ergab das ein Kabel zum Motor nicht wirklich gelötet ist. Bei Vibrationen wackelt der ganze Kontaktpunkt an der Lötfahne hin und her. Deshalb Motoraussetzer.

Wie geht das jetzt heutzutage in unserer Nur-User-IT-Welt ?
Soll ich ihn einschicken ? Soll ich jetzt beleidigt sein ? Gibts dafür eine App ? Kann ich das mit einem I-Phone reparieren ?
Im Sim ist sowas das NIE passiert !!!

Ist es heute noch angesagt einfach einen Lötkolben zu nehmen und das Problem in 2min. zu lösen ? Ich müsste nur kurz ranhalten und das Kabel wäre fest.
Zufällig habe ich diese "altmodischen" handwerklichen Fähigkeiten mitbekommen als man noch selbst E-Motoren im (oft selbstgebauten) Flieger befestigen und anschließen musste.

Aber dann tue ich schon mehr als nur benutzen und meckern; und fürchte das ich bei den Heli-Kumpels altmodisch wirke :D
Ich erwische mich, wie ich schon wieder selbst anpacken will. So bissle halt.

Was tun ?

BZFrank
08.01.2012, 15:32
Werf das Ding sofort weg und kauf einen neuen, wie es ein guter Konsument tut!

Nur dadurch steigert sich das Wirtschaftswachstum ins Unermessliche! ;)

Herbert1
08.01.2012, 16:54
Hallo egge

Ich kann nur sagen Bravo,Bravo
das hast du gut getroffen.
Wir können uns noch helfen und in 10 Min wieder fliegen.
Aber was machen die Anderen ?
Einpacken zurück schicken und warten oder in den Müll und Neu kaufen Papa oder Mama bezahlt.
Das ist das Problem bei der Modellmontage, aber wir werden das nicht mehr Ändern.

viele Grüße Herbert;););)






Habe ein Sonntags-Problem :(
Dieses würde ich jetzt gerne "Zeitgemäß" und vorallem Zeitnah lösen. Da ich mit dem "nur User" sein noch nicht so viel Erfahrung habe bitte ich um Tips.

Zu Weihnachten habe ich mir so einen Mini-3D-Heli geschenkt. RTF natürlich, da ich ihn ja nur "benutzen" will.
Nach einigen Flügen hat er nun "Zündaussetzer". D.h. unter Last schaltet der Motor immerwieder ganz kurz aus und wieder an.
So kann ich ihn jetzt aber nicht mehr benutzen.

Eine Fehlersuche ergab das ein Kabel zum Motor nicht wirklich gelötet ist. Bei Vibrationen wackelt der ganze Kontaktpunkt an der Lötfahne hin und her. Deshalb Motoraussetzer.

Wie geht das jetzt heutzutage in unserer Nur-User-IT-Welt ?
Soll ich ihn einschicken ? Soll ich jetzt beleidigt sein ? Gibts dafür eine App ? Kann ich das mit einem I-Phone reparieren ?
Im Sim ist sowas das NIE passiert !!!

Ist es heute noch angesagt einfach einen Lötkolben zu nehmen und das Problem in 2min. zu lösen ? Ich müsste nur kurz ranhalten und das Kabel wäre fest.
Zufällig habe ich diese "altmodischen" handwerklichen Fähigkeiten mitbekommen als man noch selbst E-Motoren im (oft selbstgebauten) Flieger befestigen und anschließen musste.

Aber dann tue ich schon mehr als nur benutzen und meckern; und fürchte das ich bei den Heli-Kumpels altmodisch wirke :D
Ich erwische mich, wie ich schon wieder selbst anpacken will. So bissle halt.

Was tun ?

Gast_8624
08.01.2012, 19:59
...Ist es heute noch angesagt einfach einen Lötkolben zu nehmen ... Was tun ?

Hallo egge,

ich würde dir zum Lötkolben raten, aber dann musst Du einen von den "alten Knackern" fragen, die wissen noch wo am Lötkolben das heiße Ende ist :D :p

Gruß Rolf

Jürgen Heilig
08.01.2012, 20:00
...
Unschwer zu erahnen das wir JAHRE brauchten um unsere Modelle einigermaßen sicher zu beherrschen und erst nach mehr als 10 Jahren konnte ich behaupten, das ich Modelle hatte die länger als ein paar Wochen hielten.

Erst mit einem Wechsel der Fernsteurung auf eine weniger empfindliche als die Varioprop, habe ich angefangen sicher zu fliegen. Und praktisch erst weitere 20 Jahre später konnte ich von mir behaupten, Modelle wirklich sicher zu beherrschen. Im Gegensatz dazu konnte ich, meiner Meinung nach immer gut und schnell bauen.
...

Es kann aber auch anders gehen. 1973 mit 16 in einen Modellflugverein eingetreten und 1975 standen die ersten Pokale von regionalen Modellflugwettbewerben auf dem Bücherregal. 27MHz hat einige Modelle gekostet und 1976 stand ich deswegen vor der Entscheidung aufzuhören oder einen Kredit für eine neue Graupner Varioprop FM 35 aufzunehmen. Ich hab's nie bereut. ;)

:) Jürgen

cyblord
08.01.2012, 20:01
Hallo egge

Ich kann nur sagen Bravo,Bravo
das hast du gut getroffen.
Wir können uns noch helfen und in 10 Min wieder fliegen.
Aber was machen die Anderen ?
Einpacken zurück schicken und warten oder in den Müll und Neu kaufen Papa oder Mama bezahlt.
Das ist das Problem bei der Modellmontage, aber wir werden das nicht mehr Ändern.

viele Grüße Herbert;););)

Langsam wirds peinlich.
Ich denke nicht dass du die Realität auch nur annähernd korrekt einschätzt.

btw: was machst du eigentlich wenn dein Rechnerlein streikt? Zurück zu MediaMarkt tragen, oder hast nen Enkel der da fit ist? Ich hoffe weder noch und legst da selber Hand an..

egge
08.01.2012, 20:43
Hallo egge,

ich würde dir zum Lötkolben raten, aber dann musst Du einen von den "alten Knackern" fragen, die wissen noch wo am Lötkolben das heiße Ende ist :D :p

Gruß Rolf

Lötkolben sind heiß :confused: jaa, das Gerücht hab ich auch schonmal ergoogelt.

was wissen die "alten Knacker" sonst noch !??? :D

StephanB
09.01.2012, 00:48
Lötkolben sind heiß :confused: jaa, das Gerücht hab ich auch schonmal ergoogelt.

was wissen die "alten Knacker" sonst noch !??? :D

...nicht alles glauben, was im Internet steht. Wenn Lötkolben heiß wären, dürften die heutzutage niemals nicht verkauft werden. Gibt sicher eine EU-Norm dazu, muß mal googeln..
:)
Grüße
Stephan
Modellbauer gesucht? Kommt zur Inter-Ex..

Raymund von den Benken
09.01.2012, 09:02
Wenn ich mir diesen thread :http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/306089-Baubericht-6-4m-Bellanca-Super-Decathlon-(65-)/page2
anschaue oder den :http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/301355-Selbstbau-des-F3A-Modells-Lightning-(Holzklasse-!-)
weiss ich ,es ist noch nicht alles verloren!
Es gibt noch Leute,die noch im kleinen und großen Stil handwerklich arbeiten!
So einen Modellaufbau entstehen zu sehen,so ein perfektes Rohbaumodell ist für mich ein Gedicht!

Gruß Raymund

Yeti
09.01.2012, 09:48
Blick über den Tellerrand gefällig?
http://www.minisail-classic.de/index.php?option=com_oziogallery2&view=02flashgallery&Itemid=76

Northwoodhornets
09.01.2012, 11:01
das wird ein Reiher III mit 6,40m Spannweite :)

756977

allerdings halt ohne Baubericht hier im Forum...
LG Chris.

Raymund von den Benken
09.01.2012, 11:42
Hut ab!

OCBslim
09.01.2012, 13:06
Das der klassische Modellbau ausstirbt, glaub ich auch nicht.

M.M. nach ist das die subjektive Wahrnehmung, da in den letzten Jahren der Modellbau einen wahnsinnigen sprung gemacht hat und es immer mehr Einsteiger gibt.
Habs auch an mir gemerkt, das man früher oder später aufs Holz zurückkommt. Die Schaumwaffeln und ARF Modelle sind ne super sache, eben ne "Einstiegsdroge".
Klar machen nicht alle diese Entwicklung durch, aber ich glaube auf jedenfall die Mehrheit.

Also keine Panik!
Die Zukunft wird auf jedenfall spannend.

Jürgen Heilig
09.01.2012, 13:22
Das der klassische Modellbau ausstirbt, glaub ich auch nicht.

M.M. nach ist das die subjektive Wahrnehmung, da in den letzten Jahren der Modellbau einen wahnsinnigen sprung gemacht hat und es immer mehr Einsteiger gibt.
Habs auch an mir gemerkt, das man früher oder später aufs Holz zurückkommt. Die Schaumwaffeln und ARF Modelle sind ne super sache, eben ne "Einstiegsdroge".
Klar machen nicht alle diese Entwicklung durch, aber ich glaube auf jedenfall die Mehrheit.
...

Subjektiv ist diese Wahrnehmung ganz sicher nicht, sondern objektiv belegbar - siehe Post #1.

Warum sollte jemand von einem Schaumstoffmodell oder ARF/RTF auf Holz zurückkommen? Er hat ja nie den Umgang damit erlernt. Logischer wäre der Schritt zu Voll-GFK/CFK.

Wenn man sich die letzten Jahre so anschaut, so sind vor allem die Schaumstoffmodelle in der Größe gewachsen (2-Mot mit EZFw, Licht, funktionsfähige Landeklappen etc.)

:) Jürgen

DerMitDenZweiLinkenHänden
09.01.2012, 13:27
Warum sollte jemand von einem Schaumstoffmodell oder ARF/RTF auf Holz zurückkommen?

Aus Interesse?
Weil ARF eintönig ist? Keine Herausforderung?

So war's jedenfalls bei mir.

Zunächst Heliflieger und die Flächenflieger nicht mal wahrgenommen.
Dann ARF-Schaum-Flieger gekauft.
Dann ARF-Holz.
Jetzt Roh-Rumpf mit Roh-Styro-Balsa-Flächen gekauft und es wird gebaut wie blöd :D

Kurt

cyblord
09.01.2012, 13:33
Wo steht denn das Holz der beste Werkstoff ist? Es gibt inzwischen bessere Werkstoffe, warum diese nicht nutzen?

Schaum muss ja nicht gleich ARF sein. Da wird auch sehr viel selber konstruiert (gerade im Indoor Bereich).

Ich denke hier wird einiges durcheinander geworfen.

gruß cyblord

Jürgen Heilig
09.01.2012, 13:42
Aus Interesse?
...
Jetzt Roh-Rumpf mit Roh-Styro-Balsa-Flächen gekauft und es wird gebaut wie blöd :D

Kurt

Hallo Kurt,

auch Du bist jedoch nicht auf Holz zurückgekommen (Die Modelle von Topp wurden früher als Fast-Fertig Modelle beworben ;)) und
die geringe Erfahrung beim Bau solcher Modelle macht sich bisweilen schon bemerkbar. ;)

:) Jürgen

DerMitDenZweiLinkenHänden
09.01.2012, 13:59
die geringe Erfahrung beim Bau solcher Modelle macht sich bisweilen schon bemerkbar.

Das stimmt, sogar recht heftig.
Jetzt müsstest du aber den Threadtitel noch ändern von "....Modellbau..." in "...Modellbau nicht durch Anfänger..."


auch Du bist jedoch nicht auf Holz zurückgekommen

Dann müssen wir definieren, was "klassisch" beim Modellbau bedeutet. Denn immerhin gab's Styro/GFK-Flieger/Bastler schon vor mindestens 35 Jahren. Ich vermute aber, die meinst mit "klassisch" das, was einige "Sprießelbau" nennen?

Kurt

hänschen
09.01.2012, 14:09
Schaumwaffeln (http://wiki.rc-network.de/index.php/Foamies)
Den richtigen Werkstoff gibt es im Modellbau (von dem hier die Rede ist und nicht von Flugmodellbau) nicht, es sind eine Vielzahl von Werkstoffen, von denen der jeweils geeignetste verwendet wird.

Jürgen Heilig
09.01.2012, 14:35
Das stimmt, sogar recht heftig.
Jetzt müsstest du aber den Threadtitel noch ändern von "....Modellbau..." in "...Modellbau nicht durch Anfänger..."

Dann müssen wir definieren, was "klassisch" beim Modellbau bedeutet. Denn immerhin gab's Styro/GFK-Flieger/Bastler schon vor mindestens 35 Jahren. Ich vermute aber, die meinst mit "klassisch" das, was einige "Sprießelbau" nennen?

Kurt

Den Threadtitel braucht man sicher nicht zu ändern, denn auch wenn Du erfahrene und unerfahrene Modellbauer zusammen wirfst ... es sind weniger geworden, diejenigen die noch klassischen Modellbau betreiben.

Einen "Topp Bausatz" sehe ich durchaus auch als "klassischen Modellbau" an. Da steckt doch noch einiges an Arbeit zur Fertigstellung drin. ;)

:) Jürgen

Yeti
09.01.2012, 14:42
Kannst du mal bitte erläutern, wann in deinen Augen Modellbau "klassischer Modellbau" ist? Geht es darum, dass man aus Holz baut oder darum, dass ein großer Teil in Eigenleistung erstellt wird? :confused:

Jürgen Heilig
09.01.2012, 15:00
Kannst du mal bitte erläutern, wann in deinen Augen Modellbau "klassischer Modellbau" ist? Geht es darum, dass man aus Holz baut oder darum, dass ein großer Teil in Eigenleistung erstellt wird? :confused:

Stand schon im allerersten Post: Selbst Plastikmodelle waren nicht mehr im Vedes Katalog zu finden. Auch hier müssen die Teile mit Messer und Feile bearbeitet, geklebt, gespachtelt, verschliffen und bemalt bzw. lackiert werden.

Bei einem Funktionsmodellbau Baukasten war das nicht anders. Die Teile mussten zum Großteil bearbeitet, verklebt, verschliffen, gespachtelt, bespannt und lackiert werden.

Fertigmodelle waren in der Regel "sauteuer", also genau umgekehrt wie heute. ;)

:) Jürgen

egge
09.01.2012, 15:29
@Jürgen Heilig: also ich sehe auch nicht wirklich weniger ModellBauer, sondern sehr viel mehr dazugekommene ModellBenutzer.
Auf die geht die Werbung eben heute zum großen Teil ein. Ist ja auch die gewinnbringendere Gruppe, weil auf Konsum angewiesen ;)

Im RCgroups (das kennst ja) guggst Du mal in die Abteilung "Scale-electric-planes". Alles voll mit ModellBau Projekten (13.500+ Threats mit 450.000 Posts im gesamten.)
Fast alles "Build Logs" mit reger Beteiligung. Die ARF Threats kannst da mit einer Hand abzählen.

Die Welt ist eben so wie man sie im Umfeld warnimmt. Vielleicht hängst ja mit "den falschen" Leuten rum :D

Ich beobachte in meinem Umfeld und bei mir selbst auch das ARF/RTF erstmal "Einstiegsdroge" (u.U. Jahre lang) ist, oder eben der Quicky für zwischendruch, aber dann kommen viele aufs "mal selbstmachen." Mit verschiedensten Werkstoffen.
Da muß jeder für sich entscheiden und erfahren mit was er am besten zurecht kommt und was am effizientesten für ihn ist. DEN Werkstoff gibts auch m.M. nicht.

Im Spielzeugladen gibts nach wie vor die "Revell-Wand". Nur eben nicht im Prospekt.

Modellbau ist ja auch irgendwo eine Einstellung sich selbst gegenüber.

BZFrank
09.01.2012, 16:11
Im RCgroups (das kennst ja) guggst Du mal in die Abteilung "Scale-electric-planes". Alles voll mit ModellBau Projekten (13.500+ Threats mit 450.000 Posts im gesamten.)

Das mag dort so sein, aber guck mal dort z.b. in "Electric Warbirds' - Seite um Seite um Seite nur Fertigschaum.

egge
09.01.2012, 16:37
ja richtig. Das ist dort wohl das Schaumbad. Hat immerhin auch schon 7500+ Threats. Es fehlt wohl an bezahlbaren Home-Schaumpressen.
Modellbenutzer machen 7500 Threats auf, und ModellBauer 13500. hmmm.

Die ModellBauer posten i.d.R. einen WarbirdBau mit elektrisch auch in der Scale Abteilung.
So zumindest mein Eindruck. Weil da findet man praktisch alles was ein Vorbild hat, und das eben zu 98% selbstgebaut oder Kit.

Gibts hier bei RC-Network auch so eine verkappte Bastelabteilung ? wäre toll.

Northwoodhornets
09.01.2012, 16:43
ich sag mal so, dem einen taugts dem anderen nicht. Es wird immer ein paar unter uns geben denen das richtige Bauen, sägen, schleifen taugt...ich kann mich an meine beiden Modelle erinnern mit denen ich das Modellfliegen im Alter von 8 Jahren gelernt habe. Hab alles selber bauen müssen, geholfen hat mir dabei keiner. Weil sich auch niemand dafür interessiert hat in meiner Familie. Unterstützt haben mich meine Eltern zumindest finanziell. Da hab ich als erstes eine Cessna 172 Skyhawk von Robbe gebaut. Plastik Rumpf und Holzflächen. Das mit den Flächen hat mir schon recht gut gefallen zu bauen, zu schleifen, zu kleben,...dann hab ich mir von Robbe die ASW15b geholt. Oder so lange geraunzt bis ich sie bekommen habe. Das war dann so ein richtiger Holzbaukasten. Einziges Plastikteil war die grob abgeformte Kabinenhaube. Und da hat mein Interesse zum Holzmodellflugzeugbau richtig begonnen. Und ich denke dass ich sicher nicht der Einzige bin der sich dafür interessiert. Ich hab auch jede Menge ARF Modelle zu Hause, VollGFK Scalesegler und so Zeugs, alles wunderschön, aber ich freue mich auch schon auf meinen L-Spatz der wieder kopmplett aus Holz entsteht. Immer wieder "back to the roots" :) Mein einziger Schaumsegler, eine ASW15 von Robbe liegt schon seit vorletzter Saison im Zimmer in der Ecke...das fliegt nach einer Zeit einfach nimmer. Daher hat mich die Styroporfliegerei nie fasziniert. Man kommt schnell zur Freude damit, aber so richtig spannend ist das halt alles nicht find ich.

LG Chris.

Jürgen Heilig
09.01.2012, 16:54
@Jürgen Heilig: also ich sehe auch nicht wirklich weniger ModellBauer, sondern sehr viel mehr dazugekommene ModellBenutzer.
...
Im Spielzeugladen gibts nach wie vor die "Revell-Wand". Nur eben nicht im Prospekt.
...

Unbestritten gibt es heute mehr Modellflieger als früher, nicht zuletzt weil Modelle und Fernsteuerungen wesentlich erschwinglicher wurden. Während jedoch Mitte der 70er Jahre kaum ein Fertigmodell auf den Flugplätzen zu sehen war, siehst Du solche Modelle heute fast nur noch auf Retro-Treffen. Ich schätze man findet heute im Schnitt mehr als 50% Fertigmodelle und Schaummodelle auf dem Flugplatz (bei Flugtagen und am Hang sieht das sicher anders aus).

Natürlich kann man auch noch Plastikmodellbausätze kaufen, aber die Massenabsätze von früher gibt es nicht mehr. Dieser Trend zeichnete sich aber schon in den 70er Jahren ab. Heute lohnt sich anscheinend nicht einmal mehr die Werbung für dieses Hobby, oder warum findet man keine Bausätze mehr im Vedes Katalog?

:) Jürgen

hänschen
09.01.2012, 17:04
Die Grundlage des Vedes-Katalog ist relativ einfach: Marktstudien, Umsatzzahlen, Ertrag, fertig. Dieser Verband hat keinerlei Interesse etwas zu beeinflussen, obwohl sie die Möglichkeiten dazu hätten.
Woher ich das weiss? aus ziemlich guter Quelle;)

egge
09.01.2012, 17:23
Warum keine Plastikbausätze im Vedes-Katalog ?

Ich habe vor einigen Jahren Prospekte für Auto-tuning Zeugs gestaltet. Da kommt das rein was die meisten Leute in den Laden bringt (größte Zielgruppe) und somit am meisten Absatz bringt.
Es sollen darüberhinaus auch noch Leute angesprochen werden die noch nie an "Auto-tuning" gedacht haben. Also die, die nicht gleich breiter-härter-schneller wollen.

Als diese Nachrüstlichter für Autos kamen, waren auf 20 von 22 Seiten Autolichter. Früher waren das Alufelgen und Federn.
Man nimmt aber Lichter weil die nur 12 Euro EK kosten und um 119 Euro verkauft werden können. Und die kaufen auch noch die Kunden die schon Alufelgen haben. Und sogar Frauen :D
Einfach reinschrauben und Licht an, ist auch super bequem und senkt die "Hemmschwelle".
Trotzdem wurden nicht weniger Alufelgen verkauft. An denen war halt nicht 1000% verdient, sondern nur 100%.

In Prospekten wird immer die potentiell größte Zielgruppe angesprochen. Sonst "lohnt" sich die Auflage nicht.
"Der Markt" kauft das was angeboten wird.
Oder man sagt auch "es werden Trends generiert". Solange bis sie auf einem stabilen Niveau von selbst weiterlaufen (wenn sie denn Substanz haben).

Basteln ist halt von Natur aus ein Dauerselbstläufer. Baumärkte leben ausschließlich davon.

Ausserdem ist Vedes doch auch ein Einkaufsverband (?) Dann wird eh nur nach Absatzzahlen entschieden.
Da gibts dann die Sachen im Laden die 100te Einzelhändler im Verband bestellt haben. Da muß man sich einigen.

OCBslim
09.01.2012, 17:42
"Basteln ist halt von Natur aus ein Dauerselbstläufer."

Der Satz bringts für mich auf den Punkt.
Solange es Männer(kleine Kinder) gibt muss sich keiner Gedanken machen, seinen Basteltrieb nicht mehr befriedigen zu können.

Jürgen Heilig
09.01.2012, 17:53
Die Grundlage des Vedes-Katalog ist relativ einfach: Marktstudien, Umsatzzahlen, Ertrag, fertig. Dieser Verband hat keinerlei Interesse etwas zu beeinflussen, obwohl sie die Möglichkeiten dazu hätten.
Woher ich das weiss? aus ziemlich guter Quelle;)

Der wahre Grund ist wohl eher der, dass Revell und Graupner bei Vedes nicht mehr als Marke geführt sind. ;)

Quelle: http://www.e-shop-direct.com/eshop/Vedes/

:) Jürgen

hänschen
09.01.2012, 17:56
Baumärkte bieten mittlerweile alles an, was keine besonderen Vorraussetzungen erfüllen muss, also: keine Lebensmittel, Arznei, etc.
und: (fast) keine Kinderspielwaren...
dafür Autoreifen, Balkonpflanzen, Fahrräder, Weihnachtsdeko, Tannenbäume, Sonnenschirme, Streusalz, Schneeschaufeln etc.
Kann man von Baumaterialien und Werkzeug nicht leben?

egge
09.01.2012, 18:02
Doch, aber man kann dann nicht alle 2 Wochen einen neuen Palast in einer anderen Stadt eröffnen.
Der Eisenwaren und Werkzeughändler im Nachbarort lebt seit 60 Jahren davon. Bastlers paradise ! Man kann da eine einzelne Schraube kaufen :D
Wird eben nicht von der ganzen Stadt wargenommen. Lebt aber.

Jürgen Heilig
09.01.2012, 18:17
"Basteln ist halt von Natur aus ein Dauerselbstläufer."

Der Satz bringts für mich auf den Punkt.
Solange es Männer(kleine Kinder) gibt muss sich keiner Gedanken machen, seinen Basteltrieb nicht mehr befriedigen zu können.

Die Anzahl der Modellbaugeschäfte hat seit den 70er Jahren aber ganz deutlich abgenommen.

:) Jürgen

OCBslim
09.01.2012, 18:49
@Jürgen

Tja, das liegt ja wohl allein am Internet:D

Mario Spoettl
09.01.2012, 22:05
Ich kann dazu nur sagen! Ich baue noch!

Ich würde nich tsagen das es weniger Modellbaugeschäfte gibt!
Das Angebot für den richtigen Baufreak wird einfach geringer!

Ich hatte mal eine Phase in der ich Modellboote gebaut hab!
Nur leider fehlen in allen Läden die Zubehörteile!!!!
Wie soll man da ein Modell bauen, wenn man die Beschlagteile nicht bekommt, oder um teures Geld immer nur bestellen musst!!

In Punkto Flugmodelle!

Ich bau jedes Jahr so ein oder zwei Modelle.
Angefangen hab ich mit eher kleineren, aber in der zwischenzeit betragen die Spannweiten auch schon 2,5m:confused:
Wenn ich jetzt mal meine Pilatus Porter hernehme! Um das Geld hätte ich mir eine als ARF kaufen können! Vermutlich hätt ich mir sogar noch einige EURONEN gespart! Aber was solls!:rolleyes:
Es hat seinen reiz ein Modell nach Plan zu bauen!
Aber ich muss zugeben, ich greife auch zu Schaum!
Weils einfach schneller geht, und wennste ein ISMIRWURSCHTmodell brauchst ist Schaum einfach ideal!!!
Da flieg ich eine Schaummustang! Die ist schon sooooo oft geklebt worden, aber das Ding fliegt immer noch!
Und wenn mal wieder was bricht, muss halt wieder der Sekundenkleber herhalten.
Anbei noch einige Pics:D

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Raymund von den Benken
10.01.2012, 09:43
"Modellbau ist ja auch irgendwo eine Einstellung sich selbst gegenüber"
Der beste Satz in diesem Thread!
Man muß unterscheiden zwischen "Muss-Modellbauer" und "Möchte-Modellbauer".
Heute muss keiner mehr,aber man darf immer noch.
Ein Berufskollege hat das mal in einem Artikel für MFI auf den Punkt gebracht:
"Es gibt nichts schöneres als nach einem stressigen Tag abends mit einem
Glas Rotwein in der Modellbauwerkstatt zu entspannen".
Genauso geht es mir (bis auf den Rotwein),nach einer Stunde in der Werkstatt
werde ich ruhiger und entspannter,kann wunderbar abschalten.
Betrachten wir doch Modellbau als Vergnügen, andere gehen auf die Jagd oder
sonst was.
Meine schönste Erinnerungen an meinen verstorbenen Vater ,sind die Stunden
am Gartentisch beim Bau meines Denzin Kapitän, als ich noch ein Junge war.

Raymund

Jürgen Heilig
10.01.2012, 10:00
@Jürgen

Tja, das liegt ja wohl allein am Internet:D

In England und den USA fand die Konzentration auf wenige große Versandhäuser (vgl. mit Lindinger und Schweighofer in Österreich) schon lange vor den Zeiten des Internet statt.

:) Jürgen

Yeti
10.01.2012, 10:40
Man muß unterscheiden zwischen "Muss-Modellbauer" und "Möchte-Modellbauer".
Heute muss keiner mehr,aber man darf immer noch.

Und was früher die "Muss-Modellbauer" waren, sind heute ARtX (X = Fly, Sail, Drive...) -Flieger, -Segler, -Fahrer. Warum sollten die "Möchte-Modellbauer" deswegen aussterben?

Muss man sich eigentlich für eine Seite entscheiden? Oder darf man auch Fertig-Modelle fliegen, Baukastenmodelle segeln und parallel dazu an einem großen Bauprojekt arbeiten? Ist das Eine besser als das Andere, und wenn ja: wer hat darüber zu entscheiden?

Schadet es einem "Möchte-Modellbauer", dass es andere gibt, die Fertigmodelle kaufen?

Glaubt ihr, dass man Nachwuchs für den ModellBAU begeistert, indem man über Fertigmodelle abfällig redet?

egge
10.01.2012, 11:02
Man(n) darf alles. Das ist ja das Schöne an dem Hobby.

Ich glaube es wurde schon erwähnt das Fertigmodelle heutzutage in der Regel die "Einstiegsdroge" für angehende ModellBauer sind ;)

Herbert1
10.01.2012, 23:25
Langsam wirds peinlich.
Ich denke nicht dass du die Realität auch nur annähernd korrekt einschätzt.

btw: was machst du eigentlich wenn dein Rechnerlein streikt? Zurück zu MediaMarkt tragen, oder hast nen Enkel der da fit ist? Ich hoffe weder noch und legst da selber Hand an..

Hallo

Ich habe schon mal geschrieben ich versuche es erst mal selbst wenn nicht geht muss ich halt zum Könner.
Weis du cyblord dein Name gibt ja schon deine Hauptrichtung an.
Nur wenn man seine Interessen weit streut und sich etwas Intensiver mit beschäftigt kann man auch viele Sachen selbst bauen oder reparieren.
.Da kann man vom Modellbau sich viele Grundkenntnisse aneignen.
Allgemeinwissen ist im Leben immer besser als nur Spezialwissen außer man verdient in seinem Beruf gut Geld oder man hat das Glück Eltern zu haben die das nötige Kleingeld haben um alles von Handwerkern machen zu lassen.
Es gibt bei den Modellfliegern auch Leute die bauen lassen und dann mit den tollsten Maschinen auf Flugtage auftreten.
Aber ich gebe zu man muss Spaß am Bauen haben sonst wird es sowieso nichts.
Ich habe auch noch andere Hobbys im Sommer, aber im Winter wird gebaut oder repariert was im Sommer so kaputt gegangen ist.
Es ist halt für mich befriedigender selbst ein Modell nach Plan oder einen Baukasten zu bauen. Der erst Flug ist halt immer spannend.
ARF oder eine Schaumwaffel, kann man eigentlich beim Montieren kaum einen Fehler machen wenn man ein bisschen handwerkliches Geschick hat und man kann
davon ausgehen das sie auch fliegen.
Habe gerade eine Miles Magister 280 cm Spannweite nach Plan den wir vergrößert haben gebaut im Frühjahr kommt der erst Flug !! Spannend !!
Eine ASK 13 mit 5m33cm aus Holz von Schneider Modellbau aus Kufstein liegt auf dem Tisch das ist wieder eine Herausforderung wer die Modelle kennt weiß was das für eine Arbeit ist.
Aber ich bin davon überzeugt das alle die wirklich beim Modellflug bleiben irgendwann selbst bauen.
Alle die in einem Verein sind haben da natürlich Vorteile denn da sind die alten Säcke die einem helfen können.
Gruß,Herbert




Gruß,Herbert:cool:

cyblord
10.01.2012, 23:31
Hallo

Ich habe schon mal geschrieben ich versuche es erst mal selbst wenn nicht geht muss ich halt zum Könner.

Gruß,Herbert:cool:

Ich nehme an, du hast erstmal versucht dein eigenes Mainboard zu löten!? Denn äh, das Ding fertig zu kaufen ist schon bissle langweilig. Also früher kann ich dir sagen, gab es einen PC fast nur als Bausatz (Apple I z.B.). Allerdings finde ich das immernoch viel zu langweilig, denn wo bitte ist da das können gefragt wenn man nur noch "zusammenbauen" muss? Das ganze Wissen um Elektronik, Digitaltechnik, Codierungstheorie, Rechnerarchitektur welches man braucht um einen Rechner zu entwicklen bleibt so einfach auf der Strecke. Ich finde das schlimm!
Ich hoffe schwer du gehörst NICHT zur "PC-Montage-Fraktion" sondern entwickelst selber. Denn andernfalls würdest du ja Wasser predigen und Wein trinken...

gruß cyblord

egge
11.01.2012, 02:47
Dann zeig mal bitte Deinen Reinraum in dem Du anständige Nano-Chips backen tust ...wasser/wein !? :D

cyblord
11.01.2012, 03:15
Dann zeig mal bitte Deinen Reinraum in dem Du anständige Nano-Chips backen tust ...wasser/wein !? :D

Du ICH finde es ja in Ordnung bestimmte Dinge fertig zu kaufen. Ich bin nicht derjenige der über ARF schimpft. Ich predige kein Wasser. Wein trink ich aber trotzdem ;)

greenmunster
11.01.2012, 08:14
ich muss da Cyblord zum grössten Teil recht geben..NIEMAND sollte sich bei einem Hobby das Recht nehmen über andere abfällig zu urteilen weil sie was nicht selber machen. Denn es ist unmöglich eine Grenze zu ziehen was man selber machen können muss und was nicht, und es geht am ende nur darum das jeder seinen Spass und seine Entspannung hat...und das ist halt für jeden individuell anders..

Für mich selbst ist es schon zu langweilig nach Plan oder Bausatz zu bauen...ich habe noch 2 gefräste Bausätze zuhause liegen und die liegen und liegen und liegen..dafür baue ich lieber gerade 2 Projekte wo ich die Pläne aus 3 Seitenansichten selber erstelle..aber dafür bevorzuge ich Depron was andere wieder nicht als bauen betrachten..und immer mal wieder kaufe ich mir eine fertig Schaumwaffel wenn sie mir gefällt..:-)
Irgendwelche Urteile über andere zu fällen ist halt meiner Meinung nach Unsinn..
Leben und Leben lassen...
Grüße
Joerg

Yeti
11.01.2012, 08:49
Man(n) darf alles. Das ist ja das Schöne an dem Hobby.

Aber du wirst mir vermutlich zustimmen, dass mancher Vertreter der der ausschließlichen ModellBauer so rüberkommt, als gäbe es nur eine "richtige" Art, das Hobby zu betreiben.


Ich glaube es wurde schon erwähnt das Fertigmodelle heutzutage in der Regel die "Einstiegsdroge" für angehende ModellBauer sind ;)
Auch da sind wir uns wohl einig. Abfällig klingt eine solche Äußerung allerdings dann, wenn man Fertigmodelle (oder Bausätze) ausschließlich als Einstieg in das Hobby ModellBau akzeptiert (was ich dir nicht unterstellen mag, was aber oft im Forum zu lesen ist).

Meiner Meinung nach törnt solches Gehabe Einsteiger eher ab, als dass es Interesse weckt. Ein gut gebautes Modell spricht für sich, auch ohne dass sein Erbauer zu jeder möglichen Gelegenheit seine überragenden Fähigkeiten und Kenntnisse herausstellt und sich über diejenigen erhebt, die seiner Meinung nach den wahren Weg noch nicht gefunden haben.

Jürgen Heilig
11.01.2012, 09:56
...
Auch da sind wir uns wohl einig. Abfällig klingt eine solche Äußerung allerdings dann, wenn man Fertigmodelle (oder Bausätze) ausschließlich als Einstieg in das Hobby ModellBau akzeptiert (was ich dir nicht unterstellen mag, was aber oft im Forum zu lesen ist).
...

Wenn selbst Top-Piloten wie Hanno Prettner sich nicht scheuen ARTF Modelle von EZ zu fliegen, sollten wir das auch nicht tun.

Auch Fertigmodelle bzw. Fast-fertig-Modelle haben ihre Existenzberechtigung - nicht nur als "Einstiegsdroge". Man schaue sich nur die F3A Modelle von OXAI oder die Fertigmodelle auf der Jet-Power an.

:) Jürgen

Yeti
11.01.2012, 10:23
Wenn selbst Top-Piloten wie Hanno Prettner sich nicht scheuen ARTF Modelle von EZ zu fliegen, sollten wir das auch nicht tun.

Auch Fertigmodelle bzw. Fast-fertig-Modelle haben ihre Existenzberechtigung - nicht nur als "Einstiegsdroge". Man schaue sich nur die F3A Modelle von OXAI oder die Fertigmodelle auf der Jet-Power an.

:) Jürgen

Gibt's denn deiner Meinung nach auch Fertigmodelle, die keine Existenzberechtigung haben?

Jürgen Heilig
11.01.2012, 10:43
Gibt's denn deiner Meinung nach auch Fertigmodelle, die keine Existenzberechtigung haben?

Ich habe mit Fertigmodellen keine Probleme, aber für manche User sind Modelle aus Schaumstoff oder Koax-Helis "ein Dorn im Auge". ;)

Natürlich fällt der Kauf eines Fertigmodells nicht unter "klassischer Modellbau". ;)

:) Jürgen

Herbert1
11.01.2012, 10:45
Ich nehme an, du hast erstmal versucht dein eigenes Mainboard zu löten!? Denn äh, das Ding fertig zu kaufen ist schon bissle langweilig. Also früher kann ich dir sagen, gab es einen PC fast nur als Bausatz (Apple I z.B.). Allerdings finde ich das immernoch viel zu langweilig, denn wo bitte ist da das können gefragt wenn man nur noch "zusammenbauen" muss? Das ganze Wissen um Elektronik, Digitaltechnik, Codierungstheorie, Rechnerarchitektur welches man braucht um einen Rechner zu entwicklen bleibt so einfach auf der Strecke. Ich finde das schlimm!
Ich hoffe schwer du gehörst NICHT zur "PC-Montage-Fraktion" sondern entwickelst selber. Denn andernfalls würdest du ja Wasser predigen und Wein trinken...

gruß cyblord

Hi cyblord
Entweder hast meinen Beitrag nicht richtig gelesen oder willst das nicht.
Ich habe nicht geschrieben das ich Alles bauen und reparieren kann.
Wenn jeder alles könnte bräuchten wir keine Lehrberufe mehr.
Es geht hier doch um klassischen Modellbau und nicht um dein Spezialwissen über Computer.
Jeder hat sein Hobby und wenn er sich damit richtig beschäftigt wird sein Wissen sich vertiefen.
Wenn du das Alles beherrscht was du geschrieben hast ist das wahrscheinlich dein Beruf und kein Hobby mehr, denn dazu braucht man mehr als einen Bastelkeller.
Siehst du auch du verwendest das Wort früher man kommt halt an diesem Wort nicht vorbei.
Ich habe auch geschrieben das der klassische Modellbau Grundkenntnisse für viele andere Sachen schafft.
Die Breitbandigkeit des klassischen Modellbau ist doch das Schöne. (Holz, Metall,Elektronik,Benzinmotore,GFK auch Schaum,Erfolg ,Misserfolg nicht so schön )
Ich fliege auch Schaum zu Gelegenheiten wo mir die anderen Modelle zu Schade sind, ich verteufele den Schaum ja nicht.
Bei uns im Verein empfehlen wir für Anfänger auch Schaum, ist halt alles einfacher für einen Anfänger und das Kniezittern ist halt nicht so stark wie bei einem selbst gebauten Holzmodell.
Hat alles seine Berechtigung.
Noch eine Frage ? was machen den die ARF und Schaumflieger den ganzen Winter über mit ihrer Freizeit. ( Computer ,,,,,,,,,,,,, )

Gruß,Herbert:):):):):):):)

egge
11.01.2012, 10:55
Ich nehme an, du hast erstmal versucht dein eigenes Mainboard zu löten!? Denn äh, das Ding fertig zu kaufen ist schon bissle langweilig. Also früher kann ich dir sagen, gab es einen PC fast nur als Bausatz (Apple I z.B.). Allerdings finde ich das immernoch viel zu langweilig, denn wo bitte ist da das können gefragt wenn man nur noch "zusammenbauen" muss? Das ganze Wissen um Elektronik, Digitaltechnik, Codierungstheorie, Rechnerarchitektur welches man braucht um einen Rechner zu entwicklen bleibt so einfach auf der Strecke. Ich finde das schlimm!
Ich hoffe schwer du gehörst NICHT zur "PC-Montage-Fraktion" sondern entwickelst selber. Denn andernfalls würdest du ja Wasser predigen und Wein trinken...

gruß cyblord


Du ICH finde es ja in Ordnung bestimmte Dinge fertig zu kaufen. Ich bin nicht derjenige der über ARF schimpft. Ich predige kein Wasser. Wein trink ich aber trotzdem

aha... liest sich eben so. Dann laß doch einfach mal diese übertriebene Polemik weg. Sonst sind wir irgendwann bei der Frage ob man zu "Dumm" oder zu faul ist einen Pulli zu stricken.
Oder die Kuh fürs Steak selber im Stall halten sollte um ein echter esser zu sein.
Kochen tun die meisten Leute auch noch selbst, obwohl es fertige Burger für einen Euro gibt.

Es geht ja aber auch nicht um die Frage ob man über ARF/RTF schimpfen soll, oder ARF/RTF nun besser oder schlechter fliegt.

Anfangs hatte Jürgen den Eindruck das ModellBau stirbt, weil nichts mehr zum zusammenbauen im Vedes Katalog ist (Plastikmodelle, Chemiekästen, etc.) Warum das wirklich so ist, hat er dann ja selbst herausgefunden. Die bestimmten Hersteller sind eben nicht mehr bei Vedes im Verband mit dabei.

ModellBau "lebt" aber nicht von Katalogen oder kleinen und großen Geschäften. Und stirbt auch nicht weil es jetzt Alternativen gibt. Sondern wird von faszinierten Bastlern (wie mir) einfach praktiziert.
Dazu brauchts kein Geschäft, keinen Katalog, sondern nur einen Bastler und ein paar Hände.

Und diese Tugend werde ich nicht aufgeben nur weil es gerade viel mehr fertiges zu kaufen gibt. Es ist eben eine Tugend die jeder für sich selbst bewerten sollte.
Dir gibt ein selbstgebauter PC eben sehr viel. So hat eben jeder SEINE "Macke" weg :D

egge
11.01.2012, 11:14
....
Auch da sind wir uns wohl einig. Abfällig klingt eine solche Äußerung allerdings dann, wenn man Fertigmodelle (oder Bausätze) ausschließlich als Einstieg in das Hobby ModellBau akzeptiert (was ich dir nicht unterstellen mag, was aber oft im Forum zu lesen ist).

Meiner Meinung nach törnt solches Gehabe Einsteiger eher ab, als dass es Interesse weckt. Ein gut gebautes Modell spricht für sich, auch ohne dass sein Erbauer zu jeder möglichen Gelegenheit seine überragenden Fähigkeiten und Kenntnisse herausstellt und sich über diejenigen erhebt, die seiner Meinung nach den wahren Weg noch nicht gefunden haben.

Ja den wahren Weg zum Happy sein muss jeder für sich selbst finden. Und aufm Platz sind ALLE in erster Linie ModellFlieger. Und so sollte jeder dem anderen gegenübertreten.
Ob man nun danach wieder in den Laden oder eben in den Keller geht, diese Wege kann man sich ja zum Glück aussuchen.

Yeti
11.01.2012, 11:35
Ja den wahren Weg zum Happy sein muss jeder für sich selbst finden.
Da gehört wohl leider für Einzelne zum happy-sein auch dazu, sich über andere zu stellen.


Und aufm Platz sind ALLE in erster Linie ModellFlieger. Und so sollte jeder dem anderen gegenübertreten.
Ob man nun danach wieder in den Laden oder eben in den Keller geht, diese Wege kann man sich ja zum Glück aussuchen.
Das ist übrigens gar keine reine Modellflug-Frage sondern findet sich bei Schiffsmodellen mindestens genauso wieder, vielleicht sogar noch extremer ;)

Carlos1
11.01.2012, 11:55
Das Verhältnis zwischen den "Hardcore-Modellbauern" und den "ARF-Konsumenten" kommt mir ein wenig vor wie die zwischen Religiösen und Nicht-Religiösen: Der Gläubige geht in die Kirche, betet, fastet und legt sich allerlei Beschränkungen seiner Religionsgemeinschaft auf. Der Nachbar dagegen spart sich diese ganzen Mühen, lebt aber trotzdem genau so gut. Da kann bei den Religiösen schon mal die Forderung aufkommen, dieses "leichte Leben" gar nicht zuzulassen.

Wer den "klassischen Modellbau" wirklich nur zum eigenen Spaß und Selbstverwirklichung betreibt, kann kein Problem damit haben, wenn sich andere diesen Spaß entgehen lassen.

Irgendwie ungerecht finde ich allerdings auch, wenn einfach gekaufte Modelle auch noch besser aussehen und/oder besser fliegen als mühevoll selbst gebaute, aber damit muss man dann auch leben können.

egge
11.01.2012, 13:02
Wer den "klassischen Modellbau" wirklich nur zum eigenen Spaß und Selbstverwirklichung betreibt, kann kein Problem damit haben, wenn sich andere diesen Spaß entgehen lassen.


Röchtöög ! :cool: und den juckts auch nicht wirklich wenn nur noch Puppen im Vedes Katalog sind.

Die Schönheit eines Modells liegt ja im Auge des Betrachters.
Übrigens: Am Schluß ist ein gebautes Modell ja auch immer "fast-fertig".

Jürgen Heilig
11.01.2012, 13:12
...
Die Schönheit eines Modells liegt ja im Auge des Betrachters.
...

Trotzdem peinlich, wenn alle dein Modell sche..e finden. ;)

:) Jürgen

egge
11.01.2012, 13:56
Hab ich den Geltungswahn verpasst ??:D:confused:

Welches Modell würdest denn empfehlen damit ich mitspielen darf ?

cyblord
11.01.2012, 14:35
Es geht hier doch um klassischen Modellbau und nicht um dein Spezialwissen über Computer.
Falsch, deine These war, dass sich heute niemand mehr Zeit nimmt, ein Flugmodell von der Pike auf zu verstehen, zu konstruieren und zu bauen. Daraus leitest du den Verfall der Gesellschaft, vorallem natürlich der Jugend ab. Dabei lässt du aber ausser Acht, dass DU genau dasselbe tust. Nur in anderen Bereichen.
Und gleich doppelt falsch, es geht nicht um MEIN Wissen. Das war nur ein Beispiel.


Deshalb flieg ich auch wild. Ich fürchte in den meisten Vereinen wird es genauso ablaufen. Ein paar Holzwürmer bestimmen was ein richtiges Modell ist, und was "nur Schaum". Da hätte ich mal voll keine Lust drauf.:rolleyes:

Hans J
11.01.2012, 15:41
Wer den "klassischen Modellbau" wirklich nur zum eigenen Spaß und Selbstverwirklichung betreibt, kann kein Problem damit haben, wenn sich andere diesen Spaß entgehen lassen.

Moin Carlos,

sehe ich genauso.
Ich betreibe dieses Hobby im wahrsten Sinne als "Amateur" also Liebhaber. Es geht (mir) dabei um Lustmaximierung.;)

Wenn ich Lust auf Selbstbau habe, mache ich das z. B.:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/301355-Selbstbau-des-F3A-Modells-Lightning-%28Holzklasse-!-%29
Wenn ich ein ARF-Kiste gut finde, kaufe und baue ich sie:
http://www.rc-network.de/forum/entry.php/130-Helios-F3A-90e-von-Hyperion-Erfahrungsbericht-Teil-1
Und wenn ich Bock auf Schaumwaffel habe, dann schnapp ich mir meine MPX Gemini und fliege...:p

Ob das irgendwen stört oder ob es irgendwer gutfindet ist mir - ehrlich - egal, ich machs für mich:)
Ob der "klassische" Modellbau ausstirbt oder nicht ist folglich für mich nicht relevant, jeder so wie er es mag:)

Herbert1
11.01.2012, 16:56
Falsch, deine These war, dass sich heute niemand mehr Zeit nimmt, ein Flugmodell von der Pike auf zu verstehen, zu konstruieren und zu bauen. Daraus leitest du den Verfall der Gesellschaft, vorallem natürlich der Jugend ab. Dabei lässt du aber ausser Acht, dass DU genau dasselbe tust. Nur in anderen Bereichen.
Und gleich doppelt falsch, es geht nicht um MEIN Wissen. Das war nur ein Beispiel.


Deshalb flieg ich auch wild. Ich fürchte in den meisten Vereinen wird es genauso ablaufen. Ein paar Holzwürmer bestimmen was ein richtiges Modell ist, und was "nur Schaum". Da hätte ich mal voll keine Lust drauf.:rolleyes:

Falsch
Es ist schade das sich nur wenige Jugendliche den Modellbau von Grund auf betreiben.
Falsch ich leite den Verfall vieler Jugendlicher nicht vom Modellbau ab.
Nicht dein Wissen, wie du es geschrieben hast könnte man meinen das ist dein Wissen.
Falsch ist abzuleiten das in Vereinen die Holzwürmer das sagen haben.
Viele Wildflieger stört eine Vereinsmitgliedschaft da man dort eine gewisse Verantwortung dem Verein und den anderen Mitgliedern gegenüber hat.
Ich habe meine Einstellung zu Modellbau und auch ARF und Schaumwaffeln genug geschrieben.


Grüße,Herbert

schiwo1
11.01.2012, 21:49
Lasst doch den Dogmatismus weg:)

Vor den Kollegen die ein Mainboard designen, bauen und auch vielleicht auch noch die Firmware programmieren koennen habe ich den selben Respekt wie vor den Scale Modellbauern die nach dem Winter wieder mit einem selbst konzipierten Hammerteil auf dem Platz erscheinen.
Genauso freue ich mich ueber die Jugend in unserem Verein die nach einer Saison mit ihren ARF Schaumwaffeln 3D ueber der Grassnarbe fliegen koennen, aber niemals einen Bausatz anfassen wuerden.

Jedem das Seine. Das was fuer mich zaehlt, ist das Engagement, der Spass und die Passion mit der jemand bei der Sache ist, seis im Beruf oder im Privatleben.
Just my 2 cents :)
Stephan

cyblord
11.01.2012, 22:30
Falsch
Es ist schade das sich nur wenige Jugendliche den Modellbau von Grund auf betreiben.
Falsch ich leite den Verfall vieler Jugendlicher nicht vom Modellbau ab.

Nein, du siehst im (fehlenden) Modellbau eines der Symptome für den Verfall. So waren deine Aussagen.
Falls nicht, dann habe ich deine Posts wohl falsch verstanden. Ich las einige male genau dies.


Viele Wildflieger stört eine Vereinsmitgliedschaft da man dort eine gewisse Verantwortung dem Verein und den anderen Mitgliedern gegenüber hat.
Du musst es ja wissen. Wobei diese Aussage eine bodenlose Frechheit gegenüber allen Wildfliegern ist.

gruß
cyblord

rkopka
12.01.2012, 09:58
Falsch ist abzuleiten das in Vereinen die Holzwürmer das sagen haben.
Viele Wildflieger stört eine Vereinsmitgliedschaft da man dort eine gewisse Verantwortung dem Verein und den anderen Mitgliedern gegenüber hat.
Kommt auf die Interpretation von Verantwortung an.

Verantwortung als: Pflicht zum Rasenmähen, Arbeitseinsätze, Anwesendheitspflicht bei Veranstaltungen...
wäre auch nichts für mich.

Verantwortung als: Flugbereiche, Zeiten beachten, die anderen auch mal fliegen lassen, einem Anfänger zu helfen
finde ich OK.

Zum Glück habe ich einen Verein, bei dem es eher um letzteres geht. Auch sind die Mitglieder eher vielseitig. Die meisten haben von Schaumwaffeln über ARF und GfK teilweise bis zu Holz u.a. Eigenbauten alles im Hangar.

RK

Herbert1
12.01.2012, 20:05
Kommt auf die Interpretation von Verantwortung an.

Verantwortung als: Pflicht zum Rasenmähen, Arbeitseinsätze, Anwesendheitspflicht bei Veranstaltungen...
wäre auch nichts für mich.

Wer mäht dann bei euch den Rasen,hält die Vereinshütte den Grillplatz, die Start- u Landebahn in Ordnung ?


Verantwortung als: Flugbereiche, Zeiten beachten, die anderen auch mal fliegen lassen, einem Anfänger zu helfen
finde ich OK.


Ich denke mal das ist eine Selbstverständlichkeit.


Zum Glück habe ich einen Verein, bei dem es eher um letzteres geht. Auch sind die Mitglieder eher vielseitig. Die meisten haben von Schaumwaffeln über ARF und GfK teilweise bis zu Holz u.a. Eigenbauten alles im Hangar.

RK

cyblord

Du musst es ja wissen. Wobei diese Aussage eine bodenlose Frechheit gegenüber allen Wildfliegern ist.


Das sind Aussagen von Wildfliegern die man sehr oft lesen kann. Aber hier hast du auch wieder nicht richtig gelesen, ich habe geschrieben viele Wildflieger.
Bist du Wildflieger da du dich so aufregst ?
Ich habe auch nie Geschrieben das der Verfall der Jugend die Ursache des nicht Modellbauens ist.


Gruß:):):):),Herbert

cyblord
12.01.2012, 20:22
cyblord

Du musst es ja wissen. Wobei diese Aussage eine bodenlose Frechheit gegenüber allen Wildfliegern ist.


Das sind Aussagen von Wildfliegern die man sehr oft lesen kann. Aber hier hast du auch wieder nicht richtig gelesen, ich habe geschrieben viele Wildflieger.
Bist du Wildflieger da du dich so aufregst ?
Ich habe auch nie Geschrieben das der Verfall der Jugend die Ursache des nicht Modellbauens ist.
Gruß:):):):),Herbert

Glaube nicht dass dies sehr viele Wildflieger von sich sagen. Das interpretierst du nur so. Und nebenbei auch noch falsch.
Und natürlich bin ich Wildflieger. Ich bin es deshalb weil ich nicht unbedingt einen Verein brauche um mein Hobby auszuüben. Weder habe ich ein Problem mit Verantwortung, noch bin ich Arbeitsscheu. Für mich ist es nur nicht notwendig. Millionen von Menschen üben ihre Hobbies ausserhalb von Vereinen aus. Was du jetzt wieder dagegen zu haben scheinst ist mir schleierhaft. Haben wohl alle ein Problem mit Verantwortung. :rolleyes:

gruß cyblord

DerMitDenZweiLinkenHänden
12.01.2012, 21:24
Ein wenig OT:

Herbert, es wäre sicher nicht nur für mich eine Wohltat, wenn du (technisch) richtig zitieren könntest. Schau dir doch mal deine letzte Antwort an. Wenn man sie nicht selbst geschrieben hat versteht man gar nichts. Ich jedenfalls nicht.

Vielen Dank!

Kurt

Gast_8624
12.01.2012, 22:20
..und es wäre weiterhin eine Wohltat wenn ihr zwei
- cyblord
- Herbert
euren verbalen Kindergarten per PN abwickeln würdet... :rolleyes:
Gruß Rolf

Konrad Kunik
12.01.2012, 22:39
Moin Kurt und Rolf,

ihr sprecht mir aus der Seele - ich muss hier alles lesen... :rolleyes:

Haben wir inzwischen einen neuen Religionskrieg hier?

Martin Stein
13.01.2012, 10:38
Nach den bisherigen Beiträgen (auch meinen) zu urteilen, könnte man den Titel dieses Threads vielleicht umformulieren in:
„Heute fehlen lebenspraktische Fertigkeiten, die früher selbstverständlich waren“

Eben war ich in ein paar Kochforen unterwegs, um zu sehen, was ich denn mit meinem zu Weihnachten geschenkten Standmixer so alles machen könnte (außer Erdbeershakes).

Da bin ich auf eine sehr lustige Parallelwelt gestoßen, die ich bisher nicht kannte. Über zwei volle Forenseiten hinweg euphorische Jubelpostings zu einem Kartoffelsuppenrezept. Die Leute müssen sich fast das Beinkleid genässt haben vor Glück.

Die Zutaten:

1/2 l Brühe
500 g gewürfelte Kartoffeln
300 g frisches Gemüse (z. B. Lauch, Karotten)
100 ml Sahne (wer es säuerlicher mag nimmt Schmand)
Salz, Pfeffer, evtl. Muskat


„Ja, und?“, werdet ihr fragen.
Nichts und.
Zutaten kochen, zerkleinern und essen.
Es gibt genau 4,31 Millionen Möglichkeiten, eine Kartoffelsuppe zu machen, und das ist eben eine davon.
Eine der langweiligeren.

Hingegen sind „Tigerente78“, „Wolferl“, „Zimtsternchen“ und „Rapunzelchen“ nicht mehr zu bändigen.
„Wow, mein Göga war ganz begeistert. Sogar die Kinder mochten die Suppe!“
„Toll, das gibt es jetzt immer!“
„Kann Dir gar nicht oft genug sagen wie gut sie schmeckt.“

Man soll sich ja nicht über Leute lustig machen, die sich über etwas ganz Einfaches freuen.
Als Modellbauer besteht da absolute Glashausgefahr.

In diesem Fall jedoch keimt sojasprossengleich die Frage in mir: Leute, was esst ihr denn sonst so? Zahnpasta?
Glaubt ihr an das Dönertier?
Habt ihr in eurem bisherigen Leben noch nie diesen Raum betreten, aus dem Mutti immer mit den Tellern kam?

Der User „Küchenhase“ wird dann richtig mutig: „Ich habe noch ein paar Schinkenwürfel zugegeben. War lecker!“

Man glaubt es nicht, auf was Menschen alles kommen können. Ehrlicherweise gibt Küchenhase zu, dass er das Schinkenwürfel-Tuning „aus einem anderen Forum“ hat. Toll, dieses Internet!

Yeti
13.01.2012, 10:52
Nach den bisherigen Beiträgen (auch meinen) zu urteilen, könnte man den Titel dieses Threads vielleicht umformulieren in:
„Heute fehlen lebenspraktische Fertigkeiten, die früher selbstverständlich waren“

Ich glaube nicht, dass diese Fertigkeiten heute mehr fehlen als früher. Nur blieben sie früher im Verborgenen. Niemand ist draußen mit einem Plakat rumgelaufen, auf dem stand, dass er nicht weiß, wie man eine Kartoffelsuppe kocht. Heute gibt es dafür das Internet :)

Leckere Kartoffelsuppen sind deswegen aber auch nicht vom Aussterben bedroht :D

Airman
13.01.2012, 12:25
Aus meiner Sicht stirbt nicht der "klassische Modellbau" aus, sondern nur die damaligen technischen Utensilien und zugehörigen Kenntnisse, die man für dieses Hobby nutzte.

Statt dem Wissen ums Balsabiegen, Spannfix-Imun & Co. besitzen heutige Modellbauer mindestens gleichwertig, wahrscheinlich sogar mehr Know-How zu eingebauter Elektronik und RC-Komponenten oder zB einer Sendersoftware. Auch das Wissen um Möglichkeiten der Fluggeräte oder zB die Heli-Technik hat stark zugenommen bzw. ist heute erst vorhanden. Das ganze Hobby ist, egal ob das Modell in Schaum, GFK oder noch in Holz mit seinen Modellen daher kommt, wesentlich technischer und (kopf-mässig) anspruchsvoller geworden. Wenn man schlau ist, nutzt man dies in heutigen Vereinen gleichwertig zur "alten Handwerkskunst".

Und genau wie im richtigen Leben, wo auch keiner mehr die Tricks mit den Farbbändern alter Schreibmaschinen kennt, da gibt es eben Menschen die bleiben auf dem Stand (oder Niveau?) von damals stehen und Andere, die bewegen sich im Zeitstrahl mit. Man kann natürlich immer um die alten Zeiten und deren Know-how-Gurus trauern, aber was bringt das? Aussterben wird aufgrund neuer, junger Menschen daher nur das Wissen "wie es früher ging". Oder anders, früher gab es Handarbeit, heute gibt es Kopfarbeit. Und um beim Vergleich zu bleiben, ich würde auch nicht sagen, dass man mit der Kompetenz zu alten Schreibmaschinen heute am PC weiter kommt.

Aber es hat ja auch keiner was dagegen wenn einige alte und junge Modellbauer im Rahmen von privaten Retro-Workshops oder weil sie einfach Spaß daran es weiter so wie früher zu betreiben ihre Modelle klassisch bauen. Also locker bleiben, in so 20 bis 30 Jahren, also dann wenn sich junge Leute per VPN-Brille ins Modell irgendwo da draussen auf einem seit langem nicht mehr betretenen Acker einloggen, dann werden manche von uns hier erneut dem Aussterbenen des klassischen Schaumwaffelfliegen hinterher trauern.

Gruß, Ulrich

Jürgen Heilig
13.01.2012, 12:55
...
Statt dem Wissen ums Balsabiegen, Spannfix-Imun & Co. besitzen heutige Modellbauer mindestens gleichwertig, wahrscheinlich sogar mehr Know-How zu eingebauter Elektronik und RC-Komponenten oder zB einer Sendersoftware. Auch das Wissen um Möglichkeiten der Fluggeräte oder zB die Heli-Technik hat stark zugenommen bzw. ist heute erst vorhanden. Das ganze Hobby ist, egal ob das Modell in Schaum, GFK oder noch in Holz mit seinen Modellen daher kommt, wesentlich technischer und (kopf-mässig) anspruchsvoller geworden. Wenn man schlau ist, nutzt man dies in heutigen Vereinen gleichwertig zur "alten Handwerkskunst".
...

Hallo Ulrich,

Wissen um RC-Komponenten, Sender-Updates oder -programmierung benötigst Du eher zum Fliegen und weniger für den Modellbau, im Gegensatz zu den handwerklichen Fertigkeiten. Ein heutiges F3A-Modell ist technisch weniger komplex, als die Modelle der drei Erstplazierten auf der WM RC I in 1981.

:) Jürgen

Airman
13.01.2012, 13:03
Dann nennen wir es doch "technischer Aufbau", ist halt komplexer inkl. Servos, Ruderanlenkungen usw...

Was dagegen? ;)

Ausserdem gibt's ja heute noch die "klassischen Forum-Modellbauer", also Leute die quasi rund um die Uhr (als automatischer Forum-Anti-Antwort-Apparat) die alte Kunst so hoch halten, als sässen sie gerade in ihrem Keller und würden sich gerade mit Balsastaub vollsauen.:D

Raymund von den Benken
13.01.2012, 13:22
@Jürgen:so iss es!

BOcnc
13.01.2012, 13:29
Moin,

wenn ich so lese wieviel Fräsen gebaut werden kann ich kaum glauben das die nicht für Modellbau benutz werden.
Ich sehe das steigende Intresse auch an den Downloads von BOcnc. cs 5 GByte im letzten Monat. BOcnc wird in der Regel für Modellbau benutzt und ist nur zum ausfräsen geeignet.

Also ein Aussterben kann ich da nicht feststellen.

gruß
Werner

rkopka
13.01.2012, 13:45
Verantwortung als: Pflicht zum Rasenmähen, Arbeitseinsätze, Anwesendheitspflicht bei Veranstaltungen...
wäre auch nichts für mich.
->
Wer mäht dann bei euch den Rasen,hält die Vereinshütte den Grillplatz, die Start- u Landebahn in Ordnung ?
Fürs Mähen haben wir einen Dienst. Das kostet kaum mehr, als für Rasenmäher (hatten wir früher) und Wartung anfallen würde. Und spart uns eine Menge Diskussionen. Wenn wir schimpfen, dann auf einen Vereinsfremden :-)

Grillplatz haben wir keinen. Wenn wer den Gasgriller, der einem Mitglied gehört, benutzt (nicht sehr oft), säubert er ihn auch wieder. Wenn die (kleine) Hütte etwas braucht, macht das jemand, der sich auskennt, bzw. einige vom harten Kern, die sowieso immer da sind :-) , packen mit an.

Bisher kommen wir weitgehend selbstorganisiert gut zurecht. Nur zur Klarstellung, ich bin da kein Mitläufer, der nur alles nutzt. Ich bin Schriftführer und Hauptinitiator und Miterbauer der Solaranlage. Ich mags nur nicht, wenn man gezwungen ist, überall mitzumachen. Wir haben genug Mitglieder, die ich kaum mal sehe, weil sie sehr wenig oder nur unter der Woche fliegen und die Veranstaltungen auslassen. Das ist ihr gutes Recht.

RK

guidos
13.01.2012, 14:06
moin,




Nicht nur der Modellbau stirbt
Nach den bisherigen Beiträgen (auch meinen) zu urteilen, könnte man den Titel dieses Threads vielleicht umformulieren in:
„Heute fehlen lebenspraktische Fertigkeiten, die früher selbstverständlich waren“




ich schmeiß mich wech ! nicht wegen dem zitat sondern wegen "zimtschnecke" und dem wagemutigen gourmet "küchenhase" ! und des gesamten beitrags !


das trifft den kern des pudels !



Aus meiner Sicht stirbt nicht der "klassische Modellbau" aus, sondern nur die damaligen technischen Utensilien und zugehörigen Kenntnisse, die man für dieses Hobby nutzte.



das ist die vorstufe, das aussterben des klassischen modellbaus folgt, bzw. ist schon in vollem gange.

ich wiederhole mich wahrscheinlich :


wenn man heute in foren einige fragen liest dann fragt man sich unwillkürlich ob bei den patienten zu hause auf der toilette die gebrauchsanweisung und abfolge der benutzung derselben hängt ?
( erst abwischen DANN hose wieder hochziehen.....)

gerne genommene beispiele :


wo liegt der schwerpunkt bei (dann wie erwähnt so exotisches gerät wie einem amateur,taxi, ein beliebiges kunstflugmodell usw....)
wie verklebe ich einen kiefernstab (holm) mit dem rest der tragfläche (rippen)?
wie lenkt ihr die ruder an ?
der akku ist alle, wo bekomme ich einen neuen oder kann man den aufladen ?



das "problem" ist ja das jeder so ein fertiggeraffel in die luft bekommt (naja, meistens jedenfalls)
aber keiner weiß WARUM er das dann in die luft bekommen hat.

wobei "problem" dramatischer klingt als es ist.

die menschheit verblödet weil sie so schlau geworden ist.....

die meisten können ein iphone bedienen aber kaffee ohne maschine kochen wird schon lebensgefährlich.


wie auch immer, weiterhin angenehmes diskutieren ! :D


guido

MGS
13.01.2012, 14:16
...wenn ich so lese wieviel Fräsen gebaut werden...
... dann müssten einige hier ja echt bedauern, dass wieder ein Kulturgut, nämlich der Umgang mit der Laubsäge in Vergessenheit gerät ;)

Airman hat schon recht - auch hier gilt: andere Zeiten, andere Sitten.

MfG Martin

udogigahertz
13.01.2012, 14:45
An dem letzten Beitrag von guidos ist ziemlich viel Wahres dran, so ist es wohl ...... oder so ähnlich.

Klar, wenn mans genau nimmt, ist der "klassische Modellbau" bereits gestorben .......... oder möchte jemand noch freiwillig all diese Schritte auf sich nehmen, num ein einfaches Anfängermodell zu bauen?

- Kauf des Baukastens (gibt tatsächlkich noch einige zu kaufen, z. B. das Taxi II)
- zusätzlicher Kauf von Bespannpapier
- zusätzlicher Kauf der Balsa-Grundierung (habe den Namen vergessen)
- zusätzlicher Kauf von farblosem "Spannfix-Immun" (falls es sowas überhaupt noch gibt)
- zusätzlicher Kauf von farbigem "Spannfix-Immun" (für die farbliche Ausgestaltung)
- zusätzlicher Kauf von "Uhu-hart" (anstelle von Sekundenkleber, der ist nämlich "modern" und gehört nicht zum Begriff "klassischer Modellbau")
- zusätzlicher Kauf der Anlenkungsteile und der Ruderhörner (die waren nämlich nicht Bestandteil des Baukastens früher, und bitte keine Bowdenzüge, auch die sind "modern")
- Kauf von Tesa-Krepp in verschiedenen Breiten zur Abdeckung beim Lackieren

Zusätzlich muss vorhanden sein:

- Ein Arbeitsraum (Bastelkeller) wo niemand anders gestört wird (und man selbst nicht gestört wird)
- Ein total ebenes Baubrett in passender Größe
- Schleipapier in verschiedenen Körnungen
- Schleifklotz
- scharfes Balsamesser oder Skalpell
- sehr viele (mindestens 50) stabile Heftnadeln mit großem Plastikgriff, die nicht sofort kaputtgehen, wenn man damit die Balsaholzteile durchsticht und wo man dann anschließend die Nadel im Finger sitzen hat, weil der Plastikgriff sich gelöst hat
- eine Lackierecke (draußen, aber wind- und regengeschützt)

Hat man das alles beisammen, kanns losgehen:

- Auspacken des Baukastens, Kontrolle des Inhaltes,
- anheften des Bauplanes auf dem Baubrett
- abdecken mit Folie
- Ausrichten der Holme
- Ankleben der vorher ausgetrennten Rippen mit Uhu-hart, dazu jeweils die Rippen festheften, nicht mehr drangehen bis zum Trocknen
- nachdem man auch die zweite Hälfte fertig hat und den Rumpf gebaut hat, beginnt das Schleifen
- Imprägnieren mit dem Haftgrund
- Schleifen
- Nochmal Imprägnieren
- Schleifen
- Auftragen der Bespannung mit Glutofix
- Wässern der Bespannung, trocknen lassen (über Nacht), dabei die Tragflächenhälften fest einspannen, nach Möglichkeit auch gleich die Verschränkung mit "einbauen" (Wichtig!)
- Spannfix-Immun farblos auftragen (Achtung! Nur draußen machen oder bei weit geöffnetem Fenster! Nitrodämpfe! Sehr gesundheitsschädlich!!!!)
- Spannfix-Immun farblos mehrmals auftragen, bis die Fläche gestrafft ist.
- Farbliche Ausgestaltung je nach Wunsch, dazu mit Tesa-Krepp abkleben und direkt nach dem Farbauftrag wieder entfernen, dabei kann es passieren, dass man die Farbe, auf der geklebt ist, mit abzieht = neu lackieren.

Jetzt mal ehrlich: Warum sollte sich jemand sowas antun? Erstens ist der "Spass" ungefähr doppelt so teuer, als wenn man ein Fertigmodell kauft, zweitens hat man so einige Wochen seiner Freizeit investiert, drittens hat man ganz schön Dreck gemacht und Raum in Anspruch genommen (nicht jeder hat einen Bastelkeller ganz für sich alleine) und zu guter Letzt hat man sich einer gesundheitlichen Gefahr ausgesetzt (Nitrolack, kein Mensch benutzt heute sowas noch, warum wohl?) ...... und am Ende fliegt das Teil auch nicht besser, als eine Schaumwaffel (Easy- oder FunCub), die man auf dem Wohnzimmertisch an zwei Abenden zusammenpappen kann.

Sinnvoll ist klassischer Modellbau nur im Scale-Bereich und auch dort greift man zunehmend auf moderne Materialien zurück (Sekundenkleber, Bespannfolie, Bowdenzüge usw.).


Grüße
Udo

Yeti
13.01.2012, 15:28
- zusätzlicher Kauf der Balsa-Grundierung (habe den Namen vergessen)

Glattfix :rolleyes:

jochen_w.
13.01.2012, 16:57
hat man so einige Wochen seiner Freizeit investiert,

...in denen man sich so ganz nebenbei Wissen aneignet, das in der Schule, Ausbildung zu einem technischem Beruf und sogar noch an der Uni/ FH sehr hilfreich ist!


Gruß
Jochen

Wings Unlimited
13.01.2012, 18:29
Jetzt mal ehrlich: Warum sollte sich jemand sowas antun?
das kann ich dir genau sagen: Weil das Erfolgserlebnis, für den dem das Bauen liegt, 10mal so groß ist und weil es Spaß macht.

Früher haben viele, weil es eben nicht anders möglich war, gelernt dass auch der Weg zum Flugmodell das Ziel sein kann. Manches Schöne lernt man gezwungenermaßen.....

Ich finde es gut dass es heute einfacher ist ins Hobby herein zu kommen, leider ist es aber für viele dadurch ein Hobby von vielen geworden.

Viele entwickeln desswegen nur ein oberflächliches Verhältnis zum Modell, das Aufhöhren ist dadurch auch einfacher, schade.

Ich für mich kann derzeit nur folgendes Fazit ziehen: Mir macht das Hobby in allen Facetten einfach Spaß. Ob Baukasten, ARF oder RTF: Mir muß es damit gutgehen, sonst niemandem, mein Hobby betreibe ich für meinen Ausgleich. Wenn ich dabei noch regelmäßigen Kontakt mit netten Menschen haben kann: um so besser.

Nehmt euch nicht so fürchterlich ernst und teilt euer Wissen und euren Spaß mit anderen und der klassische Modellbau wird nie aussterben.

udogigahertz
13.01.2012, 18:32
...in denen man sich so ganz nebenbei Wissen aneignet, das in der Schule, Ausbildung zu einem technischem Beruf und sogar noch an der Uni/ FH sehr hilfreich ist!


Gruß
Jochen

Welches Wissen denn? Dass Sekundenkleber besser wäre als Uhu-hart? Warum heutzutage die Nitro-Lacke alle verschwunden sind? Dass man Holz durch Abschleifen in der Form verändern kann? Also meiner Meinung nach hilft einem diese Art Wissen heute nicht mehr besonders viel weiter, schon gar nicht an einer Uni/FH, dort hülfe einem schon eher das Verständnis für Boolesche Gleichungen oder ähnliches ungleich mehr als ein Balsaholzflieger zusammengeleimt zu haben.

Allerdings wäre es auch ungerecht, diesem Selbstbau "alter Schule" überhaupt keinen Lerneffekt zu unterstellen, der ist natürlich da, man lernt aber hauptsächlich feinmotorische Fähigkeiten, also das Arbeiten mit diffizilen, empfindlichen Sachen, außerdem lernt man, Geduld zu haben, eine heute kaum noch anzutreffende Eigenschaft. Auspacken und morgen damit losfliegen ist nicht, man muss schon einige Wochen einplanen.


Grüße
Udo

BOcnc
13.01.2012, 18:35
... dann müssten einige hier ja echt bedauern, dass wieder ein Kulturgut, nämlich der Umgang mit der Laubsäge in Vergessenheit gerät ;)

Airman hat schon recht - auch hier gilt: andere Zeiten, andere Sitten.

MfG Martin

Die Zeiten ändern sich. Schalte mal auf der Baustelle den Strom ab. ich glaube auch wenn nur noch eine Schraube fehlt müssen sie noch mal wieder kommen. Vor 50 Jahren hätte das keiner gemerkt.

udogigahertz
13.01.2012, 18:38
das kann ich dir genau sagen: Weil das Erfolgserlebnis, für den dem das Bauen liegt, 10mal so groß ist und weil es Spaß macht.

[/B]

Das mit dem Erfolgserlebnis stimmt natürlich, vor allem, wenn es nachher auch noch gut fliegt. Aber Spass? Wenn ich mich zurückerinnere, war das alles andere als spassig, wenn man mit Nitro-Lacken arbeiten musste und keinen passenden Bastelraum zur Verfügung hatte, war das ein Spass, in einer Stadtwohnung im Winter das Küchenfenster ganz aufmachen zu müssen, die übrigen Familienangehörigen hatten auch ihren Spass daran ........ oder wenn sich der Flügel ungewollt in die falsche Richtung verzogen hatte ........... oder wenn einem ein Schraubendreher aus der Hand gefallen ist, natürlich genau durch die papierbespannte Tragfläche hindurch ...... war das ein Spass!


Grüße
Udo

KD-Modelltechnik
13.01.2012, 18:45
Man stelle sich vor es gäbe heute noch Dinosaurier ...vielleicht würden wir dann auch heute noch im Baumwerk hausen und allenfalls mit dem Flugverhalten von Blättern beschäftigen.

Alles zu seiner Zeit und jeder wie er oder sie es mag!

Wings Unlimited
13.01.2012, 18:52
Das mit dem Erfolgserlebnis stimmt natürlich, vor allem, wenn es nachher auch noch gut fliegt. Aber Spass? Wenn ich mich zurückerinnere, war das alles andere als spassig, wenn man mit Nitro-Lacken arbeiten musste und keinen passenden Bastelraum zur Verfügung hatte, war das ein Spass, in einer Stadtwohnung im Winter das Küchenfenster ganz aufmachen zu müssen, die übrigen Familienangehörigen hatten auch ihren Spass daran ........ oder wenn sich der Flügel ungewollt in die falsche Richtung verzogen hatte ........... oder wenn einem ein Schraubendreher aus der Hand gefallen ist, natürlich genau durch die papierbespannte Tragfläche hindurch ...... war das ein Spass!


Grüße
Udo

Heute gibt es Lack auf Wasserbasis. Zugegeben Raumproblem hatte ich keins.

Aber eins darf man nicht vergessen: der Erfolg fühlt sich erst richtig gut an wenn vorher Mißerfolge erlebt wurden.

Gutes existiert nur weil Böses existiert, Gewinner gibt es nur weil Verlierer vorhanden sind, ohne die Wahrnehmung und das Vorhandensein dieser Gegensätze wäre aber unser Leben öde.

Was wäre ein Modellflugwettbewerb ohne Zweit- und Drittplazierte usw.

MGS
13.01.2012, 19:08
Die Zeiten ändern sich.
Eben! Und das ist auch gut so. Freuen wir uns doch darüber, dass wir heute die Freiheit habe zu bauen wenn wir bauen wollen und zu fliegen wenn wir fliegen wollen, selbst diejenigen können fliegen, die zum bauen keine Lust zum haben.

Spätestens wenn der neue ARF Flieger am Boden liegt, müssen auch diejenigen, die nur fliegen wollen die Entscheidung treffen - reparieren, reparieren lassen oder neu kaufen. Diejenigen, bei denen der Geldbeutel noch eine gewisse Rolle spielt, werden auf lange Sicht nicht darum herum kommen sich gewisse Fähigkeiten anzueignen ;)

Die ARF- und Schaumflieger, etc. lassen mit Sicherheit einige althergebrachte modellbautypische Fähigkeiten verkümmern. Dennoch dürfte ihr Beitrag zum Untergang des Abendlandes verschwindend gering sein. Also einfach leben und leben lassen.

MfG Martin

udogigahertz
13.01.2012, 19:10
Heute gibt es Lack auf Wasserbasis.
Womit wir dann schon nicht mehr beim "klassischen Modellbau" wären ....... (neumodischer Kram!)


Zugegeben Raumproblem hatte ich keins.Viele andere eben schon. Auch heute noch. Ich möchte mal behaupten: Ohne die ARF- und Schaummodelle, die man an ein, zwei Abenden bequem auf dem Wohnzimmertisch zusammenbauen (stecken) kann, gäbe es die heutige Anzahl an aktiven Modellpiloten gar nicht. Schaut euch doch mal um: Wieviele der alltäglich geflogenen Modelle sind kürzlich nach den Regeln des "klassischen Modellbaus" gebaute Modelle? Wenn man mal ein solches altes Taxi oder auch ne Robbe Charter fliegen sieht, dann handelt es sich meistens um Originalware aus der damaligen Zeit, die sich über all die Jahre "gerettet" hat, aber so gut wie nie um gerade eben erst gebaute Modelle (handgedengelte Scale-Modelle mal außen vor gelassen).


Aber eins darf man nicht vergessen: der Erfolg fühlt sich erst richtig gut an wenn vorher Mißerfolge erlebt wurden.

Gutes existiert nur weil Böses existiert, Gewinner gibt es nur weil Verlierer vorhanden sind, ohne die Wahrnehmung und das Vorhandensein dieser Gegensätze wäre aber unser Leben öde.

Was wäre ein Modellflugwettbewerb ohne Zweit- und Drittplazierte usw. Absolut richtig.
Erfolg kann man aber auch mit einer Schaumwaffel haben - oder nicht?


Grüße
Udo

Wings Unlimited
13.01.2012, 19:28
Absolut richtig.
Erfolg kann man aber auch mit einer Schaumwaffel haben - oder nicht?

Da hast du vollkommen Recht!


Ich für mich kann derzeit nur folgendes Fazit ziehen: Mir macht das Hobby in allen Facetten einfach Spaß. Ob Baukasten, ARF oder RTF: Mir muß es damit gutgehen, sonst niemandem, mein Hobby betreibe ich für meinen Ausgleich. Wenn ich dabei noch regelmäßigen Kontakt mit netten Menschen haben kann: um so besser.

Nehmt euch nicht so fürchterlich ernst und teilt euer Wissen und euren Spaß mit anderen und der klassische Modellbau wird nie aussterben.

Auch das Schaummodell bietet mir das, leider nicht im gleichen Maß, aber wenn das für andere ausreicht ist das O.K.

Airman
13.01.2012, 19:28
Nur mal so zwischendurch, an meinem letzten "ARF"-Modell habe ich wesentlich länger gebastelt und über Motor-, Dämpfer-, Elektrik- und RC-Einbauten gebrütet als ich es damals mit Terry oder Lady jemals insgesamt benötigt habe.

Wohlgemerkt, die Technik ist wesentlich komplexer geworden und erfordert deutliches Können auf ihrem Gebiet. Da werden Rumpf und Flächen zwar nicht mehr selbst gebaut, aber der Rest macht heute meist echte Arbeit. Und so manche Fertigkeit ist auch trotz Dremel und Co gefragt.

Und wie früher gibt es heute auch Leute, die klatschen den Krams natürlich wesentlich schneller zusammen. Was euch hier eher fehlt geht in Richtung Wärme, Lust und Miteinander, das stirbt in den Vereinen halt zusamen mit den Medien aus.

Wings Unlimited
13.01.2012, 19:31
Nur mal so zwischendurch, an meinem letzten "ARF"-Modell habe ich wesentlich länger gebastelt und über Motor-, Dämpfer-, Elektrik- und RC-Einbauten gebrütet als ich es damals mit Terry oder Lady jemals insgesamt benötigt habe.

Wohlgemerkt, die Technik ist wesentlich komplexer geworden und erfordert deutliches Können auf ihrem Gebiet. Da werden Rumpf und Flächen zwar nicht mehr selbst gebaut, aber der Rest macht heute meist echte Arbeit.

Hat es dir Spaß gemacht?

Airman
13.01.2012, 19:46
Ja, weil ich die Technik rund um Motoren oder Komponenten wesentlich aufregender finde als ein aufrecht eingebautes 6,5 ccm Motörchen in einem Taxi. Das Hobby ist seit 1990 unglaublich vielfältig und techisch aufregend geworden, da trauer ich den alten Tagen nicht nach.

Was sich aber leider ebenso verändert hat ist die Gesellschaft und der Wohlstand und die Art wie Leute deshalb miteinander umgehen. Aber das hat wirklich gar nichts mit dem Hobby oder klassischen M. zu tun.

So, und jetzt gehe ich zum Ausgleich mal ins Resi und schaue, womit ich morgen fliege...

DerMitDenZweiLinkenHänden
13.01.2012, 21:09
Die ARF- und Schaumflieger, etc. lassen mit Sicherheit einige althergebrachte modellbautypische Fähigkeiten verkümmern. Dennoch dürfte ihr Beitrag zum Untergang des Abendlandes verschwindend gering sein. Also einfach leben und leben lassen.


Ich glaube auch, dass sich jene, die gerne Modelle bauen, nicht durch Schaumwaffel abbringen lassen. Was "verloren" geht sind die "Zwangsverpflichteten", die früher eben ihre Taxi- und Terry-Modelle in einer Woche mühsam zusammenklebten um dann endlich zu FLIEGEN.
Aber das waren keine ModellBAUER in dem Sinne, wie ich es verstehe.


Nur mal so zwischendurch, an meinem letzten "ARF"-Modell habe ich wesentlich länger gebastelt und über Motor-, Dämpfer-, Elektrik- und RC-Einbauten gebrütet als ich es damals mit Terry oder Lady jemals insgesamt benötigt habe.
Wohlgemerkt, die Technik ist wesentlich komplexer geworden und erfordert deutliches Können auf ihrem Gebiet. Da werden Rumpf und Flächen zwar nicht mehr selbst gebaut, aber der Rest macht heute meist echte Arbeit.

So ist es mir auch ergangen.

Kurt

guidos
14.01.2012, 12:39
moin,


ist schon witzig wie militant einige ihre ansichten als das evangelium verkünden ! :D

ich neige auch dazu die schaumwaffelnutzer als blöde doppeltlinkshänder hinzustellen.

ABER : wie ich schon mehrfach versucht habe anzumerken : das restmüllgeraffel hilft ungemein verschiedenste altersgruppen an das hobby : "MODELLFLUG" heranzuführen.
die erfolgserlebnisse sind dabei fast sicher und auf jeden fall wesentlich schneller zu erreichen als mit dem "konventionellen" oder "klassischem" modellbau.

denn der "klassische" modellbau/flug setzt zunächst mal kenntnisse voraus die heute die wenigsten leute haben.
hat man die nicht muß man sich diese aneignen, dank internet wird es aber grade dabei erstaunlicherweise schwieriger als frühe in vereinen.
warum ?

der größere teil der modellbauer die noch modelle bauen können nutzen das internet weniger als die fortschrittsjunkies.

die älteren modellbauer trifft man eher in vereinen an. und da gibt es diejenigen die jedem bereitwillig helfen und die anderen.

wie auch immer, hat man sich dann mühevoll die erforderlichen kenntnisse angeeignet (kleben,sägen,schleifen,bügeln,lackieren,löten, das selbstständig denken noch über allem dazu) schafft man es dann irgendwie aus diversen holzspreißeln oder vorgefertigten plastikrümpfen ein mehr oder weiger ansehnliches modell zu "basteln"
(ich erinnere mich zwar nostalgisch verklärt aber bei näherer überlegung und wegblenden des weichzeichners um das revisualisierte bild meines ersten charters auch mit grausen an das ergebnis dieser bemühungen)

und ganz ehrlich ?

ich glaube ich hätte damals, wenn es denn sowas gegeben hätte und finanziell möglich gewesen wäre, auch ein fix und fertig modell gekauft weil meine hauptintention das "fliegen" war und nunmal das bauen als notwendiges übel davor gesetzt war.


im nachhinein bin ich aber froh das ich den ganzen kram selbst erlernt habe und mittlerweile baue ich gerne. (ok, schon seit gut 30 jahren) kaufe aber manchmal auch ein fertig modell.

obendrein wurde ich in einem gastverein mal "genötigt" zu einen verpackungsmüll flieger im pulk zu fliegen. (weiß nicht mehr genau wie das unförmige häßliche ding hieß) ärgerlicherweise machte das nurflügelige etwas tierisch spaß.
jetzt erwische ich mich immer öfter bei dem gedanken mir so einen styromüll zuzulegen und im kofferraum zu verstecken, so für alle fälle mal...... :D

ABER SCHÖN ISSES NICH !

dann noch mal was dazu :



udogigahertz







Zitat von jochen_w.

...in denen man sich so ganz nebenbei Wissen aneignet, das in der Schule, Ausbildung zu einem technischem Beruf und sogar noch an der Uni/ FH sehr hilfreich ist!


Gruß
Jochen
Welches Wissen denn? Dass Sekundenkleber besser wäre als Uhu-hart? Warum heutzutage die Nitro-Lacke alle verschwunden sind? Dass man Holz durch Abschleifen in der Form verändern kann? Also meiner Meinung nach hilft einem diese Art Wissen heute nicht mehr besonders viel weiter, schon gar nicht an einer Uni/FH, dort hülfe einem schon eher das Verständnis für Boolesche Gleichungen oder ähnliches ungleich mehr als ein Balsaholzflieger zusammengeleimt zu haben.

Allerdings wäre es auch ungerecht, diesem Selbstbau "alter Schule" überhaupt keinen Lerneffekt zu unterstellen, der ist natürlich da, man lernt aber hauptsächlich feinmotorische Fähigkeiten, also das Arbeiten mit diffizilen, empfindlichen Sachen, außerdem lernt man, Geduld zu haben, eine heute kaum noch anzutreffende Eigenschaft. Auspacken und morgen damit losfliegen ist nicht, man muss schon einige Wochen einplanen.



man lernt nicht nur geduld.
man lernt :

-holzverarbeitung (ok, würde einem schreiner helfen, oder aber einer hausfrau die frei nach sonya kraus die deckenvertäfelung auf gehrung sägen kann)

-metallverarbeitung (hilft in allen metallverarbeitenden berufen, beim hobbybasteln am auto weil ja die werkstätten nur aus verkappten schwerverbrechern bestehen, beim anpassen von alutüren, schlössern usw... und natürlich der hausfrau damit die die designertürgriffe zur haustür passend feilen kann)

-lackiertechnik (hilft dem angehenden anstreicher oder lackierer, beim hobbymäßigen autobasteln, beim renovieren in der wohnungdamit die eigene frau einem nicht wieder das auch noch erklären muß :D usw....)

- bügeln (ok, textilverarbeitende berufe sind möglicherweise klischeehaft eher den damen vorbehalten, hilft aber wenn man nicht verheiratet ist die eigene wäsche nicht immer der mama zum bügeln zu bringen)

-löten ( für alle elektrotechnischen berufe, kfz-technik, usw...)

- kunststoffverarbeitung ( hilft dem angehenden bootsbauer, modellbauer, werkstätten die englische plastikautos reparieren :D messebauern, usw....)

- aerodramatik (hilft gegen flugangst, man versteht WARUM ein flugzeug überhaupt fliegt)

-statik ( hilft statikern, beim packen des urlaubsautos oder der berechnung des doppelten bodens auf dem dachboden oder der garage)

-metereologie ( man weiß das es eine schlechte idee ist bergwandern zu gehen wenn die radioantenne des autos waagerecht steht und ausnahmsweise nicht die werkstatt schuld ist)

- teamwork ( ein untermotorisierter trainer läßt sich vom kollegen besser werfen als wenn man das schlotternd vor angst selbst machen muß )

- versicherungsrecht

- luftfahrtrecht

- faustrecht (wenn der jagdpächter wieder nervt...:D)

- selbstständiges denken ( hilft immer überall da wo kein w-lan oder telefonnetz ist....)

- den richtigen einsatz von alkohol ( erfolgsschnaps erst NACH geglücktem erstflug trinken )

- motorentechnik ( hilft wieder beim hobbyarbeiten am auto=

- chemie

- kraftstoffe

- gartenbau- und erdbewegungstechnik (beim anlegen der piste oder ausbuddeln des modells) hilft im garten und beim beseitigen des jagdpächters oder der schwiegermutter :D)

- design ( würde so manche mißglückten tuningversuche von joe´s oder mike´s garage verhindern)


die auflistung ließe sich sicherlich noch um einiges ergänzen.....


was verlernt man ?

eigentlich nix außer googlen und fliegen wenn man beim bauen zu schlecht ist. das nennt man dann natürliche auslese.


was lernt man beim fertigmodell ?


- nach bebilderter anleitung fertige bauteile zusammenzustecken oder nach anleitung zu kleben.

- googlen in internetforen ob man die anleitung denn richtig verstanden hat

- welcher stecker a mit buchse b zu verbinden ist um das gerät flugfertig zu machen

- das man wenn man was beim fliegen zerbricht etwas neues bei ebay oder hobbyking bestellen kann

- fliegen, zumindest wenn man was stabiles oder schaumiges gebaut hat



das sind beispiele fürs hobba und teilweise für den alltag.


wenn man weiterdenkt (oder lehrlinge ausbildet) stellt man fest das viele (um nicht wieder alle jugendlichen über einen kamm zu scheren) weder handwerklich irgendetwas können. logische und/oder technische zusammenhänge weder kennen noch verstehen können.
das wenig lernbereitschaft existiert sondern eher die haltung : mach mich schlau vorherrscht.

dazu kommt, da ja immer wieder der fortschritt bejubelt wird, das z.b. im lehrplan für kfz-mechatroniker weder spulenzündung noch vergaser erklärt werden. man könnte meinen : zu recht, das gibt es ja nur noch bei oldtimern.
aber : wie soll denn jemand verstehen was bei der gemischaufbereitung und zündung vorgeht wenn im lehrplan nur steht wie man einzelne bauteile austauscht oder per tester prüft ?
es soll ja vorkommen das ein auto nicht läuft,der tester aber keinen fehler anzeigt.
dann ist feierabend bei der fehlersuche, es wird nur noch sinnlos getauscht.
hätter der vorher gelernt warum und wie sich die funktionen zusammensetzen könnte er zumindest mit logischem tauschen dem fehler eher auf die spur kommen oder durch weitere prüfungen den fehler tatsächlich finden.
es wird kein schweißen mehr gelernt.
erstaunlicherweise ist die ausbildung trotz streichen vieler grundsatztechniken ein halbes jahr länger und die noten werden schlechter.

das zeigt einen meiner meinung nach einen schlechten fortschritt.

das soll nicht heißen das man wieder auf den bäumen wohnen und bananen fressen soll aber zumindest sollte man wissen wie und warum man vom baum runter in ein energiesparhaus gezogen ist und das die bananen eine sinnvollle ergänzung zum mc donald fraß ist..... :D


guido

Sebafer
15.01.2012, 21:53
das zeigt einen meiner meinung nach einen schlechten fortschritt.

das soll nicht heißen das man wieder auf den bäumen wohnen und bananen fressen soll aber zumindest sollte man wissen wie und warum man vom baum runter in ein energiesparhaus gezogen ist und das die bananen eine sinnvollle ergänzung zum mc donald fraß ist..... :D


guido


Exakt. Stimme 100% zu.
Genau dieser Effekt zieht sich durch die komplette Gesellschaft inkl. Politik, Wutbürgertum, Modellbau...
Ich will alles, keine Ahnung warum das so funktioniert/so sein muss aber is mir auch egal und ich will das so/anders.

Ich weiß, sehr überspitzt ausgedrückt und in Teilen Übertrieben, aber dies ist hier und da wirklich so und und in vielen Bereichen schon im Ansatz vorhanden. Ich persönlich hab was das angeht zumindest den Eindruck, dass das Rad in immer kürzeren Abständen neu erfunden wird bzw
immer öfter wieder er- und be-gründet werden muss,warum es sich so und nicht anders dreht.



Was das Thema angeht kenn ich viele Vereine, wo mit Jugendlichen und Anfängern immer erst mal ein einfacher Wurfgleiter (Mit RC Höhe Seite) gebaut wird. Was ganz Einfaches,schnell fertig. Während des Bauens wird auf Wichtiges eingegangen damit der Anfänger weiß,wo die größten Kräfte auftreten,was ein Holm ist, Schwerpunkt in Zusammenhang zu EWD und gewünschter Geschwindigkeit. Ironischerweise kenne ich nen Haufen langjähriger Modellflieger, denen die letzten Begriffe nicht geläufig sind, die regeln das alles über die Trimmtaster, was nicht selten ein vernichtendes Urteil über ein eigentlich sehr gutes Flugzeug nach sich zieht (.."fliegt schei...e").

Was man aber auch oft erlebt, und das ist glaube ich auch erst seit den Schaumis so, dass jemand eben mit RTF anfängt und mit der Zeit durch den engen Kontakt mit Modellfliegern seine Interessen entwickelt und "Blut leckt". Da kommt dann Anspruchsvolleres von selbst und verlangt gewisses Wissen. Lücken werden dann durch Foren geschlossen, wo man sich Tips holen kann. Spätestens dann weiß man, was man alles nicht weiß ;)
bzw weiß man dann garantiert nicht mehr, wem man glauben soll:D

Aber ich wollt gar nicht so viel schreiben...

Grüße Sebastian

rkopka
16.01.2012, 10:39
denn der "klassische" modellbau/flug setzt zunächst mal kenntnisse voraus die heute die wenigsten leute haben.
hat man die nicht muß man sich diese aneignen, dank internet wird es aber grade dabei erstaunlicherweise schwieriger als frühe in vereinen.
warum ?
...
wie auch immer, hat man sich dann mühevoll die erforderlichen kenntnisse angeeignet (kleben,sägen,schleifen,bügeln,lackieren,löten, das selbstständig denken noch über allem dazu) schafft man es dann irgendwie aus diversen holzspreißeln oder vorgefertigten plastikrümpfen ein mehr oder weiger ansehnliches modell zu "basteln"
(ich erinnere mich zwar nostalgisch verklärt aber bei näherer überlegung und wegblenden des weichzeichners um das revisualisierte bild meines ersten charters auch mit grausen an das ergebnis dieser bemühungen)
...
man lernt nicht nur geduld.
man lernt :
...
Ich finde die Folgerung nicht ganz richtig. Man braucht einige dieser Fähigkeiten oder zumindest sehr spezielle Bereiche davon. Es ist weder nötig alles zu dem Thema zu wissen, noch lernt man im Modellbau viel zu dem jeweiligen Thema. Man braucht eine breite Wissensbasis, aber entweder nicht tiefgehend oder sehr spezialisiert.

Bügeln von Folie ist was anderes als Bügeln eines Hemdes. Einen Stecker anlöten ist was anderes als SMD oder Dachrinnenlöten. Holzarbeiten sind etwas breiter gestreut, aber trotzdem nur ein Bruchteil dessen, was es so gibt. Auch bei Aerodynamik und Elektronik reicht ein sehr kleiner Teil des Wissensgebiets. Andererseits lernt man über den Modellbau auch nur einzelne Spezialfälle davon.

RK

Herbert1
16.01.2012, 16:10
Nur mal so zwischendurch, an meinem letzten "ARF"-Modell habe ich wesentlich länger gebastelt und über Motor-, Dämpfer-, Elektrik- und RC-Einbauten gebrütet als ich es damals mit Terry oder Lady jemals insgesamt benötigt habe.

Wohlgemerkt, die Technik ist wesentlich komplexer geworden und erfordert deutliches Können auf ihrem Gebiet. Da werden Rumpf und Flächen zwar nicht mehr selbst gebaut, aber der Rest macht heute meist echte Arbeit. Und so manche Fertigkeit ist auch trotz Dremel und Co gefragt.

Und wie früher gibt es heute auch Leute, die klatschen den Krams natürlich wesentlich schneller zusammen. Was euch hier eher fehlt geht in Richtung Wärme, Lust und Miteinander, das stirbt in den Vereinen halt zusamen mit den Medien aus.

hallo Airman
hängt vielleicht damit zusammen das du in deiner Modellflugkariere gelernt hast genauer zu bauen.Wenn du Heute ein hochwertiges Modell baust verzeiht das dir Baufehler schlechter wie jetzt zum
Beispiel ein Taxi von früher.Bei den Besenstielen muss man sich mehr Gedanken machen wie bekomme ich meinen Empfänger ,Empfängerbatterie,Servos unter,aber das hat mit dem klassischem Modellbau wenig zu tun.
Wenn du einen klassischen Modellbau (Holzbau )sauber und genau baust brauchst du mit Sicherheit länger wie mit einem ARF Modell,den die Technik ist da auch nicht anders.

Was euch hier eher fehlt geht in Richtung Wärme, Lust und Miteinander, das stirbt in den Vereinen halt zusamen mit den Medien aus.[/QUOTE]

Man sollt mal hinterfragen warum das so ist.

Wo liegen da die Ursachen ? Liegt vielleicht an den fertig Fliegern .

Gott sie Dank bei uns im Verein ist das nicht so. Bei uns wird im Winter an 2 Tagen in der Woche im Vereins eigenem Bastelraum klassischer Modellbau betrieben.
Unser Verein veranstaltet alle 2 Jahre einen der größten Flugtage in Deutschland .80-100 Piloten nur Großmodelle davon 90% Eigenbauten und Baukästen
Das Alter der Piloten der Eigenbauten ist Mittelalter bis alte Säcke.
Die paar Jugendliche fliegen Hubschrauber oder dann die voll GFK Kunstflieger.
Die Jugendlichen sind vom Fliegerischem schon erste Sahne.
Nur wenn man auf Flugtage 10 Kunstflugmaschinen sieht und die sehen ja alle irgendwo gleich aus ,mit dem gleichen Programm wird es für den Zuschauer schnell Langweilig .
Ist bei uns nicht so. Alte Nachbauten sind halt schon Interessanter da jeder anders Aussieht.
Wenn ich das bei uns so betrachte bin ich der Meinung der klassische Modellbau stirbt nicht aus, nur die Modellbauer werden halt Älter.

Gruß,Herbert

Wings Unlimited
16.01.2012, 16:23
...nicht aufregen...einfach dagegenhalten :-)

Herbert1
16.01.2012, 16:37
Fürs Mähen haben wir einen Dienst. Das kostet kaum mehr, als für Rasenmäher (hatten wir früher) und Wartung anfallen würde. Und spart uns eine Menge Diskussionen. Wenn wir schimpfen, dann auf einen Vereinsfremden :-)

Grillplatz haben wir keinen. Wenn wer den Gasgriller, der einem Mitglied gehört, benutzt (nicht sehr oft), säubert er ihn auch wieder. Wenn die (kleine) Hütte etwas braucht, macht das jemand, der sich auskennt, bzw. einige vom harten Kern, die sowieso immer da sind :-) , packen mit an.

Bisher kommen wir weitgehend selbstorganisiert gut zurecht. Nur zur Klarstellung, ich bin da kein Mitläufer, der nur alles nutzt. Ich bin Schriftführer und Hauptinitiator und Miterbauer der Solaranlage. Ich mags nur nicht, wenn man gezwungen ist, überall mitzumachen. Wir haben genug Mitglieder, die ich kaum mal sehe, weil sie sehr wenig oder nur unter der Woche fliegen und die Veranstaltungen auslassen. Das ist ihr gutes Recht.

RK

Hi
Wenn man nur ein Handtuch pflegen muss und der Verein in der glücklichen Lage ist das aus der Vereinskasse bezahlen zu können mag das ja in Ordnung sein aber wie viele Vereine können das.
Wenn man aber circa 4000 qm mit einer großen Hütte unterhalten muss ( alle Woche Rasen mähen,2x im Jahr Hecken schneiden, Reparaturen ) geht das ohne das alle aktiven Piloten helfen nicht.
Ich bin auch nicht deiner Meinung das Leute die den Platz nutzen sich aus allem raushalten können.Wenn ihr ein paar Dumme habt die die Arbeiten für die Anderen machen euer Glück.
Meine Einstellung ist, wenn ich in einem Verein bin dann bin ich ganz im Verein und nutze nicht nur die angenehmen Seiten ist auch gegenüber den Anderen Unfair.


Gruß,Herbert

Wolfgang G.
16.01.2012, 17:51
Meine Einstellung ist, wenn ich in einem Verein bin dann bin ich ganz im Verein und nutze nicht nur die angenehmen Seiten ist auch gegenüber den Anderen Unfair.

Einer der besten Sätze im ganzen Thread.

Mehrtürer
16.01.2012, 19:48
Viele Grüsse an all die Selberbauer und Baumarktenthusiasten usw.

Hab das Lied gerade im Radio gehört und mich ein Stück weit wiedererkannt, wie ich doch noch letzten Freitag um 21.30 Uhr in den Toom-Baumarkt gehechtet bin um mich mit Balsabrettern für das Wochenende einzudecken...

Mir sind auch u.a. auch welche von diesen Leuten über den Weg gelaufen ;-)



http://www.youtube.com/watch?v=QjiA1LCX3VM

Gott sei Dank fährt meine Frau lieber in den Baumarkt als Schuhe kaufen.

rkopka
17.01.2012, 10:15
Wenn man nur ein Handtuch pflegen muss und der Verein in der glücklichen Lage ist das aus der Vereinskasse bezahlen zu können mag das ja in Ordnung sein aber wie viele Vereine können das.
Wenn man aber circa 4000 qm mit einer großen Hütte unterhalten muss ( alle Woche Rasen mähen,2x im Jahr Hecken schneiden, Reparaturen ) geht das ohne das alle aktiven Piloten helfen nicht.
Ich bin auch nicht deiner Meinung das Leute die den Platz nutzen sich aus allem raushalten können.Wenn ihr ein paar Dumme habt die die Arbeiten für die Anderen machen euer Glück.
Meine Einstellung ist, wenn ich in einem Verein bin dann bin ich ganz im Verein und nutze nicht nur die angenehmen Seiten ist auch gegenüber den Anderen Unfair.
Naja 2000-3000m2 sind es auch. Der Dienst kostet uns, soweit ich mich erinnerne, ca. 10-12 Mitgliedsbeiträge. Hecke haben wir nicht und nur eine recht kleine Hütte. Da braucht es einfach nicht ständig 50 Leute, die was tun.

Mähen: durch die Mitglieder würde einen Rasentraktor erfordern. Der kostet einiges. Hält nur eine begrenzte Zeit und braucht auch Wartungskosten. Wir haben unseren weggegeben, weil sich das nicht rentiert hat. Mit einer realistischen Abschreibung und Unterhalt kommen wir auf etwa den gleichen Betrag wie der Dienst. Außerdem muß man dann ständig hinterher sein, wer zum Mähen dran ist, kommt der auch ? Diese Jahr nur die eine Hälfte des Clubs ? Kann der auch mit dem Mäher umgehen, was macht er, wenn der Mäher streikt ? Was machen wir, während der Mäher repariert wird ? Nein danke.

Für alle anderen normalen Arbeiten reichen 2-5 Personen, sollen wir da jetzt ein Rotationsprinzip einführen, wer kommen muß ? Einige brauchen wir sowieso wegen Werkzeug oder Fähigkeiten. Auch hier sehe ich den Nutzen viel geringer als den Aufwand. Das ganze ändert sich natürlich, wenn man ein Riesengelände, zweistöckiges Clubhaus... hat.

Unser Club folgt eher dem Minimalismus. Wir haben das nötigste (Solar wird gerade erweitert). Bauen tut jeder für sich. Die Beiträge sind in vernünftigem Rahmen und wir kommen gut damit aus. Also brauchen und wollen wir auch keine großen Veranstaltungen. Wir wollen einfach nur fliegen. Unsere (kleinen, internen) Veranstaltungen werden meist von einem einzelnen in kleinem Rahmen organisiert (ich mache einen kleinen Wettbewerb). Auch hier braucht man keine große Helferzahl. Es reichen die Piloten, die mitmachen wollen.

Sich ganz und gar einem Verein zu verschreiben, ist heute eher die Ausnahme. Ich seh das auch in anderen Sparten. Ab einer gewissen Größe hat man Mitglieder, die mehr oder weniger passiv sind. Außerdem bekommt man nie alle zusammen und braucht andererseits auch nie alle. Finanziell gesehen, sind diese passiven Mitglieder ideal. Sie bringen Beiträge und nutzen kaum etwas.
Wenn man natürlich nur z.B. 10 Mitglieder hat, sieht das anders aus. Dann kann man sich keinen Dienst leisten und muß alle einspannen. Oder die Beiträge extrem hoch ansetzen. Was auch ein Weg ist. Für viele ist heute Zeit wertvoller als Geld. Also nehmen sie eher höhere Beiträge in Kauf, als immer wieder ein paar Stunden am Rasentraktor zu hocken.

RK

Herbert1
17.01.2012, 13:10
Hallo RK

nur noch ganz kurz
damit wir wieder zum eigentlichem Thema zurück kommen können.
Das was ihr in eurem Verein praktiziert hat für mich mit Vereinsleben nicht mehr viel zu tun.
Da ist genau der Trend zu sehen, für alles was Unangenehm ist was Arbeit verursacht hole ich mir Jemand Anderen den ich bezahle.
Das ist so ähnlich, ich baue kein Modell sondern gehe in einen Laden und kaufe mir eins.
Denn auch die Arbeiten im Verein können mit den richtigen Leuten viel Spaß machen, da brauche ich keine 50 Personen.
Arbeiten dann eine gescheite Brotzeit macht doch Spaß.
Habt ihr keine Rentner im Verein, da gebe es bestimmt einen der das Rasenmähen übernehmen würde, bei uns ist das so, nämlich meine Person.
Durch das Einbinden der Mitglieder in die Unterhaltung des Vereinseigentum schaffe ich auch ein ganz anderes Klima im Verein ( Zusammenhalt )
aber jeder sieht das anders.
Für mich währe euer Verein nicht das was ich mir unter einem Verein vorstelle.

Aber lassen wir es Gut sein und beschäftigen uns wieder mit dem klassischen Modellbau.

Ich wünsche dir eine Gute Zeit.

Herbert

DerMitDenZweiLinkenHänden
17.01.2012, 14:05
Das was ihr in eurem Verein praktiziert hat für mich mit Vereinsleben nicht mehr viel zu tun. [...] für alles was Unangenehm ist was Arbeit verursacht hole ich mir Jemand Anderen den ich bezahle.
[...]
Habt ihr keine Rentner im Verein, da gebe es bestimmt einen der das Rasenmähen übernehmen würde,

ich finde, RK hat schön dargestellt, dass es es sich _wirtschaftlich_ nicht auszahlt.

Kurt

Herbert1
17.01.2012, 14:29
ich finde, RK hat schön dargestellt, dass es es sich _wirtschaftlich_ nicht auszahlt.

Kurt

Hi Kurt
Muss es sich immer wirtschaftlich rechnen ? Dazu noch in einem Verein.
Ich habe doch auch die Gegenseite beschrieben.

Gruß,Herbert

guidos
17.01.2012, 19:05
moin,



Das was ihr in eurem Verein praktiziert hat für mich mit Vereinsleben nicht mehr viel zu tun.
Da ist genau der Trend zu sehen, für alles was Unangenehm ist was Arbeit verursacht hole ich mir Jemand Anderen den ich bezahle.



vieleicht besteht der verein überwiegend aus führungskräften und selbständigen ?
dann kann ich das durchaus nachvollziehen.
ich habe z.b. auch fast nur im winter zeit zum modellfliegen.
manchmal auch an 3-4 tagen im sommer am wochenende.
wenn ich da auch noch rasenmähen MÜßTE oder die hütte anstreichen würde ich dort nicht mehr fliegen.
in unserem verein besteht die möglichkeit nicht geleistete arbeitsstunden "abzuzahlen"
das heißt nicht das es kein vereinsleben gibt.
im sommer wird gegrillt, im winter in der halle geflogen und es fahren einige zusammen in den modellflugurlaub oder auf flugtage.




Für mich währe euer Verein nicht das was ich mir unter einem Verein vorstelle.



wenn unser verein ein verein wäre wie man sich das im allgemeinen vorstellt wäre ich auch nicht da drin. :D
bin nicht so der schrebergärtner oder skatklubvereinstyp.

für mich ist es wichtig das ich mit den leuten auf einer wellenlänge liege und mit denen gut klarkomme. (selbst wenn die arf oder schaumgeraffel fliegen :D)


guido

rkopka
18.01.2012, 10:39
Das was ihr in eurem Verein praktiziert hat für mich mit Vereinsleben nicht mehr viel zu tun.
Da ist genau der Trend zu sehen, für alles was Unangenehm ist was Arbeit verursacht hole ich mir Jemand Anderen den ich bezahle.
Das ist so ähnlich, ich baue kein Modell sondern gehe in einen Laden und kaufe mir eins.
Denn auch die Arbeiten im Verein können mit den richtigen Leuten viel Spaß machen, da brauche ich keine 50 Personen.
Arbeiten dann eine gescheite Brotzeit macht doch Spaß.
Das ist eher so, daß man in den Laden geht und sich ein ARF besorgt, weil man zu wenig Zeit zum Bauen hat und das ARF auch noch billiger ist (womit wir fast wieder beim Thema sind). Selberbauen bringt hier nur etwas, wenn man am BAUEN den meisten Spaß hat. Wie sind aber eher ein Modellfliegerverein. Die meisten sind dabei, weil sie einen Platz zum Fliegen brauchen und fliegen wollen, nicht wegen Gartengestaltung, Hüttenbau oder gemütlichem Zusammensein.

Da muß man wohl unterscheiden zwischen Vereinen, die mehr dem Vereinsleben dienen und nebenbei auch noch irgendeinem Sport, Sammeln o.ä.
Die anderen Vereine sind einfach eine rechtliche Grundlage, die es erlaubt z.B. ein Grundstück zu mieten und die Kosten auf die Mitglieder aufzuteilen. Dabei ist eben (z.B.) das Fliegen das Hauptthema und alles andere nur nötiges Mittel zum Zweck. In der schmal bemessenen Freizeit will ich tun, was Spaß macht und mich interessiert. Arbeiten tu ich unter der Woche um das Geld für die Modelle zu haben :-)

"da brauche ich keine 50 Personen"... also arbeiten nur einige (die Spaß daran haben) ? Die anderen profitieren davon ? Tja, wie bei uns.


Habt ihr keine Rentner im Verein, da gebe es bestimmt einen der das Rasenmähen übernehmen würde, bei uns ist das so, nämlich meine Person.
Haben wir in einem anderen Club probiert. Ging aber auch nicht. Gerade die Rentner (bei uns) haben ständig irgendwas zu tun. Oder haben einfach keine Lust mehr auf solche Arbeiten, selbst wenn es etwas Geld dafür gibt. Taschengeld brauchen sie nicht und die Zeit ist vielen zu Schade. Einer hat es eine Weile gemacht, konnte dann wegen Pflege eines Angehörigen nicht mehr. Das nächste Problem ist, daß bei uns die Rentner besonders im Sommer oft wochenlang unterwegs sind, da braucht man dann wieder eine Vertretung.

RK

Herbert1
18.01.2012, 13:45
Hallo RK

Wir sind 130 Mitglieder im Verein davon 25 Aktive und davon 15 richtig Aktive die den Platz auch voll nutzen und die Arbeiten auch dafür,
aber soviel ist das ja auch nicht, wenn man im Jahr 2 größere Arbeitseinsätze hat.
Ich verstehe nicht das man der Meinung ist eine Vereinsmitgliedschaft zwängt einen ein.
Als ich noch in der Arbeitswelt gestanden habe hatte ich auch wenig Zeit zum Fliegen wenn dann Arbeitseinsätze waren und ich war zu Hause
habe ich mich nicht gedrückt.
Ist klar wenn ich in einer Gemeinschaft mein Hobby betreibe und auch noch Immobilien vorhanden, sind gewisse Zwänge vorhanden das ist in jeder Sportart so , außer der Verein ist so elitär das man sich für alles Mulis halten kann.
Der Satz , ich habe keine Zeit ist eine der einfachsten und besten Ausreden die es gibt.
Denn wenn ich etwas machen möchte werde ich immer irgendwie Zeit finden.
Sicher das Wichtigste ist das man sich mit seinen Kollegen gut versteht und daraus ergibt sich das andere von selbst.

Gruß,Herbert

Walter Born
23.01.2012, 14:34
Also, ich jammere auch immer noch dem Veriensleben nach, welches ich aus den 70er Jahren kenne. Obwohl ich damals auch versucht habe, mich vor Allem zu druecken und das wenige, was ich gerne gemacht haette, z.B. maehen, war nur einer geschlossenen Gruppe zugaenglich.

Die Prioritaeten sind heute bei den Meisten wohl anders und ich merke das meine Freizeit immer weniger wird und die Ressourcen, auch finanziell immer knapper werden sich das Hobby so zu gestalten wie man gerne haette oder gefuehlt schonmal ausgeuebt hat.
Wenn ich vor 30 Jahren noch fast taeglich unterwegs war aber in jedem Fall taeglich mit Modell BAU beschaeftigt war, bin ich heute froh, wenn ich 1-2 Tage im Monat fuer Modellflug habe.

In den letzten Jahren hab ich zusaetzlich versucht in meiner Umgebung eine Verein zu gruenden. Das ging soweit das ich Gelaende gekauft habe, Huette gebaut, Rasentraktor angeschafft und Preise fuer Einweihung etc bezahlt habe. Das Ergebnis war ernuechternd. Auch auf diese Weise hat sich nur ein einziger Mensch gefunden der bereit war die Maeharbeit zu teilen. Ansonsten Pause. Die Konsum-Mentalitaet ist schon soweit fortgeschritten, das diejenigen, die noch richtig viel Zeit zu investieren bereit sind, sehr selten sind. Ich hatte sogar ein wenig den Eindruck, das ich mehr Besucher bei der Einweihung im Internet an der Webcam hatte, als Teilnehmer am Platz.

Und ja, genauso wie das Interesse gering ist am klassischen Modellbau, genauso gering ist das Interesse etwas mit Anderen zusammen zu machen, was ueber das Schreiben in Internetforen hinausgeht. Provokativ? Rechne doch jeder mal die Zeit zusammen die er/sie im der Woche mit dem Internet verbringt. Ich jedenfalls koennte in der gleichen Zeit bequem ein einfacheres Flugmodell...."bauen".

Pushy Cat
24.01.2012, 15:28
Hallo
ich baue seit ich laufen kann Modelle erst Papier dann Balsa und seit 1972 ferngsteuert, wenn ich heute einen Plan kaufe habe ich schon fast ein Fertigmodell gekauft da geht es schon los als nächstes kommen die Kosten für Material kauf doch mal Balsaholz. Der einzige Anreiz der bleibt ist doch dass es das Modell dann meist ein Einzelstück im Verein ist und nicht ganze Flotten von gleichen Schaumwaffeln rumfliegen.
Die Kosten schrecken sicher viele Modellflieger ab mal wieder etwas aus Holz zu bauen.
Gruß
Hanspeter

Raymund von den Benken
24.01.2012, 18:06
Ist mir ja fast schon peinlich,aber ich bin Mitglied in drei Vereinen (auch durch Umzug bedingt).
In allen dreien gibt es ein gut funktionierendes Vereinsleben und auch sicherlich mehr als 30 Aktive.
In zwei Vereinen habe ich mich sehr aktiv beteiligt,war im Vorstand und auch sonst bei den Arbeiten aktiv.
Mir hats da immer gefallen und das tuts noch heute.Trotzdem bin ich das genaue Gegenteil eines Vereinsmeiers.
Modelle baue ich immer noch,nach Plan,selbst konstruiert,ja auch gelegentlich mal ARF oder ähnliches.
Mir machts einfach Spaß und das Basteln in der Werkstatt ist pure Entspannung.

Also : schöne Grüße und immer entspannt bleiben!
Raymund

Hubbitesi
19.10.2012, 23:18
Guten Abend.
Ich würde gern aus aktuellem Anlass den threat wieder nach oben holen. Ich bin nämlich auf der Suche nach einem erfahrenen Modellbauer, der bereit ist, sein Wissen weiterzugeben. Deshalb hatte ich in 2 Foren angefragt. Leider hat sich nach 1 Woche noch keiner gemeldet.
Ich habe großes Interesse, Tipps, Tricks und Kniffe rund um die Holzbauweise, Folienbespannung und Styro-Holzbeschichtung beim learning by doing vermittelt zu bekommen.
Bin ich zu ungeduldig, um nach 1 Woche mit einer Antwort zu rechnen? Oder ist es eher unüblich, so konkret nach Wissenstransfer zu fragen? Will nur wissen, ob ich zu ungeduldig bin ... deshalb schreibt bitte eure Meinung.

Danke und einen schönen Abend
:-)