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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Funcopter von Multiplex V1



Gosi
10.12.2011, 09:02
einen wunderschönen guten Morgen !

Ich habe da mal ein paar fragen zum Funcopter von Multiplex.

Ich habe in den letzen Tagen meine ersten Hüpf versuche hinbekommen, musst aber bald feststellen dass sich das ritzel von der Hauptrotorwelle etwas gelockert hat. Dieses Problem habe ich bereits gelöst.
Nun habe ich aber mit dem Heckrotor probleme.
und zwar.
je mehr Gas ich gebe desto stärker dreht sich der Heli um die eigene Achse. will heißen dass der Anstellwinkel der Heckrotorflügle sehr stark nach links zieht. wenn ich versuche das auszutrimmen klappt es nicht mehr da der Rotor sich dann nicht mehr in die entgegengesetze Richtung stuern lässt.
Laut Bauanleitung (Anleitung Bilder S.25) (www.multiplex-rc.de/service/downloads/anleitungen.html?eID=dam_frontend_push&docID=610) sollte der Heckrotor gerade stehen was er auch tut nur in dieser position ist ein starten unmöglich. kann mir hier jemand weiter helfen? Kennt jemand das Problem ?

Desweiteren habe ich eine Frage zum Fliegen selbst.
Ich habe eine Fernbedienung der Marke ET6I (http://www.tkep.de/downloads/ESKY2G4.JPG) welche zum Esky Helicopter passt inkl. empfanger eingebaut. Hier habe ich das problem dass je mehr Drehzahl ich auf den Motor gebe, ebenso die Nick und auch gleichzeitig die Rollfunktion nach Links angesteuert wird.
An meinen Testflugtagen habe ich es zwar hinbekommen sie so auszutrimmen dass der Vogel zwar abgehoben hat, aber wie beschrieben nach Links hinten abdriftet.

Kann mir hier vlt jemand mitteilen was ich da falsch mache ?

Kann es sein dass das einzelne gelbe Kabel vom Kreisel da was ausmacht ?
für jeden tipp wäre ich euch sehr sehr dankbar

LG aus Tirol

Kerusker
11.12.2011, 19:22
Hallo Gosi,

nachdem sich noch niemand gemeldet hat, will ich mal versuchen dir zu helfen - bin allerdings kein "Experte", habe aber wenigstens ~50 Akkus FC Erfahrung hinter mir.

Vorab:
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1) Ich kenne die Funke vom E-Sky nicht... dass dein Heli Roll und Nick beim Gasgeben zumischt liegt daran, das an der Funke eine Taumelscheibenmischung (120 CCPM-Mischer) eingestellt ist.
Das braucht man bei Collective-Pitch Helis, aber NICHT beim FC!
Der FC wird als Flugzeug/Fläche oder Taumelscheibentyp H1 (nur 2 Servos) gesteuert!
So bitte nicht starten, das geht 100% schief!

2) Der FC ist ein Fixed-Pitch Heli, heisst die Rotorblätter haben einen festen Anstellwinkel, die Höhe wird über die Drehzahl gesteuert. Dadurch haben auch die Heckrotorblätter unterschiedliche Geschwindigkeit, am Boden bei geringer Drehzahl kann der Heckrotor nicht genug Schub aufbauen um dem Drehmoment des Hauptrotors entgegen zu wirken.
Es ist also normal, das der Heli am Boden beim Gasgeben zu einer Drehung im Uhrzeigersinn neigt.
Lösung:
Laaaangsam Gas geben und mit Gier etwas gegensetuern. Kurz vor dem Abheben hat der Heckrotor genug Schub so das der Gyro korrigieren kann.
Dann beherzt und mutig etwas Gas gaben damit der Heli deutlich steigt, aber mit Gefühl, nicht zu schnell zuviel Gas, sonst dreht sich das Heck wieder weg.... :-((
5 m Abstand vom Heli halten, damit man etwas Platz zum korrigieren hat! Nach ein paar Starts/Landungen hast du den Dreh raus, keine Angst!
Beim Landen übrigens das selbe - man will am Boden gerne "sofort" Gas auf 0 stellen, doch dann dreht sich der Heli genau anders herum, gegen den Uhrzeigersinn. Also auch hier manuell mit Gier nachhelfen und langsaaam vom Gas gehen!

Einstellung Heckrotor:
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Ich glaube, du hast die Anleitung falsch verstanden...?
Als Näherung für die richtige Einstellung gehst du so vor:
Teil 1 Zuhause:
- Anlenkstange am Servo lösen.
- Nicht die Rotorblätter geradestellen, sondern die Halterungen, in welche die schwarze Spinnenhülse eingehängt ist, parallel (zu einander gerade) stellen - z.b. mit Wäscheklammer zusammen klemmen.
- Motorstecker lösen (Sicherheit!), Funke anschalten und Akku an den FC. Nun stellt sich der Servo in Neutralstellung. Der Servohebel sollte leicht nach vorne (ca. 10 Grad), nicht senkrecht nach oben stehen.
- In dieser Position Gestänge am Servo fest machen.

Wichtig!!:
Die Heckanlenkung muss leichtgängig sein! Lieber etwas zuviel Spiel als schwergängig, der Servo hat nicht genug Kraft eine leicht klemmende Ansteuerung zu steuern.
Der Umlenkhebel am Heck darf nicht zu fest angeschraubt werden, ruhig etwas lose lassen. Wenn der Rumpf montiert ist, muss sich die Anlenkstange relativ leicht mit 2 Fingern ohne "Klemmwiederstand" schieben lassen!

Teil 2 Draussen:
(Das nachjustieren im Normalmodus ist wohl laut Foren nicht zwingend notwendig zum Heckschweben - früher oder später aber empfehlenswert um im Rundflug auch sauber "um die Ecke" zu kommen...)
Bei möglichst wenig Wind/Windstille und mit Nase (vom Heli, nicht deine) im Wind:
- Gyro auf ~70-80% Normalmodus stellen. (Drehschraube auf dem Gyro - in der Mitte ist Gyro aus, ganz links ist 100% Normal, ganz rechts 100% Heading Hold - oder links/rechts vertauscht, weiss ich nicht auswendig.
- In den Schwebeflug gehen. Das Heck sollte nun einigermassen ruhig stehen, bei Gierknüppel in der Mitte sollte das Heck höchstens ganz, ganz langsam wegdrehen, am besten gar nicht.
Falls du den Gierknüppel ständig um 10% oder mehr drücken musst (wird sehr wahrscheinlich so sein), merken auf welche Seite du denn Hebel drücken musst und landen. Die Anlenkstange am Servo ganz wenig nachstellen. 1mm macht bereits sehr viel aus! Wenn du die Haube abnimmst und den Gierknüppel in die selbe Richtung bewegst, siehst du ja wohin der Servo geht. Enstprechend Anlenkung nachstellen.
- Wenn's passt (muss nicht 100% sein...) landen und Gyro auf 70-80% Heading Hold stellen.
Nun sollte das Heck im gleichbleibenden Schwebeflug stabil bleiben. Falls das Heck langsam hin- und her pendelt, Gyroempfindlichkeit reduzieren. Besser wäre Ursache zu finden, häufig führt z.b. schlechter Blattspurlauf zu schlechtem Flugverhalten und auch zu schlecht geregeltem Heck. Eventuell sind auch die Rotorblätter zu fest angezogen. Ach Zahnkaries (überspringen der Zahnräder) ist eine typische Ursache.
- Landen und Heading Hold immer höher stellen bis Heck zu pendeln anfängt. Dann wieder etwas weniger und fertig. Optimal (aber nicht notwendig) ist, wenn der Gyro bei 100% Empfindlichkeit arbeitet.

Das einzelne gelbe Kabel:
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Das dient dazu, die Empfindlichkeit des Gyros mit der Funke ein zu stellen. Wenn du das an den Empfänger steckst, ist die Einstellschraube auf dem Gyro wirkungslos! Also dann auch einen Drehgeber an der Funke zu diesem Kanal zuordnen und einstellen sonst fliegst du ohne Gyro (bzw. mit 0 Empfindlichkeit), und das Heck dürfte so ziemlich schwer unter Kontrolle zu bringen sein.
Es ist komfortabler den Gyro an der Funke einstellen zu können, aber nicht notwendig. Im Zweifelsfall besser nicht verwenden und die Schraube am Gyro verwenden.

Wenn soweit alles erledigt ist, hast du 80% der ersten Probleme hinter dir, Starten/Landen hast du dann auch schon ganz gut im Griff!

Meine Empfehlung ist, jemanden suchen der FC oder wenigstens Heli Erfahrung hat und dir hilft. Viell. einfach jemanden auf einem Flugplatz fragen, die Piloten sind alle recht hilfsbereit.
Der Anfang ist hart... den ersten Flug mit nicht korrekt Eingestelltem Heli ist sehr schwer. Sind die ersten Hürden genommen und ein bisschen Flugerfahrung vorhanden, dann läufts ganz von alleine. Ansonsten hier nochmal nachfragen. Falls du mal nach Bayern kommst - ist viell. nicht sooo weit weg von Tirol, ich bin nähe Tegernsee - könnte ich dir auch etwas helfen.

Tipps:
- Das Heck ist allgemein nicht das beste, deshalb immer dezent Gas geben/wegnehmen, sonst dreht sich der FC gerne mal 90 Grad oder mehr weg :-(
- Beim Rundflug nicht bremsen in dem du Gas wegnimmst, bzw. nur gaaanz vorsichtig. Wenn sich der Heli "schüttelt" wie ein nasser Hund oder das Heck ausschlägt, einfach Gas geben. Dann stabilisiert sich der FC wieder. Bremsen indem du mit Nick/Roll gegen die Fahrtrichtung arbeitest, am besten sogar etwas Gas dazu geben! Macht nix wenn der Heli steigt, sobald er schwebt ganz vorsichtig vom Gas gehen und runter kommen lassen - nicht zu schnell! Nach einigen Flügen hast du dann raus, wie weit du mit dem Gas runter gehen darfst und wie man "elegant" bremst :-)
- Warum beim Bremsen Gas geben: (Bremsen um zum Stillstand zu kommen)
Dr FC ist nicht gerade übermotorisiert :-(( Besonders die V1 Version, V2 ist etwas stärker. Wenn der Akku auch erst zu 50% geleert ist, verliert der FC schon rapide an Power. Sinkt der Heli etwas zu schnell, brauchts schon mal 2-3 Meter um ihn selbst bei Vollgas wieder zu fangen! Der Boden nähert sich dann seehr schnell...
Das wirst du bald merken. Deshalb zumindest Anfangs, bis sich das richtige "Gefühl" eingestellt hat, immer Höhe halten! Nur sinken wenn der Heli stabil schwebt, dann mit vorsichtiger Gasrücknahme. Lieber Meterweise nach unten arbeiten, als 1m über den Boden Vollgas geben zu müssen - ddas Heck dreht sich gerne beim hecktischem Gasgeben weg - nicht nur für Anfänger unangenehm.
- Wenn die Rotorblätter in den Boden schlagen, IMMER Servos kontrollieren! Einfach steuern und dem Servohebel mit leichtem Druck (nicht mit Gewalt) gegenhalten, da darf nichts rattern. Die Servogetriebe gehen sehr leicht kaputt, wenn der Heli umfällt oder sogar einbombt. Das die Zähne im Servo überspringen, merkt man leider oft erst wenn der Heli plötzlich abschmiert...

Wie gesagt, nach den ersten paar Akkus hat man es schon einigermassen raus, dann beginnt der Spass! Man KANN sehr wohl mit dem FC schön fliegen, wenn er gut eingestellt ist und der Pilot vorrausschauend mit dem Gas agiert. Ist halt nur keine Präzissions- und auch keine Powermaschine... dafür ist er recht stabil. Gute Piloten fliegen mit dem Ding "Out of the Box" Loopings und Piruetten...
Aber rüste auf V2 auf, kostet nur ~30€. Und das lohnt sich!

Guck auch mal hier:
http://www.rclineforum.info/forum/board35-helicopter/lmh-funcopter/303044-funcopter-treff/

Der FC ist nicht so schlecht, wie es in dem Forum manchmal erscheint! Aber inzwischen habe auch ich neuen Regler (halte ich für ein 100% muss), schnelles Heckservo und besseren Gyro...
Leider habe ich schon 3s Akkus, und will keine neuen 4s kaufen, denn das wäre der nächste Schritt um mehr Power über die Flugzeit zu haben.
Man kann auch ohne "Aufmotzen" gut fliegen, aber mehr Spass machts definitiv wenn das Heck WIRKLICH auch bei heftigen Gaswechsel UND bei Windböen stehen bleibt. Und vorallem wenn der Regler nicht im Flug wegen Überhitzung abschaltet *grrr*

Hoffe dir hilfreiche Antworten gegeben zu haben,

Gruß,
Armin

Kerusker
11.12.2011, 19:23
P.S:
Wo hast du denn den FC her ? Hoffentlich nicht von einem Händler der dich nun mit dem Ding alleine lässt?

Gast_18346
11.12.2011, 23:05
Und was soll der Händler machen..Händchen halten ? ...Sorry aber dein Post naja....

So wie der Gosi schreibt sollte er sich um eine neue Fernsteuerung bemühen ... Oder die Mixer die eingeschalten sind ausschalten. ich habe den FC mit einer DX 6 , DX7 und einer MPX Cockpit mit Flächenprogramm und Heli geflogen. Null Problemo.

Jaa und Helifliegen lernen.... Da muss ein jeder durch