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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Prüfung Kondensatoren, Dioden



Gerd
24.04.2002, 16:09
Hallo,

zur Entstörung von E-Motoren werden bekanntlich Kondensatoren und Dioden (Schottky) eingesetzt.

Warum werden bei den eingesetzten Kondensatoren unterschiedliche Kapazitäten (4,7 bis 470nF) empfohlen?
Kann man diese Bauteile mit einem Multimeter auf ihre Funktion hin überprüfen?
Oder gehen diese Bauteile nicht kaputt?

Mir ist es lieber vorher defekte Bauteile auszutauschen, als später ein Modell reparieren zu müssen.

Gruß Gerd

Eckart Müller
24.04.2002, 16:19
Kondensatoren kannst Du eigentlich nur auf Kurzschluß testen.

Dioden prüfst Du einmal in Durchlaßrichtung und mal in Sperrrichtung.

Im ersten Fall zeigt das Multimeter einen kleinen Widerstandswert und im zweiten Fall einen recht großen Wert.

Eckart Müller
24.04.2002, 16:23
Ach ja, die unterschiedlichen Kapazitäten hängen mit den Frequenzen der Störungen zusammen. Je kleiner die Kapazität ist, um so höher darf die zu beseitigende Frequenz der Störung sein. Mal ganz laienhaft formuliert, bin ja kein Elektriker.

Gerd
24.04.2002, 16:31
Hallo Eckart,

das ging aber schnell!
1)Prüfungsmethode, ok!

2)Damit bei einem Modell E-Motor das gesamte Spektrum der störenden Frequenzen sicher abgedeckt wird, sind welche Kombinationen von Kondensatoren am Besten geeignet?
Oder ist das wieder von Motor zu Motor verschieden?

Gruß Gerd

Eckart Müller
24.04.2002, 16:47
Ich bin kein Elektriker!

Wenn Du Dich an den Kapazitäten orientierst, die mit den Motoren geliefert werden, liegst Du bestimmt nicht falsch.

Peter Rother
24.04.2002, 22:48
Hi Gerd

4.7nF ist deutlich zu wenig.

fange mal mit 47nF bis 100nF an.

Die Diode machts aber die meiste Arbeit, sowieso :)

weil mit ihr gar keine Induktionsspannung entsteht und sogar der Wirkungsgrad hochgeht.

Schade, das rco tot ist, weil ich dort einige Male darueber geschrieben hatte.

Tobias Reik
26.01.2005, 04:30
Hallo Zusammen,

ich bin gerade auf der suche nach der korrekten beschaltung eines Bürstenmotors.

Wie genau muß da was zwischen die Anschlüße gelötet werden :confused:

Bis Jetzt weiß ich:
1 Kondensator (Type?/Spannung?/47nF?) zwischen den 2 Anschlüßen
2 Dioden (Type/Leistung?) - ja wo denn ?

Danke für eure Antworten.

Grüße Tobi

N.S.: Ich fand das passt ganz gut in diesen alten Threat...

Eckehard
26.01.2005, 09:11
Hai.....

Standard Entsörung mit Kondensatoren:

-Jeder Pol des Motors mit 47nF ans Gehäuse
-parallel zum Motor 100nF
-parallel zum Motor die Diode, natürlich in Sperrichtung geschaltet (denn der Strom soll ja in der Steller-Phase "Aus" weiterfließen, deshalb auch "Freilauf Diode") Type z.B. SB550, MBR1045, oder ähnlich

Eckehard

Tobias Reik
27.01.2005, 07:25
Also wie auf dieser (http://www.modellflug-norderstedt.de/scripte/ezContents/showdetails.php?&groupname=Artikel&subgroupname=Technik&contentname=Entstoerung) Seite dargestellt mit den Werten von Graupner ???

und wo sollen die Dioden hin ?
Welche Sperrichtung ? Wiso ?

Danke für eure mühen mit mir :rolleyes:

Grüße Tobi

Eckehard
27.01.2005, 09:29
Hallo Du Biest,

;)

Die Verschaltung der Kondensatoren ist auf dem Bild hinter Deinem Link gegeben.
Um es ganz deutlich zu sagen:
Es wird nur EINE Diode benötigt. Diese wird parallel zu C2 (also auch parallel zum Motor) geschaltet.

Zur Polarität der Diode:

Normalerweise ist der + Eingang des Stellers identisch mit einem Ausgang (nenen wir ihn mal "A+") des Stellers (also "durchverbunden"). Das kannst Du recht einfach rausbekommen, indem Du mit einem Spannungsmessgerät die Spannung der Steller Ausgänge bezogen auf E- (Eingang, Minus vom Akku) mißt.
A+ ist da, wo du die Akkuspannung mißt, wenn der Steller auf Aus steht, also der Motor steht.

Ok, nun wissen wir, welcher der Ausgänge A+ ist. an diesen Ausgang muß der Minus Pol der Diode.(Minus ist gekennzeichnet mit "K" (MBR1045, TO220 gehäuse) "Ring" (SB550).

ACHTUNG:
sollte die Drehrichtung des Motors geändert werden, daran denken, daß die Diode immernoch richtig (bezogen auf den Steller Ausgang) geschaltet ist.

Alles klar?

Eckehard