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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ventura Tragflächenverbindung



B. de Keyser
25.04.2002, 09:12
Hallo,

vor einiger Zeit habe ich einen gebrauchten Ventura von Simprop über eBay und Zwischenverkäufer ergattert (leider ohne weiteren Plan) und stehe damit praktisch knapp vor dem Erstflug.

Bezüglich der Tragflächenbefestigung bin ich etwas verunsichert. Die Flächen werden mit vier kurzen Stiften in Position zum Rumpf gehalten und sind über ein Kohlefaserrohr (10 mm d, 2 mm Wandstärke) miteinander verbunden. Das Rohr ist frei durch den Rumpf gesteckt, so daß es in gesamter Rumpfbreite ohne weitere Abstützung auf über 90 mm die Biegungskräfte aufnehmen muß. Die Flächenarretierung besteht aus einem weiteren Paar Kunstoffgewindestiften mit einer Art Gabel und Pfeilspitze, die im Moment ineinander greifen. (schon in einem anderen Modell genutzt, komme im Moment nur nicht auf den Namen des Teils).

Ein weiteres Problem tut sich mir bei der Höhenruderanlenkung auf:

Das Servo sitzt im Seitenleitwerk mit gerader Schubstange auf das Höhenruder. Der Hebel am Ruder ist in gerader Verlängerung in Flucht des Höhenruders nach vorne hin eingeklebt. Als Schanier dient Schanierklebeband (sowohl von oben als auch von unten geklebt), normal leichtgängig. Ohne Belastung wird aber nicht mehr sauber auf Neutralposition zurückgestellt, sondern die Schubstange scheint sich um kleinste Werte in Verbindung mit dem Schanierband zu verbiegen und bewirkt über das Übersetzungsverhältnis eine deutlich merkbare Abweichung. Das Band habe ich bereits zweimal aufgebracht.

Da ich diese Art der Tragflächenbefestigung zwar von der Großsegelfliegerei her kenne, aber bisher noch nicht in meinen Modellen benutzt habe, und auch beim Höhenruder verunsichert bin, gehen meine Fragen dahin:

1.) Ist das mit dem frei schwebenden Kohlefaserrohr so original vorgesehen (dann sollte es ok sein)
oder wenn nicht: reicht dieses Rohr aus?

2.) Die hinteren beiden Stifte haben überhaupt keine Führung im Rumpf, sonder werden nur in zwei simple Rumpfbohrungen geschoben. Auch hier: Original oder wenn nicht, so ok und fest genug, um nicht mit der Zeit auszureißen?

3.) Gibt sich das mit der Ungenauigkeit des Höhenruders im Flug durch entsprechende Belastung oder gibt es andere Möglichkeiten für die Ruderbewegung?

Vielen Dank schon einmal für Eure Antworten
Bernd

Maxkoh
25.04.2002, 10:35
Bin selbst Venturaflieger.
Zur Flächensteckung:
Die Fläche wird gegen Verdrehen durch die vier Bolzen gehindert. Hinten tatsächlich nur in die Bohrung gesteckt. Vorn ist von Hause aus ein Messingröhrchen mit jeweils an den Enden aufgelöteten Stellringen einzuharzen. Darin werden die vorderen Tragflächenbolzen festgeklemmt. Ausserdem steift dieses Röhrchen den Rumpf gegeneinander ab. Als Steckung ist beim Original ein 10 mmm Stahl verwandt. In der Fläche sind Messingrohre als Gegenstück eingelassen .
Die Höhenruderanlenkung habe ich so, wie Du sie beschrieben hast. Alerdings ohne die genannten Probleme. Ist eventl. Verzug drin? Verbessern könnte man die Kräfteeinleitung ins Höhenruder. Ist halt nicht so toll. Auf alle Fälle würde ich dass überprüfen.

Gruß

Max

B. de Keyser
25.04.2002, 12:22
Max, Danke für die schnelle Antwort.

Das Röhrchen vorne hatte ich vergessen zu erwähnen, weil es mir auch mehr um die hintere Aufhängung und die einfachen Bohrungen ging.

10 mm Stahlbolzen klingt für mich auch besser als dieses recht dünne Kohlerohr, daß m. M. nach für die Belastungsrichtung (Biegung rauf runter) weniger geeignet ist. Leider ist das Rohr in eine Flächenhälfte eingeklebt, sonst würde ich es so einfach austauschen. Ich bin aber mit diesen für mich neueren Materialien nicht so vertraut, hab bisher lieber auf alte Art (Balsa, Kiefer, Stahlstift) gebaut.

Das Höhenruder und auch die Höhenruderfläche sind, soweit ich das beurteilen kann (Auflage auf Baubrett) plan und die Ruderfläche läßt sich ohne Servoanschluß auch leicht bewegen.

Auffällig ist halt, wenn ich die Ruderhinterkante leicht per Hand bewege (wackele), ich sehen kann, wie sich der Gabelkopf oben etwas nach Innen/Außen biegt, so als wenn sich der Draht zum Servo auf dem kurzen Weg bereits in sich biegt, ist aber normaler Draht mit Endgewinde, wie er für sonst Servoanschlüsse verwendet wird. Eventuell dopple ich mal diesen Draht auf.

Danke
Bernd