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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : weak spot



Arne Semken
19.01.2012, 14:45
Moin Modellbauer,

ich habe mir überlegt eine RG-65 zu konstruieren die vielleicht nicht die schnellste ist aber dafür mit anderen Werten auftrumpfen kann.
Als da wäre: schick und modern ;-)
Wobei modern eher bedeuten soll das es modern aussieht, nicht das es dem aktuellen Stand der RG-65 Boote entspricht.
Das bedeutet das bewusst Nachteile in Kauf genommen werden (was ziemlich weit ausgeholt und ziemlich frei interpretiert als Achillesferse gedeutet werden könnte).

Wer Lust hat kann mit der Datei gerne experimentieren. Fertig ist das 3D Modell noch nicht, es hat z.B. im gekränkten Zustand zu wenig Volumen. Wobei … vielleicht lasse ich es so ;-)

Ob und wann ich das Boot bauen werde weiß ich noch nicht, meine Werkstatt liegt in Schutt und Asche und ist wegen Bauwerkstrockenlegung für min. 2 bis 3 Monate nicht zu benutzen.
Ob ich, so wie vor einigen Jahren, wieder auf dem Küchentisch basteln soll? Meine Frau wird begeistert sein ….



Ich werde weiter berichten.

Daten:

Design length 65 cm
relative Dichte Wasser 1
Design beam 13,5 cm
Design draught 3 cm
Verdrängung 999 g
Length on waterline 64 cm
Beam on waterline 12 cm
Fläche Wasserlinie 540
Wetted surface area 660
Longitudinal center of buoyancy 31,1 cm


Link zum Dateidownload (delftship)
(ftp://www.a-semken.de/weak-spot.fbm)

Gruß

Arne

Arne Semken
19.01.2012, 16:56
Moin,

der Link zum dateidownload funktioniert nicht :(


Die Datei: 762521


Zum benutzen das Dateiformat von .txt auf .fbm ändern.


Gruß

Arne

Arne Semken
20.01.2012, 14:41
Moin Modellbauer,

ich habe etwas weiter gemacht. Die Verdrängung im geneigten Zustand sieht etwas besser aus, der Tiefgang ist reduziert (29 mm).
Die Bordwände sind bis kurz über der Wasserlinie gerade ausgeführt. Das heißt wer das Boot aus Holz bauen will kann die Seiten aus „Plattenmaterial“ (Sperrholz etc.) bauen und braucht nur das Unterwasserschiff mit schmalen Leisten beplanken.

Wer sich den Knick etwas oberhalb der Wasserlinie ansieht, wird bemerken das der Verlauf der Wasserlinie eigentlich einem Boot mit schmalen Heck entspricht und nur das Deck im Heck breiter ist als es gemeinhin der Fall ist.


Gruß

Arne

carbonfly
20.01.2012, 18:02
Hallo Arne,

mir gefällt der Riss sehr gut! Ich würde gerne einen Prototyp bauen.
Ich habe auch noch einiges an "Plattenmaterial" sprich Balsa rumliegen.
Wie konvertiert man denn eine delftship Datei in eine 1:1 Vorlage z.B. weakspot_spanten.pdf zum Ausdrucken und Ausschneiden?

Gruß Peter

Arne Semken
21.01.2012, 22:49
Moin Peter,

im Prinzip bietet Delftship eine einfache Funktion alles im Maßstab 1:1 bzw. 1:10 auszudrucken.
Ich habe die Zeichnungen exportiert und in einem anderen CAD Programm ein paar Linien enfernt sowie ein paar Maße zur Kontrolle, ob der Ausdruck maßstabsgerecht ist, eingefügt. Daraus wiederum ist das beigefügte pdf-Dokument geworden.
Bei Bedarf liefere ich gerne noch die Maße für die Anhänge, Segel, etc.


Gruß

Arne

Arne Semken
26.01.2012, 20:14
Moin Modellauer,

ich bin wieder etwas weiter und habe das Modell noch etwas überarbeitet. Der Tiefgang ist jetzt bei ca. 27 mm, die Verdrängung wird mit Anhängen bei ca. 1.000g liegen, der Knick ist ausgeprägter. Aufgrund der Rumpfform sollte aber ein Übergewicht des Bootes nicht so ins Gewicht fallen. Zur Not die Beplankung von den Spanten nicht abziehen, das bringt nochmal 50 bis 80 g mehr Verdrängung.

Ansonsten: alles im grünen (gelben) Bereich ;-) (siehe Grafik)


Gruß

Arne

Arne Semken
26.01.2012, 22:36
Moin Modellbauer,

als Anhang die geänderte Delftshipdatei.

Am Deck gehe ich nochmal bei, der Cockpitboden war nur schnell reingeklickt aber am Rumpf will ich nichts mehr ändern.
Die geänderten 2D-Zeichnungen kommen in den nächsten Tagen.


Gruß

Arne

Arne Semken
27.01.2012, 17:08
... und wieder ein wenig weiter :p


Gruß

Arne

Arne Semken
30.01.2012, 18:29
Moin,

wieder etwas weiter ...
Ich freue mich schon auf das Bauen, vielleicht fährt das Boot ja sogar ;)


Gruß

Arne

Arne Semken
30.01.2012, 23:52
Moin Modellbauer,

es fährt ... zumindest virtuell :p
Das Bild oben rechts zeigt das Unterwasserschiff von unten. Ich denke das eine Beurteilung so wesentlich besser ist als nur die Wasserlinie im gekränktem Zustand (hier 30°) zu betrachten. Sieht nach einer totalen Katastrophe aus. Das macht aber nichts, ich glaube andere Boote sehen in dem Zustand auch nicht viel besser aus. Interessant ist wie weit das Ruderblatt schon aus dem Wasser gehebelt wird.

Jetzt kann ich mit dem Modell einen Durchlauf mit einem Velocity Prediction Program (VPP) machen. Ich weiß immer noch nicht welches ich nehmen soll, mir hat keiner auf meine Frage, welches Programm zu empfehlen ist, geantwortet :(
Dann muss ich mich wohl selber auf die Suche machen. Vielleicht habe ich auch schon eins gefunden :rolleyes:


Unten findet Ihr nochmal die aktuelle Delftshipdatei.


Gruß

Arne

Arne Semken
31.01.2012, 16:54
Moin Konstrukteure,

ich habe mich leichtsinnigerweise dazu entschlossen mit jDSN zu arbeiten.
Mein Eindruck, den ich schon vor einigen Wochen von dem Programm hatte, hat sich bestätigt.

Es ist kostenlose Software, nicht mehr und nicht weniger.

Ob ich mit der Software weiterarbeite weiß ich noch nicht aber jeder weiß das einige Einarbeitungszeit notwendig ist.
Was mich nur wirklich ärgert ist das ich keine Rückgängigfunktion habe (zumindest habe ich sie noch nicht gefunden).
Die Bedienung ist etwas ungewohnt, das Programm nicht das schnellste (mein Rechner aber auch nicht) und es hat immer wieder Darstellungsfehler.

Mal sehen wie weit meine Leidensbereitschaft geht ;)

Das Bild ist aus jSDN entstanden.


Gruß

Arne

Arne Semken
05.02.2012, 22:33
Moin Modellbauer,

ich habe mit den Zeichnungen angefangen ...
Der dxf-Export aus Delftship funktioniert recht gut aber ein paar Fehler sind trotzdem drinn ...
Macht aber nichts, dafür wird vieles in 2D neu gezeichnet ;)

773430
Soweit bin ich nach ca. 1 Stunde, nachdem ich die Daten aus Delftship exportiert habe.
Der Plan hat nach Fertigstellung eine Größe von ca. 910 x 800 mm. Wer einen Plottservice in der nähe hat muss für einen sw Plott (Druck) zwischen 4,50 und 10,- € bezahlen. Zumindest sind das meine Erfahrungen.
Wenn alles fertig ist stelle ich den Plan als pdf online.



Gruß

Arne

carbonfly
07.02.2012, 22:19
Hi Arne,

die Linien gefallen mir nach wie vor sehr gut! Ein bisschen kalt zur Zeit in meiner Bastelstube.
Zugegebenermasßen bin ich Warmduscher, -segler und -bastler.
Dann harre ich ich noch aus, bis Du dann die fertigen pdf_s hier einstellst.
Ich gebe ja zu, da bin faul, weil sonst gings nur mit "RTFM"...

Gruß Peter

Arne Semken
07.02.2012, 22:28
Moin Peter,

mein Chef hat mir heute mitgeteilt das ich ab jetzt mehr arbeiten darf ... toll :-(
Ich hoffe das ich den Plan trotzdem noch fertig bekomme. Warm wird es (auch in deiner Werkstatt) bis dahin bestimmt sein :-)

Als Anhang der aktuelle Stand.


Gruß

Arne

gallimimus
08.02.2012, 01:36
Hallo Arne

Schönes Boot, wie immer, sehr gefällige Linien. Auch die Besegelung sieht sehr gut aus, toll dass Du ein konventionelles Rigg planst.

Gruss Dominik

Arne Semken
21.02.2012, 18:02
Moin Dominik,

danke für die Blumen :rolleyes:

Ich habe mir etwas Zeit genommen und an dem Plan weitergezeichnet. Er ist immer noch nicht fertig aber damit kann schon gebaut werden.

Da die Datei wohl etwas zu groß ist um sie als Anhang zu verwalten, habe ich sie auf meinem Serverplatz abgelegt.

Download Linienplan (http://www.x-sails.de/downloads/weakspot-layout.pdf) ~ 650 kb



Grüße aus Lübeck

Arne

g2909
22.02.2012, 17:05
Moin Arne,

ich muss schon sagen, Du bist sehr fleissig :cool:

Schickes Design, scheint mir eine Abwandlung der Traceur zu sein und doch ganz anders.


Gruß Christian

Arne Semken
23.02.2012, 19:39
Moin Christian,

mit der Traceur hat das Boot so einiges geimeinsames ... vorne spitz und hinten flach ;)
Die Traceur war als Konkurrenz zur R 46 gedacht, hat allerdings nie die Stückzahl gebracht ... :-(

Die waek-spot soll besser segeln, vor allem am Wind.

update Version 0.7 (http://www.x-sails.de/downloads/weakspot-layout.pdf)


Gruß

Arne

Arne Semken
23.02.2012, 20:19
... update Version 0.75 (http://www.x-sails.de/downloads/weakspot-layout.pdf)

Jetzt mit zwei Seiten :p


Gruß

Arne

Arne Semken
23.02.2012, 21:51
... update Version 0.8
(http://www.x-sails.de/downloads/weakspot-layout.pdf)
Jetzt mit fünf Seiten ;-)


Gruß

Arne

Arne Semken
26.02.2012, 11:05
Moin Modellbauer,

... update Version 0.95 (http://www.x-sails.de/downloads/weakspot-layout.pdf)

Im Prinzip ist der Plan fertig.
Ich werde den Plan noch mal plotten lassen und alles durchsehen.
Anschließend werde ich Fräsdaten erstellen. Ich habe ein Angebot bekommen das ich nicht ausschlagen kann :p

Meine Werkstatt nimmt auch langsam wieder einen normalen Zustand an. Ich hoffe das ich bis zur iDM das Boot fertig haben werde.
Vielleicht haben wir dann viel Wind oder es gibt einen Trostpreis. Für das Boot mit dem tiefsten Cockpit :rolleyes:


Grüße aus dem sonnigen Lübeck

Arne

silvio
26.02.2012, 18:34
Hallo Arne!

Ein Boot ohne Swingrigg?

Das wundert mich.Da du so davon überzeugt warst.

Ansonsten wieder ein schönes Boot!


Gruß

Arne Semken
27.02.2012, 14:26
Moin Silvio,

wie ich oben schon schrieb. Es soll ein "hübsches" Boot werden ;-)
Bei wenig Wind hast du ohne Swingrigg keine Chance.

Für den Fall, dass ein Swingrigg erforderlich ist, ist ja auch schon etwas geplant und so wie ich weiß das Urmodell schon fertig. Nennt sich #hashtag, das gute Stück.

Wie zu sehen, ist die Rockerlinie eine ganz andere.


Grüße aus Lübeck

Arne

Arne Semken
27.02.2012, 21:17
Moin Modellbauer,

... update Version 0.99
(http://www.x-sails.de/downloads/weakspot-layout.pdf)


An den Fräsdaten arbeite ich auch.

785061

Die sind aber noch lange nicht fertig ;-(



Gruß

Arne

Arne Semken
29.02.2012, 14:12
Moin Modellbauer,

die Fräsdaten nehmen langsam "Kontur" an :-)
Da durch das Cockpit etwas mehr Spanten im Boot verbleiben, werde ich die Verdrängung evtl. nochmal um ca. 36,5 g erhöhen.

Es fehlen noch die Einbauteile wie Servoträger, Kieltasche etc.


Gruß

Arne

Arne Semken
02.03.2012, 12:53
Moin Modellbauer,

ich habe heute die Rechnung für den ersten Probeplott des Linienplans erhalten. Solch ein Plan in schwarz-weiß (Graustufen) auszuplotten geht echt ins Geld.
Ein Plan kostet 3,72 € ;)
Die Abmessung: 914 x 700 mm
Er ist nicht in Farbe aber alle Zeichnungen, bis auf die Segel, sind im Maßstab 1:1 dargestellt.


Gruß

Arne

carbonfly
04.03.2012, 18:12
Hallo Arne,

Du bist ja wirklich sehr fleissig Version 0.75, 0.8, 0.95 und jetzt schon die 0.99!
Da kommt ja kein Bretzelbäcker mit.
Die weak spot sieht sehr gut aus; bei 1.x leg ich los.

Gruß Peter

Arne Semken
04.03.2012, 22:43
Moin Peter,

Version 0.999 (http://www.x-sails.de/downloads/weakspot-layout.pdf) ist fertig

Insgeheim hoffe ich darauf bald einen fertigen Rumpf in den Händen halten zu können. Immer nur Linien hin und her zu schieben ist auf Dauer auch nicht das Ware. :rolleyes:
Da ich fast alle Teile fräsen lasse, verändere ich den Plan etwas in diese Richtung. Der Servoträger braucht z.B. nicht so kompliziert geformt zu sein. Eine einfache 1 mm Sperrholzplatte ohne Ausschnitte reicht völlig.


Gruß

Arne

Arne Semken
05.03.2012, 23:27
Moin Peter,


Hallo Arne,
Die weak spot sieht sehr gut aus; bei 1.x leg ich los.
Gruß Peter

dann fang mal an (http://www.x-sails.de/downloads/weakspot-layout.pdf) ;)

Die Fräsdaten (http://www.x-sails.de/downloads/fraesdaten.pdf) muss ich nochmal kontrollieren, sollten aber soweit fertig sein.
Vielleicht bekomme ich die gefrästen Spanten kurzfristig ...
Meine Werkbank ist aufgeräumt und wartet darauf wieder in Betrieb genomemn zu werden :-)


Gruß

Arne

Arne Semken
27.03.2012, 17:34
Moin Modellbauer,

ich habe heute ein Paket bekommen, die Spanten sind da :)

Die Spanten und die Helling bestehen aus 2 mm Sperrholz, das Deck, Cockpitboden und die obere Bordwand aus 0,8 m Sperrholz, Spant 5 und die Kiel-/Masttasche aus 0,8 mm GFK.
Viel falsch machen kann man nicht, die Teile sind entweder nummeriert oder passen nicht beliebig zusammen.
So wie auf den Fotos zu sehen hat es inkl. Auspacken 7 Minuten gedauert, bis alles zusammengesteckt war.

Vielen Dank an Rainer Kuhlmann für das Fräsen der Bauteile.


Grüße aus dem Norden

Arne

Arne Semken
31.03.2012, 20:29
Moin Modellbauer,

wieder einen Schritt weiter.
Die Stringerleisten und eine Bordwand sind montiert. Aufgrund der Spannungen im Sperrholz, sollten jedoch besser beide Seiten gleichzeitig beplankt werden.

Das Prinzip die Bordwand aus Sperrholz und den Rumpfboden aus Leisten zu bauen, hatte ich schon bei der GT-65 bzw. bei dem Vormodell (noch ohne Knick im Heck) geplant.
Ich glaube es ist bisher kein Boot nach dem Prinzip gebaut wurden.

Sobald der Rumpf fertig beplankt ist geht es hier weiter.


Grüße aus dem Norden

Arne

Arne Semken
18.04.2012, 18:56
Moin Modellbauer,

die Beplankung des Rumpfes ist soweit abgeschlossen. Bilder bleibe ich aber vorerst schuldig ;-)


Ich habe mal in Delftship mit der Funktion "Strömungslinien" rumgespielt.

Als Vergleich habe ich die RG-65 Monomer genommen. Auch wenn die Strömungslinien nicht zu 100% genau sind, denke ich das ein Vergleich bei mehrern Booten evtl. funktionieren kann.
Zumindest als Unterstützung von den Eindrücken die die Boote auf dem Wasser hinterlassen. Soweit dies möglich ist.
Das entdecken der in Delftship enthaltenen Funktion der Strömungslinien ist für mich ein kleiner Glücksfall, von dem Hersteller natürlich gewollt ;)
Das nächste Boot werde ich aktiv mit den Strömungslinien entwerfen.
Ob das dann sinnvoll war und daraus Rückschlüsse gezogen werden können, wird sich allerdings erst am fertigen Modell herausstellen.

An den Bilder ist sehr gut zu erkennen das sich die Monomer und waekspot schon im Grundsatz sehr stark unterscheiden. Das ist aber auch gewollt.



Grüße aus Lübeck

Arne

Arne Semken
24.07.2012, 17:16
Moin Modellbauer,

es hat etwas gedauert aber hier sind die versprochenen Fotos.

Den Rumpf beschichte ich ein oder zweimal mit Epoxydharz (ohne Gewebe) und lackiere ihn dann zweimal. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, nehme ich den Rumpf ab und mache mich an den Ausbau.


Grüße aus Lübeck sendet euch

Arne

Joerg_B
24.07.2012, 17:58
Moin Arne,

das sieht sehr schick aus. Vielleicht sieht man sich ja mal wieder an der Wakenitz.

Schönen GRuß
Jörg

Arne Semken
25.07.2012, 11:01
Moin Jörg,

im Detail sieht die Beplankung nicht ganz so gút aus wie es auf den Fotos den Anschein hat.
Aber ich bin ja noch jung ... vielleicht nehme ich mir irgendwann mal mehr Zeit ;)

Sobald ich das Boot fertig habe werde ich wohl wieder häufiger an der Wakenitz sein.


Grüße sendet dir

Arne

Arne Semken
25.07.2012, 15:04
Moin Modellbauer,

der Rumpf ist jetzt frisch mit leicht angedickten Epoxyharz eingerollt. Bei den jetzigen Temperaturen kann ich die Oberfläche heute Abend schleifen und das Boot dann von dem Baubrett nehmen. Die Lackierung mache ich doch erst sobald alles fertig ist.
Vom Spiegel bleibt nicht viel stehen. Der mittlere Steg sowie die Dreiecke im Bereich des Decks fallen weg.

Ich bin gespannt wieviel KG das Boot wiegt :rolleyes:



Grüße vom Schreibtisch

Arne

gallimimus
26.07.2012, 10:29
Hallo Arne

Das Boot sieht sehr gut aus! Ich bin gespannt auf welches Gewicht Du kommen wirst, die Bauweise mit den beiden Bordwänden aus Sperrholz finde ich interessant. Das spezielle daran finde ich, dass man so eine Art Wasserlinie erhält, welche sonst beim Holzbau nur schwierig hinzubekommen ist. Gibt es den Spantensatz zu kaufen?

Gruss Dominik

Arne Semken
26.07.2012, 14:13
Moin Dominik,

ich habe gestern den Rumpf von der Helling genommen. Das Gewicht, mit Deck, Cockpitboden, Kiel-/Masttasche und Servoträger liegt im Augenblick bei ca. 230 g.
Da ich die meisten Spanten im Boot lasse hoffe ich das ich bei etwas unter 300 g bleiben werde.
Das ist für eine RG-65 eine Menge "Holz". Bei meinen CFK/GFK-Booten lande ich eher um die 100 g.
Da auch kein Swingrigg vorgesehen ist, wird das Boot kein absoluter Renner sein. Das hatte ich bei diesem Boot aber auch nie als Ziel gesetzt.

Den Spantensatz gibt es bei Rainer Kuhlmann. Änderungen habe ich bereits an der Kiel-/Masttasche sowie am U-Schiff im Bereich des Spiegels (stärker ausgeprägter Knick) vorgenommen.



Grüße aus dem Norden

Arne

Oberberger
30.07.2012, 07:58
Hallo Arne,

bin durch Kollege Zufall auf Deinen Baubericht gestoßen. Habe hier eine Anzeige stehen, das ich für meine Kleinen einen günstigen Einstieg ins Regattasegeln suche. Naja, aufgrund der Jahreszeit wohl ein schlechter Aufruf, da keinerlei Rückmeldung.
Gestern habe ich mich dann mal auf die Suche nach einer Alternative gemacht, um nun in den kommenden zwei Wochen einen kleinen hausinternen Modellbaukurs im Keller zu eröffnen. Teilnehmer werden meine zwei Kleinsten (3+5 . . . naja solange die Geduld eben reicht ;-) sowie meine Tochter 11 und deren Freundin sein.
Da ich nur ein mäßiger Modellbauer bin, kann ich auch nur einfachere Modelle herstellen.
Die Kosten sollten auf´s Material beschränkt für Einsteiger im Rahmen bleiben. Da Du offenbar sehr viel Erfahrung im Modellbau hast, kannst Du mir eine RG65er Empfehlung für uns Anfänger nennen ?
Vor dem Rumpf habe ich eigentlich nicht so die Muffen, die kommen da eher beim Rigg. Hier finde ich nicht viel über eine begleitende Beschreibung zum Bau (jedenfalls noch keine passende für ein konventionelles).
Deine WeakSpot ist ein schönes (optisch sehr ansprechendes) Boot. Aber an die Beplankung Uterwasserschiff mit den einzelnen Leisten (schneidest Du die alle einzeln aus ?) traue ich mich wohl doch nicht so richtig. Für den Einstieg reicht uns wohl ein "einfacher" Knickspanter.
Jedenfalls werde ich Deinen Baubericht mit den guten Bildern gerne weiter verfolgen.
Wo bekommt man eigentlich die Segelnummern her, um später auch mal Regatten mitfahren zu können ?
Viele Grüße
Erik

Arne Semken
30.07.2012, 14:49
Moin Erik,

Infos zur RG-65 bekommst du überwiegend hier: www.rg-65.de (http://www.rg-65.de)
Auch wenn es nicht mehr das aktuellste Boot ist würde ich dir die JIF 65 (http://rg-65.de/pages/plaeneboote.php)(nicht die JIF2) empfehlen. Ein sehr unkompliziert zu bauendes und segelndes Boot.
Alternativ gibt es noch die Seabug oder die nekst. Es gibt natürlich noch andere Knickspanter aber ich finde das diese im Augenblick die einzigen sind die vernünftig segeln und für die du evtl. im deutschsprachigen Forum auch einen dementsprechenden support bekommst.
Eine Segelnummer bekommst du hier: http://forum.rg-65.de/active.php (ganz unten)

Ein konventionelles Rigg ist recht einfach gebaut. Am besten unter http://forum.rg-65.de/index.php nachsehen, vielleicht findest du dort etwas verwertbares. Es gibt auch noch ein Forum unter www.rg65.de (http://www.rg65.de), allerdings ist das Forum nur noch zum nachschlagen da. Du kannst dich weder anmelden noch kann dort geschreben werden, als Informationsquelle aber immer noch gut.

Bis ich das Rigg für die weakspot baue werden bestimmt noch einige Wochen vergehen.
Die Leisten sind Stück für Stück angepasst. Je nach Anspruch ist das garnicht so aufwendig wie es aussieht, es dauert aber erheblich länger als einen Knickspanter zu bauen.


Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.


Grüße aus dem Norden

Arne

Oberberger
30.07.2012, 15:13
Hallo Arne,

Danke für die schnelle und vielen Info´s. Habe mir heute schon mal die Spanten und Pläne der NeKst ausgedruckt, um heute zu beraten ob das unser Projekt werden könnte.
Dennnoch werde ich Deinen Bericht gerne weiter verfolgen. Wenn wir dann mal soweit sind, werde ich sicherlich auch mal Fotos einstellen.

Viele Grüße aus dem Westen
Erik

Arne Semken
30.07.2012, 15:15
Moin Modellbauer,

wieder einen Schritt weiter.
Ein paar Leiseten sind eingeklebt und der Cockpitboden ist angepasst (an einem Spant, ca. 1 mm).
Sobald der Rumpf von innen versiegelt, Ruderkoker und Schwert ausgerichtet sind, wird der Cockpitboden und das Deck eingeklebt.

Für alle Leisten im Rumpf nehme ich 2x2 mm Kiefernleisten. Die wiegen sehr wenig und vergammeln, auch bei Wasserkontakt, nicht so schnell wie z.B. Balssaholz.
Leisten mit einem größeren Querschnitt sind nicht erforderlich.

Wie jetzt schon zu erahnen ist, das wird kein Leichtbau ;-)


Gruß

Arne

Arne Semken
20.08.2012, 21:02
Moin Modellbauer,

meine weak spot ist zwischenzeitlich von innen versiegelt.
Es ist ab und an zu lesen, dass der Harz auf eine etwas höhere Temperatur gebracht wird, damit er dünnflüssiger ist und dadurch weniger aufgetragen werden kann.
Ich gehe mal davon aus das die Aussage stimmt, dass der Harz dünnflüssiger wird (ich habe es bisher nicht ausprobiert, weiß aber das der Harz bei geringeren Temperaturen dickflüssiger wird).
Was dabei vergessen wird ist, dass der Harz eine bestimmte Schichtstärke haben muss um das Holz zuverlässig zu versiegeln. Wasser kommt im Rumpf nicht nur in flüssiger Form vor, Wasserdampf entsteht schon bei relativ geringen Temperaturen.
Wenn die Planken Wasser ziehen (Dampf) dehnen sie sich aus und Material bedingt verformen sie sich (schüsseln). Optisch ist das daran zu erkennen, dass die einzelnen Planken sich abzeichnen.
Ich habe für eine einmalige Beschichtung von innen ca. 20 g Harz aufgetragen. Nach Herstellerangabe müsste ich eine Schichtstärke von 450 Mikrometer erreichen. Dafür müsste ich den Rumpf zwei bis dreimal von innen versiegeln.
Das werde ich nicht machen und muss daher davon ausgehen das sich die Planken nach einiger Zeit abzeichnen werden. Da ich die Planken mit Epoxydharz geklebt habe (wurde mir von einem Modellbaukollegen empfohlen, totaler sch..., der Kollege weiß auch nichts mehr von der Empfehlung) wird mit den Verklebungen nichts passieren.

Als nächstes muss ich den Segelservo einbauen, dann kann ich Cockpit und Deck montieren.


Grüße aus Lübeck

Arne

mc fly
20.08.2012, 23:28
Hallo Arne,

schaut gut aus, deine Weak Spot. Aber insgesamt finde ich deine Traceur von der Gestaltung her in sich stimmiger.

Du hast absolut recht damit, dass du eine bestimmte Schichtdicke erreichen musst, um die Oberfläche zuverlässig zu versiegeln.
Aber selbst die vom Hersteller empfohlene Schichtdicke von 450 Mikrometer würde deine Planken nicht davon abhalten sich mit der Zeit ein wenig abzuzeichen.
Holz ist hygroskopisch. Es wird immer auf Schwankungen der Umgebungstempratur reagieren. Bedingt durch die in deiner Werkstatt vorherschenden Luftfeuchtigkeit und Tempratur stellt sich in deinem Holz eine bestimmte Holzfeuchte ein. Durch die Versiegelung wird das ganze im Holz fest gebunden. Wenn nun eine Änderung der Aussentempratur eintritt kommt hier zwangsweise Bewegung rein.
Da du in deinem Humidor neben den Cohibas warscheinlich keinen Platz mehr haben wirst und spätestens im Wasser andere Umgebungstempraturen auftreten ist das nicht zu verhindern... ;)

Durch die Auswahl des Holzes anhand der Maserung (http://www.holzhandel.de/images/fachwissen/schwind1_4_3.jpg) kann man diesen Effekt reduzieren. Quater Grain (http://www.yodermissionfurniture.com/images/methods/lg/quarter_sawn.jpg), also stehende Jahrringe ist hier die richtige Sortierung. Das von dir erwähnte "Schüsseln" tritt nur auf, wenn man mit liegenden Jahrringen arbeitet.
Stoppen kannst du den Effekt nur, wenn du die Zellen und Zellzwischenräume komplett mit (sehr dünnflüssigem) Harz sättigst und damit jegliche Form von "Arbeit" im Holz verhinderst.
Gewichtsmäßig auf jeden Fall ein Gewinn ;)

Sinn macht es auf ein Beschichtungssystem zurückzugreifen, dass flexibel genug ist, um auf die minimale Bewegung im Holz zu reagieren ohne dass sich Risse bilden.

Aber die schöne Ansicht eines Holzbootes entschädigt in meinen Augen diese kleinen Unannehmlichkeiten bei weitem!

Gruß aus Kiel
Kristian

Arne Semken
21.08.2012, 09:54
Moin Kristian,

du immer mit deinen Fremdwörtern, damit kannst du mir überhaupt nicht imprägnieren ...

http://de.wikipedia.org/wiki/Cohiba
http://de.wikipedia.org/wiki/Humidor

Woher kennst du eigentlich meine Leidenschaften?
;)

Grüße aus Lübeck

Arne

mc fly
21.08.2012, 12:54
Moin Arne,

ich bin doch kein Studierter und irgentwie muss ich dass doch kompostieren ;)
Deine Leidenschaften sind pure Vermutung und Mutmaßung gewesen ;)

Gruß aus Kiel
Kristian


Moin Kristian,

du immer mit deinen Fremdwörtern, damit kannst du mir überhaupt nicht imprägnieren ...

http://de.wikipedia.org/wiki/Cohiba
http://de.wikipedia.org/wiki/Humidor

Woher kennst du eigentlich meine Leidenschaften?
;)

Grüße aus Lübeck

Arne

Arne Semken
22.08.2012, 21:47
Moin Modellbauer,

der Plan der weak spot ist etwas erweitert, es ist eine Seite mit den Fräsdaten dazu gekommen.
Ich habe in meiner Signatur den Link zu den Plan eingefügt.


Grüße aus Lübeck

Arne

Arne Semken
03.09.2012, 15:25
Moin Modellbauer,

ich habe heute eine Form gefunden, die ich schon im vergangenen Jahr gebaut hatte. Es ist nur eine Positivform, da ich nicht davon überzeugt bin das, dass Boot wirklich gut segelt.

Aber wie es halt so ist, ohne Versuch wird das nichts.
Ich werde die weak spot weiterbauen aber zeitgleich auch ein neues, leichtes, schmales und vielleicht sogar schnelles Boot bauen.
Das Boot ist eindeutig auf mehr Wind ausgerichtet. Das zeigt auch die Decksaufsicht.
Wenn das Boot gut läuft behalte ich es, wenn es nicht so doll läuft verkaufe ich und wenn es überhaupt nicht fährt verschenke ich das Boot ;-)

Ein Namen hat das Boot auch: #hashtag 0.9

Da ich keine Baubericht zu dem Boot schreibe, denke ich das ich ab und an in diesem
Bericht etwas dazu schreiben werde.


Grüße aus dem Norden

Arne

Arne Semken
04.09.2012, 20:41
Moin Modellbauer,

ich konnte es nicht lassen und habe den ersten Rumpf laminiert. Mal sehen wie er wird ;-)


Grüße aus Lübeck

Arne

Arne Semken
05.09.2012, 17:28
Moin Modellbauer,


ich weiß, es gehört eigentlich nicht hier her aber ich kann es nicht lassen ;-)

Der Rumpf ist entformt, das Gewicht liegt jetzt bei 85 g. Wenn alles gut geht brauche ich die Oberfläche nur schleifen und etwas polieren, dann ist der Rumpf fertig. Wenn nicht ...
Nach dem schleifen und zuschneiden sollte der Rumpf ca. 65 bis 70 g wiegen. Das ist kein Rekordwert aber ich muss auch zugeben, das ich nicht genau weiß ob ich drei Lagen 105g oder 3 Lagen 80g Gewebe verwendet habe. Ich habe halt das genommen was da war.

Jetzt muss ich aber erst einmal an der weak spot weiterbatseln :rolleyes:



Grüße aus Lübeck

Roland K
05.09.2012, 20:27
... Da ich keine Baubericht zu dem Boot schreibe ...

schade, nichts gegen Weak Spot aber hashtag find ich viel spannender ;-)

Arne Semken
11.09.2012, 17:08
Moin Modellbauer,

ich bin etwas weiter gekommen ... jedoch nicht mit der weak spot :rolleyes:

Das GFK-Boot wiegt, so wie zu sehen, 78 g (Rumpf, eingeklebter Spiegel,
Steven und Deck). Mit etwas Glück lande ich um die 100g für das fertige
Boot.
Die Mast-/Kieltasche ist fertig, der Swingbaum auch.

Die Bauweise für den Swingbaum habe ich mir im RG-65 Forum abgeguckt. Da
diese Bauweise von verschiedenen Segler vorgestellt wurde, brauche ich
glaube ich keinen Namen zu nennen. Meine Vermutung ist eh, dass diese
Technik schon viel älter. Sie ist so einfach und genaugenommen so
naheliegend das diese Vermutung durchaus berechtigt ist.


... das hätte ich fast vergessen. Ich bin mit der weak spot doch etwas weiter. Ich habe den Segelservoträger fertig gebaut ;)


Gruß

Arne

g2909
12.09.2012, 12:10
Moin Arne,

Meine Vermutung ist eh, dass diese
Technik schon viel älter. Sie ist so einfach und genaugenommen so
naheliegend das diese Vermutung durchaus berechtigt ist.
Du meinst, dass schon die Wikinger ihre Schiffchen so gebaut haben? :D


Gruß Christian

Arne Semken
12.09.2012, 12:54
... wenn nicht die Wikinger, wer dann? :rolleyes:


Gruß

Arne

Newnip
12.09.2012, 16:15
Hi Arne!

Du laminiert den hashtag Rumpf im Positiv, richtig?

Wie machst du die Oberfläche glatt?


Grüsse
Tobi

Arne Semken
14.09.2012, 17:05
Moin Tobi,

ja, der Rumpf wurde auf einer Positivform laminiert.
Ich laminiere den Rumpf, lasse den Harz soweit hart werden das er noch leicht klebt und rolle dann einen leicht angedickten Harz über das Laminat.
Nach dem aushärten kann der Rumpf geschliffen werden. Im Prinzip mit immer feineren Schleifpapier bis die Oberfläche so ist wie sie sein soll.
Michale Scharmer hat seine GFK IOMs auch so gebaut. Da die zweite Schicht mit einem braunen Füllstoff (Microbubbles?) vermengt war, sind seine Boot weiß/braun gefleckt gewesen.
Ich habe zwei unterschiedliche blautöne verwendet. So kann ich sehen wann ich bis auf das Laminat runtergeschliffen habe.

Bei der #hashtag fehlt nur noch die Befestigung für das Segelservo und der Ruderkoker. Das aktuelle Gewicht liegt jetzt bei 95 g. Um eine nahezu spielfreie Führung für die Ruderwelle und ein geringes Gewicht zu erzielen besteht der Ruderkoker aus einem gewickelten 6,2 mm CFK-Rohr und einem Kunststoffgleitlager (IGUS). Sowie auf den Fotos zu sehen, ist der Koker noch zu lang und wiegt 0,5 g. Gekürzt und eingeklebt sollten es ~ 1g werden :-)


Gruß

Arne

Arne Semken
23.09.2012, 19:49
Moin Modellbauer,

jetzt kann ich endlich an der weak-spot weiterbauen. Die #hashtag ist soweit fertig.

881781
Halt, da stimmt was nicht.

881782
So ist es besser, das Segelservo war noch eingebaut ;-)

Ursprünglich hatte ich nicht vor das Boot zu lackieren. Da die Oberfläche aber doch nicht so ansprechend geworden ist, werde ich den Rumpf in blau lackieren (mit der Rolle). Das Gewicht wird dann bei ca. 100 bis 105 g liegen.


Gruß

Arne

Arne Semken
27.09.2012, 18:31
Moin Modellbauer,

ich habe ein paar Werkzeuge zusammengesucht, die ich für das Herstellen der Segel benötige.

Alulineal, 75 cm (Baumarkt)
Stahllineal, 30 cm (Baumarkt, Schreibwarengeschäft)
Holzleiste, 1,5 m, 5x20 mm (Baumarkt)
Doppelseitiges Klebeband, 6 mm (Fachhandel)
Malerkrepp, 20 mm (Baumarkt)
Schneidunterlage, ca. DIN A4 (Bastelgeschäft)
Rollschneider (zB. Fachgeschäft für Schneiderartikel)
Faserstift (Schreibwarengeschäft)
Die Schere habe ich natürlich vergessen.

Da ich doch schon einige Segel gebaut habe, bin ich inzwischen zu der Überzeugung gekommen, dass es sich lohnt etwas mehr Geld für das Werkzeug auszugeben.
Der Rollschneider sollte kein günstiger aus dem Baumarkt sein. Als sehr gut empfinde ich zB. die Artikel von Prym oder Fiskars.
Der Klingenhalter/Griff taugt oft auch bei den billigen aber die Klingen sind nicht so gut. Am besten finde ich die Rollschneider bei denen der Klingenschutz nach hinten geschoben werden kann. Viele besitzen ein Griff der zum schneiden zusammengedrückt werden muss. Mich stört das beim exakten schneiden.
Für die Schere gilt das gleiche. Ich arbeite seit einigen Jahren mit Scheren von Fiskars die eine Antihaftbeschichtung haben. Die Beschichtung funktioniert und ist total klasse. Das was kleben bleibt lässt sich sehr einfach entfernen.


Und warum schreibe ich das? Ich werde in den kommenden Tagen schreiben und zeigen wie ich die segel für die weak-spot baue. Vielleicht hat der eine oder andere Interesse daran und schaut einfach zu :-)


Gruß

Arne

pierre_mousel
27.09.2012, 18:58
Und warum schreibe ich das? Ich werde in den kommenden Tagen schreiben und zeigen wie ich die segel für die weak-spot baue. Vielleicht hat der eine oder andere Interesse daran und schaut einfach zu :-)


Gruß

Arne

Werde es nicht verpassen.

Wo kann man dieses 6mm doppelseitiges Klebeband kriegen, hast du da eine Referenz zu, bzw. Fachhandel für was?

silvio
27.09.2012, 19:24
Hallo!

Diverses Segelmaterial kann man bei rt-sails bekommen.

Ab 4.10 kann man wieder etwas bestellen.

Gruß

carbonfly
27.09.2012, 20:55
Hallo Arne,

tolle Idee einen virtuellen-segelmacher-workshop zu veranstalten!
Vorschlag (ichmeinjanur) : Hierfür einen separaten thread eröffnen, dann lässt der sich einfacher über die Suche finden...

Ich bin für mich von diesen Rollschneidern abgekommen und benutze lieber Cutter mit ganz neuer Klinge. Wenn die von den genannten Herstellern gut hauen, ist es allerdings damit einfacher Kurven sauber zu schneiden.
Ich vermisse in Deiner Aufstellung eigentlich nur eine Schablone oder "Schildkröte" oder gehts "back to the roots" zu einbahnigen Segeln?
Zusätzlich habe ich noch ein rundes Stanzeisen ca. 12 mm um Verstärkungen aus dickerem, selbstklebendem Tuch für Verstärkungen ausstanzen zu können.

Ich bin gespannt.

Gruß Peter


@ Pierre: http://rt-sails.de/contents/de/d45.html ab 4.10. wieder geöffnet zum bestellen

Arne Semken
27.09.2012, 21:10
Moin Peter,

meine Auflistung ist noch nicht ganz vollständig. Das wird sich aber bestimmt noch geben ;-)
Deine Idee ist sicherlich gut aber vorerst werde ich keinen eigenen thread aufmachen. Vielleicht kann ich zum Schluß nochmal alles etwas überarbeiten und dann einen thread eröffnen, schaun wir mal ...

Das doppelseitige Klebeband gibt es zum Teil auch in Bastelgeschäften. Es ist dort im Verhältnis recht teuer aber wenn ein solches Geschäft evtl. über kurze Wege zu erreichen ist, fallen die Versandkosten weg.
Ich weiß das es Qualitätsunterschiede gibt, aber wer zum erstenmal seine Segel für eine RG-65 (oder kleiner) klebt, kann meiner Meinung nach bei der Wahl des Klebers nicht viel falsch machen. Bei größeren Projekten sind die Qualitätsunterschiede dann doch sicherlich spürbar.

Welches Material ich für die Segel verwende weiß ich noch nicht, ich muss morgen erst einmal meine Bestände sichten. In Frage kommt Icarex, Gittermylar oder Mylarfolie (36 Micron).


Gruß

Arne

Arne Semken
28.09.2012, 10:27
Moin Modellbauer,

als erstes habe ich der Plandatei (siehe Signatur weak-spot) die Umrisse der Segel in Maßstab 1:1 angefügt.
Das habe ich gemacht damit jeder die Möglichkeit hat den Plan auszudrucken und zusammenzukleben. Wer nicht so viel Papier verwenden will, kann die Umrisse natürlich ganz normal auf einer ebenen Platte, Karton, Papier etc. aufzeichnen.
Für diejenigen, die gerne drucken wollen, hier eine kurze Anleitung:

Datei öffnen (http://www.x-sails.de/downloads/weakspot-layout.pdf) (Adobe Reader)
Datei >> Drucken >> Seite anpassen und Optionen >> Poster und Schnittmarken >> Drucken
die ausgedruckten Blätter mit Hilfe der Schnittmarken zusammenkleben
die Bereiche der Lieken mit zB. Paketklebeband abkleben
Wer mit einem DIN A4 Drucker die Seiten ausdruckt wird 12 Seiten produzieren, mit einem DIN A3 Drucker sind es 8 Seiten. Die Anzahl hängt natürlich auch mit dem verwendeten Drucker zusammen.

Bebilderte Anleitung (http://x-sails.de/downloads/segelbauworkshop/segelbauworkshop-1.gif) (~ 0,4 MB)



Fortsetzung folgt ...

Arne Semken
28.09.2012, 11:17
... so sieht das dann zusammengeklebt aus.

884057


Auf das Abkleben mit Paketklebeband kann auch verzichtet werden. Ich verwende es gerne da evtl. festklebendes doppelseitiges Klebeband sich leicht wieder entfernen lässt, bei Papier funktioniert das nicht ;-)

Die Art und Weise wie ich in diesem Beitrag die Segel herstelle, soll nicht mehr sein als zu zeigen welche eine Möglichkeit es gibt.
Im Prinzip muss jeder seine eigenen Erfahrungen sammeln und wird auch einige meiner Vorgehensweisen als nicht richtig oder nicht optimal beurteilen.

Als ich noch als Segelmacher gearbeitet habe (das ist inzwischen fast zwei Jahrzehnte her) habe ich in verschiedenen Segelmachereien sehr unterschiedliche Fertigungsweisen kennengelernt. Unter anderem habe ich auch in einer Segelmacherei gearbeitet, die fast ausschließlich Segel für Jollen gebaut hat und das mit großem Erfolg, bis heute. Rückblickend betrachtet war die Herstellung der Segel dort doch eher ungewöhnlich und brachte auch nicht immer das gleiche Ergebnis.
Ich will darauf hinaus, dass es unterschiedliche Ansätze gibt und das es wichtig ist, das die Segel die gebaut werden, mit einer reproduzierbaren Technik entstehen. Wenn die Vorgehensweise immer dieselbe ist, kann man sich gut an Veränderungen machen. Wenn alles immer anders gemacht wird, wird es schwer einen roten Faden zu finden und erfolgreich Segel herzustellen.




Fortsetzung folgt ....

Arne Semken
28.09.2012, 12:28
... die Schablone wird mit Malerkrepp auf der Arbeitsfläche fixiert.
Anschließend wird das Segelmaterial in Bahnen geschnitten (ca. 250 mm).
Bei Icarex und allen anderen Geweben ist es wichtig, dass kein Schrägtuch entlang des Achterlieks verläuft.
Bei Icarex, Gittermylar etc. sollte der Kettfaden (verläuft entlang der Rollrichtung) parallel zum Achterliek verlaufen. Eine kleine Abweichung ist nicht unbedingt problematisch aber alles was mehr als 5° beträgt wird nur bedingt funktionieren.


Die einzelnen Bahnen sollten am Vor- und Achterliek etwas überstand haben. Vielleicht nicht so viel wie auf den Fotos zu sehen, aber 2, 3 cm sollten es ruhig sein.
Ober- und unterhalb der Naht sind 1 bis 2 cm OK.
884065

Die einzelnen Bahnen werden fixiert und das doppelseitige Klebeband auf die spätere Naht geklebt (mit ~ 1 cm Überstand nach vorne und hinten).
884066

Der Überstand nach oben wird nach aufkleben des doppelseitigen Klebebandes entfernt. Das geht entweder mit dem Rollschneider oder, so wie ich es mache, mit der Schere. Ein Strich braucht nicht gezogen werden, die Schere wird durch das doppelseitige Klebeband geführt (funktioniert nur mit einer wirklich scharfen Schere, braucht evtl.etwas Übung ;-)
Das wird mit allen Bahnen gemacht und den Kettfaden muss immer schön parallel zum Achterliek verlaufen(Bahnen mitdrehen lassen).
884067884068

Die untere Überlappung der Bahnen am Vor- und Achterliek anzeichnen und mit dem Rollmesser und Stahllineal das überschüssige Material abschneiden. Hier kommt der Punkt bei dem ich nicht mit einerm Cutter oder Schere arbeiten würde. Durch das Ziehen der Klinge kann das Material an der Schnittkante überdehnt werden. Spätestens beim Zusammenkleben, kann es dadurch zu Problemen kommen.
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Arne Semken
28.09.2012, 12:33
... wenn alles zugeschnitten ist werden die untersten zwei Bahnen auf die Klebehelling geklebt. Das doppelseitige Klebeband wird direkt auf die Helling geklebt, zusätzlich wird die Bahn unten mit Malerkrepp fixiert. Es dürfen dabei keinen Falten im Material sein. Die obere Bahn wird mit Überdeckung fixiert (Abstand zur Naht ~ 5 - 10cm).
884081

Die obere Hälfte wird hochgeklappt, das Tape abgezogen, die obere Bahn von der Mitte beginnend (evtl. von vorne, jedoch nie von hinten!) auf die untere Bahn kleben.
Das ist beim kleben der schwirigste Punkt und erfordert in der Regel etwas Übung. Also lieber etwas mehr Material einplanen ;-)
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Den Vorgang mit allen Bahnen wiederholen, schon ist das Segel fertig ... naja, fast ;-)
884083


Fortsetzung folgt …

wolfgang K aus A
28.09.2012, 16:01
... und der Kettfaden muss immer schön parallel zum Achterliek verlaufen(Bahnen mitdrehen lassen).


Ich hab den Kettfaden bisher immer an der Hauptzugrichtung zwischen den Ösen an Schothorn und Kopfbrett ausgerichtet (die Linie ist ja auch in deinem Segel-Riss dargestellt)!?!
Lieg ich da falsch?

Treten bei deiner Vorgehensweise keine Falten entlang der Hauptzugrichtung auf, wenn mal richtig Druck in der Luft ist?
Insbesondere bei Fat-Heads können ja die Richtungen von Achterliek und Hauptzugrichtung auseinander driften.
Entsprechend schief liegt dann der Kettfaden entlang der Hauptzugrichtung.

Aber schön, dass du icarex genommen hast.

Gruß
Wolfgang

Arne Semken
28.09.2012, 16:10
Moin Wolfgang,

im Prinzip ist es bestimmt möglich den Verlauf des Kettfadens auf der Linie zwischen Kopf und Schothorn zu haben.
Schrägtuch hast du aber bei diesen Segeln im Kopfbereich immer. Daher verläuft bei mir der Kettfaden immer parallel zum Achterliek und die Kopfverstärkung geht bis zur obersten Latte.

Icarex habe ich genommen weil ich doch noch einige qm liegen habe und weil pink eine spitzen Farbe ist, mein Sohn wird sich freuen ;-)

Mein Favoriten sind eher Folien, damit kann der breite Kopf auch besser gebaut werden.



Gruß

Arne

Arne Semken
28.09.2012, 16:41
… die Ecken, Positionen der Segellatten usw. anzeichnen und die Überstände mit dem Rollmesser abschneiden.
Nicht mit dem Cutter, dann lieber mit der Schere, auch wenn das nicht so gerade wird.

Das Vorliek wird einseitig mit einem 6 mm breiten Icarexstreifen verstärkt. Dazu Icarex glatt auf die Arbeitsfläche legen, einen geraden Strich ziehen und dazu parallel einen Streifen doppelseitiges Klebeband aufkleben. Da wir etwas mehr davon brauchen, am besten gleich mehrere Streifen von dem Tape aufkleben. Anschließend werden die einzelnen Streifen geschnitten. Da hier der Kleber und Trägermaterial des Klebebandes auf dem Tuch sind, kann gerne mit einem Cutter geschnitten, eine Überdehnung sollte nicht stattfinden.
884160


Das Großsegel flach auf die Arbeitsfläche legen und ca. 15 bis 20 mm vor dem späteren Vorliek einen Strich ziehen und das überstehende Material abschneiden.
Das Maß des Abstandes ist nicht so sehr entscheidend. Entscheidend ist, das dieses Maß immer das Gleiche ist. Wenn hier mal mit 10 oder mal mit 20 mm gearbeitet wird, wird die Vorliekskurve nicht reproduzierbar. Zur Not das Maß aufschreiben.
884163


Die Vorliekskurve wird mit einer gerade Latte aus Holz, Alu, GFK oder womit auch immer aufgezeichnet. In diesem Fall habe ich eine Vorliekskurve von ca. 5 mm genommen.
Da ich noch keinen Mast habe, nehme ich einfach einen Wert der in der Regel funktioniert. Zur Not muss zu einem späteren Zeitpunkt die Vorliekskurve dem Mast angepasst werden.
Wenn Falten entstehen, dann in der Regel im unteren Drittel. Das hat etwas mit der Profilierung der Bahnen und damit des gesamten Profils zu tun. Wenn beim Anschlagen/Segeln Falten auftreten dann reicht es in der Regel, vom Hals bis zur untersten Naht, die Vorliekskurve nachzustraken.
884164

Wenn die Vorliekskurve aufgezeichnet ist, kann das 6 mm breite Icarex aufgeklebt werden. Nicht Zentimeter für Zentimeter, sondern gerne in längeren Abschnitten. Dadurch wird die Kurve sauberer und es ist auch leichter zu kleben.
Bedingt durch das überschüssige Material (vorne) kann der Streifen nochmal entfernt werden, ohne das eine Überdehnung des Segelmaterials passiert.
884165

Zum Schluss alle Verstärkungen (Nummerntuch) und die Segellatten (zB. Mylarfilm, Schablonenmylar) aufkleben.
Welche Form die Verstärkungen haben ist relativ egal. Ob sie strahlenförmig sind, rund oder so wie ich sie zuschneide. Dreieckig ist nicht so gut, da genau da kein Material ist, wo es erforderlich wäre.
Für die Schot und den Kopf nehme ich vier Lagen, für den Hals drei. Die Verstärkung im Hals nicht zu groß ausführen, da der Bereich sonst zu steif wird (evtl. nur zwei Lagen). Das gilt auch für die Länge der Schotverstärkung am Unterliek, nicht zu lang machen.
Zu klein darf die Halsverstärkung auch nicht sein da sonst die Klebefläche so klein wird das sich das Nummerntuch von dem Segelmaterial löst und so ein herausreißen der Öse vorprogrammiert ist.
In den Bereichen wo das Segel an den Mast angeschlagen wird, sollte das Vorliek mit Nummerntuch verstärkt werden. Eine Lage mit 8 mm Durchmesser reicht aus. Die Löcher brauchen nicht mit einem Lötkolben durchgebrannt werden. Kleine Löcher oder die Schnur mit einer Nadel durchziehen reicht aus.


Erst wenn das Segel soweit fertig ist, sollte das Vorliek zugeschnitten werden.
Dazu wieder mit einem Rollmesser und einem kurzem Stahllineal arbeiten. Da die Kurve gering ausfällt, kann von Verstärkung zu Verstärkung geschnitten werden (Verstärkungen zum befestigen des Segels). Da die Abstände bei. ca. 10 bis 15 cm liegen, reicht diese Vorgehensweise völlig aus.
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Arne Semken
28.09.2012, 16:43
....zum Schluß die 2 mm Ösen einschlagen und das Herstellerlogo nicht vergessen, fertig ;-)

884168

Fortsetzung folgt ...

carbonfly
28.09.2012, 22:30
Hi Arne,

das geht ja ratzfatz! Eine sehr gelungene Anleitung!
Zu Deiner Schablone folgende Fragen: Welches (Naca?)- Profil mit welche Steigung benutzt Du?

Gruß Peter

Arne Semken
01.10.2012, 18:00
Moin Modellbauer,

eigentlich wollte ich übers Wochenende das Vorsegel fertig machen. Das wird im Detail etwas anders gebaut als das Großsegel.

Aber was soll ich sagen … ich habe gestern eine Frau kennengelernt … intelligent, hübsch anzusehen … was will Mann mehr?

Sie wollte jedoch nur das eine …

mir ein Schild um den Hals hängen auf dem steht: „out of order“.

Man ahnt es bereits. Die intelligente, hübsch anzusehende Frau ist Ärztin und arbeitet in der Notaufnahme der Uniklinik :rolleyes:
Als Konsequenz meines kurzen Aufenthaltes in der Klinik ergibt sich, dass ich zwar noch schreiben kann aber der Modellbau wohl etwas warten muss.

Da mir doch recht schnell langweilig ist, habe ich mir mein Laptop geschnappt, die neueste Version von Delftship installiert und ein neues Projekt gestartet.
In einem anderen Beitrag hatte ich schon mal über die aktuelle Delftshipversion geschrieben.
Inzwischen macht das Arbeiten mit der Software richtig spaß, obwohl ich die Software in einigen Punkten etwas umständlich finde.
Das auf anderen Seiten immer noch für Freeship geworben wird ist für mich nicht wirklich nachvollziehbar. Wenn ich es richtig verstehe geht es den Befürwortern von Freeship wohl um den IGES Export. Für diejenigen die mit 2D Daten auskommen (geschätzt 99% der Anwender) gibt es in der kostenlosen Delftshipversion zB. eine Exportmöglichkeit als DXF.
Der Umstieg von Freeship auf Delftship ist unkompliziert, dafür arbeitet man mit aktueller Software.

885441

Ob ich das Boot jemals bauen werde weiß ich noch nicht. Ich habe noch einige andere Projekte, zum Teil als Teamarbeitet, in Arbeit.

Daten
Länge: ~ 750 mm
Breite: ~ 300 mm
Tiefgang: ~ 250 mm
Verdrängung Rumpf: ~ 1.500 g

Wenn die weak-spot fertig ist, kommt die RG-65 Ritalin an die Reihe. Zeitgleich soll ein Mini 40 Projekt entstehen. Ich freue mich schon auf das kommende Jahr, ich gehe davon aus das ich dann wieder mehr Modellsegeln werde :)


Gruß
Arne

@ Peter: ich muss nachsehen welches Profil ich verwendet habe.

g2909
01.10.2012, 22:11
Moin Arne,

hoffentlich ist Dir kein Finger beim Zuschneiden der Vorliekskurve abhanden gekommen :eek:

Ich wünsche Dir rasche Genesung!


Gruß Christian

Arne Semken
01.10.2012, 22:46
Moin Christian,

mit dem Rollschneider habe ich auch schon mal Pech gehabt. Mit einer scharfen Klinge sind die Schmerzen aber nicht so stark ;)

So sieht die Kiste von hinten aus.

885695

Gruß

Arme

wolfgang K aus A
02.10.2012, 11:14
Ich wünsche Dir rasche Genesung!



Wünsche ich Dir auch!

(damit die 'Kiste' bald Formen annimmt ;))

Wolfgang

Arne Semken
03.10.2012, 16:40
Moin Modellbauer,

es geht auch als Knickspanter ;-)

886476


Gruß

Arne

donislhc
04.10.2012, 22:58
Hallo Arne, was ist das für eine Flunder? Keine Kiel-Bombe?

Arne Semken
04.10.2012, 23:31
Moin,

ein Mini 6.5 mit 75 cm Länge,keine RG-65 :-)
Das Kielgewicht habe ich der Bequemlichkeithalber weggelassen. Im Rechner kippt das Ding nicht um aber im Wasser ...?


Gruß

Arne

Oberberger
10.10.2012, 11:44
Hallo Arne,

hoffe Du bist auf´m Weg der Besserung ! Kann man die aktuelle Delftshipversion auch "verdeutschen". Habe zwar auch die Datei "deutsch" heruntergeladen, aber noch keine Idee wie die aktiviert werden soll. Würde im Winter auch gerne mir diesem Progr. ein wenig "entwerfen".

Grüße und gute Besserung

Arne Semken
10.10.2012, 15:28
Moin,

es wird wohl noch etwas dauern bis ich weiter bauen kann, die Einbindung der deutschen Sprachdatei kann ich dir aber trotzdem erklären :-)

Der normale Installationspfad ist: c:\Programme\Delftship\Languages
Ich habe einen Screenshot gemacht, ich hoffe er kann dir weiterhelfen.


Grüße aus dem Norden

Arne

Oberberger
11.10.2012, 11:56
Hm, das ist schade !
bei uns sind Herbstferien und derzeit arbeite ich mit meinen Kids und den Nachbarkindern in meinem kleinen Workshop RG65 für Anfänger. (Naja es sollten erst nur eins für meine Tochter werden, dann sind es drei geworden, weil meine zwei kleineren Jungs natürlich auch eins wollten. Am Ende werden nun fünf RG 65 fertiggestellt sein weil die Nachbarstöchter im Sommer gleich bei der Rupfherstellung mitgemacht haben. Grundlage sich die Nekst. Ein einfach zu erstellendes Boot. Aufgrund der vielen Boote haben wir zusammen im Sommer nur eine Formgebaut, über welche ich nun fünf Abzüge hergestellt und nach Kinderwunsch lackiert habe.
Nun in den Herbstferien sind die Riggs dran. Bin gespannt wie diese Boote dann mal fahren werden.

Also Danke nochmal für Deine Info. Wünsche Dir immer noch gute Besserung, auf das Du dich bald wieder Deinem Hobby widmen kannst.
Grüße

gallimimus
11.10.2012, 12:24
Hallo Arne

Danke für die Anleitung und Fotos zum Segelmachen, einfach und pragmatisch erklärt.
Die Farbe sieht wirklich cool aus ;)

Gruss Dominik

Arne Semken
15.10.2012, 12:29
Moin Domonik,

einfach ... jetzt, nachdem ich mein geschriebenes nochmal gelesen habe, fällt mir schon auf das einige Schritte für den Laien vielleicht nicht ganz nachvollziebar sind.
Leider besteht bei rc-network nicht die Möglichkeit Beiträge auch zu einem späteren Zeitpunkt zu editieren. So kann ich leider die Beiträge nicht mehr Erweitern/Korrigieren.
Nachvollziebar ist diese Regelung durchaus.

Sobald ich über meine Herstellungsmethode für das Vorsegel geschrieben habe, werde ich alles in einem pdf-Dokument zusammenfassen und an die Bauplandatei der weak-spot hinzufügen. Ich denke das macht Sinn und ich kann dann auch nachträglich Änderungen vornehmen.

Die Farbe ist schon sehr cool, passt aber nicht zu meinem Holzboot :rolleyes:
Wenn jemand Interesse an dem Segelsatz haben sollte, würde ich nach Fertigstellung diesen gegen Erstattung der Materialkosten abgeben (VB 5,99 €).
Das Vorsegel sollte diese Woche fertig werden.


Grüße aus dem hohen Norden

Arne

carbonfly
15.10.2012, 23:55
Hi Arne,

ich habe sehr grosses Interesse und "übernehme" den Segelsatz sehr gerne zu den genannten Konditionen zusätzlich würde ich noch eine Auswahl
cubanischer purros zur Unterstützung Deiner Rekonvaleszens obendrauf geben :D

Grüße aus dem tiefen Süden

Peter

Konrad Kunik
16.10.2012, 11:42
Moin Domonik,
(...)
Leider besteht bei rc-network nicht die Möglichkeit Beiträge auch zu einem späteren Zeitpunkt zu editieren. So kann ich leider die Beiträge nicht mehr Erweitern/Korrigieren.
Nachvollziebar ist diese Regelung durchaus.
(...)

Grüße aus dem hohen Norden

Arne
Moin Arne,

ja, die 2-Stunden-Regelung ist leider notwendig.

Aber vergiss bitte nicht Deine Moderatoren hier, die haben immer die Möglichkeit, Beiträge auch im Sinne des Autors zu ändern, zu ergänzen oder gar zu löschen - letzteres eigentlich nicht so gerne. ;)
Also das Gewünschte an sie schicken, sie machen es dann schon. Und sollte es wirklich einmal nicht gehen, dann bin ich auch noch da. :cool:

Also schnell ans Werk. ;)

Arne Semken
16.10.2012, 21:40
Moin Peter,


dann schicke ich dir die Segel sobald sie fertig sind.

Die Puros können wir vielleicht irgendwann gemeinsam in Lufft auflösen ;-)



Gruß

Arne


Hi Arne,

ich habe sehr grosses Interesse und "übernehme" den Segelsatz sehr gerne zu den genannten Konditionen zusätzlich würde ich noch eine Auswahl
cubanischer purros zur Unterstützung Deiner Rekonvaleszens obendrauf geben :D

Grüße aus dem tiefen Süden

Peter

Arne Semken
02.11.2012, 11:35
Moin Modellbauer,

jetzt hat es doch etwas länger gedauert bis ich das Vorsegel herstelle.

Der Zuschnitt funktioniert genauso wie beim Großsegel, das ist also bekannt.
Nach dem Zusammenkleben wird das Vor- und Achterliek angezeichnet und zugeschnitten.

900017


Das Segel wird auf der Unterlage fixiert, am Vorliek wir im Abstand von ca. 10 mm zum später fertigen Vorliek ein gerader Strich gezogen.
Das überstehenden Material wird abgeschnitten.

In der Regel muss das Segel neu fixiert werden, da sich jetzt Falten bilden. Das ist auch ein guter Hinweis darauf, dass es wichtig ist den Strich immer im gleichen Abstand zu machen. Wenn der Strich willkürlich anders positioniert wird, ist es nicht möglich gleiche Segel zu produzieren.

Nach dem Abschneiden wird das Vorliek aufgezeichnet.
Ich ziehe einen geraden Strich. Ich weiß das andere einen Hohlschlag oder eine Rundung zeichnen. Was das Richtige ist würde ich nicht bewerten wollen. Das Profil das, dass fertige Segel aufweist wird nicht alleine durch die Profilierung der Bahnen oder nur der Lieken bestimmt. Es ist immer von mehreren Faktoren abhängig.


Die Bauweise unterscheidet sich zum Großsegel darin, dass der Vorliekstreifen beidseitig aufgeklebt wird.
Alles andere ist so wie beim Großsegel.

900018

900019

900020


Das überstehende Material am Vorliek wird nach dem Aufkleben beider Vorliekstreifen abgeschnitten.

900021

..........

Arne Semken
02.11.2012, 11:52
...

Wenn alles zugeschnitten ist, werden kleine Taschen am Vorliek festgeklebt. Dazu klebe ich auf Icarex zwei Streifen doppelseitiges Klebeband mit einem Abstand von ca. 2 – 3 mm.

900030


Entlang der Klebestreifen wird das icarex auf Breite geschnitten und dann auf ca. 10 mm Länge gekürzt.

900031


Die kurzen Streifen werden an das Vorliek mit einem Abstand von 10 – 15 cm geklebt.
Die zweite Seite am einfachsten beim Zusammenbau des Riggs ankleben. Dann kann das Vorstag einfach mit in die Tasche gelegt werden. Wichtig ist das kein Kleber Verbindung mit dem Vorstag hat. Dadurch würde das Segel nicht mehr so leicht drehen.

Zum Schluß noch die Ösen einschlagen, Klassenzeichen und Segelnummer aufzeichnen, fertig!

900032

Spannend wird es immer, wenn die Segel fertig und angeschlagen sind. Fehler treten oft erst dann zutage.
An dem Foto ist gut zu erkenenn das die segel sehr flach geschnitten sind. Wenn das anders wäre würden die Segel nicht so glatt liegen. Auch ein Indiz für die Profilierung der Segel.

Noch ein Hinweis zum Material:
Icarex ist zum üben ganz gut da es nicht so knickempfindlich ist und sich relativ leicht verarbeiten lässt. Nicht ganz einfach ist der weit ausgestellte Kopf des Großsegels zu realisieren.
Am günstigsten, aber leider auch nicht ganz so leicht zu verarbeiten, ist Mylarfolie mit 36 Micron. Für sehr wenig Wind ist das Material aber fast schon zu steif. Es gibt auch dünnere Filme aber die werden immer schwieriger in der Verarbeitung.
Gittermylar wird auch gerne verwendet. Allerdings sind die Preise dafür zum Teil sehr stark angezogen und ich habe ab und an Lieferungen bekommen die einen so starken Drall hatten das daraus keine vernünftigen Segel gebaut werden konnten. Sieht aber klasse aus und ergiebt sehr gute Segel.


Grüße aus dem Norden und viel Spaß beim Segel bauen

Arne

carbonfly
13.11.2012, 17:16
Hallo Arne,

am Samstag lieferte der DHL Mann die Segel. Die sind wirklich sehr gut geworden. Vielen Dank!
Jetzt muß ich nur noch das stehende Gut für das Rigg dazu bauen...
Was für ein Mastrohr würdest Du für die Mastkurve der Großsegels empfehlen ?
Ein gezogenes 7mm Carbonrohr müsste ich noch haben.

Gruß Peter

P.S.: Morgen geht eine kleine seleccion de puros raus.

Arne Semken
14.11.2012, 22:24
Moin Peter,

ein 7x6 mm Rohr kannst du verwenden. Es werden auch gerne Skysharkrohre genommen (zylindrisch oder konisch).

Ich hatte lange überlegt ob ich eine Segelwinde in eine RG-65 einbauen soll. Unter anderen in Lateinamerika sind die GWS Segelwinden häufiger anzutreffen. Auch bei erfolgreichen Seglern.
Mir bleibt nichts anderes übrig als auszuprobieren wie die Winden arbeiten ;-)


Eingebaut wird eine GWS IQ-730 D3 Digital. Sie wiegt 50g, hat reichlich Kraft und passt gerade eben an die vorgesehene Position.
Gegenüber den üblicherweise verwendeten Servos, weist die Winde ca. 20g mehr Gewicht auf. Das kann ich verschmerzen, mal sehen wie es mit der Geschwindigkeit aussieht. Dazu werde ich dann später berichten.
Als Ruderservo verwende ich ein Graupner C261.

Auch wenn die Winde vergleichweise weit vorne montiert ist, der Schwerpunkt passt noch.


Gruß

Arne

gallimimus
14.11.2012, 23:56
Hallo Arne

Das ist interessant, ich habe mir auch schon überlegt für meine 5hoch5 eine Seilwinde zu kaufen. Wo sind denn die GWS Winden erhältlich? In der Schweiz ist das offenbar nicht ganz eifach. Beim blauen C gibt es von den Spezifikationen her eine ähnliche Winde (http://www.conrad.ch/ce/de/product/209154/Modelcraft-Standard-Servo-RS-22-YMB-Doppelt-kugelgelagert-Getriebe-Metall-JR/1207063&ref=list) von Modelcraft. Taugen die was?

Danke und Grüsse

Dominik

Arne Semken
15.11.2012, 12:35
Moin Dominik,

ob die Winden von Modelcraft etwas taugen kann ich dir nicht sagen. Sie sind auf jedenfall schneller als die GWS-Winden.
Allerdings auch doppelt so teuer ;-)


Gruss

Arne

Arne Semken
20.11.2012, 21:09
Moin Modellbauer,

alle Einbauten sind drin, das Deck von unten mit Harz eingestrichen die Auflagerleisten mit angedickten Harz versehen, das Deck aufgeklebt und mit Tape fixiert.
Damit das Deck am Rand nicht wellig wird, sollten unbedingt Leisten zwischen Tape und Deck gelegt werden. Dadurch wird über die Länge des Rumpfes ein gleichmäßiger Druck ausgeübt. Allerdings sollten am besten durchgehende Leisten verwendet werden. Da meine nicht biegsam genug waren, habe ich sie gestückelt. Ich hoffe das klappt :-)

Morgen nehme ich das Tape ab und klebe als nächstes ein Teil des Cockpitbodens ein.



Grüße aus dem Norden

Arne

Arne Semken
21.11.2012, 12:42
Moin Modellbauer,

das Tape ist entfernt und Rumpf und Deck grob (?) vorgeschliffen.


Gruß

Arne

smunck
24.11.2012, 13:20
so ein neuer roher rumpf sieht immer wieder schick aus. ich weiß schon warum kunststoffbau nur halb so reizvoll ist :)